Studienhandbuch 2010 - FSR Wiwi Zwickau

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Studienhandbuch 2010 - FSR Wiwi Zwickau

Studienhandbuch

Studienhandbuch

Gebrauchsanweisung für ein erfolgreiches erfolgreiches wirtschaftswissenschaftliches Studium

Ausgabe 2010


Inhaltsverzeichnis*

grüßen

04 Vorwort von Dekan Prof. Dr. Herbert Strunz

05 Begrüßung von Direktstudiendekan

Prof. Dr. Stephan Kassel

06 Begrüßung von Fernstudiendekan

Prof. Dr. Christian-Andreas Schumann

07 Begrüßung von Prof. Dr. Angelika Büchner,

Vorsitzende des Prüfungsausschusses

08 Willkommensgruß des Fachschaftsrates

studieren

16 Das Institut für Betriebswirtschaft

17 Das Institut für Management und

Information

18 Mein Auslandssemester in Borås

20 Die Partnerhochschulen deiner Fakultät

22 Die Studiengänge an der Fakultät

24 Das Fachprofil Rechnungswesen

28 Finanzmanagement

30 Human Resource Management

32 Marketing

34 Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung

36 Unternehmensführung

38 Unternehmenslogistik

40 Informationslogistik I – ERP-Systeme

leben

80 Kultur- und Freizeittipps

Von Theater über Kino bis zum

Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ –

die wichtigsten Kulturadressen in Zwickau

* Wer im Studium nicht vom Weg abkommen möchte, der folgt einfach diesem Wegweiser.

wissen

10 Zwickau – die Automobil- und

Robert-Schuman-Stadt

12 Wichtige Ansprechpartner

an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

14 Soft Skills – Erfolg durch Engagement

41 Informationslogistik II – PLM-Systeme

44 Krankenhausbetriebswirtschaftslehre

46 Verkehrswirtschaft

48 Energiewirtschaft

49 Volkswirtschaftslehre

50 Wirtschaftsfremdsprachen

51 Betriebswirtschaftslehre

52 Ingenieurwissenschaftliche Fachprofile

54 Was erwarten Professoren und

Mitarbeiter von den Studierenden?

59 Fachschaft verleiht Goldenen Scheffel

60 Tipps zum Verfassen von Seminararbeiten

63 Vom Studium und anderen wichtigen Dingen

66 Die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen

68 ABC – Diese Buchstaben sollte jeder kennen

lesen

65 Kluge Köpfe gewinnen und halten

Die Unterstützung durch den Hochschulförderverein

Mentor e.V.

03


grüßen

04

Willkommen an der Fakultät

Wirtschaftswissenschaften

Begrüßungsworte von Dekan

Prof. Dr. Herbert Strunz

Als Dekan der Fakultät Wirtschaftswissen-

schaften der Westsächsischen Hochschule Zwickau

heiße ich Sie an unserer Einrichtung herzlich willkommen.

Mit Ihrer Einschreibung haben Sie sich

für eine zukunftsträchtige und interessante Ausbildung

mit berufsqualifizierendem Abschluss entschieden.

Alle Angehörigen der Fakultät werden

Sie in den kommenden Jahren dabei unterstützen,

dass Sie sich bestmöglich auf den Einstieg in Ihr Berufsleben

vorbereiten können. Allerdings erfordert

die neue Lebensetappe von Ihnen auch ein neues,

höheres Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit.

Das Studium an einer Hochschule verlangt

Intellekt, Engagement, Zielstrebigkeit, Fleiß

und Ausdauer.

In den kommenden Tagen und Wochen wird

viel Neues auf Sie einstürmen. Beruhigend sollte

für Sie sein, dass Studierende zahlreicher Matrikeln

bereits ein Studium bei uns absolviert haben und

mittlerweile sehr erfolgreich im Beruf tätig sind.

Leider gilt das nicht für alle, die in den vergangenen

Jahren bei uns immatrikuliert worden sind. Ich

empfehle Ihnen deshalb, sich immer wieder auf das

Hauptziel Ihres Studiums, den erfolgreichen Abschluss,

zu konzentrieren. Wenn Sie Hauptprozesse

im Studium im Griff haben, können Sie auch viel

entspannter die anderen schönen Seiten des Studiums

genießen. Die Fakultät, die Hochschule und

die Stadt Zwickau bieten ein angenehmes Umfeld

für Ihr Studium. Das betrifft sowohl kulturelle und

sportliche Ereignisse als auch den Einkaufsbummel

oder die gemütliche Runde, um sich vom Studienstress

zu erholen.

Unsere Zusammenarbeit wird darauf fokussiert

sein, dass Sie als Angehörige der Fakultät Wirt-

schaftswissenschaften eine solide Ausbildung auf

hohem Niveau mit aktuellem und praktischem

Bezug erhalten. Das komplette Studienprogramm

wurde deshalb in den vergangenen Jahren umgestaltet,

erneuert und komplett akkreditiert. Die Praxisnähe

und die Internationalisierung des Studiums

sowie der Einsatz neuer Studienformen wurden

verstärkt. Neue Institute entstanden, die Ihnen

noch bessere Möglichkeiten der frühzeitigen Mitwirkung

an Lehr- und Forschungsprozessen eröffnen

werden.

Die weitere Entwicklung der Fakultät wird jedoch

nicht nur von den Aktivitäten des Personals,

sondern im besonderen Maße auch vom Engagement

der Studierenden und Absolventen geprägt.

Ich bitte Sie deshalb um Ihre aktive Mitwirkung.

Die Professorinnen und Professoren, die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Fakultät werden Ihre

verlässlichen Partner sein. Alles Gute für Sie und Ihr

Studium an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

der Westsächsischen Hochschule Zwickau wünscht

Ihnen

Ihr

Prof. Dr. rer. soc. oec. Herbert Strunz,

Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften an

der Westsächsischen Hochschule Zwickau


Liebe Studierende,

Begrüßungsworte von Studiendekan

Prof. Dr. Stephan Kassel

als Studiendekan der Fakultät bin ich Ihr Ansprechpartner

der Professoren zur Klärung von Fragen

zum Studium allgemein, zum Studienaufbau

und zur Art des Studierens. Sie können sich mit

Problemen aller Art an mich wenden, ob es finanzielle

Fragen (zum Beispiel zum BaföG), persönliche

Probleme oder Probleme im Umgang mit Professoren

sind.

In der Regel treten Sie als Studierende in ein

neues Stadium Ihres Lebens ein. Die meisten von

Ihnen kommen mehr oder weniger direkt von der

Schule oder aus einer Lehre, was eine große Umstellung

bedeutet. Das Absolvieren eines Studiums

bedeutet für Sie wesentliche neue Freiheiten, da es

keine „äußere Instanz“ gibt, die überprüft, ob Sie

wirklich Veranstaltungen besuchen und lernen. Der

Umgang mit dieser Freiheit ist nur möglich, wenn

Sie einen Willen zum Studieren mitbringen. Leider

bemerkt eine ganze Reihe von Studenten zu spät,

dass mit dieser Freiheit auch eine Verpflichtung zu

persönlichem Engagement verbunden ist. Sie sollten

eine kritische Haltung entwickeln und eine positive

Diskussionsfähigkeit. Die meisten Ihrer Dozenten

wünschen sich echte Ansprechpartner in

den Veranstaltungen, keine stumm dasitzende

Masse.

Neben den fachlichen Aspekten sollten Sie für

Ihr Studium Ihre Fähigkeit zum Lernen entwickeln.

Dazu gehören eine Vielzahl persönlicher Arbeitstechniken

wie Zeitmanagement, die persönliche

Zielsetzung, die Entwicklung der Lese- und Verständnisfähigkeiten

(zum Beispiel durch Schnelllesen),

das Gedächtnistraining und die Strukturierung

der Vorlesungen (zum Beispiel durch Mind-

Maps), um das immense Lernpensum zu struktu-

rieren, für Sie persönlich aufzubereiten und dauerhaft

in Ihrem Gedächtnis zu verankern. Bulimielernen,

das heißt das massenhafte Pauken von

Lernstoff in kurzer Zeit, der anschließend ebenso

schnell wieder vergessen wird, ist weder erwünscht

noch hilft es Ihnen für Ihr Ziel, eine vernünftige Berufsqualifikation

zu erhalten. Nutzen Sie die vielen

vorhandenen Angebote, Ihr Wissen zu erweitern.

Wir haben in Zwickau eine ausgezeichnete Hochschulbibliothek

(seit Jahren führend im Wettbewerb

der deutschen Hochschulen), eine Vielzahl

von Computerkabinetten und Seminarräumen,

eine Vielzahl von Sport- und Erholungsangeboten

zur Regeneration. Es liegt in Ihrer Hand, Ihre kommenden

Jahre positiv zu gestalten.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dazu.

Prof. Dr.-Ing. Stephan Kassel,

Studiendekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

an der Westsächsischen Hochschule Zwickau

05


grüßen

06

Liebe Studierende,

Prof. Dr. Christian-Andreas Schumann,

Studiendekan für das Fernstudium

im Ergebnis einer langjährigen Erfahrung im

Fernstudium, im Umgang mit neuen Studienformen

und gestützt auf ein erfahrenes, hochqualifiziertes

und motiviertes Team von Professorinnen,

Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

haben wir unser Studienprogramm im Fern- und

Onlinestudium in der Vergangenheit an den Erfordernissen

des Bildungsmarktes neu orientiert, methodisch-didaktisch

und inhaltlich verbessert sowie

deutlich erweitert.

Fern- und Onlinestudiengänge sind ein wichtiger

und anerkannter Teil der Aus- und Weiterbildung

an unserer Fakultät geworden. Nun kommt

es darauf an, die neuen, akkreditierten und nachgefragten

Studienangebote so zu gestalten, dass

sie Ihrer Zielgruppe den größtmöglichen Nutzen

bringen. Übrigens sehen wir das nicht nur aus der

Lehrsicht, sondern wir beteiligen uns an entsprechenden

Forschungsprogrammen und -projekten

zum Thema „Neues Lernen“, deren Erkenntnisse

direkt in die Weiterentwicklung der Bildungsprozesse

an der Fakultät einfließen.

In der Regel verfügen Sie bereits über ein oder

mehrere Studienabschlüsse und eine respektable

Berufserfahrung. Auch deshalb sind Sie für uns

wichtige Partner bei der weiteren Entwicklung des

Fern- und Onlinestudiums. Ich baue darauf, dass

Sie sich mit Ihren Erfahrungen und Ihrem Wissen

kreativ in die weitere Gestaltung und Optimierung

der Studienprozesse und Lerninhalte einbringen

werden. Da viele Dinge der Fern- und Onlineprogramme

neu sind beziehungsweise permanenten

Veränderungen unterliegen, sind auch wir als Lehrende

immer wieder Lernende. So konnten wir das

Fern- und Onlinestudium an unserer Einrichtung

so erfolgreich entwickeln. Allerdings sind uns bei

allem Enthusiasmus auch Grenzen gesetzt. In dem

Bestreben die finanziellen Aufwendungen für Ihr

Studium zu begrenzen, haben wir entsprechend limitierte

Spielräume bei den Ressourcen. Wenn es

allerdings um die Qualität der Aus- und Weiterbildung

geht, gibt es keine Abstriche.

Lassen Sie mich Ihnen noch meine besondere

Anerkennung dafür aussprechen, dass Sie in der

Regel berufsbegleitend Ihre Aus- und Weiterbildung

betreiben. Die Doppelbelastung aus Studium

und Beruf ist uns bewusst. Gerade die Lehrenden

im Fern- und Onlinestudium sind durch die Lehrveranstaltungen

am Wochenende und an anderen

Studienorten in einer ähnlichen Situation. Deshalb

haben meine Fachkolleginnen und -kollegen ein

besonderes Verständnis für Sie und unterstützen

Sie aktiv dabei, einen erfolgreichen Studienabschluss

unter den speziellen Bedingungen zu erreichen.

Ich persönlich stehe Ihnen gern mit Rat und

Tat zur Seite und wünsche Ihnen für Ihre Qualifizierungsphase

viel Erfolg im Beruf, Freude am Lernen

und das Glück der Tüchtigen im Studium

Ihr

Prof. Dr.-Ing. habil. Christian-Andreas Schumann,

Studiendekan für das Fernstudium der Fakultät

Wirtschaftswissenschaften an der Westsächsischen

Hochschule Zwickau


Liebe Studierende,

Begrüßung von Prof. Dr. Angelika Büchner,

Vorsitzende des Prüfungsausschusses

mit dem Studium an unserer Fakultät Wirt-

schaftswissenschaften beginnt für Sie ein neuer Lebensabschnitt.

Das Studium soll die Studierenden

auf das berufliche Tätigkeitsfeld vorbereiten, erforderliche

Fachkenntnisse vermitteln, zu selbstständigem

Denken und zu verantwortlichem Handeln

befähigen. Neu wird für Sie sein, dass mit dem Studium

eine höhere Eigenverantwortung verbunden

ist und eine Vielzahl von Regelungen, die den Studienablauf

und das Prüfungsgeschehen betreffen,

zu beachten sind. So sind unter anderem Regularien

zur Prüfungseinschreibung und Fristen für

Wiederholungsprüfungen einzuhalten. Studentisches

Leben ist sicherlich mit Freiheiten verbunden,

aber nicht grenzenlos und uneingeschränkt. Nach

dem Sächsischen Hochschulgesetz hat jeder Student

die Pflicht, die Ordnungen der Hochschule

einzuhalten und sein Studium anhand der Studienund

Prüfungsordnung zu organisieren. Sie sollten

sich daher unbedingt mit den Ordnungen vertraut

machen. Dazu zählen neben dem Sächsischen

Hochschulgesetz, die Studien-, Prüfungs- und

Praktikumsordnungen der einzelnen Studiengänge.

Im Lern- und Serviceportal WIW sind die aktuellen

Ordnungen veröffentlicht.

Der Prüfungsausschuss unserer Fakultät ist für

Sie der Ansprechpartner bei Fragen zum Prüfungsgeschehen.

Aufgabe des Prüfungsausschusses ist

es, das gesamte Prüfungswesen an der Fakultät zu

regeln und darauf zu achten, dass die Bestimmungen

des Sächsischen Hochschulgesetzes und der

Prüfungs- und Praktikumsordnungen eingehalten

werden.

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus bestellten

Professoren und studentischen Vertretern zusam-

men und entscheidet in seinen Sitzungen über Anträge

von Studenten.

Alle Mitglieder des Prüfungsausschusses wünschen

Ihnen einen erfolgreichen Studienbeginn

und natürlich viel Spaß beim Studieren.

Prof. Dr. Angelika Büchner,

Prüfungsausschussvorsitzende der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

an der Westsächsischen

Hochschule Zwickau

07


grüßen

08

Willkommen im Team

Der Fachschaftsrat stellt sich vor

Wir vom Fachschaftsrat Wirt-

schaftswissenschaften begrüßen

euch in den heiligen Hörsälen der

WHZ. Ihr seid die zukünftigen Absolventen

der Westsächsischen Hochschule.

Doch bis dahin ist es noch ein

langer und steiniger Weg, denn geschenkt

wird euch natürlich auch hier

in Zwickau nichts. Doch neben Vorlesungen

und Prüfungsstress bietet

euch das Studium in Zwickau noch

Die (gewählten) Mitglieder von links nacht rechts: Eric Müller, Martin Sterzel,

Sabrina Sander, Martin Leiteritz, Daniel Modes, Phil Schauer, Oliver Schirmer,

viel mehr. Ihr werdet neue Leute

Michael Heubeck, Stefan Schneider, Kathleen Weiß und Sebastian Kluge.

kennen lernen, Freundschaften schließen und nicht voran bringen. Darum sprecht Schwierigkeiten

zuletzt sollt ihr auch das Studentenleben außerhalb immer offen an. Wendet euch dazu entweder di-

der Hochschule genießen. Bei einer Vielzahl von rekt an den/die entsprechende/n ProfessorIn oder

studentischen Festivitäten habt ihr dazu Gelegen- kommt in das Büro des Fachschaftsrates im Haus 6

heit. Doch neben den angenehmen Seiten des Stu- (Zimmer 6105) und werdet dort eure Sorgen los.

dentenlebens wartet der „harte“ Studienalltag auf Im Büro trefft ihr uns immer an, wenn im Fenster

euch. Um diesen nicht nur erträglicher zu machen, „Open“ geschrieben steht und zu den regelmäßi-

sondern aktiv zu gestalten und zu verbessern, gibt gen Büroöffnungszeiten. Schaut am besten auch

es den Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften. mal auf unsere Homepage unter www.fsr-

Dieser besteht aus einem Team von elf gewählten wiwi.com. Hier findet ihr unsere Kontaktdaten.

Studierenden und weiteren freiwilligen Helfern. Neben der hochschulpolitischen Arbeit organi-

Wir haben immer ein offenes Ohr für eure Prosieren wir Veranstaltungen, wie den Diskussionsbleme

und vertreten eure Anliegen in den Hochabend „Smart your brain“, die Glühwei(h)schulgremien.

Zu diesen Gremien gehören: nachtsfeier oder das Campusfest, welche fast jedes

Der Studentenrat (StuRa), der Fakultätsrat, der Jahr Bestandteile des Campuslebens auf dem

Prüfungsausschuss, die Studienkommission, die Scheffelberg sind.

Haushaltskommission, die Berufungskommissionen Habt ihr Interesse, im Fachschaftsrat mitzuar-

und der Senat. Was sich hinter diesen Gremien beiten und/oder euch selbst zur Wahl aufstellen zu

genau verbirgt, erfahrt ihr im ABC ab Seite 68. lassen? Dann sprecht mit uns, wir informieren euch

In all diesen Gremien bringen wir die Probleme jederzeit genauer über unsere Tätigkeiten und die

der Studierenden auf den Tisch der verantwortli- Vorteile, die sich aus ihnen ergeben.

chen ProfessorInnen und MitarbeiterInnen. Dabei Einen guten Start in das Studentenleben wün-

suchen wir stets nach Lösungen, die alle Beteiligten schen wir vom Fachschaftsrat.


Passt wie

angegossen.

Ist aber

gepresst.

Wir wollen unsere Kunden gern bestechen: mit Perfektion. Die erreichen

wir durch die Kombination hochmoderner Verfahren wie der Servotechnologie

von H&T ProduktionsTechnologie mit unserer langjährigen Erfahrung

im Bereich der Produktentwicklung und Produktherstellung. So entstehen

unter dem Namen Westfalia hochwertige Produkte für die Automobilindustrie

von bestechend guter Form.

Das Know How unserer Mitarbeiter und der hohe Anspruch an die eigene

Arbeit sind wichtige Bausteine für den Erfolg unseres Unternehmens.

Deshalb investieren wir viel, um ein Umfeld zu bieten, in dem gute Arbeit

leicht fällt – spannende Aufgaben und Karrierechancen inbegriffen. Wann

dürfen wir Sie in unserem Team begrüßen?

Gewerbering 26, 08451 Crimmitschau

Telefon 03762 940-0, Fax 03762 940-100

info-wpc@westfalia-group.com

www.westfalia-group.com

Gewerbering 26 b, 08451 Crimmitschau

Telefon 03762 707-100, Fax 03762 707-101

info@ht-pt.com

www.ht-pt.com

Unternehmen der


wissen

10

Zwickau

Die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt

Autos, Kultur und besondere

Vergünstigungen für Studierende

Das Robert-Schumann-Denkmal. Das Zwickauer Stadtfest wird im August gefeiert.

Einladend

Die Automobil- und Robert-Schumann-Stadt

Zwickau ist mit rund 94.000 Einwohnern viertgrößte

Stadt und Oberzentrum des Freistaates

Sachsen. Und sie hat ohne Zweifel das zu bieten,

was etliche Städte haben: einen historischen Stadtkern

mit vielen rekonstruierten Jugendstil- und

Gründerzeitensembles und eine Innenstadt mit

Modehäusern, traditionsreichen Geschäften, gemütlichen

Cafés und Restaurants, die zum Bummeln

und Verweilen einladen. Nicht umsonst

wurde Zwickau 2010 als 1a-Einkaufsstadt ausgezeichnet.

Veranstaltungen und Künstler verschiedenster

Genre locken jährlich Jung und Alt aus nah und

fern in die Muldestadt. Neben den Spielstätten

Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“, Theater

Plauen-Zwickau, soziokulturelles Zentrum „Alter

Gasometer“ und Stadthalle sorgt die neu gestaltete

Freilichtbühne am Schwanenteich für gute

Unterhaltung und Kurzweil in den Sommermonaten.

Aber auch das Zwickauer Stadtfest oder der

Weihnachtsmarkt sind weit über die Stadt- und

Landesgrenzen hinaus bekannt und zu großen Be-

suchermagneten gewachsen. Zur Entspannung

oder aktiven Erholung laden Grünanlagen wie der

Park „Neue Welt“, die Parkanlage am Schwanenteich,

das „Muldeparadies“ oder der Mulderadweg

mit seinem neu entstehenden „Fun-Park“

ein.

Mobil

Manches findet sich aber nur hier: zum Beispiel

eine mehr als 100-jährige Automobilgeschichte,

die geprägt ist durch Namen wie Audi,

Horch, Auto-Union, Sachsenring oder Trabant.

Das mit viel Liebe zum Detail ausgestattete August

Horch Museum bietet seit September 2004 legendäre

Automobilgeschichte im Herzen des alten

Audi Werkes und lässt nicht nur die Herzen der

Autonarren höher schlagen.

Die Volkswagen Sachsen GmbH und zahlreiche

Zulieferfirmen sorgen mit erfolgreichen Unternehmen

anderer Branchen auch heute noch dafür,

dass Zwickau wirtschaftlich eine der erfolgreichsten

Städte Ostdeutschlands ist.


Historisch

Zwickaus berühmtester Sohn ist der Komponist

Robert Schumann. Sein Leben und Werk wird

anlässlich seines 200. Geburtstages im Jahr 2010

in vielen glanzvollen Veranstaltungen besonders

gewürdigt. Sein Geburtshaus am Hauptmarkt beherbergt

die weltweit größte geschlossene Schumann-Sammlung

mit mehr als 4000 Originalhandschriften

Robert Schumanns und seiner Gattin,

der Pianistin Clara geb. Wieck. Es ist Museum,

Veranstaltungsort und Forschungsstätte gleichermaßen.

Neben Schumann wirkten einst Max Pechstein,

der Brücke-Künstler Fritz Bleyl (1880-1966),

der namhafte Gelehrte Georgius Agricola und der

Schauspieler Gert Fröbe in der Muldestadt.

Freundlich

Wer in Zwickau studiert, lernt einen Hochschulstandort

mit einer mehr als 100-jährigen Tradition

in der Ingenieurausbildung kennen. Die

Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) ist

wichtiger Partner der Region und der hier ansässigen

Firmen. Forschungs- und Entwicklungsleistun-

Das August Hoch Museum

gen für Unternehmen im In- und Ausland belegen

die hohe Fachkompetenz der Hochschule. Neben

den traditionell stark mit der Automobilindustrie

verbundenen Studiengängen Kraftfahrzeugtechnik,

Maschinenbau, Verkehrssystemtechnik und

Kraftfahrzeugelektronik kann an der WHZ auch

ein Studium in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften,

Angewandte Kunst und Architektur oder

Gesundheits- und Pflegewissenschaften aufgenommen

werden. Studentinnen und Studenten,

die sich für ein Studium in Zwickau entscheiden,

können sich auf zahlreiche Vergünstigungen

freuen. All jene, die an der WHZ studieren, erwerben

mit Einzahlung des Semesterbeitrages gleichzeitig

das Semesterticket mit freier Fahrt auf allen

innerstädtischen Straßenbahn- und Buslinien. Des

Weiteren können Studierende mit Erleichterungen

im Bereich ihrer Freizeitgestaltung rechnen, dazu

zählen unter anderem ein Gutscheinheft im Wert

von mehr als 100 Euro, ermäßigte Eintritte in verschiedenen

kulturellen Einrichtungen, im Jugendstilkleinod

Johannisbad, im Strandbad Planitz oder

in der Schwimmhalle an der Flurstraße.

11


wissen

12

Wichtige Ansprechpartner

an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Hier bekommen Studierende

schnelle und kompetente Hilfe

Du suchst schnelle und unkompizierte Hilfe

während deines Studiums? Dann sind die Professoren

und Mitarbeiter im Dekanat der Fakultät

Prof. Dr. rer. soc. oec. Herbert Strunz

Dekan

Prof. Dr. rer. pol. Gundolf Baier

Prodekan

Prof. Dr.-Ing. Stephan Kassel

Studiendekan für Direktstudiengänge

Professoren im Dekanat

Büro: Haus 6, Zimmer 6208

Tel.: 0375 536 3241

E-Mail: herbert.strunz@fh-zwickau.de

Büro: Haus 5, Zimmer 5216

Tel.: 0375 536 3268

E-Mail: gundolf.baier@fh-zwickau.de

Büro: Haus 3, Zimmer 3211

Tel.: 0375 536 3492

E-Mail: stephan.kassel@fh-zwickau.de

Prof. Dr.-Ing. habil. Christian-Andreas Schumann

Studiendekan für Fernstudiengänge

Büro: Haus 3, Zimmer 3209

Tel.: 0375 536 3103

E-Mail: christian.schumann@fh-zwickau.de

Prof. Dr. oec. Angelika Büchner

Vorsitzende des Prüfungsausschusses

Wirtschaftswissenschaften genau die richtigen Ansprechpartner

für dich! Bei den Professoren empfehlen

wir eine vorherige Terminvereinbarung.

Büro: Haus 5, Zimmer 5315

Tel.: 0375 536 3488

E-Mail: angelika.buechner@fh-zwickau.de


Gabriele Brunner

Haushalt/Finanzen/Beschaffung

Dipl.-Päd. Cornelia Enger

Beauftragte des Dekans für Forschung, internationale

Zusammenarbeit und Hochschulangelegenheiten Büro: Haus 6, Zimmer 6206

Tel.: 0375 536 3497

E-Mail: cornelia.enger@fh-zwickau.de

Romy Glaser

Mitarbeiterin für Aufbaufernstudium

Frank Mehlhorn

Mitarbeiter für Internationales Consulting (Auslandsstudium)

Büro: Haus 5, Zimmer 5221

Tel.: 0375 536 3478

E-Mail: frank.mehlhorn@fh-zwickau.de

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Uwe Schielke

Mitarbeiter Studienorganisation

Dekanatssekretariat

Marion Wendt

Mitarbeiter im Dekanat

Büro: Haus 6, Zimmer 6319

Tel.: 0375 536 3469

E-Mail: gabriele.brunner@fh-zwickau.de

Büro: Haus 6, Zimmer 6204

Tel.: 0375 536 3303

E-Mail: romy.borm-glaser@fh-zwickau.de

Antje Hübner

Mitarbeiterin der Fachgruppe VWL und

des Prüfungsausschusses Büro: Haus 6, Zimmer 6312

Tel.: 0375 536 3496

E-Mail: antje.huebner@fh-zwickau.de

Büro: Haus 6, Zimmer 6201

Tel.: 0375 536 3476

E-Mail: uwe.schielke@fh-zwickau.de

Büro: Haus 6, Zimmer 6207

Tel.: 0375 536 3442

E-Mail: marion.wendt@fh-zwickau.de

13


wissen

14

Soft Skills

Erfolg durch Engagement

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt tummeln sich

eine Menge gut ausgebildeter Hochschulabsolventen.

Doch potentielle Arbeitgeber schauen nicht

nur auf die fachlichen Qualitäten eines Bewerbers,

sondern auch auf sogenannte Soft Skills. Als Absolvent

der Westsächsischen Hochschule bist du

fachlich exzellent gerüstet. Aber der zweite Part

liegt bei dir! Du kannst dir schon im Studium Wettbewerbsvorteile

gegenüber deinen zukünftigen

Konkurrenten verschaffen. Hier findest du nützliche

Tipps, wie du deinem Traumjob ein großes

Stück näher kommst.

Fachübergreifende Kurse

Neben den zu absolvierenden Pflichtmodulen

werden dir eine Vielzahl von Wahlpflichtmodulen

und verschiedene Kurse innerhalb der Fakultät beziehungsweise

der Hochschule angeboten. Das

Angebot reicht vom kostenlosen Erlernen einer

neuen Fremdsprache bis zur Mitarbeit an interessanten

Forschungsprojekten (www.fh-zwickau.de

Die Zwickauer Wirtschafts- und Industriekontakte (ZWIK) sind die größte Praktikanten- und

Absolventenmesse Mitteldeutschlands und werden komplett von Studierenden organisiert.

/Fakultät/Wirtschaftswissenschaften/Zur Fakultät/Forschung).

Nicht zu unterschätzen ist auch

das vielfältige Angebot im Studium Generale, wie

zum Beispiel Bionik – Faszination und Inspiration

aus der Natur.

Studierenden-Initiativen

Ob Fachschaftsrat (FSR), Studentenrat

(StuRa), Hochschulchor, Hochschulsport, Studentenmagazin

(reisszwigge), Studentenclubs oder andere

Projekte – deine helfenden Hände werden

überall benötigt. Besonders Teamfähigkeit, Sozialund

Führungskompetenzen sowie Konfliktfähigkeit

und Zeitmanagement kannst du hier erlernen oder

auch ausbauen.

Die Studentenclubs 013 (www.null13.de), Tivoli

(www.tivoli-zwickau.de) und Collage

(www.club-collage.de) suchen immer neue engagierte

Mitglieder. Ob hinter der Theke oder bei der

Partyplanung, die Palette an Aufgaben ist vielfältig

und bunt.


Das Studentenmagazin reisszwigge ist eben-

falls immer an kreativem und ideenreichem Journalistennachwuchs

interessiert.

Unsere Hochschule ist im bundesdeutschen

Hochschulsportvergleich eine der Besten. Um die

verschiedenen Sportarten anbieten zu können,

werden regelmäßig neue Übungsleiter gesucht.

Ansprechpartner innerhalb der Hochschule sind

das Hochschulsportzentrum (Ruf 1355) und der jeweilige

Sportreferent des Studentenrates.

Für Goldkehlchen und Schreihälse gibt es die

Möglichkeit, im Hochschulchor (http://www.uweluedke.de/hochschulchor/)

mitzuwirken.

Natürlich gibt es auch an der Hochschule einen

Studentenrat (www.stura-zwickau.de), der auch

immer aktive und begeisterte Studierende sucht.

Aber vielleicht schaust du erst einmal bei deinem

Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften (im Internet

unter www.fsr-wiwi.com) vorbei.

Außerhalb der Hochschule

Positiv fallen im Lebenslauf soziales Engagement

und Mitarbeit in Vereinen und Non-Profit-

Organisationen auf. Betreuung und Unterstützung

bedürftiger Menschen (www.gemeinsamzieleerreichen.de),

TrainerIn im Sportverein oder Mitarbeit

in der freiwilligen Feuerwehr – die Möglichkeiten in

und um Zwickau sind zahlreich.

Auslandsaufenthalt

Wer Lust und die Möglichkeit hat, sollte auch

ein Auslandssemester oder -praktikum in Betracht

Freut sich immer auf neue Mitglieder: der Hochschulchor.

ziehen. Neben den Sprachkenntnissen wird hier vor

allem deine Selbstständigkeit unter Beweis gestellt.

Informationsmaterial und Hinweise dazu gibt es in

der Fakultät Wirtschaftswissenschaften, Frank

Mehlhorn (frank.mehlhorn@fh-zwickau.de), und

im Praktikantenamt bei Uwe Schielke

(uwe.schielke@fh-zwickau.de). Vielleicht schaust

du auch dazu einmal auf die Seite 20.

PraktikantIn und WerksstudentIn

Neben der Fülle an theoretischem Wissen verlangt

fast jeder Arbeitgeber, dass der Absolvent

Praxisluft geschnuppert hat. Deshalb nutze die Semesterpausen

neben den wohlverdienten Ferien

auch für freiwillige Praktika. So kannst du Kontakte

knüpfen, die sich bei der Bachelor Thesis oder der

Diplomarbeit bewähren und bei der Jobsuche positiv

zu Buche schlagen.

Einige Unternehmen bieten Studierenden auch

die Möglichkeit, als WerksstudentIn tätig zu werden.

Diese Jobs sind längerfristige, bezahlte und

begehrte Beschäftigungen, die neben dem Studium

oder auch in den Semesterferien ablaufen

können. Dabei hast du als WerksstudentIn von Anfang

an einen Stein bei deinem zukünftigen Arbeitgeber

im Brett.

Praktikumsangebote findest du unter www.fsrwiwi.com

oder über die Internetseite der Hochschule

unter www.fh-zwickau.de /Studium/Von

und Für Studenten/Job-Praktikum-Kontakte.

15


studieren

16

Das Institut für

Betriebswirtschaft

Lehre und Forschung zu den

Kernbereichen der Betriebswirtschaft

Das Institut für Be-

triebswirtschaft (IfB)

wurde 2007 mit den

Zielen gegründet, eine

fachgruppenübergreifende

Lehre und Weiterbildung voranzutreiben,

vorhandene Forschungskapazitäten besser auszunutzen

und zu stärken sowie den Transfer von Forschungsergebnissen

in die Unternehmenspraxis zu

intensivieren.

Dem Institut gehören derzeit 14 Professorinnen

und Professoren sowie acht Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter an. Die vertretenen Fachgebiete

sind Logistik, Material- und Produktionswirtschaft,

Personalwirtschaft und Organisation, Marketing,

Betriebliches Finanzmanagement, Betriebliche

Steuerlehre, Wirtschafts-, Privat- und Arbeitsrecht,

Betriebliches Rechnungswesen, Controlling und

Wirtschaftssprachen. Für den Beirat des Instituts

konnten namhafte Praktiker und Wissenschaftler

gewonnen werden. In den wesentlichen Aufga-

benfeldern von Lehre, Forschung und Weiterbildung

werden vom Institut folgende Schwerpunkte

gesetzt:

• Lehre: Das IfB ist wissenschaftlicher Träger

des Masterstudienganges „M.A. Betriebswirtschaft

– Controlling & Logistik“. Es unterstützt aber

selbstverständlich auch die Aufgaben in Lehre, Forschung

und Weiterbildung in den oben genannten

Fachgebieten für die modularisierten Diplom- und

Bachelor-Studiengänge der Fakultät.

• Forschung: Das IfB bietet Unternehmen Forschungstransferangebote

in unterschiedlichen Varianten

wie Forschungskooperationen mit

gemeinsamer Konzeptentwicklung, Strategie- und

Unternehmensberatungen zu ausgewählten Problemen

an. Natürlich bietet das IfB auch eine Plattform

für studentische Forschungsleistungen und

deren Transfer in die Unternehmenspraxis.

Als Angebot zur Förderung der Diskussion zu

aktuellen betriebswirtschaftlichen Problemen

wurde die Veranstaltungsreihe IfB-Aktuell ins

Leben gerufen. Jährlich werden fachbezogene Kolloquien

oder Workshops an der Westsächsischen

Hochschule Zwickau – auch mit internationaler Beteiligung

– durchgeführt. Nach der Institutsgründung

wurden bereits drei Konferenzen realisiert.

Ebenfalls jährlich erscheint eine Schriftenreihe des

Instituts in Buchform. Band 1 erschien 2008; der

zweite Band ist 2010 erschienen.

www.ifb-zwickau.de


Das Institut für

Management und Information

Wechselwirkungen zwischen

Management und Information als Forschungsgegenstand

Das Institut für Management und Information

(IMI) dient der Fokussierung und Weiterentwicklung

der Lehr-, Weiterbildungs- und Forschungskapazitäten

der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

der Westsächsischen Hochschule Zwickau

in den Bereichen Management und Informationsverarbeitung.

Dabei stehen die Ausgestaltung der

Masterstudiengänge „Management & Systems Intelligence“

und „International Business“ im Vordergrund.

Einen zusätzlichen Schwerpunkt bildet

die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen

Hochschule und Wirtschaft bei der Gestaltung des

Managements und Konzeption und Einsatz von Information

und Informationssystemen in Unternehmen,

um dadurch eine hohe Ausbildungsqualität

nachhaltig zu garantieren.

Das Institut trägt den Namen „Institut für Management

und Information“. Daraus werden wesentliche,

die Unternehmensrealität prägende Aufgabengebiete

ersichtlich, die aus dem Zusammenspiel

der beiden Namensbestandteile resultieren. So

entstehen durch die Entscheidungen des Managements

Zielsysteme, die durch die Geschäftsprozesse

des Unternehmens umgesetzt werden. Diese

Umsetzung lässt sich qualitativ und quantitativ nur

durch unterstützende Managementprozesse und

adaptierte Informationssysteme realisieren. Somit

determinieren die Managemententscheidungen die

Prozesse und die eingesetzten Systeme. Allerdings

existiert auch eine Beeinflussung der Managemententscheidungen

und der Zielsetzung der Unternehmen

durch die existierenden Informationssysteme.

Es lassen sich nur solche Ziele schnell

und kostengünstig umsetzen, die zur bisherigen Informationssysteminfrastruktur

kompatibel sind.

Damit determinieren die (zum Teil sehr kostenintensiven)

Informationssysteme wiederum die Entscheidungen

des Managements. Diese Wechselwirkung

ist expliziter Forschungsgegenstand des

Instituts.

Die Kernkompetenzen des Instituts lehnen sich

eng an die Profillinien der Mitglieder des Instituts

an. Weiterhin wird die Effektivität des Institutes

durch die Einbeziehung weiterer wissenschaftlich

anerkannter Kapazitäten auf den Kompetenzfeldern

des Instituts als Beirat erhöht. Für diese Positionen

konnten Professoren anderer wissenschaftlicher

Einrichtungen gewonnen werden.

Gleichzeitig werden dadurch überregionale Netzwerke

intensiviert.

Die Kernkompetenzen des Instituts liegen in den

Gegenstandsbereichen:

• Management,

• der Managementprozess innerhalb der

Unternehmen,

• Standardisierung und Standardisierbarkeit

von Managementansätzen,

• Einsatz und Einsetzbarkeit von Informationssystemen,

• Auswahlkriterien für Systeme und

• die Anpassung vorkonfektionierter

Anwendungssysteme an die jeweils

aktuellen Herausforderungen für

Unternehmen.

Sie stellen die zentralen Themen der anwendungsbezogenen

Forschung und Lehre des Instituts

dar. Durch den ganzheitlichen Ansatz der

gegenseitigen Befruchtung von Hochschule und

Praxis ergibt sich eine Partnerschaft, die einmalige

Potentiale für beide Parteien eröffnet.

17


studieren

18

Mein Auslandssemester in Borås –

der zweitgrößten Gemeinde in Westschweden

von Sarah Gieseke

Da ich mich sehr spontan und spät für die

Högskolan i Borås in Westschweden entschieden

hatte, waren die Vorbereitungen hinsichtlich Kursauswahl

und -anerkennung, Wohnheimreservierung

und Flugbuchung extrem stressig, obwohl

ich von der Westsächsischen Hochschule Zwikkau

alle erdenkliche Unterstützung bekam. Im

November 2009 begann ich die organisatorischen

Probleme abzuarbeiten und verschiedene

Personen zu kontaktieren. Da die Schweden sehr

praktisch orientiert sind und ich somit auch keinerlei

Bürokratie zu spüren bekam, konnte ich voll und

ganz auf die Unterstützung der schwedischen

Hochschule bauen.

Mit der Fremdsprache hatte ich nach der Ankunft

am 20. Februar keinerlei Probleme, da jeder

Schwede sehr gutes Englisch spricht. Dennoch habe

ich einen Schwedischkurs besucht. Obwohl ich vier

Wochen verspätet in das schwedische Semester

startete, weil ich die Prüfungen an der Zwickauer

Hochschule nicht verpassen wollte, habe ich den

Schwedischkurs problemlos bestanden, da diese

Sprache der deutschen ziemlich ähnelt.

Borås ist eine kleine, gemütliche Stadt an der

Westküste Schwedens, die alles bietet, was man

zum Studieren, Shoppen und einfach zum Leben

braucht.

Die Högskolan i Borås ist extrem modern ausgestattet:

von der Bibliothek, in der man die Regale

elektronisch verschieben kann, bis zur Gestaltung

der Vorlesungsräume, die sich in einem Top-Zustand

befinden. Sobald man ein Problem (beispielsweise

bei einem Kurswechsel) hat, ist sofort ein

Ansprechpartner bereit, zu helfen, sofort und ohne

Umschweife.

Für uns Deutsche,

die wir an lange Wartezeiten gewöhnt sind,

ist das sehr erstaunlich, aber auch wohltuend. Von

Bürokratie und langen Bearbeitungswegen ist in

Schweden wirklich keine Spur.

Ich bewohnte in Borås ein kleines, aber gemütliches

Zimmer im Studentenwohnheim. Leider

hatte ich anfangs kaum Zeit, mein neues Domizil in

Augenschein zu nehmen, da ich gleich in der ersten

Woche vor dem gesamten Kurs eine Präsentation

halten durfte. Durch all den Stress kam ich natürlich

auch kaum dazu, Heimweh zu verspüren.

Schwimmen lernt man eben doch am besten,

wenn man ins kalte Wasser geworfen wird!

Mein viermonatiger Schwedenaufenthalt bis

Mitte Juni war eine riesige Bereicherung für mich.

Ich konnte jede Menge Erfahrungen sammeln und

mein Englisch ist nun fast perfekt. Ich habe so viele

nette Menschen, darunter sind neben Schweden

auch Holländer, Finnen, Franzosen, Indonesier,

Chinesen, sowie Schweizer, Österreicher und Deutsche,

kennengelernt, dass ich nicht so recht weiß,

welche Sprache ich nun zuerst lernen soll. Ich bin

mir sicher, dass ich dieses wahnsinnig faszinierende

Land in Zukunft wieder besuchen werde. Danke

Schweden!


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20

Die Partnerhochschulen

deiner Fakultät

Auslandssemester –

wichtiger Baustein für die Karriere

Wer ein Auslandssemester absolvieren will,

dem wird es an der Fakulät nicht schwer gemacht.

Mit knapp 20 Partnerhochschulen in ganz Europa

haben die Studierenden die Qual der Wahl. Möglich

wird dies durch das ERASMUS-Programm, bei

dem Studierende ein Mobilitätsstipendium und

eine Studiengebührenbefreiung erhalten, was ein

wesentlicher Vorteil ist. Der Unterricht findet in der

Regel in der Landssprache statt. In einigen Partnerhochschulen

wird der Unterricht für Gaststudenten

auch auf Englisch gehalten.

Für den Kontakt zu den Partnerhochschulen ist

an der Fakultät Frank Mehlhorn zuständig. Seine

Aufgabe ist es Studierende, die für ein Semester

oder länger ins Ausland wollen, zu vermitteln. Des

Weiteren ist er verantwortlich für die organisatorische

Abwicklung eines Auslandaufenthalts sowie

dessen Vor- und Nachbereitung. Wer sich also für

ein Auslandssemester interessiert, sollte unbedingt

bei Frank Mehlhorn vorbeischauen und sich nützliche

Tipps und Hinweise geben lassen oder im

Schaukasten „Auslandssemester“ im Erdgeschoss

Haus 6, gleich gegenüber dem Fachschaftsbüro,

nach Angeboten schauen.

Die Partnerhochschulen auf einen Blick

Bulgarien

Burgas Free University (www.bfu.bg)

Finnland

Kajaani University of Applied Sciences

(www.kajak.fi)

Universität Oulu

(www.oulu.fi)

Frankreich

Université Claude Bernard Lyon

(www.univ-lyon1.fr)

Université de Bretagne-Sud

(www.univ-ubs.fr)

Irland

Institute of Technology Sligo

(www.itsligo.ie)

Italien

Università degli Studi di Perugia

(www.unipg.it)

Niederlande

Noordelijke Hogeschool Leeuwarden

(www.nhl.nl)

Norwegen

Hogskolen i Olso

(www.hio.no)

Portugal

Instituto Politécnico de Leiria

(www.ipleiria.pt)


Russland

St. Petersburg Uni. of Technology and Design

(www.sutd.ru)

Schweden

University of Borås

(www.hb.se)

Slowakei

Alexander-Dubček-Universität Trenčín

(www.tnuni.sk)

Spanien

Universitat de València

(www.uv.es)

Universidad de Alcalá

(www.uah.es)

Tschechische Republik

Skoda Auto a.s. Vysoká skola Mladá Boleslav

(www.savs.cz)

Technical University of Liberec

(www.tul.cz/en/)

Ukraine

University of L´viv

(www.lnu.edu.ua)

Donetsk National University

(www.donnu.edu.ua)

Ungarn

Széchenyi Istvan University Györ

(http://info.sze.hu)

21


studieren

22

Die Studiengänge

an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Bachelor-, Diplom- und Masterprogramme

rund um die Wirtschaft

Innerhalb des Bologna-Prozesses wurden die

Studiengänge unserer Fakultät gründlich überarbeitet.

Das hat zur Entstehung einer ganzen Reihe

neuer Studiengänge sowie zur Modularisierung bereits

bekannter Studiengänge geführt. Diese sollen

Ihnen im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Im Rahmen des Direktstudiums bieten wir zwei

sechssemestrige Bachelorprogramme (für Betriebs-

wirtschaft sowie für Management öffentlicher Aufgaben)

sowie ein achtsemestriges modularisiertes

Diplomstudium Wirtschaftsingenieurwesen an.

Diese drei Programme decken unterschiedliche betriebswirtschaftliche

Profile ab und ermöglichen es

Ihnen, Schwerpunkte zu setzen, die Sie als Absolvent

unverwechselbar und für Praxisunternehmen

attraktiv werden lassen. Verstärkt wird diese

Schwerpunktsetzung durch die Wahl von Fachprofilen

ab dem vierten Semester. Aufbauend auf

diese Angebote können Sie in die zweijährigen

Masterprogramme Betriebswirtschaft – Controlling

& Logistik sowie Management & Systems Intelligence

einsteigen. Diese ermöglichen es Ihnen, spezielle

Aspekte der Betriebswirtschaft zu vertiefen

und sich dadurch für höhere Managementaufgaben

zu qualifizieren. Oder sie eröffnen Ihnen den

Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere. Alle Bachelor-

und Masterstudienprogramme sind akkreditiert,

das heißt international anerkannt.

Von den meisten Studierenden eher unbemerkt,

weil vorwiegend am Wochenende beziehungsweise

in der vorlesungsfreien Zeit stattfindend,

gibt es neben diesem Direktstudienprogramm

ein berufsbegleitendes Fernstudium, das

ebenfalls eine ganze Reihe von Studiengängen umfasst.

So gibt es ein berufsbegleitendes Bachelorstudium

für Betriebswirtschaft, das als Pilotprogramm

zwischen der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie

(VWA) München und der Westsächsischen

Hochschule Zwickau einmalig in

Deutschland ist. Daneben gibt es zwei Diplom-

Aufbaufernstudiengänge zum Wirtschaftsingenieur

oder zum Wirtschaftsinformatiker und ein

MBA-Programm International Business.


Natürlich führt die Fülle dieser Programme

dazu, dass viele Veranstaltungen in verschiedenen

Studiengängen angeboten werden und dass die

Organisation des Studienbetriebs Restriktionen

hat, die sich nicht nur an Ihren individuellen Studienwünschen

orientieren können. Trotzdem war es

bisher immer möglich, jedem engagierten Studenten

auch individuelle Möglichkeiten anzubieten,

die auf persönliche Gegebenheiten eingehen. Ich

helfe Ihnen dabei, solche Wege zu finden.

Denken Sie aber bitte daran, dass die Wahlfreiheit

immer auch eine Verpflichtung für Sie darstellt,

sich gerade in Ihren Wunschfächern

besonders engagiert zu zeigen und sich aus der

Masse Ihrer Kommilitonen positiv herauszuheben.

Insbesondere in den Fachprofilen kommt es leider

aufgrund der begrenzten Kapazitäten immer wieder

vor, dass Studierende ohne nachgewiesene Begabung

enttäuscht sind, weil sie einen begehrten

Platz nicht bekommen haben. Sie sollten insbeson-

dere bei stark nachgefragten Fachprofilen bereits in

den Modulen der ersten drei Semester gute Leistungen

zeigen.

Lesen Sie Ihre Studien- und Prüfungsordnungen,

schauen Sie insbesondere auch in die Fächerauflistung

im Anhang und informieren Sie sich

anhand der Modulbeschreibungen, welche Fächer

für Sie besonders wichtig sind. Dann klappt es auch

mit Ihrem Wunschprofil (und allgemein mit dem

Studium).

Prof. Dr. Stephan Kassel, Studiendekan der Fakultät

Wirtschaftswissenschaften an der Westsächsischen

Hochschule Zwickau

23


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24

Das Fachprofil

Rechnungswesen

Fachwissen und Ausbildung von

Schlüsselqualifikationen

Im Fachprofil Betriebliches Rechnungswesen

bearbeiten die Studierenden eigenständig eine

Vielzahl von Aufgabenstellungen im Rechnungswesen

beziehungswese im Controlling der Unternehmung,

um im Späteren nach einer Einarbeitungsphase

die entsprechenden Funktionseinheiten,

insbesondere in KMU zu leiten. Entsprechend

decken die angebotenen Module die gesamte

Breite des Rechnungswesens und Controllings ab.

Zum Externen Rechnungswesen werden zwei

Module angeboten, mit welchen die Kenntnisse

zum Jahresabschluss vertieft und in die Inhalte

und Abläufe der Bilanzanalyse, der Sonderbilanzen

und Steuerbilanzen eingeführt werden. Gleichermaßen

werden Kenntnisse zur internationalen

Bilanzierung und zur Konzernrechnungslegung

vermittelt.

Das Interne Rechnungswesen umfasst im Besonderen

das Controlling mittels praxisnaher

Übungen und Projektarbeiten. Hierbei werden sowohl

die Kenntnisse aus der Kosten- und Leistungsrechnung

als auch der Finanzrechnung

vertieft. Die Veranstaltung zu den internen Kontrollprozessen

und zur Internen Revision beinhalten

die spezifische Kontroll- und Überwachungsfunktion

des Rechnungswesens.

Mit dem Fachwissen einher geht das Training

von Schlüsselqualifikationen, wie Kommunikationsfähigkeit,

Kreativität, Eigenständigkeit, Zielstrebigkeit

sowie die Fähigkeit zu Organisation,

Analyse, Planung und Kontrolle. Insbesondere im

Rahmen der Projektarbeiten und Übungen werden

Computerfertigkeiten gefestigt und Teamarbeit

praktiziert.

Professoren und Mitarbeiter der Fachgruppe Rechnungswesen und Finanzierung (erste Reihe von links

nach rechts): Marianne Vogel (studentische Hilfskraft), Dipl.-Kffr. (FH) Jacqueline Sommer, Prof. Dr. Gabriele

Günther, Dipl.-Ing. oec. Henriette Krahmer, Dipl.-Kffr. (FH) Christina Militzer (Saxeed); zweite

Reihe von links nach rechts: Prof. Dr. Günter Janke, Dipl.-Kfm. Marc Seidenberg (Lehrbeauftragter), Prof.

Dr. Bernd Zirkler, Prof. Dr. Romy Mietke, Prof. Dr. Ronny Kunz, Prof. Dr. Horst Muschol.


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26

Rechnungswesen und Controlling als

Kerndisziplinen der Betriebswirtschaftslehre

von Prof. Dr. Bernd Zirkler

Die Betriebswirt-

schaftslehre hat sich

sehr maßgeblich aus

dem betrieblichen

Rechnungswesen heraus

entwickelt. Dies

verwundert nicht, denn

fundierte Kenntnisse

über die Liquidität und

Rentabilität sind unabdingbareVoraussetzungen

für eine erfolgreiche Unternehmensführung.

Wenn betriebliche Prozesse auf Basis entsprechender

Zahlen des Rechnungswesens geplant, gesteuert

und kontrolliert werden, spricht man heute von

Controlling. Neben dieser Ausrichtung auf die interne

Unternehmensführung dient das Rechnungswesen

jedoch auch der externen Informationsversorgung

aller Bilanzadressaten, wie etwa der

Aktionäre und der Gläubiger eines Unternehmens.

Im Studium des Fachprofils Rechnungswesen werden

daher neben den Controlling-Konzepten auch

Kenntnisse darüber vermittelt, wie Geschäftsberichte

zielgerichtet gestaltet und analysiert werden

können.

Vor diesem Hintergrund habe ich meine nachfolgend

aufgelisteten Schwerpunkte in Forschung

und Lehre breit auf alle relevanten Steuerungsund

Berichtsgrößen ausgerichtet:

• Kostencontrolling, Erlös- und Ergebniscontrolling,

rentabilitäts- und wertorientiertes

Controlling, Finanzcontrolling sowie

• Bilanzlehre, Internationale Rechnungslegung,

Bilanzpolitik und Bilanzanalyse.

In meinen Vorlesungen biete ich eine praxisbezogene

und theoriegeleitete Ausbildung. Zur

Praxisorientierung gehören bei mir insbesondere

integrierte Praktikervorträge, die als Plattform für

die Vermittlung von Praktika und die Erleichterung

des späteren Berufseinstiegs genutzt werden können.

Allerdings lebe ich auch das Prinzip „nichts ist

praktischer als eine gute Theorie“ und biete den

Studierenden in diesem Sinne ein echtes Hochschulstudium

des akademischen Methodenvorrats

im Bereich Rechnungswesen und Controlling an.

Vom Bachelor zum Master

Betriebswirtschaft – Controlling

von Prof. Dr. Horst Muschol

Praxisorientiertes

Fakten- und Methodenwissen

einhergehend

mit Entscheidungsorientierung

sowie Analyseund

Kontrollkompetenz

prägen den Bachelor-

Absolventen ebenso wie

Kommunikationsfähigkeit,

Teamfähigkeit und

Kreativität.

Im Masterstudiengang (Betriebswirtschaft –

Controlling) wird die betriebswirtschaftliche Wissensbasis

generalisiert und die oben genannten Fähigkeiten

und Fertigkeiten werden insbesondere

zur Gestaltungskompetenz komplexer betrieblicher

Sachverhalte entwickelt.


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Studentenwerk Chemnitz-Zwickau

Innere Schneeberger Straße 23

08056 Zwickau

Tel.: 0375 2710-0

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28

Das Fachprofil

Finanzmanagement

Studenten erwerben

anwendungsbereites Wissen

Mit der erfolgreichen Absolvierung des Fach-

profils Finanzmanagement erwerben die Studenten

inhaltliche und methodische Kompetenzen zur

Analyse, Planung, Bewertung und Kontrolle finanzwirtschaftlicher

Prozesse im Unternehmen.

Die Module Finanzplanung I und II fördern die Fähigkeiten

der Studenten zur Problemerkenntnis

und -lösung, zu Fragen des finanziellen Gleichgewichts,

der Liquidität, der Verschuldung sowie der

Kapitalbedarfsermittlung im Unternehmen. Methoden

zur Ermittlung des Kapitalbedarfs werden

sicher beherrscht.

Die Studenten erwerben anwendungsbereites

Wissen zu unterschiedlichen Finanzierungsformen.

Sie werden zur sicheren Anwendung von Instrumenten

der Finanzanalyse, -planung und -kontrolle

befähigt. Im Modul Unternehmensbewertung

und Rating werden neben inhaltlichen

und methodischen Kompetenzen zur Bewertung

des Unternehmens und der Kreditwürdigkeit insbesondere

auch Fähigkeiten zum Erkennen strategischer

Chancen zur Beeinflussung von Bewertungs-

und Ratingergebnissen entwickelt.

Durch Projektarbeit wird in diesem sowie im Modul

„Spezielle Themen des Finanzmanagements“ die

Teamarbeit, die Kreativität, Zielstrebigkeit und

Selbstorganisation der Studenten gefördert.

„Erstens kommt es anders und

zweitens als man denkt.”

Absolvent René Groh meint: Während meines

Hauptstudiums wählte ich die Schwerpunkte

Rechnungswesen und Betriebliches

Finanzmanagement. Das vermittelte Wissen in

beiden Schwerpunkten ist auch im Berufsleben

sehr wichtig, doch Theorie und Praxis liegen des

Öfteren weit auseinander. Es ist nämlich nicht

das Wissen alleine, was einem im späteren Berufsleben

hilfreich und wichtig zur Seite steht,

sondern eher die Methodik und Logik, mit welcher

man Aufgaben und Herausforderungen

lösen kann. An einem Arbeitstag hat man ständig

Entscheidungen zu treffen und in verantwortungsvoller

Position auch strategisch zu

denken und motivierend zu lenken. Vor allem

strategisches Denken und ein motivierender

Führungsstil sind aus meiner Sicht der Schüssel

für beruflichen Erfolg.

Das Ziel vieler Studenten, damals war es

auch mein eigenes, ist eine Karriere in einem renommierten

Unternehmen oder Konzern.

Durch meine Diplomarbeit zum Thema Unternehmensnachfolge

bin ich zu einem mittelständischen

Unternehmen – einer Genossenschaft –

gekommen. Nach fast vierjähriger Tätigkeit sind

die kreativen Grenzen und Verwirklichungsmöglichkeiten

in diesem Unternehmen unendlich.

Als Leiter der Abteilung Marketing und

Projektmanagement hat sich für mich ein völlig

neues Aufgabenfeld erschlossen und obwohl

die beiden Studienschwerpunkte aus heutiger

Sicht Marketing und Personalmanagement heißen

müssten … aber erstens kommt es anders

und zweitens als man denkt.


©2009 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen,

die KPMG International, einer Genossenschaft schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten.

Wieso sagt man eigentlich „Erst die

Arbeit, dann das Vergnügen“?

Heute Pilot/-in, morgen Fußballmanager/-in und übermorgen

Umweltschützer/-in. Bei KPMG werden Sie mit

einer Vielzahl von Firmen und Branchen zu tun haben.

Diese Vielfältigkeit ist auch in unserer Branche einzigartig

und sorgt dafür, dass Sie bei uns den bestmöglichen

Überblick über die Wirtschaft in all ihren Facetten bekommen.

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so gern bei uns arbeitet. Und Sie vielleicht bald auch.

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30

Das Fachprofil

Human Resource Management

Fragestellungen des Personalmanagement und

der Personalarbeit systematisch betrachtet

Innerhalb des Fachprofils „Human Resource

sche betriebliche Arbeit im Feld des Human Re-

Management“ (HRM) werden praktische Problemsource Managements ist eine multidisziplinäre Herfelder

und Fragestellungen der betrieblichen Perangehensweise deshalb unerlässlich.

sonalarbeit systematisch bearbeitet. Im Mittelpunkt In fünf verschiedenen Lernmodulen werden

stehen beispielsweise Fragen der zeitgemäßen Ge- die Inhalte nach den oben genannten Schwerstaltung

von Personalwerbung und -auswahl, der punktfeldern gegliedert angeboten. Dabei wer-

Integration und Entwicklung neuer Mitarbeiter in den unterschiedliche Lehr- und Lernformen

Unternehmen sowie Fragen der Entgelt- und Ar- eingesetzt, wie zum Beispiel Fallstudienbearbeibeitszeitgestaltung.

Ergänzt werden diese Gestaltung, Gruppendiskussionen, Projektarbeit, Vorletungsfelder

durch moderne Konzepte der sung, Seminararbeiten und Präsentationen.

Personalarbeit, wie zum Beispiel Work-Life- Ergänzt werden diese Lehrformen durch Vorträge

Balance, Balanced Scorecard und Möglichkeiten von Praktikern zu aktuellen Themen der Personal-

der Unterstützung der Personalarbeit durch neue arbeit, Exkursionen in Unternehmen und Work-

Medien und das Internet.

shops. Die aktive und selbstständige Kom-

Für die adäquate Bearbeitung solcher und weipetenzentwicklung der Teilnehmer wird erwartet

terer Fragen werden während des Studiums Kompetenzen

für die Lö-

und ausdrücklich gefördert.

sung von personalwirtschaftlichenProblemen

in der betrieblichen

Praxis aufgebaut

und exemplarisch vertieft.

Gestützt wird sich

dabei auf wissenschaftliche

Konzeptionen und

empirische Verfahren.

Da es sich um komplexe

Sachverhalte handelt,

sind verschiedene

disziplinäre Perspektiven

zu berücksichtigen,

zum Beispiel die ökonomische,

die soziologi- Professoren und Mitarbeiter der Fachgruppe Personalmanagement und Persosche

und die jurinalarbeit: Prof. Dr. Angela Walter, der studentische Mitarbeiter Stefan Jenssen,

stische. Für die prakti- Frank Mehlhorn sowie Prof. Dr. Guido Tolksdorf (von links nach rechts).


Anforderungen an die

Personalarbeit sind enorm gestiegen

von Prof. Dr. Angela Walter und

Prof. Dr. Guido Tolksdorf

Einige Studierende werden sich fragen, ob das

Fachprofil „Human Resource Management“ im

Rahmen der Bachelor-Studiengänge der Fakultät

Wirtschaftswissenschaften für die Berufsvorbereitung

sinnvoll ist. Unsere Antwort lautet eindeutig:

ja.

Anders als zu Zeiten des Fordismus/Taylorismus,

als Arbeitskräfte für die Herstellung von Gütern

in Massenfertigung noch als relativ

homogene und unspezifisch qualifizierte Ressource

behandelt wurden, sind die Anforderungen

im Umgang mit Personal in modernen Organisationen

ernorm gestiegen. Unter Wettbewerbsbedingungen

müssen beispielsweise Fach- und

Führungskräfte für spezielle Geschäftsfelder gewonnen,

integriert, entwickelt und geführt werden.

Wie kann das erfolgreich bewerkstelligt und

ökonomisch vertretbar gestaltet werden? Um

diese Fragen nach dem Studium in der betrieblichen

Praxis zielgerichtet beantworten zu können,

werden im Fachprofil die dafür erforderlichen

Kompetenzen auf der Basis professioneller Standards

bei Studierenden entwickelt. Falls man fragt,

ob dieses Fachprofil für alle Studierenden in gleicher

Weise relevant ist, kann man mit einem eindeutigen

„Jein“ antworten, denn pragmatisch

betrachtet sehen wir vor allem zwei Zielgruppen:

1. Studierende, die spezifische Qualifikationen für

den Bereich HRM entwickeln und nach dem Studium

in die betriebliche Personalarbeit einsteigen

wollen und

2. Studierende, die eine Leitungsaufgabe in verschiedenen

Unternehmensbereichen anstreben

und dort dann mit Personalfragen neben anderen

Sachfragen konfrontiert werden.

„Problemlose Verknüpfung

von Theorie und Praxis”

Absolventin Ingrid Naumann (geb. Meier)

meint: Innerhalb meines BWL-Studiums an der

Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ)

lagen meine Vertiefungsschwerpunkte in den Bereichen

Personal/Unternehmensführung sowie

Marketing. Im Studium nutzte ich die Möglichkeit,

ein Auslandssemester an der Partnerschule

in Oslo zu absolvieren, was mich persönlich sehr

bereichert hat und ich jedem Studenten sehr ans

Herz legen kann. Mein damaliges Praxissemester

war eine besonders spannende Zeit, da ich im

Bereich Mobilitätskonzepte und Ideenmanagement

bei Mercedes Benz erstmals projektorientiert

mitwirken durfte. Schon während des

Studiums konnte ich nebenbei als freier Mitarbeiter

bei meinem heutigen Arbeitgeber, der

KOMSA AG, wertvolles Praxiswissen durch aktive

und verantwortungsvolle Mitarbeit im Tagesund

Projektgeschäft im Bereich Einkauf sammeln.

Als Absolvent stieg ich dann als Trainee ins Unternehmen

ein. Anschließend war ich mehrere Jahre

als Leiterin des Bereichs Marketing tätig und danach

führte mich mein Entwicklungsweg weiter

zu Human Resources (Personalabteilung). Hier

verantworte ich heute das Ausbildungswesen

und zudem äußerst spannende und herausfordernde

Aufgaben und Projekte im Bereich der

Rekrutierung, Mitarbeiterbetreuung und – entwicklung.

Rückblickend war meine Ausbildung

an der WHZ und der konstante Bezug zur Praxis

eine ganz wichtige Basis auf dem Weg zu meiner

heutigen Verantwortung.

31


studieren

32

Das Fachprofil

Marketing

Erfahren, was die Marke im

Innersten zusammenhält

Durch das Fachprofil Marketing entwickeln die

wandt. Die eigenständige Auseinandersetzung und

Studenten aufbauend auf der Grundlagenveran- Bearbeitung praxisrelevanter und wissenschaftlistaltung

ein vertieftes Marketingverständnis, das cher Marketingfragestellungen wird im Besonderen

sie zur Planung und Durchführung von Marketing- im Marketing-Seminar geübt. Darüber hinaus wer-

Programmen in Unternehmen und sonstigen marden die Fragen langfristiger Marketing-Strategien

ketingtreibenden Organisationen befähigt. Vor- systematisch erörtert und die damit die Voraussetaussetzung

dazu ist es zunächst einen breiten zung zur Entwicklung von Marketing-Konzeptio-

Überblick über Begriffe, Konzepte und Methoden nen geschaffen.

des Marketings zu erhalten und die Diskussion mit Die Absolventen des Fachprofils Marketing

Fachvertretern zu wissenschaftlichen und prakti- sind nach Abschluss ihres Studiums befähigt, eine

schen Marketingfragestellungen zu ermöglichen. breite Palette marketingbezogener Berufsfelder er-

Ein wichtiger Ausgangspunkt stellt die Auseinfolgreich auszufüllen. Hierzu gehören unmittelbar

andersetzung mit den verhaltens- und informati- Marketingabteilungen von Unternehmen. Beispielonsbezogenen

Grundlagen des Faches dar. Die haft genannt werden können Produktmanage-

Instrumente des Marketings bauen darauf auf. Auf mentaufgaben, Vertriebsaufgaben und Aufgaben

Grundlage geeigneter verhaltenswissenschaftlicher der Kommunikation. Weiterhin sind der Bereich

Modellvorstellungen sowie auf Basis der mittels Marktforschung sowohl in produzierenden Unter-

Marktforschung gewonnenen Informationen müsnehmen als auch im Bereich der institutionellen

sen die Instrumente des Marketings geplant, um- Marktforschung sowie Agenturen und Medien als

gesetzt und kontrolliert werden. Grundlage hierfür

ist eine fachliche Aus-

Aufgaben- und Betätigungsfeld zu nennen.

einandersetzung mit

der Marketing-Politik in

den Feldern ProduktundKontrahierungspolitik

einerseits sowie

Kommunikations- und

Distributionspolitik andererseits.

Das branchenübergreifenddargestellte

und vermittelte

Marketing-Know-

How wird im Be- Professoren und Mitarbeiterin der Fachgruppe Marketing: Prof. Dr. Andri Masonderen

durch Fallstuhefa, Prof. Dr. Angelika Büchner, Dipl.-Ing. oec. Regine Fuchs sowie Prof. Dr.

dien vertieft und ange- Gundolf Baier (von links nach rechts).


Fragen stellen

und beantworten

von Prof. Dr. Gundolf Baier

Jean-Jacques Rous-

seau hat gesagt: „Man

muss viel gelernt

haben, um über das,

was man nicht weiß,

fragen zu können.“ Mit

dem Fachprofil Marketing

werden Sie nicht

nur in die Lage versetzt,

viele Fragen zu stellen,

sondern auch viele zu

beantworten. Unsere Absolventen tun dies erfolgreich

in Agenturen, Unternehmensberatungen und

Marktforschungsunternehmen, selbstverständlich

auch gleichermaßen in Industrieunternehmen, bei

Konsumgüterproduzenten und bei Unternehmen

und Institutionen im öffentlichen Bereich. Die Branchen

sind ebenso zahlreich und unterschiedlich wie

die Aufgaben, die die Marketing-Absolventen

übernehmen können. Ob Sie also Produktmanager

eines Luxusartikelherstellers, Vertriebsleiter eines

industriellen Ausrüsters, Untersuchungsleiter eines

kommerziellen Marktforschers, PR-Manager eines

Verbands, Center-Manager im Einzelhandel oder

Event-Manager einer Spezialagentur sein werden,

Chancen gibt es sehr viele und in viele verschiedene

Richtungen.

„An Marketing kommt heute

keiner vorbei”

Absolvent Christian Wobst meint: Henry

Ford soll einmal gesagt haben: „Wer aufhört zu

werben, um so Geld zu sparen, kann ebenso

seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ Dies gilt

gerade in gesättigten Märkten immer mehr.

Ohne Marketing lässt sich ein gutes Produkt nur

schlecht verkaufen, mit Marketing kann es

sogar gelingen, ein schlechtes Produkt zu verkaufen.

Auf den Punkt gebracht: An Marketing

kommt heute keiner mehr vorbei.

Bereits seit dem Grundstudium interessierte

ich mich für den Studienschwerpunkt Marketing.

Wie sich heute zeigt, war es die richtige

Entscheidung. Mit den Kenntnissen aus dem

Studium konnte ich mich mit dem Abschluss in

der Tasche mit einer PR-Agentur selbstständig

machen. Zu meinen Auftraggebern zählen

neben der Stadt Zwickau auch die Hochschule

und die Fakultät Wirtschaftswissenschaften, die

unter anderem diese Broschüre in Auftrag gegeben

hat. Sie ist gewissermaßen die Referenz

dafür, was nach dem Besuch der Vorlesungen

im Schwerpunkt Marketing unter anderem

möglich sein kann. Grundlage dafür bilden nicht

zuletzt die an den Erfordernissen der Praxis ausgerichteten

Vorlesungen der Professoren und

die gute Betreuung während des Praktikums –

jener Phase im Studium, in der sich das in den

Vorlesungen erworbene Wissen das erste Mal

beweisen muss.

33


studieren

34

Das Fachprofil

Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung

Theorievermittlung zwischen

praktischer Arbeit und Fallstudien

Das Fach Steuerlehre soll die Studenten befä-

Die Berufsaussichten sind sowohl im Bereich

higen, wirtschaftliche Problemstellungen auch der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung als

unter Einbeziehung steuerlicher Aspekte zu beur- auch in anderen Bereichen der Wirtschaft, in denen

teilen, insbesondere Entscheidungen unter Berück- Kenntnisse der Besteuerung und des Rechnungssichtigung

ihrer Steuerwirkungen zu treffen. wesens verlangt werden, sehr gut. Dies betrifft

Einen Schwerpunkt der Betriebswirtschaftlichen nicht nur den Einstieg nach Abschluss des Studi-

Steuerlehre bildet die Steuerwirkungslehre, die den ums, sondern auch die weiteren Karrierechancen.

Einfluss der Besteuerung auf unternehmerische Ent- Das Spektrum der in der Praxis erwarteten Fähigscheidungen

analysiert. Die Steuerwirkungsanalyse keiten ist dabei sehr breit gefächert. Neben der rei-

bildet die Grundlage für eine zielgerichtete Steuernen steuerlichen Beratung werden selbstvergestaltung.

Es stehen dabei ausgewählte Fragen und ständlich anwendungssichere Kenntnisse im Rech-

Probleme, die sich aus der Besteuerung für Unternungswesen sowie zunehmend auch betriebswirtnehmen

ergeben, im Vordergrund. Ziel ist es, diese

zu analysieren, transparent zu machen und zu beurteilen,

wie sich die bestehenden beziehungsweise

mögliche zukünftige steuerliche Vorschriften auf betriebswirtschaftliche

Sachverhalte, Institutionen und

Funktionen auswirken.

schaftliche Beratungen erwartet.

Wesentliche Voraussetzung

für die

Steuerwirkungslehre ist

zunächst die Aneignung

der Grundlagen

des Steuerrechts. Die

Ausbildung erfolgt im

Fachprofil Steuerlehre

und Wirtschaftsprüfung

nicht nur durch die Vermittlung

von theoretischem

Wissen, sondern

auch durch den Einsatz

von zahlreichen Fallstudien

und die praktische Professoren und Mitarbeiterin der Fachgruppe Steuerlehre und Wirtschafts-

Arbeit mit Tools wie prüfung: Prof. Dr. Reiner Polzer, Dipl.-Ing. oec. Jana Ritter und Prof. Dr. Jörg

DATEV.

Röhner (von links nach rechts).


Wahlmöglichkeiten

für Studierende

von Prof. Dr. Jörg Röhner

Die Studierenden

dürfen im Fachprofil

Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung

die Vermittlung

von Kenntnissen

und Methoden

in einem relativ stark

anwendungsbezogenen

Fach erwarten.

Die Lehre greift

dabei die Erarbeitung

von theoretisch fundierten Entscheidungshilfen für

praktisch bedeutsame Probleme bewusst auf.

Zudem gibt es für die Studierenden eine Wahlmöglichkeit

zwischen Veranstaltungen. Somit sind wir

uns sicher, mit unseren Vorlesungen den Grundstein

für einen Einstieg in ein Berufsfeld mit überdurchschnittlichen

Berufseinstiegs-, Berufsaufstiegs-

und Verdienstchancen zu legen, das auch

die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit und des Starts

in die Selbstständigkeit eröffnet.

„Guter Grundstein für den

Beruf des Steuerberaters”

Student Sebastian Morgenstern meint:

„Studienschwerpunkt Steuerrecht“ – hört sich

trocken und sehr theoretisch an! Man sitzt hinter

zentimeterdicken Gesetzeswerken, um die

Paragrafenflut einigermaßen bewältigen zu

können.

Dem ist bei weitem nicht so! Der Schwerpunkt

Steuerrecht bietet dem Studierenden

einen Rundumblick im nahezu unendlichem

Feld des Steuerwesens. Es werden die in der

Praxis wichtigsten Steuerarten vorgestellt und

anhand vieler Beispiele und Falllösungen anschaulich

erläutert, so dass man sich schon bald

allein im Paragrafendschungel zurechtfindet. Allerdings

sollte sich jeder Studierende darüber

bewusst sein, dass Steuerrechtsprechung keinen

Stillstand kennt. Ergo, kein Stillstand für das

Weiterbilden. Wer keine Scheu vor stetigem

Fortbilden hat, den erwartet ein Tätigkeitsfeld

in einer Fülle, die es in kaum einer anderen

Branche gibt; abwechslungsreiche Aufgaben mit

guter Entlohnung, Kontakt zu Menschen und

ständigen Herausforderungen im Gesetzeswerk.

Wer sich nach abgeschlossener Prüfung für den

Weg des Steuerberaters entscheidet, hat mit

diesem Schwerpunkt einen guten Grundstein

gelegt.

35


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36

Das Fachprofil

Unternehmensführung

Befähigung zum

verantwortungsbewussten Handeln

Innerhalb des Fachprofils Unternehmensfüh-

rung sollen sowohl Fach- als auch Führungskompetenzen

entwickelt werden. Die angebotenen

Veranstaltungen: Führungskompetenz, Strategisches

Management, Management-Simulation

(TOPSIM General Manager II), Internationale Wirtschaft

und Management sowie das Seminar Unternehmensführung

bereiten die Studierenden auf

eine qualifizierte Tätigkeit im kaufmännischen Bereich

von Unternehmen, Verbänden und Behörden

vor, wobei die Fachkompetenzen insbesondere

durch ausgeprägte Führungskompetenzen ergänzt

werden. Das Fachprofil Unternehmensführung

dient der Entwicklung von fachlicher und sozialer

Kompetenz, dem Erwerb von speziellem Wissen

aus dem Gesamtgebiet des Managements, der Erlangung

von Methodenkompetenz und der Befähigung

zur eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit

sowie der Einbindung internationaler Anforderungen

und Tendenzen. Insgesamt befähigt dies zu

wirtschaftlich erfolgreichem und zugleich verantwortungsbewusstem

Handeln in Fach- und Führungspositionen.

Professoren und Mitarbeiterin der Fachgruppe Unternehmensführung: Prof. Dr. Rolf Karbach, Dr. Eva-

Maria Teubert, Prof. Dr. Ulf Sadowski und Prof. Dr. Herbert Strunz (von links nach rechts).


Führen heißt:

Menschen bewegen!

von Prof. Dr. Rolf Karbach

Führen heißt: Men-

schen bewegen! Damit

erhält die Tätigkeit des

Führens eine Qualität,

die weit über nüchternes

„managen“ hinausgeht.

Führen in diesem

Sinne hat fast schon

etwas von der Wertigkeit

der ärztlichen

Kunst, Menschen zu

heilen. Denn was gibt es – eben außer Menschen

zu heilen – Verantwortungsvolleres zu tun, als

Menschen zu bewegen? Ärzte leisten zu Beginn

ihrer Tätigkeit einen hippokratischen Eid, in welchem

sie versichern, dass sie all ihr Können nach

bestem Wissen und Gewissen ausschließlich zum

Wohl des Patienten einsetzen. Vielleicht sollten wir

auch angehenden Managern einen „hippokratischen

Leadership-Eid“ abverlangen, um mit einem

solchen Ritual die ethisch-moralische Dimension

von Führen stärker im Bewusstsein künftiger Führungsgenerationen

zu verankern.

Wir sehen also: Führen ist eine verantwortungsvolle

Kunst. Wir sollten verdammt gut in dieser

Kunst werden, damit wir unseren persönlichen

„hippokratischen Leadership-Eid“ aus voller Überzeugung

leisten können. Tun wir die ersten Schritte

auf diesem Weg!

Worum geht es?

Worauf kommt es an?

Absolvent Torsten Wurm meint: Mit hoher

Wahrscheinlichkeit wird man sich als erfolgreicher

Absolvent einer Hochschule in einer verantwortlichen

und leitenden Position wiederfinden.

Doch sollte dieses Privileg eines Leistungsträgers

nicht darüber hinwegtäuschen,

dass gerade Führungspositionen mehr sind als

nur funktional verbundene Handlungen.

Ein Feuerwehrmann darf zu Recht diesen

Namen tragen, da er mit Leib und Leben für andere

Menschen eintritt. Doch was berechtigt

einen Menschen, sich Führungskraft nennen zu

dürfen? Ist es eine exponierte Fachkompetenz,

die Erfahrung im operativen Alltagsgeschäft

oder einfach nur die komfortable Gehaltsklasse?

Wer sich bewusst macht, dass Führungsentscheidungen

wie keine anderen einen direkten

Einfluss auf die Lebenswelt der Menschen

haben, der versteht, dass Führen nur mehr als

gewinnträchtiges Managen sein kann! Der versteht,

dass, wie der Feuerwehrmann, auch die

Führungskraft erhebliches zu leisten hat.

Was Das ist und wie Das geht, dazu bietet

das Fachprofil Unternehmensführung mit seinen

Professoren und Mitarbeitern exzellente Gelegenheiten,

sich dessen bewusst zu werden.

Wer sich der Herausforderung stellen will,

die eigene Persönlichkeit auszuloten und weiterzuentwickeln,

wer den Drang verspürt hinter

Bilanzierungsregeln, Liquiditätsgraden oder Gesetzestexten

hervorzutreten, wem es Freude

macht, sich verantwortlich für andere Menschen

einzusetzen, der ist hier richtig.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG – etwas anderes

als nur auswendig lernen.

37


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38

Das Fachprofil

Unternehmenslogistik

Vorbereitung auf differenzierte

logistische Tätigkeitsfelder

Für die differenzierten logistischen Tätigkeits-

felder in Industrie, Handel und Dienstleistungen

bereiten sich die Studierenden speziell im Fachprofil

Unternehmenslogistik vor.

Schwerpunkte sind im Einzelnen:

• Vermittlung von anwendungsbereitem, theoretischem,

technischem und betriebswirtschaftlichem

Basiswissen für die Planung, Steuerung und Realisierung

von Material- und Informationsflüssen in

Unternehmen sowie unternehmensübergreifend

aus ganzheitlicher Sicht und unter Beachtung

volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

• Wissensvertiefung zu logistischen Systemlösungen,

Konzepten und Instrumentarien, bezogen auf

die Teilsysteme Beschaffungs-, Produktions-, Absatz-,

Entsorgungs- und Transportlogistik.

• Herausbildung von Fertigkeiten und Erfahrungen

bei der Anwendung von Logistikwissen, unter anderem

durch Projektarbeiten, Praktika und Trainings

zur Abwicklung von Logistikprozessen in

ERP-Systemen.

Beispiele für potenzielle Einsatzfelder der Studierenden

sind unter anderem in der Praxis der Einkauf

und die Logistik, Produktionsplanung und

-steuerung, Logistikplanung und -controlling, Materialdisposition,

Planung und Steuerung logistischer

Dienstleistungen, Behältermanagement,

Planung und Steuerung von Rückstandsflüssen,

Transportdisposition, Lieferantenmanagement sowie

Steuerung absatzseitiger Warenflüsse im Rahmen

der Distributionslogistik.

Professoren und Mitarbeiterin der Fachgruppe Produktionswirtschaft/Logistik: Prof. Dr. Bettina Keil,

Prof. Dr. Matthias Schwarz und Dipl.-Ing. oec. Regine Fuchs (von links nach rechts).


Beste Chancen für

die Absolventen

von Prof. Dr. Matthias Schwarz

Das Interesse von

Studierenden am FachprofilUnternehmenslogistik

ist erfreulicherweise

seit Jahren ungebrochen

hoch. Neben

einer fundierten Ausbildung

liegen wesentliche

Gründe dieser

Entwicklung in einer

starken Nachfrage des

Marktes nach Logistikern. Studierende dieses Fachprofils

haben beste Chancen interessante Tätigkeiten

in Unternehmen der Industrie, des Handels

oder im Dienstleistungsbereich zu finden. Unsere

Absolventen sind in der Logistikbrache – einer

Branche mit zweistelligen Zuwachsraten an Beschäftigten

– nicht nur regional oder national, sondern

zunehmend auch im europäischen

Wirtschaftsraum tätig.

„Eine Entscheidung

für die Zukunft”

Absolvent Jan Melzer meint: Bereits während

der Schulzeit faszinierten mich Automobile

und deren Technik. Die Besichtigung der Autostadt

Wolfsburg und die Führung durch die Produktionsstätten

der Audi AG in Ingolstadt

weckten zudem mein Interesse an den Prozessen

„hinter den Kulissen“.

So war es fast logisch, dass meine Studienwahl

auf die Richtung Wirtschaftsingenieurwesen

fiel. Durch die parallele Ausbildung im

technischen als auch betriebswirtschaftlichen

Bereich habe ich nach einem erfolgreichen Studienabschluss

die Möglichkeit, in einem äußerst

breiten und vielfältigen Einsatzgebiet tätig zu

werden. Bedenkt man zudem, dass Automobilgrößen

wie Ex-Volkswagen-Chef Wolfgang

Bernhard ebenfalls das Wirtschaftsingenieurstudium

durchlaufen haben, kann die Wahl dieser

Richtung schon einmal nicht gänzliche die

Falsche sein. Nach der Wahl der Studienrichtung

musste nun die Standortentscheidung für eine

Hochschule oder Uni getroffen werden. Durch

die in der Automobilregion Westsachsen fast

einmalige Möglichkeit, Kraftfahrzeugtechnik

und Logistik/Produktionswirtschaft in einem

Studium zu verbinden, fiel meine Entscheidung

schnell auf die Hochschule in Zwickau.

Nach acht interessanten Semestern und

acht nicht immer einfachen Prüfungsperioden

kann ich nun rekapitulierend behaupten, dass

mich vor allem der Schwerpunkt Logistik optimal

auf die Herausforderungen in der Automobilindustrie

vorbereitet hat. Größte Anerkennung

soll dabei den beiden „Logistik-

Gurus“ Schwarz und Sommerer zukommen, die

durch ihre langjährige Erfahrung in der Praxis

und die vielen Exkursionen, sowohl regional als

auch überregional, die Studieninhalte stets interessant

und vor allem praxisbezogen vermittelten.

Nach nunmehr einem Jahr Berufstätigkeit

und zwei Projekten für die Daimler AG

kann ich konstatieren, dass es die richtige Entscheidung

war, diesen Studiengang zu wählen.

Kurz gesagt: ES WAR EINE ENTSCHEIDUNG

FÜR DIE ZUKUNFT.

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40

Das Fachprofil Informationslogistik I

ERP-Systeme

Betriebswirtschaftlich interdisziplinär

in Prozessen denken

Nach Abschluss des Fachprofils Informationslo-

gistik I – ERP-Systeme sind Studierende in der

Lage, betriebswirtschaftlich interdisziplinär in Prozessen

zu denken. Das in einzelnen Gebieten der

Logistik, des Rechnungswesens und der Personalwirtschaft

vermittelte Wissen wird in einer komplexen

Fallstudie zu einem Ganzen zusammengeführt.

Generelles Ziel des Fachprofils ist die Entwicklung

eines Grundverständnisses der Zusammenhänge

verschiedenster Planungsmethoden sowohl

in betriebswirtschaftlicher als auch in informationssystemorientierter

Hinsicht im Umgang mit SAP.

Hierbei sollen Möglichkeiten und Grenzen betriebswirtschaftlicher

Verfahren und deren Interdependenzen

sowie der eingesetzten Instrumentarien

in Bezug auf das integrierte Informationssystem

von SAP aufgezeigt werden.

Anhand einer komplexen, alle Module des

Fachprofils übergreifenden Fallstudie, wenden die

Studierenden ihr bisher erlerntes Wissen integriert

an, erweitern dieses in speziellen Gebieten der Logistik,

des Rechnungswesens und der Personalwirtschaft

und übertragen die Methodik in das

Informationssystem der SAP. Hierbei arbeiten sich

die Studierenden zunächst in umfangreichen Kursen

in die Problematik, unter Benutzung des Informationssystems

SAP, ein, um im Anschluss in einer

Fallstudie diese um selbst erarbeitete Inhalte zu erweitern.

Ziel ist es, betriebswirtschaftlich komplexe Fragestellungen

selbstständig zu lösen und diese innerhalb

von SAP abzubilden. Am Ende verfügen

die Studierenden über ein fachlich fundiertes SAP-

Wissen.

Zur Projektgruppe um Prof. Dr. Tobias Teich (vierter von rechts) gehören: Dipl.-Inf. (FH) André Worms,

Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Markus Schrader, Dr. Matthias Zimmermann, Dipl.-Betriebswirtin Beate Oberländer,

Dipl.-Kffr. (FH) Katja Unger (vordere Reiche von links nach rechts) sowie Dipl.-Kfm. (FH) Jörg Militzer,

Dipl.-Kfm. (FH) Tim Neumann und Dipl.-Kffr. (FH) Ramona Eckhardt (hintere Reihe von links nach rechts).


Das Fachprofil Informationslogistik II

PLM-Systeme

Hohe Nachfrage nach

profilierten Absolventen

Produzierende Unternehmen unterliegen

einem wachsenden Wettbewerbsdruck. Hersteller,

unter anderem in der Automobilbranche, sind gezwungen,

ständig Innovationen in den Fahrzeugen

umzusetzen. Um diese Innovationszyklen zu beherrschen,

werden an die Geschäftsprozesse erhöhte

Anforderungen an Qualität, Schnelligkeit

und Flexibilität gestellt, die nur bei optimaler Verwaltung

der Produktdaten, der Integration von Systemen

und der elektronischen Vernetzung mit

Kunden, Lieferanten und Partnern zu bewältigen

sind. Steigende Kundenansprüche bezüglich Produktqualität,

-vielfalt und Liefertreue sowie die

kundenindividuelle Fertigung führen zu höchsten

Anforderungen an Prozesszuverlässigkeit und

Qualitätssicherung. Deshalb setzen Unternehmen

PLM (Product Lifecycle Management)-Systeme

ein, die eine gemeinsame Datenbasis bereitstellen

für die Konstruktion, Produktion und Vermarktung.

Das Fachprofil Informationslogistik II – PLM-

Systeme führt in zentrale Bereiche der Unternehmen

ein und vermittelt systematisch die Modellierung

und Architektur betrieblicher Informationssysteme,

die Grundlagen der Datenorganisation

und ein Verständnis der internen und externen Unternehmenskommunikation.

Der Produktlebenszyklus

umfasst die Integration von Produkt- und

Produktionsmanagement. Beim Produktdaten-Management

werden die relevanten Daten von der

Konstruktion bis zum Vertrieb verwaltet und zur

Verfügung gestellt. Die Datenbereitstellung erfolgt

über die multimediale Speicherung der Produktinformationen,

um Daten für alle Zwecke, Ausgabemedien

und Vertriebskanäle verfügbar zu machen.

Professoren und Mitarbeiterinnen der Fachgruppe: Prof. Dr. Sabine Winkelmann, Prof. Dr. Christian-

Andreas Schumann, Dipl.-Informatikerin Claudia Tittmann, Prof. Dr. Stephan Kassel und Dipl.-Betriebswirtin

Beate Oberländer (von links nach rechts). Nicht im Bild zu sehen ist Prof. Dr. Tobias Teich.

41


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42

Einblick in die Philosophie und

Struktur komplexer Systeme

von Prof. Dr. Tobias Teich

Das Fachprofil ERP-

Systeme vermittelt einen

Einblick in Philosophie

und Struktur von komplexen

betrieblichen Informationssystemen.

Generelles Ziel dieses

Fachprofils ist die Entwicklung

eines Grundverständnisses

der Zusammenhängeverschiedenster

Planungsmethoden sowohl in betriebswirtschaftlicher

Hinsicht als auch am Anwendungsbeispiel

der Standardsoftware von SAP. Hierbei sollen

Möglichkeiten und Grenzen betriebswirtschaftlicher

Verfahren und deren Interdependenzen sowie

der eingesetzten Instrumentarien aufgezeigt werden.

Im Rahmen der Planungsprozesse entstehen

vielfältige und in der Regel komplexe Entscheidungsprobleme,

zu deren Lösung die Anwendung

modellgestützter Optimierungsmethoden erforderlich

ist. Die Vermittlung der Zusammenhänge in

einer ganzheitlichen, integrierten Sichtweise erfolgt

in einer prozessbezogenen Darstellung. Der Gesamtprozess

wird in Lehrabschnitte zerlegt, welche

jeweils in drei Sichten vermittelt werden:

• Betriebswirtschaftliche Sicht unter Einbeziehung

von mathematischen Modellierungs- und Lösungsansätzen:

Hierbei erfolgt die Darstellung der Prozesse,

wie sie in der BWL-Literatur und Lehre

vermittelt werden, ohne Bezug zu einem speziellen

Anwendungssystem. Dazu werden Abbildungsmöglichkeiten

der Entscheidungssituationen in adäquaten

mathematischen Modellen und Lösungsansätze

dargestellt.

• SAP-Sicht: Der BWL-Sicht schließt sich die Betrachtung

der Prozesse am Beispiel SAP an. Dabei

wird auf begriffliche Unterschiede und die inhaltliche

Überdeckung BWL und SAP sowie auf die in SAP

implementierten mathematischen Optimierungsverfahren

näher eingegangen.

• Integrierte Fallstudie: Am Ende jedes Lehrabschnittes

schließt sich eine selbstständige Übung an, die

in Form von durchgängigen Fallbeispielen durchgeführt

wird. In der Lehrveranstaltung werden Gruppen

von Studenten gebildet, die in eigener Regie

und Verantwortung die bestehende Fallstudie unter

den gegebenen didaktischen Prämissen erweitern.

Im Lego-Labor werden komplexe SAP-Prozesse

mit kleinen Bausteinen abgebildet. Im Bild sind

Sven Leonhardt und Susan Franke zu sehen.


„Der Türöffner für meine

Promotion”

Jörg Militzer, Absolvent des Fachprofils In-

formationslogistik I ERP-Systeme, meint: Nach

dem Grundstudium stand für mich die Frage

nach dem Schwerpunkt. Für diese Entscheidung

beleuchtete ich die einzelnen Wahlmöglichkeiten

von verschiedenen Seiten. Erstens suchte ich

eine Fachrichtung, die zukunftssicher und

gleichzeitig wandlungsfähig bleibt. Dies ergibt

sich aus meiner Überzeugung, dass eine ständige

Anpassung des eigenen Kenntnisstandes in

Zukunft nötig sein wird, und dies in einer Fachrichtung

erfolgen sollte, die Potential nach oben

erkennen lässt. Zweitens fiel mein Augenmerk

auf die Punkte Qualität und Intensität der Ausbildung.

Qualität als Kriterium erklärt sich von

selbst, Intensität ergab sich aus dem eigenen

Streben nach Wissen und Fertigkeiten.

Nach kurzer Bedenkzeit stand für mich die

Entscheidung fest: Ich spezialisiere mich im Fach

Wirtschaftsinformatik. Neben der außerhalb des

Curriculum gelegenen Förderung durch Herrn

Prof. Dr. Teich und der damit einhergehenden

Orientierung auf ERP-Systeme, wurde diese

Wahl durch folgende Überlegungen getrieben.

Die Zukunftssicherheit ist bei Informatik, und

besser noch bei Wirtschaftsinformatik ohne

jeden Zweifel gegeben. Weiterhin steht bei

Wirtschaftsinformatik nicht das reine Programmieren

im Vordergrund; vielmehr wird ein abteilungsübergreifendes

Wissen gebildet. Diese

Prozessorientierung ermöglicht den Blick über

den „Tellerrand“ der eigenen Abteilung was zur

Folge hat, dass der Überblick erhalten bleibt und

keine Routine erkennbar wird. Nach dem Studium

erwies sich insbesondere die durch die

Wahl meines Schwerpunktes vorangetriebene

Orientierung auf integrative, prozessorientierte

Unternehmenssoftware als förderlich, da damit

meiner Promotion die Tür geöffnet wurde.

„Interessante Studienprojekte

und enge Zusammenarbeit”

Jan Kretzschmar, Absolvent des Fachprofils

Informationslogistik II PLM-Systeme, meint:

Ein wichtiger Punkt für meine Entscheidung in

der Wahl eines Studienschwerpunkts war die

enge Verknüpfung von theoretischen Inhalten

und praktischen Anwendungsbeispielen. Außerdem

stand für mich fest, dass ich später einmal

an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaft

und Informatik in einem Unternehmen arbeiten

möchte. Aus diesem Grund habe ich mich für

das Fachprofil Informationslogistik entschieden.

In ihm werden umfassende, praxisorientierte

Kenntnisse über alle relevanten betriebswirtschaftlichen

Prozesse in einem Unternehmen

sowie über deren Abbildung in geeigneten

Informationssystemen vermittelt. Interessante

Studienprojekte in enger Zusammenarbeit

mit den Professoren des Fachprofils ermöglichen

die Anwendung und Vertiefung der vermittelten

Inhalte. Der Student wird so in die Lage versetzt,

betriebswirtschaftliche Problemstellungen

später eigenständig zu analysieren und geeignete

Konzepte dafür zu erstellen. Durch solche

Projekte und Praktika ist es auch sehr leicht,

Kontakt zu den verschiedensten Unternehmen

in- und außerhalb unserer Region aufzunehmen.

In meinem Fall sind auf diese Art aus

einem kleinen Studienprojekt zum Thema „Prozessanalyse

und Benchmarking im Krankenhaus“

mehrere Folgeprojekte entstanden. In

ihnen kann ich nicht nur meine Erfahrung in den

Bereichen Prozessanalyse und Prozessoptimierung

fachspezifisch vertiefen, vielmehr ist es mir

durch die enge Zusammenarbeit zwischen

Hochschule und Krankenhaus sogar möglich,

neben meiner Arbeit ein Zweitstudium zu absolvieren.

43


studieren

44

Das Fachprofil

Krankenhausbetriebswirtschaftslehre

von Prof. Dr. Olaf Preuß und Prof. Dr. Frank Förster

Das Fachprofil Krankenhausbetriebswirtschafts-

lehre beinhaltet eine solide wirtschaftswissenschaftliche

Ausbildung und die Vermittlung von

Spezialwissen der Gesundheits- und Krankenhausökonomie.

Der Studienschwerpunkt ist institutional aufgebaut.

Die in den Wirtschaftswissenschaften

funktional erworbenen Kenntnisse werden auf Gesundheitseinrichtungen

übertragen.

Ein Praxismodul, Exkursionen und Vorträge

von externen Lehrbeauftragten gewährleisten die

praxisorientierte Ausbildung.

Bachelorarbeiten des Fachprofils Krankenhausbetriebswirtschaftslehre

entstanden zum Beispiel

innerhalb der Projekte:

• Logistikprozesse in der Gesundheitsholding Erzgebirge

GmbH,

• Konzepte für die Betriebliche Gesundheitsförderung

im Bethanien Krankenhaus Chemnitz gemeinnützige

GmbH,

• Konzeption und Umsetzung einer Zuweiseranalyse

für die Oberlausitz-Kliniken gGmbH,

• DRG-Fallkostenkalkulation im Klinikum Obergöltzsch

Rodewisch,

• Clinical Pathways für das Helios Klinikum Aue

und

• Digitale Archivierung im Kreiskrankenhaus Altenburg.

5 Service-Zusagen

Das Fachprofil Krankenhausbetriebswirtschaftslehre

gibt 5 Service-Zusagen.

(1) Vorlesungsunterlagen

Vorlesungsunterlagen für das laufende Semester

stehen vorab in der jeweils ersten Vorlesungswoche

im Downloadbereich zur Verfügung.

(2) Erreichbarkeit / Kontakt zum Fachgebiet

E-Mail-Antworten und die Vergabe von Terminen

erfolgen zügig und zeitnah.

(3) Korrekturen

Klausurergebnisse werden spätestens vier Wochen

nach dem Klausurtermin veröffentlicht.

Die Erst- beziehungsweise Zweitkorrektur von Abschlussarbeiten

erfolgt innerhalb von 4 Wochen

nach Abgabe der Arbeit; Terminvergaben für Kolloquien

erfolgen zügig und zeitnah.

(4) Praxisorientierte Ausbildung

Das Fachgebiet unterstützt Studierende bei der

Planung von Praxismodulen und Bachelorarbeiten

in Zusammenarbeit mit Einrichtungen aus dem Gesundheits-

und Krankenhauswesen in besonderem

Maße. Exkursionen und Vorträge von externen

Lehrbeauftragten gewährleisten ebenfalls die praxisorientierte

Ausbildung.

(5) Ausland

Das Fachgebiet unterstützt Studierende bei der Organisation

von Auslandsaufenthalten in besonderem

Maße.


Interessante berufliche Perspektiven

in der Gesundheitswirtschaft

von Prof. Dr. Olaf Preuß

Der Dienstlei-

stungsbereichGesundheit stellt eine der

wichtigsten Branchen

und mit über vier Millionen

Beschäftigten

einen der größten Arbeitgeber

der deutschen

Wirtschaft dar.

Die demographische

Entwicklung, der medizinische

Fortschritt und die steigenden Leistungsanforderungen

von Seiten des Marktes begünstigen

dieses Zukunftspotential.

Krankenhäuser, Krankenhausträger, Vorsorgeund

Rehabilitationseinrichtungen, Kureinrichtungen,

gesetzliche und private Krankenkassen, Beratungsunternehmen,

Bundes- und Landesbehörden

bieten interessante berufliche Perspektiven.

Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen

insbesondere die Funktionen Controlling und

Rechnungswesen, Qualitätsmanagement und Organisation

sowie Marketing.

„Enger Praxisbezug ist

eine gute Ausgangsbasis”

Absolventin Christin Bley meint: Innerhalb

meines Studiums „Management öffentlicher

Aufgaben“ an der WHZ in Zwickau habe ich

mich für den Studienschwerpunkt „Krankenhaus-Management“

entschieden. Interessant

und wichtig finde ich, dass die wirtschaftswissenschaftliche

Ausbildung in diesem Schwerpunkt

durch Lehrangebote wie Einführung in

die Klinische Medizin, Qualitätsmanagement im

Gesundheitswesen, Medizin- und Rehabilitationstechnik

und Medizininformatik abgerundet

wird. Innerhalb meiner Abschlussarbeit habe ich

ein betriebswirtschaftliches Projekt für das Institut

für Laboratoriumsmedizin im Klinikum

Chemnitz bearbeitet. Die Ausbildung an der

WHZ zeichnet sich durch einen engen Praxisbezug

aus und war eine gute Ausgangsbasis für

meine jetzige Position in der Verwaltungsleitung

der Pleißental-Klinik GmbH in Werdau.

45


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46

Das Fachprofil

Verkehrswirtschaft

Der Schwerpunkt für die Logistik

einer globalisierten Welt

Produktion und Konsum finden üblicherweise

an räumlich voneinander getrennten Orten statt.

Damit die hergestellten Güter zum Endverbraucher

gelangen, sind Transporte notwendig. Aber auch

innerhalb von Produktionsprozessen ist man auf

Verkehrsdienstleistungen angewiesen. Die Produktivität

und die Effektivität einer Volkswirtschaft

werden somit maßgebend von der Leistungsfähigkeit

des Verkehrswesens bestimmt.

Mobilität von Personen und Gütern kann als

unabdingbare Voraussetzung für die wirtschaftliche

und soziale Entwicklung eines Landes gesehen

werden. Mobilität dient der Raumerschließung –

Lebensräume, Arbeitsräume, Wirtschaftsräume –,

sie ermöglicht die Vernetzung von Märkten und

fördert dadurch Beschäftigungs- und Absatzmöglichkeiten.

Über Jahrzehnte hinweg war das Verkehrssystem

auf Nicht-Nachhaltigkeit angelegt. Mit dem

Bewusstwerden dieser Tatsache sowie den daraus

resultierenden Folgen ist bereits eine Hürde genommen,

um einerseits dieser Problematik mehr

Beachtung zu schenken und andererseits den Be-


eich von Mobilität und Verkehr in Richtung des

Leitbilds der nachhaltigen Entwicklung umzugestalten.

Das Fachprofil Verkehrswirtschaft verknüpft

betriebswirtschaftliche, managementspezifische

sowie volkswirtschaftliche Inhalte mit facheinschlägigem

Spezialwissen aus dem Verkehrswesen

(siehe Abbildung).

Im Zuge des Übergangs von der Industrie- zur

Wissensgesellschaft kommt der methodisch-didaktischen

Lehr- und Lernkompetenz hohe Bedeutung

zu. Der Einsatz von diesbezüglich neuen Formen

jenseits des „Frontalunterrichts“ spielt in diesem

Zusammenhang eine große Rolle.

Die im Studium erworbenen Kenntnisse und

Fähigkeiten sollen idealerweise in einem Unternehmen

angewendet werden können. Dabei werden

ein vertiefter Einblick in typische Frage- und

Problemstellungen des facheinschlägigen Studiums

sowie technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche

Zusammenhänge der Unternehmenspraxis

vermittelt. Als Praktikumsstelle

kommen in der Regel Unternehmen der staatlichen

oder privaten Verkehrswirtschaft in Frage, die

selbstverständlich auch im Ausland ansässig sein

können. Idealerweise entwickelt sich aus einem

praktischen Studiensemester heraus auch die Möglichkeit,

eine wissenschaftliche Abschlussarbeit zu

verfassen, die eine aktuelle Problemstellung der

verkehrswirtschaftlichen Praxis thematisiert.

„Die Bedeutung des Fahrgastes

wird immer wichtiger“

Studentin Alexandra Wünsche meint: Im

6. Semester meines Studiums „Management für

Unternehmen mit öffentlichen Aufgaben“ hatte

ich die Gelegenheit, meine bis dahin gewonnenen

Kenntnisse in den gewählten Schwerpunkten

„Management im Verkehrswesen“ und

„Marketing“ durch praktische Erfahrungen zu

erweitern. Da mich beide Schwerpunkte in gleichem

Maße interessieren, war ich sehr glücklich,

mein Praxissemester in einer Marketingberatung

für öffentliche Verkehrsunternehmen absolvieren

zu können. Meine Aufgabengebiete lagen

unter anderem im Bereich Fahrplangenerierung,

Tarifstrategien, Vermarktungs- und Kommunikationskonzeptionen

und Marketing-Controlling.

Besonders die Bedeutung des Kunden für

die ÖPNV-Unternehmen wurde mir während

meiner Tätigkeit bewusst. Die Notwendigkeit

der Orientierung aller Unternehmensaktivitäten

an den Bedürfnissen des Kunden stellt die Verkehrsunternehmen

vor große Herausforderungen.

Sie müssen in der Konkurrenzsituation zum

Auto immer flexibler sein. Besuche bei Verkehrsbetrieben

und die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern

haben das Praxissemester für mich zu

einer wunderbaren Erfahrung gemacht.

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48

Das Fachprofil

Energiewirtschaft

Konzentration auf die Elektrizitätswirtschaft

Im Fachprofil Energiewirtschaft erwerben die

Studierenden fachliche Kompetenzen in Bezug auf

gesamtwirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen,

betriebswirtschaftliche Grundstrukturen

sowie auf die wesentlichen technischen

Merkmale und Bedingungen der Energiewirtschaft.

Hierbei werden die Besonderheiten der Energiemärkte,

insbesondere des Elektroenergiemarktes

sowie die für diese Märkte notwendigen betriebswirtschaftlichen

Funktionalitäten von Anbieterunternehmen

analysiert und bewertet.

Die angebotenen Module bereiten die Studierenden

auf eine qualifizierte Tätigkeit im kaufmännischen

Bereich von Energieversorgungsunternehmen,

insbesondere Elektrizitätsversorger sowie

auf eine Tätigkeit bei allen sonstigen Institutionen

des (Elektro-)Energiemarktes (zum Beispiel Strombörse,

Regulierungsbehörde, Fachverbände und

ähnlichen) vor.

„Berufschancen im Energiesektor

wesentlich verbessert”

Absolventin Manja Seeman meint: Angesichts

der Tatsache, dass die Nachfrage nach

Ver- und Entsorgungsdienstleistungen wohl zukünftig

– also zumindest Zeit meines Lebens –

bestehen bleibt, habe ich mich bei der Auswahl

eines Studienschwerpunkts für die Vertiefungsrichtung

„Management in der Ver- und Entsorgung“

entschieden. Wohl keiner von uns

menschlichen Lebewesen könnte sich auf Dauer

ein Leben ohne Wasser, Strom und Gas vorstellen!

In Zeiten der Liberalisierung entstehen gerade,

speziell im Energiesektor, neue Arbeitsplätze

mit den unterschiedlichsten Aufgabenspektren.

Die besondere Herausforderung

hierbei ist das Zusammenspiel der Erreichung

wirtschaftlicher Zielsetzungen mit der Verpflichtung,

Energiedienstleistungen diskriminierungsfrei

und kostenorientiert anzubieten.

Innerhalb des Studienschwerpunkts „Management

in der Ver- und Entsorgung“ wurde

der Grundstein meines energie-, wasser- und

umweltwirtschaftlichen Denkens gelegt. Speziell

betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, aber

auch rechtliche und technische Grundlagen

wurden beleuchtet. Auch wurde das im Grundstudium

erlernte Wissen an praktischen Fallbeispielen

angewendet und vertieft.

In meinem bisherigen Berufsalltag bei der

Erdgas Südsachsen GmbH konnte ich das mir

vermittelte Wissen hauptsächlich über die rechtlichen

Rahmenbedingung der Liberalisierung

und deren Auswirkungen für den Energiesektor

anwenden.

Insbesondere im Energiesektor, welcher in

der Vergangenheit ein von Ingenieuren geprägter

Wirtschaftszweig war, haben sich die Berufschancen

durch die genannten Entwicklungen

für Absolventen der Wirtschaftswissenschaften

maßgeblich verbessert.


Betriebswirtschaftslehre ohne

Volkswirtschaftslehre geht nicht

von Prof. Annedore Sonntag,

Prof. Rudi Fischer und Prof. Ralph Wrobel

Sind Volkswirte die besseren Betriebswirte, wie

man manchmal sagen hört? Sicherlich nicht! Aber

ein Betriebswirt, der nicht über seinen Tellerrand

hinausschauen kann, wird kein guter Betriebswirt,

das ist sicher. Für den Überblick sorgt die Volkswirtschaftslehre.

In den grundlegenden Modulen werden

Kenntnisse über das Wirtschaften im

Allgemeinen, das rationale Verhalten, die Probleme

eines Haushaltes wie zum Beispiel die Budgetrestriktion

(Den meisten vielleicht bekannt als: Immer

zu wenig Geld im Portmonee!), die Produktion

oder die Marktformen vermittelt. Das nennt man

Mikroökonomie. In der Makroökonomie geht es

hingegen um Begriffe wie Zinsen, Wechselkurse,

Geld- und Fiskalpolitik. Das ist die Grundlage für

die Wirtschaftspolitik: Welche Wirtschaftssysteme

sind effizient? Warum ist Marktwirtschaft gerecht?

Wie gestaltet man fairen Wettbewerb? Wie stellt

die Zentralbank der Wirtschaft Geld zur Verfügung,

und, und, und….

Neben der Grundlagenausbildung bietet die

Fachgruppe noch zahlreiche Wahlpflichtfächer an:

Von Ordnungspolitik oder Internationaler Wirtschaftspolitik

(Prof. Dr. Ralph Wrobel), über Globalisierung

und Geld/Kredit (Prof. Dr. Rudi Fischer)

bis zu Finanzwissenschaft und Demographie (Prof.

Dr. Annedore Sonntag), um nur einige zu nennen.

In diesen Wahlpflichtfächern werden spezielle Bereiche

der Wirtschaftspolitik untersucht, immer auf

dem neusten Stand des Wissens. Dabei werden

unterschiedliche Lehr- und Lernformen verwendet,

zum Beispiel Vorlesung und Seminardiskussion.

Zum Bestehen sind eventuell Vorträge zu halten

oder Seminararbeiten/Essays zu schreiben.

Wer also wissen will, warum Wirtschaftskrisen

entstehen, wie Transformationsprozesse verlaufen,

wie die demographische Entwicklung auf ökonomische

Prozesse wirkt, der wird in der Volkswirtschaftslehre

die ideale Ergänzung zum betriebswirtschaftlichen

Studium finden.

Professoren und Mitarbeiterin der Fachgruppe Volkswirtschaftslehre: Prof. Dr. Annedore Sonntag (linkes

Bild), Mitarbeiterin Antje Hübner, Prof. Dr. Ralph Wrobel und Prof. Dr. Rudi Fischer (rechtes Bild von links

nach rechts).

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studieren

50

Wirtschaftsfremdsprachen an der

Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Globale genauso wie lokale Märkte fordern

kommunikative Fertigkeiten in mehreren Sprachen.

Englisch spielt die zentrale Rolle als lingua franca

in diesem Kontext. Es hat den Stellenwert einer

Kulturtechnik erobert und steht in einer Reihe mit

Lesen, Schreiben, Rechnen und IT-Kenntnissen.

Deshalb ist Wirtschaftsenglisch als Pflichtfach im

Curriculum in den ersten Semestern mit einer Gewichtung

von zehn ECTS verankert. Die Ausbildung

ist studiengangsorientiert mit der Ausrichtung

auf Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen

und Management öffentlicher Aufgaben.

Vertreten werden diese Ausrichtungen durch:

Prof. Dr. Gudrun Jägersberg

Peter James Sullivan BSc

(Betriebswirtschaftslehre)

Dr. phil. habil. Angelika Rust

(Wirtschaftsingenieurwesen)

Prof. Dr. Sybille Kershner

(Management öffentlicher

Aufgaben)

Aufbauend können Wahlpflichtfächer zu verschiedenen

Themen in englischer Sprache besucht

werden.

Die Nachfrage nach Kenntnissen in anderen,

sogar exotischen Sprachen wächst zunehmend in

der Geschäftswelt. Dieser Trend zeichnet sich ab,

da der Gebrauch einer dritten Sprache in lokalen

Märkten die Kommunikation häufig erschwert. Die

Sprachen Italienisch und Portugiesisch sind bereits

im Modulkatalog ausgewiesen.

Ohne Fremdsprachen geht in der globalisierten Wirtschaftswelt nichts mehr.


Betriebswirtschaftliches

Grundlagenwissen

von Prof. Dr. Eike Clausius

Mit dem Abschluss der Grundlagenmodule

sind die Studierenden fähig und in der Lage, nach

der Aneignung von betriebswirtschaftlichem

Grundwissen und allgemeinen BWL-Verständnis

ein erfolgreiches Studium der technischen Wissenschaften

auch betriebswirtschaftlich unterlegt zu

erfahren.

Sowohl betriebswirtschaftliche Denkweisen als

auch praktische, technische Fragestellungen betriebswirtschaftlich

einschätzen zu können, wird in

einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld

immer wichtiger.

Durch die Erarbeitung von Lösungen für unterschiedliche

Aufgaben in Arbeitsgruppen werden

die Studierenden angeregt, sich gemeinsam selbstständig

lösungsorientierte Arbeiten zu erarbeiten.

Dadurch werden eine praxisnahe teamorientierte

Vorgehensweise und soziale Kompetenz gerade

betrieblicher Gesamtzusammenhänge transparent.

„BWL ist Grundvoraussetzung

für erfolgreiche Führungskraft”

Absolvent Heiko Förster meint: Innerhalb

meines Studienfaches Dipl.-Ing. für Versorgungs-

und Umwelttechnik hatte ich die Fächer

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (ABWL I &

II), Finanzierung und Investition. Ich wurde in die

Lage versetzt, technische Problemstellungen betriebswirtschaftlich

zu betrachten, eigenständig

zu analysieren und selbstständig Lösungen aufzustellen.

Diese Eigenschaften halfen mir sehr

nach dem Studium bei der Übernahme des elterlichen

Betriebs. Besonders der Überblick über

technisch-wirtschaftliche Zusammenhänge half

mir für die Praxis sehr. Mit dem Abschluss meines

Studiums und meiner heutigen mehrjährigen

Tätigkeit als Geschäftsführer der Förster Haustechnik

GmbH Tief- und Rohrleitungsbau in

Hartmanndorf kann ich sagen, dass das ABWL-

Wissen praxisrelevant vermittelt wurde und eine

gute Grundlage für Vertiefungen lieferte.

Professoren und Mitarbeiterin der Fachgruppe: Prof. Dr. Eike Clausius, Dipl.-Ing. oec. Petra Grundke und

Prof. Dr. Klaus Wich-Heiter (von links nach rechts).

51


studieren

52

Ingenieurwissenschaftliche Fachprofile des modularisierten

Diplomstudienganges Wirtschaftsingenieurwesen

Vier Fachprofile stehen zur Auswahl

Im modularisierten Diplomstudiengang Wirt-

schaftsingenieurwesen werden neben den methodischen

Grundlagen in allen funktionalen Teilgebieten

der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre

auch Grundlagen der Ingenieurwissenschaften

vermittelt, wie zum Beispiel Statik/

Festigkeitslehre, Elektrotechnik/Elektronik, Konstruktion,

Werkstoff-/Fertigungstechnik, Strömungslehre/Thermodynamik

und Fabrikbetrieb.

Die Studierenden können sich nach ihrem erfolgreichen

Grundlagenstudium für ein oder zwei ingenieurwissenschaftliche

Fachprofile entscheiden. Zur

Auswahl stehen:

• Industrial Management and Engineering,

• Kraftfahrzeugtechnik,

• Planung und Betrieb elektrischer Anlagen

• Versorgungs- und Umwelttechnik.

Im Fachprofil Industrial Management and Engineering

werden grundlegende Kenntnisse und

Fertigkeiten in der Arbeitsplanung mittels CAP-Systeme,

Grundlagen der CNC-Technik und Programmierung,

der Planung von Steuerungsprozessen

und -strategien, des Projektmanagements,

der Fabrikplanung, der Arbeitswissenschaft

sowie der Erfassung geometrischer Abweichungen

als Teilaufgabe im Qualitätsmanagement vermittelt.

Die Studierenden absolvieren hierbei neben

den klassischen Lehrveranstaltungen ein umfangreiches

Praktikum am Leitstand 2001 und definieren,

strukturieren und planen mittels „MS Project“

ein praxisnahes Projekt einschließlich Abschlussbericht

und Präsentation.

Kraftfahrzeugtechnische Grundlagen werden

im Fachprofil Kraftfahrzeugtechnik vermittelt. Beginnend

bei den Besonderheiten der Karosseriefertigung,

den Grundkenntnissen zur Kfz-instandhaltungsgerechten

Konstruktion sowie Kfz-Schadensbewertung/Unfallrekonstruktion

prüfen und

messen die Studierenden in den Laboren der Fakultäten

Maschinenbau und Kraftfahrzeugtechnik

Fahrwerke auf Rollenprüfständen und im Fahrversuch

die Antriebsbaugruppen sowie die Querdynamik

in Kraftfahrzeugen.

Gemeinsam mit der Fakultät Elektrotechnik

wird das Fachprofil Planung und Betrieb elektrischer

Anlagen angeboten. In verschiedenen Lehrveranstaltungen,

Übungen und Praktika werden

Grundlagen und Anwendungen zur Netz- und Gebäudeautomatisierung,

zum Energiemanagement,

zur Steuerungstechnik und zur Installations- und

Lichttechnik behandelt. Im Modul „Energie und

Umwelt“ stehen aber auch übergreifende, zukunftsorientierte

und innovative Fragen im Vordergrund.

Wie gestaltet sich die Entwicklung des

weltweiten Energieverbrauchs in Korrelation mit

der Bevölkerungsentwicklung und dem Anstieg des

Kohlendioxidgehaltes? Welche herausragende Bedeutung

haben thermische Energien im Gesamtkontext

des Energieverbrauchs? Wie gestaltet sich

der Energiehaushalt von Gebäuden, die Wirtschaftlichkeitsberechnung

und welche Möglichkeiten des

Einsatzes von Photovoltaik bieten sich an?

Das vierte zur Auswahl stehende Fachprofil fokussiert

die Versorgungs- und Umwelttechnik.

Auch hier werden eingangs die Grundlagen der

Klima- und Kältetechnik, der Versorgungs- und

Umwelttechnik vermittelt. Mittels computergestützter

Planungsmethoden wird die Methodik der


Anlagenplanung, beginnend von der Vorplanung

und der Entwurfsplanung mittels Konstruktionstechniken

und CAD-Anwendungen geübt. Speziell

im Modul „Facility Management I“ setzen die Studierenden

energetische Gebäudesimulationen mit

Hilfe von Simulationssoftware, Datenbanken,

CAFM um.

Die Absolventen des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen

sind auf Grund ihrer breit

gefächerten und annähernd gleichwertigen Ausbildung

in den Ingenieur-/Naturwissenschaften einerseits

und den Wirtschaftswissenschaften andererseits

für Aufgabenfelder mit ökonomischem und

technischem Querschnittscharakter in Forschung/

Entwicklung, Produktion, Technik, Beschaffung, Finanzierung,

Organisation, Logistik, Vertrieb, Datenverarbeitung

und Qualitätssicherung präde-

stiniert. ©

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Wolfgang Thieme (2)


studieren

54

Was erwarten Professoren

und Mitarbeiter von den Studierenden?

Die Fachschaft Wirtschaftswissenschaften

hat nachgefragt

Studierende und Professoren – beide Gruppen

kommen an jedem Tag mit ganz unterschiedlichen

Erwartungen in die Hochschule. Mitunter ist das

auch ein Grund für das eine oder andere Missverständnis.

Denn nicht immer kann die eine Gruppe

auch wirklich erfüllen, was die andere von ihr erwartet.

Was die Professoren von euch erwarten,

dass werdet ihr ziemlich schnell merken. Die Fachschaft

Wirtschaftswissenschaften hat aber einmal

bei den Professoren nachgefragt, was sie von ihren

Studierenden erwarten. Die Antworten findet ihr

auf den folgenden Seiten. Eure Fachschaft

Prof. Dr. Gundolf Baier, Professor

für Marketing: Ob Sie

es nun glauben oder nicht,

Studenten sind privilegiert. Sie

haben die Möglichkeit zu studieren

und sich fit zu machen

für ihre und für unser aller Zukunft.

Insofern sind Studenten

auch Hoffnungsträger und gehören

beziehungsweise werden in Zukunft im hoffentlich

positiven Sinne zu einer Elite gehören. Hierbei

meine ich nicht die Elite des Geldes, sondern eher

die Funktionselite. Doch auch sie ist eher hohl,

wenn Sie nicht durch Werthaltungen und Überzeugungen

begleitet ist, die vom Geist des Kantschen

Imperativs geprägt zu einer Werteelite führen.

Dies klingt alles weit weg und abgehoben, ist

es aber nicht. Konkret heißt dies zum Beispiel Offenheit,

Toleranz und Engagement im Studium;

Höflichkeit und Achtung anderen gegenüber gehören

sicher auch dazu. Eine Gretchenfrage scheint

mir dabei zu sein, ob Studium nur lästige Pflicht

oder auch Leidenschaft und Spiel sein kann.

Zu spielen hat eine große Bedeutung im Leben.

Es macht Freude, wird von Leidenschaft getragen

und entfacht gleichsam neue Leidenschaft. Wir entdecken

vieles spielerisch, wir trainieren uns, wir verbessern

uns und wir erfahren unsere Grenzen. Wir

spielen als Zeitvertreib, einfach so und fragen nicht

dauernd, warum soll ich eigentlich spielen oder

brauche ich dieses Spiel für die Klausur? Studieren

sollte ein bisschen wie ein Spiel sein. Lassen Sie sich

darauf ein, nutzen Sie die Zeit und spielen Sie mit

den Theorien und Methoden, einfach so. Fragen

Sie nicht dauernd: Wozu brauche ich das? Gönnen

Sie sich den Luxus und spielen Sie einfach.

Und damit kein Missverständnis aufkommt,

Studium als Spiel heißt nicht Spaß im Dauerabo,

sondern ernsthafte Arbeit, konzentriertes Training

und am Ende Erfolg, aber manchmal auch Misserfolg

– wie eben im Spiel. Mein Wunsch wäre es

also, dass Ihnen, liebe Kommilitonen, das Studium

wie im Spiel Freude bereitet, dass Sie gerne studieren

und dass man Ihnen das auch immer wieder

ansieht. Gleiches dürfen Sie mit Recht auch von

uns erwarten.

Prof. Dr. Frank Förster, Honorarprofessor

für Management

im Gesundheitswesen: Ich

erwarte von meinen Studenten

Begeisterungsfähigkeit

und Interesse an wissenschaftlicher

Arbeit, das heißt

Prozessabläufe nicht als gegeben

hinzunehmen, sondern stets kritisch zu be-


trachten, spezielle und entscheidende Fragestellungen

erkennen und formulieren – um somit ein Gespür

für Wissenschaft („Wissen schaffen“) zu

entwickeln. Dies erfordert jedoch ein hohes Maß

an Zuverlässigkeit, Selbstdisziplin und Selbstkritik.

Als Professor bin ich gern bereit, die mir anvertrauten

Studenten zu fördern und zu unterstützen

sowie mit ihnen gemeinsam im Bed-side-Teaching

die erworbenen theoretischen Kenntnisse auf Praxistauglichkeit

zu überprüfen. So kann die Kommunikation

zwischen Lehrenden und Lernenden

sowie die Vorbereitung auf das Berufsleben verbessert

werden.

Antje Hübner, Mitarbeiterin

der Fachgruppe Volkswirtschaftslehre

und des Prüfungsausschusses:

Ich würde

mir oftmals von den Studenten

mehr Ordnung und Sauberkeit,

besonders hinsichtlich

der überall ausgesetzten Kaffeetassen,

wünschen.

Prof. Dr. (Univ. Sao Paulo)

Gudrun Jägersberg, Professorin

für Wirtschaftsenglisch:

Von meinen Studenten erwarte

ich, dass sie neugierig

sind, zuhören, kritisch hinterfragen

und Eigeninitiative zeigen,

damit sie sich zu kritisch

selbstständig denkenden und handelnden Individuen

entwickeln, die fähig und gern dazu bereit

sind, Verantwortung zu übernehmen.

Prof. Dr. Günter Janke, Professor für Betriebliches

Rechnungswesen: Ich erwarte von neuen Erstsemestern

primär Achtung der mit einem Professo-

rentitel verknüpften wissenschaftlichen

Leistung (deren

Umfang die Studenten oft leider

nicht einmal ansatzweise

ermessen können), damit verbunden

achtsame Höflichkeit

und Aufmerksamkeit zumindest

in den Lehrveranstaltungen.

Prof. Dr. Günther Keilhofer,

Honorarprofessor für Personalmanagement:

Wer nichts

erwartet, der kann auch nicht

enttäuscht werden. Grundsätzlich

habe ich deshalb nur

einen Wunsch: Wer Vorlesungen

besucht, sollte der Professorin/dem

Professor die erforderliche Aufmerksamkeit

schenken, um so das Gelingen einer

interessanten Vorlesung zu unterstützen. Wer unbedingt

„schwätzen“ muss oder den Hörsaal mit

der Mensa verwechselt, sollte die Vorlesung lieber

verlassen oder gleich meiden und eine Tasse Kaffee

genießen; denn gegenseitiger Respekt ist eine

Grundvoraussetzung für eine innovative und gewinnbringende

Lehrveranstaltung. Es wäre also

wünschenswert, wenn die Studenten ein Bewusstsein

bezüglich des eigenen Verhaltens mitbringen

würden, das einer Hochschule würdig ist.

Prof. Dr. Andri Mahefa, Professor für Marketing:

Bleiben Sie so, wie Sie sind: engagiert, zielstrebig

und leistungsstark!

Prof. Dr. Romy Mietke, Professorin für ABWL, insbesondere

Betriebliches Rechnungswesen: Es gibt

ganz unterschiedliche Wege, sich Wissen und Problemlösungskompetenz

anzueignen. Der Besuch

einer Lehrveranstaltung kann ein Weg sein. Ich

sehe meine Lehrveranstaltungen als Angebot für

55


studieren

56

die Studierenden und bin

immer von denen begeistert,

die dieses annehmen, hinterfragen

und sich auf zusammenhängende

Darstellungen

zu konzentrieren vermögen.

Eine Lehrveranstaltung ist

immer auch eine zweiseitige

Angelegenheit und wird unter anderem durch die

beteiligten Akteure interessant.

Prof. Dr. Horst Muschol, Professor

für Rechnungswesen:

Ich erwarte von einem Studenten,

dass er gespannt ist

auf das „Abenteuer“ Hochschule

und dieses in der wechselseitigen

Bedingtheit von

Freiheit und Verantwortung

erleben und meistern will. Zur Freiheit zählt ein

hohes Maß an Unabhängigkeit bei der Gestaltung

des Tagesablaufs, der konzentrierte Umgang mit

Gleichgesinnten und die Freude am geistigen Luxus.

Zur Verantwortung zählt der innere Zwang, die

fachlichen und organisatorischen Probleme (konsequent)

zu bearbeiten, Konflikte und ähnlich unbequeme

Dinge mit persönlichem Anstand zu klären

und sich als aktives Individuum mit (zunehmend)

akademischem Stil in die Hochschule einzubringen.

Prof. Dr. Olaf Preuß, Professor

für Management im Gesundheitswesen

und Krankenhaus-

Management: „Management

im Gesundheitswesen und

Krankenhaus-Management“

ist ein profilgebender Studienschwerpunkt

des Studiengangs

„Management öffentlicher Aufgaben“. Die

Thematik „Gesundheitswirtschaft“ steht fünf Studiensemester

praxisorientiert im Mittelpunkt und

determiniert den beruflichen Einstieg. Ich erwarte,

dass die Studierenden die Entscheidung für ihr Fachprofil

bewusst und sorgfältig treffen. Dann ist

Freude am Studium garantiert und Eigeninitiative,

das Curriculum zusätzlich auszugestalten, fällt leicht.

Prof. Dr. Matthias Richter,

Professor für Wirtschaftsmathematik,

betriebliche Modellierung

und Simulation:

Von den Studierenden erwarte

ich vor allem Engagement

und eine gewisse

Begeisterung für ihr Studium.

Dazu zählt, dass man die Lehrveranstaltungen

nicht „einfach über sich ergehen lässt", sondern

mitdenkt, sich zu Hause hinsetzt und übt, den Inhalt

der Lehrveranstaltungen auch mal kritisch hinterfragt,

diskutiert, zu mir kommt und Fragen stellt.

Prof. Dr. Jörg Röhner, Professor

für Steuerlehre/Wirtschaftsrecht:

Spätestens an

der Hochschule ist die Zeit

vorbei, in der man an die

Hand genommen und geführt

wird. Studenten sollten selbstständig

sein und Verantwortung

übernehmen. An erster Stelle ist jeder Student

selbst für seinen Studienerfolg verantwortlich.

Dr. Angelika Rust, Dozentin

für Wirtschaftsenglisch: Studium/Studieren

schließt

selbstständige Arbeit ein.

Diese ist eine Voraussetzung

für einen erfolgreichen Abschluss.

In der Fremdsprache

bedeutet das unter anderem

die selbstständige Erstellung von Listen mit dem


Fachvokabular, die Suche und Durcharbeitung von

englischsprachigen Wirtschaftsartikeln, um das Leseverstehen

zu verbessern, die Aufarbeitung von

Defiziten in Wortschatz und Grammatik. Im Unterricht

sollten die Studenten die Gelegenheit nutzen,

angemessene fachliche Probleme in der Fremdsprache

zu diskutieren.

Prof. Dr. Matthias Schwarz,

Professor für ABWL/Produktionswirtschaft,Materialwirtschaft,

Logistik: Ich erwarte

von „meinen“ Studierenden,

dass sie sich bemühen, Wissen

aktiv aufzunehmen.

Hierzu gehört das permanente

Nacharbeiten von Lehrinhalten genauso wie

das ergänzende, individuelle Studium der Fachliteratur.

Schließlich sollte das theoretisch Gelernte kritisch

hinterfragt und auf Praxistauglichkeit

überprüft werden. Aus erkannten Widersprüchen

zwischen Theorie und Praxis sollten Sie schließlich

zunehmend Fähigkeiten entwickeln können, weiterführende

Fragestellungen und Problemlösungsansätze

zu formulieren, um so Ihr handlungsorientiertes

Wissen zu vertiefen.

Prof. Dr. Tobias Teich, Professor

für Wirtschaftsinformatik:

Das Wichtigste, was ich von

den Studenten erwarte, ist

eine hohe Motivation, ihr

Wissen zügig verbessern zu

wollen. Damit ist großes Engagement

beim Studium und

Selbststudium verbunden. Gleichzeitig sollen die

Studenten, bei denen diese Voraussetzungen gegeben

sind, viel stärker die Professorenschaft fordern.

Nur das bringt beide Seiten auf lange Sicht

voran!

Prof. Dr. Guido Tolksdorf, Professor

für Personalführung

und Betriebsorganisation:

Meine Angebote für das individuelle

Studium können vor

allem dann Gewinn bringen,

wenn sich Studierende auf

Neues einlassen wollen und

auch können. Eine Wissbegierde, etwas Fleiß und

Ausdauer wären wünschenswert. Neben der redlichen

kognitiven Auseinandersetzung sind Auf- und

Ausbau sozialer Kompetenzen eine zentrale Forderung

für die Berufsvorbereitung, die über das Studium

individuell eingelöst werden sollte. In der

Förderung jener Zielsetzung sehe ich meinen Beitrag.

Prof. Dr. Herbert Strunz, Professor

für Unternehmensführung:

Für mich ist die

Hauptaufgabe und das Anliegen

wissenschaftlicher Lehre,

relevante Inhalte und Themen

auf gleicher Augenhöhe zu

vermitteln und dafür zu interessieren.

Ideal ist es dann, wenn alle Beteiligten

auch noch Freude daran haben. Dabei ist es besonders

wichtig, den schmalen Grat zwischen fordern

und fördern erfolgreich zu beschreiten.

Prof. Dr. Klaus Wich-Heiter,

Professor für ABWL: Auch

wenn man oft nicht weiß,

warum und unter welchen

Umständen sich jemand für

ein bestimmtes Studium entschieden

hat, erwarte ich von

den StudentInnen, dass sie

sich für das gewählte Fach interessieren und neugierig

sind auf die Themen, die in Vorlesungen und

Übungen geboten werden. Sie sollten davon ausgehen,

dass wir versuchen, alle StudentInnen bestmöglich

auf ihr künftiges Berufsleben vorzubereiten.

57


Fachschaft verleiht

Goldenen Scheffel

Die Fachschaft Wirtschaftswissenschaften

würdigt herausragende Lehre

Das Klopfen am Ende einer Vorlesung oder

auch die Rückkopplungen der Studierenden durch

die Evaluationen der Lehrveranstaltung honorieren

manch gute Lehrleistung der Professoren. Um

diese Leistung sichtbarer zu würdigen, wurde 2008

erstmals der „Goldene Scheffel“ vom Fachschaftsrat

Wirtschaftswissenschaften ausgeschrieben. Die

Studierenden der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

würdigen damit einen Professor für seine herausragende

Lehre. Dabei muss sich der künftige

Preisträger zunächst in einer Abstimmung unter

den Studierenden gegen die anderen Professoren

der Fakultät Wirtschaftswissenschaften durchsetzen.

Bereits zum zweiten mal in Folge konnte sich

Prof. Dr. Matthias Richter 2009 über den „Goldenen

Scheffel“ freuen, welchen er innerhalb der feierlichen

Exmatrikulation durch Vertreter des

Fachschaftsrates Wirtschaftswissenschaften überreicht

bekam. Dies ist umso bemerkenswerter, da

Prof. Richter an der Fakultät das Lehrgebiet Wirtschaftsmathematik,

betriebliche Modellierung und

Simulation vertritt. Ein Fach, das im Allgemeinen

nicht auf überschwängliche Begeisterung stößt,

und doch gelingt es Prof. Richter, mit Anspruch

und Begeisterung die Studierenden für die Materie

zu gewinnen. Neben Vorlesungen und Übungen

besteht für die Studierenden das Angebot, an studentischen

Tutorien teilzunehmen oder im Vorfeld

des Studiums Kurse in den Grundlagenbereichen

der Mathematik zu besuchen.

Neben dem „Goldenen Scheffel“ würdigen die

Studierenden der Wirtschaftswissenschaften mit

dem „Goldenen Ehrenscheffel“ auch Professoren

für besondere Verdienste. Der „Goldene Ehren-

Prof. Dr. Matthias Richter mit dem

„Goldenen Scheffel 2009“. Das Exemplar

aus dem Jahr zuvor steht schon im Regal.

scheffel 2009“ wurde an Prof. Dr. habil. Rudolf

Merz vergeben. Gewürdigt wurden damit seine

besonderen Verdienste für die Lehre. Nach einer

schweren Krankheit nahm er die Lehrtätigkeit bei

Erfüllung des vollen Lehrpensums bis zu seiner

Pensionierung wieder auf.

59


studieren

60

Tipps zum Verfassen

von Seminararbeiten

von Dr. Monique Dorsch

Es ist soweit: Das Studium hat bisher erfolg-

reich seinen Lauf genommen. Nun steht erstmalig

das Verfassen einer Seminar- oder Hausarbeit an.

Obwohl man bisher alles erfolgreich geschafft hat,

bereitet das neue, „große“ Projekt normalerweise

einiges Kopfzerbrechen. Nie zuvor ist man mit

einem derart umfangreichen, in sich abgeschlossenen

Projekt konfrontiert gewesen.

Wie gehe ich das Projekt zeitlich an?

Rechtzeitig beginnen ist die Devise; nicht mit

dem Schreiben, sondern mit den Vorbereitungen.

Es gilt, sich frühzeitig mit möglichen Themen anzufreunden,

nachzudenken, Ideen zu finden (um sie

dann oft auch wieder zu verwerfen), Informationen

zu sammeln, die Arbeit sozusagen (im Geiste)

vorzubereiten. Das dauert und wird idealerweise

weit vor der eigentlichen Erstellungsphase begonnen,

parallel zu allen laufenden Aktivitäten des Studiums.

Der Prozess der Ideenfindung und des

kreativen Überlegens lässt sich nicht erzwingen

und dauert seine Zeit. Dieserart reift die Arbeit

lange, bevor ihr erster Buchstabe zu Papier gebracht

wird. Die eigentliche Phase des Schreibens

ist dagegen relativ kurz.

Wie finde ich ein geeignetes Thema?

Zunächst müssen Sie sich die Frage stellen, ob

Sie ein theoretisches Thema bearbeiten möchten

(oder sollen) oder ob Sie darüber hinaus in Ihrer

Arbeit einen Bezug zur Praxis herstellen wollen.

Danach haben Sie die Möglichkeit, selbst ein

Thema zu formulieren oder ein vom Betreuer beziehungsweise

von einem Unternehmen angereg-

tes Problem zu untersuchen. Haben Sie sich für die

selbstständige Themenformulierung entschieden,

sollten zunächst folgende Fragen beantwortet werden:

Interessiere ich mich für ein bestimmtes

Thema, bestimmte Theorien, Methoden oder Verfahren?

Bevorzuge ich ausgewählte Autoren oder

Wissenschaftler? Bevorzuge ich die theoretische

oder die empirische Analyse? In welchem Themenbereich

möchte ich meine Abschlussarbeit schreiben?

In welchen Themenbereichen habe ich bereits

Vorkenntnisse erlangt, Vorarbeiten geleistet oder

praktische Erfahrungen gesammelt?

Wie strukturiere ich meine Arbeit?

Die Strukturierung einer Arbeit ergibt sich aus

verschiedenen, teilweise vorgeschriebenen Bestandteilen.

Eine wissenschaftliche Arbeit besteht

üblicherweise aus folgenden Teilen: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis,

Problemstellung, Hauptteil (Theorie,

Empirie, Praxisbezug), Schluss/Fazit, Abbildungsverzeichnis,

Literatur- und Quellenverzeichnis,

Anhänge, Eidesstattliche Erklärung.

Wie recherchiere ich richtig?

Bei der Literatur- und Quellenrecherche geht

es um eine systematische Durchdringung der Materie.

Sie alleine gewährleistet eine erfolgreiche Bearbeitung

des Themas. Bloß „zufällige Lesefrüchte“

aus dem simplen Blättern, Überfliegen

und Nicht-wirklich-Lesen der Quellen zu ernten,

reicht definitiv nicht aus und ist seitens des Betreuers

auch schnell erkannt.

Hat sich herausgestellt, dass sich die Weiterbearbeitung

der Thematik lohnt, muss in jedem Fall

tiefer recherchiert werden. Um nicht schnell in den


erühmten Tonnen von Papier und Hunderten Megabites

zu versinken, sollte man das „gefundene“

Material systematisch sichten, nach bestimmten

Gesichtspunkten (zum Beispiel nach Gliederungspunkten)

ordnen und so ablegen, dass man jederzeit

in der Lage ist, alles wiederzufinden. Klingt

banal, wird aber nur selten wirklich konsequent

durchgehalten. Das berühmte Genie beherrscht

das Chaos dann doch nicht.

Im Zuge einer empirischen Untersuchung (Primärrecherche)

ist letztlich die Entscheidung zu treffen,

ob mit Hilfe einer qualitativen oder einer

quantitativen Forschung vorgegangen wird.

Zur ersten groben Orientierung eignen sich

Enzyklopädien und Konversationslexika. Möchten

Sie sich anschließend einen themenbezogenen

Überblick verschaffen, sollten Fachlexika verwendet

werden (Vorrecherche). Zur vertieften Recherche

besteht die Möglichkeit, sich mit Hilfe von

Suchmaschinen in Bibliotheken oder im Internet

einen genaueren Überblick über die Problemstellung

zu verschaffen. Haben Sie sich für spezielle

Bücher oder Aufsätze entschieden, sollten auch die

darin enthaltenen Quellenangaben verfolgt werden

(Schneeballprinzip).

Wann beginne ich mit dem Schreiben?

Grundsätzlich sollte man bei der ersten Niederschrift,

die landläufig auch Rohfassung genannt

wird, bemüht sein, so genau wie möglich zu arbeiten.

Nach dem Motto: „Schlampereien“ ziehen

sich, ohne dass man sie wieder richtig los wird, bis

zum Ende der Arbeit durch. Zudem wird man

immer wieder auf Informationen stoßen beziehungsweise

Erkenntnisse gewinnen, durch die die

Rohfassung später noch bereichert wird.

Für das Formulieren gilt: nicht krampfhaft

„hochwissenschaftlich“ schreiben, vielmehr geht

es darum, prägnant, klar und deutlich sowie erklärend

zu formulieren. „An den Leser denken“,

ist die Devise. Leider sind gerade wissenschaftliche

Bücher diesbezüglich oft kein geeignetes Vorbild.

Wie zitiere ich richtig?

Um den Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums

zu vermeiden, sollten Sie sich intensiv mit

Zitierregeln auseinandersetzten. Generell kann

man das wörtliche Zitieren und das sinngemäße Zitieren

unterscheiden. Wörtliche Zitate sind in Anführungszeichen

zu setzen. Auslassungen werden

mit [...] gekennzeichnet. Nach einem wörtlichen

Zitat oder einer sinngemäß wiedergegebenen Passage

folgt eine hochgestellte arabische Ziffer, die

dann als Fußnote am unteren Seitenrand wieder

auftaucht. Hinter dieser Fußnote folgt dann die

Quellenangabe.

Welche formalen Anforderungen müssen

beim Schreiben beachtet werden?

Zu verwenden ist stets das Papierformat DIN

A4. Üblich sind die Schriftgröße 12 und ein Zeilenabstand

von 1,5. Der linke Rand sollte mindestens

drei Zentimeter breit sein, um zu gewährleisten,

dass das Lesen trotz der Bindung noch problemlos

möglich ist. Der rechte Rand kann individuell gestaltet

werden, sollte aber mindestens zwei Zentimeter

breit sein.

In Ihrer Arbeit muss eine logische Struktur zu

erkennen sein, und der Leser sollte ihre Gedankengänge

gut nachvollziehen können. Ebenso sollten

Absätze nicht aus einzelnen Sätzen bestehen, sondern

größere Blöcke bilden, die sich an logischen

Zusammenhängen orientieren.

Die Einleitung stellt den sogenannten „Eisbrecher“

Ihres Werkes dar und wird dafür sorgen, ob

ein Leser Ihrem Geschriebenen Aufmerksamkeit

schenkt oder nicht. Gestalten Sie somit den Anfang

Ihrer Arbeit interessant und machen Sie neugierig

auf das, was auf den folgenden Seiten kommt.

Die nachfolgenden Kapitel dienen der eigentlichen

Problembearbeitung. Es geht darum, das recherchierte

Material zu verarbeiten und zu

dokumentieren. Dabei sollten Sie die verschiedenen

Gedankengänge aus der Literatur mit eigenem

Wissen und eigenen Ideen ergänzen. Weiterführend

müssen Sie verschiedene Zusammenhänge

61


studieren

62

herstellen und verdeutlichen sowie unterschiedliche

Sichtweisen beleuchten, vergleichen und bewerten.

Alle Aussagen sollten mittels verschiedener

Thesen, Theorien, Zahlen oder Zitate belegt werden,

die mit einem Quellenverweis versehen werden

müssen. Es ist ratsam, diese Literatur- und

Quellenangaben gleich während des fortlaufenden

Schreibens korrekt anzuführen, da sich eine nachträgliche

Suche und Zuordnung äußerst schwierig

und zeitaufwendig gestalten kann.

Zu vermeiden ist die Verwendung der Ich-

Form. Genauso zu vermeiden ist die Wir-Form, die

heute absolut nicht mehr gebräuchlich ist. (Der

majestätische Plural wurde zuletzt in Zeiten der

Monarchie verwendet.) In jedem Fall unpassend

sind beim wissenschaftlichen Arbeiten auch alle

Arten von Pauschalisierungen und Übertreibungen.

Quantität ist kein Indikator für die so wichtige

Qualität. Jedes Thema kann im Prinzip auf jeder

Anzahl von Seiten dargestellt werden. Die berühmte

Relativitätstheorie von Albert Einstein umfasste

beispielsweise nur 30 Seiten. Es ist keinesfalls

leicht, kurz und prägnant zu formulieren. In diesem

Zusammenhang hieß es schon: „Heute hatte ich

wenig Zeit, da habe ich viel geschrieben.“

„Wir wollen doch keine Schriftsteller werden!“

Aber: man sollte als angehender Akademiker

in der Lage sein, etwas „Ordentliches“ abzugeben

– inhaltlich korrekt, orthographisch richtig und formal

präzise. Das gilt im Übrigen auch für alles

Schriftliche, das man im Laufe des Lebens – ob beruflich

oder privat – verfasst. Natürlich ist Schreiben

nicht jedermanns Sache.

Wer für sich erkannt hat, dass Schreiben nicht

seine große Stärke ist, braucht Hilfe und sollte sich

deshalb unbedingt an jemanden wenden, der die

Arbeit liest und korrigiert, etwa ehemalige, noch

freundlich gesinnte Deutschlehrer, Eltern, Verwandte

oder Freunde. Beim Korrekturlesen stellt

sich oft auch heraus, dass manche Formulierung

für den außenstehenden Leser nicht so verständlich

ist, wie man das selber angenommen hat. Nicht zu-

letzt deshalb ist es oft gar nicht schlecht, wenn der

Korrektur-Leser kein Fachmann ist.

Tipps und Tricks für die Arbeit mit dem PC

Zum Glück gibt es PCs. Der große Vorteil des

„Word-Zeitalters“ gegenüber der Schreibmaschine

ist es, jederzeit Änderungen ohne großen Aufwand

vornehmen zu können und dies regelrecht bis zur

berühmten „letzten Sekunde“.

Beim Schreiben der Arbeit sollten auf jeden Fall

die Vorteile des Computers beziehungsweise der

Textverarbeitungsprogramme genutzt werden. Viele

Vorgänge lassen sich automatisieren (zum Beispiel

Erstellung von Verzeichnissen, Abbildungsbeschriftungen

usw.). Um unschöne Abstände zwischen

den einzelnen Wörtern zu vermeiden, sollte die automatische

Silbentrennung eingeschaltet werden.

Verwenden Sie auch die automatische Rechtschreibkontrolle;

verlassen Sie sich aber nicht allein darauf

(zum Beispiel entstehen dadurch häufig Trennungsfehler).

Bei der Endredaktion ist es ratsam, überflüssige

Leerzeichen mit der Funktion „Suchen und

Ersetzen“ zu suchen und zu eliminieren.

Wer in Sachen Textverarbeitung nicht sattelfest

ist, sollte sich diesbezüglich schlau machen;

jede Menge Literatur ist dazu verfügbar.

Die Tücken des Computers dürfen aber nicht

unterschätzt werden. Die Kopierfunktion des Computers

kann sich beispielsweise fatal auswirken:

Etwa wenn eine Quelle, in der ein Druckfehler ist,

an anderer Stelle wieder verwendet und einfach

kopiert wird, wodurch sich der Fehler vervielfacht.

Manch einer musste bereits herbe Verluste infolge

von Festplattenabstürzen hinnehmen. Es gibt

nichts Schlimmeres, als das Rad noch einmal erfinden

zu müssen, wenn Daten unwiederbringlich

verloren gegangen sind, weil man es versäumt hat,

sich ausreichend Sicherungskopien von verschiedenen

Arbeitsständen anzufertigen. Besonders

schlimm ist dies gegen Ende der Arbeit, wenn viel

geschaffen wurde und außerdem großer Zeitdruck

herrscht.


Plagiate

Das Internet in seiner schier unerschöpflichen

Art verleitet schnell dazu, etwas zu kopieren, herunterzuladen

oder abzuschreiben, ohne die korrekte

Quelle anzugeben. Natürlich ist diese

Vorgehensweise im Rahmen des wissenschaftlichen

Arbeitens unseriös.

Man behält sich als Betreuer deswegen vor, die

Internettechnologien und spezielle Programme

(etwa die Software „Plagiarism Finder“) zur Überprüfung

von eventuellen Plagiaten zu nutzen.

Dazu gehört unter anderem auch eine automatische,

regelmäßige Prüfung spezieller Webseiten,

wie www.diplomarbeiten.de, www.hausarbeiten.de,

www.seminararbeiten.de. Auch Meta-

Suchmaschinen erweisen sich in diesem

Zusammenhang als äußerst hilfreich. Werden Plagiate

entdeckt, führt dies unweigerlich zu unangenehmen

Konsequenzen.

Nach welchen Kriterien wird eine wissenschaftliche

Arbeit bewertet?

Folgende Bewertungskriterien fließen in die

Begutachtung ein: Logik des Aufbaus, fachliche/inhaltliche

Qualität, erzielte Ergebnisse, Angemessenheit

des Umfangs, Verwendung geeigneter

Quellen, korrekte Zitierweise, Art der Formulierung,

Anschaulichkeit der Darstellung sowie Qualität

der Ausfertigung.

Literaturtipp: Strunz, Herbert;

Dorsch, Monique: Wie gelingt

meine wissenschaftliche Abschlussarbeit?;

Verlag Niederle

Media: Altenberge 2006; 94 Seiten;

7,00 Euro

Vom Studium

und anderen wichtigen Dingen

So klappt es auch mit dem Prof

Fachhochschule – das klingt zuerst nach

Schule. Auf den ersten Blick sieht das Studium in

der Fakultät Wirtschaftswissenschaften auch ein

bisschen aus wie in der Schule. Du hast einen Plan,

in dem du alle Vorlesungen eines Semesters findest.

Die seminaristischen Vorlesungen, Übungen

und Seminare werden, mit Ausnahme der klassischen

Vorlesung, in kleinen Räumen gehalten. Was

wie Schule aussieht, solltest du aber nicht mit einer

Schule verwechseln und beide Dinge vielmehr als

Vorteile sehen, die eine Fachhochschule ganz eindeutig

von einer Universität unterscheiden. Das

Studium ist strukturiert, was wiederum nicht heißt,

dass du dich strikt danach richten musst. Das

Grundgesetz gibt dir auch die Freiheit von Forschung

und Lehre. Damit kannst du deinen Vorlesungsplan

selber gestalten. Mit der Vorgabe will

die Fakultätsleitung lediglich verhindern, dass du

einer Vorlesung in überfüllten Räumen lauschen

musst. Denn Studenten, die im großen Hörsaal auf

dem Boden sitzen, wirst du der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

nur äußerst selten erleben.

Professorentitel

Im Wort Fachhochschule steckt aber noch viel

mehr: das Wort Fach und das Wort Hoch. Hoch,

wie höhere Bildung. Und genau so solltest du dich

an einer Fachhochschule auch verhalten. Wie

Menschen, die eine höhere Bildung genießen.

Dazu gehört etwa, dass ein Professor mit seinem

Professorentitel angesprochen wird. Wenn du nach

dem Studium eine akademische Laufbahn einschlägst,

wirst du schnell feststellen, wie viele persönliche

Entbehrungen und Arbeit in diesem Titel

stecken. Das gilt es zu würdigen, bei einem Mana-

63


studieren

64

ger eines Großunternehmens würdest du auch

nicht einfach ins Büro einfallen, ohne vorher mit

der Sekretärin einen Termin vereinbart zu haben.

Klopfen

Zu einer höheren Bildung gehört auch, dass

geklopft wird. Das Klopfen auf den Tisch, bevor

der Professor sein Wort erhebt, ist gewissermaßen

die Begrüßung. Nach dem Ende der Vorlesung wird

geklopft, um sich zu verabschieden. Dieser Ritus ist

aber gleichzeitig auch eine einfache Art, zu zeigen,

wie gut dir die Vorlesung gefallen hat. Langes, lautes

Klopfen – gute Vorlesung. Kurz und leise –

miese Vorlesung.

Kaffeeklatsch

Die normalen Regeln des Anstandes sind für

die meisten kein Problem, doch es gibt wenige

Ausnahmen, und diese Ausnahmen können ein

ganzes Matrikel in Verruf bringen. Ständiges zu

spät kommen, in den Vorlesungen pausenlos quatschen

und lachen, das ist mehr als unpassend. Sicher

gibt es im Leben mitunter interessantere

Dinge, als den Stoff der Vorlesungen. Doch diese

Gespräche könnt ihr auch in der Mensa führen.

Freiheit von Lehre und Forschung heißt auch, dass

du die Vorlesungen nicht besuchen musst. Ausgenommen

sind davon lediglich die Praktika. Wenn

es keine Pflicht zum Vorlesungsbesuch gibt, dann

heißt das aber auch, dass du die Konsequenzen

dafür tragen musst (Nacharbeiten des Stoffes zu

Hause mit der Gefahr, den Anschluss zu verlieren)

und anschließend niemanden für ein eventuelles

Versagen haftbar machen kannst. Also setze dich,

wenn es derart wichtige Sachen zu erzählen gibt,

die nicht länger warten können, in die Mensa, aber

störe nicht deine Kommilitonen.

Speisezimmer

Von den Professoren nicht gern gesehen sind

speisende Studenten in den Vorlesungen. Also lass

die Frühstückschnitte oder den Apfel in der Tasche

stecken und lass dir beides während der Pause in

der Mensa schmecken. Ähnlich ist es mit Getränken.

Wenn du an heißen Tagen etwas in der Vorlesung

trinkst, dann wird keiner etwas sagen, aber

das sollte die Ausnahme bleiben. Oder würde dir

ein Professor gefallen, der vor dir steht und ständig

aus einer Flasche trinkt?

Raubkopien

Nach den Buchstaben des Gesetzes ist es verboten,

ein komplettes Buch zu kopieren. Bisher ist

aber noch kein Studierender verklagt worden,

wenn er es getan hat. Trotzdem: Professoren sehen

es nicht gern, wenn die Bücher, die sie verfasst

haben, als Kopiensammlung vor ihnen liegen. Das

hat natürlich etwas mit den Geldbeträgen zu tun,

die sie für jedes Buch bekommen. Das ist ihre Motivation,

sich abends nach den Vorlesungen noch

an den Schreibtisch zu setzen und ein Buch zu verfassen,

während sich andere, nicht schreibende

Kollegen schon um ihre Familien kümmern. Diese

Centbeträge sind damit die Grundlage dafür, dass

immer wieder neue Bücher in Deutschland erscheinen.

Jedes kopierte Buch gefährdet damit auch den

Wissenschaftsstandort Deutschland. Da sie selbst

studiert haben, wissen die Professoren aber natürlich

auch, dass bei den Studenten das Geld immer

knapp ist. Wenn dem so ist, dann hole dir das Buch

doch einfach aus der Bibliothek. Und an dem Tag,

an dem du merkst, dass du dieses Buch auch später

einmal brauchen könntest, kaufe es dir einfach.


An die Professoren und Studierenden der

Westsächsischen Hochschule Zwickau

Unterstützen Sie den

Hochschulförderverein Mentor e.V.!

Die Westsächsische Hochschule Zwickau

(WHZ) ist wirklich gut aufgestellt. Der gute Ruf der

Hochschule, das breite Angebot an Studiengängen

und die guten Ergebnisse im regionalen Hochschulranking

sind ein Garant für das wachsende Interesse

potenzieller Studienbewerber. Dabei scheint

es ein Erfolgsweg zu sein, wenn Professoren und

Studenten gemeinsame Sache machen, denn sie

wissen, ohne den Zuspruch neuer Studenten werden

die Geldmittel für Bildung anders verteilt.

Der Hochschulverein Mentor e. V. hilft dabei,

in den Bereichen der Ausbildung, der Forschung

und der Verwaltung die WHZ auf einem hohen

Qualitätsniveau zu fördern und zwar in allen ansässigen

Fachgebieten. Das geschieht zum Beispiel

durch die Bereitstellung von Mitteln, durch aktive

Unterstützung der Studierenden, durch eine enge

Zusammenarbeit mit der Industrie und Wirtschaft,

bei der Verbreitung des Bildungs- und Wirtschaftsanliegens

sowie bei der Gestaltung wissenschaftlicher

Begegnungen und des Wissenstransfers.

Der Vorstand hat einige Handlungsfelder definiert

und ist dabei, einen Maßnahmenplan abzuarbeiten,

der die folgenden Themenstellungen

verbessert:

• Kommunikation

• Mitglieder

• Finanzen

• Unterstützung der Studenten im Studium

• Honorierung studentischer Leistungen

• Zusammenarbeit im Mentor e. V..

Eine der vordringlichsten Aufgaben ist die Gewinnung

neuer Mitglieder. Denn nur dann ist es

möglich, die Wirkungsmöglichkeit des Mentor

e. V. zu erhöhen.

„Ohne Moos nix los!“ sagt man zu recht in

Bayern. Deshalb wird es eine zentrale Aufgabe

des Vorstandes sein, neue Mitglieder für den Verein

zu gewinnen, um die anstehenden Aufgaben

zu meistern. Als Vorstandsvorsitzender des Mentor

e. V. fordere ich Sie daher auf, und bitte Sie

gleichzeitig, Solidarität mit Ihrer Hochschule zu

zeigen:

„Werden Sie Mitglied im Mentor e. V.“

Investieren Sie in unsere Studenten! Mit fünf

Euro pro Monat sind Sie als persönliches Mitglied

dabei. Und weil das ganze ja für einen guten

Zweck ist, dürfen Sie die 60 Euro Jahresgebühr

auch als Spende für einen „guten Zweck“ von der

Steuer absetzen.

Unser erklärtes Ziel: 500 Vereinsmitglieder in

den nächsten 3 Jahren. Und wenn alle Professoren

der WHZ mitmachen, dann haben wir in den nächsten

Monaten bereits 250 Mitglieder im Verein.

Selbstverständlich können auch Studenten der

WHZ Mitglied im Mentor e. V. werden. Mit einem

Euro pro Monat beziehungsweise zwölf Euro pro

Jahr sind Sie dabei. Die Steuerbefreiung gilt selbstverständlich

auch für Sie.

Zögern Sie nicht, füllen Sie die „Beitrittserklärung“

unter www.mentor-zwickau.de aus und

werden Sie Mitglied in unserem Mentor e. V.

Der Autor

Prof. Dr. Günther Keilhofer ist Vorstandsvorsitzender

des Hochschulfördervereins Mentor e. V. und

Honorarprofessor für Personalmanagement an der

Fakultät Wirtschaftswissenschaften.

65


studieren

66

Die wichtigsten gesetzlichen

Grundlagen auf einen Blick

Diese Grundsätze

sollte jeder Student kennen

Zum unangenehmeren Bestandteil des Studi-

ums gehören ohne Zweifel die Prüfungen. Nur

wenn sie bestanden wurden, kann das Studium erfolgreich

beendet werden. Dabei werden Fähigkeiten,

Wissen und Können getestet und bewertet.

Um die Prüfungen erfolgreich bestehen zu können,

müssen jedoch auch einige rechtliche Grundsätze

beachtet werden. Wir haben nachfolgend die

wichtigsten Fakten zum Thema Prüfungen für

euch zusammengestellt.

Grundlage sind insbesondere die Studien- und

Prüfungsordnungen eurer Studiengänge, das

Sächsische Hochschulgesetz sowie weitere hochschulweite

Ordnungen.

1. Prüfungen sind der Nachweis der erbrachten

Studienleistungen. Prüfungen können in verschiedener

Form abgelegt werden: Schriftliche

Prüfungen werden in der Regel in der Prüfungszeit

am Ende des Semesters nach den Lehrveranstaltungen

geschrieben. Mündliche Prüfungen können

bereits innerhalb des Semesters abgelegt werden,

ebenso alternative Prüfungsleistungen (zum Beispiel

das Verfassen einer Belegarbeit nach vorgegebenem

Umfang). Im Modulhandbuch findet sich

für jedes Modul die Form der Prüfungsleistung.

2. Für die Prüfungen muss sich mindestens vier

Wochen vorher angemeldet werden. Damit das

niemand vergisst, erhält jeder rechtzeitig eine

E-Mail des Studiendekans mit den Terminen und

der Beschreibung des Anmeldeverfahrens. In der

Regel erfolgt dies über die „SB-Funktionen“, die

du auf der Internetseite der Hochschule unter der

Kategorie „Studenten“ findest. Eine Austragung

aus der Prüfung ist bis 24 Uhr des vorhergehenden

Tages der Prüfung über die SB-Funktion oder spätestens

am Prüfungstag vor Beginn der Prüfung

aus der Liste, die dann im Prüfungsraum ausliegt,

möglich.

3. Ist jemand zu krank, um sich vor der Prüfung

von dieser abzumelden, muss innerhalb von

drei Arbeitstagen ein Krankenschein ans Prüfungsamt

(und nicht an den Prüfungsausschuss!) geschickt

werden: (Bitte persönliche Kennnummer

und Matrikelnummer mit angeben!). Die Adresse

lautet:

Westsächsische Hochschule Zwickau

Dezernat Studienangelegenheiten

Prüfungsamt

Postfach 20 10 37

08012 Zwickau

4. Wurde eine Modulprüfung nicht bestanden,

kann diese zweimal wiederholt werden. Erst nach

dem dritten Scheitern ist das Studium beendet (automatische

Exmatrikulation). Nach dem erstmaligen

Nichtbestehen einer Prüfung wird man automatisch

zur ersten Wiederholungsprüfung zugelassen,

die innerhalb eines Jahres abgelegt werden

muss. Die zweite Wiederholungsprüfung darf nur

nach einem vom Prüfungsausschuss genehmigten

Antrag geschrieben werden. Die Antragstellung

muss innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntgabe

des Prüfungsergebnisses erfolgen. Die 2. Wiederholungsprüfung

muss zum nächstmöglichen Zeitpunkt

nach Nichtbestehen der 1. Wiederholungsprüfung

nachgeholt werden.

5. Wenn bereits an einer anderen Hochschule

ein Studium begonnen oder eine angeschlossene

Berufsausbildung absolviert wurde, besteht die


Möglichkeit der Anerkennung von Studien- und

Prüfungsleistungen. Die Anerkennung erfolgt nicht

automatisch, sondern immer nur auf Antrag des

Studenten. Über das Verfahren gibt die Prüfungsausschussvorsitzende

Auskunft.

6. Die Exmatrikulation erfolgt, wenn nicht innerhalb

von vier Fachsemestern mindestens eine in

der Prüfungsordnung vorgesehene Prüfungsleistung

erbracht wurde.

7. Während des Urlaubssemesters können

Studien- und Prüfungsleistungen erbracht werden.

8. Die Zwischenprüfung (ehemals Vordiplom)

gibt es nur noch in nicht-modularisierten Studiengängen.

Konkret bedeutet das:

a) Es erfolgt formal keine Unterscheidung zwischen

Grund- und Hauptstudium.

b) Keine Berechnung einer Vordiplomnote und

keine Ausstellung eines Vordiplomzeugnisses

c) Alle Prüfungen gehen mit der vorgesehenen Gewichtung

in die Endnote ein, in den Bachelor-Studiengängen

Betriebswirtschaft und Management

öffentlicher Aufgaben alle Prüfungen zu 100 Pro-

Impressum

Das Studienhandbuch ist eine kostenlose

Informationsbroschüre für Studierende an der

Fakultät Wirtschaftswissenschaften der

Westsächsischen Hochschule Zwickau

Herausgeber: Fachschaftsrat und Fakultät

Wirtschaftswissenschaften der

Westsächsischen Hochschule Zwickau

Scheffelstraße 39

08066 Zwickau

Texte: die genannten Autoren sowie Cornelia Enger,

Nadine Gerhardt, Markus Haubold, Markus

Theile, Sebastian Kluge, Daniela Künzler, David

Uhlmann, Phil Schauer, Oliver Schirmer, Daniel

Modes, Kathleen Weiß, Eric Müller, Sabrina

Sander, Martin Sterzel, Michael Heubeck, Stefan

Schneider

Fotos: Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät

und Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften

sowie „group of happy friends“ von Andres

Rodriguez/fotolia.de (S. 1), Stadtverwaltung

zent, im Diplom-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

die Modulprüfungen der ersten 4 Semester

(laut Prüfungsplan der DPO, gilt für alle ab

WS 10/11 Immatrikulierte) zu 20 Prozent.

9. Die Regelstudienzeit beträgt in den Bachelor-Studiengängen

6 Semester und in den Diplomstudiengängen

8 Semester. Wird die Regelstudienzeit

um 4 Semester überschritten, gilt die

Abschlussprüfung als nicht bestanden. Eine nicht

bestandene Abschlussprüfung kann innerhalb

eines Jahres einmal wiederholt werden.

Der Prüfungsausschuss entscheidet über studentische

Anträge auf Verlängerung von Fristen,

Genehmigung der zweiten Wiederholungsprüfung

und vieles andere mehr. Bei allen Fragen rund um

Prüfungen wendest du dich an die Vorsitzende,

Prof. Dr. Angelika Büchner, Zimmer S 5315, Ruf

3488 oder per E-Mail an Angelika.Buechner@fhzwickau.de.

Falls du dir nicht sicher bist, ob der

Prüfungsausschuss das richtige Gremium für dein

Anliegen ist, dann frage einfach beim Fachschaftsrat

nach, denn zwei Mitglieder nehmen an allen

Sitzungen des Prüfungsausschusses teil.

Zwickau (S. 10, S. 11), Sarah Gieseke (S. 18),

Sebastian Rab (S. 21), Wolfgang Thieme,

Niederwiesa (S. 42, S. 53), Dr. Monique

Dorsch (S. 46, S. 47), René Pogoda (S. 73), Alter

Gasometer (S. 80)

Satz: Agentur Graf Text – Agentur für Grafik und Text

Carolastraße 32

08056 Zwickau

Telefon: 0375 30358958

brief@graf-tex.de

Art Director: Matthias Trenkel (M.Trenkel@graf-text.de)

Auflage: 1000 Stück

Redaktionsschluss: 21. August 2010

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Jeder Nachdruck,

auch auszugsweise, bedarf der vorherigen schriftlichen

Genehmigung durch die Herausgeber.

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studieren

68

ABC

Diese Buchstaben sollte

jeder Studierende kennen

Academic procrastination (dt. akademisches

Aufschieben), weitverbreitete Angewohnheit

von Studenten, Vorträge und wissenschaftliche Arbeiten

erst in letzter Minute zu verfassen. Mache

dir bewusst, dass du genügend Zeit hast, eine gute

Arbeit abzuliefern und fange rechtzeitig an.

Anschrift muss stimmen! Offizielle Briefe an die

Hochschule sollten folgende Anschrift tragen:

Westsächsische Hochschule Zwickau

Postfach 20 10 37

08012 Zwickau

Die E-Mail-Adressen von Studenten, Mitarbeitern

und Professoren setzen sich zusammen aus Vorname.Name@fh-zwickau.de,

die Telefonzentrale

ist unter der Nummer 0375 536-0 zu erreichen.

Achtung: In diesem Handbuch sind jeweils nur die

Nummern angegeben, die statt der Null eingesetzt

werden müssen, falls du von außerhalb anrufst.

Aula ist das Gebäude auf dem Campus Scheffelberg,

in dem neben Studentenfeten auch

Vorlesungen stattfinden. Außerdem gibt es auch

noch ein Gebäude am Dr.-Friedrichs-Ring, das so

heißt. Da werdet ihr dann spätestens auftauchen,

wenn es heißt: erfolgreiche Exmatrikulation.

Alumni Wirtschaft Zwickau e.V. ist ein Verein,

welcher der Zusammenführung von Absolventen

(Alumnis), Studenten, Mitgliedern und

Freunden des Fachbereiches dient. Der Alumniverein

dient Professoren auch dazu, Kontakte in die

Praxis zu halten. Neue Mitglieder sind natürlich jederzeit

gern gesehen.

Auslandsemester. Traumjob ohne Auslandserfahrung?

No way! Damit jeder, der will und

die entsprechenden Leistungen mitbringt, seine

Chance bekommt, gibt es die Auslandsstudienkommission,

die einen Studienaufenthalt in Europa

und den USA vermittelt. Infos gibt es auf Seite 20

dieses Handbuches, bei Frank Mehlhorn, Zimmer

5221, (Ruf 3478) und per E-Mail (Frank.Mehlhorn@fh-zwickau.de).

Darüber hinaus gibt es an

der Hochschule ein Akademisches Auslandsamt.

Dort helfen euch Monika Katz und Elke Kunze weiter.

Auslandsstudentenausweis. Den einzigen weltweiten

anerkannten Studentenausweis (ISIC)

könnt ihr im →Studentenrat gegen eine Gebühr

von 12 Euro beantragen. Bitte vorher den Antrag

auf der Homepage www.stura-zwickau.de downloaden

und ausfüllen. Dann könnt ihr jeweils zwischen

dem 1. September und dem 31. Dezember

des Folgejahres die Vergünstigungen in Anspruch

nehmen.

Bachelor of Arts (B.A.) ist der erste international

anerkannte akademische Grad nach einer wissenschaftlichen

Ausbildung an einer Hochschule.

Der B.A. kann an der →Fakultät Wirtschaftswissenschaften

in den Studiengängen Betriebswirtschaft

und Management öffentlicher Aufgaben erworben

werden.

Bergfest feiern alle Studierenden, die bereits die

Hälfte ihres Studiums absolviert haben. Die

Party wird von den Studenten organisiert und findet

in der Regel im Sommersemester statt. Jedes


Bergfest hat ein eigenes Motto. Dieses wird auch

auf T-Shirts abgedruckt, die du kaufen kannst. Gestalte

dein Bergfest mit und schließe dich dem

Orga-Team an!

Berufungsverfahren richtet sich nach dem Sächsischen

Hochschulgesetz zur Berufung neuer

! Professoren. Das Berufungsverfahren dauert in

der Regel ein Jahr, kann aber auch bis zu drei Jahre

dauern. Die Berufungskommission bestimmt eine

Liste mit Kandidaten. Doch bevor diese Liste feststeht,

werden geeignete Kandidaten eingeladen,

die Vorträge zur fachlichen Richtung der Professur

halten. Lass dir das nicht entgehen! Berufungsvorträge

gibt es nicht oft und sind aus studentischer

Sicht interessanter als man denkt!

Bibliotheken der Hochschule stehen dir am

Standort Zwickau zwei zur Verfügung. Die

Zweigbibliothek Scheffelberg (in Klammern) und

die Hauptbibliothek an der Klosterstraße haben

folgende Öffnungszeiten:

Montag 8.30 – 20 Uhr (19 Uhr)

Dienstag 8.30 – 20 Uhr (19 Uhr))

Mittwoch 10.00 – 20 Uhr (19 Uhr)

Donnerstag 8.30 – 20 Uhr (19 Uhr)

Freitag 8.30 – 15 Uhr (15 Uhr)

Bitte beachte Änderungen vor allem in der Semesterpause.

Diese werden dir stets rechtzeitig per E-

Mail mitgeteilt. Außerdem ist die Hochschulbiliothek

mit einer eigenen Seite bei Facebook vertreten

(http://www.facebook.com/ Hochschulbibliothek.Zwickau).

Nicht fehlen darf ein Blog: Diesen

findest du unter http://biblog.fh-zwickau.de. Angeboten

werden regelmäßig auch Informationsveranstaltungen

und Schulungen auch zu den

elektronischen Angeboten, die rund um die Uhr

über das Internet genutzt werden können. Bei Anfragen

beziehungsweise Hinweisen wende dich an

die Bibliotheksmitarbeiter vor Ort oder über Ruf

1251 oder 1254 sowie per E-Mail an Hochschulbibliothek@fh-zwickau.de.

Buchbestellung; wie so viele andere Dinge auch,

lassen sich natürlich heute auch Bücher im Internet

bestellen. Für den Einzelnen sicher bequem,

ist es im Sinne einer attraktiven Zwickauer Innenstadt

äußerst bedenklich. Denn die Internetbuchhändler

gefährden die Existenz der klassischen

Buchhandlungen. Deshalb empfiehlt dir der

! Fachschaftsrat: Kaufe deine Bücher bei den

Buchhändlern in der Stadt. Dort kannst du dir die

Bücher anschauen, drin blättern und gleich mitnehmen.

Und sollte trotz riesiger Auswahl einmal ein

Buch nicht vorrätig sein, kann es innerhalb von 24

Stunden bestellt werden. Du brauchst nur noch in

der Buchhandlung vorbeigehen und es abholen.

Das lästige Warten auf den Paketdienst in der


studieren

70

der Wohnung oder dem Wohnheim entfällt. Noch

ein Tipp: Welche Neuerscheinungen lesenswert

sind, entnimmst du den →Wirtschaftszeitungen

C ampus3 ist das offizielle Hochschulmagazin. Es

erscheint einmal im Semester und informiert

über Forschung und Engagement der Professoren

und Mitarbeiter. Neben Berichten über Hochschulveranstaltungen

gibt es immer wieder sehr interessante

Studentenbeiträge. Nicht nur Lesen lohnt

sich, auch hier ist Mitmachen angesagt.

Computer kannst du am Hochschulstandort

Scheffelberg in sieben rechentechnischen Kabinetten

nutzen. Diese findest du im Lehrgebäude,

Gebäudeteil Kopfbau. Die Pools mit insgesamt 144

Computern sind wochentags von 6.30 bis 21 Uhr,

auf dem Campus Scheffelberg bis 20 Uhr geöffnet.

Bei Problemen oder Verlust des Studentenausweises

wende dich an das →Zentrum für Kommunikationstechnik

und Informationsverarbeitung unter

Ruf 1215 oder E-Mail zki@fh-zwickau.de

Chipkarte wird eure Hochschulidentifikationskarte

genannt. Sie umfasst folgende

Funktionen: Studentenausweis

mit aufladbarer Geldbörse, VMS (Verkehrsverbund

Mittelsachsen)-Ticket für öffentliche Verkehrsmittel

im Nahverkehr (nähere Informationen erteilt der

→Studentenrat), bargeldlose Mensanutzung, bargeldlose

Bezahlung an Kopiergeräten der Hochschule

und in der Bibliothek, Öffnen von

Schranken und Türen (Zutritt-Kontrollsystem),

Nutzung als Bibliothekskarte. Die Aktualisierung

(Validierung) des gültigen Semesters erfolgt nach

jeder semesterweisen Rückmeldung an den aufgestellten

Terminals. Die Terminals befinden sich vor

der →Mensa am Dr.-Friedrichs- Ring, neben dem

Studentensekretariat R I 220, im Foyer R II 284 und

auf dem Campus Scheffelstraße Lehrgebäude und

im Foyer der Mensa. Achte bitte darauf, dass du

die Geldbörsennummer der Chipkarte notierst (für

den Fall eines Verlustes). Diese steht auf der Rückseite

der Chipkarte. Die Auszahlung von Restguthaben

ist nur möglich, wenn die Geldbörsennummer

bekannt ist.

Die Ausstellung einer neuen Chipkarte erfolgt im

Dezernat Studienangelegenheiten, Studentensekretariat

(R I 220). Es fällt eine Gebühr von 10 Euro

an – außer bei Diebstahl (Protokoll über die erfolgte

Anzeige bei der Polizei ist als Nachweis vorzulegen).

Die Sperrung der Chipkarte muss

unverzüglich unter der Adresse https://ver.fhzwikkau.de/verlust

eigenständig erfolgen. Die Anmeldung

ist zwingend mit deinem Nutzeraccount

vorzunehmen. Die Übertragung der Daten an die

entsprechenden Bereiche zur Sperrung der Karte

erfolgt anonym.

Clubs für Studenten gibt es dreimal. Im Einzelnen

sind das der Studentenclub 013, den du

im Wohnheim Innere Schneeberger Straße findest.

(www.null13.de). Der Studentenclub Collage hat

sein Domizil am Wohnheim an der Makarenkostraße

4-6. (www.Club-Collage.de) Den Studentenclub

Tivoli findest du an der Äußeren Schneeberger

Straße 18. Im Netz findest du das Tivoli unter

www.tivoli-zwickau.de.

Dekan ist bei uns Prof. Dr. Herbert Strunz. Er

leitet die Fakultät Wirtschaftswissenschaften

seit Juli 2009 für drei Jahre und ist, wenn man die

Hochschule mal als Staat betrachtet, so etwas wie

der Ministerpräsident. Den Dekan findest du im

Zimmer 6208. Weil ein Dekan ein vielbeschäftigter

Mann ist, rufe lieber vorher unter der Rufnummer

3241 an oder schreibe eine E-Mail an

Herbert.Strunz@fh-zwickau.de. Falls Prof. Strunz

nicht da ist, ist Prof. Dr. Gundolf Baier (Zimmer

5216, Ruf 3268) als Prodekan sein Stellvertreter.

Dies academicus heißt soviel wie Akademischer

Tag. An diesem Tag wird jedes Semester nicht

studiert. Stattdessen finden im Wintersemester die

Zwickauer Wirtschafts- und Industriekontakte


(→ZWIK) oder andere Veranstaltungen statt, die

freiwillig besucht werden können. Die Zeitplanung

obliegt dem →Rektor und wird im →Studienjahresablaufplan

veröffentlicht.

Diplom ist ein akademischer Grad als Abschluss

einer wissenschaftlichen Ausbildung. Nach

der Prüfungsordnung müssen dazu an der Fakultät

alle Prüfungen bestanden, die Praktika absolviert

und eine Diplomarbeit verfasst werden, die vom

betreuenden Professor benotet wird. Mit erfolgreicher

Verteidigung schließt der Student sein wirtschaftswissenschaftliches

Studium ab.

Doktor ist der höchste akademische Grad, der

durch die Promotion, also das Schreiben der

Dissertation, erlangt werden kann. Dr. oec./Dr. rer.

oec. bezeichnet den Doktor der Wirtschaftswissenschaften.

Dr. rer. pol. ist der Doktor der Wirtschafts-

und Sozialwissenschaften. Beinhaltet der

Titel noch die Abkürzung „habil.“, so hat die Person

die höchstrangige Hochschulprüfung zur Lehrbefähigung

bestanden. Dies ist kein notwendiger

Schritt, um als Professor berufen zu werden.

Schaut nur auf die Titel der Dozenten.

ECTS, oder auch European Credit Transfer System,

macht Leistungen an Hochschulen in der

EU vergleichbar und dadurch einen Wechsel zwischen

Hochschulen leichter. 1 Credit Point (CP)

entspricht ungefähr einer Studierleistung von 30

Stunden. Mit 180 Credit Points hat man an der

WHZ den Grad des Bachelor erreicht. Für den Masterabschluss

werden insgesamt 300 Credit Points

(davon 180 CP aus dem Bachelor-Studium) benötigt.

Essen ist wichtig, denn nicht umsonst heißt es:

Ein leerer Magen studiert nicht gern. Für mehr

oder weniger leckeres Essen (je nachdem, was du

bisher gegessen hast), sorgt deshalb das →Studentenwerk

Chemnitz-Zwickau. Die →Mensa auf dem

Scheffelberg ist montags bis freitags in der Vorle-

sungszeit von 10.30 bis 13.45 Uhr geöffnet, die

Cafeteria von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr beziehungsweise

freitags bis 13.45 Uhr. Im Imbiss im Aulagebäude

gibt es montags bis donnerstags von 9 bis

13.30 Uhr etwas zu essen und zu trinken. Im Sommersemester

ist die Mensa Scheffelberg in der vorlesungsfreien

Zeit geschlossen, dagegen in der

Vorlesungspause nach dem Wintersemester von

10.30 bis 13.30 Uhr geöffnet. Bei Problemen

wende dich an das Küchenpersonal oder den Küchenleiter

Daniel Richter (Daniel.Richter@

swcz.de).

Engagement ist von allen gefragt! Damit das

Studium zur schönsten Zeit im Leben wird,

müssen sich viele Leute gemeinsam engagieren

und das gilt nicht nur für die →Vorlesungen. Deshalb

mache mit in den Studentenvertretungen, den

→Clubs und auf →Feten. Wir brauchen Dich!!!

Evaluation heißt soviel wie Bewertung oder

Qualitätsprüfung. Du hast jedes Semester die

Gelegenheit, die Lehre deiner Profs mal zu „benoten“.

Also nutze die Gelegenheit und sag an dieser

Stelle deine Meinung. Es tut nicht weh, denn es ist

anonym und kommt da an, wo es hin soll: zum

Prof!

Exkursionen finden mehrmals im Semester statt.

Organisiert von →Professoren, kannst du einen

Blick in verschiedene Unternehmen werfen. Wenn

du einen Vorschlag für eine Unternehmensbesichtigung

hast, dann spreche deinen Professor an.

Exmatrikulation bedeudet die Beendigung des

Studiums – dafür gibt es viele Gründe. Der

schönste ist das Bestehen aller Prüfungen und

damit das Erreichen eines akademischen Grades.

Ist das so, dann lass dir auf keinen Fall die feierliche

Exma im Dezember entgehen. Einige beenden freiwillig

ihr Studium, dabei können der Studieninhalt

genauso wie private Ereignisse und Sorgen der

Grund sein. Die traurigste Exmatrikulation passiert

71


studieren

72

dann, wenn jemand eine Modulprüfung dreimal

geschrieben hat und dreimal durchgefallen ist.

Dann wird man automatisch zum Ende des aktuellen

Semesters exmatrikuliert. Damit es nicht soweit

kommt, schau einfach rechtzeitig mal beim

→Fachschaftsrat vorbei. Da bekommst du Hilfe!

Fachschaft; unter diesem Begriff wird die Gesamtheit

aller Studierenden einer Fakultät verstanden.

An der →Fakultät Wirtschaftswissenschaften

sind das etwa 1100 Studierende. Der

Fachschaftsrat wird umgangssprachlich oft auch

„die Fachschaft“ genannt, weil er eben diese Studierenden

vertritt.

Fachschaftsrat (kurz FSR); Gremium der akademischen

Selbstverwaltung, das die Interessen

der Studenten vertritt. Er wird jährlich im Juni von

den Studenten der →Fakultät gewählt und nimmt

deine Interessen gegenüber den →Professoren und

Mitarbeitern der Fakultät und dem →Studentenrat

auch in der Hochschule wahr. Bei Fragen und Problemen

rund ums Studium schau einfach in unserem

Büro im Zimmer 6105 im Haus 6 vorbei.

Geöffnet ist montags bis freitags von 13 bis

13.30 Uhr oder wenn das „Open“-Schild im Fenster

hängt. Schreibe an wiwi.fsr@fh-zwickau.de,

ruf uns an unter 3267 oder schau auf unserer

Homepage www.fsr-wiwi.com vorbei. Die neusten

Informationen rund um das Studium, Aktionen des

Fachschaftsrates und vieles mehr findest du dort

tagaktuell.

Fakultät; Abteilung mit mehreren Wissenschaftsgebieten

als Lehr- und Verwaltungseinheit einer

Hochschule. Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften

ist mit rund 1100 immatrikulierten Studenten

die größte Fakultät der Westsächsischen Hochschule

und der sächsischen wirtschaftswissenschaftlichen

Fakultäten. Die Homepage erreichst

du über über die Internetseite der Hochschule

unter Fakultät/Wirtschaftswissenschaften/Zur Fakultät

auf www.fh-zwickau.de.

Fakultätsrat ist das höchste Gremium an der

→Fakultät. Hier führt der →Dekan den Vorsitz.

Drei gewählte Studierende vertreten in dieser

Runde die Studentenmeinung. Hier wird über Änderungen

der Studien- und Prüfungsordnung entsprechend

der Studienkommissionsempfehlung

beschlossen, Grundsatzfragen in der Fakultät geklärt

und alle Personalfragen an der Fakultät entschieden.

Die Sitzungen sind fakultätsöffentlich.

Die Termine findest du im Haus 6 im Schaukasten

des Dekanats.

Feten dürfen natürlich nicht zu kurz kommen.

Die wichtigsten und fetzigsten sind die Faschingsfeten,

Semesterauf- und -abtakt sowie der

legendäre Kassensturz, veranstaltet jeweils von den

→Clubs. In Gemeinschaftsarbeit aller Fachschaften

und den Studentenclubs finden im Mai und Juni

diverse Sommerfeste am Ring statt. Beachte die

Aushänge und schau regelmäßig auf den Internetseiten

der Clubs vorbei.

Forschung ist neben der Lehre die Hauptaufgabe

an der Hochschule. Freiheit von Lehre

und Forschung wird im Art. 5 Abs. 3 des Grundgesetztes

als Grundrecht garantiert. Deine →Professoren

forschen und beziehen dabei immer

wieder gerne engagierte Studierende ein. Hast du

Interesse, dann frag doch einfach mal nach.

Gruppenarbeit; wer es in der Schule schon

praktiziert hat, der wird bestätigen: In der

Gruppe lernt man mehr als allein, und vor allem

kann es richtig Spaß machen. Suche dir also ein

paar Leute aus deinem Kurs und macht eine Lerngruppe

auf. Bei der Suche nach Gruppen hilft dir

der →Fachschaftsrat gern weiter.

Glühwei(h)nachtsfeier; traditionelle Fete kurz

vor den Weihnachtsferien, veranstaltet von

den Fachschaften Sprachen, Gesundheits- und

Pflegewissenschaften und Wirtschaftswissenschaften.

Mit Glühwein, Plätzchen und einem lustigen


Feten gehören zum Studentenleben einfach dazu.

Programm stimmen wir dich auf Weihnachten ein.

Du bist hiermit schon einmal eingeladen.

Häuser; die Mitarbeiter und →Professoren der

→Fakultät haben ihre Büros in drei Häusern.

Im Haus 6 findest du das Dekanat. Im Haus 5

sitzt das →Institut für Betriebswirtschaft und im

Haus 3 das →Institut für Management und Information.

Hilfskraft, studentische; arbeiten meistens in

den verschiedenen Fachgruppen für einen

Professor. Häufig sprechen die Professoren selbst

Studenten an. Wer als Student nach so einer Stelle

sucht, sollte beim jeweiligen → Professor einmal

nachfragen.

Honorarprofessoren sind Personen, die neben

ihrer Tätigkeit in Unternehmen als Dozent in

einer Hochschule tätig sind. Dafür erhalten Sie den

Titel Honorarprofessor, in der Regel jedoch kein

Honorar. Momentan sind zehn erfahrene und geachtete

Leistungsträger aus der Wirtschaft und der

Wissenschaft Honorarprofessoren der →Fakultät

Wirtschaftswissenschaften.

Informationen; verbreiten sich auch bei uns am

schnellsten von Mund zu Mund, die üblichen Informationsverluste

eingeschlossen. Wenn du offizielle

Informationen rund um dein Studium

brauchst, dann wende dich an den →Studiendekan.

Im →Moodle informiert die Fakultät unter dem Menüpunkt

News über Planänderungen und Neuigkeiten.

Beachte bitte auch die Aushänge, vor allem

in den Schaukästen im Haus 6, die über ausfallende

Vorlesungen, Abgabetermine von Seminararbeiten

und natürlich über anstehende Feten informieren.

Einige davon gelten als verbindliche Informationen.

Institute; von denen gibt es in und an der →Fakultät

WiWi insgesamt drei Stück. Das Institut für

Management und Information (IMI) dient der Weiterentwicklung

der Lehr-, Weiterbildungs- und Forschungsaktivitäten

in den Bereichen Management

und Informationsverarbeitung. Institutsdirektor ist

Prof. Dr. Teich (Tobias.Teich@fh-zwickau.de), sein

Stellvertreter Prof. Dr. Karbach (Rolf.Karbach@fhzwickau.de).

Weitere Informationen findest du auf

der Homepage der →Fakultät sowie auf →Seite 17

dieses Studienhandbuches.

Das Institut für Betriebswirtschaft (IfB) wurde im

73


studieren

74

Juni 2007 gegründet. Institutsdirektorin ist Prof. Dr.

Gabriele Günther (Gabriele.Günther@fhzwickau.de),

Stellvertreter ist Prof. Dr. Gundolf

Baier (Gundolf.Baier@fh-zwickau.de). Weitere Informationen

findest du auf der Homepage der

→Fakultät und auf →Seite 16 dieses Handbuches.

Die mi GmbH ist Aninstitut der WHZ und arbeitet

unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Sadowski. Sie

beschäftigt sich mit der Entwicklung und Begleitung

innovativer Unternehmenskonzepte sowie

Forschung und Entwicklung. Weitere Informationen

findest du unter http://www.m-institut.de.

Jobvermittlung; darum kümmert sich Matthias

Meier aus dem Citybüro der Zwickauer Arbeitsagentur

am Kornmarkt. Er versorgt alle Studenten

mit Stellenangeboten, egal ob Nachhilfe, Kellner,

Montagearbeiter, Verkäufer oder, oder, oder. Wer

auf der Suche ist, wird in den regelmäßigen E-Mails

von Matthias Meier auf jeden Fall fündig. Telefonisch

ist er unter Ruf 1601 erreichbar.

Kanzler, also der Leiter der Verwaltung, ist Prof.

Dr. Joachim Körner. Ihn erreichst du telefonisch

unter 1100, per E-Mail Joachim.Koerner@fh-zwikkau.de

oder persönlich im Zimmer R I 202 am Dr.-

Friedrichs-Ring. Für persönliche Gespräche einen

Termin mit dem Sekretariat unter Telefon 1101 vereinbaren.

Klausuren erwarten jeden Studenten in der Prüfungszeit.

Um sich gut darauf vorzubereiten,

sind die Studenten immer bemüht, mit vielen älteren

Klausuren zu üben. Alte Prüfungen findest du

im →Moodle.

Klausurenkorrekturen. Nach getaner Arbeit der

Studenten in der Prüfung müssen die →Professoren

die Arbeiten bewerten. Dies erfolgt in Erstund

Zweitkorrektur. Bei einer großen Anzahl an zu

korrigierenden Prüfungen kann es manchmal

etwas länger dauern, bis die Noten veröffentlicht

werden. Falls es dir zu lange dauert, dann frage

einfach mal freundlich beim Professor nach.

Leistungssport wird von dir nicht verlangt, wer

sich aber nach anstrengenden Vorlesungen körperlich

betätigen will, der hat dazu allerhand Gelegenheit.

Über alle Angebote informierst du dich im

Hochschulsportbüro (Ruf 1355) sowie über eine

Internetseite unter Organisation/Zentrale Einrichtungen/Hochschulsport

auf www.fh-zwickau.de.

Leithammel lautet der Titel des traditionellen

Studentenkalenders der WHZ. Das →Studentenmagazin

reisszwigge verteilt den Timer immer

zu Beginn des Wintersemesters. Darin sind bereits

alle wichtigen Termine aus dem Studienjahresablaufplan

enthalten! Der Kalender kostet nix und ist

unbezahlbar wertvoll.

Master ist aufbauend auf den →Bachelor der

zweite akademische Grad als Abschluss

einer wissenschaftlichen Ausbildung an einer

Hochschule. An der →Fakultät Wirtschaftswissenschaften

gibt es ab dem Wintersemester 2008/09

den Abschluss als Master of Arts in Betriebwirtschaft

– Controlling und Logistik, den Master of

Science in Management & Systems Intelligence

sowie den berufsbegleitenden Master „International

Business“. Zu beachten sind die Voraussetzungen

jedes einzelnen Master-Studiums. Bei Fragen

bitte an den →Studiendekan wenden.

Matrikel heißt soviel wie öffentliches Verzeichnis.

Aber keine Angst, deine Daten sind

nicht für jeden einsehbar, da hat das Datenschutzgesetz

etwas dagegen. Du gehörst zum Matrikel

2010 – also zum Jahrgang 2010. Deshalb beginnt

deine Matrikel-Nr. mit „10“2XXX. Die darauf folgende

Ziffer „2“ verrät, dass du im Wintersemester

immatrikuliert wurdest. Die letzten drei Ziffern deiner

Matrikelnummer identifizieren eindeutig deinen

Studiengang. So bezeichnet 102021 den

Jahrgang aller im WS 2010/2011 immatrikulierten

BWL-Studierenden, analog 102764 für MÖ-Stu


denten und 102179 für Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens.

Mensa von lateinisch mensa „Tisch“, „Tafel“

bezeichnet die Kantine einer Hochschule.

Gutes →Essen gibt es an mehreren Standorten an

der Zwickauer Hochschule.

Mentor e.V. ist ein Netzwerk von Absolventen,

Dozenten, Studierenden, Freunden und Förderern

der WHZ. Mit der Plattform www.mentorconnect.de

bietet der Verein ein kostenfreies Portal

für Stellenangebote, Praktika und Abschlussarbeiten

und noch vieles mehr. Mehr Informationen findest

du auch auf Seite 65 dieses Handbuches.

Modul ist eine Lehreinheit die unter Umständen

aus vielen Lehrveranstaltungen besteht.

Das erfolgreiche Bestehen eines Moduls wird mit

→ECTS-Punkten und einer Note belohnt. Der Inhalt

ist in der Modulbeschreibung im Modulhandbuch

festgelegt. Da findest du auch die Informationen

zur Art der Prüfungsleistung. Es gibt Pflichtmodule,

die alle bestehen müssen, und Wahlpflichtmodule,

aus denen du eine gewisse Anzahl an Modulen

nach deiner Wahl ablegen musst.

Moodle ist das Lern- und Serviceportal der

→Fakultät. Zugang erhältst du über

http://moodle.wiwi.fh-zwickau.de/moodle/ mit

deinem Kürzel und Passwort. In diesem Portal fin-

Berufsberatung während des Studiums

Ansprechpartner für all Ihre Fragen rund um Studium, Praktikum und Arbeitsaufnahme sind die

Berater für akademische Berufe der Zwickauer Arbeitsagentur. Sie informieren und beraten

Studierende und Absolventen aller Fachrichtungen zur praxisnahen Studiengestaltung, zu Jobs und

Praktika, zu Studienwechsel und bei Studienabbrüchen, zu alternativen Bildungswegen, zur

individuellen Karriereplanung und beim Übergang vom Studium in den Beruf.

Vereinbaren Sie unter der Rufnummer 0375 / 314 1848 einen Termin oder schreiben Sie uns eine

E-Mail an Zwickau.151-U25@arbeitsagentur.de, wie wir Ihnen helfen können.

Agentur für Arbeit Zwickau

Pölbitzer Str. 9a, 08058 Zwickau

Jobvermittlung der Agentur für Arbeit Zwickau

für studentische Nebenjobs

City-Büro in der Westsächsischen Hochschule Zwickau

im Technikum II, Am Kornmarkt 5, Zimmer 145 (Parterre)

08056 Zwickau

Telefon:

E-Mail:

0375 / 536 1601 oder 0375 / 314 1848

Zwickau.AmKornmarkt@arbeitsagentur.de

Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag

8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr

www.arbeitsagentur.de

Bundesagentur für Arbeit

Agentur für Arbeit Zwickau


studieren

76

dest du die Lehrmaterialen der →Module. Weiterhin

informiert die Fakultät in News über Planänderungen

und Neuigkeiten. Der kurze Weg zum Kurs des

→Fachschftasrates lautet wie folgt: Alle Kurse/Verwaltung/Fachschaftsrat

WiWi. Ohne Passwort hast

du Zugang zu den →Klausuren der vergangenen

Semester.

Noten sind das Ergebnis deiner Anstrengungen

beim Lernen für Prüfungen und dem Verfassen

von wissenschaftlichen Arbeiten und Vorträgen.

Mit einer Note von 1,0 bis 4,0 hast du

bestanden. Bei Erhalt der Note 5,0 musst du leider

noch mal ran. Veröffentlicht werden die Noten auf

der Homepage der Hochschule im Bereich Studenten/SB-Funktionen/Prüfungsverwaltung.

Dort nur

noch einloggen und die richtige Studiengruppe im

Studiengang auswählen.

Null Bock; wir wollen dir keine Angst machen,

aber der Tag, an dem du alles am liebsten hinwerfen

willst, der kommt ganz bestimmt. Das ist

ganz normal und das erleben alle Studenten einmal.

Umso wichtiger ist es, genau abzuwägen, ob

es nur ein kurzes Gefühl ist oder das Studium wirklich

nicht das Richtige für dich ist. Deshalb friss den

Ärger nicht in dich rein, wende dich bei Problemen

an uns vom →Fachschaftsrat.

OPO lautet die Abkürzung des Ordnungspolitischen

Portals unter der Leitung von Prof.

Dr. Ralph Wrobel. Dahinter verbirgt sich eine volkswirtschaftliche

Initiative aus dem Bereich der Ordnungspolitik.

Seit 2007 findet regelmäßig im

Wintersemester eine dreitägige Konferenz an der

Fakultät statt. Mehr Infos findest du unter

www.ordnungspolitisches-portal.com.

Plagiatieren ist geistiger Diebstahl. Werden

fremde Texte oder Teile davon als eigene ausgegeben,

so begeht man Diebstahl geistigen Eigentums.

Darum in wissenschaftlichen Arbeiten,

Beleg- oder Abschlussarbeiten immer die Quelle

fremder Texte angeben. Negative Folgen eines entdeckten

Plagiats können die Bewertung mit der

Note 5 oder sogar die unfreiwillige Beendigung des

Studiums sein. Wichtige Hinweise zum Verfassen

wissenschaftlicher Arbeiten findest du ab Seite 60

dieses Handbuches.

Professor ist die Amtsbezeichnung von Inhabern

einer Professur, also eine Funktion im Lehrkörper

einer Hochschule. Dieser Titel ist kein akademischer

Grad. Die Hauptaufgabe der Professoren

ist die eigenverantwortliche Durchführung von

Lehre und Forschung. Die Berufung erfolgt nach

dem SächsHSG. Der Titel Prof. h. c. oder e. h. (honoris

causa/ehrenhalber) wird nach besonderen

Verdiensten verliehen.

Promotion bringt dir den akademischen Grad

eines „Doktors“. Dieser bescheinigt die Fähigkeit

zur vertieften wissenschaftlichen Arbeit. In

Sachsen besitzen nur Universitäten das Promotionsrecht.

Jedoch besteht auch für Fachhochschulabsolventen

die Möglichkeit der Promotion über

das so genannte kooperative Verfahren zusammen

mit einer Universität. Bei Fragen über das genaue

Verfahren kannst du dich an den →Promotionsbeauftragten

der →Fakultät wenden.

Promotionsbeauftragter für BWL der Fakultät

Wirtschaftswissenschaften; er vertritt die Promotionsförderung

unserer Absolventen nach

außen wie auch nach innen. Das heißt zum einen,

dass er den fakultäts- und hochschulübergreifenden

Austausch über die kooperative Promotionspraxis

und -beratung an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften

verstärkt und bündelt. Zum anderen

steht der Promotionsbeauftragte den Studierenden

als Ansprechpartner zur Verfügung, die sich

über mögliche Wege von Fachhochschulabsolventen

zur →Promotion informieren wollen. Wenn du

Interesse hast, dann vereinbare doch einfach einen

Termin mit Prof. Dr. Bernd Zirkler (per Mail unter:

bernd.zirkler@fh-zwickau.de). Sein Büro findest du


im Haus 5, Zimmer 5311. Telefonisch kannst du

ihn unter der Nummer 3298 erreichen.

Qualität der Vorlesungen bestimmst du. Frage

solange nach, bis du es verstanden hast,

denn nur so lernst du auch etwas.

Rektor, also das akademische Oberhaupt der

Hochschule. Ihn erreichst du telefonisch unter

1000, per E-Mail unter rektorat@fh-zwickau.de

oder zum persönlichen Gespräch nach Terminabsprache

mit dem Sekretariat unter 1001.

Rechtsberatung; bei rechtlichen Fragen, die

während des Studiums auftauchen, wende

dich bitte an Maria Enger (per E-Mail unter

maria.enger@fh-zwickau.de), Justitiarin der Hochschule

oder an Jürgen Altringer (juergen.altringer@swcz.tu-chemnitz.de)

vom Studentenwerk

Chemnitz-Zwickau, der eine kostenlose Rechtsberatung

anbietet.

Regelstudienzeit, siehe Seite 66: „Die wichtigsten

gesetzlichen Grundlagen auf einen Blick“.

Rückmeldung; jeder Student muss sich für das

kommende Semester rechtzeitig zurückmelden.

Tut er das nicht, ist er im kommenden Semester

nicht mehr Student an der WHZ. Die

Rückmeldung zum Sommersemester findet in der

2. bis 4. Kalenderwoche, für das Wintersemester

in der 23. bis 25. Kalenderwoche statt. Per E-Mail

wirst du daran erinnert, damit du nicht vergisst,

den Semesterbeitrag rechtzeitig an die Hochschule

zu überweisen. Weitere Infos findest du auf der

Hochschulhomepage unter www.fh-zwickau.de im

Bereich Studium/Rückmeldung.

Saxeed nennt sich das seit 2002 bestehende

Gründernetzwerk an der WHZ. Es bietet gründungswilligen

Studenten, Mitarbeitern und Absolventen

Unterstützung auf dem Weg in die

berufliche Selbstständigkeit. Die persönliche Be-

treuung von Projekten und Gründern ist dabei für

die Mitarbeiter selbstverständlich. Sie unterstützen

sowohl bei der Entwicklung des Geschäftsmodells

als auch bei der Erarbeitung des Businessplans und

dem Aufbau einer tragfähigen Finanzierung. Das

Angebot an der WHZ richtet sich dabei auch ausdrücklich

an jene Studenten, die den „sanfteren

Einstieg“ in die Selbstständigkeit innerhalb des Nebenerwerbs

wagen möchten. Da eine erfolgreiche

Unternehmensgründung dem Gründer(-team) eine

Vielzahl unterschiedlicher Kompetenzen abverlangt,

werden Lehrveranstaltungen und Workshops

zu gründungsrelevanten Themen angeboten.

Die Vorlesungsreihe Gründungsmanagement

kann in das →Studium Generale integriert

werden. Seit April vergangenen Jahres ist Dipl.-Kffr.

(FH) Christina Militzer Ansprechpartnerin für gründungsinteressierte

Mitarbeiter, Studenten und Absolventen

der WHZ. Ihr Büro befindet sich im Haus

5 (Zimmer 5312) am Campus Scheffelberg.

Sächsisches Hochschulgesetz (SächsHSG). Es

enthält grundlegende Aussagen über die Gestaltung

von Studium und Lehre sowie den organisatorischen

Aufbau der Hochschulen in Sachsen.

Es bildet damit die Grundlage für die meisten Ordnungen

und Satzungen der Westsächsischen

Hochschule Zwickau. Es hat aber auch ganz praktische

Auswirkungen auf dein Studium: Dort steht

zum Beispiel, wie lange du maximal studieren

darfst oder wie oft eine Prüfung wiederholt werden

kann.

Studentenmagazin, das ist die reisszwigge. Sie

gilt als offizielles Presseorgan der Studentenschaft

und erscheint in der Regel monatlich. Zum

Studienbeginn gibt’s den →Leithammel, den du dir

unbedingt sichern solltest. Kontakt: ganz einfach

per E-Mail an rz@fh-zwickau.de oder schau mal

selbst in der Redaktion im Studentenwohnheim Innere

Schneeberger Straße 23 vorbei. Telefonisch

erreichst du die Redaktion unter der Rufnummer

0375 2710 125.

77


studieren

78

Studentenrat, der StuRa ist innerhalb der gesamten

Hochschule dein studentischer Ansprechpartner

für deine Probleme und die offizielle

Vertretung der Studentenschaft der Westsächsischen

Hochschule Zwickau nach innen und nach

außen. Die Mitglieder des Studentenrates werden

von den einzelnen →Fachschaftsräten der →Fakultäten

gewählt. Zu erreichen ist der StuRa über

www.stura-zwickau.de, E-Mail: studentenrat@fhzwickau.de,

Telefon 1650 oder direkt in Zwickau

am Dr.-Friedrichs-Ring 2 a in den Räumen RI 138

und 139.

Studentenwerk Chemnitz-Zwickau ist als

Dienstleister für die soziale, wirtschaftliche, gesundheitliche

und kulturelle Betreuung der Studierenden

an der TU Chemnitz und WHZ zuständig.

Rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten

eine ausgewogene und preiswerte Verpflegung

in den Mensen und Cafeterien, bieten

mit rund 2900 Wohnheimplätzen günstigen und

ansprechenden Wohnraum für Studierende an und

sind Ansprechpartner in Fragen der Studienfinanzierung.

Jährlich werden rund 21 Millionen Euro

Fördermittel nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz

an die Chemnitzer und Zwickauer Studierenden

ausgezahlt. Die kostenlose Rechtsberatung,

Sozialberatung und psychologischer Beratung

findet regelmäßig statt. Termine können

über Nicole Rudolph vom Infopunkt vereinbart

werden: nicole.rudolph@swcz.de oder Telefon

0375 2710-120.

Studiendekan ist bei uns Prof. Dr. Stephan Kassel.

Er hilft dir bei allen Fragen rund um den

Studienablauf. Falls irgendwo der Schuh drückt,

sollte dir der Weg zum Zimmer 3211 nicht zu weit

sein. Telefonisch ist Prof. Stephan Kassel unter

3492, per E-Mail unter der Adresse Stephan.Kassel@fh-zwickau.de

zu erreichen.

Studienjahresablaufplan findet ihr auf www.fhzwickau.de

unter Studenten/Studienjahresab-

laufplan. Darin findet ihr die Informationen über

lehrveranstaltungsfreie Tage, die Prüfungszeit und

die Zuordnung der Wochen zum Zyklus 1 oder Zyklus

2.

Studienkommission ist das Gremium der →Fakultät,

in dem die Organisation des Lehr- und

Studienbetriebes durch Änderung der →Studienund

Prüfungsordnung beschlossen wird. Die Beschlüsse

sind bindend, sofern der Fakultätsrat nicht

mit einer Zweidrittelmehrheit etwas anderes beschließt.

Vier Fachschaftsratsmitglieder vertreten in

diesem Gremium eure Meinung.

Studium Generale. Dahinter verbergen sich

Lehrveranstaltungen, die die umfassende Allgemeinbildung

fördern. Ob Kultur, Tradition, Gesundheit,

Fremdsprachen, →Hochschulsport oder

Technologie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Alle weiteren Informationen findest du auf der FH-

Homepage unter Studenten/Studium Generale.

Tipp: Wer an so einer Lehrveranstaltung teilnimmt,

kann sich nach erfolgreichem Absolvieren vier

ECTS aus dem Bereich Persönlich-Soziale Kompetenzen

anerkennen lassen.

Stundenpläne findet ihr auf www.fh-zwickau.de

unter Studium/Studierende/Stundenpläne.

Diese werden regelmäßig aktualisiert. In der Spalte

Zyklus findet ihr vielleicht mal Z1 oder Z2. In welcher

Kalenderwoche der Zyklus 1 oder 2 nun stattfindet,

verrät euch der →Studienjahresablaufplan.

Smart Your Brain heißt die Veranstaltungsreihe,

mit der der →Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften

zum ungezwungenen Streitgespräch zwischen

Professoren und Studenten einlädt. Wir

wollen auch deine Meinung zu aktuellen Themen

hören, die alle etwas angehen. Jedes Semester

laden wir dich dazu ein. Wo, wann und worüber

diskutiert wird, erfährst du in Flyern, dem Schaukasten

im Haus 6 und natürlich bei uns ganz persönlich.


Tagungen; wissenschaftliche Konferenz mit

hochkarätigen Referenten. Wenn eine Tagung

an der →Fakultät stattfindet, solltest du allein schon

wegen der Referenten dabei sein.

Tutorien sind Nachhilfeangebote von Studenten

für Studenten. Der → Fachschaftsrat organisiert

seit dem Sommersemester 2008 jedes Semester

Tutorien in verschiedenen → Modulen deines Lehrplanes.

Brauchst du Hilfe oder möchtest du Hilfe

beim Lernen und dem Bestehen der Prüfungen anbieten,

dann melde dich beim → Fachschaftsrat. Da

erfährst du auch, welche Tutorien aktuell angeboten

werden.

Umweltschutz geht alle an. Mache mit und leiste

auch einen kleinen Beitrag, indem du den

Mensa-Kaffee nicht aus dem Pappbecher, sondern

aus der Tasse trinkst. Im Büro des →Fachschaftsrates

kannst du gerne auch leere Tonerpatronen abgeben.

Damit wird dieser Sondermüll nicht verbrannt

sondern recycelt.

Urlaubssemester können zum Beispiel bei langer

Krankheit, Mutterschaftsurlaub oder bei

einem Auslandssemester im Studentensekretariat

(Dr.-Friedrichs-Ring 2A, Zimmer R I 220) beantragt

werden. Dies sollte frühzeitig erfolgen! Das Urlaubssemester

wird nicht als Fachsemester angerechnet.

Weitere Informationen können der

Immatrikulationsordnung der Hochschule entnommen

werden.

Vorlesungen; bis auf einige Ausnahmen (technische

Praktika) ist die Teilnahme an Vorlesungen

freiwillig. Falls du dich nicht so fühlst, bleibe

lieber zu Hause oder gehe bei wichtigen Gesprächen

in die Mensa einen Kaffee trinken. Da haben

alle was davon.

Wahlen; du hast das Recht, dann nutze es

auch. Im Mai kannst du die Mitglieder

des→Fachschaftsrates, die studentischen Vertreter

des Fakultätsrates Wirtschaftswissenschaft und des

Senates für die Dauer von einem Jahr bestimmen.

Lasse dich zur Wahl aufstellen oder gib deine

Stimme deinem Favoriten. Jede Stimme zählt!

Wirtschaftszeitungen; jeder angehende Kaufmann

oder Manager sollte wissen, was in

der Wirtschaftswelt los ist. Deshalb liegen in der Bibliothek

die führenden Wirtschaftszeitungen wie

das Handelsblatt, Brandeins oder die Wirtschaftswoche

aus. Daneben findest du verschiedene andere

Fachzeitschriften und Tageszeitungen. Denn

nicht umsonst heißt ja auch: „Lesen bildet!“

ZKI steht für Zentrum für Kommunikationstechnik

und Informationsverarbeitung. Es ist für die

gesamt IT-Infrastruktur der Hochschule verantwortlich.

Die Absicherung des zuverlässigen Betriebes

des Datennetzes und der Netzdienste ist die

Hauptaufgabe. Außerdem wird ein Service rund

um Informationsdienste, die → Chipkarte und den

WHZ-Account, Plotten und Kopieren, Hard- und

Software und die Poolbetreuung angeboten. Direktor

des ZKI ist Rainer Müller. Bei Fragen oder

Problemen wende dich an die Mitarbeiter, sie sind

telefonisch unter 1215 oder per Mail unter der

Adresse zki@fh-zwickau.de erreichbar.

ZWIK steht für Zwickauer Wirtschafts- und Industriekontakte.

Dahinter verbirgt sich eine

Messe, die am →dies academicus am 4. November

2010 in der Stadthalle Zwickau stattfindet. Die

ZWIK hat sich in den vergangenen Jahren zur

größten Absolventen- und Firmenkontaktmesse

ihrer Art in Mitteldeutschland entwickelt. Zu den

Teilnehmern und Erfolgsgaranten der Messe zählen

seit Jahren neben den großen und namhaften Unternehmen,

unter anderem Volkwagen, Porsche,

Daimler, BMW, Bosch und Siemens, eine Vielzahl

kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU)

der Region. Gerade auch diese KMUs nutzen gerne

die Möglichkeit, sich als interessante Arbeitgeber

aus der Region zu präsentieren. →www.zwik.net.

79


leben

80

Kultur- und Freizeittipps

für Zwickau

Vorbeischauen lohnt sich

Musik und Theater

Zwickau hat eine kleine, aber feine Kulturszene.

Kein Wunder, schließlich erblickte in der Stadt kein

geringerer als der Komponist Robert Schumann das

Licht der Welt. Diesem Erbe ist die Stadt auch

heute noch verpflichtet. Im Robert-Schumann-

Haus am Hauptmarkt finden regelmäßig klassische

Konzerte statt. Nicht weit davon entfernt, genau

auf der anderen Seite des Platzes, steht das Gewandhaus.

Es ist neben dem Puppentheater und

dem Theater in der Mühle (direkt gegenüber dem

Wohnheim in der Innenstadt) eine der Zwickauer

Spielstätten des Theaters Plauen-Zwickau. Neben

klassischen Inszenierungen hält der Spielplan

immer wieder auch Inszenierungen für junge Theatergänger

parat. Besonders empfehlenswert: das

Tanztheater. Es ist über die Stadtgrenzen hinaus

bekannt. Mit dem Studentenausweis gibt es auf

Der „Alte Gasometer“ an der Kleinen Biergasse 3.

die Tickets natürlich Vergünstigungen. Karten erhältst

du dabei nicht nur an der Theaterkasse im

Gewandhaus, sondern auch im StuRa-Büro. Der

aktuelle Spielplan steht unter

www.theater-plauen-zwickau.de

Soziokulturelles Zentrum „Alter Gasometer"

An der Kleinen Biergasse 3 stößt man auf den

schmucken Rundbau des Soziokulturellen Zentrums

„Alter Gasometer“. Dahinter verbirgt sich

ein Kulturverein, der ein volles Programm mit tollen

Konzerten, Theater, Kabarett, Kleinkunst und Kino

anzubieten hat. Für die Cineasten unter euch flimmert

jeweils dienstags im Kino Casablanca ab

20 Uhr für nur vier Euro ein Film über die Leinwand.

Besonders viel Wert legen die Verantwortlichen

dabei auf sozialkritische Filme. Mehr zum

Programm unter www.alter-gasometer.de


Kino CineStar „Astoria“

Zwickau hat auch ein Kino. Am Georgenplatz laufen

die Blockbuster aus Hollywood. Dienstag ist

wie überall Kinotag für 4,50 Euro. An den anderen

Tagen kostet es etwas mehr mit Preisen von bis zu

8 Euro und keinem Studentenrabatt. Wer auf der

Suche nach besonderen Filmen ist, der sollte jeweils

montags im Kino vorbeischauen.

www.cinestar.de

Neue Welt und Stadthalle

Das Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ an der

Leipziger Straße ist vor allem für seinen wunderschönen

Terrassensaal und ein breites Spektrum an

Veranstaltungen bekannt. Diese reichen von Fachmessen

über Gastspiele der angesagtesten Comedians

wie Kurt Krömer oder Ingo Appelt über

Konzerte aktueller Künstler bis hin zu Galas und

Tanzbällen.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums, am Glück-

Auf-Center, liegt die weit über die Grenzen

Zwickaus hinaus etablierte Stadthalle. Namhafte

Künstler wie Peter Maffay, Brian Adams, Rosenstolz,

die Toten Hosen, Chris Rea und viele mehr

brachten den Rundbau bereits zum Brodeln. Aber

auch Comedians wie Dieter Nuhr und Helge

Schneider sowie atemberaubende Shows im Stile

von „Holiday on Ice“ gehören zum umfassenden

Programm dieser Veranstaltungsstätte. Doch das

ist noch nicht alles: Neben einem reichhaltigen Angebot

an Messen findet vor allem das Angebot an

Sportevents großen Anklang beim Publikum.

Hierzu gehören unter anderem Boxen, Basketball,

Fuß- und Handball sowie Reitsport.

www.kultour-z.de

Große Fete

Das Stadtfest, das jeweils in der zweiten Augustwoche

über die Bühne geht, ist die größte Fete der

Stadt. Drei Tage lang feiern jeweils rund 180.000

fröhliche Menschen rund um die drei großen Bühnen

in der Zwickauer Innenstadt eine große Sause.

www.stadtfest-zwickau.de

Bäder

Im schönsten Jugendstilhaus in der Nordvorstadt

liegt das alte Johannisbad. Durch den Altbau bestechend,

ist es ein Erlebnis, in diesem Ambiente

zu baden, zu saunieren und es sich gut gehen zu

lassen. Die Saunalandschaft ist vielseitig und der

Eintritt sehr studentenfreundlich mit Preisen von

3,50 Euro fürs Bad und 7 Euro für drei Stunden

Sauna. Allerdings muss gesagt werden, dass das

Bad nicht zum Sportschwimmen gedacht ist. Dafür

gibt es etwas außerhalb die Schwimmhalle Flurstraße.

Zudem verfügt Zwickau in den Sommermonaten

gleich über drei Freibäder. Am bequemstem

vom Campus Scheffelstraße zu erreichen ist das

04-Bad im Stadtteil Pölbitz. Am modernsten ist das

Planitzer Bad und am romantischsten das Bad im

beschaulichen Stadtteil Crossen.

www.zwickau.de

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