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DWK-Info Kasachstan 2011-03 - AHK Zentralasien

DWK-Info Kasachstan 2011-03 - AHK Zentralasien

6Schwarzmeerhafen

6Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Im Jahr 2008 wurden 32,8 Millionen Tonnen durch diePipeline gepumpt. Der Export über die Pipeline Atyrau-Samara lag 2006 bei 15,6 MillionenTonnen, 2007 bei 16 Millionen und 2008 bei 16,8 Millionen Tonnen Erdöl. Die Pipeline solllaut KazMunaiGas und der russischen Transneft auf 25 Millionen Tonnen Durchlasskapazitätpro Jahr aufgestockt werden.Seitdem die kasachstanisch-chinesische Erdöl-Pipeline 2006 in Betrieb genommen wurde,fließt kasachstanisches Erdöl in die Depots der größten Erdölraffinerie in Dushanzi inXinjang. Ab 2011 sollen 20 Millionen Tonnen Erdöl jährlich die Pipeline passieren. Im Jahr2008 wurden rund zehn Millionen Tonnen Erdöl befördert. Die 962 Kilometer lange Pipelineverläuft größtenteils über kasachstanisches Territorium und zwar über Atasu, Agadyr,Aktschatau, Aktogai, Utscharal und Alaschankou. Die Baukosten in Höhe von 800 MillionenDollar trugen beide Seiten zu gleichen Teilen, bei einer Investitionsgarantie des ChinesischenNationalen Erdölunternehmens (CNPC). Im Dezember 2006 wurde zwischen beiden Ländernein Vertrag über den Bau eines zweiten Strangs unterzeichnet. Durch den Bau könnte auchRussland seine Exporte westsibirischen Erdöls nach China erhöhen. Die Arbeiten an der 300Kilometer langen Strecke vom russischen Omsk nach Atasu sind abgeschlossen. Atasu istdamit zu einem Knotenpunkt geworden, an dem mehrere Pipelines zusammenlaufen.Die bereits fertiggestellte Pipeline ist allerdings nur ein Teil des geplanten Pipelineprojekteszwischen Kasachstan und China. Die transnationale Rohrleitung ist 3 088 Kilometer lang, dieKosten werden rund drei Milliarden Dollar betragen. Die Durchlasskapazität kann bis zufünfzig Millionen Tonnen im Jahr betragen. Danach liefert Kasachstan zunächst drei MillionenTonnen Erdöl pro Jahr und erhöht die Lieferungen dann auf 7,5 bis zehn Millionen Tonnenund später auf bis zu 25 Millionen Tonnen im Jahr.Über das kasachstanisch-russische Joint-Venture KasRosGas exportiert Kasachstan jährlichetwa 6,5 Milliarden Kubikmeter Gas in die Raffinerie Omsk und nach Europa. Eine derwichtigsten Erdgasleitungen ist die aus Turkmenistan über Usbekistan und Kasachstanverlaufende Pipeline Zentralasien – Zentrum, die Gaslieferungen in die Ukraine und nachRussland sichert. Gas wird zudem durch die Pipelines Orenburg – Nowopskow und Sojus(Transit von russischem Gas und Export von kasachstanischem Gas), Buchara – Ural(Transit von zentralasiatischem Gas) und Buchara –Taschkent – Bischkek – Almaty (Importvon usbekischem Gas) geliefert.Die staatliche kasachstanische Erdgastransport-Gesellschaft KasTransGas plant, dieDurchlasskapazität der Pipeline „Zentralasien – Zentrum” von 54,9 auf hundert MilliardenKubikmeter pro Jahr zu erhöhen. Für eine Kapazitätssteigerung bis achtzig MilliardenKubikmeter im Jahr sind Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Dollar, bis 100 MilliardenKubikmeter zusätzliche 1,2 Milliarden Dollar erforderlich. Insgesamt belief sich der Gastransitüber kasachstanisches Territorium im Jahr 2009 auf 48,88 Milliarden Kubikmeter Gas, davon23,79 Milliarden Kubikmeter russisches Gas, 22,07 Milliarden Kubikmeter turkmenisches Gasund 3,09 Milliarden Kubikmeter usbekisches Gas.Im Entwicklungsstadium befindet sich der Bau einer Erdgasleitung über Kasachstan nachWestchina. Mit dieser Pipeline wird das Ziel einer weiteren Diversifizierung derkasachstanischen Gasexporte erreicht. Zudem könnte mehr Transitgas über Kasachstannach China geliefert werden. Ein weiteres Projekt, zu dem es erste Überlegungen gibt, isteine Pipeline durch das Kaspische Meer, die in die Nabucco-Pipeline in Richtung Europaintegriert werden könnte. Die Pipeline könnte von Tengis über Turkmenbaschi, Baku, Tbilissi

7nach Ersurum in der Türkei verlaufen und eine Kapazität von zwanzig Milliarden KubikmeternGas im Jahr haben.Wasser- und LuftwegeWasserstraßen in Kasachstan haben insgesamt eine Länge von etwa 6.000 Kilometern, dochdie Binnenschifffahrt spielt so gut wie keine Rolle. Wichtiger ist die Lage des einzigenkasachstanischen Hafens in Aktau am Kaspischen Meer, durch den Anschluss nachAserbaidschan, Turkmenistan, Iran und Russland sowie an das Schwarze Meer und dieOstsee besteht. Die Kapazität des Hafens Aktau liegt derzeit bei jährlich rund 8 Mio. TonnenErdöl, 1,5 Mio. Tonnen Schütt- und Stückgut (vorwiegend Getreide, Kohle, Holz, Eisenerz)sowie 24.000 Containern.In Kasachstan gibt es 22 große Flughäfen, von denen 14 an internationale Ziele angebundensind. Abgedeckt werden rund 54.000 Kilometer, 49.000 davon auf internationalen Routen mitAnbindung an 18 Länder. Insgesamt sind in Kasachstan knapp 50 Fluggesellschaftenregistriert, die größte ist die staatliche Fluggesellschaft Air Astana.Überblick über geplante und laufende Projekte im TransportsektorInvestitionen in DollarProjekteTransportstrategie Kasachstans (56 Projekte)16,3 Mrd.(bis 2014/15)Straßenprojekte5,6 Mrd.(bis 2014)internationale Kredite (2,9 Mrd.)private Investitionen (1,8 Mrd.)Budget (900 Mio.)darunter fünf Projekte (1.100 Mrd. Tenge) zurRealisierung des Programms zur industriellinnovativenEntwicklung im Straßen- undGleisbauHauptprojekt: Trasse Westeuropa –Westchina, Gesamtlänge des kas. Teils:2.787 km; zwei Teilstrecken – PPP-Projekte,510 km; (in 2010: Fertigstellung von 283 km;Teilinvestition: 700 Mio. $)Bahnprojekte400 Mio. (2010 bis 2011)600 Mio. (2010 bis 2012)2,3 Mrd.(voraussichtliche Gesamtkosten)Usen – Grenze zu Turkmenistan, 138 kmKorgas – Shetygen, 298 kmneues Eisenbahnprojekt Sheskasgan(Zentralkasachstan) – Beineu(Westkasachstan), 988 km, Baustart: 20131,2 Mrd. (seit 2010) Erneuerung von Bahnstrecken (1.081 km)und rollendem Material (darunter 1.400Güterwagen)

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