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am pulsBulletin für die forstliche BildungNr. 1 . April 2006SchwerpunktFrauen im Wald – die wirklichenPionierbäumeEine Frau mit Motorsäge? Eine Försterin in leitender Stellung?Eine Frau als Kreisförsterin? Diese Frauen gibt es, aber noch vielzu wenige. Kein Wunder also, dass versucht wird, den Anteilder Frauen im Forst zu erhöhen. ampuls wollte wissen, was esbraucht, damit Frauen im Wald Karriere machen können.Im Sommer 2005 machte Patrizia Aquistapace als erster weiblicherLehrling im Tessin den Abschluss als Forstwartin. Sie fühlt sich nacheigenen Angaben wohl und akzeptiert in dieser Männerwelt (siehe ampuls-Interview).Etwas anders sieht es Evelyn Coleman, selbstständige ForstingenieurinETH und Vorstandsmitglied des SIA Fachvereins Wald: «Nach einemHochschulstudium ist es zwar nicht schwierig, ins Berufsleben einzusteigen.Aber im Arbeitsalltag selber, wenn man weiterhin die einzigeFrau auf weiter Flur ist, kann es problematisch werden. Man sticht heraus,mit all seinen Stärken und Schwächen. Ich habe manchmal denEindruck, man schätzt die Frau, solange sie als Aushängeschild dienenkann. Sobald sie aber als Konkurrenz wahrgenommen wird, gefällt sieweniger.»Fortsetzung S. 3


EditorialInhalt1 Frauen im Wald – die wirklichenPionierbäume2 Editorial3 Fortsetzung Schwerpunkt4 Interview mit Peter SchaadProjekt silviasilvio.ch5 IPA – ein zeitgemässesQualifikationsverfahrenEFAK-Jubiläumssitzung in Oberägeri6 Interview mit Patrizia Aquistapace7 CODOC-NewsKurznachrichten8 Umfrage: Wie können Frauen im WaldKarriere machen?Neue Perspektiven für Frauenund Männer im ForstWarum soll ich mich mit einem solchen Thema beschäftigen?Weil sich nicht nur die Technologien weiterentwickeln,sondern auch die Menschen! Nicht nur neue Geräte undMaschinen haben unseren beruflichen und privatenAlltag verändert, sondern auch ein neues Verständnis vonZusammenarbeit und Zusammenleben.Mehr Frauen in vormals «typischen Männerberufen»sind eine der Folgen dieses neuen Verständnisses. Frauenbeschäftigen sich im Beruf zum allergrössten Teil mitden gleichen Aufgaben, Fragen und Problemen wie ihremännlichen Kollegen. Einige Dinge sehen sie allerdingsaus einer anderen Perspektive als ein Mann. Wie istdas beispielsweise, wenn sich in einer Gruppe eine einzigeFrau befindet: ich selbst? Oder: Wie lassen sich dasberufliche Engagement und die Familienarbeit miteinanderkombinieren?ImpressumHerausgeberin:CODOC Koordinations- und Dokumentationsstellefür das forstliche BildungswesenHardernstrasse 20Postfach 339, CH-3250 LyssTelefon 032 386 12 45, Fax 032 386 12 46info@codoc.ch, www.codoc.chLesen Sie in dieser Nummer, was Frauen und Männer vonihren individuellen Standpunkten aus beim Thema «Frauenim Forst» bewegt. Von der Forstwartin über die Kreisförsterinbis zum Forstunternehmer und zum Schulleiter gebensie Auskunft und zeigen neue Perspektiven auf. Interessant,nicht wahr?Martina Blanke, Projektleitungsmitglied silviasilvio.ch – genderbewusstesFühren in der Wald- und HolzwirtschaftRedaktion: Eva Holz (eho) und Rolf Dürig (rd)Gestaltung: Anex & Roth Visuelle Gestaltung,BaselDie nächste Nummer von ampuls erscheintim August 2006.Redaktionsschluss: 30. Juni 20062


Fortsetzung SchwerpunktFrauen im Wald – die wirklichen PionierbäumePraktische Tipps für gegenseitiges VerständnisÄhnliche Erfahrungen machte auch Agnes Amir, Kreisförsterinim Entlebuch. Sie scheidet Mitte 2006 nach fastsieben Jahren nicht ganz freiwillig aus diesem Amt undgeht in die Zentrale. «Als Frau werde ich grundsätzlich anderswahrgenommen als meine männlichen Kollegen. Diesbirgt Chancen und Risiken», sagt die Forstingenieurin.«Wichtig ist, sich damit auseinander zu setzen und mitMut den eigenen Weg zu gehen.» Manchmal seien Konfliktehilfreich, denn sie bringen Bewegung in festgefahreneStrukturen, ist Amir überzeugt.Verunsicherungen lassen sich nicht ohne Weiteres ausdem Weg räumen. Probate Handlungstipps können diesenProzess aber unterstützen. Das Projekt www.silviasilvio.ch,welches Anfang dieses Jahres neu lanciert wurde, will aufeinfache und sympathische Weise Führungskräfte ausWald und Holz für Chancengleichheit sensibilisieren(siehe ampuls-Beitrag). Initiiert wurde das Projekt von dernationalen Arbeitsgruppe «Chancen und Gleichheit inWald und Holz».In Sachen Chancengleichheit besteht AufholbedarfIn den Forstbetrieben beträgt der Frauenanteil weit unter1 Prozent, bei der Holztechnik um 2,5 Prozent und bis 7Prozent bei den Forstbehörden, während er bei der EidgenössischenForschungsanstalt für Wald, Schnee undLandschaft WSL 16 Prozent ausmacht. Innerhalb Europasrangiert die Schweiz auf dem letzten Platz.Verschiedene Fachleute beschäftigen sich mit der Frage,warum so wenig Frauen im Forst arbeiten und wie manmehr weibliche Mitarbeiterinnen gewinnen könnte. Im Jahr2001 schrieben Eva Nadai und Corinna Seith im Auftragdes Buwal eine Studie zu «Frauen in der Forstwirtschaft».Befragt wurden Forstingenieurinnen und -ingenieure, 15Frauen und 7 Männer. Das Ergebnis: Viele Hindernisseerschweren Frauen nach dem Studium den Zugang zurBerufspraxis. Nicht zuletzt die Tatsache, dass es auf denKreisforstämtern beinahe nur Vollzeitstellen gibt.Wichtige Plattformen für den ErfahrungsaustauschÜber die Absenz der Frauen im Forst sowie über die dringendnotwendigen Veränderungen wurde ein Jahr daraufan einer Tagung der «Fachfrauen Umwelt FFU» debattiert.«Von Bäumen, Frauen und Männern» hiess das Thema,mit dem sich rund 40 Frauen und Männer aus dem Forstbefassten. Klar wurde unter anderem, dass die meistenFrauen das Bedürfnis haben, sich mit anderen auszutauschen.Daher werden von der Arbeitsgruppe «Chancen undGleichheit in Wald und Holz» neu Veranstaltungen nur fürFrauen organisiert. Am 17. November 2005 ging in BielSei es beim Führen einer Maschine oder beim Erläutern eines Mitwirkungsverfahrens:Forstwartin und Forstingenieurin brauchen gleich viel Fingerspitzengefühl. Bilder zvgdie erste Tagung dazu über die Bühne. 15 Teilnehmerinnenhörten die Referate der Forstingenieurinnen RenateSpäth und Agnes Amir und führten einen intensivenGedankenaustausch.Am 19. Mai 2006 findet bereits die nächste Veranstaltungstatt. Geplant ist eine Exkursion in den EntlebucherWald zum Thema «Borkenkäfer – ökologische, wirtschaftlicheund gesellschaftliche Bedeutung» (Anmeldung ancecile.mueller@lu.ch).Männer bekunden: Frauen im Wald sind eineBereicherungNicht wenige Männer aus dem Forst beteuern, dass sie dieFrauen im Berufsalltag als echte Bereicherung erleben.Positive Erfahrungen mit Maschinistinnen macht zum BeispielPeter Schaad, Forstunternehmer im Kanton Schaffhausen(siehe ampuls-Interview).Langsam, aber sicher lassen sich denn auch vermehrtFrauen für den Forst ausbilden. Zurzeit studieren die erstendrei Deutschschweizer Frauen an der Försterschule in Lyss,zusammen mit 14 Männern. Drei Frauen aus der Romandiehaben ihr Försterinnen-Diplom bereits in der Tasche.Alan Kocher, Direktor des Bildungszentrums Wald in Lyss,ist überzeugt, dass sich sämtliche forstliche Berufe gutfür Frauen eignen. «Wie überall wirkt sich die Präsenz derFrauen auch bei uns an der Schule positiv aus. Frauensind besonders motiviert und reif.» Allerdings gelte es, siejeweils zum «Weitermachen» zu motivieren. Dieser Aspektsei ihm schon nach seiner eigenen Ausbildung zum Forstingenieurvor 27 Jahren aufgefallen.Können also Frauen im Wald Karriere machen? «Ja», sagtAgnes Amir und bringt ihre Einschätzung mit einemVergleich aus der Natur auf den Punkt: «Es ist ähnlich wieim Wald mit den Pionierbäumen. Ich fühle mich manchmalwie eine Birke. Als Pionierbaum wächst sie im Licht,recht frei im Raum, dafür auch der Hitze und der Kältestärker ausgesetzt. Birken galten lange Zeit als schön fürsAuge, aber wirtschaftlich minderwertig. Heute aber ist ihrHolz gefragt.»Eva Holz3


Der Forstunternehmer Peter Schaadhat in seinem Betrieb bislangnur positive Erfahrungen mit Frauengemacht. Bild zvgProjekt silviasilvio.chWertvolle Tipps fürFührungsverantwortlicheInterview«Frauen eignen sich ausgezeichnetals Maschinistinnen.»Der Forstunternehmer Peter Schaad aus Oberhallau imKanton Schaffhausen beschäftigt seit 1998 auch Frauenals Maschinistinnen. Gegenüber ampuls berichtet erüber seine Erfahrungen mit weiblichen Arbeitskräften.Welche Erfahrungen haben Sie mit weiblichen Mitarbeitern imWald gemacht?Positive! Bei der Frage, ob sich jemand als Maschinist eignet,spielen das Interesse und der Umgang mit Maschinen die zentraleRolle. Frauen gehen mit den Maschinen eher sorgfältiger umals Männer. Das räumliche Denken und feinfühlige Bedienen derKransteuerungen ist heute zudem wichtiger als Kraft. Umetwa 300 Kilogramm schwere Schneeketten zu montieren, istreine Technik gefragt. Kurz: Frauen eignen sich ausgezeichnetals Maschinistinnen.Wie könnte man mehr Frauen für die Arbeit im Forst gewinnen?Frauen bietet gerade die Mechanisierung in unserem Berufeine gute Chance. Wichtiger als das Geschlecht ist aber die Eignung.Ob man Frauen speziell fördern muss, bezweifle ich.Fördern muss man gute Fachleute. Gerade bei den Forstunternehmernhaben solche den Vorrang. Mir persönlich istProfessionalität am wichtigsten. Gute Leute leisten gute Arbeit.Sie kennen die Situation in den skandinavischen Ländern.Wo liegen die Unterschiede?In Schweden zum Beispiel liegt der Unterschied in der beruflichenAusbildung. Im ersten Jahr sind verschiedene sich verwandteBerufe zusammengefasst. Der Entscheid, in welche Richtung esdefinitiv gehen soll, wird erst ab dem zweiten Jahr gefällt. Daman schon im ersten Jahr unverbindlich zum Beispiel mit Arbeitenim Forst zu tun hat, sinkt für junge Frauen möglicherweise dieHemmschwelle, sich anschliessend in einem «Männerberuf» zuversuchen. Bei uns macht man höchstens eine Schnupperlehre,bevor man den endgültigen Entscheid trifft. Das ist vielfach zuwenig.Interview ehoWie formuliere ich als Forstunternehmerein Stelleninserat, von dem sich auch Frauenangesprochen fühlen? Wie sollen sichdie Kollegen gegenüber der ersten Stiftin imBetrieb verhalten? Wie lässt sich Teilzeitarbeitorganisieren? Das neu gestartete Projektsilviasilvio.ch bietet Tipps und Checklisten fürFührungsverantwortliche.In der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft bestimmenmehrheitlich die Männer den Umgangston, obwohl zunehmendauch Frauen in diesem Gebiet tätig sind. Führungsverantwortlichenfällt es oft nicht leicht, die Unterschiedeund die Gemeinsamkeiten von Männern und Frauen zuerkennen und mit ihnen richtig umzugehen. Die Arbeitsgruppe«Chancen und Gleichheit in Wald und Holz» setztesich Anfang 2005 das Ziel, mehr Vielfalt in diese«Monokultur» einzubringen. Daraus ist das Projekt silviasilvio.chentstanden.Ein freundlich gestaltetes Faltblatt veranschaulicht anhandkonkreter Beispiele, wie die unterschiedlichen MännerundFrauenrollen im Berufsalltag berücksichtigt werdenkönnen. Einfach und realistisch wird zum Beispiel erläutert,wie man in einem Gespräch die Leistung beurteilen,ein Stelleninserat geschlechtergerecht formulieren oderTeilzeitmodelle in die Wege leiten kann. Auf der zugehörigenWebsite findet man Handlungstipps und praktischeLiteratur zum Herunterladen. Alle Informationen verfolgenein Hauptziel: den Abbau von Rollenstereotypen zu Gunsteneines kreativen und effizienten Betriebsalltags.Kontaktperson für das Projekt ist Martina Blanke, dipl.Naturwissenschaftlerin ETH und Projektleitungsmitglied.Möglich wurde die Umsetzung aufgrund der finanziellenUnterstützung durch das Eidgenössische Büro für dieGleichstellung von Frau und Mann (EBG), die Mitarbeitder Hochschule für Architektur, Bau und Holz HSB Bielund des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) (ehemalsBuwal) sowie aufgrund des Sponsorings verschiedenerFachzeitschriften.Informationen: www.silviasilvio.ch, Postfach 7511,3001 Bern, 031 381 89 45, info@silviasilvio.cheho4


IPA – ein zeitgemässes QualifikationsverfahrenPraktische Prüfung im vertrauten LehrbetriebForstwartlehrlinge sollen am Schluss der Ausbildung ihre erworbenen Fähigkeiten in einer realen Arbeitssituationunter Beweis stellen können. Deshalb wurde das Prüfverfahren «Individuelle praktische Arbeit (IPA)» entwickelt.Die IPA ist eines der Qualifikationsverfahren, welche die Reformkommission in der neuen Verordnungüber die Grundbildung Forstwartin/Forstwart vorschlägt. Diese ist seit Mitte März 2006 in der Vernehmlassung.Wie funktioniert die IPA? Der Kandidat erhält einen vom Berufsbildnerformulierten, schriftlichen Arbeitsauftrag (Ziel, Bedingungen,Zeit etc.), den er selbstständig organisieren und ausführen wird. DerAuftrag wird vom Berufsbildner nach einheitlichen Vorgaben erarbeitetund ist vom zuständigen Prüfungsobmann vorgängig zu genehmigen.Der Kandidat führt den Auftrag im vertrauten Umfeld des Lehrbetriebesaus. Er wendet dabei die im Betrieb üblichen Arbeitsverfahrenan und setzt die gewohnten Arbeitsmittel ein. Der Auftrag umfasstdie Organisation der Arbeit, das Einrichten des Arbeitsplatzes, dasErgreifen der Sicherheitsmassnahmen und die Ausführung der Arbeit.Dabei wird der Berufsbildner nicht nur die fachliche Arbeit desKandidaten, sondern auch dessen Verhalten im Team beurteilen.Beurteilung durch Berufsbildner und zwei ExpertenDer Kandidat wird während der Ausführung des Auftrages von seinemBerufsbildner beaufsichtigt und beurteilt. Der Ablauf der IPAwird von einem Experten mit ein bis zwei Besuchen stichprobenweiseüberwacht. Nach Abschluss des Auftrages wird der Kandidatin einem Fachgespräch mit zwei Experten die Ausführung der Arbeitbeschreiben und seine Entscheide erklären können. Die Expertenbewerten die Arbeit aufgrund dieses Fachgespräches mit demLehrling und der von ihm erstellten Arbeitsdokumentation.Die Bewertung der Arbeit durch den Berufsbildner hat ein Gewichtvon zwei Drittel für die IPA-Note. Die Schlussbewertung der Expertenmacht ein Drittel der IPA-Note aus. Bei ihrer Schlussbeurteilungüberprüfen die zwei Experten auch die Plausibilität der Bewertungdurch den Berufsbildner.Urs Moser, Fachperson in der ReformkommissionWeitere Informationen auf www.codoc.ch.EFAK-Jubiläumssitzung in OberägeriGute Noten für die forstliche BildungDie Eidgenössische Forstliche Ausbildungskommission (EFAK) hat sich am 28. und 29. März in Oberägeri zu ihrer50. Sitzung getroffen. Sie nahm die Jubiläumssitzung zum Anlass, um vier Vertreter aus verwandten Branchen zuWort kommen zu lassen.Bilder R. DürigEinleitend stellt Andrea Semadeni, Präsident der EFAK, fest, dassdie Rahmenbedingungen für die forstliche Bildung heute weitgehendklar seien. Die forstlichen Ausbildungen müssten nun von derBranche auch entsprechend genutzt werden. Die Gastreferenten*erteilten der forstlichen Bildung insgesamt gute Noten. Sie ortetenjedoch auch Schwachstellen und machten Verbesserungsvorschläge.So müssen laut Werner Inderbitzin, Alt-Regierungsrat ausdem Kanton Schwyz, die Fortbildungsangebote besser an den Manngebracht werden. Überhaupt hielten die Referenten eine guteAusbildung der Förster im Bereich der Kommunikation und desMarketings für wichtig. Ernst Hügli, Leiter des Amtes für Berufsbildungdes Kantons Zug, setzte sich für die Einführung der Attestausbildungin der Forstbranche ein. Bedingung sei allerdings, dassdiese Leute in den Betrieben beschäftigt werden könnten.Nach den Gastreferaten setzte sich die EFAK eingehend mit derneuen Bildungsverordnung für die Forstwartausbildung auseinander.Die Kommission begrüsste die neue Bildungsverordnung, auchwenn die Umsetzung noch nicht in allen Punkten klar sei. Sie wirdim Rahmen der laufenden Vernehmlassung eine Stellungnahme abgeben.Die EFAK nahm im weiteren Kenntnis vom Aufbau derRanger-Ausbildung, die im Herbst am BZW Lyss starten soll.Rolf Dürig, Informationsbeauftragter EFAK*Download der Referate unter:http://www.codoc.ch/content/efak.html.5


Den Kurskalender auf der folgenden Doppelseite können Sie herausnehmen Den Kurskalender auf der folgenden Doppelseite können Sie herausnehmen Den Kurskalender auf der folgenden Doppelseite können Sie herausnehmenKenne Sie den CODOC-Kurskalenderauf dem Internet?www.codoc.ch > Kurse für Berufsleute im WaldSchauen Sie einmal vorbei!


CODOC-Kurskalender 2006Weiterkommen dank WeiterbildungNur wer sich regelmässig weiterbildet, bleibt àjour. Mit diesem Kurskalender möchten wir Sie anregen, sich persönlich weiterzubilden.Über das aktuelle Kurs- und Modulangebot können Sie sich jederzeit im CODOC-Kurskalender im Internet (> www.codoc.ch) oder bei deneinzelnen Anbietern informieren.WannWasWoFür wenKostenInformation/Anmeldung18.5.Waldwirtschaft mit Rücksicht auf den WaldbodenIn diesem Kurs geht es darum, den Boden alsempfindliches, aber «gutmütiges» Ökosystem kennen zulernen und entsprechend zu handeln.Im Kanton BLFörster,Vorarbeiter,Forstwarteca. Fr. 140.–Forstamt beider Basel,LiestalTel. 061 925 56 59max.fischer@vsd.bl.ch31.5.–2.6.Grundkurs «Waldpädagogik für Forstleute»Der Kurs richtet sich an Forstleute, die Kindern undJugendlichen den Wald und die Waldwirtschaft näherbringen möchten.LyssForstleuteFr. 300.–SILVIVA, BirmensdorfTel. 044 739 21 91www.silviva.chulrich.hug@vol.be.ch14.6.Steigerung der Holznutzung und Naturschutz imWirtschaftswaldEine verstärkte Holznutzung ist auch aus der Sichtdes Naturschutzes oft erwünscht. Mit Hilfe von BAFU-Merkblättern wird die Umsetzung im Wald bearbeitet.Maienfeld undUmgebungFörster,ForstingenieureFr. 260.–exkl. VerpflegungBZW MaienfeldTel. 081 303 41 41www.bzwmaienfeld.ch19.6.–20.6.Weiterbildungskurs für Lehrmeister und AusbildnerRiedholz SOLehrmeister,Ausbildnerauf AnfrageWVS, SolothurnTel. 032 625 88 00www.wvs.ch23.6.Die Eiche hat ZukunftErfolgreicher Waldbau mit der Eiche.Büren a.d.A. BEForstingenieure,FörsterFr. 250.–inkl. VerpflegungFortbildung Wald undLandschaft, c/o Pan Bern,Bern, Tel. 031 381 89 45www.fowala.ch27.6.Umgang mit dem KommunalwesenIm Zuge des Strukturwandels übernehmen viele Försterneue Aufgaben im Kommunalwesen. Dieser Kursbeschäftigt sich anhand von Beispielen mit den Aufgaben,Verantwortungen und Kompetenzen.Maienfeld,Bonaduz undSchiersFörsterFr. 260.–exkl. VerpflegungBZW MaienfeldTel. 081 303 41 41www.bzwmaienfeld.ch3.7.–7.7.Kurs für praktische AusbildnerDer Kurs vermittelt die Fähigkeiten, welche für dieAusbildung von Lehrlingen und neuen Arbeitskräftenbenötigt werden.Riedholz SOFörster,Forstwarte,Waldarbeiterauf AnfrageWVS, SolothurnTel. 032 625 88 00www.wvs.ch17.8.Aktive Jagd in strukturierten WäldernDer Kurs beschäftigt sich mit aktuellen Fragen rund umWild, Jagd und Waldbewirtschaftung.LyssJäger, Wildhüter,Wildbiologen,Förster,ForstingenieureFr. 100.–inkl. VerpflegungBZW LyssTel. 032 387 49 23www.bzwlyss.chmeyrat@foersterschule.ch25.8.Eingeschleppte Problempflanzen (invasive Neophyten)Der Kurs beschäftigt sich mit Neophyten, derenAusbreitung und Bekämpfung.UnteresBaselbietForstingenieure,Förster, ForstwartvorarbeiterFr. 160.–Forstamt b. Basel, LiestalTel. 061 925 56 59max.fischer@vsd.bl.ch29.8.–31.8.Nais – Nachhaltigkeit und Kontrolle im SchutzwaldDieser Kurs richtet sich an Waldfachleute, welchedie Pflege des Schutzwaldes planen oder ausführen.Grundlage ist die neue Wegleitung Nais.Maienfeld,WeesenFörster,ForstingenieureFr. 400.–exkl. Unterkunftund VerpflegungBZW MaienfeldTel. 081 303 41 41www.bzwmaienfeld.ch7. – 8.9.Aufbaukurs «Waldpädagogik für Forstleute»Der Kurs richtet sich an Forstleute, die Kindern undJugendlichen den Wald und die Waldwirtschaft näherbringen möchten. Er baut auf dem Grundkurs auf.LyssForstleute,Absolventen desGrundkursesFr. 280.–SILVIVA, BirmensdorfTel. 044 739 21 91www.silviva.chulrich.hug@vol.be.ch15. – 16.929.–30.920.– 21.10.Nachhaltige Ressourcennutzung – Modul ausdem Lehrgang Umweltberatung und -kommunikationDer Kurs vermittelt ökologisches Grundlagenwissen, umUmweltprobleme vernetzt wahrzunehmen.BernForstleute undInteressierteFr. 1250.–Bildungszentrum WWF,Bern, Tel. 031 312 12 62www.wwf.ch/bildungszentrum21.9.Freizeitwald IV: Gestaltung von ErholungswäldernFrage: Wie gestalten wir die Erholungswälder kundengerecht?Noch offenForstingenieureauf AnfrageFortbildung Wald undLandschaft, c/o Pan BernBern, Tel. 031 381 89 45www.fowala.ch24.10.Medienarbeit/Schreibwerkstatt «PR für den Wald»Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen für eine aktiveforstliche Öffentlichkeitsarbeit.MaienfeldFörster und speziellInteressierteFr. 260.–exkl. VerpflegungBZW MaienfeldTel. 081 303 41 41www.bzwmaienfeld.ch


Weitere KurseDas Programm «Weiterbildung in Ökologie» der Hochschule für Wirtschaft Freiburg vermittelt Führungskräften in Wirtschaftund Verwaltung, Ingenieuren/-innen und Beratern/-innen die neuesten Instrumente, um Fragen der Umwelt, der nachhaltigenEntwicklung und der sozialen Verantwortung in die Unternehmensführung und in Verwaltungsabläufe zu integrieren.Sprengkurse Die Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für die Ausbildung von Sprengberechtigten SAFAS führt neben der Grundausbildungfür die Sprengausweise auch diverse Zusatzausbildungen wie Kurse für Hagelabwehr durch. Zum Angebot der SAFASgehören zudem ergänzende Schulungen, welche die Ausweisinhaber – gemäss neuer Sprengstoffverordnung – alle fünf Jahrebesuchen müssen.Hochschule fürfür Wirtschaft, FribourgTel. 026 429 63 63www.heg-fr.ch/environ/SAFAS, Oberkapf 4a6020 EmmenbrückeTel. 041 281 06 19www.safas.chDas Modulangebot 2006Immer eine Nasenlänge voraus – dank ModulenWannWasWoKostenInformation/AnmeldungGrundlagenmodule für angehende Förster und Vorarbeiter und weitere Interessierte8.–19.5.Modul C2: Grundlagen Bautechnik / BauführungLyss und MaienfeldFr. 775.–BZW Lyss und Maienfeld29.5.–2.6.Modul D7: Standortskunde, ForstbotanikLyss und MaienfeldFr. 365.–BZW Lyss und Maienfeld10.6.Infotag ModuleLysskeineBZW Lyss19.–23.6.Modul D4: Waldbau GrundlagenLyss und MaienfeldFr. 405.–BZW Lyss und Maienfeld14.8.–25.8.Modul E16: SchlagorganisationLyss und MaienfeldFr. 685.–BZW Lyss und Maienfeld18.–22.9.Modul H3: PersonalführungRiedholz SOAuf AnfrageWVS, Solothurn27.11.–1.12.Modul E19: HolzbereitstellungLyss und MaienfeldFr. 405.–BZW Lyss und MaienfeldModule für angehende Vorarbeiter und weitere Interessierte12.– 16.6.Modul A1: Grundlagen der ÖffentlichkeitsarbeitLyss und MaienfeldFr. 505.–BZW Lyss und Maienfeld26.–30.6.Modul G5: Einrichten und Betrieb einer WerkstattLyss und MaienfeldFr. 570.–BZW Lyss und Maienfeld23.–27.10.Modul D9: Vertiefung WaldbauLyss und MaienfeldFr. 505.–BZW Lyss und Maienfeld9.–13.10.Modul E14: Seilkraneinsatz organisieren und leitenMaienfeldFr. 505.–BZW Maienfeld13.– 17.11.Modul E17: Spezialholzerei leitenLyssFr. 505.–BZW LyssModule für angehende Forstmaschinenführer6.–14.6.Modul E10: Wartung von ForstmaschinenHohenrain LUFr. 750.–WVS25.–29.9.Modul E13: Führen eines ForstschleppersUerkheim AGFr. 2000.–WVSWeitere Module, offen für alle Interessierten16.– 18.6.16.–22.7.Grundlagenmodul 1: Methoden der naturbezogenen Umweltbildung(Start Lehrgang «Naturbezogene Umweltbildung» 2006–2008)Baden und AlbinenVSFr. 1450.–Silviva1. – 3.9.Aufbaumodul: Natur- und Umweltpädagogik macht SchuleWalkringen BEFr. 500.–Silviva25.–29.9.Modul H2: Schulung LehrmeisterRiedholz SOFr. 1350.–WVS6.–10.11.GIS – Waldinformationssystem, Grundlagen in Arc-viewLyssFr. 810.–BZW Lyss15.– 17.11.30.11.–1.12.GIS – Waldinformationssystem, Vertiefung, in Arc-viewLyssFr. 1000.–BZW Lyss22.–24.11.Modul D3: Fachbewilligung Wald (StoV)LyssFr. 250.–BZW LyssDie meisten Module können auch einzeln besucht werden. Detaillierte Informationen über dieobigen Module und über das weitere Modulangebot sind erhältlich bei den Modulanbietern:- Bildungszentrum Wald Lyss, Hardernstr. 20, 3250 Lyss,Tel. 032 387 49 11, www.bzwlyss.ch- Bildungszentrum Wald Maienfeld, 7304 Maienfeld,Tel. 081 303 41 41, www.bzwmaienfeld.ch- Waldwirtschaft Schweiz, Rosenweg 14, Postfach, 4501 Solothurn,Tel. 032 625 88 00, www.wvs.ch- Silviva, c/o WSL, Zürcherstr. 111, 8903 Birmensdorf,Tel. 044 739 21 91, www.silviva.ch


InterviewEs ist nichts Besonderes, Forstwartinzu werdenEinmal mehr hat eine Frau bewiesen, dass der Forstwartberuf nicht den Männernvorbehalten ist. Patrizia Aquistapace hat im Jahr 2005 als erste Tessinerindie Ausbildung als Forstwartin absolviert und glänzend abgeschlossen. Sie hatdas Klima im Lehrbetrieb und in der Berufsschule – durch ein Plus anSympathie und Wärme – bereichert. ampuls hat Patrizia besucht und interviewt.ampuls: Patrizia, was ist das für ein Gefühl, als erste Frau in der italienischen Schweiz denForstwartberuf erlernt zu haben? Patrizia Aquistapace: Also, ehrlich gesagt kein besonderesGefühl. Klar, es gibt nicht viele Frauen, die diesen Weg einschlagen, aber es macht Spass und esist angenehm, mit einer Gruppe von Männern zusammenzuarbeiten.Macht dir die Tatsache, keine weiblichen Kolleginnen zu haben, keine Schwierigkeiten?Unter Frauen werden die Erfahrungen auf andere Art geteilt. Fehlt dir dieser besondere Austauschnicht? Nein, ich habe Kollegen und Freunde, mit denen ich mich austauschen kannund mit denen ich mich sehr stark verbunden fühle.Wie haben deine Freunde auf deinen Entscheid reagiert, dass du Forstwartin werden willst?Ganz normal, das ist nicht viel anders als bei andern Berufen. Es war halt mein Entschluss.Es gab schon Leute, auch einige Lehrer, die mir gesagt haben, ich sei ein bisschen verrückt.Aber die echten Freunde haben meine Entscheidung verstanden.Und deine Eltern? Sie haben mich am meisten unterstützt, vor allem mein Vater.Der Forstwartberuf ist körperlich sehr anstrengend. Glaubst du, dass andere Frauen diesenBeruf auch ausüben können? Ja, wenn die Arbeit Spass macht, ist das kein Problem. Natürlichgibt es Zeiten, in denen man wirklich sehr müde ist.Was war für dich während der Ausbildungszeit besonders positiv oder negativ? Positiv warund ist die Freundschaft mit meinen Kollegen: Mit mindestens der halben Klasse hat sich einewirklich gute Beziehung aufgebaut. Dass ich die einzige Frau war, hat vielleicht mitgeholfen,viele Leute kennen zu lernen. Negativ waren Beleidigungen, unangebrachte Scherze oder unangenehmeBemerkungen. Aber das kam nur sporadisch vor und war auf einzelne Personenbeschränkt. Darauf geht man besser nicht ein.Findest du, dass man dir gegenüber bei Fehlern nachsichtiger war? Eigentlich nicht, das hängtdavon ab, mit wem man es zu tun hat.Was sind deine Zukunftspläne? Ich würde gerne Deutsch lernen und dann vielleicht – aber dabin ich noch nicht ganz sicher – weiter auf die Schule gehen und Försterin werden.Die Tessiner Forstwartin PatriziaAquistapace hat keine Angstvor der Säge und arbeitet gerne ineinem Männerteam. Bilder zvgHättest du für andere Frauen, die gerne den gleichen Weg einschlagen wollen, einen Rat?Ich hoffe, dass sie das richtige Team finden. Ich habe mit meiner Gruppe Glück gehabt.Patrizia, vielen Dank für das Interview und viel Glück für deine berufliche Zukunft!Interview: Nicola Petrini6


CODOC-NewsNeue Broschüre über die WaldberufeDie neue Broschüre «Waldberufe – Perspektive inklusive» ist erschienen.Sie informiert umfassend über die Waldberufe und -ausbildungswege.Die Broschüre eignet sich sehr gut für den Einsatz anBerufsmessen. Einzelexemplare der Broschüre können unentgeltlichbei CODOC bezogen werden. Bei Bestellungen ab 10 Exemplarenstellt CODOC die Versandkosten in Rechnung.Berufswerbung an der «Natur» in BaselVom 23. bis 26. Februar fand in Basel zum ersten Mal die«NaturMesse» statt. Neben dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) undvielen Umweltorganisationen war auch die Berufsschau «go-nature»an der Messe vertreten. CODOC war mit dem Modul Forstwart an dieserBerufsschau beteiligt. Nach Angaben der Organisatoren war die«Natur» ein Erfolg: Sie zählte rund 40000 Besucherinnen undBesucher.Lehrmittel Forstwart erscheint neuDas Lehrmittel «Berufskunde Forstwart/Forstwartin» wird seit mehr als15 Jahren von CODOC in Zusammenarbeit mit Berufskundelehrernbetreut und herausgegeben. In den letzten vier Jahren wurde es komplettüberarbeitet und auf den neusten Stand gebracht. Das Lehrmittelkommt neu vierfarbig und reich illustriert daher. Es wird ab Juni aufDeutsch und Französisch bei CODOC erhältlich sein. Der genaueErscheinungstermin wird auf der CODOC-Site bekannt gegeben.Nur noch eine Kommission für die ModularisierungSeit Anfang 2006 gibt es nur noch eine Kommission, die sich mit derModularisierung beschäftigt: die Qualitätssicherungskommission(QSK). Die Fachkommission, welche bisher die Module genehmigthatte, ist Ende 2005 aufgelöst worden. In Zukunft ist die QSK auchfür diese Aufgabe zuständig. Daneben richtet die QSK ihr Augenmerkweiterhin auf die Qualität in den Modulen und Berufsprüfungen.Neuer Präsident der QSK ist Otto Raemy, BAFU. André Stettler,bisher Präsident der QSK, bleibt als Vizepräsident in der QSK.Neue Publikationen von CODOCCODOC hat die «Tipps für Leiterinnen und Leiter von Sitzungen undGesprächen» aus dem Jahr 1991 aktualisiert. Der Leitfaden ist neuunter dem Titel «Sitzungsleitung» bei CODOC erhältlich.Ebenfalls neu ist das «Dossier für Lehrmeister». Es umfasst Musterdokumente,Checklisten und Arbeitshilfen, die dem Lehrmeister beider Lehrlingsausbildung dienlich sind. Das Dossier ist über Internetoder auf CD-ROM erhältlich. Bestelladresse: www.codoc.ch.Neue Stimme am CODOC-TelefonCornelia Villars verstärkt seit Anfang Februar das CODOC-Sekretariat.Sie arbeitet zu 20% für CODOC und zu 80% für das BildungszentrumWald Lyss. Wir werden Frau Villars zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.Bild R. DürigKurznachrichtenNeue Bildungsverordnung in der VernehmlassungSeit Mitte März befindet sich die neue Bildungsverordnungfür die Forstwartausbildung in der Vernehmlassung. Diesedauert 3 Monate und wird vom Bundesamt für Bildung undTechnologie (BBT) durchgeführt.Alle wichtigen Informationen über die neue Bildungsverordnungsind zu finden unter: www.codoc.ch >Bildungsverordnung.Forstliche Verbände, Lehrmeister und andere Interessenten,die sich aus erster Hand über die Neuheiten und Auswirkungender neuen Bildungsverordnung informieren lassenmöchten, können einen Referenten aus der Reformkommissionzu ihrem nächsten Anlass einladen. Bei Veranstaltungenmit mindestens 20 Teilnehmern übernimmt CODOC einenTeil der Referentenkosten. Anfragen sind zu richten an:CODOC, Tel. 032 386 12 45, E-Mail: rolf.duerig@codoc.chForstliche Lehrgänge unter der LupeWie wir in der letzten ampuls-Ausgabe berichtet haben, wurdendie forstlichen Lehrgänge (Försterlehrgang, Fachhochschullehrgang,ETH-Studium) untersucht. Ziel des Projekteswar es, die Kompetenzen der Absolventen dieser Lehrgängebesser zu erfassen. Das Ergebnis liegt nun in Form einesStatuspapiers vor: «Kompetenzprofile Wald für die tertiäreBildungsstufe».Der Bericht kann über Internet bezogen werden unter:www.codoc.ch/content/profor.htmlKampagne «Arbeitssicherheit im Privatwald» gestartetAm 18. Januar hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gemeinsammit der Suva, der Waldwirtschaft Schweiz (WVS)und weiteren Partnern eine Kampagne für mehr Arbeitssicherheitim Privatwald gestartet. Hintergrund der Kampagnesind die tödlichen Unfälle, welche sich alljährlich beiMotorsäge- und Holzerntearbeiten im Privatwald ereignen.Mit der Kampagne sollen nicht ausgebildete Personen aufdie potenziellen Gefahren bei Motorsäge- und Holzerntearbeitenaufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig sollen siezum Besuch von geeigneten Kursen motiviert werden.Details zur Informationskampagne sind zu finden unter:www.holzerkurse.ch. Über die Hotline 0848 10 11 10 könnenInformationsmaterialien zur Kampagne bestelltwerden. Die Hotline sowie der Kurskalender auf Internetwerden von CODOC betreut.Grundausbildung im VerbundDas neue Berufsbildungsgesetz hat die rechtlichen Voraussetzungenfür die Ausbildung von Lehrlingen im Verbund geschaffen.Mehrere Betriebe schliessen sich für diese Aufgabezusammen und bilden gemeinsam Lehrlinge aus. DiesesModell ist vor allem für Betriebe interessant, welche ausGründen der Betriebsstruktur oder der Betriebsorganisationnicht alle Bildungsinhalte vermitteln können. Vor kurzem istauf Initiative der Wirtschaftskammer Baselland die «Vereinigungder Lehrbetriebsverbünde Schweiz» (VLS) gegründetworden. Sie möchte die Vorzüge von Lehrvertriebsverbündenbesser bekannt machen und damit auch zur Schaffung vonneuen Lehrstellen beitragen.Informationen: Urs Berger, Bereichsleiter Berufsbildung derWirtschaftskammer Baselland, Tel. 061 927 65 30, E-Mail:u.berger@kmu.org7


P.P.4132 MuttenzSind Sie umgezogen oder ist Ihre Adresse falsch geschrieben?Bitte teilen Sie uns Adressänderungen oder Korrekturen umgehend mit.(CODOC: Telefon 032 386 12 45, Fax 032 386 12 46, admin@codoc.ch)Auch Neuabonnenten sind willkommen. ampuls – das Fachorgan fürdie forstliche Berufsbildung – erscheint dreimal jährlich und wird allenInteressierten gratis zugestellt.Ihre Meinung ist gefragtWie können Frauen im Wald Karriere machen?Die vorliegende ampuls-Nummer beschäftigt sich mit der Frage, ob Frauen im Wald Karriere machen können. Noch spielen sie im SchweizerForst mehrheitlich am Rand eine Rolle. Zahlreiche Gespräche bestätigen jedoch, dass Forstwartinnen, Försterinnen und Forstingenieurinnenden Ansprüchen im Wald genauso gewachsen sind wie ihre männlichen Kollegen. Trotzdem erschweren Vorurteile und Hindernisse oft einesolche Laufbahn. ampuls möchte von Ihnen wissen, welche Bedingungen erfüllt sein müssten, damit in der Schweiz mehr Frauen den Wegin die forstliche Arbeit finden und dort auch Karriere machen können.Wir bitten Sie, Ihre prägnante Meinung bis spätestens 31. Mai 2006 mitzuteilen. Die Antworten werden wir in der nächsten ampuls-Ausgabeveröffentlichen. Unter den Einsendungen verlosen wir drei Reisegutscheine im Wert von Fr. 100.–.Senden Sie Ihre Antwort bitte an: CODOC, Postfach 339, 3250 Lyss, E-Mail: rolf.duerig@codoc.ch (Stichwort Frauenkarriere im Forst).Photos BAFUZuschriften auf die letzte UmfrageIn der ampuls-Ausgabe vom November 2005 stellten wir unsererLeserschaft die folgende Frage: «Was muss ein Forstwart unbedingtkönnen?». Diese Antwort ist dazu eingegangen:«Im Sommer 2005 fand in Luzern eine Tagung mit 50 Berufsberaternstatt. Ihre Hauptsorge: Welche Berufe können sie mittelguten bis schwachenSchülern empfehlen? Im Wissen, dass die künftigen oberen Forstkaderaus Forstwartinnen und Forstwarten rekrutiert werden, wies ich daraufhin, dass dieser Beruf auch Schulabsolventinnen mit Bestnotenempfohlen werden muss. Aber als Vater von zwei Söhnen in der Realschule(beide Legastheniker, schriftlicher Ausdruck und Französischschwach, dafür ausgezeichnete Noten in Mathe und Natur – Mensch –Mitwelt) kann ich die Sorge der Berufsberater gut nachvollziehen.Die jungen Forstwartinnen und Forstwarte müssen in erster Linie ihrHandwerk beherrschen: das heisst, die ihnen im Rahmen einer im Waldtätigen Unternehmung übertragenen Arbeiten sicher, fachgerecht, effizientund Wald schonend zu erledigen. Teamfähigkeit, Selbstständigkeitund Umgangsformen im Kontakt mit Dritten gehören ebenfalls dazu. Essollte vermieden werden, dass die normale Berufslehre ‹intellektualisiert›wird. Dafür sollen alle begabten Lehrlinge, also etwa 15 – 25%, dieMöglichkeit erhalten und dazu ermuntert werden, berufsbegleitend oderanschliessend die Berufsmatura zu absolvieren. Nach drei Jahren Ausbildungszeitist das Lernen nicht abgeschlossen. Die Palette der stufengerechtenWeiterbildungsmöglichkeiten ist gross und muss mit grössererSelbstverständlichkeit genutzt werden.»Urs Mühlethaler, Professor für Waldökologiean der SHL Zollikofen8

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