scania bewegt 2011-04

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scania bewegt 2011-04

FAHRZEUGE | DIENSTLEISTUNGEN | TRENDS 4.2011 WWW.SCANIA.DE

bauFahrzeuGe

Hart im

Nehmen

Feuerwehrtechnik

der GreiF

im einSatz

Seite 18

BEWEGT

#4

Jetzt anmelden

zum Fahrer-

wettbewerb

von Scania

Seite 33

Fahrzeugübergabe

Kube & Kubenz

Fährt Scania

Seite 12


Neu: Ecopia von Bridgestone. Mehr als nur treibstoffeffi ziente,

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inhalt

Scania bewegt 4.2011

06 Die neuen Off-Road-Lkw

von Scania

Innovative Technik für extreme Bedingungen

sind Pflicht am Bau.

16 Scania OmniExpress

Drei Omnibusunternehmen schwören auf den vielseitigen

Scania OmniExpress.

20 Wirtschaftliche Automobillogistik

Schnellecke Logistics liefert prozesssichere Logistikdienstleistungen

für den Volkswagen-Konzern.

Außerdem

Nachrichten: Das Neueste aus der Scania Welt. Seite 4

Inside: Cotrans fährt mit Gas. Seite 14

Technik: Fahrduell um jeden Tropfen. Seite 22

Porträt: Scholz-Gruppe – Europas größter Schrotthändler. Seite 24

Porträt: Naturkost-Großhändler Bodan. Seite 26

Hintergrund: Sekundenschlaf ist tödlich. Seite 28

Porträt: Antalis Papierlogistik. Seite 30

Service: Leserumfrage und Gewinnspiel. Seite 34

06

16

20

Editorial

„Scania setzt Maßstäbe

bei Fahrzeugen, ökologischen

Antriebsarten

und Dienstleistungen.“

Christian Teichmann, Direktor Verkauf Lkw,

Scania Deutschland Österreich

liebe leserinnen und liebe leser,

SCANIA ISt eINe StArke MArke beI FerNVerkehrS-Lkw und gibt

auch an anderer Stelle kräftig Gas. Wir konnten in diesem Jahr in den

unterschiedlichsten Segmenten punkten: Feuerwehrfahrzeuge, Lkw

für kommunale Entsorger, Omnibusse und nicht zuletzt Baufahrzeuge

waren von unseren Kunden stark nachgefragt. Auch bei unseren fortschrittlichsten

ökologischen Antriebsarten sowie unseren Dienstleistungen

haben wir Maßstäbe gesetzt.

SPezIeLL IM bAuSegMeNt hAt SCANIA eIN wAhreS Feuerwerk

an Neuheiten gezündet. Im Herbst hatten wir eine große Off-Road-

Veranstaltung in einem Steinbruch, bei dem sich unsere Gäste unter

rauen Bedingungen vom Leistungsspektrum unserer schweren Baufahrzeuge

überzeugen konnten. Was es in diesem Segment Neues

gibt und was die Profis zu unseren Bau-Lkw sagen, lesen Sie in der

Titelgeschichte ab Seite 6. Übrigens: Auch Baufahr zeuge können Sie

mieten, und zwar bei Scania Rent Truck & Trailer.

gANz beSoNDerS ANS herz LegeN MöChte ICh Ihnen unseren

Fahrerwettbewerb „Young European Truck Driver“, der ab Frühjahr

nächsten Jahres stattfindet und zu dem Sie sich jetzt anmelden

können (siehe Seite 33). Für Ihr Vertrauen in uns, unsere Produkte

und Dienstleistungen sowie die faire Partnerschaft möchte ich mich

bedanken. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest

und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2012. Viel

Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe von SCANIA bewegt.

Impressum

SCANIA bewegt · 14. JAhrgANg · 4. AuSgAbe · ISSN 1867-3104

herausgeber

Scania Deutschland GmbH

Verantwortlich für

den herausgeber

Mikael Lundqvist

Anschrift

Redaktion SCANIA BEWEGT

c/o Scania Deutschland GmbH

Sieglinde Michaelis

August-Horch-Str. 10

D-56070 Koblenz

Telefon: 02 61/8 97-2 08

Telefax: 02 61/8 97-4 05

scania.bewegt@scania.de

Deutsche Internetadresse

www.scania.de

realisation/Projektleitung

Paul Göttl

paul.goettl@etmservices.de

ETMservices – Ein Geschäftsbereich

des ETM Verlags

herzLIChSt, Ihr ChrIStIAN teIChMANN

Autoren dieser Ausgabe

Markus Bauer, Joachim Geiger,

Matthias Gaul, Paul Göttl, Martin

Häußermann, Martin Heying,

Klaus-Peter-Kessler, Carsten

Lange, Scania, Karin Weidenbacher,

Hans-Jürgen Wildhage

Fotos

Archiv, Jacek Bilski, Joachim

Geiger, Martin Häußermann,

Martin Heying, Klaus-Peter

Kessler, Thomas Küppers,

Carsten Lange, Scania, Karin

Weidenbacher, Hans-Jürgen

Wildhage

grafik und Produktion

Simone Strobel

Anzeigen

Oliver Trost

Telefon: 07 11/7 84 98-79

oliver.trost@etmservices.de

Bettina Pfeffer

Telefon 07 11/7 84 98-63

bettina.pfeffer@etmservices.de

Verlag

EuroTransportMedia Verlag

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Telefon: 07 11/7 84 98-80

Telefax: 07 11/7 84 98-0

www.etm-verlag.de

Druck: Dierichs Druck + Media

GmbH & Co. KG, 34121 Kassel

Auflage: 37.980 Exemplare

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit

ausdrücklicher Genehmigung von Scania Deutschland. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Bilder übernimmt die Redaktion keine Haftung.

4.2011 • SCANIA BEWEGT 3


Nachrichten

Fortbildung für Fahrlehrer

Die Scania Fahrer Akademie macht’s möglich – der Fahrlehrerverband

Rheinland und Scania Deutschland haben Ende August

erstmals gemeinsam zur Fahrlehrerfortbildung der Klasse CE zu

Scania Deutschland nach Koblenz eingeladen. Fahrlehrer sind

im Rahmen des Fahrlehrergesetzes dazu verpflichtet, alle vier

Jahre eine Weiterbildung nach Paragraf 33 nachzuweisen. Für 29

Fahrlehrer aus ganz Deutschland kam die Fortbildung von Scania

und dem Fahrlehrerverband Rheinland daher gerade richtig.

Holger Maier, Leiter der Scania Fahrer Akademie, und Heinrich

Haas, Vorsitzender des Fahrlehrerverbands Rheinland, hatten

ein umfangreiches Weiterbildungsangebot zusammen-gestellt.

Drei Tage lang beschäftigten sich die Fahrlehrer mit Themen, wie

gesetzliche Bestimmungen, Sozialvorschriften und Bußgeldfestsetzung.

Aber auch Scania Sicherheitssysteme, Scania

Motoren- und Getriebetechnologie sowie Ecolution by Scania

standen auf dem Stundenplan. Nach reichlich Theorie war

am dritten Tag Praxis gefordert: Gesundheit, Brandschutz,

Ladungssicherung, Manövrieren in einem festgelegten

Parcours und energiesparendes Fahren auf der Straße

waren für die Fahrlehrer eine praktische Ergänzung.

„Es war uns wichtig, zuerst über unsere Lkw-Technik

und Funktionsdetails wie Opticruise, Retarder oder die

Leistungsentfaltung im grünen Drehzahlbereich zu informieren.

Denn erst das technische Wissen im Einklang mit

dem Verkehrsfluss und der Topografie führen zu einem

richtigen Fahrverhalten“, so Holger Maier.

Neuer Leiter Key Account

Scania Deutschland

Österreich

Seit Anfang September leitet Ulrich Noah die Gruppe Key

Account Verkauf Lkw bei Scania Deutschland Österreich.

Der gebürtige Ostwestfale war unter anderem als Nutzfahrzeugverkäufer

und Vertriebsleiter für ein Wettbewerbsunternehmen

tätig. 2007 wechselte Ulrich Noah zum Volkswagen

Konzern und arbeitete innerhalb der Marke Volkswagen

Nutzfahrzeuge im Bereich Business Development und Strategie.

Zuletzt war er für Volkswagen in China tätig und für die

FAW-Volkswagen Sales Company Ltd. als Director of Regional

Sales, China North, für den Pkw-Vertrieb zuständig.

Ulrich Noah berichtet in seiner Funktion als neuer Leiter Key

Account an den Direktor Verkauf Lkw Scania Deutschland

Österreich, Christian Teichmann.

Ebenfalls seit diesem Zeitpunkt verstärkt Markus Leonhard

als Key Account Manager die Gruppe Key Account der

Abteilung Verkauf Lkw bei Scania Deutschland Österreich.

Der 45-Jährige war innerhalb der Nutzfahrzeugbranche als

Gebietsverkaufsleiter für einen Nutzfahrzeug-, später für

einen Trailerhersteller tätig. Zuletzt war er für die Dautel

GmbH als Leiter Vertrieb Deutschland verantwortlich.

Neuer Bus für Stadt und Überland

Scania Citywide heißt eine neue Familie von Omnibussen in Niederflur-Bauweise (LF) und Low-Entry-

Bauweise (LE) mit einem unverwechselbaren und modernen Styling, das im Stadtverkehr sofort ins Auge

fällt. Typisch für die neue Busfamilie ist die Scania T-Designlinie. Sie entsteht durch die Front mit ihrer

markanten Serviceklappe und den auffälligen Scheinwerfern sowie der großen Frontscheibe aus einem

Stück mit integriertem Zielschild. Diese Designlinie setzt sich ungebrochen zu beiden Seiten der Frontscheibe

fort, über die verdeckten A-Säulen bis hin zu den großen verglasten Seitenflächen. Das Interieur

ist in warmen Farbtönen gehalten, sodass sich Fahrgäste auf Anhieb wohlfühlen. Der Fahrerplatz ist

heller und einladender, außerdem sehr geräumig und mit einem großzügig dimensionierten Sitz und vielfältigen

Einstellmöglichkeiten des Lenkrades versehen. Das auf

Wunsch erhältliche verstellbare Armaturenbrett

entspricht den deutschen Standards.

Scania bietet seine neuen Busse

mit Diesel-, Bio diesel-, Gas- und

Biogas-Motor an. Sie sind komplett

aus Aluminium gefertigt

– dies spart einiges an Gewicht

und erleichtert das Recycling

der Busse. Die Busse sind wahlweise

als Zweiachser, Dreiachser

oder auch als Gelenkbusse

verfügbar.

Scania jetzt auch in

Braunschweig

Scania Deutschland hat Anfang Oktober 2011 die neue Niederlassung

in Braunschweig offiziell eröffnet. Der neue Stützpunkt im Gewerbepark

Waller See 102 direkt an der Autobahn A 2 bietet den Kunden ab

sofort einen Rundum-Service für Lkw und Busse an. In die neue Werkstatt

mit vier Diagnose- und Reparaturbahnen investierte Scania insgesamt

rund fünf Millionen Euro. Mit der Leitung der Niederlassung,

die zu Scania Berlin gehört, wurde Ralf Schröder beauftragt. Er war

davor als Verkaufsleiter für Scania Hannover tätig.

4 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Generationswechsel bei der

Spedition Deichelbohrer

Seit 25 Jahren beliefert die Firma Knirsch die Spedition Deichelbohrer.

Jetzt gratuliert der Scania Partner zum Generationswechsel:

Mike Deichelbohrer hat seit Oktober die Führung der

Deichelbohrer Internationale Transporte und Logistik übernommen.

Absolute

Kundenorientierung

bei gleichbleibend

hoher Qualität,

Verlässlichkeit und

partnerschaftliche

Zusammenarbeit

sollen weiterhin die

Grundprinzipien

der Spedition sein.

Der 1976 in Achern

geborene Sohn

von Klaus Deichelbohrer, dem bisherigen Geschäftsführer des

Unternehmens, übernimmt damit bereits in dritter Generation

die Führung des 1947 gegründeten Familienunternehmens.

Heute beschäftigt die Firma Deichelbohrer 23 Mitarbeiter. Mit

dem eigenen Fuhrpark, bestehend aus 15 Fahrzeugen und 30

Aufliegern, werden jährlich rund 20.000 Sendungen auf rund

zwei Millionen Lastkilometern bewegt. Durch den via Satelliten

georteten Fuhrpark wird eine europaweit zeitnahe Verfügbarkeit

von Ladevolumen für die Kunden sichergestellt. Zum Fuhrpark

gehört zum Beispiel auch ein von der Spedition Deichelbohrer

eigens entwickelter Vierachs-Lkw, der mit einem speziellen

Wechselbrückensystem ausgestattet wurde, um auch die in

unserer Region zum Teil räumlich sehr engen Örtlichkeiten der

Kunden bedienen zu können. Dass alle Fahrzeuge des Fuhrparks

emissionsarme Euro-5-Fahrzeuge sind, ist für das Familienunternehmen

eine Selbstverständlichkeit. Der Kraftstoffverbrauch

des gesamten Fuhrparks wird nicht nur kontrolliert und optimiert,

sondern zukünftig durch ein Bonussystem für verbrauchsarmes

Fahren belohnt und dieses ist dann monatlich auf der Abre

chnung für die Fahrer als Anreiz spürbar. „Für mich und unser

Team ist es in einer Welt, in der die Standorte für die Herstellung,

die Konfektionierung und den Verkauf eines Produktes immer

weiter auseinanderliegen, eine besondere Herausforderung,

Warenströme effizient zu steuern und zu perfektionieren“, so

Mike Deichelbohrer.

Zwei mal eins gibt eins

Weniger

Diesel

„Die Nutzfahrzeugindustrie

kann den Kraftstoffverbrauch

und die CO 2 -Emissionen ihrer

neuen Lkw bis 2020 um

20 Prozent gegenüber 2005

reduzieren”, sagte Dr. Kay

Lindemann, stellvertretender

Geschäftsführer des Verbandes

der Automobilindustrie

(VDA), in seiner Rede auf

dem Zukunftskongress „Das

effiziente Nutzfahrzeug”.

Texte: Paul Göttl, Scania

Fotos: Scania

Zwei Länder, zwei Systeme – aber nur noch ein Gerät: Der neue Service „Toll2Go“ erlaubt

es, die Lkw-Maut sowohl in Deutschland als auch in Österreich mit der deutschen

On-Board-Unit (OBU) abbuchen zu lassen. Voraussetzung ist laut Bundesverkehrsministerium

die Anmeldung zur Teilnahme an „Toll2Go“ bei der österreichischen Autobahnen-

und Schnellstraßen-Finanzierungsgesellschaft (Asfinag). Ansonsten müssen die Spediteure

nichts tun. Um die Mautentrichtung im österreichischen Mikrowellensystem mit

der OBU zu ermöglichen, wurde nach Angaben des deutschen Verkehrsministeriums per

Software eine bereits vorhandene Mikrowellenschnittstelle im OBU-Gerät aktiviert. Das

Anfahren einer Werkstatt ist dazu nicht erforderlich. Die bisher für die Mautentrichtung in

Österreich notwendige zusätzliche Ausrüstung mit einer österreichischen Go-Box entfällt

hierdurch. Die Einführung von „Toll2Go“ geht auf eine EU-Richtlinie vom April 2004 zurück,

in der sich die Staaten der Europäischen Union dafür ausgesprochen haben, die Mautsysteme

in Europa zu vereinheitlichen und den grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr

zu erleichtern. Letztlich soll nur noch ein Fahrzeuggerät notwendig sein, um das mautpflichtige

Straßennetz in Europa befahren zu können. Mit dem Projekt „Toll2Go“ nehmen

Deutschland und Österreich eine Vorreiterrolle ein.

Stützpunkte per App

Mit einer neuen App können Kunden jetzt via Smartphone

Scania Händler und Werkstätten einfach finden. Über einen

so genannten Radar werden die Händler in der Umgebung

des Nutzers angezeigt und auf einer Karte dargestellt. Diese

kann per Fingertipp vergrößert werden und enthält auch

eine Wegbeschreibgung zur Werkstatt oder zum Händler.

Der Nutzer kann zudem die Scania Assistance oder

die Werkstatt direkt über die App anrufen. Die persönlich

wichtigsten Standorte lassen sich in einer Favoritenliste

speichern und können im Schnellzugriff aufgerufen werden.

Scania Versicherungen

Bereits heute bietet Scania Finance Deutschland Versicherungsprodukte

an. Dabei handelt es sich um eine Kfz-Haftpflicht- und

Kaskoversicherung, eine eigenständige GAP-Deckung und Scania

Protect/Protect Plus, welche die Restschuld beziehungsweise die

Finanzierungs-/Leasingraten im Falle von Tod oder Arbeitsunfähigkeit

der versicherten Person gewährleistet. Derzeit können diese

Produkte allerdings nur für über Scania Finance Deutschland finanzierte

Fahrzeuge angeboten werden. Doch das Unternehmen strebt

derzeit einen Status als Versicherungsmakler an. Es hat jetzt die Scania

Versicherungsvermittlung GmbH (SVV) gegründet, die als Makler

das komplette Versicherungsportfolio anbietet – auch für Scania

Kunden, deren Fahrzeuge nicht über Scania Finance Deutschland

finanziert werden.

“ Während der ersten neun Monate

konnten weltweit 35 Prozent

mehr Lkw als im Vorjahreszeitraum

ausgeliefert werden.”

Scania Vorstandschef Leif Östling

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 5


Extreme Bedingungen erfordern die stabilste Ausrüstung.

Die neuen Off-Road-Lkw von Scania sind vollgepackt mit

Funktionen, welche auch die schwierigsten Gelände der

Welt meistern.

Text: Per-Ola Knutas, Per-Erik Nordström, Markus Bauer, Fotos: Dan Boman, Scania

Hart im

NeHmeN

Gebaut wird überall auf der Welt, ob

es am Alpentunnel unter dem Gotthard,

am neuen Hauptbahnhof in Wien oder

an der Verbreiterung der Autobahn von

München nach Stuttgart ist. Unzählige Tief- oder

Hochbaustellen wollen mit Material „gefüttert“

werden, das transportiert werden muss.

die beispiele zeigen, dass die nachfrage nach

robusten Lkw, die mit solch rauen Bedingungen

klarkommen, immer weiter steigt. „Deshalb hat

Scania sein Angebot an Lkw ausgebaut, die speziell

auf harte Off-Road-Bedingungen zugeschnitten

sind“, sagt Dan Persson, Product Manager für

Baufahrzeuge bei Scania. „Das neue Frontdesign

ist besonders funktional und vereint robuste

Lösungen, die wichtige Komponenten schützen.

Das verringert die Reparaturkosten und verhindert

teure Standzeiten.”

die neueinführung startet mit Fahrzeugen, die

auf der geräumigen G-Serie basieren. Eine komplet-

te Palette von Modellen der P-Serie wird zu einem

späteren Zeitpunkt folgen. Die Lkw profitieren von

allen Verbesserungen, neuen Bauteilen und Funktionen,

die heute in Scania Lkw verfügbar sind.

dazu zählen zum beispiel scania opticruise

mit Off-Road-Modus, eine bedienungsfreundliche

Trak tionskontrolle und der neue Scania Retarder

mit verbesserter Leistung bei niedrigen Geschwindigkeiten

– genauso wie alle neuen Entwicklungen

im Chassisbereich.

6 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


SCHiCKe OPtiK

NiCHt OHNe GrUND

Die neuen Baufahrzeuge von Scania sind besonders

für den schweren Einsatz entwickelt und gebaut,

um auch die härtesten Einsatzbedingungen dieser

Branche zu meistern. Das neue Styling der Front ist

funktionell und robust. Es überzeugt durch technische

Lösungen, die die empfindlichen Komponenten

schützen. So können Reparaturkosten reduziert und

teurer Nutzungsausfall vermieden werden.

StarKer

StOSSFÄNGer

Der massive Stahl-Stoßfänger ragt 135 Millimeter

nach vorn, um das Fahrerhaus zu schützen, rund 80

Millimeter mehr als bei den vorherigen Modellen. Er

ist als Option bestellbar. Der Stoßfänger ist sehr stark

und übersteht auch schwere Stöße, ohne sich zu verformen.

Die Konstruktion ist außerdem separat aufgehängt,

ohne Verbindung mit anderen Komponenten,

die bei einem Aufprall Schaden nehmen könnten, was

wiederum den Reparaturbedarf reduziert.

abSCHlePPöSe

Für 35 tONNeN

In den Stoßfänger ist eine starke Abschleppöse

integriert, ausgelegt für 35 Tonnen (zehn Tonnen

mehr als die Standardvariante), sodass das

Fahrzeug in entsprechenden Situationen ge borgen

und abgeschleppt werden kann, ohne es

vorher entladen zu müssen.

VOrbilDliCHer

SerViCe-ZUGaNG

Eine breite rutschfeste Trittstufe oben auf

dem Stoßfänger, die man wiederum über eine

zusätzliche ausklappbare Trittstufe unter der

Abschleppöse erreicht, erleichtert das Säubern

der Frontscheibe. Zwei Haltegriffe an den

Rippen des Kühlergrills dienen dabei als Hilfe,

damit sich der Fahrer festhalten kann.

StaHl-beWeHrte

SCHeiNWerFer

Hauptscheinwerfer und Blinker sind separat

eingebaut. Beide sind weiter weg platziert vom

Stoßfänger, um die Beleuchtungsanlage vor möglichen

Schäden zu schützen. Um die Scheinwerfer

herum ist ein Schutzgitter montiert. Die optional

ver fügbaren Nebel- und Fernscheinwerfer sind

ebenfalls durch ein Gitter geschützt, das in die

Stoßfängerstruktur integriert ist. Eine robuste,

fest montierte Scheinwerferwaschanlage ist auf

Wunsch verfügbar.

GeFeDerte

trittStUFeN

Um Schaden durch leichte Stöße zu verhindern,

sind die Einstiegsstufen von der Stoßstange

getrennt. Die unterste Stufe ist gefedert an

Gummigurten angebracht.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 7


Technik

StarK im

Detail

Neben den neuen Off-Road-Lkw hat Scania zahlreiche

Neuheiten und Aufbau-Optionen speziell für die Arbeit auf

Baustellen entwickelt. Hier einige Beispiele.

Text: Per-Erik Nordström, Markus Bauer, Fotos: Arjo Graaff, Scania

PrOGreSSiVe

Parabel-

FeDerN

Neue Parabelfedern auf einem

19/21-Tonnen-Achspaket (6x4, 8x4)

sind verfügbar, genauso wie ein

26-Tonnen-Paket mit progressiven

Parabelfedern der Dimensionen

2 x 41 und 2 x 48 Millimeter.

Die neuen parabelgefederten Achspakete

mit 5 x 48 Millimetern stemmen

Gewichte bis zu 32 Tonnen.

ZyliNDriSCHe

KraFtStOFF-

taNKS

Scania bietet für zwei- und dreiachsige

Fahrgestelle zylindrische

Kraftstofftanks aus Aluminium an. Die

Tanks fassen 330, 400 und 440 Liter.

Sie sind bei den schweren Einsatzbedingungen

robuster und haltbarer.

StÄrKere

UNterSetZUNG

Eine neue, stärkere Untersetzung

hat das Verhältnis 4,21 anstatt

3,81. Das bringt bessere Traktion

und reduziert das sogenannte

„Antriebsstrang-Rattern”.

StÄrKere

SteCKaCHSeN

Die Außenplanetenachsen haben jetzt

stärkere Achswellen, die die Traktion verbessern

und gleichfalls das „Antriebsstrang-Rattern”

verringern.

GeWiCHt UND

NUtZlaSt

VerbeSSert

Vierachs-Lkw, die auf guten Straßen

unterwegs sind, haben nun die Option auf

10-Tonnen-Vorderachsen. Diese wiegen

nicht mehr als die 9-Tonnen-Version der

Vorderachse.

8 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


lUFtFeDerUNG

Scania bietet eine Luftfederung mit hoher

Kapazität an. Die Luftfederung spart Gewicht

und erhöht die Bodenfreiheit. Kraftstofftanks

und Anbauteile bekommen so mehr Platz im

Fahrzeugrahmen.

GeSCHWeiSSteS

aCHSGeHÄUSe

Anstatt eines gegossenen Achsgehäuses

spart ein leichtes, geschweißtes Achsgehäuse

an den leichten 11-/13-Tonnen-Achsen

mit Untersetzungsgetriebe 20 Kilo pro Achse.

Die Stabilität bleibt gleich. Das neue Gehäuse

ist für Achspakete bis 26 Tonnen verfügbar.

Elektronisch gesteuerte Scheibenbremsen

sparen weitere 35 Kilogramm pro Achse und

können mit Hill-Hold kombiniert werden.

meHr retarDer-leiStUNG bei

NieDriGer GeSCHWiNDiGKeit

Scania hat eine neue, noch leistungsfähigere Version des Scania Retarders

entwickelt. Er hat mehr Kraft bei niedrigen Geschwindigkeiten und eine höhere

Leistung insgesamt. So passt er perfekt zu Baustellen und Off-Road-Einsätzen.

die bisherige Version ist und bleibt

die wirtschaftlichste Lösung für die

meisten Anwendungen im Fernverkehr.

Die neue Ausführung eignet sich vor

allem für Kunden, die eine höhere Leistung

bei niedrigen Geschwindigkeiten

wünschen und eine höhere Gesamtleistung

nutzen wollen, beispielsweise im

schweren Einsatz und im Bauverkehr. Der

neue leistungsstärkere Scania Retarder

(R4100) entspricht technisch größtenteils

der bisherigen Version (R3500). Dies gilt

etwa für die multifunktionelle Integration

von Bremsanlage, Geschwindigkeitsregelung,

Schaltung und Kühlsystemen.

Die Gesamtbrems leis tung wurde jedoch

von 3.500 Newtonmetern auf 4.100 Newtonmeter

gesteigert. Die innere Überset-

zung ist von 3,04 auf 3,26 erhöht worden,

was für ein Plus von 17 Prozent beim

Spitzenbremsmoment sorgt. Bei niedriger

Fahrgeschwindigkeit liegt dieses

Plus sogar bei 20 bis 25 Prozent, je nach

Hinterachsübersetzung.

aUtOmatiSCHe GaNGWeCHSel

im OFF-rOaD-betrieb

scania führt einen neuen

Betriebs modus für Scania Opticruise

ein, der Gangwechsel in schwierigem

Gelände optimiert. Der Off-Road-Modus

macht die schwierigste Baustelle zur

einfachen Straße und unterstützt den

Fahrer bei seiner Fahrt auf entsprechendem

Untergrund. Er wird serienmäßig bei

Fahrzeugen angeboten, die für Off-Road-

Strecken, weichen oder losen Untergrund

mit hohem Rollwiderstand gebaut sind.

Im Off-Road-Modus bleibt die Kupplung

so lange wie möglich geschlossen,

um Unterbrechungen im Kraftfluss und

der Traktion zu verhindern. Die Zahl der

Schaltvorgänge wird dadurch auf ein

Minimum reduziert, indem das System

eine höhere Drehzahl des Motors in

einem breiteren Drehzahlband erlaubt.

Das Schalten selbst erfolgt beschleunigt,

ohne dass der Vorrang dabei auf

dem Schaltkomfort liegt. Die gleiche

Schaltstrategie gilt auch bei Scania

Opticruise mit Kupplungspedal.

Der Powermodus ist für Kunden entwickelt,

bei denen minimale Transportzeiten

oberste Priorität haben. Die

Funktion für das Fahren von Steigungen

nutzt dabei jene Drehzahlbereiche,

Power / Off-Road

die die höchste Antriebsleistung

bereit stellen. Das führt zu gewissen

Abstrichen beim Kraftstoffverbrauch.

Dafür erfolgt das Befahren von

Steigungen schneller und mit etwas

stärker beschleunigten Schaltvorgängen

als im Normalmodus.

Der Normalmodus ist für optimalen

Kraftstoffverbrauch ausgelegt, in

Verbindung mit guten Leistungen beim

Befahren von Steigungen. Das System

strebt danach, Motordrehzahlen

be reitzustellen, die ein maximales

Drehmoment bewirken.

Der Fahrer kontrolliert die Modi mit dem

Ringschalter am Opticruise-Hebel, im

Display erscheint der eingelegte Modus.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 9


EvEnt

“Da passt alles. Wirklich

gute Fahrzeuge!”

Ulrich Tetenborg, Berufskraftfahrer, Rheine

Die

Bau-Arbeiter

Der Ort ist gut gewählt: Der gewaltige Quarzit-Steinbruch

„Piesberg“ am Stadtrand von Osnabrück liegt

sehr verkehrsgünstig unweit der Autobahn A 1. Im

Herbst hat Scania zum Test & Drive Bau 2011 in den

Piesberger Steinbruch eingeladen.

Die Scania Veranstaltung im Piesberger

Steinbruch bot Gelegenheit, in Deutschland

unübliche Varianten zu erproben. Hier ein

CB 10x4*6MSA mit 41 Tonnen GVW, der in

dieser Form in der Schweiz eingesetzt wird.

Text und Fotos: Klaus-P. Kessler

Fahrzeug-Demonstrationen und „Er-

Fahrungen“ in authentischer Umgebung

sind immer etwas Besonderes. Für Baufahrzeuge

heißt das, einerseits die Beweglichkeit

schwerer Lasten auch auf engen Straßen

spürbar zu machen. Andererseits den Nachweis

der besonderen Nehmerqualitäten der neuen

Generation der Scania Baufahrzeuge zu führen,

auch als stabiles Fundament für die unterschiedlichsten

Aufbauten. Wo ginge das besser und

ursprünglicher als mitten im laufenden Betrieb

eines Großsteinbruchs. Schutzhelm und Warnweste

für jedermann und -frau unterstreichen

das. Wie realitätsnah die Einbindung der

Scania Veranstaltung ins steinige Tagesgeschäft

ist, zeigt die täglich geplante Mittagspause, damit

die Sprengung für den Steinnachschub erfolgen

kann. Das bedeutet Pause für Material und Menschen

im „Basislager“ des Scania Teams, dem

rustikalen Ambiente des Osnabrücker Museums

für Industriekultur, unmittelbar am Fuß des

Piesbergs gelegen.

entwarnung. Fortsetzung der mannigfaltigen

Eindrücke rund um den Transport am Bau für

Instruktoren und Gäste. Zwei Veranstaltungen

pro Woche fast den gesamten September und bis

in die ersten Oktobertage hinein locken mehr

als 500 Gäste hierher in dieses raue Ambiente.

An einem Tag werden Verkäufer geschult, am

Folgetag betreuen eben jene Verkäufer Kunden

aus ihrem jeweiligen Bezirk gemeinsam mit den

Instruktoren. Nicht jeder, der sich hinter das

Lenkrad der neuen Baufahrzeuggeneration mit

dem Greif-Logo schwingt, hat auch Gelände-Erfahrung.

Deshalb ist der Off-Road-Teil der Veranstaltung

durchaus emotional. „Das ist total

anders als das Fahren auf der Straße“, strahlen

die Augen einer Kundin aus dem Sauerland nach

ihren ersten Fahreindrücken im Gelände. „Dank

der vielen Hilfen ist das ein richtig gutes Gefühl

trotz des großen Gewichts im Kreuz.“

Peter ihrke (64) aus Bremen hat sich mit

26 Jahren im Transportgewerbe selbstständig

gemacht. Der Marke Scania verbunden, sieht er

seine Wünsche jetzt erfüllt. Besonders das neue

Schaltpaneel für die Sperren und die belastbare

Bergeöse haben es dem erfahrenen Trucker

angetan. Dem stimmt Alfons Wiethölter aus

Wettringen zu und ergänzt: „Die Leistung des

Retarders ist bemerkenswert. Auch der neue

10 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Fahrmodus des Opticruise-Getriebes.“ Für

den mit 58 Lebensjahren ebenfalls erfahrenen

Lkw-Lenker ist das Fazit eindeutig: „Ich bin

von den neuen Scania als Baufahrzeug angetan.

Die lassen sich sehr schön fahren, besonders

im Gelände“, unterstreicht er auch die neuen

Fahrwerksauslegungen. Am anderen Ende der

Erfahrungsskala steht Dietmar Focht aus Hamm.

Der 20-Jährige hat gerade eine Umschulung zum

Kraftfahrer absolviert und kann seinen Geburtstag

in wenigen Wochen kaum erwarten. Denn

dann darf er endlich gewerbliche Transporte

fahren. „Für mich ist das hier ein Highlight“, sagt

der angehende Berufsfahrer begeistert. „Besonders

der Vierachser mit Opticruise-Automatik

ist im Gelände der Hammer.“ So bekommt man

noch mehr Lust auf den künftigen Beruf. Einen

weiteren Aspekt steuert Mark Schwarz aus dem

benachbarten Bramsche bei, dem neben den

schon geschilderten Attributen besonders auch

das Fahrerhaus und damit der Fahrerarbeitsplatz

gefällt.

holger nyenhuis, Geschäftsführer von

Nyenhuis Wasser- und Kanaltechnik und damit

Inhaber einer Flotte von mehr als 25 Spezial-

Nutzfahrzeugen, erinnert an die Vergangenheit:

„Tanzende Achsen gibt es nicht mehr, das Fahrverhalten

ist tadellos. Der Retarder begeistert mit

seiner Leistung und obwohl ich persönlich lieber

traditionell mit Kupplung fahre, ist das automatische

Opticruise-Getriebe wirklich toll.“ Besonders

begeistert hat ihn die Kraft des 730-PS-

Motors am Berg: „Imposant, wie der zieht.

Das macht richtig Spaß!“

ziehen muss jetzt die neue Generation der

Scania „King off the Road“ am vielfältigen Markt

der Baufahrzeuge. Die Startvoraussetzungen

dafür sind gut. Nicht zuletzt wegen der rundum

gelungenen Präsentationen am und im Steinbruch

Piesberg.

Eine starke Flotte für die Straßenerfahrung gehörte

ebenso zum Scania Test & Drive Bau 2011.

Zum informativ-sympathischen Umfeld trugen wesentlich

die gut gelaunten Instruktoren bei.

Damit hat Scania

bei den Baufahrzeugen

klar aufgeschlossen.”

Christian Dinkhoff (29), Juniorchef

aus Wettringen

Erkenntnisse bis ins Detail:

Der Monitor in den Armaturen

gewährt Einblick in den toten

Winkel vorne rechts.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 11


Zugnummern

Für Kube & Kubenz hat Scania einen Spezialisten für Gefahrguttransporte auf die

Räder gestellt. Zur Unterstützung des Fahrers ist ein Sicherheitspaket an Bord.

Auf Tuchfühlung: Firmenchef Michael Kubenz

(2. v. li.) und Technikleiter Rüdiger Freis (2. v. re.)

mit dem Scania Team Christian Teichmann, Frank

Zimmermann und Christian Hottgenroth (v. li. ).

Text und Fotos: Joachim Geiger

Bildschön sehen sie aus, die drei weißblauen

Scania vom Typ R 420, die in der

Scania Niederlassung in Kerpen zur

Übergabe bereitstehen. Das Trio bildet

die Vorhut einer Flotte von 13 Einheiten, die

künftig beim Hamburger Chemielogistiker Kube

& Kubenz ihren Dienst verrichtet. Die Sattelzugmaschinen

sind Spezialisten für den Transport

gefährlicher Güter, die Scania bereits ab Werk

mit dem dazu nötigen ADR-Equipment ausstattet.

„Sicherheit und Nachhaltigkeit im Straßentransport

sind unsere Kernkompetenzen“,

erklärt Firmenchef Dr. Michael Kubenz. Seine

Fahrer sind Profis, die das Einmaleins der flüssigen,

gasförmigen und rieselfähigen Gefahrgüter

ebenso beherrschen wie das Steuer ihres Lkw.

Die Schweden leisten ihren Beitrag mit emissionsarmen

EEV-Motoren und einem umfangreichen

Sicherheitspaket, das neben ESP, Airbag

und Gurtstraffer auch diverse Assistenzsysteme

umfasst. Die Fahrzeugposition zwischen den

Fahrbahnmarkierungen überwacht der Spurassistent

Scania LDW. Die Abstandsregelung

Scania ACC alarmiert den Fahrer, wenn sich die

Freundliche Übernahme: Henry Wunsch,

Master Driver bei Kube & Kubenz, kontrolliert

die ADR-Ausstattung.

Lücke zum vorausfahrenden Fahrzeug zu schnell

schließt. Dass Kubenz seine Flotte mit Scania

verstärkt, hat einen weiteren gewichtigen Grund.

Im Chemietransport zählt jedes Gramm – was

der Lkw auf der Waage einspart, ist ein Plus an

Transportleistung für den Kunden. Die weißblauen

Scania sind daher mit einer Sattelkupplung

unterwegs, die direkt am Rahmen fixiert

ist und ohne Montageplatte und Querträger

auskommt. Auch die Alufelgen sparen Gewicht.

Schönheit hat eben auch ihre Vorteile.

12 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Patrio-

tische

V8-Power

Die Bundeswehr suchte einen eben-

so wirtschaftlichen wie leistungs-

starken Ersatz für ihren „Elefanten“

– und fand ihn bei Scania.

Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit,

Zuverlässigkeit und Leistungsstärke,

all das sind Schlagworte, die nicht nur für

Logistikunternehmen in der freien Wirtschaft

gelten. Auch die Technische Schule

Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik

(TSL/FSHT) in Aachen modernisiert ihren Fuhrpark.

Oberstleutnant Frank Miebach ist Stabsoffizier in der

Schulführung und verantwortlich für die organisatorischen

Abläufe und das Fuhrparkmanagement. Er brauchte einen

Ersatz für seinen in die Jahre gekommenen SLT-50, „Elefant“

genannt. „Der SLT-50 entspricht nicht mehr unserem Einsatzprofil“,

erklärt Miebach, „wir benötigen einen soliden,

wirtschaftlichen Straßentransporter.“ Oberst Leopold

Trummer, Gruppenleiter des Logistikamts, ergänzt: „Hier ist

die Schmiede aller Landsysteme der Bundeswehr. Wir müssen

zukunftsfähige, wirtschaftliche Lösungen erproben.“

Denn beim nachfolger des SLT-50 kommt es nicht

mehr primär auf die Bergefunktion an, also auf die Hochgeländegängigkeit.

Vielmehr sind jetzt optimale Motorleistung,

geringerer Verbrauch und möglichst geringe Emissionen

für den ökonomischen Straßentransport gefragt,

gleichgültig ob der GTK Boxer mit einem Leergewicht von

25,2 Tonnen und einer Breite von 2,99 Metern auf dem

Tieflader steht oder der Kampfpanzer Leopard 2 mit einer

Gefechtsmasse von 59,7 Tonnen und einer Breite von

3,75 Metern. Die BW-Fuhrpark Service GmbH fasste alle

Anforderungen in einer Ausschreibung zusammen und

erhielt einen Zug mit einem Leergewicht von 40 Tonnen

und einem zulässigen Gesamtgewicht von 10 Tonnen,

gezogen von einem Scania des Typs R 620 LA8x4/4HNC.

Der Trailer ist um fünf Meter teleskopierbar, die Gesamtlänge

des Zuges beträgt dann 25 Meter. Ebenso kann der

siebenachsige Auflieger auf 3,50 Meter verbreitert werden.

Die vorderste Achse ist reibungsgelenkt, die zweite ist starr

und die übrigen fünf sind hydraulisch zwangsgelenkt.

„Durch die gute Zusammenarbeit konnte Scania eine optimale

Lösung anbieten“, freute sich Christian Teichmann,

Direktor Verkauf Lkw bei Scania Deutschland, bei der offiziellen

Indienststellung des neuen Zuges.

Der Scania R 620 Schwerlasttransporter ist das Resultat einer guten Zusammenarbeit

und überzeugt als gute, wirtschaftliche und praxisnahe Transportlösung.

“Das ist eine Transportlösung, die dem

heutigen Stand der Technik entspricht.”

Oberstleutnant Frank Miebach

Schwere JungS

Um ein hohes technisches Zuggewicht

zu erreichen, ist die Scania

Schwerlastzugmaschine vorne mit

Luftfederung, hinten mit Blattfederung

ausgestattet, die zweite Achse ist liftbar.

Der 620 PS starke V8-Motor erfüllt

die Euro-5-Norm. Während der SLT-50

noch ohne Euro-Norm um die 110

Liter auf 100 Kilometer verbrauchte,

liegt der Verbrauch beim Scania unter

Volllast bei circa 50 Litern. Neben der

Text und Fotos: Martin Heying

RepoRT

Sattelplatte ist der R 620 mit einer

Anhängerkupplung ausgestattet, mit

NATO-Traverse und zwei Schleppösen.

Die Trailerhydraulik versorgt die

Windenanlage, die Rampen und die

hydraulische Abstützung. Das Highline-Fahrerhaus

ist für sechs Personen

ausgelegt und verfügt über eine

ganz normale Fernverkehrausstattung

inklusive Navigationssystem, Klimaanlage

und Bett.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 13


Porträt

Der gasbetriebene Scania P 310 CNG zieht einen

Öko-Trailer vom Hersteller Krone. Dessen aerodynamische

Seitenvollverkleidung spart im Schnellverkehr

bis zu sechs Prozent Kraftstoff.

Text und Fotos: Hans-Juergen Wildhage

SCANIA

UND VOLKS-

WAGEN

GEBEN GAS

Wenn Volkswagen von „Think Blue“ redet, dann sind mehr

als blitzsaubere Personenwagen gemeint: Es geht um

nicht weniger als das Ganze. „Wir wollen über Produkte

und Technologien hinaus denken“, sagt das Unternehmen.

Ein Ergebnis dieses sauberen Denkens: gasbetriebene

Lastwagen von Scania für die Werkslogistik.

Wenn es um weniger CO2-Ausstoß geht,

betrachtet Volkswagen weit mehr als nur die

eigenen Produkte. Das umweltgerechte Denken

und Handeln erstreckt sich auf alle Bereiche des

Unternehmens und soll auch in der Werkslogistik umgesetzt

werden. Im Rahmen eines Pilotprojektes testet Volkswagen

seit wenigen Wochen gemeinsam mit dem Cotrans-Partner

Oestmann die Teilebelieferung im Nahverkehr mit einem

Scania Sattelzug mit Erdgasmotor.

„Die sache ist supergut angelaufen“, sagt Oestmann-

Chef Heinz Gerdemann. Der Scania Stammkunde setzt die

Sattelzugmaschine P 310 CNG seit August im Regelbetrieb

ein und hat schon die nächsten zwei Fahrzeuge bestellt.

Insgesamt soll der Erdgas-Fuhrpark innerhalb der Cotrans-

Gruppe in den nächsten sechs Monaten auf mindestens elf

Einheiten ausgeweitet werden.

BetrieBstechnisch giBt es bisher keinerlei Auffälligkeiten

zu vermelden. „Unser erster Versuchswagen hat sich seit

Mai zunächst im Mittelstreckeneinsatz bewähren müssen“,

berichtet Gerdemann. Dabei habe der Gasverbrauch sich bei

28 bis 30 Kilogramm je 100 Kilometer eingependelt. „Jetzt, im

reinen Nahverkehr, liegen wir bei etwa 35 Kilogramm.“ Das

eigens eingewiesene Fahrpersonal habe mit dem „Benziner“

überhaupt keine Probleme. Bei seltener Gewichtsvollauslastung

reicht die dargebotene Nennleistung von 305 PS

(224 kW) allemal, um locker im Wolfsburger Stadtverkehr

mitzuschwimmen.

14 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Unser erster Versuchswagen

hat sich

seit Mai zunächst im

Mittelstreckeneinsatz

bewähren müssen.”

Heinz Gerdemann, Chef der Spedition Oestmann

und Mitglied der Cotrans-Gruppe

Der kippt alles. Außer Budgetpläne.

Man kann noch so gut kalkulieren – unerwartete Auftragsspitzen werfen

schnell die Frage auf, wie man sie abfängt. Hier sind fünf leistungsstarke Antworten:

Abrollkipper, Absetzkipper, 4 Achshinterkipper, Dreiseitenkipper als

3- oder 4-Achser. Noch mehr Antworten auf www.scania.de/services/rental.

Herbert Haussherr, Chef der Cotrans-Logistikgruppe

(li.), und Oestmann-Boss Heinz

Gerdemann arbeiten gemeinsam mit Volkswagen

an der Wolfsburger Werkslogistik.

StArK UND SAUBEr

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 15

Scania Rent. Immer an Ihrer Seite.

Der gasbetriebene Lkw hat eine ‚Maximalzugkraft

von 1.250 Newtonmetern im Drehzahlbereich

von 1.000 bis 1.400 Umdrehungen pro

Minute. Bei diesen „dieseltypischen“ Drehzahlen

ist auch das gesamte Betriebsgefühl am

Steuer des Automatik-Fahrzeugs normal. Nur

beim Geräusch nicht: „Der läuft schon deutlich

weicher und leiser“, haben Gerdemanns Gas-

Trucker in die Firmenzentrale gefunkt. Von der

minimierten Schadstoffbelastung aus dem Auspuff

weit unterhalb des Euro-5-EEV-Niveaus

ganz zu schweigen.

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www.scania.at


Produkte

Sell-Reisen fährt den Mannschaftsbus des FC Carl Zeiss Jena.

Im Hintergrund ist das Stadion zu sehen.

“Wir suchten etwas

Robustes.”

Thomas Obert, Inhaber Obert-Reisen, Simonswald

Einst und heute: Obert-Reisen aus

Simonswald ist ein traditionsreiches

Familienunternehmen.

Der

alleskönner

Jedes der drei Familienunternehmen

Obert-Reisen, Röse-Reisen und

Sell-Reisen fährt mit dem Scania

OmniExpress, der seit diesem Jahr

auf dem deutschen Markt erhältlich

ist. Ihre Eindrücke: Der Bus ist sehr

gut verarbeitet, Sprit sparend, individuell

konfigurierbar und hervorragend

als Kombibus einsetzbar.

Text: Carsten Lange, Fotos: Carsten Lange, Obert-Reisen

Thomas obert war der erste Käufer eines

Scania OmniExpress in Deutschland. Der Inhaber

des Busunternehmens Obert-Reisen aus Simonswald

suchte „etwas Robustes“. Der Bus sollte sowohl

im Linienverkehr als auch für Reisen eingesetzt werden. Das

1933 gegründete Familienunternehmen fährt im Auftrag der

Nahverkehrsgesellschaft Südbadenbus (SBG) und hat Reisen

zu Konzerten und Sportveranstaltungen im Programm, aber

auch Fernreisen, die durch ganz Europa führen. Da Obert-

Reisen seinen Sitz im Schwarzwald hat, muss der Bus mit

den dortigen winterlichen Verhältnissen gut zurechtkommen.

Zudem hatte Obert, der das Unternehmen seit 2006

in dritter Generation leitet und von seiner Frau Michaela

sowie seinen Eltern Maria und Friedrich Obert und einem

Angestellten unterstützt wird, eine lange Liste mit weiteren

Wünschen: angefangen beim Zusatztank bis hin zu Überwachungskameras,

beheizbarem und belüftetem Fahrersitz,

USB-Anschluss und vielem mehr.

ausschlaggebend waren für ihn dann die Karosserie

aus Edelstahl, die elegante Optik, der Euro-5-Motor und das

Getriebe. Nach einigen zehntausend Kilometern mit dem

neuen Bus sind seine Erfahrungen durchweg positiv: „Das

Achtgang-Getriebe ist für den Reise- und Linienverkehr sehr

gut geeignet, außerdem ist der Spritverbrauch gering im Vergleich

zu anderen Herstellern.“ Auch den Scania Service hebt

Obert hervor: „Nach dem Kauf hatten wir klei nere Änderungswünsche,

die wurden problemlos vorgenommen.“

16 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Juniorchef Ronny Röse von Röse-Reisen fährt

überwiegend chinesische Fahrgäste.

das familienunternehmen röse-reisen aus Haßleben

bei Erfurt benötigte ebenfalls einen Bus, „der alles kann“,

so Juniorchef Ronny Röse. Das Fahrzeug sollte sowohl im

Linienverkehr als auch für Reisezwecke genutzt werden.

Röse-Reisen, das gleich nach der Wende von Karl-Heinz Röse

gegründet wurde und seit 2000 Scania Kunde ist, fährt für die

Verwaltungsgesellschaft (VWG) des ÖPNV Sömmerda mbH.

Zudem hat sich das Familienunternehmen mit seinen sieben

fest angestellten Mitarbeitern in den vergangenen Jahren

einen neuen Markt erschlossen: Zu den Fahrgästen zählen

in wachsendem Maße Chinesen, die im Raum Erfurt eine

Weiterbildung absolvieren oder auf Einladung von Firmen in

der Region sind. Röse-Reisen holt sie vom Flughafen ab und

bietet ihnen Ausflugsfahrten am Wochenende an. „Wir sind

dabei flexibel, denn die Ziele können sich schnell ändern“,

erzählt Ronny Röse. Das Unternehmen hat sich ganz auf

seine Gäste eingestellt, beispielsweise muss das Wasser im

Bus für die Gäste aus Fernost angewärmt sein. Der individuelle

Service sprach sich herum, inzwischen bekommt Röse-

Reisen sogar Anfragen von chinesischen Reisebüros.

der scania omniexpress erfüllt alle Anforderungen, die

das Unternehmen an einen Bus stellt. Er wurde individuell

konfiguriert und bietet 51 Plätze, Toilette, Küche sowie eine

extrabreite Mitteltür. Die Gäste sitzen im Drei-Sterne-

Abstand. Im Linienverkehr haben sich die Schnellwechsel-

Vorrichtung für das Kassensystem und die Fahrzielanzeige

bewährt. „Sowohl unsere Fahrgäste als auch unsere Fahrer

“Auf dem

Fahrerplatz

zu sitzen ist

wie Urlaub.”

Michael Sell, Inhaber

Sell-Reisen, Jena

“ Wir suchten einen

Bus, der alles kann.”

Ronny Röse, Juniorchef Röse-Reisen,

Haßleben

sind sehr zufrieden mit dem OmniExpress, er ist hochwertig

verarbeitet“, sagt Ronny Röse. Mit Scania hat der gelernte

Kfz-Mechaniker „nur gute Erfahrungen gemacht“, vor allem

auch mit dem Service: Die zuständige Scania Werkstatt, ein

freier Servicepartner, ist in Weimar ansässig. „Sie hilft uns

bei Bedarf schnell und kompetent“, so Röse. Ein überzeugter

Scania Kunde ist auch Busunternehmer Michael Sell, Inhaber

von Sell-Reisen aus Jena. Er hat mit dem OmniExpress

bereits das vierte Scania Modell im Einsatz, eine Maßanfertigung

mit 49 Sitzplätzen bei einer Länge von 12,40 Metern.

Die auffällige Beklebung und das Logo verraten auf den

ersten Blick, wer hiermit unterwegs ist: Es sind die Fußballer

des FC Carl Zeiss Jena, die in der dritten Liga kicken.

Sell-Reisen fährt derzeit ausschließlich im Mietverkehr. Zu

den weiteren Kunden des 1991 gegründeten Unternehmens

gehören die Deutsche Bahn, Jenoptik, die Universität Jena

und Volkswagen.

„mit den ersten drei scania bussen hatten wir bereits

sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt der Inhaber. Das gilt

auch für den OmniExpress. Sell ist begeistert vom Edelstahlkonzept

des Aufbaus und vom guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Als „sensationell“ bewertet er, dass das 440 PS starke

Fahrzeug durchschnittlich nur 22 Liter Sprit pro 100 Kilometern

verbraucht. Von den acht Angestellten des Unternehmens

sowie den Fahrgästen kamen ausschließlich positive

Rückmeldungen. „Da klappert nichts und alles ist sehr gut

verarbeitet. Wenn wir auf dem Fahrerplatz sitzen, ist das

wie Urlaub“, betont Sell.

Der Scania OmniExpress von Röse-Reisen bietet

den Fahrgästen eine extrabreite Mitteltür.

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Technik

EffiziEnt und

flExibEl

Für ihre vielfältigen Einsatzbereiche setzen die Feuerwehren

der US-Army in Europa ebenso wie die Werkfeuerwehr der

Robert Bosch GmbH in Reutlingen auf Scania.

Text: Matthias Gaul, Fotos: Jacek Bilski, U.S. Army Public Affairs

“Scania hat unsere

Anforderungen voll

und ganz erfüllt.”

Sigurd Mack, Referent für Brand-

und Katastrophenschutz bei der

US-Army in Heidelberg

Die Mitarbeiter verschiedener Feuerwachen der

US-Army wurden von Scania ausführlich in die

neuen Fahrzeuge eingewiesen.

18 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


VorbEugEndEr brAndschutz, Gefahrguteinsätze,

technische Hilfeleistungen, Notfallrettung,

Brandlöschungen auf dem Flugfeld oder im Wald

und vieles mehr: Das Einsatzspektrum von Feuerwehrfahrzeugen

kennt nahezu keine Grenzen. Das können

auch die Mitarbeiter der Werkfeuerwehr der Robert Bosch

GmbH in Reutlingen oder der Feuerwehren der US-Army

in Deutschland bestätigen. Um die große Bandbreite an

mitunter lebensrettenden Aufgaben zu bewältigen, ist

Hightech-Equipment das A und O – und dazu zählen in

hohem Maße die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge.

in diEsEm Punkt fEiErtE scAniA 2011 bei der US-Army

seine Premiere. Die acht ausgelieferten Fahrzeuge vom Typ

P 360 mit Low-Entry-Fahrerhaus ersetzen rund 20 Jahre

alte Modelle. Zum Einsatz kommen die neuen Drehleiter-Fahrzeuge

an den Stützpunkten Mannheim, Heidelberg,

Stuttgart-Airfield, Baumholder, Katterbach, Grafenwöhr,

Vilseck und Hohenfels. Die Vorgaben waren dabei

sehr streng. Denn die Ausstattung einer Feuerwache der

US-Army muss den Richtlinien des US-amerikanischen

Verteidigungsministeriums, den Standards der National Fire

Protection Association (NFPA) und den deutschen Unfallverhütungsvorschriften

entsprechen. „Überzeugt hat

Scania durch wichtige Kriterien wie Verarbeitungsqualität,

Sicherheitsniveau, Fahrstabilität, Wendigkeit und Komfort“,

erklärt Sigurd Mack, Referent für Brand- und Katastrophenschutz

im Europe Region Office des Installation Management

Command der US-Army in Heidelberg.

dEr motor, Ein scAniA dc9, verfügt über eine Leistung

von 360 PS, die Kraft wird über ein vollautomatisches

Allison-Getriebe mit Drehmomentwandler übertragen. Das

entlastet den Fahrer und trägt so zur aktiven Sicherheit bei –

auch dies ist übrigens eine Forderung der NFPA. Das Fahrerhaus

bietet drei Einsatzkräften und sensibler Beladung wie

etwa einer Wärmebildkamera ausreichend Platz. Gleichzeitig

stellen die großzügige Dimensionierung der Türöffnung,

die niedrige Einstiegshöhe und die großen Trittstufen eine

erhebliche Erleichterung bei Ein- und Ausstieg dar und sind

somit eine aktive Maßnahme zur Vermeidung von Sturz-

und Rutschverletzungen.

Ein wEitErEr PlusPunkt war für Mack die Tatsache, dass es

sich bei den Low-Entry-Kabinen von Scania um einen Komplettbau

sozusagen aus einem Guss mit verzinkten Blechen

handelt. Dadurch ist die Rostanfälligkeit deutlich geringer

als bei Fahrgestellen mit nachträglich angebauten Verlängerungen.

Der Umstieg auf einen europäischen Hersteller für

die Army-Standorte in Deutschland hat aber noch andere

Gründe: „Die Ersatzteilbeschaffung geht deutlich schneller

und effizienter als bei Fahrzeugen aus den USA, zudem ist

im Garantiefall die Abwicklung einfacher“, betont Mack.

Auch bEi dEr wErkfEuErwEhr der Robert Bosch GmbH

in Reutlingen – Hauptsitz des Geschäftsbereichs Automotive

Electronics – kommt es darauf an, über robuste, leistungsfähige,

gut zu bedienende und zuverlässige Fahrzeuge zu

verfügen. „In dieser Hinsicht bietet uns Scania ein Fahrzeugkonzept,

das exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten

ist“, sagt Rainer Wenke, Leiter der Werkfeuerwehr. In der Tat

garantiert die umfangreiche Auswahl an Komponenten aus

dem Modulsystem von Scania, dass die Aufbauhersteller

die Fahrzeuge genauso spezifizieren können, damit sie

den jeweiligen Profilen optimal entsprechen.

„bEi dEr EntschEidung für ein neues Hilfeleistungs-

Universal-Löschfahrzeug vom Typ P 340 war für uns neben

Leistung, Handling und Ergonomie auch die Ausstattung mit

Mannschaftskabine ab Werk ein ganz zentrales Kriterium“,

betont Wenke. Wichtig waren zudem die Ausrüstung mit

einem Automatikgetriebe und ein möglichst schmaler

Wendekreis, um auch bei beengten Verhältnissen effektiv

handeln zu können. Eine weitere Besonderheit der von

Iveco Magirus Brandschutztechnik aufgebauten Fahrzeuge

ist unter anderem die Tatsache, dass sie im Gegensatz

zu einem klassischen Löschfahrzeug am Heck über einen

mit einer Ladebordwand verschlossenen Geräteraum verfügen.

Wo viel Hightech verbaut ist und es um die Gesundheit

oder sogar das Leben von Menschen geht, muss selbstverständlich

gewährleistet sein, dass auch alles einwandfrei

funktioniert. Vor der Fahrzeugübernahme findet stets ein

ausführlicher Check statt, Wartungs- und Reparaturarbeiten

sind Sache der von Hartmut Bertsch in der zweiten Generation

geführten Bertsch GmbH & Co. KG in Eningen als

Vertragshändler von Scania.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 19


Porträt

Volkswagen ist einer der größten, aber auch einer

der innovativsten Autohersteller der Welt. Auch

von seinen großen Dienstleistern wie Schnellecke

Logistics erwartet der Konzern Zuverlässigkeit,

hohe Qualität und Innovation.

InnovatIon

Im test

Text und Fotos: Martin Heying

Die Schnellecke Group AG & co. kG ist ein

international agierender Mehrwert-Logistikdienstleister,

der vornehmlich in der Automobilbranche

führend tätig ist. „Just in sequence“

oder „just in time“ sind Alltagsbegriffe für die 14.000 Mitarbeiter

an den weltweit 40 Schnellecke-Standorten. „Das

Leistungsspektrum für die Automobilindustrie erstreckt

sich von der Disposition und den Materialabrufen bei den

Lieferanten unserer Kunden über die klassische Lagerung

und Sequenzierung bis hin zur Bereitstellung der Teile an

der Montagelinie für die Produktion“, erklärt Vorstand

Andreas Wagner, zuständig für den Bereich Transport und

Logistik. Neben der prozesssicheren Versorgungslogistik,

ist Schnellecke auch ein Spezialist in der Verpackungslogistik

und in der Modulmontage: In den Versorgungszentren

in unmittelbarer Nähe der Fertigungsstrecken montieren

Schnellecke-Mitarbeiter die zuvor transportierten Einzelteile

zu kompletten Modulen. Das sorgt für eine optimale

Logistik bis direkt an die Produktion heran.

Christian Teichmann, Scania; Thomas Lammer,

Schnellecke Logistics; Werner Nädler, VW (v.li).

einer der GröSSten kunden von Schnellecke ist der

Volkwagen-Konzern - ein guter und anspruchsvoller

Kunde, denn Volkswagen legt großen Wert auf Wirtschaftlichkeit

und Umweltverträglichkeit. Schnellecke Logistics

trägt diesen Anforderungen durch die stetige Verbesserung

seiner Logistiksysteme Rechnung. Im Transportbereich hat

man sich daher für ein Pilotprojekt mit Scania entschieden,

denn gute Erfahrungen mit einer Scania Flotte bei der

Schnellecke-Tochter Sachsentrans sprachen für die Schweden:

Vier Scania G 400 Motorwagen mit Swing-Top-Lifter-

Aufbau und entsprechenden Swing-Top-Lifter-Tandemanhängern

sollen Zeit und Geld sparen. Der Getränkelogistik

entlehnt, entwickelte der Aufbauhersteller Böse das Swing

20 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Der Scania G 400 mit Swing-Top-Lifter-Aufbau

ermöglicht eine Ent- und Beladung in zehn Minuten.

Auch die Ladungssicherung geht schnell und

einfach: Der Fahrer benötigt nur einen Handgriff.

Top-Lifter-System mit drei Meter Ladehöhe, stabilem

Alurahmen mit hoher Nutzlast und vielen weiteren Vorteilen:

Per Knopfdruck schwenken Dach und Seitenwände

in wenigen Sekunden hydraulisch nach oben. Der Dachrahmen

hebt sich zusätzlich, um den Staplern ein ungehindertes

und schnelleres Ent- und Beladen zu ermöglichen,

wahlweise von beiden Seiten. Das zeitaufwendige

Zurren von Seitenplanen, das Öffnen und Schließen

von Rungen und Schiebedecken entfällt. Hinzu kommen

Ladungssicherungsmaßnahmen aus dem Luftfrachtbereich.

So sind im Fahrzeugboden Arretierungen vorhanden,

die eine Fixierung der Behälter ermöglichen. Damit

kann je nach zertifiziertem Behältertyp ein Formschluss

“Bei der Scania Swing-top-

Lifter-Kombination geht es

darum, ein neues Konzept

mit dem Einsatz neuer

technik zu verbinden.”

Thomas Lammer, Mitglied des Vorstands

Transport bei Schnellecke Logistics

Schnellecke Logistics steht für zeitoptimierte,

punktgenaue und innovative Logistiklösungen.

hergestellt werden. Neben der Erleichterung für den Fah-

rer, vor allem in der kalten Jahreszeit, spart diese Kombination

also noch mehr Zeit: Im Schnitt dauert ein Ent- und

Beladevorgang nur etwa zehn Minuten. Für eine ökonomische

und umweltverträgliche Motorisierung sorgt der

Scania G 400 mit Euro-5 -Motor ohne AdBlue, auch hier

eine hervorragende Verbindung von Umweltverträglichkeit

und Wirtschaftlichkeit.

Bei ScAniA und Schnellecke hat man noch viele Ideen:

So sind auch Erdgas- und Biogas-Fahrzeuge von Scania im

Gespräch: innovative Fahrzeugsysteme für ein innovatives

Logistikkonzept.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 21


“Mein bester Tipp?

Gaspedal so früh

wie möglich loslassen,

damit das

Gewicht des Zugs

für Sie arbeitet.”

Hanna Fange, Fahrerin,

Scania Transport Labor

Text: Per-Ola Knutas, Markus Bauer, Foto: Kjell Olausson

duell um je

Tropfen

Wer fährt am sparsamsten? Im Kampf um die höchste Kraftstoffeffizienz

treten zwei Scania Fahrer gegeneinander an. Das Ergebnis:

Beide Wettkämpfer erreichen einen Durchschnittsverbrauch von unter

26 Litern mit ihren 480 PS starken Euro-6-Motoren.

ungewöhnlich die wettbewerber, ungewöhnlich

die Aufgabe: Das Scania Transport

Labor und die deutsche Spedition TSL haben

einander zum Duell herausgefordert: Aufgabe

war es, Ladung so sparsam wie möglich von den Scania

Produktionswerken in Södertälje nach Vordingborg

in Dänemark und wieder zurück zu transportieren.

Wer würde es schaffen, auf dieser Standardtour

den meisten Sprit zu sparen? Ausgewählt wurden

zwei Fahrer mit unterschiedlicher Berufserfahrung:

Hanna Fange vom Scania Transport Labor und Peter

Röder von TSL – der Veteran gegen die junge Frau,

die erst seit vier Jahren Lkw fährt (siehe Kasten „Die

Duellanten“). Am Ende hat Röder das zweitägige Duell

gegen Fange gewonnen – mit knappem Vorsprung.

„29 Jahre hinter dem Lenkrad haben mich zum Profi

gemacht, wenn es darum geht, vorauszusehen, was

auf der Straße passiert“, sagt Röder nach dem 1.360

Kilometer langen Trip. Und weiter: „Der R 480 mit

Euro 6 ist ein großartiger Lkw, der sich sehr gut fährt.

Das Fahren hier in Skandinavien ist deutlich einfacher

als auf den überfüllten deutschen Autobahnen.“

Übrigens hat Röder auch gegen sich selbst gewonnen:

Sein Spritverbrauch von 25,4 Litern lag etwas niedriger

als sein üblicher Durchschnitt.

des einen Freud, des anderen leid: Hanna Fange war

natürlich enttäuscht vom Ergebnis, trotzdem eine faire

Verliererin: „Ich gratuliere Peter, dass er der bessere

Fahrer ist. Es ist o.k., denn ich habe ein paar Fehler

gemacht, die ich hätte vermeiden können.“ Dennoch,

beide Fahrer schafften es, den vom Scania Transport

Labor errechneten Kraftstoffverbrauch von 26 Litern

pro 100 Kilometer zu unterbieten. Und dort wird

sehr ambitioniert gerechnet: Das hundertprozentige

Scania Tochterunternehmen testet die Performance der

Fahrzeuge im kommerziellen Straßentransport und

wertet diese danach aus, immer auf der Suche nach dem

letzten Tropfen Diesel. Die Profis trainieren auch Fahrer

in Spritspar- und Sicherheitstechniken. Das Unternehmen

22 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


den

“Mich bringt beim Fahren

so schnell nichts aus der

Ruhe. Ich behandle den

Lkw sorgsam.”

Peter Röder, Fahrer, TSL GMBH

Die Route des Spritduells ist Teil

einer „internen“ Strecke, auf der

Komponenten zwischen den

Produktionswerken in

Södertälje in Schweden

und Zwolle,

Niederlande,

transportiert

werden.

Zwolle

Vordingborg

Södertälje

die aufgabe: Ladung so kraftstoffsparend

wie möglich von den Scania Produktions-

werken in Södertälje, Schweden, nach

Vordingborg, Dänemark, und wieder zurück

zu transportieren. Start: 04.00 Uhr, 26. Mai,

Södertälje. Ziel Tag 1: 14.45 Uhr, 26. Mai, Vordingborg

(gesetzliche Ruhepause). Start Tag

2: 02.00 Uhr, 27. Mai, Vordingborg. Ziel: 12.05

Uhr, 27. Mai, Södertälje. Gesamtstrecke: 1.360

Kilometer, Gesamtgewicht: 40 Tonnen auf dem

Hin-, 32 Tonnen auf dem Rückweg.

technische daten der lkw: Scania

R 480 4x2-Zugmaschinen mit Euro-6-Motor,

Scania Opticruise, Scania Retarder, 12-Gang-

Getriebe, Übersetzung 2.07 im höchsten

Gang, 960 Umdrehungen pro Minute bei

80 Kilometer pro Stunde.

„Ich habe gewonnen!” –

Peter Röder nach dem Zieleinlauf

in Södertälje.

die duellanten: Die 31-jährige Hanna Fange

arbeitet beim Scania Transport Labor. Trotz

ihrer kurzen Laufbahn mit vier Berufsjahren

ist sie ein Profi, der jährlich rund 100.000 Kilometer

unter die Räder nimmt. Sie sagt von

sich selbst, dass sie aufmerksam ist und oft

schon vorher weiß, was der Vordermann tut.

Ihr Lieblingsmodell von Scania ist der modifizierte

Scania Blue Shark V8. Der 49-jährige

Peter Röder arbeitet bei der TSL GmbH in

Groß-Umstadt. Seit 29 Jahren ist er unterwegs

und ihn bringt nichts aus der Ruhe. Sein

Lieblings truck aus der Scania Produktion ist

der R 500 mit V8-Motor. Bei rund 160.000

Kilometer Fahrleistung im Jahr genießt er die

Freiheit und Unabhängigkeit auf der Straße.

Sein bester Tipp für effizientes Fahren: „Konzentrieren

Sie sich aufs Fahren, denken Sie

voraus und versuchen Sie, die Straße und den

Verkehr vorauszudeuten.“

übernimmt zudem einen kleinen Teil der Fahrten

zwischen den Produktions- und Montagewerken von

Scania. Anders Gustavsson, Geschäftsführer des Scania

Transport Labors, freut es sehr, dass das Duell so

knapp ausging. „Wir haben gesehen, dass es möglich ist,

deutlich unter 26 Litern pro 100 Kilometer zu bleiben –

und das mit komplett verschiedenen Fahrstilen.“ Klaus

Ellinger, Gründer von TSL, ist ebenfalls zufrieden:

„Wir wissen, dass wir wirklich gute Fahrer haben,

die mit ihren Lkw umgehen können. Die niedrigen

Verbräuche schlagen sich in unserem Kostengefüge und

in geringeren Wartungskosten nieder.“

4.2011 • SCANIA BEWEGT 23


Porträt

Fahrer und

Fahrzeug sind unsere

Aushängeschilder.”

Michael Meyer, Leiter des zentralen Einkaufs

in der Scholz-Gruppe

Zeit ist Geld: Die Muldenwechsel

müssen zügig vonstattengehen,

damit die Produktion beim Kunden

nicht ins Stocken gerät.

Schonend

Sammeln

Die Scholz-Gruppe mit Sitz im baden-württembergischen

Essingen trägt als einer der größten Schrotthändler Europas

zum schonenden Umgang mit Bodenschätzen bei. Verantwortung

übernimmt das Unternehmen aber auch im Umgang mit Mitarbeitern.

Dabei hilft ein Scania P 320 mit Low-Entry-Fahrerhaus.

WolFgang reisser gehört bei der

Scholz Recyling AG & Co. KG, einer der

größten Tochtergesellschaften innerhalb

des Scholz-Konzerns, fast schon

zum Inventar. Seit rund 30 Jahren fährt

der 60-Jährige für das Unternehmen

mit Stammsitz im schwäbischen Essingen.

Seine Aufgabe: die Entsorgung von

Metallschrott benachbarter Maschinenbaufabriken.

Sein Arbeitsgerät: ein

Scania P 320 Low-Entry zum Transport

von Absetzmulden. Der Scania wurde auf

seinen Wunsch hin angeschafft.

„Wenn Fahrer schon so lange im

Unternehmen sind, haben sie ein gewisses

Mitspracherecht bei der Anschaffung

von Fahrzeugen“, sagt der Leiter des

zentralen Einkaufs Michael Meyer und

ergänzt: „Die Konfiguration überlassen

wir dann in einem festgelegten Kostenrahmen

den technisch Verantwortlichen

24 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Schrott

vor Ort.“ In Essingen ist das Werkstatt-

und Fuhrparkchef Sven Hämmerer, der

sich für unsere Fotos selbst hinter das

Lenkrad setzt und dabei von den Hintergründen

dieser Fahrzeugbeschaffung

berichtet: „Zu der Tour, die Wolfgang

Reisser regelmäßig fährt, gehören rund

20 Muldenwechsel. Er muss also 20 Mal

aus- und wieder einsteigen.“ Das bereite

ihm aber bei einem Standard-Fahrerhaus

große Probleme. Schließlich hatte

der langjährige Mitarbeiter einen Bandscheibenvorfall.

Operation und Rehabilitationsmaßnahmen

waren die Folge.

Damit der Fahrer nach abgeschlossener

Reha seine Arbeit wieder ausüben

konnte, benötigte man ein Fahrzeug mit

niedrigem und breitem Einstieg. „Scania

hatte für diese Anforderung nicht nur die

beste, sondern auch die wirtschaftlichste

Lösung parat“, stellt Einkäufer Michael

Meyer fest.

Die Wahl Fiel auF einen P 320 mit Low-

Entry, wie er auch im Bereich der kommunalen

Entsorgung oder bei der Feuerwehr

gerne als Basis gewählt wird. Der

schont mit seinem tiefen und breiten

Einstieg nicht nur den Rücken des Fahrers,

sondern auch Umwelt und Geldbeutel

des Unternehmers. Schließlich

verfügt das Fahrzeug über einen modernen

und wirtschaftlichen Motor mit dem

Abgasrückführsystem Scania EGR, der

die Abgasnorm Euro 5 einhält und ein

enormes Potenzial an Kraftstoffersparnis

ermöglicht.

eine Weitere technische Besonderheit

ist der Aufbau des P 320. „Hier haben

wir uns für eine spezielle Lösung der

Firma Palfinger entschieden“, berichtet

Werkstattleiter Hämmerer. Dieser Aufbau

ist nicht nur in der Lage, Mulden abzukippen

oder auf- und abzusetzen.

Hoch die Mulde:

Ein spezieller

Aufbau von Palfinger

erlaubt

die Hochentladung

in große

Abrollbehälter.

Text und Fotos: Martin Häußermann

Er verfügt auch über eine sogenannte

Hochentladungsfunktion. Dabei hat der

Fahrer die Möglichkeit, die Mulde per

Funkfernsteuerung nach oben zu fahren,

um sie dann in einen hohen Abrollcontainer

mit großem Fassungsvermögen

zu entleeren. So werden Produktionsabfälle

bei einem großen schwäbischen

Maschinenbauer entsorgt. „Das muss

reibungslos funktionieren, sonst steht bei

unserem Kunden das Band“, weiß Sven

Hämmerer und Michael Meyer ergänzt:

„Beschaffungslogistik ist in unserer Branche

ein entscheidendes Element.“ Das

müsse problemlos funktionieren und

technisch wie optisch einen erstklassigen

Eindruck machen: „Fahrer und Fahrzeug

sind unsere Aushängeschilder.“

der Wert von Schrott

Der weltweite Bedarf an Stahl- und NE-Metallschrott

ist ungebrochen. Die natürlichen Ressourcen erschöpfen

sich jedoch spürbar. Gleichzeitig explodieren

die Kosten für die Förderung und den Transport von

Primärrohstoffen. Die Herstellungsprozesse sind

zudem sehr energieintensiv. Recycling steuert diesen

Tendenzen erfolgreich entgegen. Vorhandene Materialien

werden dem Wirtschaftskreislauf als qualitativ

einwandfreie und sortenrein getrennte Sekundärrohstoffe

wieder zugeführt – ressourcenschonend und

umweltfreundlich. Führende Elektrostahlwerke setzen

auf recycelten Stahlschrott. Der Schrottanteil bei der

Stahlherstellung liegt dort bereits deutlich über 50 Prozent.

Der Erfolg ist beachtlich: Pro Jahr werden durch

den hohen Schrottanteil rund 600 Millionen Tonnen

Kokskohle, etwa 200 Millionen Tonnen Eisenerz und

ungefähr 130 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Recycling ist Umweltschutz.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 25


Porträt

Grüne

FrAcht vom

Bodensee

Der Bio-Markt boomt und am Bodensee

wächst fast alles. Den Beweis liefert Naturkost-Großhändler

Bodan und expandiert

kräftig: Allein 2011 kamen sechs brandneue

Sattelzüge und Verteilerfahrzeuge von

Scania hinzu, die den nachtaktiven Fuhrpark

und seine Bio-Fracht noch eine Spur

„grüner“ machen.

Text und Fotos: Karin Weidenbacher

Angefangen hat alles vor fast 25 Jahren, als ein

kleiner Naturkostladen und ein Gemüse-Großhändler

beschlossen, gemeinsame Sache zu

machen. Mit einem VW-Bus und einem Kastenwagen

begann der Naturkosthandel in Überlingen. Heute

beliefert die Bodan Grosshandel für Naturkost GmbH aus

Überlingen mehr als 500 Einzelhändler in Süddeutschland

und Vorarlberg. Sie ordern aus einem Bio-Vollsortiment mit

über 12.000 Artikeln, das vom Bio-Apfel über SeeZüngle-

Limonade bis zu Naturkosmetik und Öko-Waschmitteln

reicht. Doch eines ist gleich geblieben: Der Name Bodan

spiegelt die regionale Verwurzelung ebenso wider wie die

Verpflichtung zu konsequenter Öko-Orientierung.

stets frischeste Waren von hoher Qualität zu liefern

steht an oberster Stelle der Prioritätenskala. Obst und

Gemüse werden, soweit verfügbar, von regionalen Erzeugern

bezogen. Diese Waren sind durchweg Bio-zertifiziert

und erfüllen meist auch die schärferen Auflagen von Bioland

oder Demeter. Das Unternehmen setzt sich zudem mit

Nachdruck für die nachhaltige Weiterentwicklung des Handels

mit Naturprodukten ein.

“Wir setzen voll auf moderne

Scania Lkw, weil wir uns lange

Standzeiten und Lieferausfälle

nicht leisten können.”

Dieter Hallerbach, Geschäftsleitung Logistik bei Bodan

Nachhaltig von Naturkost über Lkw bis

Fahrtraining: Das Piek-zertifizierte Unternehmen

setzt auf SCR- und EEV-Motoren,

Scania Opticruise und Savergreen-Reifen.

Bodan im

ÜBerBlick

gründung: 1987

Branche:

Großhandel für

Naturkostprodukte

BetrieBsfläche:

12.000 Quadratmeter

MitarBeiter:

ca. 135

fahrer: 31

fuhrpark:

Zwei Drittel Scania,

darunter elf R- und vier

Scania P-Serie

uMsatz 2010:

48,3 Mio. €

„regional ist erste Wahl, so lautet unser Motto“, lacht

der Geschäftsleiter Logistik Dieter Hallerbach, „und diesen

Anspruch erfüllen wir mit 19 Lkw an sechs Tagen in der

Woche.“ Die jährliche Transportleistung beziffert er auf 2,15

Millionen Kilometer, bei denen 46.500 Stopps eingelegt und

rund 24.300 Tonnen Frisch-, Trocken- und Tiefkühlprodukte

pünktlich ausgeliefert werden. Das sind fast 128.000 Rollbehälter

pro Jahr, die Bodan zum bedeutendsten Naturkost-

Großhändler in Süddeutschland machen.

insourcing, expansion und nachhaltigkeit kennzeichnen

Bodan von A bis Z. Deshalb tätigt der Naturkostspezialist

umfassende Investitionen in einen modernen

Scania Fuhrpark und hat sich die geringstmögliche Umwelt-,

Emissions- und Geräuschbelastung seiner Lkw-Flotte auf

die Firmenflagge geschrieben. „Bodan ist stark, zuverlässig

und umweltorientiert – klar, dass das auch unser Fuhrpark

sein muss“, so Hallerbach. Spritverbrauch, Betriebs- und

Wartungskosten sind seit der Fuhrpark-Umstellung auf

Scania drastisch reduziert worden, während sich die Haltedauer

im Schnitt auf bis zu sieben Jahre verlängert hat. Geliefert

wird im Nachtsprung, um Weg, Zeit und Sprit zu sparen.

26 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Hallerbach bekräftigt die grüne Ausrichtung, die das Unternehmen

bis ins kleinste Detail durchdringt: „Bodan setzt auf

Sparsamkeit und Ökologie. Die Tourenplanung für rund 160

Kunden pro Nacht können wir auf diese Weise gezielt bündeln

und optimieren, denn bei Nacht vermeiden wir Staus

und reduzieren die dadurch entstehende CO2-Belastung.“

uMWeltfreundlichkeit ist truMpf. Um Lieferwege und

Lieferzeiten noch weiter zu verkürzen, wurde im Jahr 2011 ein

neues Verteilzentrum in Garching bei München in Betrieb

genommen, das den Raum Oberbayern und Österreich

bedient. Von Überlingen aus beliefern Verteilerfahrzeuge der

R- und P-Serie die Kunden rund um Bodensee, Schwarzwald

und Allgäu. Die Auslieferung erfolgt ausschließlich an

selbstständige Hofläden, Reformhäuser, Bio-Märkte und

Bio-Gastronomen.

„unsere lieferfähigkeit liegt Bei üBer 95 prozent“,

freut sich Fuhrparkleiter Steffen Wolf. Das liegt nicht nur

an 5.400 Quadratmeter Lagerfläche, von denen 2.400

Quadratmeter gekühlt sind, sondern auch an der Zuverlässigkeit

der Bodan-Lieferflotte. 15 Scania Lkw stellen zwei

“ Die neuen

Trucks sind

durchzugs-

stark, wirtschaftlich

und zugleich

grün.”

Reiner Gumbl,

Fahrer bei Bodan

Fuhrparkleiter Steffen Wolf (re.) ist begeistert von der

Zusammenarbeit mit Scania Vertragshändler Karl Stanner.

Bestellt bis 13 Uhr, wird Frisch- und Trockenware bis zum

nächsten Morgen im Nachtsprung geliefert.

Drittel des Fuhrparks. Sie sind allesamt ausgerüstet mit

Savergreen-Reifen, Thermoking-Kühlaufliegern und Bär-

Ladebordwänden. Als erster Piek-zertifizierter Bio-Großhändler

in Deutschland hat Bodan die Geräuschemissionen

bei den Neufahrzeugen auf unter 60 dB(A) gesenkt und

pfeifende Ladebordwände ins Reich der Vergangenheit

verbannt. Das rechnet sich. „Im nächtlichen Anlieferverkehr

fallen wir richtig positiv auf und haben auch weniger

An fahrts be schränkungen“, freut sich Wolf. Für optimierte

Aerodynamik werte sorgt eine Rundum-Verspoilerung an

Dach und Seitenwänden. Eine sichere Fahrt bei Nacht garantieren

Zusatzschein werfer und Hebe bühnen erleichtern das

sichere Be- und Entladen.

hallerBach und Wolf schwören auf die Zuverlässigkeit

und die hohe Qualität der umweltfreundlichen Lkw-Technik

aus Schweden, weil sie perfekt zu ihrem Unternehmen passt:

Alle seit 2010 angeschafften Lkw sind mit SCR-Dieselmotoren

und Opticruise ausgerüstet. Die sechs 320 bis 500 PS

starken Diesel-Neuzugänge des Jahrgangs 2011 aus der

R- Serie gehen mit EEV-Technologie noch einen Schritt weiter.

Die Augen von Reiner Gumbl, seit zwölf Jahren Fahrer bei

Bodan, beginnen zu leuchten, wenn er von rangierfreundlichen

Lenkachsen, Opticruise mit Kupplungspedal und

Fernfahrerkabine spricht, womit auch City-Sattel und Verteiler-Lkw

ausgerüstet sind. Alle Fahrer nehmen inzwischen

das Angebot der Scania Fahrtrainings an. „Mein Chef war

total zufrieden mit mir“, schwärmt Gumbl: „Am Anfang war

ich skeptisch, aber mittlerweile reize ich alle Möglichkeiten

zum Spritsparen in vollem Umfang aus.“

neBen der hohen Wirtschaftlichkeit schätzt Bodan

vor allem den verlässlichen Scania Service. „ Unser Vertragshändler

Stanner hat uns noch nie im Stich gelassen, auch

wenn es mal wieder gebrannt hat“, lobt Wolf. „An seinem

24-Stunden-Bereitschaftsdienst schätzen wir besonders

den zügigen Ablauf aller Wartungs- und Reparaturdienste,

Fahrzeugabholung inklusive!“

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 27


Schlaf am Steuer

Text: Jane Jarner, Markus Bauer

Fotos: Mike Hayward und Loughborough Sleep Research Centre

Illustration: Krister Flodin

Wer

schläft,

verliert

Es passiert um drei Uhr früh, Peter ist noch eine halbe

Stunde vor dem Ziel. Er ist müde, aber er will durchhalten.

Mit lauter Musik und offenem Fenster kämpft

er gegen den Schlaf. Doch vergebens, seine Augen

fallen zu. Er stirbt im Schlaf.

28 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Man nennt sie den leisen Killer. Müdigkeit

ist ein massives Sicherheits problem

auf den Straßen – sie zu ignorieren

genauso. Übermüdete Fahrer sind der

Grund für Tausende von Verkehrstoten

und Schwerverletzten jedes Jahr. Sogar

Berufskraftfahrer – und ihre Chefs – sind

sich der Gefahr nicht immer bewusst.

Das Schlafforschungslabor in Loughborough

in Großbritannien untersucht

schon seit mehr als zehn Jahren Übermüdung

bei Fahrern. Zusammen mit der

britischen Regierung, der Polizei und

Transportfirmen verfügt die Forschungsanstalt

über eine ausgeklügelte Software

und einen Fahrsimulator, neben speziellen

Weiterbildungskursen für Fahrer und

Trainer. So können die Wissenschaftler

Fahrgewohnheiten auswerten. Zudem

stellen sie per Gehirnstrommessung fest,

in welchem physiologischen Zustand

Fahrer schläfrig werden.

iM testRaUM DeR Forschungsanstalt

sitzt ein Fahrer im Simulator. Rund 20

Elektroden überwachen ihn dabei. Er

muss seine Müdigkeit nach der sogenannten

Karolinska­Schläfrigkeitsskala selbst

einschätzen, indem er seinen Zustand mit

einer Zahl beschreibt. Stufe eins bedeutet

hellwach. Bei Stufe neun kämpft der Proband

bereits gegen zufallende Augen. Bei

Stufe zehn schläft er. Alles über sieben ist

bereits extrem gefährlich für die Person

am Steuer. Der Fahrer im Video blinzelt

immer langsamer. Doch er macht keine

Anstalten anzuhalten. Stattdessen ruft er

laut „fünf“, gerade als er für einige Sekunden

mit geschlossenen Augen gefahren ist.

DR. LoUise ReyneR ist als Forschungsleiterin

verantwortlich für diese Versuche.

Sie bestätigt, was die Forscher bewiesen

haben: Kein Fahrer kommt gegen den

Schlaf an. Es sind vor allem Männer, die

weiterfahren, obwohl sie schläfrig werden.

Berufskraftfahrer könnten sogar mit offenen

Augen schlafen. Der Sekundenschlaf

und seine Gefahren waren in den letzten

Jahren für die Forschung praktisch erst

nach einem Unfallereignis interessant.

Heute steht für die Forscher fest: Müdigkeit

hinter dem Lenkrad ist genauso

gefährlich wie Alkohol. „Vor 40 Jahren

war Trunkenheit am Steuer noch ein

„Kavaliers delikt“, heute denken das viele

über die Müdigkeit. Denn wer merkt

schon, wann er einschläft? Wir können

aber beweisen, dass Sie durchaus merken,

wenn Sie einschlafen.“

Die softwaRe des Forschungslabors

ist mittlerweile so verlässlich, dass sie

sogar in Gerichtsverfahren zum Einsatz

kommt, bei denen müde Fahrer die Ursache

für tödliche Unfälle sind. „Wir haben

ein Schaubild, das zeigt, wann Unfälle

passieren. Die Fahrer haben immer gegen

zwei Uhr in der Nacht, zwischen fünf und

sieben Uhr am Morgen und zwischen

zwei und vier Uhr nachmittags ihre natürlichen

Tiefpunkte“, sagt Forschungslei­

“auf lange Sicht

gibt es kein mittel

gegen den

Sekundenschlaf –

außer Schlaf.”

Dr. Louise Reyner, Loughborough

Sleep Research Centre

terin Reyner. Sie ist besonders besorgt um

die Lkw­Fahrer. Die Fahrer werden immer

älter und sind oft übergewichtig. Das ist

ein Grund für Schlafapnoe. Und die wiederum

kann tagsüber zum Sekundenschlaf

führen. „Berufskraftfahrer dürfen

laut Gesetz viereinhalb Stunden am Stück

fahren. Fällt diese Zeit auf solche Tiefpunkte,

sind sie verwundbar. Der beste

Rat für Fahrer ist, erst gar nicht in solche

Situationen zu kommen“, sagt sie. Ihr

Tipp: „Planen Sie Ruhepausen ein, bevor

Sie schläfrig werden. Planen Sie Ihre Reise

so, dass Sie Ihre Tiefpunkte, also potenzielle

Unfallzeiten, vermeiden. Die ersten

Anzeichen von leichter Schläfrigkeit dauern

etwa eine bis eineinhalb Stunden. Sie

haben also Zeit zu reagieren.“

Wie Sie Müdigkeit

verhindern

Tiefpunkte

vermeiden

• Hören Sie auf Ihre innere Uhr: Die

meisten Unfälle passieren in den Tiefs

zwischen fünf und sieben Uhr morgens

und zwei und vier Uhr am Nachmittag.

• Fahren Sie von der Straße ab, suchen

Sie sich einen sicheren Parkplatz und

machen Sie ein Nickerchen.

1–2 Getränke

• Trinken Sie eine oder zwei Dosen eines

Energydrinks mit erhöhtem Koffeingehalt

oder zwei Tassen Kaffee. Halten

Sie dann ein Nickerchen für etwa 20

Minuten, um dem Koffeineffekt genug

Zeit zu geben, sich zu entwickeln.

7–8 Stunden Schlaf

• Kurze Nickerchen helfen, sind aber kein

Ersatz für eine anständige Mütze voll

Schlaf (sieben bis acht Stunden).

• Ein Schlafdefizit, das sich über eine

Reihe von unruhigen oder sehr kurzen

Nächten aufgebaut hat, können Sie mit

zwei aufeinanderfolgenden ruhigen und

langen Nächten wieder wettmachen.

Kein Alkohol

• Planen Sie Reisepausen an sicheren

Halteplätzen ein. Berücksichtigen Sie

lange, monotone Wegstrecken wie

Autobahnen und Tiefpunkte der inneren

Uhr in der Planung.

• Hören Sie auf Ihren Körper: Wenn Sie

sich müde fühlen, brauchen Sie Schlaf.

• Nur auszuruhen ist niemals

ein Ersatz für Schlaf.

• Vermeiden Sie Alkohol und Medikamente,

die müde machen.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 29

Foto: Michael WildsMith/getty iMages, istockphoto


POrträt

Seit AnfAng 2007 residiert das in den Geschäftsbereichen

Print, Office, Packaging und Visual Communications

aktive Unternehmen mit dem Hauptsitz im

Gewerbegebiet in Frechen, das nur wenige Minuten

vom Autobahnkreuz Köln-West entfernt ist. Von hier aus

werden – ebenso wie an zwölf weiteren Standorten im

Bundesgebiet – Verlage, Druckereien, Agenturen, Behörden,

Industrie und Fachhandel mit Papier versorgt. Damit konfektionierte

Ware und Stückgut heil beim Kunden ankommen,

setzt Antalis auf einen gemeinsam mit dem Hildener

Fahrzeugbauer Tang entwickelten Kofferaufbau, der in der

gesamten, rund 100 Einheiten starken Fahrzeugflotte zum

Einsatz kommt.

Der SchlüSSel zur perfekten Ladungssicherung ist eine

Konstruktion mit Lochrastern in Boden und Decke des Aufbaus

sowie mit vier Zurrleisten an den Seitenwänden. Der

Fahrer kann darin Sperrstangen und Sperrbalken flexibel einsetzen

– selbst unterschiedliche Ladegüter lassen sich so stets

sicher fixieren. Lücken zwischen den Ladeeinheiten schließen

spezielle Staupolster, die man mit einem Fülladapter am

Fahrzeug aufbläst. „Das System ist die optimale Lösung für

Papiertransporte. Damit sind wir bei Verkehrskontrollen die

Referenz zur Ladungssicherung“, weiß Fuhrparkleiter Dieter

Gut

Gepolstert

Papier ist nicht nur ein geduldiges,

sondern auch ein enorm empfindliches

Medium. Damit die Ware stets heil beim

Kunden ankommt, setzt Papiergroßhändler

Antalis auf eine ausgefeilte Papierlogistik.

Text und Fotos: Joachim Geiger

“Vertrauen ist das A und O

unserer Beziehung zu Scania.”

Logistikmanager Thomas Brungs (li.) und Fuhrparkleiter

Dieter Langen von Antalis in Frechen.

30 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


Langen. Besonders stolz ist der Rheinländer darauf, dass seit

Juni alle 120 Fahrer des Unternehmens ihre Weiterbildung

nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz mit allen

vorgeschriebenen Modulen absolviert haben.

fuhrpArkleiter unD fAhrer können sich daher ganz aufs

Tagesgeschäft konzentrieren. Rund 1.600 Lieferungen täglich

stehen auf dem Dienstplan, in Ballungsgebieten fahren

die Fahrer die Belieferungstouren bei Bedarf auch zweimal

am Tag. Für das rollende Material ist diese Variante des Verteilerverkehrs

kein Zuckerschlecken. Hier wird gerackert wie

in der Fußballbundesliga. Und wie auf dem Spielfeld sind für

dieses Geschäft spezielle Spielertypen gefragt. Besonderes

Augenmerk legt Fuhrparkleiter Langen auf die 17 Neuzugänge

aus Schweden, die seit November 2010 die Flotte verstärken.

„Der Scania P 280 ist ein ideales Verteilerfahrzeug. Er

ist ebenso robust wie zuverlässig und punktet durch günstige

Betriebskosten“, erzählt Langen. Das niedrig montierte Frontlenkerfahrerhaus

vom Typ CP 14 wartet mit Klimaanlage und

Standheizung auf. Opticruise und Dachspoiler sind Indizien

dafür, dass bei Antalis ökonomisches Fahren gefragt ist. Damit

das Andocken an den Rampen stets reibungslos funktioniert,

sind eine mit dem Display des Navigationssystems gekoppelte

Heckkamera und eine Einparkhilfe an Bord.

“Ein Scania

Lkw ist

die Visitenkarte

für den

Fahrer.”

Christopher Braun,

Fahrer bei Antalis in

Frechen.

Im Verteilerverkehr muss

ein Lkw einstecken können.

Der Scania P 280 ist dafür

genau der richtige Typ.

„AntAliS Schreibt Sich faire Partnerschaft, beste Servicequalität

sowie eine optimale Betreuung der Kunden auf die

Fahne“, erklärt Thomas Brungs, der beim Papiergroßhändler

für Beschaffung, Transport und Kundenservice verantwortlich

ist. In diesem Sinne sieht der Manager auch die

Beziehungen zu Scania auf einem guten Weg. „Wir haben

mit Scania Verkäufer Frank Zimmermann einen festen

Ansprechpartner, der vom Angebot über Verkauf bis hin

zur Betreuung den kompletten Service übernimmt“, bringt

Brungs den Vorteil dieses Arrangements auf den Punkt.

Als Pluspunkte der Zusammenarbeit nennt der Manager

auch das von Scania Finance maßgeschneiderte Finanzierungsmodell

für die Scania Lkw im Fuhrpark sowie das

Werkstattkonzept des Herstellers. Hier hat sich Antalis

für einen Scania Reparatur- und Wartungsvertrag entschieden,

der unter anderem sämtliche gesetzlichen

Fahrzeugprüfungen und eine Mobilitätsgarantie enthält.

„Mit diesem Paket sichern wir die Verfügbarkeit unserer

Fahrzeuge. Wir bezahlen unseren monatlichen Beitrag und

brauchen uns dann um nichts weiter zu kümmern“, weiß

Fuhrparkleiter Dieter Langen. Gemeinsam mit Thomas

Brungs freut er sich auch über den kostenlosen Hol- und

Bringservice, den Scania jetzt für alle Antalis-Standorte

anbietet.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 31


SERVICE

Wechselstimmung

Axel Schedifka, Werkstattmeister

bei Scania in Offenbach,

bestätigt: „Bei uns gibt es derzeit

viele Umrüstungsaufträge.”

Der digitale

Zeitsparer

Seit die neue Generation digitaler Tachografen

auf dem Markt ist, gibt es mehr als nur einen

Grund aufzurüsten. Aber wann ist eine Umrüstung

sinnvoll? Text und Fotos: Martin Heying, Illustrations: Scania

Die eU-VerorDnUng 1266/2009 bringt

eine wichtige Veränderung in die Tachografen-Landschaft.

Notierte bisher ein digitaler

Tachograf jede Lkw-Bewegung nach genau

fünf Sekunden als Lenkzeit, so gilt mit der

neuen Generation, dass die längste Aktivität

innerhalb einer Minute zählt. Das heißt: Wird

ein Lkw innerhalb einer Minute maximal 29

Sekunden bewegt, zeichnet der Tacho lediglich

Arbeitszeit, aber eben nicht Lenkzeit auf.

Das kann Lenkzeitersparnis bedeuten, vor

allem im Verteilerverkehr. Das sogenannte

Fernauslesen, der Remote-Download, ist für

viele Unternehmen mindestens ebenso spannend.

Scania bietet hierfür schon seit 2009

eine bewährte Lösung, seit 2011 ist die Hardware

Serienausstattung in jedem Scania.

Bei Scania FrankFUrt/oFFenBach

rüstet man derzeit fleißig digitale Tachografen

nach. Zum Beispiel für Axel und

Ursula Faber aus Fechenheim, deren zehn

Container-Fahrzeuge ständig unterwegs

Werkstattmeister Axel Schedifka rüstet derzeit viele die neuen Tachografen aber auch für Kunden ein, die

digitale Tachografen der neuesten Generation nach. Er den Remote-Download nutzen wollen. „In Verbindung

beurteilt die Situation so: „Die Umrüstung lohnt sich mit dem Tacho Remote-Download des Scania Fleet

vor allem für Fahrzeuge mit vielen Be- und Entlade- Managements ist auch ein Download von Fahrerkarte

punkten. Bei einer entsprechenden Laufzeit amorti- One difflock und Massenspeicher während der Fahrt möglich“,

sieren sich die Umbaukosten schnell.“ Schedifka baut pendingerklärt

Schedifka.

sind. Oft stehen die Fahrer eine ganze

Weile, bevor sie kurz zum Entladen ansetzen

können. Bislang bedeutete das einen

enormen Lenkzeitverbrauch. Mit den neuen

Tachografen und der Einminutenregel

haben sie nun wesentlich mehr verfügbare

Lenkzeit.Doch der neue Tachograf kann

noch mehr. Ein anderer Kunde, die Leuchte

Transporte GmbH aus Dietzenbach, fährt

hauptsächlich für die Lebensmittelbranche.

Hauptgrund für den Einbau der neuen

Tachografen ist hier die Umrüstung der 20

Scania starken Flotte auf das Scania Fleet

Management Telematiksystem. Für Inhaber

Thomas Leuchte ist auch der Daten-Download

möglich, ohne dass der betroffene Lkw

auf dem Hof stehen muss. Die Remote-

Schnittstelle im neuen Tachografen und das

Scania Fleet Management machen diesen

Download möglich, auch wenn der Lkw

noch im Einsatz ist. Eine enorme Erleichterung,

die auch die „Zwangsheimkehr“ des

Fahrzeugs überflüssig macht.

32 SCANIA MAGAZINE • No 32 SCANIA BEWEGT • 4.2011 X/200X www.scania.com

www.scania.de


Wer ist der beste

NachWuchs-Fahrer?

Young European Truck Driver 2012: Nehmen Sie die Herausforderung

an und bewerben Sie sich beim Scania Fahrerwettbewerb.

Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

die Anmeldefrist für die nationale Vorentscheidung

in Deutschland hat begonnen. Zum

fünften Mal veranstaltet Scania den europaweit

ausgeschriebenen Fahrerwettbewerb Young

European Truck Driver. Die besten jungen Fahrerinnen

und Fahrer erhalten die Chance, ihr Können unter Beweis

zu stellen. Sie sollen zeigen, dass sie gut ausgebildet sowie

sicherheits- und umweltbewusst sind und damit Unfälle

vermeiden, Kraftstoff sparen und die Umwelt entlasten.

Um herAUszUfinden, was die Teilnehmer und Teilnehmerinnen

wirklich wissen und können, müssen sie

in den Vorrunden von April bis Juni 2012 praktische und

theoretische Aufgaben bewältigen. Teilnehmen können

alle angestellten, selbstständigen oder in Ausbildung

befindlichen Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer, die 2012

nicht älter als 35 Jahre (Geburtsjahr 1977 oder jünger) sind.

Der beste Fahrer aus der deutschen Vorrunde darf sich

im Herbst in Södertälje in der Scania Konzernzentrale

mit seinen europäischen Kollegen messen. Der Beste der

Besten aus ganz Europa wird dort gekürt und erhält einen

nagelneuen Scania im Wert von rund 100.000 Euro.

Orte unD

termine 2012

In Deutschland sind vier Vorrunden geplant,

jeweils in Verbindung mit einem „Tag der

offenen Tür“ beim entsprechenden Scania

Händler:

� 21. – 22. April 2012

beim Scania Partner Breuer in Duisburg

� 5. – 6. Mai 2012

bei Scania Stuttgart/Möglingen

� 12. – 13. Mai 2012

bei Scania Berlin/Ludwigsfelde

� 2. – 3. Juni 2012

bei Scania Hamburg

Fahrerwettbewerb

Und so fUnktioniert die teilnAhme: Interessierte

Fahrer melden sich bei Scania Deutschland über

www.scania.de an. Dort findet man das Anmeldeformular

und den Fragebogen mit 15 Fragen aus

dem Berufsfeld eines Lkw-Fahrers. Diese gilt es richtig

zu beantworten. Einsendeschluss für die Anmeldung

ist der 31. März 2012. Unter allen Einsendungen werden

die besten 80 Teilnehmer ermittelt und zu einer der vier

Vorrunden eingeladen, die bei verschiedenen Scania

Händlern in Deutschland stattfinden (siehe Kasten).

Das deutsche Finale wird in der Scania Deutschland

Zentrale in Koblenz ausgetragen und vom 7. bis

9. September 2012 geht es dann zum europäischen

Finale bei Scania in Södertälje an den Start.

Deutsches Finale

Das deutsche Finale findet am 16. und 17. Juni auf dem

Gelände von Scania Deutschland in Koblenz statt und der

Händler Scania Koblenz lädt an diesem Wochenende zu

einem „Tag der offenen Tür“ ein. Der beste deutsche Fahrer

trifft vom 7. bis 9. September 2012 beim großen Europafinale

in Södertälje auf weitere 24 nationale Sieger, um

nach dem Wettbewerb zu erfahren, wer der beste „Young

European Truck Driver 2012“ ist.

www.scania.de 4.2011 • SCANIA BEWEGT 33


SERVICE Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

Gewinnspiel

sCAniA BeweGT verlost unter allen richtigen

Ein sendungen

zehn blaue Maglite-Taschenlampen mit

laserfunktion und eingraviertem, weißem

scania logo. Diese Hightech-Taschenlampe darf in

keinem Haushalt fehlen. Beantworten Sie die drei Fragen

rechts, stecken Sie den Coupon mit den richtigen

Antworten in ein Kuvert (Absender nicht vergessen) und

senden oder faxen ihn an folgende Adresse:

Scania Deutschland GmbH

sCAniA BeweGT · Stichwort Gewinnspiel

August-Horch-Straße 10 · D-56070 Koblenz

Fax: 02 61/8 97-92 08

Die zehn Gewinner der Fleecedecke

aus dem letzten Rätsel heißen:

Holger Hanenkampf Herbert Behrends

Dirk Tobien Helga Philipp

Martin Twickler Justina Hörning

Alexander Siebert Marianne Pfuhl

Markus Eiswirth Julia Franz

GewinnFRAGen

1

2

3

Wie heißt der amerikanische

Feuerwehrverband abgekürzt?

Wo findet das deutsche Finale des

Fahrerwettbewerbs YETD statt?

Wie heißt das neue gemeinsame Mautsystem

von Deutschland und Österreich?

ABsenDeR

Vorname Name Telefon-Nr.

Adresse E-Mail-Adresse

❑ Hiermit erkläre ich mich einverstanden, dass Scania meine angegebenen Daten zu Werbezwecken per Post und

E-Mail nutzen und verarbeiten darf. Scania versichert, dass eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte für Werbezwecke

nicht erfolgt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Nutzung meiner Daten kann ich jederzeit widersprechen,

es genügt eine kurze schriftliche Mitteilung auf dem Postweg oder per E-Mail.

Mitarbeiter der Scania Deutschland Organisation sind von der Teilnahme

am Gewinnspiel ausgenommen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

sCAniA BeweGT iM leseRURTeil

SCANIA BEWEGT gefällt: Um unsere Kundenzeitschrift noch attraktiver für Sie zu machen, haben wir

in diesem Jahr eine Leserumfrage durchgeführt. Insgesamt 150 Leser haben sich daran beteiligt und

uns wertvolle Informationen geliefert, mit denen wir noch besser werden können. Einige Aussagen und

Ergebnisse fassen wir für Sie zusammen. Die meisten, nämlich mehr als 60 Prozent, interessieren sich für

Technik-Geschichten, gefolgt von Nachrichten (56 Prozent) und Service (52 Prozent). Demzufolge gefallen

diese Rubriken auch am besten: 70 Pozent finden Technik sowie Nachrichten sehr gut oder gut und

beim Service sind es 63 Prozent. Aber auch alle anderen Rubriken können mit Prozentzahlen jenseits der

50 Prozent punkten, genauso wie die

grafische Gestaltung, die 67 Prozent

der Leser für sehr gut oder gut halten.

Große Ehre für die Redaktion: Die Themenvielfalt

finden 95 Prozent sehr gut

oder gut. 52 Prozent wünschen sich

mehr Umfang, 55 Prozent finden die

Erscheinungsfrequenz in Ordnung, 43

Prozent können sich vorstellen,

SCANIA BEWEGT häufiger in den

Händen zu halten. Insgesamt also ein

positives Urteil, schlechte Kritiken gab

es so gut wie keine. Wir von der Redaktion

werden uns natürlich nicht auf den

Lorbeeren ausruhen, sondern ständig

daran arbeiten, SCANIA BEWEGT

Alfons Faller von der Alde Gott Winzer EG hat zusammen mit

dem Fragebogen ein Foto seines Scania gesandt, den er seit

19 Jahren fährt. Sein Urteil: „Zuverlässig, robust, sparsam!“

spannend und interessant zu gestalten,

mit vielen Geschichten und Informationen,

die im Berufsalltag behilflich sind.

einsenDesCHlUss:

20. Januar 2012

wiR wünsCHen

Allen

leseRn ein

FRoHes

weiHnACHTsFesT

UnD ein

GesUnDes

neUes JAHR

2012!

34 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.de


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Klaus Borchelt

Vertriebsleiter | SCHOMÄCKER Federnwerk GmbH


Wir schnüren übrigens auch

Finanzierungspakete.

Kein Wunder, wenn unsere Finanzierungsideen neugierig machen. Als Scania Service­

gesellschaft sind wir nicht nur in der Lage, gute Angebote für neue und gebrauchte Lkw

zu machen. Wir hängen auf Wunsch auch gleich noch welche für Auflieger, Anhänger

oder Aufbauten hinten dran. Fesselnder Vorschlag, oder? www.scania­finance.de

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