Sie stellen gemeinsam die Welt auf den Kopf - Diakonie Ruhr ...

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Sie stellen gemeinsam die Welt auf den Kopf - Diakonie Ruhr ...

diakonie:zeit Ausgabe März 2007

EDITORIAL

Es ist heute modern, für sein Unternehmen,

für seinen Verband

oder auch nur für seinen Dienstleistungsbereich

ein Leitbild und

eine Vision zu entwickeln.

Auch wir in der Diakonie Ruhr-

Hellweg haben ein solches Leitbild,

das Sie auf unserer Homepage

www.diakonie-ruhr-hellweg.

de finden. Nun haben solche

Leitbilder oft einen langen Text Johannes Schäfer, Vorstand

und sind nicht einfach zu behal- des Verbundes.

ten. Dann soll sich das Leitbild

ja auch noch von den anderen Leitbildern unterscheiden. Es soll

ja gerade die charakteristische Besonderheit hervorheben. Also:

was ist eigentlich das Wesentliche der Diakonie? Das kürzeste

Leitbild das ich kenne, hängt in meinem Büro, seit über 25 Jahren

gut sichtbar für alle. Die Grafik: ja. Nicht gerade ein Kunstwerk,

aber für mich eben doch eine grafische Meisterleistung für ein

Leitbild. Besuchern fällt diese Grafik häufig auf und dann kommt

die Frage, was dieses „ja“ bedeutet. Für mich ist das ja der

Grund für Diakonie. Gott hat in Jesus Christus zu allen Menschen

ja gesagt. Alle Menschen tragen sein ja. Weil Jesus von Nazareth

vor über 2000 Jahren von diesem ja zu allen Menschen nicht

abgewichen ist, darum musste er ans Kreuz. Und, weil für Gott

diese bedingungslose Liebe zu allen Menschen so unbegreiflich

wichtig war, ist seine Liebe stärker als der Tod. So ist dem Tod

durch die Auferstehung Jesu sein endgültiger Schrecken genommen.

Als Christen wissen und glauben wir an unsere Bejahung

durch Gott. Uns fällt es schwer, das für alle Menschen gelten

zu lassen, für die Bösen, für die Tyrannen, für die Despoten, für

die Mörder. Dennoch, die wesentliche Botschaft der Diakonie

ist die Liebe, die Hinwendung zu allen Menschen. Als Diakonie

gilt diese Hinwendung besonders denen, die in Not sind, krank

und hilflos, aus unmenschlichen Systemen geflohen sind. Viele

tun einen solchen Dienst aus humanitären Gründen. Das ist gut.

Diakonie geht zu den Menschen, weil sie Geliebte Gottes sind

und vor seinen Augen alle Würde dieser Welt besitzen. Uns allen

gilt das ja Gottes. Deshalb singen die Christen in aller Welt zu

Ostern: Christus ist auferstanden. ER ist wahrhaftig auferstanden.

Ihr Johannes Schäfer

IHRE ZEIT

Liebe Mit-

Arbeitende!

Ich wähle diese Anrede ganz bewusst,

denn Sie arbeiten – genau

wie ich – ganz oder teilweise mit

im oder für den Diakonie-Verbund-Ruhr-Hellweg.

Stellen Sie

sich vor, es kommt einer vorbei

und fragt Sie: „Was arbeiten Sie

eigentlich?“ So erging es drei Annette Muhr-Nelson,

Maurern auf einer Baustelle. Der Vorsitzende Verwaltungsrat.

erste sagte: „Einen Stein behauen.“

Und das „Seh’n Sie doch!“ konnte er sich gerade noch verkneifen.

Der zweite hielt einen Moment inne, schaute kurz auf

und gab die Auskunft: „Ich bin Facharbeiter und extra für diese

Baustelle engagiert worden.“ – Der dritte aber legte den Hammer

aus der Hand, richtete sich auf und antwortete erhobenen

Hauptes: „Ich baue mit an einer Kathedrale zur Ehre Gottes!“

„Ich telefoniere“, „ich führe Gespräche“, „ich füttere alte Menschen“,

„ich entwickle Konzepte für die Zukunft“, „ich buche die

Fortsetzung auf Seite 2

Projekt der Flüchtlingsberatung: Jugendliche erzählen von

ihrer Begeisterung am Tanzen

Sie stellen gemeinsam

die Welt auf den Kopf

Sie brauchen: eine 2 x 8

Meter Bühne, laute HipHop-

Beats und ein Publikum,

das sie anheizt. Die Jugendlichen

aus Soest – die was

auf den Kopf stellen – und

Eindruck hinterlassen. 20 Jugendliche

zwischen 14 und

17 Jahren aus dem Kosovo,

Syrien, Irak, Türkei, Albanien,

Russland und Deutschland

tanzen, lachen und

teilen ein Interesse: HipHop

und BreakDance.

Luan (20) aus dem ehemaligen

Jugoslawien und seit 15 Jahren

in Deutschland zeigt, wie

es geht. Er hat viel Erfahrung

– legt auf, macht Party und ist

Breakdancer. Er und sein Bruder

zeigen Schrittfolgen und

Choreographien zu Hip-Hop-

Musik, die in Gruppenformationen

getanzt werden, und auch

Breakdance für die Solisten, die

im Kreis der anderen Tänzer

ihr Können zeigen. Stimmung,

Zurufe, Beifall, Lichtshow,

Rhythmus, Schweiß und tanzende

Muskeln. Aber vor allem

Gemeinschaftsgefühl und Action.

Luan stellt dabei einiges

auf die Beine. Er organisiert

eigenständig Musik, überlegt

sich, wer wie gefördert werden

kann, baut ein Showprogramm

zusammen, integriert alle Interessierten

in eine Gruppe und

vermittelt ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Gelebte Integration

rund um das Tanzen.

Spaß in der Gruppe

„Es ist toll. Wir reden und lachen

zusammen und proben

fast vier Stunden an einem

Abend. Jeder kennt sich und

unterstützt sich“, erzählt Sinem

aus der Türkei. „Es ist schön zu

spüren, dass man richtig was

erreichen kann und eine Gruppe

ist. Das ist viel schöner als zu

Hause oder auf der Straße rumzuhängen,

ohne was zu tun

zu haben“, ergänzt Seyda ihre

türkische Freundin. „Nach nur

zwei Wochen Probe hatten wir

unseren ersten Auftritt bei der

Friseurmeisterschaft vor 2700

Zuschauern in der Dortmunder

Westfalenhalle. Es war irre!“

Luan erzählt, dass alles ganz

klasse lief und kleine Pannen

überspielt wurden. „Nach dem

Auftritt kamen voll viele Leute

und haben gratuliert und uns

auf die Schulter geklopft.“Dies

sind die Erfahrungen von jugendlichen

Flüchtlingen, die an

den Breakdance, Hip Hop und

Freestyle Kursen teilgenommen

haben.

Selbstbewusstsein stärken

Die Kurse sind wichtige Bestandteile

des Projektes „Kooperationen

schaffen“ zur

Verbesserung der psychischen

Gesundheit von Kindern, Jugendlichen

und Familien, die

aus ihren Heimatländern geflohen

sind. Die Psychosoziale Beratungsstelle

für Flüchtlinge der

Diakonie Ruhr-Hellweg führt

dieses Projekt in Kofinanzierung

mit dem Europäischen Flüchtlingsfond

durch. Die finanziellen

Mittel erlauben derzeit nur

eine Rumpfversorgung. Die

flankierenden Kursangebote

sind wichtig, da sie den Kindern

und Jugendlichen die Möglichkeiten

geben, sich selbst als

fähig und wichtig wahrzunehmen.

Die Begeisterung und der

Stolz der Jugendlichen bestärkt

das Team der Psychosozialen

Beratungsstelle für Flüchtlinge,

auch für das aktuelle Projekt

in 2007 unter dem Motto

„Hilfe und Unterstützung zur

Selbsthilfe“ möglichst viele kreative

Kursangebote für Kinder,

Jugendliche und Erwachsene

anzubieten. Nachdem der Kurs

2006 ausgelaufen ist, haben

die Jugendlichen vor, sich trotzdem

weiter zu treffen.

Zukunftswünsche

„Mir fehlt es richtig, dass wir

uns zur Zeit nicht mehr treffen

und tanzen können“, sagt Seyda.

Die Mädchen haben richtig

Lust, weiter zu machen und haben

Großes vor mit ihrer Gruppe.

„Uns fehlt noch ein richtig

cooler Name und hippe Kleider“,

erzählt Luan. Auf die Frage,

was sein größter Wunsch

sei, zählt Luan drei Dinge auf:

„Wir brauchen einen großen

Spiegel, damit wir uns beim

Proben besser sehen können,

und es wäre toll, Geld zu haben,

um Auftritte richtig gut

aufziehen zu können. Außerdem

will ich gerne in Deutschland

bleiben und brauche dazu

eine Lehrstelle.“

Weitere Informationen

Die Psychosoziale Beratungsstelle

für Flüchtlinge hofft,

möglichst viele Unterstützer zu

finden, um die fehlenden finanziellen

Mittel für die Projekte

aufzubringen:

Liebe Leser, Sie können dieses

Projekt durch Geldspenden,

eigene Kursvorschläge und

-leitungen oder Sachspenden

fördern und damit die Fortführung

der begonnenen Projektarbeit

unter dem Motto „Hilfe

und Unterstützung zur Selbsthilfe“

unterstützen.

Ansprechpartner sind Barbara

Freitag, Tel.: 02921-3620161

und Heinz Drucks, Tel. 02921-

3620160.

INHALT

Reisen in Geborgenheit ....... 2

Sprinten für Kinder ............. 3

Multikulturelle Kita ..............4

Projekt „Opstapje“ .............. 4

Mut durch Sprache ..............5

Fachseminar „Pflege“ .......... 5

Traumjob mit der Diakonie ... 6

Mitarbeiterin ganz privat ...... 7

Termine ............................... 7

Sudoku und Gewinnspiel ..... 8

Tanzen stärkt das Selbstbewusstsein der Jugendlichen.

TOP 1

Frühjahrsempfang der Diakonie

Ruhr-Hellweg anlässlich des

einjährigen Bestehens des Verbundes.

Alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Diakonie

Ruhr-Hellweg sind herzlich am

17. April 2007 ab 18 Uhr in die

Soester Stadthalle eingeladen.

TOP 2

Am 1. Februar startete das

Minijob-Center in Meschede.

Weitere Infos bei Tamara Knuf

und Christine Köstling, Tel.:

0291-82959.

TOP 3

Am 1. März ist die Schuldnerberatungsstelle

in Neheim

umgezogen: Dreiblitzhaus,

Möhnestr. 11-17, Arnsberg-

Neheim, Tel.: 02932-83955.

TOP 4

Das Projekt „Sommerland“ in

Arnsberg – für trauernde Kinder

und Angehörige – feierte am 1.

März 2007 seine Auftaktveranstaltung.

Infos zum Projekt unter

Tel.: 02921-3620140.


diakonie:ehrenamt

Rechnungen“, „ich stelle Refinanzierungsanträge“, „ich verhandle

mit den öffentlichen Stellen“, „ich qualifiziere Langzeitarbeitslose“,

„ich therapiere Drogenabhängige“, „ich berate in Ehekrisen“,

„ich...“, „ich...“, „ich...“ – vielfältig wären Ihre und meine Antworten,

liebe Mit-Arbeitende. Und alle Antworten sind richtig.

Denn sie beschreiben, begründen, erklären, was wir tun in der

Diakonie, in unterschiedlichen Berufen, mit verschiedenen Qualifikationen

und sehr ausdifferenzierten Aufgabenbereichen. Alle

Antworten sind richtig. Aber eine würde fehlen, glaube ich. Und

es wäre auch nicht die Antwort, die mir so ganz spontan einfiele:

„Zur Ehre Gottes!“

Vielleicht würden wir noch von den Menschen sprechen, davon,

dass wir ihnen helfen wollen, weil Nächstenliebe unsere Berufung

ist, davon, dass wir Menschlichkeit in diese Gesellschaft hineintragen

wollen. Vielleicht würde man unseren Antworten noch

etwas abspüren von dem aus der Mode gekommenen Geist der

Weltverbesserer, der in manchen von uns noch weht. Vielleicht

wäre noch etwas Sozialromantik spürbar. Und darüber würde ich

mich sehr freuen. – Aber zur Ehre Gottes?

Zehn Aussätzige wurden von Jesus geheilt, erzählt eine biblische

Geschichte, und einer kehrte um und gab Gott die Ehre. – Hier

ist mit Ehre schlicht Dank gemeint. Und danken heißt, wissen, wo

ich herkomme. Wenn etwas glückt, wenn Segen gedeiht, wenn

unsere Arbeit Früchte trägt, wenn sie für die Menschen etwas

zum Positiven wendet, dann dürfen wir ruhig auch einmal Gott

dafür die Ehre geben, sprich: ihm danken.

Mit unserer kleinen Kraft, die wir in unsere alltägliche Arbeit

einbringen, sind wir Teil der großen Bewegung Gottes auf den

Menschen zu. Nicht nur Teil eines Teams vor Ort, nicht nur Teil

des Diakonie-Verbundes, nicht nur Teil der Kirche, sondern Teil

der Heilsgeschichte Gottes mit seiner Welt. – Das übersteigt

manchmal unsere Vorstellungskraft. Aber dann verleiht es auch

Flügel – mir jedenfalls. Ich hoffe, es geht Ihnen auch manchmal

so. Vielleicht gerade jetzt, um Ostern herum, wenn die Botschaft

von der Auferstehung unsere Horizonte sprengt.

Ich wünsche Ihnen frohe, gesegnete Ostern!

Ihre Annette Muhr-Nelson

Jutta Vittinghoff: Erfahrungen in der Gemeinde auf Zeit

Reisen in Geborgenheit,

Spaß und Spiritualität

Den „ganz“ anderen Urlaub

genießen, Erfahrungen mit

der „Gemeinde auf Zeit“

machen – der Reisedienst

der Diakonie hat dafür ein

umfangreiches Angebot.

Was die Diakonie-Reisen

auszeichnet: Ehrenamtliche,

die die Urlaubergruppen

begleiten. Eine von vielen

ist Jutta Vittinghoff.

„Haben Sie heute Morgen die

großen Schneeflocken auf Ihrer

Wange gespürt?“, fragte

Jutta Vittinghoff. Ich guckte

sie etwas irritiert an und erinnerte

mich nur an meinen

Scheibenwischer, der die störenden

Tropfen auf meiner

Windschutzscheibe vertrieb.

„Wissen Sie, ich möchte meine

Umwelt ganz intensiv wahrnehmen.

Eine bewusste Wahrnehmung

von leisen und kleinen

Momenten des Lebens ist

nicht selbstverständlich, aber

vermittelt mir Lebensfreude.“

Mir gegenüber sitzt Jutta Vittinghoff

(65), die 16 Jahre Leiterin

des Reisedienstes in Unna

war und jetzt ehrenamtlich

Freizeiten der Diakonie Ruhr-

Hellweg begleitet und plant.

„Für mich sind unsere Freizeiten

mehr als Urlaub. Sie verkörpern

Geborgenheit, Harmonie,

Freude, Spaß und Spiritualität.“

Wenn Jutta Vittinghoff von ihrer

Arbeit schwärmt und sich

an bewegende Augenblicke

der Freizeiten erinnert, wird

mir als Zuhörerin deutlich, was

eine Reise der Diakonie Ruhr-

Hellweg auszeichnet.

Im Urlaub gesunden

In den 80er-Jahren hat sie

selbst zum ersten Mal an einer

Familienfreizeit auf der Insel

Wangerooge teilgenommen.

Bleibende Eindrücke aus diesen

drei Wochen haben ihr weiteres

Leben sehr geprägt. „Zu dem

damaligen Zeitpunkt befand

ich mich in einer Lebenskrise.

Als ich mich bei der Familienfreizeit

angemeldet habe, habe

ich mir oft die Fragen gestellt,

was ich eigentlich möchte und

worüber ich mich noch freuen

Jutta Vittinghoff begleitet als Ehrenamtliche die Diakonie-Reisen.

kann.“ Jutta Vittinghoff hatte

während dieser Freizeit das

Gefühl, von der Gruppe aufgefangen

zu werden. Sie nahm

zum ersten Mal nach langer

Zeit wieder positive Seiten ihres

Lebens wahr. Sie genoss,

dass sie ganz sie selbst sein

konnte. „Mein Körper, Seele

und Geist gesundeten und ich

hatte wieder die Kraft, mich

den Herausforderungen des

Lebens zu stellen.“

Diese Erfahrungen spiegeln

sich immer noch bei den Freizeiten

wider, die Jutta Vittinghoff

als Reiseleiterin begleitet.

„An erster Stelle steht für mich

das Interesse am einzelnen

Menschen und seiner Lebensgeschichte.

Deshalb sind wir

für alle da. Jeder soll sich in

unserer Gruppe angenommen

fühlen und die Chance haben,

neue Dinge, andere Menschen

und deren Sichtweisen kennen

zu lernen.“

Die Freizeitgruppe bezeichnet

sie als „eine Gemeinde auf

Zeit“, welche von Harmonie

getragen wird. „Deshalb liegt

es mir besonders am Herzen,

dass die Teilnehmer ihre Umgebung

und sich selbst bewusst

wahrnehmen. Durch

Meditationen in einer angenehmen

Atmosphäre möchte

ich die Teilnehmer dazu bewegen,

Wesentliches wertzuschätzen

und Zufriedenheit zu

spüren.“ Dazu gehört für Jutta

Vittinghoff auch, Dankbarkeit

zu empfinden und zu zeigen.

Diesen Aspekt stellt sie unter

ihr ganz persönliches Motto:

„Geteilte Freude ist doppelte

Freude. Geteiltes Leid ist halbes

Leid.“ Die Freizeit damals

auf Wangerooge brachte Jutta

Vittringoff nicht nur ein Stück

Lebensfreude zurück, sondern

auch ihre Gesundheit. Diese

Veränderungen, die sie damals

bei sich festgestellt hat,

beobachtet sie heute auch bei

ihren Teilnehmern. Reisende,

deren Ausstrahlung und Kleidung

vorher traurig und dunkel

waren, bevorzugen nach der

Freizeit eher bunte Kleidungsstücke

und hatten wieder ein

Strahlen im Gesicht. Für Jutta

Vittinghoff sind das kleine Beweise

dafür, dass es Sinn macht,

sich auf eine Reise mit anderen

Menschen zu begeben.

Reiseleiterin mit Herzblut

Während der Freizeiten, die

sie leitet, ist sie die persönliche

Ansprechperson für die Teilnehmer.

Sie setzt sich für ihre

Interessen ein und versucht

Angebote auszuarbeiten, die

den Wünschen und Interessen

der Teilnehmer entsprechen. In

den Augen von Jutta Vittinghoff

sollte eine gute Reiseleiterin

eine positive Einstellung

zum Leben haben und über

ein besonderes Gespür für

Menschen verfügen. „Ich lade

Jeden herzlich ein, diese Erfahrung

mit mir zu teilen und eine

Freizeit mitzumachen.“

Katharina Inkmann

Betreuer und

Betreuerinnen für

Sommerfreizeiten

Die Diakonie Ruhr-Hellweg

sucht für Kinder- und Jugendfreizeiten

in den Sommerferien

volljährige Betreuer.

Weitere Informationen gibt

es bei Irene Düring, Tel.

02921-3620120, dienstags

von 14.00 – 16.00 Uhr oder

bei Inge Nonte, Tel. 02921-

3620124 mittwochs von

8.00 – 10 .00 Uhr.

Reisedienst freut sich

auf neue Begleiter

im Urlaubsprogramm

Entspannung auf der

Nordseeinsel oder lieber

Mallorca, Flusskreuzfahrt

oder Studienreise durch

Schottland, Wellness oder

Bildung: Die Entscheidung

für das richtige Urlaubsziel

und die richtige Erholungsform

fällt nicht nur jungen

Menschen, sondern gerade

auch Familien wie Senioren

schwer. Das stellt zumindest

der Reisedienst der

Diakonie Ruhr-Hellweg fest.

„Wir erleben, dass nicht nur

die Attraktivität des Zieles

und der Unterkunft oder

der Preis entscheiden. Die

Gruppe der Mitreisenden ist

zunehmend wichtiger und

vor allem die kompetente

Begleitung durch erfahrene

Kräfte vor Ort“, sagt Renata

Sterzik, Leiterin des Diakonie-Reisedienstes.

Wer Lust

daran hat, als ehrenamtliche/r

Begleiter/in im Reisedienst

aktiv zu werden: Renata

Sterzik, 59423 Unna,

Mozartstraße 18 - 20, Tel.

02303-25024220 und ihre

Kolleginnnen freuen sich

über die Verstärkung.

Inselurlaub gefragt:

Erholung beim Bären

Reif für die Insel: Nicht nur

die Auslandsziele sind gefragt.

Zahlreiche Urlauber

schätzen die Inselferien in

Deutschland. Dazu bietet die

Diakonie neben den Nordseeinseln

seit Jahren auch

die Tour nach Rügen, wo

das Hotel „Berliner Bär“ die

Gäste verwöhnt.

Weitere Infomationen gibt

es unter der Internetadresse:

www.diakonie-ruhr-hellweg.de.

Ehrenamtliche Helfer engagierten sich beim Silvesterlauf in Soest

Soester sprinten für das

Projekt Sommerland

Jubelnd starteten auch Kinder beim Silvesterlauf. (Foto: WP/Nitsche)

Spenden sammeln auf der

Straße – und das ausgerechnet

an Silvester: Der

Freundeskreis der Soester

Diakonie-Beratungsstelle

bewältigte den Kraftakt.

8o ehrenamtliche Helferinnen

und Helfer versorgten

die Teilnehmerinnen und

Teilnehmer beim größten

europäischen Laufsporttreffen

zum Jahreswechsel. Der

Erlös ging zu großen Teilen

an das Diakonie-Projekt

„Sommerland“ – eine Gruppe

für trauernde Kinder.

„Gerne wieder!“ sagen Franz

Pelzer und Barbara Burges,

Kassierer und Vorsitzende des

Freundeskreises e.V. Sie erzählten

ausführlich, welchen

Kraftakt sie für die Organisation

des Silvesterlaufes 2006

von Werl nach Soest geleistet

haben. Der 31. Dezember

2006: 15 Kilometer Wegstrecke,

80 ehrenamtliche Helfer

und Helferinnen, acht Stände

und 8.300 Läufer.

Der Freundeskreis e.V. der Beratungsstellen

für Ehe-, Familien-

und Lebensfragen sowie

für Schwangerschaftskonflikte

und Familienplanung, hat zusammen

mit dem Frauenhaus

Soest die Versorgung der Läufer

und Läuferinnen am Silvesterlauf

übernommen. Die Einnahmen

aus dem Silvesterlauf

kommen den beiden Einrichtungen

zu Gute. Soviel zu den

Fakten. Aber warum haben

Franz Pelzer und Barbara Burges

soviel ehrenamtliches Engagement

in die Organisation

der Veranstaltung gelegt?

Aus Freude helfen

Bei dieser Frage schmunzeln

beide und es stellt sich heraus,

dass dies gar nicht mit einem

Satz zu klären ist. „Also erstmal“,

so beginnt Franz Pelzer

„waren die Kassen des Freundeskreises

leer und wir mussten

uns was einfallen lassen.“

Als Franz Pelzer sich mit dem

Freundeskreis e.V. für den

Silvesterlauf beworben hat,

konnte er sich kaum vorstellen,

80 Ehrenamtliche für den

Silvestertag zu gewinnen. Im

Nachhinein gesehen war das

kein Problem. „Alle Stände waren

dauernd besetzt und der

Betrieb lief“ erzählt Barbara

Burges begeistert, „auch kleine

Pannen waren kein Problem.

Es war immer jemand da, der

spontan eingesprungen ist und

weitere Mitstreiter mobilisieren

konnte.“ Die Atmosphäre

unter den Helfenden sei überwältigend

gewesen. Alle seien

körperlich erschöpft und völlig

müde gewesen, aber es habe

vor allem Spaß gemacht. Das

Motto „Gemeinsam sind wir

stark“ war deutlich zu spüren.

„Beeindruckend war, dass alles

Hand in Hand lief. Wir hatten

plötzlich das Gefühl durch unsere

Gemeinschaft etwas richtig

Großes an diesem Tag erreicht

zu haben“, berichtet Barbara

Burges beschwingt. Das sind

Momente, die motivieren und

Energie geben. Aber noch mal

die Frage: „Warum haben Sie

das alles auf sich genommen?“

Die Antwort kommt direkt von

Herzen: „In erster Linie, weil

ich persönlich das Projekt Sommerland,

dem der Erlös zu Gute

kommt, unterstützen möchte“,

zählt Franz Pelzer seine Beweggründe

auf. „Außerdem möchte

ich durch mein Engagement

der Diakonie danken, weil die

Beratungsstellen mir einst sehr

geholfen haben.“ Barbara Burges

nickt und unterstreicht:

„Ich schätze die Arbeit der Beratungsstellen

sehr und kann

deshalb mit meinem Engagement

voll und ganz hinter der

Arbeit stehen.“

Mit wenig viel erreichen

Darüberhinaus sei es eine große

persönliche Bereicherung

zu sehen, wie viele Menschen

mit einem kleinen Einsatz großes

bewegen und auf die Beine

stellen können. „Außerdem

darf man nicht vergessen, dass

es kein Zwang ist, sich für etwas

einzusetzen, sondern aus

der freien Entscheidung heraus

geschieht, etwas tun zu

wollen.“ Franz Pelzer und Frau

Burges sind schon langjährig für

den Freundeskreis ehrenamtlich

tätig und vermitteln die Freude,

die sie bei der Arbeit haben. Im

Vordergrund stehen für sie vor

allem die Überzeugung, etwas

Sinnvolles zu unterstützen und

der Spaß. Demnach war das

auch nicht ihre letzte gute Tat.

Verena Preuß

Einfach eine Auszeit nehmen

Eine Rosine im Alltag

Zeit für Spiritualität:

Dagmar Schmidthermes

berichtet von ihren Eindrücken

nach dem Auszeittag.

Seit drei Jahren organisiert

Johannes Schäfer, Vorstand

der Diakonie Ruhr-

Hellweg, einen Tag, an

dem sich die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter für

sich Zeit nehmen und Spiritualität

erleben können.

„Gerade in turbulenten Zeiten,

in denen wir kaum wissen, wie

wir uns Zeit nehmen können,

ist so ein Tag ein wahres Geschenk.

Vor zwei Jahren konnte

ich schon einmal an diesem

besonderen Erlebnis des ‚Zeitnehmens’

teilnehmen.

Besonders war diesmal, mit

Kolleginnen und Kollegen aus

Hamm und Unna zusammen

zu treffen, die ich noch nie

gesehen hatte. Trotzdem hatte

ich schnell das Gefühl einer

starken Gemeinschaft und

Vertrautheit. Es war schön,

mit den mir erst fremden Menschen

eine Einheit zu bilden

und Gemeinsamkeit zu entwickeln.

Der Fokus dieses Tages

lag für mich zum einen auf

dem Gefühl, alles gemeinsam

zu spüren, zum anderen eine

Einheit für Körper, Geist und

Seele zu finden. Und des Weiteren

pure Energie zu erhalten.

Das Ehepaar, Martina und

Masanobu Hirata, die den so

genannten Auszeittag begleiten,

ist klasse. Sie verstehen

es, Menschen zu verzaubern

und in eine Welt der gelebten

Spiritualität zu führen. Mein

persönlicher Höhepunkt am

Nachmittag war in einer Kleingruppe,

die von Martina Hirata

angeleitet wurde. In der Gruppe

hatten wir verschiedene

Klänge und Schwingungen in

unserem Körper erzeugt und

erfahren. Das Resultat war

für mich so überwältigend,

dass es mir schwer fällt, es in

Worte zu fassen. Der Raum,

in dem wir uns befanden, war

voll von Harmonie, Tönen und

Schwingungen. Jeder Teilnehmer

hat verschiedene Töne in

seinem Körper klingen lassen,

die sich dann in der Gruppe zu

einem überwältigenden Ganzen

zusammen gefügt hatten.

In einer unglaublichen Weise

harmonierte die so große Vielfalt

und Verschiedenheit der

Töne. Der Raum war erfüllt

mit grandioser „Musik“ und

berührte mich tief im Herzen.

Den nächsten Tag fühlte ich

mich ganz beschwingt und

hatte ein Strahlen im Gesicht.

Ich werde noch lange

von dem Erlebnis zehren und

möchte mich herzlich bei Johannes

Schäfer, dem Ehepaar

Hirata und allen teilhabenden

Kollegen und Kolleginnen bedanken.“

Verena Preuß

„Auszeit“ mit dem Ehepaar Martina und Masanobu Hirata.

2 3


diakonie:intern

Erfahrungen aus der Kindertagesstätte Luna – 14 Nationen unter einem Dach

Schon beim Frühstück die

Vielfalt der Kulturen genießen

Familie Karabina besitzt

türkische Wurzeln. Die

Eltern, Tülay Karabina und

Güngör Karabina, verbringen

schon fast ihr ganzes

Leben in Deutschland und

sprechen fließend deutsch.

Ihre beiden Töchter sind in

Unna geboren. Die elfjährige

Süheda spricht ebenfalls

perfekt deutsch und die

vierjährige Suara lernt es

gerade. Zu Hause spricht

die Familie türkisch, denn

das ist ihre Muttersprache.

Frau Tülay Karabina erzählt

über ihre Erfahrungen mit

der Kindertagesstätte Luna,

in der 14 Nationen unter

einem Dach lernen und

spielen.

„Ich gebe meine Tochter Suara

gerne in die Kita Luna. Ich

finde es Klasse, dass meine

Tochter dort deutsche Bräuche

Neues Modell der Frühförderung für 30 Familien in Lippstadt – Kommune beteiligt sich an dem Diakonie-Projekt

Schritt für Schritt benachteiligten Kindern helfen

„Schritt für Schritt“: Heike

Klapper, Diplom-Sozialpädagogin

in der Ambulanten

Kinder-, Jugend- und

Familienhilfe der Diakonie

Ruhr-Hellweg in Lippstadt,

berichtet über das Pilotprojekt

„Opstapje.“

Als mir Irene Düring, Fachbereichsleiterin

für Jugend, Familie

und Schule in Soest, vor fast

zwei Jahren von dem Projekt

„Opstapje“ erzählte, konnte

ich mir noch gar nicht vorstellen,

was dahinter steckt. Meine

ersten Ideen waren durchaus

kritisch. Oft werden in der pädagogischen

Landschaft be-

kennen lernt. Es freut mich zu

sehen, dass trotzdem unsere

Herkunftskultur berücksichtigt

und vor allem geachtet wird.

Zum Beispiel ist es den Erzieherinnen

wichtig, dass wir unsere

Muttersprache pflegen. Nur

wenn unsere Tochter die Muttersprache

richtig beherrscht,

kann sie auch lernen, deutsch

zu sprechen. Uns gefiel, dass

die Kinder besonders im

sprachlichen Bereich gefördert

werden. Die Kinder unternehmen

sehr viel. Sie gehen in den

Wald, üben Theaterstücke, besuchen

die Feuerwehr und das

Theater. Auch beim Essen merke

ich, dass die verschiedenen

Kulturen geschätzt werden.

Das Frühstück ist zum Beispiel

multikulturell. Es gibt türkische

Wurst und Oliven, aber auch

warmen Brei, wie es in den

Ländern der ehemaligen Sowjetunion

üblich ist und Marme-

kannte Konzepte mit einem

neuen Begriff belegt, um sie

dann als „Neuheit“ besser verkaufen

zu können. Als ich mich

dann mit dem Projekt Opstapje

näher befasste, wurden meine

Zweifel schnell zerstreut.

Schritt für Schritt

Der Name Opstapje und die

Projektidee kommen aus den

Niederlanden. Unsere Nachbarn

sind einmal mehr Vorreiter für

Innovationen in der Entwicklungsförderung

von Kindern

und deren Familien. Inzwischen

gibt es aber auch den Verein

„Opstapje Deutschland“, der

sich für ein flächendeckendes

Angebot des Programms einsetzt.

In diesem Verein ist die

Diakonie Ruhr-Hellweg mit

Irene Düring im Vorstand Mitglied.

Opstapje bedeutet übersetzt

„Schritt für Schritt“ und macht

damit schon klar, worum es in

lade, auch manchmal Eier, die

viele Deutsche gerne frühstücken.

Das ist echt richtig lecker

und kostet uns nur fünf Euro im

diesem Förderprogramm geht:

Kleinkinder aus benachteiligten

Familien werden in ihrer

Entwicklung gefördert, um den

Anschluss an die Entwicklung

ihrer Altersgenossen im Kindergarten

nicht zu verpassen.

Begleitet werden die Kinder

und ihre Familien vom 18. Lebensmonat

bis zum Übergang

in den Kindergarten. Dadurch

wird die Bildungs- und Entwicklungssituation

der Kinder

schon vor einer institutionellen

Förderung unterstützt. Der Fokus

dieser Frühstförderung liegt

auf der Sprachentwicklung.

Nicht erst seit der Pisa-Studie

ist bekannt, dass hier besonders

Kinder mit Migrationshintergrund

und aus Familien

mit niedrigem Bildungsniveau

besondere Defizite haben.

Diese Mängel können sich

dann negativ auf die gesamte

Schullaufbahn auswirken.

Eine Besonderheit des Pro-

Monat. Nicht nur meine Tochter,

sondern auch mein Mann

und ich haben uns von Anfang

an in der Kita Luna sehr wohl

Tülay Karabina und ihre Tochter Suara sind von dem multikulturellen

Angebot der Kindertagesstätte Luna in Unna hellauf

begeistert.

gramms ist, dass die Anleitung

in den Familien und die Förderung

der Kinder durch Laien

erfolgt, die besonders pädagogisch

geschult werden. Diese

so genannten Hausbesucherinnen

werden aus dem direkten

Lebensumfeld der beteiligten

Familien geworben und für

ihre Aufgaben entsprechend

ausgebildet und begleitet.

Qualifizierte Tätigkeit

Das hat mehrere positive Effekte.

Zum einen entsteht schnell

durch die Nähe der Hausbesucherin

zu der betreuten Familie

ein Kontakt, der für das Projekt

hilfreich ist. Zum anderen stellen

die Hausbesucherinnen für

die Familien ein positives Vorbild

dar, mit dem sie sich leicht

identifizieren können. Darüber

hinaus erhalten die Hausbesucherinnen

die Chance – meist

nach einer Familienpause – einer

qualifizierten und entlohn-

Kurz vorgestellt: Kindertagesstätte Luna

Die Kindertagesstätte Luna betreut zwei Gruppen von insgesamt

40 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Circa 75 Prozent der

Familien, welche die Kindertagesstätte Luna besuchen, besitzen

Migrationshintergrund. Dadurch liegt der Arbeitsschwerpunkt auf

der interkulturellen Erziehung und der Sprachförderung. Außerdem

ist die Kita Luna eine integrative Einrichtung. Das bedeutet,

dass dort Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen,

leben und lernen. In der Kita Luna ist es wichtig, dass nicht nur

mit den Kindern, sondern auch mit den Familien gearbeitet wird,

da Kinder als ein Teil des Systems „Familie“ in einem bestimmten

Umfeld sind. So werden z.B. regelmäßige Hausbesuche sowie Familienausflüge,

Feste und vieles mehr durchgeführt.

gefühlt. Uns Eltern bietet die

Kita Luna auch einiges. Es gibt

ein Elterncafé, in dem jeden

Morgen für uns Kaffee bereit

steht. Dann sitzen wir gemütlich

zusammen und quatschen

ein bisschen. Wenn wir möchten,

dürfen wir Eltern auch einen

Tag in der Kita Luna dabei

sein. Außerdem besuchen uns

auch die Erzieherinnen zu Hause.

Das fand unsere Tochter

richtig toll und war schon Tage

vorher total aufgeregt.

Im März 2007 wird eine Elternparty

unter dem Motto

„Türkisches Fest“ stattfinden.

Bei den Vorbereitungen für

das Fest unterstützen wir mit

anderen türkischen Eltern die

ten Tätigkeit nachzugehen.

Aus meiner Überzeugung heraus,

dass dieses Programm

ein wichtiger Baustein in der

frühen Förderung von Kindern

und ihrer Familien ist, habe ich

im letzten Jahr die Schulung

zur Opstapjekoordinatorin begonnen.

Zusammen mit Kolleginnen

aus ganz Deutschland

habe ich umfassende Informationen

über die Inhalte und die

Ziele des Programms erhalten.

Diese Schulung war wichtig,

um das Projekt einrichten zu

können. Allerdings muss noch

einiges an Vorbereitungen geleistet

werden. Die Finanzierung

ist zu klären und das Projekt

muss in Fachkreisen aber

auch bei den Familien bekannt

gemacht und beworben werden.

Vor allem gilt es aber, die

Hausbesucherinnen zu finden

und für ihre Aufgaben in den

Familien zu schulen. In Lippstadt

haben wir einen Antrag

deutschen Erzieherinnen. Wir

wissen natürlich genau, was

für eine türkische Party typisch

ist und was auf keinen Fall fehlen

darf.

Weil mir die Kita sehr am Herzen

liegt und ich die Bemühungen

der Erzieherinnen unterstützen

möchte, habe ich mich

in den Elternrat wählen lassen.

Ich war neugierig, was der Elternrat

alles so macht. Hier

kann ich Ideen einbringen, welche

die Mitarbeiterinnen gerne

annehmen und umsetzen. Es

macht mir Spaß, gemeinsam

mit der Kita Luna für meine

Tochter und alle anderen Kinder

etwas zu bewegen.“

Stefanie Grotz

auf Förderung des Programms

an eine Stiftung gestellt, die

wahrscheinlich einen großen

Teil der erforderlichen Mittel

zur Verfügung stellen wird.

Aber auch die Stadt Lippstadt

beteiligt sich inhaltlich und finanziell

an Opstapje. Während

der Projektlaufzeit von 24 Monaten

werden die Familien und

ihre Hausbesucherinnen von

mir als Koordinatorin begleitet.

Projekt startet in 2007

Die Hausbesucherinnen werden

regelmäßig beraten und

für die Familien werden Gruppentreffen

angeboten. Dabei

wird der Ablauf des Projekts

fachlich begleitet und dokumentiert.

Wir gehen davon

aus, dass wir für 30 Familien in

Lippstadt das Projekt Opstapje

noch in diesem Jahr beginnen

können. Ich bin sehr gespannt

und freue mich darauf.

Heike Klapper

Für Frauen: Mut durch Sprache

Ein Interview mit Nedzmijé Jashari-Recica

Ich sitze einer Frau gegenüber,

die mich mit ihrem

offenen Lachen und leuchtenden

Augen in den Bann

zieht und höre ihr gespannt

zu. Sie strahlt Lebensfreude

und Energie aus und wirkt

gleichzeitig zierlich und

zurückhaltend – Frau Jashari-Recica

die Lehrerin des

Alphabetisierungskurses für

Frauen in Meschede.

V. Preuß: Wie kam der erste Alphabetisierungskurs

zustande?

N. Jashari-Recica: Seitdem ich

in Deutschland bin, habe ich

an der internationalen Frauengruppe

hier im Evangelischen

Gemeindehaus Christuskirche

teilgenommen. Im Kosovo habe

ich als Grundschullehrerin gearbeitet.

Als die Projektförderung

für den Alphabetisierungskurs

genehmigt wurde, fragte mich

Frau Annegret Rasch von der

Flüchtlingsberatung, ob ich

Lust hätte, den Kurs zu leiten.

Ich war aufgeregt und freute

mich sehr über diese Chance

und Herausforderung. Da ich

die Frauen schon aus der Frauengruppe

kannte, war es leichter

für mich, ihr Interesse und

Vertrauen zu gewinnen. Im

ersten Kurs waren 17 Frauen

aus neun verschiedenen Ländern.

V. Preuß: Mit welchen Erwartungen

kamen die Frauen zum

Unterricht?

N. Jashari-Recica: Stellen Sie

sich vor, Sie kommen in ein

neues Land, in dem Sie die

Grundtechniken der Kultur

nicht beherrschen. Wenn Sie

dort nicht lesen und schreiben

können und auch die Sprache

nicht sprechen, sind Sie aus der

Gesellschaft ausgeschlossen.

Aus der Erwartung, selbstständiger

zu werden und sich ausdrücken

zu können, entsteht

eine große Motivation der

Teilnehmerinnen. Die Migrantinnen

haben täglich mit dem

Ausfüllen von Formularen, Einkäufen,

Postgängen, Behörden

und auch sozialen Einrichtungen

zu tun. Dort erfahren sie,

welche Bedeutung es hat, sich

ausdrücken und verständigen

zu können.

V. Preuß: Was möchten Sie mit

ihrem Kurs erreichen?

N. Jashari-Recica: Natürlich

möchte ich die Teilnehmerinnen

so gut wie möglich nach

ihren Bedürfnissen fördern und

ihnen das Lesen und Schreiben

der deutschen Sprache beibringen.

Dabei steht für mich die

individuelle Förderung jeder

Frau im Vordergrund. Ich berücksichtige

ihre Lebensumstände

und ihren kulturellen

Hintergrund. Viele Frauen sind

aufgrund ihrer Erlebnisse in der

Vergangenheit traumatisiert

und haben sich in eine starke

Isolation geflüchtet. Es geht

mir auch darum, die Gruppe

zusammenzuführen, damit die

Frauen in der Gruppe Rückhalt

finden. Der starke Zusammenhalt

unter den Frauen am Ende

Zur Person Nedzmijé Jashari-Recica ist im

Kosovo geboren und spricht

albanisch, serbisch, kroatisch,

russisch, ein wenig englisch

und natürlich deutsch. Sie ist

Mutter von zwei Kindern, eineinhalb

und sechs Jahre alt. Sie

hat in ihrem Heimatland Lehramt

studiert und dort acht Jahre

in ihrem Beruf gearbeitet.

Lesen und Schreiben lernen gibt Selbstständigkeit.

des ersten Alphabetisierungskurses

hat mich beeindruckt.

Der Spaß am Lernen ist wichtig

und macht die Frauen selbstbewusster.

V. Preuß: Was ist Ihr persönliches

Ziel für die Frauen?

N. Jashari-Recica: Ich möchte

eine positive Lernatmosphäre

schaffen, welche die Frauen

bestärkt. Erst dann können

sie ihre Fähigkeiten entfalten

und sind motiviert, weiterzulernen.

Für mich ist es wichtig,

an die Fähigkeiten der Frauen

zu glauben und sie nicht an

ihren Deutschkenntnissen zu

messen. Ich will auch, dass die

Teilnehmerinnen die Angst vor

den Buchstaben verlieren und

die Schrift für sich nutzen, um

Frauen aus neun verschiedenen Ländern lernen gemeinsam im Alphabetierungskurs in Meschede.

1999 ist sie ihrem Mann nach

Meschede gefolgt, hat deutsch

gelernt und Praktika in den

örtlichen Schulen absolviert.

Sie betrachtet die Erwachsenenbildung

als persönliche Herausforderung

und ist für den

Alphabetisierungskurs über

das Erwachsenenbildungswerk

der Diakonie angestellt.

selbstständig zu werden. Es

motiviert mich, wenn ich die

Frauen auf dem Weg zu ihrem

persönlichen Erfolg begleiten

kann.

V. Preuß: Was wünschen Sie

sich für die Teilnehmerinnen?

N. Jashari-Recica: Ich möchte

den Frauen ein Vorbild sein und

ihnen Mut geben. Ich wünsche

mir, dass die Frauen ihre persönlichen

Ziele in Deutschland

verwirklichen können und das

Gefühl von Fremdheit langsam

verlieren. Ich würde mich sehr

freuen, wenn jede Einzelne

den Mut aufbringen kann, sich

einzubringen und in der deutschen

Gesellschaft Teilhabe

erfährt.

Verena Preuß

Fachseminare bieten:

Berufschancen im

Pflegebereich

Der Beruf hat in der alternden

Gesellschaft Zukunft:

„Fast 100 Prozent“ der

Altenpflegerinnen und

Altenpfleger, die in den

Fachseminaren der Diakonie

Ruhr-Hellweg in Lünen

und Holzwickede ausgebildet

wurden, fanden direkt

nach dem Examen eine

Stelle. Die beiden Ausbildungsstätten

haben ihr

Angebot kräftig erweitert.

Erfolgreich endete zum Jahreswechsel

die Premiere im

Modellprojekt zur einjährigen

Ausbildung von staatlich anerkanntenAltenpflegehelferinnen.

Acht Absolventinnen

bestanden im Holzwickeder

Fachseminar die Prüfung, vier

haben direkt einen Arbeitsplatz

im Altenheim sicher.

Daneben bieten die Altenpflegeseminare

inzwischen

Weiterbildungen für Pflegekräfte

an, engagieren sich mit

Wiedereinsteiger-Kursen für

Frauen. Und: Die ARGE nutzt

die Kompetenz der beiden

Fachseminare, um bei langzeitarbeitlosen

Kräften aus

dem Gesundheitssektor die

Chance auf einen neuen Job

zu klären.

Fachkräfte gesucht

Nicht nur stationäre Einrichtungen

wie Altenheime der

Region suchen dringend die

Fachkräfte. Auch zahlreiche

mobile Pflegedienste brauchen

die examinierten Pflegerinnen

und Pfleger, sagt Heike

Brauckmann-Jauer von der

Altenpflegeschule. Die Ausbildung

zur staatlich anerkannten

Altenpflegerin bzw. zum

Altenpfleger dauert drei Jahre,

die einjährige Ausbildung der

Helfer/innen lässt die Option

zur Weiterqualifizierung offen.

Im Mittelpunkt steht die

Vermittlung von Kenntnissen,

die zur selbstständigen und

eigenverantwortlichen Pflege,

einschließlich Beratung,

Begleitung und Betreuung

alter und kranker Menschen

befähigen. „Hierbei ist es uns

wichtig, nicht nur fachliche

Kompetenzen auszubilden,

sondern gleichermaßen auch

persönliche und soziale Kompetenzen“,

erklärt die Leiterin

des Fachseminars. Die Ausbildung

gliedert sich in eine schulische

im Fachseminar und in

eine praktische Ausbildung in

stationären und ambulanten

Altenpflege-Einrichtungen.

Zahlreiche Anbieter in der Region

schätzen die Qualität der

Diakonie-Ausbildung.

Weitere Informationen

Fachseminar für Altenpflege,

Heike Brauckmann-Jauer, Wichernstr.

1, 59439 Holzwickede,

Tel.: 02301-297874, Fax:

02301-294824.

4 5


diakonie:aktiv

Schenken Sie

doch einfach

Zuwendung

Schenken Sie einfach Nähe,

Zeit und menschliche Zuwendung:

Die außergewöhnliche

Geschenkidee der Diakonie

Ruhr-Hellweg für Menschen in

Arnsberg, Soest und im Kreis

Unna ist ein Renner. Sie gibt

es ganzjährig. Zum Preis von

130 bis 160 Euro ist ein Gutscheinheft

für zehn Hausbesuche

erhältlich: Freundliche

Fachkräfte kommen zur gewünschten

Zeit als Unterhalter/in

und Helfer/in ins Haus.

„Die Palette der per Gutschein

abrufbaren Hilfen reicht vom

Privatkoch, Babysitter, der Einkaufshilfe

bis zur Gartenpflege.

Oder einfach nur für den

aufmunternden Unterhalter,

für die Zuhörerin. Wer sich

für die außergwöhnliche und

menschliche Geschenkidee interessiert:

Kreis Unna: Tina Jaschinski,

Mini-Job-Agentur der Diakonie

Ruhr-Hellweg, Tel. 02303-

25024524

Hochsauerlandkreis: Sylvia

Mersmann, Minijob-Center

der Diakonie, Tel. 02931-

9638002

Kreis Soest, Michael Schmidt,

Diakoniestation, Tel. 02921-

3620400.

Move – Wege

gegen Drogen

Komasaufen – Kiffen – Ecstasy

– kein Problem! – meinen

zumindest viele Jugendliche,

Pädagogen sehen das oft

anders. Sozialarbeiter und

Lehrer wissen aber nicht,

wie sie mit den Jugendlichen

zu ihrem Drogenkonsum ins

Gespräch kommen können.

Das Beratungszentrum der

Diakonie Ruhr-Hellweg Fortbildungen

hilft: Hinter dem

Titel „MOVE“ verbirgt sich

ein Konzept zur motivierenden

Gesprächsführung. Ziel

ist es, mit Jugendlichen über

ihren Drogenkonsum zu reden

und ihre Motivation zu

stärken den Drogenkonsum

zu verändern. Informationen

beim Beratungszentrum der

Diakonie Ruhr-Hellweg in Kamen,

Kampstr. 22, Tel: 02307-

947430.

Ambulante

Hilfen vor

stationären

Hilfsbedürftige, kranke oder

alte Menschen sollen möglichst

lange in ihrem gewohnten

Umfeld leben können. Die

stationäre Unterbringung ist

nur die letzte Lösung, wenn

keine anderen Hilfen greifen.

Eine Strategie, die ambulante

Hilfen und Dienste vor die

stationären setzt, beschlossen

die Wohlfahrtsverbände im

Kreis Unna im Bündnis mit den

Sozialpolitikern der Kreistagsfraktionen

und der Verwaltungsspitze

des Kreises. „Wir

wollen das vorhandene Angebot

entsprechend qualifizieren

und ausbauen“, erklärt Johannes

Schäfer, Vorstand der Diakonie

Ruhr-Hellweg, als Sprecher

der Arbeitsgemeinschaft

der Wohlfahrtsverbände. Dies

spare nicht nur Kosten, sondern

diene vor allem den

Menschen.

Erholung am

Stadtrand

Die Freizeitstätte Caldenhof

mit ihrer großen Rasenfläche

und einem Abenteuerspielplatz

ist der ideale Ort, um die

Stadtranderholung für Kinder

durchzuführen. 200 Kinder im

Alter von fünf bis zwölf Jahren

tummeln sich während der

Sommerferien auf dem weitläufigen

Gelände. Jeden Morgen

werden die Kinder innerhalb

des Stadtgebietes Hamm

von einem Bus an den vereinbarten

Haltestellen abgeholt

und am Spätnachmittag dorthin

zurückgebracht. Die nach

dem Alter der Kinder eingeteilten

Kleingruppen werden

von geschulten Betreuerinnen

und Betreuern durch die Ferien

begleitet. Das vorbereitete,

umfangreiche Programm

bietet viel Abwechslung. Bei

schlechtem Wetter stehen den

Kindern mehrere Aufenthaltsräume

zur Verfügung.

Termine:

25.06. – 13.07.2007 und

16.07. – 03.08.2007

Nähere Informationen auch

über Zuschussmöglichkeiten:

Diakonie Ruhr Hellweg, Reisedienst

Hamm, Susanne Ernst

Tel: 02381-544 0040.

Fernsehen portraitiert die Erfolgsgeschichte der Mini-Job-Agentur

Mit 55 Jahren den Traumjob

beim Diakonie-Service

Dank der Mini-Job-Agentur der Diakonie Ruhr-Hellweg finden viele Arbeitssuchende wieder eine Festanstellung.

„Die sind doch einfach

toll.“ Der 82-jährige Mediziner

Dr. Werner Cramer lobt

seine freundlichen „Haus-

engel“ von der Unnaer

Mini-Job-Agentur der Diakonie

Ruhr-Hellweg. Und

für Marianne Jacobs (55) ist

der tägliche Service-Einsatz

im Haushalt des zuckerkranken

Seniors – wie auch

die Hilfsdienste bei anderen

Kunden – einfach „ein

Traumjob“.

Mit Hilfe der Mini-Job-Agentur

hat die Einzelhandelskauffrau

den Weg aus der Arbeitslosigkeit

geschafft. Erst erledigte

sie Mini-Jobs im Haushalt, jetzt

wurde sie mit 35 Wochenstunden

bei der Service-Stelle der

Diakonie Ruhr-Hellweg fest

angestellt. Über 40 Stammkunden

im Kreis nutzen regelmäßig

oder auch nur einmal im

Monat den flexiblen Service.

Das Spektrum reicht vom gestressten

Manager, der sich

wöchentlich den Haushalt samt

Kleidung pflegen lässt, über

Babysitterdienste bei Alleinerziehenden

und berufstätigen

Ehepaaren bis zur Unterstützung

von pflegebedürftigen

Senioren.

Vielfältige Ausbildungen

Zehn Minijobber sind dafür bei

der Serviceagentur der Diakonie

fest eingestellt, zwei Frauen

jetzt sogar sozialversiche-

rungspflichtig beschäftigt. Der

Altersschnitt der Helferinnen

und Helfer liegt bei 45 Jahren.

Die Ausbildungen reichen von

der serviceerprobten Verkäuferin

Marianne Jacobs bis hin

zur examinierten Altenpflegerin

Helena Pawelczyk, die

zudem noch eine Ausbildung

zur Friseurin vorweisen kann.

„Wir haben unser erstes Ziel

erreicht“, bilanziert Tina Jaschinski.

Und wenn der Bedarf

noch wächst, sei die Aufstockung

der Helfer/innen kein

Problem: „Wir haben noch

einen Bewerberpool von über

hundert Menschen, die eine

Alternative zur Arbeitslosigkeit

mit Arbeitslosengeld suchen.“

Da sei die Mini-Job-Agentur

einfach unschlagbar, sagt auch

die 55-jährige Ex-Verkäuferin

Marianne Jacobs: „Zum Glück

habe ich den Bericht über die

Mini-Job-Agentur gelesen und

mich beworben.“

Ob Unterstützung in Haushalt

oder Garten, ob Einkaufshelfer

oder einfach nur Ansprechpartner

für hilfsbedürftige

Menschen: „Wir haben alle Lösungen

für Mini-Jobs in Haushalt",

sagt Tina Jaschinski, die

mit Claudia Becker-Haggeney

die Ansprechpartnerinnen für

Auftraggeber ist. Neben den

Hilfen für ältere Menschen –

putzen, einkaufen, persönliche

Betreuung – gibt es zahlreiche

Dienste, für die die Mini-Jobber

als legale Haushaltshelfer

gebucht werden.

Weitere Informationen

Mini-Job-Agentur der Diakonie

Ruhr-Hellweg in Unna, Tina Jaschinski,

Tel. 02303-25024524

oder Claudia Becker-Haggeney,

Tel. 02303-25024523. Die

Mini-Job-Agentur der Diakonie

Ruhr-Hellweg ist auch aus

überregionaler Sicht eine Erfolgsgeschichte:

Am 1. Februar

begleitete ein Fernsehteam

des WDR Marianne Jacobs und

Tina Jaschinski bei der Arbeit.

Der Beitrag wurde im 3. Programm

gezeigt.

Günther Klumpp

Mitarbeiterin privat

Christine Weyrowitz und das

schönste Hobby der Welt

„5…4…3…2…1…los! mit

diesem Countdown zählt

uns das Publikum auf die

Bühne und dann starten

wir die Szene. Niemand

weiß, wie die nächste

Handlung aussehen wird.

Ich leider auch nicht“,

beginnt Christine Weyrowitz

von ihrem Hobby zu

erzählen.

Aus einer Vorgabe des Publikums

die so aberwitzig sein

darf, wie nur möglich – versuchen

wir eine runde Geschichte

zu machen. Das Publikum

hat sich zu Beginn mit Rosen

und nassen Schwämmen bewaffnet

und ist aufgefordert,

mit Rosen zu belohnen oder

Rohrkrepierer mit Schwämmen

zu bewerfen. Ich rede von unserem

Improvisationstheater.

Für mich das schönste Hobby

der Welt.

Am wichtigsten ist mir dabei

der Spaß am Spiel mit anderen

Leuten. Ich liebe es, auf der

Bühne Opernarien zu schmettern,

im Stil von Shakespeare

zu reimen oder als liebestolles

Schaf einen depressiven Schäferhund

zu verführen. Wenn

wir dabei nachdenken, haben

wir schon verloren. Eigentlich

brauchen wir vor allem viel

Mut zum Scheitern, und dann

gelingt es manchmal, die Zuschauer

zu verzaubern. Unsere

TERMINE

Freuen Sie sich auf ein besonderes

Musikereignis mit

sinfonischer Blasmusik. Das

„Luftwaffenmusikkorps 3“

aus Münster ist dafür bekannt,

seine Zuhörer mit Musik aus

verschiedenen Epochen zu

begeistern. Die instrumentale

Besetzung setzt sich aus sämtlichen

Blasinstrumenten, von

der Flöte über die Oboe bis hin

zur Tuba und einem Schlagzeug

zusammen. Ergänzt wird

sie durch Instrumente wie

Keyboard, Gitarre und E-Bass.

Daraus ergibt sich eine große

Bandbreite aufführbarer Musik

„Schwamm-drüber“ – eine Theatergruppe, die nicht nur die

Zuschauer, sondern auch die Schauspieler begeistert.

Gruppe heißt „schwammdrüber“

und der Name spiegelt

unser Lebensmotto wider:

Nicht immer alles so ernst nehmen

und einfach mal improvisieren.

Im wirklichen Leben gehen wir

ganz normalen Berufen wie

Ingenieur, Architektin, Lehrerin,

Erzieherin und Kaufmann

nach. Ich selbst bin Sozialpädagogin

und arbeite im Beratungszentrum

der Diakonie

Ruhr-Hellweg in Kamen. Dort

berate ich Schwangere, Paare

und Familien zu allen kleinen

und großen Problemen des

Lebens. Das Theaterspielen

schafft einen guten Ausgleich

zu meiner Arbeit. Darüber hin-

in unterschiedlichsten Besetzungen.

Am Dienstag, 12.

Juni 2007, können Sie das

„Luftwaffenmusikkorps

3“ um 20:00 Uhr im großen

Saal des Kurhaus Bad

Hamm live erleben. Es handelt

sich hierbei um ein Benefizkonzert

zugunsten des Frauenhauses

Hamm der Diakonie

Ruhr-Hellweg. Das Frauenhaus

bietet körperlich und seelisch

misshandelten Frauen mit und

ohne Kinder Zuflucht. In den

vergangenen 27 Jahren hat das

Frauenhaus unzähligen Frauen

mit Kindern Schutz und Unter-

aus funktioniert die Sache mit

der Leichtigkeit offenbar auch

umgekehrt. Neulich sagte mir

eine Klientin zum Abschluss

der Beratung: „Vielen Dank,

dass Sie mir gezeigt haben,

wie man fliegt.“ „Guck mal

an“, dachte ich, „Flügel verleihen

konnte ich doch bisher nur

auf der Bühne.“

Wer Lust hat, „schwammdrüber“

live zu erleben,

ist herzlich zu dem Frühlingsempfang

der Diakonie

Ruhr-Hellweg am 17. April

2007 eingeladen. Überlegt

Euch schon mal witzige und

absurde Vorgaben und dann

zählt mit ein: 5 4 3 2 1… los.

Eure Christine Weyrowitz

Luftwaffenmusikkorps spielt für Frauenhaus

kunft geboten. Der Veranstalter

des Benefizkonzertes ist der

„Inner Wheel Club Hamm“. Die

Schirmherrschaft übernimmt

Gerda Hunsteger, Ehefrau des

Oberbürgermeisters der Stadt

Hamm. „Wir hoffen, dass viele

Besucher kommen werden

und die Veranstaltung auch für

das Frauenhaus ein finanzieller

Erfolg wird“, so Dr. Gisela

Mösseler, Vorsitzende des Kuratoriums.

Im Vorverkauf sind

beim Westfälischen Anzeiger

Eintrittskarten für 12,- Euro, an

der Abendkasse für 14,- Euro

zu erwerben.

TERMINE

Kirchenkreis Hamm

Woche der Brüderlichkeit

Die insgesamt sieben hochkarätig

besetzten Abendveranstaltungen

und ein Projekt mit

dem Galilei-Gymnasium stehen

unter dem Motto „Redet

Wahrheit!“ der bundesweiten

Woche der Brüderlichkeit zum

christlich-jüdischen Dialog.

Dazu lädt der Arbeitskreis

„Woche der Brüderlichkeit“ in

Hamm alle Interessierten ein.

Dienstag, 20. März, 19.30 Uhr:

„Gemeinsam leben lernen

– ohne Angst, verschieden zu

sein.“ mit Prof. Dr. Agnes Wuckelt

(Paderborn), Franziskuskolleg,

Franziskaner Str. 2a

Mittwoch, 21. März, 17.30 Uhr

und 20.00 Uhr: Alles was ich

an euch liebe (Spanien 2005),

VHS-Kino, Cinemaxx, Chattanoogaplatz,

5 Euro (4 Euro)

Freitag, 23. März, 20 Uhr: „Es

liegt was in der Luft“ – Musik

Mischa Spoliansky, Volkshochschule,

Bürgersaal, Hohe Straße

71, 10 Euro (7 Euro)

Sonntag, 25. März, 17 Uhr:

Abschlussgottesdienst: „Redet

Wahrheit!“, Der jüdisch-christliche

Dialog und die „Bibel in

gerechter Sprache“, Pauluskirche

Hamm, Marktplatz.

Evangelische Akademie

Hamm Die diesjährige Veranstaltungsreihe

zeigt unter

dem Motto „NOT – wendige

– WEGE“ Perspektiven und

Auswege aus Nöten der Gesellschaft

auf. Es geht um Fragen

des Alters, der Kirche, des

Islams und der Psychologie.

Dienstag, 27, März: Gerhard

Duncker, Kirchenrat der Evan-

gelischen Kirche von Westfalen:

„Angst vor dem Islam?

Impulse für einen notwendigen

Dialog“

Montag, 23. April: Dr. Henning

Scherf, Bürgermeister a.D.:

„Keine Angst vorm alt werden

– Gesellschaft im Wandel“

Dienstag, 15. Mai: Dr. Eugen

Drewermann, Pazifist, Theologe

und Therapeut: “Mit Ängsten

leben – Zwischen Furcht

und Zuversicht“. Veranstaltungen

finden in der Lutherkirche

und im Lutherzentrum

Hamm, Martin-Luther-St. 27

b, statt. Der Beginn ist um 20

Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Kirchenkreis Soest

Interreligiöser Dialog: „Abraham

und die drei Weltreligionen“,

am 16. April, 15.00

- 16.30 Uhr in Lippstadt, Abtei

Stift Cappel, Cappeler Stiftsallee

6, Referenten: Pfarrerin

Frauke Wehrmann-Plaga. Verantwortlich:

Elke Reimer.

„Aus den Quellen zu schöp-

fen“. Im Januar starteten die

„Bibelkurse NRW“, ein Bibelprojekt

der Evangelischen

Kirchen in NRW. Unter eindrücklichen

Titeln werden

grundlegende menschliche

Themen angesprochen. Auf

den Veranstaltungen wird die

neu erscheinende „Bibel in gerechter

Sprache“ vorgestellt.

27. März: „Sturm und Stille“,

Referenten: Ute Plath, Reinhild

Anemüller, Pfarrer Wolfgang

Jäger, 19.30 Uhr - 21.45 Uhr

in der Soester Nikolaikapelle.

Ansprechpartnerin: Anita Goy,

Evangelische Erwachsenenbil-

dung im Kirchenkreis Soest,

Tel. 02921-396170.

5. Mai: Plicae Vocalis: Rock

the Church, St. Thomä in Soest.

Mit dem Soester Jugendchor,

den „Dekanatas“, Plicae Vocalis

und einer Band unter der

Leitung von Volker Kukulenz.

12. Mai: Hanse-Chorfestival

in der Brüderkirche, Lippstadt

um 14.00 - 18.00 Uhr.

Mitwirkende sind der Große

und Kleine Chor der Kantorei

Lippstadt, die Kantorei St. Jakobi

Hamburg, der Kammerchor

Lippstadt, Viva la musica

Uden/Niederlande, Sangkoret

Lysbuen BKK Bergen/Norwegen,

der Chor des Königin-

Mathilde-Gymnasiums Herford

und der Konzertchor des Städt.

Musikvereins Lippstadt.

Kirchenkreis Unna

Naturpädagogische Weiterbildung:

Die Evangelische

Erwachsenen-/Familienbildung

in Zusammenarbeit mit der

Oase Stentrop bietet unter dem

Leitwort „!natürlich!“ ab Mai

2007 bis Mai 2008 eine Weiterbildung

zur Fachkraft für Naturpädagogik

an. Die Fortbildung

richtet sich an Interessierte, die

ihre naturpädagogischen Fähigkeiten

weiterentwickeln wollen.

Die Kosten betragen 1.350

Euro und können mit Bildungsschecks

reduziert werden. Ansprechpartner:

Dirk Heckmann,

Referat für Männerarbeit und

Erwachsenenbildung im Kirchenkreis

Unna, Tel. 02303-

288180, www.evangelisch-inunna.de.

6 7


Spielregeln für SUDOKU

Im Grunde genommen gibt es nur eine Regel:

Füllen Sie das Rastergitter so aus, dass:

jede Reihe,

jede Spalte und

alle 3 x 3 Boxen

die Zahlen 1 bis 9 beinhalten.

Die einzugebenen Zahlen sind: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9.

8

Das ist eine Reihe mit neun Zellen:

Eine ausgefüllte Reihe muss jede der

angegebenen Zahlen beinhalten.

Es ist pro Zelle nur eine Zahl einzugeben.

Es gibt neun Reihen in dem Rastergitter,

für die alle dasselbe gilt.

Das ist eine Spalte mit neun Zellen:

Eine ausgefüllte Spalte muss

jede der angegebenen Zahlen

beinhalten. Es ist pro Zelle nur

eine Zahl einzugeben. Es gibt

neun Spalten in dem Rastergitter,

für die alle dasselbe gilt.

Viel Spaß beim Ausfüllen

und Gewinnen.

Mitmachen und Gewinnen:

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die unser Sudoku richtig lösen, haben

wir drei Hauptgewinne:

1. Preis: Eine exklusive Gruppenführung für bis zu zehn Personen

durch das Internationale Zentrum für Lichtkunst – das weltweit

einzige Museum für Lichtkünstler in Unna.

2. Preis: Eine Familien-Tageskarte für das Maximare in Hamm

3. Preis: Echte Soester Sprungtropfen vom Restaurant „Pilgrim“

Teilnahmebedingungen:

Einfach das ausgefüllte Sudoku ausschneiden oder kopieren und bis zum 11. Mai

einsenden an: Verena Preuß, Diakonie Ruhr-Hellweg, Schützenstr. 10, 59872

Meschede, Fax: 0291-290025.

Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Impressum

diakonie:zeit

Ausgabe 1/2007

Erscheinungsweise: 4 Mal pro Jahr

Redaktion: Verena Preuß

(v.i.S.d.P.), Günther Klumpp

Anschrift:

Diakonie Ruhr-Hellweg

Schützenstr. 10, 59872 Meschede

Tel. 0291-290047

Mail: presse@diakonie-ruhr-hellweg.de

Auflage: 1.500 Exemplare

Realisation:

MediaKom – Medien- und Kommunikationsberatung

Thomas Horschler GmbH, Unna

Anzeigen:

MediaPrint, Wolfgang Walter,

Tel. 02303-2542216

Druck: BasseDruck

gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier – der

Umwelt zuliebe

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