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werkstatt.west.at

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Heft 127 / Juli 2009

WIRTSCHAFT UNd ARBEIT:

Vorarlberg setzt

gemeinsam wichtige Impulse


Liebe Leserin,

lieber Leser!

die weltweit schwierige Wirtschaftssituation

trifft nicht nur

Vorarlberg als Exportweltmeister –

fast alle unserer Unternehmen sind

irgendwie davon betroffen: Und das

wirkt sich natürlich auch stark auf

den heimischen Arbeitsmarkt aus.

Genau so breit wie die Betroffenheit

ist hierzulande aber auch der

Wille zur Zusammenarbeit, um die

Krise gemeinsam rasch zu bewältigen.

Dabei hat sich einmal mehr der

“Vorarlberger Weg” bewährt: Schon

frühzeitig bei den ersten Anzeichen

der Finanz- und Wirtschaftskrise haben

sich alle Vorarlberger Sozialpartner

mit den Landesverantwortlichen

an einen Tisch gesetzt und gemeinsam

Maßnahmen eingeleitet.

Dieses beinahe schon traditionelle,

konstruktive Miteinander ist ganz sicher

eine besondere Standortstärke

Vorarlbergs, auf die wir alle auch ein

wenig stolz sein dürfen!

Und dieses äußerst konstruktive

“Vorarlberger Miteinander” hat

sich auch bei der Gestaltung dieses

Heftes gezeigt: Dafür möchte ich allen

an der Redaktion Beteiligten von

Herzen danken!

Für das Redaktionsteam

Peter Marte

Leiter der Landespressestelle

Landespressestelle

Landhaus, Römerstraße 15

6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 511-20130

E presse@vorarlberg.at

I www.vorarlberg.at/presse

Chancen und

Perspektiven für

unser Land

die Vorarlberger Wirtschaft kann

sich dem weltweiten Konjunktureinbruch

nicht entziehen. Das Land

Vorarlberg setzt daher wichtige Impulse

in schwierigen Zeiten. Die Maßnahmen

zielen im Wesentlichen auf drei Bereiche:

Impulse für die Wirtschaft, Maßnahmen

für mehr Beschäftigung und

Entlastung der Haushalte.

Zum einen werden wichtige Investitionen

in Bildung, Forschung und Entwicklung

sowie in das soziale Netz getätigt.

Mit einer neuen Landesförderung

für das Gewerbe unterstützen wir die

mittelständische Wirtschaft. Und mit

einem 60 Millionen Euro Konjunkturpaket

werden die Haushalte entlastet

und durch nachfrageorientierte Maßnahmen

die Auftragslage der Unternehmen

unterstützt. Ziel ist es, Bauprojekte

beschleunigt zu verwirklichen, die Althaussanierung

anzukurbeln und Infrastruktur-Investitionen

zu ermöglichen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass die gesetzten

Impulse von den Unternehmen

gut angenommen werden – die neuen

Förderprogramme sind stark nachgefragt.

Auch Vorarlbergs Gemeinden leisten

mit ihren Bauvorhaben einen nicht

zu unterschätzenden Beitrag zur Konjunkturbelebung

der Wirtschaft.

LH Sausgruber bei einem Betriebsbesuch in Kennelbach:

“Jedem Jugendlichen ein Job- oder Qualifi zierungsangebot.”

Beschäftigung

Gerade in der jetzigen Situation ist es

entscheidend, arbeitssuchenden Menschen

Chancen und Perspektiven zu

bieten. Dabei geht es um Aus- und

Weiterbildungsmodelle für Menschen in

allen Lebensphasen: von Berufstätigen

über Wieder-Einsteigerinnen oder älteren

Menschen bis hin zu Jugendlichen

und Langzeit-Arbeitslosen.

Jugend

Chancen und Perspektiven wollen wir

besonders der Jugend bieten: Unser Ziel

lautet weiterhin, dass jeder Jugendliche,

der länger als drei Monate den beruflichen

Einstieg nicht schafft, innerhalb

weiterer drei Monate entweder ein Job-

oder ein Qualifizierungsangebot erhält.

Gemeinsam mit AMS, Gemeinden und

Sozialpartnern werden wir uns auch in

Zukunft konsequent dafür einsetzen.

Herbert Sausgruber

Landeshauptmann

Landeshauptmann

Herbert Sausgruber

Landhaus, Römerstraße 15

6. Stock, Zimmer 603

6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 511-20000

E landeshauptmann@vorarlberg.at

I www.vorarlberg.at/lh

4

10

12

14

16

1

20

22

24

INHALT

engagierter einsatz

für Wirtschaft und

Beschäftigung

6 Konjunkturpaket:

impulse für die

heimische Wirtschaft

neue, verbesserte

Förderungen für

Vorarlbergs Wirtschaft

ein wichtiges

landesziel: private

haushalte entlasten

eu-Förderungen schaffen

zusätzliche impulse und

chancen

Für einen neustart

ist es nie zu spät

Brücken in den

arbeitsmarkt

das erfolgsmodell

lehre ist ein Vorarlberger

Qualitätsprodukt

Zurück in eine

neue Zukunft

Weiterbildung erhöht

die Jobchancen für alle

innovation: Wichtige

impulse durch Forschung

und entwicklung

26 Vorarlberg

schlagzeilen

2 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 3


inteRVieW mit landesRat RüdisseR

Engagierter Einsatz für

Wirtschaft und Beschäftigung

die Bemühungen des landes der Wirtschaftskrise gegenzusteuern, sind nicht ohne Wirkung.

die im Konjunkturpaket des landes gesetzten impulse werden von den unternehmen gut angenommen.

die von land, sozialpartnern und ams eingeleiteten Beschäftigungsmaßnahmen zeigen Wirkung, sagt

Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser. THOMAS MAIR

Herr Landesrat, wie schätzen

Sie die derzeitige wirtschaftliche

Situation ein?

Vorarlbergs Wirtschaft spürt die weltweite

Krise nicht zuletzt deshalb deutlich,

weil viele heimische Unternehmen

sich auf internationalen Märkten bewegen

und die Exportquote sehr hoch ist.

Ausgehend von einem hohen Niveau

– im Jahr 2008 betrug das Wirtschaftswachstum

in Vorarlberg 2,1 Prozent

und nahm damit im Ländervergleich

eine Spitzenposition ein (siehe Grafik) –

zeigt der Wirtschaftsbericht 2008/2009,

dass sich die Krise sowohl in der Sachgüterproduktion,

im Export und in der

Bauwirtschaft als auch auf dem Arbeitsmarkt

bereits deutlich bemerkbar gemacht

hat. Die Arbeitslosigkeit in Vorarl-

berg lag im Jahresdurchschnitt 2008 bei

5,5 Prozent; bis Mai 2009 kletterte sie

auf 7,4 Prozent.

Kann das Land gegensteuern?

Wir haben rasch reagiert und im Spät-

herbst 2008 ein Konjunkturpaket im Umfang

von 60 Millionen Euro geschnürt.

Darin enthalten sind konjunkturbelebende

Maßnahmen – insbesondere im

Baubereich – konkrete Wirtschaftsförderungen

und Maßnahmen zur Entlastung

Exporte aus Vorarlberg nach Wirtschaftsblöcken 1998 bis 2008

in Mio. EURO

Andere

USA, Kanada

EFTA

EU

Gesamt

8000

7000

6000

5000

4000

3000

2000

1000

0

1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

270

168

682

2460

368

212

741

2595

452

229

917

2930

532

273

941

2967

558

275

908

3120

576

263

923

3253

669

285

995

3473

750

287

1067

3914

768

292

1108

4288

1173

405

1255

4721

1206

374

1315

4799

3580 3916 4528 4713 4861 5015 5422 6018 6456 7554 7694

VLK-InfoGrafik

der Haushalte. Gemeinsam mit den

Sozialpartnern hat das Land zudem ein

Zehn-Millionen-Euro-Jugendbeschäftigungsprogramm

gestartet, das mehr als

2.600 Jugendlichen eine Ausbildungs-

und Qualifizierungsmöglichkeit bietet.

Sind diese Maßnahmen schon

sichtbar?

Zwischenergebnisse der verschiedenen

Wirtschaftsförderungsprogramme des

Landes dürfen als durchaus positive Signale

verstanden werden.

Können Sie uns Beispiele nennen?

Für die neue Kleingewerbeförderung

– heuer als Ersatz für die bisherige

Bergregionenförderung eingeführt, um

auch Unternehmen außerhalb der Berggebiete

unterstützen zu können – sind

bisher mehr als 100 Anträge beim Land

eingegangen. Für 60 Projekte wurde die

Förderung bereits zugesagt – insgesamt

Bruttowertschöpfung 200

ohne land- und Forstwirtschaft, real (berechnet auf Basis von Vorjahrespreisen),

Veränderungen gegen das Vorjahr in prozent.

+ 2,5

+ 2,0

+ 1,5

+ 1,0

+ 0,5

0

Österreich-Durchschnitt

+1,6

+1,4

K

+1,4

B

W

+1,7

334.000 Euro, mit denen ein Investitionsvolumen

von 3,8 Millionen Euro ins

Rollen gebracht wird. Oder der Schwerpunkt

Sanieren in der Wohnbauförderung:

Heuer wurden bisher schon über

Die Investitionsbereitschaft der Tourismuswirtschaft ist hoch. Ellen Nenning,

Gastgeberin im Kuschelhotel Gams in Bezau (im Bild der Neubau aus dem

Jahr 2005), investiert 8,5 Millionen Euro in den Neu- und Umbau des alten

Hoteltraktes.

S

+1,

ST

+2,0

+2,0

+2,1

So erreichen Sie uns:

+2,1

T N O V

720 Sanierungen gefördert, zum gleichen

Zeitpunkt des letzten Jahres waren

es knapp über 500. Das ist eine Steigerung

um 40 Prozent.

Wie beurteilen Sie die künftige

Entwicklung?

Dem Wirtschaftsbericht sind auch positive

Signale zu entnehmen. So ist

Vorarlberg im laufenden Jahr eine Insolvenzwelle

erspart geblieben. Und der

Geschäftsklimaindex zeigt, dass unter

den befragten Unternehmern drei von

vier an eine Stabilisierung der Situation

– allerdings auf heutigem bescheidenem

Niveau – glauben. Der Tourismus konnte

mit über einer Million Gästen in der

vergangenen Wintersaison das zweitbeste

Ergebnis in der Geschichte des

Wintertourismus in Vorarlberg erwirtschaften.

Und auch die Aussichten auf

den Sommertourismus stimmen mich

optimistisch – genauso wie die hohe

Investitionsbereitschaft der Tourismuswirtschaft.

Landesrat Karlheinz Rüdisser

Landhaus, Römerstraße 15

4. Stock, Zimmer 432

6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 511-23000

E karlheinz.ruedisser@vorarlberg.at

I www.vorarlberg.at/ruedisser

4 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 5

Quelle: WIFO, vorläufi ge Schätzwerte, Stand Mai 2009


massnahmen gegen die KRise

Konjunkturpaket: Impulse

für die heimische Wirtschaft

Bau- und infrastrukturprojekte vorantreiben, innovationsförderung verbessern, Jugendbeschäftigung erhöhen,

tourismus forcieren: das sind einige der Ziele, die sich das land Vorarlberg im vergangenen oktober

gesetzt hat, als das Konjunktur- und entlastungspaket geschnürt wurde. ein überblick. BERNHARd HAgEN

Als sich die US-Immobilienkrise

im Herbst 2008 endgültig in eine

weltweite Finanzkrise verwandelte,

wurde im Vorarlberger Landhaus schnell

reagiert und ein Konjunktur- und Entlastungspaket

verabschiedet. Mit 60 Millionen

Euro für verschiedenste Projekte

tritt man der Krise im Jahr 2009 entgegen.

Ein entscheidender Teil des Maßnahmenpakets

greift der Vorarlberger

Wirtschaft unter die Arme.

Zum einen wird die Umsetzung baureifer

Projekte forciert – und damit ein

wichtiger Impuls für die Bauwirtschaft

Das Konjunkturpaket des Landes setzt insbesondere Akzente im Baubereich.

im Ländle gesetzt. Im Jahresbudget für

den Landeshochbau wurden die Mittel

um mehr als ein Fünftel auf 55,4 Millionen

Euro erhöht. Das Schulheim in Mäder,

das Landesbildungszentrum Schloss

Hofen und das Vorarlberger Landesmuseum

zählen zu den größten Pro-

„Die vorgezogenen Baumaßnahmen setzen

Impulse für die Bauwirtschaft.”

Landesrat dieter Egger

jekten. Auch die Erhöhung der Wohnbauförderung

für Eigenheime kommt

der Baubranche entgegen.

Energieeffizienz im Mittelpunkt

Mit der Unterstützung von Althaussanierungen

werden zwei Fliegen mit

einer Klappe geschlagen: Zum einen

die wichtigsten Vorarlberger

Bauprojekte 200

Investitionsvolumen (in Mio. Euro)

Landesspitäler 26,8

Wasserwirtschaft 18,0

Schulheim Mäder 4,1

Landeskatastrophenzentrum

Feldkirch 2,6

BH Dornbirn und Bludenz 1,7

Vorarlberger Landesmuseum 1,6

Berufsschulen Feldkirch und

Bludenz 1,1

Landessportzentrum Dornbirn 1,0

Landesbildungszentrum

Schloss Hofen 0,8

wird ein wichtiger Schritt in Sachen Energieeffizienz

gemacht, zum anderen

das Baugewerbe gefördert. Statt einem

Spitzenfördersatz von 60 Prozent für

Die neu erbaute Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch (Investitionsvolumen 2,6 Millionen Euro) ist seit Juli 2009

offi ziell im Betrieb.

Investitionskosten im Bereich Gebäudehülle

und Haustechnik werden seit Jänner

2009 bis zu 100 Prozent gefördert.

In dieselbe Kerbe schlagen drei Initiativen,

die ebenfalls Energieeffizienz und

Baugewerbe zu Gute kommen: So ist

im Konjunkturpaket die Förderung von

Solaranlagen in Gewerbebetrieben genauso

enthalten wie die finanzielle Hilfe

beim Bau von 200 zusätzlichen Photovoltaikanlagen

im ganzen Land. Zu

guter Letzt werden auch bei Biomasse-

Nahwärmeprojekten Investitionsanreize

gesetzt.

Infrastrukturprojekte auf Schiene

Ein weiterer zentraler Aspekt des

Konjunkturpaketes dreht sich um Infrastrukturvorhaben.

Im Bereich der

Schieneninfrastruktur ist es Sache des

Bundes, die im Rheintalkonzept vereinbarte

Bahnhofsoffensive mit finanzieller

Unterstützung des Landes Vorarlberg

umzusetzen. Konkret geht es vor allem

um den Ausbau der Bahnhöfe Rankweil,

Hohenems und Lauterach sowie

„Wer saniert, spart Geld und schont die

Umwelt.” Landesrat Erich Schwärzler

um Sanierungen des Streckennetzes.

20 Prozent der Kosten trägt dabei das

Land Vorarlberg. Auch im Tourismus

werden Infrastrukturvorhaben von Gemeinden

finanziell unterstützt.

Mehr als 100 Förderungsanträge mit

einem Investitionsvolumen von rund

Mit Investitionsprojekten von insgesamt 447,5 Millionen Euro leisten auch

Vorarlbergs Gemeinden einen wertvollen Beitrag zur Konjunkturbelebung.

Ein aktuelles Beispiel ist der neue Dorfsaal in Au - im Bild: LH Sausgruber, LR

Schwärzler und der Auer Bürgermeister Pius Natter bei der Eröffnung im April.

Realisierung neuer Biomasse-

Nahwärmeanlagen in:

Altach

Au

Eichenberg

Frastanz

Lech-Zürs

Dornbirn

Hohenems

acht Millionen Euro sind im Bereich der

Tourismus-Qualitätsverbesserung beim

Land eingegangen. Zudem wurde eine

landesweite Kleingewerbekreditförderung

gestartet sowie die Investitionsförderung

für die produzierende Wirtschaft

und die Innovationsförderung stark ausgebaut.

Kompetenz- und Forschungszentren

profitieren davon.

So erreichen Sie uns:

Energieinstitut Vorarlberg

Stadtstraße 33 / CCD

6850 Dornbirn

T +43 (0) 5572 / 31202

E info@energieinstitut.at

I www.energieinstitut.at

Amt der Vorarlberger

Landesregierung

Abteilung Allgemeine

Wirtschaftsangelegenheiten

Römerstraße 15, 6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 511-26105

E wirtschaft@vorarlberg.at

I www.vorarlberg.at/wirtschaft

6 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 7


Bestmögliche RahmenBedingungen

Neue, verbesserte Förderungen

für Vorarlbergs Wirtschaft

auf der grundlage des im dezember 2008 präsentierten Konjunkturpaketes hat die Vorarlberger landesregierung

ihr Wirtschaftsförderungsprogramm überarbeitet und verbessert. Ziel ist es, die bestmöglichen

Rahmenbedingungen für die maßgeblich von kleinen und mittleren Betrieben geprägte Vorarlberger

Wirtschaft zu bieten. THOMAS MAIR

Zu den wesentlichen Neuerungen

gehört die Einführung der Kleingewerbeförderung

als Ersatz für die

bisherige Bergregionenförderung. Dadurch

sind künftig auch Unternehmen

außerhalb der Berggebiete förderungswürdig.

Zudem gilt die Investitionsförderung

nun für alle Sparten, also neben

Handel, Gewerbe und Industrie auch

für Transport und Verkehr, Information

und Consulting sowie Tourismus und

Freizeitwirtschaft. Auch der Rahmen der

förderbaren Kosten wurde angehoben;

die Untergrenze beträgt jetzt 25.000

Euro, die Obergrenze 100.000 Euro.

Erleichterter Zugang

Bei der Aktion zur Stärkung der Wirtschaftsstruktur

kann seit 1. Jänner

2009 jährlich ein Antrag in voller Höhe

gestellt werden, bisher war das nur alle

Haussanierung in Düns vorher und nachher: Sanierungsmaßnahmen kurbeln

die Wirtschaft an und sparen dem Hausbesitzer langfristig Geld.

fünf Jahre möglich. Um einen zehnprozentigen

Zuschuss zu erhalten, müssen

Betriebe mit bis zu 20 Beschäftigten

nicht mehr drei zusätzliche Arbeits-

plätze, sondern nur noch einen nachweisen.

Tourismus

Auch für den Tourismus, die drittgrößte

heimische Wirtschaftssparte – wurden

zusätzliche Anreize geboten. So wurde

eine Förderungsrichtlinie für regionale

Sport- und Freizeitanlagen ausgearbeitet.

Weiters sind verbesserte Förderungen

für Investitionen im Beherbergungsangebot

vorgesehen. Zu diesem

Zweck werden die Richtlinien zur Förderung

von Qualitätsverbesserung von

Privatzimmern überarbeitet.

„Wir schaffen Rahmenbedingungen für Betriebe,

Investitionen zu tätigen und Arbeitsplätze

zu halten.” Landeshauptmann Herbert Sausgruber

Rege Nachfrage

Die Wirtschaftsförderungsprogramme

des Landes werden schon gut angenommen:

Die neue Kleingewerbeförderung,

die bewährte Aktion zur Stärkung der

Wirtschaftsstruktur und die Tourismusförderung

sind stark nachgefragt. Und

das Konjunkturpaket des Landes scheint

in einem seiner wesentlichen Punkte

– bei der Althaussanierung – besonders

zu greifen. Heuer wurden bisher schon

über 720 Sanierungen gefördert, zum

gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres

waren es knapp über 500. Das ist eine

Steigerung um 40 Prozent.

Öffentliche Aufträge

Positiv zu Buche schlägt auch die Anhebung

der Schwellenwerte bei der

Vergabe von öffentlichen Aufträgen.

“Das ist ein wichtiger Schritt zur Konjunkturbelebung,

insbesondere für die

Vorarlberger Wirtschaft mit vielen kleinen

und mittleren Unternehmen”, sagt

Landesrat Rüdisser. Zukünftig können

Aufträge bis 100.000 Euro direkt vergeben

werden (bisher 40.000 Euro). Die

Grenze für eine beschränkte Ausschreibung

von Bauaufträgen wurde von

120.000 auf eine Million Euro erhöht.

So erreichen Sie uns:

Vorarlbergs Klein- und Mittelbetriebe ...

„Gerade die regionale Wirtschaft profitiert

von der leichteren Vergabe von öffentlichen

Aufträgen.” Manfred Rein, Wirtschaftskammerpräsident

Amt der Vorarlberger

Landesregierung

Abteilung Allgemeine

Wirtschaftsangelegenheiten

Römerstraße 15, 6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 511-26105

E wirtschaft@vorarlberg.at

I www.vorarlberg.at/wirtschaft

Abteilung Wohnbauförderung

Römerstraße 15, 6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 511-8080

E wohnbaufoerderung@vorarlberg.at

I www.vorarlberg.at/wohnen

... sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft.

Landesrat Rüdisser bei einem Besuch der Firma Carini in Lustenau

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009


WohnBeihilFe, pFlegegeld, eneRgiepReise, Bus und Bahn

Ein wichtiges Landesziel:

Private Haushalte entlasten

die Finanzkrise trifft nicht nur die unternehmen auf der ganzen Welt, sondern auch die Familien. um die

Vorarlberger haushalte zu entlasten, hat das land Vorarlberg bereits im oktober 2008 ein umfassendes

maßnahmenpaket verabschiedet. BERNHARd HAgEN

Insgesamt 60 Millionen Euro werden

aufgewendet, um nicht nur die Vorarlberger

Wirtschaft und den Tourismus,

sondern auch die Ländle-Haushalte für

die Krise zu rüsten. Eine bedeutende

Initiative ist dabei die Anhebung der

Wohnbeihilfe um durchschnittlich 20

Prozent. Mehr als sechs Millionen Euro

gibt das Land Vorarlberg im Jahr 2009

dafür aus. Eine Investition, die einerseits

die Familien entlasten und andererseits

die Konsumnachfrage beleben soll.

Maßnahmen im Sozialbereich

Auch auf sozialer Ebene unterstützt das

Land Vorarlberg nachhaltig: So wur-

de mit 1. Jänner 2009 das Pflegegeld

je nach Pflegestufe um vier bis sechs

Prozent erhöht. Darüber hinaus wurde

die Einstufung bei schwerst- und mehrfach

behinderten Kindern sowie bei

Menschen mit Demenz-Erkrankungen

„In der Krise geht es um Gerechtigkeit

zwischen Betrieb und Arbeitnehmer.“

Hubert Hämmerle, Arbeiterkammerpräsident

verbessert. Auch die Förderung der

24-Stunden-Betreuung wurde angehoben:

Bei unselbständigen Betreuungs-

Mit gezielten Maßnahmen werden die Vorarlberger Haushalte entlastet.

kräften von 800 auf 1.100 Euro, bei

selbständigen Betreuungskräften von

225 auf 550 Euro.

„Niemand, der Hilfe braucht, wird im Stich

gelassen.“ Landesrätin greti Schmid

Bereits seit September 2008 werden Elterntarife

für 3-Jährige in Kinderbetreuungseinrichtungen

und Spielgruppen

gestützt. Die dafür erforderlichen Mittel

Erhöhung des Pflegegeldes seit

1. Jänner 200 :

Stufen 1 bis 2: 4 Prozent

Stufen 3 bis 5: 5 Prozent

Stufen 6 bis 7: 6 Prozent

Die Maßnahmen zur Entlastung der Haushalte betragen allein im Jahr 2009 an die 18 Millionen Euro.

im Landesbudget 2009 belaufen sich

auf knapp 700.000 Euro. Eine weitere

Sozialmaßnahme ist die Erhöhung der

Sozialhilferichtsätze, die entsprechend

der Teuerung angepasst werden. Weiters

werden die Ausgaben für einmalige

Leistungen in der Sozialhilfe um rund

500.000 Euro angehoben. Auch die

Studierenden werden unterstützt: Mit

der Abschaffung der Studiengebühren

an der Fachhochschule werden sie und

ihre Familie finanziell entlastet.

Heizung und Strom

250 Euro statt 208 Euro: Um ein Fünftel

höhere Heizkostenzuschüsse helfen

Vorarlberger Familien genauso wie der

Verzicht auf eine Tariferhöhung beim

Strom im Haushaltbereich. Für Letzteres

liegen die Kosten für das Land unter der

Annahme einer Steigerung des Strompreises

um drei Prozent bei knapp fünf

Millionen Euro.

Bus und Bahn

Ebenfalls positiv auf die Geldbörse der

Familien soll sich der Ausbau des öffentlichen

Personennahverkehrs auswirken.

Sowohl das Bahn- als auch das Land-

bus-Angebot werden verbessert. Damit

es künftig noch leichter fällt, auf das

„Wir bieten dichte Fahrpläne und noch

mehr Service – bei gleichen Preisen.“

Christian Österle, Geschäftsführer Verkehrsverbund Vorarlberg

Maßnahmen zur Entlastung der Haushalte und Ausgaben im Landesbudget

für 200 im Überblick:

Verbesserung der Wohnbeihilfe 6,1 Mio. Euro

Ausbau öffentlicher Personennahverkehr 1 Mio. Euro

Verzicht auf Tariferhöhung im öffentlichen Personennahverkehr 1 Mio. Euro bis 2010

Verzicht auf Tariferhöhung bei Strom im Haushaltsbereich 5 Mio. Euro

Erhöhung des Heizkostenzuschusses 700.000 Euro

Erhöhung des Landespflegegeldes u. Förderung der 24-Std.-Betreuung 2,1 Mio. Euro

Abstützung von Tarifen für Kinderbetreuungseinrichtungen 700.000 Euro

Erhöhung der Sozialhilferichtsätze 400.000 Euro

Abschaffung der FH-Studiengebühren 700.000 Euro

Auto zu verzichten, wird bis 2010 zudem

die planmäßige Tariferhöhung im

öffentlichen Personennahverkehr ausgesetzt.

Die Kosten für diesen Verzicht

liegen in den kommenden zwei Jahren

bei rund einer Million Euro.

Keine Preiserhöhung bei den Tarifen für Bus und Bahn bis 2010.

10 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

11


Die Kinderbetreuungseinrichtung „Medikids“ bietet eine ganztägige Betreuung für Kinder im Alter zwischen 15 Monaten

und 6 Jahren für Angestellte der Firma A.M.I. und Familien aus Feldkirch an. Das Projekt wurde von der EU gefördert.

euRopäische union

EU-Förderungen schaffen

zusätzliche Impulse und Chancen

in Krisenzeiten werden nicht nur im landhaus Förderprogramme

beschlossen. auch die europäische union hat taten sprechen lassen

und impulse für die Wirtschaft gesetzt: Von den umfassenden strukturfonds

und Regionalförderungen profitiert das land Vorarlberg

nachhaltig. BERNHARd HAgEN

Seit dem EU-Beitritt 1995 sind zahlreiche

Fördermittel aus den EU-

Strukturfonds ins Ländle geflossen. So

wurden zwischen 2000 und 2008 nicht

weniger als 448 Projekte mit einem

Gesamtinvestitionsvolumen von mehr

als 212 Millionen Euro genehmigt. Das

neue Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit

Vorarlberg“, das von

2007 bis 2013 läuft, ermöglicht Förderungen

im ganzen Land, während sich

das alte Modell nur auf bestimmte Re-

gionen konzentrierte. Im Rahmen dieses

Programms stehen rund 35 Millionen

Euro an EU-Geldern und nationalen

Mitteln zur Förderung von Investitionen

in Vorarlberg zur Verfügung (siehe nebenstehende

Grafik).

Standort stärken

Hauptziel dieser Förderungen ist es, das

Land Vorarlberg als attraktiven Standort

einer leistungsfähigen Wirtschaft auszubauen.

Denn nur durch wettbewerbsfä-

Programm für regionale

Wettbewerbsfähigkeit

2007 bis 2013 (in millionen euro)

Nationale Förderung

EU- Förderung

17,7 17,7

142,3

Investitionssumme

hige Unternehmen kann es auch Wohlstand

und eine hohe Lebensqualität

geben. Dementsprechend werden zwei

Schwerpunkte gesetzt: Zum einen „inno-

vations- und wissensbasierte Wirtschaft”

und zum anderen „regionale Wachs-

tumsstrategie”. Bei Ersterem geht es

um betriebliche Forschung und Entwicklung:

Dazu zählen die Förderung

von derartigen Einrichtungen und

Netzwerken sowie die Unterstützung

in den Bereichen Wissenstransfer und

Innovationen. Der zweite Punkt, regionale

Wachstumsstrategie, umfasst

die Stärkung der Standortqualität, die

Schaffung von besseren Rahmenbedingungen

bei der Erwerbstätigkeit sowie

den Schutz der natürlichen Ressourcen.

Als übergeordnete Ziele wurden die Bereiche

Nachhaltigkeit und Frauenförderung

festgelegt.

Interreg bietet neue Chancen

Einen Schub für eine verbesserte grenzüberschreitende

Zusammenarbeit bringt

das Interreg IV-Programm „Alpenrhein-

Bodensee-Hochrhein“. Das Interreg

IV-Programm stellt bis 2013 (Abwicklungszeitraum

bis 2015) für grenzü-

„EU-Förderungen sind wichtige Impulsgeber für

zusätzliche Innovationen und Investitionen im

Land.“ Michaela Wagner, Geschäftsführerin Industriellenvereinigung

bergreifende Projekte in Baden-Württemberg,

Bayern und Vorarlberg rund

24 Millionen Euro bereit. Im Vergleich

zum Vorgängerprogramm ist das ein Plus

von sechs Millionen Euro. Zusammen

mit der Beteiligung der Schweiz und des

Fürstentums Liechtenstein sowie nationalen

öffentlichen und privaten Mitteln

ergibt sich ein Gesamtfördervolumen

von rund 60 Millionen Euro.

Leader

Impulse für die Entwicklung des ländlichen

Raumes setzt das EU-Programm

“Leader”: Das Vorarlberger Leader-Gebiet

umfasst 62 Gemeinden mit etwas

über 100.000 Einwohnern. Insgesamt

„EU-Förderungen unterstützen die

Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandortes

Vorarlberg.“ Landesrat Karlheinz Rüdisser

sind die Leader-Förderungen in der

Periode 2007 - 2013 mit rund 15 Millionen

Euro dotiert. Dabei werden auch

INTERREg-Programm

Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein

2007 bis 2013 (in millionen euro)

60

gesamt

EFRE

24

EU-Privatmittel

18

CH-Bund und Kantone

So erreichen Sie uns:

Amt der Vorarlberger

Landesregierung

Abteilung Europaangelegenheiten

Römerstraße 15

6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 511-20305

E europa@vorarlberg.at

I www.vorarlberg.at/europa

Die Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen beim Hotel Traube in Braz wurden auch von der EU gefördert.

8

CH-Privatmittel

8

FL

Projekte gefördert, die auf eine stärkere

Wettbewerbsfähigkeit der Land- und

Forstwirtschaft sowie von Wirtschaft

und Tourismus im ländlichen Raum abzielen.

12 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 13

2


Arbeitslose Frauen über 45 Jahre und arbeitslose Männer über 50 Jahre werden besonders unterstützt, um deren

Eingliederung am Arbeitsmarkt deutlich zu verbessern.

ams-pRogRamme FüR FRauen, älteRe aRBeitslose und WiedeReinsteigeRinnen

Für einen Neustart

ist es nie zu spät

arbeitsuchende ältere Frauen und männer sowie Wiedereinsteigerinnen haben es besonders schwer,

auf dem momentan turbulenten arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. das ams unterstützt diese

personengruppen mit gezielten projekten. MARLENE MATT

Unterstützung für ältere

Arbeitslose

Arbeitslosigkeit kann auch „altgediente“

Mitarbeiterinnen und Mitarbei-

ter wie ein Sommergewitter aus heiterem

Himmel treffen. Weil Angst bekanntlich

ein schlechter Ratgeber ist,

setzt das Vorarlberger Arbeitsmarktservice

(AMS) neben umfassenden Beratungen

auf Vorbeugung. Ein Beispiel

dafür ist die Qualifizierungsförderung

für Beschäftigte. „Letztes Jahr haben

über das AMS 765 Personen über 45

Jahre Weiterbildungskurse und Schulungen

absolviert“, erläutert AMS-Geschäftsführer

Anton Strini. Vom neu

„Investitionen in den Bereichen Pflege, Kinderbetreuung

oder Bildung schaffen gerade für Frauen zusätzliche

Arbeitsplätze.“ Kamila Simma, AMS-Frauenreferentin

erworbenen Wissen profitieren beide

Seiten, zumal sich die Konkurrenzfähigkeit

der älteren Dienstnehmerinnen und

Dienstnehmer erhöht. Anton Strini verweist

auf weitere Maßnahmen: „Wenn

Unternehmen ältere Arbeitsuchende

einstellen, werden von uns Zuschüsse

zu den Lohnkosten bis zur Höhe des

Bruttolohnes für einen Zeitraum von bis

zu drei Monaten übernommen. Im Projekt

‚Step by Step‘ finden eher schwer

vermittelbare, ältere Personen Unterstützung,

bei denen eine frühzeitige

Pensionierung abgelehnt wurde.“

Bewerbungsprojekt

Die professionelle Unterstützung bei

Bewerbungen stellt eine neue Initiative

von Land Vorarlberg und AMS in den

Mittelpunkt. Im persönlichen Coaching

werden neben umfassenden Informationen

individuelle Bewerbungsstrate-

gien für arbeitsuchende Frauen ab 45

und Männer ab 50 Jahren erstellt. Die

Berater helfen bei der Erstellung von

Bewerbungsunterlagen und geben nützliche

Tipps bei konkreten Bewerbungen.

Das Projekt wird von FAB, dem Verein

zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung

(www.fab.at) durchgeführt.

Frauenförderungen

Viele Mädchen legen bereits mit ihrer

ersten Berufswahl ein sehr enges Korsett

an. Rund 60 Prozent wählen aus

drei Berufsgruppen aus, dabei stünden

in Vorarlberg über 170 Lehrberufe zur

Auswahl. Ältere Frauen und Wiedereinsteigerinnen

sind dadurch oft schwerer

vermittelbar. Einfacher haben es Fachkräfte

in Technik- und Handwerksberufen.

Nicht nur dass die Berufschancen

sowohl für junge Mädchen als auch für

Wiedereinsteigerinnen größer sind, sie

haben meistens auch mehr auf dem

„Qualifizierung ist der wesentliche Schlüssel

für eine erfolgreiche Integration am Arbeitsmarkt.“

Anton Strini, Landesgeschäftsführer AMS Vorarlberg

Lohn- bzw. Gehaltszettel.

Speziell für Frauen hat das AMS mehrere

Förderprogramme entwickelt. „FIT -

Frauen in Handwerk und Technik“, ist

ein mehrjähriges Qualifizierungsprogramm,

das Frauen zur Ausbildung in

nichttraditionellen Berufen motivieren

soll. „Einzigartig ist, dass neben der

Möglichkeit einer Lehrausbildung auch

der Besuch von Fachschulen, HTL’s oder

Fachhochschulen vom AMS gefördert

Speziell für Frauen hat das AMS mehrere Förderprogramme entwickelt.

wird“, erklärt AMS-Frauenreferentin

Kamila Simma. Unterstützt werden alle

Ausbildungen zu Jobs, in denen der

Frauenanteil unter 40 Prozent liegt.

Teil des Projekts sind praxisnahe, vorbereitende

und unterstützenden Maßnahmen

wie Orientierungs-Workshops,

handwerklich-technische Grundqualifizierungen

und auch Einzelberatungen

während der Ausbildungszeit in einem

nichttraditionellen Beruf (z.B. in Metall-,

Elektro- und EDV-Berufen u. a.).

„Kurzarbeit ist in der Krise das Instrument,

das Massenkündigungen verhindert.“

Norbert Loacker, ÖGB-Landesvorsitzender

Wiedereinsteigerinnen

Für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger

bietet das AMS verschiedenste

Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten

sowie Ausbildungsberatungen

an. Ein gutes Beispiel dafür

sind die von BIFO - Beratung für Bildung

und Beruf durchgeführten Berufsberatungen

mit Potenzialanalyse (www.bifo.

at) sowie das Kursprogramm von „Comino“

(Kursangebote auf www.comino.

at). Wer sich unverbindlich informieren

oder einen Erfahrungsaustausch mit

anderen Betroffenen machen will, kann

sich bei den monatlich in jedem Bezirk

stattfindenden Veranstaltungen „Tipps

zum Wiedereinstieg“ holen.

Gesammelte Informationen sind in den

AMS-Broschüren „Unsere Angebote

für Frauen in Vorarlberg“ und „Ausbildungsberatung

speziell für Frauen“

aufgelistet. Für Fragen steht in jeder

AMS-Geschäftsstelle eine eigene Frauenreferentin

zur Seite.

So erreichen sie uns:

AMS Arbeitsmarktservice

Geschäftsstellen in Bregenz,

Dornbirn, Feldkirch und Bludenz

Service-Line: +43 (0) 5574 / 691-0

E vorarlberg@ams.at

I www.ams.at/vbg

14 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 15


LH Sausgruber zu Besuch beim Caritas-Arbeitsprojekt „Startbahn“ in Feldkirch: Jeder Jugendliche, der länger als drei

Monate den beruflichen Einstieg nicht findet, erhält innert weiterer drei Monate entweder ein Job- oder ein Qualifizierungsangebot.

Jedem Jugendlichen eine echte chance

Brücken in den Arbeitsmarkt

in Vorarlberg gibt es ein flächendeckendes system von unterstützungsangeboten für Jugendliche, die ihre

ersten schritte auf dem derzeit angespannten arbeitsmarkt gehen. dANIELA EggER

Kein Jugendlicher soll das Gefühl haben,

nicht gebraucht zu werden, betont

LH Herbert Sausgruber. Das Jugendbeschäftigungsprogramm

der Landesregierung

setzt daher bewährte Beschäftigungsprojekte

fort und bringt

neue Initiativen auf Schiene, etwa das

Vorarlberger Lehrlingsmodell mit integrierter

Vorbereitung auf die Matura

oder erweiterte Fördermaßnahmen für

Lehrlinge im Rahmen des Ausbildungsverbunds.

gemeinden helfen

Nur mit Hilfe der Gemeinden können

die Maßnahmen im ganzen Land gewährleistet

werden. Sie sollen künftig

vermehrt den Kontakt zu den Jugendlichen

in ihrem Ort halten und Unterstützung

aktiv anbieten, denn nicht alle

Betroffenen machen sich selbst auf die

„Gerade junge Menschen dürfen wir in dieser

schwierigen Lage nicht alleine lassen.“

Anton Strini, Landesgeschäftsführer AMS Vorarlberg

Suche nach Hilfe. Mittlerweile bieten

90 Gemeinden mit Unterstützung von

44 Gemeindebeauftragten Arbeit suchenden

Jugendlichen direkte Hilfe an.

Um diese Kooperation zu stärken, wurden

Bürgermeisterkonferenzen in allen

vier Bezirken des Landes erfolgreich

durchgeführt.

Das AMS ist die zentrale Anlaufstelle

für Jugendliche auf Arbeitssuche. Neben

dieser landesweiten Institution gibt es

aber noch zahlreiche andere Vereinigungen,

die auch schwer zu erreichende

oder schwer zu vermittelnde Berufsanfänger

unterstützen. Die Anforderungen

sind so individuell wie die Menschen

selbst.

Mit Job-Coaching zum Beruf

Der Chancen-Pool des BIFO - Beratung

für Bildung und Beruf, ist ein Beispiel

„Die Jugendwerkstätten leisten einen Beitrag

zum sozialen Frieden in unserer Gesellschaft.“

Elmar Luger, Geschäftsführer Jugendwerkstätten Dornbirn

für ein flächendeckendes Beratungs-

und Betreuungssystem, das Jugendliche

sehr individuell betreut. Lehrpersonen,

Gemeindebeauftragte und Jugendarbeiter

informieren die Koordinationsstelle

im BIFO über die aktuelle Situation

der Jugendlichen. Gemeinsam mit den

Jugendlichen wird eine optimale Unterstützung

erarbeitet – von der Berufsberatung

mit Potenzialanalyse bis zum

professionellen Job-Coaching, das einen

individuellen und klar strukturierten Aktionsplan

beinhaltet. Er gibt detaillierte

Tages- und Wochenplanungen vor,

Zielvereinbarungen, Organisation von

Schnupperplätzen und Praktika in Betrieben,

Vorbereitung und Training auf

die Bewerbungssituation, sowie den

Umgang mit Absagen.

Jugendwerkstätten setzen auf

Bildung

Die Jugendwerkstätten in Dornbirn sind

eine weitere engagierte Organisation,

die auf zahlreiche erfolgreich vermittelter

Jugendliche verweisen kann. Allein

im letzten Jahr fanden 170 Jugendliche,

davon 77 Burschen und 93 Mädchen

den Einstieg ins Berufsleben. Weitere

32 Jugendliche waren im Rahmen von

„Arbeitspraktika“ in einer temporären

Die Ausbildungszentren in Hohenems und Sulz bieten Jugendlichen, die trotz

intensiver Suche keine Lehrstelle gefunden haben die Möglichkeit, die gesetzlich

geregelte Lehre im Bereich Holzverarbeitung bzw. Metallbearbeitung zu

absolvieren.

Bewährte Sozialpartnerschaft – gemeinsam für mehr Beschäftigung: Vertreter

von Land, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, der Industriellenvereinigung,

des ÖGB Vorarlberg und des AMS Vorarlberg arbeiten eng zusammen.

„Probleme frühzeitig erkennen und rasch helfen,

heißt unser Ziel im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit.“

Wilfried Berchtold, Gemeindeverbandspräsident

Beschäftigung. Dabei setzen die Jugendwerkstätten

stark auf Weiterbildung und

Qualifizierung: regelmäßige Schulungen

zu „Sozialkompetenz“, „Schulden- und

Drogenprävention“, „Abfallmanagement“,

Deutsch, Bewegungstraining und

„Gesunde Ernährung“ werden angeboten.

Aber auch Bildungskurse wie EDV,

Team und Kommunikation, Deutsch als

Fremdsprache, Lagerorganisation/Hubstaplerführerschein,

Erste Hilfe, Gesund-

heit, Recht und Verkaufstraining sind

oft wichtige Meilensteine zu einer Anstellung.

Derzeit lernen ca. 30 junge

Erwachsene in unterschiedlichen Kursen

auf ihre Prüfungen für den externen

Hauptschulabschluss.

So erreichen Sie uns:

AMS Arbeitsmarktservice

Rheinstraße 33

6901 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 69180-101

E vorarlberg@ams.at

I www.ams.at/vbg

dornbirner Jugendwerkstätten

Bildgasse 18

6850 Dornbirn

T +43 (0) 5572 / 51351

E office.dj@aon.at

I www.arbeitsprojekte.at/djw.html

Ausbildungszentrum Vorarlberg

gem. gmbH

Gartenstraße 2

6840 Götzis

T 0664 / 4519530

E ausbildungszentrum@lhv.or.at

I www.ausbildungszentrum-vorarlberg.at

BIFO – Beratung für Bildung

und Beruf

Bahnhofstraße 24

6850 Dornbirn

T +43 (0) 5572 / 31717-0

E bifoinfo@bifo.at

I www.bifo.at

16 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 17


ZuKunFtschancen FüR Jugendliche

das Erfolgsmodell Lehre ist ein

Vorarlberger Qualitätsprodukt

die duale lehrlingsausbildung in Vorarlberg ist und bleibt ein erfolgsmodell. im laufenden schuljahr haben

um 4,5 prozent mehr Jugendliche eine lehre begonnen als im Vorjahr; insgesamt entscheidet sich mehr

als die hälfte der Jugendlichen nach der pflichtschule für eine lehre. damit ist Vorarlberg das land mit der

höchsten lehrlingsquote. THOMAS MAIR

Rund 2.300 Vorarlberger Betriebe bilden Lehrlinge aus.

Eltern, Betriebe und Jugendliche

schätzen die duale Lehrlingsausbildung

als besonders praxisorientiertes

Modell. Durch die große Bandbreite an

Qualifikationsmöglichkeiten – von der

Integrativen Berufsausbildung (Teilqualifizierung)

bis zu High-Tech-Berufen

und zur Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung

– können viele Chancen am

Arbeitsmarkt genützt werden.

Chancen für benachteiligte

Jugendliche

Derzeit absolvieren 75 Jugendliche in

17 verschiedenen Lehrberufen eine um

Vorarlberger Berufsschulen:

Entwicklung der Schülerzahlen ab 2000

6441

/2000

6635

00/01

6669

01/02

6760

02/03

6762

03/04

6708

04/05

6680

05/06

6956

06/07

7190

07/0

7420

0 /0

ein Jahr verlängerte Lehre. 133 Jugend-

liche in 20 Lehrberufen machen eine

Teilqualifizierung, d.h. ihre Ausbildung

beschränkt sich auf Teile eines Berufsbildes.

Auf diese Weise bietet die Lehrlingsausbildung

auch Jugendlichen mit

sozialen, begabungsmäßigen oder körperlichen

Benachteiligungen eine geeignete

Ausbildungsschiene zur Ausschöpfung

ihrer beruflichen Fähigkeiten, da

gezielt auf die individuellen Bedürfnisse

eingegangen wird. Dadurch wird ein

wesentlicher Impuls für die Integration

dieser Jugendlichen in die Arbeitswelt

gesetzt.

Chancen für leistungsstarke

Lehrlinge

Die Berufsreifeprüfung ermöglicht das

Studium an Fachhochschulen und Universitäten.

Seit 1997 haben schon von

mehr als 1.000 Personen in Vorarlberg

die Berufsreifeprüfung erfolgreich ab-

gelegt. Mit dem neuen Vorarlberger

Lehrlingsmodell haben das Land Vorarlberg,

der Landesschulrat für Vorarlberg

und die Sozialpartner ein Modell entwickelt,

das bestmöglich auf die Zusam-

An Vorarlbergs Landesberufsschulen werden über 7.400 junge Menschen

ausgebildet.

menarbeit zwischen Berufsschulen und

Erwachsenenbildungseinrichtungen

abgestimmt ist. „Es nimmt auf die Bedürfnisse

der Jugendlichen und die Er-

„Zentrale Aufgabe einer Berufsschule ist die

adäquate Ausbildung junger Menschen für die

Wirtschaft.“ Bertram Summer, Dir. Landesberufsschule Bludenz

fordernisse der Lehrbetriebe Rücksicht

und ist im Aufbau sehr berufspädagogisch

formuliert”, sagt Karl Hermann

Benzer, Landesschulinspektor für die

Berufsschulen. Die Vorbereitung auf die

„Die duale Ausbildung bietet sehr gute

Zukunftschancen für unsere Jugend.“

Landesrat Siegi Stemer

duale Ausbildung in Vorarlberg

• Acht Landesberufsschulen

• 7.420 Schülerinnen und Schüler in Vorarlberg

• ca. 800 Vorarlberger Lehrlinge in anderen Bundesländern

• 2.300 ausbildende Lehrbetriebe

• 125 Lehrberufe

• Land stellt 15 Millionen Euro jährlich für Bau-, Sach- und Betriebsaufwand sowie

für Personalkosten zur Verfügung.

• Ausbildungsverbund: ermöglicht Firmen, die nicht alle Inhalte eines Lehrberufes

abdecken, bei der Ausbildung ihrer Lehrlinge mit Partnerbetrieben zu

kooperieren – seit Anfang 2008 von 350 Betrieben in Anspruch genommen

• Akademie Lehrlingsausbildung: Praxiorientierte Höherqualifzierung für Lehrlingsausbildnerinnen

und -bildner

„Die in Vorarlberg bereits laufenden Lehrlingsprojekte

sind Maßstab für viele Bundesländer.“

Egon Blum, Lehrlingsexperte

Matura beginnt bereits im ersten Lehrjahr.

Derzeit nehmen 82 Lehrlinge in

Vorarlberg aus 29 Lehrberufen am neuen

Modell „Lehre und Matura” teil.

Umfrage

Besonderer Augenmerk gilt auch dem

Lehrjahr, das im September startet. In

den nächsten Wochen wird über die

Wirtschaftskammer eine Befragung der

heimischen Betriebe zur Neuanstellung

von Lehrlingen durchgeführt.

So erreichen Sie uns:

Landesschulrat für Vorarlberg

LSI Karl Hermann Benzer

Bahnhofstraße 12

6900 Bregenz

T +43 (0) 5574 / 4960-0

E karl.benzer@lsr-vbg.gv.at

I www.lsr-vbg.gv.at

Wirtschaftskammer Vorarlberg

Lehrlingsstelle

Bahnhofstraße 24

6850 Dornbirn

T +43 (0) 5572 / 3894

E lehrlinge@wkv.at

I www.wkv.at

Arbeiterkammer Vorarlberg

Lehrlings -und Jugendabteilung

Widnau 2-4

6800 Feldkirch

T 050 / 258-2300

E lehrlingsabteilung@ak-vorarlberg.at

I www.ak-vorarlberg.at

1 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 1


gemeinnütZige BeschäFtigungspRoJeKte

Zurück in eine neue Zukunft

instandhaltung von Wanderwegen, pflanzungsarbeiten, pflegedienste und Krankentransporte, hausdienste

oder Reinigungsarbeiten – die liste der gemeinnützigen tätigkeiten ist lang. dANIELA EggER

Alle Beschäftigungsprojekte haben ein Ziel: Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

durch regelmäßige Beschäftigung

und Stabilisierung der oft angespannten

Lebenssituation fassen viele

der bedrohten Personen wieder Mut

und Selbstvertrauen: Die Basis für eine

erfolgreiche Reintegration ins Berufsleben.

In Vorarlberg gibt es zahlreiche Organisationen,

die sich einem ähnlichen

Ziel verschrieben haben – dieses lässt

sich am besten mit einem Zitat zusammenfassen:

Gib einem Hungernden einen

Fisch und er wird einmal satt. Lehre

ihn fischen, und er wird nie wieder

hungern.

„Wir sind kompetenter Ansprechpartner im Land,

wenn es um Arbeitslosigkeit und Integration geht.“

Jürgen Marcabruni, Verbandssprecher Arbeitsprojekte Vorarlberg

gemeinsam lässt sich mehr

bewegen

Dieser Spruch steht auch als Motto in

einem Folder des Verbands „Arbeitspro-

jekte“ – dort sind alle Arbeitsprojekte

Vorarlbergs mit Zahlen und Fakten

aufgelistet. Sie bieten befristete, geschützte

Arbeitsplätze mit Bezahlung,

sorgen im Zuge von Sozialbetreuungsmaßnahmen

für stabilere Verhältnisse

im privaten Bereich und im Rahmen von

Weiterbildungsangeboten für fachliche

wie persönliche Kompetenzerweiterung.

Zu glauben, diese Unterstützungsmaßnahmen

würden vor allem Geld kosten

wäre übrigens ein grober Irrtum – im Jahr

2007 sorgten die solcherart Beschäftigten

beispielsweise für eine regionale

Wertschöpfung von 16,9 Millionen Euro

und bezahlten etwa 12,4 Millionen

an Lohn- und Nebenkosten. Sie sind

ein volkswirtschaftlich nutzbringender

Faktor im Kampf für soziale Sicherheit

und gegen Armut. Die Vernetzung der

diversen Projekte führte schließlich zur

Gründung des Verbands – vereint lässt

sich immer mehr bewegen.

Transit bedeutet „auf dem Weg

sein“

Die zentrale Anlaufstelle für beschäftigungslose

Personen ist das AMS Vorarlberg.

Geplant ist, dass heuer 650 Transitarbeitskräfte

in einem dieser Projekte

eine befristete Beschäftigung beginnen.

Die Finanzierung erfolgt über Eigenerlöse

und Förderungen von Land Vorarl-

berg und AMS, wobei der Förderanteil

des AMS im Jahr 2009 rund 6,9 Millionen

betragen wird. „Die Auswirkung

der aktuellen Wirtschaftskrise auf die

Auftragslage der einzelnen Projekte ist

bis dato recht unterschiedlich“, sagt

Reinhard Bauer, Leiter der Abteilung

Arbeitsmarktpolitik beim AMS. „Projekte,

die beispielsweise Aufträge bei

Produktionsbetrieben im Metallbereich

akquirieren, sind von der Wirtschaftskrise

mehr betroffen, während bei anderen

die Negativentwicklungen bisher

noch nicht stark spürbar sind.“ Ein eher

bekanntes Beispiel für die Beschäftigung

von Personen auf dem Weg zurück

in den ersten Arbeitsmarkt dürften

die Carla-Läden der Caritas sein, die in

Vorarlberg für Second Hand Kleider, Second

Hand Möbel und Handwerksprodukte

sorgen. Ein weiteres Beispiel für

gute Ideen findet sich unter dem Banner

von aqua mühle in Frastanz. Dort

wurde neben Werkstatt, Reinigungsbetrieb

und Wäscherei auch eine Partner-

„Das effektivste Mittel der Armutsbekämpfung

ist die Devise „Arbeit schaffen, statt Arbeitslosigkeit

verwalten“. Stefan Koch, Integra gem. GmbH

schaft mit der Post geschlossen, um die

Postverbindung nach Schlins und Satteins

anzubieten. Und im Zentrum von

Frastanz findet sich das mühle Café, in

dem Gastronomiefachkräfte gemeinsam

mit Menschen in der schon erwähnten

Transit-Arbeitssituation arbeiten.

Im Rahmen des Verbandes der Vorarlberger Arbeitsprojekte werden über 900

temporäre Arbeitsplätze angeboten.

Beschäftigungsinitiativen

Arbeitsinitiative Bezirk

Feldkirch (ABF)

Mühletorplatz 1

6800 Feldkirch

T 05522 / 36830

E office@abf-feldkirch.at

I www.abf-feldkirch.at

Verein zur Förderung der Ausbildung

und Beschäftigung im

Oberland (ABO)

Walgaustraße 123

6713 Ludesch

T 05550 / 4830

E abo.marcabruni@aon.at

I www.arbeitsprojekte.at

aqua mühle frastanz

Obere Lände 3c

6820 Frastanz

T 0699 / 15159696

E thomas.vogel@aqua-soziales.com

I www.aqua-soziales.com

Caritas Vorarlberg

Wichnergasse 22

6800 Feldkirch

T 05522 / 200-0

I www.caritas-vorarlberg.at

dornbirner Jugendwerkstätten

Bildgasse 18

6850 Dornbirn

T 05572 / 51351

E gf.djw@schule.at

I www.arbeitsprojekte.at

Haus der Jungen Arbeiter

Lustenauerstraße 67

6850 Dornbirn

T 05572 / 22879

E arbeitsprojekt.hadja@vol.at

Job Ahoi, Offene Jugendarbeit

dornbirn

Schlachthausstraße 11

6850 Dornbirn

T 05572 / 36508

E martin.hagen@ojad.at

I www.ojad.at

Verein Integra

Konrad-Doppelmayr-Straße 13

6922 Wolfurt

T 05574 / 54254

E stefan.koch@integra.or.at

I www.integra.or.at

Werkzeit Vorarlberg gmbH

Schießstätte 16

6800 Feldkirch

T 05522 / 73230-10

E robert.baljak@werk-zeit.at

I www.werk-zeit.at

20 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 21


BildungsZuschuss

Weiterbildung erhöht die

Jobchancen für alle

der Bildungszuschuss hat sich als Förderinstrument für die berufliche Weiterbildung hervorragend bewährt.

seit dem start im september 2004 wurden schon über 3.300 Bildungszuschüsse vergeben, die Fördersumme

beträgt gut 3,2 millionen euro. THOMAS MAIR

Insbesondere das Bildungskonto für

Arbeitnehmer, die für ihre Ausbildung

den Beruf stark einschränken oder gar

aufgeben müssen, sowie die Bildungsprämie

für Arbeitnehmer, die Universitätslehrgänge,

Fachakademien oder

Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung

besuchen, sind stark nachgefragt.

Die rege Inanspruchnahme dieser Förderung

zeigt, dass viele Beschäftigte die

Bedeutung der Weiterbildung erkannt

haben und die Chancen nützen, sagt

Landesrat Karlheinz Rüdisser: „Mehr

denn je zählt im Beruf heute die Qualifikation.

Ständige Weiterbildung erhöht

die Jobchancen des einzelnen und

stärkt unseren Wirtschaftsstandort als

Ganzes. Deshalb ist uns der Erfolg des

Bildungszuschusses wichtig.”

„Aus- und Weiterbildung ist einer der

wichtigsten Schwerpunkte unserer Arbeit.“

Manfred Rein, Wirtschaftskammerpräsident

„Der Erfolg dieses Modells gibt uns Recht.“

Hubert Hämmerle, Arbeiterkammerpräsident

Förderschwerpunkte

Der Bildungszuschuss umfasst fünf Förderungsschwerpunkte:

1) Bildungskonto: Für Arbeitnehmer,

die auf Grund ihrer Ausbildung den

Beruf stark einschränken bzw. aufgeben

und damit einen erheblichen Einkommensverlust

hinnehmen müssen.

Gefördert werden Vollzeitausbildungen

mit einer Dauer von mindestens einem

Semester. Die Förderungshöhe beträgt

bis zu 2.750 Euro.

Menschen, die sich weiterbilden wollen, werden vom Land, Arbeiter- und Wirtschaftskammer sowie dem Bund finanziell

unterstützt.

Bildungszuschuss in Zahlen (September 2004 bis Mai 2009)

2) Bildungsprämie für Arbeitnehmer:

Beispiele für förderbare Maßnahmen

sind Universitätslehrgänge,

Fachakademien, Werkmeisterschulen,

Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung

oder für die Berufsreifeprüfung

– Förderung maximal 2.200 Euro.

3) Bildungsprämie für Arbeitgeber:

Seit 2006 können auch Unternehmer –

Zahl der Zuschüsse In Euro (gerundet)

Bildungskonto 1.037 1.287.000,--

Bildungsprämie Arbeitnehmer 1.446 1.266.000,--

Bildungsprämie Unternehmer 73 55.000,--

Startkapital 271 362.000,--

Wohnzuschuss Lehrlinge 529 270.000,--

Summe 3.356 3.241.000,--

unter Einhaltung der Einkommensgrenzen

sowie der für die Qualifikation vorgesehenen

Mindeststundenanzahl – um

eine Bildungsprämie ansuchen.

4) Startkapital: Richtet sich an Wiedereinsteigerinnen

und -einsteiger, deren

Qualifikation sich auf Grund der

technischen und wirtschaftlichen Entwicklung

verändert hat. Gefördert wer-

„Wir wollen möglichst vielen Menschen den

Zugang zu Bildungsmaßnahmen erleichtern.“

Landeshauptmann Herbert Sausgruber

den bis zu 50 Prozent der unmittelbar

im Zusammenhang mit dem Besuch des

Kurses anfallenden Kosten – maximal

2.200 Euro jährlich.

5) Wohnzuschuss für Lehrlinge:

Erhalten Lehrlinge, die auf Grund des

Lehrverhältnisses auf ein Privatquartier

oder einen Heimplatz angewiesen sind.

Maximal 2.200 Euro jährlich.

Hotline

Der Bildungszuschuss wird zur Hälfte

vom Land finanziert, die andere

Hälfte steuern der Bund sowie Arbei-

ter- und Wirtschaftskammer bei. Die

Abwicklung der Förderung läuft über

die Arbeiterkammer. Informationen

zu den verschiedenen Förderungs-

möglichkeiten gibt es im Internet auf

www.bildungszuschuss.at

sowie unter der Telefon-Hotline

22 VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009

VORARLBERG MAgAZIN JULI 2009 23

050-25 -4200


Innovation: Das Land Vorarlberg investiert heuer 3,5 Millionen Euro in betriebliche Forschung und Entwicklung.

an die ZuKunFt denKen

Innovation: Wichtige Impulse

durch Forschung und Entwicklung

Vorarlberg ist einer internationalen studie zufolge eine der spitzenregionen in sachen innovation in

europa. diese position haben wir einerseits den innovativen und kreativen unternehmen aus der Region zu

verdanken als auch der intensiven Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Regierung.

gerade in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten ist es für Unternehmer

wichtig, nicht den Kopf in den Sand zu

stecken, sondern aktiv zu bleiben und

Innovationen voranzutreiben. Durch

Investitionen in Forschung und Entwicklung

können innovative Produkte

und Services kreiert werden, die neue

Kunden anziehen oder alte Kunden neu

begeistern. So können Unternehmen

ihren Vorsprung gegenüber Mitbewerber

ausbauen, sind schon heute für den

Aufschwung gerüstet und können nachhaltig

ihren Umsatz sichern.

Förderchancen für Innovationen

Die Vorarlberger Landesregierung und

die FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft)

forcieren diese In-

„Die Innovationsförderung des Landes schafft die

optimalen Rahmenbedingungen für Forschung und

Entwicklung.“ Helmut Steurer, Geschäftsführer WISTO

vestitionen in Innovationsprojekte heimischer

Unternehmen mit informeller

Beratung und finanzieller Unterstützung.

Für die Förderung von Forschungs- und

Entwicklungsprojekte veranschlagte die

HELMUT STEURER

Landesregierung für 2009 insgesamt

3,5 Millionen Euro. Davon werden eine

Million Euro für die Forcierung von Kompetenzzentren

verwendet, die heimische

Unternehmen bei ihren Innovationsvorhaben

mit fachspezifischen Ressourcen

und Know-how unterstützen. Mit Vielseitigkeit

und modernen Technologien

lösen etwa die drei Forschungszentren

an der Fachhochschule Vorarlberg Problemstellungen

aus der Wirtschaft.

Unterstützung durch die WISTO

Die WISTO bietet Unternehmen Beratung

bei Finanzierungsfragen von Innovationsprojekten,

bei der Erschließung

von Fördermitteln auf nationaler und

EU-Ebene, bei der Suche nach Koopera-

Foto: A.M.I.

tions- oder Forschungspartnern und bei

Technologie- sowie Patentrecherchen.

Die WISTO ist kompetenter Partner der

heimischen Wirtschaft zur Steigerung

der Innovations- und Konkurrenzfähigkeit.

Beispiele

Hier einige Beispiele erfolgreicher Unternehmen,

die durch Förderprogramme

des Landes ihre Innovationsfähigkeit

noch steigern konnten:

AMASONd Vertriebs gmbH

Im Rahmen des Innovationspreises

2008 wurde das Dornbirner Unternehmen

Amasond mit dem „Sonderpreis für

bestes Kleinunternehmen“ ausgezeichnet.

Amasond entwickelte ein innovatives

Erdsondensystem für Wärmepumpen,

das die vergleichsweise höchste

Effizienz aller bekannten Erdsonden

aufweist. Die Energiequelle Erdwärme

ist kostenlos, sauber und zudem immer

und überall verfügbar. Bereits in

zwei Metern Tiefe beträgt die Temperatur

ganzjährig ca. 7 bis 13° C. Damit

bietet das Unternehmen eine Umwelttechnologie,

die sich jeder leisten kann.

www.amasond.com

PowerUnits Leistungselektronik

gmbH

Ebenfalls mit dem Ziel die Energieeffizienz

zu steigern, entwickelt das junge

Unternehmen PowerUnits Leistungselektronik

elektronische Vorschaltgeräte

für leistungsstarke Ultraviolett-

Anwendungen. Durch die innovativen

Produkte des Lustenauer Unternehmens

können dessen Industriekunden bis zu

50 Prozent an Strom einsparen und

erhalten dabei noch ein Vorschaltgerät

mit verlängerter Lebensdauer und höherer

Qualität. Die spezielle Technologie

erweitert den Horizont zur nachhaltigen

Ablöse von üppigen und wenig effizienten

Transformator-Lösungen.

www.powerunits.at

„Effizient und ökologisch nachhaltig müssen

Innovationen heutzutage sein.“

Rene Tiefenthaler, MBA, Geschäftsführer PowerUnits

ZIMM Maschinenelemente

gmbH + Co.

Wenn im Bühnenbau, z.B. bei den Bregenzer

Festspielen, etwas befördert, gezogen

oder gehoben wird, kommt (Antriebs-)Technik

der Firma ZIMM in Form

von Spindelhubgetrieben und Hubsyste-

„Wir wären doch dumm, wenn wir die Energie, die

uns Mutter Erde schenkt, nicht effizient fördern

würden.“ Willi Sonderegger, Geschäftsführer Amasond

men zum Einsatz. Dabei spielen ganz

spezielle Anforderungen an die Technik

eine Rolle, so muss beispielsweise

eine minimale Geräuschentwicklung

oder eine ruck- bzw. stoßfreie Senkung

oder Hebung gewährleistet und der

Wartungsaufwand gering sein. ZIMM

überzeugt mit individuellen Lösungen,

innovativer Technik und einem hochqualitativen

Produktportfolio, auch für

Solarparkanlagen-Betreiber und die Automobil-

sowie Flugzeugindustrie. Die

Erfolgsfaktoren ihrer Entwicklung sehen

Gunther und Jürgen Zimmermann, Geschäftsführer

von ZIMM, in der Marktnähe

und dem engen Kontakt mit Kunden

bzw. Nutzern.

www.zimm.at

So erreichen Sie uns:

Wirtschafts-Standort Vorarlberg

gmbH (WISTO)

Stadtstraße 33

6850 Dornbirn

T 05572 / 55252

E wisto@wisto.at

I www.wisto.at

„Die Forschungszentren an der FH Vorarlberg unterstützen

die Entwicklung innovativer Lösungen für

die heimische Wirtschaft.“ Landesstatthalter Markus Wallner

Ausbildung und Forschung: Die Fachhochschule (FH) Vorarlberg in Dornbirn

baut Brücken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Interessantes aus der Landespolitik

Mehr Sicherheit

auf den Schulwegen

Mit einer Fahrt über den Bodensee auf

der „Stadt Bregenz” bedankte sich das

Land Vorarlberg gemeinsam mit seinen

Partnern bei den rund 300 Elternlotsen,

die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz

zur Sicherheit auf den Schulwegen beitragen.

„Dieses außergewöhnliche Engagement

im Dienste aller Schülerinnen

und Schüler, aber auch der übrigen Verkehrsteilnehmerinnen

und -teilnehmer

verdient höchste Anerkennung”, sagte

Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser.

Schon seit über 30 Jahren helfen in

Vorarlberg Elternlotsen an heiklen Straßenübergängen

auf den Schulwegen.

Jedes Jahr werden neue Eltern- und

Schülerlotsen von der Polizei ausgebildet.

Ergänzt wird dieser Einsatz durch

ein breites Verkehrserziehungsprogramm

für die Schulkinder. Durch verschiedenste

Aktionen (z.B. „Schoolwalker”

und „Große helfen Kleinen”) wird

das eigenständige in-die-Schule-Gehen

unterstützt.

Bewerberrekord am

Landeskonservatorium

Das Landeskonservatoriumverzeichnete

heuer mit einer

Steigerung der

Bewerbungen um

15 Prozent einen

neuen Rekord. Allein bei der Studienrichtung

der Instrumental- und Gesangspädagogik,

die in Kooperation mit dem

Mozarteum Salzburg durchgeführt wird

und mit einem Bachelor dieser renom-

mierten Musikuniversität abgeschlossen

wird, stiegen die Bewerberzahlen um

67 Prozent.

Am Vorarlberger Landeskonservatorium

studieren derzeit etwa 360 junge Musikerinnen

und Musiker in den Studienbereichen

Begabtenförderung, Berufsstudien

und Weiterbildungsstudien. Die

im vergangenen Jahr beschlossene strategische

Neupositionierung des Landeskonservatoriums

ist laut Landesstatthalter

Markus Wallner ein wichtiger Schritt,

um auch in Zukunft die ausgezeichnete

Qualität der Musikausbildungsstätte zu

gewährleisten.

demokratie braucht die

Jugend

Bei der jüngsten Sitzung des Schülerinnen-

und Schülerparlaments im Plenarsaal

des Vorarlberger Landtags diskutierten

rund 30 Schülervertreterinnen

und -vertreter aus 18 heimischen Schulen

wieder wichtige schulpolitische Fragen.

Landtagspräsident Gebhard Halder

zeigte sich angesichts der im Herbst anstehenden

Landtagswahl glücklich, dass

es in den letzten Jahren gelungen ist, die

Initiative „Demokratie braucht dich” erfolgreich

auf den Weg zu bringen. „Es

ist wichtig, dass die Anliegen der Jugend

ernst genommen werden und dass wir

den jungen Menschen vermitteln, welch

hohes Gut die Demokratie ist und wie

sie in der Praxis funktioniert”, sagte

Halder. Er sei überzeugt, dass dieses Anliegen

auch in den kommenden Jahren

mit großem Engagement weiterverfolgt

werden muss, um Jugendliche für die

Politik zu interessieren und für das gesellschaftliche

Mitgestalten im Lande zu

gewinnen.

Vorarlberg Schlagzeilen daten und Fakten kurz gefasst

3.000 Jugendliche

„fit fürs geld”

Bei der Firma Dorfinstallateur in Götzis

konnte Landesrätin Greti Schmid kürzlich

den bereits 3.000sten Finanzführerschein

überreichen. Die Lehrlinge des

Betriebes haben die nötigen Module absolviert

und sind damit „fit fürs Geld”.

„Mit dem Finanzführerschein vermitteln

wir jungen Menschen die ganze Vielfalt

des komplexen Themas Finanzen und

Konsum und geben wertvolle Tipps für

den Umgang mit Geld”, sagte Greti

Schmid bei der Übergabe. Der Weg zum

Finanzführerschein führt Kinder und

Jugendliche im Alter zwischen 11 und

18 Jahren altersgerecht über mehrere

Stufen. Für Landesrätin Greti Schmid ist

es wichtig, dass neben den zahlreichen

Schulen auch die Lehrbetriebe beim Finanzführerschein

mitmachen.

Sicherheit im

Bodenseeraum

Der Beitritt der Schweiz zum Schengenraum

im August 2008 hat positive

Auswirkungen auf die Sicherheit rund

um den Bodensee. So lautete das Resumee

der für die öffentliche Sicherheit

zuständigen Regierungsmitglieder der

Bodenseeanrainerländer und -kantone

bei ihrem diesjährigen Treffen in Bregenz.

„Die Bürgerinnen und Bürger

nehmen es positiv wahr, dass keine poli-

zeilichen Grenzkontrollen mehr stattfinden”,

sagte Sicherheitslandesrat Erich

Schwärzler. Da die Polizeikräfte, die früher

ortsgebunden an der Grenze standen,

nun flexibel im grenznahen Raum

und entlang der Transitrouten eingesetzt

werden können, sei es möglich auf negative

Entwicklungen sofort zu reagieren.

Für Sicherheitsdirektor Elmar Marent

ist es erfreulich, dass die Aufhebung

der systematischen Personenkontrollen

keine zusätzliche Welle der Kriminalität

zur Folge hatte.

Junge Wirtschaftsexperten

Beim Finale des Schüler-Wirtschaftsquiz

“Agent Economy” im Vereinshaus Rankweil

erlebte das Publikum – Mitschülerinnen

und Mitschüler, Eltern, Lehrpersonen

sowie Prominenz aus Politik, Wirtschaft

und Gesellschaft, insgesamt rund

150 Gäste – eine spannende Entscheidung.

Schullandesrat Siegi Stemer nahm

die Siegerehrung vor und gratulierte zu

den gezeigten Leistungen.

“Agent Economy” ist das erste wirtschaftsbezogene

Online-Quiz im

deutschsprachigen Raum. Es wurde vom

Landesschulrat für Vorarlberg und seinen

Partnern – Landesregierung, Wirtschaftskammer

und Arbeiterkammer

–speziell für die Vorarlberger Haupt-

und Mittelschulen entwickelt. Über

3.500 Schülerinnen und Schüler haben

sich seit Anfang des Jahres am Online-

Quiz beteiligt; 16 von ihnen – vier pro

Schulstufe – konnten sich schlussendlich

für das Finale qualifizieren, um den Sieg

unter sich auszumachen.

Intakte Lebensräume

an Flüssen

Bisher konnten reine Renaturierungen

nur aus dem Vorarlberger Renaturierungsfonds

gefördert werden. Nun stellt

der Bund bis zum Jahr 2015 insgesamt

140 Millionen Euro für Renaturierungen

im Rahmen des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanes

bereit. Damit

können ökologische Maßnahmen, für

die bislang die Förderbasis fehlte, mit

bis zu 60 Prozent Bundesmittel gefördert

werden. Mit der Landesförderung

verbleibt für die Bauherren – meist die

Gemeinden – ein vergleichsweise geringer

Finanzierungsanteil von zehn

Prozent. „Dies ermöglicht eine Renaturierungsoffensive,

von der die Natur und

die Menschen in unserem Land profitieren”,

betonte Landesrat Dieter Egger

den Mehrfachnutzen.

Sturmwarnungen

per SMS

Zu Beginn der heurigenWassersportsaison

wurde das

Leistungsangebot

der Landeswarnzentrale

erweitert:

Per SMS („Short Message Service”)

kann man sich über aktuelle Starkwind-

und Sturmwarnungen am Bodensee informieren

lassen. „Das ist ein nützliches

Informationsinstrument für alle Wassersportlerinnen

und -sportler. Allerdings

kann der SMS-Infodienst eigenverantwortliches

Handeln und das Einschätzen

von Gefahren und Risiken nicht

ersetzen”, betont Landeshauptmann

Herbert Sausgruber. Die Anmeldung

zum kostenlosen SMS-Infodienst ist auf

https://infodienste.lwz-vorarlberg.at

möglich. Das System erlaubt, den Informationsbezug

auf einzelne Wochentage,

auf einen bestimmten Zeitraum oder

eine bestimmte Region zu beschränken

und bietet detaillierte Informationen.

Für nähere Auskünfte: Servicecenter

der Landeswarnzentrale Vorarlberg,

E servicecenter@lwz-vorarlberg.at,

T 05522 / 3500-350.

Landhaus-Telegramm

Pflichtpraktika

Erfreulich verlaufen die Bemühungen des Landes, Schülerinnen

und Schülern der Höheren Technischen Lehranstalten

in Vorarlberg ihre Pflichtpraktikumsplätze zu

ermöglichen, informiert Landeshauptmann Herbert Sausgruber.

Für 62 der 72 dringenden Fälle konnte bereits

erfolgreich ein Praktikumsplatz organisiert werden.

Dem Großteil der übrigen 10 Jugendlichen ist ein Praktikumsplatz

in Aussicht gestellt worden.

Für den Ernstfall gerüstet

Im Rahmen der internationalen Übung „Picorna 09” wurden

in Echtzeit der Verlauf und die Bekämpfung einer

Tierseuche geübt. „Es hat sich gezeigt, dass – wie bei

Naturkatastrophen so auch im Seuchenfall – eine enge

regionale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum

Erfolg führt”, sagte Landesrat Schwärzler zum Abschluss

der Übung. Die Erkenntnisse aus der „Picorna 09” sollen

nun unter anderem in die Novelle des Tierseuchengesetzes

einfließen.

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die aktuelle Wirtschaftslage ...

Ihre Meinung interessiert uns!

Dieses Vorarlberg Magazin widmet sich dem Thema Wirtschaft und

Arbeit. Gemeinsam mit den Sozialpartnern, den Gemeinden und

dem AMS setzt das Land Vorarlberg wichtige Impulse in schwierigen

Zeiten – durch konjunkturbelebende und die Haushalte entlastende

Maßnahmen, sowie Maßnahmen zur Bekämpfung der

Arbeitslosigkeit. Ihre Meinung ist uns dabei wichtig – wir laden Sie

ein uns Ihre Ansichten und Einschätzung mitzuteilen. Bitte füllen

Sie den Fragebogen auf der angehefteten Karte aus und senden

Sie diese an

gRd Consulting gmbH

Mühletorplatz 4-6

6 00 Feldkirch

Sie können den Fragebogen auch im Internet unter

www.grd.at/vorarlbergbarometer ausfüllen.

Vor- und Nachname

Straße

PLZ / Ort

Wichtig: die Auswertung der Fragebögen erfolgt durch das Institut

gRd Consulting in Feldkirch. die persönlichen daten werden lediglich

zur Ermittlung der V-CARd-gewinnerinnen und -gewinner verwendet

und anschließend gelöscht. das Land Vorarlberg erhält lediglich eine

Umfrageauswertung und keine persönlichen daten.

Wir sagen danke – mit der V-CARd!

Als kleines Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmerinnen und

Teilnehmern 20mal die V-CARD (Verkaufspreis 45 Euro). Die V-CARD

gilt als einmalige Eintrittskarte für über 40 Ausfl ugsziele – von der

Pfänderbahn bis zur inatura Erlebnis Naturschau Dornbirn, von Montafoner

Museen bis zu Schwimmbädern im Bregenzerwald – und ermöglicht

es Ihnen, auf unkomplizierte Art den gesamten Erlebnisraum

Vorarlberg zu entdecken. Alle Informationen zur V-CARD fi nden Sie

online auf www.v-card.at oder bei Vorarlberg Tourismus in Dornbirn

(+43 (0) 5572 / 377033-0).

Alle bis 25. Juli 200 eingelangten Karten und übers Internet

ausgefüllten Fragebögen nehmen an der Verlosung teil.

IMPRESSUM: VORARLBERG MAGAZIN, JULI 2009 – HEFTNUMMER 127/2009

VERLEgER UNd HERAUSgEBER: LAND VORARLBERG, LANDHAUS, A-6901 BREGENZ | BÜRGERINFORMATION ÜBER AUFGABEN UND ANLIEGEN DER VORARLBERGER LAN DESPOLITIK

UND LANDESVERWALTUNG | REdAKTION: PETER MARTE UND THOMAS MAIR (CHEFREDAKTION), MANUELA DE PRETIS, SILKE COMETTO, DANIELA EGGER, BERNHARD HAGEN, ELISABETH

HELFER, WOLFGANG HOLLENSTEIN, WOLFGANG KOLBE, REBECCA LACKNER, CLAUDIA MARTE, MARLENE MATT, CLAUDIA PRÖLL, SANDRA MAZAGG, PETER SCHMID, ULRIKE SCHMID-

SANTER, GERHARD WIRTH, BELINDA ZOPPOTH-PÖLSHOFER. | FOTOS: AK VORARLBERG, A.M.I., AMS, PETER BLAHA, EGON BLUM, DORNBIRNER JUGENDWERKSTÄTTEN, ENERGIEINSTITUT

VORARLBERG, HOTEL TRAUBE/BRAZ, INTEGRA GEM. GMBH, CHRISTINE KEES, LANDESPRESSESTELLE, NORBERT LOACKER, THOMAS MAIR, DIETMAR MATHIS, MARLENE MATT, ARNO

MEUSBURGER, WERNER MICHELE, UDO MITTELBERGER, REINHARD MOHR, WOLFGANG PLANKENSTEINER, ULRIKE SCHMID-SANTER, ALEXANDRA SERRA, ANDY SILLABER, STADT

FELDKIRCH, BERTRAM SUMMER, KILIAN TSCHABRUN, ANDREAS UHER, VERKEHRSVERBUND VORARLBERG, VOLKSHOCHSCHULE VORARLBERG, DIETMAR WALSER, GERHARD WIRTH, WISTO

VORARLBERG. | gESTALTUNg UNd PROdUKTION: WERKSTATT WEST, HARD | LITHO: MAYR RECORD SCAN, WOLFURT | dRUCK: VVA VORARLBERGER VERLAGSANSTALT, DORNBIRN

An einen Haushalt P. b. b.

Verlagspostamt

A-6 01 Bregenz

Zulassungsnummer

02Z031601

Amtliche Mitteilung

Erscheinungsort Bregenz

Hergestellt aus

chlorfreiem Papier

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