Solist: Isaï Andri Angst, Klarinette Leitung - Orchester Reinach

orchester.reinach.ch

Solist: Isaï Andri Angst, Klarinette Leitung - Orchester Reinach

Orchester Reinach

Konzert

Sonntag, 18. April 2010, 17 Uhr

Evang. Ref. Kirche Reinach BL (Mischelikirche)

Niederbergstr. 2

Leland Cossart: Suite für 10 Bläser und Harfe

(1877 – 1965) (Auszüge)

Ofer Ben-Amots: «The Klezmer Concerto»

(1955) für Solo-Klarinette, Streicher,

Harfe und Perkussion

Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 1

(1809 – 1847)

Solist: Isaï Andri Angst, Klarinette

Leitung: Giorgio Paronuzzi

Eintritt frei – Kollekte zur Deckung der Unkosten

Sponsoring des Klezmer-Konzertes:

Syngenta Crop Protection AG


Programm

Leland Cossart: Suite für 10 Bläser und Harfe (Auszüge)

(1877 – 1965) Elegie

Thema mit Variationen

Ofer Ben-Amots: Klezmer-Klarinetten-Konzert

(1955) 1. Pastoral Doyna

2. Nigun of the Seven Circles

3. Halleluyah

Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 1

(1809 - 1847) 1. Allegro di molto

2. Andante

3. Menuetto – Allegro molto

4. Allegro di molto

Unser Solist Isaï Angst

Isaï Angst (1987*) spielt seit seinem neunten

Lebensjahr Klarinette. Er ist dreifacher Preisträger

des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs und

hat im Sommer 09 seinen Bachelor of Arts in Musik

an der Zürcher Hochschule der Künste erhalten, wo

er momentan den Masterstudiengang Master of Arts

in Music Performance (Konzertdiplom) absolviert.

Er studiert(e) bei Matthias Müller, Robert Pickup,

sowie Elmar Schmid.

Isaï Angst spielt in verschiedensten Kammermusikformationen

und Orchestern. Neben seinem klassischen

Studium tritt er regelmässig mit seiner

Klezmer - Band «Freylax‘ Orkestar» auf und spielt

in diversen weiteren Klezmer-, Balkan-, Jazz- und

Improvisationsgruppen. Vor kurzem wurde er in die

Contemporary Improvisation-Performance Company Berlin-Zürich aufgenommen, eine

Gruppe, die aus jungen Musikern und Tänzern aus Zürich und Berlin besteht. Des Weiteren

widmet er sich intensiv der Komposition, sowie dem Jazzklavierstudium.


Zu den Werken

Leland Cossart: Suite für 10 Bläser und Harfe (Auszüge)

Über Leland Cossart ist relativ wenig bekannt. Geboren in Madeira, war er vor dem ersten Weltkrieg

Professor am Dresdner Konservatorium, übersiedelte jedoch später in die Schweiz, wo er bis zu seinem

Tode in Montreux tätig war. Die Suite für 10 Bläser und Harfe op. 19, komponierte er zwischen Juni 1906

und Februar 1907. Das Stück war ursprünglich als Kammermusikwerk konzipiert, aufgrund der großen

Besetzung wirkt es jedoch eher wie eine «Orchester-Serenade» (diese Bezeichnung wählte Cossart in seinem

Vorwort). Die Atmosphäre des Werkes ist spätromantisch, die Harmonien erinnern an Mahler und

Strauss, aber noch stärker scheint der Einfluss von Bruckner. Das erste Stück, «Elegie», lebt von diesen ausdruckvollen

Harmonien: Ein sanfter Ostinato-Rhythmus einer «Siciliana» wird von der lyrisch-malinkonischen

Melodie des Englischhorns überlagert, die immer neu entwickelt und auch von anderen Instrumenten

übernommen wird. Im zweiten Stück, dem «Tema con Variazioni», fallen insbesondere die Kontraste zwischen

den Charakteren der 5 Variationen auf: Unterschiedliche Tonarten und immer neue Kombinationen

von Instrumenten erzeugen raffinierte Klangfarben.

Ofer Ben-Amots: Klezmer-Klarinetten-Konzert

Ofer Ben-Amots wurde in Haifa geboren und studierte Klavier und Komposition, unter anderem auch

in Genf. Heute lebt er in den USA und unterrichtet als Professor für Musiktheorie und Komposition am

Colorado College. Mit seinen Kompositionen konnte er diverse prestigeträchtige Preise gewinnen, so

z.B. den internationalen Kompositions-wettbewerb in Wien (1994), den Kavannagh Preis (1988), den

Flötenkompositionspreis der Stadt Kobe (1991), sowie den Aaron Copland Award (1999).

Das Klezmer Konzert komponierte er 2006 und wie Ben-Amots selber schreibt, wurde er dabei stark durch

das Spiel des Klarinettisten David Krakauer inspiriert, dem das Werk auch gewidmet ist. Das Konzert ist

geschrieben für Solo-Klarinette, Streicher, Schlagzeug und Harfe; die typischen Elemente des Klezmer, der

jüdischen Folklore, sind klar hörbar. Auch fällt besonders die spanische Atmosphäre der Melodie auf, die an

Alberto Ginastera erinnert, der in Genf sein Privatlehrer war.

Der erste Satz, Pastoral Doyna, wird vom Komponisten als Klagelied charakterisiert; der Ostinato-Ton der

Streicher soll die erwachende Natur beschreiben. Darüber erklingt die rhapsodische Melodie der Klarinette.

Der zweite Satz erinnert an einen (Hochzeits)-Walzer, eine «Mischung aus Ironie und Leidenschaft, Freude

und Schmerz» (so der Komponist), bei welchem die Harmonien immer mehr zu Dissonanzen werden. Der

letzte Satz, das Halleluyah, wirkt am modernsten, mit unglaublich reichen Variationen von Takt und Tempi

(12/8, 6/8, 5/8, 3/4, 7/8, 9/8, 6/4, 8/8 Takte…), die ein wenig an die Rhythmik von Stravinsky erinnern.

Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 1

Das Wunderkind Felix Mendelssohn schrieb seine erste Symphonie op. 11 in c-Moll im Alter von nur 15

Jahren. Später widmete er dieses Werk der Royal Philharmonic Society, in welcher es 1829 in London unter

der Leitung des Komponisten uraufgeführt wurde. Eine frische lebendige Energie kombiniert mit einer

reifen Beherrschung der klassischen Form kennzeichnen diese Sinfonie. Einflüsse von Haydn, Mozart und

Beethoven sind klar spürbar und auch Mendelssohns grosse Liebe für J. S. Bach kommt in den Fugati des

letzten Satzes zum Ausdruck.

Der erste Satz ist ein Allegro in Sonatenform mit ungestümem, dramatischem Charakter. Der zweite

Satz kontrastiert mit einer Oase warmer, sanfter Ruhe in der parallelen Tonart Es-Dur: Das Cantabile der

Melodie wird von verschiedenen Instrumenten durchgeführt und ergibt ein reiches Klangfarbenspiel. Im

Menuett wird ein Motiv mit Synkopen immer mehr intensiviert und bildet einen wirkungsvollen Gegensatz

zum Trio, das von statischen Harmonien bestimmt wird. Das abschließende Finale ist sehr bewegt; schnelle

Sechzehntel des Anfangsmotivs werden überraschend durch ein zweites Motiv, ausgehend von der

Klarinette und begleitet von Streicher-Pizzicati abgelöst. Der letzte Teil des Finales, eine Stretta, löst die

dramatische Moll-Tonart auf in ein helles C-Dur.


Mitwirkende Frühlingskonzert 2010

1. Geigen

Magali Perret

(Konzertmeisterin)

Janine Aebi

Catherine Bastian

Helene Hilfiker

Erika Jutz

Ruth Probst

Merete Schatz

Erna Schmid

2. Geigen

Verena Riemek

(Stimmführung)

Rita Bossert

Walter Geiser

Ursula Itin

Kathrin Klein

Andrea Maurer

Reinacher Gönner:

Frau Ambühl Therese

Herr u. Frau Baumann Urs u.

Erika

Herr Böni Walter

Herr u. Frau Eberenz-Lienhard

Einwohnergemeinde

Frau Eller Elsi, Podologin

Endress + Hauser Flowtec AG

Herr Dr. u. Frau Dr. Evison

Frau Feigenwinter Jeanette,

Coiffure

Fleurs Jean Jacques

Herr u. Frau Frei-Koller

Bäckerei Grellinger

Herr Grellinger, Elektr. Anlagen

Frau Grellinger Yvonne

Hornstein AG, Apotheke/

Drogerie

Jenzer, Fleisch und Feinkost AG

Jordi AG, HIFI-TV-Video

Vincent Providoli

(Zuzüger)

Marianne Rudin

Florian Schweizer

Viola

Ursula Wegmann

(Stimmführung)

Sara Bandi

Beat Rüegg

Cello

Sabine Itin

(Stimmführung)

Regula Gujer

Annie Sandberg-

Tschopp

Margrit Widmer-Haas

Marc Wirz

Kontrabass

Robert Wenger

Flöte

Margrit Vogel

Ulrike Nettekoven

Oboe

Balz Aliesch

Laurence Sauter

Klarinette

Sonja Tüchle

Roland Woreth

Fagott

Florian Zimmermann

Frieda Suda

W. Jost Umzugs AG

Herr u. Frau Kiefer-Bacher

Herr Klemm Willi

Herr Kobel Werner

Herr Küng-Villiger Alois

Hans Kury AG, Baugeschäft

La Cachette

Frau Meier-Wiesner Hedy

Herr Moser Hans

Raiffeisenbank

Herr Dr. Ries Peter

Herr Dr. med. Scheidegger

Herr u. Frau Schlumpf-

Heimgartner

Gasthof Schlüssel

Garage Schmid, AVB

Autovermietung

Herr u. Frau Schmid-Ineichen

Herr Schmid Karl

Herr Stebler, Hair-Styling

Storen Fust AG

Horn

Markus Leuenberger

Pascal Deuber

Trompete

Fritz Blatter

Dominic Müller

Perkussion

Alexander Wäber

Harfe

Joel von Lerber

Solist Klarinette

Isaï Andri Angst

Musikalischer Leiter

Giorgio Paronuzzi

Herr u. Frau Stephan

Frau Vincenzi Lilly

Wagner Optik GmbH

Herr u. Frau Wittlin-Müller

Auswärtige Gönner:

Elatus GmbH, IT-Kompetenz,

Basel

Elektra Birseck EBM,

Münchenstein

Herr Hinnen, Kulturreisen,

Lupsingen

Herr Magne-Donze, Arlesheim

Frau Morf Elisabeth, Aesch

Herr und Frau Savary, Riaz

Herr Schatz Peer, Düsseldorf

Frau Schüpbach-Morf Claudia,

Magden

Das Herbstkonzert 2010 findet am 21. November statt.

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