Eine Stadt für alle - Tagesspiegel

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Eine Stadt für alle - Tagesspiegel

EINE STADT FÜR ALLE.EINE STADT FÜR ALLE.1. Solidarisches BerlinProfilen klar gestärkt werden und die politische Verantwortungnicht länger in Ressortkonkurrenzen untergeht. Und schon jetztmuss nicht nur der Investitionsstau bei der Charité beseitigtwerden, auch für die kommenden Investitionsnotwendigkeitenbei Vivantes gilt es, Vorsorge zu treffen. Dabei kommt ein Verkaufoder eine Privatisierung einer oder beider für uns nicht inFrage. Wir sprechen uns zudem auch klar für den universitärenGesundheitsstandort im Südwesten Berlins aus, erwarten aberauch von der Charité, dass sie ihre Chance nutzt, Vorreiterin inder medizinischen Forschung in Zukunftsfeldern wie Prävention,Public Health sowie alters- und lebenslagenspezifischeMedizin zu werden – davon haben alle Berlinerinnen undBerliner etwas. Beide Institutionen müssen aus einer Hand gesteuertwerden.Wir treten für einen konsequenten Nichtraucherschutz ein.Der Schutz vor dem Passivrauchen muss erweitert werden.Dazu gehören auch ein konsequenter Arbeitsschutz in denKrankenhäusern und der Gastronomie und ein Rauchverbotfür Kinderspielplätze. Wir wollen verhindern, dass schon Kinderund Jugendliche mit dem Rauchen beginnen.Wir wollen den gesundheitsschädlichen Konsum von Drogenvermeiden und Abhängigkeiten verhindern. Das wird – und dashat die Vergangenheit gezeigt – nicht mit Strafverfolgung, sondernvor allem durch eine Stärkung der Suchtprävention gelingen.Übermäßigem Alkoholkonsum unter Jugendlichen wollenwir durch Programme begegnen, die auf das Erlernen von bewusstemund risikoarmem Konsum abzielen. Wir setzen uns füreine Beschränkung der Alkohol- und Tabakwerbung ein. Wirwollen den kriminellen Drogenhändlern das Handwerk legen,ihre Märkte austrocknen und nicht die DrogenkonsumentInnenbestrafen. Wir halten es für wirksamer, weiche Drogen wieCannabis kontrolliert an Erwachsene abzugeben. Zum Schutzvon KonsumentInnen muss die Qualitätskontrolle von Drogenmittels Drugchecking möglich gemacht werden. Beides wollenwir in einem Modellversuch erproben. Die ärztliche Verschreibungvon Drogen an Schwerstabhängige wollen wir ermöglichen.Der Staatsanwaltschaft wollen wir es ermöglichen, sinnloseStrafverfahren schneller einzustellen.Wir wollen das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit fördern.An Schulen muss Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheitenzur Regel werden. Männer, die Sex mit Männern haben,sind besonders in Berlin überproportional vom Anstieg der HIV-Neudiagnosen betroffen. Deswegen werden wir sie bei der Gewichtungder Mittel für Prävention stärker berücksichtigen. Sounterstützen wir niedrigschwellige Präventionsangebote wieHIV-Schnelltests in Verbindung mit Beratung. Krankenkassenmüssen sich endlich an der Aids-Prävention beteiligen! Menschenmit HIV und Aids müssen diskriminierungsfreien Zugangzum Arbeitsmarkt bekommen.PatientInneninteressen stärkenDamit PatientInnen ihre Anliegen und Rechte besser kennenund durchsetzen können, wollen wir die Anforderungsprofilefür PatientenfürsprecherInnen in Krankenhäusern konkretisieren,die Patientenberatungsstellen angemessen fördern und dasAmt der Patientenbeauftragten stärken. Das Berliner Gesetzfür psychisch Kranke werden wir im Sinne der UN-Behindertenrechtskonventionüberarbeiten.Kinder stark machen – Gesundheitsförderung vonAnfang anBereits bei Kindern und Jugendlichen nehmen chronische undpsychische Erkrankungen zu. Alarmierend ist jedoch vor allem,dass sich die Gesundheitsrisiken bei 20 Prozent der Kinder und1. Solidarisches Berlin44Abgeordnetenhauswahl 2011BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENAbgeordnetenhauswahl 2011BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN45

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