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Freier Wille 21.08.2013 - WissIOMed

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Studium generale:

Studium generale: Projekt© Herausgeber: Prof. Dr. med. Bernd Fischer www.wissiomed.de e-mail:memory-liga@t-online.de- Idealismus (z. B. Berkeley, Hegel, Teilhard de Chardin):Einheit als Geist- Dialektischer Materialismus (z. B. Lenin, Rubinstein, Orlov, Klix):Einheit als Materie oder Energie- Physikalismus (eliminativer Materialismus, reduktiver Physikalismus)(z. B. Smart, Armstrong, Feierabend)„Nach Auffassung des Physikalismus (Naturalismus) in Gestalt des reduktivenbzw. eliminativen Materialismus bilden die neurophysiologischen Funktionen einletztlich nach den Gesetzen der Physik arbeitendes deterministisches System.Reduktion heißt hier: Sätze über mentale Hirnfunktionen werden durch Sätze überneuronale Hirnfunktionen ersetzt oder sie sie werden aus diesen abgeleitet.“ (Fahrenberg2006/2007)- Emergentismus (z. B. Broad, Hebb, Lorenz, Bunge, Sperry, Hastedt)„Beim Emergentismus bleiben Entstehung, kategoriales Novum und Wirkungder Bewusstseinsprozesse ein Rätsel.“ (Fahrenberg 2006/2007)Es wird behauptet, „Bewusstseinsprozess sind in zwei Bedeutungen emergent, d. h.(1) sie treten in der biologischen Evolution als höhere Hirnfunktionen neu hervor,(2) sie sind höhere Systemeigenschaften, fehlen auf der Ebene der neuronalenSubsystem und sind aus deren Eigenschaften nicht vollständig abzuleiten, zuersetzen oder vorherzusagen.Gegen die zweite Fassung des Emergenzprinzips lässt sich einwenden, dassBewusstseinsprozesse kategorial etwas anderes sind als eine emergente Klasse vonneurophysiologischen Systemeigenschaften - mögen die Teilsysteme noch sodynamisch oder nicht-linear interagieren oder unvorhergesehen Effekteverursachen.“ (Fahrenberg 2006/2007)„Emergenz ist kein mythisches Gespenst, sondern eine Übergang von einerOrganisationsebene auf eine andere.” (Gazzangia, 2012, S. 71)Bei Verantwortlichkeit und Freiheit handelt es sich…um emergente Eigenschaften,die bei der Wechselwirkung mehrerer Gehirne untereinander auftreten.(sozusagenim Raum zwischen den Gehirnen) Das ganze System gewinnt qualitativ neueEigenschaften, die sich aus der einfachen Addition derjenigen seiner einzelnenBestandteile nicht vorhersagbar sind.“ (Gazzangia, 2012, S. 71,72)(vgl. Aus der kompletten Kenntnis einer Termite lässt sich der Termitenbau unddas Verhalten der Termiten im Kollektiv nicht vorhersagen)30

Studium generale: Projekt© Herausgeber: Prof. Dr. med. Bernd Fischer www.wissiomed.de e-mail:memory-liga@t-online.de- Methodologischer und metaphysischer Funktionalismus (z. B. Fodor, Putnam, Dörner(Dennett))„Der Funktionalismus sieht in den „mentalen“ Zuständen Funktionen, die auch alsSystemleistungen grundsätzlich auch in Automaten bzw. Computern realisiertwerden können. Einige Varianten des Computer-Funktionalismus, „mein Computerdenkt“, (und fühlt), wirken kategorial undifferenziert und können als Metapherirreführend sein. Maßgeblich sind ja die Intentionen des Programmierers; häufigwerden außerdem die fundamentalen Unterschiede zwischen der heutigenComputerarchitektur und dem um viele Dimensionen komplexeren Gehirnignoriert. (Fahrenberg 2006/2007)- Nicht-reduktiver Physikalismus, Supervenienztheorien (z. B. Davidson Kim, (Metzinger), Roth,Singer, Elger et al. (Hirnforscher-Manifest))„Für den nicht-reduktiven Physikalismus ergibt sich eine schwierigeGratwanderung zwischen dem alten Eigenschafts - Dualismus (Doppel-Aspekt-Lehre) und dem schlichten Epiphänomenalismus, für denBewusstseinsprozesse nur Schatten der realen Hirnphysik sind.“ (Fahrenberg 2006/2007)„In den Supervenienztheorien ist das Hauptproblem die die begrifflich undauch neurophysiologisch unzureichende Präzisierung derAbhängigkeitsbeziehungen.“ (Fahrenberg 2006/2007)„Der interaktionistische Dualismus und der neurobiologische (nichtreduktive)Physikalismus sind, bei aller Unterschiedlichkeit derArgumentation, in ihrem Kern auf ein noch unbekanntes Erklärungsprinzipangewiesen, um die immanenten Denkschwierigkeiten zu überwinden.Entweder muss eine irgendwie kausale Wirkung nicht - physikalischerPhänomene als reale, aber nicht direkt messbare, und in ihren Relationen sehrrätselhafte Eigenschaften physikalischer Prozesse angenommen werden.“(Fahrenberg 2006/2007)„Dem Supervenienzprinzip (super: über; zusätzlich; venire kommen: Beschreibung vonVerhältnissen zwischen Entitäten (ens: seiend); ontologischer (Lehre vom Sein) Sammelbegriff, deralles Existierende bezeichnet: Seinshaftigkeit von etwas) zufolge sindBewusstseinsprozesse auf eine besondere Art an neuronale Erregungsmustergebunden, sie sind zwar von unten nach oben determiniert, aber alshinzukommende Eigenschaften damit nicht vollständig erklärt. Im Vergleich zumEmergenzprinzip werden kompliziertere, allerdings noch unzureichend präzisierte„Abhängigkeitsbeziehungen ohne Reduktionismus“ postuliert, sogar Vermutungenüber eine besondere, noch unerklärliche „downward-causation“ im Gegensatz zur„echten“ Kausalität geäußert.“ (Fahrenberg 2006/2007)31

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