MNR 2003-10.pdf - Missionswerk Mitternachtsruf

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MNR 2003-10.pdf - Missionswerk Mitternachtsruf

Inhalt 10/2003Biblische Botschaft4 Zukunftserwartungen – Illusion oderWahrheit?Im Blickfeld10 «Hudna» – der taktische Waffenstillstand11 Die biblische Zukunftserwartung13 Wer ist ein Fundamentalist?15 Der Trend zurück zu familiären Werten16 Das Morden geht weiter – Wie der radikaleIslam sich selbst entlarvt18 Was ist Freiheit?Aus der Arbeit desMitternachtsruf19 «Darum gehet hin» (Mt 28,19)Fragen – Antworten20 Entrückung vor der grossen Trübsal?21 Blieb praktizierte Homosexualität inder Bibel ungestraft?21 Geheiligt durch den glaubendenEhepartner?3 Grusswort9 Streiflicht13 Aufgegriffen22 Dir kann nur Jesus helfen22 ImpressumEingedenk dessen, dass alle menschliche ErkenntnisStückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoreneigenverantwortlich ihre persönliche Sicht dar...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................GrusswortIm Sommer 2002 traten europaweit die Flüsse über die Ufer. Tausende Menschen mussten vorden hereinbrechenden Wassermassen ihre Behausungen verlassen und nicht wenige verlorenalles. Ein Jahrhundert-, ja manche sagen sogar, das sei ein Jahrtausendereignis gewesen.Ein Jahr darauf, im vergangenen Sommer, fand das absolute Gegenteil statt: Hitze und Trockenheit.Wiederum mussten viele fluchtartig ihre Häuser verlassen, diesmal nicht wegen desWassers, sondern wegen des Feuers. Einige kamen sogar in den Flammenwalzen um.Auch wenn Sachverständige versuchten, diese extremen Phänomene als normale Ereignissehinzustellen, muss es uns als Christen, die diese Geschehnisse zu den Aussagen der Bibel inBezug stellen, doch sehr zu denken geben. Etliche Male lesen wir: «… das muss zuvor geschehen…» (Lk 21,9). Nebst den vielfach erwähnten Erdbeben und Kriegen, ist in der Schrift oftmalsauch von den Naturelementen Wasser und Feuer die Rede. Und mit diesen hatten es viele von unszu tun.Nun gibt es eine Bibelstelle, die sich sowohl aufs Wasser als auch auf die Hitze bzw. das Feuerbezieht: «Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, dass dich die Ströme nicht ersäufensollen (2002); und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dichnicht versengen (2003)» (Jes 43,2). Einerseits sind solche Zusagen ganz real zu verstehen,andererseits sind sie symbolisch, das heisst ein Gleichnis.Unser Herr Jesus sprach sehr viel in Gleichnissen, weil manche die Geheimnisse des Himmelreichssonst nicht verstanden hätten. Ohne Zweifel redet Er auch durch Naturereignisse zu uns.Die grosse Hitze der vergangenen Monate ruft uns 1. Petrus 4 in Erinnerung. In Vers 7 schreibt derApostel: «Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge.» Und in Vers 12: «Ihr Lieben, lassteuch durch die Hitze nicht befremden, die euch widerfährt zu eurer Versuchung, als widerführeeuch etwas Seltsames, sondern freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeitder Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt.»Wenn Jesus uns vorangeht und wir mit Ihm Schritt halten, sind wir in Ihm geborgen. Wir sindunterwegs zum himmlischen Jerusalem, zur ewigen Herrlichkeit. Die Jünger waren damals mitJesus nach dem irdischen Jerusalem unterwegs. In Markus 10,32 steht so herrlich geschrieben:«… und Jesus ging ihnen voran.» Weil Er ihnen aber zuvor gesagt hatte, was Ihm in Jerusalembegegnen würde, lesen wir: «… und sie entsetzten sich; die ihm aber nachfolgten, fürchtetensich. Und er nahm abermals die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm widerfahrenwerde.» Die Jünger waren der Situation nicht gewachsen. Angst befiel sie, ja blankes Entsetzenliess sie erstarren. Genau hier setzte der Herr an. Er nahm sie beiseite und erklärte ihnen, waswerden würde.Das gilt auch uns heute: Wenn wir dem uns voran gehenden Jesus nachfolgen, ist es durchausnormal, dass wir durch die uns entgegen schlagende Hitze angefochten werden. Es läuft nichtalles rund! Aber der Herr selbst will uns beiseite nehmen und durch Sein Wort zu uns reden. Er willuns sagen, dass die Anfechtung, die uns widerfährt, und die Leiden, denen wir begegnen, durchausnormal sind. Sie sollen dazu dienen, die Geheimnisse Seiner Herrlichkeit besser zu erkennen.Rücksichtsvoll wandte sich Jesus auf Seinem Gang nach Jerusalem Seinen Jüngern zu underklärte ihnen, was geschehen würde. Daran wird deutlich, mit welch tiefer Liebe sich der Herrunserer annimmt, für uns da ist, unsere Ängste kennt und uns mit hineinnehmen will in das Seine.Die Frage ist nur: Lassen wir uns wirklich beiseite nehmen, wenn Jesus mit uns reden will? Sindwir bereit, einmal still zu stehen und Ihm zuzuhören? Sind wir bereit,die Hitze zu akzeptieren? Manche Versuchung mögen wir als negativund befremdend empfinden, aber vielleicht will unser Herr geradedadurch zu uns reden.In herzlicher VerbundenheitMitternachtsruf > Oktober 2003 3


Biblische BotschaftDer Himmel ist eine reale Welt, in der mehr und Weitreichenderesentschieden wird als hier auf Erden.Lassen Sie uns heute einen Blick auf eine Himmelsszenewerfen, die für diese Erde allergrösste Bedeutunghat.■ MICHAEL URBANIn Offenbarung 5,1-7 lesen wir: «Ichsah in der Rechten dessen, der aufdem Thron sass, ein Buch, innenund aussen beschrieben, mit siebenSiegeln versiegelt. Und ich sah einenstarken Engel, der verkündete mitlauter Stimme: Wer ist würdig, das Buchzu öffnen und seine Siegel zu brechen?Und niemand, weder im Himmel nochauf der Erde noch unter der Erde, vermochtedas Buch zu öffnen noch hineinzublicken.Und ich weinte sehr, weilniemand für würdig befunden wurde,das Buch zu öffnen und zu lesen, noch..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................auch hineinzublicken. Und einer vonden Ältesten spricht zu mir: Weinenicht! Siehe es hat überwunden derLöwe, der aus dem Stamm Juda ist, dieWurzel Davids, um das Buch zu öffnenund seine sieben Siegel zu brechen!Und ich sah, und siehe, in der Mittedes Thrones und der vier lebendigenWesen und inmitten der Ältesten standein Lamm, wie geschlachtet; es hattesieben Hörner und sieben Augen, welchedie sieben Geister Gottes sind, dieausgesandt sind über die ganze Erde.Und es kam und nahm das Buch ausder Rechten dessen, der auf dem Thronsass.»..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Der Himmel und die Erde sind inWartestellungIm Zentrum dieses Textes ist unheilvolleStille: Es wird eine Frage gestellt,auf die es zunächst keine Antwort gibt.Im Himmel wird gewartet! Worauf? Aufdie Erfüllung der Heilsgeschichte, auf dieendgültige Offenbarwerdung des SiegesJesu über Tod, Hölle und Satan, wenndie Erlösten einziehen!Auch auf der Erde wird gewartet!Worauf? Auf die Erfüllung der Menschheitsträume.Auf die Besiegung vonKrankheiten, auf das Ende der Kriege, aufdie Harmonie in der Menschheitsfamilie.Ja, sowohl der Himmel als auch dieErde befinden sich in Wartestellung. DieZeit, in der wir leben, wird vom HerrnJesus selbst so beschrieben: «… die Menschenwerden vergehen vor Furcht undin Erwartung der Dinge, die kommensollen über die ganze Erde …» (Lk21,26).Bisher war es so, dass der Menschimmer mit ungebrochenem Optimismus4Mitternachtsruf > Oktober 2003


..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Der Mensch meint, durch den Fortschritt der Technik alles im Griff zu haben …auf bessere Zeiten wartete. Das hat sichgeändert. Die Zahl derer wächst, die vonihrem Leben keine grossartigen Veränderungenmehr erwarten. Wenn auchder Globalisierungswille der Mächtigennoch von Frieden, Gerechtigkeit undBewahrung der Schöpfung spricht, so istder einzelne Mensch hinsichtlich seinerZukunft doch fragend geworden. Trotzdemglaubt er, die Zukunft gehöre …… dem aufgeschlossenen, modernen,toleranten Menschen… dem Fortschritt, der Technik undder Wissenschaft… dem Frieden und der Einheit allerMenschen.Die Esoteriker warten immer nochdarauf, dass wir durch den Eintritt insWassermannzeitalter der Erlösung desMenschen durch den Menschen näherund näher kommen und unsere Zukunftgeprägt sein wird von Humanität undeiner im Ganzen besseren Welt.Die Charismatiker warten darauf, dassder Heilige Geist bald über die ganzeChristenheit ausgegossen wird. Sie berufensich dabei auf Joel 3,1, wo esheisst: «… danach wird es geschehen,dass ich meinen Geist ausgiessen werdeüber alles Fleisch.» Wir sollten hierunbedingt auf das Wort «danach» achten.Dieser Vers nimmt nämlich eindeutigBezug auf die Tage, wenn sich Israelzum Herrn wenden wird (Joel 2,27). Daswird nach meiner Erkenntnis erst dannsein, wenn die Gemeinde Jesu bereitsentrückt ist.Die «Sciencefiction-Gemeinde» wartetdarauf, dass sich bald ausserirdischesLeben beweisen lässt, und mancher Fehlgeleitetewartet vielleicht sogar auf eineBegegnung mit Ausserirdischen!Im Himmel wird gewartet und auf derErde wird gewartet. Für uns als die vomHerrn Jesus Geretteten, für uns als dieVersammlung Jesu Christi, gibt es imStrudel der massiven Endzeitverdichtungennur eine Aufgabe:Wir müssen die Erwartungen desHimmels und unsere irdischen Erwartungenin Einklang bringen. Dasist unsere Aufgabe in einer Zeit undWelt, die der absoluten Gottverlorenheitentgegensteuert und die ängstlich derDinge harrt, die da noch kommen mögen.Daher müssen wir auf die Fragenach der Zukunft eine letztgültige, dasheisst biblische Antwort haben. Es ist dieAufgabe unserer Versammlungen inStadt und Land, den Menschen auf ihreZukunftsfragen eine Antwort zu geben.Wir dürfen keinen Zweifel daran lassen,dass Kinder Gottes Menschen sind, derenZukunftserwartungen mit denhimmlischen Erwartungen im Einklangstehen.Der Herr will, dass Seine Kinderbestens informiert sind: «… so halten wirnun fest an dem völlig gewissen prophetischenWort, und ihr tut gut daran, daraufzu achten als auf ein Licht, das aneinem dunklen Ort scheint, bis der Taganbricht und der Morgenstern aufgeht ineuren Herzen» (2.Petr 1,19). Wir dürfenvon Herzen dankbar sein für dieses Vorrecht,das der Herr den Seinen gegebenhat. Wir wissen weit mehr über die Zukunftals die gebildetsten Zukunftsforscher.Ja, wir wissen nicht nur mehr, sondernwir sehen tief hinein in das HerzGottes und in Seine Pläne. Allerdings nurso weit, wie es der Vater in Seinem Wortgeoffenbart hat. Welch eine Gnade, welchein Vorrecht und welch eine Verantwortungtragen wir damit vor dieser Welt!Der obige Text beantwortet in klarerWeise die Fragen nach der Zukunft. Waswir und die gesamte Menschheit zu erwartenhaben, sind nicht nur Ereignisse,sondern ist in letzter Konsequenzeine Person: der Kommende. Wem gehörtdie Zukunft? Ihm, der nicht nurgelegentlich in das Geschehen unsererWelt und Zeit eingreift, sondern sie regiertund ihrem Ziel zuführt. Alle Lügenüber Gott – Er sei abwesend, hilflos, totoder gar lediglich ein Produkt menschlicherWünsche – müssen vor unseremeinleitenden Bibeltext zutiefst beschämtverstummen!..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Der ganze Kosmos ist in Wartestellung!Der Himmel und die unsichtbareWelt ist in Wartestellung und sehnt sichdanach, dass die Lügen über Gott entlarvtwerden. Die Kreatur wartet seufzendauf ihre Vollendung. Der himmlischeBräutigam wartet darauf, dass ErSeine Braut endlich heimholen kann.Und der Böse mit allen seinen Finsternismächtenwarten mit Furcht und Zitternauf das endgültige Aus seiner Herrschaft.Der Vater im Himmel wartet darauf,Seine Kinder empfangen zu können. DieEngelwelt wartet, um endlich das Geheimnisder Gemeinde enthüllt zu bekommen.Der Erzengel Michael wartet,damit er in einem letzten Kampf für Israeleinstehen kann. Und der Herr Jesuswartet auf Seinen letzten Kampf gegenden Antichristen.Und da ist schliesslich noch die arroganteMenschheit dieser Erde und wartetimmer noch auf bessere Zeiten – aufLebensglück, Geld, Liebe und Einfluss!Auch die Politiker warten auf paradiesischeZeiten,sobald die Globalisierungvollendet ist.Die Wissenschaftlerwartenauf neueForschungsergebnisse,diedas Nahrungsproblem,dasWasserproblemund dasEnergieproblemder Weltlösen sollen.Da sind Millionenvon Patienten,die aufneue Medikamentewarten,um überlebenzu können.Und dasind die Theologen,die aufeine Vereinigung der Kirchen und Religionenwarten, damit endlich Schluss istmit dem Streit um die Wahrheit!Da ist auch noch das von uns geliebteund umbetete Israel und wartet sehnsüchtigauf Frieden! Aber da ist auch diearabische Welt, die darauf wartet, bis dieganze Welt islamisiert und Israel vernichtetist.Liebe Welt, möchte man sagen, duwartest auf viele schöne Dinge. Aber imMitternachtsruf > Oktober 2003 5


Biblische Botschaftranwachsende, in eine Zukunft gehensieht, die so ganz anders ausschaut, alssie es sich vorstellen? Die heutigeMenschheit kann sich nicht auf die Voraussagender so genannten Zukunftsforscherverlassen, weil diese vor Gott unwürdigund darum inkompetent sind.Wir sollten mehr denn je erkennen:Gott selbst gestaltet die Zukunft desMenschen. Er selbst ist der Planer undauch der Vollender.Gottes Plan ist RettungEr hat nicht den generellen Untergangder Menschheit beschlossen, sondernbietet Ausweg und Rettung an! Der weinendeJohannes, die seufzende Kreatur,die hoffnungs- und perspektivenloseGesellschaft soll eine Perspektive haben.Erlösung und damit Trost, nicht Vernichtungund Untergang, ist Sein Ziel. AberEr hat diesen Trost an einen Namen, aneine Person, an einen Ort gebunden:Jesus Christus auf Golgatha. Der Gesalbte,der Messias, der am Kreuz auch fürSie Sein Leben gelassen hat, rückt in denMittelpunkt der Weltgeschichte. In derbiblischen Schau ist inmitten und vordem Thron Gottes der Ort, wo der Weltablaufentschieden wird. Hier entscheidetsich auch Ihre und meine Zukunft!Die Abwendung des Menschen vonGott führt deshalb zwangsläufig zum totalenChaos! Und genau das bedeutendie sieben Siegel des Testaments Gottes,Seines letztendlichen Willens über dieseErde: Chaos und Gericht. Wir dürfenuns keinen falschen Hoffnungen hingeben!Was über diese Erde kommt, nachdemdie Erlösten durch den wunderbarenAkt der Entrückung beim Herrn sind,wird absolutes Chaos sein!Gottes Wille kommt nicht nur durchunsere Errettung zur letzten Vollendung,sondern auch durch das Gericht. Die siebenSiegel bedeuten: 1. Ein falscherChristus. 2. Krieg. 3. Hungersnot.4. Krankheit und Tod. 5. Ein Überrest alsMärtyrer. 6. Erdbeben und Naturkatastrophen.7. Sieben Posaunengerichte.Nur das Lamm ist würdig, dieSiegel der Zukunft zu öffnenGott regiert, und in dieser Phase hatEr alles Seinem Sohn übergeben (Mt11,27), damit dieser alles der HerrschaftGottes unterwirft (1.Kor 15,24-25)...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Christus wird über den Weg ans KreuzWeltherrscher und wahrer Zukunftsgestalter.Deshalb wird der Löwe aus Judavor den Augen des Johannes als Lammdargestellt.Das Kreuz Christiist deshalb der absoluteHöhepunkt derHeilsgeschichte undder absolute Wendepunktder Weltgeschichte.Und eskann, ja es sollte unbedingtder totaleDreh- und Angelpunktunserer Lebensgeschichtewerden.Am Kreuz wurdendie absoluten undentscheidendenGrundlagen für dieWeltvollendung gelegt.Unter demKreuz stehen Sie aufden Grundlagen Ihrereigenen Vollendung.Es gibt nur eine Zukunft,und die heisst Jesus: «… es ist inkeinem andern das Heil; denn es ist auchkein anderer Name unter dem Himmelden Menschen gegeben, in welchem wirsollen gerettet werden!» (Apg 4,12). Gibtes eine bessere Zukunft für Sie, als dassam Ende über Ihrem Leben steht: «Gerettet!»?Was erwarten Sie von IhrerZukunft?Bessere Zeiten, Frieden unter allenMenschen, Einigkeit der Kirchen, Glückund Zufriedenheit – ist das alles, was wirbrauchen?Wir brauchen mehr! Eigentlich sehnenwir uns nach kompetenter Zukunftsplanung.Wer oder was wird Ihnen Rettungbringen? Blicken wir vielleicht allenoch in die falsche Richtung? Je nachAlter und Generation mag sie unterschiedlich,aber im Kern eben dochfalsch sein. Suchen wir Friedens- undHeilsbringer von imposanter Ausstrahlung?Es gibt zwar viele Politiker mitAusstrahlung und Sach- und Fachkompetenz.Auch bestimmte Schauspielerund Sänger, Wissenschaftler, Ärzte undPädagogen könnte man als Idole bezeichnen.Aber obwohl sie sympathisch undin ihrem Fachbereich kompetent sind,..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Nicht mächtige Kirchen können unsbewahren, denn auch sie werden auseinanderbrechen.Gott hasst Kirchenherrlichkeitund Kirchenmachtmüssen wir uns fragen: Sind sie in GottesAugen würdig, die Botschaft wahrerErrettung zu verkünden?Wollen wir uns nicht lieber Dem zuwenden,der würdig ist, die Zukunft unseresLebens und dieser Welt zu gestalten– Jesus Christus? Eine Totalreformder Welt durch Superkrisenmanager gibtes nicht. Alle Weltverbesserersind gescheitert.Viele Sympathieträgeraus Politikund Gesellschafthaben Schiffbrucherlitten, weil sieMacht- und Herrschaftsgelüstennachjagten.Warum ist das so?Weil niemand dieVerderbensmächteund die Kräfte desBösen bannen kann,der ihnen selbst verfallenist. Es gehtnicht um kluges Management,nein, Siegmuss durch Kampferrungen werden.Der Ohnmächtigeam Kreuz wird derWeltvollender. Warum? Weil Er konsequentden Plan des Allmächtigen ausführt.Welchen Zukunftsparolen glaubenwir?Der Boden dieser Welt wankt. Wersicher stehen und eine gesicherte Zukunfthaben will, muss sich in dieser Zeitmit beiden Händen an Jesus Christusfestklammern! Die aufregenden undimmer wechselnden Tagesthemen dürfenunser Handeln, Denken und Beurteilennicht bestimmen. Es ist doch erschütternd,dass wir tagtäglich Nachrichtenverarbeiten müssen, denen gegenüberwir völlig hilflos sind!Weltweit erstarkt das nationale Bewusstseinder Völker. Demgegenüberstehen die weltweiten Globalisierungsbemühungen,alles unter ein Dach zubekommen.Jesus Christus, der das Buch mit densieben Siegeln öffnet, sagt uns schwereKonflikte und Spannungen voraus. Dazuzählen Nöte mit Irrlehrern und «Propheten»,die neue Heilswege anbieten.Nicht mächtige Kirchen und christlicheOrganisationen können uns bewahren,denn auch sie werden auseinanderbrechen.Gott hasst Kirchenherrlichkeit8Mitternachtsruf > Oktober 2003


Freilassung von palästinensischen Häftlingennommen. Aus diesem Grund darf nichtübersehen werden, dass die palästinensischeWahl des Begriffs Hudna in seinerursprünglichen Bedeutung bereits dieRechtfertigung für eine einseitige Aufkündigungder Waffenpause impliziert, sobaldes dafür Zeit ist.Nicht im westlichen SinnHudna ist in ihrer eigentlichen Bedeutungkeine herkömmliche ‹Waffenruhe›im westlichen Sinn. Hudna ist ein strategischesMittel zur Durchsetzung militärischerZiele. Dies dürfte der Grunddafür gewesen sein, dass sich die israelischeRegierung mit dieser ‹Waffenruhe›so schwer tat. Sowohl die israelische Regierungals auch US-Präsident Bush habendeshalb die palästinensischen Terrorgruppenwiederholt zur vollständigenAufgabe ihrer terroristischen Netzwerkeaufgerufen, um dem Friedensprozessim Nahen Osten eine echte Chance zugeben.»Jassir Arafat bezeichnete das Friedensabkommenvon Oslo 1994 schon als«Hudna», also mit dem Vertrag, den Mohammedeinst mit den Bewohnern vonMekka, den Quraishiten, geschlossenhatte. Jeder weiss heute, was daraus gewordenist: eine neue Intifada, wie wirsie seit einigen Jahren haben.Obiger Artikel ist von bedeutsamemInhalt, und es erstaunt uns im positivenSinn, dass eine Tageszeitung das Themaeinmal von dieser Seite her aufgreift. Inder eher antiisraelisch ausgerichtetenMedienwelt leuchtet solch ein aufklärenderBericht wie ein Stern am dunklenNachthimmel. Doch er zeigt mit ganzemErnst und einem warnenden Unterton,..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Die biblischeZukunftserwartung..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................dass nicht mit einem wirklichen Friedenin Nahost zu rechnen ist, und dass manLüge und Betrug zur Grundmauer desFriedens machen will. Aber auf einem«Lügenfundament» kann man kein«Haus des Friedens» bauen. Israel weissdas und erklärt ausdrücklich, dass es zumehr als zu einer blossen «Hudna» kommenmuss: Die terroristischen Organisationenmüssen die Waffen strecken!Alles andere ist für den jüdischen Staatlebensgefährlich, und das sollten diewestlichen Politiker auch so sehen.Israels Aussenminister Silvan Shalombetonte vor dem EU-Kongress in Brüssel,dass trotz des «begrüssenswertenRückgangs der Gewalt in den vergangenenTagen» die «Hudna» eine «tickendeZeitbombe sei, die bei uns explodierenwird, weil sie vom Willen der Terror-Organisationenabhängt. Die Erfahrungder vergangenen zehn Jahre hatbewiesen, dass kein Friedensabkommenüberleben wird, wenn man es den feindlichgesinnten Vertretern ermöglicht, ihrPotential zu behalten.» Doch in derwestlichen Welt wird man Israel wahrscheinlichwenig Glauben schenken undim Gegensatz dazu den Judenstaat bezichtigen,den Frieden zu torpedieren.Der Herr hat dieses Verwirrspiel durchden Propheten Hesekiel schon längstaufgedeckt: «Deshalb, ja deshalb, weil siemein Volk irreführen und sagen: Friede!obwohl kein Friede da ist – und baut eseine Wand, siehe, sie bestreichen sie mitTünche» (Hes 13,10).■ N.L.Der Theologe Gerhard Maier nennt einige konkrete Beispiele für die Zukunftserwartungim Neuen Testament. Er schreibt:Die Gleichnisse Jesu enthalten überwiegendeinen Bezug zur Zukunft.Das gilt zum Beispiel in hervorragenderWeise bei den Saat- und Parusiegleichnissen.Das Herrengebet … enthältnicht nur als zweite Bitte diejenige umdas Kommen des Reiches, sondern es istinsgesamt eschatologisch strukturiert.Jesu Gang ans Kreuz ist unverständlich,wenn er nicht die Gründung des verheissenenNeuen Bundes und den Sühnetod,der uns im Gericht bewahrt, zum Zielhat. Bei den Aposteln beobachten wirdieselbe Orientierung zur Zukunft, diezugleich eine Orientierung nach vorneund nach oben, axiologisch (= die Wertlehrebetreffend, d. Red.) und teleologisch(= zielgerichtet, d. Red.) zugleich,ist. ... Der 1. Korintherbrief wäre kraftlosohne das fünfzehnte, das Auferstehungskapitel.Beim täglichen (Apg 2,46)oder wenigstens sonntäglichen (Apg20,7) Abendmahl verkündigte man ‹desHerrn Tod, bis dass er kommt› (1.Kor11,26). Einer der wenigen Gebetsfetzenin aramäischer Sprache bittet um dasKommen des Herrn (1.Kor 16,22; Offb22,20). Nicht einmal der Judasbrief verzichtetauf den Ausblick in die Zukunft(V 14.21.24).»Als Christen brauchen wir den Bezugzur Zukunft, um dadurch einen stärkerenZug zu Jesus zu bekommen. In allerKlarheit müssen wir die Gegebenheitenunserer Zeit vor Augen haben und da hindurchsehenauf Den, der wiederkommt.Das «Meer» der Nationen ist aufgewühlt,die Globalisierung schreitet un-Mitternachtsruf > Oktober 2003 11


Im Blickfeldaufhaltsam voran, auf religiösem Gebietsucht man nach dem «einen Gott füralle» und befindet sich mitten im Abfallvon den wahren christlichen und biblischenWerten. Die Moral in den modernenIndustrienationen ist auf einen Standgesunken, der den Nationen zur ZeitKanaans gleichkommt. Naturkatastrophenhaben – nach den Statistiken derRückversicherungen zu urteilen – einMass erreicht, das alles Vorhergehendein den Schatten stellt. Kriege auf allenErdteilen mit unvorstellbaren Grausamkeitensind an der Tagesordnung, gleichzeitigaber auch das Rufen nach Friedenund Sicherheit. Wirtschaftlich stehenganze Nationen vor dem Ruin. Israel istals Nation bereits seit 55 Jahren wiederhergestellt,Jerusalem 36 Jahre wiederin jüdischer Hand und die Weltpolitikfixiert sich auf die Situation im NahenOsten. Israel, der «Augapfel Gottes»(Sach 2,12), wird zum Dorn im Auge derNationen. Der Irak (Babylon) ist zertrümmertund dessen Diktator entmachtetoder gar vernichtet. Eine Demokratie sollin dieser Region errichtet werden, undder Westen will in «Babylon» investieren,es wieder aufbauen und sich wirtschaftlichdaran gesundstossen. Für alle,die vorher gegen den Krieg waren, istder Irak nach dem Krieg so etwas wieein Hoffnungsschimmer geworden. Manchestellen sich – vielleicht zu Recht –die Frage, ob sich nicht vor den Augender Welt buchstäblich das Babylon ausOffenbarung 18 wieder aufrichtet undsomit die Apokalypse greifbar naherückt.Dass unsere Zeit apokalyptische Zügeträgt, betonen sogar säkulare Zeitungen.Die Vorzeichen der Wiederkunft Jesuverdichten sich; trotzdem ist das Themader biblischen Prophetie für viele Christentabu. Besonders Führungspersönlichkeitenin der Christenheit stossen sichdaran und weisen das apokalyptischeThema vehement von sich. Sie sagen,es sei «zu negativ», «zu spekulativ» undenthalte «keine frohe Botschaft». Dabei..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Wenn Jesus Christus selbst dieEreignisse der Offenbarungbezeugt, sollten wir dannschweigen?..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Welcher Arzt spricht nicht offen über einediagnostizierte Krankheit und bietet dann Hilfe an?wird völlig übersehen, dass gerade imbiblisch-prophetischen Wort die froheBotschaft enthalten ist. Dadurch wirdden Menschen die Wahrheit biblischerAussagen über die Zeit vor der WiederkunftJesu vor Augen geführt, damit sieumso mehr auf den Retter aufmerksamgemacht werden. Welcher Arzt sprichtnicht offen über eine diagnostizierteKrankheit und bietet dann Hilfe an? Esist unnüchtern und ein Selbstbetrug fürsich und andere, wenn man einem inder Finsternis sitzenden Menschenverkündet, es seiüberhaupt nicht dunkel. Vielmehrsollte man nüchtern dieRealität der Finsternis zurKenntnis nehmen, darübersprechen und dann Licht in dieDunkelheit bringen.Wir machen der Welt keineAngst; sie hat bereits Angst. Wir malenden Menschen kein düsteres Bild vorAugen; das tun schon die weltlichenMedien. Wir geben ihnen keine pessimistischenZukunftsaussichten; dafür sorgtdie Welt schon selbst. Wir sagen denMenschen die Wahrheit des Evangeliums,dazu gehört auch die Wahrheit der Endzeitzeichen.Wer ihnen dies vorenthält,betrügt sie nicht nur, sondern verkündetnicht die Realitätdes WortesGottes.In allemkönnen wir aber einen Ausweg anbieten:Wir haben eine Botschaft Gottesfür unsere Zeit und dürfen Licht ins Dunkelbringen. Wenn Jesus Christus selbstdie Ereignisse der Offenbarung bezeugt,sollten wir dann schweigen?Jesus, der Sohn des lebendigen Gottes,ist die einzige Hoffnung. Ihn zur persönlichenErlösung zu ergreifen und mitSeiner Wiederkunft zu rechnen, dasmacht froh und getrost! Haben wir nichtallen Grund, uns mit der Zukunft zu beschäftigen,auf die Bibel zu achten unddie Wiederkunft Jesu herbeizuflehen?Freuen wir uns, denn Jesus kommt bald!«Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja,ich komme bald. Amen, komm, Herr Jesus!»(Offb 22,20).■ N.L.Wir machen der Welt keine Angst; sie hat bereitsAngst. Sogar säkulare Zeitungen betonen, dassunsere Zeit apokalyptische Züge trägt12Mitternachtsruf > Oktober 2003


Wer ist ein Fundamentalist?Mit Ironie und Sarkasmus versuchen überzeugte Evolutionisten, den Kreationismuslächerlich zu machen. Kein Wunder, denn sie haben keine anderenArgumente.Einen solchen Versuch finden wirzum Beispiel im NZZ-Folio (Nr. 8/2003), aus dem wir auszugsweisezitieren:«Adam und Amen. Beide waren aufder Arche Noah. Das ist die einzige Gemeinsamkeitzwischen Mensch undAffe. Bibelstrenge Kreationistenunternehmenalles, damit wirunter uns bleiben.So genau wollen esdie Kreationisten heutezwar nicht mehrwissen, am engen Zeitrahmenaber halten siefest. Demnach ist dieWelt etwa 6 000 Jahrealt, allerhöchstens 10 000. BerechnungsundGrundlage überhaupt ist die Genesis,das erste Buch Mose, mit ihrenStammbäumen. Sie ist für Kreationistennicht nur ein spirituelles Geschichtenbuch,sondern ein wissenschaftlichesGeschichtsbuch. ‹Ob Biologie, Physik,Anthropologie, die Bibel ist verbindlichin allen Disziplinen›, sagt Ken Ham. EinKreationist weiss deshalb: Gott hat ausdem Nichts in sechs 24-Stunden-Tagendas Universum und alles in ihm geschaffen,die Sintflut war ein weltweites Massaker,die Sprachen entstanden beimTurmbau zu Babel, und alle Menschenstammen von Adam und Eva ab. AlleAffen von Affe und Affe. Gott hat jederKreatur ihren Platz zugewiesen und demMenschen den Thron. Ein unerschütterlicherGedankenpalast, in den kein unangemeldeterVerwandtenbesuch eingelassenwird. Als ruchbar wurde, dass sichdie Erbsubstanz des Menschen nur haarscharfvon jener des Affen unterscheidet,schlüpfte der Vizepräsident vonAnswers in Genesis, Mike Zovath, in einBananenkostüm. Das Foto erschien imMagazin ‹Creation› mit der Zeile: ‹WusstenSie, dass Menschen die Hälfte ihrerGene mit Bananen teilen? Dass aberBananen deswegen noch lange nichthalbe Menschen sind?›In der kreationistischen Forscherelitefinden sich neben Irrlichtern auchWissenschaftler mit Abschlüssen renommierterUniversitäten – von der Zunftwerden sie nicht mehr ernst genommen...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Mit einer ‹Verschwörung des darwinistischenEstablishments›, wie sie KenHam sieht, hat dies wenig zu tun. Dennso akkurat kreationistische Forschungscheinen mag, sie ist Pseudowissenschaft.Was immer sie sucht, hat sieschon gefunden.»Zu diesem brisanten Thema druckenwir folgende Pressedienstmitteilungvon ProGenesis (19.8.03) ab:«Fundamentalismus? Die verschiedenenBeiträge im NZZ-FolioNr. 8 mit dem tendenziösen Titel‹Wir Affen› ist ein Paradebeispieldafür, wie evolutionsgläubige Journalistenin der Frage Schöpfung oderEvolution Andersdenkende behandeln.Die verschiedenen Beiträge fallenmehr durch ihre spöttischen und hämischenBemerkungen über den so genanntenKreationismus auf, als durch wissenschaftlicheFakten. Und nicht zu vergessen,für die Presseleute sind Kreationistenautomatisch auch Fundamentalisten.Doch diese Gleichung ist bereits problematisch,denn Evolutionskritiker müssennicht zwingend Kreationisten sein. Obsie an die Bibel glauben oder nicht, istfür eine sachliche Diskussion ohnehinnicht relevant, es ist möglich, aber es istnicht zwingend.Dabei muss man sich die Frage stellen,weshalb der Kreationismusüberhaupt existiert. Der Hauptgrunddafür ist, dass der Evolutionstheorie dieBeweise fehlen! Es ist hinlänglich bekannt,dass die Evolutionstheorie grosseLücken aufweist und dass es den experimentellenBeweis für die Evolutionnach wie vor nicht gibt. Man könntemeinen, dass es nichts einfacheres gäbe,als den Kreationismus zu widerlegen.Dazu ist nur ein einziger hieb- und stichfesterBeweis notwendig. Aber diesenBeweis gibt es bis heute schlicht undeinfach nicht.Zur Veranschaulichung dieses Problemseine einfache Frage aus derMenschheitsgeschichte: Ist Jesus Christusvon den Toten auferstanden odernicht? Das ist für Christen nicht einfacheine belanglose Frage, sondern das istdie zentrale Frage des Christentums. ImVerlauf der letzten Jahrhunderte wurde..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................▲AufgegriffenDer Besuch Sharons in Norwegen wurdevon heftigen Protesten der Bevölkerungbegleitet. Mehr als 1 500 Menschen demonstriertenin Molde und Oslo gegen denisraelischen Regierungschef und nannten ihneinen «Kriegsverbrecher». Zalman Shoval, einBerater Sharons, bezeichnete den Besuch inNorwegen als sehr wichtig, da das Land voneiner «antiisraelischen Stimmung» geprägtsei. Nach Norwegen zu reisen, sei wie in die«antiisraelische Höhle des Löwen» zu gehen,aber eine Einladung von dort zu bekommenzeige, dass das Eis zwischen Israel und Europaschmelze.Bondevik sei einer der wenigen skandinavischenPremierminister, die dem israelisch-palästinensischenKonflikt «ausgewogen»gegenüberstehen, zitiert die Tageszeitung«Jerusalem Post» einen israelischen Diplomaten............................................................................Die Organisatoren der diesjährigen Basketball-Europameisterschaft(EM) in Schwedenhaben auf der Homepage alle 16 teilnehmendenLänder vorgestellt und unteranderem ihre jeweilige Hauptstadt angegeben.Wie die Zeitung «Yediot Ahronot» meldet,hatten die schwedischen Herausgeberder Homepage in dieser Rubrik zunächst TelAviv als Hauptstadt für Israel angegeben. DasAussenministerium in Jerusalem protestiertedagegen, worauf der Eintrag gleich vollständiggelöscht wurde. «Dass der NameJerusalem weggelassen wurde, nachdemzuerst Tel Aviv als Hauptstadt genannt wordenwar, ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit»,kommentierten Vertreter des israelischenMinisteriums den Vorfall. Aufgrundweiterer Proteste wurde inzwischen die offizielleHomepage abgeändert und Jerusalemdoch noch als Hauptstadt Israels aufgeführt.Die Basketball-EM findet diesen Monat inSchweden statt.Die Grundgehälter der israelischen Regierungsvertreterwerden gekürzt. Die Senkungendes Bruttogehalts reichen von 200Euro bis 760 Euro monatlich. Demnach erhältStaatspräsident Moshe Katzav nur nochrund 7 800 Euro, anstatt bisher 8 560 Euro.Premierminister Ariel Sharon und der Knessethsprechererhalten noch 6 720 Euro, dassind 540 Euro weniger. Das Grundgehalt der▲Mitternachtsruf > Oktober 2003 13


▲Minister liegt jetzt bei 6 100 Euro. Zuvorhatten sie 6 540 Euro erhalten. Die Gehälterder stellvertretenden Minister und Knessethmitgliederwurden um 380 Euro auf5 670 Euro gesenkt. Die Regelung trat abAugust d.J. in Kraft. Sie wurde in dem vonder Regierung verabschiedeten Sparhaushaltbeschlossen.Ein israelischer «Siedler» in den umstrittenenGebieten wurde gefragt, ob er mit einerUmsiedlung in die angestammten israelischenGebiete einverstanden wäre, wennman ihm überzeugende Argumente für einenFrieden mit den Arabern liefern könnte. SeineAntwort lautete: «Nach der Verständigung,von der Sie reden, würden doch auch dieAraber weiterhin im jüdischen Staat leben;warum sollten dann Juden diese Gegend hierverlassen? Wenn man davon ausgeht, dassJuden und Araber nicht zusammenleben können,wie ist es dann zu erklären, dass Araberweiterhin in Beer Sheva, Haifa oder anderenisraelischen Orten leben, während wir umziehensollen?»Götzen-Statuen werden wieder aktuell,vermehrt angeboten und per Internet bestellt.So heisst es beispielsweise im Shopdes Weltbild-Verlags: «Echte ägyptischeHandarbeit aus Kunststein! Elegant in warmemBraun: ‹Bastet›, die Katzengöttin, warim alten Ägypten ein Symbol für Stärke undFrieden … kunstvoll mit Hieroglyphen verziert.»Jede vierte deutsche Firma überlegtderzeit, die Produktion ins Ausland zu verlegen– 25 Prozent mehr als vor drei Jahren.Wie die Forsa-Studie im Auftrag von«Woman» mitteilt, sind Horoskope bei Frauensehr beliebt. Jede fünfte Frau in Deutschlandglaubt an übersinnliche Phänomene.Danach liest jede zweite Horoskope und jedesiebte war schon einmal bei einer Wahrsagerin.Der israelische OppositionsführerShimon Peres ist dafür, Jerusalem als symbolische«Welthauptstadt» unter UN-Kontrollezu stellen.Nur prinzipienlose Menschen sind allemgegenüber tolerant...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Im Blickfeldschon oft versucht, die historischen Beweisefür die Auferstehung zu diskreditieren.Unter anderem wurden die folgendenHypothesen aufgestellt: Jesus istnicht wirklich gestorben, sondern wurdeam Kreuz bewusstlos – der Leichnamwurde von den Jüngern gestohlen – derLeichnam wurde woanders hingebracht– die Frauen irrten sich im Grab. Fürdie religiösen Führer zur Zeit Jesu Christiwäre es ein Leichtes gewesen, das aufkommendeChristentum im Keime zuersticken. Dazu hätten sie nur die LeicheJesu Christi präsentieren müssenund sie hätten damit die Jünger der Lügeüberführt. Aber sie hatten die Leichenicht!Nun, die Abwesenheit einer Leicheist kein Beweis dafür, dass Jesus Christustatsächlich von den Toten auferstandenist. Dazu ist Glaube notwendig. Aberes ist ein starkes Indiz dafür.So wie es den damaligen religiösenFührern gegangen ist, so ähnlich geht esheute den wissenschaftlichen Führern inder Wissenschaft, denn ein einziger Beweiswürde genügen, um den Kreationismuszu widerlegen. Aber genauso,wie die religiösen Führer damals die..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Weshalb existiert der Kreationismusüberhaupt? Der Hauptgrunddafür ist, dass der Evolutionstheoriedie Beweise fehlen!Leiche nicht hatten, sohaben die wissenschaftlichenFührer keine Beweisefür ihren Glauben. Undso, wie die religiösen Führerdamals eine Unwahrheitverbreitet haben, so verbreiten diewissenschaftlichen Führer die Unwahrheit,dass die Evolution eine Tatsache sei.Aber sie können diese Behauptung nichtbeweisen.» ■ GIAN LUCA CARIGIET▲LITERATUREMPFEHLUNGGian Luca CarigietVon Ewigkeit zu EwigkeitDie Suche nach dem Sinn des Lebens■ Gebunden, 580 Seiten, Bestell-Nr. 18791CHF 30.–, EUR 20.–14Mitternachtsruf > Oktober 2003


Der Trend zurück zufamiliären WertenZum Sinn menschlichenDaseinsgehört es, in einerFamilie Geborgenheitzu finden. Werseine Erfüllungbloss in eineregoistischenSelbstumdrehungzu finden meint,wer nur Spass inUnabhängigkeit,Freizeit, Arbeit undHobby sucht, wirdirgendwann vereinsamen...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Eine gesegnete Ehe mit Kindern und Enkelkindern füllt ein Leben mehr aus als alle anderenAngeboteWie eine Studie zeigt, scheinen daswieder mehr junge Menschen zuerkennen und sich neu zu besinnen.Lesen Sie den folgenden Bericht:«Sehnsucht nach Familie wächstEhe, Kinder und Familie werden fürjunge Menschen immer wichtiger. Nacheiner Umfrage des B.A.T. Freizeit-Forschungsinstitutsin Hamburg stehen beijüngeren Generationen nicht etwa Sport,Hobby oder Urlaubsreisen im Mittelpunkt,sondern das Familienleben.56 Prozent der Befragten zwischen 14und 34 Jahren sehen dies laut Studie alseine Aufgabe an, ‹für die es sich zu lebenlohnt›. ‹Irgendwann hört der Spassauf, wenn die Sinnfrage unbeantwortetbleibt›, sagte der Leiter des B.A.T. Instituts,Prof. Horst W. Opaschowski.Es zeichne sich ein grundlegenderEinstellungswandel bei jungen Menschenab, der sich allerdings nur langsamentwickle, erklärte Opaschowski.Dafür sprächen vor allem die nochimmer grossen Vorbehalte junger Männer,die – anders als die gleichaltrigenFrauen – mehr Wert auf Freiheit und Unabhängigkeitlegten und weniger daranglaubten, dass auch im Familienlebengenug Zeit für persönliche Freizeitinteressenbleibe.Die Spassgesellschaft, in der man vielZeit für sich haben wollte, ohne an anderedenken zu müssen, habe sich überlebt,interpretierte Opaschowski die Ergebnisse.Die Meinung, ‹man kann auchohne Ehe, Kinder und Familie glücklichsein›, finde bei der jungen Generationimmer weniger Anhänger. Lediglich 37Prozent der Befragten teilten diese Ansicht.1994 seien es noch 46 Prozent gewesen.Das Institut befragte 2 000 Personenvon 14 Jahren an nach ihrer Einstellungzum Leben.» (http://www.n-tv.de/3179064.html).Diese Studiezeigt deutlich, dassder Mensch imGrunde genommennicht von denin ihn gelegtengöttlichen Bestimmungenloskommt.Es gehörtzum Sinn menschlichenDaseins,eine Familie zuhaben, darin Geborgenheitzu finden und zu geben.Der Herr sagte bei der Schöpfung: «Esist nicht gut, dass der Mensch alleinsei …» So führte Er Mann und Frau zusammenund das Familienleben entstand(1.Mo 2,18ff.). Danach bestimmte Gottden Menschen zur Fruchtbarkeit: «Seidfruchtbar und mehret euch» (1.Mo 1,27-28). Der Schöpfer hat uns so erschaffen,dass wir der Familie und dem Familienlebenzugeordnet sind. Wir sind von un-..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Wer seine Erfüllung bloss in einer egoistischenSelbstumdrehung zu finden meint, wernur Spass sucht, wird irgendwann vereinsamenserem Inneren her dahingehend ausgerichtet,eine familiäre Bindung zu haben.Er gab dem Mann eine Frau mit der Bestimmung,dass der Mann seiner Frauanhängt und sie untrennbar zusammengehören(1.Mo 2,24). Und Er gab der Fraueinen Mann mit der Bestimmung,dass das Verlangender Frau nach ihremMann ist (1.Mo3,16). Durch ihr Ehelebensollten Kinder geborenwerden, wobeiausdrücklich hervorgehobenwird, dass sieeine «Gabe» Gottessind (Ps 127,3). DieKinder sollen ihren Elterngehorsam sein undsie ehren, damit das Familienlebenintaktbleibt (Eph 6,1-3).Dabei spielen Treue,Liebe und gegenseitigeEhrerbietung eine tragendeRolle.Wenn der Mensch –durch den Egoismus,den Drang nach Freiheit oder der Fluchtvor der Verantwortung verführt – versucht,aus dieser Bestimmung auszubrechen,macht ihn das keinesfalls glücklicher.Im Gegenteil, er muss feststellen,dass ihm eigentlich etwas Wesentlichesverloren geht. Die so genannte Freiheitohne Familie wird den Menschen in späterenJahren in die Isolation führen, essei denn, dass jemand speziell um desReiches Gotteswillen zumAlleinsein berufenist (1.Kor7,17.20.32ff.).Ansonsten kannkein Freizeitangebotund kein Hobbydas ersetzen,wozu wir bestimmtsind. Einintaktes Familienlebenist ein Zielunseres Daseins.Wenn Jesus Christus darin der Mittelpunktist, ist das gleichsam die Krönungunserer Existenz. Eine gesegnete Ehe mitKindern und Enkelkindern füllt ein Lebenmehr aus als alle anderen Angebote.Die Bindung an Ehe und Familie istein beständiger Trost, wirkt Geborgenheitund Freude. Darauf ist unser Innerstesausgelegt, und darum kommt esimmer wieder zur Rückbesinnung. Wasist nun aber mit Ehepaaren, die keineMitternachtsruf > Oktober 2003 15


Im BlickfeldKinder bekommen können und darumoft verzweifelt sind?• Wenn sie vor dem Herrn und medizinischdeutlich erkannt haben, dass siekeine Kinder bekommen können, solltensie das in einer bewussten Entscheidungaus der Hand des Herrn nehmen,um darüber ruhig zu werden.Keineswegs sollte man deswegen verzweifeln,irgendwo die Schuld suchenoder darüber grollen, sondern im Vertrauenauf Jesus Christus loslassen. Dasbefreit und öffnet den Horizont für andereDinge im Reich Gottes.• Sie sollten sich bewusst sein, dass ihrLeben in Gottes Hand ist, dass der Herrmit einem jeden eine Berufung verfolgtund dass alles Sinn und Zweck hat, auchwenn man keine Kinder bekommt.• Man sollte den Herrn darum bitten,den Willen Gottes für die Situation zuerkennen und diesbezüglich konkreteSchritte unternehmen.• Hat ein Ehepaar unter der ZulassungGottes keine Kinder, so hat man eineandere Berufung. Es geht darum, diesezu erkennen. Man sollte jetzt das Lebennicht vergeuden, sondern sich bewusstMan sollte die Gastfreundlichkeitgross schreiben undein offenes Haus für anderehabensein, dass man ohne Kinder andere Möglichkeitenbesitzt. Finanziell steht manoft besser da und man kann sich somitin finanzieller Weise besser am ReichGottes beteiligen. Auch hat man mehrZeit zur Verfügung und kann sich dieFreizeit besser einteilen. Diese sollteman für Missionseinsätze oder intensivereMitarbeit in der lokalen Gemeindenutzen. Ebenfalls sollte man die Gastfreundlichkeitgross schreiben und einoffenes Haus für andere haben.Der Apostel Paulus schreibt: «… wieder Herr einem jeden zugeteilt hat, wieGott einen jeden berufen hat, so wandleer; und so verordne ich es in allenGemeinden. … Jeder bleibe in demStand, in dem er berufen worden ist»(1.Kor 7,17.20).Haben Sie die Absicht des Herrn fürIhr Leben schon erkannt und wandelnSie in dem Stand, zu dem Sie berufenworden sind?■ N.L...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Terroranschlag auf dasUNO-Hauptquartier inBagdadDas Morden geht weiter –Wie der radikale Islam sichselbst entlarvtDass der Gott der Bibel und Allah nicht derselbe Gott ist und dass der Korannichts mit der Bibel zu tun hat noch haben will, verkündigen die Terror-Organisationen durch ihr Vorgehen lauthals.Am Dienstag, den 19. August, hörteich übers Radio von zwei Terroranschlägen.Der erste betraf den Anschlagauf das UNO-Hauptquartier inBagdad. Ausführlich wurde darüber berichtetund die Situation kommentiert.20 Tote gab es zu diesem Zeitpunkt undbis zu 100 Verletzte, unter den Totenwar auch der aus Brasilien stammendeUN-Sonderbeauftragte Sergio Vieira deMello. Der Terroranschlag wurde vonder UNO-Spitze und vielen westlichenPolitikern aufs Allerschärfste verurteilt.Es sei ein feiges Attentat auf Menschen,die nur zum Wohl des irakischen Volkesin diesem Land seien, hiess es. Die Terroristenmüssten ohne Gnade verfolgt,gefasst und verurteilt werden. Mit allerKraft müsse man sich gegen den Terrorismuszur Wehr setzen. Auch der deutscheBundeskanzler bekundete seinevolle Unterstützung und stellte sich hinterdie UNO.Kurz darauf ertönte die zweite Nachricht.Darin wurde nur nebenbei erwähnt,dass sich in Jerusalem ein Selbstmordattentäterin einem Bus in die Luftgesprengt und es einige Tote gegebenhabe. Weiter kein Kommentar.Aus diesem Grund wollen wir, vonunserem Blickfeld aus betrachtet, diesesAttentat näher beschreiben. «Was ich..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................euch sage in der Finsternis, redet imLicht, und was ihr ins Ohr geflüsterthört, ruft aus auf den Dächern!» (Mt10,27).Israel hat durchweg mit dem Terrorzu tun. Dabei trifft es weniger Amtsgebäude,als vielmehr völlig unschuldigeMenschen. Dem letzten Selbstmordanschlagauf den Bus in Jerusalem sindbesonders viele Kinder zum Opfer gefallen.Sechs Kinder wurden getötet,mindestens 40 verletzt. Insgesamt kamen21 Menschen ums Leben, 13 Opfererlitten lebensgefährliche Verletzungenund über 105 wurden verwundet.Viele von ihnen kamen vom Gebet ander Klagemauer zurück. Im Bus befandensich überwiegend ultraorthodoxeJuden, die sich auf dem Weg von derKlagemauer (Westmauer) in der AltstadtJerusalems zum Jerusalemer StadtteilHar Nof befanden, in dem überwiegendreligiöse Juden leben. Die Einzelschicksalebeschreiben Tragödien. Bei zweiKindern, die im Krankenhaus lagen,konnte man die Eltern nicht ausfindigmachen. Die folgenden Menschen lebtenin Jerusalem und kamen bei demAttentat ums Leben: eine 22-jährigeFrau, Lilach Kardi, die im achten Monatschwanger war, der 24-jährige MenachemLiebel, der elf Monate alte16Mitternachtsruf > Oktober 2003


Shmuel Zargari, der 42-jährigeRabbi Eliezer Weisfishund der 50-jährige YakovBinder. Insgesamt wurdenmindestens 40 Kinder undBabys verwundet. MehrereEltern suchten nach demAnschlag in den JerusalemerKliniken verzweifeltnach ihren Kleinen. DerLeiter des Institutes fürGerichtsmedizin in Abu Kabirbei Tel Aviv, YehudaHiss, sagte: «Es handeltsich um einen sehr schwerenAnschlag – sowohl wegender Art der Wundenbei den Toten als auch aufgrundder Tatsache, dassviele Kinder unter den Getötetensind.» Ersten Ermittlungender Polizei zufolgewog der Sprengsatzrund fünf Kilogramm undenthielt kleine Eisenkugeln.Die Explosion war soheftig, dass ein weitererBus und ein Privatauto beschädigt wurden.Der Attentäter, der 29-jährige Hamas-AktivistRaed Abdel-Hamed Meskaus Hebron, trug die Bombe offenbarin einer Tasche bei sich. Ein Passagiererzählte nach dem Attentat: «Wir ranntennach draussen und sahen ein entsetzlichesSchauspiel. Dutzende Verletzteschrien um Hilfe, teilweise aus demBus, teilweise von der Strasse aus. Alleswar voller Rauch. Auf dem Bodensah ich die leblose Leiche eines Babys.»«Wir flogen förmlich zum Ort des Anschlages»,berichtete Yehuda Meshi-Zahav, der Leiter des Rettungsteams.«Ich rannte sofort zur mittleren Tür desBusses und erblickte zu meinem Entsetzeneinen Haufen von Leichen. Ichuntersuchte bei allen den Puls, undplötzlich sah ich ein drei oder vier Monatealtes Baby, das gesund und unversehrtwar. Das war ein kleiner Hoffnungsschimmerin dieser höllischenFinsternis.» Ein Mitarbeiter des MagenDavid Adom (Israelisches Rotes Kreuz)kümmerte sich um ein schwer verletzteszweijähriges Mädchen. «Ihr ganzesGesicht blutete, aber trotz der Schnittverletzungensass sie einfach da undweinte», so der Helfer. «Wir brachtensie zu einem Notarztwagen. Zu diesemZeitpunkt wurde sie bewusstlos und ihrZustand begann sich schnell zu verschlechtern.Wir waren gezwungen, sieauf dem Weg ins Krankenhaus künstlichzu beatmen.»REUTERS..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Zu dem Anschlag hatten sich die TerrorgruppenHamas und Islamischer Djihadbekannt. Das Forschungsmedieninstitutüber den Nahen Osten (MEMRI)veröffentlichte diesbezüglich folgendeMitteilung:«Am Morgen nach dem jüngstenBombenanschlag in Jerusalem erhieltUlrich Sahm, n-tv-Korrespondent in Jerusalem,von palästinensischen Pressekollegenein Bekennerschreiben der ‹IzzAl-Deen Al-Qassam Märtyrer Bataillone– Militärischer Flügel der Hamas-BewegungPalästina›. Es folgt unsere Übersetzungdieses Schreibens: «Im NamenGottes, des Barmherzigen, ‹Gott wird dieMörder unter ihnen durch eure Händevernichten.› (Koran). Da sie Deinen Bodenbesudelt haben, oh Aqsa-Moschee,liegen die Männer der Qassam auf derLauer. Im Gedenken an den Brand dergesegneten Al-Aqsa-Moschee und alsAntwort auf die Beschmutzung des geliebtenTempelbergs durch die Juden,wütend die Seele des Märtyrers undheldenhaften Führers (Abd Allah Al-Qawasima),‹Abu Aiman› rächend und alsVergeltung für die Qassam-Märtyrer inNablus und die Ermordung des FührersMuhammad Sidr sowie unter dem Eindruckderdurch SharonfortgesetztenisraelischenVerletzungender von den palästinensischenWiderstandsgruppenverkündetenHudna,gab die Zelledes Märtyrers(Abu Aiman)diese erstekleine Antwortin der islamischenStadt Jerusalem.Sie solldem verächtlichenSharonund seiner RegierungausFeiglingen zeigen,dass die exzessiven sicherheitspolitischenMassnahmen gegen uns nichtverhindern können, dass unsere Märtyreraktionenan ihre Zielorte gelangen,in der Tiefe eures ausgemergelten Gebildesund euch an weiteren empfindlichenPunkten treffen werden. Mit derKraft Gottes auf dem Weg ins ewige Paradiesund die Glückseligkeit hat denMärtyrertod im Kampf für die Bewahrungvon Gottes Wort (erlitten): Der gelehrteJihadkämpfer (Ranid Abd Al-HamidMisk), ‹Abu Mu’min› (29), der nurdrei Monate vor dem Abschluss seinesMagisters stand. Sharon sollte diesenBrief gut lesen, denn er muss wissen,dass die Qassam-Leute wie ‹Spritzgurken›sind: Wenn die Feinde uns mitWasser berühren, antworten wir mitFeuer, denn mit den Qassam-Bataillonenist nicht zu spassen. Die operative Abteilungder Qassam-Bataillone hat dieZerstörung all dessen beschlossen, wassich unter den Füssen der räuberischenBesatzer befindet. Die Antwort auf SharonsPolitik vergilt (Gleiches mit Gleichem).Die Zionisten sollen wissen, dasswir noch ganz anderes mit ihnen vorhaben.Wir werden nicht eher ruhen unddie Augen schliessen, bis wir nicht alleunsere rechtschaffenen Märtyrer gerächtund die verhasste Besatzung vertriebenhaben. Wir hoffen, dass Sharon unserenBrief versteht und noch mehr schwarzeSäcke bestellt, in denen er seine Soldatenund seine Siedler beerdigen kann.An unser standhaft kämpfendes Volk:Wir von den Izz Al-Deen Al-QassamMärtyrer Bataillonen sind weiter derverkündetenHudna verpflichtet.Nichteine Kugel waraus den Läufenunserer Gewehregekommen– aber dieTaten und derHochmut unddas Vorgehenunseres Feindesgegen unsereKämpferund die Führer..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................der Widerstandsgruppenhat uns zurVergeltung gezwungen.Wirversichern,Besonders viele Kinder wurden beim Terroranschlag in uns weiterhinJerusalem am 19. August 2003 getötet oder verletztder verkündetenHudna verpflichtetzu fühlen. Aber jede Verletzung(der Hudna) durch unseren Feind wirdeine entsprechende schmerzhafte Antworterhalten. Denn unser Feind verstehtkeine andere Sprache als die vonKugeln und Blut.»Auf dem Weg des Jihads – «Sieg oderTod». Die Zelle des Märtyrer-FührersAbd Allah Al-Qawasima, die Izz Al-DeenREUTERSMitternachtsruf > Oktober 2003 17


Im BlickfeldAl-Qassam Märtyrer Bataillone.(memri@memri.de, 20.8.03).Aus diesem Bekennerschreiben gehtder abgrundtiefe und leider schon primitiveHass des islamischen Terrorismusgegenüber Israel hervor. Der Brief istnicht nur unausgewogen, sondernzutiefst unsachlich und verdreht dieWahrheit. Die Terroristen scheuen nichtdavor zurück, die Unschuldigsten derUnschuldigen zu ermorden. Es ist unverständlich,dass man in der westlichenWelt nicht viel entschiedener die terroristischenOrganisationen anprangertund vereinten Druck ausübt, diese zu beseitigen.Statt dessen sucht man den Dialogund kommt keinen Schritt weiter.So hiess es kürzlich, dass Frankreich sichweigert, die Hamas und den IslamischenDjihad auf die Liste der Terrororganisationenzu setzen.Durch solch ein Schreiben und dieschon fast unzählbaren Terroranschlägeauf die israelische Zivilbevölkerung tutman dem arabischen Volk keinen Gefallen.Im Gegenteil, es wird immer deutlicher,dass es den Terrororganisationennicht um die Interessen des palästinensischenVolkes, sondern um ihre eigenengeht. Sie haben nicht den Friedenin Nahost in ihrem Blickwinkel, sondernallein die Vernichtung Israels. Durch einenFrieden wäre ihre eigene Existenzbedroht, darum ist die Stiftung des Unfriedenswie Öl aufs Feuer, das sie amLeben erhält, um weiter brennen zukönnen. Darum boykottieren sie jedeFriedensbemühung. Kommt es dennochdazu, den ersten Schritt eines Friedensprozessesumzusetzen, zerstören sie diesesVorgehen durch brutale Terroreinsätze.So zwingen sie Israel zu Gegenreaktionen,weisen den Israelis dafür dieSchuld zu, und morden weiter. FrediWinkler aus Israel schreibt dazu: «Israelhat alles daran gesetzt, um den Friedensplander Amerikaner zu fördern: GefangeneTerroristen wurden freigelassen;die Übergänge nach Israel für Arbeitergeöffnet; Städte wurden den Palästinensernzur Selbstverwaltung zurückgegeben.Was muss Israel noch tun, um endlichFrieden zu haben?»Indem die Terroristen sich immerwieder auf Allah und den Koran berufen,sind sie selbst eine lebendige Verkündigungdafür, um was für eine Religion essich im Islam wirklich handelt: «Fürchteteuch, denn unsere Religion ist brutal...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Was ist Freiheit?..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Sie verbreitet Schrecken, und sie tötetjeden, der sich ihr nicht unterwirft.» Allahist offensichtlich ein «Gott», der nurAngst macht, keine Barmherzigkeit kenntund keine «Heilsgewissheit» gibt, ausserwenn sich jemand selbst in die Luftsprengt und andere – zum Beispiel unschuldigeKinder – mit in den Tod reisst.Dieser Allah hat nichts mit dem Gott derBibel zu tun und der Koran nicht das geringstemit der Bibel. Wie lange brauchenunsere Kirchen und Politiker noch, umdies zu erkennen? Wir sehnen unsdanach, dass der Herr bald zurückkommtund Seine Gerechtigkeit aufrichtet. VonIhm steht geschrieben: «… der Herr wirdKönig sein über die ganze Erde; an jenemTag wird der Herr einzig sein undsein Name einzig. Das ganze Land wirdsich verwandeln, so dass es wird wie dieNiederung von Geba bis Rimmon im Südenvon Jerusalem. Jerusalem selbst aberwird erhaben sein und an seiner Stättebleiben» (Sach 14,9-10). ■ N.L.Was Freiheit bedeutet, wissen wohl diejenigen am besten, die einer Diktaturentronnen, aus einem Gefängnis entlassen oder von einer Sucht befreitworden sind. Aber fühlten sich manche von ihnen nicht schon vorher frei? Istdas, was sie jetzt besitzen, wirklich Freiheit? Wie sieht es denn in unserer sogenannten «freien Welt» aus? Bleibt man in ihr nicht auch ein Gefangener?Meinungen über die Freiheit:Manche verstehen unter Freiheitjene Werte, welche die Demokratieverspricht, wie z.B. das Recht auf freieRede und Meinungsäusserung, die freieWahl von Wohnort und Beruf. Für anderebedeutet Freiheit, dass man sich nacheigener Wahl ins Auto oder ins Flugzeugsetzen kann, um wenige Stunden späterin einem anderen Land zu sein. Mancheverstehen unter Freiheitdas Abschütteln aller Gesetzeund das Recht auf Anarchie.Und wieder anderemeinen, wahre Freiheit bestehedarin, jede Verantwortunglos zu sein. Dann gibtes noch diejenigen, die unterdem Begriff der Freiheitalle moralischen Schrankenbeseitigen wollen.Für Aristoteles hiess Freiheit(das Vorrecht der griechischenBürger), sich auf demRücken der Sklaven der Mussehinzugeben. Im 16. Jahrhundertbezeichnete manmit einem «frei Weib» eineProstituierte. Rousseau hattenicht Unrecht, wenn ermeinte: «Der Mensch ist freigeboren und liegt dochüberall in Ketten.» Und Goethesagte: «Der Mensch istnicht geboren, frei zu sein,und für den Edlen ist kein schönerGlück, als einem Fürsten, den er ehrt,zu dienen.» Heine reimte etwas sarkastisch:«Der Knecht singt gern ein Freiheitslieddes Abends in der Schenke: Dasfördert die Verdauungskraft und würzetdie Getränke.» Für den Reformator MartinLuther («Von der Freiheit eines Christenmenschen»)bedeutete Freiheit, «sichwilliglich zu einem Diener machen».Ein Musiker, der nach vielen dunklenJahren zu Jesus gefunden hat, singtheute:Ich hab das Licht gesehen.Ich lief ohne Ziel, ohne Inhalt durch die Welt,und erwähnte jemand Gott, dann grinste ich gequält,doch Jesus kam zu mir, wie ein Fremder in der Nacht,da hat mein altes Ego für immer die Augen zu gemacht.Ich hab das Licht gesehen, ich hab das Licht gesehen,muss nicht mehr in der Finsternis, im dunklen Kerker stehen,ich kann ohne Ketten aus meinem Gefängnis gehen,gelobt sei der Herr, denn ich hab das Licht gesehen.Wie der Blinde in der Bibel, wie im Wind ein Stück Papier,alle Sorgen, alle Ängste waren Freunde von mir,doch genau wie den Blinden hat Jesus mich geheilt,und zum ersten Mal im Leben tu ich mir nicht selber Leid.Ich hab das Licht gesehen.Ich war ein Narr, denn ich suchte das Zielin Menschen, in Büchern, in Philosophie.Doch eng ist die Pforte und schmal ist der Weg,doch ich hab ihn gefunden, denn ich hab das Licht gesehen.18Mitternachtsruf > Oktober 2003


Was Freiheit nicht bedeutet: Wennwir ehrlich sind, müssen wir zugeben,dass der Mensch trotz einer Vielfalt vonMeinungen über die Freiheit in Wirklichkeitnicht frei ist, und dass alle Versuche,frei zu sein, kläglich scheitern. Zum Beispielmacht Reichtum in gewisser Weiseunabhängig, aber nicht frei. So hiess esüber den im Jahr 2002 verstorbenen«Spiegel»-Herausgeber Rudolf Augstein:«Augstein besass frühzeitig im Übermass,wovon Millionen träumen. Er war reich,erfolgreich, einflussreich. Ich kenne ihnfast 40 Jahre, habe 17 Jahre für ihn gearbeitet… sah ihn nüchtern und wenigernüchtern, aber ich habe nie von ihm gehört,dass er glücklich sei, und wäre esauch nur für einen Augenblick.» 1Freiheit bedeutet nicht Sittenlosigkeitoder materieller Reichtum. Freiheit bedeutetnicht, «unbegrenzte» Möglichkeitenzu haben, denn es wird immer Dingegeben, die wir uns zwar wünschen,die aber dennoch unerreichbar bleiben.Auch die Gedanken sind nicht frei. Wieviele Menschen sind beeinflusst vonunreinen Gedanken, von Hass und Verbissenheit,von Zorn und Eifersucht, vonNeid und Missgunst.Freiheit bedeutet etwas anderes.Freiheit bedeutet nicht, so zu sein, wieman sein will, verstrickt in Egoismus undStolz. Nein, Freiheit bedeutet, so zu sein,wie man sein soll. Solange das Herz nichtfrei ist zu lieben, zu vergeben, froh,grossmütig, freundlich und gewinnendzu sein und solange wir nicht von unsselbst loskommen, sind wir auch nichtfrei. In Wirklichkeit ist es also die Sünde,die uns davon abhält, als Menschenso zu sein, wie wir sein sollten. Die Sündehat uns zu ihren Gefangenen gemacht,und darum sind wir nicht frei!In Johannes 8,34 sagt der Herr Jesus:«Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knechtder Sünde.»Wahre Freiheit kommt von aussen herund kann uns nur in der Vergebung geschenktwerden. Jesus Christus bringtuns diese Freiheit – keine politische, sittenlose,aber eine geistliche Freiheit, dieuns von uns selbst löst und uns an Ihnbindet. Sie löst uns von allen religiösenGesetzen, damit wir im Gesetz SeinesGeistes leben können. Jesus Christus istam Kreuz gestorben und auferstanden.Er hat dem Tod die Macht genommenund Freiheit gebracht! Darum schreibtJohannes: «Wenn euch nun der Sohn freimacht, so seid ihr wirklich frei» (Joh8,36). Und 2. Korinther 3,17 sagt: «DerHerr aber ist der Geist; wo aber der Geistdes Herrn ist, ist Freiheit.»..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Ein junger Mann wurde wegen einesschweren Vergehens zu fünf Jahren Gefängnisverurteilt. Durch einen Gefängnispastorkam er zu einer Bibel und fingnach einiger Zeit an, darin zu lesen. Späterberichtete er: «So las ich denn dieBibel. Und was fand ich darin? ‹Wenneure Sünde wie Scharlach ist, wieSchnee sollen sie weiss werden.› Ferner:‹Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligenund Beladenen, und ich werde euchRuhe geben.› Weiter: ‹Das Blut Jesu....................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Aus der Arbeit des Mitternachtsruf«Darum gehet hin» (Mt 28,19)Dienste des Missionswerkes Mitternachtsruf im Jahr 2004NEULAND, so hiess der Artikel, derin der Augustausgabe dieser Zeitschrifterschienen ist. Wir berichtetenüber die Missionsreise von NorbertLieth, Govert Roos und mir durchDeutschland. Wiederum möchte ich Ihnenetwas über NEULAND schreiben,doch nicht von vergangenen, nein, sondernvon zukünftigen Einsätzen undDiensten in der Schweiz und Deutschlandim kommenden Jahr 2004. Natürlichfehlen hier noch genauere Angaben;die Bestellung und Organisation der Säleläuft in diesen Tagen. NEULAND: Dasbedeutet, dass wir Orte anreisen möchten,wo wir als Missionswerk Mitternachtsrufnoch keine Versammlungenhatten.Neben den Diensten, die regelmässigan den verschiedenen Orten stattfinden,sind auch vier solche NEULAND-Tourengeplant (mit Norbert Lieth, Govert Roosund mir), zwei davon durch Deutschlandund zwei durch die Schweiz. Die ersteNEULAND-Reise vom 22. bis 29. Februar2004 geht durch die Schweiz. Nachverschiedenen Einsätzen und Versammlungen,unter anderem auch in Italien,folgt vom 8. bis 12. April 2004 unsereinternationale Osterkonferenz, diesmalmit dem bekannten Bibellehrer BenediktPeters und ausserdem hoffen wir, auchden amerikanischen Autor Randall Priceals Redner begrüssen zu können (vielenLesern bekannt durch das Buch«Unheiliger Krieg).Vom 27. Juni bis 4. Juli findet diezweite NEULAND-Reise statt, diesmalChristi, des Sohnes Gottes, reinigt unsvon aller Sünde.› … Da nahm auch ichmeine Zuflucht zu Jesus. Er hat meineLebensschuld vergeben und mir einenganz neuen Ausblick geschenkt, für dasLeben auf der Erde und für das Lebennach dem Tod. …»Was ist Freiheit? – Freiheit ist, Denzu finden, der wirklich frei macht! – SindSie schon frei?■ N.L.1Claus Jacobi, in Idea Spektrum, Nr. 46/2002geht es durch Deutschland, und hiermöchten wir versuchen, die Tour vorallem durch die neuen Bundesländer zuplanen. Nach der Sommerpause folgenvom 10. bis 12. September besondereTage unter dem prophetischen Wort.Direkt im Anschluss an die jährlicheBettagstagung in Bern, der Hauptstadtder Schweiz (19. September) findet vom20. bis 26. September die dritte NEU-LAND-Reise statt. Diesmal wiederumdurch die Schweiz. Der Oktober beginntmit einem Einsatz vom 1. bis 3. Oktoberin Bad Saulgau. Auch dies ist ein Ort,wo wir als Missionswerk Mitternachtsrufnoch nie eine Versammlung hatten,eben NEULAND, und wir freuen unssehr über die Einladung der Geschwisteraus dieser Stadt. Eine Woche späterdann die vierte NEULAND-Reise vom10. bis 17. Oktober durch Deutschland.Dieser Bericht enthält nicht alle Versammlungen,die im kommenden Jahrvom Missionswerk Mitternachtsruf ausgeplant sind. Dazu fehlt hier der Raum.Darum möchte ich auch hinweisen aufunseren Dienstplan, der in der Mitte derZeitschrift eingeheftet ist. Hier finden Siealle Angaben zu den einzelnen Versammlungen.Und natürlich freut es uns, wennwir Sie an dem einen oder anderen Ortpersönlich begrüssen dürfen und wirsind Ihnen dankbar, wenn Sie diese Listeauch als Gebetsliste benutzen und somithelfen, die Versammlungen vorzubereiten.«Darum gehet hin … Und siehe,ich bin bei euch alle Tage bis an der WeltEnde» (Mt 28,19-20). ■ J.M.19Mitternachtsruf > Oktober 2003 19


Fragen – AntwortenEntrückung vor dergrossen Trübsal?Frage: Matthäus 24 schliesst eineEntrückung vor der grossen Trübsal aus.Meines Wissens ist eine Vorentrückung vordem Jahre 1830 in der gesamten Kirchengeschichteunbekannt. Die Darbystenhaben sie in jener Zeit von den Irvingianernübernommen. … (Bemerkung der Red.: Esfolgt eine Abhandlung zu diesem Thema, dieaus Platzgründen nicht wiedergegebenwerden kann, so wie auch alle anderenFragen in unserer Rubrik immer in wenigeSätze zusammengefasst werden müssen.Die Quintessenz der Abhandlung besagt,John Nelson Darby sei der «Begründer» der«Vorentrückungslehre» gewesen, der sichdabei auf die Aussagen einer Frau gestützthabe, die sich zu einer frühpfingstlichenBewegung gezählt habe. Der Schreiber desBriefes beendet seine Ausführungen mitfolgendem Satz:) In Irrtum verfallen –beschieden ist’s allen. Im Irrtum verharren –ein Vorrecht der Narren...............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Ich teile die Meinung nicht, dass Matthäus24 eine Entrückung vor der grossenTrübsal ausschliesst, denn in Matthäus24 findet sich überhaupt nicht dergeringste Hinweis auf eine Entrückung!Vielmehr geht es in diesem Kapitel umdie Wiederkunft Jesu in Kraft und Herrlichkeit,was aus Vers 30 sehr deutlichersichtlich ist. Ebenso deutlich ist die einleitendeFrage der Jünger zu diesem Thema:Es geht um die Zeichen der Ankunftin Herrlichkeit, wenn der Herr dann dasMillennium Seines Reiches aufrichtenwird (V 3).Auch der Hinweis unseres Herrn Jesusin Vers 13: «Wer aber beharrt bis ansEnde, der wird selig werden», macht sehrdeutlich, dass es um das Ende der grossenTrübsal mit der anschliessenden WiederkunftJesu in der Kraft Gottes gehtund nicht um die Erwartung der Entrückung.Die Behauptung, es habe vor 1830keine Entrückungserwartung gegebenbzw. die Entrückung vor der grossenTrübsal sei nicht gelehrt worden, entsprichtnicht den Tatsachen. Darby warnicht der erste, der diese Vorentrückungslehreauf den Leuchter stellte. Esgab vor ihm schon andere Persönlichkeiten,die dies taten. Darby ist mit diesemThema lediglich mehr an die breiteÖffentlichkeit vorgedrungen.Bereits im Jahre 373 n.Chr. verkündigteein Mann Namens Ephraim die Entrückungvor der grossen Trübsal. AuchDr. John Gill lehrte 1748 die Entrückungvor der Trübsal.Des Weiteren: Zu glauben, dass JohnNelson Darby seine Lehre der Vorentrückungeinfach von einer Frau übernommenhabe, halte ich für sehr naiv. Wennman die Schriften von Darby einigermassenkennt, dann weiss man, dass er selbstein tiefgründiger Forscher der HeiligenSchrift war.Aber abgesehen davon, berichtet dieBibel selbst darüber. Die Apostel legtenimmer Wert darauf zu verkündigen, dassder Herr bald für die Gemeinde kommeund Sein Kommen vor der Tür stehe.Hätten sie eine «Vorentrückung» ausgeschlossen,hätten sie ganz sicher andersgesprochen.Meines Erachtens wird die Vorentrückungslehrein der Bibel – auch durchdie Apostel – an unzähligen Stellen bezeugt,auf die ich jetzt aber nicht weitereingehen möchte. (Wir haben dies inzahlreichen Artikeln und Büchern schonausführlich getan.) Aber später, in denersten Jahrhunderten nach Christus, alsdie Kirche aufkam und die Gläubigenzunehmend klerikal gesinnt wurden,verschwand diese Naherwartung leideraus dem Blickwinkel der Gemeinde Jesu,wie übrigens andere wesentliche Themenauch, so zum Beispiel die Errettung aus..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Gnade allein oder die Grosstaufe. Auf deranderen Seite hielten zahlreiche falscheLehren Einzug, wie zum Beispiel dieAnbetung der Heiligen, das Halten vonbesonderen Feiertagen oder die Anbetungvon Maria als Mutter Gottes. Durch dieReformation im 16. Jahrhundert kehrteman zur biblischen Wahrheit zurück,versäumte es jedoch, auf das bevorstehendeWiederkommen Jesu hinzuweisen.Aber die Frucht der Reformation war,dass später viele Freikirchen entstanden,die vergessene Lehren, die in den erstenJahrhunderten sehr wohl verkündigtworden waren, wieder neu ans Lichtbrachten.Zum Schluss aber doch noch dies: Ichhalte es für verfehlt, wenn man – stattfreundlich zu grüssen – am Schluss desBriefes schreibt: «Im Irrtum verfallen –beschieden ist’s allen. Im Irrtum verharren– ist Vorrecht der Narren.» Damitbeschimpfen Sie alle Gotteskinder, diedurch ein tiefes Bibelstudium an die Entrückungvor der grossen Trübsal glaubenund diese verkündigen. Das zeugt nichtvon einer brüderlichen Gesinnung.■ N.L.▲LITERATUREMPFEHLUNGNorbert LiethDieEntrückung■ Taschenbuch, 192 SeitenBestell-Nr. 18749, 2. AuflageCHF 9.-, EUR 6.-Lieferbar abNovember ’0320Mitternachtsruf > Oktober 2003


Blieb praktizierteHomosexualität inder Bibelungestraft?Frage: In unserem Hauskreis gibt esUnklarheiten hinsichtlich der Homosexualität.Gibt es im Alten oder Neuen TestamentMänner Gottes, die homosexuell waren undwurde dies von Gott toleriert?Man denke nur an das Gericht über Sodom undGomorra, wo auch die Homosexualität ausgelebtund gerichtet wurdeEs gibt weder im Alten noch im NeuenTestament irgendeinen Hinweisdafür, dass Gott Homosexualität tolerierte.Im Gegenteil. Man denke nuran das Gericht über Sodom und Gomorra,wo unter anderem auch die Homosexualitätausgelebt und gerichtet wurde.Für die These, im Alten Testament seiHomosexualität ungestraft praktiziertworden, wird oft 2. Samuel 1,26 angeführt:«Es ist mir leid um dich, mein BruderJonathan, ich habe grosse Freude undWonne an dir gehabt; deine Liebe ist mirwundersamer gewesen, als Frauenliebeist» (vgl. auch 1.Sam 18,1.3). Zum ThemaFreundschaft steht in Sprüche 18,24geschrieben: «Es gibt Allernächste, diebringen ins Verderben, und es gibt Freunde,die hangen fester an als ein Bruder.»Es handelt sich bei dieser innigen Männerfreundschaftzwischen David und Jonathanganz sicher nicht um ein homosexuellesVerhältnis. Denn David warausgesprochen heterosexuell (2.Sam3,2ff.; 2.Sam 5,13). Auch Davids Ehebruchmit Bathseba, verbunden mitMord, verschweigt die Bibel nicht. WäreDavids Freundschaft mit Jonathan nichtlauter und rein gewesen, wäre das ebenso..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................an den Pranger gestellt worden wie seineVerfehlung mit Bathseba, denn dieBibel verheimlicht und bagatellisiertnichts! Und das Gebot des Herrn warklar und hätte auch für David gegolten:«Wenn jemand bei einem Manne liegt wiebei einer Frau, so haben sie getan, wasein Gräuel ist, und sollen beide des Todessterben; Blutschuld lastet auf ihnen»(3.Mo 20,13).■ E.V.Geheiligt durch denglaubendenEhepartner?Frage: Uns bewegt schon länger dasWort in 1. Korinther 7,14: «Denn derungläubige Mann ist geheiligt durch dieFrau, und die ungläubige Frau ist geheiligtdurch den gläubigen Mann. Sonst wäreneure Kinder unrein; nun aber sind sieheilig.» Wie ist dieses «geheiligt» zuverstehen? Es muss sich doch jeder selbstbekehren!? Heisst es vielleicht «Dem Herrngeweiht»? Aber das würde doch dasEinverständnis der Betreffenden voraussetzen,was weder bei Ungläubigen noch beiBabys der Fall ist.In einer Zeit, wo oft recht leichtfertigmit Gottes Wort umgegangen wird, istes tatsächlich wichtig, darüber nachzudenken,was diese Bibelstelle aussagt.Es handelt sich hier nämlich keineswegsum einen Persilschein für solche, die..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................gläubige Eltern oder einen gläubigen Ehepartnerhaben! Und sie besagt auchkeineswegs, dass Menschen, die gläubigeAngehörige haben, durch deren Glaubenund Gebet vor aller Unbill des Lebensgeschützt sind.Nach unserer Erkenntnis bedeutet diesesWort sowohl in Bezug auf den ungläubigenEhepartner als auch auf dieKinder, dass dieselben durch den gläubigenEhepartner, die gläubige Mutter und/oder den gläubigen Vater in besonderemMasse unter dem Einfluss des HeiligenGeistes stehen. Denn es kann ja gar nichtanders sein – und das wird unseres Erachtensvorausgesetzt –, als dass der gläubigeTeil im Gebet um die Errettung seinerFamilie ringt. Wer von der Tatsachedurchdrungen ist, dass es um Himmeloder Hölle, um ewige Seligkeit oder ewigeVerdammnis geht, der kann gar nichtanders, als im Glauben um das Seelenheilder Seinen ringen. Dadurch werdendie ungläubigen Angehörigen sozusagenin das Kraftfeld Gottes gestellt.Es handelt sich hierkeineswegs um einenPersilschein für solche,die gläubige Eltern odereinen gläubigen Ehepartnerhaben!Das Wort «geheiligt» bedeutet «ausgesondert»,«geweiht». Gläubige Männerund Frauen sondern demnach imgläubigen Gebet ihre Familienglieder fürden Herrn aus. Sie weihen sie Ihm. Sieerwarten, dass Er zu Seiner Zeit durchSeinen Heiligen Geist den oder die «Umbeteten»von Sünde und Schuld überführtund vom Tod zum Leben durchdringenlässt. Über schriftgebundenem Gebetsteht die Verheissung: «Was ihr bitten werdetin meinem Namen, das will ich tun,damit der Vater verherrlicht werde imSohn. Was ihr mich bitten werdet in meinemNamen, das will ich tun» (Joh 14,13-14). ■ E.V.In eigener SacheKorrigenda – MNR 09-2003, Seite 16: Das Gedicht«Sieg» stammt nicht von Norbert Lieth, sondern vonJohannes E. Gossner (1773–1858).Wir bitten Sie, das Versehen zu entschuldigen.Die RedaktionMitternachtsruf > Oktober 2003 21


▲Vorschau VorschauDie nächste Ausgabe erscheint am27.10.2003, mit u.a. diesem Thema*:«Anfang und Ende des israelischarabischenKonflikts»*Änderung vorbehaltenImpressumMissionswerk und Verlag Mitternachtsrufwww.mitternachtsruf.chGRÜNDER Wim Malgo (1922-1992)VORSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth, Conno Malgo, JonathanMalgoSCHWEIZ Mitternachtsruf, Eichholzstr. 38, 8330 Pfäffikon ZH,Tel.: (0041) 01 952 14 14DEUTSCHLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.,Kaltenbrunnenstr. 7, 79807 Lottstetten, Tel.: (0049) 07745 8001ORGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich. Er ist ausserdemin englischer, französischer, holländischer, italienischer, portugiesischer,rumänischer, spanischer, tschechischer und ungarischerSprache erhältlich.REDAKTION (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01 952 14 16,Fax: (0041) 1 952 14 05, E-Mail: redaktion@mnr.ch, Mitarbeiter:Brigitte Hahn, Friedgard Huber, Werner Huber, Elke Lieth, NorbertLieth, Conno Malgo (Ltg.), Elsbeth VetschLAYOUT (Adresse Schweiz) E-Mail: layout@mnr.ch, Mitarbeiter:Walter Dürr, Daniel Malgo, Jonathan Malgo, Stephan Nabulon,Fredy PeterSEELSORGERLICHE FRAGEN (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01952 14 08, E-Mail: seelsorge@mnr.ch, Mitarbeiter: Werner Huber,Marcel Malgo, Samuel Rindlisbacher, Elsbeth Vetsch,VERLAG, ABONNEMENTE UND ADMINISTRATION (AdressenSchweiz und Deutschland siehe oben) Tel. Schweiz: 01 952 1415, Fax Schweiz: 01 952 14 11, Tel. 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Abonnemente laufen ein Jahr (beginnend jeweils Januar)und werden automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn sienicht einen Monat vor Jahresende gekündigt werden.ZWEIGSTELLEN-VERZEICHNIS www.mitternachtsruf.ch/weltweitINITIALEN DER AUTOREN IN DIESER AUSGABEE.K. > Ernst Kraft; E.V. > Elsbeth Vetsch; J.M. > Jonathan MalgoN.L. > Norbert Lieth; S.R. > Samuel Rindlisbacher..............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................Dir kann nur Jesus helfenWie erreiche ich mein gewünschtes Ziel?Sicher machten Sie auch schon die Erfahrung, als Sie eine bestimmte Strasse in einem Stadtteilsuchten, dass Sie erst nach vielem Fragen und auf Umwegen schliesslich das gewünschte Ziel ereichten.Mit einem Stadtplan geht es viel einfacher.Wir können zwar von jeder Richtung kommen, sei es von Osten oder Westen, Süden oder Norden,aber nur über eine Strasse gelangen wir zum gewünschten Ziel, obwohl es in diese Richtung Hundertevon Strassen gibt.Nicht wenige behaupten, dass jeder Mensch auf irgendeine Weise in den Himmel kommt. Andersgesagt, dass jeder Glaube, jede Religion zu Gott führt. Stimmt das wirklich?Wenn ich mich in einer Stadt nicht auskenne, ist es doch unklug zu sagen: «Irgendwie finde ichdie Strasse schon.» Nehmen wir an, Sie befinden sich im Süden der Stadt und die Strasse, die Siesuchen, liegt irgendwo im Osten derselben. Nun ist es doch völlig sinnlos, überall im Süden herumzufahrenund zu meinen, irgendwo auf die gesuchte Strasse zu treffen.Würden Sie einen Stadtplan zur Hand nehmen, wäre Ihnen schon ein stückweit geholfen, denn Siewürden dadurch erfahren, wo Sie sich im Moment befinden und in welche Richtung Sie gehen müssen,um Ihr gewünschtes Ziel zu erreichen. Aber es wäre auch unklug, die Stadtkarte zu studieren unddann einfach loszufahren, ohne sich an deren Anweisungen zu halten.In unserem Leben verhalten wir uns bestimmt nicht so, wohl aber in Bezug auf die Frage: Wieweiss ich, welches der richtige Weg ist, der zu Gott führt? Diesbezüglich handeln viele Menschen aufdie oben beschriebene Weise. Wie viele sagen einfach: «Jeder kommt in den Himmel – jeder Glauberettet, Hauptsache ist, man hat einen Glauben!»Sich in diesen Fragen nach dem Plan zu richten, den uns Gott in der Bibel gegeben hat, scheintnicht nötig zu sein, und das, obwohl die meisten Menschen keine Ahnung haben, wie sie zu Gottkommen können. Auf die Frage eines Zweiflers, der Jesus fragte: «… wie können wir den Weg wissen?»(Joh 14,5), antwortete ihm der Herr: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;niemand kommt zum Vater denn durch mich» (V 6).Zum Vater im Himmel gibt es nur einen Weg, und wer diesen nicht geht, wird niemals zu Gottkommen. Wir sind alle unterwegs, aber die Frage lautet: Sind wir auf dem richtigen Weg? Solange ichauf dem falschen Weg unterwegs bin, komme ich nicht zum gewünschten Ziel.Besorgen Sie sich einen «Stadtplan», der ihnen den Weg zeigt, wie Sie in den Himmel kommenkönnen. Und halten Sie sich an ihn, an die Bibel, dann werden Sie auf dem einzigen, aufgezeigtenWeg, der Jesus Christus ist, zu Gott kommen. Das heisst: den Weg zum Himmel finden.Sie argumentieren und sagen: «Aber mir gefällt der Weg, auf dem ich bin.» Hören Sie, was dieBibel sagt: «Manch ein Weg dünkt den Menschen der rechte, zuletzt aber ist es ein Weg des Todes»(Spr 14,12).Es ist nicht wichtig, ob die Strasse gut zu befahren und ob sie angenehm breit ist. Nein, die Frageist, ob die Strasse zum Ziel führt! Lieber erwähle ich eine schmale Strasse, aber ich weiss: Wenn ichdarauf bleibe, komme ich ans Ziel.Sie fragen jetzt: «Wie kann ich denn vom falschen Weg auf den richtigen Weg kommen?» Siemüssen einfach den falschen Weg verlassen und auf das richtige Ziel zugehen. Sie müssen umkehren.Das ist es, was die Bibel sagt, wie wir auf den richtigen Weg kommen können. Machen Sie jetztden Schritt, schlagen Sie eine andere Richtung ein. Machen Sie nicht einfach so weiter wie bisher,sondern nehmen Sie eine Kursänderung vor. Sagen Sie nicht einfach: Ich glaube auch. Die Frage ist,ob Sie an Jesus Christus glauben – denn nur Er ist der Weg; nur der Glaube an Ihn rettet, nicht derGlaube an irgendetwas.Beten Sie jetzt zu Jesus, und sagen Sie Ihm, dass Sie ab diesem Moment den Weg des Lebensbeschreiten wollen, und bitten Sie Ihn um Vergebung, dass Sie bis jetzt falsch vor Gott gelebt haben,das heisst sich auf dem falschen Weg befunden haben. Nennen Sie die Sünden, die Sie auf diesemWeg begangen haben – und Sie werden die Freude erleben, die jeder erfahren hat, der auf demfalschen Weg umgekehrt ist und nun auf dem richtigen Weg geht. Sagen Sie jetzt zu Jesus, dass SieIhn als ihren Heiland und Herrn erwählen, der Sie führen und leiten soll.Bedenken Sie: Der breite Weg ist der Weg, der zur Verdammnis führt. Jesus ist der Weg, der zumLeben führt. Erwählen Sie jetzt Ihn!■ E.K.22Mitternachtsruf > Oktober 2003

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