über die Lunge - VRNZ

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über die Lunge - VRNZ

Foto: Corbis © Corbis

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imagixx

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Das radiologische Praxismagazin

Christy Turlington

Die Schöne

und der

blaue Dunst

Seite 9

Nasen-Nebenhöhlen –

Therapien, die wirklich helfen

2 07

www.imagixx-magazin.de

Alles über die Lunge

¬ Was ihr gut tut

¬ Wie Erkrankungen

bekämpft werden

Überreicht mit

freundlicher Empfehlung


Gesundheit

fängt im

Kopf

an

– besser informiert, länger gesund!

Ihr radiologisches Praxismagazin –

nicht nur für die Wartezeit. Auch im Internet

unter www.imagixx-magazin.de.


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am 1. Januar 2008 wird in Bayern das Rauchverbot

eingeführt. Dann muss man sich im Restaurants

aufs Essen konzentrieren, geraucht werden

darf nur noch in abgetrennten Räumen. Das ist ein

Schritt in die richtige Richtung, denn der blaue

Qualm ist für zahlreiche Krankheiten verantwortlich.

In allererster Linie für Erkrankungen der

Atemwegsorgane – angefangen von Raucherbronchitis

bis hin zum gefürchteten Lungenkrebs.

Schon seit langem ist zudem bekannt, dass Tabakrauch

bei Rauchern und Passivrauchern die Gefahr

einer Arteriosklerose fördert. Die Ablagerungen

an den Innenwänden der Blutgefäße sind

Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Ein Blick

über die Ländergrenzen zeigt, was Rauchverbote

bewirken können: In Schottland ist das Rauchen in

Pubs und anderen öffentlichen Räumen seit Januar

2006 verboten. Der gesundheitliche Effekt überrascht

selbst Experten, denn seither sank die Zahl

der Herzinfarkte unter den Rauchern um 17 Prozent

und bei den Nichtrauchern sogar um 20 Prozent.

Untersuchungen an der University of California

in der US-amerikanischen Stadt Helena belegen,

dass nach einem strikten Rauchverbot in der Öffentlichkeit

die Zahl der Herzinfarkte um 40 Prozent

zurückging.

Zwar tritt die Demenz fast immer, aber nicht ausschließlich,

alte Menschen. Diese Krankheit führt

zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen

Leistungsfähigkeit. Die Alzheimer-Krankheit,

über die wir in der imagixx berichten, ist die am

häufigsten auftretende Form der Demenz.

Wie die Radiologie bei Diagnose und Therapie

eingesetzt werden kann, auch darüber informiert

Sie diese Ausgabe von imagixx.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen

Ihre Radiologen

Infos: www.imagixx-magazin.de INHALT03

Titelgeschichte

Die Schöne und der blaue

Dunst – Christy Turlington

und ihr Kampf gegen den Tabak 10

Forschung und Diagnose

Neues aus Forschung

und Entwicklung 4

Lungenkrebs – Ursachen, Vorbeugung

und Therapie möglichkeiten. Ein

Beitrag von Prof. Dr. Roland Buhl 6

Nichts läuft mehr – ein Interview

mit Prof. Dr. Dirk Eßer über Nasennebenhöhlen-Entzündungen

9

Alzheimer – Ursachen, Diagnose,

Therapie. Ein Beitrag von Dr. Stefan

Braitinger 12

Partikeltherapie – letzter Ausweg

für Tumorkranke 14

Vorbeugung und Service

Calcium und Co. – wie viel ist im

Essen drin? 16

Mammographie-Screening – ein

erster Erfolg gegen Brustkrebs 20

Buchtipps 22

Impressum

Herausgeber:

Dr. Stefan Braitinger

Schießstattweg 60

94032 Passau

www.radio-log.de

E-Mail:

info@imagixx-magazin.de

In Zusammenarbeit mit

Trurnit & Partner Verlag GmbH

www.trurnit.de


04

Infos: www.imagixx-magazin.de

Vitamin E

lindert Rheumaschmerz

Über 12 Millionen Menschen in Deutschland

leiden unter Rheuma. Eine Heilung ist immer

noch nicht möglich, aber die Symptome

lassen sich recht gut behandeln. Dabei wird

die konservative Behandlung mit Schmerzmitteln

immer mehr durch verträglichere

Substanzen wie Vitamin E ergänzt. Es kann

entzündliche Prozesse bremsen und Schmerzen

lindern sowie die Beweglichkeit verbessern.

Das belegen klinische Studien, bei

denen Vitamin E in unterschiedlich hohen

Dosierungen verabreicht wurde.

Mehr Infos dazu gibt der Ratgeber „Rheumatische

Gelenkerkrankungen“, den man kostenlos

unter Vitamin E & Rheuma, Postfach

130 120, 50495 Köln, bestellen kann.

Rauchen vernebelt

das Gehirn

Wem die geistige Gesundheit im Alter wichtig

ist, der sollte die Finger von Zigaretten

lassen. Raucher erkranken öfter an Alzheimer

und Demenz, das ergab eine Studie des

Erasmus Medical Centers in Rotterdam. Auslöser

könnte Stress sein. Frau Dr. Monique

Breteler und ihr Team begleiteten über sieben

Jahre rund 7.000 Personen, die 55 und

älter waren. Von den rauchenden und nichtrauchenden

Teilnehmern erkrankten in dieser

Zeit über 700 an Demenz oder Alzheimer.

Raucher wiesen für beide Erkrankungen eine

etwa um die Hälfte höhere Wahrscheinlichkeit

auf. Rauchen erhöht das Risiko für Erkrankungen

der Blutgefäße im Gehirn.

Sportgetränke

bei kaltem Wetter

Sport an der frischen Luft macht in der kälteren

Jahreszeit nicht nur Spaß, er steigert

die Abwehrkräfte. Freizeitsportler sollten

aber nicht vergessen, stets ausreichend zu

trinken, denn der Körper verbraucht bei

Kälte besonders viel Energie. Während im

Sommer Mineralwasser ausreicht, sind im

Winter Sportgetränke zu bevorzugen.

Mit leicht hypotonen Sportgetränken gleicht

man den Flüssigkeitsverlust rasch aus, fördert

die schnelle Flüssigkeitsaufnahme im

Verdauungstrakt und verhindert eine Übersäuerung

des Körpers.

Bestimmte Gemüsesorten und Fisch können vor Allergien schützen.

Der Mensch ist,

was er isst

Immer mehr Menschen leiden unter

Allergien – doch mit einer speziellen

Ernährung könnte man sie größten-

teils vermeiden.

Es ist nicht immer leicht, Kinder für gesunde Nahrungsmittel zu

begeistern – aber wer sie von Tomaten, Auberginen und Fisch

überzeugen kann, bewahrt sie eventuell davor, an Asthma und

Allergien zu erkranken: Wissenschaftler der Universität von

Kreta schauten ganz genau auf den Teller von Kleinkindern und

entdeckten, dass bestimmte Nahrungsmittel allergische Reaktionen

in die Schranken weisen. Zuvor hatten sie sieben Jahre

lang – beginnend mit der Schwangerschaft – Mütter regelmäßig

über deren Ernährungsgewohnheiten befragt. Danach untersuchten

die Mediziner unter Leitung von Leda Chatzi das Essverhalten

bei 460 Sechsjährigen. Bei fast jedem fünften Jungen

und Mädchen fanden die Forscher allergische Reaktionen auf

mindestens einen von sechs überprüften Stoffen. Jedes zehnte

Kind litt unter allergischen Atemproblemen.

Bei den Essgewohnheiten der Kinder untersuchten die Wissenschaftler

diverse Gemüsesorten und Früchte, tierische Produkte

und Getreidesorten. Tomaten, Auberginen, Gurken, grüne Bohnen

und Zucchini schützten vor Atembeschwerden. Aßen die

Kinder mehr als 40 Gramm dieser Gemüsesorten täglich, sank

ihr Asthma-Risiko deutlich. Auch Fisch senkte die Allergierate.

„Vermutlich hemmen Gemüse und Fisch die Entzündungen, die

mit Asthma und Allergien einhergehen“, sagt Leda Chatzi.

Aßen Mütter während der Schwangerschaft viel Fisch und Obst

– insbesondere Äpfel –, erkrankten Kinder seltener an Asthma.


Arthrose ist keine Frage des Alters, oft kann

schon eine unglückliche Bewegung im Alltag

den Gelenkknorpel langfristig schädigen.

Der Knorpel wirkt wie ein Stoßdämpfer zwischen

den Gelenken und regeneriert sich

nicht – addieren sich kleinere Schäden, geht

mit der Zeit Knorpelmasse verloren und die

Knochen reiben direkt aufeinander. Die Folge

sind starke Schmerzen.

Um diese Schmerzen zu unterbinden und Patienten

langfristig eine Knieprothese zu ersparen,

setzen die Spezialisten an der Klinik für

Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums

Bonn eine moderne Variante

der Knorpelzelltransplantation ein, die sogenannte

3D-ACT. Dabei entnehmen die Ärzte

bei einer Gelenkspiegelung gesundes Knorpelgewebe.

Im Labor werden aus diesem Gewebe

die Zellen für eine Transplantation gezüchtet

und auf ein spezielles Trägermaterial

aufgetragen. In diesem schwammartigen Vlies

verteilen sich die Knorpelzellen gleichmäßig

in alle drei Raumrichtungen. „Bereits nach

drei Wochen halten wir ein eigens für unseren

Patienten hergestelltes Transplantat in den

Händen, das wir passgenau in das Knie einsetzen

können“, sagt Professor Dr. Dieter

Christian Wirtz, Direktor der Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums

Bonn.

Bislang wurde bei der herkömmlichen Knochenzelltransplantation

dem Unterschenkel

ein Knochenhautstück entnommen und über

den Defekt genäht. Unter diese „Schutzhaut“

spritzten dann die Ärzte die gezüchteten

Knorpelzellen – mit der Gefahr, dass sie sich

nicht gleichmäßig verteilten und keine optimale

Regeneration möglich war. Beim neuen

3D-Verfahren ist keine Knochenhautentnahme

notwendig, die Operationszeit ist kürzer

und der Patient hat weniger Schmerzen. Es

besteht eine gute Chance, dass Patienten

nach erfolgreichem Eingriff ein schmerzfreies

Leben führen können.

SPEKTRUM 05

Schmerzfreies Knie dank Hightech-Knorpel

Diagnose Gelenkknorpelschaden: Bei größerer Belastung fing der 21-jährige

Robert F. vor Schmerzen an zu humpeln – manchmal knickte sogar sein Knie

weg. Dank eines neuen Transplantationsverfahrens ist er jetzt schmerzfrei.

MRT erleichtert Prostatadiagnostik

Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste

Krebserkrankung bei Männern. Ab

einem Alter von 45 Jahren wird deshalb eine

regelmäßige Vorsorgeuntersuchung empfohlen.

Die klassischen Untersuchungen wie das

Abtasten der Prostata und Bestimmen des

PSA-Spiegels liefern Hinweise, lassen aber

viele Fragen unbeantwortet. Die Magnetresonanz-Tomographie

(MRT) hingegen bildet

die Prostata in hervorragender Qualität ab

und macht so Unregel mäßigkeiten ab einer

Größe von etwa fünf Millimetern sichtbar.

„Der behandelnde Arzt kann genauer erkennen,

in welchen Bereichen auffälliges Gewebe

zu finden ist und ob sich der Tumor

bereits ausgebreitet hat“, erläutert Prof.

Bernd Hamm vom Institut für Radiologie

der Berliner Charité. „Damit trägt die MRT

maßgeblich zu einer schnellen und sicheren

Diagnose bei.“

Ein weiteres Hilfsmittel ist die Magnetresonanz-Spektrographie

(MRS) – eine noch junge

Schwestertechnologie der MRT. Sie macht

die chemische Zusammensetzung des Prostatagewebes

sichtbar. So kann man erkennen,

ob sich der Krebs nach einer Therapie

erneut ausbreitet. Da die Prostata nach einer

Strahlentherapie stark vernarbt ist, sind Tumoren

mit konventionellen bildgebenden

Verfahren kaum zu erkennen. Die MRS

macht sich eine Besonderheit des Prostatastoffwechsels

zunutze: Krebszellen produzieren

weniger Citrat und mehr Cholin als

gesundes Prostatagewebe. Die MRS erkennt

diese Veränderungen und macht sie sichtbar.

Die Chancen, Prostatakrebs frühzeitig zu behandeln,

erhöhen sich somit beträchtlich.

Das neue Transplantationsverfahren

für Knorpelzellen bringt bessere Ergebnisse

für die Patienten.

Deutlich erkennbar: die Lage eines

Prostatakarzinoms (heller Fleck)

im fortgeschrittenen Stadium. So

kann präzise bestrahlt werden.


06

Der beste

Schutz für

Lunge und

Atem wege ist

saubere Luft –

kein Nikotin,

kein Smog,

keine Autoabgase.

SPEZIAL

Infos: www.imagixx-magazin.de

Foto: A1PIX/MEI


Wenn der Atem stockt …

Die Lunge ist ein Schwerstarbeiter – kaum jemand ahnt, was dieses

Organ tagtäglich leistet. Man atmet ohne nachzudenken. Doch Erkran-

kungen der Lunge sind auf dem Vormarsch. Prof. Dr. Roland Buhl,

Spezialist für Lungenerkrankungen, über die Risiken.

15.000 Liter Luft atmen wir täglich ein und

aus und versorgen so unseren Körper mit

lebenswichtigem Sauerstoff. Kaum einem

ist bewusst, wie sehr Feinstaub, Ozon, Abgase oder

Zigarettenrauch der Lunge zusetzen. Erkrankungen

kündigen sich nicht lange vorher an und verursachen

häufig erst in fortgeschrittenem Stadium

Beschwerden. Die Zahl der Menschen mit Lungenerkrankungen

nimmt weltweit immer mehr zu. Besonders

die Verbreitung von Asthma hat inzwischen

erschreckende Dimensionen angenommen – rund

fünf Millionen Betroffene gibt es allein in Deutschland,

insbesondere Kinder zählen zu den Opfern.

Entzündete Atemwege

Asthma ist die Folge einer Entzündung der Atemwege.

„Die Bronchien reagieren bei Asthmatikern auf

bestimmte Reize überempfindlich und verengen sich

krampfartig“, erläutert Prof. Dr. Roland Buhl. Typische

Symptome sind Atemnot, Engegefühl in der

Brust und Husten. Ein Anfall kann wenige Sekunden

bis mehrere Stunden andauern. Die Diagnose ist

meist einfach – schwieriger wird es, den Auslöser

zu finden. Ursachen können Allergien sein, Infektionen

der oberen Atemwege, Überanstrengung, psychische

Belastung, Kälte oder Medikamente. Auch

Rauchen kann einen Anfall auslösen.

Bei Verdacht auf Asthma wird der behandelnde Arzt

in der Regel verschiedene Untersuchungen vornehmen

und eventuell eine Lungenfunktionsprüfung

durchführen, dabei wird die Leistungsfähigkeit der

Lunge gemessen und ausgewertet. „Keine Angst“,

sagt Prof. Buhl, „solche Untersuchungen tun nicht

weh. Der Patient atmet über ein Mundstück ein und

aus, das mit dem Messgerät verbunden ist. Dazu bekommt

er genaue Anweisungen. Gute Mitarbeit des

Patienten ist sehr wichtig, sonst werden falsche Werte

gemessen, die wiederum zu falschen Rückschlüssen

bei der Behandlung führen können.“

Nach Auswertung aller Ergebnisse wird dann medikamentös

behandelt. „Bis zu 90 Prozent aller Asthma-Patienten

können erfolgreich therapiert werden,

ohne jegliche Einschränkung der Lebensqualität“,

Prof. Dr. Roland Buhl

ist Leiter des Schwerpunktes

Pneumologie

& Stv. Direktor der III.

Med. Klinik an der

Uniklinik Mainz.

SPEZIAL07

erklärt Prof. Buhl. „Allerdings ist Asthma eine chronische

Erkrankung und nicht heilbar. Der Patient

muss daher dauerhaft Medikamente einnehmen.“

Trauriges Kapitel Krebs

Weitaus deprimierender für den Professor sind Lungenkrebserkrankungen.

Daran sterben in Deutschland

jährlich fast 40.000 Menschen. Bei Männern ist Lungenkrebs

die häufigste, bei Frauen die dritthäufigste

Krebserkrankung. Meist trifft es die Altersgruppe der

60- bis 70-Jährigen. „Dabei könnte man diese tückische

Krankheit so leicht umgehen. Hauptrisikofaktor

ist das Zigarettenrauchen. Neun von zehn Lungenkrebs-Erkrankten

sind Raucher“, sagt Prof. Buhl. Gäbe

es keine Raucher, hätte diese Krankheit Seltenheitswert,

denn Zigarettenrauch enthält viele krebserregende

Substanzen, welche die Zellen nachhaltig schädigen.

Weitere Risikofaktoren sind Umwelteinflüsse, erbliche

Veranlagung und krebserregende Einflüsse am

Arbeitsplatz wie der Kontakt mit verschiedenen chemischen

Substanzen wie Radon, Asbest, Chrom und

Nickel. Durch die Verschärfung der gesetzlichen Bestimmungen

des Arbeitsschutzes konnten berufsbedingte

Risiken in den letzten Jahren wesentlich

gedrosselt werden. Aber auch eine sehr hohe Schadstoffbelastung

der Umgebung, beispielsweise durch

Feinstaub, kann das Krebsrisiko erhöhen.

RISIKOFAKTOR RAUCHEN

Rauchen gilt als Auslöser für viele Krebserkrankungen:

Lunge, Kehlkopf und Mundhöhlen, Speiseröhre,

Magen, Bauchspeicheldrüse und Blase reagieren

auf das Gift aus dem Tabak.

Rauchen schädigt zudem das Herz-Kreislauf-System

und führt zu Durchblutungsstörungen bis zum Raucherbein,

zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Nikotingenuss

löst auch Atemwegserkrankungen aus wie chronische

Bronchitis und Asthma.


08

SPEZIAL

Tückisch an Lungenkrebs ist, dass er im Anfangsstadium

keine Beschwerden verursacht. Kleine Tumore

werden fast immer zufällig – etwa bei einer Röntgenuntersuchung

des Brustkorbs – entdeckt. Meist klagen

Patienten über hartnäckigen Husten oder Erkältungen,

die sich auch mit Antibiotika nicht bessern.

Weitere Alarmzeichen sind Atemnot, Schmerzen im

Brustkorb, unerklärlicher Gewichtsverlust oder Bluthusten.

Ganz falsch wäre es, aus Angst nicht zum

Arzt zu gehen. Je früher eine Lungenkrankheit – insbesondere

Krebs – erkannt wird, desto größer sind

die Heilungschancen.

Der Blick in die Lunge

Besteht der Verdacht auf eine bösartige Lungenerkrankung,

wird der Facharzt verschiedene Untersuchungen

vornehmen wie die Spiegelung der Bronchien

(Bronchoskopie). Unter örtlicher Betäubung

schiebt der Arzt vorsichtig einen Schlauch durch die

Nase in die Bronchien. Eine spezielle Lichttechnik

ermöglicht es, die Schleimhäute genau zu betrachten.

Mit einer Minizange, die über den Schlauch ins

Innere geschoben wird, kann der Arzt Gewebeproben

(Biopsien) entnehmen, die anschließend im Labor

analysiert werden.

Zusätzlich wird eine Computertomographie angefertigt.

Diese speziellen Röntgenaufnahmen zeigen

schon kleinste Tumore. Außerdem können Metastasen

insbesondere im Kopf, Brust- und Bauchbereich

erkannt werden und dienen als Entscheidungshilfe,

ob operiert werden kann und wie umfangreich die

Operation sein wird. Reicht die Computertomographie

nicht aus, lässt sich mittels Magnetresonanz-Tomographie

(MRT) feststellen, wie weit sich der Tu-

WIE DIE LUNGE FUNKTIONIERT

Bei der Atmung durch Nase und Rachen strömt die

Luft in die Luftröhre, die sich im weiteren Verlauf in

zwei Äste unterteilt, die Hauptbronchien. Jeder Ast

versorgt einen Lungenflügel und teilt sich in immer

weitere Verästelungen (Bronchien und Bronchiolen)

auf. Das Ende bilden tief im Gewebe die Lungenbläschen

(Alveolen). In diesen etwa 300 Millionen Lungenbläschen

findet der Gasabtausch statt. Dabei wird

Sauerstoff ins Blut aufgenommen und Kohlendioxid

aus dem Blut in die Atemluft abgegeben.

Die Luftröhre und das Bronchialsystem sind mit

Schleimhäuten ausgekleidet. Die Oberfläche bedeckt

schleimiges Sekret, das Staubpartikel bindet, sodass

sie nicht in die Lunge eindringen können. Ein dichter

Besatz von Flimmerhärchen transportiert Sekret und

Staubpartikel aus den Atemwegen, unterstützt durch

Husten und Räuspern.

Foto: Grafik-Atelier Riediger

mor in die herznahen Gefäße ausgedehnt hat. Hat

sich der Verdacht auf Krebs bestätigt, wird therapiert.

Je nach Art des Tumors und Gesundheitszustands

des Patienten wird operiert, bestrahlt und mit

einer Chemotherapie behandelt.

Waffen gegen Krebs

Die Therapien und Techniken werden immer ausgefeilter

und verträglicher für den Patienten. Mit der

Strahlentherapie behandelt der Facharzt das betroffene

Gebiet sehr gezielt – der Tumor wird mit einer

hohen Strahlenkonzentration angegriffen, das umgebende

gesunde Gewebe aber geschont. Auch die Chemotherapie

ist längst nicht mehr so mit Nebenwirkungen

belastet wie noch vor einigen Jahren. Dennoch

ist es bis jetzt noch nicht gelungen, Substanzen zu

entwickeln, die nur die Krebszellen schädigen.

Wie erfolgreich die Therapien sind, hängt von der

Krebsart ab und wie weit der Tumor schon fortgeschritten

ist. Ist es möglich, die Geschwulst operativ

vollständig zu entfernen, erhöhen sich die Heilungschancen.

Auch durch die Kombination von Chemotherapie

und Bestrahlung ist es gelungen, die Langzeitergebnisse

zu verbessern. „Am leichtesten umgeht

man diese heimtückische Krankheit jedoch, wenn

man nicht raucht!“, betont Prof. Dr. Roland Buhl.

Aus vielen kleinen

gesunden Lungenbläschen

(Alveolen)

werden durch das

Rauchen wenige

große. Daher funktioniert

der Sauerstoffausstausch

nicht

mehr so gut.

Hilfreiche Links

im Internet

www.atemwegsliga.de

www.daab.de

www.krebsinformation.de

www.krebshilfe.de


Nichts läuft mehr

Prof. Dr. Dirk Eßer,

Chefarzt der Klinik

für Hals-Nasen-

Ohren-Heilkunde

des Helios Klinikums

Erfurt

Die Nebenhöhlen

sind mit dünnen

Schleimhäuten

ausgekleidet, die

das Nasensekret

abtransportieren.

Wenn es nicht

richtig abfließen

kann und in den

Nasenhöhlen festsitzt,

kommt es zu

einer Entzündung

(Sinusitis).

Stirnhöhle

Es gibt zwei Arten von Nebenhöhlenentzündungen:

die akute und die chronische

Sinusitis. Die akute Vereiterung der Nebenhöhlen

entsteht oft aus einer Erkältung oder Rachenentzündung.

Am häufigsten sind die Kieferhöhlen

betroffen. Hauptsymptome sind Gesichts- und Kopfschmerzen.

Typischerweise nehmen diese Schmerzen

beim schnellen Vorbeugen des Oberkörpers zu –

es kommt zu einem starken Druckgefühl im Kopf.

Beklopft man die betroffene Nasennebenhöhle mit

den Fingerkuppen, entsteht ein sehr unangenehmes

Druckgefühl. Meist kommt es zu Fieber und Abgeschlagenheit.

Man sollte deshalb viel trinken, um den

festsitzenden Schleim zu verflüssigen. Unterstützend

wirken auch Dampfbäder oder Rotlichtbestrahlung.

Wichtig ist ein starkes Immunsystem, um einer Erkrankung

vorzubeugen. Regelmäßiger Ausdauersport

und Saunabesuche können dabei helfen.

Rechtzeitig zum Spezialisten

Infos: www.imagixx-magazin.de SPEZIAL09

Jeder siebte Deutsche erkrankt einmal pro Jahr an einer Nebenhöhlen-

entzündung (Sinusitis). Wie man sich davor schützen kann und welche

Therapien helfen, erklärt Hals-Nasen-Ohren-Spezialist Prof. Dr. Dirk Eßer.

Halten die Beschwerden länger als drei Tage an, sollte

man unbedingt einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.

Der Arzt wird dann die Nase von innen mit

Keilbeinhöhle

NASENNEBENHÖHLEN

Nasennebenhöhen sind luftgefüllte Hohlräume

in Gesichts- und Stirnknochen, die

das Gewicht des Schädelknochens verringern

und der Stimmresonanz dienen.

Man unterscheidet vier Arten: Siebbein-,

Kiefer-, Stirn- und Keilbeinhöhlen, die

alle paarweise angelegt sind.

einem röhrenförmigen Spiegel, einem Spekulum

oder einem Endoskop betrachten und eventuell eine

Ultraschalluntersuchung durchführen. „In der Regel

werden dann Antibiotika verordnet. Eine andere

Möglichkeit ist die Punktion und das Abziehen des

entzündeten Sekrets. Das Positive an der Maßnahme

ist die schnelle Besserung. Der Patient ist nach der

Behandlung sofort schmerzfrei. Leider ist eine solche

Punktion äußerst unangenehm und schmerzhaft“,

erläutert Prof. Eßer. Antibiotika wiederum

brauchen länger, um zu wirken.

Chronisch ist kritisch

Wesentlich schlimmer wird es, wenn die Sinusitis

chronisch wird. Von einer chronischen Erkrankung

spricht man, wenn die Entzündung länger als acht

Wochen andauert oder viermal pro Jahr oder häufiger

für mehr als zehn Tage auftritt. In diesen Fällen

ist meist ein operativer Eingriff notwendig. Eine

Operation an den Nasennebenhöhlen erfolgt fast

ausschließlich durch die Nase mit Hilfe eines Mikroskops

oder Endoskops. Ziel ist es, den Sekretabfluss

durch die Erweiterung der Nasennebenhöhlenkanäle

zu ermöglichen. Da die Nebenhöhlen

sehr eng und verwinkelt sind, muss jeder chirurgische

Eingriff sehr sorgfältig ausgeführt werden, um

eine Verletzung der Augenhöhlen oder Schädelbasis

zu vermeiden. Es kommt auf absolute Genauigkeit

an und zur Abklärung muss eine Computertomographie

(CT) gemacht werden. „Ein Eingriff an den Nasennebenhöhlen

ohne vorangegangenes CT wäre

mehr als fahrlässig“, weiß Prof. Eßer.


10

„Jeder Versuch,

das Rauchen sein

zu lassen, ist ein

enormer Schritt in

die richtige Richtung.

Es ist viel

besser, sehr oft aufzuhören

und damit

baden zu gehen,

als es gar nicht erst

zu versuchen.“

Christy Turlington

1997 verlor Christy Turlington

ihren Vater. Er starb an

Lungenkrebs. Seither engagiert

sie sich weltweit für Gesundheit

und gegen Nikotin.

PROMINENT

Die Schöne und

der blaue Dunst

Supermodel Christy Turlington führte einen harten Kampf gegen ihre

Nikotinabhängigkeit. Inzwischen hat sie eine Nichtraucherbewegung ge-

gründet und will damit vor allem junge Leute vom blauen Dunst abhalten.

Wann haben Sie angefangen zu rauchen?

Turlington: Ich glaube schon mit 12 oder 13 Jahren.

Haben Ihre Eltern geraucht?

Turlington: Mein Vater hat fast sein ganzes Leben lang

geraucht. Ich habe ihn sehr bewundert und ich glaube,

sein Vorbild hat meine Neugierde darauf geweckt.

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie aufhören wollten?

Turlington: Mit 19. Ich habe eine Schachtel Zigaretten

nach der anderen geraucht, so lange ich wach

war. Ich fing an, beim Treppensteigen Atemschwie-

rigkeiten zu bekommen. Das Erste, was ich morgens

nach dem Aufwachen tat, war eine zu rauchen. Ich

hatte das Gefühl, dass ich immer öfter eine Zigarette

brauchte.

Wie lange dauerte es, bis sie vom Nikotin weg waren?

Turlington: Mit 19 habe ich zum ersten Mal aufgehört.

Ich ließ mich hypnotisieren und war zwei Jahre lang

nikotinfrei. So nikotinfrei, dass ich anfing, Dinge zu

denken wie: „Ich war so gut, ich hab das ganz toll unter

Kontrolle, ich bin mir sicher, dass ich gut damit

umgehen kann, nur mal eine zu rauchen“. Aber natür-

Foto: © Corbis


lich habe ich mich selbst belogen und fing wieder an.

Ich ging erneut zur Hypnose, aber es hat nichts genutzt.

Innerhalb der nächsten Jahre habe ich eine Unmenge

von Dingen ausprobiert, bin aber nie wirklich

losgekommen.

Wann haben Sie endgültig aufgehört und wie?

Turlington: Ich war 25. Ich musste einen Schlussstrich

ziehen. Ich konnte meinen Körper nicht weiterhin

so zerstören. Ich hatte zu viele Vereinbarungen

mit mir selbst gebrochen und so viel Zeit und Geld

mit Aufhörversuchen vertan, dass ich einfach genug

davon hatte. Ich beschloss also, dass ich den ganz

bewussten, festen Entschluss aufzuhören treffen

musste und nie wieder zurückblicken durfte. Ich

entzog „cold turkey“, also ohne Hilfsmittel.

Welche anderen Faktoren haben Einfluss auf Sie

gehabt, mit dem Rauchen Schluss zu machen?

Turlington: Ich habe gesehen, dass ich es war und niemand

anderer, der den meisten Schaden an mir anrichtet.

Die Verantwortung für meine Gesundheit, meine

Zukunft, meine Möglichkeit, eines Tages Leben zu

schenken, konnte ich nur allein tragen.

Was raten Sie Rauchern?

Turlington: Den meisten sage ich, dass sie nicht aufhören

sollen aufzuhören. Ich weiß noch, dass ich mich

jedes Mal, wenn ich es wieder nicht geschafft hatte, so

entmutigt fühlte und so beschämt. Dabei ist jeder Versuch,

das Rauchen sein zu lassen, ein enormer Schritt

in die richtige Richtung. Es ist viel besser, sehr oft aufzuhören

und damit baden zu gehen, als es gar nicht

erst zu versuchen.

Ihr Vater hat auch versucht, aufzuhören. Erzählen

Sie uns von ihm ...

Turlington: Mein Vater erlitt mit 50 einen Herzinfarkt,

an dem das Nikotin schuld war. Danach hatte er eini-

Infos: www.imagixx-magazin.de PROMINENT11

SMOKING IS UGLY

Christy Turlington, seit den 80ern eines der Supermodels

und inzwischen auch erfolgreiche Modedesignerin

(Nuala/Puma) und Buchautorin („Living Yoga“), ist

nicht nur eine prominente Exraucherin, sondern auch

stark engagiert in der von ihr gegründeten Nichtraucherbewegung

„Smoking Is Ugly“. Ihre Einsatzbereitschaft

nutzen Organisationen wie die Lungenkrebsgesellschaft

www.lungcancer.org oder die anonymen

Nikotinsüchtigen, um gegen den blauen Dunst zu

kämpfen. Sie entwickeln Programme und Material zur

Suchtprävention für Jugendliche und versuchen, Raucher

aller Alterstufen zum Aufhören zu bewegen.

FRÜHERKENNUNG ERHÖHT ÜBERLEBENSCHANCEN

Beim Thema Vorsorge rät die von Christy Turlington unterstützte

US-Lungenkrebsgesellschaft: „Zu dem Zeitpunkt,

wo Patienten die Diagnose Lungenkrebs bekommen,

ist es oft schon zu spät. Nur noch 15 Prozent

überleben die nächsten fünf Jahre, die niedrigste Überlebensrate

aller Krebsarten in den USA. Ein Grund dafür

ist, dass der Lungenkrebs in seinem frühen, leichter heilbaren

Stadium nicht rechtzeitig genug erkannt wird. Wird

er hingegen behandelt, bevor er in andere Organe gestreut

hat, steigt die Überlebensrate auf 50 Prozent. Und

wenn er gar in einem frühen Stadium operiert und behandelt

wird, überleben 85 Prozent der Patienten.

Eine der Möglichkeiten der Früherkennung ist die Spiral-

oder Helix-Computertomographie – damit können junge

ge Jahre wirklich aufgehört. Als er sich besser fühlte,

fing er ganz langsam wieder damit an. 1996 hat er

dann noch einmal versucht ganz aufzuhören. Ich hatte

ihm Mut gemacht, weil ich es selbst endlich geschafft

hatte. Ich glaube, damals wollte er es auch

wirklich. Einige Wochen danach bekam er die Diagnose

Lungenkrebs. Sechs Monate später starb er.

Warum haben Sie sich zu der Anti-Raucher-Kampagne

entschlossen?

Turlington: Als ich meinem Vater beim Sterben an

einer Krankheit zusehen musste, die vom Rauchen

herrührt. Und nachdem ich selbst so harte Kämpfe

mit der Sucht auszufechten hatte, wusste ich, dass

ich an die Öffentlichkeit gehen und mein Bestes zur

Aufklärung und Prävention geben musste. Speziell

für die jungen Leute, weil gerade in jungen Jahren so

viel Schaden durch Rauchen angerichtet wird. Es ist

so lächerlich, so viele Freunde und geliebte Menschen

wegen etwas zu verlieren, das so leicht zu vermeiden

wäre.

Quelle: www.smokingisugly.com

Tumore entdeckt werden. Trotzdem entbrannten Diskussionen

darüber, ob eine Früherkennung Leben rettet und

ob Narben von früheren Infektionen nicht auch als Tumor

gedeutet und die Patienten durch die falsche Diagnose

mehr belastet werden. Eine Studie des New York Weill

Cornell Medical Center, des New York University Medical

Center und der McGill Universität (aus Lancet, 354:99-

104) weist jedoch darauf hin, dass von 1.000 über 60jährigen

Rauchern mittels Computertomographie (CT)

27 Krebsfälle entdeckt wurden. 83 Prozent davon waren

im frühen Stadium 1! Die Krebsfälle wurden dann mittels

Biopsie verifiziert. Der zeitgleich mit denselben Männern

laufende Test am Röntgengerät entdeckte nur bei sieben

Patienten Lungenkrebs.


12

DIAGNOSE

Alzheimer – gegen das Vergessen

Der Beitrag verfasste

Dr. Stefan Braitinger,

Neuroradiologe und

Facharzt für Radiologie

in Passau.

Plötzlich kann man sich nicht mehr an die Telefonnummer der besten

Freundin erinnern – das muss nicht, kann aber ein Vorzeichen für Alzheimer

sein. Mit Medikamenten lassen sich die Symptome der Krankheit aufhalten.

Die allerersten Zeichen für Alzheimer äußern

sich sehr diskret. Am Anfang entfallen

dem Betroffenen gelegentlich Namen

und Zahlen. Wichtige Telefonnummern sind auf einmal

nicht gleich parat, ein bekanntes Gesicht wird

nicht auf Anhieb einem Namen zugeordnet. Aber

weil das allen und in jedem Alter so ergehen kann

und in den meisten Fällen nur ein Zeichen von Stress,

Übermüdung und Konzentrationsmangel ist, wird

der Beginn der Erkrankung häufig nicht als solcher

identifiziert. Nur 50 Prozent der Betroffenen erkennen

die Erkrankung an sich selbst und nur ein Viertel

geht mit seinem Problem zum Arzt. Beginnen die Betroffenen

jedoch sich wunderlich zu verhalten, können

sie sich also in typischen Lebenssituationen zeitlich

und örtlich nicht mehr orientieren, dann ist die

Erkrankung bereits weiter fortgeschritten.

Alzheimer trifft überwiegend Menschen im mittleren

und hohen Alter und wird mit zunehmendem

Die SPECT-Szintigraphie-Aufnahme

von einem Erwachsenen

mit normaler Gehirnaktivität in

der Hirnrinde und Teilen des

Gehirns. Die Durchblutung und

der Blutzucker-Stoffwechsel

sind in Ordnung. Die unterschiedlichen

Farben zeigen, an

welchen Stellen gerade mehr

und an welchen weniger Zucker

verbraucht wird.

Die SPECT-Szintigraphie-Aufnahme

eines Patienten mit Alzheimer.

Der Blutzucker-Stoffwechsel

ist auf der rechten

Hirnseite unausgeglichen. Die

Farbe Blau zeigt geringere

Durchblutung an, die zunehmend

roten Farben weisen auf

mehr Durchblutung hin.

Lebensalter immer wahrscheinlicher. Zwischen 80

und 90 Jahren droht jeder Dritte an Alzheimer zu erkranken.

Mit zunehmender Überalterung der Gesellschaft

in Deutschland wird dieses Krankheitsbild

häufiger werden und ernsthafte Prognosen sagen für

2025 über zwei Millionen Erkrankte voraus.

Die Erkrankung verläuft schleichend, kann sich jedoch

auch relativ rasch entwickeln. Stellen sich erste

Verhaltensauffälligkeiten wie gestörtes Denken,

Erinnerungsverlust, zeitliche Desorientierung bereits

ab 50 Jahren ein, sollte man sich unbedingt auf Alzheimer

untersuchen lassen.

Was steckt dahinter?

Die Alzheimer Demenz gehört zu den neurodegenerativen

Erkrankungen. Durch das Absterben von

Nervenzellen nimmt das Hirngewebe ab und

schrumpft, zum Teil massiv. Nach wie vor liegen die

Ursachen im Dunkeln. Die Ablagerung von Stoffwechselprodukten

des Eiweißes (Amyloide) stört die

Signal übergabe zwischen den Nervenzellen. Insbesondere

die Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat

sind betroffen. Störungen dieser Botenstoffe durch

mangelnden Aufbau oder fehlendem Abbau führen

zum Aktivitätsverlust und damit zum Absterben der

Nervenzellen, die für Lernprozesse, Orientierung

und Gedächtnisleistung unerlässlich sind. Für die

Behandlung ist es wichtig, Alzheimer von anderen

Demenzerkrankungen abzugrenzen, denen andere

Ursachen zugrunde liegen und eigene Therapien erfordern.

An erster Stelle stehen Durchblutungsstörungen,

deren Folgen ebenfalls irreparable Schäden

am Hirngewebe verursachen.

Diagnose über Symptome

Doch wie stellt man fest, ob jemand Alzheimer hat?

Die zurzeit zuverlässigste Methode, um dies zu diagnostizieren,

ist die Beobachtung der Symptome. Dafür

gibt es psychologische Verfahren. Die klassischen

Testmethoden überprüfen das Gedächtnis, das Tempo

beim Lernen und bei Intelligenzleistungen, das

Denken in abstrakten Begriffen, dazu Handlungsab-


läufe und die Sprache. Auch bildgebende Verfahren

wie die Computertomographie (CT) oder die Nukleare

Magnetresonanz (NMR) spielen eine wichtige

Rolle. Sie machen Gefäßveränderungen im Gehirn

sichtbar. Bewährt hat sich ebenfalls die Positronenemissionstomographie

(PET), mit deren Hilfe Stoffwechselstörungen

des Gehirns festgestellt werden.

Ist Alzheimer heilbar?

Alzheimer ist nicht heilbar, der Krankheitsverlauf

kann aber verzögert werden. Behandelt wird vorwiegend

mit Medikamenten. Sie verlangsamen einerseits

den Abbau einer zu geringen Menge an Botenstoffen

oder neutralisieren andererseits die Wirkung einer zu

großen Menge eines Botenstoffes. In beiden Fällen

kann ein bestimmter Aktivitätsgrad der Nerven und

damit auch ihr Überleben erhalten werden. Neben der

wichtigen Behandlung mit Medikamenten ist die

ganzheitliche Betreuung dieser Kranken eine Herausforderung.

Günstig für den Patienten und den Krankheitsverlauf

wirkt sich ein intaktes psychosoziales

Umfeld zu Hause wie im Krankenhaus aus. Optimiert

wird die Betreuung von Alzheimer-Kranken in Memo-

Infos: www.imagixx-magazin.de

ry-Kliniken, in denen besondere Behandlungen wie

das kognitive Training erprobt werden. Den Betroffenen

sollte, auch wenn es schwer fällt, viel Verständnis

entgegengebracht werden. Wer helfen will, kann

sich beispielsweise über schöne Erinnerungen aus der

Vergangenheit unterhalten. Denn relativ lange besitzen

Demenzkranke ein gutes Langzeitgedächtnis. So

tut man den Menschen Gutes, deren Krankheit bislang

nicht geheilt werden kann.

13

DIAGNOSE

Foto: photocase-suschaa

ANZEICHEN FÜR ALZHEIMER

Alzheimer-Patienten

brauchen ein liebevolles

soziales

Umfeld. Da ihr Langzeitgedächtnisrelativ

lange erhalten

bleibt, kann man

Alzheimerkranken

Gutes tun, indem

man gemeinsam

Fotos aus der

Vergangenheit

betrachtet.

¬ Desorientierung zeitlich und örtlich (zu Hause)

¬ Denkstörungen (Rechnen)

¬ Beschränkte Urteilsfähigkeit (Kleidung)

¬ Sprachauffälligkeiten (unsinnige Füllwörter)

¬ Stimmungswandlungen (rascher Wechsel)

¬ Persönlichkeitsverluste (Veränderungen)

¬ Antriebsarmut (Desinteresse)

Die Kombination solcher Symptome sind charakteristisch

für eine Demenz vom Typ Alzheimer.


14

FORSCHUNG

Partikeltherapie – mit

Präzision gegen den Tumor

Fotos: Siemens Medical Solutions

Es gibt Tumorerkrankungen, die schwer therapierbar sind, vor allem, wenn sie

in der Nähe von Risikobereichen liegen wie dem Hirnstamm oder dem Sehnerv.

Die Partikeltherapie kann in naher Zukunft in manchen Fällen helfen und die

Strahlentherapie ideal ergänzen. Ein Beitrag von Siemens Medical Solutions.

Die Partikeltherapie (PT) ist ein sehr präzises und

bio logisch hochwirksames Therapieverfahren. In

der medizinischen Anwendung werden Protonen

oder Kohlenstoffionen über eine Beschleunigeranlage

(Synchrotron) auf fast zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit

gebracht, zu einem Strahl gebündelt

und in den Tumor geschossen. Der Vorteil der Partikeltherapie

liegt in der Effizienz und Zielgenauigkeit,

mit der die Energie der Strahlung – die Dosis

– den Tumor erreicht. Zum einen bleibt das umliegende

Gewebe größtenteils verschont, zum anderen

erreicht die Strahlenwirkung sehr effizient das

eigentliche Ziel. Partikelstrahlen geben ihre Dosis

direkt im Tumor ab und zerstören sehr wirksam dessen

DNA-Strukturen.

Abtasten und Zerstören

Grundlage für die Behandlungsplanung bildet eine

dreidimensionale Rekonstruktion des Tumors, die in

einzelne Schichten verschiedener Tiefe aufgeteilt

wird. Die Behandlung erfolgt Schicht für Schicht,

wobei die Eindringtiefe des Partikelstrahls durch die

in der Beschleunigeranlage erzeugte Energie gesteuert

wird. Zwei schnelle Scannermagnete lenken den

Partikelstrahl horizontal und vertikal ab, um die jeweilige

Form der Tumorschicht vollständig abzutasten.

Das Abtastverfahren wurde von der Gesellschaft

für Schwerionenforschung (GSI, Darmstadt) entwickelt

und wird dort zusammen mit der Uniklinik

Heidelberg seit 1997 im Rahmen von wissenschaftlichen

Studien zur Behandlung von Patienten eingesetzt.

Die Uniklinik Heidelberg hat inzwischen ein

Die Patientin wird im Behandlungsraum

für Partikeltherapie von einem

Roboter auf den Millimeter genau in

die exakt definierte Position gebracht.

Dann wird der Tumor vom Elektronenstrahl

zielgenau beschossen.


Ionentherapiezentrum (HIT) aufgebaut, das nächstes

Jahr den Patientenbetrieb aufnehmen wird.

Maximale Dosis im Tumor

Grund für die hohe Präzision der PT-Behandlung sind

die physikalischen Eigenschaften der Partikelstrahlen.

Bei der konventionellen Strahlung steigt die Dosiskurve

unmittelbar nach dem Eindringen in das Gewebe

des Patienten steil an. Und mit wachsender Eindringtiefe

nimmt die Dosis ab. Bei den Kohlenstoffionen

beziehungsweise Protonen steigt die Dosis im Zielvolumen

– also im Tumor – steil an, ist im Gewebe vor

dem Tumor relativ gering und hinter dem Tumor fast

nicht vorhanden. Das den Tumor umgebende Gewebe

wird damit weitgehend geschont.

Entwicklung der Partikeltherapie

Die Partikeltherapie wird bereits seit Jahrzehnten erforscht.

1946 schlug in den USA R. Wilson Protonen

und andere Ionensorten für die Strahlentherapie vor.

1954 erhielten am Lawrence Berkeley Laboratory

zum ersten Mal Patienten mit tief liegenden Tumoren

eine Behandlung mit Partikelstrahlen. Effektiv und

präzise konnte die Behandlung jedoch nur durch die

Fortschritte in der radiologischen Diagnostik werden.

Denn erst die modernen bildgebenden Verfahren

können feststellen, wo der Tumor genau liegt. Ohne

eine computertomographische Untersuchung kann

für die Partikeltherapie keine Behandlung geplant

werden.

Heute existieren im klinischen Betrieb weltweit circa

14 Zentren für die Bestrahlung mit Protonen und drei

Zentren für die Bestrahlung mit Kohlenstoffionen. In

Heidelberg und damit erstmals in Europa wird beides

angewendet werden. Dazu kommen noch einige In-

GLOSSAR

DNA – Desoxyribonukleinsäure enthält die genetische

Information für die Entwicklung der Körperzellen.

Protonen – Bestandteile des Atomkerns. Die Anzahl

der Protonen im Atomkern bestimmen dessen chemische

Eigenschaften.

Ionen – Atome sind elektrisch neutral, wenn die Zahl

der Elektronen identisch mit der Zahl der Protonen ist.

Ein Atom, das elektrisch geladen ist, nennt man ein

Ion. Es kann diese Ladung durch den Verlust von Elektronen

bekommen haben – in diesem Fall ist die Ladung

positiv – oder durch das Einfangen weiterer Elektronen,

wodurch es negativ geladen wird.

Photonen – „Bausteine“ elektromagnetischer Strahlung.

15

Infos: www.imagixx-magazin.de FORSCHUNG

Beschleunigeranlage

Scannermagnete

Überwachungssystem

(prüft

Bestrahlungstiefe

und -dosis)

stitute, die sich ausschließlich auf die Behandlung

von Augentumoren spezialisiert haben.

Hohe Anschaffungskosten

Die Herstellungskosten einer Partikeltherapie-Anlage

liegen je nach Ausstattung, Anzahl der Behandlungsräume,

Ionenarten, Bildgebungstechnik und Informationstechnologie

bei 80 bis 160 Millionen Euro. Die

Kosten einer Behandlung pro Patient sind derzeit

noch circa dreimal so hoch wie in der konventionellen

Strahlentherapie.

Anwendung eingeschränkt

Weltweit wurden bisher nur circa 50.000 Patienten

mit Protonen und, hauptsächlich in Japan, 3.000 Patienten

mit Kohlenstoffionen behandelt. Die Anwendung

der Methode ist also noch relativ jung und bedarf

noch weiterer Forschung und Entwicklung. An

der GSI wurden bisher circa 350 Patienten therapiert,

die hauptsächlich inoperable Schädelbasis- und Hirntumoren

sowie bösartige Bindegewebstumoren hatten.

Nicht jeder Tumor eignet sich für die Behandlung

mit Partikelstrahlen. Der Einsatz diagnostischer und

therapeutischer Methoden wird immer von Fall zu

Fall entschieden; bei onkologischen Fällen in der Regel

von einem Expertenteam: An den Beratungen ist

immer ein Strahlentherapeut beteiligt. Bei den Fällen,

wo eine Partikelbehandlung angezeigt ist, kann der

Strahlentherapeut diese Behandlung empfehlen. Der

Patient wird dann zur Nachsorge wieder in der überweisenden

Strahlentherapie-Praxis betreut.

Die Partikeltherapie

im Modell: von der

Beschleunigeranlage

(oben links) bis zum

Beschuss des Tumors.

Der Elektronenstrahl

tastet den Tumor im

Rasterverfahren ab

und gibt dort gezielt

die Strahlung ab.


16

VORBEUGEN

Die Bewegungsarmut führt dazu, dass der Kalorienverbrauch

sinkt und damit die Nahrungsmenge. Ist

es aufgrund dessen überhaupt möglich, ausreichend

Mineralstoffe zu sich zu nehmen?

Stritt: Ja, wenn man sich vernünftig ernährt. Das

heißt, jede Mahlzeit muss Obst, Gemüse oder Salat

enthalten. Dabei sollte die Hälfte der Mahlzeit aus

pflanzlichen Lebensmitteln bestehen. Von Bedeutung

ist auch die Qualität der Nahrungsmittel. Die

Zusammensetzung der Erde, in der eine Pflanze

wächst, wirkt sich entscheidend auf deren Inhaltsstoffe

aus. Im konventionellen Anbau werden die

Böden häufig überdüngt. Das führt dazu, dass die

Pflanzen weniger Magnesium enthalten.

Wie kann man hinsichtlich Mineralstoffhaushalt auf

Nummer sicher gehen? Mit einem Blutbild?

Stritt: Weil das Blut optimal zusammengesetzt sein

muss, „holt“ es sich die Mineralstoffe bei Bedarf aus

den Speichern wie den Knochen. Werden also im Blut

zu wenig Mineralstoffe gemessen, dann plündert der

Körper bereits die Reserven. Gehen die Speicher zur

Neige, zeigt der Körper Mangelsymptome. Die Mineralstoffwerte

der letzten drei Monate erfährt man

durch eine Haar-Mineralstoffanalyse.

Was sind Mineralstoffe?

Stritt: Darunter versteht man lebensnotwendige, anorganische

Nährstoffe, die der Organismus nicht selbst

herstellen kann, sondern die mit der Nahrung aufge-

Infos: www.imagixx-magazin.de

Calcium und Co. – wie viel

ist im Essen drin?

Die Autorin Anita

Stritt ist Apothekerin.

Sie hat sich auf

die Themen Ernährung,Nahrungsergänzung,

Vitamine

und Mineralstoffe

spezialisiert.

Selen und Zink, Calcium und Magnesium – ein Mangel an Mineralstoffen

bringt den Körper in Bedrängnis. Wann es ratsam ist, zusätzlich Mineral-

stoffe zu sich zu nehmen und in welcher Form, sagt Expertin Anita Stritt.

Mineralstoffe – was sie bewirken

Mineralstoffe sind an der Regulierung des Wasserhaushaltes im Körper beteiligt,

sie sorgen für die Aufrechterhaltung konstanter Druckverhältnisse und für ein

stabiles Säure-Basen-Milieu im Blut. Weiter werden die Mineralstoffe als Bausteine

von Knochen und Zähnen benötigt, sie aktivieren Biokatalysatoren

(Enzyme), sind Bestandteil einiger Enzyme und Hormone und sind an der Reizübertragung

beteiligt. Werden dem Körper einzelne Mineralstoffe nicht in ausreichender

Menge zugeführt, treten typische Mangelerscheinungen auf. Eine stark

überhöhte Aufnahme an Mineralstoffen kann jedoch zu Vergiftungen führen.

nommen werden müssen. Zu den Mengenelementen

gehören Calcium, Magnesium, Phosphor und Natrium.

Sie befinden sich in relativ hohen Konzentrationen

im Organismus. Mineralstoffe, die weniger als

0,01 Prozent des Körpergewichts ausmachen, werden

als Spurenelemente bezeichnet. Das sind Chrom, Eisen,

Fluor, Jod, Cobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän,

Selen, Vanadium und Zink. So wertvoll sie für den

gesunden Organismus sind, so gefährlich kann bei

diesen eine Überdosierung sein.

Wer sollte denn Mineralstoffpräparate nehmen?

Stritt: Allgemein kann man sagen, dass in Deutschland

ernährungsbedingt häufig ein Mangel an Calcium,

Magnesium, Kalium, Phosphor und Natrium

vorkommt. Abgesehen davon gibt es fünf Personengruppen,

für die zusätzliche Mineralstoffe sinnvoll

sein können.

An erster Stelle Schwangere. Sie müssen unbedingt

darauf achten, dass sie über die Ernährung genügend

Calcium aufnehmen. Wer täglich Milchprodukte, vor

allem Käse, auf dem Speiseplan hat, braucht sich

nicht zu sorgen. Wer sich aber überwiegend oder

ausschließlich vegan ernährt, sollte ein Calciumpräparat

einnehmen. Auch Jod ist wichtig: Der Bedarf

wird nicht allein über die Verwendung von jodiertem

Salz gedeckt. Es muss noch zweimal pro Woche Seefisch

auf den Tisch, sonst riskiert man eine Unterversorgung.

Auch bei Kindern und Jugendlichen müssen die Eltern

auf ausreichende Calciumzufuhr achten. Denn

bis zum 25. Lebensjahr wird die Knochenmasse aufgebaut.

Leider trinken immer noch viele Kinder und

Jugendliche Softdrinks wie Cola oder Limonaden.

Sie enthalten Phosphor, was das Calcium daran hindert,

sich im Knochen einzubauen. Solche Getränke

sollte man am besten nicht kaufen.

Für Sportler macht es Sinn, Magnesium und Kalium

zu ergänzen. Diese Mineralstoffe gehen durchs Schwitzen

verloren. Sportler merken aber in der Regel sehr

schnell, wenn sie unterversorgt sind, denn bei Magnesiummangel

kommt es zu Krämpfen und bei Kaliummangel

zu Müdigkeit und Muskelschwäche.


Auch alte Leute sollten auf ihren Mineralstoffhaushalt

achten, denn sie essen im Allgemeinen weniger,

weil mit dem Alter der Appetit und das Geschmacksempfinden

nachlassen und leider oft auch die Qualität

des Essens, denn viele müssen sich auf Fertigkost

beschränken.

Für chronisch Kranke, vor allem Tumorpatienten

und Diabetiker, die einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen

haben, ist es ebenfalls empfehlenswert,

zusätzlich Präparate zuzuführen.

Da man Mengenelemente wie Calcium und Magnesium

nicht überdosieren kann – alles was der Körper

nicht benötigt, scheidet er aus –, eine Unterversorgung

aber schadet, spricht bei diesen Personengruppen alles

dafür, Mineralstoffe zusätzlich einzunehmen.

Was ist mit den Spurenelementen?

Stritt: Ich rate davon ab, in den Supermarkt zu gehen

und irgendwelche Pillen zu kaufen. Am besten schreibt

man über Wochen penibel auf, welche Nahrungsmittel

man zu sich nimmt und geht damit zu einem Experten

– auf Ernährung spezialisierte Heilpraktiker, Apotheker

oder Ärzte. Er kann sagen, ob ein Mangel vorliegt

und was man dagegen tun kann. Es ist nicht sinnvoll,

permanent Spurenelemente zuzuführen. Sie sollten

nur kurartig eingenommen werden, weil die Gefahr

der Überdosierung besteht.

Mineralstoffe werden in unterschiedlichen chemischen

Verbindungen angeboten. Welche wirken am

besten?

Stritt: Die preisgünstigen Präparate aus Drogerien

und Supermärkten setzen sich häufig aus anorganischen

Verbindungen zusammen, die der Körper

gar nicht aufnimmt. Hier muss man die Inhaltsstoffe

studieren und darauf achten, dass die Mineralstoffe

in Form von organischen Verbindungen wie Citraten

vorliegen. Außerdem sind die Inhaltsstoffe dieser

Supermarkt-Pillen oft so niedrig dosiert, so dass sie

gar nicht wirken können.

Sind Kombipräparate sinnvoll? Es heißt doch, Eisen,

Calcium und Magnesium sollen zeitversetzt eingenommen

werden?

Stritt: Das ist eine Frage der Menge. Calcium, Eisen

und Magnesium benötigen im Darm dieselben Rezeptoren,

um vom Körper aufgenommen zu werden.

Da es sowieso besser ist, diese Mineralstoffe über

den Tag verteilt und in kleinen Mengen zu sich zu

nehmen, sind Kombipräparate kein Problem.

Foto: MEV-Verlag/Witschel Mike

17

VORBEUGEN FITNESS

Frisches Obst,

Gemüse, knackige

Salate, Vollkorn-

und Milchprodukte –

das sollte täglich

mehrmals auf den

Tisch. Dann erhält

der Körper ausreichendMineralstoffe.


18

Schützen Obst

und Gemüse vor

VORBEUGEN

Krebs? Eine ameri-

kanische Studie

weist auf einen

Zusammenhang

zwischen flavonol-

reicher Ernährung

und Bauchspeichel-

drüsenkrebs hin.

Laut einer Pressemitteilung des Deutschen

Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke

zeigt eine große amerikanische

Ernährungs- und Krebsstudie mit 183.518 Teilnehmern,

dass eine flavonolreiche Ernährung helfen

könnte, das Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko zu

senken.

Flavonole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die besonders

reichlich in Zwiebeln, Äpfeln, Beeren, Grünkohl

und Brokkoli enthalten sind. „Studienteilnehmer, die

mit ihrer Nahrung am meisten Flavonole aufnahmen,

hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten

Verzehr ein um 23 Prozent vermindertes Risiko,

an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken“, kommentiert

Studienleiter Dr. Laurence Kolonel vom

Cancer Research Center of Hawaii. „Besonders Raucher

profitierten von einer flavonolreichen Ernährung.

Raucher, die viele dieser sekundären Pflanzenstoffe

mit der Nahrung aufnahmen, konnten ihr

Risiko im Vergleich zu Rauchern mit geringem Verzehr

sogar um 59 Prozent senken“, erklärt Dr. Ute

Nöthlings, die die Studie im Rahmen eines längeren

Forschungsaufenthalts auf Hawaii durchführte und

nun am Deutschen Institut für Ernährungsforschung

Potsdam-Rehbrücke tätig ist. Rauchen ist bislang der

Infos: www.imagixx-magazin.de

Mit Äpfeln gegen

Bauchspeicheldrüsenkrebs

einzige anerkannte Lebensstil-Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Die Studie ist Teilprojekt der großen Multiethnic Cohort

Study in Hawaii und Los Angeles. Innerhalb einer

Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich acht

Jahren erkrankten 529 Studienteilnehmer an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

„Aufgrund der sehr hohen Zahl

von Neuerkrankungen hat die Studie zwar eine sehr

große statistische Aussagekraft, dennoch reicht diese

eine Studie nicht aus, um eine krebspräventive Wirkung

von Flavonolen zu belegen“, sagt Nöthlings.

„Weitere epidemiologische Studien an anderen Populationen

aus anderen geographischen Regionen

sind nötig, um diese Ergebnisse wissenschaftlich abzusichern.“

„Auf welchen biologischen Mechanismen die Zusammenhänge

beruhen, haben wir in unserer Studie

nicht untersucht. Allgemein werden krebspräventive

Wirkungen von Flavonolen auf verschiedene Eigenschaften

zurückgeführt: Flavonole hemmen den Zellzyklus

sowie die Zellwucherung und wirken oxidativem

Stress entgegen. Zudem sind sie in der Lage,

Enzyme des „Entgiftungsstoffwechsels“ zu induzieren

und einen programmierten Zelltod (Apoptose)

auszulösen“, erklärt Nöthlings.


Fettpölsterchen ade!

Zu viel Speck am Bauch deutet auf ein Missverhältnis zwischen

der Menge an Nahrungsmitteln und Bewegung hin – wie viel der

Körper an Kalorien wirklich braucht, lässt sich leicht ausrechnen.

Immer mehr Menschen leiden an Übergewicht

und versuchen mit Diäten eine normale

Figur herbeizuhungern. Besser ist es,

die Pfunde erst gar nicht anzusammeln. Das gelingt,

wenn man Ernährung und Bewegung in Einklang

bringt. Denn wer mehr Kohlenhydrate und Fette zu

sich nimmt als er verbraucht, speichert dieses „zuviel“

als Fettpolster ab.

Als Allererstes gilt es herauszufinden, wie hoch der

Grundumsatz des Körpers ist. Damit bezeichnet man

den Energiebedarf, den der Körper im Ruhezustand

benötigt. Den Grundumsatz braucht der Körper für

Herztätigkeit, Atmung, Aufrechterhaltung der Körpertemperatur

sowie Auf- und Abbau der körpereigenen

Eiweißstoffe. Die Höhe des Grundumsatzes hängt

im Wesentlichen vom Alter, dem Geschlecht sowie

der Größe und dem Gewicht ab. Muskelgewebe benötigt

nämlich mehr Energie als Fettgewebe. Männer

haben mehr Muskelgewebe als Frauen und deshalb

einen höheren Grundumsatz. Auch durchtrainierte

Menschen brauchen mehr Energie als weniger Sportliche.

Der höchste Energiebedarf liegt im Alter zwischen

15 und 25 Jahren. Mit zunehmendem Alter

nimmt die Muskulatur langsam aber unaufhörlich ab,

Kalorienverbrauch

Sportart (30 Minuten) Frau Mann

Joggen 374 kcal 468 kcal

Fußball 237 kcal 299 kcal

Schwimmen 230 kcal 351 kcal

Tanzen (schnell) 219 kcal 275 kcal

Skaten 216 kcal 270 kcal

Nordic Walking 198 kcal 248 kcal

Tennis 198 kcal 248 kcal

Step-Aerobic 190 kcal 238 kcal

Radfahren 180 kcal 382 kcal

Tanzen (langsam) 174 kcal 153 kcal

Die Tabelle zeigt die Top Ten der Schlankmacher. Die

Angaben sind lediglich Richtwerte, weil verschiedene

Personen unterschiedlich viele Kalorien verbrennen.

Der Kalorienverbrauch ergibt sich für eine Frau, die

60 Kilogramm wiegt, und einen 75 Kilogramm

schweren Mann mit durchschnittlichem Fitnesslevel.

Foto: fancy

also sinkt der Grundumsatz. Wie hoch der Kalorienbedarf

ist, um den Grundumsatz zu decken, lässt

sich leicht ermitteln. Als Faustregel gilt: eine Kilokalorie

(kcal) pro Stunde pro Kilogramm Körper-Magergewicht

(Gewicht ohne Fettanteil). Ein Mensch

mit 60 Kilogramm Körper-Magergewicht benötigt

demnach: 60 x 1 kcal x 24 Stunden = 1440 kcal

Grundumsatz. Doch wie ermittelt man den Fettanteil?

Die meisten modernen Körperwaagen geben

zwar darüber Aufschluss, doch ist die Fehlerquote

relativ hoch. Eine höhere Genauigkeit erzielt man

mit einem Hautfalten-Messgerät (Caliper).

Zum Grundumsatz kommt dann noch die Energie,

die man für Bewegung verbraucht. Wer den ganzen

Tag im Büro arbeitet, keinen Sport ausübt und jede

Strecke mit dem Auto zurücklegt, benötigt weniger

Energie als ein Bauarbeiter oder ein Landwirt, die

körperlich hart anpacken müssen. Wie viel Kalorien

durch Sport „verbrannt“ werden, darüber liefert nebenstehende

Tabelle erste Anhaltspunkte.

VORBEUGEN19

Je mehr man sich

bewegt, desto mehr

Muskeln baut der

Körper auf. Weil

Muskeln mehr Energie

verbrauchen als

Fett, erhöht sich so

der Grundumsatz

des Körpers. Das

heißt, Sportler dürfen

vergleichsweise

mehr essen als

Nichtsportler – ohne

ein Gramm zuzunehmen.


20

Foto: Image Source

VORBEUGEN

Brust-Screening:

Erster Erfolg

Etwas mehr als die Hälfte

der eingeladenen Frauen

haben sich am Mammographie-

Screening beteiligt. Dieser

Anfangserfolg muss aber

noch weiter ausgebaut werden.

In diesem Jahr wurde in allen Bundesländern

das Mammographie-Screening gestartet

– eine Reihenuntersuchung der Brust

für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Gerade in

diesem Alter sind Frauen besonders häufig von

Brustkrebs betroffen. Die Vorsorgeuntersuchung trägt

dazu bei, dass Tumore in einem Stadium entdeckt

werden, in dem sie noch klein sind, möglichst unter

10 Millimetern Durchmesser. Überflüssige Operationen

werden vermieden, wenn sich Tumore als

gutartig herausstellen. Muss behandelt werden, kommen

oft bessere und schonendere Therapien in

Betracht, weil der Tumor in einem frühen Stadium

entdeckt wurde. Auch die Überlebenschancen verbessern

sich im Falle einer bösartiger Erkrankung.

Nach einigen Monaten kann eine erste Bilanz gezogen

werden. Bis Mitte des Jahres wurden bundeweit

1,4 Millonen Frauen angeschrieben, etwa 55 Pro-

Katzen und Katzenallergene im häuslichen Umfeld

erhöhen deutlich das Risiko einer allergischen Sensibilisierung

bei Kindern bis zum Alter von zwei Jahren.

Bei älteren Kindern tritt hingegen der Einfluss

der häuslichen Umgebung auf die Entstehung von

Katzenhaarallergien zurück. Zu diesem Ergebnis

kommen Wissenschaftler des Forschungszentrums

für Umwelt und Gesundheit (GSF), Helmholtz-Gemeinschaft,

bei der Auswertung der Daten von über

2.000 Kindern aus Leipzig und München.

Die im Journal of Allergy and Clinical Immunology

von Chih-Mei Chen und Kollegen veröffentlichte

Studie widerlegt frühere Arbeiten, wonach Kontakt

mit Katzenallergenen in den ersten Lebensmonaten

einen schützenden Effekt habe. Das Autorenteam

Infos: www.imagixx-magazin.de

Mammographie kann Leben retten.

zent der bislang eingeladenen Frauen gingen zum

Screening.

Etwa 10,4 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren

haben in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch

auf eine Mammographie-Screeninguntersuchung. Die

Einladung dafür kommt per Post. Die Kosten der Untersuchung

tragen die Krankenkassen. Es werden zwei

Röntgenaufnahmen von jeder Brust gemacht und von

mindestens zwei Ärzten unabhängig voneinander ausgewertet.

Die Frauen erhalten sieben Werktage nach

dem Screening das Ergebnis der Untersuchung. Ist ein

Abklärungstermin nötig, wird auch der Haus- oder

Frauenarzt über den Verdachtsbefund informiert,

wenn die Frau dies wünscht. Die weitere Diagnostik

erfolgt mittels neuer Röntgenaufnahmen, Ultraschall,

Magnetresonanz-Tomographie und gegebenenfalls einer

Gewebeentnahme. Bei unauffälligem Befund wird

die Untersuchung nach zwei Jahren wiederholt.

Katzen erst für Kinder ab zwei Jahren

Foto: argum / Thomas Einberger

zeigt, dass neben der Haltung von Katzen bereits

wiederholter Kontakt mit Katzenhaaren innerhalb

und außerhalb des elterlichen Haushalts die Häufigkeit

der allergischen Sensibilisierung gegen Katzenallergene

erhöht. „Wichtigster Risikofaktor für das

Auftreten von Allergien bei Kindern ist und bleibt

die familiäre Vorgeschichte. Leiden die Eltern unter

Heuschnupfen, Asthma oder Tierhaarallergien, so

haben ihre Kinder mit höherer Wahrscheinlichkeit

ebenfalls allergische Symptome“, betont der Leiter

der Arbeitsgruppe Umweltepidemiologie am GSF-

Institut für Epidemiologie Joachim Heinrich. Die

Studie zeigt auch, dass die Vermeidung von Kontakten

mit Katzen insbesondere in Risikofamilien nach

wie vor empfohlen werden muss.


Ein bisschen mehr Fett!

Die Haut ist mit zwei Quadratmetern Fläche nicht nur ein besonders großes,

sondern auch ein sehr sensibles Organ. Gerade in der kalten Jahreszeit ist sie

extremen Bedingungen ausgesetzt und muss besonders geschützt werden.

Sinken die Außentemperaturen, nimmt

mit der Luftfeuchte nicht nur die Hautfeuchtigkeit

ab, auch die Talgdrüsen drosseln

ihre Tätigkeit. So mag der Spaziergang im

Schnee oder die Abfahrt auf der Piste Balsam für

die Seele sein – für die Haut bedeutet es Stress.

Auch zu Hause kann sich die Haut nicht regenerieren,

weil die Heizungsluft meist sehr trocken ist.

Ohne Pflege beginnt die Haut daher auszutrocknen.

Sie spannt, wird spröde und juckt. Besonders betroffen

sind die Hautpartien an den Händen und im

Gesicht. Schon bei Temperaturen unter acht Grad

Celsius stellt die Haut ihren Selbstschutz ein. Wichtig

ist jetzt die richtige Pflege. Man sollte zu fetthaltigen

Cremes oder Salben greifen. Ganz gefährlich

sind Lotions mit einem hohen Wasseranteil, denn

sie können auf der Haut sogar gefrieren, wenn man

sie kurz vor dem Rausgehen aufträgt.

Genauso wichtig wie die richtige Creme ist die

richtige Kleidung – bewährt hat sich das Zwiebelprinzip.

Mehrere Kleidungsstücke übereinander

können nach Bedarf leicht an- und wieder ausgezogen

werden. Outdoor-Kleidung aus Mikrofasern ist

leicht und leitet Feuchtigkeit nach außen ab. Dicke

Socken und wasserfeste Schuhe halten die Füße

warm. Handschuhe und Mütze ergänzen die Ausrüstung

ideal.

Besonders extremen Einflüssen ist die Haut beim

Wintersport in den Bergen ausgesetzt. Die niedrigen

Temperaturen werden kälter empfunden und der

Fahrtwind senkt gleichzeitig die Hauttemperatur

weiter ab. Eine fetthaltige Sonnencreme mit hohem

Lichtschutzfaktor ist daher empfehlenswert und auf

Lippen, Nase und Ohren sollten zusätzliche Kälteschutzcremes

(Lipogele) aufgetragen werden. Damit

kein Wärmestau entsteht, müssen diese Spezialcremes

wieder entfernt werden, wenn man sich nicht

mehr im Freien befindet.

Feuchtigkeit aus Luft und Flasche

Damit sich die Haut wenigstens daheim erholen

kann, ist es wichtig, auf ausreichende Luftfeuchtigkeit

zu achten. Dafür sorgen Luftbefeuchter oder

Wassergefäße auf den Heizkörpern. Wer zu wenig

trinkt, trocknet die Haut von innen her aus. Daher

sollte man mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich

zu sich nehmen. Es eignen sich Wasser und ungesüßte

Früchtetees. Wer Wintersport treibt, tut sich

mit hypotonen Getränken Gutes.

Kalt und heiß im Wechsel

Ein zu langes und zu heißes Duschen ist im Winter

noch viel schädlicher als im Sommer. Besser sind

Wechselduschen – sie fördern die Durchblutung

der Haut und können somit Nährstoffe schneller an

strapazierte Hautstellen transportieren. Ebenso

wichtig: Duschmittel nur sparsam verwenden, sonst

trocknet die Haut noch mehr aus. Gerade Männer

sind Pflegemuffel. Sie verzichten auf das Eincremen

und leiden dann unter den Folgen von trockener

und rissiger Haut. Um das zu vermeiden

gilt: Nach der Rasur unbedingt eincremen – egal, ob

man(n) sich elektrisch oder nass rasiert.

Sollte die Haut trotz intensiver Pflege empfindlich reagieren

und stark jucken oder sich entzünden, sucht

man am besten den Hautarzt auf.

VORBEUGEN21

Im Winter ist es

besonders wichtig,

die Haut vor

dem Austrocknen

zu schützen.

Foto: Image Source


22

BUCHTIPPS

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Ob Erkältungsprävention oder Krebsvorbeugung durch Ernährung –

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Größe auf großformatigen Aufklapptafeln.

Die Ebenmäßigkeit der roten Blutkörperchen,

die scheinbar wirren und

doch geordneten Kristallstrukturen von

Nieren- oder Gallensteinen, Querschnitte

durch Großhirnrinde und Zahnschmelz –

beeindruckende Bilder, die per Rasterelekt

ronenmikroskop, Kernspintomographie

und Positronen-Emissions-Spektroskopie

möglich wurden. Der Atlas ist eine Reise

in das Universum des menschlichen Körpers:

wissenschaftlich exakt, ästhetisch

ansprechend und immer überraschend.

Atlas der Körperwelt von Perluigi

Diano, Verlag Frederking & Thaler,

ISBN 10: 3-89405-71-1, 50 Euro

Adieu, Kippe

Günter ist unser innerer Schweinehund.

Er hat zwar keine Ahnung, gibt uns aber

trotzdem ständig Ratschläge. Besser also,

wir erklären Günter erst einmal, nach welchen

Mechanismen Rauchen überhaupt

funktioniert: Was macht Nikotin mit uns?

Wie haben uns die Kippen eigentlich im

Griff? Wie wird man ohne schlechte Laune,

dubiose Pillen und Ersatzdrogen zum

Nichtraucher? Und wie bleibt man dabei

schlank? Wer die 100 Tipps liest, hat gute

Chancen, den inneren Schweinehund zu

besiegen.

Günter, der innere Schweinehund,

wird Nichtraucher, GABAL-Verlag,

ISBN 13: 978-3-89749-625-5, 9,90 Euro

Gesundheit kann man essen

Das Buch präsentiert die aufsehenerregenden

Erkenntnisse zweier Molekularmediziner,

die auf biochemischer Ebene

den genauen Zusammenhang zwischen

Ernährung und Krebs erforscht haben. Ih-

re Untersuchungen zeigen, dass der erhöhte

Verzehr von ganz bestimmtem Obst

und Gemüse ein Schlüsselfaktor zur Reduzierung

des Krebsrisikos ist. Manche

Nahrungsmittel enthalten beachtliche

Mengen von Pflanzenstoffen, die im Körper

einen entscheidenden chemopräventiven

Effekt bewirken.

Krebszellen mögen keine Himbeeren,

Kösel-Verlag, ISBN: 978-3-466-34502-1,

19,95 Euro

Pflegefall – was nun?

Pflegende Angehörige von an Demenz

und Alzheimer Erkrankten sind die wahren

Experten. Sie müssen mit den Anforderungen

der Wirklichkeit zurechtkommen,

während der Demenzkranke in

seine eigene Welt abgleitet. Das Buch

greift sämtliche Gesichtspunkte auf, mit

denen sich Angehörige von Demenzkranken

auseinandersetzen müssen: Diagnose

in einer Memory-Klinik, Hilfen nach dem

Pflegeversicherungsgesetz, betreuter Urlaub

für Demenzkranke, Pflege zu Hause,

Demenz-Wohngemeinschaft oder Pflegeheim

und vieles mehr.

Keiner ist allein, BELTZ-Verlag,

ISBN: 978-3-407-22895-6, 14,90 Euro

„Erkältungen“ kommen nicht von Kälte

Jährlich plagen Schnupfen, Halsweh,

Husten und Heiserkeit die Menschen und

sie versuchen mit allerlei Mittelchen das

Leiden zu beenden, zu verkürzen oder

wenigstens zu lindern. Dabei sind Infekte

der Atemwege keineswegs unausweichlich.

Ein stabiles Immunsystem ist die

Zauberformel gegen Erkältungen. Wie

man es auf Trab bringt, darüber klärt das

Buch auf. Es gibt aber auch Tipps, was zu

tun ist, wenn sich die Erreger bereits festgesetzt

haben.

Erkältungen müssen nicht sein,

emu-Verlag, ISBN: 3-89189-009-5,

14 Euro


Raucher-Risiko-Analyse

Rauchen macht krank. Wie hoch Ihr ganz persönliches

Risiko ist, aufgrund Ihres Nikotinkonsums Lungenkrebs

zu bekommen oder einen Herzinfarkt zu erleiden, kann

man feststellen: Die Raucher-Risiko-Analyse untersucht

die Lunge mit einer sehr niedrig dosierten Computerto-

mographie. Dabei lassen sich kleinste Veränderungen

erkennen. Je früher sie entdeckt werden, umso besser

für Ihre Gesundheit.

Wenn Sie Fragen zur

Raucher-Risiko-Analyse

haben, warten Sie nicht.

Sprechen Sie einfach

unser Empfangsteam an

der Anmeldung an.

Unsere Mitarbeiter vermitteln

Ihnen sofort ein

Erläuterungsgespräch.

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Anspruch zu nehmen.

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