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Der letzte Jude von Drohobytsch Alfred Schreyer - rosdy film kg

Der letzte Jude von Drohobytsch Alfred Schreyer - rosdy film kg

Die Große Synagoge in

Die Große Synagoge in DrohobytschBruno Schulzabschloss. Sein drittes Buch, Der Messias, hat er nie vollendenkönnen. Das Manuskript gilt bis heute als verschollen.Bruno Schulz war auch ein bedeutender Maler.Den Zweiten Weltkrieg überlebte er nicht: Im Zuge einerNazi-Aktion wurde er 1942 auf offener Straße im Ghettovon Drohobytsch erschossen.KINOFOYER-ORCHESTERLaut Alfred Schreyer war das Kinofoyer-Orchester einrein sowjetisches Phänomen. Wann diese in der Kinokultureinzigartige Tradition in der Sowjetunion ihrenAusgang nahm, ist nicht bekannt. Wann sie aufhörte, zumindestin Drohobytsch, wissen wir dank AlfredSchreyer: Das letzte Konzert in einem Drohobytscher Kinofoyerfand am 10. Januar 1963 statt. Alfred SchreyersOrchester bestand aus elf Mann und einer Sängerin mitdrei Saxophonen, zwei Trompeten und Posaune, Klavier,Schlagzeug, Akkordeon, Geige und Bass. Man spielteverschiedene Ouvertüren, sowjetische Lieder, Walzerund eigene Arrangements bei Musikfilmen. Gespieltwurde 30 bis 40 Minuten vor der Vorstellung in eigensvon den Sowjets errichteten Foyers mit Bühne und Vorhang.Das Programm änderte sich jede Woche. AlfredSchreyer erinnert sich: Es war von Zeit zu Zeit auch so, verschiedeneLeute kauften die Kino-Eintrittskarte, speziell,um ein bisschen Musik zu hören und gingen wieder weg.Es war sehr, sehr oft so etwas. Alfred Schreyer weiß vonzwei Kino foyer-Orches tern in Drohobytsch und vier inLemberg.WALD VON BRONITZAEs gibt viele Wälder im Osten Europas, wo Juden erschossenwurden, aber in diesem wird, wie kaum anderswo, die Hölleim Heute so eindringlich sichtbar. Dies ist Wilhelm Tepperaus Israel zu verdanken, der nach dem Zusammenbruchder Sowjetunion dort Grabplatten errichten ließ.INTERVIEW MIT PAUL ROSDYWie haben Sie Alfred Schreyer kennengelernt?Ursprünglich wollte ich einen anderen Film machen,aber als ich im Zuge meiner Recherchen in DrohobytschAlfred Schreyer begegnete, wurde mir schnell klar,dass ich diesen Film über ihn machen musste. AlfredSchreyer zeigte mir Fotos und begann zu erzählen. Bisauf die KZ- und Nachkriegszeit in Deutschland hat ersein ganzes Leben lang nur in Drohobytsch gelebt, aberalles Erdenkliche mitgemacht, was einem im Laufe einesLebens geschehen kann – im Bösen wie im Guten. Ichwar tief beeindruckt.Er war ein Schüler von Bruno Schulz.Wenn man wie ich viel Zeit in Drohobytsch verbringtund Bruno Schulz’ zwei kleine, bescheidene, aber dochso große Bücher Die Zimtläden und Das Sanatorium zurTodesanzeige kennt, dann wird einem klar: man sieht undspürt in seinen Büchern Drohobytsch überall. Wie AlfredSchreyer hat Bruno Schulz fast sein ganzes Leben langhier gelebt. Seine großartige Literatur verdankt dieserheute so wunderbar vernachlässigten Provinzstadt amFuße der Karpaten sehr, sehr viel.

Das Orchester des Komsomolez-Kinos in DrohobytschWas betrachten Sie als das Böse im Kontext von AlfredSchreyers Leben?Das Böse widerfährt ihm durch die Naziherrschaft, dieZwangsarbeit und die Unfassbarkeit dessen, was in Drohobytschgeschah. Im Wald von Bronitza, wo sich diesegroßen Massengrabplatten befinden, da bekommt dieHölle ein Gesicht. Es gibt viele Wälder, wo Juden erschossenwurden, aber nur einen, wo es im Heute sosichtbar wird und das halte ich für sehr wichtig. Für michwar von Anfang an klar, dass der Film hier enden wirdund als Alfred mir erzählte, dass seine einzige Musikkompositiondas Lied Bronitza Wald ist ... Naja, als Filmautor,was will man mehr?Und das Gute?Diese wahrhaft einzigartige Tradition der Kinofoyer-Orchesterund dass Alfred seinen Optimismus nie verlorenhat. Ich bewundere das. Hier war einst dieser jungeMann, der alles verloren hat, was es zu verlieren gibt.Außer mit viel Glück sein Leben, das er der Tatsache verdankt,dass er vor dem Einschlafen im KZ Lieder sangund damit auf sich aufmerksam machte. Nach demKrieg entschied er sich spontan, in seine Heimatstadtzurückzukehren, wo niemand und nichts mehr war. Garnichts. Hätte er drei Monate in den Baracken des RotenKreuzes in Berlin durchgehalten, wäre er wahrscheinlichin Buenos Aires gelandet und sein Leben hätte einenganz anderen Lauf genommen. Jeder von uns hat irgendwanneinmal eine Entscheidung getroffen, die denweiteren Verlauf seines Lebens bestimmt hat. Manmerkt es zumeist erst viel später und muss sich damitabfinden und weitermachen. Das ist gut so und AlfredSchreyer hat das auf eine wunderbare Weise getan. Ererzählt und führt uns heute in die Hölle seiner Heimatstadt,aber ruft auch diese spannende Institution des Kinofoyer-Orchestersin Erinnerung, wo er trotz allem seinGlück fand. Für mich ist das Kinofoyer-Orchester einTraum von dem ich nie träumen konnte, denn z.B. inWien, da gab es vor den Filmvorführungen eher langweiligeModeschauen. Ich erinnere mich an meine Jugend,wo fast alles, was man mit der Sowjetunion inVerbindung brachte, schlecht gemacht worden ist. Aberim Kinofoyer, da gab es Romantik, wenn das Orchesterspielte. Davon träumen heute noch viele ältere Leute inder ehemaligen Sowjetunion und ich jetzt auch. Ich binAlfred Schreyer dafür sehr dankbar.Sie haben den Film, von der Kamera abgesehen, fast ganzalleine gemacht.Ja, dank der fantastischen Entwicklung in der Technik.Wir haben den Film mit einem Fotoapparat gedreht, mitdem man heute eine erstaunliche Bildqualität erreicht.Ich hatte sehr wenig Geld, wusste aber, dass ich diesenFilm so bald wie möglich drehen sollte. Ich fragte PeterRoehsler ob er bereit wäre, mit mir nach Drohobytschzu fahren und diesen Film zu machen. Ihm war sofortklar, was Drohobytsch ist und er sagte sofort zu. Dafürbin ich ihm sehr dankbar, er ging immerhin gemeinsammit mir ein Risiko ein, denn die Finanzierung war nochnicht gesichert. Ich besorgte gute Mikrophone und wirdrehten den Film in einer Woche im September 2010und an zwei Nachdreh-Tagen im Mai 2011. Abgesehenvon mir und Peter muss ich auch unserem Fahrer VasylLevtschyk erwähnen, der außerordentlich hilfreich war,wenn es vor Ort manchmal Probleme beim Zugang zuden Drehorten gab.

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