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Uhldingen-Mühlhofen - Aktionsprogramm Seefelder Aach

Uhldingen-Mühlhofen - Aktionsprogramm Seefelder Aach

UHLDINGEN-MÜHLHOFENIntegrierter Gewässerschutzan der Seefelder AachLandwirtschaftC. LandwirtschaftC.1 AllgemeinesNÄHRSTOFFBELASTUNG DER SEEFELDER AACH DURCH LANDWIRTSCHAFTBerechnungen zu den Nährstofffrachten im Einzugsgebiet der Seefelder Aach wurdenvom Institut für Gewässerforschung und Gewässerschutz der GesamthochschuleKassel auf der Grundlage des Untersuchungsprogrammes des Instituts fürSeenforschung, Lagenargen, durchgeführt. Dabei ergaben sich im Jahre 1998 ausdem gesamten Einzugsgebiet Jahresfrachten in der Seefelder Aach von rd. 348 TonnenStickstoff und rd. 10,4 Tonnen Phosphor. Aus sogenannten diffusen Quellen(Landwirtschaft und natürliche Hintergrundlast) stammen 90 % des Stickstoffs und40 % des Phosphors. Aus der Landwirtschaft gelangt Stickstoff hauptsächlich überdas Grund- und Dränagenwasser, Phosphor vorwiegend durch Abschwemmung undBodenerosion in die Oberflächengewässer.STICKSTOFFEINTRÄGEIn einer modellhaften Berechnung wurde die theoretische N-Belastung aus diffusenQuellen in Höhe von 283 t pro Jahr ermittelt und den „Verursachern“ Ackerland(216 t), Grünland (38 t) und Wald (29 t) zugeordnet. Für die 11 500 ha Ackerflächedes Einzugsgebietes ergibt sich somit ein Eintrag in den Fluss von 19 kg N pro haAckerfläche. Für eine Verringerung der Stickstoffbelastung sind Schlagbilanzen undeine reduzierte N-Düngung auf Ackerflächen die wichtigsten Werkzeuge.PHOSPHOREINTRÄGEPhosphor wird im Gegensatz zu Stickstoff direkt durch Abschwemmungen und Bodenerosioneingetragen. Die 10,4 t Jahresfracht bedeuten eine geringe Belastungder Seefelder Aach. Im Hinblick auf den Bodensee als Trinkwasserspeicher ist jedocheine weitere Reduzierung notwendig. Bei einem Anteil der natürlichen Hintergrundlastvon etwa 20 % bleiben weitere 20 %, die von landwirtschaftlichen Flächenstammen. Die Landwirtschaft kann zu einer Reduzierung am besten durch Mulchsaatverfahrenauf den Ackerflächen beitragen.PFLANZENSCHUTZMITTELEINTRÄGE IN DIE SEEFELDER AACHUntersuchungen des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaftder Universität Stuttgart hatten als Zielsetzung, das Ausmaß der Pflanzenschutzmitteleinträgezu untersuchen und ggf. Beratungsempfehlungen an die Landwirteabzuleiten. Es wurden die Abläufe der Kläranlagen in Frickingen, Buggensegelund Grasbeuren beprobt. Außerdem erfolgten Untersuchungen des Riedgrabensletzte Fortschreibung: 01.03.04

UHLDINGEN-MÜHLHOFENIntegrierter Gewässerschutzan der Seefelder AachLandwirtschaftzwischen Ittendorf und Ahausen, um den Eintrag von Pflanzenschutzmitteln über Direkteinträgebei der Ausbringung und über Drainagen festzustellen. Im ersten Untersuchungsprogrammder Jahre 1999/2000 wurden in 93 % der Proben aus KläranlagenabläufenPflanzenschutzmittel (PSM) nachgewiesen. Im Untersuchungsjahr2002/2003 verringerte sich dieser Anteil auf 80 %.Die Belastung der Fließgewässerproben zeigt sich relativ unverändert mit 58 % bzw.mit 52 % positiven Proben im ersten bzw. im zweiten Untersuchungszeitraum. Imersten Untersuchungsjahr wurden 9,2 kg Wirkstoffe durch die Seefelder Aach in denBodensee eingetragen. Zur Gesamtfracht an der Mündung tragen die Kläranlagenabläufemit 62 % bei. Als wichtigen Grund für diesen relativ hohen Anteil wird die unsachgemäßeReinigung der Pflanzenschutzgeräte auf den Hofflächen der landwirtschaftlichenBetriebe angesehen. Das belastete Waschwasser gelangt dann über dieKanalisation zur Kläranlage und von dort ins Gewässer. Für die Trinkwasserversorgungaus dem Bodensee ergibt sich keine Gefährdung durch die von der SeefelderAach eingetragenen PSM-Frachten. Doch bleibt deren Reduzierung ein vorrangigesZiel der landwirtschaftlichen Beratung.LANDWIRTSCHAFTLICHE BERATUNGGrundlage der Landwirtschaftlichen Beratungist die „gute fachliche Praxis“. Auf austragsgefährdetenFlächen (Bodenabtrag undNitratauswaschung) soll mit Hilfe von Betriebs-und schlagbezogenen Nährstoffbilanzen(Schlag: Fläche, die einheitlich bewirtschaftetwird), durch konservierende Bodenbearbeitungsmaßnahmen(Mulchsaat) unddurch standortgerechte Bepflanzung derNährstoffeintrag in die Seefelder Aach verringertwerden. Die Beratung erfolgt in Formvon Einzelberatungsgesprächen, Informations-und Weiterbildungsveranstaltungen,die den Landwirten im Einzugsgebiet derSeefelder Aach angeboten werden. Zusätzlich wurde mit 20 Landwirten ein Arbeitskreisgegründet. In den Arbeitskreistreffen werden Maßnahmen zur Reduzierung vonNährstoffeinträgen diskutiert, in ihrer praktischen Umsetzung getestet und Erfahrungenausgetauscht.letzte Fortschreibung: 01.03.04

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