Lüneburger Polizeiball - bei Polizeifeste.de

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Lüneburger Polizeiball - bei Polizeifeste.de

PDLIZEIEIN ARTNERPKreisgruppe LüneburgG e w e r k s c h a f t d e r Po l i z e i30. LüneburgerPolizeiballLüneburg • 08. Februar 2014


www.VDPolizei.de08.02.2014,20.00 UhrHotel Seminarisin LüneburgGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe LüneburgImpressumImpressumVerantwortlich für den redaktionellen Teil:xxxx Kai Richter, LüneburgFotos: Die VerfasserNachdruck des redaktionellen Teils nur nachausdrücklicher Genehmigung des HerausgebersSämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die imKundenauftrag für die Drucklegung vom Verlaggestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck, Vervielfältigung und elektronischeSpeicherung ist nur mit Zustimmung des Anzeigenkundenund des Verlages erlaubt. Verstößehiergegen werden vom Verlag, auch im Auftragdes Anzeigenkunden, unnachsichtig verfolgt.Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBHAnzeigenverwaltungEin Unternehmen der Gewerkschaft der PolizeiForststraße 3 a • 40721 HildenTelefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174AV@VDPolizei.deGeschäftsführer:Bodo Andrae, Joachim KranzAnzeigenleiterin: Antje KleukerGestaltung und Layout: Jana KolfhausSatz und Druck:DTP KUK & GmbH, Druck Düsseldorf GmbH & Co. KG, Düsseldorf© 201430. LüneburgerPolizeiballim SeminarisGrußworteProgrammArtikel3111305/2014/36VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH© 2011Anzeigenverwaltung


GrußwortDer Landkreis Lüneburg kann sichglücklich schätzen, dass es hier eineso leistungsstarke und moderne Polizeigibt. Sie trägt tagtäglich dazu bei,dass unsere Region sicher und damitlebens- und liebenswert ist.Sehr verehrte Gäste desLüneburger Polizeiballs,bereits zum 30. Mal kommen Polizei,Bevölkerung, Behörden und Unternehmenzusammen, um beim traditionellenPolizeiball die Herausforderungen undden Stress der täglichen Arbeit zu vergessenund miteinander einen ungezwungenenAbend zu verleben. Dank der gutenOrganisation und der ausgelassenen Stimmungerfreut sich der Polizeiball jedes Jahrgrößter Beliebtheit.Das Grußwort zum Polizeiball ist für michimmer ein willkommener Anlass, um michganz herzlich bei den Einsatzkräften sowieden zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternfür ihren Einsatz bei der Polizei zubedanken.Allen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamtendanke ich für ihren persönlichenEinsatz, den sie für die Bürgerinnen undBürger unserer Region leisten. Sie habeneine Aufgabe übernommen, die für dieGesellschaft unverzichtbar ist. Der LandkreisLüneburg kann sich glücklich schätzen,dass es hier eine so leistungsstarkeund moderne Polizei gibt. Sie trägt tagtäglichdazu bei, dass unsere Region sicherund damit lebens- und liebenswert ist.Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen,um mich für die gute Zusammenarbeitzwischen Polizei und Landkreis zu bedanken.In vielen Handlungsfeldern arbeitenwir Seite an Seite vertrauensvoll zusammen,ich denke nur an das erneute Elbehochwasserim Sommer letzten Jahres.Doch nicht nur im Katastrophenschutz,auch bei der Verkehrssicherheit, imJugendschutz oder im Bereich der Unfallpräventionarbeiten wir seit Jahren engund gut zusammen.Im vergangenen Jahr haben nun auch endlichdie Bauarbeiten für die KooperativeLeitstelle begonnen und kommen gut voran.Voraussichtlich im nächsten Jahr könnendann die Leitstellen von Polizei, Feuerwehrund Rettungsdienst ihre Arbeitunter einem Dach aufnehmen. Wir alsLandkreis Lüneburg investieren 900.000Euro in die Kooperative Einsatzleitstelle,denn wir wollen, dass unsere Einsatzkräftein Zukunft noch schneller und besser vorbereitetvor Ort sind. Ich bin davon überzeugt,dass eine Kooperative Leitstelle derrichtige Schritt ist und wir zukünftig sinnvolleSynergieeffekte erzielen werden.Den Organisatoren und Mitwirkenden desPolizeiballs wünsche ich einen reibungslosenVerlauf und allen Anwesenden undGästen einen schönen, entspannten undunterhaltsamen Abend.Manfred NahrstedtLandrat2


GrußwortDurch Aufklärung von Verbrechenund ihre Präsenz im Wach- und Streifendiensttragen die Polizistinnen undPolizisten zum Schutz und Wohl unsererBürgerinnen und Bürger bei.Dafür genießt die Polizei zu Recht Anerkennungund Vertrauen.Die Lüneburger Polizei bittet wiederzum Tanz. Ein Dank an die exzellenteArbeit der Mitarbeiter und ein untrüglichesZeichen für ein gutes kollegialesMiteinander. Denn während die Beamtinnenund Beamten heute Abend ausgelassenfeiern dürfen, sind sie im Alltagunserer Bürger hochkonzentrierte,gewissenhafte und freundliche Partnerin punkto Sicherheit.Mit Bürgernähe, Leistungsbereitschaftund vollem Einsatz schaffen sie es Tag fürTag, die Hansestadt Lüneburg lebenswertzu erhalten. Durch Aufklärung von Verbrechenund ihre Präsenz im Wach- undStreifendienst tragen die Polizistinnenund Polizisten zum Schutz und Wohlunserer Bürgerinnen und Bürger bei.Dafür genießt die Polizei zu Recht Anerkennungund Vertrauen. Gern nehme ichnun diese Gelegenheit wahr, um Ihnenfür ihren unermüdlichen und partnerschaftlichenEinsatz zu danken. Wir sindstolz auf die ungeheure Leistung, dieunsere Polizei erbringt.Das Verhältnis zwischen der HansestadtLüneburg und der Polizei ist seit Jahrengeprägt von großem Vertrauen und eingespieltemTeamgeist. Es zeigt sich nichtnur in den alltäglichen Aufgaben – beider Überwachung des Verkehrs, bei derberatenden Funktion von Polizei-Expertenin den Fachgremien des Rates, bei derPräventionsarbeit zur Verminderung derKriminalität – sondern auch bei außergewöhnlichenGroßeinsätzen wie den Castortransportenoder Demonstrationen.Für den Polizeiball wünsche ich denOrganisatoren gutes Gelingen und allenGästen anregende Gespräche und vielVergnügen auf dem Tanzparkett.Ulrich MädgeOberbürgermeister3


GrußwortDie aktuelle Dunkelfeldstudie desLandeskriminalamtes hat es gezeigt:mehr als 90 Prozent der BevölkerungNiedersachsens vertraut ihrer Polizei.Darauf können wir stolz sein.Sehr geehrte Gäste des Polizeiballs derKreisgruppe Lüneburg der Gewerkschaftder Polizei,wir, die Polizistinnen und Polizisten derPolizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen verstehen uns alsDienstleister für Ihre Sicherheit. DiesesRollenverständnis leben wir an 365 Tagenim Jahr. Die Region Lüneburg mit Stadtund Landkreis ist sicher. Das ist das Ergebnisder guten Zusammenarbeit mit vielenNetzwerkpartnern. Nicht nur dieBekämpfung der Kriminalität, welche sichimmer mehr in den Bereich des Internetsverlagert, hat uns im vergangenen Jahrbeschäftigt. Als herausragender Einsatzanlass2013 ist Ihnen die Hochwasserlagean der Elbe sicher noch gut in Erinnerung.Die Landespolizei Niedersachsen startete2013 in einen Strategiebildungsprozess,den ich für richtungsweisend halte. DieStrategie 2020 wird die Polizei in vielenAspekten verändern und noch bessermachen. Ein Hauptaspekt wird sein, dasswir als Polizei „vor der Lage leben“ wollen.Um dies bewerkstelligen zu können,sind wir auf die Unterstützung der Bürgerinnenund Bürger und vieler andererNetzwerkpartner angewiesen. Die Netzwerkarbeit,vor allem im Bereich der Prävention,ist in Lüneburg beispielhaft.Lassen Sie uns gemeinsam diesen Erfolgfeiern und zukünftig ausweiten.Die aktuelle Dunkelfeldstudie des Landeskriminalamteshat es gezeigt: mehr als90 Prozent der Bevölkerung Niedersachsensvertraut ihrer Polizei. Darauf könnenwir stolz sein.Hier und heute wird zum 30. Mal ein traditionsreicherBall in einem festlichen Rahmengeboten, der auch helfen soll, die guteZusammenarbeit zu pflegen.Beim Lüneburger Polizeiball soll aberauch gefeiert, gelacht und getanzt werden.Dabei wünsche ich uns allen viel Vergnügen.Hans-Jürgen FelgentreuLeiter der PolizeiinspektionLüneburg/Lüchow-Dannenber/Uelzen4


GrußwortLassen Sie uns heute Abend nebenden Kontakten mit Kolleginnen undKollegen auch das gute Verhältnis mitden Bürgerinnen und Bürgern unsererRegion pflegen.Sehr geehrte Gäste,liebe Kolleginnen und Kollegen,in diesem Jahr feiern wir, die LüneburgerOrdnungshüter mit Ihnen, den Bürgerinnenund Bürgern sowie den Politikern undGeschäftsleuten der Region den LüneburgerPolizeiball im Hotel Seminaris. Mitsteigender Teilnehmerzahl hat sich dieserals einer der Höhepunkte der LüneburgerBall-Saison in den letzten drei Jahrzehntenetabliert. Darüber freuen wir uns sehr.30 Jahre Polizeiball – ein Jubiläum und einBlick zurück in das Jahr 1985, in welchemder erste Lüneburger Polizeiball stattfand.Aus dem Jahrbuch des Statistischen Bundesamtesgeht hervor, dass in der BundesrepublikDeutschland gut 61 MillionenMenschen leben und in der DeutschenDemokratischen Republik knapp 17 Millionen.Die Fläche des RegierungsbezirksLüneburg war mit 15.346 km² fast so großwie das Bundesland Schleswig-Holstein.Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet,dass „wie in den Vorjahren derstatistisch erfasste Diebstahl untererschwerenden Umständen vor demDiebstahl ohne erschwerende Umständeund mit erheblichem Abstand vor denDeliktsarten Betrug und Sachbeschädigungdominierte.“Kommen wir zurück in die Gegenwart, inein vereintes Deutschland mit knapp 82Millionen Einwohnern dies- und jenseitsder Elbe sowie neuen Gebietszuschnittenund der „neuen“ Polizeidirektion Lüneburg.Mittlerweile sind weitere Kriminalitätsphänomenedurch das „World WideWeb“ hinzugekommen, erfreulicherweisekonnte laut der Polizeilichen Kriminalstatistik2012 beim schweren Diebstahl seit1998 ein Rückgang von 38,9% verzeichnetwerden.Traditionell bietet der heutige Abend auchdie Gelegenheit, auf das polizeilich wieauch gewerkschaftlich ereignisreiche Jahrzurück zu schauen.Wir, Ihre Polizei in der Region, waren imabgelaufenen Jahr bei mehreren Einsatzanlässengefordert. Insbesondere bei derBewältigung des Einsatzes beim Jahrhunderthochwassers,welches Ende Mai undAnfang Juni durch tagelange Regenfälleverursacht wurde. Der Katastrophenfallwurde in den Landkreisen Lüneburg undLüchow-Dannenberg ausgerufen undneben der Sicherung des eigenen Hab undGutes waren mehrere tausend Einsatzkräfteund freiwillige Helfer viele Tage langgefordert, bis über die eigene physischeund psychische Belastungsgrenze hinauszugehen.Die meiste Zeit stand jedoch der reguläreDienst im Vordergrund unserer polizeilichenArbeit, der tagtäglich rund um dieUhr geleistet wird. Kriminalitätsbekämpfung,Verkehrsüberwachung, Kinder- undJugendschutz, Präventionsarbeit, Präsenzund Bürgernähe sind hier nur einige Aufgabenfelder,die ich nennen möchte.Beim 30. Landesdelegiertentag der GdPim November 2013 wurden u.a. Beschlüsseüber verschiedenste Anträge aus denBereichen Beamtenrecht, Dienstlich-Soziales,Gesellschaftspolitik, Tarif- und Sozialversicherungsrechtsowie Satzung undOrganisation gefasst.Ein gewerkschaftlicher Erfolg ist dieAnrechnung der Bereitschaftsdienstzeiten,welche seit 2005 nur zu einem kleinen Teilvergütet wurden. Das OVG Lüneburg gabder Klage eines Kollegen der Bereitschaftspolizeirecht und nachdem ein Regierungswechselim Januar 2013 eingeleitetwurde, entschloss sich der niedersächsischeInnenminister nicht weiter zu prozessieren,sondern die Bereitschaftsdienstzeitenzu 100% in Freizeitausgleich anzurechnen.Angesichts der täglichen Belastungen undder anstehenden Aufgaben ist es schön,dass wir uns heute in diesem festlichenRahmen zusammengefunden haben.Lassen Sie uns heute Abend neben denKontakten mit Kolleginnen und Kollegenauch das gute Verhältnis mit den Bürgerinnenund Bürgern unserer Region pflegen.Wir, die GdP Lüneburg, freuen uns auffröhliche Stunden auf und neben demTanzparkett. Wir danken allen, die dazubeigetragen haben, dass dieses Fest stattfindenkann und wünschen Ihnen und unseinen tollen Abend.Hauke PapenbergKreisgruppenvorsitzender5


ProgrammGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe LüneburgProgrammbegrüßßungDA CAPO wurde 1986 als Formationvon dem Reinbeker Pianisten und KomponistenWolfgang Nicklaus gegründet mitder Idee, jedem Publikum innerhalb der Jazz-,Tanz- und Unterhaltungsmusik ein vielseitigesRepertoire auf professionellem Niveau anbietenzu können. Dabei wird viel Wert auf dieBerücksichtigung individueller Wünsche desjeweiligen Veranstalters gelegt. So kann DACAPO allein vier Besetzungsgrößen in vierPreisklassen für jede Veranstaltungsgröße anbieten.Innerhalb der angebotenen Besetzungenkönnen Varianten gewählt werden. Ob imDuo, Trio, Quartett oder Quintett: Der Anspruchauf ein gutes Programm, eine hervorragendeund zuverlässige Technik, eine angepassteLautstärke sowie ein der jeweiligen Veranstaltungentsprechendes Outfit werden demVeranstalter immer unabhängig von der Besetzunggewährleistet.INTERNATIONALE TANZMUSIKda capoTANZ BIS IN DEN FRÜHEN MORGENDA CAPO gilt als fleißige Band mit viel Musik und kleinen Pausen. DACAPO kann aber noch mehr: Für Tanzschulen und deren Abtanzbälleoder Tanzturniere gibt es auf Wunsch alle in Europa gängigen Tanzstandardsauf hohem Niveau. Des weiteren kann DA CAPO Künstlerbegleitunganbieten oder spontan das Publikum bzw. Gäste im Publikum musikalischbegleiten, was schon oft zu heiteren Situationen geführt hat.Durch die Zusammenarbeit mit ausschließlich professionellen Musikernund Sängerinnen ist die mittlerweile sprichwörtliche Qualität von DACAPO immer gegeben.Wir wünschen allen Besucherndes heutigen Festabends froheStunden in beschwingter undheiterer Atmosphäre.6


Kai RichterGdPJahreshauptversammlung 2013der gewerkschaft der polizeiGdP-Kreisgruppe Lüneburg unter neuer Führung: Hauke Papenbergfolgt auf Kai Richter – „GdP – Präsent, wo’s brennt!“Lüneburg Die Wahlen des neuen Vorstandsstanden im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung2013 der Lüneburger Gewerkschaftder Polizei (GdP) am 11. November2013 im Behördenzentrum Auf der Hude. Gut50 Mitglieder und Gäste waren gekommenund wählten Polizeioberkommissar HaukePapenberg aus Lüneburg zu ihrem neuenVorsitzenden. Der 33-Jährige stellvertretendeFachkommissariatsleiter folgt Kai Richter, dernach neun Jahren nicht wieder für den Vorsitzkandidierte, jedoch dem Vorstand als Beisitzererhalten bleibt.Der scheidende Vorsitzende blickte in seinemBericht auf die gewerkschaftliche Arbeit derletzten neun Jahre zurück und erinnerte dabeian die verschiedensten Aktionen und Demonstrationenin Hannover, Bremen, Hamburg und Lüneburg, andenen sich die Gewerkschaftler u.a. gegen die Abschaffung/fürdie Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes, die Attraktivität desPolizeiberufes, angemessene Besoldung, Gewalt gegen die Polizeiund eine Vielzahl von innerdienstlichen Themen beteiligten.Jedoch auch „feste“ gefeiert wurde unter dem Vorsitz Richters:neben jährlichen Sommerveranstaltungen im Lüneburger Rudercluboder in „Schröders Garten“ erfreut sich der Lüneburger Polizeiballder GdP im Hotel Seminaris großer Beliebtheit.Richter dankte seinem Vorstandsteam und freute sich eine intakteKreisgruppe an seinen Nachfolger übergeben zu könnenAls Gastredner konnten die Gewerkschaftler das Landesvorstandsmitgliedund Vorsitzenden des Polizeihauptpersonalrates MartinHellweg begrüßen, der in seiner Rede insbesondere auf die aktuellenSorgen und Nöte der „Schutzleute“ einging.Mit dem politischen Wechsel der Landesregierung hat sich inNiedersachsen mit dem neuen Innenminister Boris Pistorius (SPD)deutlich der Umgang mit den Gewerkschaften, Personalräten undBeschäftigten der niedersäschischen Polizei verändert. Diese breiteBeteiligung auch beim Strategieprozess Polizei 2020 begrüßte Hellweg.Jedoch appellierte der Gewerkschafter auch an die Politik,die Attraktivität des Polizeiberufs in Niedersachsen für den Vollzug,die Verwaltung und die Beschäftigten auch im Vergleich zuanderen Bundesländern zu steigern. Schon heute zeichnen sindsinkende Bewerberzahlen bei der Polizei und damit Nachwuchsproblemeab.Weiter wies Hellweg auf die ab kommendem Jahr einsetzendeSchuldenbremse und mögliche Auswirkungen durch Einsparverpflichtungenauf den Polizeihaushalt hin.Kai richter, Heiko dörbaum, Manfred Faber, Martin Hellweg,artur bisanz, pp Friedrich niehörster, Marianne Fleischer, Torstenbahlinger, Manfred bode, Vorsitzender Hauke papenbergDer neue und scheidene Vorsitzende freuten sich gemeinsam einigelangjährige Gewerkschaftsmitglieder begrüßen und ehren zu dürfen.Neben Urkunden und Ehrennadeln überreichte der Vorstandauch „kleine“ Präsente. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:Manfred Bode, Heiko Dörbaum, Manfred Faber und Artur Bisanz(seit 1963 GdP-Mitglied). Marianne Fleischer erhielt die Urkundefür 25 Jahre Mitgliedschaft aus den Händen der Vorsitzenden.Nicht kommen konnten Peter Körner (60 Jahre Mitgliedschaft),Dieter Reimer und Eckhard Wieckhorst (mehr als 40 Jahre GdP-Zugehörigkeit), Norbert Grundmann und Roland Pohl (beide 25Jahre).Den Abend ließen alle bei einem „leckeren Buffet“ von Citrus-Catering und guten Gesprächen ausklingen …7


Nicole WinterburAmok-Übungamok-übungBedrohungslagen an SchulenPolizei, Feuerwehr und Rettungsdienste trainieren an zwei Tagen imSchulzentrum Embsen den ErnstfallDas Schlimmste ist die Zeit. Jede Minute,die vergeht, kann weitere Tote bedeuten.Zu hören sind verzweifelte Schreie,immer wieder fallen Schüsse. Zehn Minuten,bis Verstärkung da ist, weitere Minuten,bis ein erstes Team in das Schulzentrumgeht, um nach dem Täter zu suchen,der sich in seinem Wahn entschlossen hat,möglichst viele Menschen umzubringen.Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienstehaben Ende September 2013 am SchulzentrumEmbsen südlich der HansestadtLüneburg einen Amoklauf nachgestelltund in insgesamt vier Durchläufen denfiktiven Großeinsatz geprobt. Es war daserste Mal, dass die Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzensowie die Freiwillige Feuerwehr undHilfs- und Rettungsdienste aus den LandkreisenLüchow-Dannenberg und Lüneburggemeinsam in einer simulierten„Amokübung“ den Ernstfall trainierten.In gemeinsamen Besprechungen wurdewiederholt der Wunsch einer gemeinsamenÜbung geäußert. Insgesamt nahmenrund 160 Kräfte von Polizei, Feuerwehrund Rettungsdiensten und auch Lehrer ander zweitägigen Übung teil.In seiner Begrüßungsrede an zahlreicheGäste aus Verwaltung, Politik und deneigenen Polizeireihen, die die Übung perKameraübertragung an Bildschirmen verfolgten,sagte Hans-Jürgen Felgentreu, Leiterder Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen: „Wir könnenso eine Lage nur mit Anstand verlieren.Alle Vorbereitungen in Schulen, alleTrainings für den Ernstfall seien gut undrichtig, doch verhindern können Sie einenAmoklauf nicht.“ Nach den tragischenEreignissen im Gutenberg-Gymnasium inErfurt wurde das aus den USA bekanntePhänomen der Krisensituationen an Schulenauch in Deutschland bedauerliche Realität.Die grauenhaften Taten in derGeschwister-Scholl-Schule in Emsdettenund in der Albertville-Realschule in Winnendendokumentieren dieRelevanz des Phänomens.Die jüngstenTaten in Connecticut/USA und die des NorwegersBreivik vor mehrals zwei Jahren belegenzudem die Vielfältigkeitder möglichen Tatausführungen,auch außerhalbvon Schulen. Dierücksichtslose Gewalt-ausübung bei diesen Taten sorgte in derBevölkerung für erhebliche Unruhe, Trauerund Besorgnis, zumal in der Regel vieleOpfer zu beklagen sind. Aus diesem Grundehaben Übungen zu dieser Thematikeine besondere Bedeutung. „Wir wollenkeine Ängste schüren und haben auch keineHinweise auf eine aktuelle Bedrohungslage“,erklärte Hans-Jürgen Felgentreuin seiner Rede weiter. „Aber wir könnenderartige Lagen nicht ausschließenund deswegen sind gemeinsame Übungensinnvoll und notwendig. Mit dieser Übungentwickeln wir unseren vor Jahren begonnenAbstimmungsprozess mit Schulen,Feuerwehren und Rettungsdienst konsequentweiter.“Ein sechsköpfiges Vorbereitungsteamder Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen hatte fürdie Übung ein Konzept und ein Drehbucherarbeitet. Bestimmte Handlungskonzepteskizzieren und definieren dieKernaufgaben und Verantwortlichkeitender Polizei in solchen Bedrohungslagen.Für die nichtpolizeilichen Hilfs- und Rettungsdienstestellen diese Lagen in derRegel einen Massenanfall von Verletzendar, welche mit Blick auf die Sicherheitder Rettungspflicht nur mit einem hohenPersonalaufwand zu bewältigen sind.Innerhalb der Übung lautete das Ziel:den Täter lokalisieren, handlungsunfähigmachen und Sicherheitszonen schaffen.Und dabei ist eben die Zusammenarbeitmit den freiwilligen Rettungskräftenbesonders wichtig. Nur durch entschlossenes,kompetentes und auf einanderabgestimmtes Handeln können Polizeiund die Hilfs- und Rettungsdienstedie Bewältigung dieser besonderenLagen, immer begleitet durch ein großesMedieninteresse, gewährleisten.8


Kai RichterGdPLüneburg zeigt „gewalt in derFamilie“ den blauen ßchirmLüneburg Ein Meer aus blauen aufgespanntenRegenschirmen beeindrucktePassanten Ende November 2013 rund umden 25. November – dem InternationalerTag gegen Gewalt an Frauen und Mädchenauf dem Lüneburger Marktplatz. Mitder Aktion setzten rund 300 Bürgerinnenund Bürger zusammen mit Polizei undFeuerwehr ein Zeichen gegen häuslicheGewalt. Dazu aufgerufen hatte der RundeTisch gegen Gewalt in der Familie in derRegion Lüneburg.„Es ist toll, dass sich so viele Lüneburgerinnenund Lüneburger an der Aktionbeteiligt haben. Familiäre Gewalt ist einThema, über das leider viel zu häufiggeschwiegen wird“, freuen sich die Initiatorenum KriminalhauptkommissarinEleonore Tatge. „Es ist wichtig, dassBetroffene wissen, wo sie Hilfe bekommenkönnen!“, sagt auch Lüneburgs BürgermeisterEduard Kolle, der genau wie eineVielzahl von Bürgerinnen und Bürgernselbst einen Regenschirm aufspannte.der runde Tisch gegen gewalt in der Familie ist einearbeitsgruppe des Kriminalpräventionsrates in Hansestadtund Landkreis Lüneburg. ßie wird von Kriminalhauptkommissarineleonore Tatge koordiniert undhat das Ziel, Hilfsangebote für opfer von häuslichergewalt zu koordinieren. bekannt wurde die antigewalt-Kampagnedes Kriminalpräventionsratesdurch eine postkartenaktion, die im Januar diesesJahres startete. darauf stellen die Finger einer Handdie Motive „Familie stärkt!“, „Familie verbindet!“ und „Familie wärmt!“ dar. das vierte undneueste Motiv, „Familie schützt!“, wurde erstmals am aktionstag präsentiert.die Motive werben seit 2013 für die Öffentlichkeitskampagne mit der auf das Informationsangebotwww.gegen-gewalt-in-der-familie.de im netz aufmerksam gemacht werden soll.ßchon seit 2011 steht diese Homepage für von gewalt in der Familie betroffene im netz.das Medium ist eine zeitgemäße plattform für Informationen und Hilfsangebote und wirdbesonders von jüngeren erwachsenen, aber auch Kindern und Jugendlichen genutzt.die postkartenmotive, weitere Informationen, Telefonnummern und adressen gibt es imInternet unter www.gegen-gewalt-in-der-familie.de.Möglich wurde die Aktion des RundenTisches erst durch die Unterstützungdurch: Sparkassenstiftung Lüneburg,Lüneburger Feuerwehr, Budnikowsky-Filiale Am Sande, Hansestadt Lüneburgund die Druckerei Lorbach & OldenbostelGmbH, Profi Musik, AGL und der PolizeiinspektionLüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.„Vielen Dank!“Lüneburger protestierenmit 8.000 Anderen bei Warnstreik-Demonstration –Tarifergebnis 2013 – „Nur Gemeinsamkeit schafft Erfolg!“Hannover/Lüneburg: Mehr als 8.000Demonstranten, davon 500 Kolleginnenund Kollegen von der GdP, unterstrichenim März 2013 in Hannover die Forderungender Gewerkschaften des öffentlichen Dienstesfür die Beschäftigten der Länder.Zusammen mit ver.di, der GEW und demBeamtenbund hatte die GdP zu einem zentralenWarnstreik- und Aktionstag in Hannovermit Protestzug zum niedersächsischenFinanzministerium aufgerufen, umvor allem für eine Anhebung der Gehälterum 6,5 Prozent zu protestieren.Als Hauptredner bei der zentralenKundgebung vor dem Gebäude desNiedersächsischen Finanzministeriumsin Hannover betonte der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske,dass der öffentliche Dienst sich alsattraktiver Arbeitgeber präsentierenmüsse, die Bürger seien sonst dieLeidtragenden.In der daruffolgenden dritten Verhandlungsrundekam es zu einer Einigungzwischen der TdL und denGewerkschaften. Das zähe Ringen mit denArbeitgebern, die kein eigenes Angebotvorlegten, führte zu einem akzeptablenErgebnis.GdP- Landesvorsitzender Dietmar Schilff:„Mitentscheidend für diesen Abschluss warendie Warnstreiks und Demonstrationen der letztenWochen, so auch im März 2013 in Hannover.Allen Kolleginnen und Kollegen, diesich daran beteiligt haben, noch einmal herzlichenDank dafür. Ohne starke Gewerkschaftenmit hohen Mitgliedszahlen würden dieArbeitgeber sich keinen Millimeter auf dieBeschäftigten mit ihren berechtigten Ansprüchenzubewegen. Das sei ausdrücklich denjenigengesagt, die sich jetzt auch über die LohnundGehaltserhöhungen freuen, aber immernoch nicht Mitglied in der GdP sind. NurGemeinsamkeit schafft Erfolg!“9


PuppenbühneWiebke Hennigpräventionspuppenbühnefeiert Jubiläum10 Jahre alt und passend dazu das neueste Stück: Die Präventionspuppenbühneder Polizeidirektion Lüneburg feierte im Jahr 2013 mit einem Festaktihr 10-jähriges Bestehen.rebecka götze, Julia Mitwollen und Michael HeinkeFriedrich Niehörster, Polizeipräsidentder Polizeidirektion Lüneburg, undHans-Jürgen Wieben, PräventionsratLüneburg, hoben als Laudatoren diebesondere Bedeutung des Puppenspielsin der Polizei hervor. Niehörster: „Bei derPolizei leisten die Puppenspieler einenbedeutenden Beitrag zur Präventionsarbeit,die sehr hoch angesiedelt ist. Mitdem Medium „Puppe“ wird qualitativhochwertige Präventionsarbeit u. a. inden Bereichen Verkehrserziehung undKriminalprävention geleistet.“Gründungsmitglieder und Unterstützerfanden ebenso den Weg ins BehördenzentrumAuf der Hude wie Mitglieder desKriminal-Präventionsrates Lüneburg undein Angehöriger des LKA Hamburg. Siehörten zunächst zwei Grußworte.Anschließend stellte Rebekka Götze miteiner unterhaltsamen Präsentation dieGeschichte der Puppenbühne vor. Nachdemsich dann das älteste Mitglied derPuppenbühne, Werner Kratzke, mit launigenWorten Gehör verschafft hatte,wurde zum Abschluss noch das ganz neuentwickelte Stück „Netz-Dschungel“ vorgestellt.Ein kleiner Rückblick in die Historie derLüneburger Puppenbühne: Sie beginnt inder 4. BPH in Lüneburg. 1998 sieht Ideengeberund „Gründungsvater“ PK UlrichSchaate die PräventionspuppenbühneAurich in Aktion. Diese Aufführungbeeindruckt ihn nachhaltig und führtlangfristig zur Ausarbeitung einer eigenenKonzeption ab 2001. Mit einem Zirkelvon weiteren fünf Beamtinnen und Beamtender 4. BPH Lüneburg entwickelt PKUlrich Schaate die Grundkonzeption fürdas erste Stück der PPB.Da im Rahmen der hauptamtlichen Tätigkeitin der Bereitschaftspolizei nur einnebenamtliches Engagement für die Puppenbühnemöglich war, musste sich dasPuppenspiel dem Einsatz-Dienst oft hintenanstellen. Dennoch erfuhr das Teamdurch den Hundertschaftsführer a.D.Uwe Schlichting von Anfang an eine tolleUnterstützung.Für den Anschub wichtig war auch dieNiedersächsische Lottostiftung. Siegewährte eine Anschubfinanzierung inHöhe von 25.000,- Euro für das Projekt„Präventionspuppenbühne der Polizei“,so dass am 12.5.2003 die erste öffentlichePräsentation stattfinden konnte.Nach dieser Entstehungsphase der PuppenbühneLüneburg in der Bereitschaftspolizei,wurde sie 2006 organisatorischdem Präventionsbereich der PolizeiinspektionLüneburg/ Lüchow-Dannenberg/Uelzenzugeordnet. Damit war fürUlrich Schaate und Rebekka Götze auchdie Ausübung im Hauptamt möglich. Dadie Puppenbühne aber faktisch undräumlich schon lange zur PolizeidirektionLüneburg gehörte, ist sie offiziell seit dem01.01.2013 bei der Polizeidirektion Lüneburgangegliedert. Niehörster: „Es fürmich eine besondere Bereicherung, dassdie Präventionspuppenbühne nun auchein echter Teil der Polizeidirektion Lüneburgist.“Inzwischen ist die Puppenbühne diedienstliche Heimat von drei VollzugsbeamtInnen.PHK Michael (Mike) Heinke,POK’in Julia Mitwollen und PK’in RebekkaGötze sorgen täglich mit unermüdlichemEinsatz dafür, dass Kindergärten undGrundschulklassen besucht werden können.Jeder hat neben dem Puppenspielerjobauch einen anderen Tätigkeitsschwerpunktim Betrieb der Puppenbühne.Rebekka Götze – seit der Entstehung Mitgliedder Puppenbühne – ist für organi-10


Puppenbühne/GdPsatorische Aufgaben zuständig. Julia Mitwollen,seit 2007 fest dabei, ist in ihrerFreizeit auch auf größeren, „richtigen“Theaterbühnen als Schauspielerin zubewundern. Dank ihrer Kreativität konntedas Repertoire der Puppenbühneerweitert werden.2010 konnte schließlich Mike Heinke zurPuppenbühne dazu gewonnen werden.Mit seinen Fähigkeiten können neue kreativeIdeen umgesetzt werden. Durch die„Geburt“ von Herrn Kratzke konnteMike Heinke das Programm der PPB umden Bereich der Seniorenpräventionerweitern.Das Repertoire der Puppenbühne ist vonanfangs einem Stück für Klasse 1 und 2(Jan und Tina „Wissen um Gefühle“ und„Umgang mit Konflikten“) um drei weitereStücke gewachsen.Für die Vorschule steht nun die Lösungdes „Rätsels der gelben Füße“ an, die Klassen3 und 4 lernen sich im (Inter-) Netz-Dschungel zurecht zu finden. Speziell fürLebenserfahrene bietet Mike Heinke dasStück „Kennen Sie schon Werner Kratzke?“an.Weitere Infos zu den Stücken der Puppenbühnegibt’s im Internet unter:http://www.pd-lg.polizei-nds.de/startseite/praevention/praeventionspuppenbuehne_lueneburg/oder per E-Mail anpraeventionspuppenbuehne@pd-lg.polizei.niedersachsen.de.Landesdelegiertentag 2013Festakt mit knapp 400 Teilnehmenden/ Gewerkschaftder Polizei legt Leitlinien bis 2017 festcuxhaven/Lüneburg: Beim Delegiertentagam 20. November 2013 in Cuxhavenhat die Gewerkschaft der Polizei (GdP)Niedersachsen ihre Leitlinien für die kommendenvier Jahre festgelegt. Dafür bearbeitetendie mehr als 260 ordentlichen undGast-Delegierten in unterschiedlichenKommissionen rund 170 Einzelanträgesowie eine grundlegende Resolution unterdem Motto „Kompetenz durch Vielfalt“zur Zukunft der Polizei in Niedersachsen.Der mit überwältigender Mehrheitwiedergewählte Landesvorsitzende DietmarSchilff machte in seiner Grundsatzredeklar, dass die Attraktivität aller bei derPolizei vertretenen Berufe entscheidendverbessert werden muss. „Die Frage ist,ob wir auch künftig genug qualifiziertenNachwuchs für die unterschiedlichenArbeitsgebiete finden können. Darum fordertdie GdP alle Verantwortlichen in Politikund Gesellschaft auf, sich umgehendfür bessere Rahmenbedingungen der Polizeiarbeiteinzusetzen. Im Bereich der Verwaltungsbeamtinnenund -beamten sowieder Tarifbeschäftigten müssen beispielsweisedie beruflichen Entwicklungsperspektivenausgebaut werden. Für dieBeamtinnen und Beamten bedarf es dringendder Wiedereinführung des UrlaubsundWeihnachtsgeldes. Außerdem darfNiedersachsen im Bundesvergleich nichtlänger die hintersten Plätze bei der Bezahlungbelegen“, forderte Dietmar Schilff.Der GdP-Landesvorsitzende kritisierteaußerdem die steigende Gewalt gegen diePolizei. „Die Menschen in der Polizeibekommen es als erstes und dauerhaft mit,wenn etwas in unserer Gesellschaft nichtstimmt. Die Polizei ist sozusagen dergesellschaftliche Seismograph. Deshalbsind Investitionen in Bildung und in guteArbeit so wichtig“, betonte er.Im offiziellen Teil des Delegiertentages amMittwochnachmittag sprach der niedersächsischeInnenminister Boris Pistoriuszu den rund 400 Delegierten, GdP-Vorstandsmitgliedern,Polizeiführungskräften,Landespolitikern und Gästen. Pistoriusgratulierte Dietmar Schilff zur „beeindruckendenWiederwahl“ und wünschtesich eine Fortsetzung der begonnenenHintergrund:die gewerkschaft der polizei (gdp) ist diemit abstand größte Interessenvertretungder polizeibeschäftigten in niedersachsen.ßie engagiert sich für ihre landesweitrund 14.500 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeitder gesamten polizei sowie aufdem gebiet der gesellschaftspolitik.Zusammenarbeit mit der GdP Niedersachsen.Auch der GdP-BundesvorsitzendeOliver Malchow und Dr. Dirk Götting(Polizeimuseum Niedersachsen) hieltenFestreden. Malchow wandte sich unteranderem gegen negative Auswirkungender Föderalismusreform. Dr. Götting referierteüber die historische Entwicklung derPolizei – auch während des Nationalsozialismus.Der eigentlich vorgesehene Porsche-BetriebsratsvorsitzendeUwe Hückmusste kurzfristig aus gesundheitlichenGründen absagen.Am 21. November ging der 30. Landesdelegiertentagmit abschließenden Plenumsberatungenzu Ende.Kai Richter11


Zivilcourage„Zivilcourage hat vielegesichter – Zeig deins!“Jeder kann etwas tun, wenn anderen etwas getan wird! –positive Resonanz für Infostände der Polizei LüneburgLüneburg Das Thema „Zivilcourage“ wird immer dann in unserBewusstsein gerückt, wenn Menschen Opfer von Gewalttaten werdenund andere weg geschaut haben, statt zu helfen.„Was geht’s mich an?“ oder „Was kann ich schon tun?“ sind immerwieder die gleichen Fragen und Einwände. Dabei kann Zivilcourageso einfach sein, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, wenngewisse Spielregeln beachtet werden. Wie dies funktioniert, wirdin den „Niedersächsischen Aktionswochen für Zivilcourage“ imHerbst dargestellt. Federführend wird diese vom NiedersächsischenMinisterium für Inneres und Sport in Zusammenarbeit mitdem Landespräventionsrat Niedersachsen organisiert.Unter dem Motto „Zivilcourage hat viele Gesichter – Zeig Deins!“sollen mit der Kampagne Maßnahmen zur Förderung der Zivilcourageaufgezeigt werden. Vordringliches Ziel ist es, die Bürgerund Bürgerinnen für das Thema Zivilcourage und zivilcouragiertesHandeln zu sensibilisieren und ihnen richtiges Verhalten in Notlagenanderer Menschen aufzuzeigen, denn gegenseitige Unterstützungin der Not, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstseinprägen eine intakte Gemeinschaft.Auch die Polizeiinspektion Lüneburg/ Lüchow-Dannenberg/Uelzenbeteiligt sich regelmäßig auch mit Infoständen an den Aktionswochen.Jeder kann etwas tun, wenn anderen etwas getan wird!Sechs kluge Wege, anderen zu helfen – ohnesich dabei selber in Gefahr zu bringen.1. Gefahrlos handelnDas Wichtigste zuerst: Behalten Sie immer einen kühlen Kopf –und handeln nur so, wie es in der jeweiligen Situation angemessenist. Es hilft niemandem, persönlich einzugreifen, wenn die Täterin der Überzahl oder eindeutig gewaltbereit sind. Provozieren Sieden oder die Täter nicht, aber geben Sie zu verstehen, dass Sienicht bereit sind, Gewalt gegen andere zu akzeptieren.2. Mithilfe fordernGemeinsam lässt sich mehr erreichen. Deshalb: Machen Sie auchandere auf die Situation aufmerksam. In öffentlichen Verkehrsmittelnkönnen Sie sich natürlich auch an das Personal wenden –an den Fahrer oder die Mitarbeiter vom Sicherheitsdienst zum Beispiel.3. Genau hinsehenWenn die Täter erst einmal weg sind, braucht die Polizei Anhaltspunkte,um sie zu ermitteln. Eine genaue Beschreibung machtdann oft den Unterschied. Achten Sie darum auf jedes Detail: UnterUmständen gibt das kurz darauf den Ausschlag, um die Tatverdächtigenzu stellen.4. Hilfe holenNotrufe sind kostenfrei – egal ob von der Notrufsäule, dem Mobiltelefonoder einer Telefonzelle aus. Über die Nummer 110 erreichenSie bundesweit die Polizei. Schildern Sie die Situation am bestenin wenigen Worten, aber gleichzeitig umfassend. Beantworten Siedie W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Und behalten Sie nichts fürsich, das womöglich wichtig sein könnte: Auch Vermutungen helfender Polizei oft weiter!5. Opfer versorgenWenn jemand verletzt ist, zählt manchmal jede Sekunde: AlarmierenSie sofort den Rettungsdienst und kümmern sich unverzüglichum Verletzte: Schon die Ausrichtung in die stabile Seitenlage kannLeben retten. Trauen Sie sich in so einer Situation ruhig etwas zu:Helfen kann jeder – und alles ist besser, als gar nicht zu helfen.6. Als Zeuge bereitstehenDie Täter zu fassen ist das eine, sie später auch bestrafen können,ist das andere. Dafür brauchen Polizei und Justiz Zeugen, die mitihrer Aussage helfen, Straftaten endgültig aufzuklären. Wer sichals Zeuge zur Verfügung stellt, trägt entscheidend dazu bei, unserZusammenleben sicherer zu machen. Wir zählen auf Sie!Und zeigen Sie Ihr Gesicht für Zivilcourage und gegen Gewalt.Weitere und detaillierte Hintergrundinformationen erhalten Sieauf den Internetauftritten der Landeskampagnewww.zivilcourage.niedersachsen.de und der Bundeskampagnewww.aktion-tu-was.de12


Elbe-HochwasserNicole Winterburbao-einsatzzum Hochwasser 2013Interview mit dem Ltd. Polizeidirektor Hans-Jürgen Felgentreu,Leiter der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/UelzenAm 04.06.2013 riefen die LandkreiseLüneburg und Lüchow-Dannenberg denKatastrophenfall aus. Einen Tag spätererfolgte der Aufruf der BAO zum Einsatz„Elbe-Hochwasser 2013“. In den darauffolgendenzwölf Tagen waren bis zu 570Polizeibedienstete zeitgleich im Einsatz;einige von ihnen im 24-Stunden Dauereinsatz.Für das niedersächsische Einsatzgebietin den Landkreisen Lüneburg undLüchow-Dannenberg war Hans-JürgenFelgentreu der Polizeiführer für zwei Einsatzabschnitte.Was sind die Aufgaben eines Polizeiführersbzw. der Polizei in so einem Einsatz?Die Hauptaufgabe ist die enge Abstimmungmit den beiden Katastrophenschutzstäbender Landkreise sowie demStab der Polizeidirektion. Nur so kannsichergestellt werden, dass relevante Informationenmit exekutivpolizeilichemBezug auch an die richtigen Adressatenweitergeleitet werden. Daraus resultiertin der Umsetzung eine Besondere Aufbauorganisation(BAO) ausschließlich für dieeigenen polizeilichen Aufgabenstellungenim Katastrophenfall in den Bereichenüberregionale und örtliche Verkehrslenkungbzw. -sperrung, Durchsetzen desDeichbetretungsverbotes, Mitwirkung inder Vorbereitung und Durchführung vonEvakuierungsmaßnahmen, Begleitungsowie Schutz von hochrangigen Politikern.Die Öffentlichkeitsarbeit wurdedurch den Stab der PD unter Einbeziehungder PI-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitergeleistet.Meine Aufgaben als Polizeiführer wareninsbesondere die Erarbeitung einer angemessenenEinsatzkonzeption, die Einrichtungvon Einsatzabschnitten im Rahmender BAO sowie die Anforderung von fürdiesen Einsatz erforderlichen Einsatz- undSpezialkräften. Dabei haben mich RolandBrauer, Leiter Einsatz, und Ulrich Constabel,Leiter des PK Lüchow, als EA-Leiterhervorragend unterstützt. Während dieKommunikation mit den Landkreis-Katastrophenstäbenüberwiegend über die EA-Leiter lief, kam mir die Zusammenarbeitmit dem Stab der PD zu.Hans-Jürgen FelgentreuGab es Unterschiede oder Besonderheitenim Vergleich zu vergangenen Hochwassereinsätzen?Die Besonderheiten dieses Einsatzes wardurch die extrem hohen Pegelstandprognosensowie die schneller als erwartet steigendenPegel und die lange Scheiteldauerdes Hochwassers bedingt. Der Einsatzdauerte für uns 12 Tage im rund-um-dieUhr-Dienst. Teilkräfte waren über diegesamte Dauer im Einsatz.Die Deichhöhe musste in unserem Zuständigkeitsbereichauf über 100 Flusskilometernum 30 cm aufgekadet werden, d.h. eswurden entsprechend Sandsäcke aufgebrachtoder Sand in auf dem Deich liegendeFolien eingebracht.Diese Aufgabe erforderte wesentlichumfangreichere Materialtransporte zu denDeichen und Arbeitsaufwand mit manpowerund schwerem Gerät an den Deichen.Entsprechend weiträumig waren wir alsPolizei zeitgleich gefordert, den anderenBehörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben(BOS) sowie der Bundeswehrden Arbeitsraum von ungewünschtenTouristenverkehren freizuhalten.Durch die zeitgleichen Katastrophenfeststellungenund die extremen Wasserständein den vier Landkreisen Lauenburg(SH), Ludwigslust (MV), Lüchow-Dannenbergund Lüneburg entlang der Elbewar die Elbbrücke Lauenburg temporärgesperrt und die Elbquerung bei Dömitzlediglich einseitig befahrbar. Deshalb mussteinsbesondere der überregionale LKW-Verkehr aus dem engeren Einsatzraumherausgehalten werden, was einen13


Elbe-HochwasserGesamtraum zwischen der A 24 und derA7 mit einbezog.Was macht einen solchen BAO-Einsatzunberechenbar und außergewöhnlich undwie reagiert man darauf?Durch die sich kurzfristig änderndenPegelstände und die durch die Wasserhöhenotwendig werdende Vorbereitung vonEvakuierungsmaßnahmen mussten mehrfachKräfte nachgefordert werden, was zuUmstrukturierungen des Einsatzraumesmit 2 Einsatzabschnitten, 5 Unterabschnittenund 12 Evakuierungssektoren führte.Wegen der tagelangen Ängste lagen bei vielenAnwohnern die „Nerven blank“. Daraufmusste mit sehr angepasster Kommunikationbeim Einschreiten reagiert werden.An dieser Stelle darf ich allen Einsatzkräftenausdrücklich für ihr kommunikativesund einfühlsames aber auch konsequentesEingreifen und Handeln danken.Auf welche Einheiten bzw. Fachkräfte hättenSie in diesem Einsatz in keinem Fallverzichten wollen und warum?Keine Einsatzkraft und auch keine Spezialeinheitwar in diesem Einsatz verzichtbar.Sicherlich optimal für die Einsatzbewältigungist die Möglichkeit auf spezialisierteKräfte wie der WSP, der VE oderTEE zurückgreifen zu können. Aber auchdie Kolleginnen und Kollegen, die beispielsweiseauf den Polizeistationen inDannenberg, Bleckede und Scharnebeckrund-um-die-Uhr-Dienst leisteten, sind indiesem Einsatz ebenfalls wichtig gewesen.Denn sie führen und pflegen den engenKontakt zum Bürger auf örtlicher Ebene.Und dankbar bin ich auch für die souveränund professionell geleistete Arbeit in deneingerichteten Führungsgruppen in Lüneburgund Lüchow, ohne dass der Humorauch in zeitweise angespannten Situationenverloren ging. Die mehr als eineWoche andauernden Nachtdienste in Folgevon jeweils 12 Stunden waren einebesondere Belastung. Die Kolleginnen undKollegen fast der gesamten Bereitschaftspolizeides Landes Niedersachsen glänztenmit einer den vielfältigen Anlässengezielten Kommunikation gepaart mitAugenmaß und notwendiger Kongruenz.„Jahrhunderthochwasser“rückblick des polizeipräsidenten Friedrich niehörsterauf das elbehochwasser 2013Wir haben uns an Superlative gewöhnt. Aber können wir zu einemsolchen Ausdruck greifen, wenn ein Ereignis in elf Jahren vier Maleintritt und jedes Hochwasser jeweils höher aufläuft als das vorherige?Die Polizeidirektion Lüneburg hat seit ihrem Bestehen nach2006 und 2011 zum dritten Mal ihrer Aufgabe im Katastrophenschutzgerecht werden müssen.Bei der Juni-Flut an der Elbe konnte wieder beobachtet werden, wie wichtig die zweckmäßigeAufstellung der Landesverwaltung oberhalb der Katastrophenschutzbehörden ist. Die PDLüneburg hat diese Lage vom 05. - 16.06.2013 mit einem integrierten Stab geführt, derneben dem Lagezentrum und den Stabsbereichen 2 - 4 mit den StB 1 und 5 zwei taktischeBereiche aufweist. Immerhin waren neben den Katastrophenhelfern auch ca. 500 Polizeibeamte/-innenu. a. für Verkehrsmaßnahmen, Durchsetzen von Deichbetretungsverbotenund Raumschutz für evakuierte Bereiche eingesetzt.Die BAO „Hochwasser“ war andererseits in zwei Schichten mit hohem Personalaufwandaktiv, um Informationen für die Landesregierung zu gewinnen und regelmäßige Berichtevorzulegen. Bei seinem Besuch des Einsatzgebietes hat sich Ministerpräsident Weil inunserem Befehlsraum die Lage erläutern lassen.Ein besonderes Problem waren stark voneinander abweichende Prognosen der Wasserwirtschaft,die dazu führten, dass unterschiedliche Reaktionen der betroffenen Landkreisekoordiniert und hinterfragt werden mussten. Eine ständige eigene Lageermittlung, auchmit Hilfe der Polizeihubschrauberstaffel, war daher unabdingbar.Als sehr effektiv hat sich der Einsatz unserer Regierungsbrandmeister erwiesen. Ihre Fachkompetenzund „Herkunft“ ermöglichten besonders eine unaufgeregte, vertrauensvolleZusammenarbeit mit den Katastrophenschutzbehörden und führten zur Gewinnung solidereigener Erkenntnisse.Neben der Lageermittlung und den regelmäßigen Berichten stand die Bearbeitung derAnforderungen der Landkreise im Mittelpunkt. Die Besonderheit der Lage, bei der diegesamte Stromlänge von gut 70 km im Bezirk einen durchgehenden Brennpunkt darstellte,führte zu einem starken Anforderungsvolumen. Insgesamt wurden im Einsatzraum rd.12.000 Kräfte eingesetzt. Das klassische Handelsgut waren natürlich Sandsäcke: Über6 Mio. Stück mussten beschafft werden, wobei die PD Lüneburg wohl zum ersten Mal inder Geschichte der Bundesrepublik ausländische Hilfe über das GMLZ in Bonn anforderte.Glücklicherweise halfen unsere Nachbarn in Dänemark, den Niederlanden, Belgien undLuxemburg sehr kurzfristig mit rund 1,5 Mio. Sandsäcken aus.Niedersachsen ist auch bei dieser Elbeflut „mit einem blauen Auge davongekommen“.Die Ereignisse beweisen, dass ein erfolgreicher Katastrophenschutz nur ein dynamischerund zukunftsorientierter Prozess sein kann. Die Polizeidirektionen können hierbei einewertvolle Hilfe sein!Ich danke allen Beteiligten für ihre Einsatzbereitschaft und ihr vorbildliches Engagement.Friedrich Niehörster, Polizeipräsident PD LüneburgAuch Kolleginnen und Kollegen aus derPolizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen waren durch dieHochwasserkatastrophe unmittelbar14


Elbehochwasserselbst betroffen. Wie reagierte die Dienststelledarauf?Mit einer speziellen Erlassregelung für dieHochwassersituation war es uns möglich,betroffenen Kolleginnen und KollegenSonderurlaub zu gewähren. Von derDienst- bzw. Arbeitsbefreiung profitierteneben jene Betroffene, die entsprechendeSicherungsmaßnahmen für das eigene,unmittelbar durch Hochwasser bedrohtenEigentum veranlassen mussten.Aber auch zahlreiche Kolleginnen undKollegen, die sich als ehrenamtliche Helfernim Zivil-, Katastrophen- und Brandschutzengagieren, wurden vom Dienst inder Polizei freigestellt. An dieser Stelle seiauch erwähnt, dass ein großer Dank an diebenachbarten Polizeiinspektionen geht,die uns spontan bei der Unterstützungunserer ESD-Dienste ihre Hilfe gewährthaben.Solche Einsätze stellen mit geforderterKompetenz, Professionalität und gleichzeitigemDurchhaltevermögen einen hohenAnspruch an jeden Einzelnen. Da gibt esPhasen, wo jeder an seine persönlicheBelastungsgrenze kommt. Wie gehen Siedamit um?Auf organisatorischer Ebene war essowohl in den Führungsgruppen als auchin den Einsatzeinheiten wichtig, einensituativen und angepassten Personaleinsatzvorzunehmen. Mir war darüber hinauswichtig, als Polizeiführer auch im Einsatzgebietpräsent zu sein. RegelmäßigeKontakte seitens des PI-Leiters, aber auchder PK-Leiter und des Leiter Einsatzes, zuunseren Kräften im Hochwassergebietsollte die Wertschätzung und Anerkennungfür die im Einsatz geleistete Arbeitzum Ausdruck bringen. Einige Kolleginnenund Kollegen kamen in den Genuss,in einem der für Aufklärungszwecke eingesetztenPolizeihubschrauber mit zu fliegen,um so die Gelegenheit zu kommen,aus „anderer Perspektive“ diesen Einsatzwahrzunehmen.Letztlich darf bei so einem Ausnahmeeinsatzdie gute Stimmung nicht verlorengehen. Scherze müssen erlaubt sein undentlasten die angespannte Situation.Dazu fällt mir eine Anekdote ein. Aneinem der Einsatztage hatte sich der Präsidentdes BBK angekündigt. Es dauertedoch schon so seine Zeit, bis letztlicheruiert werden konnte, dass es sich nichtum den Vorsitzenden der ebenfalls mitBBK abzukürzenden Berliner Bischofskonferenz,sondern um das Bundesamtfür Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfehandelte.Wie haben Sie persönlich den BAO-Einsatzzum Hochwasser 2013 als Einsatzleiterempfunden und erlebt? Bleibt Ihnenetwas besonders in Erinnerung?Sehr beeindruckt hat mich die Verbundenheitaller Angehörigen innerhalb der BOS.Die konstruktive Zusammenarbeit, zumBeispiel bei gemeinsamen Zielformulierungenoder der jeweiligen Gefahreneinschätzungen,aber auch der offene Austauschvon Informationen innerhalb dersogenannten „Blaulicht-Fraktion“ wirktesich sehr positiv auf den Einsatzerfolg aus.Einen Bedarf zur Nachbereitung sehe ichjedoch in der Abstimmung mit den vonder Hochwasserkatastrophe betroffenenLandkreisen. In der Einsatzphase kristallisiertensich immer wieder Schwierigkeitenbzgl. der Koordinations- und Kommunikationswegeheraus. Zudem ist dieErstellung eines für alle betroffenen Landkreiseverbindlichen Verkehrskonzeptesunumgänglich und zwingend erforderlich.Das nächste Jahrhundertwasser wirdnicht lange auf sich warten lassen.Die Polizei konnte sich in diesem Einsatzvon ihrer „guten Seite“ präsentieren, weilwährend der Hochwasserkatastropheder Begriff des „Freundund Helfers“ besondere Bedeutungbekommen hat. Zum Beispielwar der Kontakt zu den Bürgerinnenund Bürgern im Wendlanddiesmal - im Vergleich zu Castoreinsätzen-ein ganz anderer. DieAtmosphäre und das Miteinanderwar durch die Solidarität und denspürbaren Zusammenhalt sehrmenschlich und vertraut. So wurdenbeispielsweise die Einsatzkräfteder Bereitschaftspolizeienvor Ort von Anwohnern mit Essenund Getränken versorgt. Undauch insgesamt stießen der Einsatzder Polizei und die aufgrundso einer Ausnahmesituation erforderlichenMaßnahmen auf Akzeptanzund Verständnis.An dieser Stelle bedanke ich michnochmals bei allen Kolleginnenund Kollegen für die gezeigte Einsatz-und Hilfsbereitschaft. Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter, die sich eigentlich imDienstfrei oder Urlaub befanden, sind aufder Dienststelle erschienen, um die Führungsgruppen,den ESD oder andereBereiche zu unterstützen. Dies spricht füreine große Solidargemeinschaft im Kollegenkreis.Die Zusammenarbeit währendder gesamten Einsatzphase war in allenBereichen professionell und von hoherQualität. Und trotz Erreichen der eigenenBelastungsgrenzen haben die gute Stimmungund das Miteinander nicht gelitten.15

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