Dachrinnenverstopfung durch Schnee und Eis - TS-Aluminium ...

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Dachrinnenverstopfung durch Schnee und Eis - TS-Aluminium ...

Dachrinnenverstopfung durch Schnee und Eis

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit freundlichen Grüßen aus Großefehn

TS-Aluminium Profilsysteme GmbH & Co. KG

Rainer Trauernicht

Anlage

14. Januar 2011

Im Winter kommt es oft zu anhaltenden Schneefällen.

Durch Sonneneinstrahlung oder auch Gebäudewärme beginnt der Schnee zu schmelzen.

An kalten und schattigen Stellen gefriert jedoch das abfließende Schmelzwasser wieder.

Auf Dachflächen, in Rinnen und Fallrohren kommt es erneut zur Eisbildung. Eine

kontrollierte Entwässerung ist nicht mehr möglich.

Zu diesem Thema senden wir Ihnen ein richtungsweisendes Rundschreiben des Bundesverband

Wintergarten e.V. vom vergangenen Jahr. Ergänzend hierzu finden Sie ebenfalls

eine Seite aus unserem Anwendungskatalog, in der ein Lieferant für eine Rinnenheizung

benannt wird.


Rundschreiben 2010/02: Dachrinnenverstopfung durch Schnee und Eis

An die Mitglieder des Bundesverbandes Wintergarten e.V.

Sehr geehrter Herr Trauernicht,

einige Mitglieder haben mich auf folgendes aktuelle Problem aufmerksam gemacht:

die Blenden der Wintergartentraufen wirken wie Schneefanggitter, was zur Verstopfung und Vereisung

von Traufen und Fallrohren führt. Mit steigender Qualität der thermischen Trennung der Traufen wird das

Abtauen verzögert. Aufgrund der kalten Temperaturen und Schneemassen der vergangenen Wochen

bleiben die Rinnen, Wasserabflussrohre und teilweise auch Wasserablaufkanäle in den Profilen länger

zugefroren. Bei Sonneneinstrahlung beginnt der Schnee auf dem Dach und teilweise in der Rinne zu

schmelzen, gefriert jedoch anschließend wieder und verhindert eine kontrollierte Entwässerung und drückt

nach Innen. Dieses Phänomen kennen wir aus vorherigen Wintern auch, jedoch nicht in der Häufigkeit,

wie dieses Jahr. Die Zahl der Beschwerden von Kunden steigt deutlich an.

Aus der Sicht des Verbandes gebe ich folgende Hinweise:

In unserem Merkblatt 03 "Mustervertrag" (Verbandshomepage, Teil Mitglieder-Informationen:

Http://www.bundesverband-wintergarten.de/bcms/mitgliederseiten/satzung-undmerkblaetter/merkblaetter.html)

sind im Anhang 3 "Hinweise zu technischen und bauphysikalischen Besonderheiten von Wintergärten und

Terrassendächern" die wichtigsten Hinweise für die Beratungspflicht des Unternehmers aufgeführt.

Darin heißt es unter Punkt 8:

8. Die Dachrinne ist aus gestalterischen Gründen bei Wintergärten im Gegensatz zu "Normalbauten"

häufig außen höher gezogen als innen. Auf eine ausreichende Reinigung /Freihaltung von Gegenständen,

Eis und Schnee ist zu achten, um einen ungehinderten Regenwasserablauf zu sichern und ein Eindringen

von stauendem Wasser in den Wintergarten zu verhindern.

Um dem Wintergartenkunden die Freihaltung von Eis und Schnee im Winter zu erleichtern, sollte generell

eine Rinnenheizung mit Fallrohrheizung nachweisbar empfohlen werden. Selbstregelnde Heizbänder

können nicht überhitzen oder durchbrennen, auch nicht bei Überlappung oder wenn im Sommer

vergessen wurde diese auszuschalten. Der Widerstand dieser Heizung ist abhängig von der

Umgebungstemperatur, so dass sich die Heizleistung dem jeweiligen Klima anpasst. Bei höheren

Außentemperaturen sinkt der Stromfluss und damit die Heizleistung auf ein Minimum. Der

Energieverbrauch ist gering, die Anschaffungskosten liegen in der Größenordnung von etwa 1-2% des

Wintergartenpreises, dürften also kaum ins Gewicht fallen, Nachrüstungen sind problemlos möglich.

Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen, so ist nur der Hinweis des Wintergartenbauers dahingehend

möglich, dass die nicht kontrollierte Entwässerung in Folge der Vereisung in den Verantwortungsbereich

des Nutzers fällt.

Sofern dieser Hinweis entsprechend unserem Merkblatt auch nachweisbar gegeben wurde, sind Sie damit

aus unserer Sicht entlastet. Uns ist allerdings bisher kein Beispiel-Urteil in dieser Sache bekannt.

Wir empfehlen dringend, diesen - wie auch die anderen Hinweise aus der Anlage zum Merkblatt 03

nachweisbar bei jedem Vertragsabschluss zu geben, verbunden mit dem Hinweis, dass Sie zur

Vermeidung von Vereisungen und Verstopfung durch Schnee eine Rinnen- und Fallrohrheizung empfehlen.

Es wäre sicher kein Schaden, wenn Sie Ihre Kunden kurzfristig auf dieses Problem aufmerksam machen.

Daraus könnten sich einige kleine Zusatzgeschäfte für den Frühling ergeben.

Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit, damit wir entsprechende allgemeine Hinweise daraus ableiten

können!

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