KammerNachrichten 5/01 - Kammer der ZiviltechnikerInnen für ...

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KammerNachrichten 5/01 - Kammer der ZiviltechnikerInnen für ...

KommentarIn unserer Sache – ArchitekturBaustelle LandArchitekt Dipl.-Ing.Christian AndexerWer über die Dörfer fährt, merktden Nachholbedarf an qualitätvollerPlanung- und Umsetzung.Ein Arbeitspapier, welches mitmehreren Fachabteilungen des Landes Steiermarkgemeinsam erarbeitet wurde und kurz vordem Abschluss steht, soll einen klaren Weg fürProjekte, welche über Bedarfszuweisungen desLandes gefördert werden, aufzeigen.Ungünstige Standorte, übereilt definierte Aufgabenstellungen,überdehnte Raum- undFunktionsprogramme etc. führten zu Kostenüberschreitungenund somit zu großenAkzeptanz – und Umsetzungsproblemen. DieVeränderungen im täglichen Leben erforderneine intensive Auseinandersetzung mit den tatsächlichenBedürfnissen vor Ort und die sorgfältigeDarstellung aller Grundlagen für eineProjektsplanung.1. SCHRITT PROJEKTENTWICKLUNGBeratungstätigkeit von ArchitektInnen zur Erarbeitungvon Grundlagen.Entscheidungsfindung durch Bauherrn undNutzer vor Ort/ kommunale Entscheidungen.Abstimmung mit den Fachabteilungen desLandes Steiermark.• Festlegung des Projektzieles• Städtebauliche und ortsplanerischeStandortanalyse• Bedarfsermittlung• Raum+ Funktionsprogramm• Projektsorganisation2. SCHRITT GRUNDLAGEN-ERMITTLUNGSPHASEPlanungstätigkeit von ArchitektInnen für Projektentwicklung.Fixierung der Planungsgrundlagen durch Bauherrnund Nutzer/ kommunale Entscheidungen.Abstimmung mit den Fachabteilungen desLandes Steiermark.• Bauplatzbeschaffung• Kosten und Finanzierung• Terminplanung• Entscheidungsvorschlag für den weiterenPlanungsablauf unter Berücksichtigung derKomplexität des Bauvorhabens3. SCHRITT WETTBEWERBOffene Wettbewerbe, geladene Wettbewerbe.Eine Musterauslobung für Wettbewerbsverfahrenauf kommunaler Ebene liegt vor. DerAllgemeine Teil kann übernommen, der besondereTeil übernimmt die Ergebnisse derProjektsentwicklung und formuliert die Aufgabe.Für alle genannten Schritte liegen Leistungsbilderund Honorierungsvorschlag vor.BERATERPOOLDer Auftraggeber (Land oder Gemeinde) hatdie Möglichkeit, auf einen Beraterpool zuzugreifen,eine(n) ArchitektIn auszuwählen undmit der Projektentwicklung und/oder Wettbewerbsvorbereitungzu beauftragen.Wir haben schon eine Interessentenumfrageunter allen ArchitektInnen gemacht, die den"Startpool" darstellt und werden nach Abschlussdes Gesamtpapiers umgehend eineneuerliche Interessentensuche für den Beraterpooldes Landes aussenden.(ARCHITEKT DIPL.-ING. CHRISTIAN ANDEXER)Sektionsvorsitzender ArchitektenBaustelle Land ist übrigens ein Kulturprojekt von PeterPrettenhofer, Klaus und Reinhard Schafler, welchesBauen als Prozess, gezeigt anhand relativierterBauaufgaben, darstellt.■KammerNachrichten 5/01 5


AktuellKammervollversammlung 2001KAMMER GRAZ SPART 10% EIN – HAFTPFLICHT NEU GEREGELTDie Kammervollversammlung am 30.November 2001 im Europasaal derWirtschaftskammer Steiermark warmit 378 Teilnehmern die bestbesuchteVeranstaltung dieser Art in der Geschichteder Ziviltechnikerkammern. Grund dafür warvor allem die Neugestaltung der Berufshaftpflichtversicherungab dem Jahr 2002.als 25 Jahren auch als Ingenieurkonsulent fürVermessungswesen und somit als einfachesKammermitglied in Kärnten tätig ist, ging inseiner Grußbotschaft auf die für das Jahr 2002geplanten Projekte in Kärnten ein, welcheauch für die Ziviltechnikerschaft von großerBedeutung sind. Neben dem Ausbau derKoralmbahn und der HochgeschwindigkeitsstreckeVillach – Klagenfurt wies Galloinsbesondere auf den noch nicht ausreichendenKanalisierungsgrad im Siedlungswasserbauund die vielfältigen Aufgaben imSachverständigenbereich hin. Bezüglich desWettbewerbswesens teilte Gallo mit, dassder Kärntner Landesrat Pfeifenberger eineUnterstützung von Projekten nur mehr dannzugesagt hat, wenn auch die Wettbewerbsbedingungeneingehalten werden.Kammervollversammlung 2001:Präsident Turk: ZT müssen sichauf die Zukunft einstellenZu Beginn der Kammervollversammlungkonnte Präsident Turk zahlreiche Ehrengästeaus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowiedie drei Ehrenpräsidenten der AIK fürSteiermark und Kärnten, Architekt GerhardHaidvogel, Dipl.-Ing. Horst Rinner undBaurat h.c. Dipl.-Ing. Max Schummerbegrüßen. Der Kärntner LandtagsabgeordneteDipl.-Ing. Johann Gallo, der seit mehrLandtagsabg.Gallo:Kärntenauch 2002für PlanerinteressantStadtratRüsch:Graz bautso viel wienie zuvorDer Grazer Stadtrat Univ.Doz. Dipl.-Ing.Dr.Gerhard Rüsch referierte in seiner Eigenschaftals Baureferent über die großen Bauanstrengungender Stadt Graz im Zusammenhangmit dem Jahr 2003, in dem Graz zurKulturhauptstadt Europas wird. Neben dengroßen Bauvorhaben wie Stadthalle undKunsthaus gibt es eine Vielzahl von Investitionenim Bereich der Sanierung undPlatzgestaltung. Die Stadt Graz erwartet sichvon diesen Aktivitäten wesentliche wirtschaftlicheImpulse nicht nur für das Jahr 2003, sondernvor allem einen nachhaltigen Struktureffekt.Der steirische Landesbaudirektor HofratDipl.-Ing. Gunther Hasewend berichteteüber die Zielsetzungen der neuen Geschäftseinteilungder Stmk. Landesregierung und dieAuswirkungen auf die technische Verwaltung.Diese wird in Zukunft nur mehr 5 Abteilungenumfassen, wobei bei gleichbleibender Aufgabenstellungeine 6 bis 10-%ige Personaleinsparungin den nächsten 3 Jahren angestrebtwird.LandesbaudirektorHasewend:TechnischeLandesverwaltungwirdgestrafftHasewend appellierte in diesem Zusammenhangan die Ziviltechnikerschaft, trotz allfälligerzu erwartenden Schwierigkeiten, diesich dadurch in der Zusammenarbeit zwischenVerwaltung und Ziviltechnikern ergebenkönnten, immer im Gespräch zu bleiben undso zu versuchen, Probleme gemeinsam zulösen.6KammerNachrichten 5/01


Aktuell387 Teilnehmer im EuropasaalRECHENSCHAFTSBERICHTDES PRÄSIDENTENAn die Ausführungen von LandesbaudirektorHasewend unmittelbar anschließend verwiesPräsident Dipl.-Ing. Andreas Turk auf dasJahr 1860 als Gründungsjahr des Berufsstandesder Ziviltechniker. Auch damals wurdendie Aufgaben der Staatsbauorgane auf dasstreng Notwendige und dasjenige beschränkt,was den Staat unmittelbar berührt und nurunter seiner direkten Einwirkung vollkommenverlässlich ausgeführt werden kann. DieParallele zur Jetzt-Zeit sei unübersehbar, derdamals revolutionäre Gedanke gleich aktuell.Die Staatsorgane stehen heute vor den gleichenProblemen wie vor 141 Jahren.Allerdings gibt es einen kleinen Unterschied.Es ist nicht mehr erforderlich, den Ziviltechnikerals Berufsstand zu erfinden, es gibtihn bereits. Allerdings hat sich das Umfeldgravierend verändert. Neben der Sparpolitikkommt es zu einem verschärften Wettbewerb,das Konsumverhalten hat sich verändert undauch der Bürger ist mündiger geworden.Turk verwies in der Folge auf die Wichtigkeiteiner fundierten Planung und deren positiveAuswirkung auf das Gesamtwerk sowohl intechnischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.Franz Rieselneu im SektionsvorstandIngenieurkonsulentenVERLAUTBARUNGDER WAHLKOMMISSIONIn den Vorstand der Sektion Ingenieurkonsulentenrückt gemäß § 16 der Verordnungdes Bundesministers für wirtschaftlicheAngelegenheiten über die Wahlen derOrgane der Ziviltechnikerkammern (Ziviltechniker-Wahlordnung,ZTKWO, BGBl457/1994) anstelle von Dipl.-Ing. InnoAlber, Ziv.Ing. f. Kulturtechnik und Wasserwirtschaft,das bisherige ErsatzmitgliedDipl.-Ing. Franz Riesel, Ziv.Ing. f. Bauwesen,Graz, nach.■Für den Berufsstand der Ziviltechniker hältTurk es für besonders wichtig, sich mitzukünftigen Entwicklungen nicht nur auseinanderzusetzen,sondern sie vor allem strategischzu bewerten und bereits heute die entsprechendenSchritte zu setzen. Wer nicht überdie Zukunft nachdenkt, hat keine Zukunft. Vorallem die Bereiche Marketing und Persönlichkeitsbildungwerden den Erfolg der Ziviltechnikerschaftbestimmen, genauso wie neueFirmenstrukturen und neue Formen desZusammenarbeitens."In einer technischen Welt kommt denDompteuren der Technik, also den Ziviltechnikern,eine besonders wichtige Rolle zu.Die Arbeit mit dem Kopf wird einen anerkanntenStellenwert haben. Bei Entscheidungenwird die Qualität der Lösung einewichtige Rolle spielen und nicht der Preis.Durch die Anerkennung der Kopfarbeit undder Qualität der Arbeit haben die Planer keineExistenzängste mehr, die Honorierung entsprichtdem gesellschaftlichen Nutzen, dergestiftet wurde. Dadurch genießen die Anliegenund Sorgen der Kunden erste PrioritätIngenieurkonsulenten: Prüfingenieur-System auch für Österreich!SEKTIONSTAG FÜR VERSTÄRKTE KONTROLLENBei Beginn des Sektionstages Ingenieurkonsulenten am 30.November 2001 um 10.20 Uhr waren 54 Ziviltechniker,um 11.00 Uhr 71 Ziviltechniker in der WirtschaftskammerSteiermark anwesend.Nach der Begrüßung durch den Sektionvorsitzenden Dipl.-Ing.Robert Zach und Berichterstattung durch die Fachgruppenvorsitzendenbzw. -obmänner wurde vor allem über die umsatzabhängigeKammerumlage und die Aufteilung der Berufshaftpflicht-Versicherungsprämie für das Jahr 2002 diskutiert.Argumente für und gegen eine umsatzabhängige Kammerumlagewurden erörtert und die Bundeskammer-Umlage kritisch hinterfragt.Bei der Berechnung der Berufshaftpflichtversicherung wurdevor allem über die Höhe der Prämie für die Risikogruppe I(Bauwesen) heftig diskutiert. Es wurde die Meinung vertreten, dassein Risikofaktor von 7,42 keinesfalls den Angeboten am freienVersicherungsmarkt entspricht. Daneben wurden Möglichkeitender Eindämmung von Schäden vor allem im Bereich der Statikerörtert (Prüfingenieur, internes Prüfsystem, Qualitätsschulungenetc).■KammerNachrichten 5/01 7


AktuellEinsparungs- und Überschreitungspositionenwurde der Rechnungsabschluss 2000 von derKammervollversammlung genehmigt.Zu neuen Rechnungsprüfern für das Jahr 2002wurden Architektin Dipl.-Ing. BarbaraStrenitz und Dr. Andrea Beyer, Ing. Kons. f.Erdwissenschaften, gewählt.JAHRESVORANSCHLAG 2002 –KAMMER GRAZ SPART 10 % EINGeheime Abstimmung: diszipliniert und (relativ) kurzund nicht die eigenen Sorgen des Planers." Alldas bezeichnet Turk als Vision, die anzustrebenwäre. Der Berufsstand der Ziviltechnikerhat 141 Jahre erlebt und durchlebt. Wenn dieZiviltechnikerschaft einen aktiven Weg wählt,sich der Zukunft stellt, Visionen entfaltet,Strategien entwickelt, Verantwortung fürUmwelt und Gesellschaft übernimmt, wirdauch der Berufsstand in Zukunft überleben.RECHNUNGSABSCHLUSS 2000Die Ergebnisse der begleitenden Rechnungsprüfungfür das Jahr 2000 wurden von Dipl.-Ing. Andreas Heresch, Ing.Kons. f. WIW/Maschinenbau, der gemeinsam mit ArchitektDipl.-Ing. Klaus Dreier die Rechnungsprüfungvorgenommen hat, mittels Powerpointdargestellt. Nach Darlegung der einzelnenPräsident Turk wies eingangs darauf hin, dassim Bereich der Länderkammer Steiermarkund Kärnten das Ausgabenvolumen um mehrals 10 % verringert werden konnte. Die Bundeskammer-Umlageerhöht sich allerdings um22,85 %. Durch die Reduktion der Versicherungsprämieum ca. ATS 12 Mio. vermindertsich das Gesamtbudgetvolumen 2002 imVergleich zu 2001 um 21,03 %. Nach Erörterungeinzelner Ausgabenpositionen, insbesondereim Bereich der Bundeskammer fürPersonal und Konstruktiv, wurde der Jahresvoranschlagmit großer Mehrheit genehmigt.BERUFSHAFTPFLICHTVERSICHERUNGZentrales Thema der Beratungen der Kammervollversammlungwar die zukünftigeSektionstag Architekten 2001Der diesjährige Sektionstag der Architekten fand bereits am21. November 2001 erstmals am Abend um 19.00 Uhrstatt. Veranstaltungsort war der Hörsaal 1 der TU Graz inder Rechbauerstraße, der zwar ein architektonisch anspruchsvollesAmbiente bot, das jedoch durch die nicht vorhandeneHeizung zwischen kühl und eisig eingestuft wurde.Dennoch haben 51 Teilnehmer ausgeharrt, um sich über die neueBerufshaftpflichtversicherung ab 2002 zu informieren.Nach einleitenden Worten durch den Vorsitzenden des Versicherungsausschusses,Architekt Gerhard Kreutzer, erläuterte ArchitektLiska anhand einer umfassenden Power-Point-Präsentation dieSchadens- und Prämienentwicklung des Haftpflichtversicherungsmodellsder Kammer. So wurden beispielsweise die verschiedenenUmsatzkurven der einzelnen Risikogruppen grafisch dargestelltsowie der Kompromissvorschlag des Kammervorstandes überdie neue Prämienberechnung vorgestellt. Relevanter Faktor für dieBerechnung der Prämie ist danach jener Risikofaktor, der sich aufGrund der Schadensstatistik 1993 - 2000 ergibt. Basis sind die ausbezahltenund 50 % der reservierten Schäden ab ATS 1.000.000,00.Die Prämienverteilung innerhalb der einzelnen Risikogruppenbleibt den Fachgruppen überlassen. Das hatte zur Folge, dass dieSektion Architekten die Möglichkeit hatte, eine eigene Umsatzformelzu entwickeln.HAUPTTHEMA BERUFSHAFTPFLICHTVERSICHERUNGDie anschließende Diskussion bzw. Fragen richteten sich vor alleman den Versicherungsberater der Kammer, Winfried Bonn, der auchauf das vorliegende Angebot der UNIQA für eine Rahmenvereinbarungüber eine freiwillige Vermögensschadenshaftpflichtversicherungfür die Basis von ATS 100.000,00 bis ATS 1.000.000,00(€ 75.000,00 ) eingegangen ist.RECHTLICHE BEURTEILUNG:Kammerdirektor Pany berichtete von Überlegungen einzelnerumsatzstarker Bauingenieurbüros, Maßnahmen gegen diese Art derneuen Prämienvorschreibung zu ergreifen, da diese teilweise auf demfreien Versicherungsmarkt günstigere Verträge erzielen könnten. ImVordergrund steht dabei eine mögliche Anfechtung desKammervollversammlungsbeschlusses beim Verfassungsgerichtshofbzw. der Aufsichtsbehörde, dem Bundesministerium für Wirtschaftund Arbeit. Es bleibt abzuwarten, ob diese Schritte tatsächlich ergriffenwerden, bzw. wie der Gerichtshof entscheiden wird.Abschließend dankte Sektionsvorsitzender Architekt ChristianAndexer allen Teilnehmern für ihre Aufmerksamkeit mit demSchlusssatz "In der Kammer sind die Räume nicht schön, dafürwarm, hier sind die Räume schön, dafür aber kalt". Er richtete dabeinochmals den Appell an alle Anwesenden, unbedingt zurKammervollversammlung zu kommen und ihr Stimmrecht auszuüben.■8KammerNachrichten 5/01


AktuellGestaltung der Berufshaftpflichtversicherungund die Art der Prämienberechnung. Nachdemes dem Kammerverhandlungsteam seit derletzten außerordentlichen Kammervollversammlungim Juli 2001 gelungen war, sowohl fürden Bereich der Pflichtversicherung ab€ 72.673,00 (ATS 1 Mio.) als auch für denSelbstbehaltsbereich ab € 7.267,00 (ATS99.996,10) Vertragsbedingungen auszuhandeln,die den Bedürfnissen der Ziviltechniker,insbesondere in Bezug auf Prämie undNachhaftung, entsprechen, war es vor allemdie Aufteilung der Prämien auf die einzelnenBerufsgruppen, die zu teilweise leidenschaftlichenDiskussionsbeiträgen führte. Schließlichwurde jedoch in geheimer Abstimmungdas sogenannte "Umsatzmodell", das einerseitsauf die Schadensverläufe innerhalb dereinzelnen Risikogruppen, aber auch auf dieUmsatzhöhe der einzelnen Ziviltechnikerkanzleienund ZiviltechnikergesellschaftenRücksicht nimmt, mit 323 Prostimmen (bei 53Gegenstimmen und 2 ungültigen Stimmen)angenommen. Damit sprachen sich über 85 %der Teilnehmer an der Kammervollversammlungfür die Prämienberechnung nachUmsatz aus. Details finden Sie im Kammerumlagenbeschlussfür 2002 auf Seite 10.KAMMERUMLAGE –STAFFELUNG NACH UMSATZAuch im Bereich der Kammerumlage wird2002 vom bisherigen einheitlichen Umsatzsystemabgegangen. Nach nochmaligerDiskussion über die Vor- und Nachteile dieserSystemänderung wurde schlussendlich mit70,7 % oder 181 Stimmen beschlossen, dassjedes Mitglied mit ausgeübter Befugnis eineMindestumlage zu bezahlen hat, welche€ 1.090,00 (ATS 15.000,00) beträgt zuzüglicheiner Umlage, die sich nach dem bereinigtenUmsatz eines Ziviltechnikers ergibt. DieHöchstumlage beträgt dabei für Ziviltechnikermit ausgeübter Befugnis € 4.452,00 (ATS61.2161,00), für Ziviltechnikergesellschaften€ 4.242,00 (ATS 58.383,00). Details ebenfallsauf Seite 10.ÄNDERUNG DER GESCHÄFTSORDNUNGGegen Ende der Kammervollversammlungwurde noch eine Geschäftsordnungs-Änderungin der Weise beschlossen, dass allfälligeselbstständige Anträge, die zur Kammervollversammlungeingebracht werden, rechtzeitigallen Kammermitgliedern zur Kenntnisgebracht werden müssen. Damit soll sichergestelltwerden, dass alle Mitglieder eine volleInformation über die beabsichtigten Abstimmungsinhaltein der Kammervollversammlunghaben. Siehe auch Seite 24.Im Zusammenhang damit wurde auch angeregt,in Hinkunft bei der Kammervollversammlungsicherzustellen, dass alle Mitgliederihre Meinung zu einem Thema äußern können.Der Präsident als Moderator solle es verhindern,dass durch Anträge auf Schluss derRednerliste oder Schluss der Debatte eineDiskussion abgewürgt wird.Umlagenordnung2002Wie sich Kammerumlage undBerufshaftpflichtversicherungsprämieab 2002 berechnen,wurde von derKammervollversammlung in einer Umlagenordnungfestgesetzt. Den Volltext derUmlagenordnung können Sie unterwww.aikammer.org downloaden, überAnforderung bei Barbara Gölles, (0316) 8263 44 DW 23 wird sie Ihnen gerne zugesandt.■Präsident Turk sagte zu, dass der Kammervorstandin dieser Richtung Überlegungenanstellen wird.Mit Anfragen an Bundeskammer-PräsidentScheifinger über ein parteipolitisches Auftretender Kammer Wien im Zusammenhangmit der Neubildung der Bundesregierung undeiner Resolution der Fachgruppe Raumplanungund Raumordnung über eine Umstufungin die Risikogruppe Architektur für dieBerechnung der Berufshaftpflichtversicherungs-Prämieendete die Kammervollversammlungum 19.45 Uhr.■Selbstbehalt bei Versicherung weiterversichert?Da die obligatorische Haftpflichtversicherung einen Selbstbehaltsbereichvon ATS 1 Mio. (€ 72.673,00) vorsieht,wurde von der Kammer für den Selbstbehaltsbereich vonATS 100.000,00 bis ATS 1 Mio. (€ 7.267,00 bis €75.000,00) ein fakultativer Rahmenvertrag abgeschlossen. UmDeckungslücken zu vermeiden, sind alle steirischen und KärntnerZiviltechniker mit ausgeübter Befugnis dann weiterversichert, wennsie nicht bis 31. Jänner 2002 diesen Versicherungsschutz ablehnen.Neben dem Großschadensbereich von ATS 1 Mio. bis ATS 11 Mio.(€ 75.000,00 bis € 730.000,00) ist vor allem für das FachgebietArchitektur die Selbstbehaltsversicherung von ATS 100.000,00 bisATS 1 Mio. (€ 7.267,00 bis € 75.000,00) von besondererBedeutung, treten doch fast 85 % der Schäden dieser Berufsgruppein diesem Bereich auf. Aus diesem Grund hat die AIK fürSteiermark und Kärnten mit der UNIQA-Versicherung eineRahmenvereinbarung über eine freiwillige Selbstbehaltsversicherungabgeschlossen. Damit nicht ungewollt Deckungslücken auftreten,wurde vereinbart, dass jeder steirische und Kärntner Ziviltechnikermit ausgeübter Befugnis für diesen Selbstbehaltsbereichweiterversichert ist, es sei denn, er erklärt bis 31. Jänner 2002 ausdrücklich,an dieser Versicherung nicht mehr teilnehmen zu wollen.Damit ist sichergestellt, dass auch für den Fall unvorhergesehenerEreignisse ein ausreichender Deckungsschutz ab ATS 100.000,00(€ 7.267,00) gegeben ist.Versicherungsmakler Winfried Bonn wird in den nächsten Tagennähere Informationen aussenden.■BESUCHEN SIE UNS IM INTERNET UNTER: http://www.aikammer.orgKammerNachrichten 5/01 9


AktuellKammerumlage 2002Die Kammervollversammlung hat am 30. November 2001 beschlossen, die von den Mitgliedern zu leistenden Umlagen und sonstigeBeiträge für das Kalenderjahr 2002 gem. § 52 Abs. 1 und Abs. 2 Ziviltechnikerkammergesetz wie folgt festzusetzen:10KammerNachrichten 5/01


AktuellKammerNachrichten 5/01 11


ServiceBauträgerkalkulation – eine Wissenschaft für sich?Mag. Dr. Heinz ScheidbachMag. Dr. Heinz Scheidbachist langjähriger Berufsgruppensprecherder Bauträger bei derWirtschaftskammer Steiermarkund Referent und Prüfer beider Bauträgerfortbildung zurErlangung der GewerbeberechtigungBauträger sowie allgemeinbeeideter und gerichtlichzertifizierter Sachverständigerfür Bauträgerkalkulationen.Da Ziviltechniker (insbesondereArchitekten, Ingenieurkonsulentenund Zivilingenieure für Bauwesenund Hochbau) auch als eigenständigeBauträger fungieren können, haben wirden langjährigen Fachgruppensprecher derBauträger bei der Wirtschaftskammer Steiermark,Mag. Dr. Heinz Scheidbach, eingeladen,zum Thema Bauträgerkalkulation zu informieren.Im ersten Teil befasst sich Scheidbach mitdem Unterschied Bauträger, Generalunternehmerund Bauführer und geht in der Folgeauf die Tücken der speziellen Bauträgerkalkulationein.Bei der Betrachtung des Berufsbildes der Bauträger,welches die Elemente Drittbindung,Konzentrationsprinzip, Treuhandelement,Gesamtverantwortung und Bauherrenfunktionumfasst, begründen die beiden letzten Elementebesonders die Unterschiede der Bauträgerzu Generalunternehmern und Bauführern.Eine Bauträgerkalkulation gliedert sich dahergrundsätzlich wie folgt:A Kosten1. Grundstückskosten2. Grundstücksnebenkosten – Grunderwerbssteuer,Eintragungsgebühr insGrundbuch, Maklerkosten, Kostenfür Anwalt, Notar, etc.3. Baukosten – In der Regel für dieschlüsselfertige Herstellung desProjektes4. Baunebenkosten – Planung,Bauaufsicht, Baubewilligung,Bodenuntersuchungen, Sonderfachleute,Aussiedlungskosten fürAltbestand, etc.5. Verkauf– oder Verwertungskosten6. FinanzierungskostenBErlöse1. aus Verkäufen anaa) Endverbraucherbb) Anleger2. MieterlöseC Rohüberschuss – vor SteuernDie lineare Kalkulation der o.a. Kosten ist fürTechniker mit Erfahrung in Baukostenkalkulationensicherlich kein Problem. Die diesbezüglicheArbeit wird durch Computerprogrammeund standardisierte Leistungsverzeichnisseerleichtert.Schwierig wird die Bauträgerkalkulation erst,wenn Erfahrungswerte wie eine Verwertungsprognose,die Bestimmungen des BTVG unddes UstG eingebracht bzw. berücksichtigt werdenmüssen. Falls Fremdmittel für dieZwischen- oder Ausfinanzierung eines Bauträgerprojektes,z.B. Wohnungseigentumsbauerforderlich sind, muss darüber hinaus einInformations- und/oder Berichtswesen mit derfinanzierenden Bank aufgebaut werden.Bei der Reihenfolge der Ermittlung der Kostens.o. müssen spätestens ab den Verkaufs- undFinanzierungskosten bei der Bauträgerkalkulationeinerseits Erfahrungswerte einfließenund andererseits vom Bauträger unternehmerischeEntscheidungen getroffen werden. ZurFestlegung der Verkaufskosten bedarf es einschlägigerErfahrung. Für die Ermittlung derFinanzierungskosten muss der Bauträger fixieren,in welcher Zeit der Verkauf derProjekteinheiten (Wohnungen, Büros, Geschäfte,etc.) nach seinen Annahmen von stattengehen wird. Weiters muss sich der Bauträgerentscheiden, welches "Sicherungsmodell"nach BTVG er auswählt. In der Regelwerden Bauträger zum sogenannten Modellder grundbücherlichen Sicherstellung inVerbindung mit dem Ratenplan greifen.Dieses Modell sieht vor, dass der Treuhänder(Notar oder Rechtsanwalt) dem Bauträger -nach entsprechender Einforderung bei denKäufern - Raten zu folgenden Zeiten auszahlendarf:Baubeginn 30,00 %Fertigstellungdes Rohbaus (40% von 70%) = 28,00 %Fertigstellung derRohinstallation (25% von 70%) = 17,50 %Fertigstellung derFenster undVerglasung (15% von 70%) = 10,50 %Bezugsfertigstellung(17% von 70%) = 11,90 %Bezugsfertigstellungdergesamten Anlage (3% von 70%) = 2,10 %100,00 %In der nächsten Phase der Bauträgerkalkulationhat der Bauträger anhand der Barmittel,die ihm zur Verfügung stehen, zu prüfen,welcher Fremdmittelbedarf in den einzelnenBau- bzw. Realisierungsphasen entsteht.Der Bauträger stellt dazu die bis zur ausge-12KammerNachrichten 5/01


Servicewählten Phase angefallenen Kosten den entsprechenddem Ratenplan gemäß BTVG eingehendenRaten aus Verkauferlösen und denvorhandenen Eigenmitteln gegenüber. Fürden voraussichtlich höchsten Fremdmittelbedarfempfiehlt sich die Organisation einesKreditrahmens bei der finanzierenden Bank.Die Gesamtverkaufssumme wird vomBauträger anhand einer Preisliste für Endverbraucher– in den darin angegebenenVerkaufspreisen sind die in den Kosten ausgewiesenenMehrwertsteuerbeträge enthalten.(Achtung: In den einzelnen Kostengruppenbzw. Kostenanteilen sind teilweise keine UStenthalten und dann wieder unterschiedlicheUSt-Sätze zu berücksichtigen.).Kontrolle des Verkaufsfortschritts zu gewährenist es zweckmäßig, den Geldfluss in zweigetrennten Konten und zwar für dieGrundstückskosten (zuzüglich Grundstücksnebenkosten)und alle übrigen Kosten (insbes.Bau- und Baunebenkosten, Verkaufs- undFinanzierungskosten) darzustellen. Anhandder getroffenen Annahmen des Bauträgerserfolgt nun die Gegenüberstellung der einundausgehenden Beträge unter Berücksichtigungeines allenfalls vorhandenenEigenkapitalanteiles. Diese zeigt je nachPhase der Projektabwicklung den jeweiligenFremdmittelbedarf. Zur Fixierung einesKreditrahmens mit der finanzierenden Bankwird der jeweils höchste Fremdmittelbedarfgesucht. Parallel zur Fremdmittelbedarfsermittlungzeigt eine Kontokorrentrechnungsowohl im Grundstückskonto als auch imBaukonto die voraussichtlich anfallendenFinanzierungskosten.Mit Festlegung und Darstellung der Finanzierungskostenist die Bauträgerkalkulationabgeschlossen, die Gesamtkosten ermitteltund nach Vorliegen einer Promesse einerfinanzierenden Bank für die Zurverfügungstellungder erforderlichen Fremdmittel stehtder Realisierung des Projektes nichts mehr imWege.Fortsetzung folgt. ■Da der Bauträger in der heutigen Zeit meistauch Einheiten an Anleger, die diese Einheitenvermieten werden, veräußert bzw. veräußernmöchte, muss er die Umsatzsteuernovellenvom 19.6.1998 und 12.1.1999 in seineErmittlungen miteinbeziehen. Wenn von seitendes Bauträgers dem Anleger und demEndverbraucher dieselbe Nettokostengrundlageangeboten werden soll, muss eine Prozentzahlermittelt werden, mit welchen dieEndverbraucherpreise (Bruttopreise) der einzelnenEinheiten auf eine Nettobasis entlastetwerden können.Mittels dieser Rechenmethode kann für jedeEinheit parallel zur Endverbraucherpreislistedie sogenannte Anlegerpreisliste erstellt werden.Kostenlose Qualifizierungsberatungdurch AMSARBEITSMARKTSERVICE ÖSTERREICHDas Arbeitsmarktservice Österreichfördert gemeinsam mit demEuropäischen Sozialfonds dieAus- und Weiterbildung sowiedie kostenlose Qualifizierungsberatungvon Beschäftigten in Klein- und Mittelbetrieben.Weiterbildung der von der Unternehmensleitungnominierten Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter. Diese Qualifizierungsberatungwird vom Arbeitsmarktserviceim notwendigen Ausmaß, jedoch für maximalzwei Tage gefördert.Für die Ermittlung der Finanzierungskostenist es zweckmäßig, die weiteren Berechnungender Bauträgerkalkulation auf der Basis derEndverbraucherpreisliste vorzunehmen. Diesdeshalb, weil die Umsatzsteuernovelle vom12.1.1999 die Rückvergütung von Vorsteuernerst nach Fertigstellung des Projektes bzw. zueinem Zeitpunkt, zu dem die "Umsätze getätigtsind" gestattet. D.h. auch allfälligeVorsteuern, die dem Bauträger auf Grund vonKäufen von Anlegern zustehen, müssen währendder Bauphase zwischenfinanziert werden.Anhand des wie oben angeführt "angenommenen"Verkaufsfortschritts wird die sogenannteGeldflussrechnung erstellt, welche dieFinanzierungskosten in Verbindung mit demfestgestellten Fremdmittelbedarf erhebt.Nach erfolgter Entscheidung über die Projektrealisierungempfiehlt es sich bei Fremdmittelbedarfein laufendes Berichtswesen überVerkaufsfortschritt und Fremdmittelbedarf jenach Realisierungsphase des Projektes aufzubauenbzw. zu erstellen. Um der finanzierendenBank eine bessere Transparenz bei derGerade in der wirtschaftlichen StrukturÖsterreichs mit dem Löwenanteil anKlein- und Mittelbetrieben ist es notwendigerdenn je, auf qualifizierte Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter zu setzen.In allen Unternehmensbranchen - egal obIndustrie, Gewerbe, Dienstleistung oderHandel – wird es immer wichtiger,Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschäftigen,die sich dem permanentenWandel der Markterfordernisse anpassenkönnen.Um ein exaktes Maßnahmenpaket zuerstellen, erarbeiten die Spezialisten derÖSB-Unternehmensberatung während derzweitägigen kostenlosen Qualifizierungsberatung- im Auftrag der Geschäftsführung- einen für das jeweilige Unternehmenmaßgeschneiderten, sofort umsetzbarenAktionsplan und beraten überFördermöglichkeiten für die Aus- undBei Interesse kontaktieren Siebitte im Bundesland Kärnten:ÖSB-UnternehmensberatungGes.m.b.H.9020 Klagenfurt, Marianum,Rudolfsbahngürtel 2/2Tel (0463) 59 80 50,Fax (0316) 38 14 DW 95www.oesb.atAuch in der Steiermark wird dieseQualifizierungsberatung angeboten.Nähere Auskünfte dazu erfahren Siedirekt beim ArbeitsmarktserviceSteiermark, Tel (0316) 70 80 DW 0.KammerNachrichten 5/01 13


ServiceEuro: Was ab 1. 1. 2002 noch zu beachten istSpätestens seit 1.10.2001 wissen wiralle: Der Euro kommt! VielesWissenswertes dazu finden Sie in diesemBeitrag, der uns von der Bundeskammerder Architekten und Ingenieurkonsulentenzur Verfügung gestellt wurde.EURO ZEITPLAN:1. Jänner 1999:Der Umrechnungsfaktor Schilling: Euro istunwiderruflich fixiert und beträgt 1 Euro =13,7603 ATS.1. September 2001:Beginn der Vorverteilung von Euro an Kreditinstituteund Unternehmer/innen.1. Oktober 2001:Beginn der gesetzlich verpflichtenden doppeltenPreisauszeichnung in Österreich.15. Dezember 2001:Beginn der Vorverteilung von Euromünzen anKonsumentinnen/Konsumenten.1. Jänner 2002:Beginn der Phase des doppelten Bargeldumlaufs:Schilling und Euro können für Barzahlungenverwendet werden. Im unbarenZahlungsverkehr können allerdings nur mehrEuro und Cent verwendet werden, da diese abdem 1. Jänner 2002 das alleinige Buchgeldsind. Ab diesem Zeitpunkt werden Euro undCent in Umlauf gebracht und im GegenzugSchilling-Münzen und -Banknoten eingezogen.28. Februar 2002:Ende der doppelten Bargeldphase. Wer nocham 28. Februar 2002 Schilling-Münzen oder -Banknoten besitzt, kann diese bei der ÖsterreichischenNationalbank kostenlos und zeitlichunbegrenzt in Euro umtauschen.Schilling-Münzen können auch bei der MünzeÖsterreich umgetauscht werden.1. März 2002:Der Euro wird alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel.31. März 2002:Ende der kostenlosen Umtauschmöglichkeitvon Banknoten anderer Euro-Länder bei derÖsterreichischen Nationalbank und derenZweiganstalten in den Bundesländern.RECHT UND VERTRÄGEAm 1.1.2002 erfolgt der rechtliche Übergangauf den Euro. Ab 1.1.2002 sind alle inVerträgen, Bescheiden, Gesetzen, Verordnungen,etc. verbliebenen Schilling-Beträge automatischals entsprechende Euro-Beträge zulesen.VERTRÄGENach dem Grundsatz der Vertragskontinuitätändert sich bei Verträgen durch die Euro-Einführung nichts, es sei denn die Vertragspartnerhätten aus diesem Anlass Änderungenvereinbart. Alle in Verträgen enthaltenenSchilling-Beträge sind ab 1.1.2002 automatischals entsprechende Euro-Beträge zu lesen.Für Verträge, die der Rechtsprechung vonDrittstaaten unterliegen, ist diese Vertragskontinuitätnicht immer abgesichert. EinePrüfung ist daher ratsam.GESELLSCHAFTENDas Grund- und Stammkapital von GmbHbzw. AG ist seit 1.1.1999 zumindest Euro35.000,00 bzw. Euro 70.000,00. Seitdem sindGründungen in Schilling und Euro möglich,ab 1.1.2002 nur mehr in Euro. Stimmrechtewerden durch die Euro-Umstellung nicht verschoben.Das Grund- und Stammkapital vonKapitalgesellschaften (AG, GmbH) mussnicht bis 1.1.2002 auf Euro umgestellt werden;eine Umstellung ist auch mit der nächstenKapitalerhöhung oder Satzungsänderungmöglich. Eine Glättung (zB von ATS500.000,00 = Euro 36.336,42 auf Euro36.000,00) ist optisch schön, aber nicht notwendig.Schilling-Briefmarken können noch bis30.6.2002 verwendet werden. Ab 1.1.2002werden aber nur mehr Euro-Briefmarken ausgegeben.UMRECHNUNG UND RUNDUNGEs gelten folgende Umrechnungs- und Rundungsregeln:– Umrechnungskurs: es gelten die erstensechs signifikanten Stellen– 1 Euro = 13,7603 Schilling– keine inversen Faktoren (z.B. nicht:1 Schilling = 0,0726728 Euro)– nach der Umrechnung Rundung der drittenNachkommastelle– = größer/gleich: Aufrundung auf nächstenCent– = kleiner als 5: AbrundungAchtung:Der Umrechnungskurs (1 Euro = 13,7603Schilling) darf nicht gerundet bzw. gekürztwerden.Die Rundung des errechneten Betrages erfolgterst nach der Umrechnung!PROBLEME MIT DER UMRECHNUNGNachdem die dritte Nachkommastelle, alsomaximal 0,5 Cent, auf- oder abgerundet wird,kann eine Rundungsdifferenz von maximal 6-7 Groschen (ca. 0,5 Cent) pro umgerechnetemBetrag entstehen.Da bei vielen verschiedenen Beträgen in etwagleich oft aufgerundet wie abgerundet wird,fallen die Differenzen insgesamt nicht insGewicht. Dennoch treten bei der RundungProbleme auf:Summierung: Je nachdem, ob Sie einzelneSchillingbeträge in Euro umrechnen und dannsummieren oder erst die Summe derSchillingbeträge in Euro umrechnen, könnensich verschiedene Summen ergeben.Achtung:Das Euro-Währungsangabengesetz schreibtvor, dass etwa bei Rechnungen, Kostenvoranschlägen,Kassenbons etc. nur in einerWährungseinheit zu summieren bzw. saldierenist. Sich ergebende Summen oderSalden (bzw. die Einzelpositionen) sinddann in die zweite Währungseinheit umzurechnen.RÜCKRECHNUNGWird ein Schilling-Betrag in einen Euro-Betrag hin- und wieder zurückgerechnet, entstehteine Differenz, wenn dasZwischenergebnis, also in dem Fall der Euro-Betrag, gerundet wird.14KammerNachrichten 5/01


ServiceBeispiel:ATS 19,90 : 13,7603 = Euro 1,44618...,gerundet Euro 1,45Euro 1,45 x 13,7603 = ATS 19,9524...,gerundet ATS 19,95RECHNUNGSWESEN, BUCHFÜHRUNGBis 31. Dezember 2001 können Sie wahlweisein Schilling oder Euro• Geschäftsfälle verbuchen,• Belege für die Buchhaltung sammeln,• Bilanzen erstellen,• Steuererklärungen abgeben.Wer Buchführung und Rechnungswesen nochnicht auf Euro umgestellt hat, hat nur nochzwei sinnvolle Umstellungszeitpunkte (zulässigist aber jeder Stichtag dazwischen):– den 1.1.2002– bei einem vom Kalenderjahr abweichendenWirtschaftsjahr den Bilanzstichtag vor dem1.1.2002.TippDer Euro kann zum Anlass genommen werden,die Bilanz von einem Wirtschaftsjahr aufein Kalenderjahr umzustellen.Achtung:Ab dem 1. Jänner 2002 (dh auch für einWirtschaftsjahr mit Stichtag im Jahr 2002)ist generell nur mehr der Euro zulässig.Vor der Umstellung sind Euro-Geschäftsfällequasi wie eine Fremdwährung zu verbuchen,nach der Umstellung gilt das fürSchilling-Geschäftsfälle. Unabhängig vonder Umstellung können Rechnungen inEuro oder in Schilling gelegt werden.Achtung:Der Umstellungs- und Umrechnungszeitpunktmuss eindeutig dokumentiert sein.Dazu reicht die Umstellung zu einemBilanzstichtag, ansonsten die Bildung einesSchilling-Saldos, die Umrechnung desSaldos in Euro und die weitere Verbuchungin Euro.LOHNVERRECHNUGLohnzettel und Nachweise von Sozialversicherungsbeiträgenmüssen bis 31.12.2001auf Schilling lauten. Elektronisch können sieaber schon derzeit in Euro übermittelt werden.Dem Arbeitnehmer übermittelte Lohnzettelsollten, außer wenn anders vereinbart, bis31.12.2001 Schilling-Beträge enthalten. Auchwenn die Buchführung schon in Euro läuft,empfiehlt es sich daher häufig, die Lohnverrechnungbis zu diesem Zeitpunkt inSchilling zu führen. Hingegen steht es demArbeitgeber frei, Entgelte in Euro oderSchilling zu überweisen.Kassenbuch: Das Kassenbuch ist wegen desfehlenden Euro-Bargeldes bis 31.12.2001 inSchilling zu führen und dann auf Euro umzustellen.Bis 28.2.2002 mögliche Schilling-Einnahmen sind in Euro umzurechnen und alsEuro-Einnahmen zu verbuchen.DER ZAHLUNGSVERKEHRSeit dem 1. Jänner 1999 kann der Euro nebendem Schilling als unbares Zahlungsmittel verwendetwerden.Im Gegensatz zu anderen Euro-Staaten ist inÖsterreich eine Bezahlung in Euro per Bankomatkarteoder Kreditkarte erst ab 1.1.2002möglich. Per Scheck kann bereits in Eurogezahlt werden - hier ist besonders auf dieWährungsangabe zu achten. Ein auf Euro lautenderScheck wird einfach in Schilling umgerechnetund dann entsprechend verrechnet.Achtung:Die Garantie der Banken, Schecks unabhängigvon ihrer Deckung bis zu einem Betragvon ATS 2.500,00 einzulösen, läuft mit31.12.2001 aus. Nehmen Sie daher danachnur noch Schecks an, wenn Sie sich derBonität Ihres Kunden sicher sind.Auch in Zukunft ist niemand verpflichtet,eine Zahlung per Scheck, Kredit- oderBankomatkarte anzunehmen, da diese keinegesetzlichen Zahlungsmittel sind.Kilometergeld in EUROÄnderungen am 1.1.2002Ab dem 1.1.2002 existieren die nationalenDenominationen der Euro-Staaten nur mehrals Bargeld. In allen unbaren Formen werdensie durch den Euro ersetzt.So werden am 1.1.2002 alle Konten, Sparbücher,Dauer-, Einziehungs- und Abschöpfungsaufträge,Depots, etc. kostenlosund unter Beibehaltung der jeweiligen Kontonummerauf Euro umgestellt.Achtung:Das Datenträgerformat EDIFACTV2 fürelektronische Zahlungsaufträge läuft am31.12.2001 aus. Ab 1.1.2002 gilt die neueNorm EDIFACTV3.ZAHLSCHEINEAb 1.1.2002 gelten nur noch die Euro-Zahlscheine;Schilling-Zahlscheine sollen nichtmehr ausgegeben werden. Schilling-Zahlscheine,die noch im Jahr 2001 ausgestelltwurden, werden von den Banken noch bis28.2.2002 entgegen genommen und in Euroumgerechnet. Ab 1.3.2002 können die Bankennur mehr Euro-Zahlscheine verarbeiten.Es können folgende Fehler Ende 2001/Anfang2002 auftreten:– Der Empfänger stellt eine Rechnung inEuro aus, legt aber einen Schilling-Zahlschein bei oder umgekehrt.– Der Auftraggeber verwendet für eine Schilling-Zahlungirrtümlich einen Euro-Zahlschein.– Beim Scheck wird eine Währungskennzeichnungvergessen.TippWegen der Fehlergefahr sollten Sie dieKontoauszüge in den ersten Wochen 2002besonders genau kontrollieren bzw. dengenauen Verwendungszweck bei Überweisungenangeben.EDVDer Übergang zum Euro macht eine Umstellungin der EDV notwendig, deren KostenMit dem Budgetbegleitgesetz 2001, BGB. I 2000/142, ARD 5180/1/2001, wurden in derReisegebührenvorschrift 1955 (RGV) die Schillingbeträge durch folgende Eurobeträge ersetzt:Kilometergeld Werte 2001 in ATS Werte 2002 in €PKW und Kombi/km 4,90 0,356zuzüglichpro Mitfahrer/km 0,59 0,043Motorrad bis 250 ccm/km 1,56 0,113Motorrad über 250 ccm/km 2,76 0,201Fahrrad 1 bis 5 km 3,20 0,233KammerNachrichten 5/01 15


Servicevon der Struktur Ihres Betriebs, von der bestehendenAusstattung und vom Termin derbetriebsinternen Umstellung abhängen.Achtung:Während der Jahr-2000-Umstieg alle Systememit Jahreszahlen betraf, betrifft derEuro-Umstieg alle Systeme mit Betragsangaben.Vielleicht wurde Ihre EDV anlässlichder Jahrtausendwende eurofähig gemacht.Das heißt aber noch nicht, dass derkonkrete Euro-Umstieg schon abgeschlossenist.Wer noch nicht auf Euro umgestellt hat, wirdam 1.1.2002, bei einem Wirtschaftsjahr evtl.zu einem früheren Stichtag, umsteigen. Diemeisten KMUs arbeiten in einer Währung undwerden dann von Schilling auf Euro umsteigen.Die Anschaffung mehrwährungsfähigerSoftware, die zwischen verschiedenen Währungenunterscheidet und "auf Knopfdruck"umrechnet, rentiert sich in diesem spätenStadium kaum noch.Spätestens zum 1.1.2002 müssen aber alleEDV-Systeme Euro-Beträge annehmen, verarbeitenund ausgeben können!Zu entscheiden ist, ob alle EDV-Bereiche aneinem Stichtag oder stufenweise umgestelltwerden, sowie ob der Umstieg mit oder ohneParallellauf von Systemen und zweiWährungseinheiten vollzogen wird.Achtung:Jeder Umstieg zu einem Stichtag ohneParallellauf ist riskant und gut vorzubereiten.Im Einzelnen bringt jeder Umstieg folgendeHerausforderungen:– Konvertierung der historischen Daten:Betroffen sind in der EDV gespeichertePreislisten, Statistiken, die Bilanz für dasGeschäftsjahr 2001, die Kreditoren- undDebitorenbuchhaltung etc.– Schnittstellen: Zu beachten sind dieVerbindungen zwischen betriebsinternenBereichen, z.B. zwischen Finanzbuchhaltungund Lohnverrechnung (vor allem beistufenweisem Umstieg!) sowie zwischenBetrieb und Geschäftspartnern (zB beielektronischem Datenaustausch), Banken(Achtung beim electronic Banking: Umstiegvon EDIFACTV2 auf EDIFACTV3 bis1.1.2002!) und Behörden. Die verschiedenenSysteme sollten nur Daten einerWir bieten Ihnen als Plattform für alle Ziviltechniker österreichweiteinzigartige Handyoptionen im A1-Netz:• Grundgebühr: 205,-- Schilling + 50,-- Schilling Bearbeitungsgebühr A1 NetWork• jederzeit die neuesten Handies zum Nextkundenpreis• 1 Stunde im Monat gratis telefonieren von A1 zu A1 im A1 NetWork• ab der 61. Minute im A1 NetWork 0,67 Schilling• A1 zu Festnetz in der Spitzenzeit 0,83 Schilling• A1 zu anderen Mobilnetzen in der Spitzenzeit 3,54 Schilling• A1 zu anderen Mobilnetzen 2,71 Schilling am Wochenende, abends und in der Freizeit• A1 Mobil-Text (pro SMS) 1,50 Schilling• A1 Data und Fax immer 1,50 Schilling• A1 ruft PocketNet / Internet 0,83 Schilling...und was bekommen Sie für Ihr Geld?• alle Handys werden intern von einer zentralen Stelle administriert und verwaltet• bei Verlust oder Diebstahl: ein Anruf bei uns genügt!• Gutscheine für neue Handies können direkt bei uns bestellt werden• alle Handies im A1 NetWork sind zu einer mobilen Nebenstellenanlage zusammengefasst• internes telefonieren durch eine dreistellige Kurzwahlnummer• Abruf der Mobilbox mittels Kurzwahl im A1 NetWork eine Stunde lang gratis!• Benutzerberechtigungen (Rufnummerneinschränkungen) möglich• Sie haben den Vorteil im A1 NetWork als Großkunde der mobilkom austria bessere Einzelkonditionen zu erhalten.Wir würden uns freuen, Sie in unserem NetWork begrüßen zu dürfen! Für weitere Informationen stehen wirIhnen gerne jederzeit unter der Tel.Nr. 0316/823570, Ansprechpartner Fr. Claudia Harrer, zur Verfügung!w w w. m a p 4 y o u . a t"Währungseinheit" austauschen, andernfallsmüssen Beträge vor oder nach derÜbertragung konvertiert werden. Wichtig isthier eine Absprache mit den Geschäftspartnern!– Betragsangaben in Masken: Spätestens ab1.1.2002 sind Preislisten, Preisetiketten,Rechnungen, Bestellungen, Lohnzettel, etc.in Euro zu erstellen. Häufig sind schon ab1.10.2001 doppelte Betragsangaben vorgeschrieben.Die dafür verwendeten EDV-Masken sind rechtzeitig umzuprogrammieren.– Periodenübergreifende Verarbeitung vonBetragsdaten: Wer am 1.1.2002 auf Euroumsteigt, hat noch Wochen oder Monatedanach Schilling-Geschäftsfälle aus 2001zu verbuchen. Eine händische Umrechnungwird meist notwendig sein, um Euro-Einträge zu machen.– Archivierung: Belege, Rechnungen, Bestellungensind 7 Jahre aufzubewahren. UmVergleichsmöglichkeiten zu haben, stelltsich die Frage, ob der Altbestand auf einerCD oder einem Archiv-Server abgelegt odernoch in Euro konvertiert wird. Oft ist derAusdruck des Altbestands die einfachsteVariante! Kennzahlen und Statistiken müssenumgerechnet werden, sonst ergibt sichwomöglich ein starkes Minus.Beispiel: Umsatz 2001 19,50 Mio (Schilling);Umsatz 2002 1,50 Mio (Euro).Statt einer Steigerung von fast 6 % wird einMinus von über 92 % ausgewiesen ...– Probebetrieb: Wichtig sind eine Testphaseund ein Probebetrieb. Wenn alte und umgestellteDaten bzw. Programme eine Zeitlangnebeneinander laufen, ist auch zu prüfen, obdie Hardware den Parallellauf bewältigt(Speicherkapazität).Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Wartungsvertragein Upgrade für die Euro-Umstellungumfasst. Externe Hilfe ist meist teuer - einBeratertag kostet zwischen ATS 10.000,00und ATS 20.000,00.Nähere Informationen finden Sie im Internetunter folgenden Adressen:www.euro.gv.at.wko.at/euro.www.help.gv.at.www.bmf.gv.at.www.oenb.co.at.■16KammerNachrichten 5/01


Recht & GesetzKanzleinachfolge: Was Ziviltechniker beachten solltenGESETZLICHE GRUNDLAGEN FÜR EINENACHFOLGE/VERTRETUNGSREGELUNGDr. Klaus Kocher istRechtsanwalt in GrazDer tragische Tod einesGrazer Architekten im Sommerd.J. hat vielen Ziviltechnikerndrastisch vor Augen geführt,dass durchaus die Notwendigkeitbesteht, schon zu Lebzeiteneine Nachfolgeregelung zureffen.Es sollte aber auch für denFall der zeitlich begrenztenoder dauernden Berufsunfähigkeit(etwa aus gesundheitlichenGründen) rechtzeitigvorgesorgt werden.BERUFSRECHTLICHE VORSCHRIFTENDas geltende Ziviltechnikergesetz (ZTG) siehtfür den Fall der Verhinderung der Berufsausübungkeinerlei Regelungen vor. Es istdaher zu prüfen, inwieweit rechtlich zulässigund faktisch effizient privatrechtliche Vereinbarungenoder letztwillige Verfügungengetroffen werden können, die eine Vertretungs-oder Nachfolgeregelung gewährleistenund auf berufsrechtliche VorschriftenBedacht nehmen. Es soll weiters die Frage derAbgrenzung von Haftungen insbesondereunter Berücksichtigung der Berufshaftpflichtversicherungvorgenommen werden.PRIVATRECHTLICHEVEREINBARUNGEN (VOLLMACHT)Es steht grundsätzlich jedem frei, sich füreinen bestimmten Aufgabenbereich vertretenzu lassen. Dabei ist die Erteilung der Vertretungsmachtnicht an eine Form gebunden.Empfehlenswert ist die Einhaltung derSchriftform allemal, allein um den genauenUmfang der Vollmacht festzulegen. Je nachdem Inhalt der Vollmacht ist der Bevollmächtigteberechtigt, für den Vertretenen zuhandeln. Handelt der Bevollmächtigte innerhalbseiner Möglichkeiten, wird der Vertreteneunmittelbar berechtigt und verpflichtet. Sokönnte etwa der Vertreter eines Architekten -entsprechende Vollmacht selbstverständlichvorausgesetzt - rechtsverbindlich für denArchitekten eine Honorarvereinbarung treffen.Bei der Übertragung von Aufgaben, welcheeinem Ziviltechniker vorbehalten sind, istselbstverständlich zu achten, dass auch derVertreter über die entsprechenden berufsrechtlichenVoraussetzungen zu verfügen hat.VEREINBARUNGEN IM RAHMENEINER ZIVILTECHNIKERGESELLSCHAFT§ 21 ff ZTG regelt die Zulässigkeit von Ziviltechnikergesellschaften.Gem. § 28 Abs 1 ZTG sind Geschäftsführungund Vertretung Gesellschaftern mit ausgeübterBefugnis vorbehalten.Scheidet dieser Ziviltechniker - aus welchenGründen immer - aus, ist nach den gesellschaftsrechtlichenbzw. vertraglichen Bestimmungenfür eine entsprechende Nachfolge zusorgen.ERLÖSCHEN DER VOLLMACHTDie Vollmacht erlischt mit Zeitablauf, wennsie befristet war, mit Eintritt der Bedingung,wenn sie bedingt war, wenn sie aber für einbestimmtes Geschäft erteilt war, mit Abschlussdieses Geschäftes.Da die Vollmacht ein besonderes Vertrauensverhältniszwischen dem Vollmachtgeber unddem Bevollmächtigten voraussetzt, kann siejederzeit durch die Erklärung eines derBeteiligten aufgehoben werden.Im Übrigen erlischt die Bevollmächtigunggrundsätzlich auch durch den Tod des Vollmachtgebersoder auch des Bevollmächtigten.Wenn aber die Vollmacht besonders auf denTodesfall des Vollmachtgebers erstrecktwurde, wirkt die Vollmacht auch über den Toddes Vollmachtgebers hinaus. In diesem Fall -denkbar ist ja eine Vollmacht auf den Todesfall- hat der Beauftragte die Vollmacht imInteresse der Erben auszuüben. Für die Erbenbesteht die Möglichkeit, diese Vollmacht zuwiderrufen.Wann immer sich die Erteilung einerVollmacht als notwendig erweist, gilt, dass dieVollmacht ausschließlich schriftlich und möglichstpräzise formuliert zu erteilen ist.HAFTUNG DES BEVOLLMÄCHTIGTENDer Bevollmächtigte haftet dem Vollmachtgeberoder, besonders im Falle der VollmachtKammerNachrichten 5/01 17


Recht & Gesetzauf den Todesfall, dessen Erben im Innenverhältnisfür die auftragsgemäße Wahrnehmungder Vollmacht.Die Ersatzpflicht des Vertreters ist insbesonderedann denkbar, wenn er seine Vollmachtüberschreitet oder wenn er im Rahmen derVollmacht durch sein Verschulden dem Vertreteneneinen Schaden verursacht. Zu denkenwäre hier etwa daran, dass der Vertreter einesArchitekten Teil- oder Schlussrechnungenzum Nachteil des Bauherrn prüft und derVollmachtgeber vom Bauherrn in Anspruchgenommen wird.Häufige Probleme im Zusammenhang mit derVertretung ergeben sich dann, wenn derVertreter entweder ohne Vertretungsmachthandelt oder die Grenzen seiner Vertretungsmachtüberschreitet. Selbstverständlichist ein Geschäft, dass ohne Vertretungsbefugnisgesetzt wird, unwirksam. Problematischist der Fall, wenn der Dritte Kenntnisdavon hat, dass ein Vollmachtsverhältnisbesteht, er jedoch über den Inhalt der Vollmachtnicht genau Bescheid weiß.Schließt der Vertreter mit dem Dritten einGeschäft, ohne dass eine entsprechende Vollmachtvorliegt, ist das Geschäft unwirksam,der Vertreter haftet dem Dritten für den verursachtenSchaden, wenn er ihm den Mangel derVertretungsmacht schuldhaft verschwiegenhat.Wie bereits eingangs erwähnt, wird derVollmachtgeber, der durch den Bevollmächtigten- solange dieser im Rahmen der Vollmachtagiert - unmittelbar berechtigt und verpflichtet.Das hat zur Konsequenz, dass derVollmachtgeber grundsätzlich für das Handelndes Bevollmächtigten einzustehen hat. Er haftetsomit für die vom Bevollmächtigten in seinemNamen abgegebenen Erklärungen.LETZTWILLIGE ANORDNUNGENIn einer formgültigen letztwilligen Anordnung(Testament) oder auch einem Erbvertrag kannvom Erblasser ein Testamentsvollstreckerbestimmt werden, dem es jedoch frei steht, dasAmt zu übernehmen.Übernimmt er das Amt, hat er die Anordnungendes Erblassers entweder selbst zuvollziehen oder die Vollziehung durch dieErben zu betreiben. Er ist nicht berechtigt, dieVerwaltung des Nachlasses selbst vorzunehmen,er vertritt den Nachlass ebenso wenig,wie er die Erben vertritt.ENTLOHNUNGBetreffend die Entlohnung sowohl des Testamentsvollstreckersals auch des Bevollmächtigtengilt grundsätzlich, dass sich diesenach einer Vereinbarung richtet. Im Interesseder Klarheit ist daher dringend zu empfehlensowohl im Rahmen der Bevollmächtigung alsauch im Rahmen der Bestellung einesTestamentsvollstreckers die Honorarfrage ausdrücklichzu regeln.VERSICHERUNGSRECHTLICHE FRAGENAlle Mitglieder der Kammer der Architektenund Ingenieurkonsulenten für Steiermark undKärnten sind (derzeit noch) haftpflichtversichert.Diese Versicherung deckt Schadenersatzverpflichtungendes Ziviltechnikers, dieihn im Zusammenhang mit dem versichertenRisiko (Betrieb) treffen. Der Versicherungsschutzbezieht sich - soweit die Schadenersatzverpflichtungder betrieblichen Tätigkeitentspringt - auch auf Schadenersatz begründendeHandlungen solcher Personen, diegesetzliche Vertreter des Versicherungsnehmerssind, oder die er zur Leitung oder Beaufsichtigungder versicherten Betriebes angestellthat. Sonstige Personen, wie etwaVertreter, Subunternehmer etc., sind vomVersicherungsschutz nur insoweit umfasst, alsnicht ein anderweitiger Versicherungsschutzbesteht. Verursacht also der Vertreter einenSchadensfall, ist primär zu überprüfen, ob derVertreter selbst für den Schadensfall Versicherungsschutzhat, wenn nein, ist die Haftpflichtversicherungdes Vollmachtgebers zurDeckung verpflichtet. Für die Deckungspflichtder zuletzt genannten Personengruppe kannes nach den Versicherungsbedingungen erforderlichsein, die Ausdehnung der Deckungbesonders mit dem Versicherer zu vereinbaren.ZUSAMMENFASSUNGDie Ziviltechniker können durch privatrechtlicheVereinbarung oder letztwillige Anordnungfür eine Nachfolge- bzw. Vertretungsregelungsorgen. Im Falle der Bevollmächtigung sollteder Umfang der Vertretungsmacht schriftlich,möglichst genau festgehalten werden. Gleichzeitigsollte - jedenfalls aus Vorsichtsgründen -der Haftpflichtversicherer von der Vertretunginformiert werden. Die Vollmacht kann auchfür den Fall des Todes des Vollmachtgeberserteilt werden.Der solcherart Bevollmächtigte ist grundsätzlichzur Vertretung des Nachlasses berechtigt.Im Gegensatz dazu hat der Testamentsvollstrecker,der durch eine letztwillige Anordnungbestimmt wurde, kein Vertretungsrecht,er hat lediglich die Verpflichtung, die Anordnungendes Erblassers umzusetzen. DieHaftung des Vertreters bestimmt sich einerseitsnach dem Inhalt des Vollmachtsvertrages,im Außenverhältnis haftet der Vertreter demDritten nur, wenn der Dritte im Vertrauen aufeine tatsächlich nicht bestehende Vollmachtein Geschäft abschließt und der Dritte dadurcheinen Schaden erleidet.■HANDYTARIFE FÜR ZIVILTECHNIKERAB SOFORT BILLIGER!ZT-DATENFORUM UND A1BIETEN SONDERKONDITIONEN –NICHT SONDERANGEBOTE!Seite 1618KammerNachrichten 5/01


Recht & GesetzZulässigkeit vertraglicher HaftungsbeschränkungenDr. Dagmar Gruber ist stellvertretendeKammerdirektorin in derAIK für Steiermark und KärntenVor allem im Zusammenhangmit der Versicherungsmöglichkeitvon Schadenersatzansprüchenstellt sichfür Ziviltechniker die Fragenach einer vertraglichenBegrenzung der Haftungfür Schäden.Dabei sind vor allem dieGrenzen des Konsumentenschutzgesetzeszu beachten.HAFTUNG DES ZIVILTECHNIKERSIn der Regel werden Ziviltechniker imRahmen eines Werkvertrages beauftragt. Dasbedeutet, dass sie auf Grund der allgemeinenBestimmungen des Schadenersatzrechtesmangels anderweitiger Vereinbarung für jedenvon ihnen verursachten und verschuldetenSchaden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungenhaften. Hervorzuheben ist dabei,dass der Ziviltechniker als Sachverständigergemäß § 1299 ABGB (Allgemeines BürgerlichesGesetzbuch) gilt. Sachverständiger istdanach jeder, der eine Tätigkeit ausübt, diebesondere Fähigkeiten erfordert. Er haftet fürden "notwendigen Fleiß" und die erforderlichenfachlichen Kenntnisse. § 1299 begründetallerdings keine besonderen Pflichten, sondernhebt nur den Verschuldensmaßstab an.Es soll hier nicht auf die allgemeinen Bestimmungendes Schadenersatzrechtes, wie zB.Verschuldensgrade, Art und Umfang desErsatzes (Naturalrestitution, Geldersatz, positiverSchaden, entgangener Gewinn etc. ) eingegangenwerden. Erörtert wird vornehmlichdie Frage, ob bzw. inwieweit es zulässig ist,vertragliche Haftungsbegrenzungen zu vereinbaren.Im Vordergrund steht dabei das Problem, dassdie Berufshaftpflichtversicherung Schäden nurbis zu einer bestimmten Höhe abdeckt.Weiters ist zu beachten, dass alle Versicherungsverträgeden Begriff der "Nachhaftung"kennen. Das bedeutet, dass die Verpflichtungzum Ersatz aufgetretener Schäden seitens derVersicherung auf eine bestimmte Zeitdauereingeschränkt wird.Schadenersatzansprüche verjähren grundsätzlichnach drei Jahren ab Kenntnis desGeschädigten vom Schaden und der Persondes Schädigers. Sind dem GeschädigtenSchaden oder Schädiger nicht bekannt geworden,oder ist der Schaden aus einer gerichtlichstrafbaren Handlung, die nur vorsätzlichbegangen werden kann und mit mehr als 1-jährigerFreiheitsstrafe bedroht ist, entstanden,beträgt die Frist 30 Jahre (§ 1489 ABGB). Die30-jährige Verjährungsfrist beginnt nach derRechtssprechung immer mit dem schädigendenEreignis zu laufen, ohne dass es daraufankäme, wann der Schaden selbst eingetretenist.Das bedeutet, dass bei einen Versicherungsvertrag,der eine Nachhaftung von 4 Jahrennach Ende des Vertrages vorsieht, durchausSchäden auftreten können, die zwar noch nichtverjährt, jedoch nicht mehr gedeckt sind. Ausdiesem Grund besteht natürlich ein Interessedaran, eine Schadensobergrenze (z.B. mit demvon der Versicherung gedeckten Betrag) bzw.Verkürzung der Verjährung für Schadenersatzansprüchevertraglich zu vereinbaren. Zu prüfenist, inwieweit derartige Vertragsklauselnzulässig sind. Zu beachten ist auf jeden Fall,dass diese Vereinbarungen gesondert in jedenVertrag aufgenommen werden müssen, alsovom Vertragspartner akzeptiert worden seinmüssen. Dabei ist es wesentlich, ob es sichbeim Auftraggeber um einen Verbraucher imSinn des Konsumentenschutzgesetzes handelt.VERBRAUCHERVERTRÄGEHandelt es sich beim Vertragspartner um einenVerbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes(KSchG), so sind die Bestimmungendes § 6 KSchG zu beachten.Ziel des Konsumentenschutzgesetzes ist es,dem Verbraucher gegenüber dem Unternehmerbesonderen Schutz zu verschaffen. Voraussetzungist, dass es sich um ein Rechtsgeschäftzwischen jemandem, für den dasRechtsgeschäft zum Betrieb seines Unternehmensgehört, und jemandem, auf den dasnicht zutrifft, handelt. Es muss also auf einerSeite ein Unternehmer und auf der anderenSeite ein Nichtunternehmer Partei desGeschäftes sein. Im Unterschied zum Begriffdes Unternehmens ist jener des Verbrauchersnicht gesetzlich definiert. Unternehmen istjede auf Dauer angelegte, organisierte, selbstständigewirtschaftliche Tätigkeit, mag sieauch nicht auf Gewinn gerichtet sein. Darausfolgt, dass Ziviltechniker Unternehmer sind.Nach § 6 KSchG sind Vertragsbestimmungenfür Verbraucher nicht verbindlich, nach deneneine Pflicht des Unternehmers zum Ersatzeines Schadens für den Fall ausgeschlossenwird, dass er oder eine Person, für die er einzustehenhat, den Schaden vorsätzlich odergrob fahrlässig verschuldet hat bzw. nachdenen eine Pflicht des Unternehmers zumErsatz eines Schadens an einer Sache, die erKammerNachrichten 5/01 19


Recht & Gesetzzur Bearbeitung übernommen hat, ausgeschlossenoder beschränkt wird. Daraus lässtsich ableiten, dass grundsätzlich nichts dagegenspricht, Schadenersatzansprüche betragsmäßigzu beschränken, jedoch nur für Fälleder leichten Fahrlässigkeit, bzw. nicht fürPersonenschäden und an Sachen, die zur Bearbeitungübernommen wurden.Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungenfür Ziviltechniker der Kammer derArchitekten und Ingenieurkonsulenten fürSteiermark und Kärnten schließen in ihremPunkt XIV sämtliche Schadenersatzansprüchein Fällen leichter Fahrlässigkeit aus, wobei dasVorliegen von leichter bzw. grober Fahrlässigkeitder Geschädigte zu beweisen hat(vertraglich vereinbarte Beweislastumkehr).Es wird jedoch einschränkend darauf hingewiesen,dass diese Bestimmung bei Verbrauchergeschäftennicht für Personenschädenund für Schäden an zur Bearbeitung übernommenenSachen gilt.In der Literatur umstritten ist, ob "Freizeichnungen"auch für leichte Fahrlässigkeitbei Verbraucherverträgen zulässig sind, wennsie ohne sachlich einleuchtenden Grund dievertraglichen Hauptpflichten des Unternehmersentwerten und so die Erreichung desVertragszweckes gefährden (Krejci in Rummel,ABGB, Rz 126 ff zu § 6 KSchG). EineBeweislastumkehr, wie sie in den AllgemeinenGeschäftsbedingungen oben zitiert wurde, istzu Lasten des Verbrauchers ausdrücklich nach§ 6 Abs. 1 Z 11 KSchG untersagt.Auch eine Verkürzung der Verjährungsfristder Schadenersatzansprüche ist gegenüberVerbrauchern meines Erachtens bedenklich. Indiesem Zusammenhang ist auf § 9 Abs. 1KSchG zu verweisen, wonach bei Gewährleistungsrechtendes Verbrauchers die Vereinbarungeiner kürzeren als der gesetzlichenGewährleistungspflicht unwirksam ist. ImHinblick auf die Konkurrenz zwischen Gewährleistungs-und Schadenersatzansprüchenkönnte im Einzelfall durchaus die Auffassungvertreten werden, dass eine Verkürzung derVerjährungsfrist unwirksam ist, da damit auchdie Rechtsposition des Verbrauchers erheblicheingeschränkt wird.VERTRÄGE AUSSERHALB DESKONSUMENTENSCHUTZRECHTSEine Schadens- bzw. Haftungsbegrenzunggegenüber Vertragspartnern, die nicht demKonsumentenschutzgesetz unterliegen, ist aufeine mögliche Sittenwidrigkeit nach § 879ABGB zu prüfen. Danach sind sicherlich vertraglicheAusschlüsse jeglicher Haftung unzulässig.Niemals ist der Ausschluss derHaftung für eigene vorsätzliche Schadenszufügungauf Grund herrschender Rechtsprechungzulässig, woraus folgt, dass aucheine Begrenzung der Nachhaftung bzw. Höhedes Schadens für diese Fälle der vorsätzlichenSchadenszufügung unwirksam ist.Umstritten ist, wieweit die Haftung für grobeFahrlässigkeit ausgeschlossen werden darf.Differenzierend heißt es, dass auch für grobeFahrlässigkeit ein Haftungsausschluss vereinbartwerden könne, er sei aber soweit sittenwidrig,als die unterlaufene Fahrlässigkeit sokrass ist, dass mit einem derartigen Verhaltennach den Erfahrungen des täglichen Lebensund nach redlicher Verkehrsübung nichtgerechnet werden kann, sodass die grobeFahrlässigkeit dem Vorsatz gleichzustellen ist(Krejci in Rummel, ABGB, 2. Auflage, Rz 115zu § 879).Der Ausschluss der Haftung für leichteFahrlässigkeit ist prinzipiell zulässig. Diesgilt jedoch nicht für Fälle, in denen derUnternehmer eine Sache zur Bearbeitungübernommen hat, was bei Ziviltechnikern inder Regel nicht vorkommen wird (Krejci inRummel, 2. Auflage, Rz 116 zu § 879).Die dem Grunde nach zulässigen Haftungsausschlüssegelten jedoch nicht für sämtlicheSchäden, die verursacht werden. Vielmehrerfassen Freizeichnungsklauseln nur voraussehbareund kalkulierbare Schadensrisiken.Zulässig sind auf Grund der RechtsprechungHaftungsbeschränkungsklauseln, die denUmfang der Schadenersatzpflicht auf Schädenbegrenzen, die unter Versicherungsschutzgebracht werden können (Krejci in Rummel,Rz 119 zu § 879).Zusammenfassend kann deshalb festgehaltenwerden, dass vertragliche Vereinbarungenüber Beschränkungen der Schadenersatzpflichtendes Auftragnehmers gegenüberVerbrauchern vor allem bei Vorliegen von grobemVerschulden die Gefahr der Unwirksamkeitbzw. Sittenwidrigkeit in sich bergen. InVerträgen mit Partnern, die nicht Verbraucherim Sinne des Konsumentenschutzgesetzessind, sind Haftungseinschränkungen für jeneFälle, wo die Schadensverursachung zumindestvorsätzlich erfolgt ist, unzulässig. Auchdie Allgemeinen Geschäftsbedingungen fürZT-Leistungen der Kammer Graz enthaltenBestimmungen über den Ausschluss derSchadenersatzansprüche in Fällen leichterFahrlässigkeit sowie eine Verkürzung derVerjährungsfrist auf 2 Jahre ab Gefahrenübergang,wobei dies jedoch nicht für die obenangeführten Fälle von Verbraucherverträgengilt.■Neues aus dem VergabewesenALTERNATIVANGEBOTE –VORABENTSCHEIDUNGSVERFAHRENBei vielen Vergabeverfahren steht man oft vordem Problem, wie Alternativangebote zubeurteilen bzw. deren Gleichwertigkeit zuprüfen ist. Dabei stellt sich vor allem auch dieFrage, ob bereits im Ausschreibungsverfahrenselbst eine Konkretisierung der Gleichwertigkeitvorgegeben werden muss. SolltenAlternativangebote gleichwertig sein, liegt einweiteres Problem darin, ob es möglich ist, dieangegebenen Zuschlagskriterien anzuwenden,um den Bestbieter im Sinn des Vergabegesetzeszu ermitteln.Der Senat 3 des Bundesvergabeamtes hat sichmit der Frage der Prüfung der Gleichwertigkeitvon Alternativangeboten befassen müssenund dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaftnachstehende Fragen zur Vorabentscheidungvorgelegt:Frage 1: Ist ein alternativer Angebotsvorschlageines Bieters, der darin besteht, stattder ausgeschriebenen Herstellung der Oberdeckeder Straßenfahrbahn durch Beton eineAsphaltoberdecke vorzuschlagen, ein "Änderungsvorschlag"im Sinne von Art 19 Abs 1der RL 93/37/EWG?Frage 2: Kann das für die Zulässigkeit derAnnahme eines "Änderungsvorschlags" imSinne von Art 19 Abs 1 der RL 93/37/EWG innationalen Rechtsvorschriften aufgestellteKriterium, dass mit dem Alternativvorschlag"die Erbringung einer qualitativ gleichwertigenLeistung sichergestellt ist", rechtmäßigerweiseals gemäß Art 19 Abs 1 und 2 der RL20KammerNachrichten 5/01


Recht & GesetzVertragsklauseln über UrheberrechtMusterverträge beinhalten oft Klauseln, die besagen, dass mit der Bezahlung des vereinbartenHonorares das Urheberrecht auf den Auftraggeber übergeht. Hier ist Vorsicht geboten.Der Klausel "Mit der Bezahlung desvereinbarten Honorares gehen alleRechte, auch das Urheberrecht, aufden Auftraggeber über. Der Auftraggeberist berechtigt, Änderungen vom Bauwerksowohl während der Bauphase als auchnachträglich - auch in architektonischer Hinsicht- anzuordnen und vorzunehmen. DemAuftraggeber steht das entgeltfreie Veröffentlichungsrechtzu, er hat in allen ihm zumutbarenFällen den Auftragnehmer als Urheber zunennen." sollten Sie keinesfalls zustimmen.Abgesehen davon, dass das Urheberrechtimmer beim Planer verbleibt, werden mit dieserBestimmung sämtliche Verwertungsrechte,die dem Urheberrecht entstammen, demAuftraggeber überlassen. Aus Sicht desAuftragsnehmers wäre z.B. folgende Klauselwünschenswert: "Alle Werknutzungsrechteverbleiben beim Auftragnehmer. Der Auftraggeberist bei Beauftragung sämtlicher Teilleistungenjedoch zur einmaligen, plan- undvertragskonformen Ausführung berechtigt."Weiters sollte auch das Honorar für dieVerwertung genannt werden. Wenn vorerst nurVorentwurfs- und Entwurfsleistungen beauftragtund weitere Teilleistungen lediglich inAussicht gestellt werden, sollte dieZustimmung zur Ausführung von der weiterenMitwirkung abhängig gemacht werden. ■Planungsbefugnis Technische Bürosfür Innenarchitektur: KlarstellungAuf Grund einer Intervention der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Steiermarkund Kärnten sah sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gezwungen, seine auch inden Medien publizierte Stellungnahme zum Berechtigungsumfang von Technischen Büros fürInnenarchitektur dahingehend klar zu stellen, dass Technische Büros nicht zur konstruktivenBearbeitung und statischen Berechnung von statisch relevanten Bauteilen berechtigt sind.Das Bundesministerium fürWirtschaft und Arbeit hat in einemSchreiben an den Fachverband derTechnischen Büros eine Auskunftzum Berechtigungsumfang bzw. derPlanungsbefugnis für Technische Büros fürInnenarchitektur gegeben. Dabei ging es vorallem um Tätigkeiten im Zusammenhang mitder Verfassung von Bauplänen. DasWirtschaftsministerium kommt darin zumSchluss, dass Technische Büros fürInnenarchitektur berechtigt sind, Baupläneauf dem Gebiet der Innenarchitekten zu verfassen.Überantwortet eine landesrechtlicheVorschrift die Erstellung von Bauplänen einergesetzlich dazu befugten Person, sind - so dieoffizielle Auskunft des Ministeriums - damitauch die Technischen Büros fürInnenarchitektur erfasst.Diese für die Technischen Büros für Innenarchitektursicherlich erfreuliche Mitteilungwurde natürlich entsprechend publiziert, weshalbsie auch der Kammer der Architektenund Ingenieurkonsulenten für Steiermark undKärnten zur Kenntnis gelangte. Wir habendaraufhin versucht, herauszufinden, was denHerrn Bundesminister für Wirtschaft undArbeit veranlasst hat, eine Klarstellung zueinem Befugnisumfang der TechnischenBüros für Innenarchitektur zu verfassen, wodoch die diesbezügliche Gesetzesstelle ausunserer Sicht völlig klar und hinreichend definiertist. Vor allem hat uns verwundert, dassdabei auf die Einschränkung bezüglich statischrelevanter Teile "vergessen" wurde.§ 211 Abs 1 Gewerbeordnung schreibt nämlichausdrücklich vor, dass für den Fall, dassdie Tätigkeit des Technischen Büros statischrelevante Bauteile berührt, deren konstruktiveBearbeitung und statische Berechnung durcheinen hiezu Befugten durchzuführen sind. Wirsind der Auffassung, dass diese Gesetzesstellenicht ganz unerheblich für den tatsächlichenBefugnisumfang der Technischen Büros ist,weshalb sie im Sinne einer seriösen undumfassenden Auskunft einer Aufsichtsbehördesicherlich auch angeführt werden müsste.Ansonsten entsteht der Eindruck, dass manvielleicht bewusst darauf vergessen hat, dieseEinschränkung zu berücksichtigen, um damitvielleicht ein bestimmtes Ziel zu verfolgen.Da wir davon ausgehen, dass dies nicht beabsichtigtwar, haben wir den Herrn Bundesministerauf die Problematik hingewiesen.Das Ergebnis unseres Einschreitens war, dassseitens des Wirtschaftsministeriums die vonuns vorgeschlagene Klarstellung getroffenwurde, um weitere Missverständnisse zu vermeiden.In diesem Sinn wurde der Fachverbandder Technischen Büros davon informiert,dass der Befugnisumfang eines TechnischenBüros für Innenarchitektur nicht auch die konstruktiveBearbeitung und statische Berechnungvon statisch relevanten Bauteilen umfasst.Hiefür ist vielmehr ein entsprechendBefugter, also Ziviltechniker oder Baumeister,heranzuziehen.■”Holländische”Architektenmüssen ZT-Prüfung ablegenEine Eintragung in das holländische Architektenregisterstellt keine Berufsberechtigung imSinne der EWR-Architektenverordnung dar. Ausdiesem Grund sind im Falle einer Beantragungeiner Architektenbefugnis in Österreich sowohldie erforderliche Praxis als auch die Ziviltechnikerprüfungnachzuweisen.Bekanntlich besteht für Österreicherim Rahmen der EU die Möglichkeiteiner Eintragung in das holländischeArchitektenregister. Mit einer solchenEintragung ist jedoch lediglich das Rechtverbunden, den Titel "Architekt" zu führen,mit einer Berechtigung zur Ausübung desBerufes eines Architekten in Holland hat diesjedoch nichts zu tun.Auf Grund der Bestimmungen der EWR-Architektenverordnung muss sich derStaatsangehörige eines EWR-Mitgliedstaates22KammerNachrichten 5/01


Recht & Gesetzauf eine Berufsberechtigung in einem EWR-Mitgliedstaat berufen können, um damit dieVoraussetzungen der Ziviltechnikerprüfung imSinne des Ziviltechnikergesetzes zu erfüllen,also von der ZT-Prüfung befreit zu werden.In einem konkreten Anlassfall hat ein österreichischerStaatsbürger die Verleihung derArchitektenbefugnis beim Bundesministeriumfür Wirtschaft und Arbeit beantragt. Dabeiberief er sich auf eine Eintragung in das holländischeArchitektenregister, um sichdadurch die Ablegung der Ziviltechnikerprüfungzu ersparen.EU- PlanungsberechtigungenDas Bundesministerium musste diesen Antragablehnen und hat eindeutig klargestellt, dasseine Eintragung in das Architektenregister inHolland allein nicht als Nachweis einerBerufsberechtigung in einem EWR-Mitgliedstaatanzusehen ist.Für die Erlangung der Befugnis in Österreichist vielmehr auch die erfolgreiche Ablegungder Ziviltechnikerprüfung erforderlich. Vorallem bei solchen Fällen, bei welchen derVerdacht einer Umgehungsgefahr vorliegt,wird ein sehr strenger Prüfungsmaßstab angelegt.■Die einschlägigen EU-Richtlinien sehen prinzipiell das Recht des freien Dienstleistungsverkehrsund das freie Niederlassungsrecht vor. Doch um diese Rechte in Anspruch nehmen und damitauch in Österreich Planungsleistungen erbringen zu können, sind gewisse Formalerfordernisseeinzuhalten.DER FREIE DIENSTLEISTUNGSVERKEHRGem § 1 Abs. 1 der EWR-ArchV (BGBL694/95) bzw. gem § 1 Abs. 1 der Ing.KonsV(BGBL 695/95) sind Staatsangehörige einerVertragspartei des Abkommens über denEuropäischen Wirtschaftsraum (EWR), die ineinem Mitgliedstaat des EWR zur Ausübungdes Berufes eines selbstständigen Architektenoder selbstständigen Ingenieurkonsulentenberechtigt sind, nach Erwerb einer Betätigungzur vorübergehenden projektbezogenenErbringung von grenzüberschreitendenDienstleistungen auf dem entsprechendenFachgebiet befugt.Mit diesen Bestimmungen wurde das Rechtdes freien Dienstleistungsverkehrs fürArchitektur- bzw. Ingenieurleistungen iSd Art.60 Abs. 3 EGV bzw. der Richtlinien 85/384EWG und 89/48 EWG innerstaatlich umgesetzt.Der gem Art. 60 Abs. 3 EGV vorübergehendeCharakter der Dienstleistung ist unterBerücksichtigung von Dauer, Häufigkeit,regelmäßiger Wiederkehr und Kontinuität zubeurteilen.Neben einem einschlägigen Diplom muss derDienstleistungserbringer insbesondere nachweisen,dass er die Tätigkeit in einem Mitgliedstaatrechtmäßig ausübt und tatsächlicheine Niederlassung besteht, d.h. dass er dortein Büro unterhält.DAS NIEDERLASSUNGSRECHTNach der Rechtsprechung des EuropäischenGerichtshofes fällt ein Angehöriger einesMitgliedstaates, der in stabiler und kontinuierlicherWeise eine Berufstätigkeit in einemanderen Mitgliedstaat ausübt, unter dieVorschriften des Niederlassungsrechtes undnicht unter jene der Dienstleistungsfreiheit.Um das Recht der freien Niederlassung inAnspruch nehmen zu können, sind ähnlicheVoraussetzungen notwendig wie bei grenzüberschreitendenprojektbezogenen Dienstleistungen.Das formelle Verfahren endet damit,dass dem Niederlassungswerber auch dieösterreichische Ziviltechnikerbefugnis mitallen Rechten und Pflichten verliehen wird.SCHEITERNDE UMGEHUNGSVERSUCHEPrinzipiell können auch österreichischeStaatsbürger mit österreichischem Studienabschlussdiese Rechte in Anspruch nehmen.Wer jedoch versucht, sich in Umgehungsabsichtauf die Richtlinien zu berufen, wirdauf Basis der einschlägigen rechtlichen Grundlagenkeine Berufsberechtigung erlangen.Im Interesse aller Mitglieder setzt die Kammerder Architekten und Ingenieurkonsulenten verstärktVerfolgungshandlungen gegen derartunbefugte Personen.■Vergabe-Rechtsschutzauf Landesebenevor Änderung?Der Verfassungsgerichtshof hat mit seinerEntscheidung vom 11.10.2001 § 126a BVergG alsverfassungswidrig aufgehoben. Damit hat derVerfassungsgerichtshof erstmals in seinerGeschichte eine Verfassungsbestimmung desBundes aufgehoben.Wie der Pressemitteilung desVerfassungsgerichtshofes zuentnehmen ist, hatte das ParlamentEnde vergangenen Jahresmit § 126a eine Verfassungsbestimmung indas Bundesvergabegesetz eingefügt, derzufolgedie landesgesetzlichen Vorschriften überdie Organisation und Zuständigkeit derKontrolle der öffentlichen Auftragsvergabe inden Ländern als nicht bundesverfassungswidrigzu gelten haben. Der Verfassungsgerichtshofhat nun entschieden, dass damit "eineumfassende Freizeichnung landesgesetzlicherVorschriften über die Vergabekontrollebewirkt wird, sodass die Bundesverfassungfür diesen Teil der Landesrechtsordnung ihreFunktion als Schranke für den Landesgesetzgeberverlieren sollte".Nach Ansicht des Verfassungsgerichtshofswird damit der Verfassung für einenTeilbereich der Rechtsordnung ihre normativeKraft genommen. Mit diesem Verlust derMaßstabsfunktion der Verfassung werde dasrechtsstaatliche Prinzip verletzt, "denn esgehört zu dessen Kerngehalt, dass alle Aktestaatlicher Organe im Gesetz unmittelbar letztenEndes in der Verfassung begründet seinmüssen". Es widerspricht - so der Verfassungsgerichtshof- auch dem demokratischenPrinzip, wenn der einfache Verfassungsgesetzgeberals legitimiert angesehen wird,die Verfassung in ihrer Wirkung für einenTeilbereich der Rechtsordnung schlechthin zususpendieren (Pressemitteilung des Verfassungsgerichtshofsvom 11.11.2001).Auf Grund dieser Entscheidung des Verfassungsgerichtshofswird es notwendig sein,einzelne Regelungen der Landesvergabekontrolleinrichtungen,beispielsweise auch dieseder Steiermark, zu ändern.Den Volltext des Erkenntnisses G 12/00 uafinden Sie im Internet unter www.vfgh.gv.atKammerNachrichten 5/01 23


Recht & GesetzPensionsversicherung –Künstler, Geschäftsführer, AnwärterNovellen zum ASVG und GSVG bringen wichtige neue Bestimmungen für Ziviltechnikerim Bereich der Pensionsversicherung.NeueGesetzeArchitekten, die bis 31.12.2000 in der"Künstlerversicherung" pensionsversichertwaren und am 1.1. 2001noch keine 180 Versicherungsmonateerreicht hatten, können mit Antrag diePflichtpensionsversicherung ab Jänner 2001bis zum Erreichen von 180 Beitragsmonatenweiterführen. Der Antrag ist bis zum 31.Dezember 2003 bei der Sozialversicherungder gewerblichen Wirtschaft zu stellen. Wirddies den Wohlfahrtseinrichtungen nachgewiesen,kann die Ermäßigung auf die Stufe 2beantragt werden.Ab 1.1.2002 fällt die Pflichtpensionsversicherungim ASVG für angestellte Gesellschafter-Geschäftsführervon Ziviltechnikergesellschaften.Pflichtversicherung bestehtnur beim Pensionsfonds der Kammer. DerBeitrag zum Pensionsfonds muss vom Dienstgeberfür den Geschäftsführer monatlich andie WE überwiesen werden. Bei der Gehaltsverrechnungwird der Beitrag genauso behandeltwie zuvor der Beitrag zum ASVG (Aufteilungzwischen Dienstgeber und Dienstnehmer).Ebenfalls ab 1.1.2002 entfällt die Pflichtpensionsversicherungim ASVG für Berufsanwärter.Hinsichtlich Pensionsfonds der Kammergilt die Regelung wie bei den Geschäftsführern.Bis zum Inkrafttreten dieser Regelungmuss im Ziviltechnikerkammergesetzeine Definition des Anwärters erfolgen. ■Planung und Bau von Hochleistungsstrecken(HL-Ü-VO)BGBl. I/306/2001306. Verordnung der Bundesministerin fürVerkehr, Innovation und Technologie, mitwelcher die Verordnung über die Übertragungder Planung und des Baues von Hochleistungsstreckenoder von Teilen derselbenan die Eisenbahn-Hochleistungsstrecken-AG(HL-Ü-VO) geändert wird.TrinkwasserverordnungBGBl. II/304/2001304. Verordnung des Bundesministers fürsoziale Sicherheit und Generationen über dieQualität von Wasser für den menschlichenGebrauch (Trinkwasserverordnung - TWV).Änderung der Geschäftsordnungder AIK beschlossenVon der Kammervollversammlung am 30. November 2001 wurde eine Änderung derGeschäftsordnung der AIK für Steiermark und Kärnten beschlossen. Sie wird hiermit gemäß § 49ZTKG kundgemacht. Sie tritt am 1. Jänner 2002 in Kraft.Planung von Eisenbahninfrastrukturvorhaben(9.ÖBB-Ü-VO)BGBl. II/307/2001307. Verordnung der Bundesministerin fürVerkehr, Innovation und Technologie über dieÜbertragung der Planung und der Durchführungvon Eisenbahninfrastrukturvorhabenan die Österreichischen Bundesbahnen (9.ÖBB-Ü-VO).Um die vorherige Verlautbarung vonselbstständigen Anträgen an dieKammervollversammlung und damiteine bessere Information derKammermitglieder zu ermöglichen, hat dieKammervollversammlung am 30. November2001 folgende Änderung der Geschäftsordnungder Kammer der Architekten undIngenieurkonsulenten, Auflage 2000 (gemäß §49 ZTKG, BGBl.Nr. 157/1994, beschlossen inder Kammervollversammlung vom 25.11.1994, gültig ab 1.1.1995 idF der Beschlüsseder Kammervollversammlungen vom 22.11.1996, 24.11.2000 und 6.7.2001) beschlossen:DIE KAMMERVOLLVERSAMMLUNG§ 13(3) Anträge zu Angelegenheiten, die nicht inder Tagesordnung verzeichnet sind (selbstständigeAnträge) müssen spätestens am fünfzehntenArbeitstag vor dem Sitzungstag in derKammerdirektion schriftlich eingelangt sein.Sie müssen von mindestens 15 Mitgliedernoder der Hälfte der Angehörigen einer bestimmtenFachrichtung unterzeichnet sein.(4) Selbstständige Anträge sind vor derKammervollversammlung in geeigneter Weisezu verlautbaren.■Planung und Durchführung vonEisenbahninfrastrukturvorhabenBGBl. II/308/2001308. Verordnung der Bundesministerin fürVerkehr, Innovation und Technologie, mitwelcher Verordnungen über die Übertragungder Planung und der Durchführung vonEisenbahninfrastrukturvorhaben an die ÖsterreichischenBundesbahnen geändert werden(3. ÖBB-Ü-VO-Novelle).Pflanzenschutzverordnung-HolzBGBl. II/319/2001319. Verordnung des Bundesministers fürLand- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft,mit der Maßnahmen zumSchutz gegen die Verbreitung von Schadorganismendurch Verpackungsholz sowieMaßnahmen zum Schutz gegen die Verbreitungvon Anoplophora glabripennis erlassenwerden (Pflanzenschutzverordnung-Holz).24KammerNachrichten 5/01


Recht & GesetzMesskonzept zum Immissionschutzgesetz-LuftBGBl. II/344/2001344. Verordnung des Bundesministers fürLand- und Forstwirtschaft, Umwelt undWasserwirtschaft, mit der die Verordnung überdas Messkonzept zum Immissionsschutzgesetz-Luftgeändert wird.Organisation: Elektrizitätswirtschaftim Land SteiermarkLGBl. 22/200160. Gesetz vom 3 Juli 2001, mit dem dieOrganisation auf dem Gebiet der Elektrizitätswirtschaftim Land Steiermark geregeltwird (Steiermärkisches Elektrizitätswirtschafts-und -organisationsgesetz 2001 - Stmk.EIWOG 2001).Förderung von Öko- und KleinwasserkraftanlagenLGBl. 30/81/2001.81. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierungvom 29. Oktober 2001, mit welcherein Fonds zur Förderung von Öko- undKleinwasserkraftanlagen eingerichtet wird.Steiermärkisches Bauproduktegesetz 2000LGBl. 50/200150. Gesetz vom 20. März 2001 über das Inverkehrbringenund die Verwendbarkeit vonBauprodukten (Steiermärkisches Bauproduktegesetz2000) sowie die Änderung desBaugesetzes und des AkkreditierungsgesetzesÄnderung des Stmk. WohnbauförderungsgesetzesLGBl. 53/200153. Gesetz vom 8. Mai 2001, mit dem dasSteiermärkische Wohnbauförderungsgesetz1993 geändert wird (Wohnbauförderungsgesetznovelle2001).Durchführungsverordnung zumWohnbauförderungs-Gesetz geändertLGBl. 61/200153. Verordnung der Steiermärkischen Landesregierungvom 24. September 2001, mit derdie Durchführungsverordnung zum SteiermärkischenWohnbauförderungsgesetz 1993geändert wird:LärmmessungenNovellierung des § 2 Abs. 2 dritter Satz derDurchführungsverordnung zum SteiermärkischenWohnbauförderungsgesetz 1993§ 2 Abs. 2 der Durchführungsverordnung zumSteiermärkischen Wohnbauförderungsgesetz1993 lautete: "Die Lärmbelastung im Freienvor dem Fenster des vom Lärm am stärkstenbetroffenen Aufenthaltsraumes darf in derRegel folgende Immissionsgrenzwerte -ermittelt als A-bewerteter Schallpegel in dB -nicht überschreiten:Im Kur- und Erholungsgebiet, reinenWohngebiet, allgemeinen Wohngebietund Dorfgebiet, Ferienwohngebiet:während des Tages 55 ,Nachstunden 45;im Kern-, Büro- und Geschäftsgebietwährend des Tages 60,Nachstunden 60;im Industrie- und Gewerbegebiet I und IIwährend des Tages 65,Nachstunden 55.Als Nacht gelten die Stunden zwischen 22 und6 Uhr. Die Lärmbelastung ist als energieäquivalenterDauerschallpegel über die lautesteStunde bei Tag bzw. bei Nacht zu ermitteln.Der Verkehrslärm von Eisenbahnen ist in dieErmittlung des energieäquivalenten Dauerschallpegelsnicht einzubeziehen. Zur Gewährleistungeines ausreichenden Schutzesvor übermäßigen Eisenbahnlärmimmissionensind bei Wohnbauten, deren Entfernung vonder nächstgelegenen Gleisachse weniger als120 m beträgt, bauliche Lärmschutzmaßnahmenzu treffen. Für die Errichtung vonWohnbauten in einer Entfernung von wenigerals 40 m von der nächstgelegenen Gleisachseist eine Förderung unzulässig, sofern keineausreichende Abschirmung (z.B. Dämme,Eigenabschirmung durch entsprechendeGrundrissgestaltung und dergleichen) vorliegt."Mit Verordnung der Steiermärkischen Landesregierungvom 24.9.2001 LGBl. Nr. 61/2001,wurde der dritte Satz des § 2 Abs. 2 novelliert.Dieser Satz lautet nunmehr: "Die Lärmbelastungist als energieäquivalenter Dauerschallpegelüber die lautesten aufeinander folgenden8 Stunden bei Tag bzw. die lautestehalbe Stunde bei Nacht zu ermitteln."Steiermärkisches FeuerungsanlagengesetzLGBl. 73/200173. Gesetz vom 12. Juni 2001 über dasInverkehrbringen, die Errichtung und denBetrieb von Feuerungsanlagen (SteiermärkischesFeuerungsanlagengesetz - FAnlG) sowiedie Änderung des Baugesetzes und des Gasgesetzes.Novelle Gemeindeplanungsgesetz KärntenLGBl. 35/200169. Gesetz vom 12. Juli 2001, mit dem dasGemeindeplanungsgesetz 1995 geändert wird.Kärntner Elektrizitätswirtschaftsgesetz1999; ÄnderungLGBl. 37/200175. Gesetz vom 12. Juli 2001, mit dem dasKärntner Elektrizitätswirtschaftsgesetz 1999geändert wird.Novelle Kärntner GemeindewasserversorgungsgesetzLGBl. 38/200178. Gesetz vom 22. Juni 2001, mit dem dasGemeindewasserversorgungsgesetz 1997geändert wird.Ktn. Auftragsvergabegesetz - LosregelungLGBl. 46/101/2001101. Kundmachung des Landeshauptmannesvom 5. November 2001, Zl. -2V-LG-485/2-2001, über die Feststellung des Verfassungsgerichtshofes,dass eine Bestimmung desKärntner Auftragsvergabegesetzes 1994 verfassungswidrigwar."Gemäß Art. 140 Abs. 5 B- VG und gemäß §64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes1953, BGBl. Nr. 85, zuletzt geändert durch dasBundesgesetz BGBl. I Nr. 86/2001, wirdkundgemacht:Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnisvom 24. September 2001, G 146/01-4, ausgesprochen:§ 1 Abs. 4 des Gesetzes vom 10 Februar 1994über die Vergabe öffentlicher Aufträge(Kärntner Auftragsvergabegesetz), LGBl. fürKärnten, Nr. 55/1994, war verfassungswidrig."Anmerkung: Gemäß § 1 Abs 4 des Gesetzesvon 1994 war es dem öffentlichen Auftraggeberfreigestellt, die Vergabe von Aufträgenhinsichtlich Losen, deren geschätzter Auftragswertohne Umsatzsteuer weniger als 1Mio ECU beträgt und deren kumulierterAuftragswert 20 v.H. des kumulierten Wertesaller Lose nicht übersteigt, nicht diesemGesetz zu unterwerfen. Dieses Erkenntnisbezieht sich unmittelbar auf den Anlassfall des§ 1 Abs 4 des Auftragsvergabegesetzes 1994,das jedoch bereits novelliert wurde. Konsequenzendes Gesetzgebers bezüglich des geltendenGesetzes bleiben abzuwarten.ZukunftsfondsgesetzLGBl. 75/200175. Gesetz vom 3. Juli 2001 über dieSchaffung eines "Zukunftsfonds Steiermark"(Zukunftsfondsgesetz).■KammerNachrichten 5/01 25


Regionalteam GrazZukunftswerkstattRegion GrazEINE NACHLESE VON ELENA TORNQUIST, 6B-KLASSEDES BG / BRG KIRCHENGASSE GRAZ.Am 15. November 2001 hat das ZIVILTECHNIKER-FORUMzur Präsentation des Regionalteams Graz / Graz-Umgebungim BG und BRG Kirchengasse eingeladen. Es kamen StadtratRüsch, Stadtrat Josel, Klubobmann Herper, LT-Abg.Hagenauer, Bürgermeister Pellischek aus Feldkirchen, Dr. Gassler,Regionalmanagement Graz & Graz-Umgebung, Hofrat Schoeller,Steiermärkische Landesregierung, und viele Schüler, Eltern undZiviltechniker...Ziviltechniker haben sich ein Jahr lang in 5 Arbeitsgruppen mit derRegion Graz beschäftigt, um Vorschläge zu finden, wie man unsereRegion für die Erwachsenen der Zukunft - unsere Kinder - verbessernkönnte. Sie sollen auch in Zukunft gerne in Graz und Umgebung lebenund hier Chancen haben. Deshalb wurden Jugendliche in dieses Projekteingebunden. Eine Zusammenarbeit zwischen Ziviltechnikern, Lehrernund Schülern, bei der es vor allem um die Zukunft der Region Grazging.Eine Region, die ja nicht nur aus der "Stadt" besteht, sondern aus vielenOrten und Siedlungen, die miteinander täglich zu tun haben und einanderbrauchen.Die Gruppen haben jeweils den aktuellen Zustand analysiert undZukunftsvisionen entwickelt. Die verschiedenen Themenbereiche wurdenvon den Schülern und ihrem jeweiligen "Betreuer" vorgestellt, undbrachten vorerst einen Überblick auf die aktuelle Situation, während sienachher ihre Wünsche und Vorschläge dem Publikum näherbrachten.ZT-Präsident Dipl.-Ing. Andreas Turk, Dr. Horst Lattinger,Präsident des Landesschulrates Steiermark und Direktor Mag.Reinhard Gande, BG/BRG Kirchengasse Graz (v.l.n.r.)26KammerNachrichten 5/01


Regionalteam Graz... über 200 BesucherInnen füllten den Turnsaal des BG/BRG Kirchengasse GrazZuerst gab es die Begrüßung durch Dipl.-Ing. Andreas Turk, Präsidentder Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Steiermarkund Kärnten. Er hieß alle Gäste herzlich willkommen und erklärte, dassZiviltechniker ihre Zukunftskompetenz mit dieser Arbeit beweisen wollen.Der Raumplaner Dipl.-Ing. Günther Tischler – der Leiter desRegionalteams Graz / Graz-Umgebung – stellte die Ziele des Projektesvor: Neue Ideen für die Region entwickeln, junge Leute einbinden,gemeinsam umsetzen.Das Eröffnungsreferat von Univ.-Prof. Dr. Ursula Schneider brachtezum Ausdruck, dass man sich als Region international positionieren,d.h. man seine besonderen Qualitäten entwickeln und gut darstellenmuss.Da die Grenzen in Europa verschwinden, geht es nicht mehr so sehr umKonkurrenz zwischen Staaten, sondern um den Wettbewerb zwischenRegionen.Wenn sich eine Region nicht entwickelt, gerät sie in einen "Teufelskreis":weniger Investitionen, weniger Arbeitsplätze und weniger Steuereinnahmen...Man muss im Gegensatz "Engelskreise" erzeugen.: Investitionenin Bildung, Infrastruktur und Kultur.Zur Auflockerung sollte sich das Publikum dann vom Improvisationstheater"Drahtseilakt" überraschen lassen, doch wirklich spontanwar der Auftritt nicht, nachdem der Moderator die Leute vorher ausgiebigauf diese "spontane" Aktion vorbereitet hatte. Trotzdem brachte esetwas Stimmung in den Raum, und es war amüsant für die Schüler, diePolitiker und auch zum Teil ihre Lehrer mitmachen zu sehen.Es gab zwei Sketches, bei denen die Schüler die Stichworte gaben unddie Schauspieler versuchten, einen amüsanten Sketch auf die Beine zuStadtrat Dipl.-Ing. Franz Josel, Grazstellen. Bis zum rettenden Ruf "Cut". Worauf ein neues Stichwort folgte.Das Auflockern hat natürlich auch mit Bewegung zu tun, und so kam es,dass auch die Politiker mit ihren Armen winken mussten.Frau Prof. Schneider wurde sogar veranlasst, sich in die Arme eineseher schmächtigen Schauspielers fallen zu lassen, und reagierte, verständlicherweise,vorsichtig.Nach dieser Einleitung kamen die einzelnen Arbeitsgruppen zu Wort:Die erste Gruppe hatte sich mit dem Thema "Umwelt" beschäftigt,unter der Leitung von Dipl.-Ing. Hans-Jörg Raderbauer arbeitetenKammerNachrichten 5/01 27


Regionalteam Grazgraz.region.umweltBgm. Ing. Adolf Pellischek, Univ.-Prof. Dr. Ursula Schneider,Inst.f.internatinoales Management der Uni Graz, Dr. Bernd Gassler,Regionalmanagement Graz & Graz Umgebung (v.l.n.r.)Leitung der Arbeitsgruppe:Dr. Andrea BEYER,Ing.Kons. f. Erdwissenschaften, Grazin Zusammenarbeit mitDipl-Ing. Hans-Jörg RADERBAUER,Ing. Kons. f. Landschaftsplanung und–pflege, Graz sowie Dipl.-Ing.Christian KAISER, Ziv. Ing. f. Kulturtechnikund Wasserwirtschaft,Judendorf-StraßengelSchulprojekt:HTL Ortweinschule Graz / Bautechnik unter der Leitung vonDipl.-Ing. Hans-Jörg RADERBAUERSzenario 1: Mur stauen – Fluss schauenUm die Mur wieder für die Stadt erlebbar zu machen, wird der Wasserspiegel der Mur unterBedachtnahme auf den Hochwasserschutz durch eine Rampe oder eine Wehranlage angehoben. DasUfer kann dadurch besser genutzt und gestaltet werden, benachbarte Grün- und Freiflächen sowie dieMündungen der Seitenbäche können direkt mit der Mur verbunden werden.Die Interaktion zwischen Mur und Grundwasser wird verbessert, durch die Umgestaltung der Uferdurch Anlage von Uferwegen und Bereichen, wo der Fluss als Gestaltungselement und Lebensraumerlebbar wird, erlangt der Fluss wieder eine hohe Bedeutung für die Stadt und deren Bewohner.Ansichten, Erleben und natürliche Abläufe eines Fließgewässes sind direkt erlebbar und transparent.Im Innenstadtbereich steht eine moderne urbane Gestaltung ("Waterfront") der Ufer im Vordergrund.die Schüler der HTL Ortweinschule, Bautechnik an diesem Projekt.Sie brachten Vorschläge wie z.B. die bessere Nutzung des Murufers.Ein ganz netter Vorschlag, hört sich gut an, doch wahrscheinlich nichtumsetzbar. Derzeit ist der Bezug zum Murufer bei den Jugendlicheneher mit Skepsis zu betrachten. Da müssten schon großeVerbesserungen folgen, um das Murufer wirklich erlebbar zu machen.Im Vordergrund dieser Gruppe standen auch die Neuerrichtungen vonmehr Parks und offenen Grün- und Freiräumen mit unterschiedlichenNutzungsintensitäten. Was natürlich sehr schön wäre, nicht nur für dieJugend im speziellen. Doch leider blieb die Frage offen, wo dieseGrünflächen platziert werden sollten. In der Innenstadt, wo sie nettwären, ist doch wirklich kein Platz.Die Präsentation dieser Gruppe war jedoch sehr gut, verstand, was sieuns vermitteln wollten...Szenario 2: Regionalpark statt KraterlandschaftBei der Rekultivierung der Trockenbaggerungen steht die Errichtung von Parks und offenen GrünundFreiräumen mit unterschiedlichen Nutzungsintensitäten im Vordergrund. Ein Netzwerk unterschiedlicheBiotopstrukturen sichert die ökologische Vernetzung, Spazier- und Radwege und ausgewählteFreizeit – und Erholungsinfrastruktur erschließen das Gebiet für den Menschen.Ziel ist die Schließung des Grüngürtels im Süden von Graz und die Entwicklung einer Freizeit- undErholungslandschaft für die Bewohner und Besucher der Region Graz.Szenario 3: Bachöffnungskonzept GrazEs werden überall dort, wo es möglich und sinnvoll erscheint, die Bäche aus ihren Verbauungen wiederhervorgeholt und dem Menschen und der Natur zurückgegeben. In den oberirdischen Gewässernwird das Nieder- und Normalwasser geführt, der Hochwasserabfluss erfolgt wir bisher über dieKanalisation.Die Versiegelung der Innenhöfe sollte aufgemacht werden. Weiters sollte eine Bepflanzung mitBäumen und Grünranken erfolgen. Dies ist wichtig für die Versickerung, aber auch für dasKleinklima.Dies eröffnet eine Vielzahl gestalterischer und stadtökologischer Chancen. Insbesondere im urbanenRaum bietet ein naturnahes und/oder formal gestaltetes Gewässer die Möglichkeit zurStadtgliederung und Vernetzung. Bäche fließen durch Siedlungsgebiete und Plätze, Parks undFreiflächen, aber auch entlang von Straßen und Wegen. Die Bachläufe stellen einen neuen, interessantenBeobachtungs- und Erlebnisraum dar. Der örtliche Wasserhaushalt wird verbessert und fürjedermann transparent. Durch ihr Bekenntnis zu ihren Fließgewässern stellt die Stadt den Gewässernauch ausreichend Raum zur Verfügung. Verkehrs- und Raumplanung werden den Gewässern angepasstund nicht umgekehrt.Szenario 4: Grüngürtel: Landwirtschaft+ ErholungDie SchülerInnen der HTL Ortweinschule Graz boten eine perfektePower-Point-Präsentation ihres Projektes “10.000 m 2 Stadt”Die Erhaltung der landwirtschaftlichen Flächen im Grüngürtel wird etwas kosten. Die Bauern solltenfür die Erhaltung dieser Flächen bezahlt werden und als "Gärtner der Stadt" diese Flächen kultivieren.Der Grüngürtel umschließt die Stadt wie ein Korsett, dadurch wird die Stadt zurInnenentwicklung gezwungen.28KammerNachrichten 5/01


Regionalteam Grazgraz.region.wirtschaftLeitung der Arbeitsgruppe:Dipl.-Ing. Günther TISCHLER,Ing. Kons. f. Raumplanungund Raumordnung, GrazSchulprojekt:HTL Ortweinschule Graz /Bautechnik unter der Leitung vonDipl.-Ing. Hans-Jörg RADERBAUERBei der zweiten Präsentation ging es um das Thema "Wirtschaft",bearbeitet von der Pädagogischen Akademie Graz mit Beratung durchDipl.-Ing. Günther Tischler und Mag. Reinhard Gande. Einegemeinsame starke Identität soll zukünftig den Erfolg der Stadt Grazbegründen. Die Marke G-GU® soll symbolisch sein für die Kompetenzender Stadt, sie vermittelt auch die für Region typische Balancevon Gegensätzen. Derjenige, der die Präsentation der Pädak vorstellensollte, war jedoch offensichtlich mit der Sache noch nicht sehr vertrautund hätte gut zum Stegreiftheater gepasst.Besonders gefiel mir die nächste Präsentation, bei der es um das fürJugendliche wichtige Thema "Freizeit" ging.Schulprojekt:Pädagogische Akademie Graz unter der Leitung vonMag. Reinhard GANDESzenario 1: Eine Europäische RegionDie EU-Osterweiterung wurde als Entwicklungschance wahrgenommen: die Anfang 2000 noch konkurrierendenStädte Graz und Maibor haben sich durch Spezialisierung (z.B. "Technologieachse")und Aufgabenteilung unter dem Schirmprojekt "EUREGIO" zu einer wirtschaftlich erfolgreichen,dynamischen Europaregion entwickelt und sind im Ranking der europäischen Regionen auf Platz 25aufgestiegen.Szenario 2: Eine Idee – ein Plan!Regionale Fachplanungen und Projekte werden koordiniert und gemeinsam erstellt, sodass wertvolleRessourcen besser genutzt werden. So werden z.B. Raumentwicklung und Verkehrssysteme zwischender Kernstadt und den Umlandgemeinden laufend harmonisiert und abgestimmt. Ihre Finanzierungund Umsetzung ist durch neue Modelle und Instrumente langfristig gesichert.Strategische Planungen, wie z.B. Siedlungsleitbilder und – bislang "örtliche" –Entwicklungskonzepte, werden durch eine gemeindeübergreifende Flächenwidmungs- undFlächensicherungspolitik ersetzt.Szenario 3: G-GU® - eine solidarische Region!Aus dem "Regionalen Entwicklungsverein" hat sich ein Regionalparlament als regionale"Gegenmacht" zu den bestehenden Institutionen gebildet: dieses Forum definiert gemeinsameEntwicklungsziele und betreibt deren Lobbying – es dient aber auch zur Austragung vonInteressenskonflikten (Kernstadt – Umlandgemeinden oder zwischen "armen" und "reichen"Gemeinden).Die einzelnen "Gebietskörperschaften (Bund / Land / Gemeinden) liefern einen Teil ihrer Einnahmenin ein Regionalbudget ab, das projektbezogen für gemeinsame Aufgaben verwendet wird. Durch dieseBudgethoheit wird der kontraproduktive Wettbewerb zwischen den Gemeinden (z.B. Wettlauf umBedarfszuweisungen oder um Förderungen) gemildert, sowie der Unterschied zwischen finanzstarkenund finanzschwachen Gemeinden ausgeglichen.Szenario 4: G-GU®: eine starke MarkeEine starke gemeinsame Identität wird den Erfolg der Region Graz in der Zukunft begründen.Gemeinsame Ziele, die die Menschen miteinander verbinden, und der gemeinsame Auftritt nachaußen sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Dynamik jeder Region. Die Marke G-GU® stehtnicht nur für die Kernkompetenzen der Region, z.B. für die Wirtschafts- und Technologiekompetenzoder kulturelle und wissenschaftliche Kompetenz, sie vermittelt auch die für die Region typischeBalance von Gegensätzen (High Tech Ö Gefühl, jung Ö alt, Kultur Ö Industrie, etc.). Damit werdendie Ressourcen und Schätze unserer Region, wie z.B. die einmalige kulturelle Mischung (slowenisch /italienisch), die aufgrund der besonderen geopolitschen Lage prägend für Lebensstil undLebensqualität ist, sichtbar gemacht.Dipl.-Ing. Dr. techn. Kurt Fallast, Dr. Andrea Beyer,Ing.Kons.f.Erdwissenschaften, Architekt Dipl.-Ing. Johannes Fiedler,Architekt Dipl.-Ing. Horst Hönig (v.l.n.r.)Eine sehr nette Präsentation der Mädchen der HWL Schrödingerstraße.Es ging um eine Befragung zum Thema "Freizeit", bei der nurleider ungefähr 5% männliche Jugendliche befragt wurden, was natürlichdas Ergebnis nicht wirklich repräsentativ macht. Vor allem auchdeswegen, weil darunter nur wenige Grazer waren und die meistenBefragten aus Graz-Umgebung stammen. Die Idee war jedoch ganz gut.Und die Vorschläge wie "Bäder in Strandatmosphäre" waren wirklichfür jeden annehmbar ...Die 13-15-Jährigen sehnen sich nach mehr Sportmöglichkeiten (endlichmal ein SKATEPLATZ!!!!), während das Theater in der Freizeitgestaltungerst ab 17 Jahren auftaucht.Für Jugendliche ab 16 ist das Ausgehen am Abend der Mittelpunkt derFreizeitgestaltung und deshalb werden Discos gewünscht. Obwohl mirsehr wenige Jugendliche bekannt sind, die sich eine weitere Disco ander Autobahn oder irgendwo in Liebenau (mit viel Rave und Techno!!)wünschen. Die Neugestaltung mancher Lokale in der Innenstadt wärenmir da wichtiger. Diese Gruppe ist von Architekt Dipl.-Ing. HorstHönig betreut worden.Beim nächsten Thema "Realitäten"- es ging es um das "Wohnen" - gabes eine wirklich vorbildliche, "brave" Präsentation. Zwei Burschen ausdem BG Rein haben ordentlich die Haustypen in ihrer Umgebung undin Graz dokumentiert und auch die Vor- und Nachteile der einzelnenWohnformen beschrieben. Das Bauernhaus wurde als "Lifestyle-Objekt" genannt - irgendwie süß.Auch wenn der interessante "verdichtete Flachbau" als "optimal"gepriesen wurde, konnte er bei mir wegen der äußerlichen AusführungKammerNachrichten 5/01 29


Regionalteam Graznicht punkten. Für mich sollte ein Haus schon von außen ansprechendsein. Diese Art von "Flachbau" fehlte.Geleitet wurden die Schüler des BG Rein von Architekt Dipl.-Ing.Johannes Fiedler.Dipl.-Ing. Dr. Kurt Fallast betreute die Gruppe "Mobilität" mit denSchülern des BG / BRG Kirchengasse und des WIKU Graz und sichtlichmit Erfolg, denn es kamen durchaus interessante Vorschläge zurVerbesserung des "Verkehrs". Gefallen hat mir die Umgestaltung derEndstation der Linie 6 in St. Peter Schulzentrum, obwohl ich mit einemTatoo - Shop dort nicht allzu viel anfangen weiß. Vor allem, da es solcheEinrichtungen in der Innenstadt mittlerweile zur Genüge gibt. DieStraßenbahn unter die Erde zu verlegen, ist in meinen Augen auch nichtunbedingt vorteilhaft, da ich es mir nicht so angenehm vorstelle, unterirdischauf die Straßenbahn zu warten.Der Vorschlag, ein Café einzurichten, in dem die Bedienung mit RollerSkates die Bestellung aufnimmt, scheint mir ganz witzig und sehr amerikanisch.Solange die Bedienung jedoch nicht ausschließlich aus weiblichen,sehr leicht bekleideten Wesen besteht, ist das auch nicht weiterbedenklich... Der Unterschied zu anderen Cafés ist dann der Funfaktor(wenn’s die armen Kellner der Reihe nach hinhaut) und der wahrscheinlichhöhere Preis. Denn die aufwendige Gestaltung dieser"Location" mit Rampen statt Stufen kostet sicherlich auch nicht wenig.Aber ist sicher ganz witzig.Es ging weiter mit der Bewertung der einzelnen Zukunftsszenariendurch 100 SchülerInnen der Region unter Moderation von LudwigKapfer.graz.region.freizeitkultur-tourismusLeitung der Arbeitsgruppe:Architekt Dipl.-Ing. Horst HÖNIG,Ingenos ZT-GesmbH., Graz, inZusammenarbeit mitDipl.-Ing. Richard RESCH,Ing. Kons. f. Raumplanung undRaumordnung. GrazSchulprojekt:HLW Schrödingerstraße Graz unter der Leitung vonMag. Hemma SMOLNIG und Mag. MargarethaPETERMANDLSzenario 1: Mega Freizeitpark GU SüdDer Bereich zwischen Flughafen und Schwarzl-Freizeitzentrum entwickelt sich zu einem Mega SportundFreizeitzentrum. Neben einem erweiterten Wasser- Funbereich entstehen ein großesFußballstadion, ein Erlebnispark und ergänzende ganzjährige Gesundheits- und Fitnessangebote.Großereignisse und Weltshows konzentrieren sich auf diesen Bereich. Flughafenbahn und Südbahnerschließen einen grenzübergreifenden Einzugsbereich zwischen Grazer Zentralraum und Maribor /Zagreb. Spielplätze und Sportplätze in den Nachbarschaften, Stadtbezirken und Gemeinden desUmlandes werden demgegenüber geschlossen, da kein Geld und kein Interesse mehr vorhanden ist füraktive lokale Sportausübung.Szenario 2: Sport- Gesundheitsregion Graz – Graz-UmlandDie Sport- und Freizeitanlagen der Gemeinden, der Vereine, der Schulen und privater Anbieter werdenteilweise geöffnet, zu einem Netzwerk verknüpft und bieten ein Gesamtangebot, das allenEinheimischen und Gästen zugänglich ist. Im Zusammenhang mit lokalen Zielgruppen undPositionierungsansätzen erfolgt eine lokale Schwerpunktsetzung auf Jugendliche mit ihrenTrendsportinteressen, Angebote für Senioren, Angebote und Programme für Frauen, Familien usw.Die Umlandgemeinden und Graz stellen ein gemeinsames Sportprogramm zusammen, das derBevölkerung und den Touristen von Graz angeboten wird. Die Sportstätten werden zu Plätzen derBegegnung für Einheimische, Touristen und Zuwanderer aus anderen Ländern.Szenario 3: Mit dem Weltkulturerbe in eine WeltkulturzukunftEin klares ++ erhielt beim Voting der Schülerinnen das Szenario“Mit Bus und Bim überall hin!” ...Weltkulturerbe und Steirischer Herbst sind Bausteine für eine Weiterentwicklung und Profilierung dergesamten Region auf ein internationales Niveau. Der historische Stadtbereich mit Gastronomie undDienstleistungen wird zu einer offenen, ganzjährigen Spielstätte für verschiedene Kunst- undKultursparten. Ein offenes Graz wird zu einer internationalen Drehscheibe zwischen den verschiedenenKulturen im Südosten Europas. Neben der Einladung internationaler Künstler und Stars erfolgteine Aufwertung, Weiterentwicklung und Einbeziehung lokaler und regionaler Ausbildungs- undKreativwerkstätten von Künstlern, Theatergruppen und Musikern.Die Schüler konnten mit 4 "Noten" ihre Meinung zu diesem Projektkundgeben.Die erste Gruppe mit der Aufgabe "Umwelt" schnitt am besten mitihrem Vorschlag "Regionalpark statt Kraterlandschaft" ab. Hiebei ginges um die Rekultivierung der Trockenbaggerungen mit Errichtungenvon Parks und Erholungsflächen für Bewohner und Besucher von Graz.Sehr gut kam auch die Idee, Bauern als Landschaftsgärtner einzusetzen,an.Die "Wirtschaft" punkteten mit "G-GU ® : Eine Idee – ein Plan", darunterstellte man sich Folgendes vor: Regionale Planungen und Projektewerden koordiniert und gemeinsam erstellt, sodass wertvolleSzenario 4: "Frei" Stadt GrazNeben den bestehenden wohnnahen Kleinspielbereichen werden von den GebietskörperschaftenFreiräume und "Gstettn" definiert, welche für offene Spiel- und Abenteueraktivitäten,Rückzugsmöglichkeiten der Jugendlichen, aber auch Randgruppen etc. zur Verfügung stehen. Diessind verkehrsfreie Asphaltplätze, ungenutzte Zwischenflächen, Restflächen ohne aktuell definierteNutzungen. Gestaltung ist out, notwendige Betreuung erfolgt im Rahmen laufender Jugend- undKulturarbeit.30KammerNachrichten 5/01


Regionalteam Grazgraz.region.realitätenLeitung der Arbeitsgruppe:Architekt Dipl.-Ing.Johannes FIEDLER, GrazSchulprojekt:BG / BRG Stift Rein unter der Leitung von Mag. GerhardFÜRNHAMMER und Mag. Johann UITZSzenario 1: Neuverteilung der FunktionenGraz und Graz-Umgebung wird als eine Regionalstadt verstanden. In dieser Stadt werden dort gezieltneue Bauflächen ausgewiesen, wo die Bedingungen am günstigsten sind, und wo es der Markt verlangt.Dabei kommt es vor, dass einige Gemeindegebiete zu 90% verbaut werden, und in anderenkeine weiteren Baulandwidmungen stattfinden.Szenario 2: City-SüdAn der Autobahn zwischen den Abfahrten Graz-West und Graz-Ost entsteht eine neue Geschäfts- undBürostadt. Die Pendler aus der Region fahren nicht mehr mit ihren Autos in die historische Stadt. DieGebiete südlich der Autobahn werden für die flächige Urbanisierung freigegeben. Die Mur-Auen werdenals Naturpark gestaltet.Szenario 3: Perfekte KulturlandschaftRessourcen besser genutzt werden können. Verkehrssysteme undRaumentwicklung werden zwischen G und GU abgestimmt und harmonisiert.Klingt irgendwie logisch.Bei der "Freizeit" war der "Mega-Freizeitpark GU Süd" sehr beliebt,aber auch die "Sport-Gesundheitsregion Graz- Graz Umland" gefiel gut.Weniger etwas damit anfangen konnten die Schüler bei "Mit demWeltkulturerbe in eine Weltkulturzukunft", dabei ging es um dasHerausarbeiten der besonderen Qualitäten der Stadt Graz, im Gegensatzzu künstlichen Freizeitwelten.Die "Realitäten" fanden besonders viel Zustimmung bei der "City-Süd" und der "Perfekten Kulturlandschaft". Beide hatten ungefährgleich viel Punkte erzielt. Die "City-Süd" entsteht an der Autobahn zwischenden Abfahrten Graz-West und Graz-Ost, eine neue GeschäftsundBürostadt soll sich entwickeln. Und die Murauen sollen alsNaturpark gestaltet werden."Verkehr" hatte ein sehr eindeutiges Ergebnis, die Möglichkeit mit derStraßenbahn und dem Bus überall hin zukommen, ist anscheinend sehrwichtig für die SchülerInnen."Mit Bus und Bim – überall hin" hieß es. Die öffentlichenVerkehrsmittel sollen auf eigenen Trassen, ungehindert vom Stau, fahren.In der Nacht fahren alle Linien im 15 Minuten-Intervall.Mit diesem Projekt punktete das WIKU bei den Schülern besonders.Schließlich wurden die anwesenden Politiker, der Journalist HansAndrej und der Leiter des Regionalmanagements, Dr. Bernd Gasslergebeten, ihre Meinung zu den Ideen zu äußern. Irgendwie hatte man denEindruck, dass allen die Probleme vertraut sind, und dass es in derPraxis schwierig ist, die Verbesserungen durchzusetzen. Einer sagte,dass es schade ist, dass die gleichen Forderungen im Abstand von zehnJahren immer wieder neu erhoben werden müssen. Vor allem beimöffentlichen Verkehr fehlt es immer wieder an Geld. Vielleicht liegt esaber auch an der Bevölkerung, die keine Veränderungen will...Das östliche, westliche und nördliche Hügelland unterliegt einem strengen Landschaftsschutz. Diegesamte Bautätigkeit ist hier stark kontrolliert. An die Gestaltung der Bauten werden hoheQualitätsanforderungen gestellt. Es werden kaum neue Wohngebiete und keine neuen Gewerbeflächenausgewiesen. Die Landschaftspflege wird mit öffentlichen Mitteln unterstützt.Szenario 4: Fröhliche KernstadtDie historische Stadt – einschließlich der Gründerzeitviertel - wird im Sinne einer touristischenund studentischen Nutzung weitgehend autofrei gemacht. Die Fahrflächenwerden rückgebaut. Die Fassaden werden herausgeputzt. Alle Geschäfte, die nichtunmittelbar der touristischen und studentischen Nutzung dienen, schließen oder wandernin die Einkaufszentren ab.Ing. AdolfPellischek,Bürgermeisterder GemeindeFeldkirchenbei GrazInformationen finden Sie unterhttp://www.aikammer.orgVeranstaltungenRubrik ZukunftswerkstattKammerNachrichten 5/01 31


Regionalteam GrazLT-Abg. PeterHagenauer,Landtagsclubder Grünengraz.region.mobilitätLeitung der Arbeitsgruppe:Dipl.-Ing. Dr.techn. Kurt FALLAST,Ingenieurbüro für Verkehrswesen, GrazInzwischen war es fast 19:00 geworden und für eine Diskussion mitdem Publikum war keine Zeit mehr. Einige Schüler und Schülerinnenunserer Schule hatten mit Frau Prof. Tutsch ein großes Buffet gerichtet.Dort wurde dann noch lange weiterdiskutiert. Und Herr Prof. Urlspielte am Klavier.Schulprojekte:BG / BRG Kirchengasse Graz unter Leitung von Mag.Friederike RATH und WIKU Graz unter der Leitungvon Mag. Andrea PEINHAUPTSzenario 1: Mit Bus und Bim – überall hinStadtratDr. GerhardRüsch,GrazIn der Region Graz haben Bus und Straßenbahn Vorrang. Innerhalb des Gürtels ist das Fahren mitdem eigenen Pkw nur zum Zweck der Zufahrt zur eigenen Wohnung und für den Lieferverkehr sowiefür Radfahrer und Taxis möglich. Behindertenfahrzeuge haben uneingeschränkt Zufahrt.Busse und Straßenbahnen haben ein Bedienungsintervall von 5 Minuten während des Tages, in derNacht verkehren alle Linien im 15 Minuten-Intervall. Regionalbusse und Regionalbahn erschließendie Stadt im 20min-Takt. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren auf eigenen Trassen unbehindert vomStau.Jeder Punkt der Stadt ist von der nächsten Haltestelle nicht weiter als 300m entfernt, in der Regionbeträgt diese Entfernung maximal 500m.Jeder Bewohner der Region besitzt eine Dauerfahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel, die Kostendafür werden aus den Straßenbenützungsgebühren getragen.Szenario 2: Die Auto-Region GrazDer Automobil-Cluster weitet sich aus, der bzw. die eigenen Pkw erreichen einen Stellenwert im täglichenLeben, wie wir ihn schon jetzt aus Amerika kennen.Die Region ist von einem gut ausgebauten Straßennetz durchzogen, in sensiblen Gebieten werdendiese Straßen als Unterflurtrasse geführt. Als Folge der Bedarfsdeckungs- und Anpassungsplanungwird Parkraum kostengünstig und in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt. Dazu ist Graz miteinem Ring an Parkgaragen um das Zentrum ausgestattet. Nur der unmittelbare Kern der Altstadt istFußgängerzone, ansonsten sind praktisch alle Punke der Stadt mit dem eigenen Pkw erreichbar.Die öffentlichen Verkehrsmittel verkehren nach einem Mindestfahrplan, gerade so oft, dass einGrundangebot in der Zeit von 5.00 bis 24.00 Uhr sichergestellt ist. Personen ohne eigenes Auto sindauf dieses Mindestangebot an öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Taxi angewiesen.GemeinderatKarl-Heinz Herper,SPÖ-Gemeinderatsclub,GrazSzenario 3: Die machbare UtopieSchon im Jahre 2003 haben sich die GrazerInnen in einem Referendum für die eindeutigeBevorzugung des öffentlichen Verkehrs entschieden. Aus der damaligen Finanzkrise hat man zu neuenFinanzierungsformen gefunden:_ Straßenbahnsteuer (analog zur U-Bahn-Steuer in Wien)_ Diffenzierte Parkgebührenpolitik (ohne Quersubventionierung von Tiefgaragen)_ Neuausschreibung der öffentlichen VerkehrsdienstleistungenSzenario 4: Die Umsetzung der UtopieEs gefiel mir, dass sich doch so viele Erwachsene Gedanken über dieZukunft der "Kinder" in unserer Region machen und die Vorschläge derBeteiligten kamen den Wünschen der Jugendlichen sehr nahe. Natürlichist es klar, dass diese vielen interessanten neuen Projekte nicht alle indie Realität umgesetzt werden können, doch ich hoffe, dass es nicht nurbei dieser Veranstaltung bleibt, sondern auch Taten folgen werden.■Die Schlüsselstrategie zur Verlagerung des Verkehrs vom Kfz auf öffentliche Verkehrsmittel bedeutet:_ Konsequente Beschleunigung und Bevorrangung der öffentlichen Verkehrsmittel_ Rigorose Parkraumbewirtschaftung in der Stadt_ Einfahrt und Parken in der Innenstadt kostet gleich viel wie eine Tagesnetzkarte für öffentlicheVerkehrsmittelDie meisten Pendler und viele Kunden benutzen das attraktive P+R-Angebot und steigen amStadtrand auf öffentliche Verkehrsmittel um.Die Stadt Graz hat hinsichtlich der Lebensqualität als erste österreichische Stadt die Ziele desKlimabündnisses erreicht und ist in der Reihung der europäischen Mittelstädte auf den Top 2 Platzvorgestoßen.32KammerNachrichten 5/01


SonstigesKammerNachrichten 5/01 33


SonstigesBritischer Architekt suchtArbeit in ÖsterreichBritischer Architekt, 3 JahrePraxis in London, sucht Arbeit inÖsterreich. Erfahrungen: im BereichWohnbau, Gesundheitswesen,Schulzentren. Hat zwei Jahreseiner Ausbildung an der TechnischenUniversität in Graz ver-KANZLEINACH-FOLGER GESUCHTKanzleinachfolger fürVermessungsbüro gesuchtWegen Beendigung der Ziviltechnikertätigkeit(Pensionierung)wird gutgehendes Vermessungsbüroin Kaindorf (Oststeiermark)übergeben. Interessentenwerden gebeten, sich mit Dipl.-Ing. Günter KEIMEL, Ing.Kons.f.Vermessungswesen, 8224 KaindorfNr. 21, Tel (03334) 29 75, inVerbindung zu setzen.STELLENANGEBOTERaumplanerIn dringend gesuchtSuchen engagierte(n) verlässliche(n)MitarbeiterIn mit Kenntnissenim steirischen Raumordnungsgesetzund Raumordnungsverfahrensowie hohem teamorientiertenNiveau.Vorstellungen erbeten bei Arch.Dipl.-Ing. Herfried Peyker, KaiserJosef Platz 5, 8010 Graz, Tel(0316) 82 54 40 nach telefonischerTerminvereinbarung.MitarbeiterIn inArchitekturbüro gesuchtEngagierter, verantwortungsbewussterMitarbeiterIn mit Praxisfür Polier- und Detailplanung mitsehr guten Kenntnissen im Umgangmit AppleOS, ArchiCADund gängigen Graphikprogrammendringend gesucht.Bewerbungen: Arch. Peyker,Kaiser Josef Platz 5, 8010 Graz,Tel (0316) 82 54 40, email: office@architect-peyker.com.3D-CAD Konstrukteur für geologischeAnwendungen gesuchtWenn Sie über sehr gute AutoCad2000 Kenntnisse verfügen, dannrichten Sie Ihre schriftliche Bewerbungan Gruppe GeotechnikGraz ZT GmbH, Elisabethstrasse22/2, 8010 Graz.Technischer Zeichner gesucht!Technischer Zeichner, versiert inEinreich- und Polierplanung(AutoCAD 2000), sowie Ausschreibungund Abrechnung, vonArchitekt Dipl.-Ing. Heinz Malek,Graz, gesucht.Telefonische Terminvereinbarungzwecks Vorstellung mit HerrnIng. Reisinger oder Herrn ArchitektMalek (0316) 68 14 40 DW 0.Sekretärin für ArchitekturbürogesuchtVollbeschäftigung; HAK/HAS-Abschluss, Berufserfahrung,Grundverständnis Buchhaltung,selbstständiges Arbeiten gewohnt.PC-Kenntnisse: Word, Excel.Aufgaben: Büroverwaltung, Vertragsberechnung,interne Kostenverfolgung,allgemeine Büroarbeiten.Bewerbungsunterlagen (inkl.Lebenslauf) an: Büro Hussa &Kassarnig, Franckstrasse 19, 8010Graz.Sekretärin mit Praxis undInteresse für Architektur gesuchtAufgabengebiete: Schriftverkehr,Büroorganisation, Terminverwaltungund Buchhaltung.Besondere Kenntnisse: Englischin Wort und Schrift, Vorkenntnissein Word, Office, Excel undallenfalls Ausschreibungsprogramme.Beschäftigung: 20-25 Stunden.Schriftliche Bewerbung an:Architekt Dipl.-Ing. Ernst Giselbrecht,Gartengasse 11, 8010Graz.STELLENGESUCHEArbeit im Bauplanungs- oderManagementbereich gesuchtAnsprechender Job im Bauplanungs-oder Managementbereichim In- und Ausland gesucht.Ausbildung: AbgeschlosseneAusbildung am TechnikumJoanneum (Fachhochschule -Studiengang Bauplanung undBaumanagement). Diese Ausbildungkonzentriert sich, imGegensatz zur Ausbildung aufeiner Universität, vermehrt aufpraxisnahen Unterricht, modernenEDV-Einsatz in allen Bereichensowie Stärkung des persönlichenEinsatzes, sowohl imTeam, als auch im eigenständigenArbeiten. Praxissemester: einBauprojekt von der Planung biszur Ausführung in Bolivienselbstständig betreut. Die gesamteProjektabwicklung, die inZusammenarbeit mit einem örtlichenArchitekturbüro durchgeführtwurde, erfolgte in spanischerSprache.Kontakt: Tel (0676) 404 20 42,oder email: geggo2000@gmx.at.Absolvent der HTL fürHochbau sucht AnstellungAbsolvent der HTL für Hochbau,Abendschule, sucht eine Anstellungin diesem Bereich.Kontakt: Prugger Bernhard,Tel/Fax (0664) 141 91 56 oderemail: bernhard.prugger@chello.at.Anstellung inArchitekturbüro gesuchtDipl. Architektin, 26 Jahre, AufbaustudiumAltbauinstandsetzung,erste Erfahrungen (ca. 1Jahr) in allen Leistungsphasensucht Anstellung in Architekturbürooder Projektentwicklung.Kontakt: Irena Dahms, Blumenstraße32, 71106 Magstadt,Deutschland, email: irena.dahms@gmx.de oder Tel (0049 173)565 31 96.Arbeit im BereichArchitektur - Grafik gesuchtAusbildung: Dipl.-Ing. für Architektur,autodidaktische Zusatzbildungin Bereichen Grafik, 3D,HTML.PC/Grafik: CorelDRAW-Freehand-Illustrator,DTP: Ventura-InDesign, EBV: Photoshop,CAD: Autocad, 3D: Cinema 4D-3DSMAX, Web: Homesite-Fireworks. Gewünschte Arbeitsform:angestellt, kann sich abergenauso gut freiberufliche Tätigkeitvorstellen (hat ein eigenesBüro). Momentane Tätigkeit:selbstständige Arbeit im Spannungsfeldzwischen Architektur,3D Visualisierung und Grafik.Wäre auch interessiert, sich ausgehendvon seinen jetzigenKenntnissen weiterzubilden/zuspezialisieren.Kontakt: Andreas Behmel, Karlauerstraße9, 8020 Graz, Tel(0699) 10 13 21 87 oder email:andreas@behmel.com.Arbeit in GrazerArchitekturbüro gesuchtDI sucht Arbeit in Grazer Architekturbüro(Diplom seit Juni2001). Fähigkeiten: selbstständigesArbeiten, engagiert und teamorientiert,zügiger Arbeitsstil.Kenntnisse: ArchiCad, AutoCad,Nemetschek, CorelDraw, Photoshop,Powerpoint, Office Produkte,Premiere, ...Kontakt: D.I. Telsnig Günther,Keplerstraße 72, 8020 Graz, Tel(0316) 71 33 34, email: telsnig@telering.at.Architekturstudentin aus Spaniensucht ab Oktober Arbeitsstelleim Bereich Graz. Praxiserfahrung(etwa eineinhalb Jahr) inverschiedenen Architekturbürosin Valencia und Alicante (Spanien),sowie Computerkenntnissemit Autocad 14 und 2000, 3DStudio MAX, Adobe Photoshop,Microsoft Word sind vorhanden.Kontakt: Clara Cabrera Bertomeu;Fellingergasse 6/II/6, A-8020, Graz; Tel (0699)10 167 482oder email: clacabbe@gmx.net.34KammerNachrichten 5/01


Sonstigesbracht. Sehr viel Erfahrung inDesign, Autocad and Archicad.Arbeitet gerne im Team wie auchalleine. Kontakt: Tel (0676) 91352 12.DI für Architektur (Diplom seitJuni 2001) sucht Stelle inGrazer Architektur- oder Planungsbüro!!!Umfangreiche Kenntnisse inAutoCad (2D,3D), Photoshop,CorelDraw, Powerpoint, Word;Grundkenntnisse in 3D Studio,Excel. Während der letzten 2Jahre Mitarbeit in Planungsbüroneben dem Studium, davor verschiedeneZeichenarbeiten bzw.Ferialstellen in Architekturbüros.Kontakt: DI Elisabeth Perktold,Tel: 0664/3441771 oder email:liperktold@hotmail.com.Dipl.-Ing. f. Architektursucht ArbeitDipl.-Ing. für Architektur ausDeutschland sucht Anstellung inGraz/Umgebung. 27 Jahre, DiplomJuli 2001 TU Darmstadt, 2-jährige Büroerfahrung in Darmstadtund Chicago in den BereichenWerkplanung, Machbarkeitsstudienund Stadtplanung.Kenntnisse/Fähigkeiten: Archi-CAD, AutoCAD, QuarkExpress,Photoshop, Illustrator, MS Office,RagTime, Vorbereitung von Präsentationen,sehr gute Teamfähigkeit.Kontakt: Dipl.-Ing. Birte Böer,Technikerstr. 9, 8010 Graz, Tel(0650) 849 24 10.Dipl.-Ing. für Architektursucht TeilzeitbeschäftigungDiplom: 1998 TU Graz. Diewöchentliche Arbeitszeit sollte10-30 Stunden betragen. Büroerfahrungin Bereichen Einreich-,Polier- und Detailplanung. Kenntnisse/Fähigkeiten:AutoCAD,Archicad, Microsoft Office,selbstständiges Arbeiten, guteTeamfähigkeit.Kontakt: Tel (0664) 490 53 52oder (0316) 67 30 92.Dipl.-Ing. für Architektur suchtStelle im Großraum Graz28 Jahre, Diplom Juni 2001,Büroerfahrung in diversen Architektur-und Baubüros in Oberösterreichund Graz. Qualifikationen:archicad,(autocad), div.Layout- und Grafikprogramme,Microsoft Office, Webdesign,englisch, spanisch.Kontakt: Dipl.-Ing. WolfgangWimmesberger, Leonhardgürtel34/6, 8010/Graz, Tel (0699) 19140 351Dipl.-Ing. für Architektursucht AnstellungMehrjährige praktische Erfahrungin Entwurfsarbeit, Einreich- undAusführungsplanung, Kostenschätzungund Projektabwicklung.EDV-Kenntnisse: Autocad,3D-Studio, Word, Excel, Coreldraw,Photoshop.Kontakt: (0664) 224 30 13 oder(03137) 505 12.Dipl.-Ing. für Architektur suchtAnstellung in Arch.BüroDipl.-Ing. für Architektur (DiplomNov 2000) sucht interessanteTätigkeit in Architekturbüro inGraz und Umgebung, aber auchin Klagenfurt oder Villach möglich.Erfahrung in den BereichenEntwurf, Einreichplanung, derDenkmalpflege (Revitalisierung)und der Ortsbildpflege durchmehrjährige Ferialpraxis inArchitekturbüros und im Amt derSteiermärkischen Landesregierung.Kenntnisse: CAD-Kenntnissemit Autocad 2000, Acadbau,Archicad 6.5, Word undExcel sind vorhanden. (Ausbildungzur CAD-Technikerin imSZF-Fohnsdorf).Kontakt: Monika R., Tel (0676)708 76 02 oder (0316) 24 24 46Dipl.-Ing. für Architektursucht ArbeitsstelleDipl. Ing. für Architektur, mehrjährigeBerufserfahrung im Hochbausucht Arbeitsstelle im GroßraumGraz und Graz Umgebung(ab Jänner 2002). Kontakt: Dipl.-Ing. Maria Halitzki, Siemensgasse3, 8010 Graz, Tel (0316) 3285 71, email: halitzki@utanet.at.Dipl.-Ing. für Architektursucht Beschäftigung!Dipl.-Ing. für Architektur suchtStelle in Architektur- oder Planungsbüroim Großraum Graz.Diplom: Mai 2000, 1-jährigeBerufserfahrung in den BereichenEinreichung, Detail- u. Polierplanung.Qualifikationen: ausgebildeteCAD-Technikerin (Auto-CAD 2000i), div. Layout- undGrafikprogramme, MS Office,Organisationserfahrung, Englisch-und Französischkenntnisse.Kontakt: Dipl.-Ing. Mabel Altmann,Gritzenweg 33a, 8052Graz, Tel (0699) 10 69 66 72,email: mabel_alt@yahoo.de.Dipl.-Ing. für Architektursucht Stelle in GrazDiplom: Oktober 2000. Zivildienst:Oktober 2000 - September2001. Mitarbeit in diversen Architekturbürosneben dem Studium.Praxis in Ausmaß: Entwurf,Einreichplanung, Polierplanung.Programme: AutoCAD 14, Auto-CAD 2000, ACAD Map, 3DStudio Max, Corel Draw, Photo-Shop, Power Point, MS Office.Kontakt: Dipl.-Ing. MartinPriehse, Pestalozzistraße 71, 8010Graz, Tel (0316) 81 22 27.Dipl.-Ing. sucht Teilzeitarbeitin Graz27 Jahre, Diplom April 2001 ander TU Graz, Kenntnisse: Auto-CAD (2000,14), CorelDraw,Photoshop, Powerpoint, Word,Web, Einreichplanung, Innenraumgestaltung,Feng Shui, FührerscheinB, Spanisch, Englisch,auch anfallende Büroarbeit. Arbeitsausmaß:15-25 Std. proWoche.Kontakt: Dipl.-Ing. Isabel Espinosa,Brockmanng. 8, 8010 Graz,Tel (0699) 10 24 64 25.Halbtagsanstellung alsSekretärin in ArchitekturbürogesuchtDerzeitige Tätigkeit: Büroorganisation,Erledigung der Korrespondenz,Erstellung von Ausschreibungen,Prüfung der Angeboteetc. Kenntnisse: Englisch,Spanisch, Word, Excel, Abis,PowerPoint.Kontakt: Mag. Pia Namwar,Postweg 7, 8071 Hausmannstätten,Tel (0664) 110 64 84, email:schahrjar.namwar@catv4u.at.CAD-3D-Technikerinsucht StelleTechnische Zeichnerin mit CAD-3D-Techniker Ausbildung undsehr guten AutoCAD 14.0, 2000i,ArchiCAD, Acad-Bau, GIS, MSWord, MS Excel Kenntnissen undBerufserfahrung in Hochbau,Vermessung und Raumplanungsucht Stelle bei einem Ziviltechnikeroder in einem Architekturbüro.Kontakt: Gerlinde Reinisch, Tel(0316) 42 39 10 oder (0676) 74253 49.HTBLA-Absolvent suchtBeschäftigungHTBLA - Absolvent (Abt. Tiefbau/Holzbau)sucht Anstellung ineinem der Ausbildung entsprechendenUnternehmen. BesondereTeamfähigkeit und Freudeam Umgang mit anderen Menschenund Kollegen. Zusätzlichzur HTL - Ausbildung an derOrtweinschule Graz, zwei SemesterBWL an der KF - UniGraz, Auto - CAD Grundkurs undzweimonatige Praxis (SchwerpunktKalkulation, Planung)Kontakt: Stefan Kalch, Keplerstrasse32, 8010 GRAZ, Tel(0676) 676 33 97, email: l.y.dreams71@gmx.at.HTL-Hochbau Absolventsucht AnstellungHTL-Absolvent, FachrichtungHochbau, sucht Anstellung.Kontakt: Bernhard Prugger, An-KammerNachrichten 5/01 35


Sonstigesnenstraße 30, 8020 Graz, Tel.(0664) 451 32 85, email: bernhard.prugger@chello.at.HTL-Kolleg-Absolventin suchtAnstellung im Raum GrazHTL-Kolleg-Absolventin für Möbel-und Innenausbau sucht Anstellungals Innenraumgestalterinim Raum Graz. EDV-Kenntnisse:Word, Excel, Auto CAD, Abisplan;Weitere Qualifikationen:Ausbildung in Zeichnen vonPerspektiven, Kenntnisse überversch. Materialien, wirtschaftlicheGrundkenntnisse (Buchhaltung,Kostenrechnung, Kalkulation,...).Arbeitseintritt ab Oktober2001 möglich.Kontakt: Tel (0699) 11 52 09 19oder email: b.zengerer@gmx.atLehrstelle als Bürokauffraugesucht15-jähriges Mädchen aus Grazsucht Lehrstelle als Bürokauffrauoder technische Zeichnerin. PositiverPflichtschulabschluss, EDV-Kenntnisse in Word, Excel undInternet. Sie ist genaues Arbeitengewöhnt, zuverlässig und technischsehr interessiert. Schnupperpraktikain diesen Bereichensind bereits vorhanden.Kontakt: Manuela Weberhofer,Tiergartenweg 14b, 8055 Graz,Tel (0316) 24 21 45 oder (0676)489 30 54.Lehrstelle als technischeZeichnerin gesuchtMaturantin sucht ab Juli 2002eine Lehrstelle als technischeZeichnerin in Graz.Kontakt: Magdalena Neubauer,Kirchberg 38, 8324 Kirchberg ander Raab Tel (0699) 10 11 67 94oder email: lena_neubauer@hotmail.com.Stelle in Architektur- bzw.Planungsbüro gesuchtHTL-Absolvent, Hochbau, abgeleisteterPräsenzdienst, CAD-Kenntnisse, sucht interessanteTätigkeit in einem Architekturbzw.Planungsbüro im RaumGraz bzw. Weststeiermark.Kontakt: Tel (0699) 12 04 57 98.Teilzeitarbeit in Graz gesuchtKenntnisse: AutoCad (2000,14),Word, Powerpoint, Web-Kenntnisse,Einreich, Polierplanung,Büroerfahrung (ca.3 Jahre) FS B,Englisch, auch anfallende Büroarbeit,evtl. auch Immobilienbereich.16-20 Std./Woche.Kontakt: Tel (0699) 11 22 99 39,oder email: cri@sbox.tugraz.ac.at.ZU VERMIETENBüroräume FeldbachFeldbach-Zentrum: 180 m 2 Büro/Ordination, Erdgeschoß, zu vermieten.Anfragen Tel (0663) 912 09 35oder Tel (0664) 381 08 20.Büroräume in GrazBüroräume in der Wickenburggasse12/Ecke Laimburggasse inGraz günstig zu vermieten. VormalsGeschäftslokal im Erdgeschoß(Goldeck), 105 m 2 , 3große Räume, Archiv, Teekücheund WC. Miete ATS 5.000,- undBetriebskosten ATS 3.500,00netto; Übernahme des Mietvertragesmöglich, Kaution ATS40.000,00, Bezug ab Mitte November2001.Kontakt: Architekt Dipl.-Ing.Guido R. Strohecker, 8010 Graz,Wickenburggasse 12, Tel (0664)313 61 73.Büro- oder OrdinationsräumeBruck/Mur, Hauptplatz: BürooderOrdinationsräume zu vermieten.Parterre: ca. 100 m 2 ,1.Stock: ca. 100 m 2 , Geschäftslokal:ca. 18 m 2 .Kontakt: Frau Hubmer, Tel undFax (0316) 39 13 69.Büro in FeldbachZentrale Lage, wunderschön gelegenesBüro ab März 2002 zu vermieten.140 - 200 m 2 , Preis nachVereinbarung.Anfrage bei Beatrix Kögler, Altstadtgasse,A-8330 Feldbach, Tel.03152/4208.Büroräume in Graz100 m 2 Büroräume, generalsaniert,Graz, Dietrichsteinplatz 15/7,zu vermieten.Kontakt: Dr. Fred Egger, 8042Graz, St. Peter-Pfarrweg 34, Tel(0316) 47 12 71.Büroräumlichkeiten inruhiger Lage in GrazBüroräumlichkeiten in Graz -Geidorf (am Rosenberg) zu vermieten.Fläche: 80 m 2 , 1 Vorraum,2 Büroräume, 1 Lagerraum, WC,Garagenmiete möglich. EigeneÖl-Heizanlage, ausreichenderParkplatz vorhanden. Kosten:Miete (brutto 20 %): ATS8.040,00, Betriebskosten (brutto20 %): ATS 880,00, Kaution.Kontakt: (0316) 32 21 79.ZU VERKAUFENFaxgerätOKI Fax 740 MF (Normalpapier),3 Jahre alt, zu verkaufen.Kontakt: Dipl.-Ing. Dieter Schalk,Feistritzg. 13, 8280 Fürstenfeld,T e r m i n eAusstellung: Bilanz 81Gerhard Haidvogel – Ölbilder, Aquarelle9. Jänner 2002 bis 21. Jänner 2002Montag bis Freitag 9 – 12.30, 14. – 18 UhrSamstag und Sonntag 10 – 17 UhrOrt: Ecksaal des Joanneums, Graz, NeutorgasseTel (03382) 526 03 DW 0.Geodimeter 620 AutolockGeodimeter 620 Autolock (Baujahr1995) mit Alphatastatur,diverse Software und Zubehör zuverkaufen.Anfragen: Dipl.-Ing. Jürgen Zistler,R.Musil-Straße 12, 9500 Villach,Tel. (04242) 321 23, Fax:DW 23GESUCHTPausmaschine OCE 4011 (fürA0-Pausen) bei Selbstabholungkostenlos abzugeben.Kontakt: Dipl.-Ing. EdwinVisotschnig, Ziv.Ing.f.Bauwesen,Tel (0316) 32 24 08.Beteiligung an Büroflächen ineinem Architektur-Büro imZentrum von Villach gesucht.Infrastruktur für Statiker, E-Techniker, HKLS-Techniker,Planer oder Bauleiter vorhanden.Kontakt: Tel (04242) 246 21 DW0 oder email: architekt@eggervillach.at.■25. GesamtösterreichischeTagung der Ingenieurkonsulentenfür Vermessungswesen23. bis 25. Jänner 2002Ort: Austria Classic Hotel Hindenburg, 5760 Saalfelden,Bahnhofstraße 6Thema: Vom Geometer zum GeoinformatikerAnmeldung/Informationen: Bundeskammer der Architektenund Ingenieurkonsulenten, Bundesfachgruppe Vermessungswesen,Monika Siller, Karlsgasse 9, 1040 Wien, Tel (01) 505 58 07 DW 32,Fax (01) 505 32 11.36KammerNachrichten 5/01


SonstigesMittwoch, 23. Jänner 200209.30 EröffnungDipl.-Ing. Hans POLLY,Obmann der BundesfachgruppeVermessungswesen,Ing.Kons. f. Vermessungswesen,Neunkirchen, NÖ10.15 FestvorträgeVom Geometer zum Geomaten –Renaissance eines BerufsbildesUniv.Prof. Dr.-Ing. Dieter FRITSCH,Rektor der Universität Stuttgart (D)11.00 Freie Berufe im Europäischen RechtDr. Maria BERGER,Abgeordnete zum EuropäischenParlament (A)13.45 Kataster 2014 – Pilotprojektder Schweiz, Dipl.-Ing. (ETH)Gabriele CALLASTRI,Ingenieur Geometer, Vorstandsmitgliedder IGS (CH)14.45 Impulsreferate und Diskussionzum Themenbereich"Wem gehören Geodaten"Moderation: HubertARNIM-ELLISSEN (ORF)Dipl.-Ing. Helmuth SCHWEIGERArchitektDonnerstag, 24. Jänner 2002Fachausstellungim Austria Classic Hotel Hindenburgvon 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr09.30 Workshop zum Thema:"Wem gehören Geodaten"Leitung: Univ.Prof. Dr. ChristianBRÜNNER19.30 Empfang des Vorsitzenden derBundessektion IngenieurkonsulentenDipl.-Ing. Josef ROBL(Vizepräsident der Bundeskammer derArchitekten und Ingenieurkonsulenten)im Austria Classic Hotel HINDEN-BURG, für alle Teilnehmer und derenBegleitpersonen.Freitag, 25. Jänner 200209.00 Vergabe von Ingenieurdienstleistungen- Überblick über dieRegelungen auf EU- undnationaler EbeneDipl.-Ing. Josef ROBL, Vizepräsidentder BAIK, Vorsitzender der BS-IK41. InternationalesMontanseminar24. Februar bis 2. März 2002Ort: Montanuniversität Leoben, Franz-Josef-Straße 18, 8700 LeobenVeranstalter: Montanuniversität LeobenAuskünfte: Montanuniversität Leoben, Franz-Josef-Straße 18, 8700 Leoben, Tel (03842)452 72, Fax (03842) 452 72-45, email:inter@oeh.unileoben.ac.atInhalt der Veranstaltung: Das Thema für dasheurige Jahr lautet "from the cradle to thegrave". Verschiedene BergbauuniversitätenEuropas und Kanadas werden erwartet. Mitder Organisation des Seminars ist das Referatfür Internationale Kontakte der ÖH an derMontanuniversität Leoben betraut. Die Organisatorenhaben sich das Ziel gesetzt, nebender Behandlung des Schwerpunktthemas auchdie Leistungsstärke der österreichischenIndustrie zu zeigen. So wird durch dieFirmenbesuche unser Land als High-Tech-Schmiede und mit dem RahmenprogrammÖsterreich als Fremdenverkehrsland präsentiert.■LAbg.Bgm. Helmut MÖDL-HAMMER, Präsident des ÖsterreichischenGemeindebundesMag. Susanne BAUER, Kammerd. Arbeiter u. Angestelltenfür SteiermarkDipl.-Ing. Gerald FUXJÄGER,Ing.Kons. für Vermessungswesen,GrazDipl.-Ing. Reinhard GISSING,Bundesamt f. Eich- und VermessungswesenÜberzeugenund gewinnenDr. Klaus Edlinger, der bekannte ORFFernseh- und Rundfunkjournalist, gibt inseinem neuesten Buch Anregungen undRatschläge, wie man sowohl im privaten alsauch im öffentlichen Auftritt überzeugendwirken kann.P u b l i k a t i o n e nDipl.-Ing. Gerhard MÖSLINGER,GrafoTechDipl.-Ing. Manfred RIEDL,Amt der Tiroler Landesregierung -TIRIS19.30 Empfang des Präsidentender Kammer der Architekten undIngenieurkonsulenten fürOberösterreich und SalzburgIn einer Gesellschaft, die als Kommunikations-und Mediengesellschaft definiertwird, scheint es immer schwieriger zu werden,seine eigenen Standpunkte zu vermitteln.Ob man will oder nicht: Strategien zurSelbstvermarktung sind notwendige Bestandteileder Alltagsbewältigung. Ob beimReden, Begegnen oder Präsentieren, wirbedienen uns der differenzierten Instrumenteder Sprache, aber auch der Mittel der nonverbalenKommunikation.Wie leicht es ist, diese Instrumente gezielt einzusetzen,um auf seine Mitmenschen überzeugendzu wirken, wird in diesem Buch anhandunterhaltsamer Geschichten und Beispiele ausKammerNachrichten 5/01 37


Sonstigesseiner Praxis als Fernsehjournalist dargelegt.Der Autor Dr. Klaus Edlinger ist seitJahrzehnten als Kommunikationstrainer tätig.Auch im Rahmen der AIK Steiermark undKärnten hat er in nun mehr als 16 Jahren mehrals 2500 österreichische Ziviltechniker, welchein Graz das Vorbereitungsseminar für dieZiviltechnikerprüfung besucht haben, in dieMedienlandschaft eingeführt und Interviewtrainingsdurchgeführt.Nach seiner Tätigkeit bei der "Zeit im Bild"arbeitet Edlinger nun seit 1996 im LandesstudioSteiermark des ORF als Moderator von"Steiermark Heute" und ist der Leiter derAbteilung Projektplanung und Projektkoordination.Das im Leykam erschienene Buch "Überzeugenund gewinnen" umfasst 200 Seiten und istzum Preis von € 14,40 (ATS 199,00) in jedemguten Buchhandel erhältlich.Leitfaden fürUmgang mitAluminium undMagnesiumDie Abteilung Umweltschutz - Abfallwirtschaftdes Amtes der oberöstereichischenLandesregierung hat einen "Leitfaden fürTransport, Lagerung, Behandlung, Beseitigungvon Magnesium, Aluminium und derenAbfällen bzw. anderen pyrophoren Metallenoder Stoffen" erstellt.Den Inhalt des Leitfadens kann man übereinen Link (www.ooe.gv.at/umwelt/abfall/grundlagen) der Homepage des Amtes derOÖ Landesregierung abrufen.Wirtschaftskammer-Broschüre: Rechtssucheim InternetDie Broschüre "Rechtssuche im Internet" -Rechtsdatenbanken effizient abfragen, 3.Auflage, ist soeben erschienen.Rechtsinformationen stehen meist kostenlosim Internet zur Verfügung, esgeht um das "Gewusst wie". Hier setzt"Rechtssuche im Internet" an und bietetIhnen sowohl eine übersichtliche Erstinformationals auch sehr genaue und möglichstleicht verständliche Detailinformationzur effektiven Rechtsdatenbanken-Abfrage imInternet.Folgende Bereiche werden angeboten:• Bundesgesetzblätter• das österreichische Bundesrecht• 8 Landesgesetzblätter• alle neun Landesrechte• Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofessowie des Verwaltungsgerichtshofes• Entscheidungen des EuGH• EU-Recht• Gesetzesentwürfe etc.Seit kurzem sind auch Entscheidungen desObersten Gerichtshofs mit mehr als 115.000Rechtssätzen kostenlos abrufbar. Die Broschürebietet Hilfestellung für effizientesSuchen samt Suchstrategien und Tipps fürregelmäßige Judikaturabfragen.Stand: August 2001, 82 SeitenKostenbeitrag:ATS 295,85 (€ 21,50) für Mitglieder derWirtschaftskammern, ATS 399,05 (EUR29,00) für Nicht-MitgliederBestellnummer: SBRO 5141.Fax-Bestellungen unter (0732) 7800-700 odervia email unter wkshop@wkooe.atDenkmalschutzrechtGeuder Denkmalschutzrecht,376 Seiten, gebunden.Autorin: Hon.Prof.Dr. Henrietta Geuder.Verlag Österreich GmbH, Juristische Literatur,Rennweg 16, 1037 Wien, Tel (01) 610 77DW 333, Fax (01) 610 77 DW 502,email: wieselberg@verlagoesterreich.at,homepage: www.verlagoesterreich.at.Kosten: ATS 743,06/€ 54,00.Inhalt:– Der aktuelle Kommentar zumDenkmalschutzrecht.– Umfassende Kommentierung des DMSGmit übersichtlichem Inhaltsverzeichnis.– Beinhaltet Durchführungsverordnungen,internationale Übereinkommen sowiezahlreiche weitere Rechtsvorschriften mitBezug auf den Denkmalschutz.Der GefahrenzonenplanDer Forsttechnische Dienst für WildbachundLawinenverbauung Sektion Steiermarkhat eine Informationsbroschüre über denGefahrenzonenplan gestaltet und gibtAuskunft über in diesem Zusammenhang auftretendeFragen.Neben den Maßnahmen des aktivenSchutzes vor Wildbach- und Lawinengefahrenstellen die raumordnerischenMaßnahmen, dargestellt in den Gefahrenzonenplänendes Forsttechnischen Dienstes fürWildbach- und Lawinenverbauung, ein wichtigesInstrument dar, um bedrohte Flächen vorBesiedlung freizuhalten oder so zu lenken,dass Schäden präventiv vermieden werden.38KammerNachrichten 5/01


SonstigesWeitere Auskünfte erhalten sie bei der DienststelleForsttechnischer Dienst für WildbachundLawinenverbauung Sektion Steiermark,Conrad v. Hötzendorf-Straße 127, 8010 Graz,Tel (0316) 42 58 17-0, Fax: (0316) 42 58 17-17, email: sektion.steiermark@wlv.bmlf.gv.atPflanzenkläranlagenin NiederösterreichDiese Broschüre dokumentiert den erfolgreichenEinsatz der Pflanzenkläranlagen inNiederösterreich und bietet gleichzeitigInformation und Hilfestellung für beabsichtigtekünftige Projekte an.Exemplare können beim Amt der NiederösterreichischenLandesregierung per email:post.wa2@noel.gv.at oder Tel (02742) 90 05DW 14271 zu einem Kostenbeitrag von ATS200,00 angefordert werden.– Flüssiggasverordnung– Flüssiggas-Tankstellen-VerordnungSpezielle Bereiche– Bauarbeiter-Schutzverordnung– Steinbruchverordnung– SprengarbeitenverordnungElektrische Betriebsmittel und Anlagen– Elektroschutzverordnung 1995– Elektrotechnikverordnung 1993– Elektrotechnikverordnung 1996Zielgruppe:Gewerberechtliche Geschäftführer,Produktionsleiter, Umweltbeauftragte,Sicherheitsingenieure,Instandhaltungstechniker,Ziviltechniker, Technische Büros,SachverständigeTitel:"Pflichten und Fristen II - Prüfpflichten undPrüffristen im technischen Arbeitnehmerschutzeinschließlich der Elektrotechnikverordnung1996 - 2., neu überarbeitete AuflageStand: Juni 2001, 182 SeitenAusarbeitung: WirtschaftskammerOberösterreichBearbeiter: Dr. Johann PunzKosten: ATS 495,37 / € 36,-für Mitglieder der WirtschaftskammerATS 990,74 / € 72,- für Nichtmitgliederder WirtschaftskammerBestellmöglichkeit:Wirtschaftskammer Oberösterreich -Kundenservice, 4010 Linz, Hessenplatz 3,Telefon: 0732/7800-678,Fax: 0732/7800-700,Email: wkshop@wkooe.at■WK-Bröschüre"Pflichten undFristen II"Broschüren-Neuauflage: Prüfpflichten imtechnischen Arbeitnehmerschutz sowie imElektrotechnikbereichDer Unternehmer ist einer immer größerwerdenden Normenflut ausgesetzt.Diese Broschüre bereitet das sehrunübersichtliche Rechtsgebiet derPrüfpflichten im technischen Arbeitnehmerschutzeinschließlich des Elektrotechnikbereichesübersichtlich und praxisgerecht auf.Dabei wurden auch die zahlreichen Prüfpflichtender Arbeitmittelverordnung eingearbeitet.Ein Stichwortverzeichnis erleichtertdas Auffinden. Die Darstellung der Prüfpflichtenerfolgt in übersichtlicher Tabellenform.Inhalt:Technische Geräte und Anlagen– Allgemeine ArbeitnehmerInnenschutzverordnung– Arbeitsstättenverordnung– Arbeitsmittelverordnung– Aufzüge-Sicherheitsverordnung 1996– Kälteanlagen-Verordnung– KesselgesetzStoffbezogene Prüfpflichten– Verordnung über brennbare FlüssigkeitenArchitekt Dipl.-Ing. Kiesel:Entgegnung – KlarstellungHiermit möchte ich entgegen allen Gerüchten ein für alle Mal klar stellen, dass meinBüro zu keinem Zeitpunkt insolvent war noch insolvent ist. Außerdem habe ich alsArchitekt meine Tätigkeit zu keinem Zeitpunkt eingestellt.Dass die Gerüchteküche der vergangenen Jahre meinem Büro mehr als geschadet hat,muss ich immer wieder feststellen, ohne dass ich mich eigentlich wirklich dagegen wehrenkann.Ich möchte daher alle Kolleginnen und Kollegen bitten, der Gerüchteküche Einhalt zugebieten, um nicht noch größeren Schaden anzurichten als bislang schon angerichtetwurde. Möglicherweise entsinnen sich in diesem Zusammenhang einige meiner Kollegender Qualitäten meiner Arbeit und der Zuverlässigkeit meiner Person.Architekturbüro Arch. Dipl.-Ing. Martin Kiesel8010 Graz, Burgfriedweg 13aTel (0316) 38 17 93 DW 0, (0664) 514 99 14Fax (0316) 38 17 93 DW 16email: abk.kiesel@aon.athomepage: www.abk.co.atBESUCHEN SIE UNS IM INTERNET UNTER:http://www.aikammer.orgKammerNachrichten 5/01 39


PersonaliaNEUE MITGLIEDERHARICH AndreasDipl.-Ing., Architekt8073 Feldkirchen, Riegelschneiderweg 15aruhend: 18.9.2001PIVETZ Hans-PeterDipl.-Ing., Architekt1020 Wien, Pillersdorfgasse 9/11ruhend: 18.9.2001SCHAUPERL GerhardDipl.-Ing., Ing.Kons.f.WIW/Maschinenbau8330 Feldbach, Johann Strauß Gasse 1ausübend: 18.9.2001SCHEDELMAIER AlfredDipl.-Ing., Architekt8605 Kapfenberg, Mühlwiesenweg 2ruhend: 18.9.2001WALLMANN JosefDipl.-Ing., Ing.Kons.f.Vermessungswesen8940 Liezen, Ausseerstraße 23ausübend: 18.9.2001ZIVILTECHNIKERGESELLSCHAFTENArchitekt DI Mitterberger Gerhard ZT-KEG8042 Graz, Otto-Loewi-Gasse 18/IIIBefugnis: Architekturseit 17.10.2001Architekturhaus Wiener Straße ZT-Gesellschaft m.b.H8020 Graz, Wiener Straße 6Befugnis: Architekturseit 12.9.2001Ertl, Horn & Partner ZT-GmbH9020 Klagenfurt, Kempfstraße 23Befugnis: Bauingenieurwesenseit 12.9.2001GEOMET Wallmann & GöschlZiviltechniker GmbH8940 Liezen, Hauptstraße 1bBefugnis: Vermessungswesenseit 26.9.2001purpur.cc_boric_zt_keg8010 Graz, Radetzkystraße 10/1Befugnis: Architekturseit 13.11.2001Ziviltechnikerbüro Dr. Putz ZT-KEG8244 Schäffern Nr. 121Befugnis: Landwirtschaftseit 27.9.2001Ziviltechniker GmbH Sammer & Partner8010 Graz, Leonhardstraße 12Befugnis: Bauingenieurwesenseit: 19.11.2001AUFNAHME DER AUSÜBUNGDER BEFUGNISDORN HermannDipl.-Ing., Architekt9500 Villach, Postgasse 4ausübend: 8.6.2001GRABNER JohannDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Mandellstraße 33ruhend: 1.9.2001ausübend: 1.12.2001KASIK RainerDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Monsbergergasse 5ausübend: 24.8.2001RIESSNER RandolfDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Lagergasse 65ausübend: 1.11.2001WINKLER RolandDipl.-Ing., Architekt9020 Klagenfurt, Dieselgasse 3Aausübend: 1.10.2001WRATSCHKO WernerDipl.-Ing., Architekt8020 Graz, Grieskai 54ausübend: 11.10.2001RUHEN DER BEFUGNISAICHHOLZER JosefDipl.-Ing., Ziv.Ing.f.Bauwesen9800 Spitall/Drau, Bizäntweg 7ruhend: 30.9.2001BLECHL HeinzDipl.-Ing., Ing.Kons.f.Landschaftsplanungund –pflege9020 Klagenfurt, 10.-Oktober-Straße 7ruhend: 1.11.2001BREINEDER RobertDipl.-Ing., Ziv.Ing.f.Bauwesen8010 Graz, Grillparzerstraße 20ruhend: 28.9.2001FIEDLER JohannesDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Grillparzer Straße 4ruhend: 6.8.2001HAFNER HelmutDipl.-Ing., Architekt8510 Stainz, Hauptplatz 9ruhend: 1.11.2001HELLWEGER PeterDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Parkstraße 17/14ruhend: 1.11.2001PREIN RudolfDipl.-Ing., Ziv.Ing.f.Bauwesen8793 Hafning, Halsweg 1ruhend: 30.11.2001SKREINER MichaelDipl.-Ing., Ziv.Ing.f.Maschinenbau8010 Graz, Lenaugasse 5aruhend: 15.8.2001ADRESSENÄNDERUNGENANGERBAUER ViktorDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Lessingstraße 6BUCHMANN ThomasDipl.-Ing., Architekt9400 Wolfsberg, Rindermarkt 4DEININGER KarlDipl.-Ing.,Ing.Kons.f.Montanmaschinenwesen8680 Mürzzuschlag,Bleckmanngasse 1040KammerNachrichten 5/01


PersonaliaDOLSCHAK PeterDipl.-Ing., Ziv.Ing.f.Bauwesen9300 St. Veit/Glan, Mühlgasse 13EBNER AlbrechtDipl.-Ing., Architekt9500 Villach, Pestalozzistraße 8/IPLEASEHOLD THELINEEITZINGER FranzDipl.-Ing., Architekt8046 Graz, Hub 165KNAUDER JosefDipl.-Ing. Dr.mont., Ziv.Ing.f.Hüttenwesen9500 Villach, Flussgasse 6KÖLLDORFER FranzDipl.-Ing., Architekt8042 Graz, Ernst-Moser-Weg 12KOMPOSCH Heimo JosefDipl.-Ing., Ziv.Ing.f.Bauwesen9523 Landskron, Ossiacherstraße 2LACKNER-KNORR ElisabethDipl.-Ing., Architektin8010 Graz, Plüddemanngasse 75c/II/6LANGMAYR MatthiasDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Sparbersbachgasse 18PIBER IngridDipl.-Ing., Architektin9020 Klagenfurt, Villacher Straße 1/d/43POSCH UweDipl.-Ing. Dr.techn., Ziv.Ing.f.technischeChemie8071 Gössendorf, Sandweg 8PRASCHAG ReinerDipl.-Ing. Dr.techn., Architekt8054 Graz, Am Katzelbach 98RAPPOSCH GerhardDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Ortnerstraße 9aSAGA WernerDipl.-Ing., Architekt8044 Graz, Mariatrosterstraße 166cSCHOBER FranzDipl.-Ing. Dr.techn., Ziv.Ing.f.Elektrotechnik8010 Graz, Plüddemanngasse 18Bitte warten ...Hier spricht die "Telefonseelsorge"Wir alle kennen es: ein Tag vollgepackt mit Terminen, der Schreibtisch wird voller,Papier türmt sich, Telefone läuten, genau dann, wenn man es am wenigstenbraucht. Herausgerissen aus der Konzentration hebt man ab, hektisch,genervt und das Gespräch, welches zu diesem Zeitpunkt beginnen sollte,haben wir im Kopf schon wieder abgeschlossen, bevor wir es überhaupt begonnen haben.Was der Anrufer dann beim Abheben zu hören bekommt, ist meist ein Name, ein kurzerGruß, vielleicht auch noch eine Abteilung.Was er allerdings wirklich hört, ist: "wer stört?!"Damit ist dieses Gespräch, wie auch viele andere, schon gelaufen.Da niemand von uns so "abgefertigt" werden und damit den Grant anderer ausbaden möchte,sollten wir uns kurz ein paar Gedanken zu diesem Thema machen.Wenn man eine Nummer wählt, hat man meist ein bestimmtes Ziel vor Augen; z.B. einedringend benötigte Auskunft, eine kurze Frage etc.Nichts nervt da mehr, als eine Tonbandansage, die uns zum Warten auffordert mit nachfolgendemmusikalischen Gedudel.Da können schon eigentümliche Gedanken entstehen, wie: Arbeitet da heute keiner mehr?Die machen heute wohl schon die 5te Kaffeepause. Was dauert da so lange, ich brauch ja ehnur eine kurze Info..... und vieles mehr.Wer aber denkt sich schon: Da ist heute aber wieder viel los bei denen. Ich bin wohl nichtder einzige, der dort jetzt anruft......Ist es dann endlich so weit und die angenehme Stimme auf der anderen Seite der Leitungheißt Sie willkommen, mit einigen Worten, wie immer, ist die Wartezeit vergessen. (oderetwa nicht?!)Versuchen wir doch das nächste Mal beim Ertönen des "BITTE WARTEN" nicht gleich dieNerven wegzuwerfen, und ein bisschen von der empfangenen Freundlichkeit zurückzugeben.Sie werden sehen, Ihre Telefonate reiben Sie (und die anderen Beteiligten) nicht mehr auf,sondern bringen manchmal auch etwas Sonnenschein in den stressigen Alltag zwischenBesprechungen, Akten und Missmut!Ich denke, das Sprichwort mit "dem Wald, in den man hinein ruft" ist uns doch allenbekannt.Petra TehranyTraining-Coaching-Consulting, Alcatel e-businessKammerNachrichten 5/01 41


Kurz notiertÜBERTRITT IN EINEN ANDERENLÄNDERKAMMERBEREICHURLESBERGER JörgDipl.-Ing., Architekt8010 Graz, Bergmanngase 8ruhend: 30.9.2001übersiedelt in den Bereich der AIK Wien per1.10.2001AUSTRITTEHEIN EugenDipl.-Ing., Architekt8020 Graz, Lendplatz 40Austritt: 24.9.2001KUTSCHEJ RobertDipl.Ing. Dr.mont.,Ing.Kons.f.Werkstoffwissenschaften8793 Trofaiach, Neubaugasse 6Austritt: 13.11.2001WITZKO JohannDipl.-Ing., Architekt8052 Graz, Wilhelm-Thöny-Weg 1Austritt: 1.10.2001TODESFÄLLEDipl.-Ing. Wilhelm BLEMATL, ehem.Ziv.Ing. f. Maschinenbau, ist im 84.Lebensjahr verstorben.em. Univ.-Prof. Dipl.-Ing.Dr.techn. PaulViktor GILLI, Ziv.Ing. f. Maschinenbau, istim 78. Lebensjahr verstorben.Dipl.-Ing. Manfred MAYER, Architekt,ist im 61. Lebensjahr verstorben.Dipl.-Ing.Dr.iur. Heinz MOSING, Ziv.Ing.f.Bauwesen, ist im 91. Lebensjahr verstorben.Dipl.-Ing. Helmut DORNER, Architekt i.R.ist im 78. Lebensjahr verstorben.Dipl.-Ing. Prof. i.R. Hans KRISCH,Architekt i.R. ist im 91. Lebensjahrverstorben.BESUCHEN SIE UNS IMINTERNET UNTER:http://www.aikammer.orgInformationsveranstaltungPlanbescheinigungAm 21. November 2001 fand in derKammer der Architekten und Ingenieurkonsulentenfür Steiermark und Kärnteneine Informationsveranstaltung"Planbescheinigung" statt, an welcher60 Ingenieurkonsulenten für Vermessungswesenaus Steiermark und Kärntenteilgenommen haben.Nach Begrüßung durch Dipl.-Ing.Meinrad Breinl, Vorsitzender derFachgruppe Vermessungswesen,wurde das Handbuch Grenzkatastervon Dipl.-Ing. August Hochwartner, Präsidentdes Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesenvorgestellt.Informationen zu den Tätigkeiten bei derGrenzverhandlung gab Dr. Peter Angst,Senatspräsident des OGH Wien.Abschließend wurde das Paper of understandingdurch Dipl.-Ing. Hans Polly, Vorsitzenderder Bundesfachgruppe Vermessungswesen,vorgestellt.In der anschließenden Diskussion wurdenvor allem Fragen der Zusammenarbeit zwischenBundesamt für Eich- und Vermessungswesenund Ingenieurkonsulenten fürVermessungswesen erörtert.Mängelkatalog 2001Durch die Prüf- und BegutachtungsstellenverordnungPBStV (BGBl. Teil II Nr.78/1998) wurde die Verfahrensweise beider Durchführung der wiederkehrendenBegutachtung gemäß § 57 a KFG 1967 aufeine neue gesetzliche Basis gestellt.Für die in § 5 der PBStV genanntenFahrzeugklassen bis 3,5 Tonnenhöchstzulässigem Gesamtgewicht, gabder bislang vorliegende Mängelkatalogin der Fassung 1998 weitergehende Erläuterungenzur detaillierten Abwicklung derK u r z n o t i e r tPrüfungen. Gemäß Erlass ZI.: 190.500/10-II/A/5/98 konnte er somit als Arbeitsunterlagebei der wiederkehrenden BegutachtungVerwendung finden.Gemäß der Richtlinie 96/96/EWG zurAngleichung der Rechtsvorschriften derMitgliedstaaten über die technische Überwachungder Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhängerhaben die Mitgliedstaaten imFalle der Durchführung von Begutachtungendurch ermächtigte private Betriebe in besondererWeise dafür Sorge zu tragen, dass dieObjektivität und ein entsprechend hohesMaß der Qualität der Begutachtung gewahrtsind. Durch die Änderung der PBStV (BGBl.Teil II Nr. 165/2001) vom 29. Mai 2001 wurdenentsprechende Bestimmungen neugefasst und mitaufgenommen, die dieserForderung nach einer Sicherstellung derQualität nun Rechnung tragen sollen. Miteiner Reihe von Bestimmungen wurde diePBStV an den Stand der Technik angepasst,Richtigstellungen vorgenommen sowie z.B.auch die Anforderungen an die zur Durchführungder wiederkehrenden Begutachtunggeeigneten Personen neu geregelt.Aus diesem Grund war auch eine Neufassungdes bestehenden Mängelkatalogs 1998notwendig. Es erwies sich in diesem Zusammenhangals sinnvoll, diesen, anstatt wie bishernur für Fahrzeuge mit einem höchstzulässigenGesamtgewicht bis 3,5 Tonnen,nunmehr auf alle Fahrzeugklassen auszudehnen,um somit nun ein einheitliches Standardwerkfür die Durchführung der wiederkehrendenBegutachtung aller Fahrzeugklassenverfügbar zu haben.Dieser Mängelkatalog 2001 wird somit seitensdes BMVIT als zusätzliche Arbeitsunterlageim Sinn der PBStV, Anlage 6 fürdie ermächtigten Vereine und Gewerbetreibendenempfohlen.Weitere Auskünfte erhalten Siebeim SachbearbeiterDipl.-Ing. Bernhard Sittlinger,Tel (01) 711 62-1802, Fax (01) 711 62-1898,email: bernhard.sittlinger@bmv.gv.at42KammerNachrichten 5/01


Kurz notiertNeuer Kollektivvertrag ab 1.1.20021. Kollektivvertragliche MindestgehälterDie kollektivvertraglichen Mindestgehälter werden um ATS 250.- plus 1,5 % erhöht und auf ganze Euroaufgerundet.2. ZulagenErhöhung sämtlicher Zulagen um 2,75% und Aufrundung auf ganze Euro.3. Lehrlingsentschädigung und Beschäftigungsgruppe A (3. Jahr)Erhöhung um 2,8 % und Aufrundung auf ganze Euro.4. In den Gehaltstabellen wird in der Beschäftigungsgruppe A das 1. und 2. Jahr gestrichen.Zeitgrundgebühr 2002Die Zeitgrundgebühr von ATS 802,00 (€ 58,28) ist bis 1. April 2002 gültig.Die nächsten Verhandlungsgespräche zwischen Bundeskammer und Verbindungsstelle der Bundesländer findenim Jänner 2002 statt.IMPRESSUMKammernachrichten Eigentümer, Herausgeber, Verleger: Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Steiermark und KärntenFür den Inhalt verantwortlich: Dr. Karl-Peter Pany, alle: 8010 Graz, Schönaugasse 7,Tel (0316) 82 63 44-0, Fax (0316) 82 63 44 DW 25, email: office@aikammer.org, internet: http://www.aikammer.orgP.b.b. Erscheinungsort: Graz, Verlagspostamt: 8010 Graz, 01Z021121 IKammerNachrichten 5/01 43


Herr KarlZahlen bitte!Was ist bei der Kammer in den letzten Jahren am stärksten gestiegen?Das Budget!Nein, das ist 2002 um 10,92 % gegenüber 2001 gesunken.Die Entragungsgebühr!Nein, die ist seit 2001 überhaupt weggefallen.Also was dann?Die Teilnahmequote an der Kammervollversammlung.Die ist gegenüber 2000 um 276 % gestiegen.Eines versteh‘ ich dann nicht: Warum heißt es "Versichern beruhigt"?

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