Oberbayern

wittich

Oberbayern

14

Wissen: Anbinder

Richtig stehen

Panikhaken, Karabinerhaken oder Pferdeknoten – in Sachen Anbindetechnik gibt

es unterschiedlichste Ansätze. Bestimmte Regeln sind aber unerlässlich, um die

Sicherheit für das tier und den Menschen zu garantieren.

Zum richtigen Anbinden gibt es zwei Theorien: Die Einen

sagen, man solle ein Pferd so anbinden, dass es in keinem

Fall los kommt. Die Anderen vertreten den Standpunkt, im

absoluten Notfall sei es immer noch besser, das Pferd reißt sich los,

als dass es sich beim Hinfallen vielleicht das Genick bricht.

Panik- oder Karabinerhaken?

Was richtig ist, hängt vom Pferd und der Situation ab. Bei einem

nervösen Pferd, das sich voll aufheizen kann und das total in Panik

gerät, wenn es nicht los kommt, hat ein Panikhaken, der sich auf

starken, plötzlichen Zug hin löst, durchaus seine Berechtigung. Bei

einem aufsässigen Pferd hingegen, das lediglich aus Prinzip darauf

aus ist, sich loszureißen, wäre er kontraproduktiv, denn er würde

das Pferd in seinem Ungehorsam nur noch bestärken.

Man muss also gut abwägen, welche Möglichkeit man wählt,

manchmal sogar von Situation zu Situation. Am besten ist es natürlich,

wenn Pferde es schon als Fohlen lernen, gesittet angebunden

ZUM RicHtiGEN ANBiNDEN GiBt ES

ZWEi tHEoRiEN

zu stehen – aber leider bringt man es nicht allen bei.

Deshalb sollte immer irgendeine Möglichkeit gegeben sein, das

Pferd notfalls frei zu bekommen. Verwendet man einen Karabinerhaken,

so sollte dieser nicht an einer Kette befestigt sein, denn die

kann man ohne Eisenzange nicht sprengen. Der Karabinerhaken

kommt nicht aus dem Pferdebereich, sondern wird eher von Bergsteigern

verwendet. Er dient dazu, in jeder Situation sicher das

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine