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DWK-Info Kasachstan 2011-03 - AHK Zentralasien

DWK-Info Kasachstan 2011-03 - AHK Zentralasien

4hoch. Hinsichtlich der

4hoch. Hinsichtlich der Verkehrsleistung ist die kasachstanische Wirtschaft fünfmal wenigereffizient als in europäischen Ländern. So müssen für jeden Dollar am BIP in Kasachstan 9Tonnenkilometer aufgebracht werden, in der EU dagegen ist es nur einer. Dennoch steigtdas Transportaufkommen in Kasachstan kontinuierlich an. Das Frachtvolumen erreichte 20092.100 Millionen Tonnen, im Jahr 2010 bereits etwa 2.400 Millionen Tonnen.SchienentransportDas Verkehrswegenetz umfasst insgesamt rund 113.000 Kilometer. Obwohl hinsichtlich derEffektivität und des internationalen Transitverkehrs von übergeordneter Bedeutung, werdenper Bahn nur etwa 12 Prozent aller Güter transportiert, 80 Prozent hingegen auf der Straße.Innerhalb des Schienentransports nimmt der Güterverkehr 70 Prozent ein, derPassgierverkehr 30 Prozent.Bisher umfasst das kasachstanische Schienennetz etwa 17.880 Kilometer, die die Grundlagefür bereits funktionierende internationale Transportkorridore bilden.- den Nordkorridor der Transasiatischen Eisenbahn (Trans-Asian Railway, TAR):Westeuropa – China – Korea – Japan über Russland und Kasachstan (Dostyk – Aktogai -Sayak – Mointy – Astana – Petropavlovsk)- den Südkorridor der Transasiatischen Eisenbahn:Südosteuropa – China – Südostasien über Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan undKasachstan (Dostyk – Aktogai – Almaty – Shu – Arys – Saryagash).- den Transport-Korridor Europa - Kaukasus - Asien (TRACECA):Osteuropa – Zentralasien über das Schwarze Meer, Kaukasus und Kaspisches Meer (Dostyk– Almaty – Aktau)- die Verbindung Nord-Süd:Nordeuropa – Golfstaaten über Russland, Iran und Kasachstan (Aktau – Atyrau/Ural)Betrieben wird der Bahnverkehr von der staatlichen Kazakhstan Temir Zholy, einem dermächtigsten Unternehmen in Kasachstan. Im Rahmen der Transportstrategie ist der Neubauvon 1.600 Kilometern Schienenstrecke geplant, 2.700 weitere Kilometer sollen elektrifiziertwerden. Insgesamt will man vor allem das Transit-Gütervolumen erhöhen und dazu einSicherheitssystem für Frachtgüter schaffen.StraßentransportIn Kasachstan gibt es etwa 93.000 Straßenkilometer. Von allen Verkehrswegen sind sie imschlechtesten Zustand und bedürfen umfassender Modernisierung. Seit 2003 wurden dazubereits etwa eine Milliarde Dollar aufgewendet. Das Straßennetz deckt unter anderem sechsinternationale Straßenverbindungen ab, über die die wichtigsten Gütertransporte verlaufen:– Taschkent – Schymkent – Taras – Bischkek – Almaty – Chorgos:Dies ist die wichtigste Strecke für den Transit zwischen Zentralasien und China.– Schymkent – Kysylorda – Aktobe – Uralsk – Samara:Für den Export und Import aus und nach Kasachstan sowie für Transitlieferungen aus

5China und den zentralasiatischen Staaten nach Russland und in andere GUS-Ländersowie nach Europa.– Almaty – Karaganda – Astana – Petropawlowsk:Wichtigster Transportweg zwischen dem kasachstanischen Süden und Russland.– Omsk – Pawlodar – Semipalatinsk – Maikapschai:Transit zwischen China und den russischen Industrieregionen.– Astrachan – Atyrau – Aktau – turkmenische Grenze:Internationaler Transportweg zwischen dem Nahen Osten, dem Hafen Aktau sowieRussland und Europa.– Astana – Kostanai – Tscheljabinsk:Für Güter- und Personenverkehr zwischen Astana und den russischen Regionen.Ein vorrangiges Straßenprojekt ist der Ausbau des Transportkorridors „Westeuropa-Westchina” von Sankt-Petersburg über Kasan, Orenburg, Aktobe, Kysylorda, Schymkent undAlmaty nach China, der insgesamt etwa 8.445 Kilometer lang ist. Der Korridor schafft nichtnur die Anbindung Kasachstan an Europa in die eine Richtung und China in die andere,sondern sie wird die Grundlage sein für Transporte aus Südostasien über China, KasachstanRussland bis nach Europa. Rund 2.800 Kilometer dieses Korridors verlaufen überkasachstanisches Territorium. Sobald diese Strecke ausgebaut ist – die Inbetriebnahme istfür 2012 geplant – werden Güter innerhalb von zehn Tagen von der EU-Grenze zumchinesischen Hafen Lianyungang befördert werden könne. Bis 2020 wird allein auf dieserStrecke mit einer Verdoppelung des Gütertransports gerechnet.Die Kosten für den kasachstanischen Abschnitt des Projektes betragen etwa 5,4 Mrd. Dollar,davon werden ca. 2,9 Mrd. Dollar über Auslandskredite finanziert. Allerdings bezweifelneinige kasachstanische Experten die wirtschaftlichen Perspektiven des Projekts. So erhält einStaat, über dessen Territorium Güter transportiert werden, nach internationaler Praxis nurdann finanzielle Zuweisungen, wenn der Transit über den Schienenweg abgewickelt wird.Derzeit erhält Kasachstan aus dem durch das staatliche Eisenbahnunternehmen KazakhstanTemir Zholy abgewickelten Güterverkehr jährlich 700 Mio. US-Dollar. Diese Bedingungengelten jedoch nicht für den Transport auf der Straße, das heißt, Kasachstan wird darauskeine direkten, sondern lediglich indirekte Einnahmen durch Servicedienstleistungen undTourismus bekommen, die zu gering für die Deckung der Projektkosten sein werden.PipelinesDas kasachstanische Transportnetz für Öl und Gas umfasst Pipelines mit 6 715 KilometernLänge für Erdöl und 10.138 Kilometern Länge für Erdgas. Vor der Inbetriebnahme derErdölpipeline nach China im Jahr 2006 wurde das kasachstanische Erdöl meist überRussland durch die Leitung Atyrau – Samara und die Pipeline des KaspischenPipelinekonsortiums gepumpt. In naher Zukunft sollen 67 Millionen Tonnen Erdöl durchletztere Pipeline fließen. Sie verbindet die Erdölfelder Westkasachstans mit dem russischen

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