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Psychotherapeutenjournal 3/2013 (.pdf)

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Baden-WürttembergMitteilungen der LandespsychotherapeutenkammerBaden-WürttembergLiebe Kolleginnen und Kollegen,wie schon im letzten Psychotherapeutenjournalund in unserem Rundschreibenangekündigt finden vom 17. Oktoberbis 23. November die Wahlen zur neuen,vierten Vertreterversammlung der Kammerstatt. Bitte beteiligen Sie sich ander Wahl.Die Wahlzeit beginnt mit Aussendung derWahlunterlagen. Die Aussendung wirdspätestens am 17. Oktober 2013 erfolgen.Bis spätestens 18. November (Endeder Wahl) muss Ihr Stimmbrief in der Geschäftsstelleder Kammer eingegangenoder bei der Post aufgegeben wordensein. Das Ergebnis der Wahl wird Ihnenspätestens zwei Wochen nach Auszählungder Wahl in einem gesondertenRundschreiben und auf der Homepageder Kammer mitgeteilt werden. Der neueKammervorstand wird dann in der konstituierendenSitzung der VertreterversammlungAnfang Februar 2014 gewähltwerden.mentiert. Gespräche mit Kolleginnen undKollegen und Diskussionen bei Veranstaltungenvon Verbänden ließen deutlichwerden, dass hier viele Fragen und Unsicherheiten,die schon während des Gesetzgebungsverfahrensaufgetaucht waren,weiter bestehen. Vor allem die neuengesetzlichen Regelungen zur Akteneinsichtund zur Aufklärung der Patientinnen undPatienten zu Beginn der Behandlung rufenerhebliche Unsicherheit bei vielen Kolleginnenund Kollegen hervor. Die Vertreterversammlungwird sich mit dem Gesetzausführlicher befassen müssen, denn dieBerufsordnung der Kammer muss an einigenStellen präzisiert oder geändert werden,um den neuen gesetzlichen Erfordernissengerecht werden zu können. Wir beabsichtigen,weitere Informationen aufunserer Homepage zu veröffentlichen sowiehierzu Informationsveranstaltungendurchzuführen, um die aufgekommenenFragen zusammen mit Interessierten zudiskutieren. Wir werden Sie im nächstenPsychotherapeutenjournal ausführlicher informieren.Das Patientenrechtegesetz, das Ende Februardieses Jahres in Kraft getreten ist,haben wir auf der Homepage ausführlichdargestellt (www.lpk-bw.de/archiv/news2013/pdf/130327_lpk-info_patientenrechtegesetz_2013.pdf)und kurz kommöglichkeitenfür approbierte PP undKJP nicht adäquat Berücksichtigung finden.In einem Gespräch mit dem Vorsitzendender Geschäftsführung der DeutschenRentenversicherung Baden-Württemberg,Hubert Seiter, haben wir dieseFrage erörtert und vereinbart, in einemweiteren Gespräch gemeinsam Lösungsansätzefür die Rehabilitationseinrichtungenzu erarbeiten. Deutlich wurde, dassdiese nicht kurzfristig erreichbar sein werden.Einigkeit bestand hierbei, dass deraufkommende Mangel an FachärztenÜberlegungen fördert, welche Aufgabeninnerhalb von Rehabilitationseinrichtungenvon PP und KJP übernommen werdenkönnten, um eine gute Patientenversorgungsicherzustellen. Diese müssendann, so unsere Forderung, auch entsprechendvergütet werden.In der Hoffnung, dass Sie nach einer erholsamenSommerpause einen guten Wiedereinstiegin den Berufsalltag gefundenhaben, verbleiben wir mit vielen GrüßenIhr Kammervorstand,Dietrich Munz, Martin Klett,Kristiane Göpel, Birgitt Lackus-Reitter,Roland StraubLandespsychotherapeutentag „Arbeit und psychische Gesundheit“Mit über 300 Teilnehmern war der diesjährigeLandespsychotherapeutentag zum Thema„Arbeit und psychische Gesundheit“ imFestsaal des Stuttgarter Hotels Le Méridienausgesprochen gut besucht. KammerpräsidentDr. Dietrich Munz begrüßte die Teilnehmerund Gäste und wies einführend aufdie Bedeutung des Themas hin. Er hob hervor,dass die Zahl der Krankschreibungenaufgrund psychischer Erkrankungen nachden Berichten verschiedener Krankenkassenstark zunehme und sich seit dem Jahr 2000mehr als verdoppelt habe. Jährlich würdenca. 5% der GK-Versicherten wegen psychischerErkrankung vorübergehend arbeitsunfähig,d. h. krankgeschrieben. Die Dauer derArbeitsunfähigkeit sei im Vergleich zu anderenErkrankungen sehr hoch (durchschnitt-Von angestellten Kolleginnen und Kollegenwird immer wieder an uns herangetragen,dass in vielen stationären Einrichtungensowohl die Vergütung als auch Aufstiegslich30 Tage) und auch die psychisch bedingtenFrühberentungen hätten sich in denletzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Dergesamtgesellschaftliche Schaden sei immens,der Produktionsausfall wegen psychischerErkrankungen belaufe sich auf jährlichknapp fünf Milliarden Euro, ganz abgesehenvon der Einschränkung der Lebensqualitätder betroffenen Menschen.290 Psychotherapeutenjournal 3/2013

Baden-WürttembergDarum forderte Dr. Munz: „Psychische Erkrankungenmüssen genauso ernst genommenwerden wie körperliche Erkrankungen“.Es müsse darauf hingewirkt werden,dass künftig besondere psychischeBelastungssituationen in allen Arbeitsbereichenidentifiziert und abgebaut werdenkönnen. Untersuchungen zeigten, dassMaßnahmen zur Beurteilung der Gefährdungdurch psychische Belastungen undentsprechende Präventionsmaßnahmenwirksam seien. Bedauerlich sei allerdings,dass es viele Arbeitgeber gebe, die nochkeine Maßnahmen in ihren Firmen eingeführthätten. Hier bestehe dringlicherHandlungsbedarf.Kammerpräsident Dr. Dietrich MunzU. a. auch aus diesen Gründen engagieresich die Landespsychotherapeutenkammerz. B. im Rahmen der Erarbeitung derGesundheitsstrategie Baden-Württembergbzw. den hierzu eingesetzten Arbeitsgruppenmit dem Ziel, das Thema psychischeErkrankungen bzw. psychische Gesundheiteinzubringen. Sowohl auf Landes- als auchauf Bundesebene müsse kontinuierlich daraufaufmerksam gemacht werden, dasspsychische Gesundheit in Gesundheitsprogrammenebenso Beachtung findetwie körperliches Wohlbefinden. Auch deswegenappellierte Dr. Munz an die Kammermitglieder,sich in Gremien und Arbeitsgruppen,z. B. in den regionalen Gesundheitskonferenzenzeitlich und fachlicheinzubringen. „Wir müssen regional undüberregional deutlich machen, dass diepsychotherapeutische Versorgung für dievielen Menschen mit psychischen Erkrankungennicht ausreichend ist“, so Dr. Munz.In Vertretung der Ministerin Katrin Altpeterging Ministerialdirigent Gerhard Segmiller,Leiter der Abteilung 4, Arbeit im Sozialministerium,auf die Bedeutung ein, diedas Tagungsthema auch für die Gesund-Ministerialdirigent Gerhard Segmillerheitsstrategie Baden-Württemberg hat. Innerhalbder Gesundheitsstrategie werdeGesundheit als wesentlicher Standortfaktorfür die Wettbewerbsfähigkeit des Landesangesehen; hier spiele vor allem auchdie psychische Gesundheit eine wichtigeRolle. Gerhard Segmiller leitet innerhalbder Gesundheitsstrategie die ProjektgruppeBetriebliches Gesundheitsmanagement,deren Bericht in Kürze vorgelegtwerden wird und an dem auch die Landespsychotherapeutenkammerengagiert mitgewirkthat. Ein Schwerpunkt des Berichtsfokussiere, so Segmiller, psychische Erkrankungenam Arbeitsplatz und zeige Wegeauf, wie sowohl Betriebe als auch Arbeitnehmerhier besser präventiv wirkenkönnen. Nicht zuletzt sei es wichtig, denBetrieben bzw. den Führungskräften zuvermitteln, dass sich Investitionen in diesemBereich vor allem mittel- und langfristiglohnen, der sogenannte Return on Investmenthoch sei.Dr. Gerhard BortSegmiller leitete damit nahtlos über zumersten Hauptreferat des Tages von Dr. GerhardBort zum Thema Identifikation undPrävention psychischer Belastungen undErkrankungen am Arbeitsplatz aus arbeitsmedizinischerSicht. Dr. Bort ist Arbeitsmedizinerim Sozialministerium Baden-Württembergund seit vielen Jahren mit dieserThematik vertraut. Bezogen auf psychischeErkrankungen zeigten aktuelle Daten, dassvor allem Mitarbeiter im Gesundheitswesenund in der öffentlichen Verwaltung besondersgefährdet seien, so Bort. Er gingu. a. auf die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie(GDA) ein, die ausgehendvon Arbeitsschutzzielen zu einemeinheitlich abgestimmten Vorgehen inRichtung Beratung und auch Überwachungder Betriebe führe. Hier seien nebenBund und Ländern die Sozialpartnersowie die Unfallversicherungen beteiligt.Aktuell werde das Prüfsystem für psychischeBelastungen aufgebaut, ab 2015 solltendann entsprechende Prüfungen durchgeführtwerden. Hierunter fallen sowohlQualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiterder Gewerbeaufsicht (z. B. auchbzgl. Mobbing am Arbeitsplatz) als auchdie Etablierung von Messverfahren (z. B.Mitarbeiterbefragung, Gefährdungsprofil).Prof. Joachim BauerProf. Joachim Bauer, Oberarzt in der Abteilungfür Psychosomatische Medizin amUniklinikum Freiburg, führte in seinem Beitragaus, dass Probleme in der Beziehungsgestaltungim Klassenzimmer deram stärksten auf die Lehrergesundheitdurchschlagende Einzelfaktor seien. Dementsprechendkonzentriere sich das „Lehrercoachingnach dem Freiburger Modell“auf eine Sensibilisierung von Lehrkräftenfür die Bedeutung der Beziehungsgestaltungsowie eine Stärkung ihrer Beziehungskompetenz.Das Coaching umfassefünf Module, 1. Fragen der persönlichenEinstellung (Identität, Identifikation), 2. Beziehungsarbeitmit Schülerinnen undSchülern, 3. Beziehungsarbeit mit Eltern,4. Kollegiale Spaltung versus Zusammenhaltund 5. die Vorstellung und Einübungeines Entspannungsverfahrens. Prof. Bauerstellte erste Ergebnisse der wissenschaftlichenBegleitevaluation des zusammen mitder LPK Baden-Württemberg durchgeführtenProjektes vor, welche zeigten, dass dasBaden-WürttembergPsychotherapeutenjournal 3/2013291

Psychotherapeutenjournal 2/2006 (.pdf) - medhochzwei Verlag GmbH
Psychologische/n Psychotherapeut - Psychotherapeutenjournal
journal Psychotherapeuten - Psychotherapeutenkammer NRW
Gemeinsame Weiterbildung FL-VE/2013 (PDF, 3 MB)
sportINSIDER 3/2013 PDF - Freizeitalpin
Ausgabe 2013-3 als PDF herunterladen - BKK Rieker . Ricosta ...
Zeitschrift Familie, Ausgabe Dezember 2013 PDF 3 - Familienbund
Ausgabe 3-2013 - IGZ
Trendreport 3/2013 als PDF zum Download - FORBA
TVAktuell 2013-3.pdf - TV Arbergen
Evergislusbote 3/2013 als PDF zum Herunterladen - Sankt Evergislus
KUV-Magazin EINS (pdf 3 MB) - Klinikverbund der gesetzlichen ...
Als PDF-Datei herunterladen - Ärztliche Weiterbildung in Sachsen ...