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Psychotherapeutenjournal 3/2013 (.pdf)

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Mitteilungen der

Mitteilungen der PsychotherapeutenkammerBayerntrags (in Kraft getreten am 01.07.2012) berücksichtigt,welcher Spielhallen nebendem Gewerberecht nun auch den Regelungendes Glücksspielstaatsvertrags unterwirft.Gegen diesen Glücksspielstaatsvertraghatten mehrere Spielhallenbetreiberbeim Bayerischen Verfassungsgerichtshofeine Popularklage eingereicht, da ausihrer Sicht die neuen Vorschriften in ersterLinie das Rechtsstaatsprinzip, den Verhältnismäßigkeitsgrundsatzsowie die Berufsundallgemeine Handlungsfreiheit und dieEigentumsgarantie der Bayerischen Verfassungverletzen.Der Bayerische Verfassungsgerichtshofhat nun die Popularklagen abgewiesen(01.07.2013). Als Entscheidungsgrundlagehierfür fungierte u. a. die Stellungnahmeder PTK Bayern, welche sich im Rahmender Anhörung zur Änderung desAusführungsgesetzes zum Glücksspielstaatsvertragfür Einführung eines Abstandsvon 500 Metern zwischen Spielhalleneingesetzt hatte.Die PTK Bayern begrüßt die Ablehnung derPopularklage und wird die zuständigenStellen gerne auch weiterhin mit wissenschaftlichemSachverstand hinsichtlichPräventionsmaßnahmen zur Glücksspielsuchtunterstützen.Novelle des Heilberufe-Kammergesetzes: PTK Bayernkann jetzt eine WeiterbildungsordnungerlassenDer Bayerische Landtag hat dem Gesetzzur Änderung des Heilberufe-Kammergesetzes(HKaG) am 16.07.2013 einstimmigzugestimmt. Die PTK Bayern hat maßgeblichzu wesentlichen Änderungen des Gesetzesbeigetragen. Das Gesetz trat am01.08.2013 in Kraft. Nach dem neuen Art.64 a HKaG wird der PTK Bayern erstmalsdie Möglichkeit eingeräumt, die Weiterbildungfür unseren Berufsstand im Rahmeneiner Weiterbildungsordnung zu regeln.Über diese gesetzliche Grundlage verfügendie anderen Landespsychotherapeutenkammernschon seit einiger Zeit undhaben sie zur Verabschiedung von Weiterbildungsordnungengenutzt. Die gemeinsameOrientierung aller Kammern stellt dieMusterweiterbildungsordnung dar, diedurch den DPT verabschiedet wurde. Dortsind Weiterbildungen für die BereicheNeuropsychologie, Systemische Therapieund zur Gesprächstherapie geregelt. Weiterhinwird mit der Änderung des HKaGdie berufsrechtliche Regelverjährungsfristauf fünf Jahre verlängert. Weitere Informationenfinden Sie in unserer Homepagemeldungvom 24.07.2013.Weitere Aktivitäten derKammerEinige der weiteren Veranstaltungen undAktivitäten, die von der Kammer initiiertbzw. an denen sie teilgenommen hat: Präsidiumssitzungendes Verbandes Freier Berufein Bayern (VFB) am 14.05., 19.06.und 11.07.2013; KVB-Vertreterversammlungam 05.06.2013; Fachgespräch „Brauchenwir in Bayern ein Gesetz über Hilfenund Schutzmaßnahmen bei psychischenErkrankungen (PsychKG)?“ am 07.06.2013;„3. Bayerische Versorgungskonferenz –Steuerung der ambulanten ärztlichen Versorgung“am 12.06.2013; Fachtagung„Qualität sichern – Fachliche und strukturellePerspektiven für eine Reform der Psychotherapieausbildung“am 13.06.2013;Parlamentarischer Abend des VerbandesFreier Berufe in Bayern (VFB) am19.06.2013; Festveranstaltung zum 5-jährigenBestehen des Münchner Bündnissesgegen Depression am 20.06.2013; KlausurtagungBerufsrecht und Beschwerdemanagementam 28./29.06.2013; Sommerempfangder Techniker KK am03.07.2013; Eröffnung der Fachambulanzfür Gewaltstraftäter am 03.07.2013; 21. Sitzungdes Landesgesundheitsrates am08.07.2013; Sommergespräche 2013 derBayerischen Landesärztekammer am12.07.2013; Clusterakkreditierung an derhumanwissenschaftlichen Fakultät der UniversitätBamberg am 17.07.2013; GesundheitspolitischerSommerempfang derKVB/KZVB am 18.07.2013; 2. Sitzung derLAG Versorgungsforschung am 23.07.2013.BevorstehendeVeranstaltungenPsychotherapie mit Straftätern: Termin:12.10.2013, 09.30 bis 18.00 Uhr in München.Psychotherapie bipolarer Störungen(Workshop): Termin: 19.10.2013, 10.00 bis14.00 Uhr in München.Psychoonkologie für Psychotherapeut/innen (Kooperation mit der KVB): Termin:23.10.2013 in Nürnberg.Betriebswirtschaftliche und juristischeNiederlassungsberatung: Vortrag mit denSchwerpunkten u. a. „Elemente des Businessplanes,Finanzierungsvoraussetzungenund Fördermöglichkeiten, rechtlicheund steuerliche Fragen“. Termin:08.11.2013, 10.00 bis 14.00 Uhr in Nürnberg.Philosophie und Psychotherapie: SindEmotionen Kognitionen? Termin:09.11.2013, 9.00 bis 15.45 Uhr in München.Das neue Patientenrechtegesetz unddie Berufsordnung der PTK Bayern: Termin:23.11.2013, 10.00 bis 14.15 Uhr inMünchen.Psychotherapie mit alten/älteren Menschen:Eine Fortbildungs- und Infoveranstaltungder PTK Bayern und der KVB. Termin:07.12.2013 in Augsburg.Psychotherapeutische Behandlung beiKindern und Jugendlichen mit Schmerzen:Eine Fortbildungs- und Infoveranstaltungder PTK Bayern und der KVB. Termin:11.12.2013 in Regensburg.Nähere Informationen und Programmezu den Veranstaltungen sowie Anmeldeformularefinden Sie zeitnah auf unsererHomepage: www.ptk-bayern.deVorstand der Kammer:Nikolaus Melcop, Peter Lehndorfer,Bruno Waldvogel, Birgit Gorgas,Anke Pielsticker, Heiner Vogel,Benedikt Waldherr.GeschäftsstelleSt.-Paul-Str. 9, 80336 MünchenPost: Postfach 151506, 80049 MünchenTel. 089 / 51 55 55-0, Fax -25Mo – Do 9.00 – 15.30, Fr 9.00 – 13.00 Uhrinfo@ptk-bayern.de, www.ptk-bayern.de300 Psychotherapeutenjournal 3/2013

Mitteilungen derPsychotherapeutenkammer BerlinIV-Verträge in der Psychotherapeutischen Versorgung in BerlinMichael Krenz, Brigitte Kemper-BürgerIV-Verträge: Zukunfts- oderAuslaufmodell?Inzwischen sind in Berlin mehrere IV-Verträgezur Verbesserung der psychotherapeutischenVersorgung abgeschlossenworden. Die Einschreibquoten liegen unterden Erwartungen und auch die PsychologischenPsychotherapeuten als möglicheBehandlerInnen bleiben eher beobachtendund abwägend außen vor. Das hatgute Gründe: Psychotherapie kommt inden in Berlin laufenden Verträgen zumeistnur als additiver Baustein vor. Der Hauptfokusliegt auf psychiatrischer, soziotherapeutischerund sozialpädagogischer Versorgung.Erst langsam wird deutlich, dassdie eigentlich angestrebten Ziele einerbesseren, schnelleren und auch ökonomischgünstigeren Versorgung (für dieKassen!) im Bereich der psychischen Erkrankungenüber diese Fokussierung nichterreichbar sind. Noch liegen keine systematisiertenveröffentlichten Zahlen zu denVersorgungsergebnissen und ökonomischenKonsequenzen vor, aber erste Erfahrungenlassen vermuten, dass eine an denbereits bewährten Psychotherapie-Qualitätskriterienorientierte Versorgung von sogenannten„schweren Fällen“ so nicht gelingenwird.Chancen der IV-VerträgeDie Chancen der IV-Verträge liegen darin,durch sinnvolle gleichberechtigte Vernetzungder verschiedenen Berufsgruppeninnovative und neue Versorgungsformenauszuprobieren. Langjährige Erfahrungenaus den Bereichen der Gemeindepsychiatrie,der Krisenintervention und der unterschiedlichstenPsychotherapieinterventionenin den verschiedensten Settings liegenvor und könnten von der Professionverstärkt in die Weiterentwicklung der Konzeptioneneingebracht werden. Ergebnissevon Modellprojekten sind gute Anlässe fürdie Diskussion zur Implementierung undWeiterentwicklung der Psychotherapie inden unterschiedlichen Feldern. Die Chancen,einen schnelleren Zugang zu einemBehandlungsplatz zu gewähren, sind einweiterer Pluspunkt, der vielen Patientensehr entgegen kommen könnte. Auch dieEinbindung von approbierten Kolleginnenund Kollegen ohne sozialrechtliche Zulassung,z. B. durch Anstellung, kann die Verträgefür manchen Neuapprobierten interessantmachen. Sinnvoll wären abzuschließendeIV-Verträge als „add on“, als Ergänzungzum bestehenden Kollektivvertrag– auch als eine Möglichkeit der Erprobungneuer psychotherapeutischer Methoden.Die Rolle der KammerDie Psychotherapeutenkammer tritt beiden Verträgen nicht als Vertragspartner auf.Sie tritt für die Psychotherapie und eineadäquate Rolle der PsychotherapeutInnenein, achtet auf die Einhaltung von Qualitätskriterienund Transparenz der IV-Verträge.Die Berliner Kammer bemüht sich inzahlreichen Veranstaltungen und Werkstattgesprächen,die vom Vorstand, demAusschuss Neue Versorgungsformen undverschiedenen Referenten durchgeführtwerden, eine Plattform für einen differenziertenund interessanten Austausch zuschaffen.Qualitätskriterien fürIV-VerträgeDie Berliner Psychotherapeutenkammerhat die folgenden Qualitätskriterien entwickelt,um die verschiedenen IV-Verträgeeinzuschätzen:8-Punkte-Programm:• Selektivverträge können den Kollektivvertragals „add on“ sinnvoll ergänzenund sollten die psychotherapeutischeVersorgung der PatientInnen verbessern.• In den Selektivverträgen müssen diePT-Leistungen leitliniengerecht implementiertsein. QS und QM sind zu planenund durchzuführen.• Bei einer begleitenden Forschung(Evaluations-, Outcome- u. a.) sindbei der Planung, Durchführung undAuswertung PP/KJP zu beteiligen.• PT-Angebote im Rahmen von Selektivverträgensind für die Patienten verbindlichvorzuhalten. Die Aufklärungüber die Implikationen der Vertragsteilnahmeund die Klarheit bezüglichdes psychotherapeutischen Angebotsist zu gewährleisten.• Diagnostik, Indikation, Beratung-, Behandlungsplanungund PT-Interventionensind verbindlich zu beschreibenund festzulegen.• Kooperation und Koordination in denSchnittstellen verschiedener Professionenzum Patienten sind für alle Beteiligtentransparent zu konzeptionalisieren.• Die Honorierung hat sich grundsätzlichan Honoraren zu orientieren, diefür genehmigungspflichtige Leistungengezahlt werden (BGS-Urteil). Entwicklungsarbeiten,zusätzliche Leistungen,z. B. Gespräche im Rahmenvon IV-Verträgen, Konferenzen u. ä.sind zusätzlich zu honorieren.• Die in den verschiedenen Vertragsformenentwickelten, erprobten und bewährtenpsychotherapeutischen Interventionenin der Versorgung sollen inden Kollektivvertrag überführt werden.BerlinPsychotherapeutenjournal 3/2013301

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Psychologische/n Psychotherapeut - Psychotherapeutenjournal
journal Psychotherapeuten - Psychotherapeutenkammer NRW
Gemeinsame Weiterbildung FL-VE/2013 (PDF, 3 MB)
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Zeitschrift Familie, Ausgabe Dezember 2013 PDF 3 - Familienbund
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handlungs:plan-Magazin Ausgabe 3-2013 - PDF-Version
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