Aufrufe
vor 3 Jahren

Röntgen- und Vektor-MOKE-Untersuchung ... - AG Wollschläger

Röntgen- und Vektor-MOKE-Untersuchung ... - AG Wollschläger

52 4.

52 4. Ergebnissebeeinflusst.500vert. Kristallitgröße D Krist[Å]400300200Schichtdicke D Fe100T−SerieS−SerieR−Serie00 50 100 150 200 250 300 350 400 450Schichtdicke D [Å] FeAbbildung 4.10: Vertikale Kristallitgröße der T-,S- und R-Serie. Die vertikale Kristallitgrößenimmt relativ zu größeren Schichdicken ab. Die nachgetemperten ProbenT3* und R2* sind durch ausgefüllte Symbole gekennzeichnet.4.3. MOKE-MessungenMithilfe der MOKE-Messungen lässt sich qualitativ das Verhalten des Magnetisierungsvektorsder Proben bestimmen. Außerdem können Koerzitivfeld und Remanenz untersuchtwerden. Des Weiteren lässt sich aus den Messungen die Anisotropienergie berechnen.4.3.1. MagnetisierungsvektorMithilfe des MOKE-Aufbaus kann das qualitative Verhalten des Magnetsierungsvektorsfür verschiedene Magnetisierungsrichtungen untersucht werden. Im Folgenden werdenexemplarisch die Ergebnisse für zwei Magnetisierungsrichtungen der Probe T4 gezeigt.Zum einen wird das äußere Magnetfeld nahe einer magnetisch leichten Richtungangelegt( ⃗ H||Fe[010]), zum anderen wird das Verhalten nahe einer magnetisch schwerenRichtung untersucht. Es wird nicht exakt die magnetisch schwere Richtung ( ⃗ H||Fe[110])gezeigt, da sich die Magnetisierung in magnetisch schwerer Richtung fast genauso wie ineiner magnetisch leichten Richtung verhält.

4.3. MOKE-Messungen 53Kerr−Winkel Θ K[mdeg]1)60Θ Mx40Θ My20 Θ Mz0−20−40−60Kerr−Winkel Θ K[mdeg]2)6040200−20−40−60−40 −20 0 20 40µ 0H [mT]−40 −20 0 20 40µ 0H [mT]Abbildung 4.11: Komponenten des Magnetisierungsvektors ⃗ M der Probe T4. 1)nahe der magnetisch leichten Richtung ( ⃗ H||Fe[010]). Die Θ My - und Θ Mz -Komponentesind verglichen mit der Θ Mx -Komponente sehr klein. 2) nahe der magnetisch schwerenRichtung ( ⃗ H||Fe[110]). Es tritt neben der Θ Mx -Komponente auch eine starke Θ My -Komponente auf. Die Θ Mz -Komponente ist wieder sehr schwach.Abb. 4.11 zeigt die über Gl. 2.40 und Gl. 2.43 ermittelten Komponenten des Magnetisierungsvektors.In 1) sind die Ergebnisse für eine Magnetisierung nahe der magnetischleichten Richtung gezeigt. Man kann erkennen, dass die Θ Mx -Komponente eine kastenförmigeHysterese aufweist. Bis zur Ummagnetisierung liegt die Θ Mx -Komponente inSättigung vor und springt dann vollständig um. Die Θ My - und Θ Mz -Komponente sindaußerhalb der Ummagnetisierung fast nicht vorhanden. In 2) ist des Verhalten der Magnetisierungskomponentennahe einer magnetisch schweren Richtung gezeigt. Man kannerkennen, dass die Θ Mx -Komponente schon bei höheren Feldern abnimmt und währendder Ummagnetisierung zwei Sprünge macht. Des Weiteren ist die Θ My -Komponente deutlichstärker ausgeprägt. Sie nimmt mit fallender Magnetfeldstärke zu und weist auch zweiSprünge auf, die sich von den Sprüngen der Θ Mx -Komponente unterscheiden. Die Θ Mz -Komponente tritt nur während der Ummagnetisierung der Θ Mx -Komponente auf, wobeidie hohen Ausschläge vermutlich durch die Verrechnung der Kurven entstehen und keinenphysikalischen Hintergrund haben. Bei den Messungen der Θ Mx - und Θ My -Komponentenahe der magnetisch schweren Richtungen ist nicht immer die Sättigung erreicht worden.Diese wird nahe der magnetisch schweren Richtung erst bei hohen Feldern (>120 mT)erreicht, welche mit dem Polschuhabstand des im Aufbau verwendeten Magneten nichterzeugt werden können. Es sei noch erwähnt, dass die optischen Bauteile möglicherweisedurch das Magnetfeld beeinflusst werden und dadurch Faraday- bzw. Voigt-Effektdie Messungen stören könnten. Falls dies der Fall ist, sollten diese Effekte Fehler beimBestimmen der Θ My -Komponente verursachen. Da diese aber im Folgenden aufgrundihres geringen Einflusses nicht mehr betrachtet wird, sind diese Fehler vernachlässigbar.In Abb. 4.12 und Abb. 4.13 sind die über Gl. 2.44 und Gl. 2.45 bestimmten Beträge|Θ M | und Winkel φ dargestellt. Es wird dabei die Θ Mz -Komponente nicht berücksichtigt.Jeweils in 1) ist wieder die Messung mit dem äußeren Feld nahe der magnetisch leichten

Magnetooptische Untersuchungen zur Dynamik des ...
Modulationskalorimetrie und magnetooptische Untersuchungen am ...
Untersuchung mittels Ferromagnetischer Resonanz an Kobalt ...
Kapitel 1 Einleitung - Gruppe - AG Maier - Universität Bonn