Download - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

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Bericht Bernauer ErfahrungenBERNAUER ERFAHRUNGENArbeit in der OG 49 wird auf breite Schultern verteiltVisitenkarte: Die Ortsgruppe 49,Bernau-Blumenhag hat derzeit 153Mitglieder. Der Altersdurchschnittliegt etwas über 75 Jahre. 41 Mitgliedersind über 70, 35 Mitgliederüber 80 und sechs Mitglieder über90 Jahre alt.Vorsitzender der Ortsgruppe istHorst Bolle. Er ist zu gleich Mitglieddes Kreisvorstandes derVolkssolidarität Barnim e.V. DerVorstand setzt sich aus 10 Mitgliedernzusammen. StellvertretendeVorsitzende ist Helga Bolle undHauptkassiererin Marlies Steudel.Arbeitsweise: Gearbeitet wird nacheinem Jahresplan. Die in ihm enthaltenenVorhaben sind nicht amgrünen Tisch von den Vorstandsmitgliedernzu Papier gebrachtworden, sondern das Ergebniseiner schriftlichen Umfrage. Aufeinem vom VorstandsmitgliedRoswitha Blaser-Rudolph erarbeitetenVordruck hatte der Vorstanddarum gebeten folgende Fragenzu beantworten: 1. Welche Themenfür Vortragsreihen oder Beratungensind interessant? Als Stichpunktewaren Gesundheit undHorst BolleRechtsfragen angegeben.2. Welche „kleinen Kulturprogramme“könnten im Club 23stattfinden? Als Stichpunkte warenhumorvolle Programme, Musikprogramme,Filmvorführungenund Tanz angegeben.3. Welche Fahrten, Besichtigungenoder Wanderungen werden gewünscht?Eine weitere Frage bezog sich aufdie Durchführung von Kulturveranstaltungenim größerenRahmen (z.B. Weihnachts– und4


Frauentagsfeier) in der StadthalleBernau. Um diese mit niveauvollenProgrammen durchführen zu können,müsse von den Mitgliedernein finanzieller Beitrag geleistetwerden. Zwischen drei, fünf undzehn Euro konnten die Mitgliederwählen. „Die meisten haben sichfür die goldene Mitte, also fünfEuro, entschieden“, freut sich HorstBolle. „Vorschläge für die Bereicherungdes Gruppenlebens sindaber nicht in dem Umfang gekommen,wie es sich der Vorstand gewünschthat“, schränkt der Ortsgruppenvorsitzendeein. Trotzdemhabe man einen Arbeitsplan zusammenbekommen,mit demden Wünschen vieler Mitgliederentsprochen werden kann. Mehrfachwar geäußert worden, nichtso viele Vorträge, sondern mehrGeselligkeit und mehr Tagesfahrtenanzubieten. „Wir habenversucht, bei den Vorhaben fürdas Jahr 2013 eine gute Mischungzu finden“, versichert Horst Bolle.Vorhaben: Für Stimmung warzum Beispiel bei der Faschingsveranstaltungmit „Hessen DJ“aus Wandlitz im Club 23 gesorgt.Bei der Frauentagsveranstaltungin der Stadthalle gab es nebenMusik eine Einlage des Duos„SCHoBERO“ - ein ProgrammVolkssolidarität im Barnim 1/13Im Gespräch (v.l.): Roswitha Blaser-Rudolph, Irene Reck, MarliesSteudel, Horst Bolle, Helga Bolle und Ursula Grochowski. Fotos: EK5


Bericht Listensammlung 2013mit Tieren.Im April gibt es im Club 23 einFrühlingsprogramm zu Osternmit dem Frauenchor Zepernickund einen unterhaltsamen Nachmittagmit der Tochter HeinzQuermanns unter dem Motto„Erinnerungen an meinen Vater- Heinz Quermann“.Für Mai ist eine Fahrt zumSchiffshebewerk Niederfinow geplant.Im Juni stehen Informationenüber die Neugestaltung des„Regine-Hildebrand-Seniorenheims“auf dem Programm.Ein Spielenachmittag und ein Gedächtnistrainingim Club 23 rundendas Angebot im 1. Halbjahrab.Ergebnisse: Im Jahr 2012 wurdenin sieben Vorstandssitzungenüber den Stand der Umsetzungdes Arbeitsplanes beraten, Aufgabenkonkretisiert und Verantwortlichkeitenfestgelegt. Nachvierjähriger Tätigkeit als Vorsitzendemusste Ursula Grochowskischweren Herzens aus gesundheitlichenGründen dieses Amtaufgeben. Als Vorstandsmitgliedbleibt sie aber der Gruppe erhaltenund wird sich weiter in dieGruppenarbeit einbringen.Neuer Vorsitzender ist Horst Bolle,und dessen Ehefrau Helgafungiert als Stellvertreterin.Aber nicht nur der Vorstand,sondern auch viele Gruppenmitgliedersind zuverlässige Aktivposten.Beispiele dafür sind: Verbindungzu den Seniorenheimenhalten Frau Penz, Frau Natho,Herr Kühn, Frau Maeß, Frau Grochowski,Frau Szyszka, Frau Reckund Frau Rosenbaum; zu denUnterstützern der Ukraine-Hilfein Lobetal zählen Frau Dr. Berg,Frau Penz und Frau Warsinecke;an den Veranstaltungen der Kita„Melodie“ bzw. der Robinsonschulenahmen Frau Standfuß,Frau und Herr Kühn und FamilieBolle teil; Frau Dittmer leitet dieTanzgruppe und hat sie auch außerhalbdes Kreises bekannt gemacht.Durch die breite Einbeziehungder Gruppenmitglieder machtdie Arbeit Spaß, sind sich dieVorstandsmitglieder einig. Undso könne man auch im Bestreben,neue und jüngere Mitglieder zugewinnen, auf sich aufmerksammachen.EK6


Listensammlung der Volkssolidaritätvom 1. März bis 30. April 2013Auch in diesem Jahr führt die Volkssolidarität ihre traditionelle Listensammlungdurch. Sie beginnt am 1. März und endet am 30. April. Die Aktion hat bereits seit 1947Tradition - unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ sammeln Ehrenamtliche fürsoziale Projekte der Region, die sonst nicht zu finanzieren wären.2013 möchten wir mit Ihrer Spende u.a. unsere Tagesstätte für chronisch psychischkranke Menschen in Eberswalde neu ausstatten sowie die Sozialberatung, Rentensprechstundeund ehrenamtliche Arbeit in unseren sechs Treffs unterstützen.Ein weiterer Teil der gesammelten Spenden fließt 2013 in den Erhalt der Angeboteunserer musisch geprägten Kita „Melodie“ in Bernau-Süd zur Absicherung der einzigartigenMusikorientierung, und in den Ausbau der Angebote in unserem Altenhilfe-und Begegnungszentrum Bernau-Süd. Auch verbleibt ein Teil der Spenden in denOrtsgruppen zur Ermöglichung ihrer sozialen Aufgaben im Wohngebiet.Volkssolidarität im Barnim 1/13Die Kreisgeschäftsstelle der Volkssolidarität weist darauf hin, dass sich alle ehrenamtlichenSammler, die vom 1. März bis 30. April zu den Bürgern ins Haus kommen,mit einem entsprechendenSammelausweis legitimierenkönnen. Zudem sind dieSammellisten fortlaufendnummeriert.Wer nicht durch die ehrenamtlichenSammler erreichtwird, kann auch das folgendeSpendenkonto nutzen(Kennwort: Listensammlungder Volkssolidarität 2012):DBKBLZ: 120 300 00Konto-Nr. 53 53 85Wir bedanken uns herzlichbei allen Spendern, jedeSpende ist willkommen.Informationen unter:VolkssolidaritätBarnim e.V.KreisgeschäftsstelleTel. 03334 – 63 98 8 - 07


kommenen Glück fehlten die Kinder.Katharina Michaelis und ihrMann haben sich nicht unterkriegenlassen. Sie haben alle Anstrengungenunternommen, um einKind zu adoptieren. Und es gelangihnen schließlich, im Jahre 1967 einfünfjähriges Mädchen bei sich aufzunehmen.„Das war ja erst einmalein Jahr Pflegezeit“, erinnert sichFrau Michaelis, die selbst ein Pflegekindwar. „Als die kleine Margotdann aber ganz zu uns gehörteund eingeschult wurde, bin ich füreinige Zeit zu Hause geblieben.“Katharina Michaelis hatte Damenschneideringelernt. „Bei ObermeisterinLuise Möbius in der Schicklerstraßein Eberswalde“, sagt sievoller Stolz. Bei ihrer Lehrmeisterinhat sie dann noch drei Jahrelang gearbeitet. Insgesamt war sierund 60 Jahre in ihrem Beruf tätig,von 1948 bis 2008. „Ganz gelassenhabe ich es bis heute nicht.“Überall die ÄltesteMittlerweile hat Katharina Michaeliszwei Enkel, einen Jungen,der schon 22 Jahre alt ist, und eindreizehnjähriges Mädchen. Mutter,Tochter und die beiden Enkeltreffen sich regelmäßig. Zu den Geburtstagen,zu Weihnachten undbestimmt auch wieder zu Ostern.Seit 23 Jahren ist sie Witwe. Nachdem Tod ihres Mannes beganneine schwere Zeit. Doch bald öffnetensich Wege, um das Alleinseinzu überwinden. „Herr Priebe vonder Ortsgruppe Westend 5 hatte michdamals angesprochen, doch einfach malbei der Volkssolidarität vorbeizuschauen.Ich habe die Einladung gern angenommen.Und ich bin dabei geblieben.“Frau Michaelis erzählt beinaheohne Luft zu holen. Ich habe Probleme,mir alles zu notieren. Da istdie Rede vom Sport in einer Gruppebei Werner Schwarzlose. Dabeischaut sie auf die Uhr, denn gleichnach unserem Gespräch muss siewieder in die Halle. „Da bin ichdie Älteste.“ Und da ist die alljährlicheHerbstwanderung in Lunow.„Auch da bin ich die Älteste!“ Oderda sind die Radtouren mit einigenFreunden. Bis zu 40 km! Natürlichist sie auch da die Älteste! Eine derÄltesten war Katharina Michaelissicher auch im Januar bei der traditionellenKohl-und Pinkel-Partyim Haus Schwärzetal. „Freunde hattenmich mitgenommen. Aber natürlichwar ich zuvor bei der winterlichenWanderung auch dabei. Das gehörtschon dazu, sonst kann man ja nichtsessen.“ Garantiert gehört sie auchVolkssolidarität im Barnim 1/139


Bericht Kreatives Gestalten mit Obt unf GemüseKREATIVES GESTALTEN MITOBST UND GEMÜSEDamit auch das Auge beim Essen auf seine Kosten kommtEs war im Oktober 2012, als sichzehn Frauen zum kreativen Gestaltenmit Obst und Gemüse inunserer Begegnungsstätte in Bernau-Südeinfanden. „Das Auge isstmit“, war mein Thema.Bananen, Äpfel, Paprika, Tomaten,Broccoli, Gurke und einiges„Struppzeug“, das ich auf demWeg zur Sonnenallee von denSträuchern unserer Grünanlagenabzwackte, zierten die Mitte unseresTisches.„Und daraus sollen wir etwasgestalten?“, stellte nicht nur eineDame der Anwesenden als Frage.Aber genau das war die Aufgabe.Als Anleitung und Ideengeberbrachte ich drei Bögen Papier mitFotos von Schülerarbeiten undmeinen eigenen Kreationen mit.Ich war gespannt auf die „kreativenKöpfe“ von heute, schließlichhat ja jeder Mensch eigene Ideenund jedes Mal gibt es auch andere„Zutaten“.Mit großem Eifer waren die zehn Frauen in derBegegnungsstätte Bernau-Süd bei der Sache. Fotos: Brigitte Albrecht12


Aus Obst und Gemüse entstandauch diese lustige Fratze.Anfangs taten sich die Gemüteretwas schwer mit dem Umsetzen.Aber je lustiger die Kreationen aussahen,desto mehr sprangen dieIdeen von einem Kopf zum anderenüber. Ich saß nur daneben undbeobachtete die Frauen; selbst dasallein war schon amüsierend.Nach etwa einer Stunde gab eseinen „Broccoli-Mann“, der lustig(oder listig?) drein schaute,einen Apfel als „Leuchter“, einenanderen Apfel als Kopf mit roterMütze aus Tomate und einer Studentenblumeals gelbe „Feder“am Hut, eine „Tomatenfratze“ miteinem Kopftuch aus Wirsing odereinfach nur lustige Zusammenstellungenvon Obst, Gemüse undDeko aus Herbstpflanzen. Weil jederTeller anders aussah, habe ichzum Schluss – vor dem Verzehr –,jeweils ein Foto geschossen. DieReste wanderten in unsere Kochtöpfe.Und kurz danach ziertendiese lustigen Fotos die Wände unserer„guten Stube“ in der Begegnungsstätte.Brigitte AlbrechtVolkssolidarität im Barnim 1/13ImMER DIENSTAGS IM „BAHNHOFSTREFF“Der neue „Bahnhofstreff“ in Finow, Bahnhofstraße 32, lädt einmal imMonat immer dienstags zum Tanzcafé. Die nächsten Termine sindder 19. März, 09. April, 14. Mai, 04. Juni, 03. September, 08. Oktoberund 05. November. Beginn ist jeweils 14.00 Uhr.Am 07. Mai 2013, 14.00 Uhr „Muttertagskonzert“im Bahnhofstreff Finow.Die im gleichen Objekt ansässige ehrenamtliche Bibliothek Finowverzeichnet bereits 100 begeisterte Leser und erwartet auch Sie mitAngeboten aus Belletristik, Reise- und Kinderliteratur.Infos unter „Bahnhofstreff“ Finow: Tel. 03334-38358613


Bericht Buchlesung kam anZu den Ausgezeichneten gehörte auch Roswitha Markert (re.)„VELTENER TELLER“ VERLIEHENEhrung auch für Roswitha Markert aus unserem KreisverbandAm Tag des Ehrenamts 2012 verliehBrandenburgs SozialministerGünter Baaske in Potsdam an neunverdienstvolle Seniorinnen undSenioren den „Veltener Teller”. Zuden Ausgezeichneten gehören dreiMitglieder unseres VS Landesverbandes.Darunter auch RoswithaMarkert aus unserem Kreisverband.Roswitha Markert ist seit1986 vor allem in der Sozialarbeitder Volkssolidarität aktiv, vorsitzdendeeiner OG, seit vielen Jahrengehört sie dem Seniorenbeirat derStadt Eberswalde an sowie auchdem Vorstand der Alzheimer-GesellschaftBrandenburg. Diese Auszeichnunggeht auf Brandenburgserste Sozialministerin Regine Hildebrandtzurück und wurde zum18. Mal verliehen. Wie der Ministerin seiner Würdigung betonte, sei esbesonders schön, „dass sich immermehr ältere Menschen selbstlos fürdie Interessen ihrer Mitmenscheneinsetzen.“ Die Geehrten repräsentiertenstellvertretend diesesEngagement in Brandenburg, soBaaske.(Quelle: Webseite LV der VS.)14


GESCHICHTEN KAMEN ANBuchlesung in den Finowkanalterrassen in EberswaldeDie Eberswalder Geschichte(n)-schreiber stellten in der Ortsgruppe71 der Volkssolidarität in denFinowkanalterrassen die neueAusgabe (Heft 5) ihrer Reihe „Gesternund Heute für Morgen“vor. Gerhard Falckenberg las eineunterhaltsame Geschichte (EinNackedei zum Anfassen) des Bewohnersdes Hauses, Horst Ewald(89), der aus gesundheitlichenGründen nicht selbst teilnehmenkonnte, vor. Anschließend gab erdann seine eigene in dem Büchleinveröffentlichte zum Besten. BeideGeschichten entlockten der interessiertenZuhörerschar ein Schmunzelnund sie gaben Anlass zu regenGesprächen.Als Resümeé kamen alle Anwesendenzu dem Schluss, solcheLesungen in diesem Haus zu wiederholen.Dadurch können sich dieGeschichte(n)schreiber präsentierenund auch Leute zum Schreibenanregen.Text und Foto: Gerd WiesnerVolkssolidarität im Barnim 1/13Wolfgang Bretzke und Ingrid Miezner (von links) hörten Gerhard Falckenberg beimVorlesen aus seiner veröffentlichten Geschichte aufmerksam zu.15


Bericht Scherztombola fand AnklangSCHERZTOMBOLA FAND ANKLANGLustige Wortspiele um anscheinend wertvolle GeschenkeAls die OG 71, FinowkanalterrassenEberswalde, das vierte Jahrihres Bestehens feierte, stand alsÜberraschung auch eine Tombolamit Scherzartikeln auf dem Programm.Da diese für viel Vergnügensorgte, möchte ich etwas näherdarauf eingehen und sie zur Nachahmungempfehlen.Unser Mitglied Inge Naumannhatte die Idee als Überraschung fürunsere Fete in die Tat umgesetzt.Als nummerierte Lose verwendetesie Blätter eines Abreißkalenders,die auf der Rückseite humorvolleSprüche und Witze enthielten. Diemeiste Zeit und Überlegung aberbenötigte sie für die Beschaffungder lustigen Gewinne. Sie hat vielekleine Aufmerksamkeiten ohnenennenswerten finanziellen Aufwandbeschafft, die sie mit Titelnversah, die Spannung und Erwartungerzeugten.Um die Spannung zu erhöhen,wurde angekündigt: „Jedes Los,jede Nummer gewinnt“. Jedes Losgewinnt, war schon ungewöhnlich,aber Gewinne für die ganzeGesellschaft? Da stieg schon dieErwartung. Im Laufe des Nachmittagskonnte jeder ein Los ziehen.Dann kam endlich die Auflösungder Tombola. Eine kleine Auswahlund Beispiele von Gewinnen willich hier verraten. „Wer hat dieNummer 5?“ Eine Dame meldetesich und bekam unter GelächterBlätter eines Abreißkalenders dienten als nummerierteLose. Sie waren schnell vergriffen. Fotos: E. Keil16


Bericht Freude über Spenden aus den OrtsgruppenFREUDE ÜBER SPENDENAUS DEN ORTSGRUPPENÜbergabe zur Weihnachtsfeier war eine echte ÜberraschungTraditionsgemäß zeigten sich auchin der Vorweihnachtszeit des vergangenenJahres die EberswalderOrtsgruppen der Volkssolidaritätwieder spendenfreudig. 985 Eurokamen zusammen, und diesmalsollte das Geld einer eigenen Einrichtungzugutekommen. So hattees Kerstin Maier, Geschäftsführerinder Volkssolidarität Barnime.V., während einer Beratung mitden Ortsgruppenvorsitzenden an-gekündigt. Die Spendensummesei von der Geschäftsführung auf1000 Euro aufgerundet wordenund solle im Kinderheimverbundfür die Anschaffung mobiler PC-Technik verwendet werden.Noch vor Weihnachten übergabKerstin Maier gemeinsammit Winfried Bohn, stellvertretenderVorsitzender unseres Kreisverbandes,einen symbolischenScheck an Veronika Arndt, Lei-Als Dank für den Scheck erhielten Kerstin Maier (re.) und Winfried Bohnvon Veronika Arndt (li.) ein selbst gestaltetes Bild.18


Bericht Gemeinsam mit EinsamenGEMEINSAM MIT EINSAMENAlleinstehende verlebten abwechslungsreiche StundenBereits Tradition hat die Weihnachtsfeierder VolkssolidaritätBarnim für Einsame und Alleinstehendeam Heiligen Abend, dennWeihnachten macht Einsame nocheinsamer. Für diejenigen, die alleinstehendsind, bei denen Weihnachtenzu Hause schwierig oder langweiligist, für die, die den Bezug zuWeihnachten schon fast verlorenhaben, bietet die Volkssolidaritäteinen unterhaltsamen Nachmittagmit gemeinsamen Mittagessen,einem kleinen unterhaltsamenProgramm und abschließend dannnoch eine Kaffeetafel mit weihnachtlichemGebäck. Auch schonzur Tradition geworden ist, dassunser Bürgermeister FriedhelmBoginski aufmunternde Worte andie Anwesenden richtet, nachdemdie Kreisvorsitzende Gerda Fischerdie Veranstaltung eröffnet hatte.Weihnachtliche Musik bot denüber 50 Gästen der Bläserchor derevangelischen KirchengemeindeEberswalde mit bekannten Weihnachtsliedern,die zum MitsingenMaren und Martina hatten für ihre musikalische Umrahmung alsVerstärkung die kleine Merit mitgebracht.20


Bericht Zum zweiten Mal zusammen gefeiertNach der gelungenen Faschingsveranstaltungder Tagespflegeund der Ortsgruppe 65 Eberswaldegab es auch eine gemeinsameWeihnachtsfeier im Hausam Richterplatz. Viele fleißigeHelfer hatten das Atrium in einengroßen Festsaal verwandelt.Nach der Begrüßung durch dieOrtsgruppenvorsitzende KerstinMaier gab es Kaffee und Kuchen.Dann boten Mädchen und Jungenaus der Kindertagesstätte„Regenbogen“ ein weihnachtlichesProgramm. Danach kamder Weihnachtsmann. Bevor erjedem einzelnen ein Geschenküberreichte, musste der eine oderandere ein Gedicht vortragenoder ein Lied singen. Noch einmalfür Stimmung sorgte danneine Akkordeongruppe der MusikschuleEberswalde. EKfallen gefunden hat und deshalbauch jedes Jahr wiederkommt.Er ist auch dankbar für den Fahrdienst,denn „ich bin nicht mehrso gut zu Fuß“, meint er. Eingroßes Dankeschön galt allenHelfern, die trotz eigener Familienden Nachmittag des 24. Dezemberfür diesen PersonenkreisZeit übrig hatten, den Menschenwenigstens einige Stunden amHeiligen Abend Freude und Entspannungzu bieten.Text und Fotos: Gerd WiesnerWieder ZUSAMMEN GEFEIERTSozialstation und Tagespflege in großer RundeBevor es ein Geschenk vom Weihnachtsmanngab, musste ein Gedichtvorgetragen werden.22


Volkssolidarität im Barnim 1/13Ehrung zur Weihnachtsfeier: Kerstin Maier überreicht Ruth Schwarz eineUrkunde für langjährige Mitgliedschaft in der Volkssolidarität.Mädchen und Jungen aus der Kita „Regenbogen“boten ein vorweihnachtliches Programm. Fotos: E. Keil23


Unsere SponsorenDie gemeinsame Feier begann mit einem Mittagessen, das liebevollzubereitet worden war und allen mundete. Foto: privatEIN PAAR SCHÖNE STUNDENDrei Eberswalder Ortsgruppen feierten im „Wilden Eber“Die Ortsgruppen 14, 15, und 17Eberswalde feierten wieder traditionsgemäßdas Weihnachtsfestim Restaurant „Wilder Eber“.Alles war weihnachtlich vorbereitet.Das Mittagessen sowieder selbstgebackene Kuchen derChefin Silke Panzlaff schmecktenvorzüglich, dafür ein herzlichesDankeschön.Auch die Kultur kam nicht zukurz. „Der Mann mit dem Fagott“-Jörn Behrsing aus Berlinwar zu Gast und erfreute unsSenioren mit einem schönenmusikalischen Weihnachtsprogramm.Alle Mitglieder warenvon der Weihnachtsfeier begeistertund dankten Frau Prägerfür die gute Organisation.Vorstand der OG 15Altstadt EberswaldeDANK AN HELFERZum Jahresende fanden in nahezuallen Ortsgruppen festlicheZusammenkünfte statt. Daranhaben viele freiwillige Helfermitgewirkt. Kreisvorstand undGeschäftsführung der VolkssolidaritätBarnim e.V. bedanken sichdafür recht herzlich.24


REGELMÄSSIGE UNTERSTÜTZUNGSCHAFFT SICHERES FUNDAMENTEine Reihe von regionalen Unternehmen unterstützt die Arbeit derVolkssolidarität Barnim e.V. mit einer monatlichen Geldspende.Dies ermöglicht die Etablierung und Fortführung von Leistungenund Maßnahmen, die ohne die regelmäßigen Zuwendungen nichtmöglich wären. Für diese kontinuierliche Unterstützung sei unserenSponsoren an dieser Stelle herzlich gedankt!Volkssolidarität im Barnim 1/13SPONSOREN DER VOLKSSOLIDAR ITÄT BARNIM:Westend-Apotheke Eberswalde Tel. 03334-22 422Heegermühler Straße 15a, 16225 EberswaldeSanitätshaus Koeppe Tel. 03334-35 42 06Frankfurter Allee 51, 16227 EberswaldeTZMO Deutschland GmbH Tel. 03337-45 13 29-0Waldstraße 2, 16359 BiesenthalBestattungshaus Sylvia Pöschel Tel. 03334-25 350Friedrich-Ebert/Ecke Kirchstraße 24, 16225 EberswaldeGillert Medizintechnik e.K. Tel. 03334-21 24 29Hausberg 14, 16225 EberswaldeMalerfachbetrieb Adams Tel. 03334-35 20 37Heinrich-Rau-Straße 14, 16227 EberswaldePhysiotherapie Brehmer & Hadamietz Tel. 03338-60 41 60Im Büroturm Bernau, Börnicker Chaussee 1, 16321 BernauGebäudereinigung Platz GmbH Tel. 03334-25 27-0Heegermühler Straße. 64, 16225 EberswaldeSteinmetzbetrieb Thieme Tel. 03334-22 582Breite Straße 15-16, 16225 EberswaldeSana Vetus Gesundheitsforum Tel. 033638-89 47 89Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 13, 15562 Rüdersdorf25


ServiceServicebereicheim Kreisverband Barnim e.V.Schneiderstraße 19 · 16225 EberswaldeTelefon: 03334 639880 · Fax: 03334 639885E-Mail: barnim@volkssolidaritaet.deInternet: www.volkssolidaritaet.de/cms/barnimAmbulante Pflegedienste | Hauswirtschaftspflege | Hausnotruf:Bereich Eberswalde: Frau Dana von Wilucki · 03334 22468Bereich Oderberg: Frau Nicole Hermoneit · 033369 241Tagespflege-Einrichtungen Eberswalde: Frau Elke Schulz · 03334 818029Stationäre Pflegeeinrichtung Biesenthal: Frau Kornelia Kögler · 03337 4502-0Mahlzeitendienst: Herr Thomas Köpke · 03334 279106Betreutes Wohnen – Wohnungen am Richterplatz:Frau Sandra Schroeder · Mauerstr. 17 · 16225 Eberswalde · 03334 639880Tagesstätte für chronisch psychisch Kranke:Frau Kirsten Michalewitz · 03334 288649Gesundheitssport und Sporttherapie:Herr Werner Schwarzlose · 03334 639880Frau Kirstin Karge · 03334 6398812Wassergymnastik: Frau Kirstin Karge · 03334 6398812Ambulante Behinderten-Betreuung: Herr Rainer Marschall · 03334 212661Kinderheimverbund: Frau Veronika Arndt · 03334 23161Jugendtreff und -Club – STINO: · Frau Renate Gerstmeier · 03334 279360Jugendkoordination:Bereich Schorfheide: Herr Matthias Barsch · 03334 278286Bereich Biesenthal: Frau Renate Schwieger · 03337 41770Soziale Fragen:Frau Roswitha Markert · Mauerstr.17 · 16225 Eberswalde · 03334 22468Frau Monika Chalati · Angermüder Str.23 · 16248 Oderberg · 033369 241Rentensprechstunde:Herr Frank Gaethke · Schneiderstr. 19 · 16225 Eberswalde · 03334 63988-0BGST der Volkssolidarität · Sonnenallee 2 · 16321 Bernau · 03338 907883Mobile med. Fußbehandlung:Frau Sandra Kulicke · Büro Leibnizstr. 33 · 16225 Eberswalde · 0160 6221061Die aktuellen Kontaktdaten unserer Kindertages- und Begegnungsstättenerfragen Sie bitte unter der Telefonnummer 03334 639880.26


Bericht Fahrt in die Vergangenheit10 Jahre Betriebszugehörigkeit:Nancy Fiedler (Tagesstätte psychisch chronisch Kranke)Christine Below (Kinderheimverbund Eberswalde)15 Jahre Betriebszugehörigkeit:Mandy Monsler (Kita „Wirbelwind“ Seefeld)20 Jahre Betriebszugehörigkeit:Manuela Karbe, Heidemarie Müller, Marianne Wagner (Kita „Wirbelwind“Seefeld)Altenhilfe- und BegegnungszentrumBernau-Süd – Angebote 2013- jeden Donnerstag 9.00 Uhr - Rehasport- am 3. Mittwoch im Monat 10.00 Uhr - Rentensprechstunde undsoziale Fragen- am letzten Montag im Monat - Geburtstag des Monats- am 3. Dienstag im Monat - Skatnachmittag- 2 x monatlich Karten- und Brettspiele- am 2. Donnerstag im Monat - Gedächtnistraining- am 1. Dienstag im Monat - Kreativzirkel- am 1. Mittwoch im Monat - Büchertausch mit Frau Pannewitz- 1 x monatlich Selbsthilfegruppe ‚Angehörige vonAlzheimerkranken u.a. Demenzen’- 1 x monatlich FußpflegeStändig wechselnde Bilder- undFotoausstellungen.Wir freuen uns auf Ihren Besuch!Infos unter: 03338-90788328


Volkssolidarität im Barnim 1/13Bei einem Rundgang war viel Wissenswertesüber das Schiffshebewerk zu erfahren. Foto: privatFAHRT IN DIE VERGANGENHEITErlebnisreicher Tag im technischen Zeitalter21 Mitglieder und Freunde derVolkssolidarität und der LINKEnverlebten einen Tag, der sie in dieZeit um 1934 versetzte, in der dasSchiffshebewerk Niederfinowder Schifffahrt übergeben wurde.Nach einer Stärkung im Gasthaus„Zur Schleusentreppe“ ging eszum Höhepunkt des Tages, zurSchleusenfahrt. Zuerst fuhrenwir mit dem Fahrgastschiff zumSchiffshebewerk und dann in denTrog hinein. Während des Aufenthaltesim Schleusenwunderwerkwurde uns die ausgefeilte unddurchdachte Technik in leicht verständlicherForm erläutert.Nach kurzer Fahrt im unterenTeil des Kanals ging es dann wiederzurück in den oberen Teil desKanals. Am Ausgangspunkt angekommen,fiihrte uns der Wirtan den Punkt zwischen dem altenund dem neu zu errichtendenSchiffshebewerk, wo er erbaulicheund interessante Geschichten überbeide Bauwerke erzählte. Kaffeeund Kuchen im Gasthaus ,,,ZurSchleusentreppe“ schmecktennach dieser Exkursion wundervoll.Dieser erlebnisreiche und ausgefüllteTag wird für alle noch langein guter Erinnerung bleiben.Ulrich JacobyOG 61 Groß Schönebeck29


Bericht Wie es in Eberswalde früher einmal warWIE ES IN EBERSWALDEFRÜHER EINMAL WARStettiner- und Breite Straße haben sich verändertNachdem am Haus Breite Straße104 in Eberswalde der Giebel dasschöne Kunstwerk mit der Eicheerhalten hatte, habe ich mich gefragt,wie es hier wohl früher ausgesehenhaben mag. Die von derEcke Robert-Koch-Straße - BreiteStraße abwärts zum Finowkanalführende schmale Pflasterstraßemit den Häusern Nr. 104 bis 108aus der Bauzeit um 1896, geradevon der WHG und Corona renoviert,verleiten dazu, der Sacheeinmal auf den Grund zu gehen.Alte Bilder jener Zeit und Stadt-karten zeigen, wie es einmal war.Ein Rückblick: Vormals war hierbis 1945 die Stettiner Straße, dieHauptstraße von der Mühlenstraßeüber die Hubbrücke undden Finowkanal aus der Stadt herausin Richtung Angermünde.Mit zunehmendem Güterverkehrauf dem Finowkanal gab es an derBrücke häufig Wartezeiten. Wartezeitenfür die Straßenfahrzeuge,wenn die Hubbrücke oben war,für die Güterschiffe und Holzflöße,wenn die Autos freie Fahrthatten. Früher war hier eine Zug-Hubbrücke und Stettiner Straße.30


Volkssolidarität im Barnim 1/13Nach Kriegsende: Blick über die Hubbrücke in die Stettiner Straße.Fotos: Archivbrücke, die Hubbrücke wurde erst1937 gebaut. Daneben gab es eineFußgängerbrücke. So mussten nurAutos und Fuhrwerke warten. DieHäuserzeilen der Stettiner Straßereichten bis dicht an den Kanal heran.Auf der linken Seite gab es amKanal einen schmalen Fahrweg zuden Gärten und im ersten Haus,Stettiner Straße 1, eine Gaststätte,die sicher guten Umsatz hatte,wenn die Fuhrleute auf der Straßeoder von den Finowmaßkähnenoftmals lange vor der Hubbrückewarten mussten.Rechts war die Straße Am Kanal,eine schmale Pflasterstraße zurStadtschleuse, zur Rückseite desSchlachthofs und die Schleusenstraßeweiter zu den Häusern undBetrieben am Kanal.Im ersten vierstöckigen Hausrechts an der Stettiner Straße gabes ein Geschäft mit zwei Schaufenstern.Auf der linken Seite die Häuser104 bis 108 waren damals dieStettiner Straße 4 bis 8. Das großeEckhaus Robert -Koch-Straße warNr. 9 mit Bäcker Füting. Die Geschäfteversorgten die Einwohnervon St. Georg und sicher die vorder Brücke Wartenden.Am Kriegsende wurde die Hubbrückegesprengt, wie alle Brückenüber den Finowkanal. Die Häuseram Kanal wurden bei der Sprengungmit zerstört und infolge derKriegshandlungen oder des Bombenangriffsauch die Häuser rechtsder Straße bis hin zum Schlacht-31


Bericht Leinen Los in Altenhofhof. So blieben von der alten StettinerStraße hier nur die Häuser aufder linken Seite. Die Brücke wurdebald notdürftig befahrbar gemacht,damit der Verkehr wiederrollen konnte, der Kanal aber bliebversperrt. Sowohl weil die Brückenicht mehr gehoben werden konnte,als auch weil der Finowkanalnoch nicht von Trümmern der Brückenund gesunkenen Wasserfahrzeugengeräumt werden konnte.Auch die Schleusen waren nochnicht wieder gangbar. Später wurdendie Trümmer der Gebäude vonbeiden Seiten des Kanals, besondersdie der großen Stoltzemühle,für die Erhöhung des Dammesbeim Bau der neuen Brücke überden Finowkanal und die großeStraßenkreuzung eingesetzt.Nun sollte mit dem Bau einer neuenBrücke auch die Engstelle Hubbrückemit den Wartezeiten für Schiffeund Straßenfahrzeuge beseitigtwerden. Die Breite Straße aus RichtungBad Freienwalde wurde ohneWinkelzüge großzügig durch dieStadt zur neuen Brücke geführt.Die Friedensbrücke wurde 1952in Betrieb genommen. Auch derFinowkanal mit seinen Schleusenwar inzwischen von Trümmerngeräumt und wieder durchgängigbefahrbar. Der Mühlenteich warnicht mehr erforderlich und wurdeverfüllt. Die Schwärze hatte einneues Bett bekommen und mündetnun oberhalb der Stadtschleuse inden Kanal.Nichts deutet mehr darauf hin,dass unter dem Damm zur Kreuzungund zur Brücke die Trümmerder großen Mühle und andererHäuser liegen, die mit vielenFuhren Sand abgedeckt wurden.Dafür wurde ein ganzer Sandbergzwischen der Heinestraße und Paschenbergabgetragen. Der Dammder Kreuzung und der Brückewurde so geformt und bepflanzt,wie wir ihn heute kennen.Am Ende der kurzen Pflasterstraßezum Kanal befand sich die Hubbrücke,zu erkennen ist auf dergegenüberliegenden Seite noch dieAuflageschiene. Jetzt nach Beginnder Arbeiten an der zukünftigenPromenade sieht man auch dieMauern des Hauses kurz vor derHubbrücke. Bald wird das allesverdeckt sein. Keiner weiß es mehr.Gerhard Falckenberg32


„LEINEN LOS!“ IN ALTENHOFStimmungsvolle Schiffsfahrt auf dem Werbellinsee„Wir freuen uns, dass ihr so zahlreichunserer Einladung gefolgtseid. Es ist ein Zeichen dafür,dass euch die Sache mit den altenSchachteln und alten Säcken Spaßmacht und wir immer wieder unsereFreude daran haben. Deshalbtreffen wir uns mindestens einmalin jedem Jahr“, so begrüßte BärbelEichentopf, Vorsitzende der OrtsgruppeAltenhof der Volkssolidarität,die 38 Frauen und Männerzur jüngsten Zusammenkunft aufdem Fahrgastschiff „Altwarp“ aufdem wunderschönen Werbellinsee.Nachdem es auf dem Schiff„Leinen los“ hieß und es in Seegestochen war, wurde zunächstein neues Mitglied, Frau ElfriedeSchmidt, herzlich in der Gruppebegrüßt.Dann wurde das Ergebnis der Listensammlungder Volkssolidaritätim Jahre 2012 verkündet. Auchdie Altenhofer Gruppe beteiligtesich, und es wurde ein Betrag von1042,50 Euro gesammelt. Dafürwurden die fleißigen Sammler miteinem kleinen Präsent geehrt. Diemusikalische und auch humoristischeUnterhaltung lag in denVolkssolidarität im Barnim 1/13Auf dem Fahrgastschiff „Altwarp“ trafen sich die„alten Schachteln und Säcke“.33


Bericht Begegnungsstätte ist jetzt Bahnhofstreffbewährten Händen Sonys. NachKaffee und Kuchen erschien plötzlichdie „Weiße Frau“ an Bord undwurde von den Gästen mit großenHallo begrüßt. Höhepunkt wardann die Ehrung derjenigen, diedas Alter erreicht haben, um in denKreis der „Alten Schachteln“, bzw.der „Alten Säcke“ aufgenommenzu werden. Das erfolgte unter großemBeifall der lustigen und ausgelassenenRunde. Der Nachmittagverging im Fluge, es wurde auchdas Tanzbein geschwungen, vieldurcheinander geplaudert, manchmalsogar haben alle gemeinsamgeredet, es war gar keiner mehrdabei, der zuhören konnte. Gegen17.30 Uhr machte das Schiff wiederin Altenhof fest und ließ die Scharvon Bord. Mit festem Boden unterden Füßen waren dann alle einhelligder Meinung, dass es ein gelungenerNachmittag gewesen ist.Text und Fotos: GWSony sorgte mit Musik und humoristischen Einlagen für Unterhaltung.Natürlich wurde auch ausgiebig getanzt34


BEGEGNUNGSSTÄTTE ISTJETZT „BAHNHOFSTREFF“Vom „Kulturbahnhof“ wird einiges übernommenIm Jahre 1901 wurde im damaligenHeegermühle, jetzt Finow,in der Bahnhofstraße das RestaurantMeyer eröffnet. Seitdemdurchlebte dieses Haus viele Höhenund Tiefen. Ab 2002 wirddas ehemalige Restaurant desBahnhofhotels im Erdgeschossdurch die Volkssolidarität alsBegegnungsstätte genutzt. Am21. Januar 2011 wurde dann dermit großem Aufwand renovierteSaal durch die Volkssolidaritätals Kulturbahnhof wiedereröffnet.Zwei Jahre lang hieß es nachlanger Pause wieder „Bühne frei“oder „Darf ich bitten“, bis dannam 31.12.2012 aus wirtschaftlichenGründen die Lichter leiderwieder ausgingen. Schade! Je-doch die Türen der Begegnungsstätte,jetzt „Bahnhofstreff“, hältdie Volkssolidarität für den Publikumsverkehrweiterhin weitgeöffnet.Kennen Sie das? Sie sind alleinund die Zeit will nicht so rechtvergehen oder suchen Sie ganzeinfach nur nach etwas Geselligkeit?Dann sind Sie richtigim „Bahnhofstreff“ in Finow,denn unsere Begegnungsstätteist offen für alle, die sich aufvielfältige Weise aktiv betätigenmöchten, die sich geistig undkörperlich fit halten wollen odersich einfach nur unterhalten mögen.Wegen des doch sehr umfangreichenFreizeitangebots mitinteressanten BetätigungsfeldernVolkssolidarität im Barnim 1/1335


Bericht Vorsicht, Fitnesstraining!Regine Stein, Sabine Scheel und Petra Becker (hinten v.li.) - hier bei einemSpielenachmittag – sorgen sich jetzt um die Besucher. Foto: E. Keilfür nicht nur ältere Menschenkönnte man alles auch unter dasMotto „Gemeinsam statt einsam“stellen. Zum Programm gehörenfeste Veranstaltungen wie zumBeispiel Englisch-Sprachkurse,therapeutischer Sport mit KirstinKarge, Kreativnachmittage, andenen unter fachkundiger Anleitunggebastelt wird, Blumengesteckehergestellt werden undvieles andere mehr.Mittwochs ist Spielenachmittag,in der Hauptsache wird Romméund Rommé Cup gespielt, für dasweitverbreitete Skatspiel wer-den noch Interessenten gesucht.Zur Tradition geworden ist auchschon das beliebte monatlicheTanzcafé, das bei vielen Tanzwilligeneinen festen Platz in ihrerMonatsplanung gefunden hat.Auch Ortsgruppen der Volkssolidaritätnutzen die Räumlichkeitenfür Versammlungen undFeierlichkeiten aller Art. Gleicheskönnen auch Familien tun. Ansprechpartnersind im „Bahnhofstreff“Regine Stein und PetraBecker, die auch telefonisch unter03334 383586 erreichbar sind.G. Wiesner36


VORSICHT, FITNESSTRAINING!Das System der natürlichen Gesundung der Dr. med. Galina SchatalovaTeil 2Neben der im ersten Teil besprochenenErnährung spielt für dieGesundheit des Menschen derUmgang mit seiner Körperlichkeiteine wesentliche Rolle. In denErläuterungen ihres Systems fordertG. Schatalova: Ziehen Sie sichleicht an und laufen Sie los. „WennSie nicht laufen können, dann gehenSie. Wenn Sie keine Kraft zumGehen haben, dann kriechen Sie.Aber bewegen Sie sich, damit IhrEnergiezentrum einen Anstoß bekommt,vollwertig zu arbeiten.“Von den zahlreichen Arten desLaufens sollten Sie nach Schatalovaeine wählen, die Ihnen Wohlbefindenund Heiterkeit vermittelt.Wenn Sie sich nur auf die zurückgelegtenKilometer konzentrieren,weil es Ihr Ziel ist, den WiderstandIhres Körpers zu überwindenund ihn darauf zu trainieren,unter ständig wachsenden Belastungenzu arbeiten, dann laufenSie angespannt und verkrampft.Damit schaden Sie Ihrem Körperund Ihrer Gesundheit. Das Ziel istes, leicht und frei zu laufen. Beimsogenannten dynamischen auto-genen Training, das zum Gesundungskonzeptder G. Schatalovagehört, entspannen sich alle Muskeln,außer denen, die im Augenblickgebraucht werden. Laufen Siein einem Park, im Wald oder amSee. Dort können Sie am ehestenFreude empfinden, zum Beispielüber einen majestätischen Baum,mühelos dahin gleitendende Wasservögel,Licht- und Schattenspieleder Bäume usw. Hier ist nicht- wie beim Fitnesstraining - dieÜberwindung gefragt, sondernein aufmerksamer Blick und tiefeEmpfindung. Gefühle und Bewegungkönnen so zu einer Einheitverschmelzen und das Bewusstseinund Unterbewusstsein harmonisieren.Für alle, die eigentlichnoch laufen könnten, aber untrainiertsind, ein Tipp: Gehen Sie zuerstdrei Schritte und laufen danndrei Schritte ca. fünf Minuten imWechsel. Entsprechend Ihrer körperlichenVerfassung können Siedie Zeit ausdehnen und den Wechselder Schritte auf vier, fünf undso immer weiter verlängern odereben auch gleich mit zehn Schrit-Volkssolidarität im Barnim 1/1337


erstoff versorgt.Zur Überwindung oberflächlicherAtmung schlägt die Ärztin vor,zunächst bis drei zu zählen unddabei einzuatmen, dann erneut bisdrei zu zählen und die Luft anzuhaltenund dann erst langsam auszuatmen(zwölfmal wiederholen).Täglich viermal zu gleichen Zeitendurchgeführt, befreit die Übungvon hektischen Gedanken und unterstütztIhre Konzentration. Bei allenAtemübungen bitte nur durchdie Nase atmen!Wir sind derart verzärtelt, dassder Temperaturbereich, in demwir uns wohl fühlen und erkältungsfreibleiben, äußerst kleingeworden ist. Deshalb sollte zurAnpassung an unsere natürlichenExistenzbedingungen neben richtigerErnährung, Bewegung undAtmung auch die Abhärtung eineRolle spielen. Einfach lässt sie sichwie folgt unterstützen: 1. StellenSie sich morgens in Schlafwäscheoder wenn möglich nackt vor dasgeöffnete Fenster und bleiben dort,bis Sie leichte Kälte empfinden.Dann bitte zum Aufwärmen wiederdas Bett aufsuchen (mehrmalswiederholen). Vorsicht im Winter,die Zeit des Aushaltens solltenur sehr langsam erhöht werden.2. Duschen Sie morgens abwechselndkalt und warm. Die Anzahlder Wechselduschen ebenfalls nurlangsam vervielfachen (Maximum21-mal).Schwere chronische Krankheitensind in der Regel nicht allein aufZellanomalien zurückzuführen,sondern basieren ebenfalls aufpsychischen Problemen. Schatalovabemüht in den meisten derFälle keinen Psychologen oder Psychiater,sondern hilft dem Krankendie Harmonie zwischen seinemBewusstsein und Unterbewusstseinselbst wieder herzustellen.Mit diesem Ziel fordert sie die Patientenzu Tätigkeiten auf, die beiihrer Ausübung keine Denkprozesseerfordern, sondern einfachnur Freude empfinden lassen. EineMöglichkeit hierzu ist das obenbereits erwähnte Laufen mit demBlick auf die Natur, eine anderefreies Tanzen (keine Schrittvorgabensondern Bewegen nach alsangenehm empfundener Musik)sowie monotones Besingen einerUmgebung, die gefällt. Um psychischeBlockaden zu lösen, „überschreibt“sie diese mit neuen angenehmenEmpfindungen, und ihreTherapieerfolge geben ihr Recht.Zur Harmonisierung könntenVolkssolidarität im Barnim 1/1339


Bericht Vorsicht, Fitnesstraining!ebenfalls weitere Sinne genutztwerden wie das Tasten. NehmenSie Steine mit unterschiedlichenFormen und Oberflächen in dieHand und ertasten Sie ihre Formund Struktur, oder betrachten SieBilder, die Ihnen Wohlgefühl vermitteln.Malen ohne Vorgaben alsAusdruck eigener Empfindungenstellt eine weitere Möglichkeitdar. Ziel dieser sinnlichen Freudevermittelnden Tätigkeiten ist dasVerschmelzen von Gefühlen undBewegung, die Harmonisierungvon Bewusstsein und Unterbewusstseinund damit die Normalisierungder psychischen Tätigkeit.Die Behandlung schwererpsychischer Erkrankungen bleibtselbstverständlich dem Spezialistenvorbehalten.Galina Schatalova ließ Menschen,die ihre Lebensweise praktizierten,immer wieder testen. Sie bevorzugtedabei Sportler, weil sich hiereinfache Vergleichsmöglichkeitengeradezu anbieten. Beispielsweisewurden beim Lauf der Mitgliederdes Clubs der Amateurläufer dersibirischen Akademie der Wissenschaftenalle Läufer gewogen. DieSportler, die nach dem System dernatürlichen Gesundung lebten,waren nach dem Lauf zwischen0,7 und 2 Kilogramm schwerer.Läufer, die der Kalorientheorie huldigten,hingegen bis zu vier Kilogrammleichter. Die Überraschungwar immer wieder groß. Doch dieÄrztin konstatierte desillusioniert:„Aber der Donner ging vorüber.Und alles blieb beim Alten. Manmuss auch nicht fragen warum:Wenn die Fakten den Postulatender herrschenden Theorie widersprechen,ist das schlecht für dieFakten.“Um zu überzeugen, wartete Schatalovakontinuierlich mit neuenFakten auf. So berichtete sie vorZuhörern in der Akademie derWissenschaften der UdSSR anHand ihrer Patientenakten überdie Heilung von 40 Chronikern.Als ein Beispiel kam sie auf dieOzeanologin Svetlana Kruglikowazu sprechen: Mit 45 Jahren littdiese unter einem Dutzend chronischerErkrankungen wie Asthma,Osteochondrose, Gürtelrose,Pankreatitis, Magengeschwür,Bluthochdruck, Kolitis, Gastritis,Medikamentenallergie und und ...Schließlich wurde eine wachsendeGeschwulst in ihrer Bauchhöhlediagnostiziert. Die behandelndenMediziner schickten Frau Kruglikowain Schatalovas Praxis mit der40


Bitte, sie soweit gesund zu machen,dass sie operiert werden konnte.Schatalovas wesentliche Empfehlungenan die Frau waren: keineMedikamente (bitte nicht nachahmen),kein Fisch, kein Fleisch, keinSalz, keine Butter, kein Zucker,überhaupt keine Süßigkeiten. Siesollte den Tag mit zwei StundenGymnastik - bevorzugt mit Gehen,besser Laufen - beginnen. Nacheineinhalb bis zwei Monaten verändertesich ihr Befinden grundlegend.Die Krankheitssymptomeverschwanden nach und nach, dieGeschwulst wurde kleiner undkleiner, sodass die Operation entfallenkonnte.Wie ist diese „wundersame“ Heilungzu erklären? Galina Schatalovadazu: Es liegt alles an uns, unsererBereitschaft, den Weisungender Natur zu folgen. Dabei gehtes nicht um einzelne Weisungen,sondern um alles zusammen imKomplex. Ich bin sicher, der Diabetiker,Gicht-, Rheuma- oder Osteoporosekrankewird dieses Systemtrotz bester Vorsätze nicht allein realisierenkönnen. Aber ebenso wiees Gerson-Selbsthilfegruppen (Dr.med. Gerson ist ein weltweit bekannterSpezialist auf dem Gebietder natürlichen Krebsbehandlung)gibt, könnte es auch welche mitSchatalovas Namen geben. Dennim Krankheitsfall sind Sie auchgefordert! Sie wissen ja: „Es gibtnichts Gutes, außer man tut es!“Weitere Informationen zum Gesundungssystem:Galina Schatalova„Wir fressen uns zu Tode“,„Heilkräftige Ernährung“.Dr. oec. Ursula EhlertVolkssolidarität im Barnim 1/13VerabschiedetSie kam gern in die Tagespflegeam Richterplatz in Eberswalde.Aus gesundheitlichenGründen geht Ursula Wohlertnun in ein Pflegeheim undscheidet damit aus ihrer Ortsgruppe4 aus. Zur Faschingsveranstaltungim Februarwurde sie verabschiedet.Text und Foto: EK41


Bericht Fließgewässer als EnergiequelleAuf dem Erinnerungsfoto (von links): Frau Villain, Frau Werner, Frau Scheel,Frau Furcht, Frau Kuck, Frau Maier, Frau Fischer und Frau Wawrzyniak.DANK FÜR ENGAGIERTE ARBEITWährend der jüngsten Beratungmit den Ortsgruppenvorsitzendenund Hauptkassierern wurde dieArbeit des Teams der Begegnungsstätteeinschließlich Bibliothekgewürdigt. Kreisvorsitzende GerdaFischer dankte den Mitarbeiterinnenfür die geleistete Arbeitund überreichte ihnen gemeinsammit Kreisvorstandsmitglied UteWerner und GeschäftsführerinKerstin Maier Blumensträuße. DieEinrichtung in der Bahnhofstraßesei zu einem beliebten Treffpunktunserer Seniorinnen und Seniorengeworden. Mit Schließung des Kulturbahnhofssind nun von dort diebeiden Bürgerarbeiterinnen RegineStein und Petra Becker gewissermaßenim fliegenden Wechsel hinzugekommen.Text und Foto: EK42


FLIESSGEWÄSSER WURDEN ALSENERGIEQUELL GENUTZTDas Nonnenfließ bei Spechthausen gehörte auch dazuAlle Fließgewässer unserer Gegendwurden einst zu unterschiedlichenZeiten so angestaut,dass sie als Kraftquell genutztwerden konnten, wie die Finowschon am Beginn des 17. Jahrhundert,als der erste Finowkanal mitseinen Schleusen gebaut wurdeund sich dort Eisenindustrie undMühlenwerke ansiedelten. Auchdie Schwärze wurde bis zu ihrerMündung in den Finowkanal angeeigneten Stellen angestaut, umausreichend Wasserkraft für Mühlenund andere Zwecke zu habenund zu nutzen. So auch das Nonnenfließ,welches sich elf Kilometervon Tuchen her durch das tief eingeschnitteneTal bis Spechthausenschlängelt. Das werde ich im Folgendenbeschreiben.Das Nonnenfließ hat sein Quellgebiet,Bruchwald und Moore,südlich von Tuchen auf der Barnim-Hochfläche.Dort gab esVolkssolidarität im Barnim 1/13Das Nonnenfließ am Forsthaus „Geschirr“43


Bericht Fließgewässer als EnergiequelleNeue Mühle: Abfluss aus dem Mühlteich.schon 1595 eine Wassermühlemit Mühlteich. Sie wird auch 1824und 1919 als Obermühle genannt.Den Mühlteich kann man linksneben der Straße am OrtseingangKlobbicke noch sehen. Die Mittelmühleist in Tuchen, gebaut im14. Jahrhundert als Mahlmühle.Man kann den gepflegten Mühlteich„Damms See“ bewundern,und blickt vom Fahrweg auf dasgut erhaltene Feldsteinfundamentder ehemaligen Schneidemühlemit Fensteröffnungen und dem2,70 m tiefer liegenden Lagerbockfür das oberschlächtige Wasserradhinab. Aber es läuft nur wenigWasser, denn das Nonnenfließhat ein neues Bett, den KlobbickerGraben mit vermindertem Gefällebekommen. Das Gebäude rechtswar die ursprüngliche Mahlmühleund Wohnhaus unter einemDach. Etwa um 1900 wurde linksdie Holzschneidemühle gebaut, inder Meister Lamm noch bis in diesiebziger Jahre Bretter und Balkengeschnitten hat. Die Schneidemühlehatte er auf elektrischen Antriebumgestellt, aber die Vorrichtungfür den Betrieb mit Wasserkraftblieb erhalten und wurde beiStromausfall eingesetzt. Danachverfiel die alte Schneidemühle. Das44


Mühlengebäude rechts wurde alsWohngebäude ausgebaut und ist esnoch heute.Etwa 1500 Meter talwärts liegt dieNeue Mühle, gebaut 1593 als Mahlmühle.Nach Erweiterung zurSchneidemühle um 1900 wurdehier nun Holz geschnitten und Getreidegemahlen. Auch eine Gaststättewurde betrieben und Wohnhäusergebaut. Um 1935 wurdeneben der Mühle ein RAD–Lagereingerichtet. Die Männer habenDämme für fünf große Fischteichein der Niederung bei der SchönholzerMühle angelegt. Die Gebäudeder Neuen Mühle und des Lagerswurden nach Kriegsende abgetragenund das Material für den Bauvon Neubauernhäusern verwendet.Der Mühlteich ist noch da, dortist der Biber jetzt zu Hause, unddie alten Fundamente der Mühleund der Lagerbaracken sind nochzu erkennen. Die Wohnhäuser derMühle gehörten 1957 bis 2002 denHoffnungsthaler Anstalten undsind jetzt in Privathand.Das Nonnenfließ nimmt das Wasserdes Tramper Grabens auf undführt weiter zur vormaligen Holzschneidemühlebei Schönholz. Die-se ist 1694 angelegt worden, als dasDorf Schönholz, im DreißigjährigenKrieg total verwüstet, wiederaufgebaut werden sollte. DieSchneidemühle wurde später stillgelegtund ihre Teiche noch langeZeit für die Fischzucht verwendet.Das Wasser des Nonnenfliessesversorgte damals die Teiche überStaustufen mit ausreichend Wasser.Bei der Schönholzer Mühle gab esbis in die zwanziger Jahre das Hofgutdes Freiherrn von Kapherr, derals Schriftsteller bekannt ist. DieGebäudereste standen noch 1945und zwischen Bäumen auf einerAnhöhe steht sein Grabmal.Das Waldgebiet zwischen Trampe,Klobbicke und Schönholz und alterBernauer Heerstraße war nachdem Krieg 1945 bis zum Abzug derRoten Armee großer Übungsplatz,der dort Bauten und Anlagen wiedie Schönholzer Mühle und dieTeiche zerstörte, alte Forstwegeverschwanden, Panzerstraßen entstanden.Von der Teichanlage sinddie alten Dämme noch vorhanden.Die Teiche sind voller Wildwuchs,Erlen stehen an Rinnsalen. Fährtenvon Wildschweinrotten führen zuVolkssolidarität im Barnim 1/1345


Bericht Fließgewässer als EnergiequelleNeue Mühle: Reste der alten Anlage.Wühlstellen und Suhlen an denvielen Wasserstellen. Von einemTal erheben sich mit Geschrei Kranicheund kreisen über den Baumwipfeln.Von der SchönholzerMühle zeugen nur noch verfalleneund zugewachsene Feldsteinfundamente,Mauern und Keller. Einigehundert Meter abwärts quertdie alte Bernauer Heerstraße, vonEberswalde nach Schönholz führend,auf der Steinernen Brückedas Fließ.Das Liesenkrüz, ein bekanntesWanderziel, sagenumwoben,hat inzwischen eine neue Wanderhütteund eine neue Brückeüber das Fließ bekommen. Dortmündet, heute fast versiegt, derBrenner- Graben. Er kommt vomnördlichen Ortsrand Trampe(Brennerei) durch den Wald bisBornemanns-Pfuhl (bis 1938 wardort eine Revierförsterei und Ausschank),unterquert die alte BernauerHeerstraße und führt danachrunter zum Fließ. Tramper Grabenund Brenner-Graben bringen demFließ kaum noch Wasser, allenfallsim Winter und Frühjahr nach derSchneeschmelze. Nur Hangquel-46


Bericht Fließgewässer als Energiequellebauwerke und Wasserrückhaltunghaben aber die Durchgängigkeitim Fließ für Fische und Kleinlebewesenunterbrochen.Die wirtschaftliche Nutzung wurdenach 1945 endgültig eingestellt.Auch das Wasseraufkommen ausdem Quellgebiet und von den Zuläufenhat sich so verringert, dasseine Unterhaltung z.B. der großenFischteiche gar nicht mehr möglichwäre. Aber die Qualität des Wassershat sich sehr gebessert.Seit 2007 wird an der ökologischenRenaturierung des Nonnenfliessesan allen vormaligen Staustufendurch verschiedene Maßnahmengearbeitet. Durch den Bau von„Fischtreppen“ als Umgehung vorhandenerSohlabstürze wird dieDurchgängigkeit des Gewässersvon der Mündung in Spechthausenbis zum alten Mühlteich derObermühle in Tuchen erreicht. FürInteressenten wurden an den ehemaligenMühlen Tafeln aufgestellt,die diese Arbeiten anschaulich erklären.Sehr gut ist das bei der neu angelegtenFischtreppe an derZainhammer Mühle zu sehen. DerSohlabsturz von drei Meter Höhein der alten Mühle ist ein absolutesStopp für jedes Getier, für Forelle,Groppe, Bachneunauge und alleKleinlebewesen, auch für Biberund Otter, die sich einen Weg überLand zum Teich gesucht haben.Ein 60 Meter langes gewundenesGerinne mit versetzten Natursteinriegelnbremst das Gefälle, machtdie Schwärze gegen die Strömungfür Fische wieder durchgängig.Wie an der Zainhammer Mühleanschaulich sichtbar, so sind auchdie alten Mühlenwehre und Staueim Nonnenfließ durch Umgehungsgerinneunter Nutzung dernatürlichen Gegebenheitendurchgängig gemacht worden.Am Forsthaus Geschirr wurde dasFließ zum ehemaligen Mühlenwehrestillgelegt und im alten Bettüber Altholzschwellen daran vorbeigeführt. Bei den SchönholzerTeichen sind die Staustufen durchSchotterstrecken flacher gestaltetworden. An der Neuen Mühle hatman den Sohlabsturz durch versetzteSteinstufen durchlässig gemacht.Ich habe versucht, das fast in Vergessenheitgeratene Nonnenfließeinst und jetzt ans Licht zu rücken.Ein ausführliches Gespräch mitdem Forstmeister Herrn Siegfried48


Lassig (85), der das Nonnenfließ-Tal aus seinen Dienstjahren bestenskennt, hatte mich neugieriggemacht. Ich wollte mehr wissen,selbst sehen und hören. An derNeuen Mühle sprach ich mit FrauTorkler. Sie lud mich ein zu einemTreffen einer kleinen Gruppe interessierterEinwohner von Tuchen-Klobbicke, die sich monatlich inder Kirche Tuchen mit alten Zeiten,alten Bräuchen, Episoden und Geschichtender Gegend befasst. Dortkonnte ich in eine Chronik vonKlobbicke schauen, sprach mit demEnkel des letzten MühlenmeistersLamm, habe Bilder angesehen, Fragengestellt und zugehört. EinigeErkenntnisse habe ich gewonnenaus Arbeiten von Rudolf Schmidt,aus der Geschichte der PapierfabrikSpechthausen, aus dem Internetund den Schautafeln an denehemaligen Mühlenstandorten.Text und Fotos: Gerhard FalckenbergVolkssolidarität im Barnim 1/13TAGESSTÄTTE GESTALTETE BASARViele schöne Gegenstände warenin der Tagesstätte für chronischpsychisch Kranke für einen Basarin der Berliner Volksbank in Eberswaldegebastelt worden. Zum Gelingendieser Veranstaltung trugauch Adelgunde Streiter aus derOrtsgruppe 5, Eberswalde bei. Siestellte der Tagesstätte Wolle undweitere Materialien zur Verfügung.EKFoto: privat49


Bericht Trauerbegleitung tut NotTRAUERBEGLEITUNG TUT NOT„Du musst darüber hinwegkommen“ oder„Es war besser für ihn“. Das sind Sätze,die als vermeintliche Tröstung nichtstaugen. Natürlich kann man nicht darüberhinwegkommen, wenn ein geliebterMensch verstorben ist und man soll esauch gar nicht. Der Hinterbliebene mussden Tod vielmehr als ultimativen Statuswechselanerkennen und verstehen. Dasind solche Äußerungen, wie man sieimmer wieder zu hören bekommt , nichthilfreich. Trauer ist keine Krankheit, sonderneine lebenswichtige Reaktion. Siegehört zum Leben und zum Abschied.Wichtig ist deshalb, einen Trauerndenüber eine längere Zeit zu begleiten undihm so das Gefühl zu vermitteln, dass ernicht allein ist. Deshalb funktioniert eineechte Trauerbegleitung nicht mit solchenPhrasen, die zwar gut gemeint sind, aberden Hinterbliebenen nicht wirklich unterstützen.Der Trauerbegleiter muss sichgemeinsam mit dem Trauernden demVerlust stellen und damit auseinandersetzen.Trauerbegleitung wird häufig vonKirchen und Selbsthilfegruppen durchgeführt,beispielsweise in sogenannten Trauercafés,aber auch einige Bestatter, wieFrau Kordula Steinke haben sich durch dieTeilnahme an Seminaren die „zertifizierteQualifikation zur Begleitung trauernderMenschen“ und „begleitende Seelsorge“erworben und können insbesondereTrauer im Alltag einen Raum geben unddie Möglichkeit zum Gespräch schaffen.Trauernde sollten nicht alleingelassen werden.Deshalb bieten Kirchen, Selbsthilfegruppen,Hospizvereine aber auch BestatterTrauerbegleitung an.Auf den Verstorbenen eingehen und seineBiographie würdigen – das sind dieSchwerpunkte der Trauerrede. Sie istebenfalls ein wichtiger Bestandteil derTrauerbegleitung. Ein Redner muss einigesbeherzigen, was Frau Ramona Löschenur zu gut aus ihrer langjährigen Tätigkeitals Trauerrednerin berichten kann. Es gehtnicht darum, das Leben des Verstorbenenabzuspulen. Die Angehörigen, Freundeund Bekannten kennen den Lebenslauf jaselbst am besten, dafür brauchen sie keinenTrauerredner. Vielmehr sollte eine Lebensdeutungvorgenommen werden. DieLebensbotschaft des Verstorbenen sollzum Vorschein gebracht werden. Angehörigevon Verstorbenen sollten sich nichtscheuen, den Bestatter ihres Vertrauensauch nach der Beisetzung zu kontaktierenund mit ihm das Gespräch zu suchen.Kordula SteinkeRamona LöscheSchorfheideruh BestattungenFinowfurt - 03335/326655 Eberswalde - 03335/38161850


AN MEINE MUTTERMein Mütterchen, was tust du jetztvon allen Krankheiten befreit?Hast eine Wolke du besetzt?Vielleicht als Engel stehst bereit?Auf mich musst du noch etwas warten.Hast unsern Vater du gesehn?Und deine Eltern, deine Brüder?Oder muß jeder einzeln gehn?Sind Pflichten denn euch auferlegt?Ist einer, der den Weltraum fegt?Sahst du denn deine Enkelkinder?Es waren an der Zahl schon sieben.Doch zweie haben Lebenskrisenauch mit viel Willen nicht geschafft.Der Tod hat sie hinweggerafft.Wir viere war´n genug für dich.Zwei aus dem Frieden, zwei vom Krieg.Krieg sollte es nie wieder geben!Nie eine Waffe mehr im Leben!Und arme Kinder, gut geraten:Im Süden sind sie Kindsoldaten!Verlier darob einige Tränenund mische sie dem Regen bei,der leise rinnt. Landregen im Mai.Mein Mütterchen, wast tust du dann,wenn Urwald nicht mehr wachsenkann?Du Bauerntochter siehst Verderben,wenn Menschen, Tier´ und Pflanzensterben.Volkssolidarität im Barnim 1/13Urenkelkinder, sahst du sie?Die Spuren deiner Erbanlagenwerden neun Schöne weitertragen.Hier hättest du die helle Freude,wärst Oma und Uroma heute.So musst du eben als ein Engelden Mädchen raten und dem Bengel.Der gute Rat aus deinem Mundehilft heute noch der großen Runde.Was quältest du dich in der Küche!Schwerarbeit machte Wohlgerüche!Hightech, die nun den Haushaltschmückt,sie hätte dich total entzückt.Du hättest Zeit für dich gewonnen.Ich komme hier so schnell nicht weg.Verpflichtung hält mich noch am Fleck.Ich mag den Kindern Hilfe geben.Solange ich das schaffen kann,habe ich Freude an dem Leben.Und lass dir sagen: Dankeschönfür deine Liebe, deine Sorgen!Du hast vier Kinder stark gemachtfür die Unbilden dieser Welt.Deine Familie, die zusammenhält!Waltraud VoigtDie Autorin: Dr. med. Waltraud Voigt, Jahrgang 1940; geborenin Berlin-Wedding, aufgewachsen in Eichwalde bei Berlin;Abitur, Apothekenfacharbeiter, Studium Humanmedizin; 1971Facharztprüfung für Allgemeinmedizin. Bis 1988 Hausärztinin Eberswalde, dann Wechsel in das Begutachtungswesen;ließ sich von 1992 bis zur Berentung 2001 als Allgemeinmedizinerinin Eberswalde kassenärztlich nieder. Hobbys: Malenund Zeichnen; Mitglied im Verein „Die Mühle e.V.“ Mitarbeit inder Uckermärkischen Literaturgesellschaft, im Bund Deutscher-Schriftsteller-Ärzteund den Geschichte(n)schreibern.51


BILDER DER HEIMATEin beliebtes Ausflugsziel ist das Areal rund um das Jagdschloss Hubertusstockin der Schorfheide. Das Jagdhaus ist von 1847 bis 1849 im Auftrag des preußischenKönigs Friedrich Wilhelm IV. im bayerischen Landhausstil zu Ehrenseiner Frau, einer Tochter des Königs Maximilian I. von Bayern, erbaut worden.Der schlichte Bau diente der Unterkunft der Hof-Jagdgesellschaften. Bis zur Wiedervereinigungblieb es in Staatshand und war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.Seitdem kommen wieder viele Ausflügler in die Schorfheide. Bei ihremSpaziergang vorbei am Jagdschloss Hubertusstock und dem Gedenkstein BalduinVon Hövels führt sie der Wanderweg auch zum Damwild-Gehege (Foto) unddem auf diesem Gelände befindlichen Kaiserweiher. Text und Foto: EK52