Selbsthilfegruppen - Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo

sekoro.seko.bayern.org

Selbsthilfegruppen - Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo

Rosenheim

Ausgabe 03/2012 Bewußt

Selbsthilfezeitung der Region Rosenheim

In dieser Ausgabe:

Was ist Rheuma?

2. Bayerische Selbsthilfekonferenz „Sucht

und Gesundheit“

SeKoRo veranstaltet „Social Media“-Seminar

Selbsthilfegruppen feiern Jubiläen

Infos der Selbsthilfegruppen

Sonderbeitrag:

Computersucht –

wenn 11-Jährige

nicht mehr in die

Schule gehen


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I n h a l t d i e s e r A u s g a b e

06

12

16

18

Sonderbeitrag:

Liebe Leserinnen, Liebe Leser 04

Leitartikel: Was ist Rheuma? 05

SeKoRo Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim Berichte und Artikel

Selbsthilfegruppe Osteoporose feiert Jubiläum 06

Vorankündigung Selbsthilfetag in Rosenheim 2013 08

Selbsthilfegruppen Gesamttreffen 08

2. Bayerische Selbsthilfekonferenz „Sucht und Gesundheit“ 10

Geschichtliche Entwicklung in der Selbsthilfeunterstützung 11

Finanzielle Förderung der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim 11

Computersucht – wenn 11-Jährige nicht mehr in die Schule gehen 12

Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew feiert Jubiläum 12

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. feiert Jubiläum 14

Oh Du fröhliche – für alle Menschen 15

SeKoRo Infos

Ehrung des Gründers der ILCO-Gruppe 16

Vorstellung der SeKoRo für Berater in Altersfragen 17

Tennisarm durch Computerarbeit 17

Bogenschießen und Qigong für Selbsthilfegruppen 18

SeKoRo veranstaltet Social-Media-Seminar 19

Verabschiedung der SeKoRo-Mitarbeiterin Melanie Pötz 20

Aktuelle Themenliste der Selbsthilfegruppen 21

Hilfe bei (sexualisierter) Gewalt 22

SeKoRo stellt sich vor: Krankenpflegeschule Wasserburg 23

SeKoRo stellt sich vor: Berufsschule Bad Aibling 23

Selbsthilfegruppen Infos

Selbsthilfegruppe Rheuma Wasserburg 24

Selbsthilfegruppe Angehörige von Schlaganfallpatienten 26

Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew 27

Selbsthilfegruppe Deutsche ILCO 27

Selbsthilfegruppe Osteoporose 28

Selbsthilfegruppe Frauenselbsthilfe nach Krebs 29

Vorschau 30

Impressum 30

03


L i e b e L e s e r i n n e n , l i e b e L e s e r ,

mein Name ist Tina Weiser und seit Oktober bin ich die

neue Kollegin in der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim

SeKoRo mit 20 Wochenstunden.

Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder im Grundschul- und Kindergartenalter.

Berufserfahrung sammelte ich im Sozialdienst eines Krankenhauses. Dort habe ich

Angehörige von kranken und behinderten Kindern beraten. Desweiteren habe ich in der

Prävention zu sexuellen Missbrauch gearbeitet. Ich kenne das Arbeiten in berufsübergreifenden

Teams. In der psychosozialen Beratung unterstützte ich mit meinen Kollegen

die Patienten in der Klinik bei Perspektivenentwicklung und Zukunftsplanung. Zudem

leitete ich Trainings für Kinder (Krankheitsbewältigung), arbeitete mit Schülergruppen

und machte Informationsveranstaltungen zum Thema „Missbrauch“.

Zu meiner Tätigkeit im Krankenhaus gehörte auch die Vermittlung an Selbsthilfegruppen

am Wohnort der jungen Patienten. Da handelte es sich natürlich um Gruppen

für Angehörige und Eltern. So konnte ich von den Eltern erfahren, wie Selbsthilfe

Angehörige stärken kann. Stärken im Bewusstsein, gemeinsam können wir viel erreichen,

indem wir u.a. dafür sorgen, dass Vorurteile abgebaut werden. Aber auch dahingehend,

dass der Patient selbstbewusst mit dem Arzt kommuniziert. Wenn ich Eltern

über einen längeren Zeitraum begleiten durfte, war durchaus ein Wandel zu beobachten.

Von durch die Diagnose verunsicherte Eltern bis hin zum sogenannten „mündigen

Patienten“. Dieser betrachtet Vorschläge und Empfehlungen vom Arzt auch kritisch.

Desweitern fordert er eine Sprache von Medizinern ein, die nicht von Fremdworten

gespickt, sondern verständlich ist. Diesen Prozess fand ich immer sehr bemerkenswert.

Ich hoffe auf dieser Grundlage für meine neuen Aufgaben gerüstet zu sein und bin sehr

gespannt auf mein neues Aufgabengebiet. Selbsthilfe ist ein wichtiger Faktor im

Gesundheitswesen geworden und das Ehrenamt ein wesentlicher Bestandteil der

Bürgergesellschaft.

Ich freue mich auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen

in der Region.

Tina Weiser

Dipl. Sozialpäd. (FH)

Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo


W a s i s t R h e u m a ?

Der franz. Arzt Guillaume de Baillou (1538-1616) verwendete

den Begriff Rheuma erstmalig. Er glaubte, dass

schleimige kalte Ströme vom Gehirn in die Körperteile

fließen und dadurch die Beschwerden ausgelöst werden.

Heute erklären wir Rheuma mit ausstrahlenden, ziehenden

oder auch reißenden Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates,

wie Gelenke, Gelenkkapseln, Muskulatur,

Sehnen und Knochen, die nicht durch eine Verletzung und

Unfall oder durch tumoröse Veränderungen hervorgerufen

worden sind.

Aber Rheuma ist auch eine Erkrankung von Bindegewebsstrukturen.

Das Bindegewebe ist überall im Körper vorhanden

und deshalb können fast alle Organe im Körper bei einer

entzündlich-rheumatischen Erkrankung beteiligt sein.

Bild:

rheuma-liga

Rheumatische Entzündungen der Augen, Nieren, Darm,

Gefäße, Nerven, Gehirn, Herz (Herzbeutel, Herzklappenoder

Herzmuskelentzündungen) und Rippenfell sind bekannt

und zum Teil lebensgefährlich und müssen sofort richtig

erkannt und behandelt werden. Die Spätfolgen sind

Gelenkzerstörung, Fehlstellungen oder Funktionsverlust.

Die medizinisch korrekte Bezeichnung für Rheuma (altgr.

rheo ,ich fließe’) ist „Krankheiten des rheumatischen

Formenkreises“. Dem Rheumatologen stehen heute Medikamente

und Behandlungsverfahren zur Verfügung, mit denen

sich die meisten der Organkomplikationen gut beherrschen

lassen.

Viele meinen, Rheuma sei eine Krankheit, die vor allem ältere

Menschen bekommen. Dem ist nicht so. Auch Kinder,

selbst Kleinstkinder, können eine schwere rheumatische

Erkrankung mit lebensgefährlichen Organbeteiligungen entwickeln.

Wenn die Krankheit zu spät erkannt wird, wird den

Erkrankten ein schweres Leiden aufgebürdet. Rheuma

schränkt das Alltagsleben stark ein und eine Erwerbsunfähigkeit

ist leider oft die Folge.

Frauen erkranken an Rheuma etwa ein Jahrzehnt früher als

Männer. Frauen empfinden – meist beginnend an Fingern

und Zehen – stärkere Schmerzen an den Gelenken.

Familiäre Häufungen konnten festgestellt werden.

Nicht jede Gelenkerkrankung ist Rheuma – häufig sind

Verschleißerscheinungen oder Stoffwechselstörungen die

Ursache. Der Hausarzt wird eine Überweisung zu einem

Radiologen/Rheumatologe veranlassen, wenn eine rheumatische

Erkrankung vermutet wird.

Zur zielsicheren Diagnose „Rheuma“ oder medizinisch korrekt

„rheumatoide Arthritis“ existiert kein einzelner Test. Der

Arzt wird zur richtigen Diagnostik nach der körperlichen

Untersuchung, Labor- und bildgebende Untersuchung auch

nach der Vorgeschichte fragen. Dabei sind Erkrankungen in

der Familie, Medikamenteneinnahmen und Ernährungsgewohnheiten

wichtige Anhaltspunkte.

Bild:

rheuma-liga

Um den Schmerz gezielt bekämpfen zu können, wird der

Arzt Fragen stellen, Wann und Wo treten die Schmerzen auf

und wie lässt sich der Schmerz beschreiben.

Wann?

Zu bestimmten Tageszeiten besonders morgens oder

nachts, immer, plötzlich oder steigert sich der Schmerz?

Begünstigt Bewegung bzw. Belastung den Schmerz, oder

treten die Schmerzen in oder nach Ruhephasen verstärkt

auf? Verstärkt oder vermindert Kälte oder Wärme den

Schmerz?

Wo?

An welchen Gelenken tritt der Schmerz auf? Ist ein einzelnes

Gelenk betroffen oder strahlt der Schmerz in andere

Körperregionen aus?

Wie? – Beschreibung des Schmerzes

Ist der Schmerz ausstrahlend, reißend, stechend oder brennend?

Nur anhand der Beschreibung nach dem Wann, Wo und Wie

kann der Arzt Rheuma von Verschleißerkrankungen unterscheiden.

Weitere Anhaltspunkte zur klaren Diagnostik sind

Fragen nach Müdigkeit, Schwäche und Fieber, trockene

Augen, aber auch Fragen zur Ernährung und allgemeine

Fragen zur Bewältigung des Alltags. Ist es möglich Treppen

zu steigen, zu gehen, sich hinzusetzen, etwas vom Boden

aufzuheben, eine Tasse zu halten, Flaschen mit Drehverschluss

zu öffnen, Socken anzuziehen, Schuhe zuzubinden,

sich zu waschen und zu kämmen usw.

Für rheumatische Erkrankungen sind fast ausschließlich

medikamentöse Therapien wirksam, die schmerzlindernd

und entzündungshemmend wirken. Eine Medikation muss in

der Regel ein Leben lang fortgeführt werden. Änderungen

der Lebensweise und Ernährung haben allenfalls unterstützende

Wirkung.

Ohne Nebenwirkungen sind bei einem akuten Krankheitsschub

lokale Anwendungen von Kälte an den betroffenen

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06

Gelenken schmerzlindernd und entzündungshemmend.

Gerade bei Kindern hat sich die Kältetherapie bewährt.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Beweglichkeit

der Gelenke solange wie möglich zu erhalten. Wassergymnastik,

Rückenschwimmen, Nordic Walking, Skilanglauf

aber auch Spaziergänge, Tai Chi und Yoga sind günstige

Bewegungsarten, die die Gelenke nicht belasten. Zusätzlich

unverzichtbar sind Krankengymnastik und Ergotherapie.

Ernährung

Durch falsches Essen wird Rheuma nicht ausgelöst.

Rheuma kann auch nicht durch eine Umstellung der Ernährung

geheilt werden. Ernährung kann aber den Gesundheitszustand

positiv wie negativ beeinflussen. Als gesunde

Kost sollten Getreideprodukte aus Vollkorn (Brot, Nudeln

und Reis), Kartoffeln, viel frisches Obst und Gemüse sowie

Fisch und fettreduzierte Milch und Milchprodukte (Magermilch,

Molke und Käse) auf dem täglichen Speiseplan stehen.

Auf Lebensmitteln mit tierischen Fetten sollte verzichtet

werden.

Die meisten rheumatischen Erkrankungen verlaufen chronisch,

d. h. die Erkrankung kann wirksam behandelt aber

nicht völlig geheilt werden. Umso mehr ist es wichtig, dass

die Erkrankten frühzeitig professionelle Therapien erfahren,

aber auch Information, Rat und Hilfe bekommen, um ein

möglichst normales Alltagsleben führen zu können.

Nähere Informationen unter: www.rheuma-liga.de,

www.rheuma-online.de oder www.rheumafrei.de.

Lesetipp:

Lena Schuster, SeKoRo

Rheuma. Ursache und Heilbehandlung:

Arthritis, Arthrose, Ischias,

Bandscheibenschäden, entzündliche

und degenerative Erkrankungen

des Bewegungsapparates

von Dr. Max Otto Bruker

Auf 184 Seiten beschreibt Dr. Max

Otto Bruker detailliert die Erkrankungen

des Bewegungsapparates

(Rheuma, Ischias, Arthritis, Arthrose,

Wirbelsäulen- und Bandscheibenschäden). Dies bedeutet für

den Kranken: ständige Beschwerden, starke Schmerzen und

hohe Kosten für Kuren und Medikamente. Die wirklichen

Ursachen und die wirksame Heilbehandlung beschreibt dieses

Buch und ermöglicht, sogar im späten Stadium das

Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder sogar

zum Stillstand zu bringen. Aus dem Inhalt: Rheumatische

Erkrankungen sind keine Verschleißerscheinungen – Erkrankungen

der Wirbelsäule – Gelenkerkrankungen – Arthrose –

Arthritis – primär chronische Polyarthritis – Osteoporose –

Ischias – Hexenschuss – Gicht – Erkrankungen der Füße –

Bewährte Behandlungsmethoden.

Verlag: Emu; Auflage: 24., Aufl. (2011)

ISBN 13: 978-3891890103, Preis 14,80 €

Selbsthilfegruppe

Osteoporose

feiert 20-jähriges

Jubiläum

Im Rahmen eines Gesundheitstages feierte die

Osteoporose-Selbsthilfegruppe Aschau-Frasdorf

Ende Oktober ihr Jubiläum in der Festhalle in

Aschau. Unter dem Motto „Gesundheit – Vitalität –

Lebensfreude 30 plus“ organisierte die Gruppenleiterin

Dr. Christine Pfaller ein abwechslungsreiches Programm

mit einer gelungenen Mischung aus Fachvorträgen

und Mitmachmöglichkeiten.

Zu Beginn spielte die „Innleiten Geigenmusi“, eine

Musikgruppe, die schon den Hl. Vater in Rom mit zwei

Stücken aufwartete. Die ca. 500 Gäste des Gesundheitstages

durften dieselben Stücke genießen. Neben den

Ehrengästen, unter ihnen der Bürgermeister und Schirmherr

des Tages Herr Werner Weyerer, galt Frau Dr. Pfallers

besonderer Dank den vielen Akteuren des Gesundheitstages

und den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe. Die Gruppe

präsentierte sich mit einem Informationsstand und dankte

ihrer Gruppenleiterin mit einem Blumenstrauß für die zwanzigjährige

Unterstützung. Frau Dr. Pfaller betonte in ihrer

Begrüßung, dass Osteoporose keine altersbedingte Krankheit

sei und die Betroffenen selber viel dafür tun können, um

die Beschwerden zu lindern. Gerade in der Vorsorge gibt es

eine Reihe an Möglichkeiten, die in den Fachvorträgen

näher erläutert wurden.

Der Internist Herr Dr. Stephan Scharla startete die

Vortragsreihe mit dem Thema „Knochengesundheit - neueste

Erkenntnisse zur Prophylaxe und Therapie der

Osteoporose“. Die Knochenmasse reduziere sich bereits ab

dem 40. Lebensjahr. Aufgrund der veränderten Masse und

Struktur nehmen die Knochenbrüche meist ab dem 60.

Lebensjahr zu. Häufig seien Frauen nach der Menopause

betroffen. Es sei nicht nur für den Einzelnen wichtig, dass die

älteren Menschen aktiv und gesund bleiben, sondern in

Anbetracht der demographischen Entwicklung ist es auch für

die Gemeinschaft von Belang.

Besonders fatal sind Oberschenkelhalsbrüche, die statistisch

ab einem Alter von 75 Jahren auffallend häufiger auftreten

und oft zur Pflegebedürftigkeit der Patienten führen.

Von Osteoporose Betroffene haben viel Einfluss auf ihr

Frakturrisiko: Bewegung, Ernährung, Lebensstil und evtl.

Medikamente können den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Bewegungen und Übungen, die die Muskeln aufbauen,

bauen auch den Knochen auf, so Scharla. Langlauf und

Radfahren sei zwar gut für Herz und Kreislauf, bringe aber

für den Knochen- aufbau eher weniger. Gesunde Ernährung

mit Calcium und ausreichend Sonnenlicht, um den Körper

mit dem Hormon Vitamin D zu versorgen, sind ebenfalls ent-


S e K o R o B e r i c h t e u n d

scheidende Faktoren. Dr. Scharla schloss seinen Vortrag mit

dem Aufruf: „Einer ist genug – Ihr erster Bruch sollte zugleich

Ihr letzter sein.“

Anschließend folgte ein Vortrag über die Knochengesundheit

in der Jugend von Dr. Christian Günther, leitender Arzt der

Osteologischen Abteilung einer Orthopädischen Fachklinik

und Ehrenmitglied der örtlichen Selbsthilfegruppe. In seinen

leidenschaftlichen Ausführungen betonte Dr. Günther, dass

es kaum ein Fachgebiet gibt, bei dem der Patient so viel selber

tun könne. Er bemängelte fehlendes Wissen bei der

Jugend und den Eltern über Osteoporose. Gerade in der

Zeit, in der die Knochendichte anwachsen soll, sei es entscheidend,

eine kräftigende Sportart auszuüben, sowie sich

gesund, in diesem Fall calciumreich, zu ernähren. Cola z.B.

zerstöre das Calcium im Körper, so Dr. Günther.

Dann stellte Dr. phil. Monika Siegrist vom Lehrstuhl und

Poliklinik für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin von

der TU München ihre Studie über die sogenannte „Sturzprofilaxe“

vor. Osteoporosepatientinnen aus ganz Bayern ab

65 Jahren, dabei waren sehr viele Betroffene aus der Selbsthilfegruppe

Frasdorf – Aschau, nahmen daran teil. Es ging

um ein 16-wöchiges Heimtraining zur Kräftigung der Mus-

kulatur und zum Schulen des Gleichgewichts. Das Ergebnis

war eindeutig: Das Sturzrisiko wurde deutlich reduziert und

dieser Effekt hielt ein Jahr an. Die Teilnehmer gaben weiter

an, dass das gemeinsame Training für sie ein großer Gewinn

war. Ähnliches erleben die Mitglieder auch in der

Selbsthilfegruppe. Um den positiven Einfluss der Sturzprofilaxe

auch über das Training hinaus zu erhalten sei es

wichtig, dass die Betroffenen die Übungen weiter fortführen.

Dies gelänge, wenn das Übungsprogramm als fester

Bestandteil in den Alltag integriert werde, so Dr. Siegrist.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung waren die Ausführungen

des Sternekochs Alfons Schuhbeck über die richtige

Zubereitung von Speisen und die Wirkung von Gewürzen,

besonders seinem Lieblingsgewürz dem Ingwer. Speisen

und Öle sollen nicht zu heiß gegart und Gewürze nicht verkocht

werden.

Weitere Fachvorträge von renommierten Ärzten lieferten

Erkenntnisse zum Thema Osteoporose, geistige Fitness und

Herzgesundheit. An mehreren Ständen präsentierten sich

verschiedene Anbieter aus dem Gesundheitsbereich aus der

Region.

Genauere Infos zur Selbsthilfegruppe lesen Sie auf S. 28.

Karin Woltmann, SeKoRo

Das Publikum bei einem der zahlreichen Fachvorträge Frau Dr. Pfaller bei der Begrüßung mit der Innleiten Geigenmusi

Am Stand der Selbsthilfegruppe Osteoporose Frasdorf – Aschau Viele, viele Infos über die Selbsthilfelandschaft in Bayern.

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S e K o R o B e r i c h t e u n d

Im Juli trafen sich 23 Selbsthilfeaktive zur Fragestellung

„Wie präsentiere ich meine Selbsthilfegruppe“.

Nachdem Karin Woltmann von der SeKoRo

über den aktuellen Stand der Planung des Selbsthilfetages

informierte, sammelten die Anwesenden viele

Ideen zur Präsentation.

Frau Woltmann informiert über den aktuellen Stand der Planung des SH-Tages

Selbsthilfegruppen-Gesamttreffen

Ideensammlung in kleiner Runde

Immer wieder wurde das Plakat angesprochen. Über wichtige

Aspekte bei der Plakatgestaltung referierte Melanie Pötz.

Anschließend besichtigten die Anwesenden den neuen

Gruppenraum der SeKoRo, im Erdgeschoss des Gebäudes

Klepperstraße 18. Nach dem Mittagessen entstanden in

Gemeinsamer Austausch von Selbsthilfe-Aktiven


S e K o R o B e r i c h t e u n d

Kleingruppe bei der Plakatgestaltung

Kleingruppen die ersten Plakatentwürfe. Während der

gesamten Veranstaltung wurden immer wieder wichtige

Punkte zur Gestaltung des Selbsthilfetages erarbeitet und

für das nachfolgende Planungstreffen des Arbeitskreises

festgehalten.

Melanie Pötz, SeKoRo

Vorankündigung

Selbsthilfetag in

Rosenheim 2013

Die Planungen für diesen Tag laufen schon längst.

Die wichtigsten Entscheidungen sind getroffen.

Die Veranstaltung findet am 19. Oktober 2013 auf

dem Max-Josefs-Platz statt.

Alle interessierten Selbsthilfegruppen können ihre Gruppe

präsentieren. Bisher haben sich schon über 30 angemeldet.

Als Schirmherrschaften haben sowohl Oberbürgermeisterin

Gabriele Bauer als auch Landrat Josef Neiderhell zugesagt.

Auf einer kleinen Bühne soll ein vielfältiges Rahmenprogramm

aufgeführt werden, dass die Menschen zum

Stehenbleiben, schauen und hören anhalten soll. Das Ziel

dieser Veranstaltung ist, dass Menschen auf das Thema

Selbsthilfe aufmerksam gemacht werden, die bisher davon

kaum Notiz genommen haben. Unsere Erfahrung zeigt, dass

die Menschen bei Präsentationen über die Selbsthilfelandschaft

im Raum Rosenheim immer sehr überrascht und

erstaunt sind, wie groß (derzeit an die 160 Selbsthilfegruppen)

und vor allem vielfältig (an die 90 Themen) sie ist.

Karin Woltmann, SeKoRo

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S e K o R o B e r i c h t e u n d

Selbsthilfe ist mehr als Gruppenarbeit!

Spannende Diskussionen auf der 2. Bayerischen Selbsthilfekonferenz

„Sucht und Gesundheit“ in Coburg

Mitte Oktober trafen sich

110 Teilnehmer aus ganz

Bayern, um sich bei der

zweiten bayerischen Selbsthilfekonferenz

„Sucht und Gesundheit“

in Coburg auszutauschen.

Der Fachvortrag „Verantwortung teilen – Gruppenleitung entlasten“

des Hauptreferenten Andreas Greiwe bot einen provokativen

Einstieg in das Thema.

So beschrieb Greiwe das Dilemma der Selbsthilfegruppenleiter,

die immer mehr leisten müssten und dabei manchmal

den eigentlichen Kern der Selbsthilfe, die originäre Gruppenarbeit

und den Erfahrungsaustausch unter Betroffenen aus

den Augen verlören. Stattdessen versuchten sie durch noch

mehr Vorträge und Referate von Experten die hohen

Ansprüche ihrer Mitglieder zu erfüllen, anstatt diese zur aktiven

Mitarbeit zu bewegen.

So nehmen die Erwartungen an die Gruppenleiter zu, bleiben

neue, aktive Mitstreiter aus und die anfallende Arbeit

könne kaum mehr bewältigt werden.

In den anschließenden Workshops, dessen Themen von

Tagespublikum selbst eingebracht wurden, entstanden lebhafte

und zum Teil kontroverse Diskussionen und Gespräche.

Da 70 Prozent der Teilnehmenden direkt aus der Selbsthilfe

kamen, waren sehr basisnahe Gespräche gewährleistet.

Folgende Themen wurden eingebracht:

• Verantwortung teilen in der Betroffenenselbsthilfe

• Selbsthilfe ist mehr als Gruppenarbeit

• Interessante Öffentlichkeitsarbeit gestalten

• Über den Umgang mit Wahrheit in Suchtgruppen

• Zusammenarbeit Selbsthilfe und Ärzte bei Essstörungen

• Ärzte und der Umgang mit dem Thema Alkohol

• Jugendarbeit – Wie integriert man junge Menschen in

die Selbsthilfe?

Das größte Interesse fand das Thema „Selbsthilfe ist mehr

als Gruppenarbeit“. Beim Abschlussplenum beschrieb der

Einberufer dieses Workshops nochmals treffend wichtige

Punkte der Selbsthilfearbeit: Das Engagement bringe nicht

nur Last, sondern auch „Lust“ und Netzwerke seien wichtig,

um die Selbsthilfearbeit voranzubringen.

Gesamtfazit der Veranstaltung: Die Selbsthilfe hat ein riesiges

Spektrum, das mit Selbstbewusstsein transportiert werden

kann. Nachfolger und/oder junge Menschen zu finden ist

nicht leicht, aber möglich – mit Sensibilität sich selbst und

anderen gegenüber.

Neben SeKo Bayern war auch die Coburger Selbsthilfekontaktstelle

Mitveranstalter der zweiten Bayerischen

Selbsthilfekonferenz „Sucht und Gesundheit“. Im Anschluss

an die Veranstaltung fand das 25-jährige Jubiläum der

Selbsthilfekontaktstelle in Coburg statt.

Der Fachtag wurde finanziell unterstützt durch das bayerische

Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.

Weitere Infos finden Sie unter http://www.seko-bayern.de.

Irena Tezak und Theresa Keidel,

Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo Bayern

Das Veranstaltungsteam v.l.n.r.:

Irena Tezak, Theresa Keidel (beide SeKo Bayern),

Sabine Doerenkamp-Steiner und Sabine Feuerbach-Heim

(beide Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Coburg)


S e K o R o B e r i c h t e u n d

Geschichtliche Entwicklungen in der

Selbsthilfeunterstützung

Soziale Probleme, die sich in der Arbeiterklasse

während der Zeit der industriellen Revolution Ende

des 19. Jahrhunderts entwickelten, führten zu frühen

Formen von Selbsthilfe. Die ältesten Selbsthilfevebände

sind z.B. das Blaue Kreuz von 1885 oder der

Kreuzbund von 1896.

Mitte des 20. Jahrhunderts entstand die eigentliche neue

Selbsthilfebewegung. Die soziale Ausgrenzung und medizinische

Vernachlässigung von Suchtkranken war nach dem

2. Weltkrieg Anlass für diese Bewegung.

Die Selbsthilfegruppen der Alkohol- und Suchtkranken halfen

eine Verbindung von Selbsthilfe, professionellen

Diensten und Medizin zu schaffen. Zunehmend organisierten

sich aber auch Menschen mit körperlichen Behinderungen

und chronischen Krankheiten und deren

Angehörige in Selbsthilfeorganisationen.

1967 entstand die Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für

Behinderte (BAGH) als Dachverband von acht bundesweiten

Organisationen. Ab 1970 entwickelten sich Selbsthilfeinitiativen

und Selbsthilfegruppen für beinahe alle gesundheitlichen

Fragestellungen und Krankheiten.

Das „Gesunde Städte Programm“ versteht sich als Teil der

„Gesunde Städte-Bewegung der Weltgesundheitsorganisation

(WHO). Hier sollen Umwelt, Wohnen, Städteentwicklung

mit Initiativen der Selbsthilfebewegung zusammen

Letztes Jahr betrug das Budget der SeKoRo

98.799,30 €, das sind fast 12.000,- € mehr als im

Jahr 2010. Ausschlaggebend für diesen notwendigen

Zuwachs sind die gestiegenen Zuwendungen durch

Stadt und Landkreis Rosenheim.

Die Stadt Rosenheim beteiligte sich mit 14,2% statt 2,7% im

Jahr 2010. Der Landkreis Rosenheim finanzierte die

SeKoRo mit 11,1% statt 3,4%. Mit dreijähriger Zusage ist es

fast gelungen, die Forderung der Arbeitsgemeinschaft der

Krankenkassenverbände in Bayern zu erfüllen. Die Krankenkassen

fordern eine Beteiligung der Kommunen an den

Kosten der Kontaktstellen mit mindestens 15%, da der

Aufbau und die Arbeit von Selbsthilfegruppen eine enorme

Entlastung nicht nur für unser Gesundheitssystem, sondern

auch für unser Sozialsystem bedeutet. Der Förderanteil der

Krankenkassenverbände betrug 60,95%. Die Eigenmittel

kommen. Auch die Stadt Rosenheim ist dem „Gesunde

Städte-Netzwerk“ beigetreten. „Gesundheit, definiert als körperliches,

seelisches und soziales Wohlbefinden, hat in

Rosenheim einen hohen Stellenwert“, so die Oberbürgermeisterin,

Frau Gabriele Bauer.

Quelle: „Selbsthilfeunterstützung in Bayern“, Herausg. Verein

Selbsthilfekontaktstellen Bayern e. V. und SeKo Bayern

Bild: SeKoRo

Finanzielle Förderung der Selbsthilfekontaktstelle

RosenheimSeKoRo in 2011

des Diakonischen Werks Rosenheim (inklusive Sammlungsausschuss

mit 0,6%) lagen bei 13,8%.

Karin Woltmann, SeKoRo

Arge der

Krankenkassen-

verbände in Bayern

Die Förderer der SeKoRo

Stadt Rosenheim

Landkreis Rosenheim

Sammlungsausschuss

Diakonisches Werk

Landwirtschaftliche Krankenkassen und Pflegekassen

in Bayern

(LdL/LdLP)

Rosenheim

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S e K o R o B e r i c h t e u n d

Wenn 11-Jährige nicht mehr in die Schule gehen

"Jeden Tag erreichen uns zahlreiche Hilfeanfragen",

erzählt Christoph Hirte aus Gräfelfing bei München. Vor

fünf Jahren riefen er und seine Frau Christine eine

Initiative betroffener Eltern gegen Online-Rollenspielsucht

ins Leben und gründeten später den Verein AKTIV

GEGEN MEDIENSUCHT e.V., nachdem sie ihren Sohn an

das Onlinerollenspiel ´World of Warcraft' verloren hatten.

Heute, fünf Jahre später, ist die Initiative, deren

Internetseiten täglich zwischen 300 bis 500mal angeklickt

werden, eine der wichtigsten Anlaufstellen für Betroffene

und Angehörige aus ganz Deutschland.

"Es gibt mittlerweile schon 11-jährige, die nicht mehr in die

Schule gehen, weil sie nur noch am Computer spielen.

Aufklärung für Eltern, an Schulen und für die Öffentlichkeit ist

dringend notwendig. Erste Anzeichen der Sucht müssen

erkannt und ernst genommen werden. Daher ist es uns wichtig,

das Bewusstsein für das Thema zu schärfen, indem wir

von unseren erschütternden praktischen Erfahrungen

berichten", so Hirte weiter.

Auf ihren ständig aktualisierten Webseiten bietet die Initiative

erste Hilfe und Handlungsanleitungen für Betroffene und

Angehörige von mediensüchtigen Kindern, Jugendlichen

und jungen Erwachsenen. Eine 2008 von den Eltern Hirte

gegründete Selbsthilfegruppe in München ist außerdem eine

konkrete Anlaufstelle für betroffene Angehörige in der

Region. 2009 folgte dann eine Selbsthilfegruppe für betroffene

Spieler. Leider gibt es bundesweit immer noch zu wenig

Gruppen, was Christoph Hirte sehr bedauert. "Angehörige

und Betroffene sollten in ihrer Region in jedem Fall die

Möglichkeit haben, sich an eine Selbsthilfegruppe zu wenden

oder selber eine zu gründen. Wir sind auch dabei unterstützend

tätig."

Die Initiative hat mittlerweile ein großes Netzwerk für

Ratsuchende aufgebaut, das im März 2011 von der

Drogenbeauftragten der Bundesregierung als Projekt des

Monats ausgezeichnet wurde. Dort stellen sich momentan

über 370 Stellen, darunter auch Kliniken, vor, die beim Umgang

mit Mediensucht helfen können. Dennoch ist bereits

die Wartezeit auf einen Klinikplatz ein großes Problem,

ebenso wie eine ausreichende Nachsorge. Da Mediensucht

bislang nicht als Krankheit anerkannt ist, klagen etliche

öffentliche Beratungsstellen, dass sie das Thema nicht noch

zusätzlich mit abdecken können. Sie seien sowieso schon

hoffnungslos überlastet. Die finanziellen Mittel fehlen und oft

ist es nur dem persönlichen Engagement der Mitarbeiter zu

verdanken, dass die Hilfesuchenden nicht abgewiesen werden.

Auch die Initiative lebt nur von Spenden, die gesamte

Arbeit wird ehrenamtlich verrichtet.

"Unser oberstes Anliegen ist es, die Hilfesuchenden aus

ihrer Isolation zu holen. Ganz oft wird uns berichtet, dass

nicht nur das Umfeld, sondern auch häufig die Hilfesysteme

wie Jugendämter oder Erziehungsberatungsstellen die

Eltern an den Pranger stellen und ihnen erzieherische Unfähigkeit

vorwerfen", berichtet Hirte. "Zunehmend mehr

Angehörige verstecken ihre erwachsenen medienabhängigen

Kinder zu Hause, da diese nicht mehr in der Lage sind,

eine Ausbildung zu machen oder einer Arbeit nachzugehen."

In vielen Fällen kann niemand diesen Familien helfen.

Kontakt und Hilfe für Betroffene und ihre Angehörigen gibt es

auf den Seiten der Initiative (www.rollenspielsucht.de),

dem Verein AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT (www.aktivgegen-mediensucht.de)

und dem Netzwerk für Ratsuchende

(www.netzwerk-für-ratsuchende.de).

Christoph Hirte, Rollenspielsucht - Initiative betroffener Eltern

Kontakt:

Christoph und Christine Hirte,

Hermann-Hummel-Str. 25,

82166 Gräfelfing, christoph.hirte@rollenspielsucht.de,

Telefon: 089-550 64 525


S e K o R o B e r i c h t e u n d

Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew

feiert 30-jähriges Jubiläum

Die Selbsthilfegruppe für Bechterew-Patienten

blickte im April auf 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit

zurück und feierte dieses Ereignis im Gasthaus

"Brückenwirt" in Kolbermoor.

Von 28 Gründungsmitgliedern stieg die Anzahl auf beachtliche

110 Mitglieder an. Der Gruppensprecher, Konstantin

Förg begrüßte die Anwesenden. Seine Stellvertreterin,

Marlies Bertram, verteilte Ehrungen mit einer Urkunde des

Landesverbandes Bayern DVMB und kleine Erinnerungsgeschenke

der Gruppe.

Langjährige Mitglieder erhielten Ehrungsurkunden. Fünf

Mitglieder für 25 jährige Treue und sieben weitere für 20 Jahre

Mitgliedschaft. Auch die vier Therapeutinnen, die bereits

seit vielen Jahren die Gruppengymnastik gestalten, sowie

die treuen Helfer wurden bei der Ehrung nicht vergessen.

Nach einem gemeinsamen Abendessen, sorgte Walter

Siersch für die musikalische Unterhaltung. Ein besonderes

Schmankerl war der Überraschungsbesuch einer Bauchtanzgruppe,

die den gemütlichen Abend abrundete.

Die Bechterew-Gruppengymnastik in der Halle und im warmen

Wasser findet weiterhin jeden Dienstag - auch in den

Schulferien - um 19 Uhr in den Therapieräumen der Schön-

Klinik Harthausen in Bad Aibling statt. Zu den Veranstaltungen

sind alle Bechterewpatienten und Mitglieder recht herzlich

eingeladen.

Genauere Infos zur Selbsthilfegruppe finden Sie auf S. 27.

Marlies Bertram, Selbsthilfegruppe Morbus Bechterew

Morbus Bechterew ist eine chronisch entzündliche, rheumatische

Erkrankung, verbunden mit Schmerzen und der

Versteifung von Gelenken (Wikipedia). Bewegung ist eines

der wichtigsten Therapiemöglichkeiten.

Die verbliebenen Gründungsmitglieder (von links nach rechts)

Marlies Bertram, Hildegard Konetzki, Richard Thaler,

Else Wendlinger, Johannes Hildner, Peter Ankirchner,

Günter Suckel und Sebastian Zweckstetter.

Rosenheim

Fachambulanz

für Suchterkrankungen

Kufsteiner Str. 55

83022 Rosenheim

Tel.: 08031 356 28-0

Fax: 08031 356 28-16

■ Beratung

■ Vermittlung in stationäre oder ambulante Therapie

■ Ambulante Entwöhnungsbehandlung und Nachsorge

■ Hilfe bei Führerscheinproblemen

■ Psychosoziale Begleitung Substituierter

■ Angebote für alkohol- und drogenauffällige Jugendliche

■ Beratung bei pathologischem Glücksspiel

■ Beratung bei Essstörung

■ Vermittlung in Selbsthilfegruppen

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Sucht?

Hilfe!

Tel.: 08031/356 280 www.diakonie-rosenheim.de

Orientierungsgruppen der Fachambulanz

Rosenheim – Fachambulanz

Dienstag 18:00 Uhr (für verkehrsauffällige Fahrer –

Alkohol/Drogen/Punkte)

Dienstag 18.00 Uhr

Mittwoch 18.00 Uhr

Donnerstag 10.00 Uhr

Donnerstag 18.00 Uhr (für Jugendliche und junge

Erwachsene bis 25 Jahre) Kufsteiner Str. 55, 2. Stock

Rosenheim – RoMed Klinikum

Mittwoch 12.30 Uhr, Pettenkoferstr. 10, Haus 4, 1. Stock

Wasserburg – Fachambulanz

Montag 18.00 Uhr, Kaspar-Aiblinger-Platz 24

Donnerstag 13:00, RoMed Klinikum Wasserburg, Raum U31

Bad Aibling – RoMed Klinikum

Dienstag 18.00 Uhr, Harthauser Str. 6

Prien – RoMed Klinikum

Donnerstag 18.00, Harrasser Str. 61

Kostenlos und ohne Voranmeldung

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S e K o R o B e r i c h t e u n d

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

besteht seit 15 Jahren in Rosenheim

Ende Oktober trafen sich die Mitglieder der

Selbsthilfegruppe und Ihre Gäste zu einer kleinen

Jubiläumsfeier, die mit einer Andacht von Pfarrer

Andreas Fuchs in der Apostelkirche in Rosenheim

begangen wurde. Pfarrer Fuchs dankte zu Beginn dem

Verein für die Begleitung von an Krebs erkrankten

Frauen, aber auch Männern. Seine Worte standen dann

ganz im Zeichen des Gedenkens an die verstorbenen

Frauen und der „Hoffnung“, die der Motor des Lebens

sei, für alle, die weiterleben.

Anschließend begrüßte die Gruppenleiterin Gisela Strigl-

Wiechmann im Pfarrsaal die ca. 40 Besucher, die u. a. aus

vielen Ärzten und Vertretern verschiedener Institutionen

bestanden, mit denen die Gruppe zusammen arbeitet. Frau

Strigl-Wiechmann erklärte, dass die Gruppe eigentlich schon

seit 1980 bestünde, dass aber die Mitgliedschaft im Verband

der Frauenselbsthilfe nach Krebs (deutschlandweit 440

Gruppen) ausschlaggebend für diese Feier sei. Besonders

erwähnte die Gruppenleiterin die gute Zusammenarbeit mit

dem RoMed Klinikum, der Blumenhofklinik und der Klinik

Bad Trissl. Diese Kooperation machte deutlich, wie sehr die

Arbeit und die Leistung der ehrenamtlichen Mitglieder - nach

dem Motto: „Auffangen, Informieren und Begleiten“ - anerkannt

und geschätzt wird.

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Wir haben Blumen für alle Lebenslagen

Mit dem Einkauf unterstützen Sie die Ausbildung von benachteiligten

Jugendlichen in unserer Gärtnerei in Kiefersfelden.

Hierfür danken wir Ihnen! Ein Betrieb der Diakonie Rosenheim

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83088 Kiefersfelden

Tel: 08033/6417

Frau Strigl-Wiechmann (l.) ehrte die langjährigen

Gruppenteilnehmerinnen

Nach dem Grußwort der stellv. Landesvorsitzenden der

Frauenselbsthilfe nach Krebs, Gerda Kipfmüller, die den

Rosenheimer Kolleginnen einen Korb voller Lebkuchen für

Haus Wittelsbach

moderne Pflege in alten Mauern

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Unser Leitbild ist unser Auftrag:

"Durch christliche Zuwendung und Herzlichkeit schaffen wir einen

Ort des Friedens und der Geborgenheit. Wir geben Ihnen und uns das

Gefühl der Wärme und des Angenommenseins. Dabei wird der

Mensch in seiner Ganzheit mit all seinen seelischen, geistigen und

körperlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen wahrgenommen, geachtet

und einbezogen."

Fordern Sie unser Informationsmaterial an. Wir freuen uns auf Sie.

Haus Wittelsbach, Senioren- und Pflegeheim

Rosenheimer Str. 49, 83043 Bad Aibling

Telefon (08061)4900-0, Fax: (08061)4900-777

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Internet: www.seniorenheim-wittelsbach.de


S e K o R o B e r i c h t e u n d

die Weihnachtsfeier überreichte, startete die Neurologin und

Psychotherapeutin Dr. med. Claudia Cross-Müller, mit ihren

Festvortrag „Gesundheit beginnt im Kopf“. Nach Dr. O. Carl

Simonton trage der emotionale Zustand wesentlich zum Heilungserfolg

bei, so Dr. Cross-Müller. Die Selbsthilfegruppen

setzten das sehr gut um, indem sie Betroffenen aus der

Verzweiflung heraus helfen. Selbsthilfe sei ein Angebot zur

Krankheitsbewältigung. Generell sei eine positive Lebenseinstellung

ein guter Garant für ein langes und gesundes

Leben und so auch für die Selbstheilung. Vorstellungs- und

Willenskraft des Patienten helfen dabei, die Selbstheilung

und die Medizin zu unterstützen, indem die positive Lebenseinstellung

„trainiert“ wird.

Abschließend wurden von Frau Strigl-Wiechmann langjährige

Mitglieder der Selbsthilfegruppe mit einem Blumengruß

geehrt. Bei einem kleinen Imbiss tauschen sich die Gäste

noch lebhaft aus und ließen die Feier gemütlich ausklingen.

Weitere Infos zur Selbsthilfegruppe finden Sie auf S. 29.

Karin Woltmann, SeKoRo

Gemütlicher Ausklang des Festes

Oh, du fröhliche – für alle Menschen

Bald ist es wieder soweit. Weihnachen, das Fest der

Liebe rückt mit schnellen Schritten näher. Doch es

ist nicht für alle Menschen ein glücklicher Festtag.

Viele Menschen verbinden damit eher negative als positive

Gefühle. Nicht weil sie nicht wissen, was schenke

ich der oder dem, was ziehe ich an oder was koche ich

bloß an den Feiertagen, sondern weil sie vielleicht niemanden

haben, der sich über ein Geschenk freuen

würde. Menschen, die einen lieben Menschen durch Tod

oder Trennung verloren haben oder einfach nur, weil die

Verwandtschaft so weit entfernt wohnt und sie deshalb

ganz alleine sind.

Gerade wenn andere fröhlich feiern, sind einsame

Menschen besonders in Gefahr, in eine Depression zu geraten.

Doch das muss nicht sein. Soziale Kontakte pflegen,

heißt hier das Zauberwort. Es kann so einfach sein. In

Vereinen, auf Reisen oder in Vorträgen lernt man schnell

neue Menschen kennen. Natürlich sollte man nicht erst kurz

vor Weihnachten damit beginnen, neue Kontakte zu suchen.

Fast in jeder Stadt gibt es gerade an Festtagen Treffen für

einsame Menschen. Auch Pfarrgemeinden bieten die

Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen. Ist man chronisch

krank, sind auch Selbsthilfegruppen eine gute Kontaktmöglichkeit.

Manchmal muss man nur genau hinsehen. Oft sind auch in

der Nachbarschaft Menschen, meistens ältere Personen, die

alleine sind. Was spricht dagegen, diese Frau oder diesen

Mann anzusprechen und einzuladen? So können plötzlich

ein paar einsame und verlassene Menschen gemeinsam

„Oh, du fröhliche“ singen.

Lena Schuster, SeKoRo

Heilig Abend in Rosenheim:

Auch in diesem Jahr feiert „Essen am Samstag“

Weihnachten mit allen Bedürftigen.

Die Feier findet in Happing in der Christengemeinde

Neues Leben, Traberhofstr. 12 statt.

Sie beginnt um 17 Uhr mit einem gemütlichen

Kaffeetrinken, im Laufe des Abends gibt es ein

Weihnachtsessen und eine kleine Bescherung.

Jeder, der kommen möchte, ist eingeladen.

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Die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo gratuliert herzlich!

Engagiert und selbstlos für Betroffene

Herbert Bernert mit Verdienstmedaille der Stadt Rosenheim ausgezeichnet

Bei der Mitgliederversammlung der ILCO-Gruppe

überreichte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer

dem Gründer und Vorsitzenden Herbert Bernert

die städtische Verdienstmedaille als Zeichen der

Anerkennung für seinen engagierten Einsatz für Stoma-

Patienten.

ILCO ist eine Vereinigung für Menschen mit künstlichem

Darmausgang und künstlicher Harnableitung sowie für

Menschen mit Darmkrebs.

Mit der Auszeichnung, die für Bernert bei diesem Termin völlig

überraschend kam, würdigt die Stadt Rosenheim seine

jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit als Vorsitzender der

ILCO-Regionalgruppe Südostbayern, seine selbstlosen

Verdienste in der persönlichen Betreuung von Betroffenen

und vor allem auch in der Zusammenarbeit mit dem Romed-

Klinikum.

Rathaus-Chefin Bauer betonte in ihrer Laudatio, dass es das

eigene Schicksal noch nicht selbstverständlich macht, derart

engagiert, eigentlich das ganze Leben lang anderen helfen

zu wollen. Verdienstmedaillenträger Bernert habe durch

seine eigene Erfahrung und hohe Fachkompetenz bedeutend

zum hohen Standard im Klinikum beigetragen, vor

allem im Darmzentrum und im Onkologischen Zentrum

Rosenheim.

Stets unentgeltlich stehe er für Gespräche

mit dem Ärzteteam und Fortbildung des

Pflegepersonals zur Verfügung, immer mit

dem Ziel, das Leben von Stoma-Patienten

zu verbessern, wichtig ist Bernert dabei

die individuelle Beratung und Betreuung

von Betroffenen. Der Delegierte der Landes-

und Bundesversammlung gründete

neben der Regionalgruppe mehrere Gruppen

in der Region. Ohne ihn gäbe es beispielsweise

die deutschlandweit einzige

Stoma-Schwimm-Gruppe in Rosenheim

nicht.

Chefarzt Professor Dr. Peter Wagner,

Leiter des Rosenheimer Darmzentrums,

und Reinhilde Spies, Qualitätsmanagerin

beim Romed-Klinikum, dankten Herbert

Bernert für seine "extrem engagierte und

selbstlose Arbeit" und gratulierten zur

Auszeichnung durch die Stadt, die nach

der Verleihung des Ehrenzeichens des

Bayerischen Ministerpräsidenten und des

Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik "mehr

als fällig gewesen sei."

OVB Redaktion vom 13.9.2012

Name der Gruppe:

Deutsche ILCO e.V. Region Südost-Oberbayern

Die Deutsche ILCO ist die Vereinigung für Stomaträger

(Menschen mit künstlichem Darmausgang oder künstlicher

Harnableitung) und Menschen mit Darmkrebs. – Leben mit

dem Stoma: „Künstlicher Ausgang – wie geht´s weiter?“

Gesprächsrunden und Einzelgespräche mit erfahrenen

Stomaträgern. – Info-Veranstaltungen „Rund ums Stoma“

mit Referenten aus Medizin, Stomatherapie und allen einschlägigen

Bereichen. – Informationen zum Thema

„Darmkrebs“

Weitere Infos zur Selbsthilfegruppe finden Sie auf S. 27.

Foto © OVB: Herbert Bernert und OB Gabriele Bauer


S e K o R o

Vorstellung der SeKoRo

im Ausbildungsseminar

für Berater in Altersfragen

Mitte Oktober waren Karin Woltmann und Tina

Weiser von der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim

- SeKoRo als Gastreferentinnen im evangelischen

Bildungswerk eingeladen.

Im ersten Ausbildungskurs für ehrenamtliche Altenberaterinnen

stellte die SeKoRo sich und ihre Aufgaben vor. Z.B. vermittelt

sie Interessenten in bestehende Gruppen oder unterstützt

bei Gruppenneugründungen. Die zukünftigen Altenberaterinnen

sind eine Schnittstelle zwischen Senioren und

den örtlichen Hilfeangeboten, dazu zählt auch die Selbsthilfelandschaft

in der Region. So können sie bei Bedarf

Kontakte herstellen und über relevante Gruppen informieren.

Neben den Selbsthilfegruppen für Betroffene aus fünf unterschiedlichen

Bereichen, siehe hierzu auch S. 21, gibt es

auch viele Gruppen für Angehörige.

In dem über einstündigen Vortrag mit Diskussion ging es

auch darum, dass die Selbsthilfe, neben stationärer, ambulanter

Versorgung und dem öffentlichen Gesundheitsdienst,

die vierte Säule im Gesundheitswesen ist. Die gesetzlichen

Krankenkassen sind mittlerweile per Sozialgesetz dazu verpflichtet,

die Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich

finanziell zu unterstützen (Sozialgesetzbuch V, § 20c).

Die angehenden Beraterinnen zeigten großes Erstaunen

über die Anzahl und die Vielfalt der Gruppen im Rosenheimer

Raum. Diskutiert wurden auch sogenannte Soziale

Gruppen, in denen sich Menschen zusammen finden, die

kein ähnliches Krankheits- oder Suchtthema vereint.

Dennoch findet auch in sozialen Gruppen ein Miteinander

und ein persönlicher Austausch über ein bestimmtes Thema

statt. Hierbei ist die Abgrenzung Selbsthilfegruppe zu

Interessensgemeinschaft fließend.

Tina Weiser und Karin Woltmann, SeKoRo

Ausbilder und angehende Beraterinnen

Tennisarm durch

Computerarbeit

Immer mehr Menschen leiden unter einem sogenannten

Tennisarm, obwohl sie noch nie einen Tennisschläger

in der Hand hatten.

Darauf weist der Ärzteverband MEDI Deutschland hin.

Betroffen sind vor allem Menschen, die häufig am Computer

arbeiten, in ihrer Freizeit viel im Internet surfen oder am PC

Computerspiele spielen. Sie machten inzwischen die Hälfte

aller Fälle aus. Der Tennisarm ist ein Schmerz an der

Außenseite des Ellenbogens, der in der Regel bei mehr oder

weniger starken Belastungen mit der Hand auftritt – sind die

Beschwerden stark ausgeprägt, kann sogar schon das

Heben einer Kaffeetasse schmerzen. Auslöser ist eine Überlastung

der Streckmuskeln für Handgelenk und Finger.

Wo sie am Ellenbogen angewachsen sind, entzündet sich

die Knochenhaut. Ursache der Überlastung ist oft Sport, insbesondere

Tennis – daher auch der Name der Krankheit.

Doch auch die Arbeit am Computer kann einen Tennisarm

auslösen. Schuld sind die Computermäuse: Um mit ihnen zu

arbeiten, muss man Handgelenk und Finger nach oben

strecken. Wer das täglich über mehrere Stunden macht,

kann Probleme bekommen. Zur Vorbeugung eines Tennisarms

empfiehlt der Ärzteverband, entweder flachere Mäuse

oder ein spezielles Mousepad mit Gelkissen zu verwenden.

Auszug aus dem Magazin praxis+recht

1/2008 der DAK-Gesundheit

Lesetipp:

Klopf-Akupressur

Schnelle Selbsthilfe mit EFT

von Robert Rother, Gabriele Rother

Kurzbeschreibung

Wer würde seine Probleme oder

Schmerzen nicht gern einfach wegklopfen?

EFT (Emotional Freedom

Techniques®) macht’s möglich. Die

frappierend einfache Klopf-Akupressur-Methode hilft in kürzester

Zeit, verschiedenste Arten von Stress, Problemen und

körperlichen Beschwerden systematisch aufzulösen. Dazu

werden Akupunkturpunkte aller Meridiane in einer festgelegten

Reihenfolge mit den Fingern beklopft, während man das

zu bearbeitende Problem in einem Satz benennt und sich

gefühlsmäßig damit verbindet. In einem eigenen Praxiskapitel

wird gezeigt, wie EFT bei klassischen Alltagsproblemen wie

Stress, Partnerschafts- konflikten oder Schmerzen gezielt eingesetzt

werden kann.

Verlag: Gräfe und Unzer Verlag,

ISBN 978-3833804366, 11,65 €

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S e K o R o

Ein Tag besonderer Entspannung

für Selbsthilfegruppen

- „Bogenschießen

und Qigong“

Ende September organisierte die Selbsthilfekontaktstelle

Rosenheim - SeKoRo für einen Kreis

von acht Mitgliedern der 160 Selbsthilfegruppen

aus der Region ein Seminar in Kiefersfelden. Unter dem

Motto „Entspannen – anspannen – loslassen“ ging es

darum mit Übungen aus dem Qigong zur inneren Ruhe

zu finden, um sich dann beim Bogenschießen mit

Ziehen anzuspannen und beim Zielen zu entspannen.

Der Seminarleiter Leo Führen, Heilpraktiker für Psychotherapie

und Trainer für intuitives Bogenschießen ist 7-facher

Bayerischer Meister im Jagdbogenschießen, erörterte den

Teilnehmern nach einer Vorstellungsrunde das Thema

„Heilung“ und die Theorie des Qigong. Die Teilnehmer wurden

anschließend zu praktischen Übungen angeleitet – körperliche

und geistige Achtsamkeit konnte mit Hilfe unterschiedlicher

Bewegungsübungen gespürt werden.

Nach dem Mittagessen konnte dieses neu erworbene Körpergefühl

im Bogenschießen angewandt werden. Meist

bedarf es nur noch kleiner Korrekturen von Leo Führen und

der Pfeil traf das Ziel.

Die Schützen hatten sehr viel Spaß beim Training. Es bleibt

zu hoffen, dass sie das Prinzip des Bogenschießens - Anspannen

– Loslassen und Entspannen – auch in den Alltag

transportieren können. Denn auch hier ist eine Ausgeglichenheit

der drei Elemente bedeutend für Gesundheit und

Wohlbefinden.

Team der SeKoRo

Die Teilnehmer bei einer Übung zum Qigong

Leo Führen (vorne, zweiter von links)

erklärt die Haltung beim Bogenschießen

Jetzt muss die beste Startposition gefunden werden.

Die Teilnehmer „ziehen an“!

Anlegen – ziehen - loslassen, dann geht das Zielen fast von selbst.


S e K o R o

SeKoRo veranstaltete „Social Media“-Seminar

Ende Oktober bot die Selbsthilfekontaktstelle

Rosenheim - SeKoRo für Selbsthilfeaktive in der

VHS Rosenheim eine Fortbildung zum sicheren

Umgang mit dem Internet an.

Der Fachreferent Christoph Stitz von SeKo Bayern erläuterte

die Möglichkeiten des Internets und zeigte die Besonderheiten

der Web-Foren auf. Diese bieten die Möglichkeit

sich schnell und einfach zu zahlreichen Themen auszutauschen.

Besonders verwies Herr Stitz auf die unabhängige

und geschützte Plattform www.selbsthilfe-interaktiv.de. Die

Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich mit einem Pseudonym

und einer E-Mail-Adresse anzumelden und Beiträge zu

schreiben, oder auf Beiträge Anderer zu antworten.

Anschließend konnten die Selbsthilfeaktiven in Kleingruppen,

Fragen und Probleme im Umgang mit dem World Wide

Web bearbeiten. Diese wurden dann im Plenum besprochen.

Ab nächstem Jahr sollen einzelne Selbsthilfegruppen sogar

die Möglichkeit haben, sich bei den Betreibern des Forums

Selbsthilfe-interaktiv.de (NAKOS und SeKo Bayern) zu melden

und ihr eigenes Forum zu gründen, auf das dann nur

Gruppenmitglieder oder ausgewählte Personen Zugriff

haben.

Die Teilnehmer waren sehr zufrieden mit den Informationen

und auch mit dem Selbsthilfeforum, dass Sie in Zukunft auch

nutzen wollen. Trotz unterschiedlicher Erfahrungsstände im

Umgang mit dem Internet, konnten die Teilnehmer die jeweiligen

neuen Erkenntnisse gut umsetzten.

Karin Woltmann von der SeKoRo bedankte sich bei

Christoph für seine nette und freundliche Unterstützung mit

einer kleinen Süßigkeit.

Karin Woltmann, SeKoRo

Christoph Stitz erklärt Wissenswertes über das Web

Gespanntes Zuhören über den Umgang mit Sozialen Netzwerken

Konzentriertes Arbeiten auf der Plattform www.selbsthilfe-interaktiv.de

Lesetipp:

Das sinnliche Beckenbodentraining

für Sie und Ihn

von Benita Cantieni

Kurzbeschreibung

Eine optimal trainierte Beckenbodenmuskulatur

kann für Gesundheit,

Schönheit und Lebensfreude wahre Wunder wirken! Das

TIGERFEELING®-Beckenbodenpro-gramm von Benita

Cantieni macht Spaß und führt zu einem wunderbaren

Körperbewusstsein. Ein trainierter Becken-boden bringt kraftvolle

Anmut, mehr Spannkraft, Geschmei-digkeit und besseren

Sex. Denn die gezielten Übungen helfen bei

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Prien

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Prien am Chiemsee

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bei Ihnen zuhause

Die Ökumenische Sozialstation Prien ist eine Einrichtung

des Diakonievereins Prien und der Caritas.

■ Wir versorgen Sie so lange wie möglich zuhause mit

aktivierender, ganzheitlicher und nachhaltiger Pflege.

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vermeiden den Heimaufenthalt und entlasten Ihre

Angehörigen.

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am Wochenende und an Feiertagen.

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sind.

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werden in den meisten Fällen von den Kranken- und

Pflegekassen übernommen. Alle unsere Dienste können

Sie natürlich auch privat in Anspruch nehmen.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Weitere Auskünfte

erteilt Ihnen gerne unsere Pflegedienstleitung.

Ökumenische Sozialstation Prien

Schulstraße 3

83209 Prien am Chiemsee

Telefon: 08051-688 60

Verabschiedung

der SeKoRo-Mitarbeiterin

Melanie Pötz

Die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo

verabschiedet sich von Melanie Pötz, die uns in

diesem Sommer verlassen hat, um ihre zwei

Halbtagesstellen beim Diakonischen Werk in eine Vollzeitstelle

umzuwandeln.

Es war für Frau Pötz oft schwierig, zwei unterschiedliche

Aufgabenfelder miteinander in Einklang zu bringen, zumal

die Aufgaben in der SeKoRo sehr viel Flexibilität gefordert

haben. Wir bedauern sehr, dass Melanie Pötz nach zwei

Jahren Arbeit für die SeKoRo nicht mehr zur Verfügung steht

und freuen uns schon jetzt, dass wir sie doch hin und wieder

in ihrer neuen Stelle im In(n)Kontakt, ein Treffpunkt für

Menschen mit Alkoholproblemen, zu Gesicht bekommen

werden.

Melanie, wir danken Dir sehr für deine Unterstützung und

wünschen Dir für Deine Zukunft in allen Lebensbereichen

alles, alles Gute.

Karin Woltmann, SeKoRo

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S e K o R o

Aktuelle Themenliste der Selbsthilfegruppen

in Stadt und Landkreis Rosenheim

Abhängigkeit und Sucht

Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit

Alkohol-Abstinenz

Angehörige und Freunde von Alkoholikern (Al-Anon)

Anonyme Alkoholiker (AA)

Anonyme Coabhängige (CoDA)

Drogenabhängige, cleane

Eltern von Drogengefährdeten u. –abhängigen Jugendlichen

Erwachsene Kinder von Alkoholikern (Al-Anon)

Opiatabhänige und Substituierte

Suchthilfe (Rosenheimer Suchthilfe e.V.)

Suchtkranke und Angehörige (Kreuzbund e.V.)

Behinderung

Autismus

Behinderten- und Reha-Sport

Blinde und Sehbehinderte

Down Syndrom

Handicap e.V., Leben mit

Handicap-Aktivgruppen (Caritas)

Hörgeschädigte

Körperbehinderte

Narkolepsie

Gesundheit

ADHS

Adipositas

Allergie- und umweltkrankes Kind

Arthrose

Borreliose

Brustkrebs

Darmkrebs, künstl. Darmausgang und künstl. Harnableitung

Diabetes

Dialysepatienten

Fibromyalgie

Gynäkologische und onkologische Erkrankungen

Kontinenz

Krebs

Krebs, Reha-Sport nach

Marfan, Regionalgruppe Südbayern

Migräne

Morbus Bechterew

Morbus Crohn

Morbus Wilson

Multiple Sklerose - MS

Neurofibromatose

Organspende

Osteoporose

Parkinson

Prostatakrebs

Restless Legs - Unruhige Beine

Rheuma

Sauerstofflangzeittherapie - LOT

Schlafapnoe

Schlaganfallbetroffene

Schlaganfall Angehörige

Syringomyelie

Tinnitus

Psychische Gesundheit

Angehörige Demenzerkrankter

Angehörige und Freunde psychisch Kranker

Angehörige von Borderlineerkrankten

Angehörige, Pflegende

Depression

Depression, Schwangerschafts-

Essstörungen

Messies, Chaos und Sammelsucht

Psychoseerfahrene

Psychosomatik

Transidentität

Trauer

Trauer für Kinder und Jugendliche

Verwaiste Eltern

Soziale und sonstige Themen

Adoptierte und Pflegekinder, Pfad für Kinder

Adoptiv- und Pflegefamilien, Pfad für Kinder

Familiengruppe, Pfad für Kinder

Männergruppe

Trennung/Scheidung

Trommeln aus Leidenschaft

Verlassene Eltern

Zusammen sind wir stark, Juntos

Sind Sie von einem der Themen betroffen und haben

Interesse sich mit Anderen auszutauschen, dann melden Sie

sich bitte bei der SeKoRo unter Tel. 08031 – 23 511 45 oder

per E-Mail: selbsthilfekontaktstelle@diakonie-rosenheim.de.

Wir vermitteln gerne den Kontakt zur Gruppe.

Es gibt noch keine Selbsthilfegruppe für Ihr Anliegen, Thema,

Ihre Krankheit…?

Die SeKoRo hilft Ihnen gerne bei einer Gruppengründung.

Aufgaben der Selbsthilfekontaktstelle:

• Wir informieren und beraten kostenfrei rund um das

Thema Selbsthilfe.

• Wir vermitteln Interessierte an bestehende Selbsthilfe-

gruppen oder an entsprechende Beratungsstellen.

• Wir unterstützen bei der Gründung von Selbsthilfe-

gruppen.

• Wir informieren über die Selbsthilfebewegung in Stadt-

und Landkreis Rosenheim, über landes- und bundesweite

Ansprechpartner sowie über Selbsthilfeverbände.

• Wir organisieren Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen

sowie Selbsthilfegruppen-Gesamt-

treffen.

• Wir betreiben Öffentlichkeitsarbeit.

• Wir kooperieren mit anderen Organisationen, die ebenfalls

Selbsthilfe unterstützen.

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S e K o R o

Hilfe bei (sexualisierter) Gewalt

Der Frauen- und Mädchennotruf Rosenheim e.V.

ist ein gemeinnütziger Verein, der Gewalt gegen

Frauen und Kindern entgegentritt. Unter unserem

Dach befinden sich die Fachstelle Beratung für

Frauen, die Fachstelle Beratung gegen sexuellen Missbrauch

an Mädchen und Jungen sowie die Fachstelle

Prävention gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen

und Jungen. Im März 2010 haben wir das Projekt der

pro-aktiven Beratung bei häuslicher Gewalt begonnen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, von Gewalt betroffene

Frauen, Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Durch

Präventionsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit will der Verein

über Ursachen und Auswirkungen sexueller Gewalt informieren.

Erwachsene, Kinder und Jugendliche sollen für mögliche

Gefahrensituationen sensibilisiert werden. Das Wissen

um Schutz- und Hilfsmaßnahmen gehört dazu.

Unsere Angebote in Stadt und Landkreis Rosenheim richten

sich an alle Hilfesuchenden – unabhängig von Religion,

Nationalität und Aufenthaltsstatus.

Beratung und Begleitung sind kostenfrei. Die Räume sind

barrierefrei zu erreichen.

Sie können sich an uns wenden, wenn…

• Sie am Arbeitsplatz oder in der Freizeit sexuell belästigt

werden

• Sie seelische und körperliche Misshandlungen erleben

• Sie zu sexuellen Handlungen gezwungen werden oder

vergewaltigt wurden

• Sie in ihrer Kindheit sexuellen Missbrauch erlebt haben

• Sie wissen, dass ihr Kind sexuellen Missbrauch erlebt

(hat) – oder Sie den Verdacht haben

• Sie Bezugsperson eines Kindes sind, dass sexuellen

Missbrauch erlebt (hat) z.B. Geschwister, Großeltern,

Nachbarn, Lehrkräfte, Erzieherinnen, …

Ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Nur Mut – rufen Sie uns an!

Kontakt:

Frauen- und Mädchennotruf Rosenheim e.V.

Ludwigsplatz 15

83022 Rosenheim

Tel.: 08031-26 88 88

verwaltung@frauennotruf-ro.de

www.frauennotruf-ro.de

Sie wollen bei uns werben?

Eine Übersicht unserer

Anzeigenpreise und Größen

sowie das Verbreitungsgebiet

finden sie unter

www.sekoro.seko-bayern.org

Bei Fragen zur Anzeigen-

gestaltung oder der Daten-

übertragung helfen wir Ihnen

gerne weiter.

Rufen sie einfach an!

Tel: 08031 - 28 45 10

magdalena.schuster@diakonierosenheim.de


S e K o R o

SeKoRo stellt sich vor:

Krankenpflegeschule Wasserburg

Rund 30 Schüler des zweiten Ausbildungsjahrgangs

der Krankenpflegeschule Wasserburg

haben sich einen Tag zum Thema Selbsthilfe im

Gesundheitsbereich beschäftigt. Am Vormittag standen

unter Anderem Rede und Antwort das Familiennetzwerk

Wasserburg und eine Suchtselbsthilfegruppe. Gerade

die persönlichen, authentischen Schilderungen beeindruckten

die Schüler nachhaltig.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten wir die

Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo vorstellen und

ins Gespräch bringen. Neben unserem Angebot und unseren

Aufgaben erläuterten wir, was überhaupt unter

Selbsthilfe zu verstehen ist und welche Grundsätze der

Selbsthilfebewegung zugrunde liegen. Mit Hilfe von

Aussagen von aktiven Gruppenmitgliedern wurde gezeigt,

wie hilfreich und sinnvoll der Besuch einer Selbsthilfegruppe

sein kann.

SeKoRo stellt sich vor:

Berufsschule Bad Aibling

Im Juli bekam die SeKoRo die Gelegenheit, in einer

Berufsschulklasse für Industriemechaniker rund um

das Thema Selbsthilfe in Stadt und Landkreis Rosenheim

zu informieren.

Die Lehrer und Schüler waren besonders beeindruckt von

der Vielfalt der Selbsthilfe und von Herrn Gollwitzer, der

seine Lebensgeschichte erzählte: Vom Alkoholmissbrauch

zur Sucht – wie er selbst als Auszubildender und später als

Geselle vom Alkohol zunehmend abhängig wurde. Als er

morgens einen Verkehrsunfall verursachte – mit 2,7 Promille

– war ihm klar, dass er dringend in seinem Leben etwas verändern

musste. Den Weg aus der Sucht hin zu einem abstinenten

Leben fand er u. a. durch eine Tagesstätte für alkoholkranke

Menschen und der Selbsthilfegruppe, die er mittlerweile

selber leitet.

Melanie Pötz, SeKoRo

Die Selbsthilfe im Gesundheitsbereich hat sich neben der

ambulanten und stationären Versorgung sowie den öffentlichen

Gesundheitsdiensten zur vierten Säule im Gesundheitswesen

entwickelt. Selbsthilfe kann – neben der pflegerischen

und medizinischen Leistung in einer Klinik – Einiges

zum wieder gesund werden beitragen. Darüber Wissen zu

haben und es im Einzelfall an Patienten weiter geben zu

können, erweitert die Handlungsmöglichkeiten aller Beschäftigten.

Die überwiegende Zahl aller Selbsthilfegruppen ist im

Gesundheitsbereich aktiv.

Ein Überblick über die vielfältige Themenlandschaft in der

Region Rosenheim, derzeit 75 Gruppenthemen in 161

Selbsthilfegruppen, erstaunte die Schüler dann doch in ihrer

Breite und Tiefe. Lesen Sie hierzu auch S. 21.

Team der SeKoRo

Schüler sammeln Themen zur Selbsthilfe

23


24 S e l b s t h i l f e g r u p p e n

Selbsthilfegruppe Rheuma Wasserburg

Hallo Gelenke, hallo Muskeln, wie ich fühle seid ihr alle

da ....

Ein kurzer Tatsachenbericht oder Aufklärung tut Not:

6.30 Uhr, der Wecker klingelt, schwungvoll schlage ich die

Bettdecke zurück und hüpfe aus dem Bett, flink wird

geduscht und Zähne geputzt. Dann ein gutes Frühstück,

schnell rein in die Jacke schlüpfen, hastig knöpfen, rein ins

Auto und ab in die Arbeit.

Tja, solch ein Tagesanfang wäre für einen an Rheuma erkrankten

Menschen ein Traumstart. Die Wirklichkeit sieht

anders aus. Nachdem der Wecker mich aus dem Schlaf

geklingelt hat, werden erstmal durch sanftes Dehnen und

Strecken die Muskeln und Gelenke einigermaßen geschmeidig

gemacht, wobei ich mir dabei schon Gedanken mache,

wie ich mich heute am besten aus dem Bett erhebe. Stehe

ich dann endlich, ist die erste Hürde schon geschafft.

Der Weg ins Badezimmer ist heute wieder besonders mühsam

und das Duschen und Zähneputzen ging doch gestern

auch besser. Die Zeit vergeht wie im Fluge und eigentlich

müsste ich in 20 Minuten schon auf dem Weg zur Arbeit sein

– aber die Gelenke streiken mal wieder. Das gute Frühstück

fällt aus, dafür ein kleines Stückchen Brot damit die tägliche

Schmerztablette nicht auf den leeren Magen knallt, der sonst

wieder den ganzen Tag beleidigt ist.

So, oder so ähnlich sieht der Tagesanfang vieler Rheumatiker

aus. Gerne würde man wie ein Reh aus dem Bette hüpfen,

aber die Krankheit lässt es nicht zu. Morgensteifigkeit

und Unwohlsein durch die starken Medikamente verhindern

den „guten Start in den Tag“.

Für einen Rheumatiker ist jeder Tag eine neue Herausforderung.

Arbeiten, die man gestern noch mühelos erledigen

konnte, können heute nur unter größten Schmerzen getan

werden. Gestern ging das Haare föhnen wie von selbst und

heute muss ich meine Phantasie bemühen, da der Schmerz

in der Schulter es nicht zulässt, den Föhn nur annähernd

Richtung Kopf zu bewegen.

Aber egal eine Portion Humor gehört auch dazu und man ist

ja flexibel und das muss der Rheumatiker im Alltag auch

sein. Angefangen von Strümpfe anziehen, Schnürsenkel binden,

Butter auf die Semmel streichen, über Türschlüssel

bewegen, schwere Eingangstüren (häufig bei Behörden vorzufinden)

bewegen, Treppen steigen, bis hin zu Telefontasten

drücken, die Buchseite umblättern usw. usw. Aber wie

schon erwähnt, man ist flexibel, ideenreich und nicht so

schnell kaputt zu kriegen.

Auf einen Blick:

Gruppe: Rheuma-Liga Wasserburg

Kontakt: Elisabeth Friesinger

08076–1541

geiger.schleefeld@t-online.de

Treffpunkt: AOK Wasserburg

Penschabaustr. 3

83512 Wasserburg

14.00 – 15.00 Uhr

jeden 1. Donnerstag im Monat

Große Hilfe finden Rheumakranke Menschen im Austausch

mit anderen Betroffenen. Die Deutsche Rheuma-Liga bietet

hierfür die Gelegenheit. Sie ist eine der größten Selbsthilfeorganisationen

im Gesundheitswesen. Angebote der Hilfe

und Selbsthilfe, Aufklärung in der Öffentlichkeit und die

Vertretung der Interessen Rheumakranker gegenüber Politik,

Gesundheitswesen und Öffentlichkeit sowie die Förderung

von Forschung sind vorrangige Aufgaben der Organisation.

Die Deutsche Rheuma-Liga bietet Hilfe für junge Rheumatiker,

Eltern mit einem Rheumakranken Kind, Mittleres Alter

sowie ältere Menschen mit Rheuma an.

In örtlichen Arbeitsgemeinschaften führen Übungsleiter mit

Sonderausbildung für Rheumakranke, die wichtige

Warmwasser- und Trockengymnastik durch und beantworten

mit fachlicher Kompetenz Fragen zur Therapie. Infoabende

mit Vorträgen von Fachärzten, Krankenkassen, Alternativmedizin,

Sozialrecht, Neuerungen bei Hilfsmitteln usw. halten

Mitglieder und Interessierte auf dem neuesten Stand im

Gesundheitswesen. Aber auch die Teilnahme am gesellschaftlichen

Leben spielt für einen Rheumakranken eine

große Rolle. Organisierte Bäder- und Theaterfahrten,

Jahreszeitfeste und Ausflüge an denen auch gehbehinderte

Menschen teilnehmen können werden von den Arbeitsgemeinschaften

organisiert.


Hier bewegen sich die Rheumapatienten im warmen Wasser.

Die Selbsthilfegruppe bei der Trockengymnastik

Aber egal ob Kinder, Jugendliche, Junge Erwachsene oder

Ältere Menschen, wichtig ist vor allem zu Wissen, man ist mit

dieser Krankheit nicht allein und es gibt Hilfe für Betroffene.

Ach ja, der Wetterbericht sagt für morgen schlechtes Wetter

voraus, meine Gelenke haben es mir heute schon prophezeit

– morgen werde ich den Wecker 30 Minuten früher klingeln

lassen.

Gabi Geith,

SHG Rheuma-Liga Wassergurg

Sie wollten schon immer mal

gefahrlos mit Haien schwimmen?

Sorgen Sie vor – mit einer Seebestattung.

Wir beraten Sie gern.

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Rosenheim

Haus Sebastian

Soziotherapeutische

Facheinrichtung

Für wen sind wir da?

Wir unterstützen chronisch alkoholabhängige Menschen

auf dem Weg in eine trockene Zukunft.

Sie wollen Ihr Leben verändern – wie könnte

dies passieren?

■ Kontaktaufnahme

■ Abklärung

■ Lösungsvision

■ Integration

Was können wir Ihnen anbieten?

■ Integration

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einen individuellen Behandlungsplan nach Ihren Bedürfnissen.

Wie können Sie uns erreichen?

Diakonisches Werk Rosenheim e.V.

Soziotherapeutische Facheinrichtung Haus Sebastian

Sonnenweg 28

83088 Kiefersfelden

www.haus-sebastian.com

mail: klaus.voss@diakonie-rosenheim.de

Fon: +49(0)8033-69890

www.diakonie-rosenheim.de

Neue Selbsthilfegruppe:

Angehörige von

Schlaganfallpatienten

Wird ein nahestehender Mensch von einem Schlaganfall

heimgesucht, ändert sich plötzlich sowohl für den Betroffenen

als auch für die Angehörigen das ganze Leben. Der

Patient braucht Hilfe, evtl. Pflege. Es stellen sich viele Fragen:

Wie kann das gehen? Wer hilft mir dabei? Das Wesen

des Erkrankten kann sich sehr verändern, ebenso seine

Bedürfnisse. Das Kommunizieren ist manchmal nicht mehr

wie gewohnt möglich, evtl. ziehen sich Freunde und

Familienmitglieder zurück.

Als direkter Angehöriger fühlt man sich schnell hilflos angesichts

der Menge an anstehenden Veränderungen, die plötzlich

auf einen einstürmen. Eigene Bedürfnisse rücken dabei

in den Hintergrund.

In unserer Gruppe wollen wir unsere Erfahrungen miteinander

teilen, uns Mut machen und hilfreiche Informationen austauschen.

Ilse Ertl,

SHG Angehörige von Schlaganfallpatienten

Treffpunkt Rosenheim:

Selbsthilfekontaktstelle RosenheimSeKoRo

Gruppenraum (links neben Getränkemarkt)

Klepperstr. 18

83026 Rosenheim

9.30 bis 11 Uhr

Jeden 2. Samstag im Monat,

Freizeittreffen nach Vereinbarung

Treffpunkt Schloßberg:

Pfarrheim St. Georg

Am Kirchplatz 1

83071 Schloßberg

9.30 bis 11 Uhr

Jeden 3. Samstag im Monat,

Freizeittreffen nach Vereinbarung

Auf einen Blick:

Gruppe: Schlag auf Schlag – Angehörige

von Schlaganfallpatienten

Kontakt: Ilse Ertl,

08031-79 78 590

ilse-ertl@web.de

Treffpunkt Rosenheim:

Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim

SeKoRo

Treffpunkt Schloßberg:

Pfarrheim St. Georg

genaue Angaben siehe unten!


S e l b s t h i l f e g r u p p e n

Selbsthilfegruppe

Morbus Bechterew

BECHTEREWLER brauchen BEWEGUNG – BERATUNG

– BEGEGNUNG:

Bewegung ist unbedingt erforderlich, um die mögliche

Versteifung der Wirbelsäule zu verzögern. Deshalb die

Gruppengymnastik in der Halle und im warmen Wasser. Die

Gruppe wurde 1982 gegründet und die Kontaktpersonen bieten

seitdem gerne auch persönliche Beratung an. Sehr wertvoll

ist der Erfahrungsaustausch, der nach der Gymnastik

stattfindet. Das Gefühl nicht alleine gelassen zu sein, ist für

chronisch Kranke besonders wertvoll. Das ist Sinn und das

Ziel dieser Selbsthilfegruppe. Angehörige sind ebenfalls willkommen.

Selbsthilfegruppe

Deutsche ILCO

Die Deutsche ILCO ist die Vereinigung für Stomaträger

(Menschen mit künstlichem Darmausgang oder künstlicher

Harnableitung) und Menschen mit Darmkrebs.

Verbandlich ist sie dem LAGH Bayern, dem Paritätischen

Wohlfahrtsverband Deutsche ILCO, dem Landesverband

Bayern und dem Bundesverband Deutsche ILCO (www.ilco.de)

angegliedert.

Die Themen der Rosenheimer Selbsthilfegruppe sind:

• Leben mit dem Stoma: „Künstlicher Ausgang

• Wie geht´s weiter?“ Gesprächsrunden und

Einzelgespräche mit erfahrenen Stomaträgern

• Info-Veranstaltungen „Rund ums Stoma“ mit Referenten

aus Medizin, Stomatherapie und allen einschlägigen

Bereichen

• Informationen zum Thema „Darmkrebs“

Auf einen Blick:

Gruppe: Dt. Vereinigung MORBUS BECH-

TEREW e.V. – Gruppe Rosenheim

Kontakt: Konstantin Förg

08031-890 265

konstantin.foerg@web.de

www.dvmb.rheumanet.org/

lv-bay/gr-rosenheim.htm

Kontakt: Marlies Bertram

08031–686 38

Treffpunkt:Therapieräume in der Schön

Klinik, Harthausen

genaue Angaben siehe unten!

Treffpunkt:

Therapieräume in der Schön Klinik Harthausen

Dr. Wilhelm-Knarr-Weg 1 - 3

83043 Bad Aibling

18.45 Uhr (anschl. Brückenwirt Kolbermoor)

Jeden Dienstag Gymnastik und Warmwassergymnastik

Jeden 2. Dienstag im Monat Feldenkraisgymnastik

Auf einen Blick:

Gruppe: SHG Deutsche ILCO e.V. Region

Südost-Oberbayern

Kontakt: Herbert Bernert

08031-63 8 63

iIlco-rosenheim@cablenet.de

Treffpunkt: RoMed-Klinikum Rosenheim

RoMed-Klinik Prien

Onkologische Klinik Bad Trissl

Auf Anfrage bei Herrn Bernert

27


28 S e l b s t h i l f e g r u p p e n

Selbsthilfegruppe

Osteoporose

Unter dem Motto „Aktiv Leben mit Osteoporose“ hat

sich die Gruppe zum Ziel gesetzt, ein Maximum an

Information über das Krankheitsbild der Osteoporose zu

bieten und dabei aber auch Ideen zur Steigerung der

Lebensqualität und der Lebensfreude zu entwickeln.

Dazu zählen im Miteinander der Gruppe positive Konzepte

zur Krankheitsbewältigung, aber auch zur Prophylaxe der

Osteoporose zu erarbeiten und dabei die Schmerzbekämpfung

nicht zu vergessen.

Weitere Angebote in der Gruppe sind neben persönlichem

Austausch und Geselligkeit auch krankengymnastische

Bewegungsübungen und Vorträge zum Thema. Die Gruppe

ist Mitglied im Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose

e.V., Kirchfeldstr. 149, 40215 Düsseldorf.

Infos unter www.osteoporose-deutschland.de.

Interesse? Betroffen?

Neue Selbsthilfegruppen suchen Teilnehmer:

■ Adipositas Bad Aibling

■ Angehörige von Schlaganfallpatienten

■ Cleane Drogenabhängige

■ Opiatabhängige und Substituierte

Wer von einem der Themen betroffen ist und Interesse an der Teilnahme bzw. an der Gründung einer Gruppe hat,

meldet sich bitte bei der SeKoRo Rosenheim unter: Tel. 08031 – 23 511 45 oder per

E-Mail: selbsthilfekontaktstelle@diakonie-rosenheim.de

Wir vermitteln die Kontakte und helfen beim Gruppenstart!

Auf einen Blick:

Gruppe: Osteoporose-Selbsthilfegruppe

Nr. 85 Frasdorf und Aschau

Kontakt: Christa Rudolph

08052-28 59

christa.rudolph@web.de

Kontakt: Dr. Christine Pfaller

dr.christine.pfaller@gmx.de

Treffpunkt: Blumencafé Aschau

Bahnhofstr. 10

83229 Aschau

15.00 Uhr

letzter Mittwoch im Monat

■ Sport nach Krebserkrankung

■ Trauer für Kinder und Jugendliche, Lacrima

■ Trommeln aus Leidenschaft

■ Tu Was – Aktivität statt Passivität

Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe

Osteoporose Frasdorf und Aschau


S e l b s t h i l f e g r u p p e n

Selbsthilfegruppe Frauenselbsthilfe

nach Krebs

Wenn die Diagnose „Krebs“ lautet, ist das für die meisten

Menschen ein Schock. Das Leben scheint aus den Fugen zu

geraten. Die Erschütterung erstreckt sich auf alle Lebensbereiche.

Angesichts der Bedrohung des eigenen Lebens

stellt sich ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit ein.

Der Weg, der jetzt vor einem liegt, erscheint steinig und

unüberwindbar. Wir, die Mitglieder der Frauenselbsthilfe

nach Krebs (FSH), sind ihn bereits gegangen. Vor dem

Hintergrund unserer gesammelten Erfahrungen helfen wir

Betroffenen, ihren persönlichen Weg im Umgang mit der

Krankheit zu finden.

Jeder, der an Krebs erkrankt ist, oder Angehörige von

Krebskranken können sich einer Selbsthilfegruppe der FSH

anschließen – unabhängig von Alter, Geschlecht und Art der

Krebserkrankung. Dafür müssen die Hilfesuchenden weder

Mitglied in der FSH sein noch werden. Die Teilnahme an den

Gruppen ist kostenlos.

Die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

will gemäß ihres 6 Punkte Programms:

1. Krebskranke psychosozial begleiten

2. Helfen, die Angst vor weiteren Untersuchungen

und Behandlungen zu überwinden

3. Vorschläge zur Stärkung der Widerstandskraft geben

4. Die Lebensqualität verbessern helfen

5. Über soziale Hilfen, Versicherungs- und

Schwerbehindertenrecht informieren

6. Die Interessen Krebskranker sozialpolitisch und gesundheitspolitisch

vertreten

Gruppe: Patientenbesuche

Treffpunkt: Klinikum Rosenheim

Pettenkoferstr. 10

83022 Rosenheim

ab 16.00 Uhr

Donnerstag (nach Absprache)

Gruppe: Gesprächskreis

Treffpunkt: Fachklinik Bad Trissl

Bad Trissl Str. 73

83080 Oberaudorf

18.30 Uhr

jeden 1. Donnerstag im Monat

Auf einen Blick:

Gruppe: Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.,

Gruppe Rosenheim

Kontakt: Gisela Strigl-Wiechmann

08031-28 80 71

gisela_strigl@web.de

Kontakt: Dagmar Bogus

08031-8 52 31

dagmar.bogus@web.de

Treffpunkt: AOK Rosenheim

Luitpoldstr. 1, 83022 Rosenheim

15.00 Uhr, jeden 2. Dienstag

im Monat (außer August)

Gruppe: Stammtisch für Krebspatienten

Treffpunkt: Gaststätte in Rosenheim

nach Vereinbarung

19.30 Uhr

Dienstag, monatlich

Gruppe: Gesprächskreis

Treffpunkt: Klinik Blumenhof

Breitensteinstr. 10

83075 Bad Feilnbach

nach Vereinbarung

29


30

Impressum

Erscheinungsweise:

Ausgabe 3/2012

dreimal jährlich

Redaktionsschluss: 15.02./ 15.06./ 15.10.2011

Erscheinung: März/Juli/November

Herausgeber: SeKoRo

Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim

Klepperstraße 18

83026 Rosenheim

Telefon: 08031 23 511-45

Fax: 08031 23 511-41

E-Mail: selbsthilfekontaktstelle@diakonie-rosenheim.de

Internet: www.sekoro.seko-bayern.org

Redaktionsverantwortung: Peter Selensky, Vorstand Diakonisches Werk Rosenheim e.V.

Redaktionelle Mitarbeit: Karin Woltmann, Tina Weiser, Lena Schuster

Anzeigen: Lena Schuster, magdalena.schuster@diakonie-rosenheim.de

Redaktionelle Genehmigung: V.i.S.d.P.: Peter Selensky,

Vorstand Diakonisches Werk Rosenheim e.V.

Das Redaktionsteam:

Karikaturen: „Hennes“ Biedermann, Dipl. Psychologe,

Karikaturist, Texter und Vers-Schmied

Lena Schuster, Anne Born, Karin Woltmann, Tina Weiser

Träger: Diakonisches Werk des

Evangelisch-Lutherischen

Dekanatsbezirks Rosenheim e.V.

Geschäftsstelle und Verwaltung

Innstr. 72

83022 Rosenheim

Telefon: 08031 3009 – 1030

Fax: 80831 3009 – 1049

E-Mail: info@diakonie-rosenheim.de

Internet: www.diakonie-rosenheim.de

Gestaltung: freistil grafik&design, münchen

Titelfoto: Karin Woltmann

Druck: Auflage 03/2012: 2.000 Stück, Din A4, teilfarbig, Druckerei Vetterling

Anzeigenpreise: Es gilt die Anzeigenpreisliste 2012

Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von Autoren bzw. Gruppen selbst verantwortet und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Redaktion behält sich grundsätzlich die Veröffentlichung und/oder Kürzung eingereichter Artikel vor. Für unverlangt eingereichte Manuskripte und Fotos

wird keine Gewähr übernommen. Ein Nachdruck kann nur mit Genehmigung der Redaktion erfolgen. Für die Inhalte der Internetseiten, auf die hingewiesen

wird, übernehmen wir keine Haftung. Für den Inhalt der Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Informationen zum Thema Selbsthilfe im Internet:

Regional: Bayern: Bund:

www.sekoro.seko-bayern.org www.seko-bayern.de www.dag-shg.de

Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo Selbsthilfekoordination Bayern Deutsche Arbeitsgemeinschaft

Selbsthilfegruppen e.V.

www.nakos.de

Rosenheim

SeKoRo

Selbsthilfekontaktstelle

Rosenheim

Lesen sie in der nächsten Ausgabe:

Über den Infoabend für Selbsthilfegruppe zur Selbsthilfeförderung 2013

Unseren Leitartikel zum Thema „Adipositas“

Das 3. Gruppenleiter-Forum in 2012

Nationale Kontakt- und

Informationsstelle zur Anregung und

Unterstützung von Selbsthilfegruppen

(Einrichtung der DAG SHG e.V.)


Rosenheim

Ambulant

Betreutes

Wohnen

Ambulant Betreutes Wohnen (AmBeWo)

für psychisch kranke und abhängige Menschen

Unsere Besonderheit ist die individuelle

lebenspraktische Begleitung

Unser Angebot

Wir helfen und unterstützen bei

■ der Fähigkeit zur Selbstversorgung

■ der Haushaltsführung

■ den sozialen Beziehungen

■ Aufrechterhaltung der Gesundheit

■ der Kommunikation

■ beim Wirtschaftsleben

■ beim Umgang mit Geld

■ der Bildung, der Arbeit und Beschäftigung

■ der Freizeitgestaltung und Erholung

■ bei der Teilhabe am kulturellen Leben

■ Hilfeplanung und –reflektion

■ Zusammenarbeit mit anderen Diensten und Institutionen

Unser Ziel ist die Übernahme von

Eigenverantwortung

Wir über uns

Das Ambulant Betreute Wohnen (AmBeWo) besteht bereits seit

1994. Unsere langjährigen Mitarbeiter/ -innen, in der Regel

Sozialpädagogen/ -innen, sind Garant für gute Qualität.

Unser Haupthaus befindet sich zentrumsnah in der Austraße

30, 83022 Rosenheim (5 Minuten zur Fußgängerzone). Hier

bieten wir verschiedene Wohnmöglichkeiten an. Es handelt

sich dabei meist um kleine Wohngruppen mit jeweils 3-4

Plätzen. Zudem haben wir mehrere Appartements im

Dachgeschoss des Hauses. Ferner besitzen wir eine

Hausgemeinschaft im Inntal (Brannenburg) mit vier Plätzen und

betreuen 2 weitere Wohngemeinschaften im Zentrum von

Rosenheim.

Das Betreute Einzelwohnen in der eigenen Wohnung ergänzt

unser Angebot.

Damit bieten wir Ihnen eine breite Palette verschiedener Wohnund

Betreuungsmöglichkeiten – sei es in der Stadt oder auf

dem Land, in der eigenen Wohnung, in den Appartements oder

in einer der Wohngruppen.

Nähere Informationen erhalten Sie per mail unter ambewo@diakonie-rosenheim.de oder

unter Tel: 08031 234 15-0. Besuchen Sie auch unsere Hompage: www.diakonie-rosenheim.de.


Rosenheim

Suchtkrankenhilfe

Sozialraumorientierte

Suchtkrankenhilfe

■ Frühzeitig

■ Ressourcenorientiert

■ Maßgeschneidert

■ Integrativ

■ Vernetzt

Soziotherapeutische

Facheinrichtungen (STFE)

■ Klientenorientierte Hilfen nach SGB XII

■ Stationäre Soziotherapie

■ Soziales Entwicklungstraining (SET)

■ „Schutz – Halt – Orientierung“

Fachambulanz für

Suchterkrankungen (FA)

■ Prävention

■ Beratung

■ Behandlung

■ Nachsorge

■ Gesundheitsförderung

■ Therapie

■ Vorbereitung zur MPU

Ambulante Dienste (AD)

■ Aufsuchend – Personenzentriert

■ Alltagsbegleitung

■ Stabilisierung durch Struktur

■ Betreutes Einzel-/Gruppenwohnen

Nähere Informationen erhalten Sie per mail unter stfe@diakonie-rosenheim.de

oder unter Tel: 0 80 33-69 89 0. www.diakonie-rosenheim.de.

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