Selbsthilfegruppen - Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo

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Selbsthilfegruppen - Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SeKoRo

S e K o R o B e r i c h t e u n d

Geschichtliche Entwicklungen in der

Selbsthilfeunterstützung

Soziale Probleme, die sich in der Arbeiterklasse

während der Zeit der industriellen Revolution Ende

des 19. Jahrhunderts entwickelten, führten zu frühen

Formen von Selbsthilfe. Die ältesten Selbsthilfevebände

sind z.B. das Blaue Kreuz von 1885 oder der

Kreuzbund von 1896.

Mitte des 20. Jahrhunderts entstand die eigentliche neue

Selbsthilfebewegung. Die soziale Ausgrenzung und medizinische

Vernachlässigung von Suchtkranken war nach dem

2. Weltkrieg Anlass für diese Bewegung.

Die Selbsthilfegruppen der Alkohol- und Suchtkranken halfen

eine Verbindung von Selbsthilfe, professionellen

Diensten und Medizin zu schaffen. Zunehmend organisierten

sich aber auch Menschen mit körperlichen Behinderungen

und chronischen Krankheiten und deren

Angehörige in Selbsthilfeorganisationen.

1967 entstand die Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für

Behinderte (BAGH) als Dachverband von acht bundesweiten

Organisationen. Ab 1970 entwickelten sich Selbsthilfeinitiativen

und Selbsthilfegruppen für beinahe alle gesundheitlichen

Fragestellungen und Krankheiten.

Das „Gesunde Städte Programm“ versteht sich als Teil der

„Gesunde Städte-Bewegung der Weltgesundheitsorganisation

(WHO). Hier sollen Umwelt, Wohnen, Städteentwicklung

mit Initiativen der Selbsthilfebewegung zusammen

Letztes Jahr betrug das Budget der SeKoRo

98.799,30 €, das sind fast 12.000,- € mehr als im

Jahr 2010. Ausschlaggebend für diesen notwendigen

Zuwachs sind die gestiegenen Zuwendungen durch

Stadt und Landkreis Rosenheim.

Die Stadt Rosenheim beteiligte sich mit 14,2% statt 2,7% im

Jahr 2010. Der Landkreis Rosenheim finanzierte die

SeKoRo mit 11,1% statt 3,4%. Mit dreijähriger Zusage ist es

fast gelungen, die Forderung der Arbeitsgemeinschaft der

Krankenkassenverbände in Bayern zu erfüllen. Die Krankenkassen

fordern eine Beteiligung der Kommunen an den

Kosten der Kontaktstellen mit mindestens 15%, da der

Aufbau und die Arbeit von Selbsthilfegruppen eine enorme

Entlastung nicht nur für unser Gesundheitssystem, sondern

auch für unser Sozialsystem bedeutet. Der Förderanteil der

Krankenkassenverbände betrug 60,95%. Die Eigenmittel

kommen. Auch die Stadt Rosenheim ist dem „Gesunde

Städte-Netzwerk“ beigetreten. „Gesundheit, definiert als körperliches,

seelisches und soziales Wohlbefinden, hat in

Rosenheim einen hohen Stellenwert“, so die Oberbürgermeisterin,

Frau Gabriele Bauer.

Quelle: „Selbsthilfeunterstützung in Bayern“, Herausg. Verein

Selbsthilfekontaktstellen Bayern e. V. und SeKo Bayern

Bild: SeKoRo

Finanzielle Förderung der Selbsthilfekontaktstelle

RosenheimSeKoRo in 2011

des Diakonischen Werks Rosenheim (inklusive Sammlungsausschuss

mit 0,6%) lagen bei 13,8%.

Karin Woltmann, SeKoRo

Arge der

Krankenkassen-

verbände in Bayern

Die Förderer der SeKoRo

Stadt Rosenheim

Landkreis Rosenheim

Sammlungsausschuss

Diakonisches Werk

Landwirtschaftliche Krankenkassen und Pflegekassen

in Bayern

(LdL/LdLP)

Rosenheim

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