Schritte in die Zukunft - Leuphana Universität Lüneburg

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Schritte in die Zukunft - Leuphana Universität Lüneburg

Schritte in die ZukunftNachhaltigkeitsbericht 2009


3Schritte in die ZukunftNachhaltigkeitsbericht 2009Leuphana Universität Lüneburg, Februar 2010


5Eine Universität zur Entwicklung der Zivilgesellschaftdes 21. JahrhundertsMit ihren Kernaktivitäten in der Forschung und Lehre sowie mit ihren Transferaktivitätenist die Leuphana ein bedeutender Akteur der dynamischen Entwicklung Lüneburgs undleistet einen Beitrag zur Profilierung der niedersächsischen Hochschulen in Deutschland.Die Initiative Nachhaltigkeitsforschung ist eine von vier themen- und zielgruppenorientiertenInitiativen, die das Profil und die fachlichen Schwerpunkte der Leuphanaprägen.Alle Studierenden beschäftigen sich in ihrem ersten Semester mit Themen der Nachhaltigkeit.Dieses Konzept ist innovativ und einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft.Im Leuphana Bachelor können die Studierenden neben der Schwerpunktbildungin einem Major, Nachhaltigkeitsthemen im Komplementärstudium wählen.Darüber hinaus bietet die Leuphana den neu konzipierten, einmaligen MasterstudiengangSustainability Sciences und mit dem international anerkannten StudiengangMBA Sustainability Management den führenden universitären MBA zu Nachhaltigkeitsmanagementan.Neben der Vielzahl an Forschungsprojekten, Konferenzen und Lehrveranstaltungenmit einem klaren Nachhaltigkeitsbezug werden Projekte wie der Nachhaltigkeitsbericht,die klimaneutrale Leuphana oder die als „Ort im Land der Ideen“ gekürteCO 2-Ampel und das Umweltmanagementsystem nach EMAS aus dem Haus fachlichbegleitet und finden kontinuierlich Anknüpfungspunkte in der Lehre und Forschung.Die Verflechtung von Betrieb und Nachhaltigkeitsforschung äußert sich auch im Beitragzur Campusentwicklung. Zur Unterstützung der inhaltlichen Neuausrichtung derLeuphana hat Prof. Libeskind ein wegweisendes Zentralgebäude entworfen. In einemlaufenden Diskurs mit der Architekturgruppe haben sich verschiedene Nachhaltigkeitsprofessurenan der Entwicklung des Zentralgebäudes und des Pulsenergiekonzeptesbeteiligt.Prof. Dr. Stefan SchalteggerVizepräsident Forschungskulturund ProjektforschungWir geben Ihnen mit dem zweiten Nachhaltigkeitsbericht eine spannende Lektüre andie Hand, die zeigt, wie vielfältig das Thema Nachhaltigkeit Eingang in alle Ebenender Hochschule gefunden hat.


79 Über diesen Bericht11 Die Leuphana im Profil12 Der Bachelor im College12 Graduate School12 Professional School12 Wissenschaftsinitiativen14 Nachhaltigkeitsleitlinien16 Die Universität in Zahlen19 Magazin19 Klimaneutrale LeuphanaSeminarreihe „Klimaneutrale Universität“Gründung der UniSolar Initiative LüneburgForschungSensibilisierung aller Hochschulmitglieder fürklimabewusstes ArbeitenArchitektur mit Energie – Gebäude der Zukunft24 Nachhaltigkeit in Forschung und LehreCollegeMasterstudiengang „Sustainibility Sciences“27 Engagierte StudierendeLeitfaden für nachhaltiges Studierenlunatic – ein nachhaltiges Festival31 Die Leuphana verbessert ihren „Betrieb“31 Ökonomische Leistungsfähigkeit sicherstellenFinanzielle SituationÖkonomische Wirkungen35 Soziale Verantwortung lebenVielfalt und ChancenGesundheit und SicherheitPartizipation und Mitbestimmung45 Ökologisch verträglich haushaltenRessourcen- und EnergieverbrauchMobilität und VerkehrTreibhausgasemissionen der Universität55 Die Leuphana gestaltet Zukunft55 Inter- und transdisziplinäre ForschungForschungs- und Entwicklungsprojekte zur nachhaltigenEntwicklung in den Jahren 2007 und 2008Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“der Vereinten NationenDeutschland – Land der Ideen61 Wissenstransfer, Praxiskooperationen undwissenschaftliche WeiterbildungBerufsbegleitende wissenschaftliche WeiterbildungForschungsprojekt „Modellvorhaben OffeneHochschule“Qualitätsmanagement und Professionalisierung inder quartären BildungWissenstransfer und strategische Partnerschaften64 Kompetenzentwicklung für verantwortliches HandelnPersönlichkeitsbildung und Fachwissen fürNachhaltigkeitKonferenzen, Vorträge und Workshops71 Nachhaltigkeitsprogramm72 Nächste Schritte bis 201174 Erreichtes aus 2007 und 200877 Anhang77 GRI-Content-Index79 Weblinks81 Urkunde Klimaneutraler Campus83 Impressum


Postkarte aus der „Tu-was-Postkarten-Aktion“ 20099tu wasauF Dem weGÜber diesen BerichtDie Leuphana Universität Lüneburg hat sich zum Ziel gesetzt, durch Bildung, Forschungund Transfer einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Zivilgesellschaft des 21.Jahrhunderts zu leisten. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht spiegelt die konsequenteUmsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens in allen Universitätsbereichen überForschung bis zur Campusgestaltung an der Leuphana wider. In einem ersten Magazinteilerweitern wir unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung und informieren tiefgehendüber eindrucksvolle und innovative nachhaltige Aktivitäten an der Leuphana. In einemzweiten Teil schildert der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht Projekte, Fakten und Maßnahmenaus den Jahren 2007, 2008 und zum Teil aus 2009. Diese Entwicklungen undDarstellungen werden soweit möglich und sinnvoll mit Daten unterfüttert und führen dieBerichterstattung seit dem Jahr 2006 weiter.Im Magazinteil findet sich die engagierte Selbstverpflichtung der Leuphana UniversitätLüneburg, eine möglichst vollständig klimaneutrale Universität werden zu wollen.Auch steht die Kompetenzbildung Nachhaltigkeit in der Forschung und Lehre im Mittelpunkt.Daneben berichten wir über Beispiele des beeindruckenden EngagementsLüneburger Studierender.Weblink 1: NachhaltigkeitsportalWeblink 2: Nachhaltigkeitsbericht 2005/2006fit halten und selber machenFahrradfahren und zu Fuß gehen verschafft im Alltag den täglichen Bewegungsausgleich.Lüneburgs Rad- und Gehwege laden dazu ein.Auch das Reparieren und Ausleihen von Rädern wird einem leicht gemacht: DieSelbsthilfewerkstatt KonRad liegt direkt auf dem Campus. Im Radspeicher amBahnhof können Studierende ihr Fahrrad kostenlos abstellen. Einen Radstadtplangibt es bei Unibuch und im Rad am Bahnhof.NachhaltigkeitsprogrammDer Bericht endet mit einer Bilanzierung bezüglich der Ziele und Maßnahmen für 2007und 2008. Zudem werden hier die geplanten nächsten Schritte bis 2011 aufgezeigtund in einem Nachhaltigkeitsprogramm konkretisiert.Weblink-VerzeichnisZu vielen Entwicklungen, Projekten, Maßnahmen und Themen gibt es auf der LeuphanaHomepage im Internet weiterführende Informationen. Das Zeichen Weblink weist daraufhin. Alle Links sind mit vollständigen Internetadressen im Weblink-Verzeichnisam Ende dieses Berichtes aufgelistet.Global Reporting Initiative (GRI)Die Aktivitäten der Leuphana Universität Lüneburg sind in Anlehnung an den Leitfadender Global Reporting Initiative (GRI) und den darin beschriebenen nachhaltigkeitsbezogenenLeistungsindikatoren dargestellt. Seite 74, 75 Seite 72, 73 Seite 79, 80 Seite 770901_tuwas-postkarten.indd 423.02.2009 10:35:48 Uhr


10 DIE LEUPHANA IM PROFILEckdaten: Die Universitätsgründung erfolgteim Jahr 1946. Seit 2003 ist die Leuphanaeine Stiftung des öffentlichen Rechts unddamit selbstständiger. Im Jahr 2005 wurdendie Universität Lüneburg und die FachhochschuleNordostniedersachsen fusioniert. ImJahr 2006 wurde eine grundsätzliche Neuausrichtungbeschlossen und eingeleitet.Umgesetzt wurde das neue Studien- undUniversitätsmodell der Leuphana 2007.Die Leuphana Universität Lüneburg zeichnet sich durch ein deutschlandweit einmaligesStudien- und Universitätsmodell aus. Das Leuphana College ermöglicht in achtSchwerpunktfächern (Major) ein inhaltlich umfangreiches, interdisziplinär vernetztesStudium für den ersten Studienabschluss. Aufbauend auf dem Bachelor bietet dieGraduate School Masterprogramme mit verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeitenin drei thematischen Feldern an. Unter dem Dach der Professional School werden dieAngebote für Weiterbildung und Transfer vereinigt. Das Universitäts- und Studienmodellsetzt auf eine innovative Lehre und bereitet Studierende umfassend auf öffentlichesLeben und Beruf vor.Weblink 3: Strategische KernzieleSchwerpunkte der Forschung an der Leuphana Universität Lüneburg liegen in den vierWissenschaftsinitiativen Nachhaltigkeitsforschung, Kulturforschung, Management &Entrepreneurship sowie Bildungswissenschaften & Lehrerbildung. Wissenschaftlerinnenund Wissenschaftler der Leuphana forschen disziplinübergreifend zu zentralenFragen der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts.Zur Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Lüneburg wird in den kommendensechs Jahren mit dem Innovationsinkubator ein europaweit beachtetes EU-Großprojekt realisiert: Knapp 100 Millionen Euro fließen in die regionale Wirtschaftsentwicklung.Geplant sind innovative Forschungskooperationen, zukunftsweisendeAus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Infrastrukturprojekte.


12 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana im Profil13Nachhaltigkeit im College: Seite 25Weblink 4: Leuphana CollegeNachhaltigkeit in der Graduate School: Seite 27Weblink 5: Graduate SchoolNachhaltigkeit in der Professional School: Seite 61Weblink 6: Professional SchoolDer Bachelor im CollegeMit dem College geht die Leuphana einen neuen Weg in der Umsetzung der Bachelorreform:Das Studium beginnt – erstmalig in Deutschland – mit einem fachübergreifenden,ersten Semester. Der inhaltliche Schwerpunkt (Major) und die fachlicheErgänzung (Minor) lassen sich anschließend vielfältig kombinieren, gleichzeitig wirdder interdisziplinäre Ansatz ab dem zweiten Semester im Komplementärstudium fortgesetzt.Dieses Studienmodell verwirklicht ein theoretisch fundiertes und gleichzeitigpraxisnahes Studium.Graduate SchoolAuch für das Master- und Promotionsstudium hat die Leuphana ein neues Studienmodellentwickelt. Aufbauend auf dem Bachelor bietet die Graduate School Masterprogrammemit verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten in den drei thematischenFeldern Arts & Sciences, Management & Entrepreneurship sowie Educationan. Damit finden die Schwerpunkte, die in den Forschungsinitiativen gesetzt werden,auch in der Graduate School ihre Entsprechung. Master und Promotion können in derGraduate School direkt miteinander verzahnt werden.Professional School – Leuphana WeiterbildungAls eine der ersten Universitäten in Deutschland hat die Leuphana Universität Lüneburgeine eigene Professional School eingerichtet – der Stifterverband für die DeutscheWissenschaft zeichnete das Konzept 2008 als „Best Practice Modell“ aus. In derProfessional School schafft die Universität Angebote für Weiterbildung und Transfer.Professuren aus den Bereichen der nachhaltigkeitsorientierten Wirtschafts-, Rechts-,Planungs- und Politikwissenschaften sowie der Ökologie, Umweltchemie und Umweltkommunikationvertreten.Kulturforschung ist nicht nur ein wichtiges Instrument der gesellschaftlichen Reflexion:Sie ist ein maßgeblicher Faktor für die Erforschung der Welt und für die wirtschaftlicheProsperität. Die Kulturforschung setzt einen Schwerpunkt in komplexen, aktuellenProblemen in Kultur und Gesellschaft. Diese sind durch drei zentrale Themenbereichegeprägt: Medienkultur und Kommunikation, Kunst und visuelle Kultur sowie integrativeKulturforschung.Die Traditionen der Bildungswissenschaften und der Lehrerbildung reichen bis zurGründung der Pädagogischen Hochschule beziehungsweise Universität Lüneburgzurück. Heute liegt die Stärke dieses Schwerpunkts in der empirischen Bildungsforschungund konsequenten Transferorientierung, vor deren Hintergrund ein breitesThemenspektrum von Kompetenzentwicklung und Bildung im Wandel der Generationenuntersucht wird. Den Fokus bilden Fragestellungen, die sich vor allem mit Veränderungenund neuen Anforderungen in der sozialen Gestaltung des Lebens befassen.Die Wissenschaftsinitiative Management und Entrepreneurship fragt aus der Sichtweiseverschiedener Disziplinen nach den Bedingungen, unter denen gesellschaftliche,soziale und unternehmerische Wertschöpfung entstehen kann. An der Initiativebeteiligt sind mehr als 60 Professorinnen und Professoren aus den Bereichen BWL,VWL, Psychologie, Recht, Informatik und Ingenieurwesen. Die (inter)disziplinärenArbeitsweisen in Forschung, Lehre und wissenschaftlicher Dienstleistung zielen insbesonderedarauf, komplexen Forschungsfragen gerecht zu werden, den Praxisbezugals eine zentrale Stärke der Leuphana weiter zu entwickeln und einen substantiellenBeitrag zur Regionalentwicklung im norddeutschen Raum zu leisten.WissenschaftsinitiativenNachhaltigkeit in der Forschung: Seite 24, 55 f.,Weblink 7: House of ResearchDie Nachhaltigkeitswissenschaften sind ein in Gesellschaft, Politik und Wirtschaftstark an Bedeutung wachsendes, interdisziplinäres und anwendungsorientiertesForschungsfeld. Mit den Nachhaltigkeitswissenschaften verfügt die Leuphana Universitätüber ein bereits etabliertes und forschungsstarkes Profil in unterschiedlichenFachbereichen und Disziplinen. Fachlich wird der Forschungsschwerpunkt von


NachhaltigkeitsleitlinienLeuphana im Profil15Fast zehn Jahre ist her, dass der Senat der Leuphana Universität Lüneburg als erste Universität die folgendenNachhaltigkeitsleitlinien verabschiedete, die bis heute aktuell sind:•Angesichts der Gefahren für die natürlichen Grundlagen des Lebens und wachsender Ungleichheitunter Menschen und Gesellschaften sowie in der Verantwortung, auch zukünftigen Generationen einselbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, weiß sich die Leuphana Universität Lüneburg in Verbindungmit dem Artikel 20a des Grundgesetzes dem Grundsatz einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet.•Gegenüber ihren Studierenden, künftigen Entscheidungsträgerinnen und -trägern und ihrenMitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat die Universität die Verantwortung, bei der Erfüllung ihrerAufgaben wie auch in ihrem täglichen Energie- und Stoffverbrauch eine Vorbildfunktion im Sinnevon Nachhaltigkeit auszuüben.Grafik: Wirkungsfelder einer nachhaltigen•Die Universität unterstützt Diskurse zur Idee von Nachhaltigkeit und fördert eine breite Beteiligungaller ihrer Gruppen und Gliederungen an einem universitären Nachhaltigkeitsprozess. Sie stärktEigeninitiativen und Engagement in diesem Prozess und fördert den regionalen, nationalen undinternationalen Austausch mit Gruppen und Institutionen.Kompetenz fürverantwortlichesHandelnNachhaltigeGesellschaftÖkonomischeLeistungsfähigkeitsicherstellenUniversität im gesellschaftlichen Kontext•Die Gremien und Einrichtungen der Universität unterstützen disziplinäre und interdisziplinäre•Projekte in Forschung, Lehre und Weiterbildung, Verwaltung sowie im studentischen Bereich,Fragen der Nachhaltigkeit aufzugreifen.Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität werden ermutigt, im Rahmen ihrerTransfer, Koopera tionenund WeiterbildungNachhaltigeUniversitätSozialeVerantwortunglebenÖkonomische Leistungsfähigkeit sicherstellen: Seite 31Soziale Verantwortung leben:Forschungstätigkeit und Qualifizierungsarbeiten Themen der Nachhaltigkeit zu bearbeiten. Seite 35Ökologisch verträglich haushalten:•Die Universität begrüßt Vorschläge der Fakultäten, zusätzliche Studienangebote zu Fragen derNachhaltigkeit zu unterbreiten oder Themen der Nachhaltigkeitsdiskussion in Studien- undPrüfungsordnungen zu integrieren.Inter- undtransdisziplinäreForschungÖkologisch verträglichhaushalten Seite 45Inter- und transdisziplinäre Forschung: Seite 55Transfer, Koopera tionen und Weiterbildung: Seite 61•Die Universität ermöglicht ihrem wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Personal dieFort- und Weiterbildung zu Fragen einer nachhaltigen Entwicklung.Kompetenz für verantwortliches Handeln: Seite 64••Die Universität fördert Initiativen zur Entwicklung neuer Formen des Wissenstransfers, die denProzess einer nachhaltigen Entwicklung und den transdisziplinären Austausch stärken.Die Universität sieht als ihre Aufgabe, ihren Stoff- und Energieverbrauch ressourcenschonend,risiko- und umweltbewusst zu gestalten und entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.Die Universität kann zur Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele beitragen. Ihre Wirkungsfelderrichten sich zum einen auf die Gestaltung des eigenen Betriebsablaufs.Diese betrieblichen Aspekte werden unter Orientierung am GRI-Indikatorenkatalogaus ökonomischer, sozialer und ökologischer Sicht dargestellt.Zum anderen fordern globale Herausforderungen wie Klimawandel oder Schutz der BiodiversitätHochschulen als Forschungs- und Bildungseinrichtung besonders heraus.Diese Kernaktivitäten – Forschung, Lehre und Transfer – der Universität bilden weiteregrundlegende Wirkungsfelder für die Entwicklung einer nachhaltigen Gesellschaftund werden im vorliegenden Bericht dementsprechend dargestellt.


16 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Leuphana im Profil17Tabellen: Hochschulmitglieder 2008Die Universität in ZahlenStudierende Gesamt Anteil AnteilFrauen internat.StudierendeWintersemester 2008/2009 8.468 60,7 % 5,4 %Beschäftigte AltersgruppeGesamt Anteil Anteil< 30 30 – 50 > 50 Anzahl Frauen TeilzeitProfessorinnen/Professoren — 38,6 % 61,4 % 166 21,7 % 3,6 %Wissenschaftliche 19,4 % 58,5 % 22,1 % 289 50,5 % 62,3 %Mitarbeiterinnen/MitarbeiterVerwaltung/Technischer Dienst 7,3 % 54,2 % 38,5 % 356 71,3 % 43,0 %Gesamt 10,1 % 52,5 % 37,4 % 811 54,9 % 41,8 %In 2008 waren 4,1 Prozent Schwerbehinderte an der Leuphana Universität Lüneburg beschäftigt.Fakultät IFakultät IIFakultät IIIZuführung vom LandStudienbeiträgeWeiterbildungDrittmittelerträgeBildungs-, Kultur- und SozialwissenschaftenWirtschafts-, Verhaltens- und RechtswissenschaftenUmwelt und Technik54,7 Millionen Euro6,5 Millionen Euro0,8 Millionen Euro8,8 Millionen EuroStandorte Hauptnutzfläche 2008Campus 35.043 m²Volgershall 8.947 m²Rotes Feld 7.988 m²Suderburg 6.714 m²Gesamt 58.692 m²Tabelle: Fakultäten 2008Tabelle: Finanzmittel 2008Tabelle: StandorteTabellen: StudienangebotWeblink 8: Übersicht zum Studienangebotsowie BewerbungsunterlagenWeblink 9: Übersicht zu Instituten,Zentren und Projektgruppen der UniversitätBachelorLeuphana BachelorLeuphana LehrerbildungMasterprogrammeArts & SciencesManagement & EntrepreneurshipEducation8 Major-Fächer, die mit einem aus rund 20 Minor-Fächernkombiniert werden können3 Bachelor-Studiengänge3 Major-Fächer7 Major-Fächer5 Major-FächerWeiterbildungsstudiengänge (WiSe 2008/09)StudierendeSustainability Management (MBA) 203Performance Management (MBA) 10Manufacturing Management (MBA) 19Prävention und Gesundheitsförderung (MPH) —Sozialmanagement (MSM) 28Umweltrecht (LL.M.) 19Studienergänzung Public Relations 17Strategic Management (MBA) 8


18MagazinNachhaltigkeit findet Eingang in alle Ebenender Leuphana. So nahm Dr. Volker Hauff,Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung(RNE), während der studentisch organisiertenKonferenz „LebensWert“ an einerPodiumsdiskussion teil. Auch dem Entwurffür das Zentralegebäude von Prof. Libeskindsteht Nachhaltigkeit als Leitgedanke zugrundeund fügt sich in die engagierte Selbstverpflichtung„Klimaneutrale Leuphana“ ein.Klimaneutrale Leuphana„Die Leuphana Universität Lüneburg ist die erste Universität weltweit, deren zentralerCampus klimaneutral arbeitet und so das Klima in vollem Umfang schützt“, erklärtenUniversitätspräsident Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun und Vizepräsident Prof. Dr. StefanSchaltegger am 29. Mai 2007. „Unsere Universität setzt damit ein deutliches Zeichenfür den Klimaschutz und reagiert mit ihren Möglichkeiten auf die aktuellen Erkenntnisseüber den Klimawandel.“ Die Leuphana hat sich im Mai 2007 das ambitionierteZiel gestellt, klimaneutrale Universität zu werden.Dieses Ziel wird sie durch Reduktion und Ausgleich erreichen. Der Kohlendioxidausstoßdurch universitäre Aktivitäten wie Energieverbrauch, Dienstreisen und Pendelverkehrsoll so weit wie möglich vermindert werden. Der Fokus der Strategie liegt damit aufder Realisierung von Effizienzmaßnahmen und der weltweiten Umsetzung universitärerProjekte, die CO 2 reduzieren. Die intensive Strategie, die die Leuphana zur Reduktiondes CO 2 -Ausstoßes bereits seit langem verfolgt, wird noch weiter ausgebaut. Zur Kompensationverbleibender Restemissionen am Hauptstandort Campus wurden für dieJahre 2007, 2008 und 2009 zusätzliche und zertifizierte Klimaschutzprojekte in Indienunterstützt. Die Leuphana förderte 2007 die Nutzung von Reishülsenabfällen, die beiReismühlen anfallen. Diese werden nunmehr in einem Biomasse-Kraftwerk eingesetztund liefern Strom für das lokale Netz. 2008 und 2009 unterstützte die Leuphana einkleines Laufwasserkraftwerk zur Erzeugung von Strom.Das gesamte Projekt wird von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierendenverschiedener Fachrichtungen sowie der Universitätsverwaltung vorangetrieben.Weblink 10: Klimaneutrale Universität


20 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Magazin: Klimaneutrale Universität21Weblink 11: Studentisches Diskussionspapier„KLIMA 1 und 2“Weblink 12: Lichtzins Lüneburg e.V.Das von Prof. Daniel Libeskind entworfene, bezüglich Architektur und Energiekonzeptwegweisende Zentralgebäude für den Campus der Leuphana fügt sich in diese Selbstverpflichtungein und wurde unter Einbeziehung der Nachhaltigkeitsinitiative als einenergieerzeugendes Vorzeigeprojekt geplant.Im Mai 2008 wurde Prof. Dr. Wolfgang Ruck als Klimaschutzbeauftragter von der Universitätsleitungbenannt und koordiniert alle Projekte aus Forschung, Lehre und Verwaltungzur Erreichung des Ziels „Klimaneutralität“.Seminarreihe „Klimaneutrale Universität“Studierende aller Fachrichtungen arbeiten in Projektseminaren zur Erreichung desZieles „Klimaneutrale Leuphana“ mit. Sie erhalten die Möglichkeit, sich in ihrem Studienalltagaktiv an der Entwicklung einer nachhaltigen und verantwortungsvoll handelndenUniversität zu beteiligen. Ziel ist die Erarbeitung und Umsetzung konkreterinter- und transdisziplinärer Lösungsansätze, die globale Belange im Sinne einesBottom-Up-Prozesses angehen.Dieser Prozess startete im Sommersemester 2007 mit einem Projektseminar, in demStudierende Konzepte zu den Themen Mobilitätsmanagement, Energiesparmaßnahmen,Einsatz erneuerbarer Energien, Kompensation nicht vermeidbaren Kohlendioxidssowie der Finanzierung aller Maßnahmen erarbeitet haben. Diese Teilkonzepte bildetendie Basis für Seminare im folgenden Wintersemester, in denen die konkrete Planungund Umsetzung der Ideen erfolgte. Ergänzt wurde dieses durch zwei Seminare desLeuphana Semesters im Modul „Wissenschaft trägt Verantwortung“ im Wintersemester2007/2008. Diese Veranstaltungen wurden unter dem Titel „Spurensuche – Aufdem Weg zu einer klimaneutralen Universität“ zusammengefasst.Gründung der UniSolar Initiative LüneburgIm Sommersemester 2008 arbeiteten zwanzig Studierende intensiv am zentralen Ansatzbezüglich des Ausbaus der erneuerbaren Energien an der Universität, der im Rahmender Seminarreihe „Klimaneutrale Leuphana Universität Lüneburg“ diskutiert wurde.Sie entwickelten eine tragfähige institutionelle Struktur für Solar-Projekte in Lüneburg.Die Hochschule als öffentliche Einrichtung bietet hierbei einen besonders geeignetenLernraum, der dabei hilft, eigenverantwortlich Kenntnisse und Kompetenzen in der Projektarbeitzu erlernen und zu vertiefen. So gründeten die Studierenden den „LichtzinsLüneburg e.V.“ als Projektplattform für solare Aktivitäten an der Universität. DieserVerein setzt sich gemeinnützig und extracurricular für die kommunikative Verbreitungdes Ansatzes „Klimaneutralität durch erneuerbare Energien“ ein. Ziel ist sowohl dieMobilisierung aktiver Mitglieder aus Hochschule, Stadt und Umland sowie die Akquiseund Vermittlung von Finanzmitteln für konkrete Solarvorhaben.ForschungAn der Leuphana ist es bereits Tradition, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerihre Universität als Organisation in ihre Forschung einbinden. Mittlerweilebefassen sich verschiedene Forschungsprojekte an der Leuphana direkt mit dem Zielder „Klimaneutralen Leuphana“. Die Inhalte reichen von nachhaltigen Gebäudeenergietechnologien,Energieeffizienz über Geschäftsmodelle und akteursbasierte Dienstleistungenfür ein nachhaltiges Facilitymanagement zur ökosozialen Betrachtung derNutzerinteraktionen. Daneben beteiligen sich die Professuren der Initiative Nachhaltigkeitsforschungin einem laufenden Diskurs mit der Architekturgruppe an der nachhaltigenEntwicklung des neuen Zentralgebäudes, das Prof. Libeskind zur Unterstützungder inhaltlichen Neuausrichtung der Leuphana entworfen hat. Es ermöglicht eine Zusammenfassungaller Universitätsstandorte auf dem Campus an der Scharnhorststraßeund ist als wegweisendes, nachhaltigkeitsorientiertes Zentralgebäude konzipiert.Sensibilisierung aller Hochschulmitglieder für klimabewusstes ArbeitenDas Ziel „Klimaneutralität“ ist nicht nur in die Kernaktivitäten der Universität – Forschung,Lehre und Transfer – integriert, sondern spiegelt sich ebenso in der alltäglichenArbeit an der Leuphana wider und ist auf dem Campus erfahrbar. So wurden inden Seminar- und Besprechungsräumen sowie im Senatssaal CO 2-Ampeln installiert.Die Ampeln messen den CO 2-Anteil in der Luft des Raumes und zeigen mit grünen, gelbenund roten Lämpchen an, wann gelüftet werden muss. Damit sorgen sie zum einenfür eine Verbesserung der Luftqualität im Raum und zum anderen soll auch Energieeingespart werden.In vielen Seminarräumen wird im Winter mit gekippten Fenstern gelüftet, was zukeinem echten Luftaustausch führt, aber zu einem hohen Energieverbrauch. Werdendie Fenster dagegen für kurze Zeit weit geöffnet und die Thermostate auf Null gedreht,verliert der Raum kaum an Wärme. Die CO 2-Ampeln zeigen sofort an, wann die Fensterwieder geschlossen werden können. Im Winter können mit diesem konsequenten Lüften15 Prozent Energie eingespart werden.


22 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Magazin: Klimaneutrale Universität23Gerade in Seminaren, in denen es in Diskussionen hoch hergeht, vergisst man dasLüften. Jetzt zeigt das Signal, wann die Luft ausgetauscht werden muss, um mit neuerEnergie die Arbeit fortzusetzen. Zudem nehmen die Studierenden die neue Technik alsAnstoß für Diskussionen über Raumluft und Energiesparen. So fördert die Ampel dasBewusstsein der Entscheidungsträger von morgen für Klimaschutz.Primärenergieverbrauch: NullDas Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat dieses integrativenachhaltige Konzept im Wettbewerb „Architektur mit Energie“ im Mai 2009 ausgezeichnet.Damit wurde honoriert, dass es gelungen ist, energieeffizientes Bauen undhervorragende Architektur zu vereinen sowie einen Gebäudebetrieb ohne Primärenergieverbrauchbei einem anspruchsvollen öffentlichen Bau zu ermöglichen.„Der Preis ist ein hervorragendes Signal dafür,dass sich die Leuphana auch künftig im Sinneder Nachhaltigkeit weiterentwickelt. DasLüneburger Projekt gibt damit ein Beispiel fürdie anderen Universitäten in Deutschland.“Dr. Bernd Althusmann, LüneburgerNiedersächsischer StaatssekretärWeblink 13: Campusentwicklung Einbindung von Belangen des Naturschutzes:Für den Bau des Zentralgebäudes erstellt dieStadt Lüneburg einen neuen Bebauungsplan fürdas gesamte Campusgelände. In das so genannteBauleitplanungsverfahren fließen unter anderemAnforderungen des Naturschutzes sowie des EU-Artenschutzrechtes ein. Die Stadt Lüneburg hatinsbesondere für den Schutz der Haubenlerche,verschiedener Fledermausarten und von LaubbäumenAuflagen an die Leuphana gestellt. Nochim Jahr 2009 soll der Bebauungsplan vom Stadtratder Stadt Lüneburg verabschiedet werden.Architektur mit Energie – Gebäude der ZukunftProf. Daniel Libeskind, seit 2007 nebenamtlicher Professor an der Leuphana, hat einenBaukörper – das Zentralgebäude – für den Campus der Leuphana Universität Lüneburgentworfen, der mit seiner Formensprache und seinem Funktionskonzept alsSymbol für die Universität des 21. Jahrhunderts steht ( Grafik Modelloptimierung). Inder Entwurfsplanung wurde besonderer Wert darauf gelegt, ein öffentliches Gebäudezu schaffen, das ohne die Nutzung von Primärenergie betrieben werden kann.Gemeinsam mit den Fachplanerinnen und -planern diskutierten Wissenschaftlerinnenund Wissenschaftler der Initiative Nachhaltigkeitsforschung unterschiedlicheLösungsansätze für ein Höchstmaß an Energieeffizienz beim Betrieb des Gebäudes.Für die besonderen Anforderungen der unterschiedlichen Nutzungsbereiche und diespektakuläre Architektur des neuen Zentralgebäudes wurde so ein ausdifferenziertesEnergiekonzept entwickelt. Dabei waren Nutzungsschwerpunkte und Nutzungszeitenebenso zu berücksichtigen wie alle äußeren Einflüsse. Die so entstandene, ausgewogenePlanung zu Energieversorgung und -verbrauch sieht eine Vielzahl technischerEinrichtungen vor, um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden und trotzdemdas Ziel zu erreichen, ohne den Verbrauch von Primärenergie auszukommen.Nachhaltigkeit als LeitgedankeDie Vermeidung von Leerstandszeiten durch die parallele Nutzung als Veranstaltungs-und Seminarzentrum der Stadt Lüneburg stellt einen wesentlichen Bausteindes integrativen Konzeptes dar. Eine „lernfähige“ Gebäudeleittechnik ist ebenfallseine entscheidende Voraussetzung für die herausragende Energieeffizienz des neuenZentralgebäudes. Die individuellen Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer hinsichtlichder Raumtemperatur werden von einem neuartigen System ermittelt und in einebedarfsgerechte Wärmeabfrage umgesetzt. Das so genannte Ambient IntelligenceSystem erfasst die Nutzungsprofile und kann so in Verbindung mit einer intelligentenMess-, Steuer- und Regelungstechnik den Energieverbrauch optimal an das individuelleNutzerverhalten anpassen.Das zentrale Element der Energieversorgung ist die Kraft-Wärme-Kopplung. Ein mitBiogas, also erneuerbarer Energie, betriebenes Blockheizkraftwerk soll künftig nichtnur zur Wärme- und Stromversorgung, sondern in Verbindung mit einer Absorbtionskältemaschineauch zur Kälteerzeugung eingesetzt werden. Überschüssige Wärme wirdgespeichert und in Spitzenzeiten mit einer Wärmepumpe recycelt. Im Sommer kann dieWärmepumpe im reversiblen Betrieb genutzt werden und so auch den Kältebedarf desGebäudes abdecken. Der Primärenergieverbrauch des Gebäudes wird damit durch dieGesamtheit der Maßnahmen auf Null reduziert.„Der Preis des BMWi unterstreicht eindrucksvoll,dass wir mit unserem Projekt frühzeitigeinen richtigen Weg eingeschlagen haben:Wir wollen mit unserem neuen Zentralgebäudezeigen, dass sich auch bei großenöffentlichen Bauten Spitzen-Architektur undenergieeffizientes Bauen vereinen lassen.“Holm Keller, hauptamtlicher Vizepräsidentder Leuphana Universität Lüneburgund Projekt-VerantwortlicherAls wesentliche Voraussetzung für die Wirksamkeit der gebäudetechnischen Anlagenwurde die passive Energieeffizienz der Gebäudehülle verbessert, das heißt Energieeintragauf der einen Seite sowie Infiltrations- und Transmissionswärmeverluste aufder anderen Seite werden auf ein Minimum reduziert. Auch Maßnahmen wie eine energetischsinnvolle Ausrichtung des Gebäudes und die hochwirksame Isolation der Gebäudehülletragen dazu bei, dass die Anforderungen der Energieeinsparverordnungdeutlich unterschritten werden.Grafik: Modelloptimierung


24 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Magazin: Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre25Weblink 14: NachhaltigkeitsinitiativeGrafik: Initiative Nachhaltigkeitsforschungund die Perspektiven des transdisziplinärenForschungsansatzesNachhaltigkeit in Forschung und LehreDie Nachhaltigkeitswissenschaften sind ein in Gesellschaft, Politik und Wirtschaftstark an Bedeutung wachsendes, interdisziplinäres und anwendungsorientiertesForschungsfeld. Die verbindende Klammer der verschiedenen Nachhaltigkeitsdisziplinenbildet die Ausrichtung auf das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ausSicht unterschiedlicher Akteure, auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen und inunterschiedlichen Anwendungs- und Handlungsfeldern ( Grafik Initiative Nachhaltigkeitsforschung).Das Forschungsprogramm der Nachhaltigkeitsinitiative derLeuphana ist darauf ausgerichtet, die oftmals fehlende Nachhaltigkeitsorientierungan deutschsprachigen Universitäten mit der Untersuchung grundlegender ThemenNachhaltigkeitswissenschaftenGesellschaftliche AkteureKommunikation, Bildung,Partizipation, MedienStaatliche AkteureNachhaltigkeitsökonomik & Politik,Sustainability GovernanceRechtliche AkteureNachhaltigkeitsrecht,Umwelt- & Energierecht,internationales RechtUnternehmerische AkteureNachhaltigkeitsmanagement,Supply Chain Management,Social EntrepreneurshipIndividuelle Akteure / GenderNachhaltigkeits- & Umweltpsychologie,Nachhaltigk.-EthikTransdisziplinaritätin derNachhaltigkeitsforschung:Methoden & ProjekteSustainableDevelopmentGesellschaftlicherWandel& UmweltveränderungenZentrale ForschungsthemenNachhaltigkeits-, Natur- undTechnikwissenschaftenÖkosysteme & BiodiversitätBiologie, Ökologie, EcosystemFunctioning, BodenökologieStoffeUmweltchemie, stofflicheRessourcen, UmweltanalytikRaumUmweltplanung, Landschaftsentwicklung,VerkehrsplanungIndustrial Design & InfrastructureIndustrial Ecology, Physik erneuerb.Energien, Ecodesign, SustainableInfrastructure DevelopmentInformationSustainable Informatics,Sustainable Ambient Computing,Sustainability Modellingdes wissenschaftlichen Leitbildes der Nachhaltigkeit systematisch anzugehen. DieLeuphana Universität ist bestrebt, die sich daraus ergebenden Forschungsfelder inden kommenden Jahren wesentlich zu stärken. Sieben forschungsorientierte Professurensind deshalb 2009 zur Neuberufung ausgeschrieben worden: TransdisziplinäreNachhaltigkeitsforschung, Nachhaltigkeitsrecht, Sustainable Supply Chain Management,Nachhaltigkeitsethik, Social Entrepreneurship, Ökosystemfunktionen und StofflicheRessourcen.Mit den neu zu besetzenden Professuren in der Nachhaltigkeitsforschung setzt dieLeuphana auf das Zusammenspiel zwischen human-, natur- und technikwissenschaftlicherForschung. Im Unterschied zu den meist deutlich getrennten natur-, ingenieur-oder sozialwissenschaftlichen Instituten und Fakultäten vieler Universitäten,die sich mit Nachhaltigkeitsthemen befassen, strebt die Lüneburger Nachhaltigkeitsforschungauch in Zukunft neben der disziplinären Forschung besonders eineZusammenarbeit zwischen natur- und humanwissenschaftlichen Forscherinnen undForschern an. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitswissenschaften mit Nachdruck weiterzuentwickelnund zu einem international noch deutlicher profilierten Forschungsbereichauszubauen.CollegeNachhaltigkeit zieht sich als Querschnittsthema durch das gesamte College und istdarüber hinaus fester Bestandteil der Lehre im Leuphana Bachelor. Insbesondere diefächerübergreifenden Studienelemente Leuphana Semester und Komplementärstudiumermöglichen es den Studierenden des Leuphana Bachelors, sich im Laufe ihresStudiums immer wieder kritisch mit verschiedenen Facetten der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.Im Modul „Wissenschaft trägt Verantwortung“ im Leuphana Semester beschäftigensich die Studierenden mit grundlegenden Fragen der Verantwortung von Wissenschaftin der Gesellschaft und konkretisieren dies am Konzept einer nachhaltigen Entwicklung.In der einführenden Vorlesungsreihe wird das Konzept einer nachhaltigen Entwicklungthematisiert und aufgezeigt, wie einzelne Fachrichtungen der Universität dasKonzept als Rahmung in ihrer Arbeit berücksichtigen. In inter- und transdisziplinärenProjektseminaren analysieren die Studierenden hierzu eigenständig Fragestellungenund stellen die Ergebnisse im Rahmen der von den Studierenden selbst organisiertenKonferenz „LebensWert“ vor. Die Projektseminare spiegeln dabei die Komplexität desNachhaltigkeitskonzeptes wider und reichen von Themen wie „Nachhaltigkeitsmarketing– lunatic Festival 09“ oder „Was hat Geschlecht mit Nachhaltigkeit zu tun?“Positionsmerkmale:— Zusammenspiel zwischen human- undnaturwissenschaftlicher Forschung— Konsequente Nachhaltigkeitsorientierung— Transdisziplinarität als methodischerZugang— Projektorientierte Zusammenarbeit zwischenNatur- und Humanwissenschaften— Forschungskooperationen— Aufbau auf zentralen Eckperspektivenfür eine nachhaltige Entwicklung— InternationalitätWeblink 15: Leuphana College


26 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Magazin: Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre27Weblink 16: Konferenz „LebensWert“bis hin zu „Verkehr und Mobilität: Woher, wohin und wie weiter?“ Dieser Ansatz dersystematischen Integration von Fragen der Nachhaltigkeit aus einer interdisziplinärenPerspektive setzt sich im Komplementärstudium fort, das ein breites Angebotan Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit bietet. Hier können Studierende beispielsweiseüber die Chancen und Risiken von Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmendiskutieren, Szenarien für eine nachhaltige Zukunft entwickeln oder sozialeAspekte von Nachhaltigkeit in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit praktischumsetzen.Die Konferenz „LebensWert“Das Modul „Wissenschaft trägt Verantwortung“ und das gesamte Leuphana Semesterwerden in jedem Jahr von einer Konferenz zum Themenbereich Verantwortungabgeschlossen. 2009 lautete das von den Studierenden entwickelte Thema der Konferenz„LebensWert – Die Konferenz zur Nachhaltigkeit“. Für die dreitägige Konferenzbereiteten die Studierenden die Ergebnisse ihrer Projektseminare aus dem Modul„Wissenschaft trägt Verantwortung“ auf und präsentierten sie einer breiten (Hochschul-)Öffentlichkeit.Dabei wurde das Thema Nachhaltigkeit mit Hilfe innovativerPräsentationsformen wie Streitgesprächen, Filmvorführungen, Rauminstallationen,Podiumsdiskussionen, Rollenspielen sowie Posterpräsentationen aus unterschiedlichenPerspektiven beleuchtet und ein Begriff von Nachhaltigkeit herausgearbeitet,der weiter und tiefer reicht, als der Alltagsgebrauch des Wortes es nahe legt. EinenHöhepunkt der Konferenz bildete die Einbindung des Rates für Nachhaltige EntwicklungDeutschland (RNE). Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des RNE und Prof. Dr. UteKlammer, Mitglied des RNE und Prorektorin für Diversity Management an der UniversitätDuisburg-Essen hielten Vorträge und standen für eine Podiumsdiskussionzur Verfügung. Weitere hochkarätige Experten wie Prof. Dr. Wolfgang Sachs, WuppertalInstitut, und Prof. Dr. Adelheid Biesecker, emeritierte Professorin der UniversitätBremen, bereicherten die 230 Präsentationen der Studierenden mit Vorträgen.Abgerundet wurde die Konferenz durch Keynote-Speaker, den Markt der Möglichkeitenund Präsentationen regionaler Akteure aus dem Bereich Nachhaltigkeit. Auch in 2008rundeten Expertinnen und Experten die Präsentationen der Studierenden ab. So referiertenBeate Weber, langjährige Oberbürgermeisterin der Stadt Heidelberg und stellvertretendeVorsitzende des Weltzukunftsrates, Dr. Matthias Miersch, Mitglied desBundestages, sowie Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des BUND und Mitglied imnationalen Rat für nachhaltige Entwicklung.Masterstudiengang „Sustainability Sciences“An der Leuphana gibt es den einmaligen Masterstudiengang „Sustainability Sciences“.Besonderes Merkmal des Studiengangs Sustainability Sciences ist die Gleichgewichtungder Nachhaltigkeitsnatur- und Nachhaltigkeitshumanwissenschaften. Ziel isteine disziplinär fundierte und zugleich interdisziplinär ausgewogene Betrachtungsozial-ökologischer Systeme. Aus der Perspektive der Nachhaltigkeitsnaturwissenschaftenwerden die materiellen Prozesse in den Blick genommen, welche die stofflichenund energetischen Grundlagen von Nachhaltigkeitsproblemen und möglichenLösungsansätzen bilden. In komplexen sozial-ökologischen Systemen sind diese materiellenProzesse eng mit wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und kulturellenRahmenbedingungen sowie mit den Strategien und Praktiken gesellschaftlicher Akteureverzahnt. Diese immateriellen Voraussetzungen und Bedingungen von Nachhaltigkeitsproblemensowie deren Bearbeitung sind Gegenstand der Nachhaltigkeitshumanwissenschaften.Engagierte StudierendeStudierende sind über ihre eigene fachliche Ausbildung hinaus an der Leuphana UniversitätLüneburg auch in verschiedenen organisatorischen Bereichen aktiv. Sie tragendort einen Teil der Verantwortung für den Lehr- und Lernbetrieb und die Arbeit der Universitätinsgesamt mit und engagieren sich für Innovation und Entwicklung. Über dieStudierendenschaft – eine rechtskräftige Teilkörperschaft – haben sie Einfluss aufdie Steuerungsaufgaben der Universität und über zahlreiche unabhängige Initiativentragen sie zum lebendigen Leben auf dem Campus und im Umfeld des Studiums bei.Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) der Leuphana Universität Lüneburghat in seine Geschäftsordnung eine Selbstverpflichtung zum nachhaltigen Konsumaufgenommen. Daneben setzt das Ökologie-Referat des AStA bereits seit Ende der1990er Jahre eine Vielzahl an nachhaltigen Projekten an der Universität um.Leitfaden für nachhaltiges StudierenStudierende der Leuphana veröffentlichten zum Wintersemester 2008/2009 unterdem Titel „Uni, Nachhaltigkeit und du“ einen der bundesweit ersten Ratgeber fürein nachhaltiges Leben auf dem Campus. Neunzig Prozent der Lüneburger Studierendenhaben Umfragen zufolge bereits vom Leitbild Nachhaltigkeit gehört. Um dasKonzept der Nachhaltigkeit auf den studentischen Alltag zu übertragen, haben achtWeblink 17: Master Sustainability SciencesWeblink 18: AStAWeblink 19: Übersicht der InitiativenWeblink 20: Leitfaden „Uni, Nachhaltigkeitund du“


28 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Magazin: Engagierte Studierende29Weblink 21: lunatic e.V.Mitglieder des Ökologie-Referats des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA)eine 32-seitige Broschüre zusammengestellt. Der Leitfaden zeigt, wo und wie Studierendesich nachhaltig verhalten und selbst aktiv werden können. Er gibt Tippszu nachhaltigem Konsum, zum Energie- und Ressourcensparen sowie Anknüpfungspunktezum individuellen Engagement. Ganz konkret sind es viele kleine Dinge, dieStudierende auf dem Campus berücksichtigen können: Im Arbeitskreis Umwelt oderim Ökologie-Referat können sie die Sustainable University konkret mitgestalten. Stattteures Mineralwasser zu kaufen, das weit transportiert werden muss, können sie Leitungswasseraus den Trinkwasserspendern trinken, die auf dem Campus installiertsind. Ihre Skripte können sie auf Recyclingpapier ausdrucken oder mittags ein Bio-Essen in der Mensa wählen.Die Universität Lüneburg bietet einen guten Rahmen für nachhaltige Veränderungendes eigenen Lebensstils. An Hochschulen in Großbritannien und den USA gibt es bereitsBeispiele für solche Leitfäden. Sie waren Vorbilder für das Lüneburger Projekt,für das sich Studierende der Umwelt- und Kulturwissenschaften ein halbes Jahr interdisziplinärengagiert haben. Außerdem haben auch Studierende vieler anderer Studiengängeund Universitäten wertvolle Hinweise für die Inhalte geliefert. „Wir hoffen,dass viele studentische Gruppen die Idee aufgreifen und auch für ihre UniversitätenLeitfäden für nachhaltiges Studieren erarbeiten“, betonen die Autoren.Nachhaltigkeit ist für die Initiatoren kein Lippenbekenntnis: Der Leitfaden ist auf 100Prozent Recyclingpapier klimaneutral gedruckt. Die bei Druck und Transport entstandenen1,4 Tonnen Klimagase wurden ausgeglichen, indem ein Projekt im indischenLadakh gefördert wurde, das Kleinbauern durch den Bau von solaren Treibhäusernund Kleinwasserkraftwerken unterstützt.lunatic – ein nachhaltiges FestivalIm Juni 2009 fand das nunmehr 6. Musik-Festival „lunatic“ auf dem Uni-Campusstatt, das von Studierenden der Leuphana organisiert wird. Das studentische Teambekam im Wintersemester 2008/2009 erstmalig Unterstützung aus dem Seminar„Nachhaltiges Eventmarketing“. Die nachhaltige Planung und Organisation diesesMusik-Festivals mit 3.000 Besucherinnen und Besuchern ist ein elementares Ziel desVereins. Mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Umweltkommunikationhat das lunatic-Team einen Leitfaden mit den fünf KernbereichenMobilität, Abfall, Klimaschutz, Verpflegung und soziale Standards entwickelt.Auf dem Festivalgelände ist ein CO 2-Rechner installiert, der die CO 2-Emissionen derAnfahrten der Künstlerinnen und Künstler sowie der zahlreichen Besucherinnen undBesucher berechnet. Rund 15 Tonnen CO 2-Emissionen wurden in 2008 emittiert, die dieGreenmiles GmbH neutralisierte. Das lunatic-Team investierte in ein Klimaschutzprojektin Indien. Dort werden Windkraftanlagen gebaut, die Kohlekraftwerke ersetzen undsomit wiederum CO 2einsparen. Daneben ist ein Ziel, alle Waren und Dienstleistungennur in der Lüneburger Region zu beziehen. Ein weiterer Meilenstein war die Entscheidung,ein Bio-Catering anzubieten, welches in Kooperation mit den Auszubildendender Deutschen Angestellten-Akademie angeboten wird. Außerdem sind die Flyer undPlakate auf 100 Prozent Recyclingpapier gedruckt und es gibt eine Mitfahrzentraleauf der Homepage. Zudem unterstützt lunatic regelmäßig ein gemeinnütziges Projekt.2008 spendete das lunatic-Team an den Verein Viva con Agua de St. Pauli, der dieTrinkwasserversorgung in Entwicklungsländern verbessern möchte.Seit 2003 engagieren sich pro Jahrgang 20 bis 30 Studierende für die Planung undDurchführung des Musik-Festivals „lunatic“ und sammeln parallel Praxiserfahrungenauf dem Gebiet der Festival-Organisation. Der lunatic e.V. vereint mit seiner ArbeitMusik, Nachhaltigkeit und soziales Engagement und fördert zugleich die kulturelleVielfalt der Region Lüneburg. Er möchte zeigen, dass Nachhaltigkeit und Event sichnicht widersprechen, sondern vielmehr vereinbart werden können und nimmt damiteine Vorreiterrolle ein.Der lunatic e.V. erhielt 2007 den 2. Platz und ein Preisgeld von 10.000 Euro von derJimmy und Rosalynn Carter Partnership Foundation. Die Foundation fördert durchöffentlichkeitswirksame Verleihungen von Preisen studentisches Engagement in gemeinnützigenProjekten.Jimmy Carter, Friedensnobelpreisträger und39. Präsident der Vereinigten Staaten vonAmerika war am 4. Oktober 2007 Ehrengast derStadt Lüneburg für die erstmalige Verleihungdes Preises für Campus Community Partnershipder Jimmy & Rosalynn Carter Foundation.Der Ort war dabei mit Bedacht gewählt. Carterwollte damit würdigen, dass die Leuphana dasThema gesellschaftliche Verantwortung in ihrCurriculum aufgenommen hat und das sozialeEngagement ihrer Studierenden fördert.


30DIE LEUPHANA VERBESSERT IHREN „BETRIEB“Die Leuphana verbessert ihre Nachhaltigkeitsleistungvielfältig im Betrieb. Beispielehierfür sind die CO 2-Ampeln in den Seminarräumensowie die Verbrauchsdatenblätter inallen Gebäuden zur Sensibilisierung für eineneffizienten Energieverbrauch. Daneben unterstütztdie Kinderbetreuung die Work-Life-Balanceder Studierenden und Beschäftigten.Auch Bewegungs- sowie nachhaltige Konsumangebotesind im Unialltag integriert.Der im September 2007 veröffentlichte erste Nachhaltigkeitsbericht der Leuphanawar ein übergreifender Metabericht und dokumentierte möglichst alle nachhaltigkeitsrelevantenAspekte der Universität. Der vorliegende Bericht führt alle relevantenAspekte und Daten weiter und informiert über neue Entwicklungen und Projekte.In diesem Abschnitt werden die vom Universitätsbetrieb ausgehenden Wirkungensowie die Wirkungen auf die Universitätsmitglieder aufgezeigt. Die Aktivitäten derUniversität werden in Anlehnung an den Leitfaden der Global Reporting Initiative (GRI)anhand folgender Dimensionen dargelegt:•Ökonomische Leistungsfähigkeit•Soziale Verantwortung•Ökologische Verträglichkeit Eine vollständige Übersicht der GRI-Leistungsindikatoren befindet sich imAnhang (S. 77, 78).Ökonomische Leistungsfähigkeit sicherstellenAn der Leuphana Universität Lüneburg werden die öffentlichen Mittel zur bestmöglichenUmsetzung des Forschungs- und Bildungsauftrages effizient eingesetzt. Wichtigist eine gute ökonomische Grundlage, um die Organisation und Aktivitäten derUniversität nachhaltig zu gestalten.1 2


32 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb33Grafik (li.): Erträge 2008 (in Prozent)Grafik: (re.): Erträge (in Euro)12,4 %1,1 %9,1 %80.000.00060.000.00040.000.00020.000.000Innovations-InkubatorMit einer massiven Investition in die Leuphana Universität Lüneburg will die EU-KommissionSpitzenforschung in Lüneburg etablieren und so die Wirtschaftskraft der Regionnachhaltig stärken. Entsprechende Pläne des Landes Niedersachsen und der LeuphanaUniversität wurden im August 2009 von der EU-Kommission in Brüssel positiv beschieden.Danach startet die Universität in den kommenden sechs Jahren zahlreiche Innovationsprojektemit einem Gesamtvolumen von knapp 100 Millionen Euro.Weblink 22: Innovations-InkubatorLandesmittelDrittmittel77,3 %StudienbeiträgeWeiterbildungFinanzielle SituationErträgeIm Jahr 2008 hatte die Leuphana insgesamt 70,8 Millionen Euro zur Verfügung. Dergrößte Teil der Erträge setzt sich mit 54,7 Millionen Euro aus Landesmitteln zusammen( Grafiken Erträge in Prozent). Die Erträge der Leuphana sind seit dem Jahr2006 gestiegen. So erhielt die Leuphana 24,5 Prozent mehr Landesmittel im Vergleichzu 2006. Zudem warb sie mit 8,8 Millionen Euro ihr bislang höchstes Drittmitteleinkommenein ( Grafiken Erträge in Euro), wobei die meisten Forschungs- und Transferprojektevom Land (3,2 Millionen Euro inklusive Sondermittel) und vom Bund (2,2Millionen Euro) gefördert wurden.02006 2007 2008LandesmittelDrittmittelStudienbeiträgeWeiterbildungStudienbeiträgeZum Sommersemester 2007 führte Niedersachsen landesweit Studienbeiträge für alleStudierenden ein. Die Leuphana Universität Lüneburg möchte diese Mittel zielgerichtetund transparent einsetzen. Daher wurden in einem hochschulinternen Prozess imHerbst 2006 unter Beteiligung interessierter Mitglieder der Universität Ideen und Zielefür die Verwendung der Studienbeiträge entwickelt. Danach können aus den Studienbeiträgenausschließlich Maßnahmen zur Verbesserung von Betreuungsleistungenfür Studierende, Qualitätssteigerung in der Lehre, Optimierung der Lerninfrastruktursowie zur besseren Ausstattung der Service-Einrichtungen für Studierende finanziertwerden.Das Präsidium hat sich mit den Dekanen auf Empfehlung der Zentralen Studienkommission(ZSK) für eine projektbasierte Vergabe der Studienbeiträge entschieden. Aus 25Projektkategorien, die sich aus den Kriterien für die Verwendung der Studienbeiträgeableiten, können Maßnahmen befristet finanziert werden. Nach Beendigung des Projektswird ein Abschlussbericht verfasst, der auf der Homepage veröffentlicht wird.Weblink 23: StudienbeiträgeWeblink 24: MyStudyGrafik: Drittmitteleinnahmen nach Fördermittelgeber2008 (in Prozent)LänderBundEU9,4 %25,2 %36,6 %AufwendungenDer größte Anteil der Aufwendungen wurde im Jahr 2008 für Personal mit 60 Prozenteingesetzt. Die Leuphana setzte für Energie insgesamt 1.864.000 Euro ein, was 2,6Prozent der gesamten Erträge entspricht.Privatwirtschaft8,9 %Sonst. öffentlicher BereichStiftungenDAADDFGInternation. OrganisationenStädte und Gemeinden2,5 %2,1 %0,3 %0,1 %6,7 %8,3 %Ökonomische WirkungenDie Mehrzahl der Beschäftigten hat ihren Erstwohnsitz in der Stadt Lüneburg (36 Prozent)und im Landkreis Lüneburg (24 Prozent) ( Grafik Wohnorte der Beschäftigten,S. 34). So kommt über Konsumausgaben und Mieten ein großer Anteil der Personalaufwendungender Lüneburger Region zugute. Von den Studierenden haben gut 30 Prozentihren Erstwohnsitz in Lüneburg gemeldet und weitere 22 Prozent in Hamburg ( GrafikWohnorte der Studierenden, S. 34). Wobei hier angenommen werden kann, dass während


34 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb35Grafik: Wohnorte der Studierenden *des Semesters erheblich mehr Studierende in der Region Lüneburg leben, deren Erstwohnsitzin der Kategorie „Andere“ zusammengefasst ist. Diese fasst Wohnsitze ausganz Deutschland zusammen. Damit stärkt diese Gruppe erheblich die Kaufkraft unddie Lüneburger Region. Daneben stellt die Leuphana öffentlich nutzbare Infrastrukturender Region zur Verfügung. So sind eine Reihe von Vorträgen, Veranstaltungen und Tagungenfür interessierte Bürgerinnen und Bürger offen. 2008 hatten sich 60 Gasthörerinnenund Gasthörer an der Leuphana eingeschrieben, die Angebote des AllgemeinenHochschulsports wurden von 189 Externen genutzt und die Universitätsbibliothek verzeichnete5.509 externe Nutzerinnen und Nutzer.Stadt LüneburgLandkreis LüneburgStadt HamburgLandkreis UelzenLandkreis Harburg3,1 %3,3 %4,9 %21,5 %30,2 %Soziale Verantwortung lebenDie Leuphana Universität ist ein Ort der Bildung und der Veränderung. Als solcherbietet die Leuphana ihren Beschäftigten sowie ihren Studierenden die Möglichkeit,sich zu entwickeln, ihre Interessen zu verfolgen, sich mit unbekannten Themen zu beschäftigen,etwas für ihre Gesundheit zu tun oder neue Qualifikationen zu erwerben.Vielfalt und ChancenDie Verschiedenheit der Hochschulmitglieder beispielsweise in Bezug auf Nationalität,sozialen Hintergrund, Lebenserfahrung, Geschlecht und Behinderung nimmt dieLeuphana Universität Lüneburg als Bereicherung wahr und hat sich dem Gender Mainstreamingverpflichtet. Differenzen werden wertgeschätzt und die Zufriedenheit derBeschäftigten ist für die Leuphana ein wichtiges Ziel. Daneben möchte die Leuphanaihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern und ihnen jederzeit die Möglichkeit geben,in neue Aufgaben hineinzuwachsen, mehr Verantwortung zu übernehmen und ihrPotenzial zu entfalten. Somit gilt es, Vielfalt und Chancen für alle Hochschulangehörigenzu gewährleisten.Gender Mainstreaming bezeichnet die(Re-)Organisation, Verbesserung,Entwicklung und Evaluierung grundsatzpolitischerProzesse mit dem Ziel, die geschlechterbezogeneSichtweise in alle politischen Konzepteauf allen Ebenen und in allen Phasen durch allenormalerweise an politischen Entscheidungsprozessenbeteiligte Akteure einzubringen.Grafik: Wohnorte der Beschäftigten ** Erstwohnsitze, Stand 01/2009Landkreis Region HannoverAndereStadt LüneburgLandkreis LüneburgStadt HamburgLandkreis UelzenLandkreis HarburgLandkreis Region HannoverAndere2,1 %3,3 %6,9 %1,6 %9,9 %18,7 %24,2 %35,4 %36,4 %Entwicklung von Organisation und PersonalEine kontinuierliche zukunftsorientierte Ausrichtung der Universität kann nur gelingen,wenn sie von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestaltet wird. DieMitglieder der Weiterbildungskommission geben einmal im Jahr ein internes Weiterbildungsprogrammheraus, das für alle Beschäftigten ein breit gefächertes Angebotan Fortbildungsmaßnahmen bereithält.Die einzelnen Reformschritte im Rahmen der Neuausrichtung der Leuphana UniversitätLüneburg gewährleisten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätbei ihrer Arbeit klare Ziele vor Augen haben. Damit alle Beschäftigten ihreindividuellen Ziele erreichen können, bedarf es einer systematischen OrganisationsundPersonalentwicklung. Das dafür zuständige Team konzipiert unter anderem berufsförderndeLernprogramme und Qualifizierungsmodule. Im Jahr 2008 wurden zweigroße Personalentwicklungsreihen „Führen im Wandel“ und „Berufszufriedenheit undKompetenz“ aufgesetzt.Die Personalentwicklungsreihe „Berufszufriedenheit und Kompetenz“ dient der weiterenProfilierung des Verwaltungspersonals. Gerade die verabschiedete Entwicklungsplanungstellt nicht nur an die akademischen Kräfte, sondern auch an das Verwaltungspersonalneue Anforderungen. Sie sind es, die einen erheblichen Beitrag zum ProzessWeblink 25: Programm „Interne Weiterbildung“


36 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb37Weblink 26: ALMAder Umsetzung von Wissenschaft und Forschung leisten. Die Personalentwicklungsreihe„Berufszufriedenheit und Kompetenz“ richtet sich an Verwaltungsmitarbeiterinnen undVerwaltungsmitarbeiter in den Dekanaten, Fakultäten, größeren Lehrstühlen und zentralenEinrichtungen. Diese Maßnahme umfasst insgesamt sechs Module zu Themenwie Veränderungen bewältigen, Beziehungen am Arbeitsplatz konstruktiv gestalten,Büroorganisation und Orientierung an den Kooperationspartnern. Zur nachhaltigenVerankerung des vermittelten Wissens und zur Vernetzung untereinander wurden Peergroupsgebildet, die sich in regelmäßigen Abständen zu einem Erfahrungsaustauschzusammenfinden.Modulares Führungskräftetraining „Führen im Wandel“Für den Erfolg der weiter notwendigen Organisations- und Studienstrukturreformensind die Führungskräfte der Leuphana Universität zentrale Akteurinnen und Akteure.Sie sind es, die Entwicklung möglich machen und die Universität aktiv mitgestalten.Hierzu und zur Bewältigung der damit einhergehenden neuen Anforderungen ist einesystematische Begleitung und Förderung der Führungskräfte sinnvoll und notwendig.Diese zielgerichtete Personalentwicklung fand von Oktober 2008 bis Oktober 2009statt und es nahmen zwanzig Leitungsmitglieder aus den zentralen Einrichtungenund der Zentralverwaltung daran teil. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Serie erarbeitetendie Führungskräfte mit der Hochschulleitung Strategien für die Entwicklungder einzelnen Verwaltungseinheiten und setzten diese um. Ferner sollen ab Endedes Jahres 2009 schrittweise Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument eingeführtwerden. Damit wird eine Grundlage für eine bereichsspezifische und individuellePersonalentwicklung geschaffen.Förderung der Forschungskultur – ALMAMit dem Programm ALMA möchte die Universität ihre Mitglieder in der Forschungstärker unterstützen und eine lebendige, an internationalen Standards ausgerichteteForschungskultur fördern. Forschungskultur beinhaltet ethisches Handeln nach denGrundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis und den verantwortungsvollen Umgangmit den zur Verfügung gestellten Ressourcen. ALMA leistet einen Beitrag zur Ausbildungdes wissenschaftlichen Nachwuchses an der Leuphana. Die Veranstaltungensind für alle Forschenden offen und bieten insbesondere jungen Forschenden Gelegenheit,ein Grundlagenwissen im Forschungsmanagement aufzubauen. IndividuelleBeratungen und offene Veranstaltungen bieten Forschenden Unterstützung inFragen der Forschungsplanung und der Qualitätssicherung. Im Mittelpunkt stehendie Themen Drittmittelakquise, Projektmanagement, Publikationsstrategie, Eva-luationsverfahren sowie Erfahrungsaustausch unter Kolleginnen und Kollegen. ImSommersemester 2008 wurden zwei fachspezifische Informationsveranstaltungen zuaktuellen Ausschreibungen in der Forschungsförderung organisiert. Im Wintersemester2008/2009 folgte die zehnteilige Seminarreihe „Impulse für die Projektforschung“, dievon der Fördermittelrecherche über die Antragstellung bis zu Publikationsstrategie undVerwertung den gesamten Prozess eines Forschungsprojekts umspannte.Leuphana MentoringMit dem Leuphana Mentoring Programm werden Studierende, Nachwuchswissenschaftlerinnenund -wissenschaftler gezielt im Übergang vom Studium in den Berufbeziehungsweise in die Wissenschaft unterstützt: durch Förderung und Ausbau vonSchlüsselkompetenzen, berufspraktischem Wissen und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.Den Teilnehmenden (Mentees) werden Räume zur Reflexion ihres Hochschulqualifizierungswegesund ihrer fachlichen wie überfachlichen Kompetenzen eröffnet.Sie lernen Persönlichkeiten (Mentorinnen und Mentoren) aus den angestrebtenwissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Berufsfeldern kennen, die ihnenberatend und unterstützend zur Seite stehen. Die jungen Nachwuchswissenschaftlerinnenund -wissenschaftler gestalten somit im Leuphana Mentoring zielgerichtet,eigenverantwortlich und aktiv ihre berufliche und wissenschaftliche Biografie, umihrerseits zu Vorbildern zu werden, die die Qualität der Hochschule spiegeln.Im Tandem „Vom Studium in den Beruf“ stehen Studierenden erfahrene Persönlichkeitenaus Unternehmen, Ingenieur- und Planungsbüros, Behörden, Umweltschutzverbänden,Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern und Kulturbüros in der Reflexionund der Gestaltung ihrer Berufsbiografie zur Seite. Sie reflektieren gemeinsam, ob ihrStudienprofil passgenau für den bevorzugten Einstieg in den Beruf ist und erschließenKontakte zu einem Netzwerk, das ihnen den Übergang von der Universität in dieArbeitswelt erleichtert.Ein weiteres Ziel des Mentoring Programms liegt in der Stärkung von inter- und transdisziplinärenForschungs- und Tätigkeitsfeldern als besonderes Profil der Leuphanadurch eine zielgerichtete Nachwuchsförderung. Diese zeichnet sich durch einenAnwendungs- und Akteursbezug aus, um einen nachhaltigen Beitrag zur Lösunggesellschaftlicher Probleme leisten zu können.HochschuldidaktikDie Leuphana bietet seit 2007 ein eigenes Inhouse-Angebot zur Hochschuldidaktik an,das auf die spezifischen innovativen Anforderungen der Lehre im Rahmen der Neuaus-Weblink 27: Leuphana MentoringWeblink 28: Hochschuldidaktik


38 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb39Weblink 29: Gender-Diversity-PortalWeblink 30: Integratives GenderingWeblink 31: Frauen- und Gleichstellungsbürorichtung abzielt und Gender- sowie Nachhaltigkeitsperspektiven beinhaltet. Im Zentrumder Hochschullehre steht der Lernprozess der Studierenden, der sich auf den Erwerbvon Fach- und Schlüsselkompetenzen bezieht. Diese Veränderung vom Lehren zumLernen (shift from teaching to learning) greift das hochschuldidaktische Programmangebotauf und trägt der aktuellen Hochschulreform Rechnung. InterdisziplinäresLehren und Lernen bereitet den Weg für die innovativen Formen des Studierens. Ander Leuphana wird dieses mit dem Lernangebot des College und mit den spezifischenProgrammen von Graduate School und Professional School umgesetzt. Das hochschuldidaktischeAngebot unterstützt diese neuen Ansätze und orientiert sich an denLeitlinien Gender und Nachhaltigkeit für eine neue Hochschulkultur der LeuphanaUniversität. Die Hochschuldidaktik wird extern evaluiert.Gender und DiversityAn der Leuphana Universität Lüneburg bietet das Frauen- und Gleichstellungsbüroallen Akteurinnen wie Akteuren der Universität und anderen Interessierten in Wirtschaftund Arbeitswelt Unterstützung dabei an, Gender- und Diversityaspekte in ihreBereiche zu integrieren. Seit Mai 2008 ist das Gender & Diversity Portal online. Studierende,Lehrende, Forschende, Mitarbeitende und Externe haben die Möglichkeit,sich in diesem Themenfeld umfassend zu informieren.Die Leuphana liegt bei den Frauenanteilen in allen Hochschulgruppen über dem Bundesdurchschnitt( Grafik Frauenanteile im Vergleich der Hochschulgruppen 2007). Sosind an der Leuphana mit 61 Prozent mehr weibliche Studierende (Bund: 48 Prozent)eingeschrieben. Ebenso arbeiten im Verhältnis mehr Wissenschaftlerinnen und Professorinnenan der Leuphana als dieses im Bundesdurchschnitt der Fall ist. Die tariflicheEingruppierung der Professorinnen zeigt eine typische Ungleichverteilung, wobeider Anteil der mittleren Eingruppierung (C2, C3, W2) zum Wintersemester 2008/2009an der Leuphana zugenommen hat ( Grafik Professorinnen nach Tarifgruppe).StudierendeTechnik/VerwaltungWiss. BeschäftigteProfessuren16 %22 %43 %38 %48 %21,5 %61 %75 %70 %Grafik: Frauenanteile im Vergleich derHochschulgruppen 2007[Rubrik Professuren beinhaltet auch dieJuniorprofessuren; Daten Deutschland:www.cews.org/statistik; Center of ExcellenceWomen and Science (CEWS); Verwaltungund Technik: Statistisches Bundesamt,Fachserie 11, R 4.4]Integratives Gendering zielt auf dieVeränderung der Fachkulturen in kleinenSchritten und auf Vermittlung von Gender-Kompetenz als einer Schlüsselkompetenzsowohl bei Lehrenden als auch bei Lernenden.Im Kontext der Universitätsentwicklungsplanung von 2008 bis 2012 findet das IntegrativeGendering Eingang in folgende Arbeitsbereiche:LeuphanaDeutschland•Modulgestaltung für den Leuphana Bachelor, Lehramtsstudiengänge (BA/MA),Masterangebote in der Graduate School sowie in weiterbildenden BachelorundMasterprogrammen der Professional School•Beratung/Workshops im Zusammenhang mit Programm- und Systemakkreditierung•„Hochschuldidaktische Qualifizierung für den wissenschaftlichen Nachwuchs“und „Hochschuldidaktisches Programm für alle Lehrenden“ (ganzjährigeKurse seit 2007)•Planung des Gender- und Diversitymonitoring für den Innovations-Inkubator•Beratung für gender- und diversityorientierte Forschungs- und Lehrprofile•Weiterentwicklung und Ausbau internationaler Wissenschaftsvernetzungenim Bereich Gender und Diversity•Personal- und Organisationsentwicklung in Technik, Verwaltung undWissenschaftC4/W3 ProfessurenC2/C3/W2 ProfessurenJuniorprofessuren ** Darstellung vom letztem Bericht geändert, da C2 zu W2 überführt wird16,7 %16,7 %23,5 %19,5 %Wintersemester 2006/07Wintersemeseter 2008/0945,5 %54,5 %Grafik: Anteil Professorinnen nach Tarifgruppe


42 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb43didaktischer Methoden angeboten. Ziel ist die Aus- und Weiterbildung der ecuadorianischenUmwelt- und Nachhaltigkeitsfachkräfte sowie die Verbesserung des Lehrangebotsan der Universidad Técnica del Norte. Teil des Projekts ist der Austausch vonStudierenden und Dozenten.Studierenden im Ausland ist auch mit der sinkenden Zahl der Studierenden an derLeuphana zu erklären. Das Mobilitätsverhalten der Lüneburger Studierenden liegt imVergleich zu den anderen niedersächsischen Hochschulen im oberen Mittelfeld liegt,wobei die Leuphana eine der kleinsten Universitäten ist.Grafik (li.): Incomings: Anzahl ausländischerStudierender an der Leuphana[* Amerikanisches StudienprogrammUniversity Studies Abroad Consortium(ohne Summer School)** Bilaterale Abkommen außerhalb derEU, free mover (vorläufige Daten)]Grafik (re.): Outgoings: Anzahl LünburgerInternationale StudierendeAn der Leuphana Universität Lüneburg studieren Menschen aus über 80 verschiedenenNationen miteinander ( Grafik Incomings). Die größten Gruppen internationaler Studierenderkommen aus der Russischen Föderation, den USA, Polen, der Türkei undder Volksrepublik China. Aus Mitteln des Förderkreises Leuphana Universität e.V.und des Matching Funds-Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes(DAAD) können sich Studierende aus dem Ausland für ein Stipendium ander Leuphana Universität Lüneburg bewerben. Mitte Januar 2009 präsentierten bereitsim 10. Jahr in Folge mehr als 60 internationale Studierende Köstlichkeiten ausaller Welt in der Mensa auf dem Uni-Campus. Das International Dinner ist festerBestandteil des umfangreichen Semesterprogramms für internationale Studierende.148638412435801117560791967919669134Gesundheit und SicherheitDie betriebliche Gesundheitsförderung der Leuphana Universität Lüneburg wird vonder Steuerungsgruppe Gesundheitsmanagement engagiert weiter vorangetrieben.Das Engagement geht weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen, wiedie Einführung des betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements, regelmäßigerArbeitsplatzbegehungen und Gefährdungsbeurteilungen hinaus.Die Leuphana hat vier Defilibratoren an Orten mit hoher Studierendendichte angebrachtund schult Beschäftigte in deren Handhabung. Daneben bietet die Betriebsärztinregelmäßig Grippeschutzimpfungen, Gesundheitschecks und Impfberatungenan. Die Gruppe Gesundheit berät regelmäßig zu gesundheitlichen Fragestellungenund versucht, die Gesundheit im Alltag der Hochschulangehörigen zu fördern. Sohat sie im Herbst 2008 die Hochschulangehörigen zur Apfelernte auf dem Campuseingeladen und sich bei gesunden Getränken über die aktuellen Themen der Wocheausgetauscht.Daneben hat die Gruppe Gesundheit unter dem Motto „Wasser statt Kaffee“ Karaffenfür die Teeküchen verteilt. Damit können die Beschäftigten der Leuphana das gesundeLüneburger Wasser in Teamsitzungen sowie während Dienst- und Gremienbesprechungenschnell anbieten und zudem werden sie daran erinnert, regelmäßig Wasseram Arbeitsplatz zu trinken.Weblink 35: Angebot BedienstetensportWeblink 36: Allgemeiner HochschulsportWeblink 37: Gesundheitsmanagementan der LeuphanaDiese Angebote können die Bedienstetenwährend der Arbeitszeit wahrnehmen:— Job GymStudierende im Ausland[Outgoings ohne Eigeninitiative der Studierenden* GoEast und alle außereuropäischenProgramme (vorläufige Daten)]Akad. Jahr 2006/072007/082008/09Erasmus USAC * andere **Akad. Jahr 2006/072007/08Erasmus andere *2008/09Im Rahmen des ERASMUS-Programms der Europäischen Union und weiteren bilateralenVerträgen zwischen der Leuphana und internationalen Partnerinstitutionenstehen mehr als 300 Austauschplätze für Lüneburger Studierende zur Verfügung( Grafik Outgoings). Die meisten Lüneburger Studierenden gehen für ein Auslandsemesternach Australien, Schweden und Estland. Der Rückgang der LüneburgerBewegungs- und Sportprogramm PräventionPräventionsangebote bilden einen Schwerpunkt des universitären Gesundheitsmanagements.So können Bedienstete bereits seit 2000 während ihrer Arbeitszeit eine Stundewöchentlich kostenlos an einer von zwölf verschiedenen Bewegungsveranstaltungenteilnehmen. Die Kurse hat die Steuerungsgruppe Gesundheitsmanagement besser anden Bedarf der Hochschulmitglieder angepasst, so dass immer mehr Beschäftigte dieseAngebote nutzen. Die Präventionsangebote veranstaltet der Hochschulsport und orientiertsich dabei an den Kriterien der gesetzlichen Krankenkassen.— Hatha Yoga— Indoor Cycling— Pilates— Walking— Sehtraining— Rückenschule— Nordic und Power Walking— Badminton— Laufen— Fußball


44 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb45Weblink 38: AStA und seine ReferateWeblink 39: Studentische Initiativenund FachvereinigungenPartizipation und MitbestimmungEine große Zahl von Studierenden ist in Lüneburg in einer ganzen Reihe unterschiedlicherInitiativen, Gruppen und Organisationen aktiv. Die Studierenden widmen sichAufgaben von nachhaltiger Entwicklung über Fachfragen aus dem Studienumfeldbis zur eigenen Universitätszeitung. Wer hier engagiert ist, gewinnt Kompetenzenüber seinen eigenen Studieninhalt hinaus. Gleichzeitig lassen sich Kontakte knüpfen,Gleichgesinnte treffen und nützliche Beiträge für andere Studierende leisten.Darunter beschäftigen sich die Initiativen ai (amnesty international), EPI (Europa-Politik-Initiative), 23grad (Netzwerk Umwelt- und Nachaltigkeitswissenschaften e.V.),lunatic e.V. (Musik-Festival), L.U.S.T. (Touristik) und sneep (Wirtschaftsethik) direktmit nachhaltigen Themen.Ökologisch verträglich haushaltenDie Leuphana Universität Lüneburg hat sich das ambitionierte Ziel der Klimaneutralitätgesetzt. Im Mai 2008 wurde Prof. Dr. Wolfgang Ruck von der Hochschulleitung alsKlimaschutzbeauftragter der Leuphana benannt.Das Umweltmanagementsystem nach der EG-Öko-Audit-Verordnung ist für die LeuphanaUniversität Lüneburg an den drei Lüneburger Standorten Campus, Volgershall und RotesFeld eingerichtet und wird jährlich überprüft. Der Vizepräsident Prof. Dr. Schalteggerist der Umweltmanagementvertreter und somit der Verantwortliche für das Umweltmanagement.Weblink 40: Umweltmanagementsystemder LeuphanaGrafik: Beteiligung der Universitätsmitgliederan den Senatswahlen[In der Gruppe Technik und Verwaltung fand2007 keine Wahl statt, weil gleich vieleBewerberinnen und Bewerber antraten,wie Sitze zur Verfügung standen.]Neben diesem Engagement gibt es 15 verschiedene studentische Fachvereinigungen,die ein Angebot von Studierenden für Studierende sind. Sie haben es sich zur Aufgabegemacht, studienbegleitend Unterstützung bereitzustellen und sind daher überwiegendan einzelne Themen des Lehrangebotes gebunden. Studierende erhalten dortbeispielsweise Auskünfte über Fragen des Studienablaufes, können an Repetitorienoder Exkursionen teilnehmen und Skripte oder weiterführendes Material erwerben. DieVereinigungen organisieren auch Fachveranstaltungen und manches Fest, das einfachSpaß macht und Studierende zusammenbringt.SenatDer Senat ist das zentrale Organ für die Mitbestimmung an der Universität. Die Senatswahlenspiegeln daher die Partizipation der Hochschulangehörigen wider ( GrafikBeteiligung der Universitätsmitglieder an den Senatswahlen).2007/20082005/200618,3 %26,5 %42,3 %49,6 %60,5 %84,3 %93,3 %Alle Umweltauswirkungen der Leuphana wurden bewertet und die beiden AspekteEnergieverbrauch und Verkehrsaufkommen sind die mit der höchsten Handlungsrelevanzund finden sich daher verstärkt in den Umweltprogrammen wieder.Ressourcen- und EnergieverbrauchWasserDer niedrige Wasserverbrauch ( Grafik Wasserverbrauch) der Leuphana konnte von15.491 Kubikmeter im Jahr 2007 auf 13.333 Kubikmeter im Jahr 2008 weiter verringertwerden. Für die Bewässerung der Außenanlage am Campus wurden 2007 insgesamt85 Kubikmeter und 2008 absolut 425 Kubikmeter Wasser verbraucht.20.000 m 316.000 m 312.000 m 38.000 m 30,5 m 3 /m 20,4 m 3 /m 20,3 m 3 /m 20,2 m 3 /m 20,1 m 3 /m 2Grafik : Wasserverbrauch in Kubikmetern(1.000l) und in Verbrauchpro Hauptnutzfläche (m 3 /m 2 )StudierendeTechnik / VerwaltungWissenschaftlich BeschäftigteProfessuren0 m 34.000 m 3 2005 2006 2007 2008Wasserverbrauch in m 3 Wasserverbrauch in m 3 /m 20 m 3 /m 2


46 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb47Bilanz der universitären Photovoltaikanlagevom 1. November 2005 bis zum31. Dezember 2008:Ertrag: 21.830 Kilowattstunden (kWh)Vermeidung von: 12 Tonnen Kohlendioxid (CO 2)Bestleistung in Lüneburg: 962 Kilowattstundenpro Kilowattpeak (kWh/kWp)Grafik: Stromverbrauch in Megawattstunden(1.000 Kilowattstunden) und in Verbrauchpro Hauptnutzfläche (kWh/m 2 )EnergieDie Strategie der Energie-Effizienz setzt sich an der Leuphana aus allen Maßnahmenzur Verringerung des Einsatzes an Strom und Wärme zusammen und konnte imBerichtszeitraum weiter verbessert werden. Hierzu zählen technische Installationen,Wartung der Technik, Optimierung des Verbrauchs durch eine effiziente Organisationsowie die Beschaffung energieeffizienter Geräte. An technischen Maßnahmen wurdenzum Beispiel der Einbau weiterer Bewegungsmelder und effizienterer Leuchten umgesetzt.Auch die organisatorischen Maßnahmen wie das Herunterfahren der Heizungsanlagenan allen Standorten an Wochenenden, Feiertagen und in der Zeit zwischenWeihnachten und Neujahr führten zu einer Verbesserung. Eine Besonderheit an derLeuphana ist die Sensibilisierung der Nutzerinnen und Nutzer im Umgang mit derwertvollen Ressource Energie. Die Maßnahmen, die auf eine Verhaltensänderung abzielenbilden einen Schwerpunkt im universitären Energiemanagement.Für eine effiziente Einsparung bedarf es einer Schwachstellenanalyse. Diese erfolgt kontinuierlichmittels der Gebäudeleittechnik (GLT), Begehungen vor Ort sowie Gesprächenmit den Nutzerinnen und Nutzern der technischen Geräte. Durch diese Bestrebungenkonnte der Stromverbrauch ( Grafik Stromverbrauch) konstant gehalten werden, obwohldie Öffnungszeiten der Bibliothek und des Rechenzentrums sowie die allgemeinenVeranstaltungszeiten verlängert wurden. Daneben haben mittlerweile fast alle Studierendeneinen Laptop, der regelmäßig am universitären Stromnetz aufgeladen wird unddas Rechenzentrum hat mehrere neue Server in Betrieb genommen.4.000 MWh3.000 MWh2.000 MWh1.000 MWh0 MWh10.000 MWh8.000 MWh6.000 MWh4.000 MWh2.000 MWh0 MWh80 kWh/m 260 kWh/m 240 kWh/m 220 kWh/m 22005 2006 2007 20080 kWh/m 2Das erfolgreiche Energiemanagement spiegelt die Kennzahl Stromverbrauch pro Hauptnutzfläche,die von 59 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr 2007 auf 56 Kilowattstundenpro Quadratmeter im Jahr 2008 gesunken ist. Der Anstieg des Wärmeverbrauchs( Grafik Wärmeverbrauch) ist dem sehr kalten Winter im Jahr 2008 geschuldet.2006 2007 2008Wärmeverbrauch in MWh Wärmeverbrauch in kWh/m 2150 kWh/m 2125 kWh/m 2100 kWh/m 275 kWh/m 250 kWh/m 20 kWh/m 2Beratung zu Stand-By-VerlustenUm die noch vorhandenen Energieeinsparpotenziale mit einfachen Maßnahmen besserauszuschöpfen, wurde eine individuelle Beratung im Arbeitsalltag angeboten. Diesefand im Winter 2008 im Büro der Beschäftigten statt und drehte sich um die energieintelligenteNutzung von Computer, Notebook und Drucker mit einfachen Strom-Einspar-Tipps.Bei Bedarf wurden schaltbare Steckdosenleisten installiert. Das Einsparpotenzialist ökologisch und ökonomisch relevant: Wenn alle Beschäftigten an derUniversität ihre Computer und Drucker über Nacht und über die Feiertage mit einerSteckdosenleiste vollständig vom Stromnetz trennen, können über 10.000 KilowattstundenStrom pro Jahr eingespart werden und damit 4.400 Kilogramm Kohlendioxidweniger in die Atmosphäre emittieren. Dieses Beispiel einer einfach realisierbarenStromeinsparung entspricht dem Verbrauch von zwei Vierpersonenhaushalten im Jahroder der Zubereitung von mehr als einer halben Million Tassen Kaffee.VerbrauchsdatenblätterFür alle Gebäude der Universität wurden zum Jahresanfang 2009 Verbrauchsdatenblättererstellt und in die Eingänge aufgehängt. Diese beinhalten den Verbrauch anGrafik: Wärmeverbrauch in Megawattstunden(1.000 Kilowattstunden) und inVerbrauch pro Hauptnutzfläche (kWh/m 2 )[temperaturbereinigte Daten auf Basis derspezifischen Gradtagszahl für Lüneburg]Beispiele für CO 2-Einsparungen:— 21 Tonnen CO 2jährlich in der Universitätsbibliothekdurch Verschieben derReinigungszeiten— 90 Tonnen CO 2durch die Kampagne„Nix verschwenden“— 76 Tonnen CO 2seit 2002 durch „Wärmeeinsparen zwischen Weihnachtenund Neujahr“— 21 Tonnen CO 2jährlich durch technischeOptimierungen in Gebäude 14


48 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb49Strom, Wärme und Wasser im Gebäude für ein Jahr sowie die Kosten. Zudem erfolgtein Vergleich zum Verbrauch im privaten Haushalt, damit die Hochschulmitglieder dieDimension abschätzen können. Diese Datenblätter sollen die Hochschulangehörigenfür den Ressourcenverbrauch im öffentlichen Raum sensibilisieren.Stromfressern im Roten Feld auf der SpurEine Einsparung von 3.500 Euro konnten die Beschäftigten am Campus Rotes Felddurch die energieintelligente Nutzung von PC, Notebook und Drucker mit einfachenStrom-Einspar-Tipps in einem Jahr erreichen. Fünf Studierende ermittelten das Einsparpotenzialund führten dann eine Kampagne zum Stromsparen am Standort durch. DieStudierenden suchten die Beschäftigten direkt an ihrem Arbeitsplatz auf und gabenihnen Tipps rund um die clevere Nutzung von PC und Notebook.PapierDurch die Einführung eines elektronischen Moduls werden Urlaubs- und Dienstreiseanträgesowie Dienstreisekosten papierlos gestellt und bearbeitet. Dieses System sollauf alle Einheiten der Universität ausgeweitet werden. Daneben konnte Papier eingespartwerden, da das Benachrichtigungsverfahren der Universitätsbibliothek vonBriefen auf E-Mails umgestellt wurde.Der Einsatz von Papier ist an der Universität ein wichtiges Medium für die Erzeugung,Vermittlung und Verbreitung von Wissen. Der Anteil an Recyclingpapier ist von 29 Prozentim Jahr 2006 auf 36 Prozent im Jahr 2008 gestiegen ( Grafik Papierverbrauch).Mobilität und VerkehrVerkehrsmittelwahlIm Sommersemester 2007 wurde eine umfangreiche Verkehrsevaluation zur Verkehrsmittelwahlunter den Hochschulangehörigen durchgeführt ( Grafiken Verkehrsmittelwahl).Danach kommen 31 Prozent der Beschäftigten und 44 Prozent der Studierendenmit dem Fahrrad zur Universität. Das Auto nutzt fast die Hälfte der Beschäftigten,aber nur sechs Prozent der Studierenden. Zum Wintersemester erfolgt eine einzigeÄnderung der Verkehrsmittelwahl, dann steigen circa 15 Prozent der Studierendenvom Fahrrad auf den Bus um. Bei den Beschäftigten zeigen sich keine Unterschiedezwischen Winter- und Sommersemester.Die CO 2-Emission durch die Mobilität der Studierenden und Beschäftigten ist sehrhoch. Dieses kann von der Leuphana durch Anreize und Motivation reduziert werden.So fand im Juli 2008 ein Aktionstag rund um das Fahrrad und die gesunde Mobilitätstatt. Die Studierenden der Selbsthilfewerkstatt KonRad verkauften Fahrrad-Ersatzteile,die Polizei codierte die Räder der Hochschulangehörigen, auf dem Fahrradsimulatorder Landesunfallkasse konnten sie ihr Reaktionsvermögen testen und derHochschulsport präsentierte sein Angebot Indoor-Cycling, welches auch Bestandteildes Bedienstetensports ist. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und derVerkehrsclub Deutschland (VCD) informierten zu Radstrecken. Zudem überreichtedie Steuerungsgruppe Gesundheitsmanagement den Beschäftigten des StandortesVolgershall ein Dienstfahrrad. Diese können jetzt schnell und gesund mit dem Radzwischen den Uni-Standorten im Stadtgebiet pendeln.Weblink 41: Auswertungen der Verkehrsumfragenaus dem Sommersemester 2007Grafik: Papierverbrauch: Anzahl derverbrauchten DIN A4 Blätter10.000.000 Bl.8.000.000 Bl.6.000.000 Bl.4.000.000 Bl.2.000.000 Bl.0 Bl.2006 2007 2008PrimärfaserpapierRecyclingpapierDie „Beschaffungsrichtlinie“ unterstütztdie Beschäftigten zur Einbindung von Umweltaspektenbei dem Einkauf von Büromaterialien.Auch bei der Einbindung vonNachhaltigkeitsaspekten in öffentlicheAusschreibungen berät die Verwaltung dieInstitute und Dezernate. Daneben stellt dieUmweltkoordination spezifische Informationenwie Anschauungsmaterial für die Büroökologieoder die Green IT zusammen.47 %zu FußFahrrad3 %16 %BusZug31 %3 %Auto19 %15 %zu FußFahrrad6 %16 %44 %Bus AutoZugGrafik (li.): Verkehrsmittelwahl derBeschäftigten im Sommersemester 2007Grafik (re.): Verkehrsmittelwahl derStudierenden im Sommersemester 2007


50 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb5131 Prozent der Beschäftigten treten bereits täglich auf dem Weg zur Arbeit in diePedale. Im Jahr 2008 stellte die Leuphana an der bundesweiten Aktion „Mit dem Radzur Arbeit“ die größte Gruppe in der Stadt Lüneburg. Ein Studierender der Leuphanakonzipierte und erstellte unter dem Motto „Viele Räder rollen zur Arbeit“ eine ansprechendeFotoausstellung, die dieses dokumentierte.1.600 t1.200 t1.290 t1.356 t 1.345 t1.262 t1.397 t1.200 t1.290 t1.329 tGrafik: CO 2-Ausstoß an der Leuphanadurch Strom und Wärme (in Tonnen)Campus und Verkehr: Problemanalyse und konzeptionelle Entwicklungsmöglichkeitenim UniversitätsumfeldDie Leuphana Universität Lüneburg befindet sich in einem Veränderungsprozess, dernicht nur mit studienstrukturellen, sondern auch mit räumlichen Umwälzungen verbundenist. Die Idee der baulichen Erweiterung auf dem eigenen Gelände, gepaartmit dem Wunsch einer Konzentration aller Lüneburger Hochschulangebote auf demCampusgelände Scharnhorststraße war im Wintersemester 2007/2008 Anlass für einProjektseminar zur Analyse der verkehrlichen Bedingungen auf dem Campusgeländeund ihrer Optimierung. Die Studierenden erarbeiteten Strategien für einen autofreienCampus und legten der Hochschulleitung den Abschlussbericht des Seminars im März2008 vor. Die Studierenden des Folgeseminars im Sommersemester 2008 erweitertenden Fokus des Campusgeländes und analysierten die verkehrlichen Bedingungen imCampusumfeld.800 t400 t0 t3.000 t2.000 t2.646 t2005 2006 20072008CO 2 Austoß Strom CO 2 Austoß Wärme2.606 t2.594 t2.617 tGrafik: CO 2-Ausstoß an der Leuphana durchStrom und Wärme (in Tonnen) unter Berücksichtigungder CO 2-Einsparung durch dieuniversitäre PhotovoltaikanlageWeblink 42: Projektberichte I undII „Campus und Verkehr“Treibhausgasemissionen der LeuphanaDie spezifische CO 2-Emission pro erzeugter Kilowattstunde Strom betrug an allen vierStandorten 413 g/kWh im Jahr 2007 und 386 g/kWh im Jahr 2008 ( Grafiken CO 2-Ausstoß, S. 51).1.000 t0 t20052006 2007 2008Tabelle: Spezifische CO 2-Emission proerzeugter Kilowattstunde WärmeenergieCampus, Blockheizkraftwerk:Volgershall, Gas-Heizung:Rotes Feld, Öl-Heizung:Suderburg, Fernwärme:116 g/kWh249 g/kWh303 g/kWh116 g/kWh


Tu-was-Postkarten-Aktion 200952 Die Leuphana verbessert Ihren Betrieb53tu wasBeIm esseNtu wasam scHreIBtIscHgut essen und fair einkaufenDie Mensa auf dem Campus Scharnhorststraße bietet Neulandfleisch, FairtradeKaffee und während des Semesters Bioessen an. In den Cafés Ventuno und NEUNgibt es ebenfalls nachhaltiges Essen.Die Zapfstellen im Hörsaal- und im Mensagang spenden gesundes LüneburgerWasser. Hier können Sie Ihre Trinkflasche für den Tag wieder auffüllen.recyclen und doppelt bedruckenRecyclingpapier schont Wasser und Energie und eignet sich bestens für doppelseitigesBedrucken.Umweltfreundliche Büroartikel gibt es bei AStA-Copy und CampusCopy.CO 2-Emissionen aus Pendel-VerkehrDer Pendelverkehr der Hochschulangehörigen verursacht einen hohen CO 2-Ausstoß( Grafik CO 2-Emission aus Pendelverkehr). Der Anteil der Studierenden im Vergleichzu den Beschäftigten liegt dabei absolut höher. Jedoch emittieren die Studierendennur 0,3 Tonnen CO 2pro Kopf, während die Beschäftigten mit 0,8 Tonnen pro Kopf fastdas Dreifache bewirken.Die indirekte CO 2-Emission aus dem Pendelverkehr beträgt im Vergleich zum Energieverbrauchmehr als das Doppelte ( Grafik CO 2-Emission aus Energie und Verkehr).0901_tuwas-postkarten.indd 323.02.2009 10:35:48 0901_tuwas-postkarten.indd Uhr523.02.2009 10:35:48 Uhr2.500 t2.000 t1397 t 1.200 tGrafik (li.): CO 2-Emissionen ausPendelverkehr (in Tonnen) 2007Grafik (re.): CO 2-Emissionen aus1.500 tEnergie und Verkehr 20071.000 ttu wasam computertu wasIm semINarraum500 t3.694 tzzZ zzZZzzzZZ ZZzzz...0 tAuto Zug BusStudierende BeschäftigteVerkehrWärmeStromsparen und trennenAuch der Computer braucht Pausen – und der Bildschirmschoner gönnt ihm keine.Um Geld, Strom und C0 2 zu sparen, einfach die Energiesparfunktion einstellen, denComputer an eine schaltbare Steckdosenleiste anschließen und ihn in der Mittagspauseoder am Ende des Arbeitstages vollständig vom Stromnetz trennen.öffnen und runterschaltenFünf Minuten Stoßlüften während des Seminars schaffen ein gesundes Klima zumArbeiten und Denken.Fenster weit öffnen und die Thermostate dabei auf null drehen.0901_tuwas-postkarten.indd 123.02.2009 10:35:48 0901_tuwas-postkarten.indd Uhr223.02.2009 10:35:48 Uhr


54DIE LEUPHANA GESTALTET ZUKUNFTIhren Beitrag zur Zukunftsgestaltung derGesellschaft zeigt die Leuphana vielfältig:Auf dem Dies Academicus wurde Prof. Dr.Michelsen aus der Nachhaltigkeitsinititativefür die erfolgreichste Finanzierung von Forschungsprojektenin 2008 ausgezeichnet. DieAbsolventen des MBA Sustainement feiernihren erfolgreichen Abschluss und Studierendeentwickeln an der Leuphana Kompetenzenfür verantwortliches Handeln.Mit innovativer Forschung, Wissenstransfer und der Förderung von Gründungsinitiativenmöchte die Leuphana aktiv an der gesellschaftlichen Zukunftsgestaltungmitwirken. Daneben strebt die Universität an, Kompetenzen für ein nachhaltigesHandeln ihrer Hochschulmitglieder – Studierende wie Beschäftigte – zu fördern. DerGRI-Indikatorenkatalog greift diese Aspekte nicht auf, daher erfolgt eine Übersichtdes spezifischen Beitrags zur Umsetzung von Nachhaltigkeit der Universität anhandfolgender Bereiche•••Inter- und transdisziplinäre ForschungDie Leuphana Professional School setzt Lebenslanges Lernen für die Zukunft umKompetenzentwicklung für verantwortliches HandelnInter- und transdisziplinäre ForschungZentrale Fragen der Zivilgesellschaft stellt die Leuphana Universität Lüneburg in ihremStreben nach wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn und exzellenten Forschungsleistungenin den Mittelpunkt. Rund 160 Professorinnen und Professoren und knapp 500Mitarbeitende in Wissenschaft und Verwaltung sowie zahlreiche Lehrbeauftragte ausder Praxis engagieren sich hier. Die interdisziplinäre Forschungsausrichtung sowiedie intensive Interaktion zwischen Forschung und Praxis bilden wesentliche Merkmaleder Forschung an der Leuphana.Weblink 43: Nachhaltigkeitsforschung


Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur nachhaltigen Entwicklung mit Beginn in den Jahren 2007 und 2008(Auswahl)57Projekt Laufzeit Projektleitendes Institut DrittmittelgeberNachhaltiges Management von Wasser und Abwasser inurbanen Wachstumszentren unter Bewältigung des Klimawandels.Konzepte für Lima Metropolitana (Peru);Weblink 44: Lima-WaterNaturschutz und Regionalentwicklung in Bulgarien undRumänienModellhafte Umsetzung eines weitgehend autarken EnergieundStoffkreislaufmanagements bei der Behandlung vonSpülwasser und Gemüseresten in der Lebensmittelindustrieam Beispiel eines gemüseverarbeitenden BetriebesÖkologische Ökonomik: Modellierung und konzeptionelleFundierung am Beispiel von Beweidung in semiaridenGebietenAccounting Information and Accounting Function in SustainabilityManagementNaturschutzmanagement in Heidelandschaften. Entwicklungeines Managementmodells für Kulturlandschaften mitbesonderer Berücksichtigung von Natura 2000 RegionenMaterialeffizienz und Ressourcenschonung: Unterstützungdes umweltpolitischen Schwerpunkts durch Untersuchungvon Stoffströmen, Branchen, Bedürfnisfeldern sowie Entwicklungvon Strategien und InstrumentenGINE – Globalität und Interkulturalität als integraleBestandteile beruflicher Bildung für eine nachhaltigeEntwicklung; Weblink 45: GINEBildung für nachhaltige Entwicklung in KindergärtenWeblink 46: LeuchtpolZukunftscamp FUTURE NOWWeblink 47: Zukunftscamp FUTURE NOWAwareness raising of Europeans on issues of sustainabilityin semi-pastoral societies of developing countries: the caseof Karimojong/Pokot people in North-Eastern UgandaIndividual plant growth and plant demography as a functionof species richness and compositionSchutz von Buchenwäldern in einem System von Prozessschutzgebieten1.6.2008 –31.5.20131.1.2008 –31.12.201029.3.2008 –29.3.20101.4.2007 –31.3.20091.9.2008 –28.2.20101.5.2008 –31.1.20091.1.2008 –31.12.20101.12.2006 –31.11.20071.12.2008 –31.12.20121.3.2007 –31.12.20081.12.2007–31.4.20091.3.2008 –28.2.20111.08.2008 –31.12.2010Bauingenieurwesen,Wasserwirtschaft undUmwelttechnikBauingenieurwesen,Wasserwirtschaft undUmwelttechnikBauingenieurwesen,Wasserwirtschaft undUmwelttechnikCentre for SustainabilityManagementCentre for SustainabilityManagementCentre for SustainabilityManagementCentre for SustainabilityManagementInstitut für BetriebswirtschaftslehreInstitut für integrativeStudienInstitut für integrativeStudienInstitut für Kulturtheorie,Kulturforschung undKünsteInstitut für Ökologie undUmweltchemieInstitut für Ökologie undUmweltchemieBundesministeriumfür Bildung undForschungDeutsche BundesstiftungUmweltDeutsche BundesstiftungUmweltVolkswagen StiftungInstitute of CharteredAccountants of Englandand WalesBundesministeriumfür Bildung undForschungBundesumweltministerium/UmweltbundesamtBundesministeriumfür Bildung undForschungGesellschaft zur Förderungvon Umweltbildungim ElementarbereichGmbHDGB BildungswerkEuropäische Union:EuropeAidDeutsche ForschungsgemeinschaftBundesamt für NaturschutzProjekt Laufzeit Projektleitendes Institut DrittmittelgeberLandesinitiative Bildung-Gesundheit-EntwicklungWeblink 48: Bildung-Gesundheit-EntwicklungBeitrag von Bildungsinstitutionen zur Förderung nachhaltigenKonsums bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen;Weblink 49: KonsumkulturVeränderliches Küstenklima – Evaluierung von Anpassungsstrategienim Küstenschutz, Teilprojekt Perzeptionund KooperationBildung für nachhaltige Entwicklung in außerschulischenEinrichtungenGeoinformatiker auf neuem Terrain. Entwicklungeines Studienprogramms ’Umweltkommunikation undNaturschutz’ für Studierende der Geoinformatik an derTechnischen Universität PragIndikatoren einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.Eine transdisziplinäre Studie zum Transfer von Bildungsindikatorenin Deutschland, Österreich und der SchweizEvaluation von Maßnahmen des Nationalen Aktionsplansund ausgezeichneten Dekadeprojekten im Rahmen der UN-Dekade Bildung für nachhaltige EntwicklungVirtual Campus for a Sustainable EuropeWeblink 50: VCSE1.12.2007 -30.11.20091.6.2008 –31.5.20111.03.2009 –29.2.201226.5.2008 –25.11.20101.1.2008 –31.12.20101.4.2008 –28.2.20101.9.2007 –31.1.20101.2.2007 –31.1.2009Strategic Alliance of Integrated Water Management Actions 17.3.2008 –31.12.2011Nachnutzung von Altablagerungen an der Peripherie einesstädtischen Raumes am Beispiel der Fulgurit-Asbestschlammhaldein Wunstorf, Region Hannover; WissenschaftlicheBegleitforschung, PlanungshilfePolitiken der Naturgestaltung. Ländliche Entwicklung undGrüne Gentechnik zwischen Kritik und VisionE-FloCon – Modernes effektives und effizientes Energiefluss-Kosten-Controllingim MittelstandWeblink 51: E-FloCon1.8.2007 –31.7.20091.8.2008 –30.4.20091.7.2007 –30.6.2008Rechtliche Konzepte für eine effizientere Energienutzung 1.12.2006 –30.9.2007Verschlankung des Naturschutzrechts 1.3.2007 –15.9.2007Institut für PsychologieInstitut für UmweltkommunikationInstitut für UmweltkommunikationInstitut für UmweltkommunikationInstitut für UmweltkommunikationInstitut für UmweltkommunikationInstitut für UmweltkommunikationInstitut für UmweltkommunikationInstitut für UmweltstrategienInstitut für UmweltstrategienInstitut für UmweltstrategienLabor Prozessmesstechnikund intelligenteSystemeProfessur für ÖffentlichesRechtProfessur für ÖffentlichesRechtAOK NiedersachsenBundesministeriumfür Bildung undForschungNiedersächsischesMinisterium für Wissenschaftund KulturDeutsche BundesstiftungUmweltDeutsche BundesstiftungUmweltBundesministeriumfür Bildung undForschungBundesministeriumfür Bildung undForschungEuropäische Union:Programm „e-learning“Europäische Union:Interreg IV B, NordseeprogrammBundesministeriumfür Bildung undForschung, REFINA-ProgrammBundesministeriumfür Bildung undForschungStiftung IndustrieforschungUmweltbundesamtDeutsche Bahn AG


58 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana gestaltet Zukunft59Weblink 52: UNESCO Lehrstuhl an der LeuphanaWeblink 53: Dekade "Bildung für eine nachhaltigeEntwicklung“Selbstverständlich ist die Leuphana Universität als Wegbereiter bei der Nachhaltigkeitauch in Forschung und Entwicklung in vielfältiger Weise mit nachhaltigkeitsrelevantenwissenschaftlichen Fragestellungen befasst. Ein eigener BereichNachhaltigkeitsforschung beschäftigt sich interdisziplinär sowohl mit der Nachhaltigkeitund dem Nachhaltigkeitsdiskurs als solchem wie auch mit Teilaspektenaus den Bereichen Wirtschaft, Ökologie und Soziales in seinen vielfältigen gegenseitigenAbhängigkeiten und Variationen. Das Projekt- und Forschungsportfolio reichtvon Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz über Ökologie und Umweltchemie,nachhaltige Gebäudeenergiesysteme, Environmental Informatics, Industrial Ecologyund Umweltkommunikation, nachhaltige Hochschule und Genderforschung hin zuCorporate Responsibility, Sustainable Entrepreneurship und dem Business-Case forSustainability.Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten NationenDie Vereinten Nationen haben von 2005 bis 2014 weltweit die Dekade „Bildung fürnachhaltige Entwicklung“ ausgerufen. Ziel ist es, allen Menschen Bildungschancenzu eröffnen, die es ihnen ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltenweisenund Lebensstile zu entwickeln, die für eine lebenswerte Zukunft undeine positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind.Im Herbst 2005 wurde die führende Rolle der Leuphana Universität Lüneburg im Bereichvon Hochschulbildung und nachhaltiger Entwicklung mit der Zuerkennung desUNESCO-Chairs „Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung“ an das Institut fürUmweltkommunikation (INFU) gewürdigt. Mit nunmehr neun anerkannten Dekade-Projekten ist die Leuphana die erfolgreichste Hochschule Deutschlands auf diesemGebiet. Folgende vier Projekte wurden seit 2007 im Rahmen dieser Dekade an derLeuphana Universität Lüneburg ausgezeichnet.Machbarkeitsstudie zu einer Qualifizierungsoffensive Umweltbildung in WildparksZusammen mit dem Deutschen Wildgehege Verband und der Deutschen Wildtierstiftungwurde im Rahmen dieses Projektes im ersten Schritt die Situation von Wildparks hinsichtlichder Umweltbildung erfasst. Darauf aufbauend sollen Entwicklungspotentialebestimmt und Grundlagen zur Leistungsverbesserung geschaffen werden. Da der Stellenwertvon Wildparks in der Umweltbildung zunimmt, sollen auf diesem Weg langfristigein Zertifizierungsverfahren entwickelt und die Qualität der Umweltbildung verbessertwerden.Zukunftscamp FUTURE NOWDrei Wochen lebten 60 gleichaltrige Jugendliche zusammen und arbeiteten eigenverantwortlichin unterschiedlichen Projekten mit nachhaltigkeitsrelevanter Themenstellung– Teamfähigkeit, Kreativität und Zuverlässigkeit waren dabei unerlässlich.Jugendliche, die durch ihre Schulbiografie oder ihre soziale Lage Schwierigkeitenhaben, alleine über ihre private und berufliche Zukunft nachzudenken, wurden durchdie Erfahrung im „Zukunftscamp FUTURE NOW“ unterstützt, ihre Zukunft selber indie Hand zu nehmen. Diese Maßnahmen wurden im Rahmen des Kooperationsprojektszwischen dem Institut für kooperative Studien der Universität Lüneburg und demdeutschen Gewerkschaftsbund ermöglicht.ELAN III – Einführung in die NachhaltigkeitIm Rahmen dieses Projektes wurde ein E-Learning-Modul entwickelt, um orts- undzeitunabhängig Grundfragen nachhaltiger Entwicklung zu erlernen. Dieses Instrumentermöglicht durch die Verbindung von Onlinepräsenz- und Selbstlernzeit die Diskussionund Reflexion über nachhaltige Entwicklung. Das Modul soll einerseits als komplettübernehmbares Produkt konzipiert werden, andererseits aber auch den jeweils fachspezifischenHintergrund einer Disziplin aufnehmen können. Langfristig soll auf diesemWeg nachhaltige Entwicklung einfacher in die Lehre integriert werden.Kita – Die ZukunftsgestalterDas Projekt Kita21 hat das Ziel, in Kindertageseinrichtungen lebendige Bildungsprojektezur nachhaltigen Entwicklung zu initiieren und zu verstetigen. Hierzu bietetKita21 Hilfestellungen und das notwendige Rüstzeug. Im Rahmen von zwei Grundlagenworkshopserarbeiten die Teilnehmer Kriterien und lernen Praxisbeispiele kennen.Ein Projektplanungsworkshop bietet die Möglichkeit, Ideen für eigene Bildungsprojektevorzustellen und gemeinsam mit den Teilnehmern weiter zu entwickeln.Flankierend zur Umsetzung der Bildungsprojekte in den Einrichtungen bietet die UmweltstiftungSave Our Future (S.O.F.) eine individuelle Beratung an. Zudem besteht fürdie Kitas die Möglichkeit, Fördermittel für die Umsetzung des eigenen Bildungsprojektszu beantragen. Parallel zur Umsetzung der Bildungsprojekte in den Kitas wird imVerlauf des Modellprojekts ein Auszeichnungsverfahren entwickelt.Deutschland – Land der IdeenDie Leuphana Universität Lüneburg gehörte im Jahr 2008 einmal und im Jahr 2009zweimal zu den Siegern im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“.Weblink 54: Zukunftscamp FUTURE NOWWeblink 55: ELAN III – Einführung in dieNachhaltigkeitWeblink 56: Kita – Die ZukunftsgestalterWeblink 57: Land der Ideen


60 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana gestaltet Zukunft61Weblink 58: KUNTIKUMMit dem Forschungsprojekt „Klimatrends und nachhaltige Tourismusentwicklung inKüsten- und Mittelgebirgsregionen (KUNTIKUM)“ wurde Prof. Dr. Heinrichs 2008 ausgezeichnet.Der Klimawandel führt dazu, dass die Meeresspiegel steigen und sichSchnee- und Eiszonen verschieben. Er ist damit ein wichtiger, aber längst nicht dereinzige Einflussfaktor für die Tourismusentwicklung. Risiken und Chancen für dieZukunft von Regionen mit hohem touristischem Potenzial ergeben sich auch aus denFolgen von demografischen Veränderungen, einer generellen Neuorientierung derZielgruppen und aus gewachsener Erfahrung der Reisenden selbst. Entscheidungsträgerinnenund -träger im Tourismus müssen sowohl Aspekte des Klimawandels alsauch Veränderungen in den sozialen Strukturen in ihre Planungen mit einbeziehen.KUNTIKUM entwickelt mit Wissenschaft und Wirtschaft innovative Tourismusangebotefür den Urlaub, die am veränderten Klima der Zukunft ausgerichtet, wetterunabhängigund trotzdem attraktiv sind. Am Beispiel von Nordseeküste und Schwarzwalderarbeiten die Forscherinnen und Forscher Konzepte darüber, wie sich die touristischeInfrastruktur sinnvoll an das Klima von morgen anpassen lässt. Beispielweise könntendie Möglichkeiten für Hallensport erweitert.Das Lunatic Festival wurde als Ort im Land der Ideen ausgewählt, weil es von denstudentischen Organisatoren besonders umweltfreundlich gestaltet wird. Neben demZiel, den Festivalgästen hochkarätige Bands präsentieren zu können, stellen sich dielunatic-Organisatoren einer weiteren Herausforderung: Das Thema Nachhaltigkeit erhältin ihrer Eventplanung einen zentralen Platz. In Zusammenarbeit mit LüneburgerUmweltwissenschaftlern wurde ein Konzept erarbeitet, um das Festival so klimaverträglichwie möglich zu gestalten.Ziel der Initiative „365 Orte im Land der Ideen“, die unter der Schirmherrschaft vonBundespräsident Horst Köhler steht, ist, die Stärke des Standortes Deutschland zubetonen und wesentliche Eigenschaften der Deutschen widerzuspiegeln: Einfallsreichtum,schöpferische Leidenschaft und visionäres Denken. Die Initiative, die vonder Bundesregierung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowieführenden Unternehmen getragen wird, wählt für jeden Tag des Jahres einen solchenOrt aus.Weblink 60: Lunatic FestivalWeblink 59: SommerakademieDie von Prof. Dr. Kurt Czerwenka ins Leben gerufene und konzipierte Leuphana Sommerakademiewurde im Jahr 2009 als „Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet. Die Sommerakademiewill Selbstvertrauen, Auftreten und Motivation für den Einstieg in dieArbeitswelt bei den Jugendlichen stärken. Schülerinnen und Schüler mit niedrigenAbschlüssen befinden sich im Nachteil, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind gering.Dieses Problems nimmt sich die Leuphana Sommerakademie an. Trainer, Sozialpädagogen,Studierende, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wollen den jungenMenschen bessere Zukunftschancen eröffnen. Auf einem Sommercamp in den Ferienlegen die Veranstalter des Pilotprojekts den Grundstein, um die Schülerinnen undSchüler fit für den Beruf zu machen: Bewerbungs- und Gesprächstrainings, dazuKreativitätsworkshops sowie Aufbaukurse in Mathe, Deutsch und Englisch.Das Programm zeichnet sich dabei durch seine nachhaltige Betreuung aus. Eineeinjährige Nachbetreuung während des letzten Schuljahrs vertieft das in der AkademieGelernte. Studierende begleiten die Schüler und Schülerinnen zu Bewerbungsgesprächenoder Informationsterminen. Mit diesen Maßnahmen werden denJugendlichen wichtige Impulse für den erfolgreichen Übergang von der Schule in dieArbeitswelt ebenso wie für eine selbst bestimmte Zukunft gegeben. Die LeuphanaSommerakademie konnte dank der maßgeblichen Förderung durch die Bundesagenturfür Arbeit im Jahr 2007 ins Leben gerufen werden.Wissenstransfer, Praxiskooperationen und wissenschaftlicheWeiterbildungDie Leuphana ist die erste deutsche Universität, die das Lebenslange Lernen durchberufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung und Wissenstransfer als profilbildendenBereich aufgestellt hat: Die zentrale Hochschuleinheit für wissenschaftlicheWeiterbildung und Wissenstransfer – die Leuphana Professional School – setzt transdisziplinäresund lebenslanges Lernen konsequent in maßgeschneiderte Weiterbildungs-und Wissenstransferangebote um.Berufsbegleitende wissenschaftliche WeiterbildungDie wissenschaftliche Weiterbildung der Professional School richtet sich an Berufstätige,die sich weiter qualifizieren wollen, von Berufseinsteigerinnen und -einsteigernbis hin zu Führungskräften. Diese reflektieren ihr Wissen, ihre Kompetenzen undentscheiden sich ganz bewusst für eine bestimmte Qualifizierung. Ansätze des LebenslangenLernens werden realisiert – von der einzelnen Seminarveranstaltung bishin zum kompletten Master-Studiengang. Alle Studiengänge wurden von der internationaltätigen Akkreditierungsagentur FIBAA (Foundation for International BusinessAdministration Accreditation) 2008 akkreditiert.Weblink 61: Professional SchoolWeblink 62: MBA Sustainability ManagementMaster-Studiengänge:— MBA Sustainability Management— MBA Performance Management— MBA Manufacturing Management— MPH Prävention und Gesundheitsförderung— MSM Sozialmanagement— MBA Strategic Management


62 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana gestaltet Zukunft63Weblink 63: Modellprojekt Offene HochschuleForschungsprojekt „Modellvorhaben Offene Hochschule“Die Grundidee des Lebenslangen Lernens als gesellschaftliche Aufgabe verlangteine bessere Verzahnung und Integration von verschiedenen Bildungswegen. DasModellvorhaben Offene Hochschule an der Leuphana Universität Lüneburg wird von2008 bis 2013 mit Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert und in Kooperationmit dem Niedersächsischen Bund für freie Erwachsenenbildung (nbeb) e.V. durchgeführt.Es ist als unabhängiges Forschungsprojekt konzipiert, das im Institut fürQualitätsentwicklung durchgeführt wird und an die Leuphana Professional Schoolangeschlossen ist – diese stellt als institutionalisierte Weiterbildungseinheit derHochschule ein ideales praktisches Untersuchungsfeld für das Modellprojekt dar.Wissenstransfer und strategische PartnerschaftenDie Leuphana Professional School versteht sich entsprechend ihres besonderen praxisorientiertenKompetenzprofils als Dialogpartner der Unternehmen und öffentlichen Einrichtungensowie als ein leistungsfähiger Kooperationspartner für praxisnahe Projektvorhaben.Sie bedient die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, um die Regiondurch eine innovative Verzahnung zu unterstützen und im Wettbewerb zu stärken.Dabei werden im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers relevante Fragestellungenaus Wirtschaft, Technik und Verwaltung, aber auch aus dem sozialen, kulturellenund ökologischen Bereich aufgegriffen und eigene Innovationsprojekte mitden entsprechenden Partnern initiiert.„Transfer ist keine Einbahnstraße – Transferbraucht Partner, die sich gegenseitig respektierenund wertschätzen, damit Innovationentstehen kann. Unsere Kooperation gründetauf dem gemeinsamen Wunsch, voneinander zulernen – zum Nutzen aller, die sich in Wissenschaftund Praxis für die Weiterentwicklungdes professionellen Handelns im Dienste desMenschen engagieren.“ (Rainer Brückers, Vorstandsvorsitzenderdes AWO Bundesverbandes)Das Modellprojekt Offene Hochschule untersucht die Möglichkeiten des alternativenund qualitätsgesicherten Hochschulzugangs auf Basis von wissenschaftlichenKompetenz-Messmodellen. Daneben entwickelt es methodisch gesicherteAnrechnungsmodelle zur Feststellung der Gleichwertigkeit der anzurechnendenKompetenzen nach ihrem Leistungsniveau. Ein drittes Handlungsfeld ist in diesemForschungsprojekt die Evaluation der gemeinsamen Entwicklung und die Lernerfolgevon bereichsübergreifenden Weiterbildungsformaten mit anderen Bildungsanbietern.Die Professional School folgt den Empfehlungen des Wissenschaftsrats bzw. des Stifterverbandszur Interaktion von Wissenschaft und Wirtschaft – und unterstützt alswesentliches Element der Schnittstellengestaltung die Etablierung mittel- bis langfristigerstrategischer Partnerschaften mit Praxispartnern. Dauerhafte strategischePartnerschaften und Allianzen, die über rein projektorientierte Zusammenarbeithinausgehen, sollen den wechselseitigen Wissensaustausch zwischen Hochschulenund Praxis intensivieren.Weblink 64: Quartäre Bildung II„Quartäre Bildung funktioniert nicht alszufälliges Nebenprodukt von Forschung undgrundständiger Lehre. Wenn sie aber zureigenständigen Kernaufgabe der Hochschuleerhoben und konsequent an den Bedürfnissender Nachfrager ausgerichtet wird, dann könnenHochschulen für Unternehmen künftig interessanteund verlässliche Partner am Weiterbildungsmarktsein.“ (Dr. Volker Meyer-Guckel,stellvertretender Generalsekretär und Mitgliedder Geschäftsleitung des Stifterverbandes für dieDeutsche Wissenschaft e.V., Mitglied im Beiratdes Forschungsprogramms Quartäre Bildung)Qualitätsmanagement und Professionalisierung in der quartären BildungDie Professional School und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bildenfür die kommenden zwei Jahre eine strategische Partnerschaft zum Thema QuartäreBildung. In diesem Projekt „Quartäre Bildung II“ wird an der modellhaften Umsetzungvon Lösungsansätzen für Qualität und Transparenz in der Quartären Bildung sowieim Wissenstransfer geforscht sowie Handlungsempfehlungen für die Bildungspolitikerarbeitet.Das Projekt „Quartäre Bildung II“ hat zum Ziel, übertragbare Lösungsansätze fürdie Qualitätssicherung und Transparenz in der wissenschaftlichen Weiterbildung zuetablieren und diese aus den Perspektiven der Anbieter, der Teilnehmenden und derUnternehmen zu analysieren. Dazu sollen Kriterien professioneller Weiterbildung definiertund Richtlinien für eine effiziente Qualitätssicherung erarbeitet, die Maximierungdes Lerntransfers in der Weiterbildung untersucht und konkrete Richtlinien zurBewertung von Weiterbildungsangeboten für Unternehmen entwickelt werden.Eine neue Qualität des nachhaltigen Wissenstransfers stellen die Transferzentren derLeuphana Universität Lüneburg dar. Transferzentren tragen maßgeblich zur Institutionalisierungund Professionalisierung der strategischen Partnerschaften und Praxiskooperationenan der Leuphana Universität Lüneburg bei.Mit der Gründung des Transferzentrums für Sozialwirtschaft wurde 2008 die Möglichkeitgeschaffen, langfristig strategische Praxiskooperationen unter anderem mit demArbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. in der Professional School zu institutionalisieren.Das Transferzentrum hat eine konstruktive Dialogstruktur zwischen Forschungund Praxis etabliert und konnte sich in seinem Gründungsjahr erfolgreich strategischausrichten. Es wurden die Grundsteine für alle maßgeblichen Zielsetzungen (Weiterbildung,gemeinsame Forschung und Wissenstransfer) gelegt.


64 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana gestaltet Zukunft65Kompetenzentwicklung für verantwortliches HandelnDas Studium im Leuphana Bachelor setzt auf interdisziplinäre und problemlösungsorientierteLernzusammenhänge. Die Leitidee ist, den Studierenden zu befähigen, alsGeneralist agieren zu können, der seine Handlungskompetenz aus theoretischen wiepraktischen Erfahrungen in Spezialgebieten gewonnen hat.Das erste Semester, das Leuphana Semester, absolvieren alle Studierenden zusammen– und zwar unabhängig von ihrem jeweiligen fachlichen Schwerpunkt. Die Einführungin die Inhalte und Methoden verschiedener Fachgebiete ist der Einstieg in die akademischeGemeinschaft: Sie erlernen die Grundlagen wissenschaftlichen Denkens undArbeitens. Höhepunkt und Abschluss des Leuphana Semesters ist eine wissenschaftlicheKonferenz zur Nachhaltigkeit, die von den Studierenden organisiert und durchgeführtwird – im Rahmen des Moduls „Wissenschaft trägt Verantwortung“.Das Komplementärstudium ist ein verpflichtender Bestandteil des Leuphana Bachelors.So können sich die Studierenden mit fremden wissenschaftlichen Denkweisenauseinandersetzen und sich kritisch damit beschäftigen, wie in anderen DisziplinenFragen gestellt und Antworten gewonnen werden. Im Komplementärstudium erhaltendie Studierenden einen globalen und vielschichtigen Blick auf fachübergreifendeThemengebiete. Das Thema Gender & Diversity zieht sich quer durch alle Module desKomplementärstudiums und eignet sich zur übergreifenden Schwerpunktbildung.In vielen Lehrveranstaltungen aller Fakultäten an der Leuphana ist Nachhaltige Entwicklungintegriert und im Major Umweltwissenschaften sowie im Minor Nachhaltige Entwicklungsteht das Thema im Zentrum der Lehre ( Grafik Anzahl der Lehrveranstaltungen,S.66). Lernen findet ebenso außerhalb der Lehrveranstaltungen statt, zum Beispiel aufKonferenzen, kulturellen Veranstaltungen sowie im Erfahrungsraum der Universität.Persönlichkeitsbildung und Fachwissen für NachhaltigkeitBeispielseminareNachhaltige Entwicklung zieht sich als Thema durch das gesamte Studium an derLeuphana. Beispielhaft sollen kurz zwei Seminare aus dem Berichtszeitraum vorgestelltwerden.Seminar: Kommunikationsstrategie für eine nachhaltige Entwicklung in LüneburgDieses bisher einzigartige zweisemestrige Praxisseminar entstand durch eine Anregungdes Nachhaltigkeits-Rates Lüneburg und wurde vom Institut für Umweltkom-munikation der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt. In enger Zusammenarbeitmit Unternehmen, Institutionen, Verbänden und Einzelpersonen aus der StadtLüneburg haben rund 40 Studierende aufbauend auf einer zunächst durchgeführtenBestandsaufnahme eindrucksvolle Konzepte und konkrete Projekte zur Bewusstseinsbildungsowie zur Förderung von nachhaltigem Verhalten entwickelt und teilweisepraktisch umgesetzt. Schwerpunkte lagen in den Bereichen Energie, Bauen undWohnen, Konsum und Ernährung, Mobilität sowie Naturschutz.Die gewonnenen Einsichten und erzielten Ergebnisse sowie weitergehende Empfehlungendokumentierten die Studierenden und überreichten den Projektbericht „Kommunikationsstrategiefür eine nachhaltige Entwicklung in Lüneburg“ in einer feierlichenVeranstaltung im Rathaus der Hansestadt Lüneburg am 14. April 2008 demOberbürgermeister Ulrich Mädge sowie dem Nachhaltigkeits-Rat Lüneburg.Seminar: Energieszenario für den Landkreis LüneburgStudierende der Leuphana präsentierten am 11. November 2008 unter dem Titel „EnergieautarkerLandkreis Lüneburg“ eine Posterausstellung zur Frage, wie der Landkreis Lüneburgseinen Energiebedarf selbständig zu 100 Prozent über erneuerbare Energiendecken kann. Aus dieser Quelle stammen bislang nur rund 13 Prozent der im Landkreisverbrauchten Energie. 30 Studierende der Umweltwissenschaften an der Leuphana UniversitätLüneburg haben ein Zukunftsszenario entwickelt, in dem der Landkreis seineEnergie selbst erzeugt und dabei unabhängig von fossilen und atomaren Energieträgernist. Ihre Ergebnisse haben sie auf Postern zusammengestellt und dem Umweltausschusssowie dem Wirtschaftsausschuss des Lüneburger Kreistags präsentiert.Die Poster der Studierenden widmen sich einzelnen Technologien wie der Solarenergieund der Kraft-Wärme-Kopplung sowie verschiedenen Möglichkeiten zur Energieeinsparung.Die Ausstellung machte deutlich, dass ein energieautarker LandkreisLüneburg erst durch ein Zusammenspiel verschiedener Technologien und Energiesparmaßnahmenmöglich wird.Entstanden sind die Poster unter der Anleitung von Prof. Dr. Wolfgang Ruck vom Institutfür Ökologie und Umweltchemie der Leuphana Universität Lüneburg. Er hatteim Sommersemester 2007 das Seminar „Regenerative Energien“ angeboten, aus demdie Ausstellung hervorgegangen ist. In diesem Seminar war viel Eigeninitiative gefordert:Vom Entwurf der Texte über die Gestaltung der Poster bis hin zur Ausstellungspräsentation– alles wurde von den Studierenden selbst organisiert.Weblink 65: Posterausstellung „EnergieautarkerLandkreis Lüneburg“


66 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Die Leuphana gestaltet Zukunft67Grafik: Anzahl der Lehrveranstaltungen mitinhaltlichem Bezug zum Thema NachhaltigkeitWeblink 66: Aktuelle Lehrveranstaltungenmit NachhaltigkeitsbezugMinor Umweltprojektstudium 4 5Betriebswirtschaftslehre – Business Administration (B.A.) 1 4 1 4Lehramt an Berufsbildenden Schulen (Staatsexamen) 1 6 4Lehramt Grund-, Haupt- und Realschulen (Staatsexamen) 1 7 5Lehren und Lernen (B.A.) 1 5 8Sustainability Sciences (M.Sc.) 2 6 2 8Komplementärstudium 813Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Uni Diplom) 2 11 2 7Betriebswirtschaftslehre (Uni Diplom) 2 8 2 10Major Umweltwissenschaften 3 7 4 9Umweltwissenschaften (B.Sc.) 3 11 1 9Angewandte Kulturwissenschaften (B.A.) 2 14 2 9mit einer anderen Mädchengruppe erprobt und die Maschinenhalle experimentell entdeckt.Die Jungen haben Einblick in das Studienfeld Grundschullehramt und in dasArbeitsfeld eines Bibliothekars erhalten.Internationale Konferenz über nachhaltige Entwicklung in AfrikaStudierende unterschiedlicher Fachrichtungen der Leuphana Universität Lüneburgorganisierten unter der Leitung des Instituts für Kulturtheorie, Kulturforschung undKünste (IKKK) die Konferenz zum Thema „Europäisches Bewusstsein von Nachhaltigkeitin Afrika? Zur Situation der Hirtenvölker“. Die zweitägige Konferenz wurdeam 24. Oktober 2008 von Rebecca Harms, Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünenim Europäischen Parlament, eröffnet. Zur Konferenz kamen 140 Gäste aus Afrika,Kanada und Europa. Die Kernthemen waren die Zukunft des Nomadentums in Afrikaund Europa, Perspektiven der Jugend in Karamoja und Ansätze für nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit.Weblink 67: Nachhaltige Entwicklung in Afrika,KonferenzUmweltwissenschaften (Uni Diplom) 6 23 2 12Leuphana Semester 3 41Vorlesungen WiSe 2008/09 Vorlesungen SoSe 2009Seminare WiSe 2008/09 Seminare SoSe 2009Konferenzen, Vorträge und WorkshopsDie Leuphana Universität Lüneburg ist ein Ort für eine Vielzahl an Konferenzen,Tagungen, Vorträgen, Workshops und Ausstellungen mit direktem Nachhaltigkeitsbezug.Diese richten sich an die Hochschulmitglieder und an externe Interessierte undgeladene Gäste. Im Folgenden werden einige dieser Veranstaltungen dargestellt.Zukunftstag80 Mädchen und Jungen erkunden jedes Jahr im April am Zukunftstag die Leuphana.Am Zukunftstag können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 vonallgemeinbildenden Schulen teilnehmen. Mädchen erhalten einen Eindruck in Bereicheder Technik und Naturwissenschaft, Jungen in den Sozial- und Lehramtsbereich.Die Mädchen werden an der Leuphana zu Stationen wie dem Medienzentrum,dem Chemielabor, der Maschinenhalle und dem Rechenzentrum geführt, an denen sieselbst aktiv werden können. Im April 2008 haben die Mädchen Lego-Roboter programmiert,gelernt Käfer zu bestimmen, etwas über Vor- und Nachteile von RFID-Chips, dieunter die Haut implantiert werden können, erfahren, den virtuellen Hörsaal in KontaktHome Coming Days des MBA Sustainability ManagementDie Home Coming Days sind ein jährliches „Get-Together“ aller Studierenden, Absolventinnenund Absolventen des MBA-Weiterbildungsstudiums Sustainability Management.Das Rahmenprogramm der Veranstaltung bietet vielfältige Gastvorträge und Diskussionsrundenzu aktuellen Themen des Nachhaltigkeitsmanagements im nationalen undinternationalen Kontext. Vom 12. bis 14. September 2008 referierten u.a. Dr. AndreasJacobs, Verwaltungsratspräsident der Jacobs Holding AG und der Barry CallebautAG (weltgrößter Schokoladenhersteller), sowie Peter Spiegel, Organisator des „VisionSummit“, Gründer und Vorstandsmitglied der internationalen NGO „Terra One World Networke.V.“ und des „GENISIS Institute for Social Business and Impact Strategies“.Livestock welfare in sentimental pasture landscapes – Implementing ofveterinary and animal welfare regulationsAm 25. und 26. September 2008 trafen sich an der Leuphana Expertinnen und Expertenaus dem Bereich „Tierhaltung in halboffenen Weidelandschaften“ aus Deutschland,den Niederlanden und Spanien, um Erfahrungen bei der wirtschaftlichen Unterhaltungsolcher Weidesysteme sowie der Umsetzung von veterinär- und tierschutzrechtlichenBestimmungen zusammenzutragen.Environmental Informatics and Industrial Ecology Conference (EnviroInfo)Moderne Gesellschaften richten sozioökonomische Systeme oder industrielles Wachstumein, um für die Bedürfnisse ihrer Einwohner zu sorgen. Hier kann Nachhaltigkeit„Der MBA Sustainability Management ist weltweiteinzigartig und führend auf seinem Gebiet.Als Dozent, mit Lehraufträgen rund um denGlobus, ist es mir immer wieder eine Freude, mitden qualifizierten und engagierten MBA-Studierendenzukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.“Prof. Dr. Raymond Saner, Dozent desMBA Sustainability ManagementWeblink 68: EnviroInfo


68 Schritte in die Zukunft – Nachhaltigkeitsbericht 2009Konferenzen, Vorträge und Workshops 2007 und 2008 an der Leuphana (Auswahl)6921. März 2007 "Corporate Social Responsibility – Mehrwert für Gesellschaft und Unternehmen"Professional School in Zusammenarbeit mit Common Purpose Deutschland e.V.23. Mai 2007 „Öko-Bewegung – ein moderner Mythos?“, Prof. Dr. Joachim Radkau, Universität Bielefeld18. Juni 2007 Gartenfest zum 10jährigen Jubiläum im Biotopgarten. Daneben regelmäßige Führungen durch denBiotopgarten der Leuphana über das gesamte JahrWeblink 69: German EnvirormentalSociology SummitWeblink 70: Verantwortung von Unternehmen,Kongressals ein übergreifendes System verstanden werden, um das langfristige Wachstum derSozioökonomie aufrecht zu erhalten. Themenfelder sind zum Beispiel nachhaltigerKonsum von Ressourcen und Energie, Auswirkungen von Produkten und Prozessen aufdas Klima, Auswirkungen des Klimawandels auf Wertschöpfungsketten. Vom 10. bis12. September 2008 fand hierzu die EnviroInfo mit dem Schwerpunkt Umweltinformatikund Industrie-Ökologie statt. Die Konferenz leistete einen Beitrag zur Vernetzungder verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und regte zu inter- und transdisziplinärenForschungsprojekten an.German Environmental Sociology SummitVom 8. bis 10. November 2007 fand an der Leuphana Universität Lüneburg der erste„German Environmental Sociology Summit“ statt, der 50 renommierte internationaleExpertinnen und Experten nach Lüneburg brachte. In Vorträgen und Diskussionenwurden folgende Themen behandelt: Sozialtheorie und Umwelt; Umweltkommunikationund soziale Praxis; Ökosystemmanagement und ökologische Modernisierung;Klimawandel zwischen Mitigation und Adaption; Expertise, Governance und sozialesLernen.Kongress Verantwortung von UnternehmenDie Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung (DGÖB) veranstaltete ihre Jahrestagung2007 vom 5. bis 7. März an der Leuphana Universität Lüneburg. Ausrichterder Tagung war Prof. Dr. Andreas Fischer, der an der Leuphana den Bereich Didaktikder Wirtschaftslehre vertritt. Er gehört dem Vorstand der DGÖB als Geschäftsführeran. Für den Eröffnungsvortrag konnte Professor Dr. Uwe Schneidewind, Präsident derUniversität Oldenburg, gewonnen werden. Er sprach zum Thema „Herausforderung:Nachhaltigkeit und ökonomische Bildung“.21. Juni 2007 „A people and places framework for public health improvement: Is it a promising framework for climatechange mitigation?“, Prof. Edward W. Maibach, George Washington University21. – 22. Juni 2007 "Second Lüneburg Workshop on Environmental and Sustainability Communication - Global Change,Culture and Communication", Veranstalter: Prof. Dr. Harald Heinrichs21. Juli 2007 Annual Meeting of Joint BMBF-DST Project: "Untersuchungen von Küstenzonen und Ökosystemen in Indien– Environmental and ecological responses to climate and tectonic events in the western monsoonalIndian Ocean“, Veranstalterin: Prof. Dr. Brigitte Urban8. – 10. November 2007 "German environmental sociology summit – interdisciplinary and international perspectives"Veranstalter: Professor Dr. Harald Heinrichs9. November 2007 Diskussionsveranstaltung "Klimawandel und Tourismus", Friedrich-Naumann- und Rudolf von Bennigsen-Stiftungin Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg15. November 2007 Workshop „360°: Lüneburg aus anderen Perspektiven“, Professional School16. November 2007 „Ressource Wasser – Verbindung mit der Industrie zum Wohle künftiger Generationen“im Rahmen der Veranstaltungsreihe neugierig.0716. – 18. November 2007 Konferenz „Business Case for Sustainability“Veranstalter: Dachverband der Studierendeninitiativen der Leuphana21. Januar 2008 "Umweltpolitische Herausforderungen nach der Konferenz in Bali",Bundesumweltminister Sigmar Gabriel16. April 2008 "Gender, Diversity and Time in the Context of Sustainability", Prof. Dr. Ida H. J. Sabelis, Gastprofessur fürGeschlechter- und Nachhaltigkeitsforschung an der Leuphana Universität Lüneburg5. – 16. Mai 2008 Ausstellung: „4 min 15 sek – Momentaufnahmen vom Rauchen“3. Juni 2008 Workshop "Climate Change and Tourism"6. Juni 2008 "Philosophie des nachhaltigen Konsums"Prof. Dr. Birger Priddat, Präsident der Universität Witten-Herdecke6. – 7. Juni 2008 "Third Lüneburg Workshop on Environmental and Sustainability Communication – Tourism andsustainable development: communication, cooperation and social learning"Veranstalter: Professor Dr. Harald Heinrichs14. Juni 2008 „Klimawandel oder gibt es bald keinen Schnee mehr?“, Prof. Dr. Wolfgang Ruck14. – 16. Juni 2008 „5th Conference on Saproxylic Beetles“, Veranstalter Prof. Dr. Torsten Aßmann24. September –1. Oktober 2008Fotoausstellung „Viele Räder rollen zur Arbeit“2. – 5. Oktober 2008 "Internationaler Workshop: Conceptualizing Sustainability under Uncertainty "Veranstalter: Lehrstuhl Nachhaltigkeitsökonomie6. November 2008 –22. Januar 2009"Naturschutz aktuell – Naturschutz und Klimawandel", öffentliche Ringvorlesung, Leuphana inKooperation mit der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz (NNA)9. Dezember 2008 "Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe – Alles für die Katz? Praxiserfahrungen aus Gambia"Monika Thomsen, Verein „Bützower für Gambia e. V.“


70NACHHALTIGKEITSPROGRAMMEin Beispiel im Nachhaltigkeitsprogramm istdie Förderung der nachhaltigen Mobilität derBeschäftigten und Studierenden. Danebenwird das Energiemanagement durch formulierteZiele und technische sowie verhaltensbezogeneMaßnahmen kontinuierlichverbessert. Ein Schwerpunkt ist weiterhin dieInformation und Motivation der Hochschulangehörigen,um die nachhaltige Kultur ander Universität noch weiter zu stärken.In diesem Bericht wurden die umfassenden und innovativen Aktivitäten und Daten zurNachhaltigkeit an der Leuphana Universität Lüneburg zusammengetragen. Der Berichtführt die Dokumentation aus dem ersten Nachhaltigkeitsbericht im September2007 weiter und informiert darüber hinaus über neue Entwicklungen und Projekte.Im Prozess der Berichterstattung sowie auf Basis der Nachhaltigkeitskultur an derLeuphana ist ein detailliertes Nachhaltigkeitsprogramm entstanden. Hier ist zusammengefasst,wie der kontinuierliche Verbesserungsprozess der Nachhaltigkeitsleistung erreichtwerden soll. Mit konkreten Maßnahmen und Strategien zur Umsetzung verfolgt dieLeuphana engagiert ihre Verantwortung für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts.Der Blick im Programm richtet sich dabei auf betriebliche Aspekte sowie auch auf dieKernaufgaben der Universität in Forschung, Lehre und Transfer:••Die Universität verbessert ihren BetriebDie Universität gestaltet Zukunft Seite 72 Seite 73Zudem werden die „nächsten Schritte“ aus der Berichterstattung in 2007 bilanziertund aufgezeigt, ob die dort genannten Zielsetzungen erreicht worden sind. Nur dreiZiele konnten bislang noch nicht erreicht werden, wobei die Aufnahme von ehrenamtlichemEngagement über eine Auszeichnung auf dem jährlichen Dies Academicuserfolgen wird und der Aufbau neuer Datenbanken zu Forschungsprojekten und Publikationenmit entsprechenden Suchmöglichkeiten derzeit bereits fast abgeschossenist. Nur das Pilotprojekt „Do It!“ konnte aufgrund enger personeller Ressourcen nichtdurchgeführt werden und wird auch nicht weiter verfolgt. Seite 74


Nächste Schritte bis 201173Die Universität verbessert ihren BetriebVerantwortungDie Universität verbessert ihren BetriebVerantwortung Soziale Verantwortung lebenVielfalt und ChancenZweite Personalentwicklungsreihe „Berufszufriedenheit und Kompetenz“Team Organisations- und PersonalentwicklungPilot "Energiedatenerfassung"Studierendenprojekt Energiedatenerfassung und Visualisierungder ErgebnisseBetriebstechnikWirtschaftsinformatikUmweltkoordinationWorkshops zum Thema "Academic Writing", "Antragstellung für InternationaleKooperationsprojekte" und ein Methodenworkshop zurStatistiksoftware MplusZwei Round Table Research (Erfahrungsaustausch): "Einwerbung großerDrittmittelvorhaben" und "Chance EU für Wissenschaftlerinnen"Team ALMATeam ALMAEnergieeinspar-Kampagne konzipieren und durchführenPilot "Long Life High Efficient" – Umrüstung der Seminarleuchten des2. Bauabschnitts auf energieeffizientere und länger haltbare Leuchtenund Stromersparnis von 20 ProzentAngewandtes ProjektmanagementUmweltkoordinationBetriebstechnikDie Leuphana Universität Lüneburg hat im Dezember 2008 13 Regelprofessuren(W2 und W3) in den Wissenschaftsinitiativen Nachhaltigkeitsforschungund Kulturforschung ausgeschrieben. Entsprechend desPräsidiumsbeschlusses vom 22. Oktober 2008 sollen in dieser „erstenRunde“ 6 Professuren mit Frauen besetzt werden.Einrichtung von Kinderbetreuungsangeboten für nachmittags und amWochenende (auch für Tagungen und Kongresse)Einrichtung von Elternarbeitszimmern im Zuge des räumlichenAus- und UmbausBerufungskommissionFrauen- und GleichstellungsbüroFrauen- und GleichstellungsbüroCampusentwicklungFrauen- und GleichstellungsbüroFlächendeckende Umstellung auf LCD-MonitoreDämmung der freien Heizungsrohre im ServerraumLeihsystem für Dienstfahrräder entwickelnTool "Mitfahrgelegenheit" für das Internet installierenEntwicklung eines Abfallsystems für den öffentlichen RaumMedien- und RechenzentrumBetriebstechnikArbeitskreis UmweltUmweltkoordinationUmweltkoordinationDezernat BaumanagementIn Kooperation mit Trägern von Kindertagesstätten wird die Realisierungeines Kinderbetreuungsangebotes für Kinder unter drei Jahren vonStudierenden und Beschäftigten der Leuphana Universität angestrebtBeteiligung an der "Aktionswoche Alkohol" der Bundeszentrale fürgesundheitliche Aufklärung (BZgA)Etablierung von Wasserkaraffen während Dienst- und Gremienbesprechungensowie am ArbeitsplatzBewegungsangebot speziell für ältere BeschäftigteAngebote für Beschäftigte zusammenstellen, die Angehörige pflegenFörderung von Gesundheit, Kommunikation und sozialen Gemeinschaftenals Beitrag zum nachhaltigen HochschullebenErhöhung der Teilnehmerinnen- und Teilnehmerzahlen an Sportveranstaltungen– mind. 20 Prozent Studierende und Gaststudierende undmind. zehn Prozent Bedienstete und GastdozierendeUnterstützung der Personalentwicklung in allen Statusgruppen durchgesunde PausenVervollständigung des Sportzentrums durch Sanierung und bedarfsgerechtenUm- und Neubau der Sportstätten unter Berücksichtigungnachhaltiger PrinzipienSicherung der Qualität des Sportprogramms, des Service und der Sportstättendurch regelmäßige Evaluation und Verbesserung der Einrichtung Ökologisch verträglich haushaltenFrauen- und GleichstellungsbüroSteuerungsgruppe GesundheitsmanagementSteuerungsgruppe GesundheitsmanagementSteuerungsgruppe GesundheitsmanagementSteuerungsgruppe GesundheitsmanagementAllgemeiner HochschulsportAllgemeiner HochschulsportAllgemeiner HochschulsportAllgemeiner HochschulsportAllgemeiner HochschulsportDie Universität gestaltet Zukunft Inter- und transdisziplinäre Forschung für nachhaltige EntwicklungDarstellung der nachhaltigen Forschungs- und Transferprojekte imNachhaltigkeitsportal Kompetenzentwicklung für verantwortliches HandelnPersönlichkeitsbildung und Fachwissen für NachhaltigkeitWissenschaftliche und praxisorientierte Förderung einer nachhaltigenKonsumkultur an der Leuphana: Integration zwischen Lehre undVersorgungseinrichtungen auf dem CampusErfahrungsräume für NachhaltigkeitAusrichtung und Umstellung des Essenangebots an der Leuphana aufökologische, fair gehandelte und gering verarbeitete Produkte zuakzeptablen Preisen und für unterschiedliche Bedürfnisse sowieVerbesserung der Qualität des EssensKonzept und Umgestaltung der Campus-Freiflächen im Hinblick aufeine nachhaltige Konsumkultur und einen gesunden Umgang mit dereigenen "Energie". Installation von Ruhezonen und Bewegungsangebotenzur Entspannung und zum Ausgleich sowie von Orten zum erholsamenSpeisen auf dem CampusInnovative Öffentlichkeitsarbeit zur nachhaltigen Konsumkultur, damitStudierende und Beschäftigte ihre Wirkungsmöglichkeiten erkennenund Verantwortung als entscheidende Konsumenten übernehmenVerantwortungForschungsreferatArbeitskreis Bildungsinstitution fürnachhaltigen Konsum (BINK)Arbeitskreis Bildungsinstitution fürnachhaltigen Konsum (BINK)Arbeitskreis Bildungsinstitution fürnachhaltigen Konsum (BINK)Arbeitskreis Bildungsinstitution fürnachhaltigen Konsum (BINK)Erstellung von Leitlinien "Nachhaltiges Bauen"Leitlinien mit Präsidium abstimmenArbeitskreis UmweltInstallation einer SolarleuchteArbeitskreis Umwelt


Erreichtes aus 2007 und 200875Die Leuphana verbessert ihren Betrieb Verantwortung Status Soziale Verantwortung lebenGesundheit und SicherheitAbsolut rauchfreie Innenräume ab Herbst 2007Sichtbarmachen der Gesundheitsförderung imUniversitätsleben Vielfalt und ChancenIntegration von Gender-Aspekten in alle Handlungsbereicheder UniversitätIntegration von Gender-Aspekten in die Neuentwicklungvon StudiengängenStrukturelle Berücksichtigung des Gleichstellungsauftragsbei Stellenbesetzungen und BerufungenMaßnahmen zur Förderung einer familienfreundlichenHochschule Partizipation und BeteiligungPrüfung der Aufnahme bestimmter Formen ehrenamtlichenEngagements in die LehrpläneDurchführung des Pilotprojekts „Do It!“ imSommersemester 2007 Ökonomische Leistungsfähigkeit sicherstellenAusbau des Forschungsreferats und der Drittmittelverwaltungder Universität Ökologisch verträglich haushaltenSteuerungsgruppe GesundheitsmanagementSteuerungsgruppe GesundheitsmanagementFrauen- und GleichstellungsbeauftragteFrauen- und GleichstellungsbeauftragteFrauen- und GleichstellungsbeauftragteFrauen- und GleichstellungsbeauftragteVorbereitungsteam CollegeProjekt "Sustainable University"Vizepräsident Forschungskulturund ProjektforschungZiel erreichtZiel erreichtVgl. Seite 43Ziel erreichtVgl. Seite 38Ziel erreichtVgl. Seite 38Ziel erreichtVgl. Seite 38Ziel erreichtVgl. Seite 40Ziel nicht erreicht; wirddurch Auszeichnung ehrenamtlichenEngagementsweiter verfolgtZiel nicht erreicht; Projektwird nicht durchgeführtZiel erreichtwww.leuphana.de/forschungDie Universität gestaltet Zukunft Verantwortung Status Inter- und transdisziplinäre Forschung für nachhaltige EntwicklungEinrichtung von Forschungszentren zur Bündelung derbestehenden KompetenzenAufbau neuer Datenbanken zu Forschungsprojekten undPublikationen mit entsprechenden Suchmöglichkeiten Transfer, Kooperationen und Sustainable EntrepreneurshipBerücksichtigung der Gesellschaftsrelevanz von Transferaktivitätenund Gründungsunterstützung beim Aufbau derProfessional School Kompetenzentwicklung für verantwortliches HandelnPersönlichkeitsbildung und Fachwissen für NachhaltigkeitAusbau des „General Studies“-Gedankens im Rahmen derEinführung eines neuen StudienmodellsEntwicklung von Weiterbildungsangeboten im inter- undtransdisziplinären Arbeiten für wissenschaftliche Beschäftigte Erfahrungsräume für NachhaltigkeitSchaffen von nachhaltigkeitsbezogenen Erfahrungsmöglichkeitenan den Standorten Rotes Feld, Volgershall undSuderburgDurchführen eines transdisziplinären Projektseminars mit demTitel „Kommunikationsstrategie für eine nachhaltigeEntwicklung in Lüneburg“ im Sommersemester 2007 undWintersemester 2007/2008Vizepräsident Forschungskulturund ProjektforschungVizepräsident Forschungskulturund ProjektforschungProfessional SchoolVorbereitungsteam CollegeZentrale Einrichtung für Weiterbildungund WissenstransferUmweltkoordinatorinInstitut fürUmweltkommunikationZiel erreichtVgl. Seite 12Ziel voraussichtlich Ende2009 erreichtZiel erreichtVgl. Seite 61Ziel erreichtVgl. Seite 25Ziel erreichtVgl. Seite 36, 37Ziel erreichtWasserzapfstellen, CO 2-Ampeln, Plakate, Fotoausstellungetc.Ziel erreichtVgl. Seite 64Ausweitung des Umweltmanagements nach EMASauf den Standort VolgershallUmweltkoordinatorinZiel erreichtVgl. Seite 45Forcierung der Nutzung von Recyclingpapier Umweltkoordinatorin Vgl. Seite 45Umstellung des Benachrichtigungsverfahren der Universitätsbibliothekauf ein E-Mail-gestütztes VerfahrenAbschluss der Energiesparkampagne im März 2007.Ausschüttung von 50 Prozent der eingesparten Summe fürProjekte bei Erreichen des Einsparziels von mind. 6 ProzentÜberplanung des bestehenden Verkehrs- und ParkkonzeptesTransdisziplinäres Projektseminar "Klimaneutrale Universität"Sommersemester 2007 und Wintersemester 2007/2008BibliotheksleitungProjekt „Sustainable University“Vizepräsident Personal undFinanzenCentre for SustainabilityManagement (CSM)Ziel erreichtVgl. Seite 45Ziel erreichtZiel erreichtVgl. Seite 50Ziel erreichtVgl. Seite 20


76 AnhangGRI-Content-IndexIn Anlehnung an den Leitfaden der Global Reporting Initiative (GRI) und die darin beschriebenennachhaltigkeitsbezogenen Leistungsindikatoren werden die Aktivitätender Universität dargestellt. Der Fokus liegt dabei auf Themen, die von besondererBedeutung für Hochschulen sind.Die Leuphana hat alle Informationen zum Profil, zu den Managementansätzen sowiezu den Indikatoren ausführlich und übersichtlich im Internet dargestellt. Der folgendeGRI-Index ist ein Auszug aus dieser umfangreichen Übersicht und verweist auf dieentsprechenden Inhalte im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht.Weblink 71: www.leuphana.de/griSelbsteinstufung der Anwendungsebene des GRI-LeitfadensAngaben zuallen G3-IndikatorenNachhaltigkeitsberichtderLeuphanaBerichtsprofilExterneAuditierungManagementansatzLeistungsindikatorenC C+ B B+ A A+Bericht über1.1, 2.1-2.10,3.1-3.8, 3.10-3.12, 4.1-4.4,4.14-4.15NichterforderlichAngabe zumindestenszehn G3-IndikatorenExterneAuditierungBericht überalle Kriterienzum BerichtsprofilOffenlegungdes Managementansatzesfür jedeIndikatorenkategorieAngabe zumindestenszehn G3-IndikatorenExterneAuditierungDieselben Anforderungenwie fürEbene BDieselben Anforderungenwie fürEbene B


GRI-Index (Auszug) – den vollständigen GRI-Index mit Kern- und Zusatzindikatoren sowie den Managementansätzenfinden Sie unter Weblink 71: www.leuphana.de/griWeblinksAlle Weblinks sind im Nachhaltigkeitsportal unter Weblink 1: www.leuphana.de/nachhaltig zu finden.79GRI-Indikator Thema SeiteProfil 1. Strategie und Analyse (1.1, 1.2) 5, 11, 14ÖkonomischeLeistungsindikatorenÖkologischeLeistungsindikatorenGesellschaftlicheLeistungsindikatoren2. Organisationsprofil (2.1-2.10) 11 – 13, 16, 233. Berichtsparameter3.1-3.3 Berichtszeitraum, letzter Bericht 9, 713.4-3.13 Berichtsprofil, Bestätigung 9, 77, 844. Governance, Verpflichtung und Engagement4.1-4.7 Struktur und Governance 444.8-4.13 Leitbilder, Verhaltenskodizes undPrinzipien4.14-4.17 Einbindung von Stakeholdern5, 11, 14, 19,24, 71EC1-EC4 Ökonomische Leistung 31 – 33EC5-EC7MarktpräsensEC8-EC9 Mittelbare wirtschaftliche Auswirkungen 33, 61, 64 – 66EN1-EN2 Eingesetzte Materialien 48EN3-EN7 Energie 46EN8-EN10 Wasser 45EN11-EN15, EN25BiodiversitätEN16-EN20Klimagase, ozonschädliche Substanzen, 19 – 23, 47, 48,Luft50 – 53EN21 Abwässer 45EN22AbfälleEN23Wesentliche FreisetzungenEN24AbfallexporteEN26, EN27 Produkte und Dienstleistungen 19, 24, 45, 52,55, 64EN28Einhaltung von RechtsvorschriftenEN29 Transport und Verkehr 49EN30UmweltausgabenArbeitspraktiken und menschenwürdige BeschäftigungLA1-LA5Beschäftigung, Arbeitnehmer-16, 35, 44Arbeitgeber-VerhältnisLA6- LA9 Arbeitsschutz 43, 44LA10-LA12 Aus- und Weiterbildung 35 – 37, 61LA13-LA14 Vielfalt und Chancengleichheit 16, 35, 38 – 40MenschenrechteHR1-HR9 Menschenrechte 35GesellschaftSO1GemeinwesenSO2-SO4KorruptionSO5, SO6PolitikSO7, SO8Wettbewerbswidriges Verhalten,Einhaltung von GesetzenProduktverantwortung (PR1-PR9) 24, 55Weblink 1 Nachhaltigkeitsportal www.leuphana.de/nachhaltigWeblink 2 Nachhaltigkeitsbericht 2005/2006 www.leuphana.de/nachhaltigkeitsportal/nachhaltigkeitsberichtWeblink 3 Strategische Kernziele Interner Link: www.leuphana.de/intranet/projekte/entwicklungsplanung.htmlWeblink 4 Leuphana College www.leuphana.de/collegeWeblink 5 Graduate School www.leuphana.de/graduate-schoolWeblink 6 Professional School www.leuphana.de/professional-schoolWeblink 7 House of Research www.leuphana.de/forschungWeblink 8 Übersicht zum Studienangebot sowiewww.leuphana.de/studierenBewerbungsunterlagenWeblink 9 Übersicht zu Instituten, Zentren undwww.leuphana.de/organisation/institute-zentrenProjektgruppen der UniversitätWeblink 10 Klimaneutrale Universität www.leuphana.de/klimaneutralWeblink 11 Studentisches Diskussionspapier "KLIMA 1 und 2" www.leuphana.de/klimaneutralWeblink 12 Lichtzins Lüneburg e.V. www.unisolar-lueneburg.deWeblink 13 Campusentwicklung www.leuphana.de/aktuell/leuphana-magazin/highlights/campusentwicklungWeblink 14 Nachhaltigkeitsinitiative www.leuphana.de/forschung/profil.htmlWeblink 15 Leuphana College www.leuphana.de/collegeWeblink 16 Konferenz "LebensWert" www.leuphana.de/seminarprojekte/konferenzwocheWeblink 17 Master Sustainability Sciences www.leuphana.de/graduate-school/die-masterprogramme/artssciences/sustainability-sciences.htmlWeblink 18 AStA www.asta-lueneburg.deWeblink 19 Übersicht der Initiativen www.leuphana.de/organisation/studierende/initiativenWeblink 20 Leitfaden „Uni, Nachhaltigkeit und du“ www.asta-lueneburg.de/fileadmin/images/oekoreferat/Uni_Nachhaltigkeit%20und%20du.pdfWeblink 21 lunatic e.V. www.lunatic-festival.deWeblink 22 Innovations-Inkubator www.leuphana.de/inkubator.htmlWeblink 23 Studienbeiträge www.leuphana.de/studieren/bewerben/international/kosten-des-studiums/studiengebuehrenstipendienWeblink 24 MyStudy mystudy.leuphana.deWeblink 25 Programm "Interne Weiterbildung" Interner Link: www.leuphana.de/intranet/prozesse/weiterbildungWeblink 26 ALMA www.leuphana.de/almaWeblink 27 Leuphana Mentoring www.leuphana.de/mentoringWeblink 28 Hochschuldidaktik www.leuphana.de/leuphana-hochschuldidaktikWeblink 29 Gender-Diversity-Portal www.leuphana.de/seminarprojekte/gender-portalWeblink 30 Integratives Gendering www.leuphana.de/seminarprojekte/gender-portal/gender-lehre/integratives-genderingWeblink 31 Frauen- und Gleichstellungsbüro www.leuphana.de/services/frauen-und-gleichstellungWeblink 32 Work-Life-Balance www.leuphana.de/services/frauen-und-gleichstellung/work-life-balanceWeblink 33 International Office www.leuphana.de/services/ioWeblink 34 Lüneburger Auslands-Studierenden-Initiative www.leuphana.de/lassi(L.A.S.S.I.)Weblink 35 Angebot Bedienstetensport www.leuphana.de/campus/hochschulsport/alternativenavi/bedienstetensport


Weblinks (Fortsetzung)Urkunde Klimaneutraler Campus 200981Weblink 36 Allgemeiner Hochschulsport www.leuphana.de/campus/hochschulsportWeblink 37 Gesundheitsmanagement an der Leuphana www.leuphana.de/umweltWeblink 38 AStA und seine Referate www.asta-lueneburg.de/referate0/Weblink 39 Studentische Initiativen und Fachvereinigungen www.leuphana.de/organisation/studierende/initiativenWeblink 40 Umweltmanagementsystem der Leuphana www.leuphana.de/umweltWeblink 41Auswertungen der Verkehrsumfragen aus demSommersemester 2007www.leuphana.de/umweltmanagement/umweltaspekte/verkehr.htmlWeblink 42 Projektberichte I und II "Campus und Verkehr" www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/Forschungseinrich-tungen/ifsk/files/projekte/campusundverkehr/Campus_Verkehr-2008lowres.pdfWeblink 43 Nachhaltigkeitsforschung www.leuphana.de/nachhaltigWeblink 44 Lima-Water www.lima-water.deWeblink 45 GINE www.ibw.uni-hamburg.de/GInEWeblink 46 Leuchtpol www.leuchtpol.deWeblink 47 Zukunftscamp FUTURE NOW www.zukunftscamps.deWeblink 48 Bildung-Gesundheit-Entwicklung https://nline.nibis.de/dieinitiativeWeblink 49 Konsumkultur www.konsumkultur.deWeblink 50 VCSE www.vcse.euWeblink 51 E-FloCon www.eflocon.deWeblink 52 UNESCO Lehrstuhl an der Leuphana www.leuphana.de/institute/infu/unesco-chairWeblink 53 Dekade "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung"www.bne-portal.deWeblink 54 Zukunftscamp FUTURE NOW www.zukunftscamps.deWeblink 55 ELAN III – Einführung in die Nachhaltigkeit www.elan-niedersachsen.deWeblink 56 Kita – die Zukunftsgestalter www.kita21.deWeblink 57 Land der Ideen www.land-der-ideen.deWeblink 58 KUNTIKUM www.klimatrends.deWeblink 59 Sommerakademie www.leuphana.de/sommerakademieWeblink 60 Lunatic Festival www.lunatic-festival.deWeblink 61 Professional School www.leuphana.de/professional-schoolWeblink 62 MBA Sustainability Management www.sustainament.deWeblink 63 Modellprojekt Offene Hochschule www.leuphana.de/offenehochschuleWeblink 64 Quartäre Bildung II www.quartaere-bildung.deWeblink 65 Posterausstellung „Energieautarker Landkreis www.leuphana.de/nachhaltigLüneburg“Weblink 66 Aktuelle Lehrveranstaltungen mit Nachhaltigkeitsbezugwww.leuphana.de/nachhaltigkeitsportal/lehrveranstaltungenWeblink 67 Nachhaltige Entwicklung in Afrika, Konferenz www.karamoja.euWeblink 68 EnviroInfo www.enviroinfo2008.orgWeblink 69 German Environmental Sociology Summit www.soziologie.de/sektionen/s08Weblink 70 Verantwortung von Unternehmen, Kongress www.degoeb.deWeblink 71 GRI-Index www.leuphana.de/gri


Headline Headline83ImpressumLeuphana Universität Lüneburg, Scharnhorststraße 1, 21335 Lüneburg • Verantwortlich: Prof. Dr. Stefan Schaltegger • Konzeptund Redaktion: Irmhild Brüggen • Lektorat: Robert Groh • Gestaltung und Satz: Katrin Eismann • Druck: Druckerei BuchheisterGmbH, Lüneburg • Fotos: Eva-Kristina Schubert; außer Titelfoto, S. 6, 8, 10, 11: Anne Gabriel-Jürgens und S. 54 (1. und 2. v. li.):Igor Golubchykow


Leuphana Universität LüneburgIrmhild Brüggen/Umweltkoordinationbrueggen@leuphana.deFon 04131.677-1523Scharnhorststraße 121335 Lüneburgwww.leuphana.de0912.06.002 • gedruckt auf Recyclingpapier

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