1. Teil [2,02 MB] - Kaufmännisches Berufskolleg Oberberg

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1. Teil [2,02 MB] - Kaufmännisches Berufskolleg Oberberg

Kaufmännische Bildung in OberbergDie historischen Daten rund umdie Kaufmännische Bildung im OberbergischenKreis lassen aufmerken und führen eigentlichnoch ein gutes Stück hinter die hundert Jubeljahrezurück, und zwar nach Gummersbach.Hier ist nachweislich gegen Ende des 18. Jahrhundertsdie erste Handelsschule in Deutschlandeingeführt worden. Im ältesten erhaltenenLehrplan von 1781 der damaligen Rektoratsschuleheißt es: „Christian Nohl gibt täglich Unterrichtim Kaufmannischen, Buchhalten, schoneSchreiben und auf den Clavier“. Was Wunder,dass die Schülerzahlen bis 1795 von über50 Schülern auf 6 Jungen und 1 Mädchen sanken.Johann Christoph Heuser, seit 1783 Rektorder Anstalt, erkannte zwar schon: „Nie wardas Kommerzwesen ausgebreiteter und wichtiger,nie wurde mehr kultiviert und geschätztals in unsern Tagen“, doch den konsequentenWandel von der Rektorats- oder Bildungsschulefür Gelehrte in eine „Handlungsschule“ besorgteerst der Theologe Johann Christian Wiedemannaus Stolberg (Harz), der 1795 als NachfolgerHeusers nach Gummersbach berufenwurde. Er setzte auf die Priorität einer praktischenBildung, was der Handlungsschule einenangesehenen Namen bescherte sowie einenstattlichen Einzugsbereich zwischen Dortmund,Mülheim, Aachen und Limburg.Mit dem Weggang Wiedemanns 1799 wurdedie Handlungsschule in eine Hohe Landesschuleumgewandelt. Dadurchtraten im 19.Jahrhundert Handlungswissenschaft,Buchhalten und kaufmännischesRechnenzugunsten der allgemeinbildendenFächerund der Sprachen inden Hintergrund. Dennochbestand durchdie wirtschaftliche VorrangstellungGummersbachs im weiten Umkreisder Bedarf an einer vorbereitenden ganztägigenSchulung für den kaufmännischen Beruf.Im ältesten Sütterlin-Schriftstück des Schularchivsvon 1897 fragt der Kreistag ProfessorC. Isselbächer, der in den neunziger Jahren imRaum Gummersbach-Dieringhausen freiwilligen„Berufsschülern“ nebenamtlich kaufmännischenUnterricht erteilte, nach „möglichst eingehendbegründeten Vorschlägen“ für eineKaufmännische Fortbildungsschule. Die Kommission„zur Vorberatung der Frage, ob derKreis sich dauernd an der Unterstützung [...]beteiligen soll“, benötigte Argumente und Informationen,erfragte Schülernamen und Ausbildungsfirmen- und die Gespräche begannen...Friedrich HabermasAcht Jahre später, am28.03.1905, hatte man sichendlich zu dem Beschlussdurchgerungen, eine berufsbegleitendePflichtschuleeinzurichten. ErsterSchulleiter der nach Osternfrisch gegründeten „KaufmännischenFortbildungsschule“war bis 1911 der Direktordes evangelischenLehrerseminars FriedrichHabermas, Großvater desSozial- und Geschichtsphilosophen JürgenHabermas. Die Lehrkräfte des Seminars unterrichtetendie 45 Schüler des ersten Jahrgangsin zwei Klassen nebenamtlich bzw. nebenberuflichsonntags, montags und donnerstags inBuchführung, Handelsrecht, Korrespondenz,Rechnen, Französisch und Deutsch. Als 1920Diplomhandelslehrer KarlLang, der bis 1937 und von1946 bis 1952 die Schuleleitete, erstmals hauptamtlichden gesamten Unterrichtin der „KaufmännischenBerufsschule desLandkreises Gummersbach“übernahm, zog manaus den Räumen des Lehrerseminarsin das evangelischeGemeindehaus,Evangelisches Gemeindehaus in Gummersbach um 1910im Januar 1927 dann in das alte Volksschulgebäudein der Schulstraße. Dort standen für diemittlerweile 100 Schüler drei Klassenräume undein kleiner Schreibmaschinenraum zur Verfügung.Zur Deckung der Schulunterhaltungskostenwurden mit Beschluss des Kreistagesvom 2. Dezember 1921 die Arbeitgeber zur Zah-6

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