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Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln – Stocktaking Study zur Gewinnung undNutzbarmachung von empirischen Erkenntnissen für die politische Bildung in Deutschland„56 % sind über den Jugendverband, 18 % über ihre Jugendgruppe undweitere 13 % sind über ihre/n Gruppenleiter/in auf ihr Come in Contract-Projekt aufmerksam geworden. Hinzu kommen (offene) Nennungen, die sichin erster Linie auf Jugendbildungswerke und (Stadt- bzw. 33 Landes-)Jugendringe als Multiplikatoren und Motivatoren beziehen (29 %). Deutlichweniger ins Gewicht fallen indes Eltern, Schule bzw. Universität,Jugendeinrichtungen oder auch die Initiatoren („Dachverbände“) derKampagne Projekt P.“ 73 (...) „Alle Jugendlichen kamen durch persönlicheAnsprache zu ihren Projekten bzw. bei Lambda 74 durch ein gezieltesAnschreiben aller im schwul-lesbischen Jugendnetzwerk organisiertenGruppenleiter/innen. (...). Alle anderen Jugendlichen der Come in Contract-Projekte kannten sich bereits vorher: Schulklasse, gemeinsame Freizeit,Ortsverband. Der Umstand, sich bereits zu kennen, wurde als positiverFaktor immer wieder betont.“ 75 (...) „Der Impuls zur Teilnahme an Projekt Pging in allen befragten Come in Contract-Gruppen von einer erwachsenenBezugsperson aus, die so relevant war, dass die Gruppe die Idee aufgriffoder sich darüber konstituierte.“ 76Für ein Projekt des Landesjugendrings NRW zur Kommunalwahl 77 wurdenentsprechende Verteiler genutzt: „49 der Gruppen haben über den Flyer, derin hoher Stückzahl von uns versandt wurde, vom Projekt gehört. Immerhin 19Gruppen haben über die Presse oder das Internet vom Projekt erfahren. 18Gruppen wurden durch Freunde oder Bekannte auf das Projekt aufmerksamgemacht und 22 Gruppen haben über unsere Kooperationspartner vor Ort,wie Jugendverbände, -ringe oder -ämter vom Projekt gehört.“ 78Eine Variante dieses Werbeweges, die vor allem in der Erwachsenenbildunggenutzt wird, ist die Werbung in eigenen Veranstaltungen. Laut Böhnisch etal. vertrauen 92,3 % der Einrichtungen und Organisationen politischerErwachsenenbildung auf diesen Weg und 52,2 % halten ihn nach wie vor fürbesonders wichtig 79 . Volkshochschulen nutzen diesen Weg für dieAnsprache von ansonsten schwer erreichbaren Jugendlichen vor allem inKursen zu den sogenannten nachholenden Schulabschlüssen oder vonMigrantinnen und Migranten in den Integrationskursen. Darüber hinaustragen auch die weiteren Angebote der Volkshochschulen undHeimvolkshochschulen (Ausstellungen, Schnupperangebote, Feste o.Ä.)73 A.a.O., S.32f.74 Jugendnetzwerk Lambda e.V. – der LesBiSchwule Jugendverband in Deutschland75 Wächter/Zinser 2006, S.68f.76 A.a.O., S.7077 „Erstmal Kommunalwahl – ab 16” des Landesjugendrings NRW e.V., siehe Jendral 200178 Jendral 2001, S.9779 Vgl. Böhnisch et al. 2006, S.8933

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln – Stocktaking Study zur Gewinnung undNutzbarmachung von empirischen Erkenntnissen für die politische Bildung in Deutschlandoder die Angebote für Multiplikatoren – und damit potenzielleKooperationspartner – dazu bei, das Interesse von und für jugendlicheTeilnehmerinnen und Teilnehmer zu wecken oder zu erhalten. 80Wer keine Möglichkeiten hat, in eigenen organisierten Zusammenhängen zuwerben, nutzt die Verteiler und Informationswege von Kooperationspartnern.Die von Schröder et al. befragten Jugendbildungsreferentinnen und -referenten setzten den Zugangsweg über Kooperationspartner mitdeutlichem Abstand an die erste Stelle der Wege zurTeilnehmergewinnung 81 .Der wichtigste Kooperationspartner für die politische Jugendbildung ist dieSchule. Viele ihrer Maßnahmen werden für und mit Schulen (alsaußerunterrichtliches Angebot für Schülerinnen und Schüler einer odermehrerer Schulen) durchgeführt oder zumindest in Schulen beworben.Schröder et al. erhoben sogar einen Anteil von circa 22 % derTeilnehmenden, die „im Klassenverband“ an außerschulischen Maßnahmenteilnahmen 82 , was darauf schließen lässt, dass die Gesamtzahl derMaßnahmen, die in Kooperation mit Schulen (aber nicht unbedingt imKlassenverband, sondern in klassen- und altersgemischten Gruppen)durchgeführt werden, noch höher liegt.Auch im Fall der entwicklungspolitischen Bildungsmaßnahmen derVolkshochschulen erfuhr die Mehrheit der befragten Teilnehmerinnen undTeilnehmer in der Stichprobe der o.g. Studie von Becker über die Schule vonden Angeboten. „56 % derjenigen, die freiwillig, also nicht im Rahmen einerverpflichtenden Schulveranstaltung, am Angebot teilgenommen haben,antworten auf die Frage, wie sie auf das Bildungsangebot aufmerksamgeworden sind, dass sie „in der Schule darüber informiert“ wurden. 18 % derTeilnehmenden hatte „jemand (Klassenkamerad/Klassenkameradin,Freund/Freundin, Lehrer/in) von dem Angebot erzählt“. Nur 7 % geben an,dass sie „durch die Werbung der Volkshochschule (Flyer, Plakat, Programm,Internet) neugierig geworden“ sind.“ 83 Folgerichtig wählten 90 % der für dieerwähnte Studie befragten Volkshochschulen für die Bewerbung ihrerentwicklungspolitischen Angebote die direkte Ansprache potenziellerjugendlicher Teilnehmer auf spezifischen Kommunikationswegen. Außer anSchulen annoncierten sie die Maßnahmen in vielfältigen Kontexten: über denkommunalen Ferienspaß-Prospekt, im Konfirmationsunterricht der80 Vgl. Becker 2009a, S.5ff. und Becker 2009b, S.3481 Vgl. Schröder et al. 2004, S.11382 A.a.O., S.10783 Becker 2009b, S.3434

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