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Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln – Stocktaking Study zur Gewinnung undNutzbarmachung von empirischen Erkenntnissen für die politische Bildung in Deutschlandprojektorientierte Mischformen.“ 323 Wochenendseminare werden nachAuskunft der Bildnerinnen und Bildner „zögerlicher angenommen, da dieWochenenden verstärkt zur Erholung und als Familienzeit genutztwerden.“ 324 „An mehrtätigen Seminaren nehmen stärker MultiplikatorInnenteil, für die die Veranstaltung Weiterbildungscharakter hat und für die mansich z.B. im Rahmen des Bildungsurlaubs freistellen lassen kann.“ 325 „Es wird(...) von einem Trend gesprochen, der in Richtung kurzzeitpädagogischerund kompakterer Veranstaltungsformen (Tages- undHalbtagesveranstaltungen) geht, die überschaubar sind und das Zeitbudgetnicht zu sehr strapazieren.“ 326Gapski/Heinen-Tenrich bestätigen auf der Grundlage ihrer Analyse vonProgrammheften und Veröffentlichungen sowie von vertiefendenExpertengesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allenTrägerbereichen des Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetzeszwei Trends in der politischen Erwachsenenbildung, ohne den Anteil derFormate im Einzelnen zu quantifizieren: zum einen den Trend zukompakteren Veranstaltungsformen, zum anderen den Trend zurKombination von verschiedenen Angeboten (verschiedenerKooperationspartner) zu Programmpaketen. 327 Teilweise differenzieren siedie Programmformate nach Themen. Sie beobachteten, dass Angebote zuaktuellen politischen Themen vor allem in Form von Einzelveranstaltungenund Vorträgen angeboten werden 328 , „Gesprächs- und Arbeitskreise, häufigmit bestimmten Zielgruppen entweder mit einem offenen Themenangebotoder zur kontinuierlichen Bearbeitung von Fachthemen z.B. im Rahmen dergewerkschaftlichen Bildungsarbeit oder im Zusammenhang vonlängerfristigen Arbeitsvorhaben, wie beispielsweise in der Agenda-Arbeit“einen Teil der Angebote ausmachen 329 oder dass der Bildungsurlaub – „einunverzichtbares Standbein politischer Bildungsarbeit und (...) eine ArtGewährleistung und Sicherstellung politischen Lernens in Gruppen“ –zunehmend als „ambulanter“ Bildungsurlaub ohne eine gemeinsameUnterkunft an einem besonderen Lernort stattfindet. „Fachtagungen,Kongresse und Kampagnen sind Programmformate vor allem derEinrichtungen, die langfristig einen fachlich-inhaltlichen Themenschwerpunktentwickelt und sich mit Teilen ihrer Arbeit zu Spezialanbietern und323 Böhnisch et al. 2006, S.80324 Ebd.325 Ebd.326 A.a.O., S.81327 Vgl. Gapski/Heinen-Tenrich, S.20328 A.a.O., S.17329 A.a.O., S.2085

Praxisforschung nutzen, politische Bildung weiterentwickeln – Stocktaking Study zur Gewinnung undNutzbarmachung von empirischen Erkenntnissen für die politische Bildung in DeutschlandKompetenzzentren entwickelt haben.“ 330 „Für eine Reihe von Programmen,so z.B. im Bereich der Schulungen und Lehrgänge, ist ein Mix aus den o.g.Veranstaltungsformen anzutreffen und stellt ein besonderes Programmformatdar. Unterschiedliche Veranstaltungsformen wie Vorträge, Ausstellungen,Exkursionen, Seminare werden mit Musik-, Kunst- oderTheaterveranstaltungen zu einem Themenangebot gebündelt. DieKooperation mit anderen Einrichtungen und Organisationen ist dabei dieRegel.“ 331Diese Daten geben Hinweise auf die Vorlieben und Interessen derTeilnehmerinnen und Teilnehmer, sofern man davon ausgeht, dass dieAnbieter ihre Angebote auch nach der Nachfrage richten. Für die Wahl desAngebotsformates aber sind daneben „gesellschaftlicheRahmenbedingungen, die verschiedenen Lebenswelten der Zielgruppen,sowie die Themen und Bildungsziele“ 332 und, nicht zu vergessen,wirtschaftliche Gründe bzw. die jeweiligen Förderbedingungenausschlaggebend 333 .Wie schwierig es ist, von den tatsächlich angebotenen Veranstaltungsformenauf die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gewünschten zuschließen, zeigt die Teilnehmer-Befragung von Böhnisch et al. Denn„bezüglich der Veranstaltungsformen, die von den Teilnehmenden bevorzugtwerden, ergibt sich aus der Teilnehmerbefragung ein Befund, der dem Trendzu Kurzzeitveranstaltungen (...) zuwider läuft. Bei den bevorzugten Formenwurden von den Teilnehmenden die Mehrtagesseminare häufiger genanntals die Tagesseminare. Dabei gibt es hinsichtlich des Alters der Befragtenoder anderer demografischer Merkmale keine nennenswerten Unterschiede.Die Teilnehmenden nennen häufiger das Format, welches eine intensivereAuseinandersetzung mit Themen der politischen Bildung erlaubt. Sieschätzen die Möglichkeiten, die Bildungsstätten bieten können: sich ausAlltagsbezügen zurückziehen und in Beziehung zu anderen treten zukönnen.“ 334 Böhnisch et al. führen diese hohe Zustimmung zu mehrtägigenFormaten auf den hohen Anteil an Teilnehmenden zurück, die 3 bis 4 Mal proJahr an entsprechenden Veranstaltungen teilnehmen und deswegen alsbesonders interessiert gelten können.330 A.a.O., S.21331 Ebd.332 Böhnisch et al. 2006, S.79333 So kann es auch im wirtschaftlichen Interesse z.B. von Bildungsstätten liegen, einemehrtägige Belegung zu haben, vgl. Schröder et al. 2004, S.74. Außerdem werdenbestimmte Formate, der Ort oder die zeitliche Dauer der Maßnahmen von den meistenFörderrichtlinien (Kinder- und Jugendplan des Bundes, Förderrichtlinien der Bundeszentralefür politische Bildung und andere) als förderfähig oder nicht-förderfähig definiert.334 Böhnisch et al. 2006, S.8186

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