MNR 2004-01.pdf - Missionswerk Mitternachtsruf

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MNR 2004-01.pdf - Missionswerk Mitternachtsruf

Biblische BotschaftIm 20. und im begonnenen 21. Jahrhunderthat sich der Irak als eine Bedrohungfür die Sicherheit der Welt im Allgemeinenund für die Sicherheit Israelsim Besonderen erwiesen. DieseTatsache führte zu den Golfkriegenvon 1991 und 2003.■ DR. THEOL. ROGER LIEBIAus biblischerSicht warendiese beidenKriege, diedie ganzeMenschheit in Beschlag genommen hatten, von herausragenderBedeutung. In Jesaja 13-14 (geschriebenum 720 v.Chr.) und in Jeremia 50-51 (geschriebenum 582 v.Chr.) finden wir ausführliche Prophezeiungenüber die endzeitliche Bestimmung desIrak bzw. Babyloniens. In diesen Texten stehenbemerkenswerte Weissagungen über dieseKriege, die entscheidende Etappen auf demWeg zur endgültigen Bestimmung Babylonienswaren: Babylonien ist dem endgültigen Unterganggeweiht.Zusammenfassung der Prophetie in Jesaja13-14 und Jeremia 50-51• Jesaja 13-14 und Jeremia 50-51 beschreibenden totalen Untergang des Landes Babylonien,sodass es nie mehr bewohnt werden kann.• Dies soll in der Zeit geschehen, wenn das jüdischeVolk aus einer weltweiten Zerstreuung ins Landder Väter zurückkehrt.• Die Juden in Babylonien werden aufgerufen, vordiesem Ereignis das Land zu verlassen, durch Flucht unddurch geordneten Auszug.• Eine Koalition vieler Nationen von weither wird gegen BabylonienKrieg führen.4Mitternachtsruf > Januar 2004


• Die Verwüstung Babyloniens soll inPhasen erfolgen.• Bei der endgültigen Verwüstungwerden die Meder (das sind die heutigenKurden) und eine weitere Nationvon Norden her eine besondere Rollespielen.VorabklärungHaben sich Jesaja 13-14 und Jeremia50-51 bereits um 538 v.Chr. erfüllt, alsdie Medoperser Babylonien erobert hatten?Obwohl dies in vielen Kommentarenbejaht wird, ist es meines Erachtensdennoch grundfalsch. Nachfolgend einpaar Gründe:• Die Perser zerstörten die Stadt Babylonnicht (Putsch!). Sie zerstörten undzertrümmerten auch das Land nicht. Esgab nur wenige kurze Schlachten. DerBeamtenapparat Babylons wurde übernommen.• Das Gebiet um die Stadt Babylonist bis heute bewohnt (Al Hillah: ca.215 000 Einwohner). Die manchenortszu lesende Behauptung, Babylon sei zueiner unbewohnten Gegend geworden,ist historisch schlicht falsch. Einer hatdabei dem anderen die Behauptungabgeschrieben.• Das Land Babylonien ist bis heutebewohnt.• Die Juden mussten nicht aus demLand flüchten.• Der jüdische Auszug fand nach derEroberung Babylons statt, nicht vorher.• In Jesaja 13-14 und Jeremia 50-51werden die Perser nicht genannt. Esgeht insbesondere um die Meder (Kurden).Zur Geografie BabyloniensIm Irak liegt das Kerngebiet desLandes Babylonien. Es umfasste in derAntike das Gebiet des Südirak bis etwasnördlich über Bagdad hinaus.Die Bibel spricht auch oft über Assyrien.Das Kerngebiet Assyriens mitden Städten Ninive, Kalach und Assurbefindet sich im Nordirak.Wenn man den Irak im Licht der Bibelbetrachtet, muss man nebst Babylonienund Assyrien noch das Land der Mederunterscheiden: Das Kerngebiet Mediensist das heutige Kurdengebiet im Nordost-Irak.Es erstreckt sich weiter in denNordwesten des Iran. Die heutigenKurden sehen sich als die Nachfahrender alten Meder.Der assyrische und medische Nord-Irak hat prophetisch gesehen eine ganzandere Zukunft als der Süden. GemässJesaja 13-14 und Jeremia 50-51 wirdnur Babylonien einen Totaluntergangerleben.BegriffserklärungenWenn in der Bibel über «Babel»und «Babylon» gesprochen wird, soist Folgendes festzuhalten: «Babel» isthebräisch und bedeutet dasselbe wie diegriechische Wortform «Babylon». BeideBegriffe bezeichnen sowohl die Stadt desersten Turmbaus im Süd-Irak oder auchdas Land darum herum (Süd-Irak bisBagdad). Wann von der Stadt und wannvom Land die Rede ist, muss jeweilsaus dem Kontext geschlossen werden.Im Deutschen kann man das Land mitdem eindeutigen Begriff «Babylonien»bezeichnen.MITTELMEEREuphratAleppoJORDANIENQatnaSYRIENTigris150 kmMariEuphratIRAKAssurUrukSAUDI-ARABIENEschnunnaBabylonEriduIm Irak liegt das Kerngebiet desLandes Baylonien. Es umfasste inder Antike das Gebiet des Südirakbis etwas nördlich über Bagdadhinaus IRANLarsaUrFruchtbarer Halbmond Babylon Aktuelle politische GrenzenZur Bedeutung BabyloniensBabylonien ist die Wiege der Menschheit.Die vorsumerische Ur-Gesellschafterrichtete dort vor ca. 5 000 Jahren dieerste nachsintflutliche Hochzivilisation.Von dort aus wurden die verschiedenenSippen infolge der Sprachenverwirrungschliesslich in alle fünf Kontinente derWelt zerstreut (1.Mo 10,1-11,9).Babylonien ist auch die Wiege Israels.Abraham, der Stammvater desauserwählten Volkes, lebte vor 4 000Jahren als Schöpfungs-Verehrer in derbabylonischen Stadt Ur (1.Mo 11,27ff.).Ihm erschien jedoch der Schöpfer-Gott(1.Mo 12,1-3; Apg 7,2-4). Abraham erlebteeine radikale Umkehr: Er wandtedem Götzendienst den Rücken zu undbegann, den Gott des Himmels anzubeten.Israels Patriarch wurde aus Babylonienherausgerufen. Im Gehorsam Gottgegenüber verliess er diese Gegend undwanderte nach Kanaan, in das spätereLand Israel, ein.In unserer Zeit wurde die Wiege derWelt bzw. die Wiege Israels zu einer Bedrohungfür die Welt im Allgemeinenund für Israel im Besonderen.Von Jerusalem nach BabylonDie Nachkommen der StammväterAbraham, Isaak und Jakob entwickeltensich im Lauf der folgenden Jahrhundertezu einem grossen Volk. Um 1004 v.Chr.erhob der König David Jerusalem zurHauptstadt der Juden (2.Sam 5). SeinSohn Salomo baute auf dem Gipfel desZionsberges in Jerusalem den erstenKASPISCHESMEER© MNR-GRAFIKPERSISCHERGOLFTempel (1.Kön 6-8). Dieser eine Tempelder Juden sollte ein symbolhaftes Zeugnisfür die Tatsache sein, dass es nur einenwahren Gott gibt. Doch am Ende seinesLebens wandte sich Salomo in tragischerWeise von dem Gott Abrahams, Isaaksund Jakobs ab. Er begann, Naturgötterder umliegenden heidnischen Völkerzu verehren. Sein Volk ahmte das übleBeispiel des Königs nach. Prophetenstanden auf und mahnten das jüdischeVolk zur Umkehr. Sie stellten eine nationaleKatastrophe in Aussicht, wennes nicht zu einer radikalen Umkehrkäme. Jerusalem und der Tempel solltenzerstört und das jüdische Volk nachBabylon deportiert werden. Die Masseüberhörte das ernste Rufen. Bereits um1520 v.Chr. hatte Mose die BabylonischeMitternachtsruf > Januar 20045


Biblische BotschaftSardesDie Bibel sprichtauch oft überAssyrien. DasKerngebietAssyriens mit denStädten Ninive,Kalach und Assurfindet sich imNordirakTanisMemphisNilTarsusSidonTyrusJerusalemHaranKarkemischEuphratNiniveKalachAssurTigrisBabylonLarsaUr200 kmSusaAssyrien 1800–1600 v. Chr. 1244–1208 v. Chr. 699–627 v. Chr.In den Jahren605 bis 586v.Chr. führte diebabylonischeArmee dreiKriege gegendas KönigreichJuda. MITTELMEERJerusalemwurde zerstörtund die Judennach BabyloniendeportiertJORDANIENEuphratTigris150 kmGefangenschaft der Juden vorausgesagt:«Der Herr wird dich und deinen König,den du über dich setzen wirst, zu eineranderen Nation wegführen … Und duwirst dort anderen Göttern … dienen»(5.Mo 28,36).Genau in der Zeit, als das Mass in Judavoll war, stieg Babylonien zur WeltmachtNr. 1 auf und stellte die Völker des NahenOstens unter seine Autorität. DerBeginn dieser Weltherrschaft wird durchdas Jahr 608 v.Chr. markiert, als das assyrischeWeltreich endgültig am Ende war.In den Jahren 605-586 v.Chr. führte dieMariIRAKSAUDI-ARABIENUrukEriduLarsaUrIRAN© MNR-GRAFIKKASPISCHESMEER© MNR-GRAFIKPERSISCHERGOLFbabylonische Armee drei Kriege gegendas Königreich Juda. Schliesslich wurdeJerusalem zerstört, der Tempel in Staubund Asche gelegt und die Juden nachBabylonien deportiert.Hier schliesst sich der Kreis: Abraham,der Stammvater des jüdischenVolkes, war ein Schöpfungsverehrer. Erwandte sich von den falschen Göttern abund bekehrte sich zu dem Schöpfergott.Daraufhin zog er aus Babylonien aus undging in das Land Israel.Seine Nachkommen wandten sichjedoch vom Schöpfer ab und verehrtendie Schöpfung. So mussten sie das LandIsrael verlassen und nach Babylonien,ins Land der Götzen, zurückkehren.Jeremia, ein Prophet um 600 v.Chr.sah die Glanzzeit Babylons und derenEnde voraus: «… und diese Nationenwerden dem König von Babel dienen70 Jahre. Und es wird geschehen,wenn 70 Jahre voll sind, werde ich andem König von Babel und an seinemVolk seine Schuld heimsuchen …» (Jer25,11-12).Von Babylon nach JerusalemBabels Weltherrschaft dauerte exakt70 Jahre (von 608–538 v.Chr.). ImHerbst 538 eroberten die Perser unddie Meder das Babylonische Reich. KönigKyrus gab den Juden die Erlaubnis,ins Land der Väter zurückzukehren undden Tempel auf Zion wieder aufzubauen(Esra 1). Schätzungsweise 200 000 (inkl.Frauen und Kinder) kehrten damalswieder heim (Esra 2). Hauptsächlichgingen die ärmeren Leute zurück. VieleReiche wollten in Babylon bleiben. Siesahen sich jedoch als Geldgeber für diehalbautonome Provinz Juda. Die Heimkehrendengingen nach Israel, um dortdem Messias, dem verheissenen Erlöser,dessen Kommen die Propheten detailliertangekündigt hatten, zu begegnen.Nochmals: Von Jerusalem nachBabylonUm die Zeitenwende, vor 2 000Jahren, wurde Jesus Christus in Bethlehemgeboren. Er erfüllte über 300Prophezeiungen des Alten Testamentsauf den verheissenen Messias. Doch dieMasse seines Volkes erkannte Ihn nicht.Auf Anordnung des obersten jüdischenGerichtshofes wurde Jesus Christus imJahr 32 n.Chr. zum Tod verurteilt unddurch die Römer gekreuzigt. Die Prophetenhatten die Verwerfung des Messiasvorausgesagt (Jes 53; Ps 22). Sie hattenauch die Folgen prophezeit: Das jüdischeVolk sollte unter alle Völker der Weltzerstreut werden. Mose weissagte um1520 v.Chr.: «Und der Herr wird dichunter alle Völker zerstreuen, von einemEnde der Erde zum anderen Ende derErde. …» (5.Mo 28,64).Im Jahr 70 n.Chr. verwüstete dierömische Armee Jerusalem und denzweiten Tempel. In einem Jahrhundertedauernden Prozess wurden dieJuden ab diesem Zeitpunkt in alle fünfKontinente zerstreut. Als Folge der beidenrömischen Kriege gegen die Juden6Mitternachtsruf > Januar 2004


um 70 und 135 n.Chr. ergoss sich dergrösste Flüchtlingsstrom – mehr als eineMillion Menschen – nach Babylonien.Es ging darum, so schnell wie möglichin ein Gebiet ausserhalb des RömischenReiches zu gelangen.Dadurch stieg Babylonien zum geistlichenZentrum des Weltjudentums auf,und zwar bis ins Mittelalter (10./11.Jh.). Die grössten Lehrer Israels befandensich in Babylonien. Das wichtigstetheologische Werk des nachbiblischenJudentums ist der Babylonische Talmud,zum grössten Teil von Rabbinern ausdem Zweistromland verfasst.Zum Los der Juden in BabylonienDie babylonische Judenheit musstedurch manche Nöte hindurch gehen:• 581: Judenverfolgung in Babylonienund Persien• 634: islamische Eroberung Babyloniens• 800/850: schwere Steuerbelastung,Einschränkung der Wohnfreiheit,Zwang zum Tragen eines gelben Zeichensan den Kleidern• 1000: schwere Unterdrückung,Strafsteuern• 1333: Zerstörung der Synagogen inBagdad, viel Eigentum entwendet• 1750-1830: (unter türkischer Herrschaft)schwere antijüdische Massnahmen,viele fliehen nach Persien undIndienBabylonien im 20. JahrhundertIm Ersten Weltkrieg zerschlugen dieAlliierten das Osmanische Reich derTürken, das während Jahrhundertenden Nahen Osten beherrscht hatte. Sokam Babylonien unter englische Herrschaft.Die Engländer setzten unter ihrerMandatsregierung Faisal I. als König imZweistromland ein (1923-1933).1932 wurde der moderne Staat Irakgegründet. England gewährte demZweistromland seine Unabhängigkeit.In dieser Zeit lebten noch etwa 150 000Juden im Irak.Von 1933-1939 war Ghasi I. Königim Irak. In dieser Zeit wurde Hitler populär.Es gab eine Achse des Bösen vonNazi-Deutschland bis in die islamischeWelt. Konsequenz im Irak: Am 1. Juni1941 kam es zu einer schweren Judenverfolgungin Bagdad mit schrecklichenMassenabschlachtungen. Diese Erschütterungder irakischen Judenheit führtezur Gründung einer Fluchtorganisation,die es allen Juden ermöglichen sollte,den Irak zu verlassen. In dieser Zeit derNot (1933-1945) wurden in Europaschliesslich 6,5 Millionen Juden vernichtet.Doch als direkte Folge diesesSchocks für die zivilisierte Welt kam esam 14. Mai 1948 – kurz nach dem Krieg– zur Gründung des modernen StaatesIsrael. Die Alliierten wollten nach demAlbtraum der Nazis eine sofortige Lösungdes alten Judenproblems. Dochbereits am Tag nach der Staatsgründunggriff der Irak, zusammen mit Jordanien,Syrien, Libanon, Ägypten, Saudi-Arabienund Jemen, Israel an. Ziel: die Totalvernichtung.Nach einem Jahr ging derJudenstaat mit Landgewinn als Siegeraus der Katastrophe hervor.Flucht aus Babylonien: 1941-1950In den Jahren 1941-1950 flohenTausende von Juden aus dem Irak, ganzentsprechend dem göttlichen Aufrufdurch den Propheten Jeremia: «Fliehtaus Babylonien hinaus …!» (Jer 50,8).«Flieht aus Babylonien hinaus undrettet, ein jeder, sein Leben! Werdetnicht vertilgt wegen seiner Ungerechtigkeit!Denn es ist die Zeit der Rachedes Herrn: was es getan hat, vergilt erihm» (Jer 51,6).Auszug aus Babylonien: 1950-1952Der irakischen Regierung gelang eseinfach nicht, die Grenzen gegen dieJudenflucht hermetisch abzuriegeln. Am2. März 1950 – ausgerechnet an demTag, als die Juden in ihren Synagogenweltweit das Purim-Fest zur Erinnerungan die wunderbare Rettung der Judenim Zweistromland und im gesamtenpersischen Weltreich feierten (vgl. dasBuch Esther; 5. Jh. v.Chr.) –, kam es zuJesaja 13,4–5:Befreiung Kuwaits«Der HERR der Heerscharenmustert ein Kriegsheer,aus fernem Landkommen sie, vom Endedes Himmels – der HERRund die Werkzeuge seinesGrimmes, um das ganzeLand zugrunde zu richten.»einer unerwarteten Wende: Die irakischeRegierung unter Tawfiq Suweidiverkündete: Alle Juden dürfen offiziellausreisen. Sie müssen aber zuerst ihreSteuern bezahlen und auf das irakischeBürgerrecht verzichten. Zudem dürfensie ihren Besitz nur für 10 % des Wertesverkaufen.Das war eine doppelte Purim-Freudefür die irakischen Juden!Die Regierung vermutete aus gutenGründen, dass auf diese Weise etwa7 000-10 000 gehen würden, und dassdann das Fluchtproblem endgültig gelöstsein würde. Es kam aber ganz anders:95 % der jüdischen Gemeinschaft imIrak meldete sich zur Ausreise an! DasGanze hatte zudem noch einen Haken:Das Emigrationsgesetz sollte nur bis zum9. März 1951 Gültigkeit haben. 104 000Menschen mit Flugzeugen aus dem Irakhinauszubringen, stellte zu jener Zeit fürden jungen Staat Israel, der eben einenExistenzkrieg überlebt hatte, eine Unmöglichkeitdar.Umsturz im IrakWie ein Donnerschlag gab es anfangsSeptember 1950 im Irak eine schrecklicheWende: Tawfiq Suweidi wurde gestürzt,und Nuri Said, ein gefürchteterJudenhasser, gelangte an die Macht. Erhegte den Plan, in der irakischen WüsteKonzentrationslager zu errichten unddort die Juden zu vernichten.Die Vollendung der «OperationBabylon»Die Spannung und die Angst im Irakwuchs, je mehr der 9. März 1951 herannahte.Zehntausende von Juden, dieihre Staatsbürgerschaft aufgegeben hat-Mitternachtsruf > Januar 20047


Biblische Botschaftten, wussten immer noch nicht, wannsie ausreisen könnten.Am 10. März 1951 erliess Nuri Saidein sadistisches Gesetz, das den StaatIsrael in den wirtschaftlichen Ruin führensollte: Die Juden dürfen zwar weiterausreisen, aber ihr sämtliches Hab undGut soll konfisziert werden! Dies war einEine Seite aus dem Babylonischen Talmudschwerer Schlag für die Juden im Irakund auch für den jungen Staat Israel,der bereits in fi nanziellen Schwierigkeitensteckte und nun Zehntausendevon völlig mittellosen Einwanderernaufnehmen sollte.Während das jüdische Jahr, das vomNeujahrsfest am 24. September 1949bis zum 11. September 1950 dauerte,von der guten und fast unglaublichenNachricht der Emigrationserlaubnisgekennzeichnet war, so war das darauffolgende Jahr (es dauerte vom 12.September 1950 bis zum 30. August1951) von einem gegenteiligen, Angsterregenden Gerücht charakterisiert – bisschliesslich doch alle Angemeldetenausreisen konnten. Im Februar 1952wurde die «Operation Babylon» durchdie letzten Flüge abgeschlossen.Das gewaltige Ereignis des jüdischenExodus aus dem Irak wurde jedochdurch ein tragisches Geschehnis überschattet:1951 gelang es der irakischenGeheimpolizei, die zionistische Untergrundorganisation,die sich währendvieler Jahre so erfolgreich für die Rettungder irakischen Juden eingesetzt hatte,aufzuspüren und blutig zu zerschlagen.Staunen über die Präzisionbiblischer ProphetieIn Jeremia 51,45-46 wurden dieseEreignisse alle vorhergesagt: «Zieht ausihm (d.h. aus Babylonien) hinaus, meinVolk, und rettet ein jeder sein Leben vorder Glut des Zornes des Herrn! Und dasseuer Herz nicht zaghaft werde, und ihreuch nicht fürchtet vor der Nachricht,die im Land vernommen wird! Denn indem einen Jahr kommt diese Nachrichtund in dem Jahr danach jene Nachricht.Und Gewalttat ist im Land, Herrscherfolgt auf Herrscher.»In diesen Versen geht es im Gegensatzzu Jeremia 50,8 und 51 nicht umeine «Flucht», sondern um einen «Auszug»(«Zieht aus ihm hinaus, meinVolk …!»). Diese Stelle bezieht sichauf den von der irakischen Regierunggenehmigten Massenexodus der Judenvom März 1950 bis zum Februar 1952.Es geht nicht um die Fluchtwellen inder Zeit davor bzw. danach. Der Auszugsollte die Juden vor einer Katastrophebewahren, die über den Irak kommenwürde («… rettet ein jeder sein Lebenvor der Glut des Zornes des Herrn!»).Dieser Auszug fand wirklich vor denGolfkriegen von 1991 / 2003 und dennoch folgenden Ereignissen statt. Dieirakischen Juden konnten dadurch vorunvorstellbarem Leid bewahrt werden.In Vers 46 wird die Angst undSchrecken einflössende Nachricht, diesich im Land unter Nuri Said ausbreitenkonnte, direkt angesprochen. DochJeremia sagte, dass die Juden sich nichtdavor fürchten sollten («Und dass euerHerz nicht zaghaft werde, und ihr euchnicht fürchtet vor der Nachricht, die imLand vernommen wird!»). Ja, letztlichkonnten doch alle, die wollten, das Landungehindert verlassen. Wir haben gesehen,wie das eine Jahr unter Suweidi vonguter Nachricht und das Jahr danach vongegenteiliger, schlechter Nachricht gekennzeichnetwar. Sogar diese Einzelheitenwurden im Vers 46 klar prophezeit(«Denn in dem einen Jahr kommt dieseNachricht, und in dem Jahr danach jeneNachricht …»).Ich habe dargelegt, wie diese Auszugszeitdurch den plötzlichen Sturzder Regierung Tawfiq Suweidis und dieMachtübernahme Nuri Saids geprägtwar. Auch darauf weist der Vers 46 hin:«… Herrscher folgt auf Herrscher.»Die Freude der irakischen Juden überdie Möglichkeit, dem Machtbereich Babylonienszu entgehen, wurde durch dieparallel dazu erfolgte Vernichtung derzionistischen Untergrundbewegungüberschattet. Auch dies hatte Jeremiaangedeutet: «Und Gewalttat ist imLand …» Hat man nicht Grund undUrsache, über die Präzision der altenProphezeiungen in der Bibel zu staunen?Ist dieses Buch aus der Antike nicht erstaunlichaktuell für uns Menschen des21. Jahrhunderts?Flucht aus Babylonien: 1952-1991Nach Abschluss der «Operation Babylon»blieben noch etwa 5 000 Judenim Irak zurück.Bewegungen deralliierten Truppen24.02.03 (Morgen)24.02.03 (Nachmittag)25. bis 26.02.0327.02.0328.02.03 Feuerpauseab 8.00 Uhr6. Panzer-Division82. Luftlande-RegimentDer 100-Stunden-Krieg(24. bis 28. Februar 2003)SAUDI-ARABIENIrakische ZieleInfanteriePanzer- und Panzergrenadier-DivisionenStreitkräfte mit einer Stärkevon bis zu 50 % per 24.02.03Streitkräfte mit einer Stärkevon 50 bis 75 %Streitkräfte mit einerStärke ab 75 %Die Franzosen bilden eineVerteidigungslinie gegenAngriffe aus dem Westen.Drei Brigaden des 82. Luftlande-Regimentserobern Positionen im Westenzur Sicherung der Nachschubbasen.As SalmanDie 6. Panzer-Division derFranzosen undeine Brigade des 82.Luftlande-Regimentsdringen rasch aufdas Gebiet des Iraksvor und nehmendas Flugfeld von AsSalman ein.101. Luftlande-Division3. Panzergrenadier-Regiment24. Schützenpanzer-Division8Mitternachtsruf > Januar 2004


Anfangs der 60er-Jahre kam eineWende: 1963 schwang sich die Ba’ath-Partei durch einen Staatsstreich an dieMacht. Die Konsequenz war, dass dieJuden im Irak erneut Verfolgung erleidenmussten.Im Juni 1967 fand der Sechstagekriegstatt. Die irakische Armee beteiligtesich auch im Kampf zur TotalvernichtungIsraels. Als der Krieg mit einerdemütigenden Niederlage für den Irakendete, mussten die irakischen Judenals «Blitzableiter» herhalten und erlittenVerfolgung.Im Juli 1968 kam die Ba’ath-Parteierneut an die Macht und abermals gingeine Judenverfolgung los.Diese Entwicklungen lösten unterden Juden im Irak eine neue Fluchtwelleaus, bis schliesslich fast alle Juden denIrak verlassen hatten. Im Herbst 1990soll es im Irak noch etwa 150 jüdischePersonen gegeben haben, von denendie meisten in Bagdad wohnten. Damitwar also praktisch die gesamte Judenheitaus dem Irak geflohen bzw. ausgezogenbevor die Katastrophe des Golfkriegesvon 1991 über Babylonien kam.Babylonien in der FalleIn Jeremia 50,24 spricht Gott Babylonienan: «Ich habe dir eine Fallegelegt, und du wurdest auch gefangen,o Babylonien, ohne dass du es erkannthattest. Du bist ertappt und auch gefasstworden, weil du gegen den Herrn Krieggeführt hast.»Durch den langen und aufreibendenKrieg gegen den Iran (1980-1988) hatteder Irak die Staatskassen beträchtlich geleert.Irgendwie sollte das Loch wiedergestopft werden. Ein Schuldenberg vonvielleicht gegen 100 Milliarden Dollarist doch allerhand. In dieser Situationwirkte das kleine, aber unwahrscheinlichreiche und dabei militärisch kaumgeschützte Land Kuwait geradezu verführerisch.Am 25. Juli 1990 sagte US-BotschafterinApril Glaspie zu Hussein: «Amerikainteressiert sich nicht gross für IhreStreitigkeiten mit Kuwait.» 1 SaddamHussein verstand dies offensichtlich einbisschen falsch. Eine Woche später, am2. August 1990, fand die Irak-Invasion inKuwait statt. Saddam Hussein überrann-Spezialtruppen bauen in feindlichemTerritorium Aufklärungs-Stützpunkte auf.SpezialtruppenDie 101. Luftlande-Divisionleitet einen Luftangriffauf irakischemTerritorium ein, umeinen vorgezogenenTreibstoff- und Nachschub-Stützpunktaufzubauen.StützpunktIRAKTeile des XVIII. Luftlande-Korps, darunter die 101.Luftlande-Division und die24. Schützenpanzer-Division,dringen nach Norden zumEuphrat vor und errichtenStrassenblockaden. Dannbewegen sie sich nachOsten, um sich Einheiten derRepublikanischen Garden imSüdirak zu stellen.© MNR-GRAFIKKUWAITBritische und amerikanischeTruppen des VII. Korpsbewegen sich zuerst nachNorden, dann nach Osten, umEinheiten der RepublikanischenGarden im nördlichenKuwait anzugreifen.Insel BubiyanKuwait City1. Panzer-Division3. Panzer-Division2. Panzergrenadier-Regiment1. Panzer-Division derBriten1. Infanterie-Regiment1. Kavallerie-RegimentPanarabische Truppen(darunter ägyptische undsyrische Truppen)Saudisches EinsatzkommandoSaudischeEinsatztruppeTiger-Brigade2. Marineinfanterie-DivisionAmerikanische, saudischeund panarabische Streitkräftedurchbrechen dasAbsperrungssystem derIraker. Sie nähern sich KuwaitCity von Süden und Westen,kreisen das Stadtgebiet einund nehmen schliesslich denFlughafen und die Stadt ein.50 Km1. Marineinfanterie-DivisionSaudischeEinsatztruppenMitternachtsruf > Januar 20049


REUTERSBiblische Botschaftte mit 95 000 Soldaten und zahlreichenPanzern das schwache Land Kuwait underklärte es zur 19. Provinz des Irak. Eskam zu schrecklichen Massakern. Dieganze Welt war entsetzt darüber. So kames zum Golfkrieg von 1991.Der irakische Präsident SaddamHussein ging in die Falle – und konntesich nie mehr daraus befreien. Er hatteden Ernst der Lage nicht erkannt,wie Jeremia es vorausgesagt hatte. Sowurde der Irak von der internationalenGemeinschaft gleichsam als Einbrecher«ertappt» und schliesslich auch«ergriffen». Während sechs Monateninszenierten die alliierten Streitkräfteaus 28 verschiedenen Ländern, ausvier verschiedenen Kontinenten, einenAufmarsch mit 600 000 Soldaten, umam 17. Januar 1991 gegen den Irakloszuschlagen. Mit einem UNO-Mandatging die Weltgemeinschaft gegenBagdader Palast von Saddam Hussein in FlammenSaddam Hussein vor. Der Grund fürdie Falle wird im Buch Jeremia auchgenannt: «… weil du gegen den HerrnKrieg geführt hast.» Wie kann man gegenGott Krieg führen? Wer einen Judenantastet, vergreift sich gewissermassenan dem Augapfel Gottes: «Wer euchantastet, tastet meinen Augapfel an!»(Sach 2,8).Drei Mal hatte der Irak versucht,Israel vollständig zu vernichten: imUnabhängigkeitskrieg (1948/49), imSechstagekrieg (1967) und im Jom-Kippur-Krieg (1973). Als einzigesislamisches Land hat der Irak nie einWaffenstillstandsabkommen mit Israelgeschlossen. Der Irak befand sich 55Jahre im Kriegszustand mit Israel.Golfkrieg 1991Wir wollen uns nun mit den Eröffnungswortender Gerichtsankündigungüber Babylonien beschäftigen, wie sieuns in Jesaja 13 mitgeteilt werden.Vers 1 beinhaltet den Titel, den derProphet selbst den folgenden Aussagen(Kap 13 und 14) gegeben hat: «Ausspruchüber Babylonien, den Jesaja,der Sohn des Amoz, geschaut hat.»Vers 2 erscheint im ersten Momentetwas mysteriös: «Auf kahlem Bergrichtet eine Fahne auf, ruft ihnen zumit lauter Stimme, winkt mit der Hand,und sie sollen einziehen durch die Toreder Edlen.»Es stellen sich zunächst einige berechtigteFragen an den Text: Weshalbsoll eine Fahne aufgestellt werden, wersoll wem zurufen, was soll das Winkenmit der Hand, wer soll in eine Stadtvon Edlen einziehen, welche Stadt istüberhaupt gemeint?Am 27. Februar 1991, am Tag als KuwaitCity befreit wurde, konnte die Weltsehen, was Jesaja schon längst in seinerVision erblickt hatte: Als die Streitkräfteder Alliierten nach Kuwait City, indie Stadt der Adligenfamilie des EmirJaber es-Sabah zur Befreiung einzogen,wurden sie durch die Kuwaitis unterlautem Zurufen und Schreien begrüsst.Sie winkten ihnen zu, hupten in den Autos,und überall sah man amerikanischeund kuwaitische Fahnen als Zeichen derSiegesfeier.Die Befreier werden von Jesaja in denfolgenden Versen (3-5) eindrücklich beschrieben.Gott selbst spricht: «Ich, ichhabe meine Geweihten entboten, ja, ichhabe meine Helden gerufen zu meinemZorngericht, meine stolz Frohlockenden.Horch! Ein Lärm auf den Bergen wie voneinem grossen Volk! Horch! Ein Kriegslärmvon Königreichen versammelterNationen! Der Herr der Heerscharenmustert ein Kriegsheer, aus fernem Landkommen sie, vom Ende des Himmels– der Herr und die Werkzeuge seinesGrimmes, um das ganze Land zugrundezu richten.»Wie zutreffend sind doch die Wortedes Propheten Jesaja! Wer die Golfkriegsbildervom 27. Februar 1991 gesehenhat, weiss, wie «stolz frohlockend» dieAlliierten in Kuwait City einmarschiertsind.Der Kriegslärm dieser versammeltenNationen liess die ganze Welt aufhorchen.Die Bodentruppen der Alliiertenbildeten zahlreiche Fronten, letztlichbildeten sie 13 Kriegskolonnen. VonSaudi-Arabien aus überquerten 8Kriegskolonnen die Hügel des Süd-Irakund drangen schliesslich nach Kuwaitein, parallel mit den anderen 5 Fronten,die direkt nach Kuwait hinein stiessen.Der Löwenanteil der Anti-Irak-Koalitionkam aus den USA. Vom Irak ausgesehen, kamen sie tatsächlich «vomEnde des Himmels her». Diese für dieklassische hebräische Sprache typischeRedewendung «vom Ende des Himmelsher» (= von einem geografisch extremweit entlegenen Gebiet), lässt sich auchauf diverse weitere Armee-Kontingenteaus dieser Koalition anwenden.Mit insgesamt 100 000 Luftangriffenrichteten sie das Land Babylonien entsprechendJesaja 13,4 zugrunde. Die BefreiungKuwaits fand am 27./28 Februar1991 statt. Diese Tage fielen in diesemJahr exakt auf das Purim-Fest der Juden.Mit der Befreiung Kuwaits endeten dieschrecklichen Scud-Raketen-Angriffe aufIsrael. Das Los der Juden wandte sicheinmal mehr gegen ihre Feinde.Was in der Kurzdarstellung von Je saja13,1-5 beschrieben wird, entsprichtgenau dem UNO-Mandat von damals:Krieg gegen Irak und Befreiung Kuwaits,mehr nicht. General Schwarzkopf wollteden Sturm auf Bagdad anhängen. PräsidentBush (senior) blockte ihn jedochvehement ab.Irak wurde zum Kriegsgefangenender UNO. Durch Sanktionen sollte der10Mitternachtsruf > Januar 2004


Jeremia 50–51: Verlauf in EtappenZeit der Flucht: 1941 – 1950 Zeit des Auszugs: 1950–1952Zeit der Flucht: 1952 – 1991 Golfkrieg: 1991 Golfkrieg: 2003Totaluntergang: ??? Wiederkunft Christi: ????© MNR-GRAFIKerfolgen. Alle internationale humanitäreHilfe wird dann versagen: «Plötzlichist Babylonien gefallen und zertrümmertworden. Jammert über dasselbe! Holt Balsamfür seinen Schmerz, vielleicht wirdes geheilt werden! Wir haben Babylonienheilen wollen, aber es ist nicht genesen.Verlasst es und lasst uns ein jeder in seinLand ziehen, denn sein Gericht reicht bisan den Himmel und erhebt sich bis zuden Wolken» (Jer 51,8-9).Irak zum Abrüsten gezwungen werden.Dies passte Saddam Hussein, der sich alsNachfolger Nebukadnezars, des Königsvon Babylon sah, keineswegs. Sein Lebenszielbestand in der Vernichtung Israels.So gab es ein Katz-und-Maus-Spielvon 12 Jahren, dem die USA 2003 einjähes Ende setzen wollten.Der Golfkrieg 2003Der Golfkrieg von 2003 war die Fortsetzungdes Krieges von 1991. Der Kriegendete 1991 gemäss dem jüdischenKalender exakt an den zwei Tagen desPurim-Festes (27./28. Februar). DerKrieg von 2003 begann exakt am Tagnach Purim (2003 fiel das Purim-Festgemäss dem gregorianischen Kalenderauf den 18. und 19. März). Auf dieseTage fiel das US-Ultimatum an SaddamHussein. Es lautete kurz: Saddam, geh!Am folgenden Tag, am 20. März 2003,begann der neue Krieg. Nach jüdischbiblischemKalender auf den Tag genaunach 12 Jahren Unterbruch. Im Gegensatzzu 1991 sollte nun die von Jeremiaprophezeite Phase der Eroberung desLandes erfolgen.Jeremia prophezeite: «Kriegslärm imLand und grosse Zertrümmerung! …Wie ist Babylonien zum Entsetzen gewordenunter den Nationen!» (vgl. Jer50,22-23). Millionen von Menschenin aller Welt gingen entsetzt und mitProtest gegen den Irak-Krieg auf dieStrassen. Babylonien wurde durch dieUS-Allianz mit unvorstellbaren Luftangriffenzertrümmert. Nach 25 Tagenwar die militärische Streitmacht Iraksdurch die unglaubliche Gewalt ausAmerika und England am Ende. Bagdadwurde von allen Seiten umzingelt undschliesslich eingenommen. Die Tigris-Übergänge wurden besetzt. Jeremia51,30-32 sagt: «Babyloniens Heldenhaben aufgehört zu streiten. Sie sitzenin den Festungen. Versiegt ist ihre Kraft.Sie sind zu Frauen geworden. Man hatihre Wohnungen angezündet. Ihre Riegelsind zerbrochen. Ein Läufer läuftdem anderen entgegen, und der Botedem Boten, um dem König von Babyloniendie Botschaft zu bringen, dass seineStadt von allen Seiten her eingenommenist. Und die Übergänge sind besetzt, unddie Paläste (hebr. «agamim») hat manmit Feuer ausgebrannt, und die Soldatensind erschrocken.»Babylons ÖlreichtumJeremia sah voraus, dass die FeindeBabyloniens sich an den Schätzen desLandes würden bereichern können:«Und Chaldäa wird zum Raub werden.Alle, die es berauben, werden sattwerden, spricht der Herr» (Jer 50,10).«Die du an vielen Wassern wohnst,reich an Schätzen bist, dein Ende istgekommen, das Mass deines Raubes»(Jer 51,13).Der endgültige Fall BabyloniensDie Prophetie über Babylonien erfülltsich in Phasen. Heute überblicken wirdie erfüllte Prophetie von 1941-2003.Die letzte Phase der Totalzerstörungsteht noch aus:«… Babel, die Zierde der Königreiche,der Stolz des Hochmuts der Chaldäer,wird gleich sein der UmkehrungSodoms und Gomorras durch Gott. Eswird in Ewigkeit nicht mehr bewohntwerden, und keine Niederlassung mehrsein von Geschlecht zu Geschlecht; undder Araber wird dort nicht zelten, undHirten werden dort nicht lagern lassen»(Jes 13,19-20).«… es soll in Ewigkeit nicht mehr bewohntwerden, und keine Niederlassungmehr sein von Generation zu Generation.Wie nach Gottes Umstürzung vonSodom und Gomorra und ihrer Nachbarstädte,spricht der Herr, wird niemandmehr dort wohnen und kein Menschenkindmehr darin sich aufhalten» (Jer50,39-40). Der Fall Babyloniens wird«plötzlich», das heisst überraschend,Eine Warnung für die MenschheitDas bereits erfolgte Gericht überBabylonien, die Wiege der Menschheit,ist eine Warnung für die ganze Welt (Jes13,1-5). Das Gericht über Babylonien istein Vorgeschmack von dem Gericht, dasdie ganze Welt am «Tag des Herrn» ereilenwird (vgl. Jes 13,6-16). Wie könnenwir dem Gericht Gottes entgehen? Nurindem wir uns durch Jesus Christus mitGott versöhnen lassen. Apostelgeschichte16,31 sagt: «Glaube an den HerrnJesus, und du wirst errettet werden!»Nur Er ist der wahre Befreier: «Jesus,der uns rettet vor dem kommendenZorn» (1.Thess 1,10).■1TIME, Nr. 10/1991, S. 60Diese Botschaft von Dr. theol.Roger Liebi ist auf zwei Kassettenoder zwei CDs erhältlich:Israel und das Schicksal des IrakMC: Bestell-Nr. 12043 (CHF 7.50, EUR 5.–)CD: Bestell-Nr. 13047 (CHF 7.50, EUR 5.–)Saddam Hussein und das neueBabylonMC: Bestell-Nr. 12044 (CHF 7.50, EUR 5.–)CD: Bestell-Nr. 13048 (CHF 7.50, EUR 5.–)Mitternachtsruf > Januar 200411


Im Blickfeld«Geld spielt in der Endzeiteine sehr wichtige Rolle»Früher war die Wall Street sein Arbeitsplatz – heute geht er andere Wege:Interview mit dem ehemaligen Broker und Wirtschaftsexperten Wilfred HahnMitternachtsruf * :Wilfred Hahn,würden Sie sichkurz vorstellen?Wilfred Hahn: Ich bin48 Jahre alt, wohne inKanada, ganz in der Näheder Niagara-Fälle, an derGrenze zu den VereinigtenStaaten. Meine Frau Wilfred HahnJoyce wurde in Hollandgeboren, ist aber, als sie 14 Jahre altwar, mit ihren Eltern nach Kanada eingewandert.Wir sind seit 27 Jahren verheiratetund haben drei Kinder, Natalia(24), Aaron (21) und Pearce (19).Sie waren früher in der Wirtschafttätig. Welche Position bekleideten Sieund was waren Ihre Aufgaben?Früher, bevor ich mich von den Geschäftender Wall Street (in Kanada: BayStreet) zurückzog, war ich Chef einerglobalen Anleger-Firma und Vorsitzendereines Offshorezentrums mit Bürosin sieben Ländern, zum Beispiel in Japan,Singapur und Genf. Wir verfügtenüber zig Milliarden von Dollars und oftbesuchte ich auf meinen Geschäftsreisenauch die deutschsprachigen Länder:Schweiz, Deutschland und Österreich.Schlimmste war für michzu sehen, wie die Giernach Geld Menschen totalverändern kann. Daswar manchmal kaum zuglauben.Das Positive war, dassich viele Arbeitskollegenkennen lernte, seien esnun Japaner, Chinesenoder Schweizer unddadurch jetzt viele Freunde und guteKontakte in den verschiedensten Ländernhabe.Was machen Sie heute beruflich?Heute bin ich selbständig, habe meineeigene Firma, das Mulberry Ministry,und gebe monatlich ein Informationsblattüber das globale Finanzwesen auschristlicher Sicht heraus.Was hat Sie vom Glauben an dieBibel und somit an Jesus Christusüberzeugt?Ich habe mich bekehrt als ich 11Jahre alt war, aber erst viel später nahmich diesen Glauben wirklich ernst; dawar ich schon bald 30. Es kam ganzplötzlich, dass der Heilige Geist michvon der ganzen Wahrheit der Bibelüberzeugte. Ich entdeckte, dass es klugist, ein Christ zu sein, und dass mansein Gehör nicht an der Kirchentür abgebenmuss. Die Bibel ist nicht voll vonMärchen, sondern sie ist das echte WortGottes. Ein Christ muss sich für nichtsschämen. Diese Entdeckungen warenlebensverändernd für mich.Wodurch wurden Sie veranlasst,den Beruf zu wechseln und vor der«Geldfalle» zu warnen?1996 versuchte ich das erste Mal,mich von den Geschäften der Wall Streetzu trennen, und ich reichte bei der Bank,bei der ich beschäftigt war, die Kündigungein. Es war eine innere Unruhe inmir, die mich dazu veranlasste. Heutebin ich davon überzeugt, dass das durchden Heiligen Geist gewirkt war. Die Bankwollte mich allerdings nicht gehen lassen.Sie erhöhte mein Gehalt und ichbekam einen Assistenten, der mir vieleArbeiten abnahm. Man erlaubte mirsogar, mein eigenes Informationsblattzu schreiben. So wurde der «EternalValue Review» vom Mulberry Ministrygeboren. Ich blieb dann noch 3 Jahre beidieser Bank. 1999 kündigte ich erneutund dieses Mal gelang es mir endlich,mich von der Wall Street zu trennen.In Ihrer Position sind sie weit inder Welt herumgekommen, habenviel gesehen, Einblick in das weltweiteFinanzwesen bekommen undeine Menge Erfahrungen gesammelt.Was hat Sie dabei im Positiven wie imNegativen berührt?Meine Erfahrungen waren mehrnegativ als positiv. Vielleicht war dasso, weil ich Christ bin und mich indiesem Milieu nicht wohl fühlte. DasWilfred Hahn: «1999 kündigteich erneut und dieses Mal gelanges mir endlich, mich von der WallStreet zu trennen»12Mitternachtsruf > Januar 2004


Im BlickfeldAtom oder Sünde, was istgefährlicher?Das deutsche Atomausstiegsprogramm ist in aller Munde. Doch wo liegen diegrösseren Gefahren für den Menschen und seine Umwelt?Am 14. November vergangenen Jahres,nach fast 32 Jahren Betriebszeit,wurde das AtomkraftwerkStade in Niedersachsen abgeschaltet.20 bis 30 Jahre hätte die Anlage nochlaufen können. Ein Ingenieur bemerkte:‹Ein Trauerspiel, dass wir abschalten.›Die Grünen hingegen feiern dieStilllegung als einen symbolischenMeilenstein rot-grüner Energiepolitik.‹Mit Stade beginnt sichtbar das Endedes Atomzeitalters›, verkündete BundesumweltministerJürgen Trittin. ImJuni 2000 hatten sich Bundesregierungund Stromwirtschaftgeeinigt,die Nutzungder Atomkraft inDeutschland bis2021 ‹geordnetzu beenden›.» 1REUTERS«Umweltbewusste» Bürger habenAngst, dass durch einen Atomgau einesTages «die Welt untergehen könnte».Umweltsünden werden gross geschriebenund angeprangert. Gorleben ist einBeispiel beherzter Demonstrationen gegenein Atomlager. Meine Frau kommtaus der Gegend von Gorleben. Als wirkürzlich ihre Mutter besuchten, wollteman mich auch zu einer wieder einmalfälligen Demonstration einladen. Dochich lehnte dankend ab mit der Begründung,dass die Gefahren für unsere Weltganz woanders liegen als in den Atomreaktoren.Die Gefahrenfür unsere Umweltliegen inder Sünde desMenschen unddarin, dass mansich immer deutlicher vom Schöpferund Erhalter der Welt löst. Unsere Weltwird nicht unter der Explosion einesReaktors zu leiden haben, sondern unterden kommenden Gerichten Gottes.Das soll nun nicht heissen, dass wir alsverantwortliche Bürger nicht umweltbewusstleben und alles meiden sollten,was der Umwelt schadet, sind wirdoch für die Schöpfung verantwortlich.Doch die Prioritäten werden deutlichverschoben und die wahren Ursachenfür die Not in der Welt nicht mehr aufdie Waagschale gelegt. Die grössten Katastrophender Menschheitsgeschichtegeschahen nicht im Atomzeitalter undgingen von keinem Reaktor aus, sondernwaren die Folge hartnäckigen sündigenVerhaltens. Die Sintfl ut wurde nichtdurch irgendwelche Umwelteinfl üsseausgelöst, sondern durch das mächtigeWort des Herrn. Sodom und Gomorragingen nicht wegen einer Atomexplosionunter, wegen menschlichen Versagensan einem Atomreaktor oder wegeneines Unfalls bzw. Materialfehlers. Nein,vielmehr wegen der Gräuelsünden indiesen Städten, die nach dem Willendes Herrn gerichtet wurden. Auch inZukunft geht die grösste Gefahr nichtvon Atommeilern aus, sondern von derExplosionskraft der Sünde.In diesem Beitrag sollen vier Dingeerwähnt werden, die schlimmer sind alsjeder Atommeiler.«Umweltbewusste» Bürger haben Angst, dass durch einenAtomgau eines Tages «die Welt untergehen könnte». UnsereWelt wird nicht unter der Explosion eines Reaktors zu leidenhaben, sondern unter den kommenden Gerichten Gottes14Mitternachtsruf > Januar 2004


1. Die zunehmende Ungerechtigkeit,das Verleugnen Gottes als Schöpfer unddie Ausklammerung des Herrn aus derGesellschaft zieht die Degeneration desMenschen nach sich. In Römer 1,18-21 heisst es: «Es offenbart sich nämlichGottes Zorn vom Himmel her über alleGottlosigkeit und Ungerechtigkeit derMenschen, welche die Wahrheit durchUngerechtigkeit aufhalten, weil dasvon Gott Erkennbare unter ihnen offenbarist, da Gott es ihnen geoffenbarthat; denn sein unsichtbares Wesen, dasist seine ewige Kraft und Gottheit, wirdseit Erschaffung der Welt an den Werkendurch Nachdenken wahrgenommen,sodass sie keine Entschuldigunghaben. Denn obschon sie Gott erkannten,haben sie ihn doch nicht als Gottgepriesen und ihm nicht gedankt, sondernsind in ihren Gedanken in eitlenWahn verfallen, und ihr unverständigesHerz wurde verfinstert.»2. Dass man Jesus Christus als den vonden Toten auferstandenen Sohn Gottesund die absolute Wahrheit ablehnt unddie Errettung durch Ihn ausschlägt,bewirkt eine geistliche «Atomkraft»,die Satan durch den kommendenAntichristen freisetzen wird. So lesenwir in 2. Thessalonicher 2,8-10: «…dann wird der Gesetzlose geoffenbartwerden, welchen der Herr Jesus durchden Geist seines Mundes aufreiben,und den er durch die Erscheinung seinerWiederkunft vernichten wird, ihn,dessen Auftreten nach der Wirkungdes Satans erfolgt, unter Entfaltungaller betrügerischen Kräfte, Zeichenund Wunder und aller Verführungder Ungerechtigkeit unter denen, dieverlorengehen, weil sie die Liebe zurWahrheit nicht angenommen haben,durch die sie hätten gerettet werdenkönnen.»3. Die stetig zunehmenden Tatsünden,das Verlorengehen jeglicher Moral,das Übertreten aller Gesetze und dasSterben des Gewissens belasten dieUmwelt weit mehr als alle Atomreaktorenzusammen. Schon Hosea schrieb:«Fluchen und Lügen, Morden, Stehlenund Ehebrechen hat überhand genommen,und Blutschuld reiht sich an Blutschuld.Darum trauert das Land undmüssen verschmachten alle, die darinwohnen; die Tiere des Feldes, die Vögeldes Himmels und auch die Fischeim Meer werden dahingerafft. Nurhadere niemand und strafe keiner! …»(Hos 4,2-4).4. Die heute weltweit immer mehr aufkommendeAblehnung des jüdischenVolkes und seines Landes bedeutet einegrössere Gefahr für die Welt als jedeatomare Wiederaufbereitungsanlage.Die persönliche Hinwendung zuJesus Christus aber befreit uns von derAngst, die die Welt beherrscht; sie gibtuns Geborgenheit und Sicherheit für dieZukunft. Unsere Erdkugel ist nämlichnicht sich selbst überlassen, nicht demLauf der Zeit, nicht dem Zufall, sondernDem, der alle Dinge mit Seinem mächtigenWort trägt: Christus. Davon sprichtPaulus in Hebräer 1,3: «Er, der Ausstrahlungseiner Herrlichkeit und Abdruckseines Wesens ist und alle Dinge durchdas Wort seiner Macht trägt, hat sichzur Rechten der Majestät in der Höhegesetzt, nachdem er die Reinigung vonden Sünden bewirkt hat.» N.L. ■1Die Welt, 14.11.2003Der Papst und PetrusGibt es Hinweise in der Heiligen Schrift, die das vatikanische Dogma, derPapst sei ein Nachfolger des Apostel Petrus, unterstützen?Papst Johannes Paul II. hat 30neuen Kardinälen den purpurfarbenenKardinalshut übergeben.Den Namen des geheim berufenen 31.Kardinals behielt der Papst für sich. Vatikan-Beobachter gehen davon aus, dasses sich um einen Bischof aus einem Landhandelt, in dem die römisch-katholischeKirche verfolgt wird. Zur Feier auf demPetersplatz in Rom sind neben denhöchsten Kirchenrepräsentanten aucheinige tausend Gläubige gekommen.Bei der Zeremonie knieten die Kardinäleeinzeln vor dem Kirchenoberhaupt niederund küssten seinen Ring. Bei einergemeinsam zelebrierten Messe im Pe-AufgegriffenIn Japan nimmt die Angst vor der atomarenBedrohung durch Nordkorea immerdrastischere Formen an. Im regierungsnahenForschungsinstitut für Wirtschaft,Handel und Industrie sind jetzt erstmalsper Computersimulation die Folgen einesAtomschlags durch den stalinistischenNachbarn errechnet worden. Danach würdenmit einem einzigen Raketenangriff aufdie Hauptstadt Tokio 423 000 Menschengetötet und etwa gleich viele verletzt.Ein Aktivist der Fatah-Partei vonPLO-Chef Jassir Arafat hat im FlüchtlingslagerBalata nahe der Autonomiestadt Nabluseinen palästinensischen Metzger erschossen.Der Grund: Der Mann weigertesich, sein Geschäft wegen eines Fatah-Beerdigungszugeszu schliessen.Zwanzig der fünfundzwanzig neuen Kabinettsmitgliederdes neuen palästinensischenPremierministers Ahmed Kurei gehörender Fatah-Partei von PLO Chef JassirArafat an. Kurei konnte sich in mehrerenBereichen nicht gegen PLO-Chef JassirArafat durchsetzen – unter anderem wirdein von Arafat gewünschter Kandidat denInnenministerposten übernehmen.Das Foto einer grossen deutschen Illustriertenzeigte zwei israelische Panzer währendeines Einsatzes im südlichen Gazastreifen.Dazu hiess es: «Am Kanonenrohrhat die Besatzung einen weissen Streifenangebracht – Zeichen für einen erfolgreichenAbschuss.» Joel Lion, von der Botschaftdes Staates Israel in Berlin, gabdazu folgenden Kommentar: «Der Streifenauf der Kanone … ist dazu da, darauf hinzuweisen,zu welchem Zug das Fahrzeug innerhalbeiner Division gehört. Mit solchenFalschinformationen wird den vorhandenenVorverurteilungen der israelischen StreitkräfteVorschub geleistet.»Israels Botschafter in Deutschland,Shimon Stein, hat die Nahost-Politik derEuropäischen Union kritisiert. Trotz allerAnstrengungen sei das Verhältnis zwischender EU und Israel nicht normal. «Die Beziehungenwerden von den Europäern immerals Drohmaterial benutzt. Kommt Israel Eu-Mitternachtsruf > Januar 200415


opa entgegen, dann werden wir belohnt.Im BlickfeldGibt es Meinungsverschiedenheiten, danndroht man uns mit Sanktionen. So gehtman nicht mit einem Staat um, der ein Interessedaran hat, dass Europa sich im NahenOsten engagiert.»Jassir Arafat hat allein in den MonatenSeptember/Oktober 2003 rund 12 MillionenEuro aus dem Staatshaushalt der PalästinensischenAutonomiebehörde (PA)bezogen. Dies geht aus dem Haushaltsbericht2004 hervor, den der palästinensischeFinanzminister Salam Fajad vorgelegthat. Dem Bereicht zufolge erhält derPLO-Chef rund acht Prozent der Staatsausgaben.400 000 Euro bezahlt er monatlichallein seinen Mitarbeitern im Hauptquartier.100 000 Dollar überweist Arafat monatlichan seine Frau Suha, die in Parislebt. Nach einem Bericht des internationalenWährungsfonds hat er in den ersten siebenJahren nach der Gründung der PA mehrals 900 Millionen Dollar aus Haushaltsmittelnund internationalen Zuschüssen fürsich «abgezweigt» und auf Schweizer Kontenüberwiesen.Steuersünder können nach dem Willender Bundesregierung von Januar 2004 bisMärz 2005 ihr Schwarzgeld zurück nachDeutschland tragen, ohne mit einer Strafeoder einem Bussgeld rechnen zu müssen.Das Geld soll dann pauschal mit 25 Prozent(ab 2005: 35 Prozent) nachversteuertwerden. Der reuige Sünder gibt eine strafbefreiendeErklärung mit seinen bislangverschwiegenen Einnahmen ab. Das giltallerdings nur für Schwarzgelder, die bis31.12.2001 angehäuft wurden.Nach Ansicht von Daniel Coats, US-Botschafter in Deutschland, ist es in denVereinigten Staaten einfacher und natürlicher,öffentlich über den christlichen Glaubenzu reden als in Deutschland. «Es istleichter, weil die Amerikaner ihren Glaubenin ihr Leben integrieren.» Er könne sichdie Zurückhaltung der Deutschen in Glaubensdingennur mit ihren Erfahrungen im20. Jahrhundert erklären, wo viele ihrenGlauben verloren hätten oder wegen derDiktaturen nicht darüber reden durften.Er selbst spreche auch mit Politikern überden Glauben, wenn sich eine Gelegenheitdazu ergebe.16 Mitternachtsruf > Januar 2004tersdom streifte der Papst den berufenenKardinälen den Kardinalsring über.» 1Der Papst wird bekanntlich in derrömisch-katholischen Kirche als derNachfolger und Vertreter des ApostelsPetrus angesehen. Wenn dem so wäre,würde der Papst selbst als ein Apostelgelten. Dass dies aber nicht der biblischenWahrheit entspricht, lehrt uns dasWort Gottes sehr deutlich:• Die Apostel mussten alle Zeugendessen gewesen sein, was Jesus dieganze Zeit über, in der Er unter ihnenwar, getan hat. Sie mussten direkteZeugen Seines Todes und Seiner Auferstehungsein (Apg 1,21-22).• Sie waren alle höchstpersönlichdurch Jesus selbst in direkter Art undWeise berufen worden, sowohl die 12,als später auch Paulus (Lk 6,12-16;Apg 9).• Der apostolische Dienst war einbesonderer und einmaliger Dienst zurGründung der Gemeinde Jesu (Apg2,42; Eph 2,20-22).• Die Apostel waren mit besonderenGaben und Zeichen von Wundertatenzur Gründung der Gemeinde befähigt(Apg 5,12; 8,14-17). Paulus sagte deshalbeinmal zu den Korinthern, dassdurch ihn die Zeichen eines Apostelsgeschehen sind (2.Kor 12,12); dasmacht deutlich, dass die Zeichen derApostel eben besondere Zeichen waren,die man nicht ohne weiteres aufandere legen kann.• Das apostolische Amt ist nie aufweitere Gläubige übertragen worden.Die Apostel beriefen zwar Diakone,Mitarbeiter und Älteste (Apg 14,23),übertrugen aber nie jemandem von ihnendas apostolische Amt, weil dieseseinzigartig ist.• Die 12 Apostel, die alle jüdischerHerkunft waren, stehen – über dieGemeinde hinaus – auch in einembesonderen Bezug zum jüdischen Volk.Sie sollen einmal mit dem Herrn auf12 Thronen sitzen und die 12 StämmeIsraels richten (Lk 22,30).• Dass es nie mehr als 12 Apostel gabund geben wird, deutet auch Offenbarung21,14 an: «… die Mauer der Stadthatte zwölf Grundsteine und auf ihnenzwölf Namen der zwölf Apostel desLammes.»Da die 12 Throne und die 12 Grundsteineder Stadt auf die Zahl 12 begrenztsind, können wir nicht von weiterenapostolischen Ämtern ausgehen, sonstbräuchte es ja für alle je da gewesenenPäpste auch noch jeweils einen Thronbzw. Grundstein.Dass der Papst heute von seinenUntergebenen Huldigungen entgegennimmt,in dem man sich vor ihmniederkniet und seinen Ring küsst,entspricht ebenfalls nicht der Würdeeines Apostels; sie liessen sich nämlichnicht huldigen. Als der römische OffizierKornelius den Apostel Petrus – alsdessen Nachfolger sich ja der Papst sieht– huldigen wollte, widersprach Petrusdiesem vehement: «… am folgendenTag kamen sie nach Cäsarea. Korneliusaber, der seine Verwandten und nächstenFreunde zusammengerufen hatte,erwartete sie. Als es aber geschah, dassPetrus hereinkam, ging Kornelius ihmentgegen, fiel ihm zu Füssen und huldigteihm. Petrus aber richtete ihn aufund sprach: Steh auf! Auch ich bin einMensch» (Apg 10,24-26).Ohne den Papst als Menschen diskriminierenzu wollen, müssen wir dochdas vatikanische Dogma, der Papst seiein Nachfolger Petri, ablehnen. DieGemeinde Jesu wird durch die Innewohnungdes Heiligen Geistes geleitet,in der alle als Brüder und Schwesterngleichwertig nebeneinander stehen.Die Gemeinde Jesu wird ferner durcheine biblische Ältestenschaft geleitet,die nicht hierarchisch diktiert, sonderndie biblische Lehre hochhält, den Ordnungenund Anweisungen des WortesGottes gemäss leitet und diese auslebt.Hätte es neben Petrus weitere «Päpste»gegeben, so hätte er sicher nicht von Ältestengesprochen, die die Gemeinde leitensollen: «Die Ältesten unter euch nunermahne ich, der Mitälteste und Zeugeder Leiden des Christus und auch Teilhaberder Herrlichkeit, die geoffenbartwerden soll: Hütet die Herde Gottes, diebei euch ist, nicht aus Zwang, sondernfreiwillig, Gott gemäss, auch nicht ausschändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig,nicht als die, die über ihrenBereich herrschen, sondern indem ihrVorbilder der Herde werdet! Und wennder Oberhirte offenbar geworden ist,so werdet ihr den unverwelklichen Siegeskranzder Herrlichkeit empfangen»(1.Petr 5,1-4).N.L. ■1Zürcher Unterländer, 22.10.2003


Vom Tod überrascht!Wer mit beiden Beinen fest im Leben steht und gesund ist, denkt nicht aneinen plötzlichen Tod.Für den Fussballspieler Marc-VivienFoe (28), von der Nationalmannschaftaus Kamerun, war der 26.Juni 2003 ein spezieller Tag in seinemLeben. Er und seine Kollegen solltengegen Kolumbien um einen Platz im Finaledes Confederations-Cups spielen.Es war auch ein spezieller Tag für seineFrau und seine Familie, die gespanntim dicht besetzten Stadion sassen undvoller Vorfreude auf das Spiel warteten.Sie hofften natürlich alle auf den Siegihrer Mannschaft und auf eine gute Darbietungvon Marc-Vivien. Der hatte sichintensiv auf das Turniervorbereitet und wie jederandere Spieler auf seineKondition Acht gegeben.Das Spiel begann um13.00 Uhr in Lyon, Frankreich,mit dem Anpfiff desSchiedsrichters. Marc-ViviensMannschaft spieltegut und schoss gleich inder neunten Spielminutedas Tor, das ihnen denPlatz im Finale gegenFrankreich sicherte.Dann geschah dasUnerwartete. In der 28.Spielminute der zweitenHalbzeit, ohne einenersichtlichen Grund,stürzte Marc-Vivien indem Moment, wo er Richtung Verteidigungsfeldlaufen wollte. Keiner seinerGegner hatte ihn berührt, auch keinerseiner Teamkollegen! Mit verdrehtenAugäpfeln blieb er auf dem Feld liegen!Erschrocken gaben die anderen Spielerden Sanitätern Zeichen. Er wurde nochim Feld von Hector Cruz, dem Arzt derkolumbianischen Mannschaft, behandelt;er versuchte, ihn wieder zu beleben.Danach, am Spielfeldrand, versuchtenes andere Ärzte weitere 40 Minutenlang. Umsonst! Marc-Vivien reagierte aufkeinen Rettungsversuch und starb, dortauf dem Spielfeld, vor den Zuschauernund den laufenden Kameras.Welch schmerzliches Unglück! SeineFrau und seine Familie mussten hilfloszusehen, ohne etwas unternehmen zukönnen! Ebenso erging es auch seinenMitspielern, die sich über ihren Sieg garnicht richtig freuen konnten und sogarREUTERSdaran dachten, auf das Finale zu verzichten.Der Präsident der Fifa, JosephBlatter, lamentierte: «Die Fussballfamilieist wegen dieses tragischen Ereignissestief betroffen.»Die Bibel ist sehr klar in Bezug aufden Tod. In Hebräer 9,27 steht: «Undso gewiss den Menschen bestimmt ist,einmal zu sterben, darnach aber dasGericht.» Jeder Mensch auf dieser Erdewird einmal sterben. Der Tod ist eineRealität, mit der wir durch die Nachrichten-Medientäglich konfrontiertwerden. Die wichtige Frage ist nur:Der kamerunische Nationalspieler Marc-Vivien Foe starb noch auf dem FussballfeldSind wir auf den Tod und auf das, wasdanach kommt, vorbereitet? So wie derplötzlich verstorbene Spieler sich aufdieses Turnier vorbereitete, indem ertäglich trainiert hatte, bereitet sich jedervon uns auf die Anforderungen desLebens vor. Wie sieht es aber im Blickauf den Tod aus?Wenn wir meinen, mit dem Tod seialles aus, irren wir uns. Denn es ist keineswegsdas «Nichts», dass uns danacherwartet oder ein Leben in einer anderenGestalt, wie es uns verschiedene Religionenund Philosophien weis machenwollen. Nein, uns erwartet das Gericht,dem auch Selbstmörder nicht entfliehenkönnen. Jeder Mensch wird Gott gegenüberRechenschaft ablegen müssen, wieer zeitlebens zu Seinem Sohn gestandenhat. Allein das entscheidet, wo er dieEwigkeit verbringen wird: im Himmeloder in der Hölle. Wer dies nicht wahrhabenwill und nicht damit rechnet,wird einmal – wer weiss wie bald!– völlig davon überrascht werden!«Wenn ich alt bin, werde ich michmit dem Leben nach dem Tod befassen»,antworten die meisten Menschen, wennsie darüber befragt werden. Und Marc-Vivien? Sind 28 Jahre ein Alter, in demman mit dem Sterben rechnen muss?Der Tod hat ihn überrascht – ihn, seineFamilie, seine Teamkollegen unddie ganze Welt, die sprachlos alles viaFernsehen und Zeitung mitbekommenhat. Werden wir vor unserem Tod nochdie «letzte Chance» haben, uns vorzubereiten?Oder könnte es uns ebensoergehen wie dem Fussballspieler?In Johannes 3,16-17 lesen wir: «DennGott hat die Welt so geliebt, dass erseinen eingeborenen Sohn gab, damitjeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Lebenhabe. Denn Gott hatseinen Sohn nicht in dieWelt gesandt, dass er dieWelt richte, sondern dassdie Welt durch ihn gerettetwerde.» Hier sehen wirdie grosse Liebe Gottesfür jeden Menschen. Gottsandte Seinen einzigenSohn, Jesus Christus, aufdiese Erde, mit dem Ziel,die Welt zu retten. Er willuns retten vor der ewigenVerdammnis, die die Konsequenzunseres sündigenWesens ist.Sich auf den Tod vorbereitenheisst, sein Lebenmit Gott in Ordnung bringen.Dafür gibt es nur einen Weg, dieErlösung, die uns Jesus Christus durchSeinen Tod am Kreuz anbietet, anzunehmen.Denn «es ist in keinem anderndas Heil; denn es ist auch kein andererName unter dem Himmel den Menschengegeben, in welchem wir sollen gerettetwerden!» (Apg 4,12). Und in Johannes14,6 sagt Jesus: «Ich bin der Weg unddie Wahrheit und das Leben; niemandkommt zum Vater, denn durch mich!»Verschieben Sie Ihre Entscheidung, woSie die Ewigkeit verbringen werden – beiIhm in der Herrlichkeit oder getrennt vonIhm in der ewigen Verdammnis – nichtauf ein anderes Mal! Machen Sie denSchritt jetzt, heute, und übergeben SieIhm Ihr Leben! Er wird Sie mit offenenArmen empfangen, Ihnen alle Schuld vergeben,die Sie auf sich geladen haben,und Ihnen ewiges Leben schenken. Erwartet schon so lange auf Sie! M.S. ■Mitternachtsruf > Januar 200417


Aus der Arbeit des MitternachtsrufMitternachtsruf inIndonesienWir freuen uns, hier über einen weiteren Meilenstein in der Geschichtedes Mitternachtsruf berichten zu dürfen: Der erste «Mitternachtsruf» inindonesischer Sprache ist gedruckt! Lesen Sie die Darlegungen unsererMitarbeiter R. und D. Klassen.Entstehung der Idee. Mein Nameist Rudolf Klassen. Ich bin als Kinddeutschstämmiger Vorfahren in derehemaligen UdSSR (Kirgistan) geborenworden und als Kind mit meiner Familienach Deutschland emigriert. Dort binich in einem christlichen Umfeld inder Nähe von Frankfurt (Darmstadt)aufgewachsen.Im Jahre 2001 war ich auf einerGeschäftsreise in Indonesien undRudolf KlassenDemita Klassenlernte dort durch Gottes Willen meinezukünftige Ehefrau Demita Hartomokennen, mit der ich seit September2002 verheiratet bin. Meine Frau kamam Anfang ihres Studiums zum christlichenGlauben. Ihre Mutter (ChristianaHartomo) kam 1967 zum Glauben anJesus und war die einzige Christin inihrer Familie. Sie stammte aus einerzerbrochenen moslemischen Familieund fühlte, dass ihr Leben so elend, leerund ohne richtiges Ziel war. Eines Tagesbesuchte sie einen Gottesdienst einerBaptisten-Gemeinde in einem Dorf aufZentraljava (s. Landkarte zu Indonesien),weit entfernt von jeder Grossstadt. Reinzufällig, oder besser gesagt durch GottesFügung, kam sie dorthin, ohne eine Einladungerhalten zu haben oder jemandenim Dorf zu kennen. Sie war einfach aufder Suche nach der Wahrheit, nach dendeprimierenden Erfahrungen, die sie imIslam gemacht hatte. Als sie dem Pastorzuhörte, fühlte sie, wie Friede undFreude sie überkam wie niemals zuvorin ihrem Leben. Nach dem Gottesdienstsprach sie mit dem westlichen Pastordieser Kirche, bekehrtesich und beschloss, sichtaufen zu lassen. IhrEhemann war Moslem.Trotz Repressalien vonSeiten des Ehemannesund dem Druck moslemischerGelehrten,wieder zum Islamzurückzukehren, bliebsie dem christlichenGlauben treu.Nach Demitas Abschlussdes Theologiestudiumsbegegnetenmeine Frau und ich uns zum ersten Mal.Bereits vor unserer Heirat hatten wirbeschlossen, Gott in den Mittelpunktunseres gemeinsamen Lebens zu stellenund deutlich mehr für Ihn zu tun. Wirhatten damals aber noch keine Idee wie.Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeitwaren wir ständig in Europa unterwegsund konnten keine intensiven Kontaktezu christlichen Gemeinden, in denen wirdienen könnten, aufbauen. Wie durcheine Fügung Gottes nahmen wir im Oktober2002 an einer Missionskonferenzdes Missionswerks Mitternachtsruf inSindelfingen teil. Ich kannte dieses Missionswerkvon meinem Vater (WaldemarKlassen), der den«Mitternachtsruf»schon seit längererZeit abonniert hatte.Während der faszinierendenPredigt von Norbert Liethüber ein prophetisches Themakam mir der Gedanke, ob wirnicht diese Thematik in Indonesienpublik machen könnten.In der Mittagspause sprach ichmit meiner Frau darüber. Siewar begeistert. In Indonesiengibt es zwar sehr viel christlicheLiteratur, aber bisher keine, die sichmit Prophetie befasst. Da etwa 30 %der Bibel aus Prophetie besteht, solltejeder Christ sich mit dieser Thematikintensiv beschäftigen, ansonsten kanner wesentliche Teile der Bibel nichtrichtig verstehen. Warum sollte alsodie Prophetie den zahlreichen Christenin Indonesien vorenthalten werden. Wirwürden dann die Schuld dafür tragen.So beschlossen wir, diese Eingebungzu verwirklichen und kontaktiertenbereits direkt nach dieser Konferenzdas Missionswerk Mitternachtsruf mitdieser Idee.Einige Fakten zu IndonesienIndonesien liegt im Südosten vonAsien, zwischen zwei grossen Ozeanen,dem Pazifischen und Indischen Ozean,und zwischen zwei Kontinenten, Asienund Australien.Im Norden von Indonesien befindensich Malaysia, Singapur und diePhilippinen, im Osten Neu Guinea, imSüden Australien, im Westen der bereitsgenannte Indische Ozean.Die gesamte Landfläche von Indonesienbeträgt 1 904 443 km 2 . Das Seegebietist etwa viermal so gross. Das Landgebietvon Indonesien ist rund fünfmal so grosswie Deutschland. Das ist so, als würdeman die Grenze von London, über den18Mitternachtsruf > Januar 2004


Indonesien liegt im Südosten von Asien, zwischen zwei grossen Ozeanen,dem Pazifischen und Indischen Ozean, und zwischen zwei Kontinenten,Asien und Australien. Im Norden von Indonesien befinden sich Malaysia,Singapur und die Philippinen, im Osten Neu Guinea, im Süden Australien,im Westen der bereits genannte Indische OzeanMedanPekanbaruBorneoSumatraPalembangJakarta UjungpandangSurabayaJavaDenpasarBandung Yogyakarta BaliCelebesAmbonKupangBiak© MNR-GRAFIKNeu GuineaAustralienWesten und Osten Europas hinweg, biszum Iran ziehen.Indonesien ist der grössteArchipel der Welt. Es gibt 17 508Inseln. Die Hauptinseln sind Sumatra(473 606 km 2 ), Java (132 107 km 2 ),Borneo (539 460 km 2 ), Sulawesi(189 216 km 2 ) und Irian Jaya(421 981 km 2 ). Die anderen Inselnsind viel kleiner als diese.Borneo ist die drittgrösste Insel derWelt, hinter Grönlandund Neu Guinea,Sumatra diefünftgrösste. DieHälfte von NeuGuinea gehörtzu Indonesien.Das Gebiet heisstIrian Jaya.Indonesien hatdie viertgrösstePopulation aufder Welt hinterChina, Indienund USA. Insgesamtlebenin Indonesien235 MillionenMenschen. Esgibt etwa 350verschiedeneethnische Gruppen.Jede Gruppehat eine unterschiedlicheKultur, Kunst, Sprache undmanchmal auch Religion. Die Javanersind die grösste Volksgruppe.Der erste indonesische «Mitternachtsruf»Das generelle Motto der Indonesierist deshalb «Verschieden aber dennochverbunden». Das Bevölkerungswachstumbeträgt aktuell 1,6 % pro Jahr.Politisch wurde Indonesien 1945unabhängig. Davor war es etwa 350Jahre lang, mit kurzen Unterbrechungen,eine niederländische Kolonie. DieUnterbrechungen beziehen sich auf relativkurzzeitigeKolonisierungendurch die Britenund Japaner.AktuelleSituation desChristentumsin IndonesienDie aktive Missionierungunddas weltweite Gebetfür Indonesiensorgten dafür, dasses heute etwa 12Millionen Christenin Indonesiengibt. Wir sprechenhier nicht überNamenschristenoder offizielleReligionszugehörigkeitenwie sie bei uns häufi g vorkommen,sondern über praktizierendeChristen der auch hier bekanntenchristlichen Vereinigungen (Lutheraner,Baptisten, Mennoniten, Methodisten,protestantische Freikirchen). DieErgebnisse der Missionierung sind soüberwältigend, dass man es auch als«Heilsgeschichte Indonesiens» bezeichnenkann. Die christliche Infrastrukturbestehend aus Gemeinden, Vereinigungen,theologischen Akademien undUniversitäten, christlichen Buchhandlungen,christlichen Radiostationen istso überwältigend, dass wir uns im altenEuropa eigentlich schämen sollten. Vorallem wir brachten den Glauben in dieseRegion und verloren ihn mit der Zeitselber. Heute müssten die Indonesiereigentlich zu uns kommen und missionieren.Die Qualität des christlichenGlaubens in Indonesien ist tatsächlichso hoch, dass viele Missionare vondort aus insbesondere in moslemischeStaaten wie die ehemaligen GUS-Länderausgesandt werden.Offiziell ist Indonesien zwar immernoch der grösste moslemische Staat derWelt, das Fundament fängt aber leichtan zu bröckeln. Die moslemische Regierungwill es nur nicht wahrhaben.Sie terrorisiert, schikaniert und unterdrücktdie Christen aus Angst vordiesem Glauben. So wurden geradenach dem Zusammenbruch der indonesischenWirtschaft im Zusammenhangmit der Asienkrise Ende der 90er-Jahredes letzten Jahrhunderts (1997-1998)die instabile Situation ausgenutzt undes brachen Unruhen und Verfolgungengegen Christen aus. Diese Situationwurde durch den Rücktritt des damaligenPräsidenten (Suharto) unterstützt.Der Polizei- und Militärapparat sahtatenlos zu, wie Kirchen (etwa 400)niedergebrannt, Christen umgebrachtund christliche Mädchen und FrauenMitternachtsruf > Januar 200419


Aus der Arbeit des Mitternachtsrufvergewaltigt wurden. Diese Eskalationder Gewalt gegen Christen beruhigtesich in den meisten Regionen ab 1999wieder. Heutzutage passiert nur ab undzu etwas. Viele Christen geben deshalbaus Angst vor Verfolgung, insbesonderein den mehr entlegenen Regionen,nicht das Christentum, sondern weiterhinden moslemischen Glauben alsoffizielle Religion an. Die offiziellenReligionsstatistiken werden dadurcherheblich verfälscht. Offiziell wirdnur eine Minderheit von etwa 5 % alsChristen, 3 % als Katholiken und 88 %als Moslems angebeben. Der genannteProzess des «Bröckelns» wurde in denletzten Jahren beschleunigt, weil immermehr gebildete und nicht nur dieeinfachen Menschen zum Christentumübertreten. Es gibt sogar im aktuellenindonesischen Parlament christlicheParlamentarier. Gerade das ist für diemoslemische Regierung dramatisch.Diese interessiert sich weniger für dieReligionszugehörigkeiten in entlegenenGebieten als viel mehr für die inden Grossstädten, wo die gebildetenMenschen zu fi nden sind. Durch dieunglaubliche christliche Infrastrukturwächst eine immer grössere christlichausgebildete Elite heran.Eine aktuelle Gefahr für das Christentumgeht auch von den Parlamentswahlenim Jahre 2004 aus. Alsaussichtsreichster Kandidat für dasPräsidentenamt gilt ein fundamentalerMoslem (Amin Rais). Die heutige Präsidentin(Megawati) ist im Vergleich zuihm eher als neutral anzusehen. Weil siein den letzten vier Jahren keine überzeugendenErgebnisse ablieferte, sind dieChancen für ihre Wiederwahl gering.Auch die anderen Favoriten gelten alsradikale Moslems.Ein aktuelles Beispiel für die verschärfteVorgehensweise gegenüber denChristen in Indonesien ist der Beschlussdes jetzigen Parlaments, dass christlichePrivatschulen einen islamischen Religionslehrerbeschäftigen müssen. ChristlichePrivatschulen zählen in Indonesienzu den besten. Sogar moslemische Familienschickten ihre Kinder aufgrund ihrerAusbildungsqualität in diese Schulen.Durch christliche Religionsstunden unddie christliche Infrastruktur kamen dieseKinder in Kontakt mit dem Christentum.Diese Möglichkeit der Evangelisationwurde nun durch diesen Parlamentsbeschlussgrösstenteils zunichte gemacht.Die Kinder moslemischer Familienmüssen islamische Religionsstundenbesuchen.Vorgehensweise bei der Verbreitungdes «Mitternachtsruf»Indonesien verfügt in den Grossstädtenüber eine hervorragende christlicheInfrastruktur. Genau diese Eigenschaftmöchten wir uns bei der Verbreitungdes «Mitternachtsruf» zunutze machen.Aufgrund der hohen Anzahl Christen,der Grösse des Landes und der generellenSchwierigkeiten beim Versand(Indonesien ist immer noch ein Entwicklungsland),können wir nicht alleauf einmal erreichen. Aus diesem Grundkonzentrieren wir uns vorerst auf zweiGrossstädte: Jakarta (Hauptstadt, grössteStadt Indonesiens), Bandung (viertgrössteStadt Indonesiens, 150 km südlichMitarbeiter Romi Harsono verpackt den ersten indonesischen «Mitternachtsruf»von Jakarta). Der Grund für die Auswahldieser beiden Städte ist, dass wirhier über die besten Kontakte verfügen.Meine Frau kommt aus dieser Region,und in diesen beiden Städten sind wahrscheinlichdie meisten Christen in einerRegion vorzufinden (etwa 5 Millionen).In diesen beiden Städten gibt es etwa2 000 christliche Gemeinden. MancheGemeinden verfügen über eine Mitgliederzahlvon 7 000 –10 000 (diesepassen meistens nicht alle auf einmalin das jeweilige Kirchengebäude, sodassbeispielsweise der sonntägliche Gottesdienstin bis zu acht Veranstaltungenaufgeteilt wird). Der Versand des «Mitternachtsruf»kann nicht auf dem Postwegerfolgen. Die Portokosten wären fürden durchschnittlichen Einwohner zuhoch. Sie wären beispielsweise höherals die kompletten Herstellungskostender Zeitschrift. Aus diesem Grundmöchten wir die Magazine über eineandere Weise an die Menschen verteilen.In den beiden genannten Städtengibt es eine hohe Anzahl christlicherBuchhandlungen. Wir werden uns daszunutze machen und jeder eine Anzahlan Zeitschriften zur Verfügung stellen.Gleichzeitig kontaktieren wir die Pastorender genannten Gemeinden undbitten sie, Werbung für unsere Zeitschriftzu machen. Wir haben bereitsbei anderen christlichen Magazinen undRadiostationen nachgefragt, ob wir indiesen Werbung machen könnten. DieResonanz war positiv.Eine andere geplante Verteilmethodewäre der Versand von gebündelten,grösseren Mengen an Zeitschriften anausgewählte grössere Gemeinden undder dortige direkte Verkauf vor Ort (beispielsweisenach den Gottesdiensten).Die erste indonesische Ausgabe des«Mitternachtsruf»wurde imNovember 2003gedruckt. Siebestand vorerstaus 5 000 Exemplaren.Um dasMagazin publikzu machen, habenwir jeweilsein kostenlosesExemplar an diePastoren von 500ausgewählten,grösseren Gemeindengesandt.Von diesen erwartenwir zuersteine Antwort wieihnen dieses Magazin gefällt und welcheVerbesserungsvorschläge sie für zukünftigeAusgaben haben. Gleichzeitig batenwir sie, diese Zeitschrift unter ihren Gemeindemitgliedernbekannt zu machen.Auf Anfrage stellen wir den jeweiligenGemeinden weitere kostenlose Exemplarezur Verfügung. Momentan arbeitenwir ein Konzept für die Verteilung derMagazine an diverse christliche Buchhandlungenaus. Die Idee ist, dassdiese vorerst dort kostenlos ausgelegtwerden.Die nächste Ausgabe des indonesischen«Mitternachtsruf» ist für Januar2004 geplant (zweimonatige Erscheinungsweise).Die Anzahl der Exemplare20Mitternachtsruf > Januar 2004


wird vorerst wiederum 5 000 betragen.Ab dieser Ausgabe werden die Magazinekostenpflichtig sein. Die Idee ist, sie zumSelbstkostenpreis weiterzugeben.Vision und GebetsanliegenWir haben mit der Publizierung desindonesischen «Mitternachtsruf» einengrossen Schritt gewagt. Das Ergebniskann mit Ihrer und im speziellen mitGottes Hilfe «unglaublich» werden. Vorallem vor dem Hintergrund, dass vieleChristen in Indonesien davor Moslemswaren und aufgrund der vorherigenLehren teilweise eine gespaltene Beziehungzu Israel haben. Prophetie hat vielmit Israel zu tun und Gott lässt SeineVerbündeten, wie das Volk Israel, niemalsim Stich. Und genau das könnenwir den dortigen Christen beibringenund ihr christliches Fundament geradein diesem Bereich weiter stärken. DieZeitschrift «Mitternachtsruf» ist ein ersterSchritt dahin. Mit diesem Magazinkönnen wir das Verlangen der dortigenChristen nach dem Verständnis biblischerProphetie wecken. Als nächsteSchritte sind zu dessen Vertiefung dieÜbersetzung verschiedener Bücher ausdem Mitternachtsruf-Verlag und diverserchristlicher Prophetie-Autoren (Tim La-Haye, Arnold Fruchtenbaum, Dave Hunt,Thomas Ice, usw.) geplant.Um unser Magazin und das Themader biblischen Prophetie weiter publik zumachen, möchten wir ab dem nächstenJahr mit Konferenzen über das prophetischeWort beginnen. Wir werden versuchen,für dieses Gebiet spezialisiertePrediger (wie Norbert Lieth, ArnoldFruchtenbaum, usw.) nach Indonesienzu bekommen. Wir gehen davon aus,dass wir für die Konferenzen ganzeFussballstadien anmieten und auch bisauf den letzten Platz füllen können(20 000-30 000 Zuhörer in einem Stadion).Dies ist kein utopisches Szenario.Es liegt bereits bei aktuellen Evangelisationenin Indonesien vor. Durchschnittlichkommen bei derartigen Veranstaltungenmit 20 000 Zuhörern etwa 2 000 proVeranstaltung zum Glauben.Ferner werden wir, wie bereits erwähnt,Werbung in diversen bereitsvorhandenen christlichen Radiostationenund Zeitschriften machen.Um die genannten Visionen zu erfüllen,brauchen wir Ihre Gebete, Fürbitteund fi nanzielle Unterstützung. HelfenSie mit, das biblisch-prophetische Wortunter den Christen in Indonesien zuverbreiten.R.K. ■StreiflichtMit Grenzen leben lernenAn einem Seminar, das ich besuchen durfte, prägte ein Referent folgenden Satz: «Wirdürfen lernen, mit Grenzen zu leben!» Wie Recht er doch hat. Auch wir Christen haben unsereGrenzen und müssen lernen, mit diesen zu leben, selbst dann, wenn es uns nicht immerleicht fällt, uns diese einzugestehen und sie zu akzeptieren. Dennoch sind sie da und äussernsich individuell verschieden: Körperliche Behinderung, Alter, Unfallfolgen, Krankheit, charakterlicheGrenzen, intellektuelle Einschränkungen, fi nanzielle Probleme oder familiäre Nöte.Der eine ist mehr davon betroffen, der andere weniger. Auch der Apostel Paulus wusste umsolche Grenzen, weshalb er schrieb: «Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesemLeibe des Todes?» (Röm 7,24). In seinem Leben gab es Grenzen, die er selber nicht überwindenkonnte!Nun können solche eben aufgezeigten Grenzen auf unserem Weg schnell einmal zu Stolpersteinen,ja zu unüberwindlich scheinenden Hindernissen unseres Lebens werden. Dochsie können auch eine wunderbare Chance sein, nämlich Gottes Welt zu erforschen und SeineHilfe zu erfahren.Wie viele Kinder Gottes, so hatte auch Paulus mit Grenzen zu leben. Als es bei ihm wiedereinmal drunter und drüber ging, wandte er sich im Gebet an Gott und legte Ihm seine persönlichenGrenzen dar. Gottes Antwort liess nicht auf sich warten und fi el wie folgt aus: «Lass diran meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen!» (2.Kor12,9). Gott sagte damit nichts anderes als: «Paulus, lerne mit deinen ganz persönlichenGrenzen zu leben, seien diese körperlicher, seelischer oder materieller Art!» Doch Gott sagteihm noch mehr: «Lerne mit ihnen zu leben – mit meiner Hilfe!»Daraus ersehen wir, dass Gott nicht immer unsere Grenzen wegnimmt. Ja bei Ihm lösensich unsere Probleme nicht immer wie der Nebel an der Sonne auf. Auch sind sie nicht plötzlichdurch ein Wunder verschwunden (obwohl auch das geschehen kann)! Vielmeher sagtGott zu Paulus – und damit auch zu uns: «Lerne mit diesen deinen Grenzen zu leben. Lernesie zu akzeptieren, sie zu erdulden, zu ertragen und auszuhalten.»Müssten wir das alleine tun, dann wären wir arme Geschöpfe. Doch als Menschen, in denenJesus Chrisus durch Seinen Heiligen Geist wohnt (vgl. Joh 14,15ff.), haben wir einen entscheidendenVorteil. Es ist Einer da, der uns hilft, in diesen Grenzen zu leben, sie zu erdulden,zu ertragen und auszuhalten. Dieser Eine ist niemand anders als Jesus Christus, der denSeinen versprochen hat: «Siehe ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!» (Mt28,20).König David formuliert diesen Umstand wie folgt: «Ein Lied Davids. Herr, du hast michdurchschaut und kennst mich! Du weisst, wann ich sitze oder aufstehe, du verstehst meineGedanken schon von weitem. Du siehst, wann ich gehe oder mich niederlege, du kennst allemeine Wege. Herr, du weisst auch jedes Wort auf meiner Zunge! Du umschliesst mich vonhinten und vorn, du hast deine Hand auf mich gelegt. Es ist mir zu wunderbar, ich kann esnicht begreifen. Es ist mir zu hoch, ich kann es nicht fassen» (Ps 139,1-6). Wenn wir das inunserem Leben berücksichtigen, dann dürfen wir unsere Grenzen als Chance erkennen, umdie Nähe Gottes zu suchen. Möge das so sein, immer mehr, auch in unserem Leben.Schliessen möchte ich diese Gedanken mit einem Gedicht von Blaise Pascal: «Herr, ichbitte Dich nicht um Gesundheit, auch nicht um Krankheit, nicht um Leben und nicht um Tod.Aber darum bitte ich Dich, dass Du verfügen mögest über meine Gesundheit und über meineKrankheit, über mein Leben und meinen Tod zu Deinem Ruhme, zu meiner Errettung undzum Nutzen der Gemeinde und Deiner Heiligen, deren einer ich durch Gnade sein möchte. Duallein weisst, was mir dienlich ist, Du bist der unumschränkte Herr; tue mit mir nach DeinemWillen. Gib mir oder nimm von mir, nur mache meinen Willen übereinstimmend mit dem Deinen.»S.R. ■Mitternachtsruf > Januar 200421


VorschauDir kann nur Jesus helfenDie nächste Ausgabe erscheint am05.02.2004, mit u.a. diesem Thema*:«Erstaunliche Vorausschau aufunsere Zeit»*Änderungen vorbehaltenImpressumMissionswerk und Verlag Mitternachtsrufwww.mitternachtsruf.chGRÜNDER Wim Malgo (1922-1992)VORSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth, Conno Malgo, JonathanMalgoSCHWEIZ Mitternachtsruf, Eichholzstr. 38, 8330 Pfäffi kon ZH, Tel.:(0041) 01 952 14 14DEUTSCHLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V.,Kaltenbrunnenstr. 7, 79807 Lottstetten, Tel.: (0049) 07745 8001ORGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich. Erist ausserdem in englischer, französischer, holländischer,indonesischer (zweimonatig) italienischer, portugiesischer,rumänischer, russischer (dreimonatig) spanischer, tschechischerund ungarischer Sprache erhältlich.REDAKTION (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01 952 14 16,Fax: (0041) 1 952 14 05, E-Mail: redaktion@mnr.ch, Mitarbeiter:Brigitte Hahn, Friedgard Huber, Werner Huber, Elke Lieth, NorbertLieth, Conno Malgo (Ltg.), Elsbeth VetschLAYOUT (Adresse Schweiz) E-Mail: layout@mnr.ch, Mitarbeiter:Walter Dürr, Daniel Malgo, Gabriel Malgo, Jonathan Malgo, StephanNabulon, Fredy PeterSEELSORGERLICHE FRAGEN (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 01952 14 08, E-Mail: seelsorge@mnr.ch, Mitarbeiter: Werner Huber,Marcel Malgo, Samuel Rindlisbacher, Elsbeth Vetsch,VERLAG, ABONNEMENTE UND ADMINISTRATION (AdressenSchweiz und Deutschland siehe oben) Tel. Schweiz: 01 952 1415, Fax Schweiz: 01 952 14 11, Tel. 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Dennoch machen solche Vorwärtsstrebereinen kapitalen Denkfehler. Denn jeder, der in seiner Planung nur von den eigenenintellektuellen und materiellen Gegebenheiten ausgeht, verrechnet sich letztendlich. Wer nurdiesseitig orientiert ist und an Gott vorbei plant, dessen Rechnung geht nie auf, mag er geschäftlichnoch so erfolgreich sein.Eine kühne Behauptung? Nun, dann schauen Sie sich doch bitte einmal in Ihrem eigenen Lebenund in Ihrem Bekanntenkreis um! Wir «klugen» Menschen haben doch längst nicht alles imGriff! Gott ist es, der alles lenkt und regiert, auch wenn es gegenteilig scheint, und Er hat mitallem ein bestimmtes Ziel. Wir können das akzeptieren und uns Gottes Herrschaft und Führungunterstellen – oder wir können Ihn aus unserem Leben verdrängen oder gar ablehnen. Eine solchgrosse Freiheit lässt Er uns! Aber Er sagt uns: «Denn was wird es einem Menschen nützen, wenner die ganze Welt gewönne, aber sein Leben einbüsste? Oder was wird ein Mensch als Lösegeldgeben für sein Leben?» (Mt 16,26). Gott aus seinem Leben ausklammern und ein eigenes Konzeptverfolgen heisst, falsch kalkulieren. Denn letztlich geht es um das Heil Ihrer Seele. In dieseRichtung muss Ihre Planung gehen! Am Ende unseres Lebens werden wir vor Gott treten müssen,ob wir das wollen oder nicht. Er ist der allmächtige Schöpfer und Herr über alles und Er hatdeshalb das Recht, über unser Leben zu bestimmen. Er entscheidet auch über unsere ewige Zukunft.Und Ihm gegenüber tragen wir die Verantwortung für unser Planen und Organisieren. Darum:«Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder nochsitzt, da die Spötter sitzen» (Ps 1,1), – und: «Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind,dem die Sünde bedeckt ist!» (Ps 32,1). Wir haben allen Grund, vor dem dreimal heiligen Gott zuerschrecken und über unsere Sünden Busse tun!Gott wusste von Anfang an, dass wir in unserem Leben ohne Ihn nicht zurechtkommen, sondernuns hoffnungslos in Sünde verstricken und dadurch verloren gehen würden. Darum sorgteEr in Seiner unermesslichen Liebe mit einem Rettungsplan vor, indem Er Seinen Sohn JesusChristus auf diese Erde sandte. Seine Geschöpfe sollten nicht zugrunde gehen, sondern sichden ausgestreckten Armen Jesu anvertrauen. Er kennt, liebt und sucht auch Sie mit beispielloserLiebe. Er kümmert sich um Ihre Seele, dass sie nicht dem Verderben verfalle. Auf Golgatha hatEr an Sie gedacht und für Ihre Schuld mit Seinem Blut bezahlt! Nirgends sonst fi nden Sie Rettungund Erlösung!Die einzig richtige Konsequenz aus dieser Erkenntnis ist, dass Sie nicht nur Ihre geschäftlichenAngelegenheiten mit Gott planen und erledigen, sondern ganz persönlich einen neuen Kurseinschlagen. Das Gebot der Stunde lautet: Richten Sie Ihr Leben auf Jesus Christus aus. BekennenSie Ihm Ihre Sünde und bitten Sie Ihn um Vergebung. Zögern Sie nicht! Jesus kann und willIhnen beistehen und Ihrem Leben eine ganz neue Dimension geben! Diesseitsmenschen gehenewig verloren, es sei denn, sie erkennen den Irrtum ihrer Fehlplanung und nehmen das Heil in JesusChristus an. Noch ist Gnadenzeit, und wir haben die wunderbare Möglichkeit, uns für unserLeben an der Bibel, Gottes Wort, zu orientieren. «Eine Leuchte für meinen Fuss ist dein Wort,ein Licht für meinen Pfad», sagt Psalm 119,105. Das sollte auch Ihre Devise sein! Wir brauchendiesen «Fahrplan» Gottes täglich, um unser Leben weise zu gestalten. Der Psalmist sagt: «Herr,lehre mich doch, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davonmuss» (Psalm 39,5).Noch einmal rufe ich Ihnen zu: Übergeben Sie die Führung Ihres Lebens dem Herrn Jesus! Siebrauchen Ihn! Er allein gibt Ihrem Leben Sinn und Inhalt und Er hilft Ihnen in allen Bereichen IhresAlltags und führt Sie zum richtigen Ziel: der ewigen Herrlichkeit!B.V. ■

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