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38 Jahre OL in der DDR - SV Wissenschaft Quedlinburg e.V.

38 Jahre OL in der DDR - SV Wissenschaft Quedlinburg e.V.

OL-Geschichte3.8. Spezialausbildung Orientierungslaufan der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport (DHfK) Leipzig3.8.1 VorbemerkungAn der DHfK Leipzig wurden Diplomsportlehrer ausgebildet, die direkt (bis 1972 als Wahlfachsportart)und danach indirekt (über das in Folge beschriebene Programm) für die SportartOrientierungslauf, als Schwerpunkttrainer OL, zum Einsatz kamen.Über den Zeitraum von 1972-1990 veränderten sich die Studieninhalte der Ausbildung zuDiplomsportlehrern durch Hochschulreformen. Dabei wurde aber das Prinzip der Ausbildungfür die Sportart OL ab 1973 nicht mehr verändert.Folgende Ausbildung wurde durchgehend für OL gewährleistet:Normaler Studienverlauf zum Abschluß „Sportlehrer mit Hochschulabschluß“. Im Rahmender vierjährigen Ausbildung erfolgte für die künftigen OL-Trainer eine vertiefte„Wahlfachausbildung“ in der Olympischen Sportart Leichtathletik (mit SchwerpunktLauf) oder alternativ Wintersport mit dem Schwerpunkt Ski (Langlauf).Parallel zur Wahlfachausbildung erfolgte eine sportartspezifische Betreuung durch denWissenschaftsbereich (WB) Wassersport/Touristik, der u.a. für die inhaltliche Gestaltungund organisatorische Durchführung der Ausbildung aller Studenten im OL (im Rahmeneines speziellen 14-tägigen Wasserfahrlagers) verantwortlich war. Der Bereich vergabauch die Diplomarbeitsthemen und organisierte und koordinierte die Betreuung und Ausbildungder OL-Studenten im OL-fachlichen Bereich während des gesamten Studiums.Die Betreuer der DHfK für die Praktika wurden durch den WB gestellt und die Mentorenwurch den WB (auf Vorschlag des Verbandes) bestätigt.Leiter des WB: Prof. Dr. LenzDie nachfolgend genannten Diplomsportlehrer wurden an der DHfK ausgebildet und habenihre Diplomarbeiten über spezifische OL-Themen geschrieben und mit Erfolg verteidigt:Vorname, Name Abschlußjahr Einsatzort als OL-TrainerDieter Kirkamm 1972 Berlin,Verbandstrainer 1978 - 1989Harald Männel 1980 WehrsdorfVerbandstrainer 1989 - 1990Ulrike Müller 1984 WeimarTrainer bis 1986Sabine Fiedler 1984 BerlinTrainer bis 1990Sabine Berger 1984 -------Jörg Hempel 1986 DresdenTrainer bis 1988Jens Zimmerling 1988 ChemnitzTrainer bis 1990Beate Kliemann 1988 BerlinTrainer bis 1990Dirk Meyer 1990 keine Anstellung mehr erhaltenThomas Müller 1990 keine Anstellung mehr erhaltenSeite 50

OL-Geschichte3.8.2 Ablauf der spezifischen OL-AusbildungNeben dem normalen Studienablauf wurden von den OL-Studenten folgende Aufgaben/Praktika/Programmemit OL-spezifischen Inhalten absolviert:Eigene Wettkampftätigkeit über die gesamten 4 Jahre im OL. Dazu war die Mitgliedschaftin der Hochschulsportgemeinschaft (HSG DHfK) Pflicht. Das Erreichen der Leistungsklasse2 war die Grundvoraussetzung für den Abschluß (D19/H21).Die Teilnahme an DDR-Meisterschaft / Studentenmeisterschaft bzw. Hochschulpokal(Mannschaftsmeisterschaften der Studenten) war ebenfalls notwendig.Praktika:Praktikum I (1. und 2. Studienjahr)Einsatz in Sektionen OL der Stadt Leipzig als Übungsleiter unter der Aufsicht eines vomBezirksfachausschuß benannten Mentors. Hospitationen in Trainingszentren des Leistungssportesder Wahlsportart.Praktikum II (3. Studienjahr)Leitung, Planung und Gestaltung des Trainingsprozesses in einem ausgewählten Verein;Mitwirkung bei der Formierung der Bezirksauswahl Leipzig für die Messepokal-Mannschaft.Praktikum III (3 Monate des 4. Studienjahres im künftigen Wirkungskreis unter Mitwirkungdes Verbandes)Leitung, Planung und Gestaltung des Trainingsprozesses in der nach Abschluß des Studiumsvorgesehenen Wirkungsstätte. Im Rahmen des Praktikum III erfolgte durch den Verbandeine spezielle Betreuung, das 70-Stunden-Programm. Dieses Programm wurde immerauf die jeweilige Person bezogen und unter der terminlichen Beachtung bereits geplanterVerbandsaktivitäten so angepaßt, daß mit geringem zusätzlichem zeitlichen undfinanziellem Aufwand viele Inhalte der künftigen Arbeit als Trainer und im Verband dargestelltund praktisch absolviert wurden.Seite 51

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