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Die „Next Eleven“ - IHK Regensburg

Die „Next Eleven“ - IHK Regensburg

Unternehmenvon Ralf

Unternehmenvon Ralf TautzDie Irema Filter GmbH gehörtzu den innovativsten Firmender Branche. Sie exportiert ihreProdukte weltweit, der größteWachstumsmarkt für das Unternehmensind die USA. In jedem drittenAuto steckt ein Filter von Irema. DieLeistungsbilanz der mittelständischenFirma aus Postbauer-Pavelsbach mit rund60 Mitarbeitern ist nach mehr als 30 Jahrenbeeindruckend. Mit Anke Jung undihrem Mann Andreas Seeberger hat nundie zweite Generation das Ruder übernommen.Innovation, Spezialität und Individualitätsind die zentralen Begriffe ihresGeschäftsstils.„Reinhard Jung war ein kreativer Tüftlerund er hatte ein gutes Team“, erzählt AndreasSeeberger. Mitte der 1970er-Jahrearbeitete Jung für eine US-Firma imRheinland, die das Material für Operationsmundschutzherstellte. Das animierteihn und seine Frau Inge 1975 dazu, eineeigene Firma in diesem Bereich zu gründen.Sie erwarben eine Industrienähmaschine,stellten sie in der Garage von ReinhardJungs Eltern in Nürnberg auf undverarbeiteten das Material des früherenArbeitgebers zu Endprodukten. Das heißt,sie schnitten die Vliesware zu, nähten dieHaltebändchen an und verkauften denfertigen Mundschutz an Krankenhäuserweiter. Damit ließ sich in der damaligenZeit noch gutes Geld verdienen. Nach wenigenMonaten zog die Firma in größereRäume in Nürnberg um und 1980 erwarbenInge und Reinhard Jung ein Grundstückin Postbauer-Pavelsbach, wo nochheute der Firmensitz ist.Hohe Fertigungstiefe„In den ersten Jahren konzentrierte sichReinhard Jung auf die Automatisierungder Fertigung“, weiß Seeberger. Die Maschinendafür konstruierte und bauteJung mit seinen Mitarbeitern selbst. Esentstand im Laufe der Zeit eine gut ausgestatteMaschinenbauabteilung mit Schlossereiund Mechanikwerkstatt sowie einerElektrik- und Elektronikabteilung. „Manhätte die Maschinen sicher auch kaufenkönnen, aber das wäre sehr teuer gewesen“,so Seeberger. Und noch ein zweitesArgument sprach für den Eigenbau: dasfirmenspezifische Know-how ist dadurchimmer im Haus geblieben. Bei Irema entstandeine hohe Fertigungstiefe, die sichdas Unternehmen bis heute bewahrt hat,obwohl das vielfach als nicht mehr zeitgemäßerachtet wird.Inge und Reinhard Jung ließen sich durchdie Philosophie des massiven Outsourcingsnicht beeindrucken und gingen ihren eigenenWeg, insbesondere als das UnternehmenAnfang der 1980er-Jahre damit begann,eigene Filtermedien zu entwickelnund herzustellen. Nach der Idee, „wir wollenetwas machen, was andere nicht können“,versetzten Reinhard Jung und seinTeam bekannte Verfahren immer mit einemSchuss eigenem Know-how, zum Beispielmodifizierten sie das Melt-Blow-Verfahrenzur Faserherstellung. Sie warenVorreiter der Branche, als sie die Produktionvon synthetischen Fasern und Filtermedienvorantrieben.Die Maschinenbauabteilung der Firmabesteht heute noch und alles, was Rückschlüsseauf die firmeneigenen Technikenund Verfahren zulässt, wird von denrund zehn Mitarbeitern selbst hergestellt.Durch die hohe Fertigungstiefe bewahrtsich Irema nicht nur spezielles Firmenwissen,das in der Branche ein Alleinstellungsmerkmalverschafft. Die Mitarbeiter sindin der Lage, auf Kundenanforderungenschnell zu reagieren und individuell zugeschnitteneLösungen anzubieten. Das istauch nötig, denn die Kundschaft des Unternehmenshat sich in den vergangenen15 Jahren grundlegend verändert. Mitteder 1990er-Jahre wuchs im Bereich derOP-Ausstattung die Konkurrenz aus Asienund gleichzeitig setzte ein stärkerer Kostendruckim Gesundheitswesen ein.Herausforderung AutoInge und Reinhard Jung suchten deswegennach neuen Produkten und neuen Kundenund fanden sie vor allem in der Autoindustrie.Es wurde modern, Pollenfilter indie Lüftungen der Fahrzeuge einzubauen.„Aber dafür gab es kaum Hersteller“, erzähltSeeberger. Für Irema war das neueProdukt keine große Umstellung, denn dasHerzstück des Unternehmens war die Faserherstellung.Zum Einstieg in den Marktentwickelten die Mitarbeiter spezielle plissierbareFiltermedien und hatten damit Erfolg.Zur Herausforderung wurden aber die Ansprücheder neuen Kunden aus der Autoindustrie.„Plötzlich wurden viel höhereAnforderungen an unsere Organisationund das Qualitätsmanagement gestellt“,sagt Seeberger. „Die Produktentwicklungwurde schwieriger, weil die Filter mehrereInstanzen durchlaufen mussten, um dieNormen der Autoindustrie zu erfüllen, unserPrüflabor musste aufgerüstet werdenund der administrative Aufwand wuchsganz erheblich.“ Aber Seeberger sieht espositiv und sagt: „Wir haben daraus sehrviel neues Know-how gezogen und sahen,was man noch alles machen kann.“Das Unternehmen konzentrierte sich indieser Zeit sehr auf die Autoindustrie undnahm gleichzeitig Industriefiltermedienfür Klimaanlagen ins Produktprogrammauf. Heute gehen nur noch rund 50 Prozentder Produktion zu den Autoherstellernund Seeberger ist darüber auch nichtunglücklich, denn er will zukünftig andereBereiche noch stärker ausbauen.Neuheit NanoDie vielleicht wichtigste technische Entwicklungdes Unternehmens für die Zukunftwar ab 2005 die „integrierte Nanofasertechnologie“.Je kleiner die Faserneines Filtermediums, desto kleinere Partikelkann es filtern. Nach diesem einfachenPrinzip kamen zu Beginn des neuen Jahrtausendsdie ersten Verfahren zur Herstellungvon Nanofasern auf den Markt. Siewurden mittels einer Lösung hergestellt,„die aber nicht ungefährlich und außerdemumweltbelastend war“, erläutert Seeberger.16 WIKO I 9 I 2013

UnternehmenAb 10 Karten:10 %auf die mtl.Grundgebühr 2Deswegen entwickelte man bei Irema einneues Verfahren, die Nanofasern mittels einerPolymerschmelze herzustellen. Der zweiteTeil der integrierten Nanofasertechnologiewar die Einbettung der Fasern in das Filtermedium.Bis dahin wurden die Nanofasernnur als Oberflächenschicht auf die Filter aufgebracht,was unter anderem die Standzeitdes Filters verminderte, das heißt die Staubmenge,die der Filter aufnehmen kann. BeiIrema entwickelte man dagegen ein Verfahren,die Nanofasern in das Filtermedium zuintegrieren und damit einen dreidimensionalenTiefenfilter mit wesentlich höherer Abscheideleistungzu erreichen.In der Filtertechnologie steckt aber noch genügendPotenzial für weitere innovative Produkteaus dem Hause Irema. Seeberger hat fürdie Zukunft schon neue Ideen, zum Beispielelektrostatisch geladene Filter und eine Verbesserungder Energieeffizienz. Darüber hinausplant Seeberger, in Zukunft auch Flüssigfilterauf den Markt zu bringen, insbesonderefür die Ölfiltration. Anke Jung und AndreasSeeberger nehmen also die Innovationsfreudeder Eltern auf, um mit ihrem Unternehmenauch zukünftig als Nischenanbieter mit Spezialitätund Individualität auf dem europäischenund internationalen Markt zu bestehen. ■eine neueUnabhängigkeitHochwertige Mobil-Lösungen.Gespräche innerhalb des Unternehmensinklusive. 1geschaeftskunden@m-net.deTel.: 0800 7767-887www.m-net.deAnke Jung übernahm gemeinsam …1) Ab Company Flat Tarif und höher. 2) Befristete Aktion bis31. 12. 2013. Der Rabatt wird auf die monatliche Grundgebührder einzelnen SIM-Karten gewährt. Barauszahlung nichtmöglich. Weitere Infos zur Aktion erfahren Sie online unterwww.m-net.de.… mit Ehemann Andreas Seeberger den elterlichenBetrieb.WIKO I 9 I 2013 17

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