Großer Bürger- und Polizeiball - bei Polizeifeste.de

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Großer Bürger- und Polizeiball - bei Polizeifeste.de

GrußwortWir haben auch allen Grund unsererPolizei als verlässlichem Partner zuvertrauen und für die Verrichtung ihresschweren und manchmal gefährlichenDienstes zu danken.Liebe Polizistinnen und Polizisten,sehr verehrte Gäste,zwei Jahre ist es her, dass dieses einzigartigeBall-Ereignis sein 20. Jubiläumfeiern konnte. Am 09. November 2013geht der Polizeiball in die 22. Runde. MitStolz kann das Organisationsteam feststellen,dass der Bürger- und Polizeiballden Start in die Ballsaison in Weideni.d.OPf. begleitet. Der Schwarz-Weiß-Ballhat sich mittlerweile zu einer Veranstaltungmit Tradition entwickelt. Dies zeigt,dass der ungezwungene und verbindendeCharakter der Veranstaltung bei derBevölkerung großen Anklang findet undein gutes Vertrauensverhältnis zwischenden Bürgern und der Polizei besteht. Wirhaben auch allen Grund unserer Polizeials verlässlichem Partner zu vertrauenund für die Verrichtung ihres schwerenund manchmal gefährlichen Dienstes zudanken.Dank gebührt auch Herrn KarlheinzKrist, Dienstgruppenleiter bei de PolizeiinspektionWeiden i.d.OPf., der nun zumsechsten Mal Organisator dieser Veranstaltungist. Unterstützt wird er dabeivon Frau Sieglinde Scharnagl ,OED Weideni.d.OPf. sowie Mitglied des Personalratesdes Polizeipräsidiums Oberpfalz.So ist es dem Organisatorenteam wiedergelungen, ein buntes Programmzusammenzustellen. Musikalisch wirdden Abend die fränkische Band PIK 10mit Tanzmusik begleiten.Als besonderes Highlight dürfen wir unsbei der diesjährigen Veranstaltung auf diekünstlerischen Darbietungen eines Elvis-Presley-Doubles und des Akrobaten JeanFerry freuen.Diese Auswahl wird allen Gästen einenunvergesslichen und unterhaltsamenBallabend bereiten. Wir wollen jedochhoffen, dass der Abend nicht allzu schnellvorüber geht, zumindest nicht schnellerals die Polizei erlaubt.In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einengeselligen Tanzabend mit interessantenund intensiven Gesprächen.Kurt SeggewißOberbürgermeister3


GrußwortAlleine der Name zeigt schon, wie engder Kontakt zwischen Bürgerschaftund Polizei ist und auch sein soll. Jedereinzelne Beamte ist sowohl Polizistals auch Bürger und jeder Bürgerkann sich mit seinen Anliegen an seinePolizei wenden.Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Kolleginnen und Kollegen,wie auch in den Vorjahren läutet dieGewerkschaft der Polizei mit dem bereitszur Tradition gewordenen Bürger- undPolizeiball die Ballsaison in Weiden ein.Der Umstand, dass diese Veranstaltungbereits zum 22. Male stattfindet, zeigtdeutlich, welchen gesellschaftlichen Stellenwertder Ball im Raum Weiden einnimmt.Die zahlreichen Besucher der Vorjahrebelegen deutlich, dass „unser Ball“,wie ich diese Veranstaltung bezeichnenmöchte, nicht nur akzeptiert, sondernanerkannt und beliebt ist.Alleine der Name zeigt schon, wie engder Kontakt zwischen Bürgerschaft undPolizei ist und auch sein soll. Jeder einzelneBeamte ist sowohl Polizist als auchBürger und jeder Bürger kann sich mitseinen Anliegen an seine Polizei wenden.Gerade persönliche Kontakte, bei welchenAnlässen auch immer, tragen hierzu einem gegenseitig akzeptierten Miteinanderbei.Mir ist es ein großes Anliegen, den Begriffdes Freundes und Helfers nicht nur alsFloskel, sondern mit Leben erfüllt zusehen. Daher freuen mich die vielen positivenRückmeldungen, die ich jährlich,auch aus der Region Weiden erhalte,besonders. Diese zeigen mir, dass auchmeine Mitarbeiter dieses Ziel aktiv verfolgen.In diesem Rahmen daher auch ein herzliches„Vergelts Gott“ an alle meine Kolleginnenund Kollegen, die mit ihrer täglichenArbeit für ein friedliches Miteinanderim Dienste der Gesellschaft eintreten.Ich wünsche allen Anwesenden einigeschöne Stunden in geselliger Atmosphäreund bedanke mich bei den Organisatorenfür die Mühen, die solch eine Veranstaltungmit sich bringt.Rudolf KrausPolizeipräsident5


GrußwortFeiern Sie wieder mit. WieMeine sehr verehrten Damen und Herren,liebe Gäste des Weidener Polizeiballs,zum zweiten Mal darf ich Sie zum mittlerweile 22. Bürger- und Polizeiballsehr herzlich willkommen heißen. Die Gewerkschaft der Polizei,Kreisgruppe Weiden i.d.OPf., hat sich wieder sehr viel Mühegegeben, um einen kontaktfreudigen Abend mit viel Spaß und Unterhaltungzu organisieren.Ihr zahlreicher Besuch ist für mich wieder Ausdruck Ihrer festen Verbundenheitzu Ihrer Polizei. Vor allem freue ich mich, über die treuenund langjährigen Besucher dieser Tanzveranstaltung.Mein besonderer Willkommensgruß gilt unseren Bürgerinnen undBürgern der Stadt Weiden und ihrer Umgebung sowie allen aktivenund pensionierten Kolleginnen und Kollegen. Mit diesem Ball sindwieder die Rahmenbedingungen geschaffen worden, um die vielzitierten„guten Kontakte“ zwischen Bürger und Polizei in einer lockerenAtmosphäre pflegen zu können.Und wer könnte den Ball nicht wieder besser organisiert haben, als„die Macher“ der letzten Jahre. Ein herzliches Dankeschön möchteich dem treuen und perfekten Organisationsteam der Kreisgruppeder Gewerkschaft der Polizei sagen. Stellvertretend darf ich mich hierpersönlich bei Frau Sieglinde Scharnagl und Herrn Karlheinz Kristfür die perfekte Organisation bedanken, die damit zu Beginn der Ballsaisongleich ein Highlight setzen.So darf ich Ihnen, meine lieben Gäste des Weidener Polizeiballs, indiesem Wohlfühlambiente der Max-Reger-Halle mit der TanzbandPIK 10, sowie mit akrobatischen und „duplizierenden“ Künstlerneinen beschwingten und unterhaltsamen Abend wünschen.Klaus MüllerLeiter der PolizeiinspektionWeiden i.d.OPf.Ihr zahlreicher Besuch istfür mich wieder AusdruckIhrer festen Verbundenheitzu Ihrer Polizei.ein schöner Abend mit sehrguten Freunden, so soll dieserBall sein.Sehr verehrte Ballbesucher, liebe Kolleginnen und Kollegen,die Nähe zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr forderte es heraus– das erste Mal wird Elvis Presley beim Bürger- und Polizeiball auftreten.Natürlich nicht der echte, aber Leo Bischof, der beste deutscheElvis-Imitator wird uns mit seiner Stimme, die Elvis sehr ähnlich ist,unterhalten.Wir haben beim 22. Ball keine Kosten und Mühen gescheut. Eine Bandmit zehn Musikern und einer Sängerin wird zum Tanz aufspielenund für Kurzweil zwischendrin wird ein Artist sorgen.Es ist für meine Mitorganisatorin Sieglinde Scharnagl und mich vonJahr zu Jahr wieder eine neue Herausforderung, ein gutes Programmauf die Beine zu stellen.An dieser Stelle möchte ich mich bei unserem treuen Publikum bedanken,die uns immer wieder positive Rückmeldung geben und unsbestärken, den Ball fortzuführen. Das würde aber auch ohne die Unterstützungdes Verlag Deutsche Polizeiliteratur und seinen Mitarbeiternnicht gelingen. Danke Schön für die zurückliegenden Jahre. Den Inserentenin der Festschrift ist es zu verdanken, dass dieses hochklassigeProgramm auf die Beine gestellt werden konnte. Ohne sie wäre derBall nicht möglich.Die beiden Artikel in der Festschrift könnten nicht gegensätzlichersein. Einerseits geht es um die immer noch wachsende Bedrohungdurch Crystal Speed, andererseits wird die Neuerschaffung einesGeschichtsparkes in Bärnau, der Geschichtspark Bärnau-Tachov,beschrieben und mit ein paar Fotos vorgestellt.Hier mein Dank an die Autoren dieser Artikel, Herrn KOR ThomasBauer, Dienststellenleiter der KPI Weiden i.d.OPf. und POK AlfredWolf vom Einsatzzug Weiden. Alfred Wolf aus Bärnau ist Initiator,Gründer und Vorsitzender des Vereins Via Carolina e. V.Der Bürger- und Polizeiball soll, wie schon dem Wortsinn zu entnehmenist, die Bürger und die Polizei zusammenbringen. Auf einer anderen,der gesellschaftlichen Ebene. Bei einem solchen Ereignis ist esmöglich, sich auch mal von einer anderen Seite kennenzulernen. Dassollten Sie weidlich ausnützen und damit die Distanz, die manchmalvorhanden ist, verringern. Das Gespräch miteinander sollte zu einemfreundschaftlichen Ende führen. Der Ball für das nächste Jahr ist auchschon, wie man so schön sagt, in trockenen Tüchern. Er wird wiederan dieser Stelle am Samstag, 08.11.2014, stattfinden.Feiern Sie wieder mit. Genießen Sie ein paar unterhaltsame Stundenund nehmen Sie nur Positives mit nach Hause. Wie ein schöner Abendmit sehr guten Freunden, so soll dieser Ball sein.Karlheinz KristBallorganisation7


ProgrammGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe Weiden i.d.OPf.ProgrammJEAN FERRYLEITERAKROBATIK UND TRAMPOLINSHOWLEO BISCHOFELVIS-IMITATORPIK 10TANZ- UND SHOWBANDWir wünschen allen Besucherndes heutigen Ballabends froheStunden in beschwingter undheiterer Atmosphäre.9


ProgrammJEAN FERRYLEITERAKROBATIK UND LUSTIGE TRAMPOLIN-SHOW.Seine zunehmende Faszination für die Leiterakrobatik ließ nach mehrjährigerEntwicklung 1997 „THEART OF LADDER ACRO-BATICS“entstehen. Seitdemgastierte Jean Ferrymit dieser temporeichenNummer in zahlreichenVarietés. Im Jahr 2006bringt Jean Ferry zusätzlichzu seiner Leiterakrobatikeinen Comedy-Trampolin-Actauf die Bühnemit ebenso großem Erfolg.LEO BISCHOFELVIS PRESLEY DOUBLE SHOWLeo Bischof ist mit seiner Elvis Live Show der bestedeutsche Elvis-Imitator und seine Stimme ist demKing Elvis Presley sehr ähnlich.PIK 10TANZBANDEine Gruppe junger engagierter Musiker mit derIdee, der Tanzmusik vergangener Jahrzehnte wieder einenfesten Platz im fränkischen Kulturangebot einzuräumen.Die Vision wurde im Frühjahr 2009 umgesetzt.11


von KOR Thomas Bauer, KPI Weiden i.d.OPf.PräventionAuf einem Bein kannman nicht tanzen (stehen)Prävention als wichtiges Standbein der Polizeiin der Bekämpfung der DrogenkriminalitätIn der letztjährigen Festschrift stelltesich die Polizeiinspektion Waldsassen mitihrer Fahndungsgruppe vor. Aufgabe derFahndungsgruppen in der gesamtenOberpfalz ist die Bekämpfung der grenzüberschreitendenKriminalität. Einer derSchwerpunkte liegt im Bereich der Drogenkriminalität,in der Unterbindung derillegalen Einfuhr und des illegalenSchmuggels von Marihuana, CrystalSpeed und Co.Die Entwicklung der Rauschgiftkriminalitätin 2012 im Bereich Oberpfalz sprichtfür sich. Sie zeigt zum einen, dass die vonder Polizei aufgedeckten Rauschgiftfälleim letzten Jahr um fast 10 Prozent zugenommenhaben und belegen somit sicherauch die gute repressive Arbeit der Polizei;zum anderen lässt die Entwicklung im vergangenenJahr erkennen, dass Amfetamin/Metamfetamin(i.d.R. Crystal Speed)deutlich zugenommen und Cannabis als„führenden“ Stoff überholt hat.Was tun?Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat imvergangenen Jahr die Zusammenarbeitmit den Polizeidienststellen in der tschechischenRepublik, der Bundespolizei unddem Zoll nochmals verstärkt. Es wurdengemeinsame Kontrollaktionen initiiert, derInformationsaustausch wurde intensiviert,grenzüberschreitende Streifenfahrtenund -gänge durchgeführt.So wichtig und richtig diese Aktionen auchsind, haben sie allesamt einen Nachteil(übrigens genau so wie die Therapie): Siesetzen erst dann an, wenn das Kind schonin den Brunnen gefallen ist.Aus diesem Grund legt die OberpfälzerPolizei auch einen Schwerpunkt auf diepräventive Bekämpfung der Rauschgiftkriminalitätund eine kompetenzorientierte,regionale Vernetzung.Im Bereich der nördlichen Oberpfalz wurdedaher im Sommer 2012 ein gemeinsames,institutionenübergreifendes Präventionsprojektmit dem Namen „Need NOSpeed“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto„aufgeklärt – lebenskompetent – selbstbestimmt“haben sich die Landkreise Neustadta.d.WN und Tirschenreuth, die StadtWeiden, die Gesundheitsämter und Suchtberatungsstellender vorgenannten Kommunen,die Kreis- und Stadtjugendringe,die Fachambulanz für Suchtberatung derCaritas Weiden, die Polizeidienststellender Region und die tschechische JugendorganisationKRDMK zusammengeschlossen,um mit gemeinsamen, vernetzten,regionalen und grenzüberschreitendenProjekten und Aktionen durch Präventioneine zweite Säule in der Bekämpfungder Rauschgiftkriminalität zu bilden.Wir haben Kriminaloberrat Thomas Bauer,Leiter der Kriminalpolizei Weiden, um einInterview gebeten:Herr Bauer, warum wurde die Initiativegegründet? Sind bei uns die Jugendlichenanfälliger für Crystal Speed?Nein, natürlich sind die Jugendlichen inder Oberpfalz nicht per se drogenanfälligerals anderswo in Bayern, aber durch dieunmittelbare Nähe zur tschechischenRepublik ist Crystal Speed in unsererRegion relativ einfach zu bekommen. Diessieht man z.B. an den Aufgriffszahlen derPolizei im Zusammenhang mit der DrogeCrystal, die den letzten Jahren kontinuierlichgestiegen sind. Auch bei den Suchtberatungsstellensowie bei Ärzten undanderen Institutionen wurde eine Zunahmeder Patienten/Konsumenten vonCrystal festgestellt.Diese Entwicklung zeigt deutlich auf, dassCrystal ein wichtiges Thema in der Regiondarstellt und wohl auch in der Zukunftdarstellen wird. In den letzten Jahren warCannabis in der Oberpfalz noch die ammeisten konsumierte illegale Droge. Nunhat Crystal Speed aufgeholt. Ich will hierdie Situation nicht dramatisieren, aberwegen der gravierenden Folgen ist es mirund allen Verantwortlichen wichtig, dasGanze auch nicht zu unterschätzen. Diegesundheitlichen Schäden, die mit demKonsum dieser Droge einhergehen, sindmehr als erschreckend. Neben dem körperlichenVerfall treten vermehrt psychischeKrankheiten sowie eine deutliche Veränderungder Persönlichkeit (z.B. Herabsetzungder Aggressionsschwelle) auf.Welche Ziele hat „Need NO Speed“?Zunächst wollen wir über Crystal Speedund seine Folgen aufklären und informieren,weil wir festgestellt haben, dass dieGefährlichkeit der Droge und auch die Folgenbei Jugendlichen, aber auch bei vielenErwachsenen nicht bekannt sind. DieseAufklärungsarbeit haben wir in den letztenMonaten verstärktgeleistet. Als Beispiel darf ichdie vom Kreisjugendring TirschenreuthorganisiertePodiumsdiskussion in Plößbergim Februar diesen Jahresnennen oder den Informationsnachmittagauf Einladungder russischenGemeinde in Weiden.Wichtig ist uns auch, durchAngebote in der Jugendarbeit,durch Aktionen und13


Präventiondurch eine enge Zusammenarbeit mit denSchulen, die Lebenskompetenz jungerMenschen zu fördern. Zudem wollen wirauch Hilfestellungen in der Region fürKonsumenten, Eltern, Angehörige undFreunde aufzeigen.Zusammengefasst sind unsere Ziele:• Aufklärung und Information überCrystal-Speed und seine Folgen• Unterstützung und Förderung derAuseinandersetzung mit dem Themain den Schulen und Jugendverbänden.• Erhöhen des Problembewusstseins inder Bevölkerung• Knüpfen eines Netzwerkes durchgemeinsame Aktionen und Projekte• Grenzüberschreitende Zusammenarbeit• Hilfestellung für Konsumenten,Eltern, Angehörige, Freunde.• Förderung der Lebenskompetenzjunger MenschenWie wollen Sie diese Ziel konkreterreichen?Unsere Aktivitäten sind vielfältig undbasieren auf den drei Säulen Aufklärung,Stärkung der Lebenskompetenz undSelbstbestimmte Lebensgestaltung. Daherhier an dieser Stelle nur drei Beispiele:Für den Bereich der Aufklärung haben wirz.B. eine eigene Homepage (www.need-nospeed.de)erstellt. Hier finden sowohl Elternund Lehrer, als auch Jugendliche zielgruppengerechteInformationen. Auch eine eigeneBroschüre zur Thematik, aus der auchregionale Hilfsangebote ersichtlich sind,haben wir erstellt. Beides wurde auch in dietschechische Sprache übersetzt, so dass auchunser tschechischer Partner KRDMK unddie Jugendlichen in Tschechien von unsererArbeit profitieren können.Im Bereich der zweiten Säule bieten wirdie Möglichkeit, dass sich Schüler undSchülerinnen selbst mit der Thematik auseinandersetzen. Als Beispiel darf ich hierdas Projekt des grenzüberschreitendenJugendmedienzentrums Oberpfalz NordT1 nennen. In Kooperation mit demMedienhaus „Der Neue Tag“ und OTVwurden in der Zeit von April bis Juli diesenJahres sechs Projekttage an Schulen inGrafenwöhr, Neustadt, Vohenstrauß, Floß,Windischeschenbach und Neunburg vormWald durchgeführt. Die Schulen in dernördlichen Oberpfalz konnten sich für diekostenfreien Projekttage bewerbenIn dem Tagesseminar haben die beidenMedienpädagogen Cirta Rosbach undPhilip Reich gemeinsam mit Schülern derachten und neunten Klasse über Drogenallgemein und Crystal Speed im Besonderendiskutiert. „Was mache ich, wenn ichein Problem habe?“, „Wie kann ich meinSelbstbewusstsein stärken?“, „Wie kannich selbstbewusst Nein zu Drogensagen?“, diese Fragen standen im Mittelpunktder Diskussionsrunden.„Drogendealer versus freier Mensch“lautete eine Gesprächsrunde, in der eineGruppe von „Dealern“ einer Gruppe „Verstand“gegenüber stand und Argumenteausgetauscht wurden.Derer gab es viele von beiden Seiten; dieverführerischen hier und die von frei denkendenMensch da. „Deine Probleme sindweg!“ „Ja, schon, aber nicht auf Dauer, siekommen wieder!“ „Du bist gut drauf,fühlst dich wohl, hältst länger durch, bistvoller Power!“ „Kann sein, aber dubedenkst die Zeit danach nicht, sie istumso schlechter und führt dich in denAbgrund; denk nur mal an die Folgen derSucht!“ Höhepunkt des Seminars war dasErstellen einer Fotostory zum Thema „Wiesage ich „Nein“ zu Crystal Speed undCo?“.Aktiv waren wir auch auf Fachebene. Sofand am 03.06.2013 in Weiden unter derFederführung von TANDEM Regensburg,dem Koordinierungszentrum fürden Deutsch-Tschechischen Jugendaustausch,der erste deutsch-tschechischeFachdialog zur grenzübergreifenden Drogenpräventionstatt, an dem eine Vielzahlvon Institutionen, die sich in der Oberpfalz,in Oberfranken, in Sachsen sowiein der tschechischen Republik mit demThema Drogen-Prävention beschäftigen,teilnahmen.Gibt es schon erste Erfolge ihrerAktivitäten?Erfolge in der Prävention sind leider nurschwer messbar. Und gerade auch in derAufklärungsarbeit gilt es, eine ernsthafteund nachhaltige Arbeit zu leisten. Insoweitwird es sicher noch einige Zeit dauern, umAuswirkungen in der Öffentlichkeiterkennen zu können. Aber eines haben wirsicherlich erreicht: Das Thema wird in derRegion diskutiert und von den Verantwortlichenund der Politik auch ernstgenommen.„Handwerklich“ betrachtet, sind schoneinige Teilprojekte umgesetzt. Die Homepageist online, Flyer und Plakate sinderstellt und im Umlauf, die zweisprachigeBroschüre ist fertig. Ein Blick auf unsereHomepage lohnt sich. Dort kann man auchdie Bilder der FOS/BOS Weiden mit demTitel „Visionen 2018“ betrachten, mitdenen die Schüler der FOS/BOS bei demWettbewerb des Bayerischen Staatsministeriumfür Unterricht und Kultus denSonderpreis mit dem Titel zeit.raum@bayerngewonnen und beim crossmedia-Wettbewerbder Schulen in der Kategorie Grafikund Layout den dritten Platz belegthaben.Ebenfalls auf der Homepage zu sehen isteine Plakataktion des KreisjugendringesTirschenreuth mit Prominenten aus derRegion, wie z.B dem mehrfachen Paralympics-Siegerund Weltmeister Gerd Schönfelder,dem Deutschen Meister im Downhill-BikenJohannes Fischbach, dem Alpin-Bergsteiger Marco Bauer und dem TopmodelLaura Scharnagl. Sie alle unterstützenunsere Initiative.Besonders erwähnenswert ist sicher dieBitte des Gesundheitsausschusses des15


PräventionDeutschen Bundestages an die Initiative„Need NO Speed“, zur Gesetzesvorlage„Konsum kristalliner Methamphetaminedurch Prävention eindämmen – Neue synthetischeDrogen europaweit effizienterbekämpfen“ fachlich Stellung zu nehmen.In den Medien sieht man sehr häufigschreckliche „Vorher – Nachher Bilder“von Konsumenten mit ausgefallenenoder verfaulten Zähnen. Auf IhrerHomepage hingegen sind solche Bildernicht zu sehen. Sollte man nicht geradeJugendlichen solche Fotos zeigen, um Sievor den Folgen von Crystal Speed zuwarnen?Das ist eine sehr komplexe Thematik, dienicht mit einem einfachen Ja oder Neinbeantwortet werden kann. Zahlreiche Studienbelegen, dass solche abschreckendenBilder bei der Zielgruppe nichts bewirken.Eine Kampagne aus den USA hingegen,die genau mit solchen drastischen Bildernarbeitet, um das Image von Crystal Speedzu zerstören, soll dort zu einem Rückgangder Konsumenten beigetragen haben. Füruns ist folgender Aspekt wichtig. Wir wollenglaubhaft sein, um mit den Jugendlichenauf Augenhöhe reden zu können.Wenn Sie jungen Menschen solche Bilderzeigen, dann gibt es darunter viele, die dasfür übertriebene Erwachsenenpädagogikhalten, weil die Jugendlichen in ihremBekanntenkreis zwar den einen oder anderenkennen, der Crystal nimmt, aber niemandder tatsächlich so aussieht. Die Folgeist dann die Ansicht, dass Crystal Speedgar nicht so schlimm ist und die Bilderübertrieben sind. Sie erreichen also mitNeed NO Speed– Eine Initiative zur Drogenpräventionfür die NordOberpfalzwww.need-no-speed.deSpendenkonto: Kreisjugendring Neustadta.d. Waldnaab, Knorrstr. 12,92660 Neustadt/WNSparkasse Neustadt/WNBLZ 753 519 60, Konto-Nr. 240 003 681Bitte angeben:„Initiative Need NO Speed“abschreckenden Bildern vielleicht genaudas Gegenteil.Heißt das, dass es die auf den Bilderngezeigten Auswirkungen bei uns nichtgibt?Die körperlichen und psychischen Auswirkungenvon Crystal sind selbstverständlichüberall gleich und abhängig vonder Zusammensetzung, dem Wirkstoffgehaltund der Einnahmehäufigkeit. Aberbei uns in Deutschland ist z.B. dasGesundheitssystem deutlich besser, als inden USA, wo es ja bekanntlich keine Krankenversicherungspflichtgibt. Junge Menschen,die hier bei uns Auswirkungen aufIhre Zähne feststellen, gehen einfach zumZahnarzt und lassen sich behandeln. Undklar ist auch, dass z.B. junge Mädchen,deren Haut sogenannte Crystal-Akne aufweist,wohl eher kaum in die Disko gehen.Der Freund, der einem das erste malCrystal anbietet, sieht also nie so aus, wieauf den schrecklichen Bildern; im Gegenteil,er gibt sich cool und scheint gut anzukommen.Wie wird es mit Need NO Speedweitergehen?Wir haben in den vergangenen Monatensehr viel Unterstützung bei unserer bisherigenArbeit erfahren, dafür möchte ichmich an dieser Stelle auch bedanken. Ohnebreiten politischen Rückhalt kann Crystal-Speednicht bekämpft werden.Besonders am Herzen liegt uns der Bereichder Jugendarbeit und der Suchtberatung.Hier ist in beiden Bereichen eine personelleVerstärkung dringend geboten, um zumeinen gezielt auch mit Jugendlichen arbeitenzu können, die nicht in Vereinen undVerbänden organisiert sind, sondern sichz.B. auf der Straße treffen und zum anderenden steigenden Beratungsnachfragenprofessionell begegnen zu können. Wünschenswertwäre es, hier ein sofortigesTherapieangebot ohne Wartezeiten schaffenzu können.Mittelfristig wollen wir unsere Initiativeund unsere Arbeit auch auf andere Drogenartenausweiten. Den Namen „NeedNO Speed“ haben wir insoweit vor einemJahr schon bewusst so gewählt. Denn eineder vielschichtigen Ursachen für Drogenkonsumist sicher auch die „Beschleunigung“innerhalb unserer Gesellschaft.Höher, schneller, weiter, auf der einen Seite,„ständige Erreichbarkeit und jederzeitigeKommunikation“, auf der anderenSeite erschweren es, im Wettbewerbmit anderen mitzuhalten oder aber zurRuhe zu kommen. Entschleunigung, heißthier das Mittel der Wahl, sich Zeit nehmenfür Familien, Freunde, für Aktivitäten imVerein, für Sport oder für sich selbst.In diesem Sinne wünsche ich allen Gästeneinen schönen, erholsamen und entspannendenTanzabend.17


von Alfred WolfGeschichteZeitreise imGeschichtspark Bärnau-TachovDer Geschichtspark Bärnau-Tachov ander „Goldenen Straße“ ist ein besonderesarchäologisches Freilandmuseum. Es lädtein zu einer Zeitreise in das mittelalterlicheLeben des 9. bis 13. Jahrhunderts. BeimRundgang durchstreift der Besucher einfrühmittelalterliches slawisches Dorf,erklimmt eine imposante Turmhügelburgdes 11. Jahrhunderts und gelangt schließlichin eine hochmittelalterliche Siedlung.Mitmach-Museum mit vielen AktionenDer Geschichtspark ist ein lebendiges Mitmach-Museum,das dem Besucher aufunterhaltsame Weise ein authentischesAbbild des Mittelalters zeigt. Als wachsendeAnlage kann man auch beim Bauweiterer Häuser über die Schultern schauen.Dabei bieten sich zahlreiche Möglichkeiten,bei Veranstaltungen, Kursen undAktionen selbst aktiv zu werden: ObBogenschießen, Lehmwände bauen oderZäune flechten – die Vergangenheit istzum Greifen nah.Gemeinsame GeschichteBayern und BöhmenDie Idee für diese konzeptionell inDeutschland wohl einmalige Einrichtungist im Verein „Wir im Bärnauer Land“ entstanden.Die grenzüberschreitendeZusammenarbeit mit den tschechischenNachbarn in Tachov, die gemeinsamenFestspiele und die Auseinandersetzungmit der bayerisch-böhmischen Geschichteließen bald ein Konzept entstehen, dieseGeschichte lebendig werden zu lassen. Seit2001 spielten Tschechen und Deutsche ander Freilichttribüne im Klostergarten derKnopfstadt historische Episoden, dieeigens für das deutsch-tschechische Theaterprojektgeschrieben wurden. Die reichhaltigegemeinsame Geschichte war dieTriebfeder, die Idee eines grenzüberschreitendenGeschichtsparks Wirklichkeit werdenzu lassen.ADAC-Tourismuspreis undBürgerkulturpreisAlfred Wolf aus Bärnau, Roman Soukupaus Tachov und viele Mitstreiter haben seit2001 an diesem Projekt gefeilt. Der Verein„Via Carolina e.V.“ wurde gegründet, auftschechischer Seite der Verein „TerraTachovia“, mit viel Begeisterung die Förderstellenüberzeugt und seit 2010 wirddas 4,4 Millionen-Projekt Wirklichkeit.Unter der fachkundigen Anleitung desArchäologen Stefan Wolters, des ProjektleitersDr. Benjamin Zeitler und einer motiviertenVereinsmannschaft wurdenzwischenzeitlich mehr als 35.000 ehrenamtlicheArbeitsstunden erbracht. Honoriertwurde der Einsatz der vielen Helfermit der Verleihung des ADAC-Tourismuspreis2012 sowie des Bürgerkulturpreis desBayerischen Landtags.Mehr als 500 Mitglieder gehören dem Vereinan, „Reenactors“ aus Deutschland,Tschechien, der Schweiz und Österreichunterstützen die Akteure vor Ort, umeinen Traum zu verwirklichen. Menschen,die Geschichte authentisch darstellenund leben, machen mit. Gruppenhaben nicht nur Patenschaften für Häuserübernommen, sondern opfern ihren Jahresurlaub,um ihre zukünftige Bleibe vorOrt entstehen zu lassen.Gruppen aus Rheinland-Pfalz, aus demSaarland, aus Augsburg und Münchenkommen, viele Handwerker behauen Balken,hobeln, stellen Flechtzäune her, tretenLehm und verarbeiten diesen. VerschiedensteBerufssparten sind vertreten: Polizeibeamte,Arbeiter, Handwerker, Ärzte,IT-Spezialisten und vieles andere mehr.Insgesamt entstehen 23 Häuser, für jedesdieser Bauten gibt es ein archäologischesVorbild und ein immer wachsendesGeschichtsbild.Gastronomie und SeminarräumeAußerhalb des authentischen Bereicheswurde das Funktionsgebäude in Formeines Dreiseithofs angelegt. In der Gaststätte„Brot & Zeit“ können sich die Besucherstärken, im Museumsladen einkaufenoder sich an der Tourist-Info Informationenzur Region einholen. Neben den Verwaltungsräumenverfügt das Gebäudeüber herrlichen Seminarraum, in demTagungen, Versammlungen abgehaltenwerden können.In Kürze wird ein weiterer Mosaiksteindes grenzüberschreitenden Geschichtsparkseröffnet. Im Obergeschoss desFunktionsgebäudes wird eine Ausstellungeröffnet, die in vielen Details undOriginalfunden die Besiedelungsgeschichteund das Leben der Menschenzwischen dem 8. und 12. Jahrhundertbeschreibt.„Historischer Park“ in der LandschaftWährend in Bärnau eine geschichtlicheZeitreise bietet, kann der Besucher mitdem tschechischen Projekt die „GoldenenStraße“ erkunden. Gut erkennbar: die Ori-19


Geschichteginaltrasse der Goldenen Straße. ÜberJahrhunderte war dies eine der bedeutendstenKommunikations- und HandelswegeMitteleuropas. Während die meisten Teileder Trasse zwischen Nürnberg und Pragkaum mehr sichtbar sind, finden sich imTachauer Grenzgebiet teils noch die originalenWege aus dem Mittelalter. Dies istdie einzige positive Folge des EisernenVorhangs, der im Grenzstreifen keineBebauung zugelassen hatte.Wesentlicher Bestandteil des tschechischenPartnerprojekts stellt nun die Dokumentationdieser Teilstrecke der mittelalterlichenRoute zwischen Bärnau undTachov dar. Dieses Projekt soll in drei Phasenabgewickelt werden:1.) Identifikation der ursprünglichenTrasse der Goldenen Straße zwischenBärnau und Tachov.2.) Archäologische Forschung in ausgewähltenAbschnitten.3.) Errichtungdes HistorischenParks „GoldeneStraße“ in derfreien Landschaftmit Infopoints,dreidimensionalenAusstellungen,historischenWegweisern,Meilensteinenund Steinobjekten.Somit wird es denBesuchern möglich sein, direkt vomGeschichtspark in Bärnau entlang der Originaltrasseder Goldenen Straße nachTachov zu wandern. Die zwischenzeitlich19 Meilensteine von Bärnau bis Tachovsind Persönlichkeiten gewidmet, die aufdieser Straße gereist sind oder für dieGeschichte von Bayern und Böhmenvon Bedeutung waren. KaiserKarl IV., dem viele Orte bis nachNürnberg und darüber hinausRechte zu verdanken haben, oderJan Hus, der böhmische Reformator, derauf seinem Weg nach Konstanz zum Konzilüber Tachov und Bärnau gereist war.Der Geschichtspark Bärnau-Tachov verstehtsich als grenzüberschreitendes, europäischesBrückenprojekt und dokumentiertdie gemeinsame Geschichte von Bayernund Böhmen über viele Jahrhundertehinweg. Wert legen die Verantwortlichenvor allem darauf, als Bildungseinrichtungder nachfolgenden Generation wichtigesWissen zu vermitteln.Geschichtspark Bärnau-TachovNaaber Straße 5b, 95671 BärnauÖffnungszeiten (Mitte März bis Anfang November)Dienstag - Sonntag von 10.00 - 18.00 UhrMontags (außer Feiertage) geschlossen.Im Winter ist der Besuch für Gruppen (ab fünf Personen) nach Voranmeldung jederzeitmöglich.Für weitere Informationen und Anfragen steht unser Besucherservice zur Verfügung:Telefon: 09635/92499-75 • Telefax: 09635/92499-95Email: info@geschichtspark.de • Internet: www.geschichtspark.de20

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