2. Teil [1,63 MB] - Kaufmännisches Berufskolleg Oberberg

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2. Teil [1,63 MB] - Kaufmännisches Berufskolleg Oberberg

Wirtschaftsfachschule„Eimer-Markt gründlich studiert. AngehendeBetriebswirte lernen am Berufskolleg in100 Stunden Marketing“So titelte der Oberbergische Anzeiger am 20.Januar 2003 und stellte ganzseitig die Projektpräsentationendes damaligen Fachschulkursesvor. Da waren wir alle schon mächtig stolz: dieStudierenden vor allem, aber auch wir Lehrerinnenund Lehrer.Was steckt nun hinter dieser Schlagzeile?Seit 1994 bieten wir am Berufskolleg eine Weiterbildungan: den Abschluss als Staatlich geprüfte(r)Betriebswirt(in) im Schwerpunkt Marketing.Und hier müssen wir den Journalistendes Anzeigers ein wenig korrigieren: 100 Stundenreichen bei weitem nicht aus, um Marketingzu lernen. Der Betriebswirte-Lehrgang vermitteltauch wesentlich mehr als lediglich Kenntnissein Marketing. In Wahrheit dauert ein Kursmehrere Jahre. Bis 2003 galt die Regel: dreiJahre für Teilnehmer mit Fachhochschulreife,vier Jahre für Studierende mit Fachoberschulreife.Seit 2004 gilt ein neuer Lehrplan, der dieStudiendauer für alle gleichermaßen auf 3,5Jahre festsetzt. Marketing ist zwar das Schwerpunktfach,aber nicht das einzige. Unterrichtwird auch erteilt in Betriebswirtschaftslehre,Rechnungswesen, Recht, Englisch, Volkswirtschaftslehre,Mathematik und Statistik, Datenverarbeitungund Kommunikation. Und was hates jetzt mit den 100 Stunden auf sich? Das istschnell erklärt. Ein wichtiger Teil der Ausbildungist am Ende das sogenannte 100-Stunden-Projekt.Hier übernehmen die Studierenden Aufträgevon Unternehmen aus der Region und erarbeitenim Team Lösungen für marketingpolitischeProbleme des Auftraggebers. Die Ergebnissewerden öffentlich vorgestellt.Bei diesen Projektpräsentationenmachen wir immer die gleiche Erfahrung. DieStudierenden stürzen sich hochmotiviert in ihreAufgabe, arbeiten deutlich mehr als nur die 100Stunden in acht Wochen, die ihnen offiziell zurVerfügung stehen und kommen zu hervorragendenErgebnissen, die immer wieder auch dieAuftraggeber begeistern.Unser Anspruch war immer, über die Jahre hinweg,den Studierenden ein hohes Maß an Eigenverantwortungfür ihre Weiterbildung zuzuweisen.Es hat sich in den 10 Jahren aber aucheiniges geändert. So haben wir einige Lehrplänekommen und gehen sehen. Ganz aktuell arbeitenwir an der Umsetzung des neuestenPlans, der stärker als alle bisherigen das „selbstgesteuerteLernen“ zum Programm erhebt. Geplantist, E-learning und Online-Programme indie Unterrichtsarbeit zu integrieren. Es wird nichtmehr nur gemeinsam im Klassenraum gearbeitet,sondern über die modernen Medien bereitendie Studierenden in ihrem individuellen Tempowichtige Lerninhalte an ihrem heimischenPC auf.Studierende und LehrerInnen stehen heute voreiner Umbruchsituation. Die Bedingungen desLernens verändern sich, und Schule, egal obberufsbegleitend oder in der Weiterbildung,muss sich auf diese Veränderungen einstellen.Eines ist aber in all den Jahren gleich geblieben:Wir hatten und haben es bei unserer Arbeitin der Fachschule mit engagierten jungenMenschen zu tun, die Verantwortung für ihreberufliche Qualifizierung übernehmen und sichfreiwillig der Belastung einer Abendschule unterziehen.Solche MitarbeiterInnen kann sich jedesUnternehmen nur wünschen.Dagmar Dick

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