Projektblatt Herbal Clinic - Jesuitenmission

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Projekt X49230 Herbal ClinicHerbal Clinic in SimbabweMit Heilkräutern gegen HIV /AidsSimbabwe hat trotz eines leich ten Rückgangsin den vergan genen Jahren nach wievor eine extrem hohe HIV- Infektionsratevon fast 15 Prozent. Geschätzte 2,3 MillionenMenschen in Sim babwe leben mit demVirus. Für viele ist die Krankheit noch immerein schnelles Todesurteil. Unwissenheitund Armut sind oft Gründe dafür, dass dieMenschen die rettenden Maßnahmen nichtkennen oder nutzen können. Denn selbstwer in Simbabwe das Glück hat, regelmäßigantiretro virale Medikamente nehmen zukönnen, leidet oft an Mangel ernährung, sodass die Therapie nicht anschlägt. Gesundeund ausgewogene Ernährung ist das wichtigsteim Kampf gegen den Virus.Kräuter und Gemeinschaftschenken neue Lebensenergie2006 wurde die Herbal Clinic (Heilkräuter-Zentrum) gegründet. Die Leiterin des Zentrums,die simbabwische Ordensfrau YullitaChirawu, setzt in ihrer Arbeit mit HIV/Aids-Patienten auf heilpflanzliche Behandlungenund die Förderung einer gesunden Ernährung.In ihrer Praxis in der Nähe von Hararebietet Schwester Yullita einen Ansatz, derauf die Probleme in Simbab we zugeschnittenist. Sie betreut 28 Selbsthilfegruppenmit insge samt 400 Patienten. Heilpflanzenwie Moringa, African Potato, Wermut,Beifuß und Aloe wer den selbst angebautund unter Anleitung zu Tees, Tinkturen undLotionen verarbeitet. „Wir stärken damitdas Immunsys tem, verringern das Risikovon Infektionskrankheiten und be handelnauch die Nebenwirkun gen der antiretroviralenThera pie“, erklärt Schwester Yullita. InWorkshops und Trainingseinheiten lernendie Teilnehmer alltägliche Gewürzkräuterund Heilkräuter kennen. Sie erhalten auchHilfe beim Anlegen sogenannter Familiengärten,in denen sie zu Hause Kräuteranbauen und großziehen können, für denhäuslichen Gebrauch.Stigmatisierung überwindenIn Selbsthilfegruppen erhalten die Teilnehmerneben dem Wissen über Heil kräuterauch Kurse in Ge müseanbau, um dieeigene Ernährungssituation zu verbes sern.Schwester Yullita macht mit ihrer Arbeit denPatienten und Angehörigen Mut, sich offensivmit der Krankheit aus einanderzusetzen,anstatt sich ihr machtlos ausgeliefert zufühlen. Die Betroffenen kämpfen gegenden Virus in ihrem Körper und gegen dieAusgrenzung und Diskriminierung in ihrerUmgebung. Schwester Yullita hofft, dasssich mit dem neuen Selbstbewusstsein unddem neuen Lebensmut auch irgendwanndie Stigma tisierung über winden lässt.Bild unten: Isaac Gundira in seinem Garten.Beide können mit ihren eigenen Kräutern sichselbst und ihre Familien gesünder ernähren.Land:SimbabwePartner:Sr. Yullita ChirawuZielgruppe:HIV-PatientenKontext:Angebote zur Selbsthilfe undÜberwindung der Stigmatisierungvon HIV-Infizierten.Maßnahme:Workshops für Betroffene:die Teilnahme kostet 10 Euro.Kräuter zuhause: Pflanzen füreinen Garten kosten 30 Euro.


Projekt X49230 Herbal ClinicErfolgreiche Kräutertherapie: PatientinnenMuchaneta Bonde:„Ich heiße Muchaneta Bonde, bin 38 Jahrealt und komme aus Dzivarasekwa. Ich binverheiratet, meine zwei Kinder sind beideverstorben. Seit 2008 weiß ich, dass ichHIV-positiv bin. Mittlerweile bin ich Mitgliedin der Shingirai-Hilfe-Gruppe, in derMenschen aus Dzivarasekwa and Kuwadzanasind. Schon bevor ich von meinerHIV-Infektion wusste, habe ich Kräutergegen meine Diabetes genommen. Ich littauch unter Migräne und schmerzendenBeinen. Meine Schwester bedrängte mich,mich auf HIV testen zu lassen, aber ichzögerte.Foto links:Farirai Muzendas zeigt stolz ihrenSohn - er ist HIV-negativ.Foto unten:Zwei Witwen in ihrem gemeinsamenKräutergarten.Farirai Muzendas:„Ich bin Farirai Muzenda, 35 Jahre altund HIV-positiv. Als ich 2008 von meinerKrankheit erfuhr, brach für mich eine Weltzusammen. Ich wusste nicht, wie es weitergehensollte. Meine Werte waren zumGlück bald stabil, so dass die Ärzte sagten,ich brauche keine Medikamente. 2010kamen Schwester Yullita und SchwesterGertrude nach Epworth und erzähltenuns von der Kräutertherapie und ihrenErfolgen. Ich war sofort begeistert vonder Idee. Seitdem nehme ich das HeilkrautMoringa. Es stärkt mein Immunsystemund bekämpft die Symptome von HIV.Meine Werte verbesserten sich so starkund ich fühlte mich so gut, dass sogarmeine Freunde und Nachbarn fragten,was los sei. 2011 beschloss ich dann, denSprung ins Ungewisse zu wagen. Ichwollte noch ein Kind mit meinem Mann,der auch HIV-positiv ist und Medikamentenimmt. Die Ärzte rieten mir, auch Medikamentezu nehmen, aber ich blieb beimeinen Kräutern, denn es ging mir sehrgut mit ihnen. Die Geburt war problemlosund was mich besonders glücklich macht:Unser Sohn wurde auf HIV getestet und erist negativ. Ich glaube fest an die Kraft derKräuter. “Schließlich ließ ich mich testen, weil ichmittlerweile auch Probleme beim Wasserlassenhatte. Der Test war positiv. Ich habedann von der Herbal Clinic, den Selbsthilfegruppenund den Heilkräutern erfahrenund habe begonnen, auch das HeilkrautMoringa zu benutzen. Jetzt habe ich keineProbleme mehr und bin dank Moringasehr stark. Die fürchterlichen Schmerzenin meinen Beinen verschwanden nur mitder Einnahme der Kräuter. Mittlerweileverwende ich Moringa auch als Gewürzbeim täglichen Kochen, eigentlich immerund überall. Ich möchte andere dazu ermutigen,Moringa zu nehmen, weil es mirsehr geholfen hat.“SpendenkontoJesuitenmissionLiga BankKonto: 511 55 82 - BLZ 750 90 300BIC: GENO DEF1 M05IBAN: DE61 7509 0300 0005 1155 82Projekt: X49230 Herbal ClinicJesuitenmissionKönigstraße 64 - 90402 NürnbergTelefon (0911) 23 46 -160www.jesuitenmission.de

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