Verkaufsprospekt 1999 - SinnerSchrader AG

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Verkaufsprospekt 1999 - SinnerSchrader AG

AktiengesellschaftHallbergmoosVerkaufsprospektvom 29. Oktober 1999für2.250.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien± anteiliger Betrag am Grundkapital von 5 1,± je Stückaktie ±aus der im Oktober 1999 beschlossenen Kapitalerhöhungsowiebis zu 225.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien± anteiliger Betrag am Grundkapital von 5 1,± je Stückaktie ±aus genehmigtem Kapital im Hinblick auf die der CommerzbankAktiengesellschaft eingeräumte Mehrzuteilungsoptionjeweils mit voller Gewinnanteilberechtigung für das Geschäftsjahr 1999/2000,d. h. ab 1. September 1999


und zugleichUnternehmensberichtfür die Zulassungder insgesamt9.750.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien± anteiliger Betrag am Grundkapital von 5 1,± je Stückaktie ±(gesamtes Grundkapital)und zwar7.500.000 Stückaktienaus dem Besitz der Altaktionäre,die dem Veräuûerungsverbotunterliegen (bisheriges Grundkapital)Nr. 1 ± 7.500.000± Wertpapier-Kenn-Nummer 514 192 ±sowie2.250.000 Stückaktienaus der im Oktober 1999 beschlossenen KapitalerhöhungNr. 7.500.001 ± 9.750.000± Wertpapier-Kenn-Nummer 514 190 ±jeweils mit voller Gewinnanteilberechtigung für das Geschäftsjahr1999/2000,d.h. ab 1. September 1999zum Geregelten Markt mit Aufnahme des Handels im Neuen Marktan derFrankfurter Wertpapierbörse


InhaltsverzeichnisSeite1.0 Glossar 62.0 Allgemeine Informationen 83.0 Zusammenfassung des Prospektes 104.0 Zusammenfassung des Angebots 145.0 Risikofaktoren 166.0 Besteuerung in Deutschland 247.0 SinnerSchrader Aktiengesellschaft 28Gründung, Sitz und Gegenstand 28Kapitalverhältnisse 30Öffentliches Angebot und Platzierung 36Börsenzulassung, Zahltag und Lieferung 37Verwendung des Emissionserlöses 37Gegenstand dieses Prospekts 38Organe der Gesellschaft 39Gewinnverwendung und Dividendenpolitik 41Geschäftsjahr, Bekanntmachungen und Zahlstellen 42Rechtsstreitigkeiten 42Abschlussprüfer 428.0 Erläuterung und Analyse der Finanzlage und der Ergebnisse 449.0 Finanzausweise 54Konzernabschluss nach U.S. GAAP der SinnerSchrader Aktiengesellschaft in Gründungzum 31. August 1999 mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 1998 und 1997 54Einzelabschluss nach HGB der sinner+schrader Interactive Marketing GmbH zum31. Dezember 1998 mit Vergleichszahlen 1997 72Einzelabschluss nach HGB der sinner+schrader Interactive Software GmbH zum31. Dezember 1998 8210.0 Geschäftstätigkeit 92SinnerSchrader Aktiengesellschaft 92Überblick 92Markt und Wettbewerb 92Unternehmensgeschichte 95Unternehmenstätigkeit 98Unternehmensstrategie 103Vertrieb und Marketing 105Forschung und Entwicklung 106Investitionen 1064www.sinnerschrader.de


SeiteGrundbesitz 107Mitarbeiter 107Patente, Lizenzen, wesentliche Verträge 108Beteiligungen 10911.0 Geschäftsgang und -aussichten 112www.sinnerschrader.de5


JavaWeb-basierendJava ist ein plattformunabhängiges,objektorientiertesSoftware-Entwicklungssystem der FirmaSun,das insbesondere Elemente zur Gestaltungmultimedialer Anwendungen beinhaltet.Unter web-basierenden Geschäftsprozessenwird die Verlagerung von Geschäftsabläufen aufdas Internet verstanden. Die Kommunikationsschnittstellebildet das Web-Interface.Legacy SystemeLegacy Systeme ± oder auch Legacy InformationSystems ± sind Informations-Systeme,die auchunter weiterführenden technischen Entwicklungenoder Veränderungen in der Lage sind,geschäftliche Arbeitsprozesse fortlaufend durchzuführen.Multi-tier-ArchitekturIn einer multi-tier-Architektur werden Datenbeständeoder Verarbeitungsleistungen auf mehrereComputer,Server,Systeme oder Stand-by-Systeme verteilt. Hierdurch wird eine gröûtmöglicheStabilität der Anwendungen erreicht.OOPOOP ist die Abkürzung für ¹object-orientedprogrammingª. Mit den OOP-Programmiersprachenund -Techniken werden abstrakteDatenstrukturen in bestimmte Verarbeitungsroutinen,sogenannteMethoden,eingebettet.www.sinnerschrader.de7


2.0Allgemeine InformationenAllgemeine InformationenDie SinnerSchrader Aktiengesellschaft,Hallbergmoos(nachstehend auch ¹SinnerSchraderAGª,oder ¹Gesellschaftª,zusammen mit ihrenTochtergesellschaften auch ¹SinnerSchraderª,¹SinnerSchrader-Gruppeª,¹Konzernª oder¹Gruppeª genannt) und die am Ende des Verkaufsprospekts/Unternehmensberichts (nachstehendauch ¹Prospektª genannt) aufgeführtenBanken (nachstehend auch das ¹Bankenkonsortiumªoder die ¹Konsortialbankenª genannt)übernehmen gemäû § 13 Wertpapier-Verkaufsprospektgesetzund § 77 Börsengesetz i. V. m.bzw. gemäû § 45 ff. Börsengesetz die Prospekthaftung;sie erklären,dass ihres Wissens dieAngaben im Prospekt richtig sind und keinewesentlichen Umstände ausgelassen wurden.Der Prospekt ersetzt den gemäû § 10 Wertpapier-Verkaufsprospektgesetzunvollständigveröffentlichten Verkaufsprospekt vom22. Oktober 1999 sowie die gemäû § 9 Absatz 2Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz nachgetragenenAngebotsbedingungen.Die im Prospekt genannten Unterlagen könnenin den Geschäftsräumen der Gesellschaft,Planckstraûe 13,22765 Hamburg,und bei derCommerzbank Aktiengesellschaft,Kaiserplatz,60261 Frankfurt am Main,eingesehen werden.Zukünftige Geschäfts- und Zwischenberichtesind ebenfalls bei den vorgenannten Adressenerhältlich.8www.sinnerschrader.de


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3.0Zusammenfassung des ProspektesZusammenfassung des ProspektesDie folgende Zusammenfassung wird durch diean anderer Stelle des Prospektes enthaltenenInformationen und abschlüsse ergänzt.Die GruppeGmbH. Die sinner+schrader Interactive MarketingGmbH wurde im Februar 1997 und diesinner+schrader Interactive Software GmbH imDezember 1997 gegründet. Die SinnerSchraderAktiengesellschaft wurde im Juli 1999 gegründet.Die SinnerSchrader-Gruppe ist ein BeratungsundDienstleistungsunternehmen im eCommerce-Markt.Die Gruppe positioniert sich alsstrategischer Partner von Handels- und Dienstleistungsunternehmenbei der Konzeption,Implementierung und Etablierung web-basierendereCommerce-Lösungen.SinnerSchrader bietet Unternehmen,die das Internetals Transaktionsplattform identifiziert haben,einen umfassenden Service. Das Angebotsspektrumumfasst sämtliche konzeptionellen,kreativenund technischen Leistungen,die für die Umsetzungeiner erfolgreichen eCommerce-Strategie notwendigsind. Dazu gehören die Beratung,Gestaltungund Redaktion ebenso wie die Produktion undImplementierung,der Betrieb und die Vermarktung.Durch das in den vergangenen Jahren erworbeneProjekt-Know-how besitzt SinnerSchrader einhohes Maû an Beratungs- und Umsetzungskompetenz,umanspruchsvollen Kunden integrierteKommunikations- und Transaktionslösungen auseiner Hand bieten zu können.Die Gesellschaft ist eine Holdinggesellschaft,beider die operativen Tätigkeiten im Wesentlichen beiden Tochtergesellschaften liegen. Die Geschäftstätigkeitverteilt sich auf die beiden Tochtergesellschaftensinner+schrader Interactive MarketingGmbH und sinner+schrader Interactive SoftwareStrategische ZieleSinnerSchrader verfolgt das Ziel,die führende Positionin der Entwicklung maûgeschneiderter eCommerce-Lösungenin Deutschland auszubauen und imeuropäischen Ausland anzustreben. SinnerSchraderist davon überzeugt,dass immer mehr Unternehmenmittelfristig Investitionen im Bereich eCommerce ineinem europäischen Kontext tätigen werden. Darüberhinaus plant SinnerSchrader seine marktführendePosition und das ausgeprägte Know-how im BereicheCommerce durch Beteiligungen an Unternehmen,für die SinnerSchrader tätig ist,zu übertragen.Um diese Strategie entschlossen zu verfolgen underfolgreich umzusetzen,plant SinnerSchraderfolgende Maûnahmen zu ergreifen:1. Weitere Forcierung des internen und externenWachstums und Ausbau des Kompetenzvorsprungsim Bereich web-basierenderGeschäftslösungen2. Internationalisierung des Geschäftes durchAufbau und Festigung einer europäischenDienstleistungsmarke3. Gewinnung weiterer High-Potential-Kunden4. Beteiligungen an eCommerce-Unternehmen.10www.sinnerschrader.de


Ausgewählte FinanzdatenAngaben aus den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen nach U.S. GAAPRumpfgeschäftsjahrzum31. August1999Geschäftsjahrzum31. Dezember1998Rumpfgeschäftsjahrvom17. Februarbis31. Dezember1997±inTDM± ±inTDM± ±inTDM±Bruttoumsatz 8.400 3.597 1.339Betriebsergebnis 2.826 270 46Ergebnis vor Steuern 2.864 307 60Ertragsteuern ± 1.524 ± 214 ± 36Jahresüberschuss 1.340 93 24Angaben aus den Konzernbilanzen nach U.S. GAAPRumpfgeschäftsjahrzum31. August1999Geschäftsjahrzum31. Dezember1998Rumpfgeschäftsjahrzum31. Dezember1997±inTDM± ±inTDM± ±inTDM±Liquide Mittel 6.150 168 8Forderungen aus Lieferungen undLeistungen 1.460 268 33Anlagevermögen 645 301 98Verbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen 530 157 81Rückstellungen 2.216 310 62Eigenkapital 5.487 310 49Bilanzsumme 8.451 855 192www.sinnerschrader.de11


4.0Zusammenfassung des AngebotsZusammenfassung des AngebotsAngebotene AktienDas Angebot umfasste 2.250.000 auf den Inhaberlautende nennwertlose Stückaktien,die aufgrundeiner Kapitalerhöhung vom Oktober 1999 ausgegebenwurden sowie im Falle der Ausübungder der Commerzbank AG gewährten Mehrzuteilungsoptionweitere bis zu 225.000 auf denInhaber lautende nennwertlose Stückaktien ausgenehmigtem Kapital.MehrzuteilungsoptionDer Commerzbank Aktiengesellschaft ist eineOption eingeräumt worden,innerhalb einer Fristvon 30 Kalendertagen ab dem Tag der erstenNotierung der angebotenen Aktien bis zu225.000 auf den Inhaber lautende nennwertloseStückaktien zur Abdeckung von Mehrzuteilungenzu übernehmen (¹Mehrzuteilungsoptionª).Preisspanne, Kaufpreis und Anzahl derzugeteilten AktienDer Kaufpreis pro Aktie wurde mit Hilfe des imBookbuilding-Verfahren erstellten Orderbuchsbestimmt (der ¹Kaufpreisª). Die Preisspannewurde am 22. Oktober 1999 auf 5 9,± bis 5 12,±je Aktie festgelegt und am 26. Oktober 1999 inder Börsen-Zeitung veröffentlicht. Der Kaufpreispro Aktie wurde von der Gesellschaft in Abstimmungmit dem Lead Manager am 29. Oktober1999 auf 5 12,± je Aktie festgelegt und wird am1. November 1999 im Handelsblatt veröffentlicht.Anleger,die ihren Kaufauftrag über eine derKonsortialbanken abgegeben haben,können dieAnzahl der jeweils zugeteilten Aktien am erstenBankarbeitstag nach der Preisfestsetzung bei dieserKonsortialbank in Erfahrung bringen. Der Kaufpreisist am 3. November 1999 zur Zahlung fällig.Bevorrechtigte ZuteilungLead ManagerCommerzbank AktiengesellschaftDas AngebotIn die zu platzierenden Aktien eingerechnetwurden 7% des Platzierungsvolumens(157.500 Stückaktien),die den Mitarbeiternsowie Kunden und Geschäftsfreunden derGesellschaft angeboten wurden. Diese Aktienkonnten zum Kaufpreis erworben werden.Das Angebot bestand aus einem öffentlichenAngebot in der Bundesrepublik Deutschland anPrivatanleger und institutionelle Anleger undeinem Angebot auûerhalb der BundesrepublikDeutschland an institutionelle Anleger.BörsennotierungDas gesamte Grundkapital der Gesellschaft inHöhe von 5 9.750.000,± (einschlieûlich derKapitalerhöhung) wurde zum Geregelten Marktmit Aufnahme des Handels im Neuen Markt an12www.sinnerschrader.de


der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.Die Aufnahme des Handels im Neuen Markt der2.250.000 Stückaktien,die aufgrund einer Kapitalerhöhungvom Oktober 1999 ausgegebenwurden (WKN 514 190),ist für den 2. November1999 beantragt. Die 7.500.000 Stückaktien,die dem Veräuûerungsverbot unterliegen(WKN 514 192),werden nach Ablauf einer Fristvon sechs Monaten ab Aufnahme des Handelsim Neuen Markt in die bereits bestehende Notierungeinbezogen.Zukünftige Aktienverkäufe durch dieAltaktionäreNach Abschluss der Platzierung der Aktien werdenvon den Altaktionären 76,92% (bei Ausübungder Mehrzuteilungsoption 75,19%) desGrundkapitals der Gesellschaft gehalten. DieAltaktionäre haben sich gemäû den Anforderungendes Regelwerks Neuer Markt gegenüber derSinnerSchrader Aktiengesellschaft verpflichtet,innerhalb einer Frist von sechs Monaten ab Aufnahmedes Handels im Neuen Markt keineAktien direkt oder indirekt anzubieten oder zuveräuûern. Die Gesellschaft hat sich ebenfallsgemäû den Anforderungen des Regelwerks NeuerMarkt gegenüber der Deutsche Börse AG (¹DBAGª) und unter Beachtung der einschlägigenBestimmungen des internationalen Aktienrechtsdazu verpflichtet,innerhalb einer Frist von sechsMonaten ab Aufnahme des Handels im NeuenMarkt an der Frankfurter Wertpapierbörse keineAktien direkt oder indirekt anzubieten,zu veräuûern,diesesanzukündigen oder sonstige Maûnahmenzu ergreifen,die einer Ausgabe bzw. Veräuûerungwirtschaftlich entsprechen würden.Diese Verpflichtungen gelten auûerdem für einenweiteren Zeitraum von sechs Monaten,in denendie Aktien nur mit Zustimmung der CommerzbankAG veräuûert bzw. zum Kauf angebotenwerden können. Um die Einhaltung des Veräuûerungsverbotssicherzustellen,wurden zweiWertpapier-Kenn-Nummern vergeben,und zwareine für die am Neuen Markt zum sofortigenHandel zugelassenen Aktien (WKN 514 190)und eine für die mit dem Veräuûerungsverbotbelegten Aktien der Altaktionäre(WKN 514 192). Diese Wertpapier-Kenn-Nummer wird in der Weise verschlüsselt,dassder börsliche Handel ausgeschlossen ist.Ausgenommen von den genannten Verpflichtungenist der Aktienoptionsplan,der lediglich dieAusgabe von Bezugsrechten zum Inhalt hat,diejedoch nicht vor Ablauf einer Wartefrist vonzwei Jahren ausgeübt werden können. DieGesellschaft kann jedoch nicht ausschlieûen,dass sie innerhalb der genannten Frist von einerauf der Hauptversammlung vom 8. Oktober1999 erteilten Ermächtigung Gebrauch machenwird,das Grundkapital unter Ausschluss desBezugsrechts zu erhöhen,um Unternehmen oderBeteiligungen an Unternehmen zu erwerben,wenn der Erwerb des Unternehmens oder derBeteiligung im wohlverstandenen Interesse derGesellschaft liegt (siehe auch ¹SinnerSchraderAktiengesellschaft ± Kapitalverhältnisseª). Ineinem derartigen Fall würde die Gesellschaft beider DB AG einen entsprechenden Antrag aufBefreiung von dieser Verpflichtung stellen. DieErteilung dieser Ausnahmegenehmigung seitensder DB AG muû als offen betrachtet werden.www.sinnerschrader.de13


4.0Zusammenfassung des AngebotsGewinnanteilberechtigungDie Aktien sind mit voller Gewinnanteilberechtigungfür das Geschäftsjahr 1999/2000,d.h. abdem 1. September 1999,ausgestattet.Verwendung des EmissionserlösesDie Gesellschaft beabsichtigt mit dem Emissionserlösfolgende Maûnahmen zu finanzieren:1. Weitere Forcierung des internen und externenWachstums und Ausbau des Kompetenzvorsprungsim Bereich web-basierenderGeschäftslösungen;2. Internationalisierung des Geschäftes durchAufbau und Festigung einer europäischenDienstleistungsmarke;3. Beteiligungen an eCommerce-Unternehmen.Lieferung der AktienDie buchmäûige Lieferung der Aktien gegenZahlung erfolgt am 3. November 1999.Designated Sponsors im Neuen MarktCommerzbank Aktiengesellschaft undDG BANK Deutsche Genossenschaftsbank AG.14www.sinnerschrader.de


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5.0 RisikofaktorenRisikofaktorenAnleger sollten bei der Entscheidung über denKauf von Aktien im Rahmen des Angebots dienachfolgenden besonderen Risikofaktoren,verbundenmit den anderen in diesem Prospektenthaltenen Informationen,sorgfältig berücksichtigen:WachstumDie Entwicklung der SinnerSchrader-Gruppe mitden bisherigen und den geplanten Wachstumsratenstellt hohe Anforderungen an die Rekrutierungvon neuen,qualifizierten Mitarbeitern underfordert entsprechende dem Wachstum angepassteorganisatorische Strukturen. ErforderlicheMaûnahmen,um in allen Bereichen derGruppe die notwendigen personellen und technischenStrukturen zu schaffen,die eine Verbesserungder Organisations- und Informationsstrukturbewirken sollen und somit dem Wachstumund der neuen Rechtsform gerecht werden sollen,befindensich derzeit in der Umsetzung. Darüberhinaus kann das Wachstum nur erfolgreichbewältigt werden,wenn eine genügende Anzahlhochqualifizierter Mitarbeiter eingestellt werdenkann. Da der Wettbewerb um Fachpersonal sehrintensiv ist,ist nicht gewährleistet,dass es gelingt,qualifizierteFachkräfte zu gewinnen.Bedingt durch die aktuelle Arbeitsmarktsituationbesteht zudem das latente Risiko der Personalabwerbungdurch Konkurrenzunternehmen. Solltees nicht gelingen,im geplanten Umfang qualifizierteMitarbeiter für das weitere Wachstum zurekrutieren sowie die entsprechenden organisatorischenStrukturen zu schaffen,könnte diesentsprechende Auswirkungen auf die wirtschaftlicheLage der Gruppe haben. Insgesamt wird dieErreichung der Wachstumsziele von der Fähigkeitder Gruppe abhängen,ihre Managementbasisund ihren Personalbestand zu erweitern.UnternehmensrisikenBedeutung wichtiger MitarbeiterDer Erfolg von SinnerSchrader hängt in hohemMaûe von qualifizierten Mitarbeitern ab,dieaufgrund der jungen Unternehmensgeschichteund dem starken Wachstum meist erst seitkurzer Zeit angestellt sind. Der Verlust vonFührungskräften oder Mitarbeitern in Schlüsselpositionenkönnte die Geschäfts-,Finanz- undErtragslage der Gruppe negativ beeinflussen.Bereits heute herrscht auf dem Arbeitsmarktinfolge des starken Wachstums der MultimediaundIT-Branche ein Mangel an qualifiziertenKräften. Mit steigendem Wettbewerbsdruck imInternetdienstleister-Markt wächst zudem dasRisiko,dass qualifizierte Mitarbeiter abgeworbenwerden. Ein besonderes Risiko von Sinner-Schrader liegt in der Abhängigkeit von den Mitgliederndes Vorstandes,insbesondere vonOliver Sinner und Matthias Schrader. Diesehaben SinnerSchrader aufgebaut und bis heutestark geprägt.Durch die Verbreiterung der Managementbasiswird die Abhängigkeit von einzelnen Vorstandsmitgliedernund Führungskräften künftig deutlichzurückgehen. Darüber hinaus bindet einlangfristig angelegtes MitarbeiterbeteiligungsprogrammFührungskräfte und qualifizierte16www.sinnerschrader.de


Fachkräfte. Dennoch kann SinnerSchrader keineGarantie dafür geben,dass Führungskräfte undMitarbeiter in Schlüsselpositionen der Gruppedauerhaft erhalten bleiben. Der gleichzeitigeVerlust einer erheblichen Anzahl Angestellteraus dem oben genannten Mitarbeiterkreiskönnte negative Einflüsse auf die Umsatz- undErtragslage der Gesellschaft auslösen.UnternehmensorganisationDie organisatorischen Strukturen von Sinner-Schrader sind dem Wachstum in der Vergangenheitjeweils zeitnah angepasst worden. Sinner-Schrader hat und wird laufend Maûnahmenergreifen,um insbesondere in den Bereichen Planung,Rechnungswesenund Controlling weiterepersonelle und technische Strukturen zu schaffen,dieeine weitere Verbesserung der Organisations-und Informationsstruktur bewirken,umsomit auch dem geplanten Wachstum und denkünftigen Anforderungen verbunden mit derNotierung der Aktie der Gesellschaft im NeuenMarkt (Quartalsberichterstattung,Jahresabschlüssenach U.S. GAAP etc.) Rechnung zu tragen.Dennoch ist nicht auszuschlieûen,dass einzelnevon SinnerSchrader ergriffene Maûnahmennicht in dem nötigen Umfang oder mit Verzögerungenstattfinden und sich damit nachteilig aufdie Vermögens-,Finanz- und Ertragslage derGruppe auswirken können.Wirtschaftliche und organisatorische Einbindungder geplanten AkquisitionenSinnerSchrader wird die für die kommendenJahre geplante Geschäftsentwicklung auch durchZukäufe,insbesondere im europäischen Ausland,realisieren.Die Integration von möglicherweisesehr unterschiedlichen kleineren Wettbewerbernin die SinnerSchrader-Gruppe kanndazu führen,dass ein Teil der bislang gelebtenUnternehmenskultur verloren geht und dassReibungsverluste,z. B. in Form von Personalabwanderung,zumindesteine Verzögerung der andie Zukäufe geknüpften Umsatz- und Ertragserwartungenbewirken können.WettbewerbSinnerSchrader vertritt die Auffassung,sich inden letzten drei Jahren eine marktführende Positionals eCommerce-Dienstleister in Deutschlanderarbeitet zu haben. Jedoch ist der Markt fürdiese Dienstleistungen noch jung und das Wettbewerbsumfeldwenig strukturiert. Durch denEintritt neuer Wettbewerber ± insbesondere ausdem Umfeld von groûen IT-,Beratungs- undMultimedia-Dienstleistern ± besteht für Sinner-Schrader die Gefahr,die erreichte Marktstellungzu verlieren und die angestrebte Marktstellungin Europa nicht zu erreichen.Neue Wettbewerber könnten auch aus dem Auslandin den Heimatmarkt der SinnerSchrader-Gruppe eintreten. Insbesondere in den USA undSkandinavien ist die Entwicklung des Internetmarktesaufgrund der sehr viel höheren Verbrei-www.sinnerschrader.de17


5.0 Risikofaktorentung des Mediums weiter fortgeschritten. Durchmassive Investitionen und Akquisitionen dieserUnternehmen in Deutschland und Europa könntendiese Unternehmen Marktanteile gewinnenund die Entwicklung der Gruppe negativ beeinflussen.können nachteilige Auswirkungen auf dieGeschäfts-,Finanz- und Ertragslage der Gruppedie Folge sein.FestpreisprojekteAbhängigkeit von wichtigen KundenSinnerSchrader strebt an,für ihre Kunden strategischwichtige eCommerce-Projekte zu realisieren.Die daraus resultierenden Umsatzerlöseverteilten sich im laufenden Geschäftsjahr (bis31. August 1999) zu 70 % auf sechs Kunden. Dakeiner der betreuten Kunden mehr als 16% desGesamtumsatzes bestreitet und dieser Prozentsatzbei einem weiteren Umsatzwachstum nochabnehmen dürfte,glaubt die Gruppe,keinbesonderes Risiko durch den Verlust eines einzelnenKunden zu tragen. Trotzdem könnte derVerlust oder ein deutlicher Rückgang von Aufträgendieser Kunden die Ertragslage der Gruppenegativ beeinflussen.Ein erheblicher Anteil der Umsätze im Projektdienstleistungsgeschäftwird auf Basis von Festpreisengeneriert. Bei mit Festpreisen kalkuliertenProjekten wird einerseits von der Gruppeeine vergleichsweise hohe Dimensionierung dergeplanten Aufwände festgesetzt,andererseitsbestehen seitens SinnerSchrader vertraglicheAusstiegs- bzw. Anpassungsklauseln bei grundsätzlichenVeränderungen der Projektanforderungen.Dennoch kann in Einzelfällen dieDurchführung einzelner Projekte erheblich mehrRessourcen erfordern als ursprünglich kalkuliertund weiterbelastet worden sind. Dies könntedaher einen erheblichen negativen Einfluss aufdie Vermögens-,Finanz- und Ertragslage derGruppe haben.BeteiligungenSoftwarefehler/Produkthaftung/Schutz vonvertraulichen InformationenSinnerSchrader plant,einen Teil des Emissionserlösesfür Beteiligungen an innovativen eCommerce-Unternehmen,fürdie sie tätig ist,zu verwenden.Obwohl SinnerSchrader die Auffassungvertritt,Businessmodelle im Bereich eCommercehinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeitbeurteilen zu können,kann sie jedoch nicht ausschlieûen,Fehlinvestitionenzu tätigen. SollteSinnerSchrader Fehlentscheidungen treffen,Die von SinnerSchrader entwickelte Softwaresowie die bei der Erbringung ihrer Dienstleistungeingesetzte Software kann ± wie nahezu jedeSoftware ± verborgene Fehler beinhalten,dietrotz umfassender Tests vor Inbetriebnahmenicht entdeckt werden. Aufgrund der offenenStruktur des Internet besteht bei eCommerce-Projekten zudem stets die Gefahr einer Unterdimensionierungder gewählten Soft- und Hard-18www.sinnerschrader.de


ware-Architektur. Die entwickelten eCommerce-Anwendungen der SinnerSchrader-Gruppehaben für den Geschäftsablauf ihrer Auftraggeberregelmäûig eine groûe Bedeutung,so dasssie auf das reibungslose Funktionieren dereCommerce-Anwendungen angewiesen sind.Auch wenn die Gruppe bis heute noch keinerleiSchadensersatzansprüchen aus Produkthaftungunterlag,kann nicht ausgeschlossen werden,dass sie in Zukunft mit solchen Ansprüchen konfrontiertwird.Kunden von SinnerSchrader verlangen zudemregelmäûig einen vertraglichen Schutz der Vertraulichkeitder Kundeninformationen. DieGruppe unternimmt alles in ihren Kräftenstehende,um diesen Vertraulichkeitsschutz zugewährleisten und bindet auch ihre eigenen Mitarbeiter± selbst für den Fall des Ausscheidens ±an diese Vertraulichkeitsverpflichtung. Gleichwohlkann sie nicht ausschlieûen,dass Mitarbeitergegen das Vertraulichkeitsgebot verstoûen.In diesem Fall drohen sowohl Verlust derKundenbeziehung als auch Schadensersatzforderungen.Ein erfolgreicher Haftungs- oder Schadensersatzanspruchgegen die Gesellschaft oder ihreTochtergesellschaften könnte sich nachteilig aufdie Vermögens-,Finanz- und Ertragslage derGruppe auswirken. Versicherungsschutz für derartigeHaftungsansprüche besteht nicht und istzu Konditionen,die aus Sicht von Sinner-Schrader akzeptabel sind,auch nicht zu erhalten.InternationalisierungDie Internationalisierungsstrategie der Gruppeerfordert Investitionen in den Auf- und Ausbauvon Länder-Vertriebsorganisationen und Auslandspartnern.Dies betrifft insbesondere dieLandessprache sowie das länderspezifischeRechnungswesen. Die Internationalisierungbedingt darüber hinaus den Ausbau der Managementkapazitätenzur Erschlieûung und Betreuungneuer Absatzgebiete. Falls sich der Marktstärker oder rascher als erwartet entwickelnsollte,könnten die Kapazitäten der Gruppe füreine erfolgreiche Abdeckung nicht ausreichendsein. Beim Aufbau neuer Niederlassungen imAusland muss bei der angestrebten Expansionzudem mit Anlaufverlusten gerechnet werden. Eskann keine Gewähr dafür übernommen werden,dass die Systeme,Abläufe oder Kontrollen zurUmsetzung der Geschäftstätigkeit der Gruppeangemessen sein werden oder dass die Geschäftsführungvon SinnerSchrader in der Lage seinwird,die notwendige schnelle Umsetzung derInternationalisierung voranzutreiben und dieangestrebte Markterschlieûung mit ihren Produktenund Dienstleistungen zu erreichen. Solltediese Umsetzung nicht in entsprechendem Umfanggelingen,könnte dies eine negative Auswirkungauf die wirtschaftliche Lage der Gruppehaben.Jahr-2000-RisikoViele Computersysteme und Softwareproduktesind nur für die Aufnahme von zweistelligen Einträgenim Datumsfeld codiert. Ab dem Jahr 2000www.sinnerschrader.de19


5.0 Risikofaktorenmüssen die codierten Felder vierstellige Einträgeakzeptieren können,um entsprechende Datumsangabenunterscheiden zu können oder durchgeeignete Algorithmen (Rechenverfahren) eineeindeutige Datumsverarbeitung sicherzustellen.SinnerSchrader setzt datumsabhängige HardundSoftware-Komponenten sowohl im internenBetrieb für die Bereiche Anwendungssoftware,interne Kommunikation sowie netzwerkbasierendeAnwendungen als auch in Kundenprojektenin den Bereichen Web-Applikationen,Datenbankenund Mailsysteme ein. In den vergangenenMonaten hat SinnerSchrader die Jahr-2000-Kompatibilität der von ihr verwendeten und inKundenprojekten eingesetzten Hard- und Softwaredurch ein eigenes Projektteam untersuchtund im Vorwege geeignete Maûnahmen ergriffen,umdie Jahr-2000-Kompatibilität sicherzustellen.Entsprechende Programmierrichtlinienfür die von SinnerSchrader entwickelten Softwarelösungensowie deren konsequente Umsetzungsollen die Jahr-2000-Kompatibilität dieserLösungen sicherstellen. In einzelnen Fällensichert SinnerSchrader ihren Kunden die Jahr-2000-Fähigkeit der von ihr entwickelten Softwarezu. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen,dassdie derzeit verwendeten Systeme verborgeneFehler bezüglich der Datumsfunktionen enthalten,derenBehebung zu erheblichen Kostenaufwändenfür SinnerSchrader führen könnten.Sowohl die wirtschaftlichen Folgen von Auseinandersetzungenmit Kunden,welche Sinner-Schrader für Jahr-2000-Probleme verantwortlichmachen,als auch Umstellungsprobleme derSinnerSchrader-Gruppe selbst können zu Aufwendungenoder zu Ertragseinbuûen führen,diedie Vermögens-,Finanz- und Ertragslage derGesellschaft nicht unwesentlich beeinflussen.Unsicherheiten in der PlanungIn einigen Kapiteln dieses Prospekts werden seitensSinnerSchrader Meinungen und Prognosenüber die zukünftige Entwicklung des Unternehmensgegeben,für deren Eintreten keine Gewährübernommen werden kann. Meinungen undPrognosen sind Aussagen,welche Ausdrücke wie¹erwartetª,¹glaubtª,¹geht davon ausª,¹ist derAnsichtª und ähnliche Formulierungen verwenden.Sie geben die heutige Auffassung desManagements im Hinblick auf zukünftige möglicheEntwicklungen wider,die allerdings nochungewiss und damit Risiken ausgesetzt sind. DieTendenzen des Internet-Marktes sind zur Zeitnur schwer einzuschätzen. Es besteht trotz positiverPrognosen der Marktforscher Unsicherheitsowohl bezüglich des von SinnerSchrader erwartetenMarktwachstums als auch über das möglicheMarktvolumen in den nächsten Jahren.BranchenrisikenRascher technologischer WandelDer Markt für die Produkte und DienstleistungenSinnerSchrader ist gekennzeichnet durcheinen raschen Technologiewandel insbesonderebei Soft- und Hardwareprodukten,neuen Industriestandards,häufigenAnkündigungenneuer Produkte und Dienstleistungen sowie20www.sinnerschrader.de


wechselnden Kundenanforderungen. Dementsprechendist SinnerSchrader darauf angewiesen,sich den rasch ändernden Technologien undIndustriestandards sowie ihre Produkte undDienstleistungen den wechselnden Bedürfnissender Kunden anzupassen. Die Integration neuerTechnologien sowie die Weiterentwicklung derProdukte und Dienstleistungen entsprechen denAnforderungen der Kunden und der Industrieund verlangen von der Gruppe einen erheblichenKapitalbedarf und Personalaufwand. Weiterhinbirgt der rasche technologische Wandel dasRisiko,dass die Folgen und Wirkungen derneuen Technologien nicht konkret abschätzbarsind. Es ist nicht sicher,dass die Gruppe in derLage sein wird,ihre Produkte und Dienstleistungenrechtzeitig den sich ändernden Anforderungenanzupassen. Eine Fehleinschätzung derGruppe bei der Weiterentwicklung ihrer Produkteund Dienstleistungen im Hinblick aufneue Technologien und Kundenanforderungenkönnte erhebliche negative Auswirkungen aufdie Geschäfts-,Finanz- und Ertragslage derGruppe haben.Staatliche Regulierung und rechtlicheUnsicherheitenZunehmend werden Gesetze,Vorschriften undRichtlinien erlassen,die das Internet betreffen.Darüber hinaus erwägen eine Reihe von Regierungenund Behörde auf der ganzen Welt dieEinführung weiterer gesetzlicher Regelungen.Gesetze,Vorschriften und Richtlinien im Hinblickauf das Internet wurden in bestimmtenLändern eingeführt,die sich auf die Verantwortlichkeitfür dem Internet entnommene oder überdas Internet übertragene Informationen,dieRegulierung von Informationsgehalt,die Privatsphäreder Anwender und die Besteuerung beziehen.Weitere gesetzliche und regulative Initiativenwerden in diesen Bereichen in anderen Ländernerwartet. Auûerdem wird wahrscheinlichdie Qualität der im Internet angebotenen Produkteund Dienstleistungen in vielen Ländernder Regulierung unterliegen. Darüber hinaus istdie Anwendbarkeit bestehender Gesetze auf dasInternet in Bezug auf Fragen wie geistigesEigentum und Patentverletzung,Urheberrecht,Markenzeichen,Geschäftsgeheimnisse,Sittenwidrigkeit,Verleumdung,Verbraucherschutz,Arbeits- und Vertragsrecht und persönlichePrivatsphäre unsicher und befindet sich im Fluss.Abhängig von dem Zeitpunkt ihrer Einführungoder ihrer Art könnten Entwicklungen in jedemdieser Bereiche einen wesentlichen Einfluss aufdie Geschäfts-,Finanz- und Ertragslage derGruppe haben. Zusätzlich könnten im Bereichdes Schutzes der Privatsphäre und des Urheberrechtsdie derzeitigen Gesetze in bestimmteneuropäischen Ländern und weitere Gesetzesvorlagenin den Vereinigten Staaten und Europa,die sich auf die Fähigkeit der Gruppe zur Sammlungund Verarbeitung von personenbezogenenDaten auswirken könnten und den Schutz desUrheberrechts auf digital übermittelte Arbeitenausdehnen werden,die Geschäfts-,Finanz- undErtragslage der Gruppe nachteilig beeinflussen.www.sinnerschrader.de21


5.0 RisikofaktorenWeiteres Wachstum des InternetsRisiken des AngebotsDer zukünftige Erfolg von Unternehmen,die wieSinnerSchrader im Internet-Bereich tätig sind,hängt im Wesentlichen von dem weiteren Anstiegder Nutzung des Internets und des Webs ab.Zur Ausweitung des Electronic-Commerce undder Gebühren für Online-Dienste sowie derWerbeumsätze im Internet ist es erforderlich,dass die hohen Wachstumsraten bei der Nutzungdes Internets weiter anhalten. Dabei ist es auchwichtig,dass die Akzeptanz und Nachfrage beimElectronic-Commerce und anderen Dienstleistungenfür das Internet weiter ansteigen. Einesolche Entwicklung ist jedoch nicht sicher vorherzusagen.Aufgrund verschiedener mit demInternet verbundener Risiken,wie z. B. mangelhafteSicherheitstechnologien,fehlende Benutzerfreundlichkeit,Überlastungdes Netzes,unterschiedliche Servicequalität,mangelnde Verfügbarkeitkostengünstiger Hochgeschwindigkeitsdienste,unzureichenderAufbau der notwendigenInfrastruktur,umfassende Regulierung,Unsicherheitenin Bezug auf den Schutz desgeistigen Eigentums bzw. der angemeldetenDomains und andere rechtliche Fragen sowie dierechtzeitige Entwicklung und Kommerzialisierungverbesserter Leistungen,könnte sich die allgemeineAkzeptanz des Internets verzögern. EinRückgang in der Wachstumsrate bei der Internetnutzungkönnte nicht unerhebliche negativeAuswirkungen auf die Geschäfts-,Finanz- undErtragslage der Gruppe haben.Konzentration des AnteilseigentumsNach Abschluss der Platzierung der Aktien werdenvon den Altaktionären 76,92% (bei Ausübungder Mehrzuteilungsoption 75,19%) desGrundkapitals der Gesellschaft gehalten. DieAltaktionäre haben sich verpflichtet,innerhalbeiner Frist von sechs Monaten ab Aufnahme desHandels im Neuen Markt keine Aktien direktoder indirekt anzubieten und zu veräuûern. Diegenannte Verpflichtung gilt auûerdem für einenZeitraum von weiteren sechs Monaten mit derMaûgabe,dass die Aktien nur mit Zustimmungder Commerzbank AG veräuûert bzw. zum Kaufangeboten werden dürfen. Somit kommt denAltaktionären nach Ablauf der Fristen ein erheblicherEinfluss auf die Kursentwicklung derAktien der Gesellschaft zu.Fehlen eines öffentlichen Marktes, Festsetzungdes Verkaufspreises, Volatilität des MarktpreisesVor dem Angebot gab es keinen öffentlichenMarkt für die Aktien. Der Kaufpreis der Aktienwird von der Gesellschaft in Abstimmung mit demLead Manager nach Abschluss des ¹Bookbuildingª-Verfahrensfestgelegt. Es kann keine Gewährdafür übernommen werden,dass der Kaufpreisder Aktien dem Preis entspricht,zu dem dieAktien im Anschluss an das Angebot gehandeltwerden,oder dass sich ein aktiver Handel in denAktien entwickeln und nach dem Angebot fortsetzenwird. ¾nderungen der Ergebnisse der Gesellschaftund der Konkurrenten sowie ¾nderungen22www.sinnerschrader.de


der allgemeinen Lage der Branche,der Gesamtwirtschaftund der Finanzmärkte könnten erheblichePreisschwankungen bei den Aktien hervorrufen.Die Volatilität des Aktienkurses kann bei denAktien besonders groû sein,da die im Zuge desBörsengangs öffentlich zum Kauf angebotenenAktien lediglich einen Teil des Grundkapitals derGesellschaft nach Durchführung aller geplantenKapitalmaûnahmen repräsentieren werden. Generellhaben Wertpapiermärkte in den letzten Jahrendeutliche Preis- und Umsatzschwankungen erfahren.Solche Schwankungen könnten sich inZukunft ungeachtet der Finanz- oder Ertragslageder SinnerSchrader-Gruppe auf den Handel mitden Aktien nachteilig auswirken.www.sinnerschrader.de23


6.0Besteuerung in DeutschlandBesteuerung in DeutschlandDer folgende Abschnitt enthält eine Zusammenfassungeiniger wichtiger deutscher Besteuerungsgrundsätze,dieim Zusammenhang mitdem Besitz von Aktien bedeutsam sind oderwerden können. Er soll keine umfassende,vollständigeDarstellung sämtlicher deutschersteuerrechtlicher Aspekte sein,die für Aktionärerelevant sein könnten. Grundlage der Zusammenfassungist das zur Zeit der Abfassung diesesProspekts geltende deutsche Recht sowie üblicheDoppelbesteuerungsabkommen,wie sie derzeithäufig zwischen der Bundesrepublik Deutschlandund anderen Staaten bestehen; in beidenBereichen können sich Vorschriften kurzfristigändern,möglicherweise auch rückwirkend.Potentiellen Käufern von deutschen Aktien wirddaher empfohlen,wegen der Steuerfolgen desKaufs,des Haltens sowie der Veräuûerung bzw.unentgeltlichen Übertragung der Aktien undwegen des bei einer ggf. möglichen Erstattungdeutscher Quellensteuer einzuhaltenden Verfahrensihren steuerlichen Berater zu konsultieren.Nur dieser ist in der Lage,auch die besonderensteuerlichen Verhältnisse des einzelnen Aktionärsangemessen zu berücksichtigen.Besteuerung der GesellschaftDeutsche Kapitalgesellschaften unterliegen mitihrem steuerpflichtigen Einkommen u. a. einerKörperschaftsteuer,die ab 1. Januar 1999 miteinem Satz von 40% auf thesaurierte und von30% auf ausgeschüttete Gewinne erhoben wird.Eine weitere Senkung der Körperschaftsteuer istfür das Jahr 2000 geplant,wobei die Sätze nochnicht endgültig feststehen.Besteuerung von DividendenDeutsche Kapitalgesellschaften haben von ihrenGewinnausschüttungen eine Quellensteuer(Kapitalertragsteuer) in Höhe von 25% unddarauf einen Solidaritätszuschlag in Höhe von5,5 % einzubehalten und abzuführen. DerGesamtabzug beträgt damit 26,37%.Für Ausschüttungen an ausländische Aktionäremit (Wohn-)Sitz in Ländern,mit denen Deutschlandein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossenhat,ist der Abzug zumeist auf 15 %begrenzt. Die Quellensteuerermäûigung wirdgrundsätzlich in der Weise gewährt,dass die Differenzzwischen dem einbehaltenen Gesamtbetragund der gemäû dem einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommenmaximal zulässigenQuellensteuer auf Antrag durch das Bundesamtfür Finanzen,Friedhofstraûe 1,D-53225 Bonn,erstattet wird. Formulare für den Erstattungsantragsind beim Bundesamt für Finanzen oder beiden deutschen Botschaften bzw. Konsulaten inden verschiedenen ausländischen Staaten erhältlich.Noch weitergehende Ermäûigungen sehendie meisten Doppelbesteuerungsabkommen fürDividenden vor,die an Kapitalgesellschaftenausgeschüttet werden,denen mindestens 10%der stimmberechtigten Aktien der ausschüttendenGesellschaft gehören. Unter Umständen istüberhaupt keine Quellensteuer auf Dividendenzu erheben,die an Muttergesellschaften im Sinneder Richtlinie Nr. 90/435/EWG des Rates vom23. Juli 1990 (sog. Mutter-Tochter-Richtlinie)ausgeschüttet werden. In diesen Fällen kann aufAntrag und bei Vorliegen weiterer Voraussetzungenbereits bei der Ausschüttung der ermä-24www.sinnerschrader.de


ûigte Quellensteuersatz zur Anwendung kommenbzw. von der Einbehaltung einer Quellensteuervon vornherein abgesehen werden.In Deutschland ansässige,unbeschränkt steuerpflichtigeAktionäre sowie ausländische Aktionäre,dieihre Aktien im Vermögen einer Betriebsstätteoder festen Einrichtung in Deutschlandhalten,sind zur Anrechnung der von derausschüttenden Gesellschaft einbehaltenen Kapitalertragsteuerund des Solidaritätszuschlags aufihre deutsche Einkommen- bzw. Körperschaftsteuerschuldberechtigt bzw. erhalten diese imFalle der Überzahlung erstattet.In Deutschland ansässige,unbeschränkt steuerpflichtigeAktionäre sowie ausländische Aktionäre,dieihre Aktien im Vermögen einer Betriebsstätteoder festen Einrichtung in Deutschlandhalten,sind darüber hinaus im Rahmen deskörperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahrenszur Anrechnung bzw. Erstattung von 3 /7 derBruttodividende (Ausschüttung vor Kapitalertragsteuer)berechtigt. Dadurch verringert sichinsoweit auch die Bemessungsgrundlage für denSolidaritätszuschlag. Voraussetzung hierfür istdie Vorlage einer Steuerbescheinigung. SoweitGewinne ausgeschüttet werden,die bei der Gesellschaftz. B. aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommenssteuerbefreit waren,entstehtkein Anrechnungsguthaben. Sinn des körperschaftsteuerlichenAnrechnungsverfahrens ist,dass eine Doppelbelastung mit deutscher Körperschaftsteuerund Einkommensteuer im VerhältnisGesellschaft/Aktionär vermieden und dieDividende nach den persönlichen Verhältnissendes Aktionärs besteuert wird.Ausländische Aktionäre,die ihre Aktien nicht imVermögen einer Betriebsstätte oder festen Einrichtungin Deutschland halten,haben keinenAnspruch auf das Steuerguthaben. Sie solltenaber von ihrem Steuerberater prüfen lassen,obsie die gezahlte deutsche Quellensteuer in ihremAnsässigkeitsstaat auf ihre dort zu entrichtendeSteuer anrechnen lassen können.Besteuerung von VeräuûerungsgewinnenGewinne aus der Veräuûerung von im Privatvermögengehaltenen Aktien sind von einem inländischenAktionär nur zu versteuern,wenn die Veräuûerunginnerhalb von einem Jahr nach demErwerb stattfindet oder früher erfolgt als derErwerb,im übrigen ± nach Ablauf der o.g. Spekulationsfrist± wenn der Aktionär zu irgendeinemZeitpunkt während der der Veräuûerung vorangehendenfünf Jahre zu mindestens 10% unmittelbaroder mittelbar an der Gesellschaft beteiligtwar. Werden die Aktien in einem inländischenBetriebsvermögen gehalten,unterliegen die Veräuûerungsgewinnegrundsätzlich der deutschenBesteuerung. Ein ausländischer Aktionär unterliegtmit Gewinnen aus der Veräuûerung vonAktien nur dann der deutschen Besteuerung,wenndie Aktien zum Betriebsvermögen einer von ihmin Deutschland unterhaltenen Betriebsstätte oderfesten Einrichtung gehören oder wenn der ausländischeAktionär vorbehaltlich einer anderweitigenRegelung in einem Doppelbesteuerungsabkommenzu irgendeinem Zeitpunkt während der derVeräuûerung vorangehenden fünf Jahre zu mindestens10% unmittelbar oder mittelbar an derGesellschaft beteiligt war.www.sinnerschrader.de25


6.0Besteuerung in DeutschlandErbschaft- bzw. SchenkungsteuerSonstige SteuernDer Übergang von Aktien auf eine andere Persondurch Schenkung oder von Todes wegen unterliegtder deutschen Erbschaft- bzw. Schenkungsteuernur,wennBei Kauf,Verkauf oder sonstiger Übertragungvon Aktien fällt keine deutsche Kapitalverkehrsteuer,Umsatzsteuer,Stempelsteueroder ähnlicheSteuer an.a) der Erblasser oder Schenker oder der Erbe,Beschenkte oder sonstige Erwerber zur Zeitdes Vermögensübergangs in Deutschland seinenWohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalthatte oder sich als deutscher Staatsangehörigernicht länger als fünf Jahre im Auslandaufgehalten hatte,ohne im Inland einenWohnsitz zu haben,oderb) auûer im Fall von a) die Aktien beim Erblasseroder Schenker zu einem Betriebsvermögengehörten,für das in Deutschland eineBetriebsstätte unterhalten wurde oder einständiger Vertreter bestellt war,oderc) der Erblasser oder Schenker entweder alleinoder zusammen mit anderen ihm nahestehendenPersonen zu mindestens 10 % amGrund- bzw. Stammkapital der deutschenKapitalgesellschaft unmittelbar oder mittelbarbeteiligt war.Die wenigen gegenwärtig in Kraft befindlichendeutschen Erbschaftsteuer-Doppelbesteuerungsabkommen(z. B. mit den USA) sehen gewöhnlichvor,dass deutsche Erbschaft- bzw. Schenkungsteuernur in den Fällen a) und b) erhobenwerden kann.26www.sinnerschrader.de


www.sinnerschrader.de27


7.0SinnerSchrader AktiengesellschaftSinnerSchrader AktiengesellschaftGründung, Sitz und GegenstandNach einer knapp einjährigen Vorphase in Formeiner Gesellschaft bürgerlichen Rechts gründetenOliver Sinner und Matthias Schrader mit Abschlussdes Gesellschaftsvertrags am 12. Februar1997 die sinner+schrader Interactive MarketingGmbH mit Sitz in Hamburg. Die Gesellschaftwurde am 3. März 1997 im Handelsregisterunter der Nummer HRB 63663 eingetragen.Knapp ein Jahr später gründeten Oliver Sinnerund Matthias Schrader gemeinsam mit SebastianDröber und Detlef Wichmann mit Gesellschaftsvertragvom 18. Dezember 1997 diesinner+schrader Interactive Software GmbH,ebenfalls mit Sitz in Hamburg. Die Eintragungdieser Gesellschaft erfolgte unter der NummerHRB 66482 am 4. Februar 1998.Mit dem Ziel der Zusammenführung beider Gesellschaftenin eine Aktiengesellschaft sowie derErweiterung des Gesellschafterkreises übertrugendie Herren Sinner,Schrader,Dröber und Wichmannihre Anteile an der sinner+schrader InteractiveMarketing GmbH und der sinner+schraderInteractive Software GmbH treuhänderisch mitnotariell beurkundetem Abtretungsvertrag vom10. August 1999 auf die ALEXANDRA VerwaltungsgesellschaftmbH,Hallbergmoos(¹ALEXANDRA GmbHª). Diese hatte mitGründungsurkunde vom 19. Juli 1999 als alleinigeGründerin die Desideria VermögensverwaltungGmbH (¹Desideria GmbHª) mit Sitz inHallbergmoos gegründet,die die Rechtsvorgängerinder SinnerSchrader Aktiengesellschaft ist.Die Desideria GmbH wurde am 5. August 1999in das Handelsregister des AmtsgerichtsMünchen unter der Nummer HRB 126842eingetragen. Mit notariell beurkundetem Abtretungsvertragvom 27. August 1999 hat dieALEXANDRA GmbH ihre Beteiligung an derDesideria GmbH an die Debby VermögensverwaltungGmbH,Hallbergmoos,(¹DebbyGmbHª) abgetreten. Danach wurden im Hinblickauf die Desideria GmbH am gleichen Tagdie folgenden Rechtsakte durchgeführt,mit demZiel der Errichtung der SinnerSchrader Aktiengesellschaftin der derzeitigen Form:1. Das Stammkapital der Desideria GmbHwurde von 5 25.000,± um 5 7.475.000,± auf5 7.500.000,± erhöht. Zur Übernahme desStammkapitals wurden neben der DebbyGmbH die Dolf VermögensverwaltungGmbH,Hallbergmoos (¹Dolf GmbHª)zugelassen. Die Stammeinlage der DebbyGmbH wurde in bar,die Stammeinlage derDolf GmbH durch Einbringung der Anteilean der sinner+schrader Interactive MarketingGmbH und sinner+schrader Interactive SoftwareGmbH durch die ALEXANDRAGmbH erbracht. Das Stammkapital wurdedanach zu 80% von der Dolf GmbH undzu 20% von der Debby GmbH gehalten(s. auch ¹SinnerSchrader Aktiengesellschaft± Kapitalverhältnisseª).2. Danach wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlungdie formwechselndeUmwandlung der Desideria GmbH in eineAktiengesellschaft gemäû §§ 190 ff. UmwGsowie die Umfirmierung in ¹SinnerSchrader28www.sinnerschrader.de


Aktiengesellschaftª beschlossen. Gründerder Aktiengesellschaft waren gemäû Gründungsberichtvom 6. September 1999 diebeiden Gesellschafterinnen Debby GmbHund Dolf GmbH. Der Gründungsaufwand inHöhe von bis zu 5 100.000,± wurde von derGesellschaft getragen. Als Prüfungsergebnisgemäû Gründungsprüfungsbericht des Vorstandsund des ersten Aufsichtsrats vom6. September 1999 wurde u.a. folgendesfestgestellt:¹Die Angaben der Gründer über die Übernahmeder Aktien,die Einbringung des Grundkapitalsdurch Formwechsel und die Angemessenheit desaufgrund Formwechsels übergehenden Vermögenssind richtig und vollständig. Der Wert desdurch Formwechsel übergehenden Vermögensabzüglich der übergehenden Verbindlichkeitenerreicht den Nennbetrag der hierfür gewährtenAktien.ªDie Prüfung der Gründung der SinnerSchraderAktiengesellschaft wurde von der ARTHURANDERSEN Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ±Steuerberatungsgesellschaft mbH,Hamburg,durchgeführt. Der Gründungsprüfer wurde mitBeschluss vom 2. September 1999 vom AmtsgerichtMünchen bestellt. Mit Prüfungsberichtvom 9. September 1999 wurde der folgendeBestätigungsvermerk erteilt:¹Nach dem abschlieûenden Ergebnis unsererpflichtgemäûen Prüfung gem. §§ 197,245 Abs. 1und 220 Abs. 3 UmwG i.V. m. § 34 AktG bestätigenwir unter dem Vorbehalt,dass die Kapitalerhöhungder Desideria VermögensverwaltungGmbH auf 5 7.500.000,± im Handelsregistereingetragen und somit wirksam wird,auf derBasis der uns vorgelegten Unterlagen,Urkunden,Bücher und Schriften sowie der uns erteiltenAuskünfte und Nachweise,dass1. die Angaben der Gesellschafter im Gründungsberichtrichtig und vollständig sind.Dies gilt insbesondere für die Angaben überdie Übernahme der Aktien,die Erbringungdes Grundkapitals durch Formwechsel undüber die Festsetzungen nach §§ 26 und 27AktG;2. der tatsächliche Wert des durch den Formwechselübergehenden Vermögens abzüglichder übergehenden Verbindlichkeiten derumgewandelten SinnerSchrader Aktiengesellschaftmindestens den niedrigsten Ausgabebetragder dafür zu gewährenden Aktienvon insgesamt 5 7.500.000,± erreicht. DieWerthaltigkeit der Kapitalaufbringung istgewährleistet.ªDie Eintragung der formwechselnden Umwandlungin eine Aktiengesellschaft in das Handelsregisterbeim Amtsgericht München erfolgte am6. Oktober 1999. Die Gesellschaft führt dieFirma SinnerSchrader Aktiengesellschaft.Sitz der Gesellschaft ist gegenwärtig Hallbergmoos.Die Gesellschaft ist im Handelsregisterbeim Amtsgericht München unter der NummerHRB 127699 eingetragen. In der auûerordentlichenHauptversammlung vom 26. Oktober1999 wurde die Sitzverlegung nach Hamburgbeschlossen. Die Eintragung in das Handels-www.sinnerschrader.de29


7.0SinnerSchrader Aktiengesellschaftregister beim Amtsgericht Hamburg erfolgtebislang noch nicht.Gegenstand der Gesellschaft ist satzungsgemäû1. a) Erwerb,Halten,Verwaltung und ggf.Veräuûerung von Geschäftsanteilen der± sinner+schrader Interactive MarketingGmbH,AG Hamburg,HRB 63663,2. Die Gesellschaft ist berechtigt,im In- undAusland Zweigniederlassungen zu errichten,die Geschäftsführung in Beteiligungsgesellschaftenzu übernehmen sowie alle sonstigenGeschäfte zu tätigen,die geeignet sind,ihrenGeschäftszweck unmittelbar oder mittelbarzu fördern. Die Gesellschaft kann auch selbstGeschäfte der in Absatz 1 lit. b. genanntenArt tätigen.± sinner+schrader Interactive SoftwareGmbH,AG Hamburg,HRB 66482b) Gründung,Erwerb,Halten,Verwaltungund ggf. Veräuûerung weiterer in- undausländischer Beteiligungsgesellschaften(in jeder zulässigen Rechtsform),derenGeschäftsgegenstand± Entwicklung und Umsetzung von Konzepten(einschlieûlich Software) zumVertrieb von Gütern oder Leistungenüber das Internet oder andere neueMedien und/oder± Dienstleistungen und Betreuung fürsolche Vertriebsunternehmen,und/oder± den Erwerb,das Halten,die Verwaltungund Verwertung derartiger Unternehmenund Beteiligungen an derartigenUnternehmen oder Unternehmenim Bereich Internet oder elektronischerHandel (eCommerce)beinhaltet.KapitalverhältnisseDas Stammkapital der Desideria GmbH betrugzum Zeitpunkt der Gründung am 19. Juli 19995 25.000,± und wurde zu 100 % von derALEXANDRA GmbH gehalten. Die Einlagewar zu 50% geleistet. Mit notariell beurkundetemAbtretungsvertrag vom 27. August 1999 hatdie ALEXANDRA GmbH ihren Anteil an derDesideria GmbH in Höhe von 5 25.000,± an dieDebby GmbH verkauft und ihren Geschäftsanteilabgetreten. Die Debby GmbH wurde somitzur Alleingesellschafterin der Desideria GmbH.Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. August1999 wurde die Erhöhung des Stammkapitalsder Desideria GmbH von 5 25.000,± um5 7.475.000,± auf 5 7.500.000,± durch die Ausgabeeiner Stammeinlage von 5 1.475.000,± undeiner Stammeinlage von 5 6.000.000,± beschlossen.Zur Übernahme der Stammeinlage von5 1.475.000,± wurde die Debby GmbH zugelassen.Die Einbringung erfolgte durch Bareinlagevon 5 2.020.168,±, wobei ein Aufgeld von5 545.168,± in die Kapitalrücklage der DesideriaGmbH eingestellt und die noch ausstehende Einlagenverpflichtungvon 50% der ursprünglichen30www.sinnerschrader.de


Stammeinlage geleistet wurde. Zur Übernahmeder Stammeinlage von 5 6.000.000,± wurde dieDolf GmbH zugelassen. Die Einbringungerfolgte durch Übertragung von jeweils 100%der Geschäftsanteile in Höhe von jeweils nominalDM 50.000,± an der sinner+schrader InteractiveMarketing GmbH,Hamburg,und dersinner+schrader Interactive Software GmbH,Hamburg,durch die ALEXANDRA GmbH(Sacheinlage). Die ALEXANDRA GmbH übernahmkeine Stammeinlage,sondern erfüllte dieEinlageverpflichtung der Dolf GmbH als Dritte.Die Geschäftsanteile an der sinner+schraderInteractive Markteting GmbH wurdenursprünglich zu je DM 25.000,± von OliverSinner und Matthias Schrader gehalten. DieGeschäftsanteile der sinner+schrader InteractiveSoftware GmbH wurden ursprünglich je zu25% von den Gesellschaftern Oliver Sinner,Matthias Schrader,Detlef Wichmann und SebastianDröber gehalten und am 10. August 1999mit notariell beurkundetem Abtretungsvertragan die ALEXANDRA GmbH abgetreten. Dieübertragenen Geschäftsanteile wurden zumZweck der Kapitalerhöhung von der ALEXAN-DRA GmbH an die Desideria GmbH abgetretenund damit auch sämtliche Gewinnbezugsrechtedes Geschäftsjahres 1999 und alle sonstigenRechte und Berechtigungen an den Geschäftsanteilen.Zum Sacheinlagenprüfer wurde dieARTHUR ANDERSEN WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft mbH,Hamburg,bestellt. Der Sacheinlagenprüfer hatam 6. September 1999 folgende Bescheinigungüber die Werthaltigkeit der Sacheinlage erteilt:¹Entsprechend dem uns erteilten Auftrag habenwir die Werthaltigkeit der eingebrachten Sacheinlageuntersucht.Nach dem abschlieûenden Ergebnis unsererArbeiten bescheinigen wir aufgrund der uns vorgelegtenUrkunden und Unterlagen sowie deruns erteilten Auskünfte und Nachweise unterZugrundelegung der in diesem Bericht dargelegtenÜberlegungen und Methodik,dass der Wert,der zur Sacheinlage verwendeten GmbH-Anteilean der sinner+schrader Interactive MarketingGmbH und an der sinner+schrader InteractiveSoftware GmbH,den Nennbetrag der dafür zugewährenden GmbH-Anteile von 5 6.000.000,±erreicht.Die von uns erstellte Bescheinigung dient ausschlieûlichzur Vorlage beim Registergericht.ªMit notariell bestätigtem Treuhandvertrag vom30. September 1999 wurde vereinbart,dass dieDebby GmbH ihren durch die Kapitalerhöhungübernommenen Geschäftsanteil in Höhe von5 1.475.000,± teilweise in Höhe von 5 15.000,±treuhänderisch für die Dolf GmbH hält.Zum Zeitpunkt der formwechselnden Umwandlungder Desideria GmbH in eine Aktiengesellschaftwurde somit das Stammkapital in Höhevon 5 7.500.000,± in Grundkapital in Höhe von5 7.500.000,± umgewandelt. Es wurde wie folgtgehalten:www.sinnerschrader.de31


7.0SinnerSchrader Aktiengesellschaft5 5Debby Vermögensverwaltung GmbH 1.500.000(davon 5 15.000,± treuhänderisch) 1.485.000Dolf Vermögensverwaltung GmbH 6.000.000(davon 5 15.000,± treugeberisch) 6.015.000GESAMT 7.500.000Die Debby GmbH und die Dolf GmbH habendie Aktien für fremde Rechnung übernommen.Zum Teil wurden die Aktien für jetzige Mitgliederdes Vorstands (sowie für diesen nahestehendePersonen) sowie für ein Mitglied des Aufsichtsratstreuhänderisch übernommen.Die Dolf GmbH hält die Aktien treuhänderisch wie folgt für:5 %Stamm Oliver Sinner 2.576.925 34,359Oliver Sinner 2.397.000 31,960Sonstige Gesellschafter (jeweils unter 5 %) 179.925 2,399Stamm Matthias Schrader 2.576.925 34,359Matthias Schrader 2.186.175 29,149Vermögensverwaltung Schrader GmbH & Co. KG 375.750 5,010Sonstige Gesellschafter (jeweils unter 5 %) 15.000 0,200Sebastian Dröber 368.100 4,908Detlef Wichmann 368.100 4,908Thomas Dyckhoff 49.950 0,666Management GbR75.000 1,000GESAMT 6.015.000 80,20032www.sinnerschrader.de


Die Debby GmbH hält die Aktien treuhänderisch wie folgt für:5 %Stamm Wolfgang Herz 611.250 8,150Wolfgang Herz 536.325 7,151Sonstige Gesellschafter (jeweils unter 5 %) 74.925 0,999Elmar Pelzer 37.500 0,500Stamm Michael Herz 648.750 8,650Sonstige Gesellschafter (jeweils unter 5 %) 648.750 8,650Dr. Markus Conrad 187.500 2,500GESAMT 1.485.000 19,800Die Gesellschafter verpflichten sich,vor jederAusübung von Gesellschaftsrechten,insbesonderevor jeder Hauptversammlung,ein gemeinsamesAbstimmungsverhalten bzw. die gemeinsameRechtsausübung festzulegen. Daneben verpflichtensich sämtliche Gesellschafter,ihreAktiva nur an solche Erwerber zu übertragen,die sich zum Eintritt in alle Rechte und Pflichtengemäû einem Beteiligungs- und Konsortialvertragvom 24. August 1999 verpflichten. JederGesellschafter bildet mit den Angehörigen seinerjeweiligen Familie (einschlieûlich Erwerbern) jeeinen Stamm. Die Gesellschafter eines Stammesüben ihre Rechte aufgrund Stammesbeschluss(mit einfacher Mehrheit) aus; der Stamm wirdaktiv und passiv von dem Gesellschafter mit demgröûten Kapital vertreten.Die Eintragung der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungvom 27. August 1999 in dasHandelsregister erfolgte am 6. Oktober 1999.Die auûerordentliche Hauptversammlung vom4. Oktober 1999 hat u. a. folgende Beschlüssegefasst:± Das Grundkapital der Gesellschaft wird imWege der Barkapitalerhöhung von5 7.500.000,± (in Worten: sieben Millionenfünfhundert Tausend) um 5 2.250.000,± (inWorten: zwei Millionen zweihundertfünfzigTausend) auf 5 9.750.000,± (in Worten:neun Millionen siebenhundertfünfzig Tausend)erhöht. Die Erhöhung erfolgt durchAusgabe von 2.250.000 neuer,auf den Inhaberlautender Stückaktien. Die neuen Aktienwerden zu einem Ausgabebetrag zu 5 1,± jeAktie ausgegeben. Die neuen Aktien werdenvon der Commerzbank AG im eigenenNamen sowie teilweise für Rechnung weitererMitglieder eines Bankenkonsortiums mitder Verpflichtung übernommen,sie Anlegernbeim Börsengang der Gesellschaft zu einemgesondert zu vereinbarenden Platzierungspreiszum Bezug anzubieten. Die neuenwww.sinnerschrader.de33


7.0SinnerSchrader AktiengesellschaftAktien sind ab dem 1. September 1999gewinnanteilberechtigt.Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäreauszuschlieûen.Der Vorstand ist ermächtigt,mit Zustimmungdes Aufsichtsrats weitere Einzelheitender Kapitalerhöhung und ihrer Durchführungfestzusetzen.± Der Vorstand wird ermächtigt,in der Zeitbis zum 30. September 2004 das Grundkapitalder Gesellschaft mit Zustimmung desAufsichtsrats einmalig oder mehrfach um biszu insgesamt 5 225.000,± durch Ausgabeneuer,auf den Inhaber lautender Stückaktiengegen Bareinlagen zu erhöhen (GenehmigtesKapital I ¹Greenshoeª). Dabei sind so vieleStückaktien auszugeben,dass sich die Aktienzahlin demselben Verhältnis erhöht wiedas Grundkapital. Das Bezugsrecht derAktionäre ist ausgeschlossen.Der in der auûerordentlichen Hauptversammlungder Gesellschaft vom 8. Oktober 1999gefaûte Beschluû zur Schaffung eines bedingtenKapitals zur Gewährung von Bezugsrechten anArbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführungder Gesellschaft oder verbundenerUnternehmen erhielt in der auûerordentlichenHauptversammlung vom 26. Oktober 1999folgende Fassung:± Das Grundkapital der Gesellschaft ist um biszu 5 375.000,± bedingt erhöht durch Ausgabevon bis zu· 40.000 neuen,auf den Inhaber lautendenStückaktien an die Mitglieder des Vorstandsder Gesellschaft,Die auûerordentliche Hauptversammlung vom8. Oktober 1999 hat u. a. folgende Beschlüssegefasst:± Der Vorstand wird ermächtigt,in der Zeitbis zum 30. September 2004 das Grundkapitalder Gesellschaft mit Zustimmung desAufsichtsrats einmalig oder mehrfach um biszu insgesamt 5 4.650.000,± durch Ausgabeneuer,auf den Inhaber lautender Stückaktiengegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zuerhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabeisind so viele Stückaktien auszugeben,dasssich die Aktienzahl in demselben Verhältniserhöht wie das Grundkapital. Der Vorstandist ermächtigt,jeweils mit Zustimmung des· 10.000 neuen,auf den Inhaber lautendenStückaktien an die Mitglieder derGeschäftsführung von verbundenenUnternehmen,· 55.000 neuen,auf den Inhaber lautendenStückaktien an die Arbeitnehmer derGesellschaft und· 270.000 neuen,auf den Inhaber lautendenStückaktien an die Arbeitnehmer vonverbundenen Unternehmen(Bedingtes Kapital I). Dabei werden so vieleStückaktien ausgegeben,dass sich die Zahl der34www.sinnerschrader.de


Aktien in demselben Verhältnis wie das Grundkapitalerhöht.Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährungvon Bezugsrechten an die vorstehendgenannten Personen. Gehören Personen mehrerender vorstehend bezeichneten Gruppen an,finden keine Doppelzuteilungen statt. Mitgliederndes Vorstands dürfen ausschlieûlichBezugsrechte auf Aktien des für die Mitgliederdes Vorstands bereitgehaltenen Kontingentsgewährt werden. Mitgliedern der Geschäftsführungvon verbundenen Unternehmen dürfen ausschlieûlichBezugsrechte auf Aktien des für Mitgliederder Geschäftsführung verbundenerUnternehmen bereitgehaltenen Kontingentsgewährt werden.Die Bezugsaktien werden jeweils zu dem Betragausgegeben,der dem Durchschnitt der in denletzten zehn Handelstagen vor der jeweiligenBezugsrechtsgewährung an der FrankfurterWertpapierbörse durchschnittlich festgestelltenKurse für voll an der Verteilung eines Gewinnsund des Gesellschaftsvermögens beteiligte,stimmberechtigte Aktien der Gesellschaft zuzüglichzwanzig Prozent entspricht. Für Bezugsrechte,dievor dem Börsengang der Gesellschaftgewährt oder zugesagt werden,beläuft sich derBezugspreis auf den Emissionspreis zuzüglichzwanzig Prozent (Bezugspreis). Die Bezugsrechtekönnen nur dann ausgeübt werden,wenn der ander Frankfurter Wertpapierbörse ermittelte Schlusskursder Aktie der Gesellschaft mindestens denBezugspreis erreicht hat (Erfolgsziel). Der Aufsichtsratkann generell und im Einzelfall weitereErfolgsziele für die den Mitgliedern des Vorstandsgewährten Bezugsrechte vergeben. DerVorstand kann generell und im Einzelfall weitereErfolgsziele für die den Mitgliedern der Geschäftsführungeines verbunden Unternehmens,Arbeitnehmer der Gesellschaft oder Arbeitnehmerneines verbundenen Unternehmens gewährtenBezugsrechte vorgeben.Die Bezugsrechte können je Bezugsberechtigtemzu einem Drittel frühestens zwei,zu einem weiterenDrittel frühestens drei und zu einem weiterenDrittel frühestens vier Jahre nach ihrerGewährung ausgeübt werden (Wartefrist). DieBezugsrechte sind spätestens sechs Jahre nachihrer Gewährung auszuüben. Die Ausübung istjährlich nur in den ersten zwanzig Handelstagennach der ordentlichen Hauptversammlung oderin den ersten zwanzig Handelstagen nach derBekanntgabe der Ergebnisse des dritten Quartalszulässig (Ausübungszeitraum).Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweitdurchgeführt,wie Bezugsrechte ausgeübt werden.Die Bezugsaktien nehmen ab Beginn desGeschäftsjahres,in dem sie ausgegeben werden,am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt,dieweiteren Einzelheiten der Bezugrechtsgewährungan Mitglieder des Vorstandes derGesellschaft festzulegen. Der Vorstand wirdermächtigt,die weiteren Einzelheiten der Bezugrechtsgewährungan Mitglieder der Geschäftsführungeines verbundenen Unternehmens,Arbeitnehmer der Gesellschaft oder Arbeitnehmereines verbundenen Unternehmens festzulegen.www.sinnerschrader.de35


7.0SinnerSchrader AktiengesellschaftNach Durchführung der Kapitalerhöhung und Platzierung der Aktien im Rahmen des Börsengangssind die bisherigen Altaktionäre wie folgt beteiligt:Anzahl Stückaktiennach Abschluss derPlatzierungohne Ausübung derMehrzuteilungsoptionnach Ausübung derMehrzuteilungsoptionAnteil in % Anteil in %Dolf GmbH 6.015.000 61,7 60,3Debby GmbH 1.485.000 15,2 14,9Bevorrechtigte Zuteilung 157.500 1,6 1,6Freie Aktionäre 2.092.500 21,5 23,2Summe 9.750.000 100,0 100,0Die Eintragung der Beschlüsse der Hauptversammlungvom 4. Oktober 1999 sowie die Durchführungder Kapitalerhöhung erfolgten am 28. Oktober1999. Die Beschlüsse der auûerordentlichenHauptversammlung vom 8. Oktober und 26. Oktober1999 werden zur Eintragung angemeldet.Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr5 9.750.000,± und ist eingeteilt in 9.750.000 auf denInhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Darüberhinaus besteht ein Genehmigtes Kapital I bis zum30. September 2004 in Höhe von bis zu 5 225.000,±und ein Genehmigtes Kapital II bis zum 30. September2004 in Höhe von bis zu 5 4.650.000,±. Esbesteht ferner ein Bedingtes Kapital in Höhe von biszu 5 375.000,± für die Gewährung von Bezugsrechtenim Rahmen des Aktienoptionsplans 1999.Öffentliches Angebot und PlatzierungDas Bankenkonsortium,bestehend aus derDG Bank Deutsche Genossenschaftsbank AGund der J. Henry Schroder & Co. Limited,London,unter Führung der CommerzbankAktiengesellschaft,hat die 2.250.000 auf denInhaber lautenden nennwertlosen Stückaktienaus der Kapitalerhöhung vom Oktober 1999 inder Zeit vom 26. bis 29. Oktober 1999 zumKauf angeboten. In Deutschland erfolgte einöffentliches Angebot an Privatanleger und institutionelleAnleger. Die Aktien wurden fernerinternational institutionellen Anlegern angeboten.In die zu platzierenden Aktien eingerechnetwurden 7% des Platzierungsvolumens,die denMitarbeitern sowie Kunden und Geschäftsfreundender Gesellschaft angeboten wurden. DieseAktien konnten zum Kaufpreis erworben werden.Zusätzlich ist der Commerzbank Aktiengesellschafteine Option eingeräumt worden,füreine Frist von 30 Kalendertagen ab dem Tag derersten Notierung weitere bis zu 225.000 auf denInhaber lautende nennwertlose Stückaktien ausgenehmigtem Kapital zur Abdeckung von Mehrzuteilungenzu übernehmen (¹Mehrzuteilungsoptionª).36www.sinnerschrader.de


Die Preisspanne,innerhalb derer Kaufangeboteabgegeben werden konnten,wurde am 22. Oktober1999 auf 5 9,± bis 5 12,± je Aktie festgelegtund am 26. Oktober 1999 in der Börsen-Zeitungveröffentlicht. Die Kaufangebote konnten miteinem Preislimit innerhalb der Preisspanne versehenwerden. Die Preisbildung erfolgte im Rahmendes sog. Bookbuilding. Bei diesem Verfahrenwurden sämtliche abgegebenen Kaufangebote ineinem Orderbuch festgehalten. Erst nachdem dieVerkaufsfrist am 29. Oktober 1999 abgelaufenund das Orderbuch geschlossen wurde,wurdeder Preis festgesetzt und die Aktien aufgrund derdann vorliegenden Angebote zugeteilt. Der endgültigePlatzierungspreis wurde am 29. Oktober1999 auf 5 12,± je Aktie festgelegt und am 1. November1999 im Handelsblatt veröffentlicht.Anleger,die ihr Kaufangebot bei einer der Bankendes Konsortiums abgegeben haben,könnendie Anzahl der jeweils zugeteilten Aktien amersten Bankarbeitstag nach der Preisfestsetzungbei dieser Bank in Erfahrung bringen.Die Kaufangebote wurden von den Banken freibleibendwährend der üblichen Schalterstundenentgegengenommen. Insbesondere für den Fall,dass das Platzierungsvolumen nicht ausreicht,sämtliche Kaufaufträge zum endgültigen Platzierungspreiszu bedienen,behielten sich die Bankenvor,Kaufangebote nicht oder nur teilweiseanzunehmen.Börsenzulassung, Zahltag und LieferungSämtliche Aktien der Gesellschaft,die Gegenstanddes Unternehmensberichts sind,wurdenzum Geregelten Markt mit Aufnahme des Handelsim Neuen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörsezugelassen. Die Aufnahme des Handelsim Neuen Markt der 2.250.000 Stückaktien,die aufgrund einer Kapitalerhöhung vom Oktober1999 ausgegeben wurden (WKN 514 190),ist für den 2. November 1999 beantragt. Die7.500.000 Stückaktien,die dem Veräuûerungsverbotunterliegen (WKN 514 192),werden nachAblauf einer Frist von sechs Monaten ab Aufnahmedes Handels im Neuen Markt in diebereits bestehende Notierung einbezogen.Der Kaufpreis für die neuen Aktien zuzüglich derüblichen Effektenprovision ist von den Erwerbernam 3. November 1999 zu entrichten. Zudiesem Datum erfolgt auch die buchmäûigeLieferung der Aktien durch die Deutsche BörseClearing AG,die Morgan Guaranty Trust Companyof New York,Büro Brüssel,als Betreiberindes Euroclear-Systems,oder die Cedelbank,sociØtØ anonyme,Luxemburg.Verwendung des EmissionserlösesDie Gesellschaft beabsichtigt,mit dem Emissionserlösfolgende Maûnahmen zu finanzieren:1. Weitere Forcierung des internen und externenWachstums und Ausbau des Kompetenzvorsprungsim Bereich web-basierenderGeschäftslösungen;www.sinnerschrader.de37


7.0SinnerSchrader Aktiengesellschaft2. Internationalisierung des Geschäftes durchAufbau und Festigung einer europäischenDienstleistungsmarke;3. Beteiligungen an eCommerce-Unternehmen.Gegenstand dieses Prospekts als Unternehmensberichtsind die insgesamt± 9.750.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosenStückaktien (gesamtes Grundkapital)Der Nettoerlös (ohne Mehrzuteilungsoption) ausder Platzierung der Aktien beträgt 5 25,0 Mio.Die von der Gesellschaft zu tragende Vergütungan das Bankenkonsortium beträgt rund 5 1,5Mio. Die weiteren Emissionskosten belaufensich auf rund 5 515.000,±. Sofern die von derGesellschaft der Commerzbank AG eingeräumteMehrzuteilungsoption in voller Höhe (bis zu225.000 Stückaktien) ausgenutzt wird,erhöhtsich der Emissionserlös der Gesellschaft um 5 2,6Mio; die Vergütung an das Bankenkonsortiumbeträgt dann zusätzlich etwa 5 83.250,±.Gegenstand dieses ProspektsGegenstand dieses Prospekts als Verkaufsprospektsind die± 2.250.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosenStückaktien aus der im Oktober1999 beschlossenen Kapitalerhöhungsowie± bis zu 225.000 auf den Inhaber lautendennennwertlosen Stückaktien aus genehmigtemKapital im Hinblick auf die der CommerzbankAktiengesellschaft eingeräumte Mehrzuteilungsoption;und zwar± 7.500.000 Stückaktien aus dem Besitz derAltaktionäre,die dem Veräuûerungsverbotunterliegen (bisheriges Grundkapital)sowie± 2.250.000 Stückaktien aus der im Oktober1999 beschlossenen Kapitalerhöhungjeweils mit voller Gewinnanteilberechtigung fürdas Geschäftsjahr 1999/2000,d.h. ab dem1. September 1999.Die im Rahmen der Platzierung ausgegebenenAktien sowie die übrigen Aktien sind in einerGlobalurkunde verbrieft,die bei der DeutscheBörse Clearing AG,Frankfurt am Main,(¹ClearingAGª) hinterlegt wurde. Ein Anspruch aufVerbriefung ist satzungsgemäû ausgeschlossen.In der Girosammelverwahrung erfolgt die Einbuchungdes Gesamtbestandes anteilig auf diebeiden Wertpapier-Kenn-Nummern (siehe auch¹Zusammenfassung des Angebots ± Börsennotierungª),wobeidurch die Globalurkunde einedepotbestandsmäûige Trennung über Abwicklungskontenvorgenommen wird,d.h. dieBestände der Altaktionäre (WKN 514 192) werdendepotbestandsmäûig getrennt verwahrt.Diese Aktien werden in der Girosammelverwah-38www.sinnerschrader.de


ung mit einer Gesamtsperre belegt,so dasskeine Depotbestandsveränderungen währenddes Zeitraums des Veräuûerungsverbots möglichsind. Am Tage des Ablaufs des Veräuûerungsverbotsveranlasst die Clearing AG automatischdie Zusammenlegung der Depotbestände derbeiden Wertpapier-Kenn-Nummern auf dieWertpapier-Kenn-Nummer 514 190.Matthias Schrader (geboren 1967),Hamburg,istfür Strategie und Business Development verantwortlich.Er studierte Informatik und Geschichtein Hamburg. Von 1993 bis 1996 arbeitete er alstechnischer Redakteur bei verschiedenen Fachzeitschriftenund als freier Berater im BereichNeue Medien. 1996 Mitbegründer der sinner +schrader GbR.Organe der GesellschaftDer Vorstand der Gesellschaft besteht satzungsgemäûaus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsratbestimmt die Zahl der Mitglieder desVorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzendendes Vorstands sowie stellvertretendeVorstandsmitglieder ernennen.Mitglieder des Vorstands sind zur Zeit:Oliver Sinner,HamburgMatthias Schrader,HamburgDetlef Wichmann,HamburgThomas Dyckhoff,HamburgDer Aufsichtsrat hat keinen Vorsitzenden desVorstands bestimmt. Oliver Sinner und MatthiasSchrader führen das Gremium gemeinschaftlich.Detlef Wichmann (geboren 1966),Hamburg,istfür IT-Beratung und IT-Services verantwortlich.Er studierte technische Informatik in Hamburg.Nach seinem Studium arbeitete er bis 1997 alsSoftware-Entwickler bei Star Division (heute:Sun),Go Live (heute: Adobe) und zuletzt alsAbteilungsleiter Professional Services bei Intershop,Hamburg.1997 Eintritt in die Geschäftsleitungder sinner+schrader Interactive SoftwareGmbH.Thomas Dyckhoff (geboren 1962),Hamburg,istfür Finanzen/Controlling,Investor Relations undAkquisitionen verantwortlich. Er studierte Informatikin Karlsruhe und anschlieûend BusinessAdministration in Washington D.C. Er warzuletzt als Senior Manager Mergers & Acquisitionsfür DaimlerChrysler tätig. Im Oktober1999 Berufung in den Vorstand der Sinner-Schrader AG.Oliver Sinner (geboren 1968),Hamburg,ist fürdie Betreuung von Key Accounts und Personalverantwortlich. Er studierte Jura und Betriebswirtschaftin Hamburg. Von 1993 bis 1996 beschäftigteer sich beim Hamburger Otto Versandschwerpunktmäûig mit dem Thema Neue Medien.1996 Mitbegründer der sinner+schrader GbR.Die Gesellschaft wird gesetzlich vertreten durchzwei Vorstandsmitglieder gemeinschaftlich oderdurch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaftmit einem Prokuristen. Der Aufsichtsrat kanneinem oder mehreren Vorstandsmitgliedern Einzelvertretungsbefugniserteilen und von denBeschränkungen des § 181 BGB Befreiung ertei-www.sinnerschrader.de39


7.0SinnerSchrader Aktiengesellschaftlen,soweit dem § 112 AktG nichts entgegensteht.Den Vorstandsmitgliedern wurde bisherkeine Einzelvertretungsbefugnis erteilt.Die Vorstandsmitglieder Oliver Sinner,MatthiasSchrader und Detlef Wichmann erhielten imRumpfgeschäftsjahr vom 1.1.1999 bis zum31.8.1999 als Geschäftsführer dersinner+schrader Interactive Marketing GmbHbzw. sinner+schrader Interactive SoftwareGmbH Gesamtbezüge in Höhe von rundDM 400.000,± (einschlieûlich Stellung einesPKW und Tantiemen). Vorstandsbezüge fielen indieser Zeit nicht an.Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäû aus dreiMitgliedern,wenn Arbeitnehmermitglieder nichtzu bestellen sind und der Aufsichtsrat nicht aufgrundzwingender gesetzlicher Vorschriften auseiner abweichenden Zahl von Mitgliedernbesteht.Dem Aufsichtsrat gehören an:Dr. Markus Conrad,Hamburg± Vorsitzender ±Geschäftsführer der Georg Lingenbrink GmbH& Co.,stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der edelmusic AG; Aufsichtsratsmitglied der TchiboHolding AG und der Zapf Creation AG;Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine angemesseneVergütung für jedes volle Geschäftsjahr,die durch Beschluss der Hauptversammlung festgelegtwird. Die Vergütungen für den Vorsitzendendes Aufsichtsrats betragen das Doppelte undfür dessen Stellvertreter das Eineinhalbfache derBeträge. Im Jahr des Beginns und der Beendigungder Amtszeit steht den Aufsichtsratsmitgliederndie Vergütung zeitanteilig zu. Auûerdem erhaltendie Aufsichtsratsmitglieder Ersatz ihrer Barauslagensowie die auf ihre Vergütung und Auslagenzu entrichtende Umsatzsteuer.Nach Abschluss der Platzierung halten die Mitgliederdes Vorstands und ihre Stämme5.571.900 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsratshalten 204.167 Aktien. Den Mitgliedern desVorstands und des Aufsichtsrats wurden keineDarlehen oder Garantien seitens der Gesellschaftgewährt.Die Hauptversammlung findet am Sitz derGesellschaft,einem deutschen Börsenplatz odereinem anderen vom Aufsichtsrat zu bestimmendenOrt in Niedersachsen oder Schleswig-Holsteinstatt. In der Hauptversammlung gewährt jeeine Stückaktie eine Stimme.Fritz R. Seikowsky,München± Stellv. Vorsitzender ±Managing Director der Bain & Company Germany;Reinhard Pöllath,Rechtsanwalt,MünchenAufsichtsratsmitglied der TA Triumph-Adler AG40www.sinnerschrader.de


Gewinnverwendung und DividendenpolitikIn den letzten Geschäftsjahren erzielten die genannten Gesellschaften folgende Jahresüberschüsse/-fehlbeträge:SinnerSchrader Aktiengesellschaft in Gründung (Konzernabschluû nach U.S. GAAP)Gewinn jeAktie*)Geschäftsjahr± in TDM ± ± in DM ±1997 (17. Februar bis 31. Dezember) 24 0,001998 93 0,011. Januar bis 31. August 1999 1.340 0,18*) Berechnungsgrundlage ist die Höhe des Aktienkapitals zum 31. August 1999 von 7.500.000 Stückaktien.SinnerSchrader Aktiengesellschaft (Einzelabschluû nach HGB 1 ))Verlust jeAktie 2 )Geschäftsjahr± in TDM ± ± in DM ±19. Juli bis 31. August 1999 ± 194 0,031) Jahresabschluû vom Aufsichtsrat noch nicht festgestellt.2) Berechnungsgrundlage ist die Höhe des Aktienkapitals zum 31. August 1999 von 7.500.000 Stückaktien.sinner+schrader Interactive Marketing GmbH (nach HGB)JahresüberschussJahresfehlbetragJahresüberschussGeschäftsjahr±inTDM±1997 (17. Februar bis 31. Dezember) 221998 711999 (1. Januar bis 31. August) 1.464 *)*) Ungeprüfter Zwischenabschluss.www.sinnerschrader.de41


7.0SinnerSchrader Aktiengesellschaftsinner+schrader Interactive Software GmbH (nach HGB)JahresüberschussGeschäftsjahr±inTDM±1998 (4. Februar bis 31. Dezember) 711999 (1. Januar bis 31. August) 32 *)*) Ungeprüfter Zwischenabschluss.Der Jahresfehlbetrag der SinnerSchrader Aktiengesellschaftfür das Rumpfgeschäftsjahr 1999wird auf neue Rechnung vorgetragen. Im Jahr1999 wurden aus den Jahresüberschüssen derGeschäftsjahre 1997 und 1998 gemäû GewinnverwendungsbeschlüssenAusschüttungen an dieAnteilseigner vorgenommen.Die Hauptversammlung beschlieût über die Verwendungdes Bilanzgewinnes; sie ist hierbei anden festgelegten Jahresabschluss gebunden. Satzungsgemäûkönnen Vorstand und Aufsichtsratbis zu 75% des Jahresüberschusses in andereGewinnrücklagen einstellen,bis die Hälfte desGrundkapitals erreicht ist.Die Festlegung und Ausschüttung künftigerDividenden wird gemeinsam vom Vorstand undAufsichtsrat der Gesellschaft vorgeschlagen undvon der Hauptversammlung beschlossen.Bestimmende Faktoren sind insbesondere dieProfitabilität,die Finanzlage,der Kapitalbedarf,die Geschäftsaussichten sowie die allgemeinenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen derGesellschaft. Da die Strategie des Unternehmensauf internes und externes Wachstum ausgelegtist,werden hierfür Investitionen notwendig sein,die ± soweit möglich ± intern finanziert werdensollen. Diese Dividendenpolitik kann sich in denkünftigen Jahren ändern.Die Gesellschaft geht davon aus,bei Erzielungeines ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns fürdas laufende Geschäftsjahr keine Dividendenzahlungenvorzunehmen,sondern für die Finanzierungdes geplanten Geschäftsaufbaus zu thesaurieren.An die Aktionäre zahlbare Dividenden unterliegengrundsätzlich der Kapitalertragsteuer unddem Solidaritätszuschlag nach deutschem Recht(vgl. hierzu und zu den Besonderheiten im Rahmender Körperschaftsteueranrechnung dasKapitel ¹Besteuerung in Deutschlandª). Bei derErhöhung des Grundkapitals kann für die neuenAktien eine von der Gewinnberechtigung derbisherigen Aktien abweichende Art der Gewinnverteilungbeschlossen werden (§ 60 (3) AktG).42www.sinnerschrader.de


Geschäftsjahr, Bekanntmachungen undZahlstellenDas Geschäftsjahr beginnt am 1. September undendet am 31. August des Folgejahres. DasGeschäftsjahr 1999 ist ein Rumpfgeschäftsjahrund endete am 31. August 1999.Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgenim Bundesanzeiger und in mindestens einemüberregionalen Pflichtblatt der FrankfurterWertpapierbörse.AbschlussprüferDer Konzernabschluss nach U.S. GAAP derSinnerSchrader Aktiengesellschaft in Gründungfür die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 1997und 1998 sowie für das Rumpfgeschäftsjahrvom 1. Januar 1999 bis zum 31. August 1999wurde von ARTHUR ANDERSEN WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftmbH,Düsternstraûe 1,20355 Hamburg,geprüftund mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerkversehen.Die Gesellschaft wird im Inland mindestens einKreditinstitut als Zahlstelle bestimmen undbekannt geben,an dessen Schaltern die Auszahlungder Gewinnanteile,die Ausübung vonBezugsrechten und alle sonstigen,die Aktienbetreffenden Maûnahmen kostenfrei durchgeführtwerden können. Zahlstellen sind zur Zeitdie am Ende des Prospekts aufgeführten Kreditinstitute.Die Einzelabschlüsse nach HGB dersinner+schrader Interactive Marketing GmbHsowie der sinner+schrader Interactive SoftwareGmbH zum 31. Dezember 1998 wurden ebenfallsvon ARTHUR ANDERSEN WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftmbH,Düsternstraûe 1,20355 Hamburg,geprüftund mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerkversehen.RechtsstreitigkeitenNach Kenntnis der Gesellschaft bestehen keineGerichts- oder Schiedsverfahren oder ähnlicheVerfahren,in die die Gesellschaft oder eine ihrerTochtergesellschaften verwickelt sind oder inden letzten zwei Geschäftsjahren verwickeltwaren,die einen erheblichen Einfluss auf diewirtschaftliche Lage der Gesellschaft oder ihrerTochtergesellschaft haben könnten oder in denletzten zwei Geschäftsjahren gehabt haben.Nach Kenntnis der Gesellschaft sind derartigeVerfahren derzeit nicht anhängig oder angedroht.www.sinnerschrader.de43


8.0Erläuterung und Analyse der Finanzlage und der ErgebnisseErläuterung und Analyse der Finanzlage und derErgebnisseDie folgenden Erläuterungen zur Entwicklungder Finanzlage und zu den Ergebnissen derSinnerSchrader-Gruppe (¹SinnerSchraderª)basieren auf den Konzernabschlüssen derSinnerSchrader Aktiengesellschaft in Gründungzum 31. August 1999 (Rumpfgeschäftsjahr),31. Dezember 1998 und 31. Dezember 1997 dieim Anschluss in diesem Prospekt aufgeführt sind.Sie sollten im Zusammenhang mit diesenAbschlüssen einschlieûlich des Anhangs gelesenwerden.Die SinnerSchrader Aktiengesellschaft (vormalsDesideria Vermögensverwaltung GmbH) wurdeam 19. Juli 1999 gegründet. Im Wege der Sachkapitaleinlagewurden am 27. August 1999 diesinner+schrader Interactive Marketing GmbH(gegründet am 12. Februar 1997,eingetragen am3. März 1997) und die sinner+schrader InteractiveSoftware GmbH (gegründet am 18. Dezember1997,eingetragen am 4. Februar 1998) in dieSinnerSchrader Aktiengesellschaft eingebracht. FürZwecke der Konzernabschlüsse wird davon ausgegangen,dassdie GmbHs jeweils seit ihrer Gründungvon einer Holdinggesellschaft gehaltenwurden.Der Konzernabschluss per 31. August 1999beruht auf dem Jahresabschluss der SinnerSchraderAktiengesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahrvom 19. Juli 1999 bis zum 31. August 1999sowie auf den ungeprüften Zwischenabschlüssender beiden GmbHs zu diesem Stichtag. Die Konzernabschlüsseper 31. Dezember 1998 und31. Dezember 1997 basieren auf den jeweiligenJahresabschlüssen der sinner+schrader InteractiveMarketing GmbH und sinner+schraderInteractive Software GmbH.Die Konzernabschlüsse wurden nach den USamerikanischenBilanzierungsregeln U.S. GAAPaufgestellt,von ARTHUR ANDERSEN WirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaftmbH,Hamburg geprüft und unter demVorbehalt,dass die beschlossene,im Konzernabschlussberücksichtigte Kapitalerhöhung sowiedie formwechselnde Umwandlung in eineAktiengesellschaft im Handelsregister eingetragenwerden,mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerkversehen. Nach Abschluss derPrüfung erfolgten die entsprechenden Eintragungenin das Handelsregister. Im Anschluss an denAnhang der Konzernjahresabschlüsse werden ineinem zusätzlichen Abschnitt wesentliche Unterschiedezwischen den Rechnungslegungsgrundsätzennach HGB und U.S. GAAP erläutert.ÜberblickSinnerSchrader ist ein in Deutschland führendesBeratungs- und Dienstleistungsunternehmen füreCommerce-Anwendungen. Unternehmen,diedas Internet als Plattform für den Abschluss undgegebenenfalls auch die Abwicklung vonGeschäften mit Kunden bzw. Zulieferern nutzenwollen,bietet SinnerSchrader ein umfassendesDienstleistungsangebot: angefangen mit derBeratung zu internetbasierenden Business-Modellen,über deren Konzeption und Realisierungsowohl im Hinblick auf die Gestaltung undRedaktion der Transaktionsplattform als auchauf die Implementierung der Transaktionssoft-44www.sinnerschrader.de


ware einschlieûlich der Anbindung an z. B. ERP-Systeme bis hin zur laufenden Betreuung undzum Betrieb der Sites liefert SinnerSchrader zuinternetbasierten eCommerce-Anwendungenalles aus einer Hand. Darüber hinaus betreutSinnerSchrader seine Kunden bei der Online-Vermarktung der eCommerce-Sites und übernimmtOnline-Mediaplanung,Gestaltung derWerbebanner sowie deren Platzierung.Seit Aufnahme der Geschäftstätigkeit im Jahr1996 hat sich SinnerSchrader konsequent aufkundenspezifische Beratung und Entwicklungvon transaktionalen Websites für eCommerce-Anwendungen fokussiert. Aufgrund der dadurchaufgebauten Beratungs- und Umsetzungskompetenzkonnte eine schnell wachsende Zahl vonKunden gewonnen werden. Bis zum 31. August1999 wurden mehr als fünfzig Kunden betreut ±neben innovativen Internet-Start-ups,wie zumBeispiel ricardo.de oder buecher.de,renommierteUnternehmen,wie Deutsche Bank 24,Europcaroder Talkline. Entsprechend dynamisch hat sichder Umsatz von DM 1,3 Mio. im Jahr 1997, überDM 3,6 Mio. in 1998 auf DM 8,4 Mio. bis zum31. August 1999 ausgeweitet. Für die Realisierungeines solchen Wachstums war der Auf- undAusbau eines hochqualifizierten und motiviertenMitarbeiterstamms von entscheidender Bedeutung.Von 4 Mitarbeitern am Anfang des Jahres1997 gelang es,das SinnerSchrader-Team auf62 Mitarbeiter am 31. August 1999 auszubauen.Anfang September 1999 sind bereits weitere10 Mitarbeiter hinzugekommen. Seit 1997 konntennicht nur Geschäftsaufbau und Wachstumbewältigt werden; SinnerSchrader gelang es auch,den Jahresüberschuss kontinuierlich zu verbessern.Das Betriebsergebnis stieg von rd. DM 0,05Mio. in 1997,über DM 0,27 Mio. in 1998 aufDM 2,83 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 1999 an.Umsatz und UmsatzrealisierungDen überwiegenden Anteil des Umsatzes erwirtschaftetSinnerSchrader im Projektgeschäft fürseine Kunden. Die Projektinhalte reichen von derBeratung zu eCommerce-Strategien über dieKonzeption von eCommerce-Anwendungen biszur Realisierung der transaktionalen Websites.Die Projekte werden im Normalfall auf Festpreisbasisvereinbart. Die Umsätze aus diesenProjekten werden grundsätzlich unter Anwendungder Regeln des Statement of Position (SOP)81-1 des American Institute of Certified PublicAccountant (AICPA) ¹Accounting for Performanceof Construction Type and Certain ProductionType Contractsª bilanziert. Soweit verläûlicheSchätzungen über die noch anfallendenKosten bei der Projektfertigstellung vorliegen,werden die Projektumsätze nach der ¹percentage-of-completionº-Methodegemäû SOP 81-1realisiert. Andernfalls werden die Projekte nachder ¹completed contractº-Methode behandelt.Dort wo in den Projektverträgen Meilensteineder Fertigstellung definiert sind,erfolgt dieUmsatzrealisierung jeweils bei Erreichen dieserMeilensteine. Einige Projektaufträge,vor allemaber die kontinuierliche Betreuung von Websitesder Kunden werden nach Aufwand abgerechnet.Hier wird der Umsatz über monatliche Abrechnungendes angefallenen Aufwands realisiert.www.sinnerschrader.de45


8.0Erläuterung und Analyse der Finanzlage und der ErgebnisseDes weiteren bietet SinnerSchrader den Kundenaus dem Projektgeschäft die Vermarktung seinerWebsites im Internet an. Dafür werden demKunden die Kosten für die entsprechenden Werbeplätzezuzüglich einem Honorar für die Leistungenvon SinnerSchrader nach Durchführungder jeweiligen Werbemaûnahme in Rechnunggestellt. Entsprechend den Usancen in derWerbebranche werden im Nettoumsatz dieAbrechnungserlöse abzüglich des SinnerSchraderentstehenden Aufwands für die Werbeplätzegezeigt. Der Bruttoumsatz enthält die vollständigenAbrechnungserlöse.Darüber hinaus übernimmt SinnerSchrader inEinzelfällen auch den Betrieb der Websites aufBasis monatlicher Grund- und lastabhängigerZusatzgebühren oder beschafft für Kunden diefür den Betrieb benötigte Hard- und Software.Die Umsatzrealisierung erfolgt hier nachAbrechnung bzw. nach dem Gefahrenübergang.Grundsätzlich werden die Umsätze abzüglichetwaiger Skonti,Kundenboni oder Rabatteerfasst.Die Kosten der Umsatzerlöse bestehen imWesentlichen aus den Personalkosten für die Mitarbeiter,diedie Projekt- und Mediadienstleistungenerbringen,sowie aus anteilig zugeordnetenRaumkosten,Kommunikationskosten,Lizenzkosten und Abschreibungen. Darüber hinausist der Aufwand für bezogene Hard- und Softwaresowie für bezogene Dienstleistungen,soweitsie realisierten Umsätzen direkt zuordenbar sind,in den Kosten der Umsatzerlöse enthalten.In den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskostenist der Aufwand für Marketing und Vertriebder SinnerSchrader Dienstleistungen,fürdas Finanz- und Rechnungswesen,die Personalentwicklungund -verwaltung,für Rechtsberatungund Prüfungsleistungen sowie für dieGeschäftsführung zusammengefasst. Die Kostensetzen sich zum einen aus den Personalkosten fürdie diesen Funktionen zugeordneten Mitarbeiternsowie anteiligen Raumkosten,Kommunikationskosten,Lizenzkostenund Abschreibungen,zum anderen aus den Kosten für die Inanspruchnahmeexterner Dienstleister zusammen.AufwandsstrukturierungEntsprechend dem Umsatzkostenverfahren werdendie betrieblichen Kosten in Kosten derUmsatzerlöse einerseits und Vertriebs- und allgemeineVerwaltungskosten andererseits gegliedert;Forschungs- und Entwicklungskosten werdennicht ausgewiesen,da SinnerSchrader bisherSoftwareentwicklung nur im Rahmen von Kundenprojektenbetreibt.46www.sinnerschrader.de


Ertragslage im Rumpfgeschäftsjahr 1997, im Geschäftsjahr 1998 undim Rumpfgeschäftsjahr 1999Umsatzwachstum 1999 gegenüber den Vorjahren noch einmal gesteigert.1. Januarbis31. August19991. Januarbis31. Dezember199817. Februarbis31. Dezember1997Umsatz±inTDM± ±inTDM± ±inTDM±Projektdienstleistungen 5.549 2.717 1.092Mediadienstleistungen 2.744 789 167Sonstige 108 91 81Bruttoumsatz, gesamt 8.400 3.597 1.339Mediakosten ± 2.370 ± 695 ± 119Nettoumsatz, gesamt 6.029 2.902 1.220Mit einem Anstieg des Bruttoumsatzes vonDM 3,6 Mio. in 1998 auf DM 8,4 Mio. in denersten acht Monaten 1999 hat SinnerSchraderdas Umsatzwachstum angesichts einer starkwachsenden Nachfrage nach eCommerce-Dienstleistungen noch einmal beschleunigenkönnen. Im Jahr 1998 hatte sich der Umsatz imVergleich zu 1997 bereits mehr als verdoppelt.Rund DM 5,5 Mio. des Umsatzes im Rumpfgeschäftsjahr1999 wurden durch Projektdienstleistungenerwirtschaftet,DM 2,7 Mio. durchMediadienstleistungen und DM 0,1 Mio. insonstigen Geschäften. Damit konnte Sinner-Schrader in die Riege der gröûten Anbieter in derBranche in Deutschland aufsteigen; im Bereichder eCommerce-Solutions mit Transaktionsvolumenvon über 200.000 Transaktionen pro Jahrkonnte sich SinnerSchrader seit 1997 als Marktführeretablieren. Es hat sich gezeigt,dass dieMediadienstleistungen,also die Vermarktungneu erstellter Websites,ein wichtiger Bausteindes Dienstleistungsangebots von SinnerSchraderist ± die Zuwachsraten in diesem Geschäft warenbesonders ausgeprägt.Während der Umsatzanstieg von 1997 nach1998 insbesondere durch Hinzugewinnungneuer Kunden geprägt war,stand der Wachstumsschubder ersten acht Monate 1999 vorallem im Zeichen der Ausweitung des durchschnittlichenUmsatzes pro Kunden. 1997 lagder Umsatz pro Kunden noch bei rd. TDM 50;dieses Verhältnis hat sich auf über TDM 200 in1999 verbessert. Damit konnte die Abhängigkeitvon einzelnen Kunden deutlich reduziert werden± wurde 1997 mit dem gröûten Einzelkundennoch ca. 35 % des Bruttoumsatzes realisiert,www.sinnerschrader.de47


8.0Erläuterung und Analyse der Finanzlage und der Ergebnissewaren es im Rumpfgeschäftsjahr 1999 nur nochknapp 16%. Mit 4 Kunden erzielte SinnerSchraderin den ersten acht Monaten 1999 mehr alsDM 1 Mio. Umsatz. Positiv hat den Umsatz fürdas Rumpfgeschäftsjahr beeinflusst,dass einesder Schlüsselprojekte für SinnerSchrader,derAufbau der Webfiliale für den Relaunch derDeutschen Bank 24 am 1. September 1999,gerade zum Ende dieses Geschäftsjahrs,fertiggestelltwurde.Aus dem Bruttoumsatz errechnet sich der Nettoumsatzdurch Abzug der Aufwendungen für denEinkauf der im Rahmen der Mediadienstleistungweiterverkauften Werbeplätze. Aufgrund derrelativen Stabilität der Margen,die SinnerSchraderin diesem Bereich verdienen konnte,verliefdie Nettoumsatzentwicklung in dem betrachtetenZeitraum im Wesentlichen parallel zur Entwicklungdes Bruttoumsatzes.Hohes Mitarbeiterwachstum bei gleichzeitigemAnstieg der Produktivität.Das Geschäftswachstum konnte bewältigt werden,weiles gelang,kontinuierlich qualifizierteund hoch motivierte Mitarbeiter für Sinner-Schrader zu gewinnen und in das Team erfolgreichzu integrieren. Dadurch wuchs die durchschnittlicheAnzahl von Mitarbeitern von 8 imJahr 1997,über 19 im Jahr 1998 auf 41 in denersten acht Monaten des laufenden Jahres an.Ende August 1999 waren 62 Mitarbeiter beiSinnerSchrader beschäftigt,und es wird erwartet,dassdie Mitarbeiterzahl Ende 1999 die100-Grenze überschreitet.48www.sinnerschrader.de


Trotz des Mitarbeiteraufbaus konnte im selbenZeitraum der durchschnittliche Jahresumsatzpro Mitarbeiter erheblich gesteigert werden.Bezogen auf den Bruttoumsatz lagen die Wertefür die Jahre 1997,1998 und 1999 bei rd.TDM 167,TDM 189 und TDM 307 ; die entsprechendenZahlen,bezogen auf das Projektdienstleistungsgeschäft,warenTDM 136,TDM 143,TDM 203. Für diesen Vergleich wurdendie rechnerischen Werte für das Rumpfgeschäftsjahrmit dem Faktor 12 /8 annualisiert.Diese Entwicklung wurde dabei keineswegs durcheine zunehmende Fremdvergabe von Projektleistungenan Subunternehmer bzw. Freelancererreicht. Im Gegenteil konnte der Umfang an fürdie Umsatzerzielung bezogenen Dienstleistungenvon rd. TDM 454 in 1997 auf TDM 95 imRumpfgeschäftsjahr 1999 zurückgeführt werden.In dem Produktivitätszuwachs spiegelt sich deutlichdie in den Jahren aufgebaute Erfahrung inder Realisierung komplexer,transaktionalerWebsites wider: vor allem die Fokussierung aufdie Erstellung kundenspezifischer Softwarelösungen.1. Januarbis31. August1999 *)1. Januarbis31. Dezember199817. Februarbis31. Dezember1997Mitarbeiterwachstum und Produktivität±inTDM± ±inTDM± ±inTDM±Anzahl Mitarbeiter (Periodendurchschnitt) 41 19 8Bruttoumsatz pro Mitarbeiter 307 189 167Projektdienstleistungsumsatz pro Mitarbeiter 203 143 136*) Periodenwerte mit dem Faktor 12 /8 annualisiertwww.sinnerschrader.de49


8.0Erläuterung und Analyse der Finanzlage und der ErgebnisseKosten der Umsatzerlöse deutlich unterproportional angestiegen.Struktur der GuV1. Januarbis31. August1999±in%vomBruttoumsatz±1. Januarbis31. Dezember1998±in%vomBruttoumsatz±17. Februarbis31. Dezember1997±in%vomBruttoumsatz±Bruttoumsatz, gesamt 100,0 100,0 100,0Mediaaufwand ± 28,2 ± 19,3 ± 8,9Nettoumsatz, gesamt 71,8 80,7 91,1Kosten der Umsatzerlöse ± 27,6 ± 50,5 ± 67,7Vertriebs-/Verwaltungskosten ± 10,5 ± 22,7 ± 20,0Betriebsergebnis 33,6 7,5 3,4Sonstige betriebliche Erträge 0,3 0,8 1,0Finanzergebnis 0,1 0,2 0,1Ergebnis vor Steuern 34,1 8,5 4,5Ertragsteuern ± 18,1 ± 6,0 ± 2,7Jahresüberschuss 15,9 2,6 1,8Vor allem aufgrund der genannten Produktivitätssteigerungwuchsen die Kosten der Umsatzerlöseim Vergleich zum Umsatz nur unterproportional.Im Rumpfgeschäftsjahr lagen sie beiDM 2,3 Mio. gegenüber DM 1,8 Mio. bzw.DM 0,9 Mio. für die Geschäftsjahre 1998 und1997. In Prozent vom Bruttoumsatz haben sichdie Kosten des Umsatzes damit von rd. 68% imJahr 1997 auf rd. 28 % in den ersten acht Monaten1999 reduziert. Über den Produktivitätsfortschritthinaus ist ein weiterer Grund für die vergleichsweisegünstige Kostensituation im jüngstenRumpfgeschäftsjahr darin zu sehen,dasssich SinnerSchrader bei wesentlichen sprungfixenKostenfaktoren,wie z. B. Raumkosten undAbschreibungen auf Einrichtungen der zentralenInfrastruktur,an die Kapazitätsgrenzen herangearbeitethat.Auch Vertriebs- und Verwaltungskosten inRelation zum Umsatz rückläufig.Vergleichbar mit den Kosten der Umsatzerlösehaben sich auch die Vertriebs- und AllgemeinenKosten im Verhältnis zum Bruttoumsatz von rd.20% in 1997 auf 11% bis zum 31. August 1999nahezu halbiert. Mit DM 0,9 Mio. (im VergleichDM 0,8 Mio. in 1998 und DM 0,3 Mio. in1997) liegen sie im Rumpfgeschäftsjahr aufeinem äuûerst niedrigen Niveau. Diese Tatsachewird noch dadurch verstärkt,dass das Rumpfge-50www.sinnerschrader.de


schäftsjahr im Vergleich zu den vorangegangenenGeschäftsjahren in erheblichem Umfang mitRechts- und Beratungskosten im Zusammenhangmit der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungbelastet war. Dies ist zum einen daraufzurückzuführen,dass SinnerSchrader aufgrundder Marktstellung bisher über die Geschäftsführunghinaus keine dedizierten Vertriebsmitarbeiterbenötigte. Zum anderen sind auch die Verwaltungsfunktionensehr schlank aufgestellt.Ergebnissprung im Rumpfgeschäftsjahr 1999.Erhöhtes Umsatzwachstum,Produktivitätssteigerungund das Arbeiten an den Kapazitätsgrenzen,auchhinsichtlich der Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen,hatin den ersten achtMonaten 1999 zu einem auûerordentlichenSprung des betrieblichen Ergebnisses aufDM 2,83 Mio. geführt. In den Vorjahren lag dasBetriebsergebnis noch bei DM 0,27 Mio. bzw.DM 0,05 Mio. Die Bruttoumsatzrendite lagdamit 1999 bisher bei knapp 34% gegenüber rd.8% in 1998 und 3% in 1997.TDM 93 in 1998 erreichte der Jahresüberschuss1999 einen Wert von DM 1,34 Mio.Liquidität und KapitalressourcenHohe Liquiditätsposition als Basis fürzukünftiges Wachstum.Am 31. August 1999 verfügte SinnerSchraderüber rd. DM 6,1 Mio. liquide Mittel gegenüberrd. TDM 168 und TDM 8 zu den Bilanzstichtagender Vorjahre. Die liquiden Mittel sind derzeitals Tagesgeld bei Banken guter Bonität angelegt.Der starke Anstieg der liquiden Mittel zumAbschluss der Rumpfgeschäftsjahres 1999 ist vorallem auf die am 27. August 1999 beschlosseneKapitalerhöhung zurückzuführen,in deren Rahmenzusätzliche Gesellschafter rd. DM 4 Mio. inbar für rd. 20% der Anteile an der Gesellschaftübernommen haben.SinnerSchrader von Beginn an mit positivemJahresüberschuss.Bei nur unwesentlichen Unterschieden in densonstigen Erträgen und einem angesichts positiverCash-flows zunehmenden Finanzertrag verläuftdie Entwicklung des Jahresüberschussesvon 1997 bis 1999 ähnlich positiv wie die desBetriebsergebnisses. Nach TDM 24 in 1997 undwww.sinnerschrader.de51


8.0Erläuterung und Analyse der Finanzlage und der ErgebnisseBisheriges Wachstum aus eigenen Mitteln finanziert.1. Januarbis31. August19991. Januarbis31. Dezember199817. Februarbis31. Dezember1997Konzernkapitalflussrechnung±inTDM± ±inTDM± ±inTDM±Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit 2.582 500 135Cash-flow aus Investitionstätigkeit ± 437 ± 366 ± 152Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 3.838 25 25Veränderung flüssiger Mittel 5.982 159 8Seit dem ersten Geschäftsjahr 1997 konnteSinnerSchrader aus dem operativen Geschäfteinen positiven Cash-flow erzielen,der zusammenmit den ursprünglich eingebrachten Eigenmittelnausreichte,die für das Geschäftswachstumbenötigten Investitionen zu finanzieren.Der Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit stiegvon rd. TDM 135 in 1997 auf rd. TDM 500 imJahre 1998 und erreichte für die ersten 8 Monate1999 angesichts der auûerordentlich gutenErtragslage einen Wert von DM 2,6 Mio,obwohl aufgrund der hohen Abrechnungen inden Monaten Juli und August rd. DM 0,8 Mio.in zusätzlichem Working Capital gebunden wurden.Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit betrugrd. TDM ± 437,TDM ± 366 bzw. TDM ± 152für die ersten acht Monate 1999,1998 und1997. Er betraf in allen Jahren im Wesentlichendie Ausstattung der Arbeitsplätze der Mitarbeitermit Computerhard- und -software und Büromöbelnsowie die zentralen Server- und Netzwerkkapazitäten.Darüber hinaus wurde in dieAusstattung der angemieteten Büroräume investiert,umden Mitarbeitern ein attraktivesArbeitsumfeld bieten zu können.In geringem Umfang ± rd. TDM 7 ± wurden imRumpfgeschäftsjahr 1999 erstmals auch liquideMittel in Finanzanlagen gebunden. Dies betrafden Erwerb von Wandelschuldverschreibungen,die von ricardo.de im Rahmen ihres Börsengangsbegeben wurden,im Nennwert von 3 3.500. Inder Bilanz sind die erworbenen Wandelschuldverschreibungennach einer Bewertung mittelsdes Black-Scholes-Modells mit rd. TDM 124ausgewiesen. Für den Differenzbetrag hatSinnerSchrader die Verpflichtung übernommen,in einem festgelegten Umfang Dienstleistungenzu erbringen.Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit weistaus,dass die Finanzierung des Geschäfts seit1997 ausschlieûlich auf Eigenmitteln beruht. ImRumpfgeschäftsjahr 1999 wurden die in den beidenJahren 1997 und 1998 erwirtschafteten Jahresüberschüssenahezu vollständig ausgeschüttet.52www.sinnerschrader.de


SinnerSchrader hat über die Mietzahlungen fürdie Büroräume und Leasingraten für Firmenfahrzeugehinaus keine wesentlichen Verpflichtungen,dienicht in der Bilanz reflektiert sind.Auf Basis der aktuellen Geschäftspläne gehtSinnerSchrader davon aus,auch in den kommendenJahren den Geschäftsaufbau in erster Liniedurch eigene Mittel zu finanzieren. Es ist abernicht auszuschlieûen,dass sich SinnerSchraderaufgrund der Vorteilhaftigkeit anderer Finanzierungsformenoder zur Nutzung von Wachstumsmöglichkeitenüber den Rahmen der derzeitigenGeschäftspläne hinaus in Zukunft bei Bankenoder auf den Kapitalmärkten fremdfinanziert.Voraussichtliche Geschäftsentwicklung vonSinnerSchraderkönnen bzw. dazu führen können,dassSinnerSchrader die Ziele der zukünftigenGeschäftsentwicklung verfehlt. Diese Risikensind in einem separaten Kapitel dieses Prospekts(¹Risikofaktorenª) dargestellt,auf das an dieserStelle verwiesen wird.Ereignisse nach Ablauf des am 31. August 1999endenden RumpfgeschäftsjahresNach Ablauf des Rumpfgeschäftsjahres sindkeine Ereignisse eingetreten,die für SinnerSchradervon besonderer Bedeutung sind und die die Einschätzungvon SinnerSchrader,insbesondere derFinanz- und Ertragslage,materiell verändernwürden.SinnerSchrader strebt für die kommenden Jahrean,die dynamische Umsatzentwicklung fortzusetzen,wassich auch in einem kontinuierlichenAnstieg des Jahresüberschusses niederschlagensoll. Im Kapitel ¹Geschäftstätigkeitª dieses Prospektswerden Strategien und Vorhaben zurUmsetzung dieser Zielsetzung genannt. Im Hinblickauf die Voraussichtliche Geschäftsentwicklungwird darüber hinaus auf die Aussagen imKapitel ¹Geschäftsgang und -aussichtenª amEnde dieses Prospekts verwiesen.Risiken für die weitere EntwicklungDie künftige Geschäftsentwicklung vonSinnerSchrader unterliegt Risiken,die dieErtrags- und Finanzlage negativ beeinflussenwww.sinnerschrader.de53


9.0 FinanzausweiseFinanzausweiseKonzernabschluss nach U.S. GAAPder SinnerSchrader Aktiengesellschaftin Gründung zum 31. August1999 mit Vergleichszahlen zum31. Dezember 1998 und 199754www.sinnerschrader.de


Bestätigungsbericht derUnabhängigen WirtschaftsprüferAn die SinnerSchrader Aktiengesellschaft inGründung:Unter dem Vorbehalt,dass die beschlossene,imKonzernabschluss berücksichtigte Kapitalerhöhungsowie die formwechselnde Umwandlung ineine Aktiengesellschaft im Handelsregister eingetragenwerden,erteilen wir den folgenden Bestätigungsvermerk:wesentlichen Fehlern ist. Eine Prüfung beinhaltetdie Untersuchung der Unterlagen für die in denKonzernabschlüssen ausgewiesenen Beträge undAngaben auf der Grundlage von Stichproben.Eine Prüfung beinhaltet auch die Beurteilung derangewandten Rechnungslegungsgrundsätze undder wesentlichen durch das Management vorgenommenenSchätzungen sowie eine Bewertungder allgemeinen Darstellung der Konzernabschlüsse.Nach unserer Einschätzung stellenunsere Prüfungshandlungen eine angemesseneGrundlage für unseren Bestätigungsvermerk dar.Wir haben die nachfolgenden Konzernbilanzender SinnerSchrader Aktiengesellschaft in Gründungzum 31. August 1999,zum 31. Dezember1998 und zum 31. Dezember 1997 sowie dieentsprechenden Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen,diekonsolidierten Darstellungendes Eigenkapitals sowie die konsolidierten Cashflow-Rechnungenfür das Rumpfgeschäftsjahrvom 1. Januar 1999 bis zum 31. August 1999,das Geschäftsjahr 1998 und das Rumpfgeschäftsjahrvom 17. Februar 1997 (Gründung)bis zum 31. Dezember 1997 geprüft. Die Verantwortungfür die Konzernabschlüsse obliegt demVorstand der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,auf der Grundlage der Ergebnisse unserer Prüfungenzu diesen Konzernabschlüssen einenBestätigungsvermerk zu erteilen.Wir sind der Auffassung,dass die vorgenanntenKonzernabschlüsse in allen wesentlichen Punktendie Vermögenslage der SinnerSchraderAktiengesellschaft in Gründung zum 31. August1999,zum 31. Dezember 1998 und zum31. Dezember 1997 sowie die Ertragslage undden Cash-flow in den jeweiligen dem 31. August1999 vorangegangenen drei (Rumpf-) Geschäftsjahrenin Übereinstimmung mit den in den USAallgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen(U.S. GAAP) angemessen darstellen.Hamburg,den 17. September 1999ARTHUR ANDERSENWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft mbHUnsere Prüfungshandlungen haben wir unterBeachtung der Grundsätze ordnungsmäûigerAbschlussprüfungen vorgenommen. Nach diesenGrundsätzen ist die Prüfung so zu planen unddurchzuführen,dass Gewähr dafür besteht,dassder konsolidierte Jahresabschluss frei vonNendzaWirtschaftsprüferBolashCertified Public Accountantwww.sinnerschrader.de55


9.0 FinanzausweiseSinnerSchrader Aktiengesellschaft in GründungKonzernbilanzen31. August199931. Dezember199831. Dezember1997±inDM± ±inDM± ±inDM±AktivaUmlaufvermögenLiquide Mittel 6.149.889 167.543 8.171Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.460.095 267.911 32.668Sonstige Vermögensgegenstände undRechnungsabgrenzungsposten 196.112 118.181 53.731Umlaufvermögen, insgesamt 7.806.096 553.635 94.570Immaterielle Vermögensgegenstände undSachanlagen, netto 521.177 301.365 97.569Finanzanlagen 123.670 0 08.450.943 855.000 192.139PassivaKurzfristige VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen undLeistungen 529.505 156.718 81.054Rückstellungen 2.216.206 309.936 62.049Rechnungsabgrenzungsposten 217.993 78.400 0Kurzfristige Verbindlichkeiten, insgesamt 2.963.704 545.054 143.103Finanzielle Verpflichtungen (Note 3)EigenkapitalGrundkapital, genehmigt: 7.500.000 Stückaktien;im Umlauf: ±0± Aktien in 1999, 1998und 1997 14.668.725 0 0Eigenkapitalkorrekturposten (Note 5) ± 11.734.980 0 0Kapitalrücklage 1.309.256 243.000 50.000Ausstehende Einlagen ±48.896 ±50.000 ±25.000Bilanzgewinn 1.293.134 116.946 24.036Eigenkapital, insgesamt 5.487.239 309.946 49.0368.450.943 855.000 192.139Der folgende Anhang ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Konzernabschlüsse.56www.sinnerschrader.de


Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnungen für das Rumpfgeschäftsjahr1999, das Geschäftsjahr 1998 und das Rumpfgeschäftsjahr 1997(in DM, auûer Angaben, die sich auf einzelne Aktien beziehen)1. Januarbis31. August1999 199817.Februarbis31. Dezember1997±inDM± ±inDM± ±inDM±UmsatzerlöseProjektdienstleistungen 5.548.649 2.717.051 1.091.681Mediadienstleistungen 2.743.550 788.800 167.209Sonstige 107.500 91.325 80.576Umsatzerlöse gesamt, brutto 8.399.699 3.597.176 1.339.466Mediakosten 2.370.250 694.893 119.099Umsatzerlöse, netto 6.029.449 2.902.283 1.220.367Kosten der Umsatzerlöse 2.319.020 1.815.654 906.916Bruttogewinn 3.710.429 1.086.629 313.451Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 884.246 816.329 267.285Betriebsergebnis 2.826.183 270.300 46.166Sonstige Erträge 25.600 29.353 12.878Finanzergebnis, netto 12.045 7.726 964Ergebnis vor Steuern 2.863.828 307.379 60.008Aufwendungen für Ertragsteuern 1.524.171 214.469 35.972Jahresüberschuss 1.339.657 92.910 24.036Pro forma Jahresüberschuss je Stammaktie(basic and diluted) 0,22 0,02 0,01Pro forma gewichtete durchschnittlich im Umlaufbefindliche Stammaktien(basic and diluted) 6.025.000 6.000.000 4.562.102Der folgende Anhang ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Konzernabschlüsse.www.sinnerschrader.de57


9.0 FinanzausweiseDarstellung des Konzern-EigenkapitalsStammaktienNominalwertEigenkapitalkorrekturpostenAgioAusstehendeEinlagenBilanzgewinnSummeEigenkapitalGesamtergebnis±inDM± ±inDM± ±inDM± ±inDM± ±inDM± ±inDM± ±inDM±Gesamtergebnis:Jahresüberschuss ± ± ± ± 24.036 24.036 24.036Gesamtergebnis 24.036Kapitaleinlage ± ± 50.000 ± 25.000 ± 25.000Stand 31. Dezember 1997 ± ± 50.000 ± 25.000 24.036 49.036Gesamtergebnis:Jahresüberschuss ± ± ± ± 92.910 92.910 92.910Gesamtergebnis 92.910Kapitaleinlage ± ± 50.000 ± 25.000 ± 25.000Auf Aktien basierendeVergütung ± ± 143.000 ± ± 143.000Stand 31. Dezember 1998 ± ± 243.000 ± 50.000 116.946 309.946Gesamtergebnis:Jahresüberschuss ± ± ± ± 1.339.657 1.339.657 1.339.657Gesamtergebnis 1.339.657Einzahlung derAusstehenden Einlagen ± ± ± 50.000 ± 50.000Ausschüttungen ± ± ± ± ±163.469 ±163.469Ausgabe von Stammaktien 2.933.745 ± 1.066.256 ± 48.896 ± 3.951.105Ausweisänderung zurDarstellung der AG 11.734.980 ± 11.734.980 ± ± ± ±Stand 31. August 1999 14.668.725 ± 11.734.980 1.309.256 ± 48.896 1.293.134 5.487.239Der folgende Anhang ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Konzernabschlüsse.58www.sinnerschrader.de


Konzern-Cash-flow-Rechnungen für das Rumpfgeschäftsjahr 1999,das Geschäftsjahr 1998, und das Rumpfgeschäftsjahr 1997 (in DM)1. Januar bis31. August1999 199817. Februarbis31. Dezember1997±inDM± ±inDM± ±inDM±Cash-flow aus der betrieblichen Tätigkeit:Jahresüberschuss 1.339.657 92.910 24.036Berichtigungen für die Überleitung des Konzern-Ergebnisses zumZahlungsmittelüberschuss aus betrieblicher Tätigkeit:Abschreibungen 191.684 161.877 54.134Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 18.919 0 0Ertrag ohne Einzahlung ± 30.955 0 0Aufwand ohne Auszahlung 0 143.000 0Veränderung der:Forderungen ± 1.192.185 ± 235.242 ± 32.668Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten ± 77.930 ± 64.450 ± 53.731Verbindlichkeiten 372.785 75.664 81.054Rückstellungen 1.906.271 247.886 62.049Rechnungsabgrenzungsposten 53.725 78.400 0Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit 2.581.971 500.045 134.874Cash-flow aus der Investitionstätigkeit:Einnahmen aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens 5.134 0 0Sachanlagenzugänge ± 435.550 ± 365.673 ± 151.703Finanzanlagen ± 6.845 0 0Cash-flow aus der Investitionstätigkeit ± 437.261 ± 365.673 ± 151.703Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit:Einzahlung Ausstehender Einlagen 50.000 0 0Ausschüttungen ± 163.469 0 0Kapitaleinlage 0 25.000 25.000Einzahlungen auf auszugebende Stammaktien 3.951.105 0 0Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit 3.837.636 25.000 25.000Veränderung der liquiden Mittel 5.982.346 159.372 8.171Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 167.543 8.171 0Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres 6.149.889 167.543 8.171Der folgende Anhang ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Konzernabschlüsse.www.sinnerschrader.de59


9.0 FinanzausweiseZusammengefasster Anhang zu denKonzernabschlüssen zum31. August 1999, 31. Dezember1998 und 31. Dezember 19971. Unternehmensstruktur undGeschäftstätigkeitDie sinner+schrader Interactive MarketingGmbH (¹S + S Interactive Marketingª) wurde imFebruar 1997 gegründet. Die sinner+schraderInteractive Software GmbH (¹S + S InteractiveSoftwareª) wurde im Dezember 1997 gegründet.Die SinnerSchrader Aktiengesellschaft in Gründung(¹SinnerSchraderª oder die ¹Gesellschaftª)wurde im Juli 1999 als Desideria VermögensverwaltungGmbH gegründet. Im August 1999wurde die Umwandlung in eine Aktiengesellschaftbeschlossen,um als Holding-Gesellschaftder S + S Interactive Marketing und derS + S Interactive Software zu fungieren. DieUmwandlung der Gesellschaft und die Eintragungder Kapitalerhöhung auf 5 7.500.000 warzum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nichterfolgt. Die konsolidierten Gesellschaften sindim Bereich Electronic Commerce (¹eCommerceª)als Berater und Dienstleister tätig undbetreuen Unternehmen in den Bereichen Konzeption,Implementierungund Einsatz voneCommerce-Lösungen im Internet.Soweit nicht anders angegeben,bezieht sich derBegriff ¹SinnerSchraderª oder die ¹Gesellschaftªauf die SinnerSchrader Aktiengesellschaftin Gründung. Der Begriff ¹SinnerSchrader-Gruppeªbezieht sich auf die SinnerSchraderAktiengesellschaft in Gründung und ihre TochtergesellschaftenS + S Interactive Marketing undS + S Interactive Software.Die SinnerSchrader-Gruppe unterliegt einerAnzahl von Risiken,einschlieûlich,jedoch ohnehierauf beschränkt zu sein,der Tatsache,dass sieauf einem neuen und sich schnell entwickelndenMarkt tätig ist,dem Wettbewerb durch gröûereUnternehmen,der Abhängigkeit von wichtigenMitarbeitern,einer möglichen weltweitenExpansion und einer kurzen Unternehmensgeschichte.2. Zusammenfassung der Bilanzierungs- undBewertungsmethodenGrundlage der DarstellungDie Konzernabschlüsse,die nach den in den USAallgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen(¹U.S. GAAPª) aufgestellt wurden,umfassen die Abschlüsse von SinnerSchraderund ihrer 100 %-igen Tochtergesellschaften,S + S Interactive Marketing und S + S InteractiveSoftware. Alle wesentlichen konzerninternenTransaktionen und Salden wurden eliminiert.Der Konzernabschluss ist so dargestellt,als oballe Unternehmen von Beginn an zusammengefasstworden wären. Das Geschäftsjahr vonSinnerSchrader endet am 31. August 1999.Sämtliche Anhangangaben zu den Konzernabschlüssender Perioden ¹1999ª,¹1998ª und¹1997ª beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahrvom 1. Januar 1999 bis zum 31. August1999,das Geschäftsjahr 1998 und das Rumpfge-60www.sinnerschrader.de


schäftsjahr vom 17. Februar 1997 (Gründung)bis zum 31. Dezember 1997.Verwendung von Schätzungen bei der Erstellungdes JahresabschlussesZur Erstellung eines Konzernabschlusses in Übereinstimmungmit den Grundsätzen ordnungsmäûigerRechnungslegung ist es erforderlich,dass dieGeschäftsleitung Schätzungen und Vermutungenvornimmt,die sich auf die ausgewiesenen Bilanzposten,dieAngaben über Eventualforderungenund Eventualverbindlichkeiten zum Tag des Jahresabschlussessowie auf die ausgewiesenenErträge und Aufwendungen während des Berichtszeitraumsauswirken. Die tatsächlichen Ergebnissekönnten von diesen Schätzungen abweichen.Cash-flow-RechnungIn den Jahren 1999,1998 und 1997 zahlte dieSinnerSchrader-Gruppe Zinsen in Höhe vonjeweils DM 21,DM 115 und DM 29. In denJahren 1999,1998 und 1997 zahlte die Sinner-Schrader-Gruppe Steuern in Höhe von jeweilsDM 30.180,DM 75.194 und DM 18.528.Für Zwecke der Cash-flow-Rechnung betrachtetdie SinnerSchrader-Gruppe alle hoch liquidenAnlagen,die mit einer ursprünglichen Laufzeitvon drei Monaten oder weniger erworben wurden,alsZahlungsmitteläquivalente. Zahlungsmitteläquivalentebestehen aus dem Betrag derEinlagen bei einer Geschäftsbank.Konzentration von Kreditrisiken und wichtigeKundenDie SinnerSchrader-Gruppe gewährt ihren Kundenim Rahmen der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitKredit,führt laufend Bewertungen derKreditwürdigkeit ihrer Kunden sowie Kreditwertberichtigungendurch,die bis zum heutigenZeitpunkt unwesentlich waren.Forderungen gegen wesentliche Kunden stellten sich als Prozentzahl der Gesamtforderungen folgendermaûendar:31. August 1999 31. Dezember 1998 31. Dezember 1997in % in % in %Kunde A 20 ± 46Kunde B ± 26 ±Kunde C 17 ± ±Kunde D 25 ± ±Kunde E 3 8 33Kunde F 3 ± 10Kunde G ± 54 ±www.sinnerschrader.de61


9.0 FinanzausweiseBruttoumsätze mit wesentlichen Kunden stellten sich als Prozentzahl der gesamten Bruttoumsatzerlösefolgendermaûen dar:1. Januarbis31. August1999 199817. Februarbis31. Dezember1997in % in % in %Kunde A 9 3 ±Kunde B 13 38 35Kunde C 16 ± ±Kunde D 12 2 ±Kunde F 5 11 6Kunde H 15 2 ±Kunde I ± ± 241999 schloss die SinnerSchrader-Gruppe einenVertrag mit dem Kunden C ab,gemäû dem derbetreffende Kunde in begrenztem UmfangDienstleistungen erhält und die SinnerSchrader-Gruppe als teilweise Gegenleistung die Möglichkeitzur Zeichnung von wandelbaren Schuldverschreibungenerhielt. Die SinnerSchrader-Gruppe hat diese Schuldverschreibungen zumNominalwert gezeichnet und das Recht erworben,diesebis zum Juni 2004 in 3.500 Aktien zueinem Ausübungspreis von ca. DM 65 pro Aktiezu wandeln. Der Wert der Option,die Aktiendes Kunden C zu kaufen,wurde durch Anwendungdes Black-Scholes-Modelles mitDM 116.600 ermittelt,unter den folgendenAnnahmen: risikoloser Zinssatz in Höhe von5,4 %, geschätzte Laufzeit von fünf Jahren undgeschätzte Volatilität von 70 %. Dieser Betragwurde als passiver Rechnungsabgrenzungspostenausgewiesen und wird als Umsatz realisiert,sobald die Dienstleistungen dem Kunden Cerbracht werden. Zum 31. August 1999 warenim Rahmen dieses Vertrages ca. 27 % der vereinbartenStunden erbracht worden. Die Finanzanlagenbeinhalten entsprechend einen Betrag vonDM 123.670,die aus der Investition der Sinner-Schrader-Gruppe in den Kunden C resultieren.Der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft istGeschäftsführer des Kunden B. Die Gesellschafterzielte DM 1.123.520,DM 1.353.677 undDM 464.066 an Umsatzerlösen mit diesem Kundenin 1999,1998 und 1997. Forderungen gegen diesenKunden bestanden zum 31. August 1999 nicht.SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskostenausgewiesen. Die Abschreibung62www.sinnerschrader.de


wird auf linearer Basis über geschätzte Nutzungsdauernvon grundsätzlich drei bis zehn Jahrenberechnet. Abschreibungsaufwand ist in denKosten der Umsatzerlöse und den Vertriebs- undallgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten.Die Sachanlagen bestehen aus:31. August199931. Dezember199831. Dezember1997±inDM± ±inDM± ±inDM±Computer Hard- und Software 414.580 247.163 85.485Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.375 270.214 66.218904.955 517.377 151.703Abzüglich: kumulierte Abschreibungen ± 383.778 ± 216.012 ± 54.134521.177 301.365 97.569RückstellungenDie Rückstellungen umfassen:31. August199931. Dezember199831. Dezember1997±inDM± ±inDM± ±inDM±Steuerrückstellungen und kurzfristige latenteSteuern 1.776.698 184.242 22.013Personalrückstellungen 250.000 99.154 36.536Sonstige Rückstellungen 189.508 26.540 3.5002.216.206 309.936 62.049Bilanzierung von Mitarbeiteraktienbeteilungen(¹Stock-based Compensationª)Im Oktober 1995 gab das Financial AccountingStandards Board (¹FASBª) Statement of FinancialAccounting Standards (¹SFASª) Nr. 123,¹Accounting for Stock-Based Compensationª(Bilanzierung von auf Aktien basierender Vergütung)heraus. Diese Bilanzierungsrichtlinieerlaubt sowohl die Anwendung der Bilanzierungsmethodeauf Grundlage des beizulegendenZeitwerts als auch die Methode,die in Accoun-www.sinnerschrader.de63


9.0 Finanzausweiseting Principles Board Opinion 25 (¹APB 25ª)¹Accounting for Stock Issued to Employeesª(Bilanzierung von an Mitarbeiter ausgegebeneAktien) definiert ist,um auf Aktien basierendeVergütungsvereinbarungen zu bilanzieren.Unternehmen,die die Methode APB 25 anwendenmöchten,müssen den pro forma Jahresgewinnangeben,der sich bei Anwendung derMethode auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertsergeben hätte. Zum 31. August 1999führte die SinnerSchrader-Gruppe keine Transaktionenim Zusammenhang mit auf Aktienbasierender Vergütung durch,die pro formaAngaben nach SFAS Nr. 123 erfordern. Es wirdjedoch erwartet,dass sie ihre zukünftigen aufAktien basierenden Vergütungsvereinbarungengemäû den Bestimmungen von APB 25 bilanzierenwird.UmsatzrealisierungProjektdienstleistungen. Die erbrachten Dienstleistungenreichen von der Beratung für eCommerce-Strategienüber die Konzeption voneCommerce-Anwendungen bis zur Realisierungder transaktionalen Websites. Die Projekte werdenim Normalfall auf Festpreisbasis vereinbart.Die Umsätze aus diesen Projekten werden grundsätzlichunter Anwendung der Regeln des Statementof Position (SOP) 81-1 des American Instituteof Certified Public Accountant (AICPA)¹Accounting for Performance of ConstructionType and Certain Production Type Contractsªbilanziert. Bisher werden die Projekte entsprechendder ¹completed contractª ± Methode realisiert,wenndas Projekt im Wesentlichen fertiggestelltist. Einige Projektaufträge,vor allemaber die kontinuierliche Betreuung von Websitesder Kunden wird nach Aufwand abgerechnet.Hier wird der Umsatz über monatliche Abrechnungendes angefallenen Aufwands realisiert.Mediadienstleistungen. Des weiteren vermarktetdie SinnerSchrader-Gruppe Kunden-Websites imInternet. Dafür werden dem Kunden die Kostenfür die entsprechenden Werbeplätze zuzüglicheiner Gebühr für die Leistungen der SinnerSchrader-Gruppenach Durchführung der jeweiligenWerbemaûnahme in Rechnung gestellt. Entsprechendden Usancen in der Werbebranche werdenim Nettoumsatz die Abrechnungserlöse abzüglichdes der SinnerSchrader-Gruppe entstehendenAufwands für die Werbeplätze gezeigt. DerBruttoumsatz enthält die vollständigen Abrechnungserlöse.Sonstige. Darüber hinaus übernimmt dieSinnerSchrader-Gruppe in Einzelfällen auch denBetrieb der Websites auf Basis monatlicherGrund- und lastabhängiger Zusatzgebühren oderbeschafft für Kunden die für den Betrieb benötigteHard- und Software. Die Umsatzrealisierungerfolgt hier nach Abrechnung bzw. nachdem Gefahrenübergang.Grundsätzlich werden die Umsätze abzüglichetwaiger Skonti,Kundenboni oder Rabatteerfasst.64www.sinnerschrader.de


GesamtkostenverfahrenÜbersicht über die Aufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren (in DM):1. Januarbis31. August1999 199817. Februarbis31. Dezember1997in DM in DM in DMPersonalaufwand 1.922.506 1.618.837 449.208Materialaufwand:Aufwendungen für bezogene Waren 41.913 45.399 0Aufwendungen für bezogene Leistungen 95.093 137.397 454.448Abschreibungen 191.685 161.877 54.134sonstige betriebliche Aufwendungen 952.069 668.473 216.4113.203.266 2.631.983 1.174.201GesamtergebnisIm Juni 1997 gab der FASB SFAS Nr. 130¹Reporting Comprehensive Incomeª (Berichterstattungdes Gesamtergebnisses) heraus,diedie SinnerSchrader-Gruppe mit Wirkung vom1. Januar 1998 übernahm. SFAS Nr. 130 legtRichtlinien für die Berichterstattung und denAusweis des Gesamtergebnisses und seinerBestandteile in einem kompletten Satz von allgemeinenZwecken dienenden Jahresabschlüssenfest. Ziel von SFAS Nr. 130 ist,einen Maûstabfür alle Eigenkapitalveränderungen eines Unternehmensfestzulegen,die aus Transaktionen undanderen wirtschaftlichen Ereignissen dieses Zeitraumesresultieren,mit Ausnahme von Transaktionenmit Gesellschaftern (¹Gesamtergebnisª).Das Gesamtergebnis stellt den gesamtenNettogewinn und alle Eigenkapitalveränderungendar,die nicht mit Gesellschaftern verbundensind. In beiden Jahren,die am 31. Dezember1997 und 1998 endeten,und während der achtmonatigen Periode bis zum 31. August 1999,entsprach das Gesamtergebnis der SinnerSchrader-Gruppedem Jahresüberschuss.Pro forma-Berechnung des Gewinns pro AktieBis zur Eintragung der Umwandlung der Gesellschaftin eine Aktiengesellschaft handelt es sichbei der Gesellschaft um eine Gesellschaft mitbeschränkter Haftung. Entsprechend gab eskeine ausgegebenen Aktien. Die Gewinne proAktie wurden gemäû SFAS No. 128,¹EarningsPer Share,ª für alle Perioden gezeigt als ob dieGmbH-Anteile Anteile an der SinnerSchraderAktiengesellschaft in Gründung darstellten.www.sinnerschrader.de65


9.0 Finanzausweise1999 1998 1997±inDM± ±inDM± ±inDM±Jahresüberschuss 1.339.657 92.910 24.036Pro forma gewichtete durchschnittlich im Umlaufbefindliche Stammaktien (basic und diluted) 6.025.000 6.000.000 4.562.102Pro forma Jahresüberschuss je Stammaktie(basic und diluted; in DM) 0,22 0,02 0,01In den dargestellten Zeiträumen waren von SinnerSchraderkeine wandelbaren Vorzugsaktien,keine Bezugsrechtsscheine für wandelbare Vorzugsaktienoder Aktienoptionen im Umlauf.SegmentberichtswesenIm Jahre 1998 übernahm die SinnerSchrader-Gruppe SFAS Nr. 131,¹Disclosures About Segmentsof an Enterprise and Related Informationª(Informationen über die Segmente einesUnternehmens und damit verbundene Informationen).SFAS Nr. 131 erfordert eine neueGrundlage für die Bestimmung der berichtspflichtigenUnternehmenssegmente (d.h. denGeschäftsleitungsansatz). Demnach sind die vonder Geschäftsführung genutzten Informationenüber die Geschäftsbereiche und zur Steuerungder Geschäftsbereiche auch als Grundlage für dieSegmentberichterstattung zu verwenden. Bei derSinnerSchrader-Gruppe wird keine Aufteilung inverschiedene Geschäftsbereiche vorgenommen.Die Tätigkeit umfasst ausschlieûlich die Entwicklungund Implementierung von eCommerce-Lösungen.In 1999,1998 sowie 1997 erzielte die Sinner-Schrader-Gruppe keine Einkünfte im Ausland.Neue BilanzierungsbestimmungenIm Juni 1998 gab der FASB SFAS Nr. 133,¹Accounting for Derivative Instruments andHedging Activitiesª (Bilanzierung von derivativenInstrumenten und Sicherungsgeschäften)heraus,wonach Unternehmen derivative Finanzinstrumenteauf Grundlage des beizulegendenZeitwertes in der Bilanz als Vermögensgegenstandoder Verbindlichkeit ausweisen müssen.Die Bilanzierung der Gewinne oder Verluste aus¾nderungen der Werte solcher Derivatebestimmt sich nach der Verwendung des Derivatesund ist davon abhängig,ob die Derivate alsHedge Accounting zu qualifizieren sind. Daswichtigste Kriterium für Hedge Accounting ist,dass das Verhältnis der Sicherungsgeschäfte beider Erzielung von gegenläufigen ¾nderungen desbeizulegenden Zeitwerts oder der Cash-flowseinen sehr weitgehenden Deckungsgrad aufweist.Im Juni 1999 gab der FASB SFAS Nr. 137¹Accounting For Derivative Instruments andHedging Activities ± Deferral of the EffectiveDate of FASB Statement Nr. 133ª (Bilanzierungvon derivativen Papieren und Sicherungsgeschäften± Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretensdes FASB Statements Nr. 133) heraus,der SFAS Nr. 133 dahingehend abändert,dass esfür alle Quartale der Geschäftsjahre,die nach66www.sinnerschrader.de


dem 15. Juni 2000 (bzw. 1. September 2000 fürdie SinnerSchrader-Gruppe) beginnen,wirksamist. Dieses Statement wird keine wesentlicheAuswirkung auf die finanzielle Lage und dieErgebnisse der Geschäftstätigkeiten der Sinner-Schrader-Gruppe haben.3. Finanzielle VerpflichtungenRäumlichkeiten,Einrichtungsgegenstände sowieTeile der Geschäftsausstattung sind im Rahmenvon Operating-Lease-Verhältnissen gemietet.Zum 31. August 1999 betragen die zukünftigenminimalen Mietzahlungen pro Jahr:Am 31. August endendes Geschäftsjahr:±inDM±2000 491.4482001 495.8472002 180.2712003 02004 01.167.566In den Geschäftsjahren 1999,1998 und 1997betrugen die gesamten Mietaufwendungenjeweils DM 231.659,DM 196.703 undDM 58.218.August 1999 wurde die SinnerSchrader Aktiengesellschaftin Gründung als Holding für dieseGesellschaften mit beschränkter Haftung gegründet.Im Rahmen einer Bar- und Sachkapitalerhöhungwurden die Geschäftsanteile der S + SInteractive Marketing und der S + S InteractiveSoftware gegen Ausgabe von 6.000.000 Stammaktienim Nominalwert von je 5 1 in die Gesellschafteingebracht. Darüber hinaus erwarb einweiterer Investor insgesamt 1.500.000 auszugebendeAktien,davon 1.475.000 Aktien im Rahmender Barkapitalerhöhung,unter Zuzahlungeines Aufgeldes von DM 1.066.256. Von den imRahmen des Erwerbes und der Barkapitalerhöhungzu erbringenden Leistungen von insgesamtDM 4.000.001 sind DM 3.951.105 als Bareinlagegeleistet worden. Der Restbetrag wird in derkonsolidierten Bilanz als Ausstehende Einlageausgewiesen. Die Einzahlung dieser AusstehendenEinlage erfolgte im September 1999.Im Anschluss an die Kapitalerhöhung wurde dieUmwandlung in die Rechtsform der Aktiengesellschaftbeschlossen. Die Eintragung derKapitalerhöhung und die Umwandlung in eineAktiengesellschaft waren zum Zeitpunkt der Berichterstattungnoch nicht erfolgt.5. Eigenkapitalkorrekturposten4. StammaktienWie unter Note 2 erläutert,bestand die Sinner-Schrader-Gruppe vor August 1999 aus zweiGesellschaften mit beschränkter Haftung. ImWie in Note 2 erläutert,werden die Konzernabschlüsseso dargestellt,als ob alle Unternehmenvon Beginn an zusammengefasst worden wären.Im Ergebnis wird daher die Einbringung der S + SInteractive Marketing und der S + S InteractiveSoftware in die SinnerSchrader bereits auf derwww.sinnerschrader.de67


9.0 FinanzausweiseEbene des Einzelabschlusses der Gesellschaft eliminiert.Zur Darstellung des gezeichneten Kapitalsder SinnerSchrader von 5 7.500.000 im vorliegendenKonzernabschluss zum 31. August1999 war es daher erforderlich,den sonst entstandenenUnterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierungin Höhe von DM 11.739.980 imEigenkapital zu korrigieren.6. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertragwurden bei der SinnerSchrader-Gruppe entsprechendSFAS No. 109,¹Accounting for IncomeTaxesª ausgewiesen. Sie setzen sich wie folgtzusammen (in DM):1999 1998 1997Kurzfristiger Steueraufwand 1.700.724 115.031 33.295Latenter Steueraufwand ± 176.553 99.438 2.677Gesamt 1.524.171 214.469 35.972Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weichen von der Steuerbelastung,die sich aus der Anwendung der gesetzlichen Steuersätze auf das Ergebnis vor Steuern ergibt,wie folgtab (in DM):1999 1998 1997Aufwendungen für Ertragsteuern nach gesetzlichenSteuersätzen 1.524.171 176.650 35.972Steuervergünstigung wegen Ausschüttung 0 ± 35.030 0Nicht abzugsfähige Personalaufwendungen 0 82.182 0¾nderung Steuersatz für latente Steuern 0 ± 9.333 0Aufwendungen für Ertragsteuern 1.524.171 214.469 35.972Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen (in DM):31. August199931. Dezember199831. Dezember1997Verlustvortrag 100.072 0 0Zeitliche Differenzen 76.481 ± 99.438 ± 2.677176.553 ± 99.438 ± 2.67768www.sinnerschrader.de


ZUSAMMENFASSUNG DER WESENT-LICHEN VOM DEUTSCHEN RECHTABWEICHENDEN BILANZIERUNGS-,BEWERTUNGS- UND KONSOLI-DIERUNGSGRUNDS¾TZE NACHU.S. GAAP(Diese ergänzenden Informationen sind nichtBestandteil der Konzernabschlüsse nachU.S. GAAP. Entsprechend sind diese Informationennicht durch den Bestätigungsvermerkabgedeckt.)1. ALLGEMEINESDie Konzernabschlüsse der SinnerSchraderAktiengesellschaft in Gründung,(im folgenden¹die Gesellschaftª oder ¹SinnerSchraderªgenannt) zum 31. August 1999,zum 31. Dezember1998 sowie zum 31. Dezember 1997 wurdennach den U.S.-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze(¹U.S. GAAPª) aufgestellt.Von der Aufstellung eines Konzernabschlussesnach handelsrechtlichen Vorschriften ist dieGesellschaft aufgrund der in § 293 Abs. 1 HGBfestgelegten Gröûenklassen bisher befreit.Die Vorschriften des HGB und des AktG unterscheidensich in einigen wesentlichen Aspektenvon den U.S. GAAP. Die wesentlichen Unterschiede,diefür die Beurteilung der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft relevantsein könnten,werden nachfolgend dargestellt:Gemäû HGB müssen alle Bilanz- sowie GewinnundVerlustrechnungszeilen entsprechend der in§§ 266,275 HGB dargestellten Form undReihenfolge dargestellt werden. Nach U.S.GAAP ist eine andere Zusammenfassung erforderlichund die Reihenfolge der Bilanzzeilenbeginnt mit den kurzfristigen Positionen.2. LATENTE STEUERN AUF VERLUSTVORTR¾GENach HGB dürfen latente Steuererstattungsansprüche,diesich aus steuerlichen Verlustvorträgenergeben,in der Bilanz nicht ausgewiesenwerden,da die erwarteten zukünftigen Steuerersparnisseals noch nicht realisiert gelten. NachU.S. GAAP sind solche zukünftigen Steuerminderungsansprüchezu aktivieren. Ihre Bewertungrichtet sich danach,ob die Inanspruchnahmeinnerhalb der Nutzbarkeit der Verlustvorträgeeher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist.3. AKTIENOPTIONEN ZUR MITARBEITER-BETEILIGUNGNach U.S. GAAP können Vergütungen an Mitarbeiterin Form von Eigenkapitalbeteiligungen(stock based compensation) nach zwei Artenbilanziert werden. Nach der einen Methode wirdder Marktwert der Mitarbeiterbeteiligungbestimmt und als Aufwand über die Anwartschaftszeitder Aktienoption oder eines anderenEigenkapitalinstruments verteilt. Alternativkann auch nur der Unterschiedsbetrag zwischendem Ausübungspreis einer Option und demMarktpreis des Basiswertes zum Zeitpunkt derGewährung der Option als Aufwand über denAnwartschaftszeitraum verteilt werden. Beidieser Methode muss die Auswirkung auf daswww.sinnerschrader.de69


9.0 FinanzausweiseJahresergebnis aus der Berechnung nach derersten Methode als pro-forma Angabe im Jahresabschlussausgewiesen werden.Wie dargestellt,muss der Unterschied zwischendem Marktwert des Basiswertes und dem Ausübungspreiseiner Option zum Zeitpunkt derAusgabe nach U.S. GAAP über den Anwartschaftszeitraumder Option (vesting time) ratierlichals Personalaufwand behandelt werden undentsprechend im Eigenkapital abgegrenzt werden.durchzuführen. Der Unterschiedsbetrag zwischendem zum Marktwert bewerteten Beteiligungsansatzund dem Eigenkapital der Tochtergesellschaftenwäre entsprechend der tatsächlichenWerte der einbezogenen Vermögensgegenständeund Schulden zu verteilen. DerRestbetrag wäre als Firmenwert auszuweisenund über die voraussichtliche Nutzungsdauerabzuschreiben oder offen mit der Kapitalrücklagezu verrechnen. Als Grundkapital wäre dasKapital aus dem Einzelabschluss der Gesellschaftauszuweisen.Nach zur Zeit geltender Bilanzierungsauffassungwürde gemäû HGB kein Aufwand in derGewinn- und Verlustrechnung entstehen.4. FINANZANLAGENDie Bewertung der Finanzanlagen erfolgte unterAnsatz des Marktwerts (Fair Value). Dazuwurden die auf dem Wege eines Tauschgeschäftserworbenen Optionen mit Hilfe des Black-Scholes-Modells bewertet. Nach HGB gilt beiTauschgeschäften grundsätzlich der Wert deshingegebenen Wirtschaftsguts als Basis für dieBewertung zu Anschaffungskosten.Nach U.S. GAAP erfolgt die Einbringung derAnteile der S + S Interactive Marketing und S + SInteractive Software in die SinnerSchrader zumBuchwert des Eigenkapitals dieser Gesellschaften.Entsprechend sind aus diesen Transaktionennach U.S. GAAP keine Unterschiedsbeträge entstanden.Zur Darstellung des Grundkapitals derSinnerSchrader von 5 7.500.000 wird daher imEigenkapital ein Korrekturposten ausgewiesen.Nach U.S. GAAP entfällt daher auch der Zeitpunktder Erstkonsolidierung,so dass die Angabenvor Gründung der SinnerSchrader Aktiengesellschaftdie jeweils vorhandene Konzernstrukturwiderspiegeln.5. EIGENKAPITAL6. UMSATZREALISIERUNGNach HGB hätte die Gesellschaft erstmals nachdem Erwerb der S + S Interactive Marketing undder S + S Interactive Software am 26. August1999 einen Konzernabschluss aufzustellen undauf diesen Zeitpunkt die KapitalkonsolidierungDie Umsatzrealisierung für Dienstleistungenerfolgt nach U.S. GAAP grundsätzlich unterBeachtung der ¹American Institute of PublicAccountantsª Statement of Positionª(SOP) 81-1¹Accounting for performance of construction70www.sinnerschrader.de


type and certain production type contractsª.Bei unfertigen Dienstleistungen erfolgt nachU.S. GAAP eine Bilanzierung nach der ¹percentageof completion methodª wonach der jeweiligeProjektfortschritt anteilig zur Umsatzrealisierungführt. Voraussetzung für die Anwendungder ¹percentage of completion methodª ist dienachvollziehbare und überprüfbare Erfassungder Projektfortschritte. Ist diese Voraussetzungnicht erfüllt,so ist nach der ¹completed contractmethodª zu verfahren,welche den Vorschriftendes HGB im Wesentlichen entspricht. Demnachwerden unfertige Dienstleistungen zu Herstellungskostenin den Vorräten ausgewiesen. DerUmsatz wird erst beim Abschluss der Leistungenberücksichtigt. Bisher erfolgte die Umsatzrealisierungbei SinnerSchrader nach der ¹completedcontract methodª.www.sinnerschrader.de71


9.0 Finanzausweisesinner+schrader Interactive Marketing GmbHEinzelabschluss nach HGB der sinner+schrader InteractiveMarketing GmbH zum 31. Dezember 1998 mit Vergleichszahlen für 1997BilanzAktiva 1998 1997±DM± ±DM±Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital 25.000,00 25.000,00AnlagevermögenSachanlagenAndere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 206.475,00 92.364,00UmlaufvermögenVorräte 90.054,26 38.985,04Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen aus Lieferung und Leistungen 122.388,32 32.667,52Sonstige Vermögensgegenstände 6.500,00 253,50128.888,32 32.921,02Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 142.648,80 8.171,34361.591,38 80.077,40Rechnungsabgrenzungsposten 21.626,70 14.492,76614.693,08 211.934,1672www.sinnerschrader.de


Passiva 1998 1997±DM± ±DM±EigenkapitalGezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00Gewinnvortrag 21.507,02 0,00Jahresüberschuss 70.916,64 21.507,02142.423,66 71.507,02Sonderposten mit Rücklageanteil 129.252,00 0,00RückstellungenSteuerrückstellungen 47.042,00 19.337,00Sonstige Rückstellungen 110.166,85 40.036,00157.208,85 59.373,00VerbindlichkeitenErhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 78.400,00 0,00± davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:DM 78.400,00 (Vorjahr: DM 0,00)Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.818,66 44.490,78± davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:DM 12.818,66 (Vorjahr: DM 44.490,78)Sonstige Verbindlichkeiten 94.589,91 36.563,36± davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:DM 94.589,91 (Vorjahr: DM 36.563,36)± davon aus Steuern: DM 33.647,63(Vorjahr: DM 16.316,27)± davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: DM 20.878,20(Vorjahr: DM 6.898,78)185.808,57 81.054,14614.693,08 211.934,16www.sinnerschrader.de73


9.0 FinanzausweiseGewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1998Rumpfgeschäftsjahr19981997±DM± ±DM±Umsatzerlöse 1.960.305,73 1.220.367,37Sonstige betriebliche Erträge 46.152,83 12.878,48MaterialaufwandAufwendungen für bezogene Waren ± 3.164,00 0,00Aufwendungen für bezogene Leistungen ± 159.835,27 ± 454.447,86PersonalaufwandLöhne und Gehälter ± 927.870,58 ± 415.827,56Soziale Abgaben ± 98.141,39 ± 33.380,02Abschreibungen auf Sachanlagen ± 128.385,05 ± 59.339,36Sonstige betriebliche Aufwendungen ± 570.840,86 ± 215.856,06± davon aus der Einstellung in den Sonderposten mitRücklageanteil: DM 129.252,00 (Vorjahr: DM 0,00)Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.175,43 992,56Zinsen und ähnliche Aufwendungen ± 60,24 ± 29,05Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 125.336,60 55.358,50Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ± 54.419,96 ± 33.295,48Sonstige Steuern 0,00 ± 556,00Jahresüberschuss 70.916,64 21.507,0274www.sinnerschrader.de


Anhang für das Geschäftsjahr 1998Angaben zur Bilanzierung undBewertung einschlieûlich derVornahme steuerrechtlicherMaûnahmenBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss der sinner+schrader InteractiveMarketing GmbH wurde auf der Grundlageder neuen Rechnungslegungsvorschriften desHandelsgesetzbuches aufgestellt.Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetragangesetzt.Angaben und Erläuterungen zu einzelnenPosten der Bilanz undGewinn- und Verlustrechnung1. Angaben und Erläuterungen zu den UmsatzerlösenErgänzend zu diesen Vorschriften waren dieRegelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten angesetzt undsoweit abnutzbar,um planmäûige Abschreibungenvermindert.Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögensbis zu einem Wert von DM 800,00 wurden imJahr des Zugangs aktiviert und planmäûig abgeschrieben.Forderungen wurden unter Berücksichtigungaller erkennbaren Risiken bewertet.±TDM±Projekterlöse 1.775Mediaerlöse 789abzüglich Mediakosten (695)Sonstige 911.960Die Mediaerlöse und -kosten betreffen für Kundenabgewickelte Schaltungskosten für Anzeigen.Als Umsatz wird lediglich der Nettoerlösbetrachtet.Die Steuerrückstellungen beinhalten die dasGeschäftsjahr betreffenden,noch nicht veranlagtenSteuern.Die sonstigen Rückstellungen wurden für alleweiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.www.sinnerschrader.de75


9.0 Finanzausweise2. Angaben und Erläuterungen zu RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden gebildetfür:±DM±SHZ Anzeigen Dezember 1998 224,68BetriebskostenabrechnungPoolstr. 2.288,17Tantieme 1998 83.558,00Jahresabschlusskosten 8.500,00Sonstige PflichtangabenGeschäftsführerWährend des abgelaufenen Geschäftsjahreswurden die Geschäfte des Unternehmens durchfolgende Personen geführt:Matthias SchraderOliver SinnerHamburg,den 24. Februar 19993. Steuern vom Einkommen und ErtragMatthias SchraderOliver SinnerDie Steuern betreffen ausschlieûlich das Ergebnisder gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.4. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmungmit den Gesellschaftern die folgendeErgebnisverwendung vor:Der Jahresüberschuss beträgt DM 70.916,64.Zur Ausschüttung ist ein Betrag vonDM 47.772,00 vorgesehen.76www.sinnerschrader.de


Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 1998www.sinnerschrader.de77


9.0 FinanzausweiseEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 1998Anschaffungs- und Herstellungskosten1. Januar1998 Zugänge Abgänge31. Dezember1998± DM ± ± DM ± ± DM ± ± DM ±SachanlagenAndere Anlagen, BetriebsundGeschäftsausstattung 113.571,67 242.496,05 74.236,28 281.831,44113.571,67 242.496,05 74.236,28 281.831,4478www.sinnerschrader.de


1. Januar1998 ZugängeAufgelaufene AbschreibungenAuflösungen31. Dezember199831. Dezember1998Nettobuchwerte31. Dezember1997± DM ± ± DM ± ± DM ± ± DM ± ± DM ± ± DM ±21.207,67 128.385,05 74.236,28 75.356,44 206.475,00 92.364,0021.207,67 128.385,05 74.236,28 75.356,44 206.475,00 92.364,00www.sinnerschrader.de79


9.0 FinanzausweiseBestätigungsvermerk¹Die Buchführung und der Jahresabschluss entsprechennach unserer pflichtgemäûen Prüfungden gesetzlichen Vorschriften. Der Jahresabschlussvermittelt unter Beachtung der Grundsätzeordnungsmäûiger Buchführung ein dentatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildder Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dersinner+schrader Interactive Marketing GmbH.ªARTHUR ANDERSENWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft mbHNendzaWirtschaftsprüferSchneiderWirtschaftsprüferHamburg, den 20. August 199980www.sinnerschrader.de


KapitalflussrechnungRumpfgeschäftsjahr19981997±TDM± ±TDM± ±TDM± ±TDM±Einnahmen aus der/(±) Ausgaben für die betriebliche GeschäftstätigkeitJahresüberschuss 71 22Berichtigung zur Überleitung des Jahresüberschusses/-fehlbetrages zuden Einnahmen/(±) AusgabenAbschreibung auf/(±) Zuschreibungen zu Sachanlagen 128 59Verluste/(±) Gewinne aus Anlagenabgängen ± 3 0Netto-Einstellung in/(±) Netto-Auflösung von Sonderposten mitRücklageanteil 129 254 0 59325 81Abnahme/(±) Zunahme der Aktiva und Zunahme/(±) Abnahme derPassivaVorräte ± 51 ± 39Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ± 90 ± 33Sonstige Vermögensgegenstände ± 6 0Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ± 7 ± 14Steuerrückstellungen 28 19Sonstige Rückstellungen 71 40Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 78 0Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ± 32 44Sonstige Verbindlichkeiten 58 49 37 54Nettoeinnahmen aus der/-ausgaben für die betrieblicheGeschäftstätigkeit 374 135Cash Flow aus dem InvestitionsbereichSachanlageninvestitionen ± 242 ± 152Anlagenabgänge 3 ± 239 0 ± 152135 ± 17Cash Flow aus dem FinanzierungsbereichErhöhung des gezeichneten Kapitals 0 25 25135 8Zunahme/(±) Abnahme der liquiden Mittel 135 8Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 8 0Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres 143 8www.sinnerschrader.de81


9.0 Finanzausweisesinner + schrader Interactive Software GmbHEinzelabschluss nach HGB der sinner+schrader Interactive SoftwareGmbH zum 31. Dezember 1998BilanzAktiva 1998±DM±Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital 25.000,00AnlagevermögenImmaterielle VermögensgegenständeSoftware 3.814,00SachanlagenAndere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.477,0074.291,00UmlaufvermögenVorräteNicht abgerechnete Eigenleistungen 76.712,00Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.894,54101.606,54200.897,5482www.sinnerschrader.de


Passiva 1998±DM±EigenkapitalGezeichnetes Kapital 50.000,00Jahresüberschuss 71.047,47121.047,47RückstellungenSteuerrückstellungen 35.085,00Sonstige Rückstellungen 15.527,5150.612,51VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.454,31± davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: DM 7.454,31Sonstige Verbindlichkeiten 21.783,25± davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: DM 21.783,25± davon aus Steuern: DM 14.615,25± davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: DM 7.168,0029.237,56200.897,54www.sinnerschrader.de83


9.0 FinanzausweiseGewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 4. Februarbis zum 31. Dezember 1998Rumpfgeschäftsjahr1998±DM±Umsatzerlöse 965.006,46Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 76.712,00MaterialaufwandAufwendungen für bezogene Waren ± 42.234,80Aufwendungen für bezogene Leistungen ± 126.040,66PersonalaufwandLöhne und Gehälter ± 413.468,31Soziale Abgaben ± 36.356,69Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögensund auf Sachanlagen ± 48.886,12Sonstige betriebliche Aufwendungen ± 243.683,93Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 665,33Zinsen und ähnliche Aufwendungen ± 55,07Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 131.658,21Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ± 60.610,74Jahresüberschuss 71.047,4784www.sinnerschrader.de


Anhang zum 31. Dezember 1998Angaben zur Bilanzierung undBewertung einschlieûlich derVornahme steuerrechtlicherMaûnahmenBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAngaben und Erläuterungen zueinzelnen Posten der Bilanz undGewinn- und Verlustrechnung1. Steuern vom Einkommen und ErtragDie Steuern betreffen ausschlieûlich das Ergebnisder gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.Der Jahresabschluss der sinner+schrader InteractiveSoftware GmbH wurde auf der Grundlageder Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchsaufgestellt.Ergänzend zu diesen Vorschriften waren dieRegelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten angesetzt undsoweit abnutzbar, um planmäûige Abschreibungenvermindert.2. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden gebildetfür±DM±Leistungen Internet Services 12.027,51Abschlusskosten 3.500,003. Sonstige PflichtangabenBewegliche Gegenstände des Anlagevermögensbis zu einem Wert von DM 800,00 wurden imJahr des Zugangs aktiviert und sofort abgeschrieben.Die Steuerrückstellungen beinhalten die dasGeschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagtenSteuern.Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiterenungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabeiwurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmungmit den Gesellschaftern die folgendenErgebnisverwendung vor:Der Jahresüberschuss beträgt DM 71.047,47.Zur Ausschüttung ist ein Betrag vonDM 71.047,00 vorgesehen.Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetragangesetzt.www.sinnerschrader.de85


9.0 Finanzausweise4. GeschäftsführungWährend des abgelaufenen Geschäftsjahreswurden die Geschäfte des Unternehmens durchfolgende Personen geführt:Sebastian DröberDetlef WichmannHamburg, den 24. Februar 1999Sebastian DröberDetlef Wichmann86www.sinnerschrader.de


Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahrvom 4.2. bis zum 31. 12. 1998www.sinnerschrader.de87


9.0 FinanzausweiseEntwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahrvom 4.2. bis zum 31. 12. 1998Anschaffungs- und Herstellungskosten4. Februar1998 Zugänge Abgänge31. Dezember1998±DM ± ±DM ± ±DM ± ±DM ±Immaterielle VermögensgegenständeEDV-Software 0,00 4.577,61 0,00 4.577,61SachanlagenAndere Anlagen; BetriebsundGeschäftsausstattung0,00 115.567,56 0,00 115.567,560,00 120.145,17 0,00 120.145,1788www.sinnerschrader.de


4. Februar1998 ZuführungenAufgelaufene AbschreibungenNettobuchwerte31. Dezember1998 31. Dezember 1998±DM ± ±DM ± ±DM ± ±DM ±0,00 763,61 763,61 3.814,000,00 45.090,56 45.090,56 70.477,000,00 45.854,17 45.854,17 74.291,00www.sinnerschrader.de89


9.0 FinanzausweiseBestätigungsvermerk¹Die Buchführung und der Jahresabschluss entsprechennach unserer pflichtgemäûen Prüfungden gesetzlichen Vorschriften. Der Jahresabschlussvermittelt unter Beachtung der Grundsätzeordnungsmäûiger Buchführung ein dentatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildder Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dersinner+schrader Interactive Software GmbH.ªARTHUR ANDERSENWirtschaftsprüfungsgesellschaftSteuerberatungsgesellschaft mbHNendzaWirtschaftsprüferSchneiderWirtschaftsprüferHamburg, den 20. August 199990www.sinnerschrader.de


Kapitalflussrechnung1998±TDM± ±TDM±Einnahmen aus der/-Ausgaben für die betrieblicheGeschäftstätigkeitJahresüberschuss 71Berichtigungen zur Überleitung des Jahresüberschusses/-fehlbetrages zu den Einnahmen/-AusgabenAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1Abschreibungen auf Sachanlagen 45 46117Abnahme/-Zunahme der Aktiva und Zunahme/-Abnahme der PassivaVorräte ± 77Steuerrückstellungen 35Sonstige Rückstellungen 16Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7Sonstige Verbindlichkeiten 22 3Nettoeinnahmen aus der/-ausgaben für die betrieblicheGeschäftstätigkeit 120Cash Flowaus dem InvestitionsbereichInvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände ± 5Sachanlageninvestitionen ± 115 ± 1200Cash Flowaus dem FinanzierungsbereichErhöhung des gezeichneten Kapitals 25Zunahme der liquiden Mittel 25Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 0Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres 25www.sinnerschrader.de91


10.0 GeschäftstätigkeitGeschäftstätigkeitSinnerSchrader AktiengesellschaftDie SinnerSchrader Aktiengesellschaft ist eineHoldinggesellschaft, bei der die operativenGeschäfte sich im Wesentlichen auf die beidenTochtergesellschaften sinner+schrader InteractiveMarketing GmbH und sinner+schraderInteractive Software GmbH verteilen. Diesinner+schrader Interactive Marketing GmbHwurde im Februar 1997 und die sinner+schraderInteractive Software GmbH im Dezember 1997gegründet. Die SinnerSchrader Aktiengesellschaftwurde im Juli 1999 gegründet. Zusammen bildendie genannten Gesellschaften die SinnerSchrader-Gruppe (nachstehend auch ¹SinnerSchraderªgenannt).SinnerSchrader bietet Unternehmen, die dasInternet als Transaktionsplattform identifizierthaben, einen umfassenden Service. Das Angebotsspektrumumfasst sämtliche konzeptionellen,kreativen und technischen Leistungen, diefür die Umsetzung einer erfolgreichen eCommerce-Strategienotwendig sind. Dazu gehörendie Beratung, Gestaltung und Redaktion ebensowie die Produktion und Implementierung, derBetrieb und die Vermarktung. Durch das in denvergangenen Jahren erworbene Projekt-Knowhowbesitzt SinnerSchrader ein hohes Maû anBeratungs- und Umsetzungskompetenz, umanspruchsvollen Kunden integrierte Kommunikations-und Transaktionslösungen aus einerHand bieten zu können.ÜberblickMarkt und WettbewerbSinnerSchrader ist ein Beratungs- und Dienstleistungsunternehmenim eCommerce-Markt. DieSinnerSchrader-Gruppe positioniert sich als strategischerPartner von Handels- und Dienstleistungsunternehmenbei der Konzeption, Implementierungund Etablierung web-basierendereCommerce-Lösungen. SinnerSchrader ist derÜberzeugung, dass sie sich durch die frühe Konzentrationauf dieses Wachstumssegment einenfirst-mover-Vorsprung erarbeiten und inDeutschland eine marktführende Stellung imInternet-Dienstleistungsmarkt besetzen konnte.SinnerSchrader arbeitet seit der Gründung imJahre 1996 profitabel und konnte das rasanteWachstum aus dem Cash-flow finanzieren.Die kommerzielle Nutzung des Internet lässt sichin drei Entwicklungsphasen unterscheiden. Inder ersten Phase der Internet-Nutzung konzentriertensich Unternehmen darauf, statischeSeiten zur reinen Informationsvermittlung zupublizieren (¹content-drivenª). In der zweitenPhase begannen die Unternehmen, das Web verstärktals Dialogmedium zu nutzen und erweitertenihre Websites um entsprechende Funktionen(¹communication-drivenª). Mittlerweilebefindet sich das Medium in der dritten Nutzungs-Phase:Unternehmen begreifen das Netzzunehmend als Transaktionsplattform (¹transactiondrivenª). Sie übersetzen vorhandeneGeschäftsprozesse ins Web und entwickelnimmer häufiger komplett neue Geschäftsprozesseund -modelle.92www.sinnerschrader.de


Mit der Verlagerung zentraler Geschäftsprozesseauf das Internet ist auch ein deutliches Anwachsender Budgets festzustellen. Während in denfrüheren Phasen der kommerziellen Internet-Nutzung die Budgets noch überwiegend ausMarketingetats bestritten wurden, gewinnt dasThema zunehmend strategische Bedeutung: dieEtats werden heute oftmals direkt von derGeschäftsleitung verantwortet.Marktforschungsinstitute wie Datamonitor undIDC gehen davon aus, dass der Service-Marktfür Erstellung und Betrieb von Websites von imJahre 1999 DM 0,46 Mrd. auf DM 13,3 Mrd.im Jahre 2002 wachsen wird.1312111098765Europa wird zu einem der wichtigsteneCommerce-MärkteNach den Vereinigten Staaten ist Europa derwichtigste eCommerce-Markt der Welt. InnerhalbEuropas ist Deutschland schon heute mitAbstand der gröûte eCommerce-Markt: Hierwird über das Internet so viel eingekauft wie imgesamten übrigen Europa zusammengenommen.432101998 1999 2000 2001 2002Quelle: Datamonitor, IDCBesonders die Ausgaben für Entwicklung undBetrieb von transaktionalen Websites werdennach den Erwartungen der Marktforscherbesonders rasant steigen.30002500200015001000500index=10001998 1999 2000 2001 2002Kosten fürEntwicklung,Betrieb undMarketingAnzahl volltransaktionalerWebsites.Quelle: Datamonitor, Forresterwww.sinnerschrader.de93


10.0 Geschäftstätigkeit6055%50403020 20%1010%7%3% 3%1% 1%0DeutschlandUKFrankreichSpanienQuelle: DatamonitorDie gemeinsame Währung dürfte für den europäischeneCommerce-Markt eine Katalysatorfunktionbesitzen und das Wachstum ab 2002nochmals beschleunigen.Neue Herausforderungen an Internet-DienstleisterDer Internet-Dienstleistungsmarkt ist wenigübersichtlich und eine genaue Charakterisierungder Branche ist aufgrund ihres geringen Altersund ihrer ausgeprägten Dynamik schwer möglich.Mit dem Internet-Boom sind in Deutschlandeine Vielzahl von Klein- und Kleinstunternehmenentstanden, die als Multimediaagenturenihre Dienstleistungen anbieten. Die wachsendenKundenanforderungen sorgen jedoch derzeitfür einen verstärkten Qualifizierungs- und Konzentrationsdruck.Mit der Verschiebung desFokus von rein werblichen und dialogorientier-ItalienSchwedenNiederlandeSonstigeten Internet-Präsenzen in Richtung volltransaktionaler eCommerce-Lösungenkommen im Bereich Beratung und ITvollkommen neue Anforderungen auf dieInternet-Dienstleister zu.Die Entwicklung konkurrenzfähigereCommerce-Lösungen ist eine anspruchsvolleAufgabe, die vom Internet-Dienstleisterein hohes Anforderungsprofil verlangt.Dazu gehört die strategische Kompetenzebenso wie ein weitreichendes IT-Know-how und das Verständnis fürKommunikations- und Marketingzieledes Kunden. Auf Standardprodukte kannnur bedingt zurückgegriffen werden, dadie Anforderungen zunehmend komplexerwerden. Nicht nur die Anbindung an ERP-Systeme oder Call Center muss geleistet werden,auch die Shop-Logik wird immer aufwendiger.Standardisierte Katalogsysteme genügen diesenAnforderungen in der Regel nicht. AusgefeilteReservierungssysteme, mandantenfähige Vertriebslösungen,interaktive Beratungsfunktionenoder die Implementierung neuer Geschäftsmodellewie Auktionen mit ihren flexiblen Preisfindungsmechanismenverlangen intelligente undmaûgeschneiderte Software. Zudem befindetsich die Mehrzahl der Unternehmen in einemhoch wettbewerbsintensiven Umfeld, bei demdie Geschwindigkeit der Umsetzung und dieRealisierung von Differenzierungsmerkmalen inder eCommerce-Lösung erfolgskritisch sind.SinnerSchrader glaubt früh erkannt zu haben,dass es nicht in erster Linie darauf ankommenkann, einzelne Beratungs-, Gestaltungs-, IT- oderVermarktungsleistungen zu erbringen, sondern94www.sinnerschrader.de


diese Leistungen vielmehr in einem integriertenPaket zusammenzufassen und einen signifikantenBeitrag zur Wertsteigerung des Unternehmenszu bringen.Die bisher scharf getrennten Grenzen zwischenUnternehmensberatung, Agentur und Systemintegratorverschwimmen zunehmend. Eine aussichtsreicheZukunft haben vor allem die Dienstleister,die ihren Kunden integrierte Gesamtlösungenaus einer Hand bieten und diese auchschnell umsetzen können. Full-Service-Dienstleisterwie SinnerSchrader sind optimal für diewachsenden Anforderungen gerüstet und besitzeneinen entscheidenden Kompetenzvorsprungim Markt.Anbieter, wie USWeb/CKS oder Sapient konntenauf dem deutschen Markt bislang kaum Fuû fassen.Mit der verstärkten Nachfrage nach transaktionalenWeb-Lösungen ± die sich auch imrasanten Wachstum von SinnerSchrader ausdrückt± rechnet SinnerSchrader mit dem Eintrittweiterer, bislang branchenfremder Wettbewerberin diesem attraktiven Markt. InsbesondereConsulting-Unternehmen, IT-Systemhäusersowie groûe Multimediaagenturen werden versuchen,eCommerce-Lösungen in ihr Dienstleistungsangebotaufzunehmen. Dabei werden dieseUnternehmen beträchtliche Investitionen tätigenmüssen, um den Kompetenzvorsprung etabliertereCommerce-Anbieter wie SinnerSchraderaufholen zu können.Der WettbewerbSinnerSchrader gilt in der Branche als ein führenderAnbieter und Trendsetter im Bereichtransaktionaler Web-Lösungen. Die herausragendeMarktposition von SinnerSchraderbasiert nach eigener Auffassung auf einembeträchtlichen Know-how-Vorsprung gegenüberanderen deutschen Internet-Dienstleistern. KeinInternetdienstleister in Europa hat in den letztendrei Jahren so viele High-End-eCommerce-Lösungen entwickelt, wie SinnerSchrader. InternetDienstleister wie I-D Media, Kabel NewMedia oder Pixelpark traten bisher nicht durcheine ausgeprägte Fokussierung auf eCommerce-Projekte in Erscheinung. Zudem konnte Sinner-Schrader in den vergangenen zwölf Monaten allewichtigen eCommerce-Preise in Deutschlandgewinnen. Renommierte US-amerikanischeDer zahlenmäûig gröûte Teil an High-TrafficeCommerce-Sites wird zur Zeit noch Inhouseumgesetzt. SinnerSchrader ist allerdings davonüberzeugt, durch den Know-how-Vorsprungnachfragenden Unternehmen einen erheblichenZeitvorteil bei der Umsetzung ihrer eCommerce-Aktivitäten bieten zu können und diesen durchbessere Prozesse und Verfahren ausbauen zukönnen.UnternehmensgeschichteSeit der Gründung am 1. April 1996 setzt sichSinnerSchrader kontinuierlich für Innovationenim Bereich professioneller eCommerce-Lösungenein. Die Historie der Kunden ist zugleich auchein Abriss der wichtigsten Unternehmensentwicklungen.www.sinnerschrader.de95


10.0 Geschäftstätigkeit199604 | Matthias Schrader und Oliver Sinnergründen in Hamburg die Personengesellschaftsinner+schrader GbR.05 | Das Unternehmen entwickelt für dieSoftwarefirma Intershop Referenz- undPilotshops, die auf Intershop 1.0 aufsetzen.Der Auftrag umfasst das Screendesignverschiedener Demostores zur Veranschaulichungder Produktfeatures unddiverse Entwicklungsbeispiele zur Erweiterungder Funktionalität der Standardsoftware.Internet. Events, flächendeckende Bannerschaltungund zielgruppengenaueReaktivierungsmaûnahmen werdenmedienadäquat geplant und umgesetzt.Zur Reduzierung des CPI (Cost per Interest)liegt der Fokus bei der Realisierungauf einer ständig transparenten Werbekontrolle.12 | Das Unternehmen führt Görtz als erstendeutschen Schuhfilialist mit einer Shopentwicklungin den Direktvertrieb überdas Internet ein. Kunden erhalten dieneuesten Modelle seitdem zuerst online.07 | Das Unternehmen gestaltet und entwickeltfür den Modeversender ConleyÂseinen Online-Shop, mit umfangreichenBackoffice-Funktionen. Eine neue E-Mail-Datenbank für elektronisches undklassisches Direktmarketing rundet denAuftritt ab.09 | Das Unternehmen realisiert für Europasgröûten EDV-Distributor CHS eine Vertriebsplattformfür mehr als 15.000 PC-Fachhändler. Dank einer ausgeklügeltenDatenbank-Architektur (die gröûteHardware-Datenbank Europas) könnenneueste Produktinformationen, das rund1.000seitige Angebot sowie die Lieferbereitschaftvon CHS abgerufen werden.10 | Das Unternehmen vermarktet dasOnline-Angebot der BANK 24 mit demersten HTML-Banner im deutschen199702 | Oliver Sinner und Matthias Schradergründen die sinner+schrader InteractiveMarketing GmbH,07 | Das Unternehmen entwickelt für denUS-Computerhersteller Hewlett Packardein neuartiges Build-to-Order-System,mit dessen Hilfe der Kunde bis wenigeStunden vor Produktion seines Serversdie Systemkomponenten skalieren kann.10 | Das Unternehmen gestaltet und realisiertfür den Mediendistributor Georg LingenbrinkGmbH & Co. (Libri) die weltweiterste voll mandantenfähige Vertriebsplattformim Internet. Libri.de tritt alsApplication Service Provider am Marktauf und vermietet mittlerweile rund 500Partnern Internet-Buchshops, die auf die96www.sinnerschrader.de


integrierten Dienstleistungen (Katalog,Lagerlogistik, Auslieferung) des HamburgerBuchgroûhändlers zugreifen. DiePalette der ASP-Kunden reicht vongroûen stationären Buchfilialisten bis hinzu Partnern wie dem SPIEGEL, Quelleund buecher.de.11 | Das Unternehmen konzipiert für denDeutschen Herold, die Versicherungsgruppeder Deutschen Bank, eine mandantenfähigeInternetapplikation, die denVersicherungskunden automatisch zumnächstgelegenen Makler weitervermittelt.Erstmals kommt ein Online-Beraterzum Einsatz, der den Kunden in einemautomatisch generierten Dialog zu dengewünschten Versicherungsproduktenführt und den Kontakt zum persönlichenBerater herstellt.12 | Das Unternehmen gründet diesinner+schrader Interactive SoftwareGmbH als eigenständige Gesellschaft fürSoftwareentwicklung. Beide Unternehmenverfügen über insgesamt 12 Mitarbeiterund erwirtschaften DM 1,3 Mio.Umsatz. Sebastian Dröber und DetlefWichmann übernehmen die Geschäftsführungim Bereich Softwareentwicklung.Applikation erstmals den geschaltetenBannern zugewiesen. Auf diese Weisekönnen Marketingkampagnen einheitlichgetrackt, bewertet und vergütet werden.06 | SinnerSchrader entwickelt für den AutovermieterEuropcar Deutschland die ersteOnline-Mietstation mit datenbankgestütztemEchtzeit-Reservierungssystem.Das System ermöglicht eine exakt auf dieBedürfnisse des Kunden abgestimmteBestellung und berechnet automatischden günstigsten Tarif.08 | SinnerSchrader übernimmt die Betreuungdes Online-Auktionshauses ricardo.de,das auf der CeBIT Home als weltweiteinziges virtuelles Auktionhaus mit dreiVerkaufsformaten an den Start geht.09 | SinnerSchrader wird für europcar.de mitdem Intel eBusiness-Award ausgezeichnet.Begründung: ¹Beste eBusiness Applikationin Deutschlandª11 | SinnerSchrader übernimmt für die transtecAGden Ausbau ihrer Online-Aktivitäten.Der Ausbau verfolgt das strategischeZiel von transtec, den europaweitenProdukt-Vertrieb über das Internetwesentlich zu steigern.199805 | SinnerSchrader entwickelt die Online-Advertising-Technologie adtraction. Mitadtraction werden die Umsätze einer199901 | SinnerSchrader baut die TelefongesellschaftTalkline zum Direktvertriebskanalwww.sinnerschrader.de97


10.0 Geschäftstätigkeitaus. Die entwickelte eCommerce-Anwendung bietet ein breites Sortimentaktueller Geräte, Tarife der NetzbetreiberD1, D2 und E-Plus sowie die gezielteBeratung der Online-Kunden.02 | SinnerSchrader erhält für die eCommerce-Plattformlibri.deden TV-Movie Award 98.Begründung: ¹Beste ShoppingSite des JahresªConsultingWorkshopsResearchStrategyIT-ConsultingBusinessplanUnternehmenstätigkeitDas Kerngeschäft von SinnerSchrader bildenProjektdienstleistungen. Diese umfassen verschiedeneAufgaben, die von speziellen Projektteamsmit unterschiedlichen Qualifikationenerbracht werden.DesignUser-centric DesignRapid PrototypingSoftware DesignIT-InfrastuctureProjekt PlanEngineeringContent CreationFrontendBusinesslogicDatabaseTransaction Proc.Site MarketingPubic RelationOnline MediaAdtractionCooperationsAffiliatesOperationsEditorial ServicesCustomer Rel.shipManagementStatistics24/7 Service03 | SinnerSchrader wird währendder CeBIT 99 vom Ziff Davis Verlaggleich doppelt ausgezeichnet: ricardo.deund europcar.de sind Finalisten für denPreis ¹Innovationª.04 | SinnerSchrader erhält für ricardo.de als einzigeeCommerce-Anwendung im Rahmendes 7. Deutschen Multimedia Kongresses inStuttgart einen Multimedia Award in Silber.Begründung: ¹Erfolgreichster eCommerce-Newcomerdes Jahresª07 | SinnerSchrader startet für den MediendistributorGeorg Lingenbrink GmbH &Co. das weltweit erste Portal für den digitalenBuchdruck ¹Books on Demandª.Das Verfahren erschlieût neue Wege zurVeröffentlichung und Vermarktung vonNischen- und Spezialliteratur.10 | SinnerSchrader vollzieht die formwechselndeUmwandlung in eineAktiengesellschaft.ConsultingAusgangspunkt jeder Tätigkeit von SinnerSchraderfür einen Kunden ist eine individuelle Consulting-Dienstleistung.In dieser Phase entwickeltder Consultant durch Workshops, Interviewsund Sekundärquellen ein tiefgreifendes Verständnisfür die Geschäftstätigkeit und dasMarktumfeld des Kunden. Im Dialog mit demKunden entwickelt der Berater eine umfassendeeCommerce-Strategie und ein Umsetzungskonzeptin Form eines Fachkonzeptes. NachAbnahme dieses Fachkonzeptes seitens des Kundenfolgt die Erstellung eines detaillierten Pflichtenheftes,das die zu erbringenden Leistungen ineinzelnen Teilaufgaben beschreibt. Die Erstellungvon Fachkonzept und Pflichtenheft stellenim Projektverlauf wesentliche Meilensteine dar.Erst nach der Abnahme des Pflichtenheftesbeginnt die eigentliche Umsetzungsphase.Im Rahmen des Projektgeschäftes vertreibtSinnerSchrader als Reseller Hard- und Softwarekomponentender Partnerunternehmen Oracle98www.sinnerschrader.de


(Software: Datenbanken, Tools) und Sun(Hardware). Das Reseller-Geschäft komplettiertdie Angebotspalette von SinnerSchrader alsFull-Service-Dienstleister dem Kunden gegenüber.Des weiteren trägt es zu einer Intensivierungder Beziehungen zu den Technologiepartnernbei, deren Unterstützung die marktführendeStellung von SinnerSchrader im Bereich eCommerceuntermauert.DesignIn der Design-Phase wird die grundsätzlicheInhalts-, Navigations- und Transaktionsstrukturder Website entwickelt. In dieser Phase werdenzudem sämtliche Projektdisziplinen eingebunden,um das Ergebnis sowohl hinsichtlich derFunktionalität als auch der technischen Umsetzungzu optimieren. Während der gesamtenGestaltungsphase findet ein ständiger Dialogund Abstimmungsprozess mit dem Kunden statt.eCommerce-Lösungen bestehen nicht nur ausKatalogdatenbanken. Besucher müssen über dieProdukte und Dienstleistungen fachlich informiertund je nach individuellen Interessen durchdas Sortiment geführt werden. Gerade fürConsumer-Angebote sind schnell verständlicheInformationen und eine anregende Anspracheder Besucher sowie die Entfaltung einer verkaufsfreundlichenAtmosphäre von entscheidenderBedeutung. Warenabfragen, Angebotskonfigurationenund der Bestellprozess selbst erfordernebenfalls präzise Dialoge und Interaktionenmit dem Internetbesucher. Die Erstellung dieserTexte übernehmen Redakteure aus dem BereichEditorial Services.EngineeringSind die wesentlichen Inhalte, Gestaltungselementeund Transaktionsstrukturen definiert,beginnt die Produktion des Client Interfaces.Dazu gehört vor allem die Codierung desDesigns und der Inhalte in HTML, JavaScriptund DHTML sowie umfangreiche Funktionalitäts-Tests.Besonderes Augenmerk wird auf dieEntwicklung eines robusten und speicherplatzschonendenCodes gelegt, der kompatibel auchzu älteren Browsergenerationen ist und schnellgeladen wird.Bei umfangreicheren Projekten wird noch währendder Produktionsphase ein Prototyp der Siteentwickelt, an dem die Benutzbarkeit ± die sogenannte¹Usabilityª ± von Kunde und Agenturgetestet wird.SinnerSchrader hat sich seit Gründung auf dieEntwicklung von dynamischen, transaktionsorientiertenWeb-Applikationen spezialisiert.Die Realisierung dieser überwiegend datenbankgestütztenApplikationen (primär auf Datenbanksystemendes Herstellers Oracle) erfolgtdurch Einsatz modernster Technologien undMethoden des Software Engineerings (wie z. B.OOP/Java). Moderne multi-tier Architekturenauf Komponentenbasis sichern bereits währendder Entwicklung eine optimale Arbeitsteilungzwischen Gestaltung und Programmierung. Beieventuellen Erweiterungen oder späteren ¾nde-www.sinnerschrader.de99


10.0 Geschäftstätigkeitrungen sorgen sie zudem für ein Minimum anzusätzlichen Entwicklungsaufwänden. Bei derRealisierung seiner Projekte setzt SinnerSchraderauf etablierte Technologien marktführenderUnternehmen wie Oracle, Sun und Apple Computer.Frühzeitig hat SinnerSchrader die Technologieführerschaftdieser Unternehmen erkanntund Partnerabkommen mit den aufgeführtenUnternehmen abgeschlossen.Die Entwicklung der Software-Komponentengeschieht grundsätzlich im Team und wird durchden Einsatz eines Versionskontrollsystems unterstützt.SinnerSchrader deckt alle Phasen des Software-Entwicklungszyklusmit eigenen Mitarbeiternab. Dies schlieût die technische Konzeption,Modellierung und den Aufbau selbst komplexerDatenbanken mit ein.Durch die Entwicklung und Betreuung einigerder erfolgreichsten High-Traffic Websites inDeutschland verfügt SinnerSchrader über einfundiertes Wissen aus den Bereichen Performance-Optimierung,Skalierung und Lastverteilung(Load Balancing) bei Hochlastsituationen,wie sie bei erfolgreichen eCommerce-Projektenregelmäûig auftreten. Dieses Know-how qualifiziertSinnerSchrader für den Aufbau weitererProjekte mit diesem Potenzial.Die Expertise von SinnerSchrader im BereichSoftware Engineering erstreckt sich neben derImplementierung der eigentlichen Web-Anwendungauch auf die Bereiche Technical Web-Consultingsowie Systemintegration, d.h. die Anbindungan bereits bestehende Legacy-Systeme. Diestetig steigenden Ansprüche im Markt hinsichtlicheiner optimalen Integration bestehenderIT-Komponenten stellen für jeden Dienstleisterin diesem Segment eine entsprechende Herausforderungdar. Der Erfolg und die Vielzahl, dervon SinnerSchrader betreuten Projekte, unterstreichtdiese Kompetenz im Unternehmen.Durch die gewonnene Erfahrung der vergangenenJahre und die intensive Beobachtung desMarktes glaubt SinnerSchrader, dass die Verknüpfungder Themen Data Warehousing undTransactional Content Management für dieRealisierung von eCommerce Projekten stetig anBedeutung gewinnt. Daher wird SinnerSchraderseine Aktivitäten in diesen Bereichen in Zukunftnoch intensivieren.Site MarketingNicht nur die Qualität einer Website, auch diekonsequente Vermarktung des Angebotes trägterheblich zum Erfolg einer eCommerce-Lösungbei. Durch die direkte Interaktion mit dem Besucher(Stichwort: One-to-One Marketing) ermöglichtdas Internet wie kein anders Medium einedialogorientierte und individuelle Ansprache dergewünschten Zielgruppe. Dank selbst entwickelterAnalyse-Werkzeuge ist es zudem möglich, denErfolg der eingesetzten Werbemittel exakt zu analysieren.SinnerSchrader verfügt in diesem Bereichüber eine langjährige Erfahrung und bietet seinenKunden einen Full-Service: von der strategischenPlanung der Kampagnen über die Kreation bis hinzu Mediaplanung und Erfolgskontrolle greift dieMediaberatung die Inhalte der Webangebote aufund kommuniziert diese am Markt.100www.sinnerschrader.de


Die Mediabuchung beobachtet kontinuierlichden Markt der Werbeträger und bucht passendzu den laufenden Kampagnen Werbeflächen fürdie Kunden. Die geläufigste Form der Werbemittelim Internet sind sogenannte Banner ± Werbeflächen,die auf frequenzstarken Websites Drittergeschaltet werden und durch Anklicken auf dieWebsite des Werbekunden führen. SinnerSchraderhat in der Vergangenheit mehrfach innovativeWerbeformen entwickelt und erfolgreich eingeführt.So hat das Unternehmen 1997 erstmalsin Deutschland sogenannte HTML-Banner eingesetzt,mit denen Suchabfragen in Datenbankenbereits auf einer Werbefläche möglich sind. InteraktiveBanner gehören mittlerweile zu den Werbeformenmit den höchsten Akzeptanzquoten beiInternetnutzern. Zu den neuesten Entwicklungengehören die sogenannten Rich-Media-Banner, dieähnlich einer Informationszentrale, laufendaktualisierte Nachrichten und Daten (beispielsweiseAktienkurse) präsentieren. Als einer dergroûen deutschen Online-Vermarkter fokussiertSinnerSchrader strategische Partnerschaften mitWerbeträgern. Hiermit verfolgt das Unternehmendas Ziel, die Kommunikationsinhalte seinerWerbekunden in den redaktionellen Content zuintegrieren und dem Besucher von Internetseiteneinen echten Mehrwert zu ermöglichen. Im Rahmeneiner solchen Partnerschaft hat SinnerSchradererstmals in Deutschland eine Katalogdatenbankmit einer Internet-Suchmaschine integriert.Nutzer können sich damit beispielsweise zu ihrerRechercheanfrage auch optional passende Literaturanzeigen lassen (¹find related Booksª).Um seinen Kunden eine präzise Analyse der eingesetztenWerbemittel- und träger zu ermöglichen,hat SinnerSchrader mit ¹adtractionª eineeigene Technologie zur Werbeerfolgskontrolleentwickelt. Diese Technologie erlaubt es erstmals,die Umsätze einer eCommerce-Site dengeschalteten Bannern zuzuweisen. Damit wirdnicht nur der reale Wert eines Werbeplatzesermittelt, sondern auch eine neue Form der Vergütungmöglich: jeder Werbeplatz kann umsatzbezogenprovisioniert werden. Adtraction ist seit1998 auf dem Online-Markt eingeführt undwird von SinnerSchrader bei allen eCommerce-Projekten eingesetzt.Durch die aktive Teilnahme in verschiedenenBranchenverbänden, wie dem Deutschen Multimediaverband(DMMV), wirkt SinnerSchraderim Bereich Online-Media an der Entwicklungallgemein gültiger Branchenstandards und derBeurteilung rechtlicher Aspekte aktiv mit.Für den nötigen Bekanntheitsgrad von Unternehmen,ihren Produkten und Dienstleistungenist eine fundierte Pressearbeit unerlässlich.SinnerSchrader bietet seinen Kunden auch in derKommunikation seine ganze Erfahrung an. ImBereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit beinhaltetdies die Entwicklung und Umsetzungganzheitlicher Kommunikationskonzepte, diedie Zielgruppe der Internetnutzer sowie relevanteMeinungsbildner (Handel, Medien, Verbändeetc.) fokussieren. Des weiteren werdeninteraktive Kommunikationstechniken (eMail,Newsletter, Diskussionsforen, Online-Pressekonferenzen)eingesetzt. Der Erfolg der Kommunikationsstrategienwird mit professionellenMethoden laufend analysiert und optimiert.www.sinnerschrader.de101


10.0 GeschäftstätigkeitOperationsUmsatzentwicklung und KundenstrukturDer Bereich Operations umfasst alle Aktivitäten,die im Zusammenhang mit dem Betrieb, der vonSinnerSchrader betreuten eCommerce Sitesstehen. Diese lassen sich im Wesentlichen in diePhase I (vor Inbetriebnahme) und Phase II(Betrieb) unterteilen.± Phase I beinhaltet überwiegend beratende Tätigkeiten,die sich auf die Auswahl und Dimensionierungder benötigten Infrastrukturkomponenten(Server, Internet Service Provider, Bandbreiten,benötigte Domains) sowie Klärung sicherheitsrelevanterThemen (Zugriffsschutz durchFirewalls, Absicherung durch unterbrechungsfreieSpannungsversorgungen etc.) erstrecken.Die Umsatzentwicklung der letzten Jahre istdurch ein auûerordentlich starkes Wachstumgeprägt. Hierzu trug sowohl der Ausbau derbestehenden Kundenbeziehungen bei als auchdas starke Neugeschäft.So betrug das Wachstum des Bruttoumsatzesvon 1997 auf 1998 über 150 %. In den erstenacht Monaten des Jahres 1999 konnte bereitsmit DM 8,4 Millionen ein Umsatz realisiert werden,der um über 130% über dem gesamtenVorjahresergebnis lag. Die Umsätze wurden ausschlieûlichim Inland getätigt.± In der Phase II ± nach erfolgtemOnline-Start ± betreut SinnerSchraderdie selbst erstellten eCommerce Lösungenim Betrieb. Das Hosting der Websiteserfolgt in der Regel bei einemexternen Internet Service Provider(ISP). Nach dem Online-Start stelltSinnerSchrader, sofern hierüber einentsprechender Servicevertrag geschlossenwurde, den reibungslosen Betriebsicher. Dies umfasst alle erforderlichenAktivitäten aus den Bereichen System-,Datenbank-, Web- und Netzwerkadministration.Darüber hinaus überwachtSinnerSchrader die Verfügbarkeitund Auslastung der Systeme undwirkt proaktiv an der Planung für denweiteren Ausbau der Systemumgebungmit.102www.sinnerschrader.de


KundenDie nachfolgende Aufstellung gibt die wichtigstenKunden der Gesellschaft wieder:ALD Autoleasing DeutschlandBlume 2000CHS Electronics Deutschland GmbHCONLEY©S Modekontor GmbH & Co.KGDeutsche BankDeutsche Bank 24Deutscher HeroldDGBankDKV Deutsche KrankenversicherungEngel & Völkers ImmobilienEuropcar Autovermietung GmbHGörtz SchuheGruner+JahrImpressionen VersandGeorg Lingenbrink GmbH & Co.Lycos Bertelsmann GmbH & Co. KGNT plus AGricardo.de AGSoftlineTalkline GmbHunicom direktVASA EnergyDie Gesellschaft erwirtschaftete im Rumpfgeschäftsjahr1999 mit ihren sechs gröûtenKunden rund 70% ihres Umsatzes.eCommerce-Lösungen in Deutschland auszubauenund im europäischen Ausland anzustreben.SinnerSchrader ist davon überzeugt, dassimmer mehr Unternehmen mittelfristig Investitionenim Bereich eCommerce in einem europäischenKontext tätigen werden. Darüber hinausplant SinnerSchrader seine marktführende Positionund das ausgeprägte Know-how im BereicheCommerce durch Beteiligungen an Unternehmen,für die SinnerSchrader tätig ist, zu übertragen.Um diese Strategie entschlossen zu verfolgen underfolgreich umzusetzen, plant SinnerSchraderfolgende Maûnahmen zu ergreifen:1. Weitere Forcierung des internen und externenWachstums und Ausbau des Kompetenzvorsprungsim Bereich web-basierenderGeschäftslösungen2. Internationalisierung des Geschäftes durchAufbau und Festigung einer europäischenDienstleistungsmarke3. Gewinnung weiterer High-Potential-Kunden4. Beteiligungen an eCommerce-UnternehmenForcierung des Wachstums und Ausbau dereCommerce-KompetenzUnternehmensstrategieSinnerSchrader verfolgt das Ziel, die führendePosition in der Entwicklung maûgeschneiderterSinnerSchrader ist der Überzeugung, dass derDienstleistungsmarkt für die Entwicklung undBetreuung von eCommerce-Lösungen in Europaerst am Anfang steht. Einzige Wachstumsbremsewww.sinnerschrader.de103


10.0 Geschäftstätigkeitist nach Auffassung des Unternehmens derknappe Personalmarkt. Durch eine attraktiveUnternehmenskultur, innovative Projekte undein Beteiligungsmodell für Führungskräfte undSpezialisten aus dem Beratungs-, Kommunikations-und IT-Bereich, glaubt SinnerSchrader,auch weiterhin genügend qualifizierte Mitarbeiterfür das auûerordentlich schnelle Wachstumdes Unternehmens rekrutieren zu können. DieExpansion in den Euroraum sowie geplanteAkquisitionen erschlieûen SinnerSchrader weiterePersonalmärkte. Durch eine weiterführendeProfessionalisierung der Methoden und Verfahren,plant SinnerSchrader, die erworbene branchenübergreifendeeCommerce-Kompetenzweiter auszubauen.Internationalisierung des GeschäftesSinnerSchrader vertritt die Auffassung, dass esdem Unternehmen in Deutschland gelungen ist,eine erfolgreiche Dienstleistungsmarke im SegmenteCommerce zu etablieren. SinnerSchraderglaubt, die Marke mit Referenzen wie Libri,buecher.de (auf der Plattform von Libri), Europcarund Ricardo, aber auch der Deutschen Bank24 als Marktführer im Bereich transaktionalerWeblösungen aufgebaut zu haben. So konnteSinnerSchrader in der Kategorie eCommerce imvergangenen Jahr alle wichtigen Wettbewerbegewinnen.Mit der geplanten Internationalisierung desGeschäftes strebt SinnerSchrader auch in Europaeine marktführende Position an. Bei der Kundenakquisitionkonzentriert sich SinnerSchraderdaher auf jene Projekte, die voraussichtlich aucheine hohe Durchsetzungsfähigkeit im europäischenMarkt erzielen werden. Dabei wird derFokus zunächst auf dem europaweiten Ausbaubestehender Kundenbeziehungen liegen. Sinner-Schrader ist der Überzeugung, dass die bewussteKonzentration auf die Entwicklung innovativereCommerce-Lösungen das Unternehmen auchbei der geplanten Expansion im Wettbewerbsumfeldklar und positiv differenziert.Gewinnung weiterer High-Potential-KundenÜber das hohe Ansehen seiner Kunden wieEuropcar, Libri oder der Deutschen Bank 24 hatSinnerSchrader seinen Bekanntheitsgrad in derVergangenheit deutlich steigern können. Diesenguten Ruf will das Unternehmen durch dieGewinnung neuer Groûkunden weiter ausbauen.Allerdings wird SinnerSchrader auch weiterhinPotenziale junger Unternehmen nutzen, die mitvergleichsweise kleinen Anfangsbudgets an denMarkt gehen und rasant wachsen. VielversprechendeKundenbeziehungen, wie beispielsweisemit dem Internet-Auktionshaus ricardo.de,sollen auch weiterhin eine wesentliche Säule derGeschäftsaktivitäten bleiben.Durch die Attraktivität seiner Groûkunden siehtSinnerSchrader auch die Motivation seiner Mitarbeitergewährleistet. Abwechslungsreiche undanspruchsvolle Aufgabenstellungen sollen demhochmotivierten Mitarbeiterstab auch inZukunft interessante Arbeitsfelder bieten.104www.sinnerschrader.de


Durch die Fokussierung auf transaktionale Web-Lösungen entsteht eine besonders enge und partnerschaftlicheVerbindung zwischen Auftraggeberund Dienstleister. Zunehmend werden kritischeGeschäftsprozesse über das Web abgewickelt± und damit häufig an den Internetdienstleisterausgegliedert. Der Wechsel eineseCommerce-Dienstleisters ist somit für Unternehmenmit hohen Wechselkosten verbunden.Die steigende Abhängigkeit der Unternehmenvon komplexen und maûgeschneiderten eCommerce-Lösungenführt nach Meinung vonSinnerSchrader zudem zu höheren Margen undlangfristigen Kundenbeziehungen.Risikokapitalgeber aufzutreten, sondern siehtseine Rolle vielmehr als Umsetzungspartnerinnovativer eCompanies.SinnerSchrader ist der Überzeugung, durch dasführende eCommerce-Know-how, hinreichendeUmsetzungsressourcen und ein dichtes Beziehungsnetzwerkbei potentiellen Vermarktungspartnerneine hohe Attraktivität als Beteiligungspartnerzu besitzen. SinnerSchrader ist bestrebt,Minderheitsanteile in der Höhe von bis zu 20 %zu übernehmen. Ziel von SinnerSchrader ist dielangfristige Beteiligung an dem jeweiligen Unternehmen.Beteiligungen an eCommerce-UnternehmenSinnerSchrader folgt einem konsequenten ¹timeto-valueª-Ansatz, der den schnellen Wertzuwachsbeim Kunden in den Mittelpunkt stellt.Hierdurch entstanden auf Kundenseite in derVergangenheit teilweise extrem hohe Steigerungender Unternehmenswerte. Allein im drittenQuartal 1999 gingen zwei von SinnerSchraderbetreute eCompanies an die Börse.SinnerSchrader ist bestrebt, das führende Knowhowdes Unternehmens in der Entwicklung,Umsetzung und Vermarktung von eCommerce-Lösungen durch Einbringung in Unternehmensbeteiligungenzu skalieren. SinnerSchrader planthier sowohl als Inkubator für Start-Ups aufzutretenals auch mit etablierten Unternehmen ±die als Assets ihre Produkt-, Logistik- undFinanzkraft einbringen ± Joint Ventures einzugehen.SinnerSchrader plant ausdrücklich nicht alsSinnerSchrader hat als Pilotprojekt für dieseStrategie eine Vereinbarung mit einem derführenden Blumenfilialisten Deutschlands,¹Blume 2000ª, abgeschlossen. Ziel ist ein JointVenture im Bereich Blumenvertrieb über dasInternet.Vertrieb und MarketingSinnerSchrader erhält Aufträge sowohl vonBestandskunden als auch von Neukunden. Insbesonderedurch die Fokussierung auf eCommerce-Projektegeneriert SinnerSchrader aus derfortlaufenden Weiterentwicklung bestehenderLösungen erhebliches Geschäft. Neukundengewinnt SinnerSchrader vorwiegend durch Empfehlungenund den hohen Bekanntheitsgrad, dendas Unternehmen in der Branche besitzt. DieAnzahl konkreter Kundennachfragen hat in derVergangenheit regelmäûig die RessourcenSinnerSchrader übertroffen. Daher belastenwww.sinnerschrader.de105


10.0 Geschäftstätigkeitkeine akquisitorischen Kosten für Vertrieb undMarketing das Ergebnis. Gleichwohl verfolgtSinnerSchrader das strategische Ziel, durch einenkonsequenten Markenaufbau eine hohe Sichtbarkeitim Markt zu erlangen, um den Wettbewerbum die interessantesten eCommerce-Kunden und die besten Fachkräfte für sich zuentscheiden. Hierfür betreibt SinnerSchrader seitGründung eine intensive Pressearbeit.Forschung und EntwicklungSinnerSchrader besitzt keine gesonderteForschungs- und Entwicklungsabteilung, dasUnternehmen erbringt seine Entwicklungsleistungenausschlieûlich im Kundenauftrag.Durch den konsequenten Einsatz modernsterTechnologien und Methoden des Software Engineeringsbesitzt SinnerSchrader jedoch auf Basisvieler Projektlösungen einen Zugriff auf eineumfangreiche Komponentenbibliothek, zu denenauch Technologien wie adtraction gehören.InvestitionenDie Investitionen der SinnerSchrader-Gruppe wurdenin den zurückliegenden Geschäftsjahren entsprechenddem Geschäftswachstum kontinuierlichgesteigert. Diese Entwicklung wird sich auch inden kommenden Geschäftsjahren fortsetzen ±SinnerSchrader wird weiter konsequent in dieUmsetzung seiner Strategie und den Ausbau desGeschäfts investieren. Sämtliche von der Gruppegetätigten Investitionen sind im Inland erfolgt.Die Entwicklung der Investitionen seit 1997stellt sich wie folgt dar:1800160014001200100080060040020001523361997 1998 1999 1999/20001.1.-31.8.Die Investitionen betreffen im Wesentlichen dieAusstattung der Arbeitsplätze der Mitarbeiter mitComputerhard- und -software und Büromöbelnsowie die zentralen Server- und Netzwerkkapazitäten.Darüber hinaus wurde in die Ausstattung derangemieteten Büroräume investiert, um den Mitarbeiternein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen.Für das Geschäftsjahr 1999/2000 plant Sinner-Schrader eine deutliche Ausweitung der Investitionenauf rd. 1,7 Mio. DM. Darin spiegelt sich zumeinen die geplante Verdopplung der Mitarbeiterzahlwider, für deren Umsetzung auch zusätzlicherBüroraum angemietet und ausgestattet werdenmuss. Zum anderen rechnet SinnerSchrader ausdem Aufbau der ersten Büros im europäischenAusland mit erhöhtem Investitionsbedarf.In den kommenden Geschäftsjahren wird esaufgrund der Umsetzung der Venture-Strategievoraussichtlich zu Investitionen im Bereich derFinanzanlagen kommen. Da der Konkretisierungsgradetwaiger Projekte in diesem Zweigderzeit noch zu gering ist, wurden keine Ansätze4421700Cash-flow für Zugänge zum Anlagevermögenin TDM106www.sinnerschrader.de


in die Investitionsplanung für das Geschäftsjahr1999/2000 aufgenommen.Die Investitionen konnten bisher vollständig ausdem operativen Cash-flow finanziert werden.Im Jahr 1997 betrug die durchschnittlicheAnzahl der festangestellten Mitarbeiter acht. ImJahr 1998 19 und im Rumpfgeschäftsjahr1. Januar 1999 bis 31. August 1999 bereits41 Mitarbeiter.80Grundbesitz701.9.199972SinnerSchrader hat keinen eigenen Grundbesitz.Die Geschäftsräume in Hamburg, Planckstraûe13, sind langfristig angemietet. Dieangemietete Fläche beläuft sich auf insgesamt1.272 qm 2 . Der monatliche Mietzins einschlieûlichNebenkosten und Kfz-Stellplätzenbeträgt DM 42.548,± inkl. MwSt. Der Mietvertragist mit einer festen Laufzeit bis zum31.12.2004 abgeschlossen.MitarbeiterDer Erfolg von spezialisierten Beratungs-,Design- und IT-Dienstleistungen hängt inhohem Maûe von qualifizierten und motiviertenMitarbeitern ab. Die Personalpolitik hatdeshalb bei SinnerSchrader ein besondershohes Gewicht und wird in den kommendenJahren noch an Bedeutung zunehmen. Sinner-Schrader profitiert im Bereich des IT-Nachwuchsdurch die enge Zusammenarbeit mit dem FachbereichInformatik an der Universität Hamburgdurch die Vergabe von Diplomarbeiten undGestaltung gemeinsamer Lehrveranstaltungen.Im Bereich der Ausbildung kooperiert Sinner-Schrader u.a. mit dem Hamburger Otto Versand.605040302010031.12.199831.12.199726139 1074 4 5533 4 52 31 11 11 20 0 0Vorstand/GeschäftsführungAdministration/Stab/VertriebConsultingDesignMediaplanungFronted EngineeringServer-site EngineeringPatente, Lizenzen, wesentliche VerträgeDie beiden Tochtergesellschaften der Sinner-Schrader Aktiengesellschaft, die sinner+schraderInteractive Marketing GmbH und diesinner+schrader Interactive Software GmbH,haben eine Vielzahl von Verträgen und Vereinbarungenmit ihren Kunden abgeschlossen. ImEinzelnen sind dabei zu nennen:2612Editorial ServicesTotalwww.sinnerschrader.de107


10.0 GeschäftstätigkeitEuropcarVertrag über die Entwicklung, Pflege undBetrieb einer Software im Internet; Laufzeitunbefristet; Kündigung mit einer Frist von sechsWochen zum Monatsende möglich;Kunstmagazin ARTALD Autoleasing GmbHRahmenvertrag für Internet-Technologie undAgentur-Leistungen über die Realisierung derjeweiligen Aufgaben auf dem Gebiet der Softwareund Content-Entwicklung und -Darstellungim Internet; Laufzeit unbefristet, Kündigungmit einer Frist von einem Monat jeweilszum Ende eines jeden Kalendermonats möglich;DKV Deutsche Kranken-Versicherung AGGestaltung der Internetseite der DKV; Laufzeitbefristet auf die Dauer des Projekts;Projektvertrag über die Entwicklung verschiedenerModule im Rahmen des Launches einerWebsite; Laufzeit befristet auf die Dauer desProjekts;Vertrag über die Pflege und Betrieb einer Softwareim Internet; Laufzeit unbefristet; Kündigungmit einer Frist von sechs Wochen zumMonatsende möglich;Georg Lingenbrink GmbH & Co. KG (Libri)Vereinbarung über die Entwicklung der Software-und Online-Applikation; Laufzeit befristetauf die Dauer des Projekts;Agenturvertrag bezüglich der Vermarktung derInternet-Anwendungen;Laufzeit befristet bis31. Dezember 1999; Kündigung mit einer Fristvon sechs Wochen zum Quartalsende möglich;BANK 24 (Deutsche Bank 24)Rahmenvertrag über die Entwicklung einerneuen Internetpräsenz und der dazu gehörendenBackoffice-Applikationen; Laufzeit befristet biszum 31. Dezember 1999;Rahmenvertrag über die Weiterentwicklung derInternetanwendung LISSy; Laufzeit befristet aufdie Dauer des Projekts;Deutsche Telekom AGVertrag über die Zusammenarbeit in der Akquisitionsphase;Laufzeit befristet bis 31. Dezember1999; automatische Verlängerung um weiterezwölf Monate sofern nicht vor Ablauf von dreiMonaten gekündigt wird;108www.sinnerschrader.de


Ricardo.deBeteiligungenRahmenvertrag über die Entwicklung undLizenzierung von Software; Laufzeit unbefristet;Kündigung mit einer Frist von drei Monatenzum Quartalsende möglich;OracleDie SinnerSchrader Aktiengesellschaft hat zwei100 %ige Tochtergesellschaften: diesinner+schrader Interactive Marketing GmbHund die sinner+schrader Interactive SoftwareGmbH. Sitz beider Gesellschaften ist Hamburg.Das gezeichnete Kapital in Höhe von jeweilsDM 50.000,± ist voll eingezahlt.Vertrag über die Mitgliedschaft im OraclePartner Program (OPP Membership); Laufzeitunbefristet; Kündigungsfrist jährlich;SunVertrag als Value Added Reseller über den SunMaster Reseller DNS; Laufzeit unbefristet;sinner+schrader Interactive Marketing GmbHDie Geschäftstätigkeit des Unternehmensumfasst den Betrieb einer Werbeagentur, insbesonderedurch interaktive Marketingkommunikationsowie sämtliche damit in Zusammenhangstehenden Tätigkeiten mit Ausnahme genehmigungspflichtiger.AppleVertrag über die Mitgliedschaft im Apple EnterpriseProgram; Laufzeit unbefristet; Kündigungsfristjährlich.Daneben ist weder die Gesellschaft noch eineihrer Tochtergesellschaften von Patenten oderLizenzen abhängig, die von wesentlicher Bedeutungfür die Geschäftstätigkeit oder Ertragslagesind.www.sinnerschrader.de109


10.0 Geschäftstätigkeitzum 31. Dezember1998 gemäûJahresabschlussnach HGBGezeichnetes Kapital TDM 50,0Rückstellungen TDM 157,2Jahresüberschuss TDM 70,9Anteile der SinnerSchrader Aktiengesellschaft 100%Beteiligungserträge TDM 0Buchwert der gehaltenen Anteile TDM 12.000Forderungen gg. SinnerSchrader Aktiengesellschaft TDM 0Verbindlichkeiten gg. SinnerSchrader Aktiengesellschaft TDM 0Mitarbeiter (Stand 1. September 1999) 43sinner+schrader Interactive Software GmbHDie Geschäftstätigkeit des Unternehmensumfasst die Beratung, Konzeption, Entwicklungund den Vertrieb von EDV-Lösungen, insbesonderefür das Internet sowie sämtliche damit inZusammenhang stehenden Tätigkeiten mit Ausnahmegenehmigungspflichtiger.zum 31. Dezember1998 gemäûJahresabschlussnach HGBGezeichnetes Kapital TDM 50,0Rückstellungen TDM 50,6Jahresüberschuss TDM 71,0Anteile der SinnerSchrader Aktiengesellschaft 100%Beteiligungserträge TDM 0Buchwert der gehaltenen Anteile TDM 4.000Forderungen gg. SinnerSchrader Aktiengesellschaft TDM 0Verbindlichkeiten gg. SinnerSchrader Aktiengesellschaft TDM 0Mitarbeiter (Stand 1. September 1999) 29110www.sinnerschrader.de


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11.0Geschäftsgang und -aussichtenGeschäftsgang und -aussichtenAuch das Rumpfgeschäftsjahr 1999 war geprägtdurch ein rasantes Wachstum. Durch die starkgestiegene Nachfrage nach eCommerce-Dienstleistungenkonnte die SinnerSchrader-Gruppebereits in den ersten 8 Monaten des Geschäftsjahreseinen Bruttoumsatz von DM 8,4 Mio.erzielen ± dies entspricht einem Umsatzplus vonmehr als 130 % im Vergleich zum vollenGeschäftsjahr 1998. Der Nettoumsatz betrug imRumpfgeschäftsjahr DM 6,2 Mio. Das Ergebnisvor Steuern lag bei DM 2,8 Mio (EBIT).Bis zum Ende des Jahres 1999 rechnet Sinner-Schrader mit einem festen Personalstamm vonrund 100 Mitarbeitern. Für das laufende Geschäftsjahr1999/2000 rechnet SinnerSchraderweiterhin mit einem auûerordentlichen Wachstum.Zum einen plant SinnerSchrader den StandortHamburg massiv auszubauen, um die führendeMarktstellung in Deutschland auszubauen,andererseits sollen weitere Standorte imeuropäischen Ausland folgen. Hier will dieSinnerSchrader-Gruppe bevorzugt entlangbestehender Kundenbeziehungen Niederlassungengründen oder Akquisitionen tätigen. Einweiterer Schwerpunkt des laufenden Geschäftsjahreswird die Verbreiterung der Managementbasisund die strukturelle Absicherung desWachstums sein. Das angestrebte hohe Umsatzwachstumsoll sich auch in einer weiterenZunahme des Jahresüberschusses niederschlagen.Allerdings geht SinnerSchrader vor allemaufgrund der Kosten für die strukturelle undorganisatorische Absicherung des Wachstumssowie den Aufbau des internationalen Geschäftsdavon aus, dass sich die Umsatzrendite desRumpfgeschäftsjahres nicht halten lässt.Zusätzlich strebt SinnerSchrader in den kommendenMonaten im Rahmen der Beteiligungsstrategiean, Minderheitsbeteiligungen aneCommerce-Unternehmen einzugehen. Ein erstesJoint Venture im Bereich Blumenvertrieb überdas Internet soll im 1. Halbjahr 2000 an denMarkt gehen.Hallbergmoos, im Oktober 1999SinnerSchrader Aktiengesellschaft112www.sinnerschrader.de


Aufgrund dieses Prospekts wurdendie insgesamt9.750.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien± anteiliger Betrag am Grundkapital von 5 1,± je Stückaktie ±(gesamtes Grundkapital)und zwar7.500.000 Stückaktien aus dem Besitz der Altaktionäre, die dem Veräuûerungsverbotunterliegen (bisheriges Grundkapital)Nr. 1±7.500.000sowie2.250.000 Stückaktienaus der im Oktober 1999 beschlossenen KapitalerhöhungNr. 7.500.001 ± 9.750.000jeweils mit voller Gewinnanteilberechtigung für das Geschäftsjahr 1999/2000,d. h. ab 1. September 1999derSinnerSchrader AktiengesellschaftHallbergmooszum Geregelten Markt mit Aufnahme des Handels im Neuen Markt an derFrankfurter Wertpapierbörse zugelassen.Frankfurt am Main, im Oktober 1999COMMERZBANKAKTIENGESELLSCHAFTDG BANKDEUTSCHE GENOSSENSCHAFTSBANK AGwww.sinnerschrader.de113

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