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Was ist nun heilig, Elisabeth? - Elisabethkirche

Was ist nun heilig, Elisabeth? - Elisabethkirche

- 10 -verdienen, weil

- 10 -verdienen, weil sie allein erziehend sind oder der Partner kein Einkommen hat, dasausreicht, eine Familie zu ernähren. Oder sie wollen schlicht erwerbstätig sein, auchdas ist legitim! Ministerin von der Leyen plant, dass es 2013 Betreuungsmöglichkeitenfür 30 Prozent der unter Dreijährigen gibt. Das wird nun diskutiert wie eine Kulturrevolution.Als gehe es um Krippenzwang. Nein, es geht um Wahlmöglichkeiten undEntlastung, die zum Kinder ermutigen.Nun sind Frauen und Männer verschieden, und das ist wahrhaftig gut so, sonst wäredas Leben doch recht langweilig. Ganze Bücher werden darüber geschrieben, „WarumMänner nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ (A.& B. Pease). Und dieFAZ meldet, dass nach einer Umfrage der Zeitschrift „Men’s Car“(!) 86% aller Männerihr Wochenende lieber mit einem Ferrari als mit Pamela Anderson verbringen würdenund nur 9% von ihnen einen Mercedes-Sportwagen für Tagesschau-ModeratorinAnne Will stehen lassen würden. Ja, das sind doch spannende Themen, die bildenim Zeitalter nach dem PISA-Schock...Aber wir müssen hinschauen, wie prägend auch heute Bilder sind, wenn auch andereBilder als zur Zeit Elisabeths. Nehmen wir einmal das Beispiel Empfänge. Herr Xund Herr Y kommen mit der Ehefrau an ihrer Seite, das sieht gut aus, ist gefragt, undes ist eher sekundär, ob es Ehefrau Nummer zwei, drei oder vier ist. Eine Frau mitviertem, wesentlich jüngerem Ehemann, die wäre eine kleine Sensation. ErfolgreicheFrauen sind oft allein stehend, weil sie Berufstätigkeit und Familie nicht verknüpfenkönnen. Die berühmten Damenprogramme bei solchen Zusammenkünften sind fürMänner wohl auch eher untauglich, sie legen andere Bilder zugrunde.Weil Bilder so außerordentlich prägend sind, habe ich entschieden dagegen argumentiert,dass Lehrerinnen im staatlichen Dienst mit Kopftuch unterrichten. Das istfür mich keine Frage der Religionsfreiheit, denn das Kopftuch ist eben kein rein religiösesSymbol. Es ist auch Symbol eines bestimmten Verständnisses der Rolle derFrau. Wenn schon die Haare einer Frau oder auch der Händedruck mit einer FrauSexualität implizieren, wenn in Deutschland ein Vater seine Tochter ermordet, weilsie vorehelichen Sex hatte und er damit seine Ehre befleckt sieht, wenn Mädchennicht auf Schulausflüge mitdürfen und ihnen verboten ist, am Schwimmunterricht teilzunehmen,so sind das Bilder, die in der Schule als Lernort der Freiheit in Deutschlandkeinen Raum erhalten sollten. Dabei geht es mir einerseits um die Mädchen,aber auch um die Jungen und die Bilder von einer Frau, die sie lernen.Ich denke, wir müssen unsere eigenen Bilder im Kopf immer wieder überprüfen, umaus der Bilderfalle herauszukommen, den Charakter zu sehen, die Vielfalt der Lebensentwürfe,das Individuum anzuerkennen. Lassen Sie mich zu diesem Punkt am

- 11 -Schluss ein Beispiel aus meiner eigenen Berufsgruppe geben. Die erste Generationvon Pastorinnen Anfang der 60er Jahre versuchte, so gut wie möglich Pastoren zuimitieren, zu zeigen: ich kann das genauso gut. Die zweite Generation in den 80erJahren wollte das Eigene entdecken, ganz anders, eben als Frau im Pfarramt. Diedritte Generation, zu der ich mich zähle, sieht viel mehr die Stärken der eigenen Personund Persönlichkeit im Vordergrund, ob nun Mann oder Frau. Das scheint mir einsinnvolles Ziel zu sein, dafür gilt es zu streiten. Wie zu Elisabeths Zeiten können Frauen den Erwartungen ihrer Umwelt kaumgerecht werden.3. KinderDie Sache mit dem Kind ist auch für Frauen heute eine ganz besondere Herausforderung,wiederum dasselbe Thema wie damals, aber auf andere Weise. Kinder bekommenhat seine Unschuld verloren. Und zwar auf zweierlei Weise. Da ist zunächstdie Wahlfreiheit: Will ich oder will ich nicht? Das andere ist der Machbarkeitswahn:Das muss doch zu machen sein.Die so genannte Pille hat eine „Revolution“ ausgelöst. Plötzlich konnten Frauenbestimmen, ob sie Kinder wollen, wann sie Kinder wollen, Freiheit der Sexualität warnicht mehr Männersache, wie seit Tausenden von Jahren, sondern es entwickelt sichSelbstbestimmungsrecht im sexuellen Bereich, auch Sache der Frauen. EineSchwangerschaft kann geplant werden. Dabei sprechen wir allerdings von Frauen inwestlichen Industrienationen. Der Zugang zu Verhütungsmitteln ist in vielen Ländernschwer für Frauen, ja manches Mal wird er verwehrt. Ich bin Mitglied im Kuratoriumder Deutschen Stiftung Weltbevölkerung, die sich auf diesem Gebiet sehr engagiert.Die Geburt eines Kindes ist ein wunderbares Ereignis. Sie ist für viele Menschen einSinnbild von Glück. Aber wir dürfen auch nicht leugnen: Eine Geburt ist auch ungeheuerirritierend, sie bringt das Leben durcheinander. Da wird eine Frau zur Mutter,ein Paar wird zu Eltern. Neben dem ungeheuren Glücksempfinden nach der Geburteines Kindes kann eben auch dieser Schock kommen. Angebunden sein für denRest meines Lebens – oder doch zumindest für die nächsten 20 Jahre! Keine ruhigeNacht mehr: Am Anfang, weil die Kinder vor Hunger oder Unbehagen schreien, später,weil sie wegen Schulängsten nicht einschlafen können und schließlich, weil sienicht pünktlich von der Party nach Hause kommen. Wer Kinder erzieht, braucht Kraft.Das gilt um so mehr, als sich mit Blick auf die Partnerschaft von Frauen und Männernzeigt, dass unter jungen Paaren heute eine partnerschaftliche Arbeitsteilung in

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