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Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln – Stocktaking Study zur Gewinnung undNutzbarmachung von empirischen Erkenntnissen für die politische Bildung in DeutschlandBetriebe), mit dem man ausgewählte Adressatenkreise gezielt anspricht undüber das man in diesem Fall fast die Hälfte der Teilnehmenden gewinnt.Für Jugendliche scheint das Programmheft wie auch andere Artengedruckter Informationen weniger werbewirksam zu sein. Die von Schröderet al. 45 befragten Jugendbildungsreferentinnen und -referenten derpolitischen Jugendbildung setzten das Veranstaltungsprogramm zwar nochan die vierte Stelle der erfolgreichen Werbewege, ein Viertel der Befragten(24 %) meinten jedoch, dass das Veranstaltungsprogramm in den letztenJahren am meisten an Bedeutung verloren hat. Auch Anzeigen in Zeitungenund Zeitschriften, ohnehin in ihrer Verbreitung nur auf Platz neun, waren für23 % der Jugendbildungsreferentinnen und Referenten die Verlierer bei denWerbewegen.Auch für Volkshochschulen, die über die in der Kommune öffentlichausgelegten Veranstaltungsprogramme sehr präsent sind, scheint es einegeteilte Adressatenschaft zu geben. Während Gapski/Heinen-Tenrichausdrücklich erwähnen, dass „die meisten Kunden dieser Anbietergruppe (...)noch immer über das klassische Programmheft zu ihren Bildungsangebotenfinden“ 46 , zeigte eine Untersuchung von Becker 2009 zu denentwicklungspolitischen Angeboten der Volkshochschulen für Jugendliche,dass für diese Angebote nur noch gut die Hälfte der Volkshochschulen aufdas VHS-Programm setzte. 47Dietinger/Zinn berichten aus zwei Befragungen von Jugendlichen an denVolkshochschulen Hagen und Bochum im Mai 1999, dass die in Hagenbefragten Jugendlichen zu 72 % „noch nie“ in ein VHS-Programmheftgeschaut haben, aber zu 74,8 % sagen, dass sie sich vorstellen konnten,einen VHS-Kurs zu besuchen (79,4 % VHS Bochum bzw. 74,8 % VHSHagen) 48 . Die Autorinnen schließen daraus, dass Volkshochschulen andereFormen der Zielgruppenansprache wählen sollten, u.a. mit einem eigenenProgrammheft für die `Junge VHS´49 . Die Volkshochschule Bochum, für diedie Befragung ähnliche Ergebnisse zeigte, veröffentlichte daraufhin 2000einen Folder `Junge VHS´ und verzeichnete einen Belegungsanstieg45 Schröder et al. 200446 Gapski/Heinen-Tenrich 2007, S.2347 Becker 2009a, S.3148 Dietinger/Zinn 2001, S.10949 Immer mehr (interne Schätzungen gehen von circa 80 % aus) Volkshochschulen habeninzwischen einen eigenen, besonders ausgewiesenen Programm- bzw. Fachbereich Bereich„Junge VHS“ eingerichtet. Die „Junge Volkshochschule“ (JVHS) spricht mitJugendbildungsveranstaltungen gezielt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an. Vgl.Becker 2009, S.2027

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln – Stocktaking Study zur Gewinnung undNutzbarmachung von empirischen Erkenntnissen für die politische Bildung in Deutschlandzwischen dem Frühjahr 1999 und dem Frühjahr 2000 um 43,85 % (von11,4 % auf 16,4 %). 503.1.2. Soziale KontexteIn fast allen Untersuchungen, die sich mit Zugangswegen vonTeilnehmerinnen und Teilnehmern zu den Angeboten befassen, wirdbestätigt, dass es zunehmend die persönliche Ansprache ist, die Menschenauf die Maßnahmen aufmerksam macht und eine Teilnahme anregt. Dabeiwerden immer wieder zwei Formen genannt, die nicht trennscharf zubeschreiben sind: Die persönliche Ansprache im Nahbereich, also durchFamilie und Freunde, sowie in einem etwas weiter gefassten sozialenUmfeld, im Rahmen bestehender Gruppen oder Aufenthaltsorte wie Schule,Universität, Freizeitgruppe, Gemeinde oder Arbeitsplatz:„Wesentlich wichtiger als die modernen elektronischen KommunikationsmittelInternet und Newsletter ist vermutlich bei allen Einrichtungen die persönlicheWerbung durch Lehrende, durch Kooperationspartner, durch die Mund-zu-Mund-Propaganda unter den (Stamm-)Kunden, was vor allem für diezielgruppenorientierten Anbieter gelten dürfte.“ 513.1.2.1. Mund-zu-Mund-PropagandaFür viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, und wahrscheinlich auch für vieleAdressaten (also potenzielle Teilnehmende), hat die Mund-zu-Mund-Propaganda – die Empfehlung von Familie, Freunden oder Bekannten,Klassenkameraden, Gruppenleitungen oder Lehrkräften – eine große bisgrößte Relevanz.Bei Böhnisch et al. misst die Mehrheit der befragten Einrichtungen undOrganisationen politischer Bildung (62,2 %) der Mund-zu-Mund-Propagandadie zweitgrößte Bedeutung als Werbeform bei, 23,2 % meinen außerdem,dass diese in den letzten fünf Jahren an Bedeutung gewonnen hat 52 :„Fast alle Einrichtungen (92,6 %) nutzen die sogenannte Mund-zu-Mund-Propaganda, die im engeren Sinn keine Werbeform der Einrichtung ist,50 Siehe Dietinger/Zinn 2001, S.11051 Gapski/Heinen-Tenrich 2007, S.23f.52 Siehe Böhnisch et al. 2006, S.9128

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