Agrargemeinschaften - Tiroler Bauernbund

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Agrargemeinschaften - Tiroler Bauernbund

23. Oktober 2008/43 Tirol

Seite 17 BZ

In Kürze

Steixner präsentiert

„Handbuch

Blackout“–

für alle Fälle

Sicherheitsdirektor Hans

Ebenbichler, LHStv. Anton

Steixner und Militärkommandant

Herbert Bauer.

Der totale Ausfall von

Stromnetz, Computern und

(Mobil)-Kommunikation, der

„Blackout“, ist der Alptraum

für Einsatzstäbe und den

Katastrophenschutz. „Zuletzt

waren in Europa am 4.

November 2006 über 10

Millionen Haushalte ohne

Strom. Auch im Krisenmanagement

hat High-Tech

Einzug gehalten, auf deren

bedingungsloses Funktionieren

man sich jedoch nicht

immer verlassen kann“, erklärte

LHStv. Anton Steixner

anlässlich der Präsentation

des neuen „Handbuchs

Blackout“. Dieses soll eine

Grundlage für die Organisation

von Einsätzen und Führungsstäben

im „Blackout-

Fall“ sein. Die vom Land

getragenen Kosten für das

gemeinsam mit Militär und

Exekutive erarbeitete „Handbuch

Blackout“ belaufen sich

auf ca. 42.000 Euro.

Kostenlose

Verteilung

Das Handbuch wird kostenlos

an Bürgermeister,

Feuerwehren, Bezirkshauptmannschaften,

Landes- und

Bezirkspolizeikommanden,

Militärkommando, Garnisonen,

Krankenhäuser, Rettung,

TIWAG und weitere

Infrastrukturbetreiber verteilt.

„Ich möchte alle Empfänger

ersuchen, sich mit

dieser wichtigen Materie

auseinanderzusetzen“, sagt

LHStv. Anton Steixner.

Für Tirols Militärkommandanten

Herbert Bauer

ist es nicht populär, sich mit

Themen zu befassen, für die

es gerade keinen Anlassfall

gibt. „In diesem Bereich ist

es aber unerlässlich und ich

danke dafür, dass wir zur

Mitarbeit an diesem Projekt

eingeladen wurden“, so Herbert

Bauer.

Laut Sicherheitsdirektor

Hans Ebenbichler haben

Land Tirol und die Sicherheitsexekutive

bereits Ereignisse

geübt, in denen man

den Ausfall von Kommunikation

simuliert hat. „Auch

diese Übungsinhalte und

Erkenntnisse sind in das gegenständliche

Handbuch

eingeflossen“, so Hans Ebenbichler.

Während in manchen Regionen des Landes so mancher

Obstbaum wieder zu blühen beginnt, finden die Kühe

in höheren Langen kaum mehr frisches Gras. Die Wiesen

sind abgegrast. Foto: BZ/Anton Leitner

Höhere land- und forstwirtschaftliche Schule für Land- und Ernährungswirtschaft feierte mit einem Festakt

Seit 0 Jahren bereitet die HBLA

Kematen auf das Leben vor

Die HBLA Kematen feiert

im laufenden Jahr 2008 ihr

50-jähriges Bestehen. Am

vergangenen Freitag

wurde zum Festakt in die

höhere land- und forstwirtschaftliche

Schule für

Land- und Ernährungswirtschaft

geladen.

Die Schülerinnen und

Schüler der HBLA Kematen

bereiteten den

zahlreichen Festgästen einen

Nachmittag, der dem feierlichen

Anlass einen würdigen

Rahmen bot. Der Direktor der

HBLA Kematen, Mag. Helmut

Bachmann, begrüßte zahlreiche

Prominenz, darunter

SP-Bundesministerin Dr. Claudia

Schmied, LHStv. Anton

Steixner, der Minister Josef

Pröll vertrat, LK-Präsident Josef

Hechenberger, Landesbäuerin

LHStv. Bauernbundobmann

Anton Steixner: „Die Zeiten

werden generell immer

schwieriger. Daher ist es

besonders wichtig, dass die

Jugend eine hervoragende

Ausbildung erhält.“

Unter den Ehrengästen fanden sich v. l. Landesbäuerin Resi Schiffmann, NR Erwin Niederwieser,

LAbg. Ernst Pechlaner, LK-Präsident Josef Hechenberger, LHStv. Anton Steixner, Direktor

Helmut Bachmann, Ministerin Claudia Schmied und Dipl.-Ing. Josef Resch, Lebensminsterium.

Resi Schiffmann, VP-Familiensprecherin

LAbg. Paula Eisenmann,

VP-Bildungssprecher

LAbg. Franz Berger, LAbg.

Ernst Pechlaner, die Bürgermeister

von Kematen und

Bundesministerin für Unterricht

und Kunst Dr. Claudia

Schmied: „Das Unterrichtsministerium

ist zuständig für

die Landwirtschaftsschule in

Kematen und legt Wert auf

eine gute Ausbildung.“

Oberperfuss, Horst Unterpertinger

und Ewald Spiegl etc.

sowie ehemalige Schülerinnen

und Lehrerinnen.

LHStv. Anton Steixner und

Ministerin Claudia Schmied

Direktor Mag. Helmut Bachmann:

„Ziel unserer Schule

ist die Vermittlung eines soliden

Fundaments fachlicher

Qualifikation durch projekt-,

berufs- und praxisorientierten

Unterricht.“

Die Schülerinnen und Schüler samt Team der HBLA verwöhnten die Gäste mit einem ausgezeichneten

mehrgängigen Festmenü. Im Bildausschnitt ist nur einer kleiner Teil der Mannschaft

zu sehen.

Fotos: BZ/Anton Leitner

hoben in ihren Festreden den

Wert einer guten Schulausbildung

hervor, die das Fundament

für ein erfolgreiches Berufsleben

ist. Die jungen Menschen

erhalten zudem eine

wertvolle praktische Ausbildung

füs Leben, etwa für eine

gesunde Ernährung.

Stars des Tages waren jedoch

die Schülerinnen und Schüler,

die den Festakt in der Tenne

mit einer musikalischen Vorführung

eröffneten und die

Festreden in der Turnhalle musikalisch

umrahmten. Die

Schüler/-innen präsentierten in

einem Film die Geschichte der

HBLA Kematen. Diese begann

1958, als der Marsonerhof in

Kematen durch das Bundesministerium

für Land- und Forstwirtschaft

zum Zweck der

Errichtung einer höheren Bundeslehranstalt

für landwirt-

schaftliche Frauenberufe angekauft

wurde. Heute präsentiert

sich die HBLA als moderne

Einrichtung mit einem landwirtschaftlichen

Lehrbetrieb

für den praktischen Unterricht

für Grünlandwirtschaft und

Milchproduktion sowie für die

Schweinehaltung. Ein neu eingerichtetesMilchverarbeitungszentrum

ermöglicht die Herstellung

von Milchprodukten.

EDV-Einrichtungen, Labors,

Lehrküchen und Wirtschaftsküche

der Schule entsprechen

in ihrer Ausstattung den neuesten

Standards.

Der Bauernladen, in dem

Produkte aus Landwirtschaft,

Gartenbau und Küchenführung

wöchentlich angeboten werden,

ist ein Beispiel der Verbindung

von Theorie und Praxis.

An die Schule angeschlossen

ist ein Internat. Das sind gute

Vorraussetzung für die nächsten

50 Jahre. A.L.

Am Samstag wurde auch zum

Tag der offenen Tür geladen.

Zur Eröffnung der Feierlichkeiten verwandelten die Schülerinnen

und Schüler den „Tennen“ des landwirtschaftlichen

Lehrbetriebes in ein akustisches Highlight.

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