Prozessoptimierung - Mediaplanet

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6 · august 2011 Eine Themenzeitung von MediaplanetinspirationFrage: Wie wurde das erste Notebook erfunden?Antwort: Angefangen hat alles im Jahre 1978 beim Wettbewerb«Schweizer Jugend forscht»...2TippvOrhandeneSystemenutzenInnovation findetheute nicht mehr imAlleingang stattInnovationenZürichUrs Hunziker (50) gilt als Miterfinderdes Notebooks. Zwar wurde das Gerätnicht bis zur Marktreife entwickelt.Aber seine Erfindung ist damals in über40 Publikationen erwähnt worden. Hinzukamen Fernsehauftritte und zahlreicheMedienevents.Das erste Notebook«Ich hatte beim Wettbewerb von 1978 einenweiteren Wettbewerbsteilnehmerkennen gelernt. Walter Gygli und ichhatten beide eine Reise nach Paris gewonnenund dabei an der Idee zu einemGerät herumphantasiert, das in denGrundzügen dem heutigen Notebookentsprach. Also Computer, Tastatur,Bildschirm, Batteriebetrieb, mobil undeine maximale Grösse von A4», blicktHunziker zurück. Eine Idee, die sich damalsnicht realisieren liess. Der Zufallwollte es, dass sich die beiden Tüftleram ersten Studientag an der ETH Zürichwieder begegneten, vier Jahre zusammenElektrotechnik studiertenund während dieser Zeit die seinerzeitigeIdee wieder aufgriffen: «So entwickeltenwir während des Studiums daserste Notebook.» Damals kannte mandiesen Begriff noch nicht. Urs Hunzikerund Walter Gygli nannten ihr Gerätpragmatisch «A4», da dessen Grösse exakteinem A4-Blatt entsprach.Urs Hunziker,Miterfinder des Notebooks«Innovation ist daspositive Ergebnisaus Kreativität,Technologie undMarketing.»Studienabschluss ist wichtigerWeshalb wurde die Idee nicht bis zurMarktreife entwickelt? Hunzikerbraucht nicht lange nachzudenken.«Als Studenten hatten wir weder dieZeit noch die Mittel, um ein derart grossesProjekt selber zu realisieren», sagter. Die Medien griffen das Thema aberauf, und ein Schweizer Unternehmenzeigte sich interessiert. «Wir hatten bereitsdie Vorbereitung für die Produktionan die Hand genommen und ein Gehäusemustererstellt. Für den eigentlichenStartschuss fehlte der Firma aberletztlich der unternehmerische Mut»,erinnert sich Urs Hunziker. Zuvor wurdenauch Kooperationen mit weiterenmöglichen Geschäftspartnern angestrebt.Insbesondere der Bereich Zusatzfunktionenwar damals bereits erschlossen.Die Wandelbarkeit des «A4»zum Tischcomputer gilt nach wie vorals Vorläufer der heutigen Dockingstations.Diese Eigenschaft, so Hunziker,sei für einige europäische Hersteller imBereich Messwerterfassung sehr interessantgewesen. 1984 lag auch die Einladungeiner Firma aus Fernost vor: «Diewollten uns mit ins Boot holen. Wir hättenallerdings für zwei Jahre in den fernenOsten zügeln müssen, um die Produktionaufzubauen. Zu diesem Zeitpunktwar uns der Studienabschlusswichtiger, und wir haben das Angebotabgelehnt.»Eigene Firma gegründetEnde der 80er-Jahre hat Toshiba einProdukt auf dem Markt lanciert undmarketingmässig den Begriff Notebookeingeführt. Hunziker und Gygli warenan dieser Entwicklung nicht direkt mitbeteiligt.«Unsere Erfindung wurde aberin zahlreichen Publikationen erwähnt.Hinzu kamen TV-Auftritte und weitereMedienevents», erinnert sich Hunziker,der zusammen mit Walter Gygli 1985 eineeigene Firma gründete. Die Bestätigungdurch die vielen positiven Feedbackshatte den beiden Mut gemacht.1987 hat Hunziker das Unternehmenvollständig übernommen. Nach anfänglichtraditionellen EntwicklungsundProzessoptimierungsaufträgen hater sich mehr und mehr auf die Innovations-und Technologieberatung fokussiert.Vor gut zehn Jahren war Hunzikerzudem Gründungsmitglied des TechnologiezentrumsLinth.Immer kürzere VorlaufzeitenMittlerweile würden sehr viele neueTechnologien bereitstehen und auf denMarkt drängen, sagt Hunziker: «Ichglaube nicht, dass sich heute eine nachhaltigeInnovation nur auf der Basis einerTechnologie im Markt durchsetzt.»Der wirtschaftliche Erfolg einer Novitäthänge von immer mehr Einflussfaktorenab. Gerade für kleinere undmittlere Unternehmen sei es zu einerechten Herausforderung geworden, innerhalbder immer kürzeren Vorlaufzeitenund der immer kostenintensiverenEntwicklungen ein nachhaltigesProduktesortiment anzubieten. «Heutegilt es, in einem Betrieb den Prozessder kontinuierlichen Innovation zu implementieren,denn Innovation ist daspositive Ergebnis aus Kreativität, Technologieund Markterfolg.» Hunziker istheute Teil eines Netzwerkes, das KMU-Betrieben hilft, sich den Herausforderungenzu stellen. «Innovation findetheute nicht mehr im Alleingang statt»,sagt er. Sein rückwertiges Netzwerkumfasst über 200 Spezialisten aus denunterschiedlichsten Bereichen. SeineKunden haben so Zugang zu einer Füllevon Wissen und Kompetenzen, die siesich im Alleingang aus Kostengründennie aufbauen könnten.christian lanzredaktion.ch@mediaplanet.com

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