Bäume - pure.fair

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BÄUME UND STRÄUCHER IM HOFGARTEN EICHSTÄTTINFORMATIONS- UND UMWELTZENTRUM NATURPARK ALTMÜHLTAL


Inhaltsverzeichnis 1Seite deutsche - lateinische Bezeichnung Nr.8 - 11 Der Hofgarten Eichstätt im Wandel der ZeitSophora japonica | 01Philadelphus coronarius | 02Chaenomeles japonica | 03Celtis australis | 04Acer capillipes | 05Kolkwitzia amabilis | 06Sorbus domestica | 07Ilex aquifolium | 08Tilia platyphyllos | 09Tilia cordata | 10Crataegus monogyna | 11Catalpa bignonioides | 12Sorbus aria | 13Aesculus x carnea | 14Cercidiphyllum japonicum | 1512 Japanischer Schnurbaum, Pagodenbaum13 Pfeifenstrauch13 Schein-Quitte14 Südlicher Zürgelbaum15 Schlangenhaut-Ahorn16 Kolkwitzie17 Speierling18 Stechpalme, Stechhülse19 Sommer-Linde20 Winter-Linde21 Eingriffeliger Weißdorn22 Trompetenbaum23 Mehlbeere24 Rote Ross-Kastanie25 Kuchenbaum4


26 ElsbeereSorbus torminalis | 16Chamaecyparis lawsoniana | 17Fraxinus excelsior | 18Sequoiadendron giganteum | 19Larix decidua | 20Ginkgo biloba | 21Acer rufinerve | 22Carpinus betulus | 23Potentilla fruticosa | 24Liriodendron tulipifera | 25Prunus sargentii “Accolade” | 26Fagus sylvatica | 27Tilia tomentosa | 28Gleditsia triacanthos | 29Pterocarya fraxinifolia | 30Taxus baccata | 3127 Lawsons Schein-Zypresse, Oregon-Zeder28 Esche29 Mammutbaum30 Europäische Lärche31 Ginkgo-Baum32 Streifen-Ahorn33 Hain-Buche, Weiß-Buche34 Fingerstrauch35 Tulpenbaum36 Berg-Kirsche37 Rot-Buche38 Silber-Linde39 Gleditschie40 Kaukasische Flügelnuss41 Eibe5


Inhaltsverzeichnis 2Seite deutsche - lateinische BezeichnungNr.Castanea sativa | 32Quercus robur | 33Morus alba | 34Betula pendula | 35Prunus mahaleb | 36Cornus mas | 37Sorbus aucuparia | 38Ailanthus altissima | 39Ostrya carpinifolia | 40Populus tremula | 41Prunus padus | 42Acer pseudoplatanus | 43Acer platanoides | 44Corylus colurna | 45Acer negundo | 46Phellodendron amurense | 47Acer griseum | 4842 Edel-Kastanie, Ess-Kastanie43 Stiel-Eiche44 Weißer Maulbeerbaum45 Hänge-Birke46 Felsen-Kirsche47 Kornel-Kirsche48 Eber-Esche, Vogelbeere49 Götterbaum50 Hopfen-Buche50 Zitter-Pappel, Espe51 Trauben-Kirsche52 Berg-Ahorn53 Spitz-Ahorn54 Baum-Hasel55 Eschen-Ahorn56 Amur-Korkbaum57 Zimt-Ahorn6


Acer monspessulanum | 49Picea pungens | 50Picea omorika | 51Aesculus hippocastanum | 52Populus nigra | 53Magnolia kobus | 54Acer rubrum | 55Nothofagus antarctica | 56Platanus x hispanica | 57Paulownia tomentosa | 58Chamaecyparis nootkatensis | 59Cercis siliquastrum | 60Deutzia scabra | 6158 Felsen-Ahorn58 Stech-Fichte, Colorado-Fichte59 Omorika-Fichte, Serbische Fichte60 Ross-Kastanie61 Schwarz-Pappel62 Kobushi-Magnolie63 Rot-Ahorn64 Schein-Buche65 Platane66 Blauglocken-Baum67 Nutka-Zypresse68 Gemeiner Judasbaum69 Raublättrige Deutzie72 Mit Naturparkführern unterwegs73 Lageplan Hofgarten74 Literatur7


Der Hofgarten Eichstättim Wandel der ZeitDer barocke Hofgarten entstand ab 1735 im Anschlussan die von Gabriel de Gabrieli für den damaligen FürstbischofFranz Ludwig Schenk von Castell errichtete FürstbischöflicheSommerresidenz. In Form eines großenRechteckes erstreckt er sich nach Südwesten zur Altmühlhin. Die drei Gartenpavillons stammen ebenfallsvon Gabrieli. Der große Mittelpavillon wurde in den Jahren1779-81 von Mauritio Pedetti zu einem offenen Gartensaalmit Brunnen umgestaltet.Ursprünglich hatte der Garten die Breite der Sommerresidenz.Unter Fürstbischof Anton III Freiherr von Zehmenerfolgte eine Erweiterung nach Westen hin. Derbarocke Garten war zum einen von den Bauwerken geprägt,zum anderen durch die strenge Anlage von kleinwüchsigenBaumalleen und sorgfältig gestutzten, teilsornamental angelegten, niederen Hecken. Alle Pflanzenhatten eine dienende Funktion und wurden dem Geschmackder Zeit entsprechend als lebende Architekturelementebetrachtet. Die Karte von Joseph Effner um1790 gibt einen Eindruck von dieser Gartenarchitektur.Bei der Säkularisation verblieben die Sommerresidenzund der Hofgarten noch einige Jahre im Besitz des letztenFürstbischofs Josef von Stubenberg und gingen1817 an die Herzöge von Leuchtenberg. In der Sommerresidenzrichteten die Leuchtenbergs ihr Naturalienkabinettein, eine große Sammlung von Tierpräparaten undMineralien. Die Umwandlung des Barockgartens in einenenglischen Garten markiert eine neue gesellschaftlicheEpoche. Aus dem feudalen Flaniergarten wurde8


ein Park für die Bürger der Stadt. Die ältesten Bäumedes Hofgartens stammen wohl noch aus dieser Zeit.1977 wurden die Umbauarbeiten der ehemaligen Sommerresidenzzum Verwaltungssitz der Universität Eichstättabgeschlossen. Dabei fiel auch die Mauer, die seit1872 den unmittelbar vor der Sommerresidenz liegendenGartenteil vom Hofgarten abgetrennt hatte. Der andieser Stelle angelegte Obstgarten wurde wieder anden Hofgarten angegliedert und als barocke Gartenanlageneu gestaltet. Damit ergibt sich nun ein reizvollerKontrast zum englischen Garten.Prof. Dr. Franz X. Mayr, der seit 1923 den Lehrstuhlfür Naturwissenschaften an der Bischöflichen Philosophisch-theologischenHochschule innehatte, förderteschon vor Jahrzehnten durch Vorschläge für Neupflanzungendie Umgestaltung des Parks zu einem Arboretum,einem botanischen Garten für Bäume und Sträucher.Im Jahre 1986 fand auf Initiative des Eichstätter9


Forstamtes eine Bestandsaufnahme der Bäume im Hofgartenstatt. Diese Erhebung und Vorschläge für Neupflanzungenbelebten die Idee des Arboretums neu. Inder Folge wurden die wichtigsten Bäume mit kleinen Plexiglas-Schildchenbeschriftet. Die Stadtgärtnerei pflanzteneue Baum- und Straucharten. Das Artenspektrum setztsich zusammen aus einheimischen Gehölzen und Bäumen,die im gemäßigten Klimagürtel vorkommen, z.B. inEuropa, Nordamerika, Kleinasien und Ostasien.10


Derzeit beherbergt der Hofgarten mehr als 180 Bäumeund Sträucher in rund 70 verschiedenen Arten. Dieim Lauf der Jahre verlorengegangene Beschriftung derwichtigsten Baum- und Straucharten wurde 199797inForm von Stecktafeln wieder erneuert.111


01 |Sophora japonicaJapanischer Schnurbaum, Pagodenbaum | 01Ursprünglich kommt dieser Baum nicht aus Japan, sondernist in China und Korea beheimatet. Er gehört zur Familieder Schmetterlingsblütler und ist in Deutschland einnoch relativ selten gepflanzter Parkbaum. Der etwa 15bis 20 m hoch werdende Baum bevorzugt einen trockenenund sonnigen Standort und ist sehr widerstandsfähiggegen Umweltverschmutzung, weshalb er auch gutals Straßen- oder Stadtbaum verwendet werden kann.Seine gelbweißen Blüten stehen in 20 bis 25 cm langenRispen und erscheinen erst im Hoch- und Spätsommerzwischen Juli und September. Die Fruchtschoten habennach jedem Samen eine Einschnürung und sehen wieeine Perlenkette aus. Daher kommt auch der Name desBaumes.Die Samen gelten in China geröstet als Delikatesse undaus den Knospen kann man einen gelben Farbstoff fürdie Textilbearbeitung extrahieren.12


| 02 | 03Philadelphus coronariusPfeifenstrauch | 02Der auch als Falscher Jasmin bezeichnete Strauch wirdbis zu 3 m hoch. Seine weißen Blüten verströmen vonMai bis Juli einen stark süßen, exotischen Duft. Seitdem 16. Jahrhundert ist der Pfeifenstrauch in Mittel- undWesteuropa in Kultur. Er ist sehr anspruchslos und gedeihtauch an schattigen Standorten.Die Gärtner haben zahlreiche Kulturformen und Kreuzungengezüchtet. Die ursprüngliche Heimat des Strauchsist wohl von Italien bis zum Kaukasus.Chaenomeles japonicaSchein-Quitte | 03Der kleine Strauch von niedrigem, aber sparrig verzweigtemWuchs wird meist in Vorgärten gepflanzt. Seine Heimatist in Vorderasien. Nach den scharlachroten Blütenim April und Mai entwickeln sich rundliche gelbe Früchte,die lange an den Zweigen hängen bleiben.13


04 |Celtis australisSüdlicher Zürgelbaum | 04Der kleine Baum aus Südeuropa ist mit den Ulmen verwandt.Im Mittelmeergebiet kommt der Zürgelbaum inWäldern vor. In Deutschland wird er als Zierbaum in Anlagenund Parks gepflanzt.Er braucht warme und trockene Standorte. Die dunkelgrünenBlätter laufen in eine langgezogene Spitze aus.Seine kleinen, runden, wie rote Beeren aussehendenSteinfrüchte sitzen einzeln an dünnen Stielen. Sie werdenin Tirol als sogenannte Zürgeln zur Zubereitung vonMarmeladen geschätzt. Aus dem festen und elastischenHolz werden Bildhauerarbeiten und Musikinstrumentegefertigt. Früher wurden die langen Stockausschlägeauch für Peitschenstiele verwendet. Celtis ist der lateinischeName für Peitsche.14


| 05Acer capillipesSchlangenhaut-Ahorn | 05Heimisch im Unterwuchs der Bergwälder Japans, aberauch in europäischen Gärten und Parks gepflanzterBusch oder Halbbaum. Er wurde erstmals 1892 durchCharles Spraque Sargent im botanischen Garten der HarvardUniversität in Boston außerhalb Japans angepflanzt.Die außerordentlich attraktive, grün und silbrig gestreifteRinde erinnert an eine Schlangenhaut. Auffallend istweiterhin die schöne, orange bis rote Herbstfärbung derBlätter. Gilt daher als wertvolles Solitärgehölz in Gärtenund Parks, das sich wegen seines aufrechten und lockerenWuchses gut mit Kleingehölzen, Stauden und Farnenkombinieren lässt.15


06 |Kolkwitzia amabilisKolkwitzie | 06Die Heimat des kleinwüchsigen Zierstrauchs ist China. Erist sehr anspruchslos und frosthart, bevorzugt jedoch einenhellen Standort. Die Blüten des Geißblattgewächseserscheinen im Mai/Juni. Sie sind glockenförmig, weiß bisrosa mit einer netzartigen gelben Zeichnung im Schlund.Auffällig ist die borstige Behaarung der Blütenstiele undFruchtkapseln.Ein empfehlenswerter Blütenstrauch für große und kleineGärten, der sehr stark von Bienen, Hummeln und anderenInsekten angeflogen wird.16


| 07Sorbus domesticaSpeierling | 07Selten gewordener Verwandter der Vogelbeere. Wegenseiner 2,5 cm großen apfel- oder birnenförmigen Früchtefrüher häufig in Obstgärten kultiviert. Die gelb-roten oderbräunlichen Früchte können im Oktober und Novembergeerntet werden. Halbreif geerntete Früchte werden vorallem in Hessen dem Apfelwein zugesetzt und dadurchsein Geschmack und seine Haltbarkeit verbessert. DerBaum wurde durch die Eiszeit verdrängt und wandertespäter (zw. 9000 und 8000 v. Chr.) über die BurgundischePforte zwischen Vogesen und Schweizer Jura wiedernach Mitteleuropa ein. Fortan war er in den Wäldernzusammen mit Elsbeere, Wildobst, Ahorn und Escheeine Nebenbaumart. Durch die vor 150 Jahren in derForstwirtschaft eingeführte Hochwaldbewirtschaftungwurde der Speierling wie auch die anderen Nebenbaumartenaus den Wäldern zusehends verdrängt. Seit einigenJahren wird der in Deutschland vom Aussterbenbedrohte Baum wieder in Streuobstwiesen und an Waldrändernangepflanzt.17


08 |Ilex aquifoliumStechpalme, Stechhülse | 08Immergrüner, 2 bis 10 m hoher, Strauch oder kleinerBaum im Unterwuchs von Wäldern oder an den Waldrändern.Heimat: Europa, Nordafrika und Kleinasien bisChina. In Deutschland vor allem im Westen in ozeanischgeprägten Klimaten natürlich vorkommend.Blätter bis in etwa 1,50 m Höhe gegen Tierfraß mit kräftigenDornen besetzt, an höheren Ästen kaum Dornen.Die kleinen Blüten erscheinen im Mai bis Juni. Im Herbstschmückt sich die Stechpalme mit roten Beeren. In derRegel sind Stechpalmen zweihäusig, es gibt also männlicheund weibliche Pflanzen. Die Gärtner haben viele,meist kleinwüchsige Zierformen gezüchtet.18


| 09Tilia platyphyllosSommer-Linde | 09Ursprünglich ein Baum in den Laubmischwäldern desBerg- und Hügellandes in Mittel-, West- und Südeuropa.Heute sind die meisten Linden gepflanzt. „Die Dorflinde“ist eine Sommerlinde. Die bis zu 40 m hohen Bäumebilden auch prächtige Alleen, von denen leider die meistenden Straßenverbreiterungen zum Opfer gefallen sind.Blätter 6 bis 15 cm lang, auf der Unterseite mit weißerBehaarung in den Nervenachseln. Die intensiv duftendenBlüten erscheinen im Juni.Ideales Holz für Schnitzarbeiten. Bedeutende Künstler,wie Tilman Riemenschneider, haben ihre Kunstwerkeaus Lindenholz gefertigt.19


10 |Tilia cordataWinter-Linde | 10Natürlicher Standort in sommerwarmen LaubmischwäldernMittel- und Osteuropas. Häufig als Straßen- undParkbaum gepflanzt und etwas kleiner als die Sommerlinde.Die kleinen, 3 bis 6 cm langen Blätter sind oberseits sattgrünund haben unterseits eine rotbraune Behaarung inden Nervenachseln. Blütezeit Juni/Juli, etwa zwei Wochennach der Sommerlinde. Ebenso wie diese ist dieWinterlinde eine gute Bienenweide.Die Winterlinde kommt mit Luftverschmutzung undStreusalz besser zurecht als die Sommerlinde.In der Volksmedizin wird ein Tee aus getrockneten Lindenblütenals schweißtreibendes Mittel bei Erkältungenangewendet.20


| 11Crataegus monogynaEingriffeliger Weißdorn | 11Typischer Strauch in alten Hecken und an Waldrändernin Mittel- und Westeuropa. Der Weißdorn kann mehrerehundert Jahre alt werden und erreicht eine Höhe von2 bis 6 m. Seine Blätter sind drei- bis fünflappig und tiefgeteilt.In den Monaten Mai und Juni ist der Strauch von zahlreichenweißen Blüten bedeckt. Die kugeligen bis eiförmigenFrüchte sind leuchtend rot und besitzen imGegensatz zum Zweigriffeligen Weißdorn nur einen Samenkern.Aus den Blüten und Früchten wird ein kreislaufstärkendesMittel gewonnen.Wegen seines dichten Wuchses wird der Weißdorn alsVogelnistgehölz gepflanzt und eignet sich durch seindichtes Wurzelwerk hervorragend zu Festigung hoherBöschungen.21


12 |Catalpa bignonioidesTrompetenbaum | 12Ein idealer Baum für Parks und Gärten. Besonders beiAlleinstellung entfaltet der kleine, bis etwa 15 m hoheBaum seine breite Krone. Ursprünglich kommt der Trompetenbaumaus den südöstlichen Staaten Nordamerikasund ist in ungünstigen Lagen sehr frostempfindlich, weshalber seine Blätter auch erst sehr spät im Frühjahr entfaltetund im Herbst genauso früh verliert. Dies hat ihmden scherzhaften Namen „Beamtenbaum“ eingebracht,da er spät kommt und früh geht.Beinahe Tellergröße erreichen die hellgrünen, unterseitsflaumhaarigen Blätter. Die duftenden weißen Blüten hängenin großen Trauben von 15 bis 25 cm Länge von denÄsten. Eindrucksvoll sind auch die schwarz-braunen,bohnenförmigen, bis zu 40 cm langen Hülsenfrüchte, diebis über den Winter am Baum haften bleiben können.22


| 13Sorbus ariaMehlbeere | 13In der Altmühlalb finden wir die Mehlbeere vor allem anfelsigen Standorten, zuweilen sogar in Felsspalten. Sieist wärmeliebend, sonst aber sehr anspruchslos. Oft alsStrauch wachsend, wird sie auf guten Standorten einkleiner Baum von bis zu 10 m Höhe.Die Blattoberseite ist glänzend grün, auf der Unterseitesind die Blätter dicht weiß-filzig behaart. Die duftendenweißen Blüten stehen in Doldentrauben zusammen underscheinen in den Monaten Mai/Juni.Seit Jahren werden die Mehlbeere und ihre Bastarde alskleinkroniger Hochstamm an Straßenrändern und aufkleinen Plätzen gepflanzt.23


14 |Aesculus x carneaRote Ross-Kastanie | 14Eine Kreuzung der Gemeinen Rosskastanie (Aesculushippocastanum) und der amerikanischen Roten Stielrosskastanie(Aesculus pavia). Sie ist zierlicher als die GemeineRosskastanie und wird nur etwa 10 bis 20 m hoch.Im Mai treibt sie kräftig rote Blüten in 10 bis 20 cm langenRispen. Die zwei- bis dreisamigen Früchte haben keineoder nur unscheinbare Stacheln.Die Rote Rosskastanie ist ein dekorativer und beliebterBaum für Alleen, Parks und Biergärten. Sie wird bis jetztvon der Kastanien-Miniermotte kaum befallen.24


| 15Cercidiphyllum japonicumKuchenbaum | 15Der sommergrüne Baum ist in China und Japan heimisch.In Japan wächst er an Flussufern und im Gebirgebis 1000 m Höhe, die Varietät „sinense“ kommt inChina bis in 3000 m Höhe vor. Dort liefert er wertvolles,leichtes Nutzholz, das in Japan als Unterlage von Lackarbeiten,für Schnitzereien und Innenverkleidungen verwendetwird.Die Blüten erscheinen schon Anfang, die Blätter MitteApril. Dadurch ist der Baum empfindlich gegen Spätfrösteund wird in Europa als Zierbaum in milden Lagen gepflanzt.Der kleine, meist mehrstämmige Baum erreichtin Europa 5 bis 15 m, in seiner Heimat bis 30 m Höhe.Die Herbstfärbung der Blätter geht von leuchtend gelbbis karminrot. Zur Zeit des Laubfalls duften die Blätternach Zimt und Karamell. Daher kommt auch der deutscheName Kuchenbaum.25


16 || 16Sorbus torminalisElsbeere | 16Die Elsbeere wächst in den Laubmischwäldern Europas,ist jedoch nirgends häufig.Sie bevorzugt kalkhaltige, tiefgründige Böden in warmen,sonnigen Lagen. Der kleine, selten 20 m Höhe erreichendeBaum fällt im Herbst durch seine tief orange Laubfärbungauf. Die ahornähnlichen Blätter sind drei- bis fünfpaariggelappt, die Blattober- und -unterseite ist hellgrün.Im Mai/Juni erscheint der weiße, lockere Blütenstand.Die hellbraunen Früchte sind erst nach einem Frost genießbar,aber nicht sehr schmackhaft. Sie wurden frühergegen Magen-Darm-Beschwerden (Ruhr) eingesetzt.26


| 17Chamaecyparis lawsonianaLawsons Schein-Zypresse, Oregonzeder | 17Ihre Heimat hat die Oregonzeder im Küstengebirgeder Staaten Kalifornien und Oregon. Dort bildet sie alsForstbaum geschlossene Bestände und erreicht bis50 m Höhe.Als Forstbaum konnte sie sich in Deutschland nichtdurchsetzen; sie wird jedoch häufig als Parkbaum gepflanzt.Der immergrüne, sehr schnell wachsende Nadelbaumbildet eine schmale, oft mehrgipfelige Krone.Die reichverzweigten Äste haben flache Zweige, derenSpitzen oft überhängend sind. Oberseits sind dieschuppenförmigen Blätter dunkelgrün, unterseits deutlichheller. Es gibt zahlreiche Gartensorten, bei denendie Schuppenblätter diverse Farben von Gelb über Grünbis Blau haben.27


18 |Fraxinus excelsiorEsche | 18Im germanischen Sagenbuch, der Edda, ist der dieMenschheit beschützende Weltenbaum Yggdrasil alsEsche dargestellt. Mit bis zu 45 m Höhenwuchs ist dieEsche einer unserer größten Laubbäume. Von Europa bisKleinasien verbreitet, ist sie ursprünglich ein Baum derflussbegleitenden Hartholzaue, des Bach-Eschenwaldesund der Schluchtwälder. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmalsind die großen, schwarzen Knospen.Heute wird die Esche als Park- und Straßenbaum gepflanzt.Im Forst gedeiht sie gut auf tiefgründigen, feuchtenBöden. Die Esche liefert ein hartes, elastisches Holz,das z.B. für die Herstellung von Werkzeugstielen oderSkiern verwendet wird.28


| 19| 19Sequoiadendron giganteumMammutbaum | 19In der Kreide- und Tertiärzeit hat die Mammutbaum-Verwandtschaftganz Europa, Asien und Nordamerika besiedelt.Die „versteinerten Wälder“ in den USA bestehen zueinem großen Teil aus fossilen Sequoien. Heute kommtder Mammutbaum nur noch in den Bergen der westlichenSierra Nevada Kaliforniens natürlich vor. Dort erreichtdas mächtigste bekannte Exemplar, der sogenannte„General Sherman“ bei einem Alter von über 2000 Jahreneine Höhe von knapp 84 m und einen Stammfußdurchmesservon über 11 m. In Europa wurde der Mammutbaum,mit seinem schlanken, pyramidenartigen Habitus,in großen Gärten und Parks gepflanzt und erreicht dorteine Höhe von bis zu 50 m. Charakteristisch ist diedicke, rotbraune und vielfaserige Rinde, die man wegenihrer Luftzwischenräume wie Gummi eindrücken kann,und die dadurch ähnlich einem zugeklappten Buch nurschwer entflammbar ist. So überlebt ein Mammutbaumauch einen Waldbrand und seine Samen haben dann aufdem lichten Aschenboden optimale Startbedingungen.29


20 |Larix deciduaEuropäische Lärche | 20Ursprünglich kam die Lärche nur in den Bergwäldern derAlpen, Karpaten und Sudeten vor. Auf Grund ihres gutenNutzholzes wird sie heute in Mittel- und Nordeuropa fastüberall forstlich angebaut.Die Lärche ist unser einziger laubabwerfender Nadelbaum.Der sommergrüne Nadelbaum wird an guten Standortenbis 50 m hoch und bis 400 Jahre alt. BevorzugteStandorte sind tiefgründige, nährstoffreiche Lehm- undTonböden. Der Baum hat ein hohes Lichtbedürfnis. Dasharzreiche, sehr widerstandsfähige Holz wird gerne imAußenbereich z.B. als Wand- oder Fassadenverkleidungverwendet.30


| 21Ginkgo bilobaGinkgo-Baum | 21Seit 200 Millionen Jahren ist das „lebende Fossil“ Ginkgo-Baumüber die Erde verbreitet. Auch in den TertiärablagerungenSüdbayerns findet man Ginkgo-Fossilien.Ginkgos gab es also, bevor sich die eigentlichen Laubbäumeentwickelt haben, was man auch daran erkennt,dass die Blätter dieses Baumes nicht netznervig sondernparallelnervig sind und die Fruchtanlagen wie bei denNadelbäumen nicht von einem Fruchtknoten umschlossenwerden (Nacktsamer). Das heutige natürliche Vorkommendes Ginkgo beschränkt sich auf die Bergwälderder Provinzen Sichuan und Xinjiang im Westen Chinas.Er ist ein beliebter Baum in ostasiatischen Tempelanlagen.1730 wurde der Baum nach Europa gebracht undin der holländischen Stadt Utrecht gepflanzt. In Europaund den USA hat sich der männliche Ginkgo-Baum (zweihäusigeArt!) als Park- und Straßenbaum bewährt, da erauch sehr widerstandsfähig gegen Luftverschmutzungist. Weibliche Ginkgos werden selten gepflanzt, da ihrezahlreichen mirabellenähnlichen Früchte übel nach Buttersäurestinken. Extrakte aus den Pflanzenteilen wurdenschon sehr früh in der chinesischen Medizin eingesetzt.31


22 |Acer rufinerveStreifen-Ahorn | 22Im Unterstand der Mischwälder Japans heimisch, wirddiese Baumart wegen der attraktiven, grün-weiß gestreiftenJungrinde und der scharlachroten Herbstfärbunggerne in den Gärten und Parks Europas gepflanzt.Der Streifen-Ahorn unterscheidet sich vom sehr ähnlichenSchlangenhaut-Ahorn durch seine grauen, flaumigbehaartenJungtriebe und Knospen, sowie der rostrotenBehaarung auf den Nerven der Blattunterseite, woherauch der lateinische Name „rufinerve“ (=“rostnervig“)abgeleitet ist.32


| 23Carpinus betulusHain-Buche, Weiß-Buche | 23In den ursprünglichen Rotbuchenwäldern Mitteleuropasist die Hainbuche eine wichtige Begleitbaumart. Sieist von den Pyrenäen bis nach Südschweden und demBaltikum verbreitet, im Osten reicht ihr Vorkommenbis nach Kleinasien. Trotz ihres Namens ist sie kein Buchengewächs,sondern gehört zu den Haselgewächsen.Die Hainbuche bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründigeBöden und ist in Laubmischwäldern bestandsbildend.Als Baum wächst sie bis zu einer Höhe von 25 m auf,erreicht jedoch selten ein Alter über 150 Jahre. In derNiederwald- oder Mittelwaldwirtschaft ist sie ein idealerBrenn- und Drechselholzlieferant, da sie einenStammrückschnitt durch ihre große Ausschlagsfähigkeit(Austreiben aus „schlafenden Knospen“) problemlosübersteht. Deshalb ist sie auch ideal zur Anlage von Heckengeeignet, die selbst bei starkem Rückschnitt gleichmäßigdicht bleiben.33


24 |Potentilla fruticosaFingerstrauch | 24Der kleinwüchsige Strauch aus der Familie Rosengewächseerreicht eine Höhe von 20 bis 100 cm. Mitseinen leuchtend-gelben Blüten setzt der Fingerstrauchvon Juni bis Ende August einen bunten Akzent in Gärtenund Parks. Seine Heimat erstreckt sich von denPyrenäen über Frankreich bis Großbritannien, Irland undSüdschweden. Er ist sehr anspruchslos und kommtvom Tiefland bis auf über 2000 Höhenmeter an Flussufern,in lichten Wäldern und an Felshängen vor. In denGärten kann man ihn zur Gestaltung von sonnigen undhalbschattigen Bereichen einsetzen. Aus der Art wurdenzahlreiche gärtnerische Varianten gezüchtet.34


| 25Liriodendron tulipiferaTulpenbaum | 25Einer der schönsten Parkbäume aus Nordamerika, der inseiner Heimat zu prächtigen, Baumgestalten von 35 bis45 m heranwächst und bei uns etwa 20 bis 30 m großwird. Der meist lange, gerade und astfreie Stamm dienteden Indianern und frühen Siedlern Nordamerikas zumHerausarbeiten von Kanus. In jungen Jahren hat der Tulpenbaumeine schlanke, säulenförmige Krone und wirdspäter weiter ausladend.Der Laubbaum aus der Familie Magnoliengewächseträgt im Mai/Juni seine großen tulpenartigen Blüten mitgelb-orange-grünen Blütenblättern. Die danach in derMitte der Tulpenblüte erscheinenden Früchte stelleneine evolutionäre Brücke zu den evolutionsgeschichtlichälteren Nadelbäumen dar, da diese auf einer senkrechtenSpindel entstehen und reif von dieser herunterfallenwährend die Spindel stehen bleibt, ähnlich der heutigenTanne. Die Blätter sind ebenfalls von außergewöhnlicherForm: vierlappig, vorne stumpf mit einer flachen Kerbe(dies führte auch zur Bezeichnung als „Entenfußbaum“).Im Herbst färbt sich das Laub orange und gelb.35


| 26Prunus sargentii „Accolade“Berg-Kirsche | 26In Grünanlagen, Parks und Gärten sorgen die Zierkirschenfür die erste Blütenpracht im Frühjahr. Die Heimat derBergkirsche ist Japan, Korea und Sachalin. Dieser kleine,3 bis 12 m hohe Zierbaum entwickelt breite Kronen.Er bevorzugt sonnige und nährstoffreiche Standorte. Dieweißen, rosaroten oder roten Blüten öffnen sich im April/Mai,an warmen Orten sogar schon im März. ZahlreicheZierformen wurden durch die Kunst der Gärtner ausder Blütenkirsche gezüchtet, viele mit gefüllten Blüten,die aber nicht duften. Die Früchte der ungefüllten Artensind kleine dunkelrote Kirschen. Die zierlichen Formenfinden auch im kleinsten Vorgarten Platz.36


| 27Fagus sylvaticaRot-Buche | 27Seit rund 2000 Jahren ist der Rotbuchenwald mit verschiedenenBegleitarten die für das heutige Klima undunter durchschnittlichen Bodenverhältnissen dominierendeWaldbedeckung Mitteleuropas. Die Rotbuche bevorzugtluftfeuchte Standorte und humose, lehmhaltige,zeitweise feuchte Böden. Unter diesen Bedingungen istdiese Art in Mittel-, West- und Südeuropa flächendeckendbestandsbildend und wird bis zu 40 m hoch. IhreDominanz liegt u.A. darin begründet, dass Jungbäumeselbst bei 1/60 der Tageslichtmenge unter sehr eingeschränktemZuwuchs überleben können, was ihnen beieinem Auflichten des Kronendaches einen entscheidendenWuchsvorteil gegenüber anderen Baumarten verschafft.Für die Forstwirtschaft ist die Buche ein wichtigerNutzbaum. Sie liefert ein hartes Möbelholz und eingesuchtes Brennholz. Aus den fettreichen Samen, denBucheckern, die früher ein wichtiges Viehfutter bei derWaldweide waren, lässt sich Öl pressen. In Parks werdenrotlaubige Sorten, die Blutbuchen, als Zierbäume gepflanzt.Der älteste Baum im Naturpark Altmühltal ist dieetwa 800 Jahre alte „Bavaria-Buche“ bei Pondorf.37


28 |Tilia tomentosaSilber-Linde | 28Ein beliebter und häufig gepflanzter Park- und Straßenbaumaus Südosteuropa und Kleinasien. Die Silberlindebraucht ein sommerwarmes Klima und verträgt Trockenheitgut. Der Baum wird etwa 30 m hoch und ist sehrrobust gegen Luftverunreinigungen.Junge Zweige und die Blätter sind weiß-filzig behaart.Die auffälligen hell-silbergrauen Blattunterseiten werdenan sehr heißen Sommertagen nach oben gedreht,um damit das Sonnenlicht zu reflektieren und somit dieVerdunstung bzw. den Wasserverlust zu reduzieren. ImHerbst färbt sich das Laub goldgelb.Die Blüten erscheinen im Juli. Im Nektar der Silberlindeist eine Substanz, die auf Bienen narkotisierend wirkenkann.38


| 29Gleditsia triacanthosGleditschie | 29Zu Ehren des deutschen Botanikers und Direktors des BotanischenGartens Berlin, GLEDITSCH (1714-1786), benannt.Ursprünglich im mittleren Nordamerika beheimatet,wird diese extrem stadtklima- und strahlungsfeste,sowie trockenheitsresistente als auch streusalztoleranteArt heute in fast allen amerikanischen Städten als ParkundStraßenbaum gepflanzt. Die Gleditschie bevorzugtallerdings trockene, sonnige Standorte und wird dabei inihrer Heimat bis 45 m hoch. Bei uns wird sie als Park- undStraßenbaum bis etwa 20 m groß.Auffällig sind die kräftigen Dornen, die meist zu mehrerenam Stamm und an den Ästen gebildet werden. Dieduftenden Schmetterlingsblüten öffnen sich im Juni.Die bis zu 40 cm langen, braunen und ledrigen Fruchthülsen,die den Baum bis weit in den Winter schmückenkönnen, die feinteiligen Fiederblätter, sowie das tiefgefurchtedekorative Rindenbild tragen zu der sehr filigranenErscheinung dieses Baumes bei.39


30 |Pterocarya fraxinifoliaKaukasische Flügelnuss | 30Der sommergrüne Baum aus der Familie Walnussbaumgewächsestammt aus dem Gebiet des Kaukasus unddem nördlichen Iran. Durch ihre bis 60 cm langen, gefiedertenBlätter ist die Flügelnuss ein attraktiver Baumin unseren Parks. Die winzigen runden Nüsschen, diezu mehreren an herabhängenden Blütenständen erschienen,tragen entsprechend dem wissenschaftlichenNamen zwei Flügel zur besseren Windverbreitung(„ptero“=Flügel; „carya“=Nuss).Die Flügelnuss liebt feuchte Standorte und wird gerne anGewässern von Parks gepflanzt. Sie neigt zu einer intensivenWurzelbrut-Bildung, wodurch ganze Gruppen dieserkleinen, mehrstämmigen Bäume entstehen können,die das Gewässerufer dann malerisch säumen.40


| 31Taxus baccataEibe | 31Der selten gewordene Baum unserer Wälder steht alsgefährdet auf der Roten Liste. Als Strauch oder Baumwachsend wird die Eibe bis 20 m hoch und sehr alt. Dieälteste Eibe steht in England und wird auf über 2000 Jahregeschätzt. Die Art ist zweihäusig.Mit Ausnahme des roten Samenmantels (Arillus) sindalle Teile der Eibe giftig. Die Alkaloide der Eibe führenzu schweren Vergiftungen mit Erbrechen, Koliken, Herzrhythmusstörungen,Kreislauf- und Atemlähmung.Das extrem harte und elastische Holz der Eibe wurde früherzu Herstellung von Bogen und Armbrust verwendet. Heuteist die Eibe eine wichtige Heckenpflanze. Die niedrigen,ornamentalen Hecken im barocken Teil des Hofgartensvor der Sommerresidenz bestehen zu einem großen Teilaus Eibe.41


32 |Castanea sativaEdel-Kastanie, Ess-Kastanie | 32Der Duft gerösteter Kastanienfrüchte, der Maroni, gehörtzur Weihnachtszeit wie die Lebkuchen und Wachskerzen.Die Esskastanie ist in Südeuropa, Nordafrika und Kleinasienheimisch und wird häufig angepflanzt. In Italienund insbesondere in Korsika galt die ausschlagskräftigeEdelkastanie als bäuerlicher Brotbaum. Er lieferte Laubstreufür den Viehstall, Futterlaub für die Ziegen, Holz fürRebpfähle oder zum Heizen und aus den Früchten wurdeein „Ersatzbrot“ gebacken. Nach Deutschland wurde derBaum schon von den Römern eingeführt.Die Edelkastanie braucht ein luftfeuchtes Klima und istfrostempfindlich. Ihre Früchte kommen deshalb in unseremKlima meist nicht zur Reife.Der bis 30 m hohe Baum aus der Familie Buchengewächseist ein beliebter Parkbaum und kann ein Altervon über 500 Jahren erreichen. Typisch für den Habitusdieses Baumes ist der häufige Drehwuchs des Stammesum die eigene Achse.42


| 33Quercus roburStiel-Eiche | 33Nach der letzten Eiszeit wanderte die Eiche von Südenher ein und breitete sich über fast ganz Europa aus. ZurZeit der Germanen gab es ausgedehnte Urwälder ausEichen. Die Eiche war ein heiliger Baum, dem Donargeweiht. Bei der Christianisierung wurde deshalb manchealte Eiche als Symbol des heidnischen Glaubens vonMissionaren gefällt.Die Blätter dieser Eichenart sitzen mit dem Blattgrunddirekt am Trieb, wobei die Früchte an einem 5 bis 12 cmlangen Stiel hängen.Die Stieleiche bevorzugt als Standort grundwassernaheBöden. Sie wird bis 50 m hoch und kann ein Alter von800 bis 1000 Jahre erreichen. In der Forstwirtschaft istsie ein wichtiger Nutzbaum und liefert ein gutes Bau- undMöbelholz. Früher hatte sie eine große Bedeutung fürden Schiffsbau und die Schweine wurden zur Eichelmastin die Wälder getrieben.43


34 |Morus albaWeißer Maulbeerbaum | 34Mit der Zucht der Seidenraupen ist der Maulbeerbaumvor rund 400 Jahren aus China zu uns gekommen. Er istdie Futterpflanze für die Raupen des Seidenspinners.Die Haltung von Seidenraupen war seit Jahrtausendenein wichtiger Wirtschaftszweig in Ostasien. Die weißenoder roten, fade-süßlichen Früchte (Scheinbeeren) wurdenzur Herstellung von Kompott verwendet.Maulbeerbäume wachsen nur langsam. Sie entwickelneine breit ausladende Krone und werden 6 bis 15 m hoch.Seit dem Niedergang der Seidenraupenzucht in Deutschlandwird die Maulbeere nur noch selten gepflanzt.44


| 35Betula pendulaHänge-Birke | 35Mit ihrer glatten, weißen Rinde und der schlanken, filigranenBaumkrone gehört die Birke sicher zu unserenschönsten Bäumen. Deshalb wird sie auch gerne alsZierbaum in Gärten und Parks gepflanzt.Sie ist eine anspruchslose Pionierpflanze auf feuchtenund trockenen Böden, auf sauren und sandigen Standorten.Der lichtbedürftige Baum wird bis 20 m hoch undist kurzlebig. Die Birke ist sehr frostfest und von Skandinavienund Sibirien im Norden bis Kleinasien und Nordpersienverbreitet. Sie gehörte zu den ersten Bäumen,die zum Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 12 000 bis10 000 Jahren, die baumlosen Steppen Mitteleuropaswiederbesiedelten. Die Rinde fand früher vielseitige Verwendung.Man brauchte sie zum Gerben von Fellen undals Papierersatz. Die Inhaltsstoffe in den Blättern und imSaft der Birke wirken positiv auf Blase und Niere. Im Gegensatzzu den nordischen Ländern hat die Birke bei unsnur eine geringe forstwirtschaftliche Bedeutung.45


36 |Prunus mahalebFelsen-Kirsche | 36An den warmen, trockenen Steilhängen der Frankenalbgedeiht die Felsenkirsche oder Steinweichsel. Ihr Verbreitungsgebietist der Mittelmeerraum und in Deutschlanddas Rhein- und Donaugebiet.Die Steinweichsel wird als Strauch oder kleiner Baumkaum höher als 10 m. Ihre kleinen, weißen Blüten erscheinenim April/Mai. Die erbsengroßen Kirschfrüchtesind schwarz.In den letzten Jahren hat die Felsenkirsche als Zierstrauchzunehmend Einzug in die Hausgärten gehalten.46


| 37Cornus masKornel-Kirsche | 37Mit ihren zarten, hellgelben Blüten ist die Kornelkirscheein attraktiver Zierstrauch. Vor dem Laubausschlag, oftschon im Februar, leuchten die Blütenstände von den Jurahängen.Als heimischer Vorfrühlingsblüher ist sie einwichtiges Nährgehölz für Insekten. Die als Strauch, seltenerals kleiner Baum, wachsende Kornelkirsche, Dirlitzeoder Herlitze wird bis 8 m hoch. Sie kommt in trockenen,lichten Wäldern, in Hecken und an steinigen Abgängenvor und bevorzugt kalk- und lehmhaltige Böden.Die leuchtend-roten, süß-säuerlichen Steinfrüchte sindessbar und wurden schon während der Hallstattzeit(1200 v.Chr. bis 475 v.Chr.) von den Menschen genutzt.Ebenso werden die Früchte von verschiedenen Vögelnund Säugetieren (Haselmaus, Siebenschläfer) gefressen.Das hellgelbe bis rötlich-weiße, im Kern rotbraune Holzist das härteste aller heimischen Holzarten. Aus ihm wurdenschon im Altertum Speerschäfte gefertigt. In jüngererVergangenheit war es ein geschätztes Drechslerholzzur Herstellung von Radspeichen, Radnaben, Werkzeugstielen,Leitersprossen und Spazierstöcken.47


38 |Sorbus aucupariaEber-Esche, Vogelbeere | 38Die Eberesche ist ein anspruchsloser, bis 15 m hoher Pionierbaumin Wäldern und Hecken, an Weg- und Waldrändern.Sie gedeiht auch auf nährstoffarmen und saurenBöden, ist jedoch lichtbedürftig. Verbreitet ist die Vogelbeerein Europa, Westsibirien und Kleinasien und steigtim Gebirge bis zur Waldgrenze (etwa 2000 m) auf.Der Name Eberesche, kommt nicht vom Eber sondernvom Wort „aber“, und bedeutet folglich so viel wie „falscheEsche“, da die gefiederten Blätter ähnlich derer derEsche gebaut sind. Ihre runden, hellroten Früchte sindbitter, werden jedoch von Vögeln gerne verzehrt. Hieraufspielt auch der Artname „aucuparia“ an, der sich von lat.„aucupium“ (=“Vogelstellerei“) ableitet, da die Früchtezum Vogelfang benutzt wurden. Einige Zuchtsorten, wiedie Mährische Eberesche, tragen genießbare Früchtemit einem hohen Vitamin-C-Gehalt. Die Eberesche spieltseit alters her eine große Rolle im nordgermanischen,slawischen und finnisch-ugrischen Volksglauben. In dergermanischen Göttersage Edda wird berichtet, dass siedem blitzschleudernden Gott Thor das Leben rettete.48


| 39Ailanthus altissimaGötterbaum | 39Mit seinen 45 bis 75 cm langen, gefiederten Blättern istder Götterbaum eine auffällige Erscheinung. Der bis 25m hohe, oft mehrstämmige Baum stammt aus China undwird seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in Europa alsParkbaum kultiviert. Ursprünglich war die Wiener Ringstraßemit einer 4-reihigen Götterbaumallee bepflanzt.Teilweise ist der Götterbaum schon verwildert und breitetsich hierzulande vor allem entlang von Bahndämmenaus. Der raschwüchsige, robuste Baum neigt zur Bildungvon Wurzelbrut und kann dadurch dichte Bestände bilden.Blütezeit ist im Juli. Bei Zerreiben der Blätter entstehtein unangenehmer Geruch.49


40 |41 |Ostrya carpinifoliaHopfen-Buche | 40Die Hopfenbuche ist eine Verwandte der Hainbucheund wächst als kleiner Baum in Südeuropa von Südost-Frankreich bis zum Kaukasus. Ihre Blätter sind denen derHainbuche sehr ähnlich. Die Fruchtstände sehen wie Hopfendoldenaus und geben dem Baum seinen Namen. ImHerbst heben sich die braunen Dolden gut von den gelbenBlättern ab und schmücken den Baum auch lange nachdem Laubfall. Der attraktive Baum ist mit etwa 15 bis 18 mHöhe auch für kleine Parkanlagen gut geeignet.Populus tremulaZitter-Pappel, Espe | 41„Du zitterst wie Espenlaub“, sagt man, wenn sich jemandvor Kälte schüttelt. Die zarten Blätter der Zitterpappel bewegensich schon beim kleinsten Windhauch, da ihre 4-6cm langen Blattstiele seitlich zusammengedrückt sind.Der schnellwüchsige, kurzlebige Baum wird kaum bis20 m hoch. Die Espe oder Aspe ist eine Pionierpflanze aufWaldlichtungen, an Wald- und Wegrändern, in Kiesgrubenund Steinbrüchen. Durch Wurzelbrut bildet sie Herden.50


| 42Prunus padusTrauben-Kirsche | 42Typischer Baum der Auenvegetation entlang von Bächenund Flüssen und in Gebüschen auf feuchten Standorten.Der bis 15 m hohe Baum oder Strauch entwickelt einebreite Krone mit überhängenden Ästen.Im Mai öffnen sich die zahlreichen weißen, in langenTrauben hängenden Blüten und verströmen ihren intensiv-süßenDuft. Die kleinen schwarzen Kirschfrüchteschmecken bitter.In Parks und großen Gärten ist die Traubenkirsche ein attraktiverZierbaum. In der freien Landschaft wird sie beiRekultivierungsmaßnahmen und als Bodenfestiger anBöschungen und im Uferbereich eingesetzt.51


43 |Acer pseudoplatanusBerg-Ahorn | 43Der Bergahorn ist eine Baumart der ursprünglichenBerg-Mischwälder Mitteleuropas. Er steigt in den Alpenbis auf 1700 m Höhe an, wird bis 40 m hoch und bildeteine breit gewölbte Krone aus. Sein Standort sollte tiefgründig,humos und bodenfeucht sein.Wie beim Spitzahorn erscheinen die, bei dieser Artherabhängenden, gelbgrünen Blütenrispen, vor demBlattaustrieb. Die dunkelgrünen, meist fünflappigen Blätterhaben spitze Buchten und führen im Gegensatz zumSpitzahorn keinen Milchsaft. Seine Flügelfrüchte sindspitzwinkelig gespreizt.Durch sein wertvolles Nutzholz ist der Bergahorn einwichtiger Forstbaum. Sein Holz wird zur Herstellungvon Furnieren und Parketten verwendet und spielt imMöbelbau, insbesondere bei der Herstellung von TischundKommodenplatten eine besondere Rolle. Weiterhinschätzen Instrumentenbauer dieses hervorragendeTon- und Resonanzholz bei der Anfertigung vonMusikinstrumenten.52


| 44Acer platanoidesSpitz-Ahorn | 44Europäische Baumart der Laubmischwälder und Auwälder.Der Spitzahorn wird forstlich genutzt und ist einhäufiger Straßen- und Parkbaum. Die Baumschulen habenverschiedene Zierformen gezüchtet. Der robusteBaum stellt geringere Standort-Ansprüche als der Bergahorn.Seine dichte Krone wird bis 30 m hoch.Vor dem Austrieb der Blätter erscheinen im April die gelbenBlüten in Form aufrechter, endständiger Trugdolden.Die geflügelten Früchte sind 6 bis 9 cm breit und fastwaagrecht gespreizt. Lappen und Zähne der fünflappigen,großen Blätter laufen spitz aus, die Blattbuchten sindstumpf. Aus den Blattstielen tritt bei Verletzung ein weißerMilchsaft aus. Früher verwendete man die Blätter desSpitzahorns zum Füttern von Schafen, und im Frühjahrgeerntet wurden sie sogar als Salat verspeist, weshalbder dieser Baum auch als „Salat-Baum“ bezeichnet wurde.Zapfen aus Spitz-Ahornholz in Türen und Schwellenvon Ställen und Scheunen einzuschlagen diente nachdem früheren Volksglauben dazu Hexen fernzuhalten.53


45 |Corylus colurnaBaum-Hasel | 45Diese Verwandte des einheimischen Haselstraucheskommt aus Südosteuropa und der Türkei. Der kleineBaum mit einer kegelförmigen Krone wird 15 bis 20 mhoch.Die Nüsse sind etwas größer als die des Haselnussstrauches,wobei hier die Hüllblätter der Frucht viel länger sindals die Nüsse und in tief zerschnitzte, gezähnte Lappengeteilt sind.Die Baumhasel ist frosthart und sehr widerstandsfähiggegen Luftverschmutzung, Streusalz sowie Trockenheits-und Hitzestress und ist daher ein idealer StraßenundStadtplatzbaum.54


| 46Acer negundoEschen-Ahorn | 46Aufgrund seiner Blätter mit 3 bis 5, seltener 7, Fiederblättchenwird man den Baum nicht sofort als Ahornansprechen. Der raschwüchsige, bis 20 m hohe Eschenahornbevorzugt feuchte, lehmige und nährstoffreicheStandorte. Er bildet oft mehrere Stämme aus.Aus seiner Heimat, dem mittleren und östlichen Nordamerika,wurde der Baum schon im 17. Jahrhundertnach Deutschland eingeführt. Heute ist er ein beliebterPark- und Gartenbaum. Häufig werden Formen mit weißfleckigen(panaschierten) Blättern gepflanzt.55


47 |Phellodendron amurenseAmur-Korkbaum | 47Mittelhoher, meist kurzstämmiger Baum mit im Altersehr malerischer, breit ausladender Krone ohne durchgehendenMitteltrieb. Dieser aus dem Amurgebiet inOst-Sibirien und Nordost-China stammende Baum kannetwa 300 Jahre alt werden. Besonders auffällig sinddie goldgelbe Herbstfärbung sowie die hellgraue, starklängsrissige, dicke Borke, die wie Eichen-Kork leicht eingedrücktwerden kann.Das goldgelbbraune Holz ist in Ostasien sehr beliebt. Eslässt sich gut polieren und leicht bearbeiten, und wirdinsbesondere zur Herstellung gebogener Möbel, Skierund Gewehrkolben genutzt. Die korkige Außenrindewird als Fischnetz-Schwimmer und zu Isolierungszweckenverwendet. Inhaltsstoffe der Rinde wurden in Chinabei Magen-Darm-Problemen verabreicht.56


| 48Acer griseumZimt-Ahorn | 48Das Merkmal dieser aus China stammenden Ahornartist die an älteren Ästen seitlich in papierartigen Streifenabrollende, zimtbraune Rinde, die aufgrund ihrerÄhnlichkeit mit getrocknetem Zimt dem Baum seinendeutschen Namen eingetragen hat. Die Blätter sind3-fiedrig und färben sich im Herbst leuchtend rot undorange. An der Blattunterseite findet sich eine dichte,bläulichweiße Behaarung, woher die lateinische Artbezeichnung„griseum“ (=„grau“) stammt.Nach der Entdeckung durch Ernest Wilson wird er seit1901 in europäischen Gärten kultiviert. Nicht zuletztwegen des hohen Zierwertes, insbesondere des Rindenbildesim Winter, wurde der Zimt-Ahorn in weiten TeilenEuropas als Solitärgehölz in Parkanlagen gepflanzt.57


| 50 | 51Picea omorikaOmorika-Fichte, Serbische Fichte | 51In der Tertiärzeit war die Serbische Fichte über ganzDeutschland verbreitet. Heute gibt es nur noch Beständein den Bergschluchten von Serbien, Bosnien und Montenegro.Dort wächst sie in 700 bis 1500 m Meereshöheauf trockenen, verkarsteten Kalkböden und erreicht eineHöhe von rund 30 m.Durch Waldzerstörung wurde sie auf einige wenige Reliktstandortezurückgedrängt. Der Baum ist sehr genügsamund unempfindlich gegen Fröste und Luftverschmutzung.Wegen ihrer sehr schmalen und tiefen Krone ist dieOmorikafichte ein beliebter Baum für Gärten und Parke.59


| 56Nothofagus antarcticaSchein-Buche | 56Aus dem südlichen Südamerika stammend gehörtdieses Buchengewächs zu einer der wenigen von dersüdlichen Erdhalbkugel („antarctica“) stammendenBaumarten, die auch in Mitteleuropa gepflanzt werdenkönnen. Im Jahre 1830 nach Europa gelangt bietetdie Scheinbuche mit ihrem kurzstämmigen, verdrehtenoder schiefwüchsigen Habitus und mit ihren unregelmäßigaufgebauten, fächerförmigen Zweigen hierzulandeein sehr bizarres Wuchsbild. Sowohl die unscheinbarenBlüten als auch die eiförmigen, nur 1-2 cm großen undam Rand gewellten Blätter besitzen einen aromatischenDuft.Die Scheinbuche ist ausgesprochen langsamwüchsig,wodurch sie sich insbesondere zur Einzelstellung vorHauswänden und Mauern, oder in Innenhöfen und Kübelneignet.64


58 |Paulownia tomentosaBlauglocken-Baum | 58Aus China ist der dekorative Blauglockenbaum zu uns gekommen.Er wächst mit weit ausladender Krone bis 15 mhoch und liebt einen nährstoffreichen warmen Standort(Weinbauklima). Kurz vor dem Laubaustrieb erscheinenim Mai die auffälligen violetten Blüten in 20 bis 30 cmlangen lockeren Rispen. Damit ist der Blauglockenbaumder einzige blau blühende Baum in den Gärten der „gemäßigten“Klimaregionen. Die für die Pflanzenfamilie derBraunwurzgewächse typischen, fingerhutähnlichen Einzelblütensind 5 bis 6 cm lang. 25 bis 40 cm messen diebreiten Blätter. Sie sind entweder herzförmig, ganzrandigoder haben drei spitz auslaufende Lappen. Extrakte derBlüten und Blätter der Scrophulariaceaen wurden vor allemim 17. und 18.Jahrhundert, als die französischen undenglischen Könige als Thaumaturgen und Wunderheilerbei Skrofulose galten, bei dieser scheinbar wundertätigenHeilung dieser Krankheit eingesetzt. Nachdem derBaum vor etwa 150 Jahren auch nach Japan eingeführtwurde, pflanzte man dort fortan zur Geburt einer Tochtereinen Blauglockenbaum, der dann zur Hochzeit das Holzeines Kimonoschrankes lieferte.66


| 59Chamaecyparis nootkatensisNutka-Zypresse | 59Sie kommt in den westlichen Staaten Nordamerikas,von Alaska bis Oregon, vor, immer im Einflussgebietdes Stillen Ozeans. Die Nootka-Insel, wo sie entdecktwurde, liegt westlich von Vancouver Island. In Südwest-Alaskawächst sie unterhalb 500 m Meereshöheund steigt im Staat Washington bis zur Baumgrenzebei 2300 m.Der Baum erreicht eine Höhe von 30 bis 40 m und liefertein wertvolles, duftenden Nutzholz. In Europa wird dieNutka-Zypresse als Zierbaum gepflanzt. Große, schöneSolitäre finden sich vor allem in Schlossparks und BotanischenGärten.67


60 |Cercis siliquastrumGemeiner Judasbaum | 60Noch vor dem Laubaustrieb schmückt sich der Judasbaummit auffälligen, rosa bis violetten Schmetterlingsblüten.Diese sitzen zu 4 bis 6 in kleinen Trauben direktan den Zweigen oder sogar am Stamm. Diese Stammblütigkeit(Kauliflorie) ist ansonsten nur für tropischverbreitete Gehölze typisch, da dort häufig auch Vögeloder Fledermäuse als Blütenbesträuber fungieren, unddiese einen (blatt-)freien Anflug zur Blüte benötigen.Wegen der attraktiven Blüte wird der kleine, bis 10 mhohe Baum in Gärten und Parks als Ziergehölz gepflanzt.Seine Blätter sind am Grund herzförmig und vorneabgerundet. Bis in den Winter hinein bleiben die flachen,braunen Fruchthülsen am Baum hängen, von denensich auch der Gattungsname „Cercis“ ableitet, dadiese von der Form Ähnlichkeit mit den hölzernen Weberschiffchen(gr. „kerkis“) aus alten Webstühlen haben.Die Heimat des Judasbaumes ist das Mittelmeergebietund Kleinasien. Er ist sehr frostempfindlich und beanspruchteinen sonnenwarmen Standort.68


| 61Deutzia scabraRaublättrige Deutzie | 61Kleiner Zierstrauch (1,5 - 2,5 m hoch) aus Japan und China.Der anspruchslose Busch gedeiht auf jedem lockerenBoden. Er wird sehr dicht und bildet einen guten Schutzgegen Staub und Lärm.Die kleinen weiß-rosa Blüten stehen in aufrechten Trauben.Die Blattunterseite ist reichlicher mit Sternhaarenbesetzt als die Oberseite. Blütezeit ist im Juni und Juli.Zahlreiche Kulturformen sind im Handel, die hauptsächlichauf den berühmten französischen Züchter Lemoinein den Jahren 1885 bis 1936 zurückgehen.69


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