Dr. Jürgen Thomas Lutz zum Professor berufen - Hochschule ...

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Dr. Jürgen Thomas Lutz zum Professor berufen - Hochschule ...

PRESSEMITTEILUNGFrei zur sofortigen VeröffentlichungBei Abdruck Belegexemplar erbeten22. Juni 2013 Seite 1 von 3Risiken beim Tauchen: Intensivmediziner klärtüber gesundheitliche Folgen aufAntrittsvorlesung: Dr. Jürgen Thomas Lutz, Chefarzt des St.Vinzenz-Hospital Köln, wurde zum Professor an die HochschuleFresenius berufenHochschule Freseniusgemeinnützige GmbHSTANDORT KÖLNFachbereich Gesundheit &SozialesIm MediaPark 4 eD-50670 KölnTel. +49 (0) 2 21. 485 300-20www.hs-fresenius.dePRESSEKONTAKTMario LangenscheidTel. +49 (0)2 21. 92 15 12 40langenscheid@hs-fresenius.deKöln. Am 21. Juni wurde Jürgen Thomas Lutz zum Professor für denStudiengang Physiotherapie an der Hochschule Fresenius in Kölnernannt. Der Mediziner und Sportwissenschaftler ist Chefarzt derKlinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am St.Vinzenz-Hospital Köln, wo er seit 2010 die Funktion desstellvertretenden ärztlichen Direktors innehat. An der HochschuleFresenius lehrt er Physiologie im Bachelor-StudiengangPhysiotherapie, den die Hochschule Fresenius an ihren MedicalSchools in Köln, Hamburg, Frankfurt, Idstein, München undDüsseldorf anbietet.Passend zum Sommerbeginn wählte Dr. Lutz das Thema für seineAntrittsvorlesung: „Physiologie und Pathopyhsiologie des Tauchens“. Dabeiging er hauptsächlich auf extreme Formen des Tief- und Apnoetauchens ein.Aber auch Hobbytaucher stehen vor zwei Grundproblemen desWassersports: Atmung und Druck. Angefangen beim Schnorcheln, bei demin der Regel nur das Gesicht unter Wasser ist – und das aus gutem Grund.Denn bereits ab einem Meter Tiefe wird der Druck so groß, dass ein Menschnicht mehr genug Kraft für die Atmung aufbringen kann, erklärte Dr. Lutz.Und der Druck steigt, je tiefer der Tauchgang: um ein Bar je zehn Meter.Somit wird bei einer Wassertiefe von 30 Metern die Lunge auf ein Viertelihres Volumens zusammengedrückt. Andere Körperhöhlen wie Innenohr,Nasennebenhöhlen, Augen und selbst Zahnfüllungen sind ebenfalls von denDruckänderungen betroffen. Mit speziellen Belüftungstechniken sorgt ein


PRESSEMITTEILUNGFrei zur sofortigen VeröffentlichungBei Abdruck Belegexemplar erbeten22. Juni 2013 Seite 2 von 3geübter Taucher für entsprechenden Ausgleich – tut er dies nicht, kann sichdie Bindehaut des Auges eintrüben oder das Trommelfell platzen.Tiefenrausch, Gasvergiftung, DekompressionskrankheitAuch Gase werden bei zunehmender Tauchtiefe komprimiert, wodurch diesogenannten Gaspartialdrücke steigen. Folge: Stickstoff reichert sich imGewebe an und kann eine giftige Wirkung entfalten; manche Tauchererleben einen Tiefenrausch – auch Stickstoffnarkose genannt – undverlieren die Orientierung. Diese Gefahren bestehen ab einer Tauchtiefe vonrund 30 bis 40 Metern. Tückisch kann auch das Auftauchen werden –insbesondere, wenn dies zu schnell geschieht, ohne dieDekompressionszeiten einzuhalten, die für einen kontinuierlichenDruckausgleich notwendig sind. In seiner Antrittsvorlesung an derHochschule Fresenius zeigte Dr. Lutz verschiedene Risikofaktoren auf: EinPneumo-Thorax entsteht, wenn durch einen Geweberiss Luft zwischenLunge und Rippenfell eindringt, wodurch die Lunge förmlich eingeschnürtwird. Auch das zentrale Nervensystem kann in Mitleidenschaft gezogenwerden: Bei einer arteriellen Gasembolie treten Gasbläschen in dieBlutgefäße ein und wandern ins Gehirn, wo sie erhebliche Schädenverursachen können. Als prominentes Beispiel nannte Dr. Lutz denÖsterreicher Herbert Nitsch, Weltrekordhalter im Apnoetauchen derKategorie „No Limit“ (Tieftauchen ohne Atemgerät). Beim Aufstieg seinesWeltrekordversuchs (244 Meter) vor einem Jahr verlor Nitsch in etwa 100Metern Tiefe das Bewusstsein und musste zu schnell an die Oberflächegeholt werden. „Tauchunfälle wie diese werden in speziellenDekompressionskammern behandelt, in denen die Sportler auf dieDruckverhältnisse des Tauchgangs zurückgebracht werden, um dieverpassten Druckausgleichsmaßnahmen nachzuholen“, so Dr. Lutz.Physiotherapeuten unterstützen RehabilitationBei Tauchunfällen kann es zu Hautirritationen, Muskel- undGelenkschmerzen, aber auch zu Herzproblemen und neurologischenAusfällen wie Lähmungserscheinungen kommen. Die Symptome schwerer


PRESSEMITTEILUNGFrei zur sofortigen VeröffentlichungBei Abdruck Belegexemplar erbeten22. Juni 2013 Seite 3 von 3Dekompensationskrankheiten ähneln oft denen eines Schlaganfalls oderanderen Schädigungen des zentralen Nervensystems. In der Rehabilitationder Betroffenen spielen Physiotherapeuten eine wichtige Rolle. NebenAnatomie ist daher Physiologie ein fester und großer Bestandteil desStudienlehrplans. „Ich freue mich, meine langjährigen Erfahrungen alsAnästhesist, Notarzt und Intensivmediziner in das Physiotherapiestudium ander Hochschule Fresenius einbringen zu können. Die Arbeit mit denmotivierten Studenten macht mir viel Freude“, sagt Dr. Lutz, der seit 2011an der Hochschule Fresenius in Köln lehrt.(4.331 Zeichen inkl. Leerzeichen)Zur Person:Professor Dr. med. Jürgen Thomas Lutz, Jahrgang 1968, studierteHumanmedizin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und in NewYork. Stationen seines beruflichen Werdegangs waren dieUniversitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Essen sowie einForschungsaufenthalt an der University of California (San Francisco), bevorer im Mai 2005 Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin undSchmerztherapie am St. Vinzenz-Hospital in Köln wurde. Seit März 2010 ister dort zudem stellvertretender ärztlicher Direktor. Dr. Lutz ist Mitglied desPrüfungsausschusses der Ärztekammer Nordrhein und externer Gutachterdes Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen(IQWiG) Köln. Seit September 2011 ist der Vater dreier Kinder als Dozentfür Physiologie an der Medical School der Hochschule Fresenius in Köln tätig,wo er am 21. Juni 2013 zum Professor ernannt wurde.

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