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Dezember ('10) - Januar ('11) - Evangelische Kirchengemeinde ...

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Liebe

Liebe Gemeindeglieder,Ich hoffe, die beiden fröhlichen Gesellenauf dem Titelblatt dieses Gemeindebriefeshaben auch Sie zum Schmunzeln gebracht.Die beiden fröhlichen Gesellen gehören zueiner Darstellung des Jüngsten Gerichtsauf dem Tympanon des Fürstenportals amBamberger Dom, entstanden um 1230.Sie zeigen das fröhliche Lachen der Erlösten.Die Freude auf den Gesichtern istder Spiegel der Heilstaten Jesu Christi. ImBlick auf das Jüngste Gericht ist die zentraleErkenntnis der Reformatoren, dass esnicht als Gerichtsandrohung, sondern vielmehrals bedingungslose Zusage des Freispruchsaufzufassen sei, der im Glaubenangenommen wird. „Nun kann wahrlichder arme Mensch, der in Sünden, Tod undHölle verstrickt ist, nichts Tröstlicheres hörenals diese teure, liebliche Botschaft vonChristus. Sein Herz muss von Grund auslachen und fröhlich darüber werden (...)Angeboren ist zwar die Traurigkeit, aberder Teufel ist der Geist der Traurigkeit,aber Gott ist der Geist der Freude, der unsrettet", so Martin Luther. Nicht umsonst isteines der Hauplieder der Reformation eineAufforderung zur Freude: „Nun freut euchlieben Christengmein und lasst uns fröhlichspringen!“ (EG 341)Hoffentlich steckt uns das fröhliche Lachender Erlösten, wie wir es bei den fröhlichenBamberger Gesellen sehen, jetzt in dervor uns liegenden Weihnachtszeit an. DieWeihnachtslieder mögen uns dabei eineHilfe sein: „Freuet euch ihr Christen alle,freue sich wer immer kann, Gott hat viel anuns getan. Freuet euch mit großem Schalle,dass er uns so hoch geacht, sich mituns befreund‘t gemacht.“ (EG 34)Leider wurde das Lachen in der Geschichteunseres Glaubens nicht immer als Ausdruckder Freude über die von Gott geschenkteErlösung angesehen. In einerStrömung des Mönchtums galt das Lachenals verpönt, weil es den Menschen aussehenlasse wie einen Affen. Davon erzähltUmberto Eco in seinem Roman „Der Nameder Rose“. Diese Haltung hat auch in dieevangelische Kirche ausgestrahlt, so dassFriedrich Nietzsche nicht zu Unrecht bemerkte:„Erlöster müssten mir seine Jüngeraussehen, dass ich an ihren Erlöser glaubenlerne".Das fröhliche Lachen im Gesicht, das ausgreiftauf den ganzen Menschen, das dieFreude über Christi Geburt nach außenträgt, so dass sie sich überträgt auf denMenschen, der uns ansieht. Ich wünscheIhnen, dass Ihnen das Wunder der Weihnachtein Lachen auf das Gesicht zaubert.Dann halten wir es mit Johannes Climacus,einem Mönch aus dem 7. Jahrhundert:„Gott will nicht, dass der Mensch traurig istaus dem Schmerz seiner Seele, er will vielmehr,dass er aus Liebe zu ihm in seinerSeele lache und fröhlich sei.“In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einefrohe Weihnachtszeit!Ihr Pfr. Martin Schuster2

26. Dezember, Stephanustag – Gedenktag für verfolgte ChristenIn den Tagen, in denen dieser Gemeindebriefentsteht, geht eine Meldung überBildschirme und durch die Zeitungen, diemich erschreckt. In Bagdad wurde durcheinen Zweig der AL KAIDA eine katholischeKirche während des Gottesdienstesüberfallen, der Pfarrer vor der Gemeindeermordet. Durch die Geiselnahme und diesich anschließende Befreiungsaktion gabes viele Tote zu beklagen.Christenverfolgungen sind nicht nur einThema der Kirchengeschichte, es ist leiderauch ein Thema der Gegenwart. Geradedie bis in die ersten Jahrhunderte zurückreichendenchristlichen Gemeinden inSyrien, Palästina, Irak und Iran leiden derzeitunter einer feindlichen Stimmung, alsChristen werden sie mit den USA in Verbindunggebracht. In der Novembersitzungder württembergischen Landessynode wirddas Thema Christenverfolgung auf der Tagesordnungsein, Länder wie Nordkorea,Irak und Iran, Indonesien sowie Staaten inZentralafrika wie Nigeria sind dabei besondersim Blick.Am 26. Dezember, dem Stephanustag,gedenken wir des ersten christlichen Märtyrers(Apostelgeschichte 6 und 7) und mitihm aller Christen, die um ihres Glaubenswillen verfolgt werden, und halten für sieFürbitte.Unser Gedenken geschieht im Geist JesuChristi, im Geist der Nächsten- und Feindesliebeund wird sich deshalb der Versuchungder Vergeltung erwehren.Pfr. M. SchusterWeihnachten hinter GitternUnseren ‚heruntergekommenen‘ Gott feiert man, wo immer Weihnachten gefeiert wird – undder will denen am Rande bekanntlich ganz besonders nahe kommen.Ganz am Rand fühlen sich während der Feiertage die Männer in der Justizvollzugsanstalt,für die wir wieder eine adventliche Feier anbieten.Vielleicht denken Sie ja – z.B. beim Brötles-Backen – an die, deren Gabentische ohne Sieleer bleiben. Bis 11.12. kann man in allen Pfarrämtern abgeben, was adventliche Rezepteergaben (bitte nur lose verpackt). Auch Kosmetika, Kugelschreiber, Farbstifte, Briefpapierund ähnliches (oder stattdessen Barspenden) sind in den von uns zusammengestelltenPäckchen ein Renner.Vergelt's Gott sagt, auch im Namen seiner Schützlinge,Ihr Pf. Thomas Merkel3

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Dezember/Januar - Evangelische Kirchengemeinde Einhausen
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Gemeindebrief Dezember 2010 - Evangelische Kirchengemeinde ...
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vom 17. Dezember bis 10. Januar - Engelhorn
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