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1O einszueins«Wie ein

1O einszueins«Wie ein alter Freund»Tief im Berner Jura, imkleinen Ort Courtelary,produziert Camille Blochseit drei Generationenfeinste Schokolade.CEO Daniel Bloch über diesüssen und bitteren Seitenvon Markt und Preis.energyforum 2/10

einszueins 11Wie schmeckt der Schokoladenmarktzurzeit?Daniel Bloch: Einerseits süss, da wir im kühlerenFrühling mehr Schokolade verkaufenkonnten. Andererseits auch bitter: Derschwache Euro dämpft das Exportgeschäft.Wie hat sich der Markt verändert seitder Firmengründung Ihres Grossvaters?Vieles hat sich verändert. Früher waren ChocolatiersGeneralisten: Jeder machte alles –vom Osterhasen über die Tafel bis zum Praliné.Heute muss man sich auf die Disziplinkonzentrieren, in der man stark ist. Bei unssind es Schokoladen mit Füllungen: Ragusa,Torino und Likör. Osterhasen produzierenwir nicht mehr.Während des Rohstoffmangels im ZweitenWeltkrieg ersetzte Ihr Grossvater Kakaodurch Haselnüsse und erfand so Ragusa.Machte die Not Sie schon mal erfinderisch?Als ich begann, war der Schweizer Schokoladenmarktbereits gesättigt. Es kam zu Konzentrationenim Handel. Zudem gewannenimmer mehr ausländische Anbieter Marktanteile.Deshalb haben wir uns auf unsereKernkompetenzen konzentriert: Dank Innovationenin der Ragusa-Familie und einerneuen Mousse-Linie konnten wir trotzdemin den letzten fünf Jahren um 50 Prozentwachsen.Beruhigen Sie solche Erfahrungen?Dass man seine Stärken kennt und auf sievertraut, ist wichtig. Man hat aber auchSchwächen.Was sind die Schwächen Camille Blochs?Ragusa und Torino sind in der SchweizMarkenikonen, im Ausland sind wir wenigerweit.Zur PersonDaniel Bloch ist VR-Präsident undCEO der Chocolats Camille BlochSA. Der 46-jährige studierte Juristhatte die Leitung 1997 von seinemVater Rolf übernommen. Gegründetwurde die Firma 1929 vonDaniel Blochs Grossvater Camille.«Märkte sind wie Fallschirme: Sie funktionierennur, wenn sie offen sind», sagteeinmal Helmut Schmidt. Stimmen Sie zu?Wenn es von Helmut Schmidt ist, kann ichnichts dagegen sagen. (Lacht.) In der Geschichtesieht man, dass die Schweizer Schokoladedank dem offenen Markt berühmtwurde. Unsere Botschafter waren die englischenTouristen, dank denen der Export vordem Ersten Weltkrieg am grössten war. OffeneMärkte sind wichtig für die Industrie.Sie bieten Wachstumsperspektiven.Der Strommarkt öffnet sich und muss sichan Konkurrenz gewöhnen. Ihr Tipp dazu?In einem kompetitiven Umfeld sollte mansich nicht auf jedes Rennen einlassen. Dukannst kein Zehnkämpfer sein, wenn anderein einer Disziplin Spezialisten sind. Manmuss sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.Nachhaltigen Erfolg hat man nurmit einem Wettbewerbsvorteil. Das ist derstrategische Tipp. Und der psychologische:Im Konkurrenzumfeld gelten andere Spielregeln,die zu akzeptieren sind. Man kann nurgewinnen, wenn man das Spiel gerne spielt.Als Grosskunde können Sie seit 2009 IhrenStromanbieter wechseln. Haben Sie?Nein. Mit La Goule, unserem lokalen Anbieterin Courtelary, haben wir gute Erfahrungengemacht und ein Vertrauensverhältnisaufgebaut. Zudem haben wir keine attraktiverenAngebote bekommen – La Goule istalso einigermassen konkurrenzfähig.Qualitätsschokolade hat ihren Preis.Was ist Ihnen Schweizer Strom wert?Es gibt viele Kriterien dafür, welchen Stromwir kaufen: etwa die Nähe, das Vertrauen inden Partner, gesicherte Arbeitsplätze u.v.m.Deshalb werden wir immer eine SchweizerLösung bevorzugen – allerdings nicht umjeden Preis.Als Familienbetrieb verkörpern SieFairness und Glaubwürdigkeit. Wo stehendiese Werte auf dem Marktplatz?Diese Werte gewinnen an Bedeutung. Geradein der heutigen Globalisierung und Anonymisierungwill sich der Konsument aufseine Schokolade verlassen, wie auf einenguten alten Freund. nwww.1to1energy.ch/magazin(längere Version des Interviews)Chronologieder StrommarktöffnungBei der Liberalisierung desElektrizitätsmarktes istdie Schweiz europäisch gesehenein Spätzünder.Die Eckpfeiler im Überblick.1999: In der EU wird der Marktschrittweise liberalisiert.2002: Das Schweizer Stimmvolklehnt das Elektrizitätsmarktgesetzab – und damit den ersten Versuchzur Liberalisierung des SchweizerStrommarktes. Bereits 24 der 30Mitgliedsstaaten der Organisationfür wirtschaftliche Zusammenarbeitund Entwicklung (OECD) habenden Marktzugang zu ihren Elektrizitätsnetzenliberalisiert.2003: Netzbetreiber können zurDurchleitung von Strom andererLieferanten gezwungen werden.2006: Swissgrid nimmt die operativeTätigkeit auf und übernimmt denBetrieb des Übertragungsnetzes.2007: Das Schweizer Parlamentstimmt dem Stromversorgungsgesetz(StromVG) zu. Das Referendumwird nicht ergriffen.2009: Teilliberalisierung mit derMarktöffnung für Kunden, die über100 000 Kilowattstunden pro Jahrverbrauchen.2013: Das Eigentum an den Übertragungsnetzenmuss an die NetzgesellschaftSwissgrid übergebensein.2014: Die volle Marktöffnung solldurch den Bundesrat per Bundesbeschlussin Kraft gesetzt werden.Es sei denn, das fakultative Referendumwird ergriffen.www.bfe.admin.ch/themen/00612 (Das Bundesamt für Energieinformiert über das StromVG.)energyforum 2/10

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