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DWK-Info Kasachstan 2011-03 - AHK Zentralasien

DWK-Info Kasachstan 2011-03 - AHK Zentralasien

14Auch mit unserer

14Auch mit unserer Investitionspolitik liegen wir auf einem der vorderen Plätze. 2010 lagen dieGesamtinvestitionen in unserem Oblast bei 1.147 Milliarden KZT und damit um 1% höher alsin 2009, 831,7 Mrd. KZT davon kamen von ausländischen Investoren.Die günstige geographische Lage, das Kaspische Meer mit seinem einzigartigenFischbestand, das Vorkommen praktisch aller Elemente der MendelejewschenPeriodensytems und bedeutende Vorräte im Bereich der Rohstoffe aus demKohlenwasserstoffbereich bietet gute Vorraussetzungen für eine hervorragende Perspektivenversprechende Entwicklung, die auch bereits genutzt werden: praktisch in allen Branchenwerden Investitionsprojekte großen Umfangs realisiert, was wiederrum bedeutet, dassWirtschaft und auch Steueraufkommen erfreulich wachsen. Nicht umsonst kommt bei den ÖlundGasexporten der Löwenanteil von uns.Wir sind ein stark industriell geprägtes Gebiet, der Anteil der Industrieproduktion am BIPunseres Gebiets liegt bei fast 50%. Gemessen daran, wie hoch der BIP pro Kopf derBevölkerung liegt, liegen wir im Republikmaßstab an erster Stelle. Wir haben derzeit 522Industriebetriebe, davon 129 im Bergbaubereich, 301 verarbeitende Betriebe, weitere 92erzeugen und verteilen Elektroenergie, Gas und Wasser. Auch im Ausbildungsbereich habenwir einiges zu bieten: 5 Hochschulen sowie 4 wissenschaftliche Forschungs- undProjektinstitute, u.a. mit den Richtungen Geologische Erkundungen, Fisch- undLandwirtschaft und Projektierungen im Öl- und Gasbereich.Welche Wirtschaftszweige sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten und die entwickeltsten?Wie bereits gesagt ist die Wirtschaft unseres Gebiets sehr vielschichtig. Unsere großenVorkommen an Kohlenwasserstoff- und mineralischen Ressourcen, aber auch derFischreichtum, um nur zwei Beispiele zu nennen, bieten gute Voraussetzungen für einestürmische Entwicklung des Bergbaus, des Rohstoffabbaus und der Rohstoffgewinnung, derverarbeitenden und auch der Fischindustrie, die allesamt prioritäre Wirtschaftszweigeunseres Gebiets sind. In allererster Linie sind es natürlich die Rohstoffe und derRohstoffbereich, die Investitionen anziehen – ob nun unsere eigenen oder natürlich auch ausdem Ausland. Insofern verwundert es sicher nicht, dass gerade dieser Wirtschaftszweigunsere Industrie dominiert und mehr als 90% ausmacht. Wir bemühen uns allerdingsintensiv, diese Disproportion gerade zum verarbeitenden Sektor zu senken und ungeachtetder starken Zuwächse in der Förder- und Bergbauindustrie gelingt es uns, trotz steigenderPreise für Kohlenwasserstoffprodukte und damit steigender Umsätze in diesem Bereich, nunschon das fünfte in Folge den Anteil der verarbeitenden Industrie an der Gesamtindustrie bei8,9 bis 9,1% zu halten, also auch hier Zuwächse zu erzielen.Die Beschleunigung undForcierung der Entwicklung von Industrie und Innovationen ist eine Aufgabe, die die Richtungunserer Arbeit bestimmt. Besonderes Augenmerk liegt hier, natürlich immer unterBerücksichtigung der Konjunktur und des Marktes auf Projekten aus Bereichen wiePetrochemie, Pharmazie, Bauindustrie und Metallurgie, um nur einige zu nennen.Wir möchten, dass unser Gebiet in absehbarer Zeit das Zentrum einer entwickeltenErdölchemie und der dazugehörenden anderen Industriezweige wird – dies ist unserePriorität.

15Welche ausländischen Unternehmen sind in Ihrem Gebiet tätig, aus welchen Ländernkommen sie und in welchen Bereichen sind sie bevorzugt tätig?Gegenwärtig gibt es bei uns 421 ausländische Unternehmen, teilweise sind in dieser Zahlauch Gemeinschaftsunternehmen enthalten. In allererster Linie natürlich im Bereich derFörderung von Öl und Gas. Die bekanntesten Unternehmen hier dürften „Tengizchevroil“(Ausbeutung der Vorkommen Tengiz und Korolewskoje) und das Konsortium NCOC (ProjektNordkaspi) sein. Die Aktionäre von NCOC sind Agip Caspian Sea, Kashagan ConocophillipsNorth Caspian Sea, Shell Kazakhstan Development und Total E&P Kazakhstan.„Unsere“ Investoren kommen aus den USA, Großbritannien und Schottland, der Slowakei,Italien, Frankreich und der Russischen Föderation, um die wichtigsten Länder zu nennen. DieFirmen aus den eben genannten Ländern sind in der Regel in Bereichen wie Service- undTechnologiedienstleistungen, Transport und Logistik, Ausbildung und anderenDienstleistungsbereichen tätig.Sind in Ihrem Gebiet deutsche Firmen deutsche Firmen aktiv? Sollte dies noch nichtder Fall sein: wo sehen Sie Chancen für einen erfolgreichen Einstieg deutscherFirmen?Beginnen wir mit schnöder Statistik. Der Außenhandel unseres Gebiets mit derBundesrepublik Deutschland betrug 2010 137,7 Millionen USD und lag damit 3,1% höher alsim Vorjahr. Mit einem Anteil von 49,6 Millionen Dollar am Gesamtumsatz konnten wir unsereExporte um 11,4% gg. 2009 steigern, mit einer Höhe von 88,1 Millionen Dollar lagen unsereImporte aus Deutschalnd knapp unter dem Niveau von 2009.Was in unserem Gebiet tätige deutsche Unternehmen betrifft, sollt keinesfalls die ISI GipsInder GmbH unerwähnt bleiben – eine auf die Produktion von Gipskarton spezialisierteFirma, die durch „Knauf“ gegründet wurde. Diese Firma hat in 2000 ihre Produktionaufgenommen. Die Nachfrage nach ihren Produkten und ein günstiges Investitionsklimaführten zu einem Nachdenken über eine Produktionsausweitung. Erste Gespräche fandenbereits statt und die Firma ist bereit, entsprechende Investitionen für eineProduktionserhöhung und Ausweitung der Produktpalette zu tätigen.Was andere deutsche Firmen betrifft, so findet man sie - vorsichtig ausgedrückt - kaum beiuns, wenn sie auch in anderen Gebieten Kasachstans wie Astana, Almaty, Karaganda undNordkasachstan erfolgreich tätig sind. Ich bin mir aber sicher, dass unser perspektivreichesGebiet mit seinen Möglichkeiten mehr deutsche Unternehmen dazu bringen wird, ihreEinstellung zu ändern und erfolgversprechende Nischen bei uns zu suchen und zu finden.Im Rahmen eines Besuchs des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Kasachstanfand in Atyrau am 28.10.2010 die offizielle Eröffnung des Deutschen Generalkonsulats fürWestkasachstan statt. (Honorarkonsul ist Herr Peter Krieger)Wir hoffen sehr, dass sich dank unserer gemeinsamen Bemühungen die beschriebeneSituation zum besseren wendet, alle Voraussetzungen dafür sind gegeben.

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