Subsegment als Ziel - Midrange Magazin

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MIDRANGE AKTUELLMit der IBM im GesprächDie Zukunft der iSeriesChristian Keller, Vice President Systems and Technology Group, IBM Nordost-Europa,ist verantwortlich für das IBM Systems Technology Portfolio. Darin sind sämtlicheServer plattformen enthalten, angefangen von den Mainframes über Power, System x,das komplette Speicher/Storage-Portfolio sowie die Kassen-Systeme.Thomas Seibold: Durch das Zusammenführender Serverlinien i und p zuden neuen Power Systems ist im Markteinige Unruhe entstanden, vor allemwas die Zukunft der iSeries angeht. Wiestehen Sie dazu?Christian Keller: Ich habe von Kundenund Partnern sehr viel Feedback bekommen,dass durch das ZusammenführenBedenken gewachsen sind, IBM verabschiedesich komplett vom i-Markt.Ich kann dem nur widersprechen. DasGegenteil ist der Fall. Dass wir i und pvollständig zusammengeführt haben,ist eigentlich die beste Neuigkeit seitlangem aus demi-Lager. Dadurch,dass wir dieselbeHardware-Platformnutzen, gibtes viele Synergien.i/OS wirdjedoch weiterhinals eine eigeneBetriebssystem-Software weitergeführt.Wir haben nach wie vor die Vorteile, diesich ursprünglich mit der AS/400 überdie iSeries und das System i im Sinneeines vollständig integrierten ‚OperatingEnvironment‘ geboten haben. Bei anderenBetriebssystemen, wie AIX oder Linux,haben sie lediglich ein mehr oderweniger ‚nacktes‘ Betriebssystem, daserst durch verschiedene Tools zu einemeigentlichen ‚Operating Environment‘aufgebaut werden muss. Sie könnenzwar die Tools selbst auswählen, müssenjedoch die Abstimmung und Integrationselbst vornehmen. Beim i/OS ‚Stack‘Christian KellerVice PresidentSystems andTechnology Group,IBM Nordost-Europasind diese bereits integriert, optimiertund aufeinander abgestimmt, was dieHandhabung sehr stark vereinfacht.Thomas Seibold: Was unterscheidetdie Power Systems mit ihren jeweiligenBetriebssystemen voneinander?Christian Keller: Es gibt natürlich eineÜberlappung im Sinne von Performanceund von technischen Merkmalen. Es wäreungeschickt, wenn wir die Vorteile oderEntwicklung der einen Plattform nicht ineine andere einfließen lassen würden.Nichtsdestotrotz hat jede Server Plattformspezifische Charakteristika, dieje nach Anwendungs- und oder IndustriebereichzumTragen kommen.Wir glauben nachwie vor – obwohldas viele unsererMitbewerber demMarkt schmackhaftmachen wollen‐, nicht an den„One size fits all“-Ansatz. Wir sind überzeugt,dass es differenzierter Lösungenbedarf, um den spezifischen Kundenanforderungenoptimal gerecht zu werden– und da steht das jeweilige System oderdie Plattform erstmal nicht zur Debatte.Letztlich ist die zugrundeliegendeHardware-Infrastruktur für den Kundenirrelevant. Entscheidend ist, dass erseine Ansprüche kennt, daraus die entsprechendenVerfüg- und Skalierbarkeitenformulieren, sowie seine Ansprüchean Sicherheit und Kosten nennen kann.Daraus abgeleitet ergibt sich die Wahlder Plattform. Auch hier kann es zuÜberschneidungen kommen, wobei wirwieder bei der Power-Plattform wären:Es ist ja gerade deren großer Vorteil,dass darauf verschiedene Betriebssystemebzw. ‚Operating Environments‘laufen und damit ein Investitionsschutzweitestgehend garantiert ist. Das führtzu einer ganz anderen Auslastung derHardware bzw. der IT-Infrastruktur, insbesondere,wenn die vorhandenen Virtualisierungs-und Hochverfügbarkeitskonzeptevollumfänglich genutzt respektiveumgesetzt werden.Die Ankündigung der ‚Dynamic Infrastructure‘Initiativen im Rahmenunserer ‚Smarter Planet‘ Vision spieltgenau in die Hände der i-Kundschaft.Der ‚Cloud Computing‘-Ansatz spiegeltim Prinzip das Architektur-Konzept desi/OS wieder: Der Kunde soll sich aufseine eigentliche Geschäftstätigkeitkonzentrieren und die benötigten IT-Dienstleistungen nach Bedarf beziehen,ohne mit der gesamten IT-Komplexität,Skalierbarkeit, Verfügbarkeit, Sicherheitetc., konfrontiert zu werden. Vor allemfür den Mittelstand gibt es keine bessereNeuigkeit: Das Gedankengut und dieStärke des ursprünglichen ApplicationServers AS/400 kommt hier voll zumTragen. Diese Entwicklung aus Rochesterfindet nun eine Fortführung im Sinneder größeren IBM-Familie.Seitens IBM gibt es also überhauptkeinen Grund, die Entwicklungen imi/OS Bereich zurückzufahren. Es wirdweiter entwickelt und es werden weitereReleases kommen, für den i/OS-Stackwie auch für AIX.ó16MIDRANGE MAGAZIN · 05/2009

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