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Jugendhilfeplanung undsozialraumorientierter Umbauvon Hilfen zur ErziehungFachtagung „Auf zu neuen Ufern …“Fachtagung „Auf zu neuen Ufern …“Entwicklung und Zukunft der erzieherischen Hilfen fürKinder und Jugendliche


Vorbemerkungen• Hilfen zur Erziehung sind neben Kindertagesstättendas kostenintensivste Feld in der Jugendhilfe.• Zahl der Kinder und Jugendlichen ist in denKommunen zumeist sinkend - Anzahl der Hilfen zurErziehung jedoch häufig nicht• Das Armutsrisiko von Kindern und Jugendlichen steigt– Lebenslagen von Familien verändern sich.• Sozialräume können differenziert wahrgenommenwerden.• In der Planung und Steuerung in den Kommunen wirdhäufig der Bereich der Hilfen zur Erziehung nichtausreichend betrachtet.


Untersuchungsergebnisse• Zusammenhang zwischen Fremdplatzierung undSozialindikator (u.a. Bürger (HG): Soziale Indikatoren undSozialraumbudgets in der Kinder- und Jugendhilfe)• Faktoren, die die Entwicklung der HzE quantitativund strukturell beeinflussen:– Demografischer Faktor (Menge und Prognose)– Soziodemografischer Faktor (Anteil an Stadtteil)– Gezielte Prävention (z.B. Infrastrukturverbesserungen)– Prophylaxefaktor (Verlagerung der Struktur der HzE)– Qualitative Verbesserung pro Hilfeform (Zielformulierungen, Standards,Evaluation)(u.a. HzE 85-94 Landesjugendamt Westfalen-Lippe)


Jugendhilfeplanung klassischHilfen zur Erziehung• Rechtsanspruch machtPlanung quantitativ schwer• Bedarfszahlenplanung istdadurch nicht sinnvoll• Wenig gute andereBeispiele vorhandenKindertagesstätten• Vorgabe TAG• Politisches Thema• Bedarfszahlen werdengeplant• Inhalte eher seltenJugendarbeit/Jugendsozialarbeit• in Thüringen Pflicht fürJugendpauschale• Viele Unsicherheiten,keine klaren Vorgaben• Weich Faktoren fürBedarfsmessung• Bedarfszahlen undInhalte werdenverstärkt geplant


Qualitätsmerkmale flex. erz. Hilfennach Boomgaarden• Planung: sozialräumliche, integrierte, nicht ausgrenzende,nachfrageorientierte und entspezialisierte, ressourcenorientierte Hilfensollten entstehen und das geht nur durch sozialraumbezogene Planung• Kooperation: weg von Versäulung, hin zu problemlagenorientierterTrägerstruktur und Vernetzung• Entscheidungsfindung: Partizipation und Aushandlung• Zuverlässigkeit: Abbau des konkurrierenden Hilfesystems ,Kompetenz des Personals, belastbare Strukturen• Geschlechtsspezifik: roter Faden, Chancengerechtigkeit undgleichberechtigte Teilhabe• Finanzierung: transparent und angemessen


Fremdplatzierung und• Einelternfamilien• SozialhilfebezugSozial-Indikatoren• Arbeitslosigkeit mind. eines Elternteils• Suchtkrankheit mind. eines Elternhausesführt häufiger zu HzE


Beispiele• Sozialraumprofile als Grundlage• Unterschiede zwischen Stadt und Land• Beiträge der Organisationsentwicklung• Umbau durch Qualitätsentwicklung


Leichter Anstieg der Bevölkerung auchprognostisch, knapp unter 20.000Altersgruppe 7 bis 21 Jahre wird auchlangfristig auf dem heutigen Niveaubleiben, Mittelwert: 2.174 Personen•Bevölkerung Anteil leicht Jugendlicher rückläufig bis unter 201215.000höher als•Starker Rückgang Kinder, dann der gleich Kinder und Jugendlichen bis2013, dann Geringe relativ Belastung gleich bleibend, aus SozialindikatorenMittelwert: 1.658•Anzahl Großer der Kinder Bedarf bleibt an gleich, Offener JugendlichenzahlKinder- undverringert Jugendarbeit sich• soziale Belastungen an zweiter Stelle in Jena,insbesondere allein Erziehende, Arbeitslose,WestTatverdächtige•Stellenreduzierung bereits jetzt durch Wegfall 2.Arbeitsmarkt•Bis 2005 zunehmende Bevölkerungszahlen, danngleich bleibend bis 2020 knapp über 20.000•Kinder- und Jugendlichenzahl gehen in dennächsten Jahren um ca. 500 zurück, um dannwieder über heutiges Niveau zu steigen•Anzahl der Jugendliche rückläufig, Anzahl Kindersteigend•Soziale Belastung etwas höher als Nord•geringer signalisierter Bedarf•Zentrale Lage, viel Infrastruktur durch soziokulturelleund kulturelle EinrichtungenWinzerlaOstNordLobeda•Bevölkerung bleibt relativgleichhoch um 15.000 Personen•Anzahl der Kinder undJugendlichen sinkt von derzeit2.083 auf 1.740; im Mittelwerden 1.748 Kinder undJugendliche dort leben•Starker Anzahl Rückgang der Jugendlichen der Bevölkerung bisaufgleiches 2012 Niveau höher wie als Anzahl Winzerla, der unter15.000 Kinder, dann relativ gleich•Drastischer •Geringste Rückgang soziale der Belastung Anzahl in derKinder Jena, und ausgenommen Jugendlichen von die fast4.000 Ortschaften auf 2.140, niedrigster Wert2013:1.919 Personen, Mittelwert: 2.373•Anzahl Jugendliche am stärkstenrückläufig, Kinderzahl ab 2008 wiederleicht steigend•Höchste soziale Belastung in Jena,alleWerte über dem Stadtdurchschnitt•Größte Stellenreduzierung durchWegfall 2. Arbeitsmarkt


Stadt• Sozialraumbudgets• Trägerverbünde• Netzwerke imStadtteilLand• Zentren aufbauen(MGH)• Mobile Ansätzeentwickeln


Organisationsentwicklung• Strukturanalysen (Dezentralisierung versus Konzentration)• Personalbemessung (Wie viel Personal wofür)• Zielgruppenorientierte Aktenanalysen(Hilfeverläufe und Zielsysteme)• Entwicklung von Indikatorensystemen(Sozialindikatoren, Räumliche Indikatoren)• Einführung von Steuerungsinstrumenten• Einführung von Steuerungsinstrumenten(Weiterentwicklung der Hilfeplanung)


ZielstellungStandards-Dezentralisierung-Spezialisierung-Ablauforganisation-ZusammenarbeitOrganisationsstrukturPersonal-Dienstleistungs-Relation-weitere Standards notwendig-vorhandene Standards ok?-Standards aktualisieren-Arbeitsverdichtung noch ok?-Was leistet der ASD?-Verhältnis Personal zu Leistung


Übersicht Fallzahlen PersonalStunden/vzvFall- undWoche MA Beratungszahlen RelationEnde 2003 426,25 11,07 890 80,39bis Juni 2004 403,75 10,49 894 85,25bis Mai 2004 403,75 10,49 894 85,25bis August 2004 359,5 9,34 894 95,74bis Dezember 2004 378,75 9,84 894 90,88bis August 2005 323,75 8,41 1074 127,72bis Februar 2006 362,25 9,41 1074 114,14bis Juni 2006 332,25 8,63 1074 124,45bis August 2006 293,75 7,63 1074 140,76ab September 2006 255,25 6,63 1074 161,99ORBIT Empfehlung 410,38 10,66 1074 100,76


0,0001,0002,0003,0004,0005,0006,000Mitarbeiter/innenbefragungVeränderungsmöglichkeiten zur Optimierung des ASDAußenstellenzusammenlegenmehr PersonalSpezialisierungexaktere StandardszentralesServicebüroFallverteilung nichtnach StraßenVerteilung derArbeit quanitativAusgliederung anfreie TrägerBereitschaftsdienstabschaffennur ASD ASD + Leitung


Befragung von Kindern undJugendlichen zu HzE454035302520151050143714318182 1 1 2 213Anzahlweiß nichtSchwangerschaft"Selbstmelder"durch Psychologen vermitteltdurch Mitarbeiter des KIP vermitteltTod eines ElternteilsKontakt zur PolizeiKontakt zum JA durch Lehrer(in)Kontakt zum JA durch ElternTrennung ElternProbleme mit Elternvon zu Hause weggelaufen


Befragung zur Hilfeplanung• Entwicklungsbedarfe in den einzelnen Bereichen desHilfeplanprozesses ermitteln:– Rahmenbedingungen– Strukturen– Hilfeplanverfahren– Betroffenenbeteiligung– Zusammenarbeit zwischen Trägern und mit den Klienten– …• Zufriedenheit aller am Hilfeplan beteiligten Personen,mit dem derzeitigen Hilfeplanverfahren, erfragen.• Offene Fragen der AG „Hilfen zur Erziehung“ sowieder Einrichtungen und Dienste klären.


Umbau durchQualitätsentwicklung• Einführung von Wirksamkeitsdialogen• Entwicklung von Standards für Hilfen zurErziehung• Qualitätshandbücher für Träger• Qualitätshandbücher für Kommunen oderLandkreise


Ziele des Wirksamkeitsdialoges• Leistungen und Qualitäten der erzieherischen Hilfen sollen durch denWirksamkeitsdialog transparent gemacht werden.• Durch die größere Transparenz der Leistungen, durch die Beurteilung vonWirkungen und durch die Maßnahmen und Schwerpunkte soll derWirksamkeitsdialog dazu beitragen, dass die Kinder- und Jugendhilfeinsgesamt flexibler und bedarfsgerechter auf die ausdifferenziertenLebenslagen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet wird.• Der Wirksamkeitsdialog soll kommunal die Voraussetzungen für einekontinuierliche und systematische Qualitätsentwicklung derEinrichtungen und Dienste der erzieherischen Hilfen schaffen. Des Weiterensoll er Voraussetzungen schaffen, für jugendpolitische Entscheidungen zurWeiterentwicklung des Handlungsfeldes.• Der Wirksamkeitsdialog soll darüber hinaus den freien Trägern dieMöglichkeit bieten, ihren Sachverstand gegenüber dem Jugendamt aufgleicher Augenhöhe deutlich zu machen.


Beispiel für eine Begleitung derUmsetzung: Handbuch-Prozess


Rolle der Akteure• Träger• Jugendamt• Jugendhilfeausschuss• Kunden


InformationenORBIT e.V.Ines MorgensternPF 100 15207701 Jenawww.orbit-jena.de info@orbit-jena.deTelefon: 03641 / 636 9916

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