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Patientenbroschuere des CI-Zentrums.pdf - HNO Klinik TU-München ...

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Aufbau und

Aufbau und Funktionsweise eines CI-SystemsAnders als ein konventionelles Hörgerät ist das Cochlea-Implantat keine Hörhilfe sondern eine Hörprothese. Es dientnicht der Schallverstärkung im Sinne einer Unterstützung desOhres. Vielmehr ersetzt es die Funktion des Innenohres, indemes direkt den Hörnerv elektrisch reizt.Hierzu muss eine Reizelektrode möglichst nahe an dieHörnervenfasern herangebracht werden: Sie wird durch eineOperation in die flüssigkeitsgefüllten Hohlräume der Hörschneckeeingeführt.Das CI-System besteht aus internen und externenKomponenten:Sendespule (2) durch die Haut zum Implantat (3) übertragen.Das Implantat prüft die empfangene Information und reizt überdie Elektrode (4) den Hörnerv (5).Über ein Mikrofon am Sprachprozessor (1) werden dieSchallschwingungen aufgenommen. Ein hochspezialisierterMinicomputer im Sprachprozessor übernimmt die sonst imInnenohr stattfindende Frequenz- und Lautstärkecodierung undberechnet ein entsprechendes elektrisches Impulsmuster. DieseInformation wird von der durch einen Magneten gehaltenen

Da die Hör-Sprachentwicklung mit dem Implantat für viele Kinderund Eltern ein mühevoller Arbeits- und Lernprozess ist und nichtjedes Kind normal sprechen lernt, sind folgende Punkte beiSäuglingen und Kindern besonders zu beachten und im Vorfeldabzuklären:Alter des KindesEntwicklungsverzögerungen / -störungenzusätzliche chronische Erkrankungendie soziale Familienstruktur zur Sicherstellung einerkontinuierlichen technischen Betreuung und Hör-Spracherziehungdie Erwartungshaltung der Eltern / des Kindes mussrealistisch seindie Entscheidung für eine Implantation muss von beidenElternteilen / vom Kind gleichermaßen getragen werdenDes Weiteren ist (vor allem bei unbekannter Ursache derHörstörung) auch bei kleinen Kindern vor der Implantation einHörgeräte-Trageversuch von 2 – 3 Monaten nötig, da einResthörvermögen bei sehr kleinen Kindern nicht sicher bestimmtwerden kann.Dies setzt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit voraus. Esbesteht eine enge, ortsnahe Kooperation mit der Ambulanz fürPhoniatrie und Pädaudiologie im eigenen Haus und demKinderzentrum München.Ablauf der CI-VersorgungNachdem durch den Hals-, Nasen- und Ohrenarzt bzw. denPädaudiologen festgestellt wurde, dass ein Patient aufgrund desAusmaßes seines Hörverlustes grundsätzlich für ein CI in Fragekommt, werden spezielle Voruntersuchungen durchgeführt.Dabei wird geklärt, ob eine CI-Versorgung möglich und auchsinnvoll ist. Dies erfolgt in unserer Klinik tagesstationär, aneinem oder zwei Tagen. Stellt sich hierbei eine Implantation alssinnvoll heraus, kann ein OP-Termin vereinbart werden.Die CI-Implantation erfordert einen stationären Klinikaufenthaltvon etwa 5 – 10 Tagen. Direkt nach der Entlassung kann derPatient noch nicht mit dem CI hören, da der Sprachprozessornoch nicht getragen werden kann.4 – 5 Wochen nach der Operation ist die Wunde dann so weitverheilt, dass die Haut über dem Implantat nicht mehrgeschwollen ist und das Implantat selbst fest genug sitzt. Jetztkann zum ersten Mal die Sendespule angelegt und derSprachprozessor in Betrieb genommen werden. Dieser wird fürjeden Patienten individuell programmiert.Dieses Erstellen eines optimalen Sprachprozessorprogrammskann sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder garMonaten erstrecken. Die Erstanpassung erfolgt im Rahmeneines einwöchigen Klinikaufenthalts. Danach muss der Patientca. drei Monate regelmäßig (ambulant) in die Klinik kommen,wobei die Zeitabstände zwischen den Anpassungen immergrößer werden. Später genügen ein bis zwei Kontrolltermine proJahr.Parallel dazu sind ein spezielles Hörtraining und/oder weitere,Rehabilitationsmaßnahmen sinnvoll bzw. notwendig. Diesekönnen hier in der Klinik, bei einem Therapeuten inWohnortnähe oder in einer Reha-Klinik durchgeführt werden.

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