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Spielen und Lernen mit 0- bis 3-Jährigen

Spielen und Lernen mit 0- bis 3-Jährigen

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13 . . . . . . . . . . . . . .Einleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .zialen Lernens erkennbar, indem die Erzieherin bestimmte Verhaltensregeln undNormen vermittelt und den Erwerb der erforderlichen Fertigkeiten, bezogen aufden Gebrauch von Besteck, Geschirr, Zahnbürste, Seife usw. fördert.Gegenstände und Handlungen werden verinnerlicht. Es entstehen innere Abbilder,Vorstellungen, die im kindlichen Gedächtnis registriert und aufbewahrtwerden. Sie werden Schritt für Schritt revidiert, geändert, mit Erfahrungen ergänzt.Sowohl im Umgang mit Gegenständen als auch durch Handlungsbeobachtungund -durchführung erwirbt das Kind unterschiedliche geistige Fähigkeiten undDenkverfahren. Es werden kausale Beziehungen erfasst, zum Beispiel: Das Bewegeneiner Rassel erzeugt ein Geräusch. Es entwickeln sich Strategien zur Problemlösung,wie: Beim Turmbauen müssen die größeren Bausteine unten hingestelltwerden, um den Turm zu stützen, damit er nicht umkippen kann. Es beginntdas Kategorisieren: Die Gegenstände können aufgrund bestimmter Eigenschaftengleich oder verschieden sein. Ein Grundprinzip des menschlichen Denkens ist dasBilden von Kategorien nach bestimmten Kriterien. Zum Beispiel kann das KindTisch, Stühle, Bett als Möbel in der Puppenstube, oder Messer, Gabeln, Löffel alsBesteck zusammenstellen.Die Begleitung der Handlung durch Sprache, die Benennung der Gegenstände,tragen entscheidend zur Förderung des Spracherwerbs bei. Im Handlungsgeschehenwird die Entwicklung der Motorik, besonders der Feinmotorik, unterstützt.Die Handlungen machen den Kindern Spaß. Das Erreichen der Handlungsabsichtbedeutet ein Erfolgserlebnis, bereitet Freude und verleiht Selbstvertrauen.Die Motivation und die Emotion sind gleichzeitig Voraussetzungen und Ergebnisseder Handlungen. Einerseits ist das Kind emotional angesprochen, wenn es motiviertist, andererseits trägt Freude am Erfolg zur Motivierung bei.Diese Lernvorgänge sind nicht nur als eine selbstständige Erfahrungsaneignungzu betrachten. Sie erfolgen im Rahmen der interaktiven Beziehungen zwischendem Kind und der Erzieherin und werden von ihr unterstützt, gefördert,erweitert. Gespräche, Rückmeldungen, Handlungs- und Spielangebote, die Gestaltungder Umgebung, um dem Kind entwicklungsspezifische Erfahrungen zuermöglichen, sind nur einige Beispiele aus der Vielfalt der Orientierungshilfenund Anregungen.

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