Programm Auftakttagung 2009 - Theater und Schule

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Programm Auftakttagung 2009 - Theater und Schule

fluxAUFTAKTTAGUNG 17. SEPTEMBER 2009GASTSPIELREIHE fluxIn der aktuellen Diskussion um ästhetische Bildung werden derTheaterbesuch und das Theaterspiel als gleichrangig angesehen.Im Theater können die Schülerinnen und Schüler in eine andere Weltblicken und Vertrautes fremd wahrnehmen. Sie können beobachten,ihre Wahrnehmung schulen, die Sprache des Theaters kennen lernenund Zusammenhänge herstellen. Sie können Inneres mit Äußeremverbinden, ihrer Phantasie und ihren Assoziationen freien Lauflassen, kurz: sie können im Theater Intensität erleben. Dabei sind dieLesarten einer Aufführung und die Assoziationen zu dem Gesehenenbei jedem einzelnen Zuschauer unterschiedlich. Vor allem aber teilendie Schülerinnen und Schüler im Theater eine Erfahrung mit anderenund setzen sich zur Gemeinschaft in Bezug.»Ein Ziel der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen Theatern undSchulen sollte es sein, die Rahmenbedingungen zu verbessern, die»Systeme« Theater und Schule auf ihre Kompatibilität zu überprüfenund die vor allem in den Ballungsräumen vorhandenen Potenziale anprofessionellen Theaterangeboten weiterzuentwickeln und auch fürden ländlichen Raum zu erschließen. (Wolfgang Schneider »Theaterund Schule. Ein Handbuch zur kulturellen Bildung«)Es sind die Perspektiven der Schulen und der Theater gefragt, denneine partnerschaftliche Zusammenarbeit kann nur dann gelingen,wenn man die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die Erwartungen,Herausforderungen und Erfordernisse kennt.AUFTAKTTAGUNG fluxDie Tagung dient dem Austausch und der Weiterbildung. Sie istzugleich eine Vorbereitung und Einstimmung auf die im neuenSchuljahr startende Gastspielreihe »flux«.Fünf unterschiedliche Ansätze einer Theaterarbeit für Kinderund Jugendliche werden vorgestellt: Erzähltheater für Kinder,Kindermusiktheater, eine bildkünstlerisch inspirierte Inszenierungfür Kinder, ein Klassiker in Versform und eine mit Jugendlichengemeinsam entwickelte Inszenierung.Die Kinder-Akademie in Fulda ist ein idealer Partner für die Auftakttagung,nicht nur weil dort verschiedene Künste und Forschergeistzusammenfinden, sondern auch weil Schulen und Theater zusehendshäufiger ihre angestammten Orte verlassen, um andere Erfahrungenzu ermöglichen.DEN THEATERBESUCH BEGLEITENFolgende Fragen stehen im Mittelpunkt der Tagung: Wie kann maneinen Theaterbesuch von schulischer und von Theaterseite begleiten?Wie lernt man die Zeichen auf der Bühne zu lesen und zu deuten? Wiegeht man mit den unterschiedlichen Vorerfahrungen von Kindern undJugendlichen und ihren Rezeptionsweisen um? Wie gestaltet mandas Wechselspiel zwischen »Theater sehen« und »Theater spielen«?Welche Facetten der Aktivierung der Zuschauer gibt es? Drei derArbeitsgruppen legen ihren Schwerpunkt auf das Theater für und mitKindern, zwei Arbeitsgruppen fokussieren auf das Jugendtheater.ARBEITSGRUPPE 1DIE PRODUKTION DES THEATERHAUSES FRANKFURT »SCHWARZWIE TINTE« BASIERT AUF EINEM WECHSELSPIEL VON ERZÄHLEN,SPIELEN UND KOMMENTIEREN UND IST ALS THEATERSTÜCKFÜR DAS KLASSENZIMMER KONZIPIERT. DIE DRAMATURGIN DESTHEATERHAUSES SUSANNE FREILING STELLT DAS GENRE »THEATERIM KLASSENZIMMER« VOR, DAS DURCH DIE NAHE BEGEGNUNGMIT DEN ZUSCHAUERN SEINE INTENSITÄT GEWINNT. DIESCHAUSPIELERINNEN DES THEATERHAUSES UND DIE THEATER-PÄDAGOGIN SIMONE FECHER ZEIGEN, WIE SIE DAS STÜCK INSCHULEN NACHBEREITEN.ARBEITSGRUPPE 2DAS AKTIONSTHEATER KASSEL ENTWICKELT PRODUKTIONEN,DIE BILDKÜNSTLERISCH GEPRÄGT SIND UND DIE GÄNGIGENWAHRNEHMUNGSWEISEN HINTERFRAGEN. HELGA ZÜLCH UNDWERNER ZÜLCH ZEIGEN, WIE MAN MIT ROLLENPAPIER THEATRALISCHARBEITEN KANN. ILONA SAUER GIBT EINEN KURZEN EINBLICK INEINIGE ANSÄTZE DER REZEPTIONSFORSCHUNG UND BESCHREIBT,WIE DIE VORERFAHRUNGEN DER KINDER DEN THEATERBESUCHMITBESTIMMEN UND WIE MAN SPIELERISCH HERAUSFINDEN KANN,WAS DIE KINDER WÄHREND DER AUFFÜHRUNG ERLEBT HABEN.HIERBEI KOMMT VOR ALLEM DAS WECHSELSPIEL VON THEATERSEHEN UND THEATER SPIELEN ZUM TRAGEN.ARBEITSGRUPPE 3MUSIK STEHT IM MITTELPUNKT DER KÜNSTLERISCHEN ARBEITDES THEATERS ANKA HIRSCH. BESONDERES INTERESSE GILTUNGEWÖHNLICHEN KLÄNGEN UND MUSIKALISCHEN EXPERIMENTEN.ANKA HIRSCH STELLT DAHER AUCH EINE MUSIKPÄDAGOGISCHENACHBEREITUNG VOR, DIE DURCH EXPERIMENTE MIT DER STIMME,KLÄNGE IM RAUM UND RHYTHMISCHE GESTALTUNG MIT DEMKÖRPER GEPRÄGT IST. NADJA BLICKLE BESCHREIBT IN IHREMSTATEMENT DAS WECHSELSPIEL VON BÜHNE UND ZUSCHAUERRAUMUND ERLÄUTERT, WARUM DAS KIND IM THEATER IMMER MITSPIELERIST, AUCH WENN ES SICH NICHT UM »MITSPIELTHEATER« HANDELT.ARBEITSGRUPPE 4DAS THEATER WILLY PRAML HAT JAHRELANGE ERFAHRUNGEN INDER ZUSAMMENARBEIT MIT JUGENDLICHEN. WILLY PRAML WARAKTEUR IM PROJEKT »KÜNSTLER UND SCHULE« IN DEN ACHTZIGERJAHREN UND EINER DER KÜNSTLERISCHEN VÄTER DES LEHRLINGS-THEATERS. MIT »REINEKE FUCHS« BIETET DAS THEATER DENSCHÜLERN KEINE LEICHTE KOST, DENN ES MACHT SIE MIT EINERIHNEN FREMD GEWORDENEN POETISCHEN SPRACHE UNDMIT UNKONVENTIONELLEM HANDELN BEKANNT. BEI DER THEATER-PÄDAGOGISCHEN BEGLEITUNG STEHT DIE EINFÜHRUNG IN DIEHANDLUNG DER FABEL UND DIE SPIELERISCHE VERMITTLUNGKLASSISCHER DEUTSCHER SPRACHE IM ZENTRUM. JAN DECK GIBTIN SEINEM STATEMENT EINEN EINBLICK IN DIE FACETTEN DERAKTIVIERUNG DER JUGENDLICHEN ZUSCHAUER.ARBEITSGRUPPE 5DAS KLASSENZIMMERSTÜCK »WIR SIND VIELE«, IN DEM DERSCHULALLTAG STETS PRÄSENT IST, WURDE NICHT NUR IMDIALOG MIT DEM THEATER, SONDERN AUCH IM DIALOG MITPATENKLASSEN ENTWICKELT. IN DER INSZENIERUNG SIND DIEJUGENDLICHEN TEIL DES SZENISCHEN GESCHEHENS.ANN DARGIES MACHT DIE TEILNEHMERINNEN UND TEILNEHMERMIT DIESER ARBEITSWEISE BEKANNT. DIE KÜNSTLERISCHEBEGLEITUNG IST STRUKTURELL AUFGEBAUT UND ERMÖGLICHTEINEN EINBLICK IN DIE THEATERPÄDAGOGISCHE ARBEIT DESTHEATERS.DIE VERNETZUNG VON »THEATER UND SCHULE« WIRD GEFÖRDERTVOM HESSISCHEN MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT UND KUNSTUND UNTERSTÜTZT VOM HESSISCHEN KULTUSMINISTERIUM. INZUSAMMENARBEIT MIT DEM LANDESVERBAND FREIER THEATERHESSEN (LAPROF), DEM BUNDESVERBAND THEATER IN SCHULEN(BVTS), DEM LANDESVERBAND SCHULTHEATER IN HESSEN E.V. UNDDER LAG-SÜDWEST DER KINDER- UND JUGENDTHEATER.IMPRESSUMASSITEJ E.V.SCHÜTZENSTR. 1260311 FRANKFURT AM MAINTELEFON: 069 - 29 15 38E-MAIL: THEATERUNDSCHULE@KJTZ.DEGESTALTUNG: KATRIN ZÜLCH


fluxAUFTAKTTAGUNG 17. SEPTEMBER 2009flux AUFTAKTTAGUNGIN DER KINDER-AKADEMIE FULDATAGUNGSPROGRAMMDIE AUFFÜHRUNGEN10.0010.15 – 10.3010.30 – 11.0011.00 – 11.1511.15 – 11.3011.30 – 12.1512.15 – 12.4512.45 – 13.0013.00 – 13.4513.45 – 15.0015.00 – 17.0017.0017.15 – 18.1518.3018.30 – 20.00ANKUNFT DER TEILNEHMERBEGRÜßUNGDr. Gabriele König, Kinder-Akademie FuldaAlbert Zetzsche, Hessisches Ministeriumfür Wissenschaft und KunstJoachim Reiss, BVTSMeike Fechner, ASSITEJTHEATER FÜR KINDER ALS SCHULE DES SEHENSProf. Dr. Wolfgang Schneider, Universität HildesheimNACHFRAGEN DER TEILNEHMERKAFFEEPAUSE UmbaupauseAKTIONSTHEATER KASSEL»Erbs und Bohn Duell« von Norbert EbelWIE SEHEN WIR THEATER?Nachgehakt und nachgefragtModeration: Anne RichterDramaturgin Schnawwl Theater MannheimVORSTELLUNG DER ARBEITSGRUPPENEinwahl in die ArbeitsgruppenIMBISS UND MATERIALIENBÖRSERUNDGANG – VIER KURZAUFFÜHRUNGENTheaterhaus Ensemble, Frankfurt»Schwarz wie Tinte« von Ruth de Gooijer,nach Wim HofmanHirsch & Co – Anka Hirsch, Lauterbach»Das Geheimnis der Eidechsen oder Warum dieInstrumente plötzlich so wild geworden sind«Theater Willy Praml, Frankfurt»Reineke Fuchs« von Johann Wolfgang von GoetheTheater Transit & Theater Lakritz, Darmstadt»Wir sind viele«ARBEITSGRUPPENArbeitsgruppe 1 Den Theaterbesuch begleiten:Theaterhaus Frankfurt »Schwarz wie Tinte«Statement und Moderation: Susanne Freiling,Dramaturgin Theaterhaus FrankfurtArbeitsgruppe 2 Den Theaterbesuch begleiten:Aktionstheater Kassel »Erbs und Bohn Duell«Statement und Moderation: Ilona Sauer,Projektleiterin Theater und Schule ASSITEJArbeitsgruppe 3 Den Theaterbesuch begleiten:Theater Anka Hirsch »Das Geheimnis der Eidechsen«Statement und Moderation: Nadja Blickle,Kulturpädagogin, Starke Stücke Rhein-MainArbeitsgruppe 4 Den Theaterbesuch begleiten:Theater Willy Praml »Reineke Fuchs«Statement und Moderation: Jan Deck,Geschäftsführer LaprofArbeitsgruppe 5 Den Theaterbesuch begleiten:Theater Transit »Wir sind viele«Statement und Moderation: Ann Dargies (angefragt)KAFFEEPAUSEPODIUMTheater und Pädagogik – zwei Welten?Erfahrungen, Herausforderungen und ErfordernisseGesprächsteilnehmer:Gabriele Vogt, HKMAlbert Zetzsche, HMWKKatja Jantzen, Landesverband Schultheater in HessenMareike Götza, Theaterpädagogin HessischesLandestheater MarburgIlona Sauer, Gastspielreihe »flux«Werner Zülch, Aktionstheater KasselBernhard Kramp, Friedrich Bödecker-Kreis (angefragt)Moderation:Jutta M. Staerk, Künstlerische Leiterin Comedia KölnENDE DER AUFTAKTTAGUNGSITZUNG DER LAG-SÜDWEST DER KINDER-UND JUGENDTHEATERTagungsmoderation:Dirk Fröse (angefragt) und Ilona SauerAktionsTheater Kassel»Erbs und Bohn Duell«von Norbert Ebelfür Kinder von 6-10 JahrenTheaterhaus Ensemble,Frankfurt»Schwarz wie Tinte«von Ruth de Gooijer,nach Wim Hofmanfür Kinder von 10-12 JahrenHirsch & Co – Anka Hirsch,Lauterbach»Das Geheimnis der Eidechsenoder Warum die Instrumenteplötzlich so wild geworden sind«für Kinder von 6-10 JahrenTheater Willy Praml,Frankfurt»Reineke Fuchs«von Johann Wolfgang von Goethefür Jugendliche ab 16 JahrenTheater Transit & Theater Lakritz,Darmstadt»Wir sind viele«für Jugendliche ab 14 JahrenVERANSTALTUNGSORTKINDER-AKADEMIE FULDAMEHLERSTR. 436043 FULDAFUßWEG VOM BAHNHOF FULDA (15 - 20 GEHMINUTEN)INFOS ZUR KINDER-AKADEMIE FULDA UNDWEGBESCHREIBUNG FINDEN SIE UNTER WWW.KAF.DEANMELDUNGWWW.THEATERUNDSCHULE.NETWEITERE INFORMATIONEN: ASSITEJ E.V. ILONA SAUER

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