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11. JULI 2007 l AUSGABE 14

Jetzt wird

verhandelt

T&M Media GmbH & Co. KG ∙ Pf 10 07 51 ∙ 64207 Darmstadt

PVST ∙ DPAG ∙ Entgelt bezahlt

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

Mit welchen Forderungen die Gewerkschaft Verdi und die

DRV-Tarifgemeinschaft in die Gespräche gehen SALES ➤ 12

www.travel-one.net

INTERVIEW

Thomas Bösl fordert

mehr Preisfl exibilität

Der RTK-Chef erklärt die

Katalogpreisbindung zur

Branchensache ➤ 10

VERSICHERUNGEN

Der beschwerliche Weg

zum Jahresschutz

Wie die Versicherer Reisebüros

von der Attraktivität

des Produkts überzeugen

wollen ➤ 22

ITALIEN

Lebenslust pur

am »Ende der Welt«

Der Stiefelabsatz bietet

Italien in Reinkultur – eine

Reise durch Apulien ➤ 32


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für Alle...

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2 TRAVEL ONE 11.7.2007


Ausgabe 14 l 11.7.2007 EDITORIAL

Die Doppelmoral

der Bewertungsportale

Thomas Hartung, Chefredakteur

So was nennt man Kunden verarschen:

Ein Laden macht seine eigene Ware

schlecht, stachelt die Käufer an, sich

lauthals bei ihm zu beschweren, lässt sich

dafür als Verbraucherschützer feiern und

verkauft den Ramsch munter weiter.

So lässt sich das Geschäftsmodell von

Holidaycheck und anderer Bewertungsportale,

die gleichzeitig Online-Reisebüro sind,

auf den Punkt bringen. Eine schizophrene

Kundenbeziehung, aber leider Alltag im

Internet.

In der realen Welt wäre so ein Laden längst

pleite. Ein guter Kaufmann schmeißt

schlechte Ware aus dem Regal. Das ist er

seinen Kunden schuldig.

Aber vielleicht sind die Produkte ja gar

nicht so schlecht, und es geht eigentlich

um etwas ganz anderes. Um billige Effekthascherei.

Hauptsache auffallen, egal wie.

Denn mal ehrlich: Holidaycheck ist ein

Reisebüro, bei dem sich Kunden beschweren

und loben. Mehr nicht. Nur, Konsequenzen

fürs eigene Sortiment ziehen die

Manager aus den Beschwerden nicht.

Denn dann würden ja die Meckerer

weniger und die Aufmerksamkeit ginge

flöten. Das Reisebüro Holidaycheck gehört

dem Burda-Verlag und damit zu Focus. Und

die Kollegen sind ganz heiß auf tatsächliche

und angebliche Urlaubsskandale.

Okay, das klingt alles sehr theoretisch. Hier

ein kleines Beispiel: »Das ‚Paradise‘ ist die

Hölle«, schreibt Focus Online über den

»Hotel-Flop der Woche«. Zielscheibe ist

diesmal das Charm Life Paradise Resort in

Hurghada. »Getränke, die nach Chlor

schmecken, Dreck und Gäste ohne Benehmen.«

Die Story besteht aus Bewertungen

bei Holidaycheck. Der Link führt von Focus

Online direkt zum Online-Reisebüro, und

dort gibt es das Ekel-Hotel samt Flug »z.B. 4

Tage DZ/HP ab 328 €«. Das ist dreist, oder?

Jetzt kommt es noch schlimmer. Holidaycheck

hat für Urlauber ein Notruftelefon

eingerichtet, über das sie »live aus dem

Horrorurlaub« Alarm schlagen können.

Vergrätzte Feriengäste sollen sich direkt

aus ihrem Urlaubsziel melden und über

Müllberge und »andere schlimme Zustände«

berichten. Die »brisanten Informationen«

werden sofort an »namhafte deutsche

Medienanstalten« weitergereicht.

Da kann sich die Branche auf einen heißen

Sommer gefasst machen.

Entlarvend ist dabei, dass nur Stänkern

zählt. Für begeisterte Urlauber gibt es keine

Telefonnummer. Schade, denn niemand

sucht nach einem schlechten Hotel, wenn

er Urlaub machen will.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

t.hartung@travel-one.net

11.7.2007 TRAVEL ONE 3


PULS News, Facts, Trends

kunden, die sie

ohne

mietwagen

in den urlaub schicken, sehen sie

nie wieder.

nicht vergessen:

holiday autos

empfehlen!

schon der erste urlaubstag von herbert p. verlief im sande.

vergessen sie in der hitze des kundengespräches nicht, einen mietwagen von holiday autos

zu empfehlen. schließlich kommen ihre kunden dann genauso sicher durch den urlaub wie

sie zu ihrer provision. jetzt schnell & einfach buchen über crs (veranstaltercode „holi“).

4 TRAVEL ONE 11.7.2007


Bild: StockXchng

12

■ PULS

6 Bookportugal.com Die Incoming-Agentur

der TUI startet in Deutschland.

Inhalt

7 Neuordnung. Thomas Cook strukturiert Eigenvertrieb um.

8 Valadis.com B2B-Portal made in Mallorca.

10 Interview mit Thomas Bösl. RTK-Geschäftsführer

will die Eigenmarke Merson aufwerten.

■ SALES

12 TARIFRUNDE. Am 17. Juli kommt es zum Gipfel: Verdi fordert

120 Euro mehr, die Arbeitgeber eine höhere Flexibilisierung.

14 Mehr Geld in der Tasche. Mit steuerfreien Extras

den Fiskus umschiffen.

15 Martin Wehrle im Interview. Erfolgreich eine

Gehaltserhöhung beim Chef durchsetzen.

16 Best Practice. Michael Kühl, TV Sonnenklar

■ PRODUKT

22 VERSICHERUNGEN. Sie wird selten verkauft, dabei lohnen

sich Reise-Jahresversicherungen sowohl für den Counter als

auch für den Kunden.

24 Kreditkarten. Reisebüros und Kunden sollten genau

hinsehen: Versicherung ist nicht gleich Versicherung.

28 Travel-To-Nature. Der Spezialist für naturnahe Reisen

arbeitet in einer kleinen aber feinen Nische.

29 Vietnam Airlines. Die Fluggesellschaft will ihr

RZ_TO_79x45mm_fin.qxd 03.01.2007 9:39 Uhr Seite 1

internationales Streckennetz ausbauen.

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Programm

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22

38

INHALT

11.7.2007 TRAVEL ONE 5

Foto: Marco Polo Reisen Foto: ERV

■ DESTINATION

32 ITALIEN. 800 Kilometer Küste, historische Städte und eine

köstliche rustikale Küche: Apulien bietet alle Voraussetzungen

für einen Traumurlaub.

35 Appulien-Tipps. Infos für den Counter: Wichtige Adressen,

aktuelle Reiseführer, eine Liste der Veranstalter.

36 Adria. Der Badeort Riccione trennt die Geschlechter. Ein

Strandabschnitt ist ausschließlich für Frauen reserviert.

38 Libyen. Lange galt der Staat Ghaddafi s als tabu. Nun

entdecken Wüstenfans und Kultururlauber das Land.

40 Deutschland. DZT, Veranstalter und Bahn rühren die

Werbetrommel für den Kurzurlaub.

■ EXIT

42 Relax. Schnäppchen für Touristiker.

43 TV Tipps.

44 Community. Touristiker stehen am Herd.

45 Feedback & Impressum

46 Mensch. Peter Schmidt von Sun Resorts.


PULS News, Facts, Trends

TUI-Portugal aus dem Netz

Incoming-Agentur spricht Kunden und Reisebüros direkt an

Nur das Logo »World of TUI« gibt einen Hinweis auf die Mutter

i

m o r n i n g

news Die Top-News

■ Unter dem Motto »Der längste SomMeer aller Zeiten« hat

Aida eine Marketingkampagne für den Herbst gestartet. Jede

Woche bekommen die Agenturen drei ausgewählte Angebote.

■ Zum 18. Juli stellt Northwest Airlines den zweiten täglichen

Flug auf der Verbindung von Frankfurt nach Detroit ein.

■ Von März 2008 an gilt auf dem Airport Leipzig/Halle ein

Nachtflugverpot für Passagierflüge. Condor hat angekündigt,

deswegen im Sommer fast 500 Flüge streichen zu müssen.

■ Thomas Cook Reisen zahlt Premium-Partner-Büros bei einer

Aktion zur Stammkundenbindung 20 Euro Prämie pro Buchung.

■ Zum 31. Oktober stellt Thomas Cook Paneuropa Reisen ein.

Die laufenden Geschäfte werden von Bucher abgewickelt. Ob TC

weiter im Direktvertrieb aktiv bleibt, ist noch nicht entschieden.

■ Die Loveparade, die mehr als eine Million Besucher anlockt,

findet in den nächsten fünf Jahren in verschiedenen Städten des

Ruhrgebiets statt. Party-Auftakt ist am 25. August in Essen.

jetzt kostenlos bestellen unter www.travel-one.net

Foto: xxxxxxx

■ »Wir vermitteln an Sie direkt

und ohne Umwege!« So wirbt

das kürzlich online gegangene

Portal Bookportugal.com für Portugalbausteine.

Auf den ersten

Blick nichts Ungewöhnliches –

außer, dass es sich beim Betreiber

um ein Unternehmen der TUI

handelt, genauer um die portugiesische

Tochter TUI Portugal.

Bookportugal.com hat ein

breites Angebot auf der Seite, augenscheinlich

mehr als im TUI-

Katalog. Um dem Benutzer die

Suche nach dem passenden Urlaub

zu erleichtern, ist der Internetauftritt

zusätzlich nach Themen

sortiert: Familien-, Wellness,

Pärchen-, Sport-, Golf- und Strandurlaub.

Auch einen Button für

Schnäppchen hat TUI Portugal

eingerichtet.

Auf der linken Seite sind die Top-

Ten-Angebote absteigend nach

Preisen sortiert gelistet. Transfers

vom Flughafen ins Hotel mit dem

Taxi, Mini- oder dem Reisebus

sind darüber hinaus mit einem

Klick buchbar. Das gleiche gilt für

eine Palette an Ausflügen.

Die Reisebüros will das Unternehmen

dabei nicht links liegen

lassen. Wer den Button »Partner«

anklickt, gelangt in einen geschützten

Bereich. Interessierte

Agenturen können sich dort anmelden.

Ähnliche TUI-Portale

von Incoming-Agenturen gibt es

bereits für Zypern, Malta, Türkei,

Kroatien und die Costa Blanca.

info@bookportugal.com

Kontakt für Reisebüros mit

Interesse an Zusammenarbeit

Der Thalys fährt ebenfalls für die europäische Bahnkooperation

Eisenbahnen gründen Railteam

■ Am 2. Juli unterzeichneten die Deutsche Bahn, SNCF, SNCB, NS

Hispeed, ÖBB, SBB, Eurostar UK die Gründungsurkunde für den europäischen

Verbund Railteam. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die

Angebote besser zu vernetzen und »die Bahn als echte Alternative zu

Flugzeug und Auto zu positionieren«. Bis 2010 will der Verbund das

Netz der Hochgeschwindigkeitsstrecken von 4.700 auf 6.000 Kilometer

ausbauen. Derzeit beraten die Partner über Vertriebsstrukturen.

2009 soll eine gemeinsame Vertriebsplattform in Betrieb gehen.

www.railteam.eu

Informationen zu Netz und Produkten

6 TRAVEL ONE 11.7.2007

i

i


Cook baut Eigenvertrieb um

■ Im Eigenvertrieb von Thomas Cook tut sich was. Der Konzern

fasst den gebundenen Vertrieb unter der Dachmarke »Thomas

Cook Partner Group« zusammen. Dazu gehören die Thomas Cook

Reisebüros, Holiday Land, Neckermann Reisen Team und Partner,

die Gesellschaft für Reisevertriebssysteme (GfR) und 152 Karstadt-

Büros. Zusammen hat die Partner Group mehr als 1.200 Vertriebsstellen

und steht für 1,6 Milliarden Euro touristischen Umsatz.

Die Karstadt-Reisebüros

bleiben organisatorisch und

wirtschaftlich bei der Warenhaus

GmbH und beziehen

von Thomas Cook zum Beispiel

Technik- und Marketing-Dienstleistungen.

Im

Gegenzug bekommen die

TC-Veranstalter Priorität im

Reisebüro-Sortiment. Partner-

Group-Chef Christian Würst

sieht im Dienstleistungsvertrag

mit Karstadt eine »konse-

Würst: Karstadt-Reisebüros

bleiben selbstständig

Abmahnwelle

ist gestoppt

■ Die Wuppertaler Anwaltskanzlei

Esch & Kramer nimmt

die kürzlich an Reiseunternehmen

verschickte Massenabmahnung

zurück. Die

Anwälte hatten die Firmen

wegen fehlerhafter und unvollständiger

Angaben auf

Geschäftsbriefen abgemahnt.

Der Veranstalter Tour Extrem,

der hinter der Abmahnwelle

stecken soll, hat sich

jedoch von der Aktion distanziert

und die Rücknahme veranlasst.

Weder bestehe eine

direkte Geschäftsbeziehung

zu der Kanzlei, noch der Anlass,

eine derartige Unterlassungserklärung

zu formulieren,

schreibt Geschäftsführer

Marc Iori an betroffene Firmen.

Über die Hintergründe

der »falschen« Abmahnungen

wollen die Anwälte

nichts sagen.

quente Weiterführung« der

Thomas-Cook-Strategie, die

einen Ausbau des gebunde-

nen Vertriebs vorsehe. Neuerungen für den Fremdvertrieb will der

Konzern morgen auf einer Pressekonferenz bekannt geben.

■ »Wir üben so viel Druck aus wie möglich«, sagt

der Deutschland-Chef von British Airways, Paolo

De Renzis. Denn natürlich ist dem Airline-Manager

die britische Handgepäckregelung, die nur ein

einziges Gepäckstück erlaubt, ein Dorn im Auge.

Die längeren Abfertigungszeiten machen Airlines

und Passagieren das Leben vor allem am ohnehin

Foto: Kessler Medien

News, Facts, Trends PULS

Kathedrale in Palma: Auf den Balearen regieren wieder die Linken

Ökosteuer kein Thema auf Malle

■ Nach dem Regierungswechsel auf den Balearen hat der Sozialist

Francesc Antich auf Mallorca am vergangenen Freitag wieder das Amt

des Ministerpräsidenten übernommen.

Der Name Antich ist der Reisebranche ein Begriff. Er wurde für die

rückläufigen Urlauberzahlen verantwortlich gemacht, nachdem er

während seiner letzten Regierungszeit 1999 bis 2003 die Touristensteuer,

die Ecotasa, eingeführt hatte. Diesen Fehler scheint er in der

jetzigen Amtszeit nicht wiederholen zu wollen. Er stelle das aktuelle

Tourismusmodell nicht in Frage, heißt es.

Die deutschen Reiseveranstalter, wie die Rewe Pauschaltouristik

und FTI, stehen dem neuen Mann offen gegenüber. Einen Paradigmenwechsel

erwarten sie nicht. »Obwohl der Blick sicherlich wieder stärker

auf die Umweltthemen gelenkt wird, erwarte ich keine Neuauflage

der Ökosteuer«, sagt FTI-Geschäftsführer Boris Raoul. Und: »Unter diesen

Voraussetzungen und bei enger Absprache mit den Veranstaltern

und Hoteliers stehe ich einem ‚Wiedersehen‘ mit Ministerpräsident

Francesc Antich durchaus positiv gegenüber.«

BA verspricht schnellere Abwicklung

überlasteten Flughafen London-Heathrow schwer.

Ob jedoch eine Lockerung der Vorschriften nach

dem fehlgeschlagenen Anschlag auf den Flughafen

Glasgow realistisch ist, steht in den Sternen.

Ungeachtet der Sicherheitsvorschriften soll

am 27. März 2008 alles besser werden. Dann eröffnet

in Heathrow Terminal 5. Dort sollen 92

Prozent aller BA-Flüge auf dem Airport abgefertigt

werden – rund 30 Millionen Passagiere pro Jahr.

Für Umsteige-Passagiere aus Deutschland – immerhin

40 Prozent derer die hierzulande eine BA-

Maschine besteigen, werden die Wartezeiten

»kürzer und angenehmer«, kündigt De Renzis an.

Ab 2008 sollen BA-Kunden zudem in die

USA reisen können, ohne in London umzusteigen.

Sobald das Open-Sky-Abkommen in Kraft

tritt, sind Nonstop-Transatlantik-Flüge von europäischen

Airports geplant – zunächst vermutlich

nach New York. Im Gespräch sind neben Frankfurt

Amsterdam, Brüssel, Paris und Mailand.

Seit Dezember 2006 führt Paolo De Renzis die

Geschäfte der Airline in Deutschland

11.7.2007 TRAVEL ONE 7


PULS News, Facts, Trends

Updates

Der Reisepavillon findet vom 18. bis 20. Januar 2008, zeitgleich

zur CMT, erstmals in Stuttgart statt. Von nächstem Jahr an soll die

»Internationale Messe für anderes Reisen« in allen geraden Jahren

in Stuttgart stattfinden, in den ungeraden Jahren bleibt es beim

angestammten Standort Hannover.

Die neuen Kataloge Mexiko/Lateinamerika und Cuba/Karibik von

Miller Reisen sind erschienen. Ausgebaut wurden die Segmente

Natur- und Abenteuertourismus, neu sind Touren zu Kaffeefincas.

Neues Zielgebiet in der Karibik ist Grenada.

Unter www.slr-info.de können Reisebüros individuelle Flyer aus dem

Programm von Schauinsland erstellen. Diese können auch per PDF

als E-Mail-Newsletter verschickt werden.

Carlson Wagonlit hat weitere 26 Prozent am indischen Joint

Venture AFL übernommen und besitzt nun 76 Prozent.

Die Skyteam-Mitglieder Air France, Alitalia, CSA Czech Airlines,

Delta, KLM und Northwest haben in den USA Antitrust-Immunität

beantragt. Zum Antrag gehört eine Joint Venture Vereinbarung

zwischen Air France, KLM, Delta und Northwest, die zu einer

umfassenden Allianz im Atlantik-Verkehr führen könnte.

Canusa hat die neuen Winterkataloge veröffentlicht. In Kanada

können Kinder bis 15 oder 18 Jahre in einigen Resorts kostenlos Ski

fahren. In Banff ist Heli-Skiing jetzt als Tagesausflug buchbar.

Bis Oktober sollen 10.000 Hotels im Portal gelistet sein

B2B-Portal made in Mallorca

■ Als Online-Plattform für besondere

Adressen will das neue Hotelportal

Valadis.com im deutschen

Markt Vertriebspartner gewinnen.

Rund 5.000 Häuser der Vier- und

fünf-Sterne-Kategorie weltweit hat

die Plattform bereits im Angebot;

darunter sind viele Boutique- und

kleinere Familienhotels, Villen in

Italien, Paläste in Portugal, die spanischen

Paradores und nicht zuletzt

der einheimische Zusammenschluss

von »Hotels mit Charakter«,

Reis de Mallorca. Allein in Paris

bietet Valadis.com rund 300 Boutique-Hotels

an – das Angebot erstreckt

sich vom kanarischen Landhaus

bis zum japanischen Ryokan.

Der Indische Ozean feiert Premiere im Öger-Katalog

Öger fliegt nach Mauritius

■ Im neuen Winterprogramm nimmt Öger erstmals Mauritius als

Fernstreckenziel in den Katalog auf. Zur Wahl stehen sechs Hotels mit

drei bis fünf Sternen. In den anderen Fernzielen wie Thailand wird das

Hotel- und Flugangebot erweitert. Durch den leicht erhöhten Fluganteil,

sind die Preise für die Fernreisen im Winterkatalog um ein bis zwei

Prozent höher als im Vorjahr, heißt es aus Hamburg.

Im Stammland Türkei hat Firmen-Chef Vural Öger das Programm

in den Segmenten Langzeiturlaub und Sport ausgebaut, so unter anderem

im wieder eröffneten Majesty Resort Mirage Park. Für den 2. März

steht der 3. Internationale Öger Antalya Marathon im Wettkampfkalender.

»Die Preise für die Türkei bleiben stabil«, berichtet Öger.

www.oeger.de

Ausführliche Infos zum Majesty Resort Mirage Park

8 TRAVEL ONE 11.7.2007

i

Auch im Tagungs- und Kongressgeschäft

ist man aktiv. Auf der

Buchungsmaske können Räumlichkeiten

und Services für große

und kleine Meetings gleich mitreserviert

werden.

Antonio Penya, Geschäftsführender

Gesellschafter des Unternehmens,

das als Tochter des

Unternehmensverbundes Grupo

Transversal firmiert, hat als Kunden

ausschließlich Reisebüros

und kleinere Veranstalter im Visier.

Der Zugang zu der B2B-Plattform

ist Geschäftspartnern vorbehalten.

Ein Portal für Endverbraucher

ist nicht geplant.

Die Zusammenarbeit soll für

den Vertrieb ohne Risiko sein,

verspricht Penya. Installation und

Nutzung des Tools sind kostenlos;

für jede Buchung gibt es zwischen

elf und 14 Prozent Provision.

Wahlweise kann die Zusammenarbeit

auch auf der Basis von

Nettopreisen erfolgen.

i

www.valadis.com

Website mit Kontaktdaten

Condor doch

nach Banjul

■ Gambia bleibt auf der touristischen

Landkarte der

deutschen Veranstalter. Anders

als in TRAVEL ONE berichtet,

fliegt Condor im Winter

weiter nach Banjul. Jeden

Dienstag startet eine Boeing

757 nonstop aus Frankfurt in

das westafrikanische Land.

Neben den Kontingenten für

Veranstalter verkauft Condor

auch Einzelplätze.

Der Senegal hingegen

steht nicht mehr im Flugplan.

Nachdem der größte Sitzefüller

Aldiana seinen Club in

Dakkar aufgegeben hat, wurde

das Ziel gestrichen. Früher

flog Condor Gambia und Senegal

kombiniert an.

www.condor.de

i Winterflugplan und

Reiseinfos über Gambia

Foto: MTPA


Garuda auf der

Schwarzen Liste

■ Die EU-Kommission hat

die schwarze Liste der Airlines

mit Flugverbot in Europa

aktualisiert. Die Kommission

hat erstmals alle 51 in Indonesien

zugelassenen Fluggesellschaften

inklusive Garuda

auf die Liste gesetzt. Neu ist

auch der angolanische Staatscarrier

TAAG Angola Airlines,

der bislang Flüge von Paris

und Lissabon nach Luanda

durchgeführt hat.

Die Beschränkungen für

Pakistan International Airlines

wurden gelockert. PIA

darf neben der Boeing-777-

Flotte jetzt auch bestimmte

Boeing 747 und Airbus 310

für Europaflüge einsetzen.

http://ec.europa.eu/

i transport/air-ban/list_

de.htm.de

Weiterhin ein Touristenziel? Marib, die einstige Hauptstadt der legendären Königin von Saba

Neue Situation im Jemen

■ Abwartend verhalten sich die

Veranstalter, die den Jemen anbieten.

Bis Redaktionsschluss haben

sie keine Konsequenzen aus dem

Selbstmordattentat in der Provinz

Marib gezogen. Eine Ausnahme

ist Studienreisespezialist

Studiosus, der den Ort des Anschlags

künftig meiden will.

Tenzer baut Organisation um

Foto: Yemen Tourism

Blaser (l.) wird der

starke Mann im

Marketing,

Ostermaier im

Produktmanagement

■ »Schlagkräftiger und selbstständiger« sollen die einzelnen Management-

Einheiten von Neckermann Flugreisen künftig sein, sagt Michael Tenzer,

Chef des wichtigsten Profit-Centers von Thomas Cook im deutschen

Markt. Der Fokus der Arbeit müsse sich künftig stärker auf Vermarktung

und Steuerung richten als auf Produktion und Einkauf, so Tenzer.

Äußerlich erkennbar ist zunächst eine Straffung der Organisation. Aus

den bisher 17 Verantwortungsbereichen sind neun geworden. Für das

übergreifende Marketing ist künftig Beat Blaser zuständig. Der Schweizer

ist seit 2004 bei Thomas Cook. Das gesamte Produktmanagement leitet

Robert Ostermaier, ein früherer Kreutzer-Mann, der seit 2004 Bereichsleiter

Touristik bei Touropa war. Richard Brodrecht, bisher ins Globe-Projekt

involviert, leitet ab August Flug- und Yieldmanagement. Planung und Prozessüberwachung

führt Hans-Jürgen Klein, die Katalogproduktion und die

Kooperation mit Fremdenverkehrsämtern verantwortet Manfred Weis.

Am 2. Juli sprengte sich ein Attentäter

am viel besuchten Balkis-

Tempel in die Luft und tötete so

sieben spanische Touristen sowie

deren zwei Fahrer. Die jemenitischen

Behörden vermuten, dass

das Terrornetzwerk Al Qaida hinter

dem Anschlag steckt. Trifft

dies zu, sind die Veranstalter im

Jemen mit einer neuen Situation

konfrontiert. Zwar war es nie

ganz ungefährlich, das Land zu

bereisen. Immer wieder entführten

Stammesmitglieder ausländische

Touristen. Doch gingen die

Entführungen meist glimpflich

aus, und sie hatten keinen terroristischen

Hintergrund.

Derzeit haben die Veranstalter

keine Gäste im Jemen. Die

nächsten Reisen sind im Herbst.

11.7.2007 TRAVEL ONE 9


PULS Interview

Das Interview führte

Christian Schmicke

In wenigen Tagen werden

die neuen Provisionsmodelle

von TUI und Thomas Cook

veröffentlicht. Bewegen sich

die beiden Konzerne damit in

die richtige Richtung?

■ Dazu kann ich heute noch

nichts sagen. Wir werden in die

Diskussion erst dann einsteigen,

wenn die Modelle auf dem Tisch

liegen.

Thomas Cook, vor allem

Neckermann, bleibt in diesem

Jahr hinter den Erwartungen

zurück. Ist das die Quittung

des Vertriebs für das aktuelle

Provisionsmodell?

■ In der Tat hat sich Thomas

Cook dieses Jahr nicht sehr positiv

entwickelt, und diese Entwicklung

ist von vielen Büros bewusst

forciert worden.

Wie steht es um TUI

und Rewe?

■ TUI ist in diesem Jahr klar auf

der Gewinnerseite. Die Rewe Touristik

hält sich in Summe auf Vorjahresniveau.

Was ist aus dem Bekenntnis

zum Mittelstand geworden,

das Sie bei der RTK-

Jahrestagung im November

abgegeben haben?

■ Die mittelständischen Veranstalter

schneiden insgesamt gut ab.

Und die Veranstalter, die sich als

Fairplay-Partner zu uns bekannt

Thomas Bösl ist Geschäftsführer von RT Reisen und der

Reisebürokooperation RTK mit rund 2.500 Mitgliedern, Sprecher der

Reisebüro-Allianz QTA und Executive Director von RTK International.

Kommt Ihre Eigenmarke

jetzt in Gang, Herr Bösl?

haben, liegen nochmal besser im

Rennen. Bei einigen von ihnen

verzeichnen wir Zuwachsraten im

zweistelligen Bereich.

Und wie beurteilen Sie das

laufende Sommergeschäft insgesamt?

■ Es wird am Ende auf ein bescheidenes

Wachstum hinauslaufen.

Das ist kein Erfolg, sondern es

drückt auf die Stimmung – vor

allem, weil in diesem Jahr keine

massiven externen Einflüsse wie

etwa Anschläge, Seuchen oder

Naturkatastrophen dazu beigetragen

haben.

Dabei sind die Konjunkturdaten

doch günstig. Warum läuft

es trotzdem nicht wie gewünscht?

■ Es gibt keine einfache Erklärung.

Ein Faktor ist sicher der

Trend zum Deutschland-Urlaub.

Darauf haben wir die Reisebüros

zwar vorbereitet, aber es gibt einfach

viele Menschen, die direkt

beim Hotelier anrufen. Die vielen

Flugportale, die um Kundschaft

werben, nagen ebenfalls an unse-

ren Umsätzen. Und nicht zuletzt

sind die Verkaufsaktionen über

Discounter wie Aldi oder Lidl

zwar im Einzelnen nicht erheblich,

aber in der Summe wirken

sie sich schon auf die Geschäftsentwicklung

aus.

Ihre Eigenmarke Merson, das

Abwehrmittel gegen Konzerndominanz

und Konkurrenz im

Internet, hatte einen eher

schleppenden Start. Wo steht

die Marke heute?

■ Ihre These vom schleppenden

Start kann ich nicht bestätigen.

Wir haben Merson kräftig weiterentwickelt

– zuletzt durch ein

neues Tool, das Reisebüros die

Möglichkeit gibt, die Bruttopreise

manuell zu verändern. Wenn der

Verkäufer das Gefühl hat: ‚Der

Preis ist gut, da kann ich noch ein

paar Euro draufschlagen‘, dann

hat er die Möglichkeit dazu. Das

wird sehr gut angenommen.

Das Flugangebot in Merson

konzentriert sich bislang auf

Air Berlin, Condor und TUIfly.

Ist es nicht an der Zeit, Low-

cost-Carrier wie Ryanair und

Easyjet, aber auch Linienflüge

zu integrieren?

■ Das ist ein zweischneidiges

Schwert. Einerseits ist uns natürlich

daran gelegen, mit Flugpartnern

wie Air Berlin oder Condor

gute Umsätze zu erzielen. Andererseits

sucht der Kunde die Auswahl

und will aus dem Vollen

schöpfen. Deshalb wird die Aufnahme

von Lowcost-Airlines wie

Easyjet und Ryanair sowie Linienflügen

in das Flugangebot von

Merson geprüft.

Wann ist es so weit?

■ Auf einen Zeitpunkt will ich

mich noch nicht festlegen. Zunächst

einmal war es für uns

wichtig, aktuelle Preise der Ferienflieger

in Merson zu integrieren,

um dieses Geschäft nicht an

den Reisebüros vorbeilaufen zu

lassen. Das ist uns gelungen. Reisebüros

können für den Kunden

sogar die aktuellen Oneway-Preise

buchen und somit je nach

Wunsch die verschiedenen Airlines

kombinieren. Hinflug mit Air

Berlin und Rückflug mit Condor

Die Raiffeisen-Tours-Kooperation (RTK) hat im vergangenen Geschäftsjahr mit 2.490

Vertriebsstellen 1,9 Milliarden Euro umgesetzt. Zur RTK-Gruppe zählen zudem die Joint Ventures TUI

Travel Star und Neckermann Reisen Team/Partner, an denen RTK mit jeweils 50 Prozent beteiligt ist.

Insgesamt betrug der Umsatz der RTK-Gruppe 2005/06 rund 2,7 Milliarden Euro. Zusammen mit

Schmetterling und Best/RMG bildet die RTK-Gruppe die Mega-Allianz QTA, die es auf 6.420

Vertriebsstellen und einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro bringt. Als Bestandteil der RTK ist im

vergangenen Jahr die Reisebüromarke »Mein Reisespezialist« ins Leben gerufen worden. Sie soll den

neutralen Gegenpol zu den Joint Ventures mit TUI und Thomas Cook bilden.

10 TRAVEL ONE 11.7.2007


oder TUIfly ist bei Merson kein

Problem – somit ergeben sich attraktive

Flugkombinationen. Nun

stehen die nächsten Schritte auf

der Agenda.

Sind Sie zum Fan der völligen

Flexibilisierung geworden?

■ Nein. Schließlich hat die Touristik

mit festen Kontingenten und

Preisen lange Zeit gut gelebt. Aber

wenn sich die Dinge ändern, darf

man die Augen nicht davor verschließen.

Die Preise müssen flexibler

werden, um Reisebüros im

Wettbewerb mit anderen Vertriebskanälen

wettbewerbsfähig

zu halten. In dieser Hinsicht sind

den Veranstaltern allerdings durch

die Katalogpreisbindung juristische

Fußfesseln angelegt. Dafür

eine Lösung zu finden, ist eine

Herausforderung für die gesamte

Branche.

Zurück zu Ihren Projekten.

Wie hat sich die neutrale Reisebüromarke

»Mein Reisespezialist«

entwickelt?

■ Prima. Wir haben mittlerweile

knapp 250 Mitglieder und rechnen

damit, dass es bis zum Jahresende

etwa 280 werden.

M

Woher kommen die Büros?

■ Der Löwenanteil stammt natürY

lich aus der RTK; das war ja auch CM

so geplant. Aber es gab auch

MY

schon einige Zugänge aus anderen

Systemen.

CY

Schaffen Sie die angestrebte

K

Flächendeckung?

■ Ja, ich bin sehr zuversichtlich,

dass wir dieses Ziel in zwei bis

drei Jahren erreicht haben. Dafür

benötigen wir 400 bis 450 Reisebüros;

das entspricht in etwa der

heutigen Größenordnung von TUI

Travel Star.

Wird sich das neutrale Konzept

dauerhaft durchhalten

lassen?

■ Ich bin überzeugt davon, dass es

auch in 20 Jahren neutrale Reisebüros

gibt, die erfolgreich sind. Ich

bleibe dabei: das wichtigste ist, dass

ein Reisebüro in dieser Hinsicht

überhaupt eine klare Entscheidung

C

CMY

trifft. Wenn mein Kundenkreis und

das Know-how meiner Mitarbeiter

zu einem Veranstalter-System wie

TUI Travel Star oder Neckermann

Reisen Partner passen, ist das der

Königsweg. Ist das nicht der Fall,

bin ich als neutraler Anbieter wie

zum Beispiel »Mein Reisespezialist«

besser aufgestellt.

Im November findet die erste

gemeinsame Jahrestagung der

QTA statt. Wie groß wird die

Veranstaltung?

■ Wir rechnen mit mehr als

1.000 Teilnehmern.

Werden sich die einzelnen

Reisebüros in einer so großen

1963_TO_152x210_429.ai 22.06.2007 17:18:10 Uhr

Veranstaltung überhaupt

wiederfinden?

■ Natürlich wird bei der Jahrestagung

in Kairo ein ganzer Tag der

QTA und den gemeinsamen Anliegen

aller Mitglieder gewidmet. Aber

daneben wird es noch genügend

Spielräume für die Anliegen der einzelnen

Kooperationen geben.

11.7.2007 TRAVEL ONE 11


Kampf um jeden Euro: die Arbeitnehmervertreter wollen 120 mehr

Verdi fordert

mehr Geld

Die TARIFVERHANDLUNGEN stehen bevor. Die Gewerkschaft

setzt sich vor allem für die unteren Gehaltsgruppen ein.

Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi

liegen auf dem Tisch. Der Fachbereich

»Besondere Dienstleistungen«, Fachgruppe

Reisebüros, Reiseveranstalter, Touristik

hat nach einer Beratung der Bundestarifkommission

am 29. Juni beschlossen, dass alle Beschäftigten,

die nach dem Gehaltstarifvertrag

entlohnt werden, rückwirkend vom 1. Juli an

eine Gehaltserhöhung um 120 Euro erhalten

sollen. Ob man dies als maßlos oder als moderate

Forderung betrachtet, ist Ansichtssache.

Jedenfalls würde die einheitliche Gehaltsanhebung

über alle »Beschäftigungsgruppen« – so

heißen die verschiedenen Verantwortungs-

und Vergütungsstufen – dazu führen, dass

Mitarbeiter, die das Anfangsgehalt in Beschäftigungsgruppe

C erhalten, 7,2 Prozent mehr

erhalten. Führungskräfte mit langjähriger Erfahrung

in Beschäftigungsgruppe H würden

mit der monatlichen 120-Euro-Spritze eine

Anhebung von 3,2 Prozent bekommen. Insgesamt

würden die einzelnen Gehaltsstufen bei

einer einheitlichen Erhöhung dichter zusammenrücken.

GRIFF IN DIE MINDESTLOHN-SCHATULLE.

Zumindest rhetorisch in die Nähe des derzeit

heiß diskutierten Themas Mindestlöhne rückt

eine weitere Forderung der Gewerkschaft.

Die Beschäftigungsgruppe B, in der anzulernende

Kräfte, Bürohilfskräfte, Boten, Lager-

und Versandhelfer, Pförtner, Registratoren,

Mitarbeiter der Poststelle, Beschäftigte in Callcentern

und andere Mitarbeiter »mit einfachen

Tätigkeiten« zusammengefasst sind, soll

gestrichen werden.

Diese Mitarbeiter erhielten bislang – je

nach Berufserfahrung – zwischen 1.437 und

1.725 Euro pro Monat. Nach den Vorstellungen

von Verdi soll die Gehaltstabelle künftig

erst bei 1.786 Euro beginnen. Setzt die Gewerkschaft

ihre Forderung durch und zwingt

die Arbeitgeber, die Vergütung auf der unteren

Stufe derart anzuheben, könnten sich die betroffenen

Mitarbeiter über eine Gehaltserhöhung

um rund 24 Prozent freuen – vorausgesetzt,

ihr Arbeitgeber beschäftigt sie unter

diesen Voraussetzungen weiter und zieht es

nicht vor, aus Festanstellungen Gelegenheits-

Jobs zu machen.

12 TRAVEL ONE 11.7.2007

Foto: stockxpert


VERZICHT AUF EINMAL-ZAHLUNGEN. Einmalige

Zusatzzahlungen, wie sie die Beschäftigten

mit den Gehaltsabrechnungen im Juli 2005

und im Juli 2006 erhalten haben, sollen nach

der Vorstellung der Arbeitnehmervertreter entfallen.

Dass die Gewerkschaft deren Wegfall

selbst fordert, dürfte seine Ursache nicht zuletzt

darin haben, dass in den vergangenen

beiden Jahren nicht alle Angestellten davon

profitieren konnten. Im Vertrieb, also in Reisebüros

und Geschäftsreiseunternehmen wurden

die insgesamt 450 Euro den Mitarbeitern

ebenso wenig ausgezahlt wie in Unternehmen

mit negativem Betriebsergebnis.

LEISTUNGSZULAGEN SOLLEN WEG. Zu den

umstrittensten Punkten des Tarifabschlusses

von 2005 zählte die Abkoppelung der Leistungszulagen

zur Stufe 5 von der reinen Zeitautomatik.

Bis dato erreichten Touristiker

diese Stufe nach achtjähriger Zugehörigkeit zu

einer Beschäftigungsgruppe – nun wurde eine

Leistungskomponente »auf der Grundlage einer

positiven jährlichen Beurteilung« durch

den Arbeitgeber eingeführt. Volker Fasbender,

Geschäftsführer der DRV-Tarifgemeinschaft,

feierte diesen Schritt als Abkehr von starren

Sonderzahlungen und Entgeltsprüngen. Henry

Sieb, Verhandlungsführer bei Verdi, befürchtete

hingegen, der Willkür der Arbeitgeber

sei durch die Beurteilung Tür und Tor geöffnet.

Deshalb holt Verdi nun zum großen Rundumschlag

aus. Die Bedingungen für die Gewährung

von Leistungszulagen in Stufe 5 sollen

wieder gestrichen werden. »Verdi will zur

reinen Zeitautomatik zurück«, kritisiert Fasbender.

Mit der Tarifgemeinschaft sei das nicht

zu machen.

ENDE DER VARIABLEN VERGÜTUNG? Bei einer

weiteren Komponente, deren Abschaffung

die Arbeitnehmervertretung nun fordert, war

dies absehbarer. Es handelt sich um die variab-

Sieb: leistungsabhängige

Zulagen sollen weg

Fasbender: Unternehmen

brauchen Flexibilität

le Vergütung. 2005 hatte man sich darauf geeinigt,

dass durch eine freiwillige Betriebsvereinbarung

eine variable monatliche Vergütung

in allen Beschäftigungsgruppen ermöglicht

werden sollte. Je nach Beschäftigungsgruppe

sollte es Unternehmen ermöglicht werden,

ihren Mitarbeitern zwischen 95 und bis zu

110 Prozent des Tarifgehalts auszuzahlen. Kri-

terien zur Ermittlung des variablen Anteils

sind seither die Erfüllung von Zielvereinbarungen

sowie betriebliche Kennzahlen wie Umsatz,

Anzahl der Buchungen, Deckungsbeiträge

oder Provisionen.

Schon damals hatte Sieb diesem Ansatz

entgegengehalten, er verschärfe das Konkurrenzdenken

unter den Mitarbeitern. Zudem

sei in der betrieblichen Praxis oft nicht nachvollziehbar,

ob ein Mitarbeiter, der Umsatz auf

sich verbuchen kann, auch einen entscheidenden

Beitrag zum Abschluss geleistet

habe. Deshalb ist der

Plan, die Möglichkeit zur variablen

Vergütung wieder zu streichen,

aus Gewerkschaftssicht

folgerichtig.

EIN HERZ FÜR AZUBIS. Bei den

Auszubildenden will Verdi die

Vergütung um 80 Euro aufstocken

– das sind je nach Ausbildungsjahr

zwischen 9,5 und

13,5 Prozent. Das Urlaubsgeld

soll auf einen einheitlichen Betrag

von 300 Euro pro Jahr erhöht

werden.

WAS IST VERHANDELBAR? Am 17. Juli ist die

erste Verhandlungsrunde geplant. Die Arbeitgeberseite

hält sich bislang noch bedeckt; allerdings

hat Dr. Helmut Rau, Leiter der Tarifabteilung

auf Arbeitgeberseite, im Gespräch

mit TRAVEL ONE durchblicken lassen, dass

man auf eine weitere Flexibilisierung der Gehälter

setzt. Damit folgt die Tarifgemeinschaft

Das sind die Forderungen von Verdi:

■ Gehaltserhöhung: in allen Stufen um 120 Euro pro Monat.

■ Streichung der untersten Gehaltsstufen: Wegfall der Beschäftigungsgruppe B.

■ Streichung der Einmalzahlungen.

■ Streichung der Leistungszulagen: Wegfall leistungsgebundener Zulagen in Stufe 5.

■ Streichung der variablen Vergütung: Wegfall des vorhandenen Gehaltskorridors,

der zur Zeit auf der Basis freiwilliger Betriebsvereinbarungen genutzt werden kann.

■ Kurze Laufzeit: In einem Jahr soll neu verhandelt werden.

Das will die DRV-Tarifgemeinschaft:

■ Keine Gehaltssprünge: keine oder moderate Tarifanhebung.

■ Mehr Leistungsbezogenheit: die Einkünfte der Mitarbeiter sollen

stärker an nachprüfbare Erfolgskriterien geknüpft werden.

■ Kein Wegfall der Beschäftigungsgruppe B: für einfache Tätigkeiten

soll es nicht wesentlich mehr Geld geben als bisher.

Job SALES

der Linie, die sie bei den vergangenen Verhandlungen

eingeschlagen hat. Ziele sind die

Knüpfung von Leistungszulagen an leistungsbezogene,

überprüfbare Kriterien sowie die

Einführung weiterer variabler Elemente, die

sich an der individuellen Leistung der Mitarbeiter

und an der wirtschaftlichen Situation

des Unternehmens orientieren. Es sei »sehr

wichtig, die Entgeltbemessung stärker mit der

persönlichen Leistung zu verknüpfen«, so

Fasbender.

Zudem weist er darauf hin, dass die günstigen

Rahmenbedingungen die die Gesamtwirtschaft

erfasst und Arbeitnehmer zur Forderung

nach kräftigen Gehaltserhöhungen

veranlasst hätten, in der Touristik »noch nicht

angekommen« seien. Ein wesentlicher Bestandteil

der anstehenden Verhandlungen

werde die »realistische Einschätzung der Geschäftsaussichten

für die bevorstehende Wintersaison«

sein. Christian Schmicke

www.drv-t.de

i Website der DRV-Tarifgemeinschaft

www.verdi.de

Unter »Branchen«, »Reisebüro«

sind Infos und Kontaktdaten zu finden

11.7.2007 TRAVEL ONE 13


SALES Job

Mehr Geld im

Portemonnaie

Nicht in der Tarifgemeinschaft? Keine Gehaltserhöhung in Sicht? Über

STEUERFREIE EXTRAS kann das monatliche Salär angereichert werden.

Wer nach steuerfreien Gehaltsextras fragt, hat häufig mehr in der Tasche

als Kollegen, die mehr Bruttogehalt ausbezahlt bekommen

Einen Chef, der seinen Mitarbeitern in regelmäßigen

Abständen freiwillig mehr

Lohn für gute Leistung überweist, sucht

man meist vergeblich, vor allem bei schlechter

Konjunktur. Ein Trend, der sich seit einiger

Zeit auch in der Touristik bemerkbar

macht. Angela Hartmann, Inhaberin dreier

Reisebüros in Wiesbaden, beobachtet diese

Entwicklung mit wachsender Sorge: »Die Arbeit

und die Bezahlung steht bei vielen Kollegen

in keiner Relation. Die Situation ist katastrophal«,

weiß sie aus zahlreichen Gesprächen

mit Kollegen. Wenig verwunderlich

findet Hartmann deshalb, dass gut ausgebildete

Fachkräfte ihr Glück in anderen Berufen

suchen. Für die Reisebürochefin sind regel-

mäßige Gehaltserhöhungen eine Selbstverständlichkeit.

Ebenso wie die Auszahlung

des 13. Monatsgehalts.

Mehr Infos rund um das Gehalt

MIT GUTEN IDEEN DAS GEHALT AUFBES-

SERN. Doch wem ein angemessenes Bruttogehalt

verwehrt bleibt, muss nicht gleich die

Branche wechseln. Als Angestellter ist es einen

Versuch wert – am besten nach Rücksprache

mit dem Steuerberater – seinem Vorgesetzten

steuerfreie Gehaltsextras abzuringen.

Nicht selten bringen diese unter dem Strich

mehr als eine Erhöhung des Bruttogehalts.

Profiteur ist nicht nur der Mitarbeiter, denn

der Chef spart bei der Abmachung den Arbeitgeberanteil

zur Sozialversicherung.

VOM GUTSCHEIN BIS ZUM DARLEHEN. Die

Palette der attraktiven Zugaben reicht vom

Lohnsteuerabzug für Firmenwagen und Fahrtkostenzuschuss

über Warengutscheine, der

privaten Nutzung von Telekommunikationsgeräten,

das heißt Telefon, Handy und Internet,

bis zur Übernahme der Kosten für das

Wirbelsäulentraining.

Wenig bekannt ist die Möglichkeit, sich

vom Arbeitgeber die Gebühren für die Kinderbetreuung

bezahlen zu lassen. Die Zuschüsse

sind nur dann steuer- und sozialabgabenfrei,

wenn das Kind noch nicht in die Schule geht.

Es muss im Kindergarten beziehungsweise in

der Krippe sein oder von einer Tagesmutter

betreut werden.

Gute Karten haben auch Mitarbeiter, die

sich weiterbilden möchten. Fortbildungen, bei

denen der Arbeitgeber die Kosten übernimmt,

können steuerfrei gewährt werden. Voraussetzung

ist, dass die Lerninhalte mit dem Beruf

des Angestellten zu tun haben. Das Unternehmen

übernimmt in diesem Falle Seminargebühren,

Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen

sowie das Fahrtgeld.

Eine weitere Möglichkeit, das Gehalt aufzubessern,

sind Gutscheine im Wert von bis

zu 44 Euro. Diese sind allerdings nur dann

steuer- und abgabefrei, wenn auf ihnen Mengen

und kein Betrag angegeben sind. Für die

Tankgutscheine heißt das, dass auf dem Bon

eine Literangabe und kein Betrag stehen

muss. Yannick Fiedler

■ Das Recht im Netz: www.gesetze-im-internet.de; steuerfreie Zuwendungen sind in Paragraf

3 des Einkommensteuergesetz (EStG) aufgezählt. Alle dort aufgeführten Gehaltsbestandteile

sind steuerfrei.

■ Buchtipps: »Geheime Tricks für mehr Gehalt« von Martin Wehrle, Econ Verlag, Neuauflage

2007; »Gehaltsverhandlungen für freche Frauen« von Cornelia Topf, Redline Wirtschaftsverlag;

»Mehr Nettogehalt durch clevere Gehaltsextras«, kostenpflichtiges Download der Zeitschrift

»Guter Rat«.

14 TRAVEL ONE 11.7.2007

Foto: ccvision


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»Auf Augenhöhe

mit dem Chef verhandeln«

■Wenn das Geschäft schleppend läuft, trauen sich Angestellte

selten, mehr Gehalt zu fordern. Was raten Sie ihnen?

Man muss sich bewusst machen, dass Unternehmen so lange Geld

haben, wie sie nicht pleite sind. Und dass eine Gehaltserhöhung für

ein Unternehmen keine Ausgabe sondern eine Investition bedeutet.

Den Begriff Gehaltserhöhung sollte man ohnehin niemals

verwenden. Ich spreche lieber von einer Gehaltsanpassung.

■ Wie beginnt ein Mitarbeiter ein Gehaltsgespräch?

Niemals mit der Forderung nach einer Gehaltserhöhung! Es ist

wichtig, nicht gleich darüber zu sprechen, was ich möchte, sondern

darüber, was ich der Firma biete. Die Grundfrage ist: »Wie

hat sich meine Leistung seit der letzten Verhandlung entwickelt?«

■ Wie bereitet man sich auf das Gespräch vor?

Wer mehr Geld will, sollte ein Leistungstagebuch führen. Dort

hält der Mitarbeiter wichtige Erfolge seiner Arbeit fest. Darunter

fallen beispielsweise Fortbildungen oder Urlaubsvertretungen, für

die die Firma normalerweise jemanden hätte einstellen müssen.

travel one:Bus + Hotelreport 19.06.2007 22:59 Seite 1

Job SALES

Martin Wehrle bereitet Angestellte auf Gehaltsgespräche vor. Der Gehaltscoach weiß, wie Vorgesetzte

ticken. Vor seiner Beratertätigkeit war er in einem Unternehmen in leitender Funktion tätig.

Diese Leistungsmappe hat mehrere Vorteile. Sie dient im Gespräch

als Gedächnisstütze, und der Vorgesetzte hat etwas in der Hand,

wenn er die Entscheidung nicht alleine treffen kann.

■ Was sollte der Angestellte noch beachten?

Bevor man in das Gespräch geht, sollte man sich ein Maximal-,

ein Minimal- und ein Alternativziel setzen. Wenn das Minimalziel,

das heißt die Summe, die ich mindestens haben möchte, nicht

erreicht wird, schlage ich als Alternative die steuerfreien Gehaltsextras

vor.

■ Viele Menschen sind im Personalgespräch sehr unsicher.

Welchen Tipp haben Sie für Hasenfüße?

Ein guter Trick ist, das Gespräch vorher zu üben. Ihr Partner

schlüpft in die Rolle Ihres Chefs. Sagen Sie ihm, welche Reaktion

Sie schlimmstenfalls erwarten. Solche Rollenspiele fördern das

Selbstbewusstsein. Außerdem sollten Angestellte niemals den

Konjunktiv im Gespräch verwenden. Man muss auf Augenhöhe

mit dem Chef verhandeln. Yannick Fiedler

7. bis 9. August

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11.7.2007 TRAVEL ONE

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(Busunternehmen, Reisebüros

Telefon: +49 (0) 2 21-12 04 48, Fax: +49 (0) 2 21-13 79 29, E-Mail: service@rda-workshop.de

und Reiseveranstalter)


SALES Best xxxxxPractice

Ich habe den Schritt nicht bereut. Nach zwei

Monaten hatte ich die gesamte Investition

wieder drin.« Michael Kühl betreibt seit einem

halben Jahr ein Sonnenklar.tv-Reisebüro

in Rostock – bislang das einzige in Mecklenburg-Vorpommern.

Als Franchise-Nehmer der

Marke musste er seine Agentur, die er seit

Sonnenklar TV

im Überblick

■ Der Reise-Shoppingsender (FTI-Gruppe)

strahlt sein Programm täglich 24 Stunden

über Kabel und Satellit aus. Der Verkaufssender

9 Live wird täglich zwei Stunden gefüttert,

der Sender Tele 5 strahlt ebenso täglich ein bis

zwei Stunden das Sonnenklar-Programm aus.

Täglich außer Sonntag sendet auch NRW.TV

■ Zielgruppe: Männer und Frauen im Alter

zwischen 30 und 60 mit einem Haushalts-

Nettoeinkommen von 2.000 bis 2.500 Euro.

■ Umsatz: 122 Millionen Euro Umsatz im

Geschäftsjahr 2005/06.

Von der Mattscheibe

ins Reisebüro

Die NEUPOSITIONIERUNG als Sonnenklar TV-Reisebüro bringt einem

etablierten Rostocker Reisebüro zusätzliches Geschäft.

1994 führt, komplett umgestalten. Denn wer

die Produkte, die täglich bis zu zwölf Stunden

über die Mattscheibe flimmern, auch im Reisebüro

verkaufen will, übernimmt den Markenauftritt

vom Reiseverkaufssender Sonnenklar

TV bis ins kleinste Detail. »Und Designermöbel

sind nicht gerade günstig«, weiß Kühl

Partner-Modelle

bei Sonnenklar TV

■ Möglich sind drei Modellvarianten.

Bestehende Agenturen (die bestehende

Agentur muss ein TVG-Büro sein und

mindestens 750.000 Euro Umsatz machen)

werden als Sonnenklar.tv-Büro neu

ausgestattet. Neue Büros können mit einem

Startkapital von 5.000 Euro über ein

Pachtmodell eine Agentur eröffnen. Beim

»Shop in Shop« erhalten die Büros eine

multimediale Sonnenklar.tv-Ecke.

■ Mehr Infos zum Geschäftsmodell:

www.sonnenklartv-reisebuero.de

aus jüngster Erfahrung. Doch wie gesagt, er

weint seiner alten Agentur, einer FTI-Ferienwelt,

keine Träne nach. Denn seit der Eröffnung

des Sonnenklar-Büros, am 15. Dezember

vergangenen Jahres, stellt er eine »deutliche

Umsatzsteigerung« fest. Sogar in der Saure-

Gurken-Zeit vor Jahresende seien mehr Kun-

Das Sonnenklar-Büro

in Rostock

■ Inhaber: Michael Kühl,

seit Mitte Dezember vergangenen Jahres

Franchise-Nehmer der Marke Sonnenklar TV

aus dem Hause TVG.

■ Kontakt:

Stockholmer Str. 1

18107 Rostock

T. 0381/7 60 03 60, Fax 0381/7 68 02 69

täglich bis 24 Uhr unter T. 01805/40 16 40 04

(»eigene« Callcenter-Nummer)

■ Internetauftritt:

www.sonnenklar.tv/rostock-luettenklein

16 TRAVEL ONE 11.7.2007


den in sein Geschäft gekommen. »Ich wundere

mich immer wieder darüber, wie viele Menschen

sich die Sendungen anschauen«, sagt er.

»Nachdem die Leute das Programm gesehen

haben, kommen sie gezielt in den Laden«, erzählt

Kühl. Auch während der Rostocker Reisemesse

»Viva Touristika« im Januar, auf der er

mit einem eigenen Stand auftrat, konnte er

sich über mangelnde Aufmerksamkeit nicht

beklagen: »An unserem Stand waren immer

mindestens 30 Leute«, freut er sich über die

Resonanz auf sein neues Büro.

FTI SUCHT KREATIVE. Mit Kühl hat Birgit

Aust, die bei der Reisebürokooperation TVG

auch das Franchise der Marken Flugbörse,

FTI Ferienwelt, 5 vor Flug und Sonnenklar.tv

verantwortet, einen Bürobesitzer nach ihrem

Geschmack gefunden. »Wir brauchen einen

ganz bestimmten Typ Reisebüroinhaber«,

verrät sie. Aust sucht kreative Köpfe. Innovative

und aufgeschlossene Allrounder mit einem

Faible für neue Medien und natürlich

das Fernsehen. Potenziellen Lizenznehmern

– sie müssen sich bewerben – stehen drei

Franchise-Modelle zur Auswahl. Eine komplette

Neupositionierung, eine Existenzgründung

über ein Pachtmodell mit einem Startkapital

von 5.000 Euro (Einrichtung, Buchhaltungsservice,

Marketingunterstützung

und Finanzierungshilfe werden gestellt) oder

ein Shop-in-Shop-Modell mit Einrichtung einer

multimedialen Sonnenklar.tv-Ecke. Bewerben

kann sich jede Agentur mit hoher

Besucherfrequenz. »Wir brauchen keine Büros

auf der grünen Wiese«, stellt Aust klar.

Der Reiseverkehrskaufmann aus Rostock

ist vom Sonnenklar.tv-Konzept überzeugt,

xxxxx SALES

»Keine Billigprodukte« Michael Kühl

weil via TV, Internet, Broschüren, Callcenter

und stationärem Vertrieb sämtliche Kanäle bedient

werden. Das Fernsehen hat es Kühl besonders

angetan. »Ich mag die Art, wie der

Sender den Zuschauern die Zielgebiete und

Hotels präsentiert«, nennt der 40-Jährige einen

Vorteil. Im Gegensatz zu den retouchierten

Fotos in den Katalogen zeichneten die

Filme über die vorgestellten Produkte ein ehrlicheres

Bild, ist er überzeugt. Kühl schätzt

aber auch die Möglichkeit, selbst eine Sendung

zu moderieren. Erste Erfahrungen sammelte

er bereits im Feriensupermarkt TV. Dass

er auch beim Nachfolger in Ludwigsburg

mehrmals Studioluft als Gastmoderator

schnupperte, versteht sich bei seinem Engagement

von selbst.

Als Franchiser darf er bei Sonnenklar.TV

dabei sein – entweder live oder während eines

so genannten Callouts, bei dem er sein

Büro vorstellen kann. Fotos vom Callout-

Partner, dem Reisebüro, sowie die Adresse

und Telefonnummer werden dann während

der Verkaufssendung eingeblendet. Wer teilnehmen

möchte, muss einen bestimmten

Sonnenklar-Umsatz bringen. Dieser ist bei

den Callouts niedriger angesetzt als bei den

Studiobesuchen.

ZWIEGESPRÄCH MIT DEM MODERATOR.

Kühl scheut die Kamera nicht. Auch täglich

mehr als eine halbe Million Zuschauer jagen

ihm keinen Schrecken ein. »Ein Auftritt als

Gastmoderator ist relativ einfach und macht

Spaß«, erklärt er und versucht, Kollegen die

Scheu vor dem Auftritt im Fernsehen zu nehmen:

»Man vergisst schnell, dass man auf

Sendung ist, da man sich in einem Zwiege-

spräch mit dem Moderator befindet.« Letztendlich

sei die Situation dieselbe wie bei einem

individuellen Gespräch am Counter,

und die Atmosphäre am Set sei außerordentlich

locker.

DAS FERNSEHEN BRINGT KUNDEN IN DEN

LADEN. Doch für Michael Kühl steht nicht der

Spaß an der Moderation von Reiseverkaufssendungen

im Vordergrund. Er weiß um die

Vorteile des Mediums, besonders in Kombination

mit der Möglichkeit, das eigene Reisebüro

zu präsentieren. »Dadurch wird beim Endverbraucher

Vertrauen erzeugt«, sagt Kühl. Außerdem

sei das Fernsehen ein guter Weg, einen

Gast erst einmal in ein Reisebüro zu bekommen«,

widerspricht er Stimmen, die sich

den modernen Vertriebskanälen verschließen.

»Ob das Sonnenklar TV-Produkt letztendlich

zum Kunden passt, lässt sich im Verkaufsgespräch

leicht klären«, sagt er. Notfalls weicht

er auf andere Veranstalter aus. Schließlich

kann er auf insgesamt 100 Anbieter zurückgreifen.

»Dann bucht der Kunde eben das

nächste Mal eine Reise aus dem Sonnenklar-

Sortiment.«

Schade findet er, dass seine Reisen bei vielen

Kunden und Kollegen als Billigware verschrien

sind. »Das stimmt nicht«, wehrt er

sich. »Wellnessreisen und Kreuzfahrten auf

Fünf-Sterne-Schiffen bezeichne ich nicht als

Billigprodukte.« Und: »Ich habe Kunden, die

für 5.000 Euro eine Reise gebucht haben«.

Yannick Fiedler

www.sonnenklartv-reisebuero.de

Weitere Infos zum Geschäftsmodell

11.7.2007 TRAVEL ONE 17

i


SALES Zertifizierung

Cookies erhalten

die TÜV-Plakette

Der TÜV Süd hat Servicequalität und Beschwerdemanagement der THOMAS

COOK AG zertifiziert. Der Trend zum touristischen Gütesiegel hält an.

Das Sechseck der Prüfstelle ist bundesweit das bekannteste Gütesiegel

Der CEO hatte sich die Sache leichter vorgestellt.

»Ich dachte, ich gehe mit meinem

Strategiepapier dahin, erläutere es

und fahre wieder nach Hause« sagt Peter

Fankhauser, Chef der Thomas Cook Group für

Kontinentaleuropa. Doch die TÜV-Prüfer hätten

ihm genau auf den Zahn gefühlt: »Die haben

Fragen aus allen möglichen Blickwinkeln

gestellt und wirklich intensiv überprüft, ob

wir das Thema im Griff haben.«

INTERVIEWS, TESTS, KUNDENBEFRAGUNG.

Natürlich wurden nicht nur mit dem Top-Management

Interviews geführt. »Wir haben auf

allen Hierarchiestufen der Abteilung Kundenmanagement

Mitarbeiterinterviews geführt«,

berichtet Philippe Böhm, der das Projekt beim

TÜV Süd als Auditor betreut. Hinzu kamen 35

»Mystery Analysen«, fingierte Beschwerden

also, bei denen Reaktionszeiten, Prozesse und

das Verhalten der Mitarbeiter gegenüber den

Kunden überprüft wurden. Das Urteil der

Gäste wurde durch eine Kundenbefragung er-

mittelt, die laut Böhm den Anspruch auf Repräsentativität

erheben kann.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. »Das

Unternehmen lebt intern sowie extern eine definierte

Servicekultur«, urteilt der TÜV und:

»Insbesondere die Unternehmensleitung geht

mit gutem Beispiel voran und lebt diese Ser-

Fankhauser: Auf Herz und

Nieren geprüft

Von Düring: TÜV-Siegel

garantiert Qualität

vicekultur vor.« Für Colette Rückert-Hennen,

die bei Thomas Cook das Kundenmanagement

leitet, ist das Urteil eine Bestätigung. »Es zahlt

sich aus, dass wir im Kundenservice nach und

vor der Reise erfahrene, qualifizierte Mitarbeiter

beschäftigen und sie mit hoher Entscheidungskompetenz

ausgestattet haben«, meint

sie. »80 Prozent aller Beschwerdefälle lösen die

Mitarbeiter selbst, ohne einen Vorgesetzten zu

Rate zu ziehen.«

WELCHE PLAKETTE NÜTZT. Thomas Cook ist

freilich nicht das erste touristische Unternehmen,

das sich vom TÜV zertifizieren lässt. Neben

dem »Safer-Shopping«-Siegel der Online-

Anbieter, das vor allem die Einhaltung von Sicherheitsstandards

garantiert, ist auch das Gütesiegel

für Servicequalität bereits vergeben

worden, unter anderem an die Reisebüros von

TUI Leisure Travel (TLT), L‘Tur und Ebookers.

Für die meisten Schlagzeilen sorgte die Zertifizierung

der TLT-Reisebüros – nicht zuletzt deshalb,

weil sich TLT-Chef Hasso von Düring und

Heinz-Dieter Quack, Chef des europäischen

Tourismus Instituts (ETI) und Erfinder eines

eigenen Gütesiegels, über die Medien eine unterhaltsame

Auseinandersetzung über die Qualität

beider Siegel lieferten.

Das ETI-Gütesiegel, bei dem der TÜV keine

Rolle spielt, haben mittlerweile 143 Reisebüros

erworben. Nachdem zunächst exklusiv

Mitglieder der Best/RMG-Kooperation zertifiziert

worden waren, finden sich nun unter den

»ausgezeichneten Reisebüros« auch einige

Derpart-, Schmetterling-, Reiseland- und TUI-

Travel-Star-Agenturen.

Wie die anderen Zertifikatsinhaber ist man

übrigens auch bei Cook überzeugt, die Nase

vorn zu haben. Denn, so bestätigt Professor

Peter Schaff, Geschäftsführer der Management

Service Gesellschaft beim TÜV Süd: »Geprüfte

Service- und Beratungsqualität gab es schon

vorher, ein geprüftes Beschwerdemanagement

dagegen nicht.« Christian Schmicke

Quack: ETI-Siegel soll

Branchenstandard werden

18 TRAVEL ONE 11.7.2007

Foto: TÜV SÜD


Mehr Komfort bei der Suche

■ Giata hat den Internet Hotel

Guide einer Überarbeitung unterzogen.

Mit selbsterklärenden

Funktionen soll die Suche erleichtert

werden. Alle besuchten Objekte

werden nun automatisch

gespeichert, so dass Nutzer während

des Suchvorgangs zu einem

bereits angeklickten Hotelangebot

zurückkehren können. Die Angebote

können auch als Favoriten

gespeichert werden.

Die Volltextsuche wurde

ebenfalls erweitert. Kunden können

damit nun auch ausgefallenen

Bausteinangebote suchen. Das

langwierige Durchforsten von Veranstalterkatalogen

sei nun nicht

mehr notwendig, und der Kunde

könne sich seine Reise nach individuellen

Wünschen zusammenstellen,

heißt es bei Giata.

Momentan bietet der Hotel

Guide Zugriff auf mehr als 1.000

Kataloge von rund 200 Reiseveranstaltern.

Integriert sind die Bu-

Booking.de sucht

Nachwuchskräfte

■ Das Online-Hotelportal

Booking.de startet eine Nachwuchsinitiative.

Das Unternehmen

bildet pro Halbjahr bis zu

zehn Jugendliche im Rahmen eines

»Trainings on the Job« aus.

Dazu gibt es Seminare und Workshops

zu den Themen E-Commerce,

Technik und Internet.

Angeboten wird die Ausbildung

in der Berliner Deutschland-

Zentrale und in der Münchener

Niederlassung. Geschäftsführer

Holger Czesnat will die Ausbildung

nun selbst in die Hand nehmen,

da die Suche nach qualifizierten

Mitarbeitern weder über

Jobportale noch Headhunter erfolgreich

war. Bewerben können

sich alle, die einen Schulabschluss

vorweisen können.

bewerbung@booking.de

i Hier können die Unterlagen

eingesandt werden

chungsmaschinen von Traveltainment,

Traffics Tibet und LMweb.

www.veranstalter

i kataloge.de

Zugriff auf den Hotel Guide

Der überarbeitete Hotel Guide verspricht komfortables Suchen

“ Every Riva day is a holiday.“

Eines von sieben unvergleichlichen

Urlaubsdomizilen an der Türkischen Riviera

r i v a h o t e l s . c o m

11.7.2007 TRAVEL ONE 19


SALES Mix

Service-Fees steigern Erträge

■ In den USA und Skandinavien

steigerten die Reisebüros die Erträge

nach Wegfall der Provisio-

Mit Service-Fee abzurechnen, führt zu höheren

Erträgen als die Provisionen, sagt Amadeus

Flyer leichter

gestalten

■ 5 vor Flug hat für die

Agenturen eine neue Service-

Website freigeschaltet. Die

Last-Minute-Marke von FTI

bietet dort einen Newsticker,

die Angebote des Tages und

Informationen zum Veranstalter.

Zweimal pro Woche

werden per Newsletter verlinkte

Angebote an die Reisebüros

geschickt, die sofort auf

Verfügbarkeit geprüft und als

PDF-Dokumente ausgedruckt

werden können.

Außerdem nutzen 5 vor

Flug und FTI ein neues Tool

von Traveltainment, mit dem

die Agenturen Angebotsflyer

selbst gestalten können. Produkte

aus den Rubriken

»Pauschal«, »Nur Flug« und

»Nur Hotel« können als Flyer

ausgedruckt werden. Zusätzlich

sind Zielgebiets- und Hotelinformationen

abrufbar.

nen durch die Einführung von

Service-Entgelten. In Skandinavien

wurden 2005 im Vergleich mit

dem Rest Europas

die höchsten

Nettogewinne

(Ertrag pro Verkauf

10,7 Prozent)

erzielt.

Dies ist das Ergebnis

einer Studie,

die Amadeus

zum Thema

Service-Entgelte

und Provisionskürzungen

erstellen ließ.

Untersucht wurden

dabei unters

c h i e d l i c h e

Märkte und ihre

Foto: visa

Struktur nach

Wegfall der Provisionen.Mittlerweile

werden

Es geht wieder mal ums Geld in der Touristik –

genauer, um das der Arbeitnehmer. Dass die

17.000 Beschäftigten, deren Arbeitgeber der

Tarifgemeinschaft angehören, am Ende der

Tarifrunde mehr Geld sehen wollen, ist

verständlich und richtig. So viel vorweg.

Der Forderungskatalog von Verdi allerdings ist

antiquiert. Die Ablehnung leistungsbezogener

Vergütungselemente, die sich in der Forderung

nach Streichung der variablen Vergütung und der

leistungsgebundenen Zulagen zeigt, erinnert an

die Mentalität im Öffentlichen Dienst.

Das aber ist weder im Sinne der Arbeitnehmer

noch der Unternehmer. Das Argument der

Gewerkschaften lautet, verkürzt gesagt, dass

es Chefs gibt, die Mitarbeitern berechtigte

Ansprüche verwehren und sich auf angeblich

in Skandinavien 73 Prozent des

kompletten Umsatzes der Geschäftsreisebüros

über Service-

Entgelte erwirtschaftet, nur noch

18 Prozent kommen aus den Provisionen.

Da in diesen Ländern

die Reservierungskosten 40 Prozent

betragen, sei es sinnvoll, die

Kunden an diesen Kosten zu beteiligen,

so eine der Schlussfolgerungen.

Amadeus rät Reisebüros zu

folgenden Maßnahmen: Die Mitarbeiter

sollten mit speziellen

Trainingsprogrammen ausgebildet

werden. Agenturen sollten

ihre Kunden pro-aktiv über Service-Entgelte

informieren, denn

Kunden seien durchaus bereit,

für Leistungen, die einen Mehrwert

für sie darstellen, auch zu

bezahlen. Dazu gehören: Reiseplanung,

Hotelbuchungen,

Kreuzfahrten und Flug-Reservierungen

für Vielflieger. Die Berechnung

der Service-Entgelte

sollte weitestgehend automatisiert

werden.

Termine für TC

Reisesommer

■ Die Termine für den erstmals

in vier Städten stattfindenden

Premiere Reisesommer

stehen nun fest. Thomas

Cook präsentiert die Neuigkeiten

des Sommers 2008

kurz nach Erscheinen der Kataloge:

am 30. Oktober in

Hamburg, am 3. November

in Köln, am 7. November in

Leipzig und am 10. November

in Stuttgart.

An der neu konzipierten

Veranstaltung nehmen auch

touristische Partner teil. Es

sind Workshops sowie ein

unterhaltsames Abendprogramm

geplant. Pro Termin

erwartet das Unternehmen

etwa 2.000 Expedienten. Anmeldungen

sollen vom Spätsommer

an über das TC-Infonet

möglich sein.

Christian Schmicke, stellv. Chefredakteur

Kein großer Wurf

objektiv messbare Kriterien berufen. Stimmt,

die gibt es. Aber: will ich als Arbeitnehmer – ob

mit oder ohne Gehaltsautomatik – bei einem

solchen Unternehmen bleiben, wenn ich selbst

von meiner Arbeit überzeugt bin?

Der zweite Kernpunkt: Es muss möglich sein,

Gehälter zu erhöhen, ohne Unternehmen mit

dünnem Finanzpolster dadurch in den Ruin zu

treiben. Das erfordert die Möglichkeit,

innerhalb eines gewissen Rahmens

unterschiedlich zu zahlen. Dies wiederum

bedingt allerdings auch, dass den Mitarbeitern

die wirtschaftliche Lage transparent gemacht

wird. Da geht es um Vertrauen und

nachvollziehbare Entscheidungen. Gerade auf

dieser Ebene gibt es noch viel zu tun.

c.schmicke@travel-one.net

20 TRAVEL ONE 11.7.2007


Updates

Am 6. August beginnt in der Freien Berufsschule für Touristik in

Berlin die Lehrzeit zum Servicekaufmann im Luftverkehr. Die

dreijährige Ausbildung verläuft parallel in der Berufsschule und

einem Lehrbetrieb. Anmeldung unter: T. 030/23 62 90 24.

Die Langenscheidt Verlagsgruppe hat den Internetauftritt von

Polyglott überarbeitet. Unter www.polyglott.de finden Urlauber in

einem Internetmagazin Tipps zu Ländern, Hotels und Freizeit. Nutzer

können jetzt auch ihre eigenen Reiseberichte verfassen.

Galileo-Reisebüros haben nun, wenn sie im Besitz einer IATA-

Lizenz sind, die Option, ausschließlich E-Tickets auszustellen.

Der Geschäftsreiseanbieter BCD Travel hat seinen irischen Partner

Tommy Tobin Travel übernommen. Das Unternehmen mit 20

Angestellten ist bereits seit sechs Jahren strategischer Partner von

BCD. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Die vier Häuser der Acora Hotel und Wohnen sind durch eine

Partnerschaft mit Derag nun über alle CRS buchbar.

Die Daten der europäischen Hotels von Hotel.de sind über das

aktuelle Medion-Navigationsgerät (Aldi Nord) abrufbar. Die

Auswahl des Hotels erfolgt über das Gerät, die Buchung über eine

gebührenfreie Telefonnummer.

Worldspan hat das browserbasierte Buchungssystem Go um ein

interaktives Tool für Bahnbuchungen erweitert.

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xxxxx SALES

11.7.2007 TRAVEL ONE 21

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Sunny-Cars-Chef Kai Sannwald: Stornos bis vier Stunden vor Ankunft

Kürzere Fristen für Stornos

■ Sunny Cars hat die Stornierungsbedingungen geändert. Der Mietwagenbroker

bietet nun eine Rücktrittskostenversicherung ab 50 Euro-Cent

pro Tag (mindestens 3,50 Euro) an. Versicherte Kunden können ihre

Reservierung jetzt bis zu vier Stunden vor dem Anmietdatum kostenlos

stornieren, bislang lag die Frist bei 24 Stunden. Die Fristen für eine Stornierung

ohne Versicherung wurden ebenfalls geändert. Bis fünf Tage

vorher kostet eine Rücknahme 25 Euro, bisher waren acht Tage üblich.

i

www.sunnycars.de

Reisebüros bietet der Broker einen eigenen Agentur-Bereich


PRODUKT Versicherungen

Der schwere Weg

Noch sind JAHRES-REISEVERSICHERUNGEN bei der Mehrzahl

der Reisebüros und Kunden wenig bekannt. Doch die Versicherer

geben kräftig Gas, um den Anteil am Umsatzvolumen zu steigern.

Dass die Touristik eine besondere Branche

ist, wird nicht zuletzt beim Blick auf

ihre Versicherungen deutlich. Während

in anderen Branchen die Jahresversicherungen

schon seit Jahren und Jahrzehnten gang

und gäbe sind, sind sie in der Touristik noch

nicht richtig angekommen. Bei langlebigen

Konsumgütern wie Autos oder auch Häusern

stellt sich die Frage nach

einer kürzeren Versicherungsdauer

gar nicht; mal

ganz abgesehen von den

gesetzlichen Vorschriften.

Bei einem Produkt wie

einer Reise, die für einen

überschaubaren Zeitraum

in Anspruch genommen

wird und das auch meist

nur wenige Male im Jahr,

ist die Ausgangslage offenbar

anders.

Plessl: Aktionspaket

für Reisebüros

Stadler: Instrument

zur Kundenbindung

Für das Schattendasein

sind drei maßgebliche

Gründe auszumachen.

Bis vor wenigen

Jahren gab es nur wenige

entsprechende Produkte,

der Vertrieb von Reiseversicherungenkonzentrierte

sich auf Einzelversicherungen

und Pakete. »Offensichtlich

wurde der

Bedarf an anderen Produkten,

wie Jahresversicherungen,

nicht gesehen«,

meint Axel Kampmann,

Vorstandschef der

Union Reiseversicherung.

Ein grundlegender Umschwung

ist in dieser Hin-

sicht bis heute nicht zu erkennen. Die Produktkenntnis

in puncto Jahresversicherung sei

in vielen Reisebüros mangelhaft, sind sich die

Versicherer einig. Diese Unkenntnis spiegele

sich im Verhalten der Kunden wider: »Ange-

stellte in Reisebüros und bei Veranstaltern werden

nicht als Versicherungsexperten oder klassische

Versicherungsvermittler angesehen«,

sagt Claudia Beckord, Vertriebschefin bei der

Hanse Merkur. Deshalb sei die Bereitschaft der

Kunden, längerfristige Verträge mit ihnen abzuschließen,

sehr begrenzt.

Auch Vorbehalte auf der Reisebüroseite

hemmen den Verkauf von Jahresversicherungen.

»Es gab lange Zeit Bedenken, dass die

Jahresversicherung den Verkauf der Einzelpolicen

kannibalisiert«, erläutert Hans Stadler,

Vertriebschef der Europäischen. Dabei habe

sich mittlerweile herausgestellt, dass dies nicht

so sei, versichert er.

STEIGENDE BEDEUTUNG. Angesichts der

zahlreichen Hemmnisse für den Verkauf der

Jahresversicherungen in den Reisebüros ist es

nicht überraschend, dass der Verkauf über andere

Kanäle besser läuft. So weist die Elvia-

Mutter Allianz, wie Elvia-Vertriebsleiter Thomas

Plessl feststellt, über ihre Agenturen und

Makler bessere Verkaufszahlen aus. Auch bei

Hanse Merkur kommt die Mehrzahl der verkauften

Policen nicht aus den Reisebüros, sondern

von Maklern oder dem Sondervertrieb,

wie Kooperationen mit Krankenkassen.

Dabei besitzen Jahrespolicen »unschlagbare

Vorteile«, glaubt Elvia-Chef Olaf Nink.

»Kunden sind mit einer Jahresversicherung

jederzeit versichert, und das zum Teil für nur

einen Euro mehr als bei einer Einzelversicherung.

Für Reisebüros ist der Verkauf der Jahresversicherung

aufgrund der jährlich wiederkehrenden

Provision äußerst lukrativ, da sich

die Police jedes Jahr automatisch verlängert.

Diesen Vorteil haben die Reisebüros aber noch

nicht in vollem Umfang verstanden.« Die Jahresversicherung

sei »ein bedarfsgerechtes Produkt

für Vertriebspartner und Kunden«. Eine

Argumentation, die bei Stadler ähnlich klingt:

»Sie ist ein Produkt, das in den Zeitgeist passt,

denn es wird heute kürzer und dafür öfter im

Jahr gereist. Mittlerweile haben Jahresversi-

cherungen für die Europäische wachsende

Bedeutung. Es handelt sich um eine echte Mobilitätsversicherung,

da viele verschiedene Reisen,

auch im Inland, innerhalb eines Jahres,

abgesichert sind«, sagt Stadler.

Nink sieht die Ankurbelung des Verkaufs

der Versicherung denn auch als Vertriebs- und

nicht als Produktthema. Das Produkt sei gut,

nur der Vertrieb müsse intensiviert werden. In

dieser Hinsicht bleibe noch eine Menge zu

tun, analysiert auch Plessl. Die Befragung im

Rahmen des Elvia-Sicherheitsbarometers habe

offenbart, dass der Anteil der Jahrespolicen am

Gesamtumsatz innerhalb eines Jahres von

30,7 auf 18,2 Prozent zurückgegangen sei:

22 TRAVEL ONE 11.7.2007

Fotos: Elvia (l.), ERV


zum Jahresschutz

»Das hat uns überrascht.« Es zeige dass man

die Verkaufsbemühungen verstärken müsse.

Die Umsatzzahlen im eigenen Unternehmen

zeigen allerdings in eine andere Richtung.

»Wir verzeichnen eindeutig einen Zuwachs«,

meint Plessl. Mit einem neuen Aufsteller und

dem »Sicherer-Urlaub-Rechner« will er Reisebüros

und Kunden auf mögliche Gefahren

und Kosten aufmerksam machen. Dabei zeigt

eine Drehscheibe an, wie teuer Krankenhausaufenthalt

und Rücktransport in bestimmten

Reiseländern sind.

Die Europäische will neben Schulungen,

bei denen die Jahrespolicen breiten Raum einnehmen,

auch Verkaufswettbewerbe starten,

Mit einer Jahresversicherung sind die Risiken für alle Reisen

innerhalb von zwölf Monaten abgedeckt, von der Soforthilfe

bis zum Rücktransport

Jahresversicherungen im Überblick

■ Elvia: 365-Schutz mit Reiserücktritts- (RRV), Reiseabbruch-, Auslandsreisekranken- (RKV),

Reisenotruf-, Reisegepäck- (RGV) und Autoschutzbriefversicherung für eine oder zwei Personen

mit und ohne Kinder; Reiserücktrittskosten-Basisschutz für Einzelpersonen und Familien; maximale

Reisedauer 31 Tage.

■ Europäische: Jahres-Reiseversicherung als Paket mit RRV, RKV (Ausland) RGV, Rundum-

Sorglos-Service, Verspätungsschutz und optional Reiseabbruch; Jahresreisekrankenversicherung

(Ausland) einzeln; maximale Reisedauer 42 Tage.

■ Hanse Merkur: Jahres-Platin-Schutz mit RRV, Reiseabruch, RKV (Ausland), Notfall-Versicherung,

RGV; Jahres-Gold-Schutz mit RRV, Reiseabbruch, RGV; Jahres-Silber-Schutz mit RKV (Ausland),

Notfall-Versicherung, RGV; maximale Reisedauer 45 Tage.

■ Union: RRV und RKV (Ausland) als Einzelpolicen; maximale Reisedauer 45 Tage.

■ Lifecard Travel Assistance: Ausschließlich Jahresversicherung mit RKV (Ausland) mit

Rückholversicherung, RRV, Reiseabbruch, RGV; maximale Reisedauer 60 Tage.

berichtet Stadler. »Wir wollen beim Expedienten

das Bewusstsein schaffen, dass die Jahresversicherung

ein Produkt ist, das als Kundenbindungsinstrument

im Reisebüro dienen

kann«, erklärt er die Strategie. Die Union setzt

auf einen Vertriebsmix innerhalb der Touristik

und der Sparkassen-Gruppe. »Mit einer zunehmenden

Forcierung durch die Versicherer

und der damit verbundenen besseren Produktkenntnis

wird sich der Trend zum Abschluss

von Jahrespolicen verstärken«, ist

auch Kampmann überzeugt. Wolfram Marx

11.7.2007 TRAVEL ONE 23


PRODUKT Versicherungen

Tücken und Lücken

der Kreditkarten

Fast alle Kreditkarten bieten VERSICHERUNGSLEISTUNGEN. Doch für

Reisebüros lohnt es sich, nach Lücken im Versicherungsschutz zu suchen.

Immer wieder hören Expedienten, die ihren

Kunden eine Reiseversicherung anbieten,

das Argument: »Das ist doch alles über meine

Kreditkarte abgedeckt.«. Doch, wie so oft,

steckt auch hier der Teufel im Detail. Die Versicherungsbedingungen

der einzelnen Kreditkarten

sind durchaus unterschiedlich, und oft

ist ihr Leistungsumfang geringer als bei den

Reiseversicherungen.

Um die genaue Prüfung der einzelnen

Leistungen kommen Kunden und Agenten

nicht herum. Denn erstens versäumt das Reisebüro

sonst womöglich ein lukratives Zusatzgeschäft.

Und zweitens bekommt es häufig

den Ärger ab, wenn die Versicherung im Urlaub

nicht die erwarteten Risiken abdeckt.

Die von den Kreditkarten gebotenen Versicherungsleistungen

hängen von der ausge-

benden Bank ab. Visa, Mastercard oder American

Express bieten die Karten an, doch die

Ausgestaltung mit Zusatzleistungen unterliegt

einzig den Banken. Standards gibt es keine. So

kann es vorkommen, dass eine Karte bei einem

Geldinstitut eine Reisekrankenversicherung

umfasst, bei einem anderen aber nicht.

Auch die Leistungen der einzelnen Versicherungen

können sich unterscheiden. Ein

Knackpunkt bei der Reisekrankenversicherung

ist zum Beispiel die Frage des Rücktransports.

Einige Versicherungen kommen nur für

den »medizinisch notwendigen« Rücktransport

auf. Dafür muss der Patient die Ärzte am

Urlaubsort überzeugen, dass er nach Hause

gebracht werden muss, um die richtige Behandlung

zu erhalten. Andere Versicherungen

übernehmen auch die Kosten für einen »medi-

Visakarte ist nicht gleich Visakarte, die

Unterschiede können beträchtlich sein

zinisch sinnvollen« Transport. In diesen Fällen

entscheidet die Versicherung respektive ihre

Ärzte vor Ort, ob der Patient ins Heimatland

gebracht werden kann und ob der Rücktransport

aus medizinischer Perspektive angebracht

erscheint.

BEDINGUNGEN ÄNDERN SICH. Die Liste der

Kreditkarten mit Versicherungsleistungen ist

lang. Dabei ändern sich die Bedingungen ständig,

so dass eine aktuelle Überprüfung der

Karten unumgänglich ist. Wir haben exemplarisch

einige der gängigsten herausgegriffen.

Der ADAC bietet insgesamt drei Kreditkarten

an, wobei nur bei der Goldkarte auch Reiseversicherungen

inbegriffen sind. Dazu gehören

eine Auslandsreisekankenversicherung, ein

Rechtsschutz für Mietwagen, eine Reiserücktrittskostenversicherung

und eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung.

Bis auf die Krankenversicherung

greifen die anderen Policen aber nur,

wenn die Leistungen mit der Kreditkarte bezahlt

wurden. Bei der Krankenversicherung

bietet der ADAC Kostendeckung für den medizinisch

notwendigen Rücktransport an.

Kunden der Deutschen Bank kommen bei

der Visa und der Master Card lediglich in den

Genuss einer Verkehrsmittel-Unfallversicherung,

die bei Unfällen mit öffentlichen Verkehrsmitteln

hilft. Wer einen umfassenderen

Schutz haben will, muss sich für die Goldkarte

entscheiden. Diese umfasst eine Auslandsreisekrankenversicherung,

einen Fahrzeug- und

Personenschutzbrief fürs Ausland, eine Mietwagen-Haftpflichtversicherung

und einen

Mietwagen-Rechtsschutz. Auch hier beinhaltet

die Krankenversicherung, die unabhängig

vom Einsatz der Karte gilt, nur den medizinisch

notwendigen Rücktransport. Reiserücktrittskostenversicherung

und Reisegepäckversicherung

müssen Inhaber der Deutsche-Bank-

Kreditkarten separat abschließen.

BUNTES DURCHEINANDER. Airplus hat alle

Corporate und Privat Karten mit einer Verkehrsmittel-Unfallversicherung

versehen. Dies

gilt für die komplette Reise, auch für die An-

und Abreise zum Flughafen oder Bahnhof,

unabhängig vom Verkehrsmittel. Die Versicherungsleistungen

erhält nur, wer die Reise mit

der Kreditkarte bezahlt hat. Optional können

Airplus-Kunden den Reiseschutz mit dem

»Reisekomfort«-Versicherungspaket erweitern.

Hier sind eine Auslandsreisekrankenversicherung,

eine Absicherung gegen Verspätung

von Verkehrsmitteln und Gepäck sowie gegen

Gepäckverlust enthalten.

24 TRAVEL ONE 11.7.2007

Foto: Stock.XCHNG


Foto: TRAVEL ONE (Skandinavisches Reisebüro)

Bei der Reisebuchung sollten die Kreditkartenleistungen genau geprüft werden

American Express gewährt Kunden bereits bei

der Basiskarte eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung

und eine »Reisekomfort«-Versicherung.

Bei Reisekomfort sind Risiken wie Gepäckverlust,

Überbuchung des Flugzeugs und

eine Gepäckverspätung von mehr als sechs

Stunden abgedeckt. Ebenfalls enthalten ist

»Global Assist«, ein Assistance-Service, der

beispielsweise bei der Suche nach Ärzten oder

Anwälten im Ausland hilft. Wer sich für die

Gold Card von American Express entscheidet,

erhält zusätzlich Gold Assist, eine Auslandsreisekrankenversicherung

und einen Pkw-

TOne_100Prozent 19.06.2007 10:38 Uhr Seite 1

Schutzbrief. Den umfassendsten Schutz bietet

die Platinum Card; hier kommen zusätzlich

Mietwagen-Deckung, Reiserücktrittskosten-

Versicherung, Reise-Privathaftpflicht und eine

Reiseabbruchversicherung hinzu.

Inhaber von Lufthansa-Karten erhalten bei

der Frequent Traveller Card, der Senator Card

und der Miles & More Credit Card Gold und

der Hon Circle Credit Card identische Leistungen,

nämlich eine Reiserücktrittskostenversicherung,

eine Verkehrsmittel-Unfallversicherung

und eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung.

Auch TUI bietet Gästen, die eine TUI Card

besitzen, Reiseschutzpakete an. Reisen mit

TUI, Oft Reisen, Gebeco, Wolters und Airtours,

die mit der TUI Card Classic bezahlt

werden, sind versichert, ebenso Flüge aus

dem TUI Ticketshop, wenn sie mit einem TUI

Baustein gebucht werden. Zu den Versicherungsleistungen

gehören eine Reiserücktrittskostenversicherung,

eine Ersatzreise-Versicherung

und eine Reise-Unfallversicherung. Zur

TUI Card Gold gehören zusätzliche Leistungen

wie eine Reisekranken-, eine Soforthilfe-,

eine Reisegepäck- und eine Bahnreiseserviceversicherung.

Dazu kommt ein Autoreiseschutz

für Fahrzeuge, die nicht älter als sechs

Jahre sind.

TUI erleichtert den Reisebüros die Überprüfung

der wechselnden Bedingungen von

125 auf dem Markt befindlichen Kreditkarten

mit Hilfe eines Vergleichsmoduls. Bei der Abfrage

der Kreditkarten wird angezeigt, welche

Versicherungen enthalten sind und welche

nicht. Eigentlich ein Beispiel, das Schule machen

könnte. Doch Elvia und die Europäische

winken ab. Die Pflege der Datenbanken sei zu

aufwändig, weil sich die Konditionen häufig

änderten, heißt es übereinstimmend.

Wolfram Marx

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Jahres-Reiseschutz-Kunden sind treue Kunden! Für Sie spült die

jährliche automatische Folgeprovision bis zu 100 Prozent Provision

und mehr in Ihre Kasse! Und Ihre Kunden profitieren von weltweitem

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www.elvia.de

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Ihre Provision!

11.7.2007 TRAVEL ONE 25


Foto: Elvia

PRODUKT Versicherungen

Von der Homepage der Elvia geht es direkt zum Business Travel Assist

Elvia spürt Mitarbeiter auf

■ Mit dem neuen Tool Traveller

Locator will die Elvia Reiseversicherung

Unternehmen die Lokalisierung

von Mitarbeitern in Krisensituationen

erleichtern. Entwickelt

wurde die Anwendung in

Kooperation mit der Business Travel

Solutions GmbH. Grundlage

ist das Ergebnis des Elvia Sicher-

Vers4U mit gutem Start

heitsbarometers für Geschäftsreisende,

das im Frühjahr durchgeführt

wurde.

Der Business Travel Assist

greift auf die Daten der gängigen

CRS sowie auf die der Billigflieger,

Hotels, Mietwagenanbieter,

Bahn und Kreditkarten zu. Dadurch

könnten auch kurzfristig

■ Das Modul der TUI zum Verkauf von Reiseversicherungen,

Vers4U, wächst weiter. Nach dem Start im April mit rund 3.600

Agenturen konnte Nathalie Dörschuck, Leiterin Versicherungen,

Mitte Juni die 5.000. Agentur

begrüßen. Damit liege der

Zuwachs über den Erwartungen.

Dass sich alle 10.000

Reisebüros, die über eine

TUI-Lizenz verfügen, für

Vers4U entscheiden erwartet

Dörschuck nicht. Weitere

Partner hat sie aber bereits

gefunden: Mit der QTA sei

eine Partnerschaft geplant,

Dörschuck: Es wird eine

Partnerschaft mit der QTA geben

kündigt sie an.

Ausschlaggebend für die

gute Nachfrage ist nach Dörschucks

Meinung neben der

technischen Handhabbarkeit

des Vergleichsmoduls und der größeren Auswahl an Produkten das

System der »Profi-Bonitos«: »Mit den Incentives haben wir einen

persönlichen Anreiz geschafffen. Momentan haben wir eine fünfstellige

Zahl an Expedienten; das sind weit mehr, als wir erwartet

hatten.« Außer für Buchungen von Versicherungen zu TUI-Produkten

gibt es die Bonitos nun auch für den Reiseschutz bei Airtours.

Foto: TUI

Foto: ERV

erfolgte Buchungen nachvollzogen

werden, solange ein durchgängiges

Kreditkartensystem genutzt

werde. »Durch die umfassende

Datenerhebung können

wir bis 95 Prozent aller Geschäftsreisenden

lokalisieren«, sagt Andreas

Krugmann, Key Account

Manager für den Bereich Business

Travel bei Elvia.

Um Datenmissbrauch zu verhindern,

haben aussschließlich

vorher festgelegte Stellen eines

Unternehmens Zugang zu den

Daten. Diese dürfen nur in Krisenfällen

und auf ausdrückliche

Anforderung herausgegeben werden.

Die Daten werden auf einem

separaten Rechner in einem gesondert

gesicherten Netz aufbewahrt.

Alle Zugriffe auf das System

werden protokolliert. Der

Zugriff kann an 365 Tagen erfolgen,

eine Antwort wird in maximal

drei Stunden geliefert.

www.businesstravel-

i

assist.de Alle Infos zum

Geschäftsreisenprodukt der Elvia

Europäische

bei Worldspan

■ Agenten können die Produkte

der Europäischen Reiseversicherung

nun über

Tourselect, die touristische

Buchungsplattform von

Worldspan, buchen. Die Versicherung

ist über eine XML-

Schnittstelle an das Online-

Buchungsmodul angeschlossen.

Reisebüros haben so einen

direkten Zugriff auf das

System der Versicherung.

Die Europäische ist die

zweite Versicherung im Portfolio

von Worldspan. Erster

Kunde aus diesem Sektor war

die Elvia. Gespräche zwischen

dem CRS und weiteren

Versicherern für deren Anschluss

laufen.

www.worldspan.com

i Infos zu Tourselect unter

»Produkte«

Schadensfall: Der ERV Express-Service verspricht schnelle Hilfe

Schnellere Schadensregulierung

■ Die Europäische bietet Reisebüros in ERV Expert einen »Express-

Schadens-Service«. Nach Eingabe der Expedientenkennung und der

Versicherungsnummer kann das Schadensformular von den Expedienten

ausgedruckt und ausgefüllt oder per E-Mail an den Kunden gesendet

werden. Das ausgefüllte Formular wird mit den erforderlichen Unterlagen

per Post an die Europäische geschickt. Die Versicherung garantiert

eine Regulierung innerhalb von zwei Arbeitstagen.

www.erv.de

Von hier aus gibt es Zugang zu ERV Expert

26 TRAVEL ONE 11.7.2007

i


Finanztest testet RRV

■ In der neuesten Ausgabe der

Zeitschrift Finanztest hat die

Stiftung Warentest Reiserücktrittskostenversicherungen

(RRV)

untersucht. Die Tester empfehlen

die Policen ohne Selbstbehalt.

Das Rennen machten die Angebote

der Signal Iduna sowie zwei

der Union, nämlich die reguläre

RRV und die Plus Feriengarantie.

Die Tester raten besonders

Urlaubern, die sehr kostspielige

Reisen buchen, zu Tarifen ohne

Selbstbehalt. Diese seien zwar

etwas teurer, so die Tester, doch

lohne sich die Mehrausgabe,

wenn der Kunde die Reise wegen

Unfall oder Krankheit absagen

müsse. Europäische und

Elvia verlangen bei den Tarifen

mit Selbstbehalt 20 Prozent des

Reisepreises, mindestens aber

25 Euro.

Die beiden Anbieter hatten

die Policen ohne Selbstbehalt

2004 ins Programm genommen,

Seminare vor

Ausfall absichern

■ Hanse Merkur hat eine Seminar-Rücktrittskosten-Versicherung

auf den Markt gebracht. Claudia

Beckord, Bereichsdirektorin Vertrieb,

begründet die Innovation

so: »Ein gutes Seminar kann

schnell ein paar tausend Euro kosten.

Die Prämien für unsere Police

liegen zwischen sechs und 300

Euro pro Seminar und Teilnehmer,

abhängig vom Seminarpreis und

dem Buchungszeitraum«.

Neben der Krankheit des Seminarteilnehmers

sind auch die

Erkrankung eines nahen Verwandten

oder Ereignisse wie ein

Wasserrohrbruch oder Feuer im

Haus versichert. Hanse Merkur

übernimmt die Stornokosten für

das Seminar und für die Unterbringung.

www.hmrv.de

i Weitere Infos zur neuen

Versicherung und Buchung

nach gut einem Jahr aber wieder

abgeschafft.

Foto: stockxpert

www.trendjetter.de/maxplatz

Hier kommt Max!

Versicherungen PRODUKT

www.finanztest.de

i Der komplette Test ist

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11.7.2007 TRAVEL ONE 27


Foto: Travel to Nature

PRODUKT Veranstalter

Naturerlebnis: Der 2.700 Meter hohe Krater des Vullkans Poas in Costa Rica

Mit Kind und Kegel zu

Tigern und Vulkanen

Mit naturnahen Reisen arbeitet TRAVEL-TO-NATURE in einer kleinen

aber feinen Nische. Spezialität des Veranstalters sind Touren in Costa Rica.

Was Rainer Stoll verkauft, will er persönlich

kennen. Sein letzter Urlaub

führte ihn deshalb nach Nepal,

wo er – gemeinsam mit seiner Frau Cornelia,

Sohn Paul (10) und Tochter Elisa (11) – die

14-tägige Reise »Nepal for Family« testete. Begleitet

von einem deutsch sprechenden nepalesischen

Reiseleiter erkundete Familie Stoll

Kathmandu, raftete auf einem Wildwasserfluss,

wanderte auf alten

Trekkingpfaden und verbrachte

Tage im Chitwan Nationalpark,

um auf Elefantenrücken

oder mit dem Kanu

nach frei lebenden Nashörnern,

Tigern und Leoparden

Ausschau zu halten.

ABENTEUER FÜR FAMILIEN.

Offenbar gefiel den Vieren

der Trip. Jedenfalls findet sich

»Nepal for Family« nun

im Katalog »Familienreisen«.

Stoll: Gutes Gespür für

Marktnischen

Kurzportrait

Darin vermarktet Stoll naturnahen Aktivurlaub

für Eltern und ihre Kinder. Die Fernreisen

– neben Nepal sind Südafrika, Costa Rica, Mexiko

und Kuba im Katalog – organisiert der

Veranstalter mit Sitz im fränkischen Ballrechten

selber. Das Angebot in Europa steuern

Partner bei; allen voran die befreundeten Kollegen

von Renatour, die, wie Travel-to-Nature

auch, Mitglied im Forum anders reisen sind.

Angefangen hat der gelernte

Maschinenbauer und

studierte Betriebswirt mit Reisen

nach Costa Rica. Für den

Waschbär-Versand, bei dem er

arbeitete, organisierte er für

14 Gäste seine erste Reise zu

einem Wiederaufforstungsprojekt,

das der Öko-Versand

unterstützte. Später wurde

daraus Waschbär Reisen. Als

das Mutterunternehmen die

Markenrechte an Waschbär

Reisen 2004 zurückhaben

■ Kataloge: »Costa Rica«, »Familienreisen«, »Naturreisen«

■ Umsatz: 2006: ca. 3 Mio. €; Ziel 2007: 4 Mio. €

■ Vertrieb: Travel-to-Nature vertreibt überwiegend direkt.

Der Veranstalter ist aber an einer engeren Zusammenarbeit

mit Reisebüros interessiert, die über Kompetenz in diesem

Segment verfügen oder verfügen wollen. Provision: 10%,

je nach Umsatz sind zusätzliche Prozente verhandelbar.

■ Marken und Kooperationen: Travel-to-Nature ist touristischer

Partner des Naturschutzbundes NaBu und des Landesbundes

für Vogelschutz in Bayern, außerdem Mitglied des

Veranstalterverbundes Forum anders reisen. Das Unternehmen

strickt zudem Touren für den Katalog der Zeit Reisen und

veranstaltet unter der Marke Birding-Tours Reisen für Vogelbeobachter.

wollte, taufte er das seit 1997 eigenständige

Unternehmen in Travel-to-Nature um.

Angebotsschwerpunkt sind bis heute Reisen

nach Costa Rica. Rund die Hälfte seiner

Kunden schickt Stoll dorthin. Dort, genauer

am Fuße des Vulkans Arenal, will er auch in

diesem Monat sein erstes eigenes Hotel eröffnen.

Dabei handelt es sich ein 32-Zimmer-

Haus mit Pool und Restaurant, nach ökologischen

Kriterien konzipiert, mit eigener Quelle

und eigener Abwasseranlage.

OHNE ERHOBENEN ZEIGEFINGER. Ökologie

und die Lebensverhältnisse in den Zielgebieten

sind für einen Veranstalter, der sich das

Label »nachhaltig« anheftet, »naturgemäß«

wichtig. Travel-to-Nature versucht dem eigenen

Anspruch darauf gerecht zu werden, indem

man keine Flugreisen unter 14 Tagen

Dauer anbietet und auf Inlandsflüge »nach

Möglichkeit« verzichtet. Bei den Hotels wird

darauf geachtet, dass sie von Einheimischen

betrieben werden, die ihre Mitarbeiter angemessen

bezahlen. Und nicht zuletzt werden

auf den meisten Reisen Projekte besucht, die

der Veranstalter unterstützt – Wiederaufforstungsprojekte

in Mittelamerika zum Beispiel,

ein Dorfentwicklungsprojekt in Südindien

oder ein Krankenhaus in der nepalesischen

Gemeinde Naranyasthan, dessen Bau Travelto-nature

mitfinanziert hat

Christian Schmicke

www.traveltonature.de

i

Reisen, Unternehmensinfos und

Kontaktdaten

28 TRAVEL ONE 11.7.2007


Foto: Vietnam Airlines

Vietnam Airlines stärkt

Indochina-Angebot

Die Airline bietet ab November eine zweite TRANS-INDOCHINA-ROUTE.

Tägliche Verbindungen ab Deutschland lassen dagegen noch auf sich warten.

Fünfmal pro Woche fliegt Vietnam Airlines ab Frankfurt

Auf lange Sicht wird sich Vietnam Airlines

einer Allianz anschließen. Davon

ist Nghiem Van Khanh, seit August vergangenen

Jahres General Manager des vietnamesischen

Staatscarriers für Deutschland,

überzeugt. Aber noch sei die Allianz-Frage völlig

offen. Zunächst, so sagt der 43-Jährige, hätten

andere Projekte Vorrang. Zum Beispiel der

Ausbau des internationalen Streckennetzes.

Seit 2006 fliegt Vietnam Airlines fünfmal pro

Woche nonstop von Frankfurt nach Vietnam

– dreimal nach Hanoi und zweimal nach Ho-

Chi-Minh-Stadt.

Die Flüge seien hervorragend ausgelastet,

berichtet Verkaufsleiter Arnaud Pohier. Doch

auf eine Erhöhung der Frequenz auf tägliche

Flüge werde der deutsche Markt noch eine

Weile warten müssen. Denn oberste Priorität

habe der Auf- und Ausbau von Verbindungen

in die USA. Dorthin führen zwar bereits

Codeshare-Flüge mit American Airlines und

China Airlines. Mit eigenen Flugzeugen wird

das Land des ehemaligen Kriegsgegners, zu

dem nun neben den

politischen auch die

wirtschaftlichen Beziehungenintensiviert

werden, aber

noch nicht angeflogen.

Das soll sich

ändern, spätestens

2008. Ein großer

Teil der neun bestellten

Boeing 777,

die bis 2010 ausge-

Zahlen & Fakten

liefert werden sollen, kommt im USA-Verkehr

zum Einsatz. Und so könnte es denn bis zur

Etablierung täglicher Flüge zwischen Deutschland

und Vietnam noch drei Jahre dauern.

IN DEUTSCHLAND EINZELKÄMPFER. Weil

die Allianz-Ambitionen vorerst noch nicht in

die Tat umgesetzt werden, bestimmen heute

bilaterale Kooperationen das Geschäftsmodell.

Codeshare-Abkommen bestehen mit zehn

Fluggesellschaften, darunter neben American

Airlines und China Airlines

mit SIA, Cathay Pacific,

JAL, MAS und China

Southern. In Deutschland

ist Vietnam Airlines dagegen

derzeit ein echter Einzelkämpfer,

denn Lufthansa

hat im vergangenen Jahr

das bestehende Abkommen

gekündigt. Seitdem erhalten

Fluggäste für die innerdeutschenAnschlussverbindungen

nach Frankfurt

kostenlose Rail-&-Fly-Tickets.

■ Flotte: 46 Flugzeuge, davon 13

Langstreckenmaschinen Boeing 777, die

auch auf den Frankfurt-Flügen zum Einsatz

kommen. Planung 2010: 61 Flugzeuge,

davon 22 Boeing 777.

■ Passagiere: 2006: 6,8 Mio., davon

3,1 Mio. international. Ziel 2007: 7,7

Mio., davon 3,4 Mio. international. Aus

Deutschland 2006: 87.810.

■ Konfiguration: Drei Klassen,

Business, Deluxe Economy (97 cm Sitzabstand)

und Economy (82 cm Sitzabstand).

■ Peps: 1. bis 30. September: Hanoi,

Ho-Chi-Minh-Stadt ab 320€, Deluxe

Economy ab 420€; Siem Reap ab 400€;

Sydney/Melbourne 720€.

CARRIER FÜR INDOCHINA. »Wir wollen unsere

führende Rolle auf den Strecken von

Deutschland nach Indochina ausbauen«, kündigt

Nghiem Van Khanh an. Dafür wird das

Streckennetz Richtung Laos und Kambodscha

ausgebaut. Gerade sind zur bestehenden

Trans-Indochina-Route von Hanoi über Vientiane

und Pnomh Penh nach Ho-Chi-Minh-

Stadt zusätzliche Flüge nach Siem Reap (Kambodscha)

und Luang Prabang (Laos) gekommen.

Geplant ist, daraus

ab November ein

neues touristisches Angebot

mit Verbindungen

von Hanoi über

Luang Prabang und

Siem Reap nach Ho-

Chi-Minh-Stadt zu entwickeln.

Die asiatischen

»Rennstrecken« nach

Bangkok, Singapur und

Kuala Lumpur reizen

Pohier dagegen weniger.

Durch den intensiven

Wettbewerb seien

die Tarife niedrig. Man

biete diese Verbindungen

zwar an, genutzt

würden sie aber eher

selten. Die Vermarktung

von Flügen zwischen

Europa und Australien

sei da schon attraktiver, betont Pohier.

Immerhin stehen Melbourne und Sydney im

Flugplan. Interessant könnten auch zwei neue

Routen werden, die im nächsten Jahr geplant

sind – nach Shanghai und Rangun.

Christian Schmicke

www.vietnam-air.de

i

Online-Auftritt mit

Travel-Agent-Portal »VN Profi«

Airlines PRODUKT

Nghiem Van Khanh:

Allianz-Mitgliedschaft

wäre gut

11.7.2007 TRAVEL ONE 29


Mehr Platz bei Air Canada

Einmal täglich fliegt eine neue BOEING 777 von Frankfurt nach Toronto

Foto: Air Canada PRODUKT Mix

Die First Class Suiten bieten viel Privatsphäre

■ Pünktlich zum 70. Geburtstag

von Air Canada setzt die Fluggesellschaft

seit vergangener Woche

auf einem der zwei täglichen Flü-

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ge von Frankfurt nach Toronto

die neue B777 ein. Die Maschine

gehört zu insgesamt neun Flugzeugen

des Typs, die bis Ende

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� ������������������

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2007 ausgeliefert werden und

mit den neuen »Executive First

Suites« und einer neugestalteten

Economy Class ausgestattet sind.

In der neuen First Class finden

sich 42 Sitzplätze, die als Suiten

angelegt und mit einer Wand vom

Nachbarn abgetrennt sind. Die Sitze

lassen sich in ein 1,91 Meter

langes, komplett flaches Bett verwandeln

und haben eine Massagefunktion.

Durch die Anordnung

der Sitze im Fischgrätenmuster

verfügt jeder Platz über einen direkten

Zugang zum Gang.

Auch die Economy wurde

neu gestaltet. Der Sitzabstand liegt

in der 777 zwischen 0,78 und

0,86 Metern. An jedem Sitz haben

die Passagiere Zugriff auf ihr privates

Audio- und Videoprogramm

und können ihren Laptop an-

Updates

Schütt: Hoffnung auf weitere Flüge

mit neuem Gerät

schließen. Die neue Boeing setzt

Deutschland-Chef Hans W. Schütt

zum Start nur auf der Strecke von

Frankfurt nach Toronto ein, für

andere Strecken aus Deutschland

gibt es noch keine Pläne.

Doch die Chancen stehen

nicht schlecht, denn die Airline

hat insgesamt 36 Boeing 777 und

bis zu 60 Boeing 787 Dreamliner,

die von 2010 an ausgeliefert werden,

bestellt. MX

Air Mozambique (LAM) verbindet nun Johannesburg und Pemba,

das Badeziel im Norden Mosambiks, einmal wöchentlich mit einer

Boeing 737-200. Seit März bedient SA Airlink diese Route zweimal

pro Woche.

Die Deutschland-Direktion und der Vertrieb von Qatar Airways

sind seit ����������������������

Anfang des Monats unter neuer Adresse zu finden:

Schillerstraße 18-20, 60313 Frankfurt, der Ticketschalter ist in der

Großen Eschenheimer Straße 13-15 in 60313 Frankfurt. Telefon- und

Faxnummern sowie Mailadressen sind unverändert.

�������

����������������

Aida Cruises stellt auf der neuen Internetseite www.aida.de/sport

das Sportangebot auf den Kreuzfahrtschiffen und die Sport-

Themenreisen vor.

Öger �������������������� Tours hat einen Vorab-Webkatalog �������������� für den Winter mit elf

Vier- und Fünf-Sterne-Hotels an der türkischen Riviera ins Netz

����������������� �������������

gestellt. Mehr Infos unter www.oeger.de.

Passagiere, ������������ die mit der Varig-Maschine �����������������������

um 6:35 Uhr von Frankfurt

nach ������������� Rio fliegen, können bereits �����������������������

am Vorabend von 18.30 Uhr bis 22

Uhr einchecken. � ������������������

Fox-Tours hat einen Sonderkatalog mit 24 Autoreisezielen

zwischen Nordsee und Alpen aufgelegt.

Passagiere von Etihad Airways können künftig auf allen innerdeutschen

Zubringerflügen mit Air Berlin nach Frankfurt und München

���� �������� ���� �����������

mit E-Ticket fliegen.

30 TRAVEL ONE 11.7.2007

Foto: TRAVEL ONE


Foto: Teddy Travel

Welch ein gelungener Schachzug! So kann man

das kreative Treiben der Marketingstrategen der

NH-Hoteles in Spanien bezeichnen. Aus einer

Notlage machten sie kurzerhand einen

geschickten PR-Angriff.

Zum Hintergrund: Das NH-Haus Alcalá in Madrid

war nach zehn Jahren Betrieb reif für die

Renovierung. Da ohnehin Mauern und Inventar

zerstört werden mussten, lud das Unternehmen

zum Roomolotion-Contest: 30 schwer gestresste

Menschen durften zum Vorschlaghammer

greifen, beim Zertrümmern helfen und sich dabei

die Aggressionen von der Seele schmettern. Der

Lohn ist ein ganz persönlicher: Die Anti-Stress-

Therapie führt bei den Probanden zu seelischer

Ausgeglichenheit und wohligem Wohlbefinden.

Zum Lohn bekommen die Kandidaten zudem ein

Zielgruppe Schwule: Das Programm an Bord ist auf sie zugeschnitten

Kreuzfahrt für Homosexuelle

Armin Leßner

Die Hammer-Idee

Abendessen und eine Übernachtung im neu

renovierten Haus geschenkt.

NH Hoteles machte den Anfang. Auf der Welt

gibt es aber noch jede Menge renovierungsbedürftiger

Hotels. Werden jetzt alle loslegen?

Hoffentlich nicht – so eine Idee ist nur beim

ersten Mal gut. Wehe den Nachahmern!

Marketingleute können nun ihrer Kreativität

freien Lauf lassen. Wer findet eine zündende Idee

nach ähnlichem Muster? Hammer, Trümmer,

Bagger? Ja – vielleicht könnte jemand dem

Bagger-Urlaub auf Malle einen völlig neuen

Inhalt geben. In abgewandelter Form gibt es das

natürlich schon sehr, sehr lange.

a.lessner@travel-one.net

■ Wenn die Westerdam am 9. August in Civitavecchia ablegt, werden

ausschließlich homosexuelle Gäste an Bord sein. Der amerikanische

Spezialveranstalter RSVP hat das Schiff von Holland America Line für

zehn Tage gechartert, um seiner Klientel, Schwulen und Lesben, eine

auf sie zugeschnittene Kreuzfahrt anzubieten. In Deutschland wird die

Reise durch das Mittelmeer – Stationen sind etwa Korfu und Dubrovnik

– von Teddy Travel vermarktet. Derzeit gibt es noch freie Kabinen.

i

www.teddy-travel.de, T. 0221/23 49 67

Neun bis elf (ab der zehnten Buchung) Prozent Provision

Lufthansa fliegt

nach Orlando

■ Zum Winter reiht sich Orlando

in die Liste der Lufthansa-Ziele

ein. Die Airline will

die Stadt im US-Bundesstaat

Florida künftig ganzjährig

von Frankfurt aus fünfmal wöchentlich

nonstop anfliegen.

LH 464 startet dienstags, mittwochs,

donnerstags, freitags

und sonntags.

Ebenfalls mit Beginn des

Winterflugplans ergänzt Lufthansa

das Angebot für New

York (Newark). Täglich außer

samstags fliegt eine als reiner

Business-Class-Jet konfigurierte

Boeing 737 mit 44 Sitzen

morgens um 8.15 Uhr ab

Frankfurt und landet um

11.45 Uhr in Newark. Der

Rückflug hebt um 15.55 Uhr

in New York ab und erreicht

Frankfurt am folgenden Morgen

um 5.40 Uhr.

Emirates investiert in Komfort

■ Wer bei Emirates die First Class bucht, hat nach Angaben der

Airline künftig noch mehr Platz. Die Fluggesellschaft stattet ihre

neuen Langstrecken-Maschinen mit Privatsuiten aus, die geräumiger

sein sollen als die bisherigen

Suiten und beispielsweise

mit einem größeren

Stauraum für das Handgepäck

aufwarten.

Aber auch die Passagiere

der anderen Klassen sollen

in den Genuss zusätzlichen

Komforts kommen,

wenn diesen Monat das erste

von 24 neuen Flugzeu-

gen ausgeliefert wird. Emirates

verspricht den Business-Class-Passagierenkomplett

flache Massage-Schlafsessel

und den Economy-

Privatsphäre: First Class-Gäste

schlafen ungestört

Gästen mehr Beinfreiheit. Die Airline erhält in den kommenden 18

Monaten neue Maschinen des Typs Boeing 777-300ER ULR und

777-200 LR. In die Ausstattung der First Class dieser Neuzugänge

investiert sie rund 35 Millionen Euro. Zusätzlich will Emirates Geld

in die drei Klassen ihrer »alten« Boeing 777 stecken. Sie sollen

entsprechend aufgewertet werden.

11.7.2007 TRAVEL ONE 31

Foto: Emirates


Fotos: Puglia Doc

DESTINATION Italien

Treffpunkt Straße: In Bari findet das Leben draußen statt

Lebenslust pur

Traumurlaub am »Ende der Welt«. APULIEN bietet Urlaubern

800 Kilometer Küste, historische Städte und eine köstliche rustikale Küche.

32 TRAVEL ONE 11.7.2007


Finis terrae« – das Ende der Welt. So nannten

die Römer den Stiefelabsatz im äußersten

Südosten Italiens. Tatsächlich ist

Apulien auch heute noch beschaulich und ruhig.

Ob bei Spaziergängen durch Olivenhaine

mit jahrhundertealten, knorrigen Bäumen,

beim Baden in einsamen Buchten entlang der

800 Kilometer langen Küste oder beim Bummeln

durch die kleinen Gassen von Bari,

Otranto, Gallipoli oder Lecce – Apulien ist das

ideale Ziel für Italien-Fans, die Touristenmassen

meiden wollen.

Viele Unterkünfte haben sich genau auf

diese Gruppe von Erholungssuchenden spezialisiert.

Eine Besonderheit von »Puglia« – so

heißt Apulien im Italienischen – sind so genannte

Masserias. Das sind alte Landgüter, die

in Hotels umgebaut wurden. Auch Oscar-

Preisträgerin Helen Mirren (»The Queen«) hat

sich in der Nähe der Hauptstadt Bari in so ein

altes Landgut verliebt und es als Feriendomizil

gekauft. Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben

möchte, kann sich in historischen Landgütern

auch einmieten.

IDYLLISCHE UNTERKÜNFTE. Zum Beispiel in

der Masseria Borgo San Marco bei Fasano.

Diese festungsartige, weiße Anlage aus dem

zehnten Jahrhundert liegt inmitten eines Olivenhains.

Einst lebten in den Gewölben Byzantiner-Mönche.

Der heutige Eigentümer

Alessandro Amati ließ die Anlage vor Jahren

liebevoll restaurieren. Einige der wunderschönen,

minimalistisch eingerichteten Gewölbe-

Zimmer haben eine eigene Terrasse auf dem

Dach der ehemaligen Zitadelle – perfekt um

nach Sonnenuntergang bei einem Glas Rotwein

zu sitzen und Ausschau nach Sternschnuppen

zu halten.

In den alten Ställen und Ölmühlen von

Borgo San Marco sind die Bar, das Restaurant

und die Rezeption untergebracht. Rings um

das Gelände erstreckt sich ein weitläufiger Olivenhain

– bis zum zwei Kilometer entfernten

Meer. Außerhalb der weißen Mauern führt ein

mit lila Blumen und duftenden Kräutern ge-

»Köstliches,

rustikales Essen«

Apuliens Küche hat es unserer

Autorin Claudia Steiner besonders

angetan.

■ Claudia Steiner ist freie Journalistin in

München. Die studierte Orientalistin und

Turkologin hat mehrere Jahre als Korrespondentin

in der Türkei gearbeitet. Italien

aber ist seit ihrer

Kindheit eines ihrer

Lieblingsziele. An

Apulien mag die

37-Jährige neben

der Küche die Ruhe

und die unendliche

Küste.

Italien DESTINATION

ITALIEN

Berühmt: Apuliens Weine blicken auf eine lange Tradition zurück; Steilküsten faszinieren im Norden und Süden der Region

säumter Weg zum Swimmingpool. Wem

Schwimmen allein noch nicht reicht: Gut eineinhalb

Kilometer von der Anlage entfernt

befindet sich ein exklusiver Golfclub.

Eine andere idyllische Unterkunft in Fasano

gehört der Familie Guarini: die Masseria

Marzalossa. Maria Teresa, die Dame des Hauses,

leitet das Landgut aus dem 17. Jahrhundert.

Es ist seit fünf Generationen im Besitz

der Familie. Die Zimmer und Suiten sind mit

antiken Möbeln, feinen Gobelinstoffen und

alten Perser-Teppichen eingerichtet. Das einstige

Gewächshaus ist inzwischen ein Pool, der

von alten Säulen umgeben ist. Gleich dahinter

erstrecken sich eine Zitronenplantage und ein

Gemüse- und Kräutergarten, aus dem sich die

Köchin bedient.

Anna, eine kleine quirlige Frau, die vor

Jahren in Deutschland gelebt hat, weist interessierte

Gäste bei einem Kochkurs in die Geheimnisse

von Pasta und Soßen ein. »Du

musst das so klein machen«, sagt sie und

drückt einem ihrer Kochschüler lachend ein

Messer in die Hand, um Auberginen zu

schneiden. Die Küche Apuliens ist einfach

und rustikal und so kocht Anna mit den Gästen

aus Deutschland Tomatensoße mit Auberginen

und Fleischbällchen. Natürlich ist die

Pasta dazu hausgemacht. Routiniert schneidet

Maria auf dem Marmor-Arbeitstisch kleine

Stücke vom Nudelstrang ab und formt daraus

mit dem Finger die runden Orecchiette, die

für die Region so typischen Öhrchen-Nudeln.

Als die Öhrchen fertig gedreht sind, entlässt

Anna ihre Kochschüler. Diese sitzen dann im

Lokal der Masseria bei Antipasti und einem

Glas Rotwein – und warten auf die Pasta, auf

geschmortes Lamm mit Gemüse und eine Kaffee-Creme

als Dessert.

WEISSE RUNDHÄUSER. Nach so viel Ruhe

und Beschaulichkeit auf dem Land steht ein

Ausflug in einen Ort auf dem Programm, in

den jeden Tag Dutzende Besuchergruppen

kommen: in das Trulli-Dorf Alberobello. Es

gehört seit 1996 zum Unesco-Weltkulturerbe.

Ganze Viertel sind aus den für die Region so

typischen, weiß getünchten Rundhäusern gebaut

worden. Die Steindächer spitzen sich

nach oben zu und halten – auf Grund einer

speziellen Schichttechnik – ganz ohne Mörtel.

Auf den Schieferdächern sind einfache Symbole

abgebildet, die zum Beispiel einen Betenden,

die Dreieinigkeit oder Gott darstellen.

In Alberobello und der Umgebung stehen

tausende Trulli. Die ehemaligen Arme-Leute-

Häuser sind ein beliebtes Fotomotiv und auch

als Ferienwohnungen gefragt. Sie werden aber

auch immer noch als Wohnhäuser genutzt,

weil sie in den heißen Sommermonaten angenehm

kühl und im Winter warm halten. Die

Trulli stehen in Dörfern, auf Feldern und inmitten

riesiger Olivenhaine.

Ganz Apulien scheint ein einziger Olivenhain

zu sein. Das Olivenöl aus »Puglia« zählt

zu den besten Europas. Nicht umsonst war

das Städtchen Gallipoli – das bedeutet im

Griechischen »schöne Stadt« – jahrhundertelang

der wichtigste Ölhafen im Mittelmeer.

11.7.2007 TRAVEL ONE 33


Foto: Puglia Doc

DESTINATION Italien

Beliebte Fotomotive: Die Trulli von Alberobello und Umgebung

Von hier aus wurde das »flüssige Gold« nach

St. Petersburg, London und Amsterdam gebracht.

Im historischen Zentrum der Hafenstadt

mit den windschiefen Häusern sind einige

der einst gut 35 unterirdischen Ölmühlen

zu besichtigen. Aus Oliven gepresstes Lampenöl

machte Gallipoli reich. Heute lebt das

Städtchen unter anderem vom Tourismus.

Die meisten Kirchen von Gallipoli wurden

am Meer gebaut – als Wächter des Dorfes. Einige

Kirchen gehörten zu bestimmten Berufsgruppen

wie den Handwerkern oder Fischern.

Gargano

Foggia

Le Murge

Bari

Alberobello

Adriatisches Meer

Taranto

Fasano

Brindisi

Manduria

Lecce

Salento

Gallipoli

Gleich bei den Kirchen, an der Stadtmauer

und mit Blick auf das Meer, findet man dann

auch eines der besten Fischrestaurants von

Apulien: Zu dem Lokal »Il Bastione« fahren

am Wochenende Familien aus der ganzen Region,

um dort gebratenes Gemüse, feinen Ricotta-Käse,

Pasta mit Muscheln und zarten

Tintenfisch mit Zitronensoße zu essen. Damit

der Tintenfisch weich und zart wird, muss er

lange geschüttelt werden. Und so sieht man in

den Häfen von Apulien die Fischer stundenlang

beim Schütteln der Tiere: die fangfrischen

Tintenfische werden dabei in bunten

Plastikschüsseln so lange hinund

hergeschüttelt, bis sich ein

weißer Schaum absondert.

Aber nicht nur das Essen,

auch die Weine sind hervorragend.

Gemeinsam mit Sizilien ist

Apulien die größte Weinbauregion

Italiens. Die Halbinsel Salento

ist gar eines der ältesten Weinbaugebiete

der Welt. Schon vor 3.000

Jahren pflanzten hier die Phönizier

und Griechen Rebstöcke. Heute

werden in Apulien 120.000

Hektar Rebfläche genutzt, um

Otranto Weiß- und Rotweine sowie Rosé

Apulien im Überblick

zu erzeugen. Die am häufigsten angebaute

Rebsorte ist der Negroamaro. Aus dieser Sorte

werden unter anderem der Salice Salentino

oder auch der Rosé Five Roses hergestellt. Viele

der Weine sind sehr mineralisch, denn die

Erdschicht ist zum Teil nur 30 bis 40 Zentimeter

hoch, so dass die Wurzeln der Rebstöcke

oft in das Gestein eindringen.

DIE GEBEINE DES NIKOLAUS. »Finis terrae«

aber ist nicht nur ein tolles Ziel für Ruhesuchende

und Feinschmecker, sondern auch für

Kulturinteressierte. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten

liegt in der Altstadt von Bari und

ist Ziel vieler Pilger: die Basilika San Nicola aus

dem zwölften Jahrhundert. In der Krypta liegen

die Gebeine des Heiligen Nikolaus von

Myra, der im dritten Jahrhundert in der heutigen

Türkei lebte. Die Gebeine wurden 1087

von Italienern geraubt und nach Bari gebracht.

Jedes Jahr am 9. Mai wird in einer Prozession

die Ankunft der Schiffe mit den Reliquien gefeiert.

Dann ziehen die Gläubigen durch die

Straßen und Gassen, in den Kirchen riecht es

nach Weihrauch, auf den Bänken sitzen ins

Gebet versunkene Gläubige. Überall brennen

Kerzen und Lichterketten.

Die Gotteshäuser Apuliens zeugen von

der bewegten Geschichte mit Einflüssen aus

der orientalischen Freskenkunst, der Gotik

und des Barock. Eine der beeindruckendsten

Kirchen befindet sich in der Hafenstadt Otranto.

In der Kathedrale Santa Maria Annuziata

gibt es einen 800 Quadratmeter großen Mosaikfußboden

– den größten seiner Art in Europa.

Es sind biblische Geschichten von Adam

und Eva oder der Turm von Babel ebenso dargestellt

wie Tierbilder und Fabelwesen, Sternzeichen,

Monatsbilder und Pflanzen. Nach

der Besichtigung geht es zurück in die Gassen,

die zur Hafenpromenade führen – mit Blick

auf das Meer und die Marina mit Dutzenden

von Segelbooten, die sanft von den Wellen

hin- und hergeschaukelt werden. Keine Touristenaufläufe,

kein Gedränge – »das Ende der

Welt« ist Erholung pur. Claudia Steiner

■ Die Region liegt in Südost-Italien und erstreckt sich entlang der Adria vom Absatz des

Stiefels bis zur Halbinsel Gargano im Norden. Hauptstadt ist die Hafen- und Universitätsstadt

Bari. Apulien hat rund 4,1 Millionen Einwohner.

■ Klima: Mediterranes Klima mit 300 Sonnentagen im Jahr. Ideale Reisezeit für Apulien

sind das Frühjahr und der Herbst. Im Sommer ist es mitunter sehr heiß mit Temperaturen

um die 30 Grad. Im Winter liegen die Höchsttemperaturen zwischen zwölf und 15 Grad.

■ Laut Apulien Doc gibt es insgesamt 215.000 Betten. ENIT spricht von 62.000 Betten in

774 Hotels, 4.000 Betten in 200 agrotouristischen Unterkünften, 2.000 Betten in Ferienhäusern

und Pensionen.

34 TRAVEL ONE 11.7.2007


Fotos: Puglia Doc

Infos für den Counter

ADRESSEN ZUM TEXT

■ Italienische Zentrale für

Tourismus – ENIT

Kaiserstraße 65,

60329 Frankfurt/Main,

T. 069/23 74 34,

www.enit-italia.de

■ Apulien Doc (Zusammenschluss

touristischer Anbieter,

Katalog), Maximiliansplatz 18,

80333 München,

T. 089/24 24 39 24

Italien DESTINATION

Erlebe den schönsten Film deines Lebens

Italiens Strände und Küsten bezaubern durch

ihre Vielfalt. Und dazu noch viel mehr:

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11.7.2007 TRAVEL ONE 35

www.enit.de

VERANSTALTER

■ Cuendet

Villen, Trulli

■ Dertour

Hotels, Feriendörfer mit

Wohnungen,

achttägige Pkw-Rundreise

■ Dr. Tigges

Achttägige Studienreise, zehntägige

Studienreise mit Basilikata

■ Gebeco

■ Masseria Borgo San Marco Achttägige Rundreise

www.borgosanmarco.it

■ Neckermann

■ Masseria Marzalossa Hotels, Ferienanlage mit

ENIT_AZ_TO_Mare_215x132.qxd www.marzalossa.com 19.06.2007 Bungalows 9:39 und Uhr Mobilheimen Seite 1

■ Olimar

Hotels, Landgüter, Trulli, zwei

achttägige Pkw-Rundreisen

■ Studiosus

Zwölftägige Studienreise,

achttägige Preiswert-

Studienreise, 14-tägige

Studienreise mit Basilikata, als

Bestandteil zweier 16-tägiger

Süditalien-Studienreisen

■ Thomas Cook Reisen

Hotels, Landgut (Kochkurs,

Weindegustation), achttägige

Pkw-Rundreise

■ TUI

Hotels, Landhotels, zwei

achttägige Pkw-Rundreisen


Erlebe Dein Italien

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Oder im Internet unter: www.enit-italia.de/to_m

Name, Vorname

PLZ, Ort

REISEFÜHRER

■ Apulien

von Ekkehart Rotter,

Du Mont Verlag, 2007,

25,90 Euro

■ Apulien

von Michael Machatschek,

Michael Müller Verlag, 2006,

17,90 Euro

■ Apulien, Gargano, Salento

von Peter Amann,

Reise Know-how Verlag, 2006,

19,90 Euro

■ Apulien, Kalabrien

von Monika Pelz, Polyglott-

Verlag, 2006, 7,95 Euro


Foto: www.arena.it

DESTINATION Italien Mix

Aida und Nabucco in der Arena

Für mehrere Wochen verwandelt sich VERONA in die Hauptstadt der Oper

Ziel von Opernfans: 49 Vorstellungen stehen in der Arena auf dem Programm

■ Fünf Opern erklingen in den

nächsten Wochen in der Arena

von Verona. Bis 1. September

können Besucher der Stadt unter

Ein Strand für Frauen

freiem Himmel »Nabucco«, »La

Traviata« und »Aida« von Guiseppe

Verdi, »La Bohème« von

Giacomo Puccini sowie »Der

■ Der italienische Badeort Riccione sorgt derzeit mit einem ungewöhnlichen

Projekt für Aufmerksamkeit. In dem Städtchen an der

Adria wurde ein Strandabschnitt als »Frauenstrand« deklariert. Das

heißt: Ausschließlich weibliche

Gäste dürfen sich dort

sonnen. Männer dagegen

werden von Verbotsschildern

darauf hingewiesen, dass sie

in dieser Badeanstalt nichts

verloren haben.

Die Idee der Betreiber:

Frauen sollen am Strand liegen

können, ohne von Männern

begafft zu werden.

Kein Angaffen: An einem Strand in

Riccione sind Frauen unter sich

Selbst das Personal für Fitness-

und Schwimmkurse

besteht laut Medienberichten

fast nur aus Frauen, lediglich

ein Frisör und der Rettungs-

schwimmer sind männlich. Das kulinarische Angebot ist auf die

weibliche Klientel abgestimmt: leichte Mahlzeiten statt Pommes

frites oder panierter Calamaris.

Riccione liegt in der Provinz Rimini und zählt zu den beliebtesten

Badeorten Italiens. Als Besucherattraktion gelten auch drei Vergnügungsparks,

darunter der Wasserpark Aquafan.

Foto: Creativ Collection

Barbier von Sevilla« von Gioachino

Rossini erleben.

Auch in diesem Jahr ist während

der Festspielwochen mit ei-

Updates

nem großen Besucherandrang zu

rechnen. Vor allem an den Wochenenden

dürfte Verona brechend

voll sein. Dennoch lohnt

es sich, in der Stadt zu nächtigen

und ein paar Tage zu bleiben – allein

schon wegen der fröhlichen

Stimmung rund um die Arena

nach den Aufführungen.

Neben dem römischen Amphitheater

zählt die Casa di Guilietta,

Julias Haus, zu den berühmtesten

Sehenswürdigkeiten Veronas.

Urlauber können dort unter

dem Balkon wie einst Romeo

schmachten oder – wenn sie auf

der Suche nach einer neuen Liebe

sind – über die rechte Brust

der Julia-Statue streichen. Verona

ist auch ein interessantes Shopping-Ziel.

In den verwinkelten

Gassen gibt es viele Boutiquen

mit italienischer Mode.

Karten für die Opernfestspiele

und Hotels bei Dertour, IFB, TUI,

Classic Highlights Reisen, Studiosus,

Neckermann; teils als Pakete buchbar

Amici d‘Italia bietet vom 10. bis 14. August eine Toskana-Reise für

Musikfreunde an. Die Teilnehmer besuchen Konzerte von Anna

Netrebko und Joshua Bell, die im Rahmen des Tuscon Sun Festival in

Arezzo und Cortona auftreten.

Die Triennale in Mailand widmet sich noch bis 16. September

Renzo Piano. Anlass ist der 70. Geburtstag des Stararchiteken. Unter

der Überschrift »Renzo Piano Building Workshop. Die sichtbaren

Städte« sind Originalskizzen, Pläne und Modelle aus mehr als 40

Jahren Schaffenszeit zu sehen. Infos unter www.triennale.it.

Grimm Touristik vermittelt Pilgern Zimmer in der Nähe des

Vatikans. So hat der Veranstalter beispielsweise die Drei-Sterne-

Unterkunft Bonus Pastor, ein ehemaliges Kloster, im Programm. Dort

gibt es zwischen März und Juni 2008 noch freie Zimmer.

In das Anbaugebiet des Chianti Classico führt eine Weinreise der

Reisevermittlung Kurtzahn. Die Teilnehmer verkosten während

ihres fünftägigen Aufenthalts in der Toskana Wein, hören Vorträge

und besuchen eine Kellerei. Termine: 26. bis 30. September und 10.

bis 14. Oktober.

Die Relax Hotels schnüren für Besucher der Opernfestspiele in

Verona Pakete. Sie bestehen aus drei Übernachtungen im Astoria

Park Hotel in Riva del Garda oder im Magnolia Wellness & Thermae

Hotel in Abano Therme, Halbpension, Eintritt in eine Oper, Bustransfer,

Aromamassage und einem späten Frühstück für Zwei im Bett.

36 TRAVEL ONE 11.7.2007

i


Praxistipps

zu Südtirol

■ Wo treten Ritter zum Wettkampf

an? Fragen wie diese

beantwortet der neue Südtirol-Reiseführer

aus dem Merian-Verlag.

Autorin Nina

Schröder gibt auf 42 Seiten

Tipps zu ungewöhnlichen

Veranstaltungen, netten Unterkünften

und besuchenswerten

Orten.

Darüber hinaus finden

Urlauber in dem 334 Seiten

starken Buch Beschreibungen

wichtiger touristischer Ziele

und erhalten Einblick in Kultur

und Geschichte der norditalienischen

Region. Vorschläge

für sechs Wandertouren

stehen auf herausnehmbaren

Infokarten.

Merian Reiseführer

i Südtirol, mit Landkarte,

334 Seiten, 24,95 Euro

Auf den Spuren Ötzis

■ Für Marco Montini, Direktor

des Italienischen Fremdenverkehrsamts

(ENIT) in Frankfurt,

könnte die Sommersaison kaum

besser verlaufen. »Bewährte Reiseziele

liegen wieder hoch im

Kurs«, weiß er und fügt zufrieden

hinzu, »davon profitiert auch Italien

als einer der Klassiker unter

den Urlaubsdestinationen.«

Viele Regionen des Landes

verzeichnen laut Montini steigende

Besucherzahlen. So verbrin-

■ Wo lag Ötzi 5.300 Jahre lang im Eis? Bergführer bringen Wanderer

vom Schnalstal auf das Hauslabjoch und damit zur Fundstelle der Gletschermumie.

Die Tour durch die Südtiroler Bergwelt dauert etwa acht

Stunden und geht auf 3.210 Meter Höhe.

Der Tourismusverein Schnalstal vermittelt Interessenten Bergführer.

Denn die hochalpine Wanderung sollte nach seiner Meinung niemand

alleine unternehmen. Auch empfiehlt der Verein die Tour ausschließlich

Urlaubern, die sich als geübte Bergwanderer bezeichnen,

über eine gute körperliche Kondition verfügen, trittsicher und schwindelfrei

sind. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, den erwarten, so die

Tourismuswerber, traumhafte Ausblicke.

Die Wanderung kann zwischen Anfang Juni und Mitte September

unternommen werden.

i

Interessenten schreiben eine E-Mail an info@schnalstal.it.

Informationen gibt es auch unter www.schnalstal.it.

Foto: Kessler Medien (l.), TRAVEL ONE

Elba ist bei den Bundesbürgern beliebt – zur Freude von ENIT-Direktor Marco Montini

Klassiker wieder gut im Rennen

Foto: Tourismusverein Schnalstal

gen beispielsweise am Gardasee,

auf Elba und an der Adria dieses

Jahr mehr Bundesbürger ihren

Urlaub als im vergangenen Sommer.

»Wir freuen uns, dass die

Deutschen wieder verstärkt zu

uns kommen«, unterstreicht der

Italien-Werber.

Um den Trend zu verstärken,

macht das Fremdenverkehrsamt

derzeit mittels Anzeigen in überregionalen

Zeitungen auf die kulturellen

Schätze und die Natur

Teilnehmer der Ötzi-Tour erklimmen Dreitausender

Italiens aufmerksam. Auch innerhalb

der Touristik will die Vertretung

die Werbetrommel rühren:

Montini und sein Team planen,

mit Reiseveranstaltern zu kooperieren

und auf deren Internetseiten

künftig stärker präsent zu

sein. Zudem stehen Roadshows

und Fam-Trips für Reisebüromitarbeiter

auf der Agenda. Ferner

unterstützt ENIT die Agenturen

bei Schaufensterdekorationen.

www.enit.it

Infos zu Regionen

und Veranstaltungen

11.7.2007 TRAVEL ONE 37

i


DESTINATION Nordafrika

Eine Wüste aus Fels und Sand: das Akakusgebirge im Süden des Landes

Eine Destination

für Entdecker

Lange galt LIBYEN für Touristen als tabu. Nun bereisen Wüstenfans und

Kultururlauber den Staat Ghaddafis – und kehren begeistert zurück.

Manon Schirmer ist noch immer ganz

angetan. »Wunderschön«, sagt sie

und schwärmt von den antiken Ausgrabungsstätten,

der unendlichen Wüste und

der netten Bevölkerung. Libyen, das scheint

sicher, gehört seit ihrer Reise durch das Land

zu ihren Favoriten auf der Weltkarte.

Die Begeisterung der Wiesbadenerin ist

keineswegs untypisch. Wie Schirmer kehren

die meisten Reisenden fasziniert aus dem nordafrikanischen

Staat zurück. Die Jahrtausende

alte Kultur im Norden und die menschenleere

Landschaft im Süden ziehen sie in ihren Bann.

Doch nur wenige teilen bislang diese Erfahrung.

Schließlich ist Libyen alles andere als ein

Massenziel – auch wenn das Land allmählich

touristische Bedeutung erhält. Seit Staatschef

Muammar al-Ghaddafi im Westen als gesell-

schaftsfähig gilt (er übernahm die Verantwortung

für das Flugzeugattentat über dem schottischen

Lockerbie sowie den Anschlag auf die

Berliner Discothek La Belle) und das UN-Embargo

aufgehoben wurde, besuchen westliche

Urlauber wieder den lange gemiedenen Staat.

Veranstalter bestücken ihre Kataloge erneut

mit Rundreisen durch das Land und verzeichnen

eine zunehmende Resonanz.

»Libyen ist auch dieses Jahr wieder gut

gebucht«, berichtet Dertour-Produktmanagerin

Maren Just. Und Matthias Schwotzer, bei

Marco Polo Reisen als Produktmanager für

individuelle Reisen zuständig, verrät: »Libyen

ist unser wichtigstes Ziel in Nordafrika und

hat Ägypten hinter sich gelassen.« Bis auf ein

paar Ausnahmen, wie zum Beispiel Gebeco,

wandten sich die Veranstalter in den 90er Jah-

ren auf Grund der politischen Situation von

Libyen ab.

Verändert hat sich jedoch nicht nur das

Klima zwischen Ghaddafi und dem Westen.

Der Staat geht heute, so weiß Dr. Peter

Eschweiler, anders mit Touristen um als noch

vor ein paar Jahren. »Besucher können sich

jetzt weitgehend frei bewegen«, betont der

Nordafrika-Produktmanager von Gebeco. Früher

habe es Restriktionen gegeben.

AUSBAU DER HOTELLERIE. Auch in Sachen

touristische Infrastruktur tut sich etwas. Noch

ist sie dünn gesät, die meisten Hotels sind einfach,

nur wenige verfügen über mehr als drei

Sterne. Zur Freude der Veranstalter aber hat

nun am Mittelmeer ein Vier-Sterne-Resort eröffnet

und gibt ihnen so die Möglichkeit, Gäste,

die nach einer Rundreise ein paar Tage am

Wasser verbringen wollen, an der libyschen

Küste einzuquartieren. Bislang schicken die

Veranstalter ihre Kunden nach Djerba im benachbarten

Tunesien.

Das Thema Baden spielt für Libyen-Besucher

allerdings eine untergeordnete Rolle.

Wer sich zu einer Reise durch die nordafrikanische

Destination entschließt, zählt entweder

zu den Wüstenfans oder will, so Eschweiler,

seine »Mittelmeerbesichtigungen komplettieren«.

Das heißt: die Hinterlassenschaften

der Römer und Griechen besichtigen.

38 TRAVEL ONE 11.7.2007

Foto: Marco Polo Reisen


Algerien

Fotos: Marco Polo Reisen

Libyen in Kürze

■ Libyen besteht zu 90 Prozent aus Wüste. Grün ist nur der Küstenstreifen.

■ Die 5,5 Millionen Einwohner sind zu 90 Prozent Araber. Daneben leben Berberstämme wie

die Tuareg in Libyen. Amtssprache ist Arabisch, Handelssprache Englisch und Italienisch.

■ Libyen gilt bei Veranstaltern als sicheres Land. Doch gab es Raubüberfälle auf Touristen in

den Grenzgebieten. So wurden etwa Geländewagen geraubt und außer Landes gebracht.

■ Ausländer dürfen das Land ausschließlich im Rahmen einer Veranstalterreise bereisen.

■ Rundreisen mit Schwerpunkt Kultur

Sabratha

Tripolis Mittelmeer

Leptis Magna Kyrene

bieten an: Dertour, Dr. Tigges, Gebeco, Helios

Reisen, Ikarus Tours, Studiosus, Windrose.

■ Wüstentouren machen Diamir, Gebeco,

Hauser Exkursionen, Ikarus Tours, Mar-

Ghadames

co Polo Reisen, Studiosus, TRH, Wigwam.

■ Kreuzfahrtschiffe von MSC (Musica

Mandaraseen

und Sinfonia) laufen Libyen regelmäßig an.

Zudem kommen die Delphin und die Delphin

Voyager (Delphin Kreuzfahrten, Hansa

Libyen

Kreuzfahrten), die Astoria (Transocean

Tours), die Athena (Vivamare), die Dalma-

Akakusgebirge

Niger

cija (Hansa Kreuzfahrten) und die Europa

(Hapag-Lloyd Kreuzfahrten).

■ Der Konsum von Alkohol ist verboten.

Ägypten

An der Mittelmeerküste liegen gut erhaltene

antike Ruinenstädte: Leptis Magna – die Stadt

soll eine der schönsten des römischen Reiches

gewesen sein –, die griechische Kolonie Kyrene

sowie die Hafenstadt Sabratha mit ihrem

römischen Theater und ihren zahlreichen

Tempeln. Mindestens zwei dieser drei Unesco-

Weltkulturerbe stehen im Programm jeder

Rundreise. Zudem machen die Veranstalter

meist einen Abstecher in die Wüste. Sie bringen

ihre Kunden nach Ghadames, in eine alte

Oasenstadt im libysch-algerisch-tunesischen

Länderdreieck, und zeigen ihnen damit ein

weiteres Unesco-Weltkulturerbe.

Zwei Kulturen: Die Tuareg sind der Herren der Wüste, die Ruinen von Sabratha zeugen von der römischen Geschichte des Landes

Die Rundreisenden treffen während ihrer Besichtungen

hin und wieder auch Kreuzfahrtpassagiere.

Denn einige europäische Reedereien

laufen inzwischen libysche Häfen an. Die

Gäste von MSC beispielsweise – die Italiener

nahmen das Land vor drei Jahren in den Fahrplan

auf – können nach Tripolis, Kyrene und

Leptis Magna fahren. »Die Ausflüge werden

sehr stark gebucht«, sagt Deutschland-Chef

Falk-Hartwig Rost und deutet dies als zunehmendes

Interesse an der Destination.

UNENDLICHE SANDWÜSTE. Den Kreuzfahrt-

Passagieren entgeht allerdings das Erlebnis

Wüste und damit, wie Marco-Polo-Manager

Schwotzer es nennt, »Abenteuer pur«. Der

Veranstalter zählt zu den Anbietern, die Geländewagen-Touren

mit Zeltübernachtung in

der Sahara anbieten. Die Art des Reisens unterscheidet

sich dabei nicht von den Jeep-Trips

durch Ägypten oder Marokko. Jedoch die

Landschaft: Eine derart schöne Wüste wie in

Libyen gebe es ansonsten nur noch in Algerien,

meint der Produktmanager von Marco

Polo Reisen. »Sand so weit das Auge reicht.«

Plus das Akakusgebirge mit seinen schroffen

Felsen und prähistorischen Felszeichnungen

und die einer Fata Morgana gleichenden Seen

von Mandara.

Doch egal ob Küste oder Wüste – die Einheimischen

begegnen den Gästen, so Schwotzer,

sehr offen. »Die Besucher kommen leicht

mit ihnen ins Gespräch«, meint auch Gebeco-

Manager Eschweiler und ergänzt: »Libyen ist

noch sehr authentisch.« Petra Hirschel

11.7.2007 TRAVEL ONE 39


DESTINATION Mix

Kurzreiseziel Deutschland

DZT, Veranstalter und die Bahn lancieren eine neue KAMPAGNE

■ Reiseverkäufer sollten sich

nicht wundern, wenn ihre Kunden

sich in nächster Zeit häufiger

Deutschland als Ziel für den Kurztrip

aussuchen. »Schuld« daran

könnte die Deutsche Zentrale für

Tourismus (DZT) sein. Sie brachte

vergangene Woche »Kurz nah

weg« auf den Weg – eine Kurzurlaubskampagne,

die die Deutschlandwerber

gemeinsam mit der

Bahn, Neckermann, ITS, Ameropa,

Dertour und TUI finanzieren.

Die Bundesbürger sollen durch

Printmedien, das Internet, Postkarten

und Radiospots auf die

Vielfältigkeit ihres Landes aufmerksam

gemacht werden. Ende

des Jahres erscheint ein Kurzreisenkatalog

in digitaler Form.

Um den Facettenreichtum zu

transportieren, hat die DZT sie-

ben Themenwelten von Wellness

bis Aktivurlaub geschaffen, hinter

denen sich Pakete von Veranstaltern

und Landesmarketingorgani-

Das Verkehrsbüro will dem Counter Finnland schmackhaft machen

Gutscheine zur Belohnung

■ Die Finnische Zentrale für Tourismus spendiert Reiseprofis, die im

Kollegen- und Bekanntenkreis ein neues Mitglied für die Finnland-

Akademie werben, 100 Gutscheine à 50 Euro. Sie können bei Amazon

eingelöst werden. Voraussetzung ist, dass der Werbende selbst an

der Online-Schulung teilgenommen haben. Das neu geworbene Mitglied

muss bis zum Ende des Sommersemesters im September alle Basisseminare

erfolgreich absolviert haben.

i

www.visitfinland.de/akademie

Zugang und Informationen zum E-Learning-Programm

Foto: dzt

Kurztrip-Team (v.l.): Wolfgang Zoller (DB), Petra Hedorfer, Christiane Otter (beide

DZT), Jens-Joachim Brösel (Dertour) und Armin Dellnitz (Tourismus Agentur SH)

Foto: Helsinki City Tourist & Convention Bureau

sationen verbergen. Reisebüros

werden ebenfalls eingebunden.

Sie werden über Infox informiert

und in den Anzeigen wird auf sie

verwiesen. 2008 folgen verkaufsunterstützende

Materialien.

Als Zielgruppe für das wachsende

Kurzreise-Segment macht

Christiane Otter, Leiterin überregionales

Marketing bei der DZT,

Doppelverdiener und Best Ager

aus. Um diese zum Kurzurlaub

zu bewegen, stehen ihr bis 2011

pro Jahr zwei Millionen Euro zur

Verfügung. Mit Hilfe von branchenfremden

Partnern hofft sie,

das Marketingbudget auf jährlich

vier Millionen Euro aufzustocken.

Dass sich das Segment positiv

entwickelt, bezweifelt niemand.

So will DZT-Chefin Petra Hedorfer

in fünf Jahren zehn Prozent

mehr Kurzurlauber zählen. Und

auch Dertour-Manager Jens-Joachim

Brösel ist vom Produkt

überzeugt. Zum Beweis verweist

er auf sein Städtereisenprogramm:

»Von 200 Städten sind 60 Prozent

deutsche Städte und diese

machen 70 Prozent des Gesamtumsatzes

aus.« YAF

Hausbooturlaub in Indien

■ Der südindische Bundesstaat Kerala hat sich längst einen Namen

als geeignetes Ziel für einen Urlaub auf dem Hausboot gemacht.

Doch auch Reisende, die sich in Maharashtra aufhalten, kommen

von Oktober an in den Genuss

der beliebten Urlaubsform.

In der Region um Tarkali

auf dem Karli-Fluss, der in

das Arabische Meer mündet,

stehen den Passagieren

dann zwei Bootskategorien

zur Auswahl. Die Standardvariante

Karli verfügt über

ein Deck, die Luxusversion

Hiranyakeshi wartet mit

zwei Decks auf. Beide Boote

haben zwei Schlafzimmer

mit Klimaanlage. Für

das Wohl der Passagiere sor-

Rund 100 Kilometer nördlich von

Goa mündet der Karli-Fluss ins Meer

gen unter anderem ein Lifeguard und ein Butler. Im Tagespreis inbegriffen

sind Frühstück, Mittagessen, Snacks, Nachmittags-Tee

sowie Abendessen.

www.maharashtratourism.gov.in

Die Touren sind einen Monat im Voraus buchbar

40 TRAVEL ONE 11.7.2007

i

Foto: Maharashtra Tourism


Seit Donnerstag vergangener Woche ist Sotschi

am Schwarzen Meer weltweit ein Begriff. Der

Badeort und südlichste Ort Russlands macht von

sich reden – als Austragungsort der Olympischen

Winterspiele 2014. Geschafft haben es die Organisatoren

durch politischen Druck, denn Russlands

Präsident Putin tauchte kurz vor der Entscheidung

am Tagungsort Guatemala City auf,

mit viel Geld. Gazprom lässt grüßen. Eine erhoffte

Abkehr vom Kommerz und eine Konzentration

auf das Wesentliche der Spiele, nämlich den

Sport, ist damit wieder einmal gescheitert.

Doch auch davon abgesehen, war Sotschi von

den drei zur Wahl stehenden Städten die schlechteste

Wahl. Salzburg ist ein touristisch erfahrener

Ort mit einer entsprechenden Infrastruktur.

Bewerber Pyeongchang in Südkorea ist zwar bei

Updates

Das Jamaica Tourist Board wendet sich mit mit einer neuen

Website an das Fachpublikum. Interessierte finden auf der Seite

unter anderem Statistiken sowie weitere Informationen über den

Tourismus in englischer Sprache. www.jtbonline.org

Die australische Metropole Sydney ist um eine Attraktion reicher:

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Besucher können nun der ehemaligen Gefängnis-Insel Cockatoo

Island einen Besuch abstatten. Unter www.harbourtrust.gov.au

sind verschiedene Touren ab fünf Euro buchbar.

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Aktivurlauber, die die Azoren per pedes erkunden wollen, können

unter www.visitazores.org einen Wanderführer bestellen. Die

Autoren stellen in dem Heft 43 Touren vor.

Die mittelamerikanischen Länder präsentieren sich vom 11. bis

13. Oktober auf dem Centroamerica Travel Market. Die Tourismus-

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messe findet in diesem Jahr in San Rosé in Costa Rica statt. Weitere

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Informationen unter www.catm2007.com.

������������ Unter www.visitberlin.de �����������������������

können Interessierte nun Tickets für

������������� kulturelle Veranstaltungen �����������������������

in Berlin bestellen. Das Angebot gliedert

� sich in die Kategorien »Klassische ������������������

Konzerte«, »Oper«, »Revue &

Varieté«, »Theater« sowie »Rock und Pop«.

Urlauber, die sich für die Tierwelt Tasmaniens interessieren, können

dem Reservat Something Wild im Mount Field National Park einen

Besuch abstatten. Die Wildhüter kümmern sich dort auch um

verletzte und kranke Tiere, die später wieder in die Freiheit

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entlassen werden. Infos unter www.somethingwild.com.

Wolfram Marx, Redakteur

Schlechte Wahl

Europäern relativ unbekannt, aber in Südkorea

ein populärer Wintersportort, der wenigstens

einige Sportanlagen bereits vorweisen kann.

Ganz anders dagegen die Situation in Sotschi.

Dort ist noch keine einzige Sportstätte vorhanden,

aber dank des milliardenschweren Investitionsprogramms

Putins, dessen Sommerresidenz

in direkter Nachbarschaft liegt (ein Schelm, wer

Böses dabei denkt), werden sie bald entstehen.

Dabei wird auf Umweltbelange keine Rücksicht

genommen. Unter anderem liegen ein Großteil

der geplanten Sportstätten in einem Naturschutzgebiet

und einem Weltnaturerbe, das dann von

der Landkarte verschwinden wird. Ob dies dem

Tourismus zuträglich ist, ist mehr als fraglich.

w.marx@travel-one.net

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Mix DESTINATION

Mehr Fälle von

Dengue-Fieber

■ Reisende in Singapur sollten

derzeit unbedingt auf ausreichenden

Insektenschutz achten. Seit

Jahresanfang hat die National Environment

Agency rund 2.900

Fälle von Dengue-Fieber regis-

triert, mehr als doppelt so viele

wie im Vorjahr. Ende Juni wurde

mit 401 Fällen erstmals die »epidemische

Grenze« überschritten.

Das Dengue-Fieber wird von

Moskitos übertragen. Deren Ausbreitung

wird durch den Monsunregen

und warme Temperaturen

begünstigt. Auch in anderen

asiatischen Ländern wie Malaysia,

Vietnam, Kambodscha und

Thailand gibt es in diesem Jahr

überdurchschnittlich viele Fälle

von Dengue-Fieber.

www.dengue.gov.sg

i

Singapur hat eine Homepage

mit Infos über das Fieber eingerichtet

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11.7.2007 TRAVEL ONE 41


RELAX Schnäppchen für Touristiker

Nix wie

weg…

ZIEL & ZEIT LEISTUNG PREIS KONTAKT

Europa ■ Italien

bis 31.8.2007

Asien ■

15.8. bis 10.12.2007

Asien ■ Kambodscha

bis 30.11.2007

Naher Osten ■ Dubai

bis 31.8.2007

Naher Osten ■

bis 1.12.2007

Afrika ■ Mauritius

bis 31.10.2007

Europa ■

8.9.2007

Afrika ■ Südafrika

16.8.2007 bis 31.10.2007

Karibik ■ Jamaika

bis 20.12.2007

Flug nach Mailand, oneway

Flug nach Rom, oneway

Una-Hotels Mailand, DZ

Hotel Ritz-Regent, Rom, DZ

Flug nach Malaysia, Indonesien,

Vietnam, Thailand, Singapur,

Australien und Neuseeland

Viertägige Rundreise, Höhepunkt

Angkor Wat, ab Siem Reap, Frühstück

und Eintrittsgelder inklusive

Dubai-Jumeirah, Grosvenor House,

sechs Nächte, DZ/ÜF, ab FRA, MUC,

BER, Zuschlag für Begleitperson

Etihad Airways, Flüge von FRA/MUC

nach Dubai/Abu Dhabi

Eine Woche im Mövenpick Resort &

Spa Mauritius, DZ/HP,

Verlängerungstag

Kreuzfahrt mit der Delphin Voyager,

Bremerhaven-Palma, acht Nächte,

Innen- und Außenkabine

Johannesburg, Flug ab BER, FRA,

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80 Euro

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798 Euro

50 Euro

Neher Reisen

T. 069/82 36 34 02

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672 Euro Vacation at Sea

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42 TRAVEL ONE 11.7.2007


Programm vom 14.7. bis 20.7.

■ SAMSTAG, 14.7. l Mit dem Raddampfer elbaufwärts,

11:30 Uhr, NDR l Dalmatinische

Reise – Von Zadar zur Insel Brac, 15:40 Uhr,

3sat l Bilder einer Landschaft: Entlang der böhmischen

Elbe – Im Reich der Romantik, 16:10

Uhr, RBB l Wolkenlos: Sydney – Australiens

aufregendste Stadt, 17:00 Uhr, VOX l Voxtours:

Ecuador, 17:30 Uhr, VOX l Tore zur Welt (1/5):

Der Hafen von New York, 19:00 Uhr, ARTE.

■ SONNTAG, 15.7. l Weltreisen: Paris – Nachts

an der Seine, 06:45 Uhr, Phoenix l Erfurt, 9:30

Uhr, MDR l Entlang der Unstrut – Zu Burgen,

Elefanten und kühnen Fliegern, 11:15 Uhr, SWR

l Wunderschönes Andalusien, 13:45 Uhr, NDR l

Bergabenteuer auf Teneriffa – Über Lava und

Schnee, 14:40 Uhr, WDR l Tore zur Welt (5/5):

Der Hafen von Wladiwostok, 16:30 Uhr, MDR l

Die Everglades, 17:15 Uhr, SWR.

■ MONTAG, 16.7. l LexiTV: Australien, 7:35

Uhr, MDR l Vulkanland Eifel, 14:30 Uhr, NDR l

Mit dem Zug ans Ende Europas – Von Athen

nach Istanbul, 15:45 Uhr, 3sat l Algerien – Leben

in der Wüste, 21:00 Uhr, 3sat l Die Kamelkarawane

– Durch das Land der Massai, 21:30

Programm vom 21.7. bis 27.7.

■ SAMSTAG, 21.7. l Inseln: Giudecca, 11:40

Uhr, MDR l Weltreisen: Fernando de Noronha,

12:15 Uhr, NDR l Die Nordsee (1/2): Von Friesland

zu den Fjorden, 12:45 Uhr, NDR l Wahnsinn

am Watzmann, 14:00 Uhr, ZDF l Weltreisen:

New York, 16:00 Uhr, ARD l Von Freilassing

nach Salzburg, 16:10 Uhr, RBB l Wolkenlos:

Kuba, 17:00 Uhr, VOX l Ratgeber Recht:

Beschädigt? Flugreisen & Gepäck, 17:03 Uhr,

ARD l Voxtours: Südsee, 17:30 Uhr, VOX l Der

Hafen von Shanghai, 19:00 Uhr, ARTE l Florenz,

22:00 Uhr, MDR.

■ SONNTAG, 22.7. l Fromveur, 10:15 Uhr,

MDR l Mönchengladbach, 10:25 Uhr, WDR l

Inseln: Prinzeninseln, 12:00 Uhr, Hessen l

Death Valley, 13:00 Uhr, MDR l Ibiza, 13:55

Uhr, NDR l Heard Island, 14:40 Uhr, WDR l Rügen,

15:30 Uhr, SWR l Tokios Bahnsystem,

16:00 Uhr, 3sat l Totes Meer, 17:15 Uhr, SWR l

Göttingen, 20:15 Uhr, NDR l Niagarafälle,

20:15 Uhr, Phoenix l Masuren, 21:15 Uhr, 3sat.

■ MONTAG, 23.7. l Tauchtourismus am Roten

Meer, 13:15 Uhr, Phoenix l Paderborn, 14:30

Uhr, NDR l Hannover, 15:15 Uhr, Hessen l

Foto: Deilmann

HIGHLIGHT

Spiegel TV: Die neue Lust auf Meer –

Kreuzfahrernation Deutschland,

Freitag, 20.7., 22:00 Uhr, VOX.

Uhr, 3sat l Menschen und Hotels: Plaza, New

York, 23:00 Uhr, NDR.

■ DIENSTAG, 17.7. l Jungfernfahrt der Color

Fantasy – Ein Reeder-Traum wird Wirklichkeit,

9:00 Uhr, WDR l Chemnitz – eine Stadt gestern

und heute, 14:30 Uhr, NDR l Das Land um Arles

– Reisen durch den Süden Frankreichs, 15:15

Uhr, BR l Die Hochseeinsel Helgoland, 15:45

Uhr, 3sat.

Glückstadt an der Elbe, 16:30 Uhr, 3sat l Trolle,

Fjorde und ein Postschiff (1): Auf zu den Lofoten,

18:30 Uhr, Phoenix l Menschen und Hotels

(1): Grand Hotel Europa, St. Petersburg,

23:00 Uhr, NDR l Die Gilge, 23:45 Uhr, NDR l

Eine Reise durch Peru, 23:55 Uhr, Hessen.

■ DIENSTAG, 24.7. l Wie sicher sind die Urlaubsfähren?,

9:15 Uhr, Phoenix l MDR-Reisereportage:

Malta, 13:15 Uhr, MDR l Laos – Im

Reich der Tiger, 13:30 Uhr, Hessen l Weltreisen:

Veracruz, 14:30 Uhr, SWR l Der westliche Harz,

15:15 Uhr, Hessen l Inseln: Bornholm, 15:45

Uhr, 3sat l Reisewege: Portugals Pracht, 16:30

Uhr, 3sat l Trolle, Fjorde und ein Postschiff (2):

Jenseits des Nordkaps, 18:30 Uhr, Phoenix.

■ MITTWOCH, 25.7. l Weltreisen: Der Hudson-River,

13:00 Uhr, NDR l Von Gujarat nach

Bombay, 13:30 Uhr, Hessen l Das Wittekindsland,

14:30 Uhr, NDR l Achill Island, 15:15 Uhr,

BR l Hiddensee, 15:15 Uhr, Hessen l Weltreisen:

Die Jungferninseln, 15:45 Uhr, RBB l Die Millau-Brücke,

17:10 Uhr, n-tv l Brandenburger

Urstromtal, 20:15 Uhr, RBB l Die MS Voyager

of the Seas, 23:10 Uhr, n-tv.

TV-Tipps EXIT

■ MITTWOCH, 18.7. l Mülheim an der Ruhr

– Das grüne Tor zum Revier, 14:30 Uhr, NDR l

Abenteuer Australien – Ein Jahr am Ende der

Welt, 18:00 Uhr, Phoenix l Berlin Schöneberg,

20:15 Uhr, RBB l Berlin – Saigon: Dirk Sagers

Eisenbahnreise um die halbe Welt (3): Morgenröte

im Reich der Mitte, 20:15 Uhr, 3sat l Reisewege:

Luxemburg – Burgen, Banken, Bastionen,

21:00 Uhr, SWR.

■ DONNERSTAG, 19.7. l WunderWelten: Venedig

– Das Redentore-Fest., 13:05 Uhr, ARTE l

Nordseeinsel Föhr, 14:30 Uhr, NDR l Weltreisen:

New York, 14:30 Uhr, SWR l Der Linzgau am

Bodensee, 16:15 Uhr, RBB l Asiens Ströme –

Asiens Zauber (1/2): Der Mekong, 16:30 Uhr,

3sat l Lettland – Unterwegs im Baltikum, 20:15

Uhr, NDR l Berlin – Saigon: Dirk Sagers Eisenbahnreise

um die halbe Welt (4): Frühlingszauber

in Vietnam, 20:15 Uhr, 3sat.

■ FREITAG, 20.7. l LexiTV: Schweden, 7:50

Uhr, MDR l Bulgarien, 10:15 Uhr, 3sat l Weltreisen:

Karibische Träume, 11:00 Uhr, 3sat l

Cuxhaven, 14:30 Uhr, NDR l Im Tal der Loreley,

14:45 Uhr, 3sat l Spiegel TV Thema: Die

neue Lust auf Meer – Kreuzfahrernation

Deutschland, 22:00 Uhr, VOX l Anders reisen

durch den Jemen, 23:05 Uhr, ARTE.

■ DONNERSTAG, 26.7. l Masuren, 11:30 Uhr,

NDR l Mombasa, 13:15 Uhr, 3sat l Die Malabar-

Küste, 13:30 Uhr, Hessen l Helgoland, 14:30

Uhr, NDR l Gesichter Asiens, 14:30 Uhr, SWR l

Isles of Scilly, 15:15 Uhr, BR l Holsteinische

Schweiz, 15:15 Uhr, Hessen l Reutlingen, 16:15

Uhr, RBB l Masuren, 20:15 Uhr, NDR.

■ FREITAG, 27.7. l Von der Coromandel-Küste

nach Kalkutta, 13:30 Uhr, Hessen l Amrum,

14:30 Uhr, NDR l Güstrow, 15:15 Uhr, Hessen l

Kirgistan, 16:30 Uhr, 3sat l Der Walchensee,

17:15 Uhr, BR l Panama, 23:25 Uhr, ARTE.

HIGHLIGHT

Laos – Im Reich der Tiger, Dienstag,

24.7, 13:30 Uhr, Hessen.

11.7.2007 TRAVEL ONE 43

Foto: Stock.XCHNG


EXIT Community

Touristiker zaubern am Herd

Chefkoch Martin Heierling wirbt für LAS VEGAS als kulinarische Metropole

Kochen mit Martin Heierling (v.l.): Produktmanager Uli Edelmann (FTI) und Manfred Schreiber (Studiosus)

■ Kevin Keogh hätte sicher nicht

gedacht, dass er einmal einem renommierten

Koch zur Hand gehen

würde. Geduldig schneidet

der Marketing- und Vertriebschef

der Rewe-Baustein-Touristik Gur-

ke für Gurke in feine Streifen.

Claudia Marx, Nordamerika-Produktmanagerin

von Meier's Weltreisen,

tunkt unterdessen Korianderblätter

in Eiweiß. Und ein paar

Tage später, an einem anderen

Leijten leitet auch Franzosen

■ Dass Air France und KLM zusammengehören, wird nun auch in

Frankfurt deutlich sichtbar. Denn Hans Leijten, der in Deutschland

die Geschicke der niederländischen Fluggesellschaft lenkt, übernimmt

nun zusätzlich die Geschäftsführung von Air France. Zum

Team von Air France und KLM in Frankfurt gehören außerdem

Verkaufsleiter Frank Silvy sowie Anton van Dasler, der für das Marketing

verantwortlich ist.

Die Schaffung eines gemeinsamen

Managements, wie

sie bei der Fusion der beiden

Fluggesellschaften 2004 beschlossen

worden war, sei der

nächste logische Schritt gewesen,

meint Leijten. Klar, denn

in anderen Märkten ist dieser

Schritt bereits vollzogen.

Den scheidenden Deutschlandchef

von Air France,

Bernard Bazot, zieht es zurück

nach Frankreich. Er ist ab sofort

als Regional Manager der

Air-France-KLM-Direktor Leijten:

Logische Entwicklung

Foto: Air France

Region Rhône-Alpes, Auvergne

und Burgund für den weiteren

Ausbau des Drehkreuzes Lyon

zuständig.

Foto: E-Domizil

Ort, helfen die beiden Produktmanager

Uli Edelmann (FTI) und

Manfred Schreiber (Studiosus)

bei der Zubereitung der Vorspeise

– alles unter den Blicken von

Martin Heierling.

Der Chefkoch des Restaurants

Sensi im Hotel Bellagio in Las Vegas

stand in Frankfurt, Hamburg

und München am Herd und hatte

dabei Touristiker als Assistenten.

Vertreter von Veranstaltern, Airlines

und der Hotellerie kochten

unter Anleitung des 36-Jährigen,

der auf Einladung der Repräsentanz

von Las Vegas angereist war,

um seinen »Lehrlingen« eines zu

beweisen: Seine Wahl-Heimat, so

der gebürtige Mannheimer, gehört

zu den kulinarischen Metropolen

der Welt.

Vor sieben Jahren kam Heierling

in die USA und zählt seither

zu den Köchen, die den zahlreichen

All-you-can-eat-Buffets die

Gourmetküche entgegen setzen.

2004 wurde er Chefkoch des

Sensi, eines Restaurants, das über

eine 100 Quadratmeter große

Showküche verfügt.

Die Touristiker lernten nicht

nur die Kochkünste Heierlings

kennen. Unterstützung erhielt

der Mann aus Las Vegas von Sternekoch

Holger Stromberg. PEH

Neues Team für Ferienhäuser (v.l.): Dunker, Mayer und Scheidereiter

Dreier Wechsel zu E-Domizil

■ Berge & Meer laufen die Manager davon: Tim Dunker, Marcel

Mayer und Jens Scheidereiter haben dem Direktveranstalter den

Rücken gekehrt und sind gemeinsam in die Geschäftsleitung von Internet-Ferienhausvermittler

E-Domizil gewechselt. Im Mittelpunkt ihres

neuen Aufgabenfeldes soll der Aufbau »neuer vertikaler und horizontaler

Reiseportale in weiteren touristischen Marktsegmenten« stehen.

Der 35-jährige Dunker verantwortete als Geschäftsführer von Berge

& Meer Online den Auf- und Ausbau des E-Commerce-Geschäfts,

sein Kollege Mayer, 39, zeichnete bei der TUI-Tochter als Bereichsleiter

für das Marketing und den Eigenvertrieb verantwortlich. Der 33-jährige

Scheidereiter war beim Direktanbieter als Bereichsleiter für den touristischen

Einkauf zuständig.

44 TRAVEL ONE 11.7.2007

Foto: Las Vegas Convention & Visitors Authority


■ GIOVANNI ANTONIN

ist bei Alitalia als General

Manager für Deutschland,

Schweiz und Österreich

zuständig. Er folgt

Paolo Pausini, der künftig

das Frachtgeschäft der

Airline in Europa leitet.

Antonin arbeitete zuletzt

in der Alitalia-Zentrale in

Rom.

■ JULIA GRISSEMANN

gehört nun zum Vertriebsteam

von Tats. Sie ist

neue Außendienstmitarbeiterin

beim IT-Dienstleisters.

■ ARIODANTE VALERI

verstärkt als Managing

Director Commerce das

Team der italienischen

Reederei Grandi Navi

Veloci. Der 52-Jährige ist

für das Marketing, das

Passagier- und Frachtgeschäft

sowie für den

gesamten Service an

Bord verantwortlich.

■ SERDAR BALCIK,

Marketing Manager

Deutschland bei Turkish

Airlines, hat das Unternehmen

verlassen.

FEEDBACK redaktion@travel-one.net

ZEITVERSCHWENDUNG

Feedback, TRAVEL ONE 13, 27.6.2007

■ Haben unsere Reiseverkäufer/-berater nichts anderes

zu tun, als sich über irgendwelche nichtsnutzigen

Begriffe Gedanken zu machen? Wird so wenig

gebucht, dass man sich hiermit stundenlang

aufhält? In dieser Zeit hätte man noch Nicht-Bucher

akquirieren können. Das sichert wenigstens den

Arbeitsplatz. Meine Zeit ist begrenzt, also Tschüss!

Friedrich Koch, Reisebüro Koch

CHERRY-PICKING FUNKTIONIERT

Editorial, TRAVEL ONE 13, 27.6.2007

■ Den Weg, den die LCC Büros einschlagen wollen,

haben wir (jetzt wieder als Einzelbüro – davor

Holiday Land) bereits vor zwei Jahren gewählt und

festgestellt: Es funktioniert. Die Steuerung war einfacher,

als wir dachten. »Ungewollte« Produkte in

die hinteren Regale und die »gewollten« nach vorne.

Problem bei aller Steuerung: Die Mittelständler

können oft preislich mit den »Großen« nicht mithalten.

Aber auch hier gibt es Varianten. Wir können

nur jedem Büro raten, es mutig zu versuchen

■ CHRISTIAN BÖLL ist

neuer Geschäftsführer

Vertrieb & Marketing der

Arabella Hotel Holding

International sowie der

Arabella Starwood Hotels

& Resorts. Zuvor war

er Senior Vice President

für den Bereich Marketing

der Steigenberger

Hotels.

■ ANTHONY HAYES,

ehemaliger Deutschland-

Chef von Qantas, hat

kommissarisch die Position

des CEO von Tourism

Queensland übernommen.

Chairman ist Don

Morris.

■ VERENA NÜSSMANN

hat bei FTI als Produktmanagerin

angeheuert.

Sie verantwortet das

Asienprogramm des

Veranstalters. Bislang

kümmerte sich Dietmar

P. Schulz um diese Länder.

Er betreut künftig

Australien, Neuseeland

und die Südsee.

■ SVENJA FRICKE soll

als neue Marketingleiterin

beim Event-Veranstalter

Jollydays die

Markenentwicklung

vorantreiben.

– es klappt, trotz »Liebesentzug«. Die Darstellung

von LCC, sie hätten Thomas Cook aus dem Sortiment

verbannt, stimmt nach unseren LCC-Kontakten

so nicht. Es gab nur keinen Sonderbonus, sie

werden als »normale« Agenturen behandelt. Aber

die offizielle Verbannungsversion könnte Andere

zum Nachdenken zwingen.

Dietmar Schunack, Didos Reisebüro, Eltville

AUFRUF ZUM KAUFBOYKOTT

Feedback, TRAVEL ONE 12, 13.6.2007

KARRIEREN

■ Zum Leserbrief des Kollegen Charly Jung, Heuchelheimer

Reisewelt: Richtig Herr Kollege! Wir

meiden schon seit Jahren Plus, Aldi, Tchibo und

Konsorten, und das sollten möglichst viele in unserer

Reisebranche tun. Wir haben sogar an die Geschäftsleitungen

geschrieben, ob es wirklich sein

muss, dass diese auch Reisen verkaufen, und ob es

wirklich Gewinn abwirft. Außer dem Kaufboykott

könnten wir noch eins drauflegen: Bestellt bei Tchibo

und Schlecker im Internet auf Teufel komm

raus, und gebt das Eurem Postboten nach zwei Wochen

alles wieder zurück. So könnten wir sie in die

Knie zwingen. Manfred Schmid, Reisebüro Fortuna

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TRAVEL ONE

erscheint 14-tägig mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 37

gültig ab Januar 2007

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V. erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen.

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der DVV Media Group GmbH, Hamburg

11.7.2007 TRAVEL ONE 45


MENSCH Privat

■ Peter Schmidt, 41, Waage, ist Sales- und

Marketing Direktor Europa bei Sun Resorts,

einer mauritischen Hotelgruppe, die vier

Häuser auf der Urlaubsinsel im Indischen

Ozean besitzt. Schmidt kennt sich in der

Touristik bestens aus. Er tritt in die

Fußstapfen seiner Eltern, als er nach dem

Abitur, 1985, eine Lehre als Reiseverkehrskaufmann

beginnt. Danach arbeitet er am

Counter im Reisebüro Taunus. Ende der 80er

Jahre übernimmt Schmidt, der sich in seiner

Freizeit gerne mit Geschichte befasst, die

Geschäftsleitung von zwei Reisebüros in Bad

Nauheim und Bad Homburg.

Mitte der 90er zieht es ihn als Sales Manager

zum Veranstalter Sonnenexpress Reisen.

1998 heuert er bei Sun International an.

Zuletzt leitet der 41-Jährige den Sales-Bereich

bei One & Only Resorts, bevor er in diesem

Jahr die Repräsentanz von Sun Resorts in

Frankfurt übernimmt und von dort aus den

deutschsprachigen Raum sowie die

skandinavischen und osteuropäischen Märkte

inklusive Russland betreut.

Sun-Resorts-Manager

Peter Schmidt

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Ich denke, die Gene. Meine Eltern hatten zwei Reisebüros, und ich habe die Branche

von Kindesbeinen an mitbekommen.

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Ich habe immer zwischen Zirkus- und Hoteldirektor geschwankt. Heute sehe ich da

gewisse Parallelen.

■ Ihr Traumurlaub?

Inselhüpfen im Indischen Ozean.

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Wandern auf Reunion, Schnorcheln auf den Komoren, Naturbeobachtung auf

Madagaskar und Entspannen auf Mauritius.

■ Drei Dinge, die Sie mitnehmen?

Gute Schuhe, meine Schnorchelausrüstung, Regenjacke.

■ Was lesen Sie gerade?

»Ich bin dann mal weg« von Hape Kerkeling.

■ Wo möchten Sie gerne leben?

Auf der griechischen Insel Zakynthos.

■ Wie schalten Sie ab?

Beim Ringkampf mit meinen Töchtern.

■ Was ärgert Sie?

Egoismus gepaart mit Inkompetenz.

■ Worüber können Sie lachen?

Über die skurrilen Dinge des Alltags.

■ Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Für die Ausbildung meiner Töchter Sina-Aline und Saskia.

■ Was würden Sie gerne können?

Saxophon spielen.

■ Wen bewundern Sie?

Meine Frau Anja für ihre Gradlinigkeit.

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46 TRAVEL ONE 11.7.2007


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